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März 2015 ( 15,54 MB )

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Wirtschaftszeitung für die Region Ostwürttemberg
März 2015 | Nummer 3
l
Joachim Krimmer
l
Der Präsident der Handwerkskammer Ulm gibt sich nach fünf
Monaten im Amt stark engagiert.
Die Arbeit der Handwerkskammer möchte er noch mehr nach
außen tragen. Er möchte auch
neue Akzente setzen. Seite 11
INHALT
l
Airbus DS Optronics
Der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus möchte Teile seiner
Sparte Defence and Space ausgliedern. Das Oberkochener
Optronics-Tochterunternehmen schreibt für 2014 gute Bilanzzahlen.
Seite 3
l
Bosch Automotive
Die ehemalige Gmünder ZF
Lenksysteme ist endgültig Geschichte: Seit dem 11. März
heißt das Unternehmen offiziell
Bosch Automotive Steering
GmbH und ist als solches ins
Handelsregister eingetragen.
Seite 6
l
Carl Zeiss AG
2015 ist das internationale Jahr
des Lichts. Zum DeutschlandAuftakt kamen zahlreiche Gäste
zu einem Symposium ins Deutsche Museum nach München.
Das Planetarium dort eröffnete
mit neuer Zeiss-Technik.
Seite 7
l
V+R-Banken Ostalb
Die Bezirksvereinigung der acht
Volks- und Raiffeisenbanken im
Ostalbkreis konnte für 2014
bessere Zahlen als erwartet vorlegen. Die Volksbank Gmünd ist
mit ihrer Neuausrichtung voll im
Plan.
Seite 8
SPEZIAL
Bauen & Wohnen/
l
Immobilien
Ferdinand Hajnuk
Der Besitzer des Café Schwarz in
Heidenheim bezieht seine Kaffeebohnen aus dem sozial und
ökologisch sauberen Anbaugebiet Lampocoy. Mit Norbert
Pfisterer war er auf Kaffeereise
nach Guatemala.
Seite 4
l
Winfried Hofele
D
er internationale Stahlmarkt wird auch im Jahr
2015 schwierig bleiben. Wie in
den letzten Monaten bestimmen eher verschiedene tendenziell preissenkende Einflüsse
wie die tiefen Rohstoffpreise,
die Nachfrageschwäche in
China, das mengen- und preismäßig extrem wettbewerbsintensive internationale Umfeld
das Marktgeschehen. Die
Wirtschaftsvereinigung Stahl
erwartet einen Anstieg der
Stahlnachfrage lediglich um
höchstens zwei Prozent. Dabei
liegt das aktuelle Marktvolumen in der EU immer noch fast
30 Prozent unter dem Niveau
von 2007.
Gewaltig in Bewegung geraten ist in diesem stagnierenden
internationalen Umfeld die
Stahlhandelsszene in Ostwürttemberg. Am 25. Februar wurde beim Amtsgericht Aalen die
ABS Services GmbH mit Sitz
in der Habsburger Straße 7 in
Aalen-Ebnat als Neugründung
eingetragen. Gegenstand des
neuen Unternehmens: Vertrieb
von Stahl, insbesondere ABSStahl, und damit zusammenhängende andere Dienstleistungen. Geschäftsführer sind
Giuseppe Flaborea aus Udine
in Italien – und Franz Fuchs
aus Essingen.
Damit ist die Frage beantwortet, was der langjährige geschäftsführende Gesellschafter
der Essinger Scholz Edelstahl
GmbH (SES) nach seinem
Ausscheiden bei dieser früheren Tochtergesellschaft der
Scholz Holding GmbH macht:
„Wir erwarten, dass wir von
den langjährigen Erfahrungen
und Geschäftsbeziehungen des
Stahlfachmanns Franz Fuchs
l
Benno Rammelmüller
Der Geschäftsführer der Gmünder
voestalpine Polynorm GmbH freut
sich über die Inbetriebnahme der
dritten Anlagengeneration zum
Presshärten von Stählen. Mit
phs-ultraform® wächst das Unternehmen rasch.
Seiten 16/17
Einzelpreis 4,–
l
Bernhard Theiss
Der Verleger der Aalener SDZMedien-Gruppe erhielt in Berlin
den Rudolf-Ullstein-Preis für seine Verdienste im Bundesverband
Druck und Medien. Das ist die
höchste Auszeichnung der deutschen Druckindustrie. Seite 18
Franz Fuchs und ABS:
Absolute Steel Quality made in Italy
profitieren und neue Kunden
und Märkte erschließen“, sagt
Giuseppe Flaborea. Der Finance Manager der ABS Acciaierie Bertoli Safau Spa (Absolute Steel Quality) mit Sitz in
Puzzuolo del Friuli bei Udine
in Norditalien und lächelt dabei zuversichtlich – er kennt
seinen neuen Geschäftsführerpartner seit vielen Jahren, ABS
war Lieferant der SES.
Angesprochen auf einen beruflichen Neustart von der
ABS-Vertriebsleitung stand
für Franz Fuchs spätestens
zum Jahresende 2014 fest:
„Ich nehme die Herausforderung an!“ Die Entscheidung
fiel ihm nicht schwer, denn
hinter der neuen ABS Services
GmbH in Ebnat steht ein Branchenriese – die italienische
Danieli Group, einer der drei
weltweit größten Anbieter von
Anlagen und Ausrüster der
Metallindustrie, der mit rund
11 400 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund drei Milliarden Euro erwirtschaftet.
Zum Danieli-Konzern gehört
die ABS-Gruppe, deren 1350
Beschäftigten im vergangenen
Jahr Erlöse von rund 800 Millionen Euro erzielten. ABS hat
seine Zentrale in Puzzuolo und
betreibt dort auch ein Stahlwerk (Jahresausstoß rund eine
Million Tonnen hochwertigen
Qualitätsstahls) sowie eine Fabrik zum Peeling (Schälen) der
Stähle mit sechs Schälmaschinen. Ein zweites großes Stahlwerk besitzt ABS in Sisak in
Kroatien
(Jahresausstoß
100 000 Tonnen), das Forschungs- und Entwicklungszentrum für neue Stähle der
ABS-Gruppe ist in Metz in
Frankreich angesiedelt. Reine
Verkaufsbüros von ABS gibt
es in Mailand, in Örebro in
Schweden und in Mülheim/
Ruhr. Mit Handelsvertretun-
gen ist ABS in Kanada, USA,
Brasilien und Indien präsent.
Mit der ABS Services GmbH
in Ebnat, einer 100-ProzentTochtergesellschaft der ABS in
Puzzuolo, soll der Verkauf von
legierten ABS-Spezialstählen
europaweit mit Schwerpunkt
im deutschsprachigen Raum
forciert werden. Franz Fuchs:
„Wir beliefern insbesondere
Schmieden und mechanische
Bearbeitungsunternehmen.“
Gelagert werden die Stähle
(vorerst) in Puzzuolo. „Die
Anlieferung von dort erfolgt
problemlos und schnell“, versichert Giuseppe Flaborea. Neben Franz Fuchs sind in Ebnat
derzeit vier branchenerfahrene
Mitarbeiter tätig: Michele
Coco und Alexandra Baumhauer für Verkauf und Vertrieb,
Martin Jäger für IT und Logistik sowie Dilek Artantas für
die Verwaltung. „Vorerst wird
das Schälen und die Warmbe-
handlung in Italien vollzogen.
Falls kurze Lieferzeiten nicht
eingehalten werden können,
wird über die Investition einer
Schälmaschine und Wärmebehandlungsanlage in Aalen-Ebnat nachgedacht. ABS ist generell zu derartigen Investitionen bereit“, kündigte Franz
Fuchs an, der dabei ein klares
Ziel hat: „Wir werden beim
Neuaufbau konsequent die
Wünsche unserer Kunden im
Blick haben.“ Giuseppe Flaborea wird diesen Kurs konsequent unterstützen: „Unsere
konstant positiven Ergebnisse
im schwierigen Stahlgeschäft
zeigen unseren Kunden, dass
sie mit ABS einen zuverlässigen Partner haben, der Liefersicherheit garantiert. Möglich
ist dies, weil unsere Gesellschaft kontinuierlich auf technologische Innovationen setzt
und sich durch mutigen Unternehmergeist auszeichnet.“
Tipps und Infos regionaler Akteure sind zu finden auf den
Seiten 19-23
l
Automatisierungstechnik
Tipps und Infos regionaler Akteure sind zu finden auf den
Seiten 25-27
Von Mensch zu Mensch –
weil Ihr Geld und Ihre Zeit kostbar sind.
