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März 2015
Passion
In diesen Wochen begehen wir die sogenannte
Passionszeit. Die meisten meiner Konfirmandinnen
und Konfirmanden begegnen diesem Wort im Zusammenhang mit der Leidensgeschichte Jesu zum ersten
Mal. Denn außer im engeren theologischen Kontext
redet man allenfalls noch von der Passion eines Menschen und meint damit seine Leidenschaft.
Warum aber sollte man sieben Wochen die Leidenszeit und den Tod Jesu bedenken? So lange dauert nämlich die Passionszeit: von Aschermittwoch bis Ostern.
Denn am Aschermittwoch ist, Gott sei Dank, nicht
alles vorbei, wie es ein bekanntes
Karnevalslied besingt, nur die
närrische Zeit findet ihr Ende.
Das ist für einen evangelischen
Schwaben wie mich durchaus zu
verkraften.
Warum ist das Leiden des Gottessohnes so wichtig für unseren
Glauben, dass in fast jeder Kirche ein Kreuz, häufig mit der
Skulptur des Gekreuzigten zu
finden ist? Ist es, wie manche
unterstellen, ein im Leiden und Erdulden sich ausdrückender depressiv-masochistischer Grundzug des
christlichen Glaubens? Ein Glaube, der das grausame
Sterben, das Opfer Jesu braucht? Haben wir gar einen
Gott, der ein solches Opfer braucht, um sich besänftigen zu lassen?
Oder erzählt die Bibel nicht vielmehr äußerst realistisch, was viele Menschen auch in ihrem Leben erfahren: Dass die erfahrene Wirklichkeit eben nicht nur
Friede, Freude, Eierkuchen ist, nicht die Welt von
ausschließlich gesunden, gebräunten, erfolgreichen
und dazu wohlhabenden Menschen, sondern auch eine
Wirklichkeit, die als ungerecht erfahren wird? Da mag
plötzlich eine tödliche Krankheit in ein Leben eintreten und es in Frage stellen; da erfahren Menschen Hass
und Neid, da stellen Ignoranz, Barbarei und die Fratze
des Krieges die Werte demokratischer Gesellschaften
in Frage – kurz: Menschen erfahren die dunklen Seiten
des Lebens, auf die es keine schnellen Antworten gibt.
Hier setzt die Leidensgeschichte Jesu an. Der ist eben
nicht der über die Erde schwebende Gottessohn, den
Niederungen menschlichen Lebens entrückt. Er repräsentiert Gott nicht wie er oft gedacht wird: als Herrscher, der seine Macht und seine Interessen notfalls
auch mit Gewalt durchsetzt. Nein, Jesus setzt sich
diesen Niederungen aus und wird so einer von uns:
angreifbar und verletzbar. Er verzichtet auf seine Macht
und ist uns gerade dadurch nahe in all den Erfahrungen
der Machtlosigkeit, die Menschen erleben können, bis
hin zum Tod, die sich in seinem
grausamen Ende am Kreuz spiegelt. Seit Jesus ist Gott kein noch
so großes Leid fremd.
In Jesus ist Gott einer von uns
geworden, ohne sich uns gleich
zu machen. Denn Gott sei Dank
war das nicht das Ende. Gott hat
sich zu seinem Sohn bekannt. Er
hat ihn nicht dem Tod überlassen. Er hat Jesus am dritten Tag
aus dem Tod ins Leben geführt.
Das ist das Zeugnis des Neuen Testaments und seither die Hoffnung von Christenmenschen. Zu diesem
Gott kann ich kommen in meiner Not, ihm kann ich
alles vor die Füße werfen. Nicht immer werde ich Antwort bekommen. Manchmal bleibt nur: „Mein Gott,
warum hast du mich verlassen?“ (Markus 15,34) Aber
ich habe auch da einen Ansprechpartner, der meiner
Klage standhält und sie womöglich hinüberführt in
eine zarte Hoffnung, von der Ostern erzählt. Sie eröffnet einen weiten Raum, einen Raum der Hoffnung, der
das Schwere nicht ausblendet, sondern mit aufnimmt
und dadurch verwandelt. So wie auf dem Bild aus
der Klosterkirche Bebenhausen (s. Photo): ein weiter
Raum, der erzählt vom Gekreuzigten, zu dem sich Gott
in dessen Auferweckung bekennt. Das kann Hoffnung
schenken – auch manchmal gegen den Augenschein.
Die wünscht Ihnen
Ihr
Aus den Kirchengemeinderäten Lustnau und Bebenhausen
Der Kirchengemeinderat Lustnau hat in seiner
öffentlichen Sitzung am 19. Januar unter anderem
• Rückschau gehalten auf das erste Jahr im Kirchengemeinderat und Ausblick auf das neue Jahr
genommen. Positiv wurde die stärkere Einbindung
von Konfirmandinnen und Konfirmanden (Konfirmandenpraktikum, Konfi-Tag) sowie Konfirmandeneltern (Thematischer Elternabend) aufgenommen. Als Hauptschwerpunkte für das neue Jahr
wurden die Jugendarbeit und das ejw, die Sanierung
des Kirchturms, die Betreuung einer neugestalteten
Homepage der Kirchengemeinde und die Einbeziehung des Egeria-Viertels in das Gemeindeleben
benannt;
• Alpirsbach als Ziel des Mitarbeiterausflugs am
13. Juni festgelegt;
• das Ergebnis der Vorschläge für den Nachhaltigkeitswettbewerb „Nachhaltig handeln“ gehört und
die daraus resultierende Idee eines Nachhaltigkeitskalenders für die Kirchengemeinde mit verschiedenen Projekten und Aktionen im Verlauf des Kirchenjahrs erfahren.
sg
Der Kirchengemeinderat Bebenhausen hat in seiner
öffentlichen Sitzung am 28. Januar unter anderem
• erfahren, dass der „unvermutete Kassensturz“
bei der Kirchenpflege am 22. Dezember 2014 keine
Beanstandungen ergeben hat, und Kirchenpflegerin
Hilde Märkle für ihre Arbeit gedankt;
• Rückblick gehalten auf die Gottesdienste und
Veranstaltungen im Advent und in der Weihnachtszeit: Der feierliche Gottesdienst am 1. Advent unter
Mitwirkung des Kirchenchors war sehr schön. Der
adventliche Nachmittag mit einen Vortrag von Albert
Renz zu den Kleindenkmalen und Gedenksteinen im
Schönbuch wurde allgemein als interessant erlebt.
