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"Abfall" mit Signalwirkung Forschergruppe - Friedrich

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URL: http://www.uni-jena.de/Forschungsmeldungen/FM150317_Haem.pdf
"Abfall" mit Signalwirkung
Forschergruppe "Häm und Häm-Abbauprodukte" wird für drei weitere
Jahre mit rund drei Millionen Euro gefördert
Foto: Jan-Peter Kasper/FSU
Der rote Blutfarbstoff Häm und seine Stoffwechselprodukte stehen im Fokus der Forschergruppe,
die von der DFG mit rund drei Millionen Euro gefördert wird.
Der rote Blutfarbstoff Häm und seine Stoffwechselprodukte stehen im Fokus einer von der
Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschergruppe der
Friedrich-Schiller-Universität Jena: Das interdisziplinäre Team um Prof. Dr. Stefan H. Heinemann
untersucht dabei alternative Funktionen und Signalmechanismen von Häm und seinen
Abbauprodukten. In der Forschergruppe arbeiten seit 2012 Wissenschaftler unterschiedlicher
Fachrichtungen der Universität Jena und ihres Klinikums, des Leibniz-Instituts für Altersforschung
(Fritz-Lipmann-Institut, FLI) und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena,
der Universität Bonn sowie der Universität von Pennsylvania zusammen.
Wie die DFG nun bekanntgegeben hat, wird das innovative Verbundprojekt für weitere drei Jahre
gefördert. Die Forschergruppe "Häm und Häm-Abbauprodukte: Alternative Funktionen und
Signalmechanismen" (FOR 1738) erhält dafür rund drei Millionen Euro. Außerdem würdigt die DFG
"Abfall" mit Signalwirkung
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die engagierte Kooperation von Prof. Toshinori Hoshi von der Universität von Pennsylvania mit der
Jenaer Forschergruppe und gewährt ihm ein Mercator Fellowship, das eine langfristige
Zusammenarbeit zwischen den beiden Standorten ermöglichen soll.
"Obwohl Häm als funktionelle Gruppe vieler Proteine gut charakterisiert ist, war bis vor kurzem
nicht bekannt, dass es darüber hinaus eine Signalwirkung hat", macht der Sprecher der
Forschergruppe Prof. Heinemann deutlich. "Insbesondere die Abbauprodukte galten in erster Linie
als Abfall", so der Inhaber des Lehrstuhls für Biophysik der Jenaer Universität. Dass diese
Moleküle jedoch auch regulatorische Funktionen im Körper ausüben und eine Rolle bei
verschiedenen Erkrankungen spielen, konnten die Untersuchungen der Wissenschaftler
eindrucksvoll zeigen.
So haben sie in der ersten Förderperiode u. a. die Wechselwirkungen von Häm und seinen
Stoffwechselprodukten mit Kaliumkanälen in Zellmembranen analysiert und ihre Rolle als
Effektoren der Leberperfusion und der Reaktivität von Blutgefäßen im Gehirn aufgeklärt. "Zudem
ist uns gelungen, Häm-Abbauprodukte wie Bilirubin-Oxidationsendprodukte zu synthetisieren und
komplexe Analysemethoden zu etablieren, mit denen wir diese Substanzen in Zellen und Geweben
nachweisen können", erläutert Heinemann.
In der nun startenden zweiten Förderperiode wollen die Forscher u. a. untersuchen, welche Rolle
Schutzmechanismen, die den Anteil an freiem Häm im Körper kontrollieren, während infektiöser
Erkrankungen spielen. Dabei werden sie durch Dr. Sina Coldewey als neues Mitglied verstärkt.
"Wir freuen uns mit Dr. Coldewey eine junge, hochmotivierte Ärztin gewonnen zu haben, deren
Projekt die Thematik von FOR 1738 hervorragend ergänzt", so Prof. Heinemann. Darüber hinaus
wird sich das Konsortium mit der Bindung von Häm und seinen Abbauprodukten (kurz HHDPs) an
Proteine und deren Regulation befassen sowie Methoden zum Nachweis bzw. zur gezielten
Freisetzung von HHDPs entwickeln.
Mit der Fortsetzung der Förderung durch die DFG ist auch die Ausrichtung eines weiteren
internationalen Symposiums gesichert: Das 3. "Jena HHDP-Symposium" ist für 2016 geplant und
verspreche neue spannende Erkenntnisse und Diskussionen, kündigt Prof. Heinemann an.
Weitere Informationen zur Forschergruppe sind zu finden unter: www.hhdp.uni-jena.de.
Kontakt:
Prof. Dr. Stefan H. Heinemann
Institut für Biochemie und Biophysik
Zentrum für Molekulare Biomedizin (CMB) der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Hans-Knöll-Str. 2, 07745 Jena
Tel.: 03641 / 9395650
E-Mail: stefan.h.heinemann@uni-jena.de
Forschergruppe "Häm und Häm-Abbauprodukte" wird für drei weitereJahre mit rund drei Millionen Euro gefördert
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