RUBRIKEN
Gastkommentar
Handwerk
Seite 3
Seite 29
Zukunftsinitiative
Seiten 30/31
Starke Frau der Region
Dr. Caroline Ausbüttel
Personalia
Seite 2
Seite 34
Registereintragungen
Elisabeth Weber
Seiten 32/33
Arbeitgeberseite
Seite 10
Geschäftsstelle Mutlangen
Das Team von ABS Services GmbH in Aalen-Ebnat (v.l.): Giuseppe Flaborea, Martin Jäger, Dilek Artantas, Michele
Coco und Franz Fuchs. Auf dem Foto fehlt Alexandra Baumhauer.
(Foto: -wh-)
Frank Betzler
Geschäftsstelle Aalen-Stadtmitte
Analyse
2
l
Im Blickpunkt
In Gmünd ist wieder Ruhe,
dafür geht es im Rathaus Aalen
drunter und drüber: Lassen
CDU und SPD Heim-Wenzler
und Fehrenbacher fallen?
A
alener und Gmünder begegnen sich zwar zunehmend
gelassener, besonders viel gönnen tun sie sich aber nicht unbedingt. Am Kocher hätten sich viele die Landesgartenschau 2014
gewünscht, an der Rems schaut
man neidisch auf die Medienpräsenz Aalens durch den VfR. Zwischen den Nachbarstädten ist
nun ein Wettbewerb der besonderen Art entbrannt: In welchem
Rathaus geht es aufgeregter zu?
Nachdem Gmünds Erster Bürgermeister Joachim Bläse von einer Kandidatur zum Landrat im
Rems-Murr-Kreis Abstand nahm
und Julius Mihm bei der Baubürgermeisterwahl in Ulm scheiterte, ist wieder Ruhe in der Stauferstadt eingekehrt –- bis Richard Arnold sich auch öffentlich dazu bekennt, den Chefsessel ab 2017
für Joachim Bläse frei zu machen.
Auf der (nach oben offenen)
Rathaus-Trubble-Skala liegt Aalen
derzeit klar vorn. Das liegt nicht
an den permanent schwelenden
Zwisten zwischen Stadtoberhaupt Thilo Rentschler, der Ersten Bürgermeisterin Jutta HeimWenzler und Bürgermeister WolfDietrich Fehrenbacher. Sondern
am Fakt, dass möglicherweise
die beiden Bürgermeister von ihren Parteien gar nicht für die im
November anstehenden Dezernentenwahlen an den Start geschickt werden. Dieser Zustand
fördert keineswegs eine harmonische Rathausarbeit. Es ist schon
bemerkenswert, wenn die CDU
sich nur mit 10:9 Stimmen für
eine Wiederkandidatur von HeimWenzler ausspricht (eine Woche
zuvor waren es 17 Gegenstimmen), und wenn die SPD sich
jetzt noch gar nicht für Fehrenbacher entscheiden will. Deshalb
steht die in der Vergangenheit bewährte Übung, dass sich die beiden Fraktionen bei der Verteilung
der Bürgermeisterposten absprechen, auf der Kippe. Die SPD will
zwar unbedingt am Sozialdezernat festhalten, doch bei der labilen Gemengelage scheint alles
möglich: Ein Ämtertausch, eine
Wiederwahl beider Wackelkandidaten oder ein totaler Neuanfang.
Namen dafür pfeifen die Spatzen
dem „Spion“ längst zu: Zum Beispiel Oberkochens Stadtbaumeister Johannes Thalheimer,
oder Thomas Wagenblast, der
Ostalbkreis-Dezernent für öffentliche Ordnung, und auch Seelsorger Rolf Siedler wird genannt.
Heim-Wenzler und Fehrenbacher, beide 60-jährig, wollen nicht
kampflos weichen, es soll auch
um Fristen für Rentenansprüche
gehen. Unfriede im Rat scheint
programmiert zu sein. Thilo Rentschler blickt seufzend nach Heidenheim: Dort hat OB Bernhard
Ilg mit Rainer Domberg einen
loyalen Recken zur Seite, das Gespann „geschirrt“ gut miteinander, was der Stadt gut tut. Der
Aalener OB wird in den nächsten
Monaten ziemlich allein den Karren ziehen müssen. Das Gerücht,
er würde frustriert bereits nach
neuen Herausforderungen außerhalb Aalens suchen, weist Thilo
Rentschler von sich. Aber er gilt
nicht grundlos in seinem Berufsleben als ein Mann der schnellen
Entscheidungen. Winfried Hofele
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Wirtschaft Regional | März 2015
Starke Frau der Region: Dr. Caroline Ausbüttel
Eine erfolgreiche Apothekerin aus Frankreich
S
ie spricht perfekt deutsch –
mit einem charmanten,
französischen Akzent. Und
dies, obwohl ihr, wie sie sagt,
„das Erlernen der deutschen
Sprache in der Schule gar keinen Spaß gemacht hat“. Das ist
lange her und Dr. Caroline
Ausbüttel ist längst auf der
Ostalb heimisch geworden.
Die 46-jährige Apothekerin
betreibt in Heidenheim zwei
und in Steinheim weitere zwei
Apotheken. Darüber hinaus
gehören auch ein KosmetikStudio und ein Friseurgeschäft
zu ihrer Firma. Damit hat sie
ihre unternehmerischen Möglichkeiten voll ausgeschöpft,
denn mehr als vier Apotheken
darf sie nicht betreiben. „Es
war immer mein Traum, eine
eigene Apotheke zu haben“,
erklärt die Chefin von 55 Beschäftigen, von denen nur vier
Männer sind. Jetzt ist sie am
Ziel und voll beschäftigt – die
Apotheken laufen gut.
Am „Stammsitz“ in der KarlOlga-Apotheke
in
den
Schlossarkaden in Heidenheim
befindet sich ihr kleines Büro.
Hier laufen die Fäden zusammen und von hier aus werden
alle Geschäfte erledigt. Die
vier Apotheken setzen beim
Angebot und der Betreuung
der Kunden unterschiedliche
Schwerpunkte. Da gilt es, viel
zu organisieren, um auf die
Wünsche der Kunden eingehen zu können. „Ich versuche
mein Bestes“, erklärt die Chefin mit einem optimistischen
Lächeln. Sie sei sehr zufrieden
mit dem, was sie in ihrem Le-
l
Apothekerin Dr. Caroline Ausbüttel
ben bisher erreichte. „Ich lege
großen Wert darauf, dass meine Mitarbeiter und meine Kunden sich wohlfühlen.“
Dass ihr dies offenbar gelingt, ist in der Karl-Olga-Apotheke deutlich zu spüren. Hier
herrscht eine freundliche und
offene Atmosphäre vor. Wichtig sei es für sie, erklärt die
Chefin, für ihre Mitarbeiter da
zu sein und ihnen zuzuhören.
Die Apotheker-Karriere von
Caroline Ausbüttel begann in
Dieppe in der Normandie, wo
Impressum
Herausgeber:
Konrad A. Theiss
Verlag:
SDZ Druck und Medien
GmbH + Co. KG
73430 Aalen, Bahnhofstraße 65
73406 Aalen, Postfach 1680
Telefon 0 73 61 5 94-2 25
Telefax 0 73 61 5 94-2 31
wirtschaft-regional@sdz-medien.de
Druck:
DHO Druckzentrum Hohenlohe Ostalb
GmbH + Co. KG
Ludwig-Erhard-Straße 109
74564 Crailsheim
Telefon 0 79 51 40 90
Telefax 0 79 51 40 91 19
Redaktion:
Winfried Hofele (verantwortlich)
Telefon 0 73 61 5 94-1 63
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Sascha Kurz
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gut können.
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für Ihren Erfolg.
(Foto: nopf)
sie aufwuchs und das Abitur
machte. Es folgte ein sechsjähriges Studium in Rouen. „An
Medizin und Pharmazie war
ich immer interessiert“, erinnert sie sich. Ihre Schwester ist
Kinderärztin in Frankreich.
Dass sie nach Deutschland
kam, sei „eine Liebesgeschichte“. Sie folgte ihrem damaligen
Freund und wollte eigentlich
nur drei Monate in Deutschland bleiben. Doch dann blieb
die engagierte Unternehmerin
hier und arbeitete einige Jahre
l
in der „Lärchen-Apotheke“ in
Gerstetten.
