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Italienisches Steuerrecht
Begriffs-Definitionen
Abgaben (tributi): dieser Begriff beinhaltet Steuern (imposte), Gebühren (tasse), Beiträge,
Monopolabgaben und parafiskale Abgaben. Auf einer Art von Abgabe kann keine weitere Abgabe
erfolgen, gemäß dem Legalitätsprinzip.
Steuern: Zwangsabgabe in Geld ohne Anspruch auf Gegenleistung, zur Finanzierung der Ausgaben
oder der Maßnahmen der öffentlichen Einrichtungen.
Gebühren: Geldleistungen, die aufgrund der Inanspruchnahme einer öffentlichen Leistung
geschuldet werden. Von privaten Entgelten unterscheiden sich die Gebühren, dass hier ein
hoheitliches Handeln (potere autoritativo) vorliegt.
Beiträge: sind Abgaben, die derjenige leisten muss, der einen Vorteil aus Errichtung, Erweiterung
oder Betrieb einer öffentlichen Einrichtung hat. Dabei spielt die tatsächliche Inanspruchnahme
keine Rolle, sondern lediglich die Möglichkeit der Nutzung (Beispiel: Erschließungsbeiträge,
Straßenreinigung). Es kommt das Äquivalenz-Prinzip zur Anwendung, aber nicht aufgrund der
individuellen Zurechnung, sondern aufgrund einer gruppenspezifischen Zuordnung (z. B.
Baukostenabgabe).
Monopolabgaben: Tabak, Glücksspiel …: nur staatlich/rechtliche Monopole – sind allerdings
weitgehend abgebaut.
Parafiskale Abgaben: Beiträge zu Früh- und Vorsorgeeinrichtungen, Sozialabgaben,
Gewerkschaften.
Quellensteuer: Die Steuer wird direkt an der Quelle einbehalten; so behalten z.B. Banken eine
Quellensteuer von 27% bei Aktivzinsen ein. Diese Besteuerung an der Quelle entspricht meistens
einer endgültigen Besteuerung (sog. Endbesteuerung oder Ersatzbesteuerung), d.h. diese Steuern
müssen nicht mehr in der Steuererklärung angeführt werden.
Dividenden: Teil des Gewinns (Zeitpunkt, Art der Auszahlung und Höhe werden von den
Verwaltern der AG in der Bilanz festgelegt), den eine Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre
ausschüttet, jährlich oder semestral.
Belegschaftsaktien (stock-options): sind Aktien des eigenen Unternehmens, die von den
Mitarbeitern erworben werden können.
Branchenkennzahlen (studi di settore):
Halbeinkünfte-Verfahren: Verfahren zur steuerlichen Entlastung von Einnahmen aus Beteiligungen
an Kapitalgesellschaften und von Dividenden, die ein Investmentfond erzielt.
Ist der Anteilseigner eine natürliche Person, sind Ausschüttungen und steuerpflichtige
Veräußerungen von Kapitalbeteiligungen zur Hälfte steuerbefreit. Werbekosten sind zur Hälfte
abzugsfähig.
Ist der Anteilseigner eine Kapitalgesellschaft, sind Ausschüttungen und Kapitalgewinne im vollen
Umfang steuerfrei. Allerdings gilt ein Betriebsausgabenabzugsverbot von 5% der jeweiligen
Ausschüttung bzw. des Veräußerungsgewinns. Die Steuerfreiheit tritt somit nur zu effektiven 95%
ein.
Verfahren: Dividenden und steuerpflichtige Gewinne aus der Veräußerung von Kapitalbeteiligungen
werden nur mit dem halben Betrag der Einkommenssteuer und dem Solidaritätszuschlag
unterworfen.
Vorabvergleich (concordato preventivo): Möglichkeit, die Steuerbelastung preventiv und pauschal
festzulegen. Der Steuerpflichtige kann dadurch von Vergünstigungen in Bezug auf die Feststellung
der Einkommensbesteuerung, von Vereinfachungen der Bilanzpflichten und von der Einschränkung
der Feststellungsgewalt der Steuerverwaltung profitieren.
Doppelbesteuerungsabkommen (DBA): völkerrechtlicher Vertrag zwischen zwei Staaten, in dem
geregelt wird, in welchem Umfang der Vertragsstaaten das Besteuerungsrecht für die in ihren
Hoheitsgebieten erzielten Einkünfte zusteht. Ein DBA soll vermeiden, dass natürliche und
juristische Personen, die in beiden Staaten Einkünfte erzielen, doppelt besteuert werden.
Transparenz-Prinzip: eine Personengesellschaft ist kein Steuersubjekt in der Einkommenssteuer,
d.h. Personengesellschaften sind für die Besteuerung irrelevant, und damit „transparent“.
Steuerpflichtig sind hier ausschließlich die natürlichen Personen, sprich Gesellschafter oder
Mitunternehmer.
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