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Autor Judo bezogene

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Bernd Linn
Judokas & TRainer
Judobezogene
Selbstverteidigung
Das komplette Prüfungsprogramm vom 3. Kyu bis 3. Dan
Das vorliegende Buch zeigt erstmalig den kompletten Prüfungsinhalt zur judobezogenen Selbstverteidigung vom 3. Kyu bis 3. Dan nach den offiziellen
Prüfungsinhalten des Deutschen Judo-Bundes e. V.
Mit mehr als 650 Farbfotos und Begleittexten wer-
978-3-89899-955-7
a [D] 12,95/a [A] 13,40
978-3-89899-604-4
a [D] 22,95/a [A] 23,60
den alle Prüfungsaufgaben mit den dazugehörigen
Lösungsbeispielen ausführlich dargestellt und erklärt. Zu Beginn der Prüfungsaufgaben werden alle
prüfungsrelevanten Techniken (Atemi-waza) sowie
allgemeine Tipps zur Selbstverteidigung noch einmal ausführlich erklärt. Der Leser findet sich schnell
zurecht, denn die Reihenfolge der im Anschluss gezeigten Lösungsbeispiele entspricht exakt dem Ablauf der neuen Prüfungsordnung des DJB. Sehr hilfreich sind auch die zu jedem Kapitel
aufgeführten Checklisten, die sowohl für Prüfer als auch Prüflinge zur Überprüfung des
Lerninhaltes gedacht sind.
978-3-89899-525-2
a [D] 27,95/a [A] 28,80
978-3-89899-751-5
a [D] 16,95/a [A] 17,50
e [D] 19,95/e [A] 20,60
978-3-89899-881-9
Judobezogene Selbstverteidigung
Fachwissen Für
Autor
Bernd Linn, 1964 im Saarland geboren, ist seit seinem 11. Lebensjahr
aktiver Budoka und derzeit im Saarländischen Judo-Bund e. V. sowohl
als Lehr- und Prüfungsreferent als auch als Kata-Beauftragter tätig.
Dabei liegt ihm, neben den Standardprogrammen des Judo (Kata,
Randori und Shiai), auch das Thema „Judobezogene Selbstverteidigung“ ganz besonders am Herzen. In zahlreichen Lehrgängen und
Workshops gelingt es ihm immer wieder, Judokas unterschiedlichster
Gruppierungen für dieses neue Lehr- und Prüfungsfach des Deutschen
Judo-Bundes e. V. zu begeistern. Die dabei aufkommenden Fragen,
Anregungen und Wünsche waren der Anlass für ihn, das vorliegende
Buch zu schreiben.
Auch als E-Book erhältlich.
www.dersportverlag.de
14_10_27_Umschlag_Judobezogene_Selbstverteidgung_ef.indd 1
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Bernd Linn
Judokas & TRainer
Judobezogene
Selbstverteidigung
Das komplette Prüfungsprogramm vom 3. Kyu bis 3. Dan
Das vorliegende Buch zeigt erstmalig den kompletten Prüfungsinhalt zur judobezogenen Selbstverteidigung vom 3. Kyu bis 3. Dan nach den offiziellen
Prüfungsinhalten des Deutschen Judo-Bundes e. V.
Mit mehr als 650 Farbfotos und Begleittexten wer-
978-3-89899-955-7
a [D] 12,95/a [A] 13,40
978-3-89899-604-4
a [D] 22,95/a [A] 23,60
den alle Prüfungsaufgaben mit den dazugehörigen
Lösungsbeispielen ausführlich dargestellt und erklärt. Zu Beginn der Prüfungsaufgaben werden alle
prüfungsrelevanten Techniken (Atemi-waza) sowie
allgemeine Tipps zur Selbstverteidigung noch einmal ausführlich erklärt. Der Leser findet sich schnell
zurecht, denn die Reihenfolge der im Anschluss gezeigten Lösungsbeispiele entspricht exakt dem Ablauf der neuen Prüfungsordnung des DJB. Sehr hilfreich sind auch die zu jedem Kapitel
aufgeführten Checklisten, die sowohl für Prüfer als auch Prüflinge zur Überprüfung des
Lerninhaltes gedacht sind.
978-3-89899-525-2
a [D] 27,95/a [A] 28,80
978-3-89899-751-5
a [D] 16,95/a [A] 17,50
e [D] 19,95/e [A] 20,60
978-3-89899-881-9
Judobezogene Selbstverteidigung
Fachwissen Für
Autor
Bernd Linn, 1964 im Saarland geboren, ist seit seinem 11. Lebensjahr
aktiver Budoka und derzeit im Saarländischen Judo-Bund e. V. sowohl
als Lehr- und Prüfungsreferent als auch als Kata-Beauftragter tätig.