Später wechselte sie in die
Karl-Olga-Apotheke. Und als
die dann zum Verkauf anstand,
griff sie zu. Das war im Jahr
2008. Schon ein Jahr später
folgte die Übernahme der
Apotheke am Ottilienberg und
im Jahr 2010 wurden die beiden Apotheken in Steinheim
übernommen. Zeit für Kinder
oder eine Familie blieb da
nicht. Dr. Caroline Ausbüttel
arbeitet von Montag bis Freitag in Heidenheim und verbringt das Wochenende in der
Regel in Dortmund, wo ihr
Ehemann ebenfalls eine Apotheke betreibt.
Gibt es für eine so engagierte
Unternehmerin auch ein Privatleben? „Natürlich gibt es
das“, sagt sie. „In meiner Freizeit koche und backe ich gerne.“ Selbstverständlich französisch. Zum Beispiel Kalbsragout mit Crème-fraîche-Soße
oder Schokoladenkuchen. Unterstützung findet sie bei ihrem
Mann, der ebenfalls gerne am
Herd steht. Außerdem gibt es
in Dortmund einen kleinen
Garten, in dem Rosen gezüchtet werden.
Nach dem Wochenende kehrt
die Apothekerin gerne wieder
nach Heidenheim zurück.
„Hier ist es richtig schön“, sagt
sie überzeugend. Die Stadt gefalle ihr und die Berge, die sie
liebt, seien nicht weit entfernt.
Aber, so meint Caroline Ausbüttel bescheiden, „mache ich
ja gar nichts Besonderes“.
Norbert Pfisterer
Firmen von A – Z
A+B Solutions GmbH, GD
ABS Services GmbH, AA-Ebnat
Airbus DS Optronics GmbH,
Oberkochen
Alfred Beirle, Iggingen
Artur Schmid Steuerberater,
Lorch
Auchter Bau, Aalen
Autohaus Widmann + Müller,
Lindach
Awus Bau, Aalen
Bäckerei Berroth, GD
Bansbach Easylift, Lorch
Barmer GEK, Schwäb. Gmünd
Bezirksvereinigung der Volksund Raiffeisenbanken Ostalb
Bortolazzi, Bopfingen
Bosch Automotive Steering
GmbH, Schwäb. Gmünd
BSH Hausgeräte GmbH,
Giengen
Buchhandlung Ossiander,
Aalen
Café Schwarz, Heidenheim
Carl Zeiss AG, Oberkochen
CityCenter Schwäbisch Gmünd
Drohmann Easycut, Lorch
ENT, Oberkochen
EUDUR Bau, Schorndorf
Fahrversuch Süd GmbH, GD
Fit & Fun, Lorch
Görner GmbH, Aalen
Grupp GmbH, Großdeinbach
Handwerkskammer Ulm
Heitec AG, Heidenheim
Hochschule Aalen
i Live, Aalen
IDS Dienstleistung, GD
Kiener Maschinenbau GmbH,
Lauchheim
Kistler Gruppe, Lorch
KMF Machinenbau GmbH,
Böbingen
Kneer Südfenster, Schorndorf
Kreisbau, Giengen
Marketingclub OW
Merz Objektbau, Aalen
Röser Betonwerk,
Dorfmerkingen
RUD Gruppe, Unterkochen
Schlosser Holzbau, Jagstzell
SDZeCOM, Aalen
Sparkassenstiftung Ostalb
25
1
36
24
11
13
30
Stoll & Ziegler GmbH, Eschach
Tegel Technik GmbH, Giengen
TIA Innovations GmbH,
Böbingen
Vital Hotel Meiser, Fichtenau
VKE GmbH & Co.KG, HDH
Volk Mechanische Werkstätte,
Lindach
Volksbank Schwäb. Gmünd
VR-Bank Aalen
Weisskopf GmbH, Meiningen
Weleda AG, Schwäb. Gmünd
WiRO, Schwäbisch Gmünd
ZF Friedrichshafen AG
8
24
Gastkommentar
3
29
12
20
6
30
31
4
7
9
13
12
16
4
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5
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8
23
4
5
30
6
Jörn P. Makko, Südwestmetall
Seite 3
Roland Hamm, IG Metall
Seite 3
Tipps
Arbeitgeberseite
Gesundheitstipp
Kulturtipp
Merz Objektbau
Seite 10
Seite 10
Seite 18
Seite 22
Aktuelles Interview
Joachim Krimmer, Präsident der
Handwerkskammer Ulm Seite 11
Florian Hudelmaier, Vertriebsmanager Firma Wieland Chicago
Seite 17
Spezial
Bauen, Wohnen & Immobilien
Seiten 19 - 23
Automatisierungstechnik
Seiten 25 - 27
Wirtschaftsstandort Lorch
Seiten 12 - 13
Wirtschaftsstandort Lindach
Seite 36
Neubau voestalpine, Schwäbisch
Gmünd
Seiten 16 - 17
Jubiläum Heinrich Schmid, Aalen
Seiten 14 - 15
Neubau der BAG in Ellwangen
Seite 35
Tagen in OW
Seite 28
Firmen & Märkte
Wirtschaft Regional | März 2015
3
Neuordnung bei Airbus: 100-Prozent-Tochter ist gut aufgestellt
Oberkochener Airbus DS Optronics GmbH setzt sowohl im Umsatz als auch im Auftragseingang Wachstumskurs fort – Seit 2014 ist Carl Zeiss nicht mehr beteiligt
l
Sascha Kurz
Oberkochen. Airbus wird seine Sparte Defence and Space
(DS) umstrukturieren. Das
kündigte Airbus-CEO Tom
Enders am 27. Februar in München bei der Vorlage der Bilanzzahlen des Luft- und
Raumfahrtkonzerns an. Demnach soll der Geschäftsbereich
Electronics, der innerhalb der
Sparte Airbus Defence and
Space angesiedelt ist, selbstständig gemacht und aus dem
Airbus-Firmenkonstrukt in ein
eigenes Unternehmen ausgegliedert werden.
Zum Geschäftsbereich Electronics gehört auch die Oberkochener Airbus DS Optronics
GmbH. Das Unternehmen, das
aus der Wehrtechnik-Sparte
der Carl Zeiss AG entstanden
war und ab 2012 mehrheitlich
zur damaligen EADS-Sparte
Cassidian gehörte, firmiert allerdings bereits seit September
2014
als
eigenständige
100-Prozent-Tochter von Airbus Defence and Space, nachdem die bei Zeiss verbliebenen
25,1 Prozent komplett an Airbus übergegangen waren.
Die Airbus DS Optronics
GmbH konnte ihren derzeitigen Wachstumskurs 2014 erfolgreich fortsetzen. Mit über
800 Mitarbeitern, davon gut
500 in Deutschland und über
400 am Hauptstandort Oberkochen, hat das von Ralf Klädtke
und Thomas Wolf geleitete
Unternehmen einen Umsatz
von rund 200 Millionen Euro
erwirtschaftet und im gesamten Optronics-Cluster konnten
mit über 1000 Mitarbeitern sogar rund 250 Millionen Umsatz erzielt werden. Weitere
Standorte des Clusters neben
Oberkochen sind Wetzlar, Jena
l
l
Leitet die Geschäfte bei Airbus DS
Optronics: Ralf Klädtke.
Das neue Landaufklärungssystem der Oberkochener Airbus DS Optronics GmbH im Einsatz – montiert auf einem
gepanzerten Fahrzeug der Bundeswehr.
(Fotos: Airbus DS Optronics)
und Irene (Südafrika) sowie
kleinere Unternehmenssitze
und Beteiligungen in Brasilien, Algerien und Südkorea.
„Der Auftragseingang war
2013 und 2014 jeweils deutlich
höher als der ebenfalls gestiegene Umsatz. Auch für 2015
erwarten wir eine weitere Umsatzsteigerung“, sagte der Leiter Strategie und Kommunikation des Oberkochener Unternehmens, Jörg Plass.
Das operativ verdiente Geld
wanderte 2014 unter anderem
verstärkt in die Produktentwicklung. „Forschung und
Entwicklung wird auch künftig
einen hohen Stellenwert genießen. Wir nutzen die gute Geschäftsentwicklung stetig, um
neue Produkte zu erschaffen“,
sagte Plass. Als Beispiele für
innovative Produkte nannte er
den neuen „Optronikmast 200“
für U-Boote und das neu auf
dem Markt gestartete Landaufklärungssystem namens „BAA
NG“. Die Beobachtungs- und
Aufklärungs-Ausstattung Next
Generation würde zum Beispiel die neuesten Wärmebildsensoren, Laser und Farbsichtkameras beinhalten und damit
die technologische Führung
bei diesen Produkten fortschreiben.