Gelungen war auch der Familiengottesdienst am
4. Advent. Die Uraufführung des von Reinhard
Kluth neu komponierten und dem Kirchenchor
Bebenhausen gewidmeten Weihnachtsoratoriums
war ein besonderer Moment in dem außerordentlich gut besuchten Gottesdienst an Heiligabend. Am
ersten Weihnachtstag gab es einen schönen Abendmahlsgottesdienst in konzentrierter Atmosphäre.
Die geistliche Musik am zweiten Weihnachtstag
war gut nachgefragt. Der Gottesdienst am SilvesterNachmittag und der liturgische Jahresübergang fanden den gewohnten Zuspruch;
• mit Freude den Endstand des Bebenhäuser Beitrags zur Kenntnis genommen, der sich im Jahr 2014
auf insgesamt 3.690 € belief. An dieser Stelle sei
allen Spenderinnen und Spendern noch einmal herzlich gedankt;
• als Missionsprojekt wie auch in den vergangenen
Jahren das Difäm (Deutsches Institut für Ärztliche
Mission) in Tübingen ausgesucht, das sich aktuell
unter anderem für das Projekt „Ebola Nothilfe in
Westafrika“ engagiert.
Hannelore Jahr
Benefizkonzert war ein voller Erfolg
Rund zweihundert Musikliebende ließen sich am
Mit dabei war diesmal noch der Würzburger Hor1. Februar in die Lustnauer Kirche locken und sollnist Joachim Balz. Die zahlreichen Besucher genossen die Musik mit Werken von Händel, Telemann,
ten es nicht bereuen. Christoph Eß, Solohornist der
Mozart, C. Ph. E. und J. S.
Bamberger Symphoniker mit
Bach, Mendelssohn und
Lustnauer Wurzeln, und Kirchenmusikdirektor Ingo BreF. A. Rosetti und wurden
denbach, Stiftskirchenkantor
von Ingo Bredenbach und
Christoph Eß mit kenntnisund früherer Professor an der
reichen und humorvollen
Hochschule für KirchenmuAnsagen durchs Programm
sik in Tübingen, hatten schon
2011 ein Benefizkonzert
geführt. Das Publikum
bedankte sich mit langem
für Horn und Orgel zugunsBeifall und Pfarrer Manfred
ten der damals anstehenden
Harm mit Worten und NatuGemeindehausrenovierung
gegeben. Nun ließen sie sich
ralien aus Bebenhausen und
wieder anfragen und haben
Frankreich. Die Spenden in
Höhe von 1.634 € kommen
sofort ihre Bereitschaft sigder Kirchturmsanierung zunalisiert, für die anstehende
gute. Ein herzlicher Dank an
Kirchturmsanierung der Lustnauer Kirche gemeinsam zu Strahlende Gesichter nach einem gelungenen Konzert die Musiker und Spender!
(v.l. Joachim Balz, Christoph Eß und Ingo Bredenbach)
mh
musizieren.
Begreift ihr meine Liebe?
Weltgebetstag aus den Bahamas am 6. März
Große Vielfalt auf kleinem Raum: So könnte ein
Sonnen- und Schattenseiten ihrer Heimat – beides
Motto der Bahamas lauten. Der Inselstaat zwischen
greifen die Weltgebetstagsfrauen in ihrem Gottesden USA, Kuba und Haiti besteht aus 700 Inseln, von
dienst auf. Sie danken darin Gott für ihre atemberaudenen nur 30 bewohnt sind. Baden-Württemberg ist
bend schönen Inseln und für die menschliche Wär2,5 Mal größer als die Landfläche aller Bahamainme der bahamaischen Bevölkerung. In der Lesung
seln zusammen. Die rund 372.000 Bewohnerinnen
aus dem Johannesevangelium (13,1-17), in der
und Bewohner sind zu 85% Nachfahren der ehemals
Jesus seinen Jüngern die Füße wäscht, wird für die
aus Afrika versklavten Menschen, 12 Prozent haben
Frauen der Bahamas Gottes Liebe erfahrbar. Gerade
europäische und drei Prozent lateinamerikanische
in einem Alltag in Armut und Gewalt braucht es die
oder asiatische Wurzeln. Ein lebendiger christlicher
tatkräftige Nächstenliebe von jeder und jedem EinAlltag prägt die Bahamas.
zelnen, braucht es Menschen,
Über 90 Prozent gehören
die in den Spuren Jesu Chriseiner christlichen Kirche
ti wandeln!
an.
Das Bild der Künstlerin
Traumstrände und glasChantal Bethel, das als Titelklares Wasser machen die
bild ausgewählt wurde, bringt
Bahamas zu einem SehnLiebe auf verschiedene Weisuchtsziel für Tauchbegeisse zum Ausdruck: Rosarote
terte und Sonnenhungrige.
Flamingos, die Nationaltie. Der bahamaische Karnere der Bahamas, verneigen
val – der Junkanoo – mit
sich, erfasst von den segseinen
farbenprächtigen
nenden Strahlen der AnweKostümen hat afrikanische
senheit Gottes, die überall in
Wurzeln und wird am 26.
der Schöpfung aufleuchten.
Dezember gefeiert, dem
Ihre Verneigung drückt Vereinzigen freien Tag, den die
gebung, Friede, Liebe aus.