Dabei liegt ihm, neben den Standardprogrammen des Judo (Kata,
Randori und Shiai), auch das Thema „Judobezogene Selbstverteidigung“ ganz besonders am Herzen. In zahlreichen Lehrgängen und
Workshops gelingt es ihm immer wieder, Judokas unterschiedlichster
Gruppierungen für dieses neue Lehr- und Prüfungsfach des Deutschen
Judo-Bundes e. V. zu begeistern. Die dabei aufkommenden Fragen,
Anregungen und Wünsche waren der Anlass für ihn, das vorliegende
Buch zu schreiben.
Auch als E-Book erhältlich.
www.dersportverlag.de
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Judobezogene Selbstverteidigung
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10.11.14 13:22
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit haben wir uns entschlossen, durchgängig die männliche (neut­
rale) Anredeform zu nutzen, die selbstverständlich die weibliche mit einschließt.
Das vorliegende Buch wurde sorgfältig erarbeitet. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr.
Weder der Autor noch der Verlag können für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den im Buch
vorgestellten Informationen resultieren, Haftung übernehmen.
14_10_27_judobezogene_selbstverteidigung_ef.indd 2
10.11.14 13:22

Bernd Linn
Judobezogene
Selbstverteidigung
Nach den offiziellen Prüfungsinhalten vom 3. Kyu bis 3. Dan
Meyer & Meyer Verlag
14_10_27_judobezogene_selbstverteidigung_ef.indd 3
10.11.14 13:22
Papier aus nachweislich umweltverträglicher Forstwirtschaft.
Garantiert nicht aus abgeholzten Urwäldern!
Judobezogene Selbstverteidigung
Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek
Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen
nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Details sind im Internet über
<http://dnb.ddb.de> abrufbar.
Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie das Recht der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes
darf in irgendeiner Form – durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren – ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert
oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, gespeichert, vervielfältigt oder verbreitet werden.
© 2015 by Meyer & Meyer Verlag, Aachen
Auckland, Beirut, Dubai, Hägendorf, Hongkong, Indianapolis, Kairo, Kapstadt,
Manila, Maidenhead, neu-Delhi, Singapur, Sydney, Teheran, Wien
Member of the World
Sport Publishers’ Association (WSPA)
ISBn .,-"("-)%("&&%)"E-Mail: verlag@m-m-sports.com
www.dersportverlag.de
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InHALT
Inhalt
Vorwort Bernd Linn .............................................................................................................................................................................................................................. 6
Vorwort Dr. René Sallier ............................................................................................................................................................................................................... 9
Einleitung: Judobezogene Selbstverteidigung .................................................................................................................................. 10
Rechtsbelehrung ................................................................................................................................................................................................................................... 14
1Grundlagen ................................................................................................................................................................................................................... 16
1.1 Raumeinteilung und Überblick behalten ................................................................................................................... 17
1.2 Deeskalierende Haltung ......................................................................................................................................................................... 18
1.3 Grundstellungen im Stand .................................................................................................................................................................. 19
1.4 Grundstellungen am Boden .............................................................................................................................................................. 21
1.5 Schlag- und Tritttechniken (Atemi-waza) ................................................................................................................... 23
1.6Ellbogentechniken .............................................................................................................................................................................................. 31
1.7Fußtechniken .............................................................................................................................................................................................................. 35
1.8Knietechniken ........................................................................................................................................................................................................... 41
1.9 Vitalpunkte für Atemtechniken .................................................................................................................................................. 44
1.10Abwehr- und Blocktechniken .......................................................................................................................................................... 47
1.11Pratzentraining ....................................................................................................................................................................................................... 56
1.12Hebeltechniken ...................................................................................................................................................................................................... 59
1.13Würgetechniken .................................................................................................................................................................................................... 64
1.14Druckpunkte ................................................................................................................................................................................................................ 66
2Prüfungsprogramme ...................................................................................................................................................................................... 68
2.1 3. Kyu (grüner Gürtel) ................................................................................................................................................................................. 69
2.2 2. Kyu (blauer Gürtel) .................................................................................................................................................................................. 87
2.3 1. Kyu (brauner Gürtel) ......................................................................................................................................................................... 101
2.4 1. Dan (schwarzer Gürtel) .................................................................................................................................................................. 117
2.5 2. Dan (schwarzer Gürtel) ................................................................................................................................................................ 155
2.6 3. Dan (schwarzer Gürtel) ............................................................................................................................................................... 203
Anhang ..................................................................................................................................................................................................................................... 224
1Tipps für das Training ................................................................................................................................................................................................ 225
2Glossar ................................................................................................................................................................................................................................................. 227
3 Wörterbuch (deutsch-japanisch) ............................................................................................................................................................. 228
4Quellennachweis ................................................................................................................................................................................................................. 231
5Bildnachweis ............................................................................................................................................................................................................................. 232
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JUDOBEZOGEnE SELBsTVERTEIDIGUnG
VORWORt BERnD Linn
Lehr- und Prüfungsreferent;
Kata-Beauftragter des Saarländischen Judo-Bundes e.V.