Plass betonte, dass das Unternehmen in der Region fest verwurzelt bleibe, egal, ob und
welche industrielle Partnerschaft und Konstellation es
gebe. Das unterstrich das Unternehmen mit sozialem Engagement. Jüngst wurden 4000
Euro an die „Kreativwerkstatt
Oberkochen“ sowie ein ähnlicher Betrag an die Stadt Ellwangen für die Landeserstaufnahmestelle überreicht.
Gastkommentar
Ist in der Geschäftsleitung für die Finanzen zuständig: Thomas Wolf.
Airbus DS Optronics
Die Business Unit Optronics
von Airbus Defence and Space
entwickelt und fertigt mit über
800 Mitarbeitern optische, optronische und feinmechanische
Geräte sowie Präzisionsgeräte
für militärische und zivile Anwendungen und den Sicherheitsbereich an den Standorten
Oberkochen und Wetzlar sowie
in Irene (Südafrika), Belo Horizonte (Brasilien) und Sidi bel Abbès (Algerien). Diese werden
von Streit- und Sicherheitskräften für Überwachungs- und
Identifizierungszwecke eingesetzt sowie für präzise Messungen, Auswertungen und die
Zielerfassung. Die Geräte kommen auf unterschiedlichen Plattformen bei Missionen an Land,
in der Luft, auf See und im Weltraum zum Einsatz. Hierzu gehören U-Boote, Panzer, Flugzeuge,
Satelliten und Drohnen.
sk
Sparte Defence and Space steht unter Druck
Carve-Out-Paket soll geschnürt werden – Tausende Arbeitsplätze betroffen?
D
ie Airbus-Sparte Defence
and Space musste 2014 einen Rückgang beim EBIT um
38 Prozent hinnehmen. Bereits
im September 2014 hatte der
multinationale Konzern angekündigt, einige Bereiche und
Technologien ausgliedern zu
wollen. „Wir werden unsere
zahlreichen operativen Herausforderungen mit Nachdruck angehen. Dazu zählt
auch die weitere Optimierung
unseres Portfolios im Bereich
Defence and Space“, sagte
Airbus-CEO Tom Enders. Das
Wachstum beim Auftragseingang von Defence and Space
war getragen von der Raumfahrtsparte und den leichten
Militärflugzeugen.
l
Der Carve-Out genannte Vorgang der Ausgliederung, Abspaltung oder des Verkaufs von
Unternehmensteilen ist komplex. Laut Medienberichten
soll zu dem Carve-Out-Paket
die Bereiche Radar, Transpondertechnologien, Electronic
Warfare Avionics, Grenzsicherungssysteme, Digitalfunk sowie Airbus DS Optronics gehören. Der Betriebsrat bei Airbus befürchtet, dass 80 % von
Ulm, 50 % von Friedrichshafen sowie die Verteidigungselektronik- und Radaranteile
von Unterschleißheim in den
Carve-Out gehen würden.
Funktionsfähige
Strukturen
seien dann in Gefahr, vor allem
in Ulm. Der Standort ist Hoch-
burg für die Radarentwicklung. Dort wird beispielsweise
das Bordradar für den Eurofighter gebaut. In Ulm und
Friedrichshafen arbeiten je
2500 Beschäftigte, in Unterschleißheim sind es 1400.
Ob es für die Oberkochener
Airbus DS Optronics GmbH
als bereits ausgegliederter,
selbstständiger Einheit auch
Kaufinteressenten gibt, wurde
von Unternehmensseite nicht
kommentiert.
Airbus-Chef
Tom Enders hatte bei der Präsentation der Bilanzzahlen gesagt, dass für Teile der zum
Verkauf stehenden Produktionssparten bereits „an die 100
Interessenten die Hand gehoben“ hätten.
Sascha Kurz
Gastkommentar
Tarifpartnerschaft – wohin geht auf
diesem Gebiet die Reise?
Der solidarische Einsatz hat sich
gelohnt – Mehr für alle!
T
W
arifverhandlungen sind intensiv. Tarifverhandlungen sind
hart. Tarifverhandlungen enden
mit einem Kompromiss. Auch in
der Tarifrunde 2015 der Metallund Elektroindustrie haben die Tarifpartner gezeigt, dass sie fähig
sind, in kurzer Zeit eine Lösung zu
finden. Obwohl eine überzogene
Entgeltforderung von 5,5 % im
Raum stand und die IG Metall mit
Alters- und Bildungsteilzeit komplexe Themen aufgerufen hat.
Vornehme Aufgabe der Tarifpolitik ist, die Interessen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer in Einklang zu bringen. Maßstab muss
die Wettbewerbsfähigkeit der Firmen sein. Ohne wettbewerbsfähige Unternehmen mit motivierten Beschäftigten ist auf dem
Weltmarkt kein Blumentopf zu gewinnen. Wir leben in einer globalisierten Welt. Tarifpolitik darf davor
nicht die Augen verschließen. Sie
muss Antworten finden auf Fragen dieser Arbeitsbeziehungen.
Immer Besitzstände wahren zu
wollen, ist keine Antwort.
Die industrielle Wirklichkeit hat
sich verändert. Die Lebenserwartung steigt. Mit ihr muss die Lebensarbeitszeit steigen. Das ist
ein dynamischer Prozess. Ebenso
dynamisch muss mit den tarifver-
traglichen Altersregelungen umgegangen werden. Wenn 1973 –
also vor über 40 Jahren! – starre
Altersgrenzen zum Kündigungsschutz oder zur Verdienstsicherung vereinbart wurden, muss die
Frage lauten: Wenn heute solche
Regelungen überhaupt sinnvoll
sind, mit welchen neuen Grenzen? Mit ähnlicher Haltung würden wir noch aus Telefonzellen telefonieren. Die gibt es nicht mehr.
Starre Altersregelungen schon.
Die Tarifpartner sind gefordert,
heute verantwortungsvolle Regelungen für die Zukunft zu treffen.
Arbeit zu teuer zu machen, ist sicher keine Antwort. Ein Großteil
der Erträge unserer Industrie wird
inzwischen im Ausland erwirtschaftet. Ganz besonders die unteren Entgeltgruppen sind unter
erheblichen Druck geraten. Wurden in der untersten Entgeltgruppe für Anlerntätigkeiten im Jahr
2000 noch rund 1450 Euro gezahlt, sind es heute bereits rund
2150 Euro Grundentgelt im Monat
– zuzüglich Leistungsentgelt, Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Einfache Arbeit ist vielfach zu teuer geworden, um sie dauerhaft im Flächentarif der Metall- und Elektroindustrie zu vergüten. Der Druck
verstärkt sich zudem auf produk-
JÖRN P. MAKKO
GESCHÄFTSFÜHRER
SÜDWESTMETALL
IN OSTWÜRTTEMBERG
tionsferne Tätigkeiten, in denen
keine unmittelbare Wertschöpfung erfolgt. Die Kosten für Gehaltserhöhungen müssen dauerhaft erwirtschaftet werden. Gelingt dies nicht, wird die Verlagerung von Arbeitsplätzen die Konsequenz sein. Was wir brauchen,
ist Flexibilität – für Arbeitgeber
und Arbeitnehmer. Nicht nur Mitarbeiter sollen Arbeitszeiten je
nach Lebenslage verringern können. Unternehmen müssen sie
bei Bedarf erhöhen dürfen. Daran
passt sich dann das Entgelt an,
denn Arbeitsleistung und Bezahlung gehören zusammen.
Unser Tarifsystem ist eine tragende Säule der sozialen Marktwirtschaft und wesentlich für unseren Wohlstand. Die Summe der
Belastungen darf nicht ins Unerträgliche steigen. Wir brauchen
faire Lösungen – für Beschäftigte
wie für Arbeitgeber. Verteilt werden kann nur, was erwirtschaftet
wurde. Der Mechaniker weiß:
Nach fest kommt ab! Mögen die
Strategen bei der IG Metall das
beherzigen.
Jörn P. Makko
ir für mehr – das war das
Motto der Tarifbewegung
in der Metall- und Elektroindustrie
2015. Die IG Metall hat das Motto
mit Leben erfüllt! Mehr Geld plus
Einmalzahlung, ein Einstieg in die
Bildungsteilzeit für bessere Aufstiegschancen und eine verbesserte Altersteilzeit sind ein guter
und tragfähiger Kompromiss für
unsere Mitglieder und die Arbeitgeber! Obwohl einige (wenige)
Arbeitgeber und Verbandsfunktionäre von Südwestmetall pflichtgemäß klagen, will ich mich gerne
dem Kommentar in der „Süddeutschen Zeitung“ anschließen:
„Besser geht’s nicht!“
Drei gute Gründe will ich dazu
anführen:
1.) 3,4 % plus 150 Euro Einmalzahlung überfordern die Unternehmen nicht. Gerade die Exportindustrie verdient glänzend dank
niedriger Importpreise und guter
Währungsgewinne im Export.