Sklaven damals hatten. Die
Am unteren Bildende, fast
Bahamas sind das reichste
verdeckt, doch alles tragend,
karibische Land und gehösieht man Füße: Gottes Spuren zu den hochentwickelren in der Welt? Jesus, der
ten Ländern weltweit.
uns zur Nachfolge aufforAber es gibt auch Schatdert? Die in Haiti geborene
tenseiten im karibischen
Künstlerin verbindet in ihrer
Chantal Bethel: „Gesegnet“
Paradies: Die Bahamas
Malerei karibische Motisind extrem abhängig vom Ausland (besonders vom
ve mit eigenen Lebenserfahrungen von Migration,
Nachbarn USA) und erwirtschaften über 90 Prozent
gesellschaftlichem Engagement und mütterlicher
ihres Bruttoinlandsprodukts im Tourismus und in
Fürsorge. So bringen die Risse in den Oberflächen
der Finanzindustrie. Der Staat ist zunehmend verzum Ausdruck, dass Brüche manchmal nötig sind,
schuldet; zweifelhafte Berühmtheit erlangte er als
damit Neues entstehen kann.
Umschlagplatz für Drogen und Standort für illegale
ce
Finanztransaktionen. Auch der zunehmende Rassismus gegen haitianische Flüchtlinge sowie ÜbergrifDer Weltgebetstagsgottesdienst
fe gegen sexuelle Minderheiten kennzeichnen die
wird am 6. März um 19.30 Uhr
Kehrseite der Sonneninseln. Rund zehn Prozent der
im Evang. Gemeindehaus in der
Bevölkerung sind arm, es herrscht hohe ArbeitsloNeuhaldenstraße 10 gefeiert.
sigkeit und gut Ausgebildete wandern ins Ausland
Anschließend sind alle noch
ab. Erschreckend hoch sind die Zahlen zu häuslicher
herzlich zu einem gemütlichen
und sexueller Gewalt gegen Frauen und Kinder. Die
Beisammensein eingeladen, um bei bahamaiBahamas haben eine der weltweit höchsten Vergeschen Spezialitäten miteinander ins Gespräch
waltigungsraten. In kaum einem anderen Land der
zu kommen. Die Einladung geht an Frauen und
Welt haben Teenager so früh Sex; jede vierte Mutter
Männer, Junge und Ältere.
auf den Bahamas ist jünger als 18 Jahre.
Konfirmandenfreizeit 2015
Von 23. bis 25. Januar erlebten 29 Konfirmandinnen und Konfirmanden und 6 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter ein abwechslungsreiches, winterliches
Wochenende in der Jugendherberge Lochen. Neben
einem gemeinsamen Spieleabend und unterschiedlichen Workshops, wie Klettern, Rodeln, Tischtennis
und Girlsprogramm war eine Nachtwanderung entlang des Albtraufs eines der Highlights.
Thematisch beschäftigte sich die Gruppe an diesem Wochenende mit dem Abendmahl auf ganz
unterschiedliche Weise. Die Konfirmandinnen und
Konfirmanden feierten gemeinsam das Passahmahl,
lasen die für das Verständnis des Abendmahls wichtigen Bibelstellen und gestalteten individuelle Bilder, welche mittlerweile im Gemeindehaus hängen.
Zum Abschluss des gemeinsamen Wochenendes
wurde ein sogenannter „Werkstatt-Gottesdienst“
gefeiert, zu dem alle einen bestimmten Teil beitrugen. Die Jugendlichen konnten sich entscheiden, ob
sie sich gerne im Bereich Anspiel/Predigt, Gebet,
Schriftlesung oder Deko einbringen wollten. Die
eigene Mitgestaltung des Gottesdienstes war für
viele eine Bereicherung und ein neues Erlebnis.
Annika Meyer
Die Konfis vor ihren selbst gemalten Bildern
Anspiel beim Gottesdienst
Teamfähigkeit war gefragt
Eine Rodelpartie am Lochen
Hoch hinaus ging‘s in der Kletterhalle
Wo(für) schlägt dein Herz?
„Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz“ Lk 12, 34
„Wo(für) schlägt dein Herz?“ – sich diese Frage
immer wieder neu zu stellen, ist sicher eine sinnvolle Geistes- und Herzensübung, zumal für jemanden,
der im pastoralen Dienst in der Kirche tätig ist. In
einem Beruf also, der große Gestaltungspielräume
lässt und viel in der Begleitung und Zusammenarbeit von Menschen mit unterschiedlichsten Bedürfnissen, Ideen und Engagement besteht. Bei allem
notwendigen Maß an Selbstorganisation und Rollenfindung in den unterschiedlichsten Zusammenhängen, die Frage nicht aus dem Blick zu verlieren, wofür (und wo) denn das eigene Herz schlägt,
ist dabei nicht immer einfach. Zwei „Ratschläge“
waren und sind dabei für mich zentral geworden.
die Schätze zu finden, die dem Herzen dienlich sind,
ist eine ständige Entdeckungsreise. War es während
der Schulzeit die positive Erfahrung einer offenen
und streitbaren Glaubensgemeinschaft in der Ministrantengruppe der Gemeinde, während der Zivildienstzeit die Anfrage an diesen Glauben, angesichts der vielen erlebten Schicksale von Krankheit
und Tod, reifte während des ersten Studiums der
Schatz heran, mich der Theologie zu widmen. Im
Theologiestudium durfte ich den Schatz der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Glauben
entdecken, um schließlich all dies zusammen in die
konkrete Gemeindearbeit in Tübingen einzubringen.
Den größten Schatz an diesem Ort durfte ich aber
in meiner Familie finden und vor
allem in unserer nun bald fünf
Monate alten Tochter.
Der Satz aus dem Lukasevangelium: „Denn wo euer Schatz
ist, da ist auch euer Herz“, war
für meinen Ausbildungskurs der
Soll ich nun sagen, wofür mein
Beauftragungsspruch. Ein Schatz,
Herz schlägt, dann fällt mir die
den Jesus nicht weiter eingrenzt,
grundsätzliche Entscheidung mit
aber zumindest in eine Richtung
Blick auf die oben genannte Unterabgrenzt: „Verkauft eure Habe
scheidung leicht: An erster Stelle
und gebt den Erlös den Armen!
schlägt mein Herz für meine FaMacht euch Geldbeutel, die nicht
milie. Dann für das Reich Gottes
zerreißen!“ Um materielle Schätund alle Menschen, die, an welcher
ze kann es sich also nicht handeln.