5. Dan Judo/1. Dan Jiu-Jitsu
Liebe Judokas,
das vorliegende Buch richtet sich in erster Linie an fortgeschrittene jugendliche wie auch
erwachsene Judokas, die sich mit dem neuen Prüfungsprogramm des Deutschen JudoBundes e.V., der judobezogenen Selbstverteidigung, näher und intensiv beschäftigen
wollen. Es orientiert sich dabei an den Vorgaben und Empfehlungen des DJBs, erhebt
aber nicht den Anspruch, „der Weisheit letzter Schluss“ zu sein. Es ist vielmehr als Ide­
engeber zu verstehen. Gleichgültig, ob Sie sich als Prüfer oder Prüfling auf die neuen
Aufgaben vorbereiten möchten, dieses Buch wird Ihnen Schritt für Schritt die einzelnen
Prüfungsaufgaben mit Lösungsbeispielen aufzeigen. Zuvor werden ausführlich die Grund­
lagen (Schwerpunkt Atemitechniken) zur judobezogenen Selbstverteidigung dargestellt.
Im Rahmen der neuen Prüfungsordnung für Kyu- und Dan-Prüfungen sind nur die bei­
den Prüfungsfächer „Anwendungsaufgaben Stand“ und „Anwendungsaufgaben Boden“
für die judobezogene Selbstverteidigung relevant und somit Gegenstand dieses Buchs.
Auf die Beschreibungen von grundlegenden Judotechniken, wie z. B. Würfe oder Arm­
hebel, wird bewusst verzichtet, da sie als Grundvoraussetzung für die judobezogene
Selbstverteidigung angesehen werden und eine detaillierte Darstellung den Rahmen
des Buchs sprengen würde.
Durch die Voraussetzung und die Ursprünge, die das Judo bietet, kann ein Judoka sei­
ne antrainierten Reflexe und Techniken optimal und gezielt für die Selbstverteidigung
nutzen. Somit sollte die erste und damit wichtigste Handlung immer auf reflexartigen
Bewegungen basieren, um schnellstmöglich reagieren zu können. Das neue Prüfungs­
programm bietet jedem Judoka die Möglichkeit, sein Judotraining um den Aspekt der
Selbstverteidigung zu erweitern, ohne dabei eine neue Kampfsportart, wie z. B. Ju-Jutsu
oder Jiu-Jitsu, zu erlernen. Die gestellten Aufgaben im Prüfungsprogramm sollen da­
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Vorwort Bernd Linn
her schwerpunktmäßig (soweit wie möglich) mit sinnvollen Judotechniken erfolgen, die
durch die erforderlichen Atemitechniken ergänzt werden.
Allgemein zum Thema Selbstverteidigung möchte ich an dieser Stelle noch sagen, dass
die Selbstverteidigung als ein Mittel zum Zweck zu verstehen ist. Sie ist somit ziel- und
zweckorientiert und ihr primäres Ziel besteht darin, einer für den Verteidiger gefährlichen
bzw. bedrohlichen Situation schnellstmöglich zu entkommen bzw. sich dieser bereits im
Vorfeld zu entziehen. Die Bedrohung kann dabei physischer sowie psychischer Natur
sein. Durch das frühzeitige Erkennen und Entziehen einer sich anbahnenden, potenziell
gefährlichen Situation kann eine direkte Konfrontation mit einem potenziellen Angreifer
vermieden werden. Somit ist die Prävention ebenso Bestandteil der Selbstverteidigung,
wie die körperliche Selbstverteidigung bei einem direkten Angriff auf die körperliche
Unversehrtheit des Verteidigers.
Durch die unter Umständen schwierigen „Rahmenbedingungen“ bei einem Angriff, wie
z. B.:
 Es gibt keine Regeln, welche für Fairness sorgen.
 Es gibt kein Startkommando.
 Oft keine Chancengleichheit, da der/die Angreifer größer und/oder schwerer ist/
sind.
 Der Angreifer ist durch den Einsatz von Waffen überlegen.
 Schlechte räumliche Bedingungen (keine oder kaum Fluchtwege . . .).
 usw.,
kann die Selbstverteidigung nicht als „abgeschwächte Variante einer Kampfkunst“ be­
trachtet werden, vielmehr stellt sie die „Königsdisziplin“ im Bereich der Kampfkünste dar.