Prognosen gehen von einem robusten wirtschaftlichen Wachstumspfad aus, der durch die stabile Binnennachfrage gestützt wird.
Das ordentliche Plus für unsere
Kolleginnen und Kollegen ist also
keine Bedrohung für die Wirtschaft, sondern im Gegenteil ein
guter zusätzlicher Impuls für
Wachstum und Beschäftigung.
2.) Mit dem Fortschreiben der
Altersteilzeit steht Beschäftigten,
Arbeitgebern und Betriebsräten
weiterhin ein bewährtes personalund tarifpolitisches Instrument zur
Verfügung. Es wird im bisherigen
Umfang von 4 % einen Anspruch
für die Beschäftigten geben. Belastete haben bis zu einer Quote
von 3 % Vorrang, untere Entgeltgruppen profitieren von höheren
Aufstockungsbeträgen.
Anders
als bisher kann Altersteilzeit mit
der abschlagsfreien Rente ab 63
nach 45 Beschäftigungsjahren
kombiniert werden.
3.) In Sonntagsreden sind sich
alle über die Notwendigkeit von
verbesserten Bildungschancen einig. Mit dem Qualifizierungstarifvertrag und dem Einstieg in die
Bildungsteilzeit liefern wir die
praktischen Instrumente für die
Werktage! Modelle und Fördermöglichkeiten für persönliche
Weiterbildung, spezielle Programme für An- und Ungelernte, um
Berufsabschlüsse zu erreichen,
verhelfen den Beschäftigten zu
besseren Aufstiegschancen und
den Betrieben zu mehr Flexibilität
und Wettbewerbsfähigkeit. Unsere Forderungen fanden Unterstützung durch die Belegschaften.
ROLAND HAMM
ERSTER BEVOLLMÄCHTIGTER
DER IG METALL IN
AALEN UND
SCHWÄBISCH GMÜND
Mein Dank gilt allen Warnstreikenden, mehr als 21 000 auf der
Ostalb. Diese Unterstützung ist
Ansporn für uns, das Ergebnis in
den Betrieben konsequent umzusetzen. Im Südwesten wollen wir
erreichen, dass die Altersteilzeit
vielen Beschäftigten zu einem flexiblen Übergang in den Ruhestand verhilft und dass viele neue
Betriebsvereinbarungen zur Qualifizierung abgeschlossen werden.
Nach der Tarifrunde ist vor der
Tarifrunde. Unsere Beschäftigtenbefragung 2013 hat ergeben,
dass das Thema Arbeitszeit für
die Beschäftigten zentral ist. Daraus haben wir im ersten Schritt
die Forderungen zur Altersteilzeit
und Bildungsteilzeit abgeleitet.
Das Thema lebensphasenorientierte Arbeitszeitmodelle wird uns
sicher weiter beschäftigen – wie
auch ausufernder Arbeitszeiten,
weil der Leistungsdruck zunimmt.
Gesamtmetall und IG Metall haben sich verpflichtet, zu diesen
Fragen Gespräche zu führen. Wir
werden darauf zurückkommen.
Roland Hamm
Firmen & Märkte
4
Wirtschaft Regional | März 2015
Café Schwarz bezieht Arabica-Kaffeebohnen aus Guatemala
Ein edles Produkt aus dem sozial und ökologisch „sauberen“ Anbaugebiet Lampocoy – Der Heidenheimer Kaffeehausbesitzer Ferdinand Hajduk auf „Kaffeereise“
l
Norbert Pfisterer
Lampocoy. Milvia Pineda und
Detlev Cordts wohnen in dem
Städtchen Melchor, das unmittelbar an der Grenze zu Belize
im Norden von Guatemala
liegt (siehe Karte unten). Eine
Tagesreise von dem Örtchen
entfernt, in dem sie im Jahr
2011 das „Kaffeeprojekt Lampocoy“ gründeten. Lampocoy
ist ein kleines und sehr edles
Anbaugebiet von Arabica-Kaffeebohnen, die auch in die Region Ostwürttemberg geliefert
werden – unter anderem ins
Café Schwarz in der Hinteren
Gasse in Heidenheim.
Seit vielen Jahren verbindet
die Anbauer und den Heidenheimer Cafébesitzer Ferdinand
Hajduk das gemeinsame Interesse daran, Kaffee in seiner
besten und ursprünglichsten
Form den Kunden anzubieten.
Denn in dem kleinen Anbaugebiet in Zentralamerika herrschen beste Bedingungen für
den Kaffeeanbau und die Ernte
wird ohne Zwischenhändler
direkt vermarktet.
Dona Milvia ist die Tochter
eines Kaffeebauern aus Lampocoy. Sie wuchs inmitten der
Kaffeeplantagen auf, die hier
die wirtschaftliche Grundlage
für die Dorfgemeinschaft und
die Kooperative, in der die Anbauer zusammengefasst sind,
bilden. Detlev Cordts hat 25
Jahre lang für ARD und ZDF
aus aller Welt berichtet und
widmet sich nun intensiv dem
Kaffeeprojekt. „Uns liegt an
Transparenz“, sagt der Fernsehmann, „die Endverbraucher
sollen ganz genau sehen und
Ferdinand Hajduk ist von der Qualität der Arabica-Kaffeebohnen begeistert.
nachverfolgen können, wie ihr
Kaffee produziert und gehandelt wird. Nur so sind wir
glaubhaft.“
Millionen von Kleinbauern in
aller Welt produzieren ihren
Kaffee traditionell auf biologisch-organischer Basis – weil
sie gar kein Geld für Investitionen in schwere Maschinen,
Pestizide und Kunstdünger haben. So auch in Lampocoy. Der
nur über steile Feldwege zugängliche Ort liegt im Kaffeeanbaugebiet „Nuevo Oriente“
im Osten Guatemalas auf über
1500 Meter Höhe. Es regnet
während des ganzen Jahres mit
einer Niederschlagsmenge von
über 2000 mm. Die Temperaturen liegen tagsüber zwischen
18 und 25 Grad. Die Böden
sind tiefgründig verwittert,
Ausgangsgestein sind metamorphe Vulkane.
Seit fast 100 Jahren bauen die
Kaffeeproduzenten in Lampocoy ihren Kaffee in Mischkulturen mit weitgehend geschlossenen Nährstoffkreisläufen an. Dieses System kommt
gut ohne Pestizide aus. Die
Bauern haben sich optimal an
die natürlichen Rahmenbedingungen und das Klima angepasst. Die regionalen Eigenarten sollen erhalten bleiben.
Kleinbauern, Kooperativen,
(Alle Fotos: Norbert Pfisterer)
Händler,
Umweltverbände,
Experten, Röster und Endkunden entwickeln gemeinsam die
Standards für Produktion, Weiterverarbeitung, Transport, Lagerung und Röstung. In Lampocoy werden in einem ständigen
Informationsaustausch
alle Prozesse so optimiert, dass
die Endkunden ein sozial und
ökologisch sauberes Produkt
erhalten. Die Produzenten werden dabei nicht mit Verordnungen überfordert, die an der
Realität vorbeigehen. Der Kaffee wird regelmäßig auf Pestizide untersucht und alle Daten
und Zahlen werden veröffentlicht. Das geschieht in enger
Detlev Cordts verteilt kleine Geschenke an Kinder in Lampocoy.
70 Arbeitsplätze verloren
Keine Chance für insolvente Fahrversuch Süd GmbH
Schwäbisch Gmünd. Die vagen Hoffnungen auf einen Investor haben sich zerschlagen:
Für die Gmünder Automobildienstleister Fahrversuch Süd
GmbH und FV Fahrerprobung
GmbH gibt es keine Zukunft –
zwar wurde das Insolvenzverfahren zum 1. März eröffnet,
der Geschäftsbetrieb aber wurde eingestellt und den 70 Mitarbeitern gekündigt.