Stelle und in welcher Konfession
Markus Neff,
Auch wenn es einen zu manchem
auch immer, von ganzem Herzen
Pastoralreferent in St. Petrus
„Schatz“ mit ganzem Herzen hindaran mitwirken, dass es mehr und
ziehen mag, nicht alles, was man
immer mehr erfahrbar wird auf dieersehnt, ist dem Herzen dienlich, ist ein wirklicher
ser Welt. Und als drittes, die Katholische Kirche, die
Schatz im Sinne des Evangeliums. Eine Unterscheimir Glaubensheimat war und ist und von der ich mit
dung tut also not. Mein erster Chef gab mir damals
einem Satz von Gotthard Fuchs sagen kann, dass ich
eine solche, die Dinge ordnende Unterscheidung
„durch sie, trotz ihr und mit ihr“ glaube.
mit: „Zuerst kommt die Liebe, dann das Reich GotUnd in der Praxis: Da stehen im besten Fall alle drei
tes und dann die Kirche!“
Schätze in einem so guten Zueinander, dass nicht
Im September werden es zehn Jahre, die ich im
täglich eine Entscheidung nach dem EntwederGemeindedienst arbeite. Zunächst als PastoralOder-Prinzip zu fällen ist und mein Herz sich nicht
assistent und seit meiner bischöflichen Beauftrazerreißen muss. Aber immer mal wieder kommt diegung 2008 als Pastoralreferent. Vorausgegangen
ses Zueinander in Schieflage und dann ist es gut, in
sind dieser Zeit fünf Jahre Theologiestudium in
den Blick zu nehmen, wofür mein Herz schlägt.
Tübingen und Sydney. Zuvor gab es erste StudiumUnd darum: Dankeschön an den evangelischen
serfahrungen in Architektur in Karlsruhe, die ZivilGemeindebrief!
dienstzeit im Rettungsdienst beim DRK und die
Markus Neff
Schulzeit in Oberschwaben. Viele unterschiedliche
Ort also, an denen mein Herz bereits geschlagen hat.
Und irgendwie hängt das „wofür“ doch eng mit dem
„wo“ zusammen, enger als wir es manchmal erkennen können oder wollen. Denn wo wir leben, da erleben wir Menschen, Zeiten und Umstände eines konkreten Ortes, die uns anderswo ganz anders geprägt
Kath. Kirche St. Petrus
hätten. An dem Ort, an den mich Gott gestellt hat,
Goldene Konfirmation
Insgesamt 67 Konfirmandinnen und Konfirmanden
wurden 1965 in Lustnau konfirmiert, davon waren
12 aus der Sophienpflege: die Gruppe von Pfarrer Friedrich Länge am 14. März und die Gruppe
von Pfarrer Martin Jetter am 21. März. Nun sind
50 Jahre vergangen, und am 15. März lädt die
Evang. Kirchengemeinde Lustnau alle damals
Konfirmierten zum Gottesdienst um 9.30 Uhr in
der Evang. Kirche ein. Das Kirchengemeindebüro hat allen, die damals konfirmiert wurden, eine
Einladung geschickt, soweit die Adressen bekannt
waren. Aber auch Gemeindeglieder aus Lustnau und
Bebenhausen, die vor 50 Jahren in anderen Gemeinden konfirmiert wurden, sind herzlich willkommen.
Dazu kann man sich im Gemeindebüro anmelden,
damit auch den später Zugezogenen und jetzt in
Lustnau und Bebenhausen heimisch Gewordenen
eine Urkunde ausgestellt werden kann, die dann im
Gottesdienst überreicht werden wird. Die Goldenen
Konfirmanden treffen sich zusammen mit Pfarrer
Manfred Harm um 9.15 Uhr vor der Kirche.
mh
Die Konfirmandengruppe von Martin Jetter
Die Konfirmandengruppe von Friedrich Länge
Der Schaf-Flüsterer
Kinder, aufgepasst! Vom 19. bis 22. März, jeweils
von 15 bis 17.30 Uhr von Donnerstag bis Samstag und am Sonntagmorgen um 10 Uhr mit dem
Abschlussgottesdienst, finden dieses Jahr die Kinderbibeltage statt für Kinder ab der ersten bis zur
siebten Klasse. Unter dem Motto „Der Schaf-Flüsterer“ geht es vor allem um Verantwortung, Vertrauen,
Dankbarkeit und Freude. Im Mittelpunkt steht der
Psalm 23. Der Hirte Pastorius sorgt so für seine Herde, wie es im Psalm beschrieben ist, ganz anders als
der Hirte Schlampus, der den ganzen Tag nur schläft.
Was die Hirten und Schafe alles erleben, in welche
Gefahr sie geraten und wie sie sogar auf einen echten König treffen, wird jedes Kind bei den Kinderbibeltagen sehen, hören und erfahren. In Theaterstücken wird Psalm 23 lebendig vor Augen geführt,
in Kleingruppen werden die Geschichten besprochen, kreativ umgesetzt und vertieft. Und natürlich
wird auch gesungen. Das Mitarbeiterteam freut sich
sehr auf die gemeinsame Zeit der Vorbereitung und
noch mehr auf die Zeit mit den Kindern.
Allen Kindern wird eine Einladungskarte zukommen, eine Anmeldung ist nicht nötig.
sg
Der Schaf-Flüsterer - Psalm 23
Kinderkirchübernachtung
18 Kinder von der 1. bis zur 6. Klasse machten sich
in Begleitung der ehrenamtlichen Helferinnen und
Helfer der Kinderkirche auf die Spuren von Hildegard von Bingen.
Da in der Kinderkirche in den letzten Wochen der
Lebensweg bekannter Persönlichkeiten besprochen
wurde, stand das Motto der diesjährigen Übernachtung unter Hildegards Namen.
Nachdem die Kinder nach Jahrgängen getrennt ihr
Nachtlager vorbereitet hatten, machten sich alle
daran, gemeinsam ein Abendessen vorzubereiten.