Noch ein paar Worte zum Aufbau dieses Buchs:
 Die gezeigten Lösungsbeispiele sind genau nach dem Aufbau und der Reihen­
folgen der Prüfungsordnung dargestellt und erleichtern so die Orientierung beim
Üben.
 Die Grundlagentechniken werden meist ohne Judogi gezeigt, da sie so oft besser
zu erkennen sind.
 Zum besseren Verständnis wird der Angreifer in diesem Buch immer Uke und der
Verteidiger Tori genannt.
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JUDOBEZOGEnE SELBsTVERTEIDIGUnG
 Tori ist immer in weißer Kleidung, Uke in blauer zu sehen (gleichgültig, ob T-Shirt
oder Judogi).
 Es wurde in diesem Buch bewusst mit vielen unterschiedlichen Akteuren gearbei­
tet, um auch ein Gefühl für die Vielfältigkeit der Angreifer (größer, schwerer usw.)
zu geben.
 Die bewusst kurz gefassten Begleittexte zu den einzelnen Lösungsbeispielen sind
als Ergänzung der Fotoserien zu sehen. Es erschien mir nicht sinnvoll, lange Text­
passagen zu schreiben, wenn der eigentliche Ablauf eindeutig aus der jeweiligen
Bildfolge ersichtlich ist: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“
Ich wünsche allen viel Erfolg beim Studium der judobezogenen Selbstverteidigung und
hoffe, dass dieses Buch zum Gelingen beim Training und den Prüfungen beitragen kann.
Danke!
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen sehr herzlich bedanken, die mit dazu beigetra­
gen haben, dieses Buchprojekt zu verwirklichen. Dafür waren folgende Akteure auf der
Matte (in alphabetischer Reihenfolge):
Franco Bartone, Jessica Lindner, Britta Linn, Marco Ronconi, Dr. René Sallier, Julian Schä­
fer und Daniel Thomann.
Für die zahlreichen Fotos waren neben meiner Wenigkeit noch Anja Kurek, Claudia Blu­
menberg und Britta Linn verantwortlich.
Dem Deutschen Judo-Bund möchte ich meinen besonderen Dank aussprechen, da er die
Prüfungsunterlagen zur judobezogenen Selbstverteidigung bereitgestellt hat.
Bernd Linn
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Vorwort Dr. René Sallier
VORWORt DR. REnÉ SalliER
Referent Technik Jiu-Jitsu und Leiter
der Bundesprüfungskommission Jiu-Jitsu im DJJV e. V.
4. Dan Judo/4. Dan Ju-Jutsu/4. Dan Jiu-Jitsu
Seit 2011 besteht im Deutschen Judo-Bund e. V. die Mög­
lichkeit, ab dem 3. Kyu bis zum 3. Dan die Judoprüfung
unter den Gesichtspunkten der Selbstverteidigung (SV)
abzulegen. Hiermit beschreitet der DJB einen Weg, der zu den Wurzeln des Judos zu­
rückführt bzw. diese wieder aufgreift, da viele ursprüngliche Techniken des (Kodokan-)
Judos auf Techniken basieren, die aus Verteidigungskünsten, wie z. B. dem Jiu-Jitsu,
entnommen wurden. Somit schafft der DJB eine Möglichkeit, über das wettkampforien­
tierte Judo hinaus, Judo zu erlernen, zu verstehen und anzuwenden.
Durch das „neue“ Prüfungsprogramm entstehen auch viele Fragen zum Thema judobe­
zogene Selbstverteidigung. Die Fragen reichen dabei von: „Was ist judobezogene Selbst­
verteidigung?“ bis hin zu: „Wie kann ich diese in der Prüfung umsetzen bzw. demonstrie­
ren?“. Der Autor Bernd Linn stellt im Rahmen dieses Buchs Lösungsmöglichkeiten für
das Thema „judobezogene Selbstverteidigung“ und mögliche Fragen diesbezüglich vor.
Diese Lösungsmöglichkeiten basieren dabei auf den Ansätzen des Prüfungsprogramms
des DJB zu diesem Thema.
Bernd Linn befasst sich seit vielen Jahren mit dem Thema SV und besitzt entsprechende
Graduierungen in verschiedenen Kampfsystemen, wie z. B. dem Jiu-Jitsu.
Mit diesem Buch ist es Bernd Linn gelungen, ein Lehrmedium zu erstellen, welches eine
essenzielle Basis zum Erlernen, zum Verstehen und zum Anwenden der judobezogenen
Selbstverteidigung darstellt. Die Grundlage dafür sind die detaillierten Erläuterungen
und Darstellungen der möglichen Techniken zu den verschiedenen Prüfungsstufen bzw.