Wie ein Sprecher der Insolvenzverwalter Fritz Zanker,
Stuttgart, und Michael Pluta,
Ulm, sagte, habe der Ausfall
eines Großkunden nicht kompensiert werden können. Deshalb habe Peter Saubert, der
Geschäftsführer beider Unternehmen, kurz vor Weihnachten
2014 die Insolvenzanträge gestellt. Fahrversuch Süd und FV
Fahrerprobung führten für Au-
tomobilhersteller, insbesondere für Daimler, Probefahrten
mit „Erlkönigen“ durch. Der
Stuttgarter Autokonzern kam
durch die IG Metall unter
Druck, als bekannt wurde, dass
er seine Prototypen nicht
selbst, sondern von Fremdfirmen testen ließ. Fahrversuch
Süd beschäftigte dafür vor allem Rumänen, die sehr niedrige Stundenlöhne erhielten.
Saubert räumte ein, dass er rumänischen Fahrern teilweise
weniger als vier Euro Stundenlohn bezahlt habe, das sei der
übliche Verdienst in deren Heimatland. Wenn sie in Deutschland fahren, werden 11,50
Euro bezahlt. Ob Daimler auf
gewerkschaftlichen Druck die
Aufträge für die Gmünder
Dienstleister drastisch reduzierte, ist nicht bekannt. -wh-
Zusammenarbeit mit den
Kleinbauern, der Kooperative,
dem Produzentenverband Guatemalas und in Abstimmung
mit den Röstern und den Wertvorstellungen der Endverbraucher. Die Schäden, die der sogenannte „Kaffeerost“ anrichten kann, blieben in Lampocoy
sehr gering – ein Zeichen daür,
dass dieses Anbausystem sehr
gut ohne Pestizide auskommt.
Die Bauern haben sich über
Jahrzehnte optimal an die natürlichen Rahmenbedingungen, die Böden und das Klima
angepasst.
Ganz bewusst halten sich die
Kaffeebauern von Lampocoy
von multinationalen Konzernen fern, denn diese nehmen
keine Rücksicht auf regionale
Besonderheiten, sondern verordnen vereinheitlichte Regelwerke, die regional angepasste
Methoden übergehen. Die
Endverbraucher wollen die Sicherheit haben, dass die Ware,
die sie kaufen, unter Bedingungen produziert worden ist,
die ihrem Wertesystem entsprechen – also keine Pestizide, keine Lebensmittelspekulation, keine Kinderarbeit, sondern gerechte Bezahlung, soziale Rahmenbedingungen und
nachweisbare Produktionsweisen.
Bis zu fünf Mal gehen die
Pflücker während der Erntezeit
in die Plantage, um nur die
dunkelroten Kaffeekirschen zu
ernten. Am Zweig des Kaffeestrauches sind teilweise Blüten, grüne und reife Kirschen
nebeneinander. Deshalb ist bei
der Ernte Handarbeit notwendig. Die Haupternte dauert in
Handgepflückt: Arabica-Bohnen
der Regel zwei bis drei Monate. Ein geübter Pflücker schafft
es, an einem Tag 60 bis 80 Kilogramm Kaffeekirschen zu
pflücken. Nur 20 Prozent der
geernteten Kirschen ergeben
Rohkaffee. Der Pflücker benötigt etwa drei Tage, um so viel
zu ernten, dass damit ein
60-Kilo-Sack Rohkaffee gefüllt werden kann.
Im Februar dieses Jahres
nahm Ferdinand Hajduk an einer „Kaffeereise“ nach Guatemala teil, bei der auch das Anbaugebiet Lampocoy besucht
wurde. Dabei hatte er die Gelegenheit, den Kaffeebauern und
ihren Familien eine Summe
von über 700 Euro zukommen
zu lassen, die von Kunden im
Café Schwarz gespendet worden war.
Die Kinder des Dorfes freuten sich sehr über die mitgebrachten Geschenke. Die Teilnehmer der Reise kamen zur
Erntezeit in verschiedene Plantagen und erlebten vor Ort, wie
aus den frisch geernteten, reifen Kaffeekirschen in mehreren aufwendigen Arbeitsgängen der zum Rösten geeignete
Rohkaffee entsteht.
Penible Kontrolle: Nur dunkelrote Kaffeekirschen werden verarbeitet.
Mapal-Tochter verdoppelt Kapazitäten
Spatenstich zum Bau einer neuen Fertigungshalle bei Weisskopf in Meiningen – Ein 6,5-Millionen-Euro-Invest
Aalen/Meiningen. Der symbolische Spatenstich am 9.
März 2015 war der Startschuss
für den Bau einer neuen und
rund 2230 Quadratmeter großen Fertigungshalle der Mapal-Tochter Weisskopf GmbH
in Meiningen.
Dr. Dieter Kress, geschäftsführender Gesellschafter der
Aalener Fabrik für Präzisionswerkzeuge, Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee und weitere Politprominenz nahmen am SpatenstichEvent auf dem Werksgelände
in Meiningen teil. Weisskopf,
Hersteller von Sonder- und
Standardwerkzeugen aus Vollhartmetall zum Bohren und
Fräsen, ist seit 2012 Mitglied
der Mapal-Gruppe. „Mit der
neuen Fertigungshalle verdop-
So soll die neue Weisskopf-Halle in Meiningen aussehen.
peln wir unsere Produktionsfläche und damit auch unsere
Kapazitäten“, sagte Weisskopf-Geschäftsführer Robert
Wörner beim Startschuss für
den notwendigen Neubau.
Denn: Verbunden mit dem Mapal-Vertrieb ist das Thüringer
Werk nun voll ausgelastet.
(Foto: Mapal)
„Das weltweite Mapal-Netzwerk hat unsere Auftragslage
stark erhöht“, ließ Robert Wörner wissen.
Neben den optimierten Prozessabläufen sowie dem wirtschaftlichen Bauen stand u. a.
ein minimierter Energieverbrauch bei der Planung der
neuen Fertigungshalle von
Weisskopf im Mittelpunkt.
Insgesamt wird die geltende
Energiesparverordnung
um
etwa zehn Prozent unterschritten, sagte Robert Wörner. Das
Investitionsvolumen für die
neue Produktionshalle und die
neuen Maschinen beläuft sich
auf rund 6,5 Millionen Euro.
Der Freistaat Thüringen unterstützt das Bauvorhaben mit
Fördergeldern in Höhe von 1,6
Millionen Euro. Bis Ende 2015
soll der Bau und die Inbetriebnahme der Maschinen bereits
abgeschlossen sein. Im Zuge
der Produktionserweiterung
werden am Standort Meiningen rund 20 weitere Arbeitsplätze geschaffen. Die Firma
Weisskopf war im Jahr 1996
gegründet worden.
Firmen & Märkte
Wirtschaft Regional | März 2015
5
Die Weleda AG blieb im Geschäftsjahr 2014 auf Wachstumskurs
Deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung im Geschäftsjahr 2014 vor allem in Deutschland und Frankreich – Nettoverschuldung wurde deutlich reduziert
l
Winfried Hofele
Schwäbisch Gmünd. Die Weleda AG mit Stammsitz in Arlesheim/Schweiz und größtem
Produktionsstandort in Schwäbisch Gmünd ist im Geschäftsjahr 2014 gewachsen – Umsatz
und Ergebnis wurden gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert. Auch für 2015 erwar-
tet der führende Hersteller von
ganzheitlichen Naturkosmetika und anthroposophischen
Arzneimitteln Wachstum.
Dies geht aus einer Presseerklärung der Weleda AG über
die vorläufigen Bilanzzahlen
2014 hervor. Darin werden die
konsolidierten Gesamterlöse
der Weleda Gruppe mit 364
Millionen Euro (Vorjahr 336)
NACHRUF
l
Zum Tode von Dr. Samir Kedwani
Tiefe Trauer bei der ganzen Weleda-Familie: Dr. Samir Kedwani, Mitglied der Geschäftsleitung der Weleda AG, ist am 11. März 2015 nach
kurzer Krankheit unerwartet im Alter von 49 Jahren verstorben.
Dr. Samir Kedwani wurde 1965 in
der ägyptischen Hauptstadt Kairo
geboren, aufgewachsen ist er in
Salzburg und Graz. An der Uni Graz
studierte er Pharmazie. Während
seines Studiums kam Kedwani mit
den Lehren der Benediktinerin und
Universalgelehrten Hildegard von
Bingen, der klassischen Homöopathie und der Pflanzenheilkunde in
Berührung. 1998 wurde Kedwani
Mitarbeiter von Weleda-Österreich in Wien. Drei Jahre später
wechselte er in die Niederlassung
der Weleda AG in Schwäbisch Gmünd. Am größten Weleda-Produktionsstandort wurde Dr. Kedwani die Verantwortung für die Herstellung
der anthroposophischen Arzneimittel der Weleda AG übertragen. Ab
2009 war Kedwani Mitglied der damaligen Geschäftsleitung der Niederlassung der Weleda AG in Schwäbisch Gmünd, ehe er 2012 in die
Geschäftsleitung der Weleda AG berufen wurde. In seiner Funktion als
COO (Produktionschef) war Kedwani für den Geschäftsbereich Herstellung in der Weleda-Gruppe verantwortlich.