Wie im Mittelalter wurden Kräuterdip, selbst
gebackenes Dinkelbrot, Obst- und Gemüsespieße
vor- und zubereitet. Die Kinder stellten fest, dass
im Kloster scheinbar nicht nur gesund, sondern auch
köstlich gegessen wurde, was der Apfelkuchen mit
Vanillesauce als Nachtisch bestätigte.
Um über das Leben dieser beeindruckenden Frau
mehr zu erfahren, bauten die Kinder ein Kloster nach (siehe Foto), schrubbten das unter großen Mühen fertig gestellte Kloster, mussten blind
Kräuter und Gewürze des Klostergartens tasten,
schmecken und erraten.
Konfi-Tag 2015
Einige ehrenamtliche Mitarbeitenden aus dem
ejw haben am Samstag, 10. Januar einen wirklich
schönen, aktionsreichen aber auch nachdenklichen
Abend mit den Konfis verbracht.
Der Abend sollte den Konfis dazu dienen, sich mit
ihrem Denkspruch zu beschäftigen. Das Ziel des
Abends war, dass jeder einen für sich passenden
Denkspruch aussucht.
Der Abend begann nach der Begrüßung mit einem
abwechslungsreichen Spiel durchs Haus. Nach dem
gemeinsamen Abendessen erzählten einige Mitarbeitenden in der großen Gruppe, was ihr Denkspruch für sie bis heute bedeutet und wie sie ihn sich
ausgesucht oder zugesagt bekommen haben. Danach
hatten die Konfirmandinnen und Konfirmanden eine
Stunde Zeit, sich in kleinen Gruppen in schönen,
gemütlich und ansprechend hergerichteten Räumen
ihre Denksprüche auszusuchen. Sie wurden dabei
von Mitarbeitenden begleitet und unterstützt. Es war
eine tolle Erfahrung, wie ernst die Konfirmandinnen
und Konfirmanden sich darauf eingelassen haben.
Nachdem jeder und jede einen Denkspruch ausgewählt hatte, gab es einen besinnlichen Tagesabschluss.
Anschließend wurde noch gemeinsam gespielt.
Susanne Grauer
Neu! Mädelskreis goes Teenkreis
Natürlich waren die Wege auf nicht befestigten
Straßen dunkel und die Suche nach dem richtigen
Klosterbauplatz gestaltete sich schwierig. Daher
war der Fackellauf – sogar bei echtem Schneefall –
besonders spannend.
Da alle noch nicht komplett ermüdet waren, durften
noch ein Film geschaut und Spiele gespielt werden,
bis allmählich Nachtruhe ins Gemeindehaus einkehrte.
Nach einem reichhaltigen Frühstück wurde am Morgen gemeinsam Gottesdienst gefeiert, wo den Kindern noch mehr über Hildegard von Bingens Glauben, ihre Visionen und Erziehung erzählt wurde.
Da diese Vordenkerin in Naturwissenschaft und
Gesundheit besonders auf das Zähneputzen und
Waschen Wert gelegt hatte, durften sich alle Kinder
für Zuhause ein Badesalz mit Rosenöl, Rosenblättern und Ringelblumen mischen.
Diana Berner
Mädelskreis goes Teenkreis, das heißt: Der Mädelskreis ist ab jetzt auch für Jungs!
Du bist mindestens 13 Jahre alt?
Du möchtest Dich gerne regelmäßig mit anderen
Teens treffen, singen, Bibel lesen und einfach über
Glaube, Gott, Leben, Alltag und vieles mehr reden?
Dann lade ich Dich ganz herzlich ein, vorbeizuschauen!
Der Teenkreis findet vierzehntägig sonntags von
18 bis 20 Uhr im Gemeindehaus statt.
Die nächsten Termine sind: 8. und 22. März.
19. und 26. April, 10. Mai, 14. und 28. Juni und
12. und 26. Juli.
Es soll ein Teenkreis für Dich sein, in dem es um
Themen geht, die Dich beschäftigen, ein Ort, an dem
Du auftanken kannst, eine Zeit, in der wir Gemeinschaft haben, uns austauschen und kennenlernen.
Also komm’ einfach vorbei und bring’ gerne noch
Freundinnen und Freunde mit!
Ich freue mich auf Dich!
Falls Du noch Fragen hast, kannst Du mir gerne eine
Mail schreiben: a.meyer.1992@web.de
Annika Meyer
Passionsandachten in der Karwoche
mit Bildern des Herrenberger Altars von Jerg Ratgeb
dem Marienleben und aus der Apostelgeschichte
Der Herrenberger Altar entstand in den Jahren 1518
dargestellt. Der eigenwillige und expressive Malbis 1521. Seit 1924 befindet sich der Herrenberger
stil Ratgebs wird erst in neuerer Zeit angemessen
Altar von Jerg Ratgeb im Besitz der Staatsgalerie
gewürdigt.
Stuttgart. 1519 im Auftrag
der Brüder vom gemeinsaJörg Schneider wird die
Passionsandachten
am
men Leben für die StiftsMontag, 30. März mit
kirche in Herrenberg enteinem Ausschnitt zum
standen, gilt er seit langem
„Abendmahl“
beginnen.
als das Hauptwerk des im
Bauernkrieg hingerichteAm Dienstag, 31. März
spricht Manfred Harm zum
ten Malers Jerg Ratgeb (um
1480 bis 1526).
Bild „Gethsemane“. Am
Mittwoch betrachtet ReinDie bildgewaltigen und
dramatischen Kompositihardt Seibert „Die GeißeDie Innenseite des Herrenberger Altars
onen sind sehr eigenwillig
lung“, und am Gründonnerstag (mit Abendmahl) beschließt Stephan Glaser
und ansprechend. Sie gehören zum Beeindruckenddie Reihe mit dem Thema „Die Frauen am Kreuz“.
sten, was die schwäbische Kunst am Vorabend der
Die Passionsandachten beginnen jeweils um 19 Uhr
Reformation hervorgebracht hat. Vom doppelten
in der Lustnauer Kirche, am Dienstag um 20 Uhr
Wandelaltar sind vier beidseitig bemalte Tafeln
auch im Rathaus in Bebenhausen.
erhalten. Auf den acht großflächigen Bildern sind
sg
simultan 24 Szenen aus der Passionsgeschichte, aus
Abendmahl (unten)
Gethsemane (oben)
Geißelung
Die Frauen am Kreuz
Elisabeth-Käsemann-Stiftung gegründet
Durch die im vergangenen Jahr mehrfach im Fernsehen ausgestrahlte Dokumentation „Das Mädchen.