-fächern. Ich bin davon überzeugt, dass dieses Buch ein wertvoller Begleiter für viele
Prüflinge auf dem Weg zur judobezogenen Selbstverteidigung wird.
Persönlich möchte ich noch hinzufügen, dass in der SV immer folgender Grundsatz gel­
ten sollte: „Ein guter Kampf ist ein Kampf, der nicht geführt werden muss . . .“.
Dr. René Sallier
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JUDOBEZOGEnE SELBsTVERTEIDIGUnG
EinlEitUnG:
JUDObEZOGEnE SElbstvERtEiDiGUnG
Atemitechniken im Kodokan-Judo
Wenn man über die Geschichte und Entwicklung des Judo spricht bzw. nachliest, findet
man sehr oft Informationen wie: „Jigoro Kano, der Erfinder des Judo, entfernte alle
gefährlichen Tritte und Schläge aus dem Jiu-Jitsu und schuf dadurch sein neues System,
dass er Judo (= der sanfte Weg) nannte.“ Diese Behauptung ist, bedauerlicherweise,
weit verbreitet, stimmt jedoch so nicht. Es ist richtig, dass für das Randori und den Shiai
(Wettkampf) die Atemitechniken verboten sind, jedoch sind sie neben den Nage-waza
und Katame-waza (auch Te-waza genannt) die dritte Gruppe der Techniken des Kodo­
kan-Judo (wie in der Auflistung des „Judosystems“ nachzulesen ist), welche alle ihre
Hauptquelle aus dem Tenjin-shin’yo-ryu-Jujutsu haben. Jigoro Kano entfernte somit die
Atemi-waza nicht aus dem Jiu-Jitsu, um sein Judo zu entwickeln, sondern beschränkte
lediglich die Anwendung dieser auf die Kata, um die Verletzungsgefahr im Randori auf
ein Minimum zu reduzieren. In der Kata (= festgelegte Form, bei denen die Bewegungs­
vorgaben von Tori und Uke genau vorbestimmt sind) sind die Atemi-waza fester Be­
standteil des Kodokan-Judo und sollten daher, ebenso wie die Nage- und Katame-waza,
trainiert werden.
Welchen Stellenwert die Atemi-waza für Jigoro Kano im Kodokan hatten und weiterhin
haben, lässt sich nur schwer festlegen. Erinnern wir uns jedoch an die Ziele und Grund­
sätze des Kodokan-Judo, wie folgt:
 Leibesertüchtigung,
 Kultivierung des Geistes,
 Selbstverteidigung,
wird deutlich, dass die Atemi-waza schon immer ein fester Bestandteil des KodokanJudo waren – und es sich somit um keine neue Erfindung handelt. Auch wenn viele
wettkampforientierte Judokas der Meinung sind, Judo und Atemi-waza bzw. Selbstver­
teidigung würden nicht zusammengehören, sollte diese Entscheidung jeder für sich
selbst treffen können. Dies setzt natürlich voraus, dass in den Vereinen dieses Wahlfach
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Einleitung: Judobezogene Selbstverteidigung
„ju­do­be­zo­ge­nen Selbstverteidigung“ auch angeboten wird (siehe auch das Ausbildungs­
programm des DJB zu „Judo-Selbstverteidigung“).
Zum Thema Selbstverteidigung äußerte sich Jigoro Kano Mitte der 1920er-Jahre wie
folgt, wie diese Übersetzung überliefert (Quelle: „Kodokan Judo“, Verlag Dieter Born,
2007, S. 136):
„Respekt vor dem Leben ist universell. Wenn das eigene Leben in Gefahr ist, ist es er­
laubt, jedes zur Verfügung stehende Mittel anzuwenden, um die Gefahr abzuwenden.