Dr. Samir Kedwani, verheiratet und Vater zweier Kinder, wurde von der
Weleda-Belegschaft als vorbildlicher Chef und großartiger Mensch
hoch geschätzt. Er brachte sich auch ins gesellschaftliche Leben der
Stauferstadt als Mitglied im Kuratorium Festival Europäischer Kirchenmusik ein. Der Wirtschaftsstandort Schwäbisch Gmünd hat in Dr.
Samir Kedwani eine herausragende Persönlichkeit verloren.
-wh-
Weleda-CEO Ralph Heinisch
beziffert. Wechselkursbereinigt sei dies eine Steigerung
um 8,8 Prozent. Das größte
Wachstum verzeichnete Weleda in Deutschland und Frankreich. Der Umsatz in der Naturkosmetik stieg gegenüber
2013 um acht Prozent auf 254
Millionen Euro, bei Arzneimitteln betrug das Plus 10 Prozent auf 110 Millionen Euro.
Die Einführung der „Nachtkerze“-Pflegelinie sowie gezielte TV- und Marketingkampagnen in Deutschland und
Frankreich waren Treiber dieser Entwicklung. Zum dritten
Mal in Folge konnte Weleda
auch das Ergebnis verbessern.
Beigetragen haben dazu das
Umsatzwachstum und die konsequente Kostendisziplin.
Das verbesserte Ergebnis
spiegelt sich auch im operativen Cashflow wider: „Zusammen mit der moderaten Investitionstätigkeit wurde die Nettoverschuldung um 40 Millionen Euro reduziert. Dadurch
verbesserte die Weleda-Gruppe ihre Widerstandskraft, um
auch künftig in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld
bestehen zu können. Über die
endgültigen Bilanzzahlen des
Görner erneut Insolvenzfall
Kunststofftechnik-Spezialist beantragt nach 2007 wieder Eröffnen der Insolvenz
l
Sascha Kurz
Aalen. Schlechte Nachrichten
für die rund 50 verbliebenen
Mitarbeiter der Görner Kunststofftechnik
GmbH:
Geschäftsführer Christian Görner
sah sich am 26. Februar gezwungen, beim Amtsgericht
Aalen zu beantragen, über eine
erneute
Insolvenzeröffnung
beim Aalener Kunststofftechnik-Spezialisten zu befinden.
Vielen Beobachtern wird es
wie ein Déjà-vu vorkommen.
Das 1919 gegründete Unternehmen, das unter anderem
Rückleuchten für Autos und
Reflektoren für Fahrräder herstellt, ist nach 2007 erneut in
finanzielle
Schwierigkeiten
geraten. Die Neu-Ulmer Kanz-
lei Schneider Geiwitz & Partner wurde mit der vorläufigen
Insolvenzverwaltung betraut –
ebenso wie bereits 2007. „Am
27. Februar waren Mitarbeiter
der Kanzlei bei Görner vor
Ort, um die Analyse der Ursachen für die erneute Schieflage
aufzunehmen. Wir werden die
Mitarbeiter über die Situation
informieren und mit den wenigen Schlüsselkunden in enge
Gespräche eintreten. Zudem
werden Verhandlungen mit
den wichtigsten Lieferanten
folgen“, sagte der Sprecher des
vorläufigen Insolvenzverwalters dieser Zeitung. Der Betrieb werde zunächst vollumfänglich fortgeführt. Für eine
detaillierte Zukunftsprognose
für die angeschlagene Firma
Görner ist nach 2007 erneut in Schieflage geraten.
(Foto: opo)
sei es noch zu früh. Eine wichtige Neuigkeit hatte der Sprecher der Insolvenzverwaltung
aber wenige Tage später parat:
Die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes konnte gesichert
werden. Damit konnte den
Mitarbeitern der Gehalt für Februar ausbezahlt werden, die
Löhne für März und April sind
ebenfalls gesichert.
Der Sanierungsprozess während der bis zum Herbst 2009
andauernden ersten Insolvenz
hatte die Hälfte der ursprünglich 100 Arbeitsplätze gekostet. Danach war der Umsatz
unter der Leitung von Christian Görner und seinem Bruder
und Prokuristen Matthias Görner wieder angestiegen, ebenso
wie die Zahl der Mitarbeiter.
Die Belegschaft war 2013 bis
auf 60 Beschäftigte angewachsen. 2014 waren offenbar wieder Probleme aufgetreten. Die
beiden Görner-Brüder hatten
auf eigene Produkte und im
Haus vorhandenes Know-how
gesetzt. Im Fahrradsegment sahen sie großes Potenzial. Görner entwickelte neue Teile für
Fahrräder und beschäftigte
sich mit Verbundwerkstoffen.
Die Abhängigkeit von der
Automotive-Branche
sowie
der so genannten „Weißen
Ware“, die aus technologisch
wenig anspruchsvollen Massenprodukten besteht, sollte
reduziert werden. „Wir hoffen
auf ein positives Fortführen
des Betriebs“, sagte Aalens
Wirtschaftsförderer Wolfgang
Weiß auf Nachfrage.
Jahres 2014 wird Weleda-Vorstandsvorsitzender Ralph Heinisch im Juni berichten.
Über die Weleda AG:
Die Weleda AG ist eine Aktiengesellschaft nach schweizerischem Recht mit Hauptsitz
in Arlesheim bei Basel und einer Niederlassung in Schwäbisch Gmünd. Die Weleda
Gruppe besteht aus weltweit
18 Gesellschaften und beschäftigt rund 2000 Mitarbeiter, davon knapp 1000 in
Gmünd. Die Weleda AG ist in
über 50 Ländern vertreten und
gilt als weltweit führende Herstellerin von zertifizierter Biound Naturkosmetik und Arzneimitteln für die anthroposophische Therapierichtung.
Weleda-Umsatztreiber im Jahr 2014: Die neue Nachtkerze Pflegelinie.
Die Weleda AG blieb 2014 erneut auf Wachstumskurs.
(Fotos: Weleda AG)
Firmen & Märkte
6
l
Die Bosch-Gruppe
Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologieund Dienstleistungsunternehmen und erwirtschaftete 2014
mit rund 290 000 Mitarbeitern
einen Umsatz von 48,9 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Bereiche
Mobility Solutions, Industrial
Technology, Consumer Goods
und Energ & Building-Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst
die Robert Bosch GmbH in
Stuttgart und 360 Tochter- und
Regionalgesellschaften in 50
Ländern. Inklusive Vertriebspartner ist Bosch in 150 Ländern
vertreten. 2014 meldete Bosch
4600 Patente an. Wichtige Innovationen wie das elektronische
Motormanagement, der Schleuderschutz ESP oder die Common-Rail-Dieseltechnik kommen von Bosch. Strategisches
Ziel von Bosch sind Lösungen
für das vernetzte Leben.
Mobility Solutions ist der
größte Unternehmensbereich
der Bosch-Gruppe. Er trug 2014
mit 33,3 Milliarden Euro 68 Prozent zum Umsatz bei. Die Geschäftsfelder sind: Einspritztechnik für Verbrennungsmotoren, alternative Antriebskonzepte, effiziente und vernetzte Nebenaggregate, Systeme für aktive und passive Fahrzeugsicherheit, Assistenz- und Komfortfunktionen, Technik für Infotainment und fahrzeugübergreifende Kommunikation sowie Konzepte, Technik und Service für
den Kfz-Handel.
Die Robert Bosch Automotive
Steering GmbH beschäftigt an
20 Standorten in acht Ländern
mehr als 13 000 Mitarbeiter, davon in Schwäbisch Gmünd rund
5500. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt
weltweit Lenksysteme für Pkw
und Nfz. 2014 betrug der Umsatz rund (vorläufig) 4,4 Milliarden Euro.
-wh-
Wirtschaft Regional | März 2015
Nun auch im Handelsregister: Bosch statt ZF
Ehemalige ZF Lenksysteme GmbH heißt nun auch amtlich Robert Bosch Automotive Steering GmbH – Auch Töchter werden umfirmiert
l
Winfried Hofele
Schwäbisch Gmünd.