Was geschah mit Elisabeth K.?“ von Eric Friedler
ist das Leben Elisabeth Käsemanns wieder stark ins
Bewusstsein gerückt.
Elisabeth Käsemann, Tochter von Margrit und Ernst
Käsemann, studierte nach
ihrem Abitur am Wildermuth-Gymnasium in Tübingen Politik und Soziologie
an der Freien Universität
Berlin. 1968 entschloss sie
sich, das vorgeschriebene
Elisabeth Käsemann
Praktikumssemester in Bolimit Hund Argos
www.elisabeth-kaesemann-stiftung.
vien zu absolvieren. Dort
de/media/Bild18G.jpg
arbeitete sie zunächst für
die Evangelisch-methodistische Kirche in La Paz
und assistierte bei Krankenbesuchen und Sozialbetreuung. Nach einer Rundreise durch Lateinamerika entschied sie sich, in Buenos Aires zu studieren.
Sie legte das argentinische Abitur ab und nahm ein
Volkswirtschaftsstudium an der Universität Buenos
Aires auf. Neben ihrem Studium verdiente sie sich
ihren Lebensunterhalt als Sekretärin und Übersetzerin und engagierte sich in politischen Organisationen für sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen.
1976 putschte sich das argentinische Militär an die
Macht und die Zeit der systematischen Verfolgung
und Ermordung der politischen Opposition begann.
Im März 1977 wurde Elisabeth Käsemann entführt
und nach wochenlanger Folter am 24. Mai kurz nach
ihrem dreißigsten Geburtstag in Monte Grande bei
Buenos Aires erschossen. Die deutschen Behörden
(Botschaft, Auswärtiges Amt unter Dietrich Genscher) hatten aus wirtschaftlichen, reaktionär-politischen und sport-politischen Gründen nichts für die
Freilassung Elisabeth Käsemanns unternommen.
Ernst Käsemann stellte daraufhin verbittert fest,
ein „verkaufter Mercedes wiegt zweifellos mehr
als ein Menschenleben“. Ende der 1990er-Jahre,
15 Jahre nach Ende der Militärdiktatur, nahmen
der argentinische Friedensnobelpreisträger Adolfo
Pérez Esquivel, deutsch-argentinische Opfer und
Opferangehörige Kontakt zu deutschen Menschenrechtsorganisationen auf. Ihr Ziel war es, die Strafverfolgung argentinischer Täter vom Ausland aus
zu erwirken, da in Argentinien eine weitgehende
Amnestie für die Täter bestand. In Zusammenarbeit
mit der „Koalition gegen Straflosigkeit“, mit den
Anwälten Tino Thun, Roland Beckert und Wolfgang Kaleck und der Familie Käsemann waren die
Bemühungen erfolgreich. Die Angeklagten wurden 2011 zu langjährigen oder lebenslangen Haft-
strafen verurteilt. Im Verfahren gegen Jorge Rafael
Videla, unter anderem wegen der Ermordung Elisabeth Käsemanns, in dem Angehörige der Familie
Käsemann als Nebenkläger auftraten, konnte das
Urteil nicht gesprochen werden, da der Angeklagte
vor dem Urteilsspruch im Mai 2013 starb.
Am 18. Dezember 2014 wurden in Buenos Aires
mehrere Angeklagte wegen der Menschenrechtsvergehen im geheimen Haftlager El Vesubio zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Das Gericht sprach sie
schuldig des Verschwindenlassens von Menschen in
203 Fällen, des Mordes in 27 Fällen und der Folter.
Zu den Opfern El Vesubios gehören neben Elisabeth
Käsemann auch Héctor Oesterheld und Juan Thanhauser, die deutscher Abstammung waren.
Im vergangenen
Jahr wurde die Elisabeth-KäsemannStiftung
unter
Federführung von Dorothee Weitbrecht, Historikerin und Nichte Elisabeth Käsemanns, gegründet.
Die Stiftung unterstützt Erinnerungsprojekte zur
Bewahrung des Andenkens an die Opfer von Diktaturen in Lateinamerika und Europa. Mit einem internationalen Gesprächsforum für Vertreterinnen und
Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Kultur widmet sie sich zugleich der Förderung des demokratischen Bewusstseins in und außerhalb Deutschlands.
Das Thema Erinnerungskultur gewinnt auf internationaler Ebene zunehmend an Bedeutung. Unter
anderem deshalb, weil es seit einigen Jahren in Den
Haag einen internationalen Gerichtshof gibt, der
Täter weltweit anklagt und verurteilt. Staatlicher
Mord und Gewalt werden auf juristischer, aber auch
auf ethischer Ebene nicht mehr als innenpolitische
Angelegenheit eines souveränen Staates gesehen.
Die erste Maßnahme hin zu einem stabilen demokratischen System nach Beendigung einer Diktatur oder
eines Bürgerkriegs ist die Anerkennung von geschehenem Unrecht und die Verurteilung der Täter. Ohne
eine unabhängige und konsequente Rechtsprechung
fehlt das Grundvertrauen in den Staat.
Die Elisabeth-Käsemann-Stiftung unterstützt die
Planung und den Bau einer Gedenkstätte auf dem
Gelände des geheimen Haftlagers El Vesubio.
Am 21. Mai um 19.30 Uhr wird Dorothee Weitbrecht
zu einem Elisabeth-Käsemann-Abend ins Gemeindehaus kommen zum Thema: „Überzeugungen und
Ziele Elisabeth Käsemanns für die Gerechtigkeit in
der einen Welt“. Sie wird auch die Elisabeth-Käsemann-Stiftung vorstellen.