Aber auch wenn das eigene Leben nicht in Gefahr ist, gibt die Fähigkeit, eine Gefahr
abwehren zu können, Selbstvertrauen. In einer Gesellschaft, in der die Menschen nach
Recht und Gesetz leben, können unerwartete Gefahren in Form von Unfällen, durch
die Hand von Kriminellen oder unerwarteten Seiten wie wilden, streunenden Hunden
kommen. Jedes Individuum benötigt deshalb grundlegende Fähigkeiten, sich schützen
zu können, und derjenige, der systematisch die Techniken von Angriff und Verteidigung
trainiert hat, kann seine eigene Sicherheit gewährleisten. Die Bedeutung von Atemi-wa­
za in diesem Zusammenhang ist offensichtlich.“
Systematisierung der Atemi-waza
Das Kodokan-Judo beinhaltet eine Vielzahl von Schlag- und Tritttechniken, die jedoch
nicht so durchstrukturiert sind, wie bei den Nage- bzw. Katame-waza. Die Einteilung
erfolgt über das Kriterium, mit welchem Körperteil geschlagen, gestoßen und getreten
wird, daraus resultiert folgende Auflistung:
Hand und Arm (Ude-ate)
Fingerspitzen
Tsuki-dashi, Ryogan-tsuki
Faust
Naname-ate, Yoko-ate, Kami-ate, Tsuki-age, Shimo-tsuki,
Ushiro-tsuki, Ushiro-sumi-tsuki; Tsukkake, Yoko-uchi,
Ushiro-uchi, Uchi-oroshi
Handkante
Kiri-oroshi, Naname-uchi
Ellbogen
Ushiro-ate
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JUDOBEZOGEnE SELBsTVERTEIDIGUnG
Fuß und Bein (Ashi-ate)
Knie
Mae-ate
Fußballen
Naname-geri, Mae-geri, Taka-geri
Ferse
Ushiro-geri, Yoko-geri
In der modernen Selbstverteidigung, wie auch im vorliegenden Prüfungsprogramm, wer­
den die Atemi-waza durch weitere Techniken (Handballen, „Hammerfaust“ usw.) erwei­
tert. Auch sei darauf hingewiesen, dass die Auflistung aus dem Kodokan nicht vollstän­
dig ist und auch nicht sein möchte. Selbst Jigoro Kano weist darauf hin, dass auch z. B.
mit dem Kopf Atemi-waza ausgeführt werden können.
Atemi-waza werden in der Regel gegen empfindliche Stellen am menschlichen Körper
angewendet, um eine bestmögliche Effektivität zu erreichen (siehe Schaubild auf S. 44).
Selbstverteidigung: Kata-Prüfungsprogramm
Die Anwendungen von Atemi-waza und die damit verbundenen Techniken zur Selbstver­
teidigung im Kodokan-Judo sind und waren somit, wie zuvor beschrieben, schon immer
ein fester Bestandteil des Systems. Warum die Selbstverteidigung jedoch zweitrangig
im Judo behandelt wird, liegt sicherlich daran, dass diese schwerpunktmäßig nur in
Verbindung mit der Kata geübt wird. Die zentralen Katas zum Studium der Atemi-waza
und damit zur Selbstverteidigung sind die Kime-no-Kata und seit 1956 auch die Kodo­
kan-Goshin-Jutsu. Da diese Katas jedoch erst (wenn überhaupt) zur Prüfung zum 3. Dan
und höher verlangt werden, führt dies dazu, dass viele Judokas sehr spät oder gar nicht
mit dem Thema Selbstverteidigung konfrontiert werden.
Das neue Prüfungsprogramm des DJB zur judobezogenen Selbstverteidigung knüpft somit
an die Wurzeln des Kodokan-Judo an, unterscheidet sich aber doch wesentlich von dem Ur­
sprungsgedanken, wie er in der Judo-Kata gezeigt und trainiert wird. Zwar werden in den
Katas Wurf- oder Hebeltechniken mit Atemi-waza gekoppelt, indem sie z. B. als Schocktech­
nik oder zum Gleichgewichtsbruch für eine anschließende Wurf- oder Hebeltechnik einge­
setzt werden, jedoch werden selten Angriffe mit Atemitechniken abgeschlossen.
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Einleitung: Judobezogene Selbstverteidigung
Im aktuellen Prüfungsprogramm des DJB werden neue, oft für den Judoka ungewohnte
Elemente hinzugenommen und abverlangt. So werden die Blocktechniken (im Kodo­
kan-Judo kaum behandelt) ausgiebig trainiert und als Lösungsansätze schon sehr früh
(3. Kyu) geprüft. Weiterhin werden Verkettungen von Atemi-waza abverlangt, welche so
in den Judo-Katas nicht gezeigt werden, jedoch in der realistischen Selbstverteidigung
unabkömmlich sind. Das Gleiche gilt für die Hebeltechniken, die im Judowettkampf und
Randori verboten sind (z. B. Handhebel).
Dieses Buch soll dem Trainer, Prüfling und Interessierten eine Hilfestellung geben, wie
er sich und andere zielgerichtet auf die Prüfung zur judobezogenen Selbstverteidigung
vorbereiten kann. Dabei sollen die gezeigten Grundtechniken keine Konkurrenz zu ande­
ren Kampfsportarten, wie Karate, Taekwondo, Aikido, Ju-Jutsu, Jiu-Jitsu usw., darstellen.
Es ist auch nicht gewollt, einen Judoka zum Karateka auszubilden. Schwerpunkt dieses
Prüfungsfachs ist es, eine judobezogene Selbstverteidigung zu zeigen, die lediglich mit
anderen Techniken aus anderen Kampfsportarten und dem ursprünglichen KodokanJudo effektiv ergänzt wird.
Bei der Auswahl der Atemi- und Blocktechniken wurde darauf geachtet, dass diese für
den Anwender effektiv, aber dennoch relativ leicht erlernbar sind. Auf Showeffekte und
ein Überangebot an Techniken wurde bewusst verzichtet, da die judobezogene Selbst­
verteidigung effektiv und anwendbar sein sollte, was mit dem vorliegenden Konzept
durchaus gegeben ist.
In diesem Sinne ist es durchaus legitim, sich artverwandte Techniken anzueignen, ohne
dabei den Anspruch zu erheben, absolute Perfektion darin zu erlangen.
Der DJB hat mit diesem Prüfungsprogramm vielen Judokas eine weitere Möglichkeit
gegeben, aus den breiten Facetten des Judo (Breitensport, Wettkampf, Kata) neue Al­
ternativen und Herausforderungen für das Training zu schaffen, während er ihn gleich­
zeitig zu den Wurzeln des Judos zurückführt. Ich wünsche daher allen viel Spaß beim
Üben und Lesen dieses Buchs und dem Studium der judobezogenen Selbstverteidigung.
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JUDOBEZOGEnE SELBsTVERTEIDIGUnG
Rechtsbelehrung
Was ist Notwehr?
Hiermit sind rechtswidrige Angriffs- oder Bedrohungssituationen gemeint, die in ähn­
licher Art in der Realität vorkommen und auf die im gesetzlichen Rahmen mit einer
Verteidigungshandlung reagiert werden darf (vgl. § 32 Abs. 2 StGB)!
§ 227 Notwehr (BGB)
(1) Eine durch Notwehr gebotene Handlung ist nicht widerrechtlich.
(2) Notwehr ist diejenige Verteidigung, welche erforderlich ist, um einen gegenwärtigen
rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.
§ 32 Notwehr (StGB)
Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.
Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidri­
gen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.
§ 33 Überschreiten der Notwehr (StGB)
Überschreitet der Täter die Grenzen der Notwehr aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken,
so wird er nicht bestraft.
Angriff*:
Ein Angriff ist jede durch menschliches Verhalten drohende Verletzung rechtlich ge­
schützter Güter oder Interessen (vgl. Wessels & Beulke, Rdn. 225).
Gegenwärtigkeit*:
Ein Angriff ist gegenwärtig, wenn er unmittelbar bevorsteht, gerade begonnen hat oder
noch andauert (vgl. Wessels & Beulke, Rdn. 326).
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Einleitung: Judobezogene Selbstverteidigung
Rechtswidrigkeit*:
Ein Angriff ist rechtswidrig, wenn der Angreifende seinerseits nicht gerechtfertigt ist
(vgl. Joecks, § 32 Rdn. 10).
Verteidigung*:
Verteidigung ist diejenige Handlung, die als Gegenmaßnahme den Angriff abwehren
soll (vgl. Windfuhr et al., 2002).
* Quelle: Begleitskript zur judobezogenen Selbstverteidigung von Mario Staller, im Auftrag des DJB (2011).
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JUDOBEZOGEnE SELBsTVERTEIDIGUnG
1 GrundlAgen
1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 Raumeinteilung und Überblick behalten
Deeskalierende Haltung
Grundstellungen im Stand
Grundstellungen am Boden
Schlag- und Tritttechniken (Atemi-waza)
Ellbogentechniken
FuSStechniken
Knietechniken
Vitalpunkte für Atemtechniken
Abwehr- und Blocktechniken
Pratzentraining
Hebeltechniken
Würgetechniken
Druckpunkte
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Grundlagen
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1.1RaUMEintEilUnG
UnD ÜbERbliCk bEhaltEn
Zu einer erfolgreichen Abwehr bzw. Verteidigung gehört ein kontrollierter Abschluss
sowie eine schnelle Flucht. Ebenso wichtig ist es, eventuelle weitere Angreifer im Blick
zu haben, um angemessen auf erneute Angriffe zu reagieren. Darum sollten Sie nach
erfolgter Abwehr durch Kopfdrehen (Schulterblick) das Umfeld im Auge behalten und
nach einem sicheren Fluchtweg Ausschau halten. Sollten Sie in eine missliche Lage
kommen, schauen Sie sich im Vorfeld schon nach möglichen Fluchtwegen um, damit Sie
im Ernstfall diese zielstrebig nutzen können.
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1.2DEEskaliEREnDE HaltUnG
Deeskalation bedeutet das Verhindern von Konflikten
und sich aufschaukelnden Prozessen. Dabei ist das äuße­
re Erscheinungsbild und die Körpersprache sehr wichtig,
da dies oft der erste Eindruck ist, den ihr potenzieller An­
greifer von Ihnen wahrnimmt.