Informationen auch zu diesem Artikel sind entnommen aus www.elisabeth-kaesemann-stiftung.de.
sg
Ökumenischer Seniorenkreis
„Haben Sie sich als Kind auch gewundert, wie die
kleinen Männchen ins Radio kommen? Und: Haben
Sie schon einmal eine echte Radiosendung erlebt?“
Am 4. März um 14.30 Uhr startet der ehemalige
SWR-Musikredakteur Folker Bader im Gemeindezentrum St. Petrus seinen musikalischen Streifzug
durch den Frühling. Im Senderaum seines „Dampfradios“ sitzend, dirigiert er „strahlend“ – mal lauschend, mal singend – durch den Nachmittag.
Alle Musik- und Frühlingsfreunde sind herzlich eingeladen! Ein Abholdienst steht zur Verfügung (Tel.
9870 830).
Martina Winter-Kaufmann
Lustnauer Frauenfrühstück
Das Frauenfrühstück lädt für Mittwoch, 11. März ab 9 Uhr zum Thema „Kinder stark machen“ mit Martin Kuhn ein. Der Referent studierte
Sozialpädagogik an der PH in Reutlingen, war Gründungsmitglied der
„Freien Evangelischen Schule“ in Reutlingen/
Orschel-Hagen und ist jetzt im Ruhestand. Unter
seiner Leitung ist die Schule sehr gewachsen, und
er konnte viele Schüler persönlich, pädagogisch und
vor allem auch geistlich prägen. In seinem Vortrag
wird Martin Kuhn ganz praktische Tipps geben, wie
man „Kinder stark machen“ kann. Herzliche Einladung!
Elisabeth Roller
Sp(i)rit
Herzliche Einladung zum Sp(i)rit am
Sonntag, 15. März. In der Reihe „Die zehn
Gebote“ geht es um das sechste Gebot,
die Ehefrage (2. Mose 20,14).
Treffpunkt ist um 17.30 Uhr im Dachgeschoss des Evang. Gemeindehauses. Ansprechende
Lieder, die biblische Botschaft, das Gespräch darüber und ein gemeinsamer Imbiss sind Elemente von
Sp(i)rit.
Carmen Roller
Josef Roth: „Hiob“
Joseph Roth, selbst als Jude in einem
galizischen Schtetl geboren, erzählt
die Geschichte des Thoralehrers Mendel Singer. Mendel erleidet schwere
Schicksalsschläge, die ihn an Gott
zweifeln lassen und seinen Glauben erschüttern. So
wird er zu einem Hiob des 20. Jahrhunderts.
Der Literaturkreis trifft sich am Freitag, 27. März
um 20 Uhr im Dachgeschoss des Gemeindehauses,
um sich über dieses Buch auszutauschen. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.
Christiane Plies
Ein Löffel Hoffnung
Den gab’s auch in diesem Jahr
wieder in der Tübinger Vesperkirche.
Altlandesbischof
Eberhard Renz predigte am
zweiten Sonntag in der Martinskirche über die Bedeutung
der Vesperkirche. Dabei zitierte er Jesus Sirach (findet man
zwischen dem Alten und dem Neuen Testament) mit
dessen Aussage „Die Grundlage zum Leben sind
Wasser und Brot, Kleider und Haus“. Fragt man
uns nach unseren Grundlagen, ohne die wir meinen nur schwerlich leben zu können, dann wird die
Liste wahrscheinlich deutlich länger. Der ehemalige Bischof sieht die Vesperkirche neben der stetig
zunehmenden Inanspruchnahme auch als Symbol
für angezeigtes Handeln in unserer Gesellschaft. Sei
es die Begegnung in der Vesperkirche oder unser
Verhalten gegenüber dem zunehmenden Flüchtlingsstrom.
Unsere Tübinger Vesperkirche wird jährlich von
vielen Ehrenamtlichen liebevoll gestaltet. Von vielen tatkräftigen Händen im Hintergrund bis hin zum
Bedienen an den Tischen wird hier die Begegnung
gelebt, die ansonsten eben nicht stattfindet. Und
ebenso über die „Grundlagen zum Leben“ hinaus
handeln die vielen Kuchenbäcker und Kuchenbäckerinnen der Gemeinde Lustnau, die neben
weiteren Kirchengemeinden für täglichen leckeren
Kuchen sorgen. Ein ganz herzlicher Dank an sie.
Peter Zimmermann
Kirchentag in Stuttgart
Der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag findet
vom 3. bis 7. Juni in Stuttgart statt. In der Ankündigung des Kirchentagsflyers heißt es: Die Losung
lautet „damit wir klug
werden“. Ausgehend von
diesem Vers aus dem
90. Psalm möchten wir mit Ihnen ein großes Fest
feiern und uns gegenseitig vielen Diskussionen
stellen. Wir suchen nach Antworten auf dringende
Fragen nach der Nachhaltigkeit unseres Handelns,
nach klugem Wirtschaften jenseits der Gier, nach
einer zeitgemäßen Bildung und nach Herzensklugheit. Gemeinsam Antworten finden – lassen Sie sich
fünf Tage darauf ein. Sie sind eingeladen!
Unter www.kirchentag.de kann man sich informieren und anmelden.
red
Ihre Spende ist angekommen und
wird bestimmungsgemäß verwendet
Im Januar betrugen die Kollekten in den Gottesdiensten in Lustnau:
73 € für die eigene Gemeinde am 4. Januar
134 € für die eigene Gemeinde am 11. Januar
88 € für die eigene Gemeinde am 18. Januar
100 € für die eigene Gemeinde am 25. Januar
75.000
Spendenstand
am 14.02.
70.816 €
50.000
Außerdem gingen folgende Spenden ein:
250 € für die Kirchturmsanierung (Adventsbasar)
1.177 € Brot für die Welt
75 € für den Gemeindebrief
25 € für die Kirchturmsanierung
50 € Lustnauer Beitrag Projekt 1
150 € Lustnauer Beitrag Projekt 2
25.000
Allen Spenderinnen und Spendern herzlichen Dank!
Ich bin das Licht der Welt.
Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln
in der Finsternis, sondern wird
das Licht des Lebens haben.
(Johannes 8,12)
IMPRESSUM
Gemeindebrief der evangelischen Kirchengemeinden
Bebenhausen und Lustnau (Herausgeber)
ANSCHRIFTEN
Evang. Pfarramt Lustnau Nord und Bebenhausen
Pfarrer Manfred Harm
Neuhaldenstraße 10/1, Tel. 8 44 00, Fax: 8 44 03
Redaktion: Birgit Epple (be), Christine Eß (ce), Stephan Glaser (sg)
(verantw.), Hannelore Gocht (hg), Manfred Harm (mh),
Markus Piechotta (mp), Gabriele Stöcker (gs).
Evang. Pfarramt Lustnau Süd
Pfarrer Stephan Glaser, Steige 3, Tel. 8 18 40, Fax. 88 99 67
Evang. Kirchengemeindebüro Lustnau und Bebenhausen
Pfarramtssekretärin Ruth Reinhardt
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 9.30-11.00 Uhr; Mi 16-18 Uhr
Steige 3, Telefon: (0 70 71) 8 88 41 10
Fax: (0 70 71) 88 99 67
Redaktionsadresse:
Steige 3, 72074 Tübingen
Telefon: (0 70 71) 8 18 40 Fax: (0 70 71) 88 99 67
Email: gemeindebrief@evk-lustnau.de
Online: www.evangelische-kirche-tuebingen.de/lustnau
www.evangelische-kirche-bebenhausen.de
Projektchor:
Diakonin: Susanne Grauer, Tel. (0 70 72) 8 00 75 99
Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 07. März
Diakoniestation Tübingen: Tel. 93
Kirchengemeinderatsvorsitzender in Bebenhausen
Christof Tränkle, Schönbuchstraße 49/1, Tel./Fax 6 42 84
Spendenkonten: KSK Tübingen SOLADES1TUB
Evang. Kirchenpflege Lustnau IBAN: DE 28641500200002315999
Evang. Kirchenpflege Bebenhausen IBAN: DE 66641500200000041344
Kirchengemeinderatsvorsitzende in Lustnau
Katrina Kress, Rosa-Luxemburgstraße 21, Tel. 88 98 55
Kindersingkreis: Angela Mundinger-Tausch, Tel. (0 71 21) 1 36 15 58
Erscheinungsweise:
Zehn Ausgaben im Jahr mit Doppelnummern im August/September
und Dezember/Januar (kostenlos)
Kinder- und Jugendchor: Dr. Pieter Minden-Bacher, Tel. 5 14 34
Auflage: 2.750
Druck: Fritz-Druck, Mössingen
Terminkalender Lustnau und Bebenhausen März
LUSTNAU
09.30 h Gottesdienst, Schad, mit Abendmahl
Sonntag
Montag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Sonntag
Mittwoch
Freitag
Samstag
Sonntag
DonnerstagSamstag
Freitag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Freitag
Samstag
Palmsonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Gründonnerstag
BEBENHAUSEN
Gottesdienst, Schad,
11.00 h
mit Abendmahl
01.03. 09.30 h Kindergottesdienst mit Frühstück
17.00 h Konzert mit der Trommlergruppe Kuntu
– Tanzfest im Regenwald
02.03. 19.30 h Vorbereitungstreffen Kinderbibeltage
04.03. 14.30 h Ökumenischer Seniorenkreis
05.03. 14.30 h Umwelt-Audit
10.45 h Gottesdienst im Poloniheim, Ambros
06.03.
19.30 h Weltgebetstagsgottesdienst, evang. Gemeindehaus Lustnau
09.30 h Gottesdienst, Glaser, mit Taufen
11.00 h Gottesdienst, Glaser
10.00 h Kindergottesdienst
11.00 h Kindergottesdienst
08.03.
12.00 h Eritreischer Gottesdienst
17.30 h Sp(i)rit
11.03. 09.00 h Frauenfrühstück
10.45 h Gottesdienst im Poloniheim, Harm
13.03.
16.00 h Vorbereitungstreffen Kinderbibeltage
14.03. 19.00 h Offener Jugendtreff Point
09.30 h Gottesdienst, Harm, mit Goldener
11.00 h Gottesdienst, Harm
Konfirmation
15.03.
10.00 h Kindergottesdienst
17.30 h Sp(i)rit
19.15Kinderbibeltage, Evang. Gemeindehaus Lustnau
21.03. 17.30 h
20.03. 10.45 h Gottesdienst im Poloniheim, Ambros
10.00 h Familiengottesdienst zum Abschluss der
Gottesdienst, Seibert
22.03.
11.00 h
Kinderbibeltage, Glaser/Team
23.03. 19.30 h Kirchengemeinderat
24.03.
19.45 h Kirchengemeinderat
25.03.
Ausgabe Gemeindebrief April
10.45 h Gottesdienst im Poloniheim, Harm
27.03.
20.00 h Literaturabend
28.03. 19.00 h Offener Jugendtreff Point
09.30 h Gottesdienst, Harm, mit Kinderchor
Gottesdienst, Harm
29.03.
11.00 h
ab jetzt Klosterkirche!
30.03. 19.00 h Passionsandacht, Schneider
19.00 h Passionsandacht, Harm
Passionsandacht, Harm,
20.00 h
31.03.
Rathaus
14.30 h Ökumenischer Seniorenkreis
01.04.
19.00 h Passionsandacht, Seibert
19.00 h Passionsandacht, Glaser, mit Abendmahl
Nacht der
20.30 h verlöschenden Lichter,
02.04.
Harm, mit Abendmahl
Kindersingkreis für Kinder von 4 bis 6 Jahren ist freitags um 17.15 Uhr im Gemeindehaus.
Kinder- und Jugendchor ab Schulklasse 1 freitags 14.30 bis 15.15 Uhr und ab Klasse 4 freitags 15.15 bis 16 Uhr.
Jungbläserausbildung ist montags und mittwochs um 18 Uhr im Gemeindehaus.
Posaunenchorprobe ist mittwochs um 20.30 Uhr im Gemeindehaus.
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