Positionieren Sie sich in einer Abwehrhaltung, in der Sie
schnell auf jede Bewegung reagieren können, aber achten
Sie darauf, dass es noch keine Kampfhaltung ist. Nehmen
Sie Ihre Hände nach oben und richten Sie Ihre Handflä­
chen in Richtung des Gegners. Dies weist den möglichen
Angreifer in einer Konfliktsituation unbewusst darauf hin,
dass er sich beruhigen soll und Sie keine Konfrontation
suchen. Wichtig dabei ist, dass Sie selbstbewusst wirken
und keine Angst ausstrahlen, auch wenn dies nicht im­
mer leichtfallen mag. Allerdings sollten Sie darauf ach­
ten, dass Sie keine Fäuste ballen, da dies ein Zeichen zum
Kampf darstellt und den Konflikt sehr schnell eskalieren
lassen kann.
Die Selbstpräsentation ist eines der wichtigsten Elemen­
te der Deeskalation und Selbstverteidigung, um nicht als
Opfer angesehen zu werden und gehört zu den präventi­
ven Maßnahmen!
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1.3GRUnDstEllUnGEn iM StanD
Wir unterscheiden zwei Arten der Stellungen im Stand, die neutrale bzw. natürliche
Stellung und die Kampfhaltung.
Die neutrale Stellung
Die neutrale (Bild 1) oder auch passive, aber dennoch aufmerksame Haltung (Bild 2)
entspricht der natürlichen, unvorbereiteten Position, dabei stellen Sie die Füße hüftbreit
auseinander, das Gewicht ist gleichmäßig auf beide Beine verteilt. Lassen Sie die Arme
seitlich herunterhängen oder verschränken Sie diese vor dem Bauch oder vor der Brust.
Der Blick ist nach vorne gerichtet. Üben Sie auch aus dieser Stellung, sich zu verteidigen.
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Kampfhaltung im Stand
Diese Haltung nehmen Sie ein, wenn eine Auseinandersetzung unmittelbar bevorsteht.
Gehen Sie aus der Grundstellung links einen kleinen Schritt nach vorn, dabei drehen Sie
den Fuß ganz leicht nach innen, um so besser Angriffe in den Unterleib abzuwehren.
Verlagern Sie das Gewicht auf den Fußballen, die Fußspitzen zeigen nach vorne. Der
hintere Fuß wird ebenfalls nur auf dem Ballen aufgesetzt, das Bein sollte nicht durchge­
streckt sein. Die geöffneten Hände halten Sie etwa in Kinnhöhe in einem angenehmen
Abstand zum Gesicht nach vorne gerichtet. Die Ellbogen sind eng am Körper zu posi­
tionieren und die Schultern sollten frontal nach vorne gedreht werden. Üben Sie diese
Stellung auch zur anderen Seite (Rechtsauslage).
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1.4GRUnDstEllUnGEn aM BODEn
Auch in der Bodenlage sollte man, um sich besser vor Angriffen schützen zu können, ge­
wisse Grund- bzw. Abwehrhaltungen trainieren. Durch diese Abwehrhaltung soll es dem
Angreifer erschwert werden, seine Attacken erfolgreich durchzuführen und Sie erhöhen
dadurch Ihre Chancen einer effektiven Verteidigung.
Grundhaltung in der Rückenlage
Sie liegen auf dem Rücken, Kopf und Schultern sind angehoben, das Kinn wird zur
Brust gezogen. Die Hände halten Sie schützend vor das Gesicht nach oben offen oder
zur Faust geballt. Stellen Sie einen Fuß nah an Ihr Gesäß, das Knie leicht nach innen
gedreht, um so den Genitalbereich zu schützen und ziehen Sie das andere Knie ange­
winkelt zur Brust. Hierbei wird die komplette Hüfte vom Boden angehoben. In dieser
Position sollte nur noch ein kleiner Teil des Rückens und ein Fuß Bodenkontakt haben.
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Grundhaltung in der Seitenlage
Drehen Sie sich in die Seitenlage, sodass nur ein Ellbogen, eine Hüftseite und ein Bein
auf dem Boden sind. Die freie Hand wird zum Schutz vor das Gesicht gehalten. Ziehen
Sie das obere Bein angewinkelt zur Brust, um jederzeit zutreten zu können. Ist der An­
greifer etwas weiter weg, können Sie sich statt auf den Ellbogen auch auf die Hand
abstützen, aber nur bei ausreichender Distanz des Angreifers. Üben Sie diese Grundstel­
lung zu beiden Seiten.
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