Seit
dem 11. März 2015 steht es
auch offiziell im Handelsregister: Die ehemalige ZF Lenksysteme GmbH (ZFLS) heißt
nun Robert Bosch Automotive
Steering GmbH. Wie berichtet
hatte Bosch schon am 30. Januar 2015 die Übernahme des
50-Prozent-Anteils der ZF
Friedrichshafen AG am bisherigen Joint-Venture ZFLS vollzogen.
Auch die Tochtergesellschaften der Robert Bosch Automotive Steering GmbH im In- und
Ausland werden in den kommenden Wochen umfirmieren.
Das Unternehmen wird als eigenständiger Geschäftsbereich
mit dem Namen Automotive
Steering in der Bosch-Gruppe
geführt.
„Mit der Lenkung fügen wir
unserem Portfolio eine wichtige Kompetenz hinzu“, sagte
Bosch-Geschäftsführer
Dr.
Dirk Hoheisel zur Bedeutung
des neuen Geschäftsbereichs.
Als führender Hersteller von
modernen, kraftstoffsparenden
elektrischen Lenksystemen erweitert die Robert Bosch Automotive Steering GmbH die
Systemkompetenz der BoschGruppe im Bereich Mobility
Solutions. Elektrolenkungen
können bis zu 0,8 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer einsparen und sind damit eine Basistechnologie für Fahrerassistenzsysteme, automatisiertes
Fahren und Elektroautos. Damit leisten sie einen wichtigen
Beitrag für mehr Sicherheit,
Seit 11. März im Handelsregister manifestiert: Aus ZFLS wurde Robert Bosch Automotive Steering GmbH. Der
Neubau der Firmenzentrale in Schwäbisch Gmünd wird planmäßig in Angriff genommen.
(Foto: tom)
Komfort und Energieeffizienz
beim Autofahren. Kunden von
Bosch profitieren von dem um
Lenksysteme erweiterten Produktangebot. „Früher lag der
Erfolg im Geschäft mit Komponenten, heute sind Hersteller
erfolgreich, die dem Kunden
Christian Sobottka
zusätzlich intelligente Systeme
als Gesamtlösungen anbieten“,
betonte Christian Sobottka.
Der neue Vorsitzende der Geschäftsführung der Robert
Bosch Automotive Steering
GmbH erklärte, dass ein
Schwerpunkt der Forschungsund Entwicklungsaktivitäten
des Gmünder Lenkungsbauers
die Vernetzung der Komponenten über spezifische Software zu Gesamtsystemen sei.
Wie berichtet haben die
Gmünder zum Beispiel eine
Lösung zur Serienreife gebracht, die es erlaubt, ein Gespann aus Pkw und Anhänger
mit dem Smartphone zu manövrieren. „Durch die von uns
entwickelte elektro-hydraulische Nkw-Lenkung Servotwin
funktioniert dieses Prinzip
auch bei 40-Tonnen-Laster,
Servotwin markiert den Ein-
stieg in die Elektrifizierung
der Nutzfahrzeuglenkung, die
eine wesentliche Voraussetzung für die Einführung von
Fahrerassistenzsystemen im
Nkw-Bereich ist“, sagte Sobottka, „Innovationen wie diese basieren auf unserer starken
Entwicklungskompetenz mit
mehr als 1400 hochqualifizierten Mitarbeitern in der Forschung und Entwicklung.“
Bereits heute erwirtschaftet
Automotive Steering rund 60
Prozent des Umsatzes mit
Elektrolenkungen. Eine kompakte, lokal entwickelte und
besonders preisgünstige PkwElektrolenkung für asiatische
Märkte zeige, dass das Unternehmen nicht nur Lösungen
für Premium-Fahrzeuge bietet.
Auch die Kunden von Kompaktwagen profitieren damit
von den Vorteilen der Produkte, sagte Sobottka.
50 Millionen Euro investiert Bosch Automotive Steering im Gmünder Werk
Schießtal in eine moderne Firmenzentrale mit 750 Arbeitsplätzen, ein repräsentatives Empfangsgebäude und ein sechsstöckiges Parkdeck mit
835 Stellplätzen. Das Parkhaus wird noch in diesem Jahr fertig, die anderen Bauten bis 2017.
(Foto: tom)
Für die ZF Friedrichshafen steht 2015 der TRW-Kauf im Fokus
Friedrichshafener verschaffen sich mit überdurchschnittlichem Wachstum in 2014 gute finanzielle Basis für die Übernahme – EU-Kommission stimmt Kauf zu
l
Winfried Hofele
Alfdorf/Stuttgart. Für die ZF
Friedrichshafen AG steht das
Jahr 2015 ganz im Zeichen der
angekündigten
Übernahme
von TRW. Die rund 1700 Beschäftigten der TRW Automotive GmbH in Alfdorf sehen
dem Vereinigungsprozess „generell positiv“ entgegen.
Dies erklärten TRW-Vertreter
Mitte März am Rande der Bilanzpressekonferenz der ZF
Friedrichshafen AG in Stuttgart. In Alfdorf ist die Europazentrale für Insassenschutzsysteme (Entwicklung und Produktion von Airbags und Sicherheitsgurten) des US-Automobilzulieferers TRW ansässig. Diese Sparte gehört bislang noch nicht zum Portfolio
der ZF (siehe Grafik) und ist
somit ein wichtiger Baustein
für die Friedrichshafener auf
dem Weg zum Komplettanbieter für autonomes Fahren.
ZF über Markt gewachsen
Mit einem überdurchschnittlichen Wachstum bei Umsatz
(um 9 Prozent auf 18,4 Milliarden Euro) und Ergebnis vor
Zins und Steuern/EBIT (um 36
Prozent auf 1,1 Milliarden
Euro) schloss die ZF Friedrichshafen AG das Jahr 2014
erfolgreich ab. Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Sommer
erklärte in Stuttgart, dass 2014
abermals von heterogenen
Marktentwicklungen geprägt
Der Zusammenschluss zweier Technologieführer steht 2015 an: ZF und TRW haben sich in wachsenden Sparten
etabliert, die von den Megatrends Kraftstoffeffizienz, erhöhte Sicherheitsanforderungen und autonomes Fahren
profitieren.
(Foto: ZF)
gewesen sei. Wachstumstreiber sei das Geschäft mit PkwAutomatgetrieben und -Achssystemen gewesen. Schwieriger habe sich hingegen der
Markt für Nutzfahrzeuge und
Arbeitsmaschinen gezeigt.
Zum Jahresende 2014 zählte
der ZF-Konzern weltweit
71 402 Mitarbeiter, davon
41 188 in Deutschland. Durch
den Verkauf des Geschäftsfelds Gummi und Kunststoff
mit 3500 Mitarbeitern und der
südafrikanischen Tochterfirma AIBC mit 900 Mitarbeitern reduzierte sich die Beschäftigtenzahl um 4400. Die
Veräußerung des 50-ProzentAnteils an der Gmünder ZF
Lenkssysteme GmbH (ZFLS)
wirkte sich aufgrund der
IFRS-Bilanzierungsregeln auf
Umsatz und Mitarbeiterzahl
der ZF Friedrichshafen AG
nicht aus.
Komfortable Finanzlage
ZF-Finanzchef Dr. Konstantin Sauer verwies in seinem
Statement auf die mit 1,4 Milliarden Euro positive Nettofinanzposition und auf die komfortable
Eigenkapitalquote
von 34 Prozent: „Damit sind
wir vor der TRW-Übernahme
in einer ganz hervorragenden
Ausgangsposition.“ ZF hatte
sich bereits zur Vertragsunterzeichnung mit TRW Kreditzusagen von 23 Banken über den
mit zwischen 12 und 14 Milliarden Euro taxierten Kaufpreis in Form einer Brückenfinanzierung und längerfristiger Darlehen gesichert. Durch
die erfolgreiche Platzierung
eines Schuldscheindarlehens
über 2,2 Milliarden Euro im
Januar 2015 und den Verkaufserlös für ZFLS (geschätzt 1,5 Milliarden Euro)
wurde die Brückenfinanzierung inzwischen reduziert.
EU-Kommission stimmte
der Übernahme zu
Die Übernahme von TRW
soll nach Erhalt aller kartellrechtlichen Genehmigungen
im ersten Halbjahr 2015 abgeschlossen werden, sagte Stefan
Sommer. Eine kartellrechtliche Voraussetzung zum Kauf
von TRW war für ZF der am
30. Januar 2015 vollzogene
Verkauf ihres 50-Prozent-Anteils an der ehemaligen Gmünder ZFLS (jetzt Bosch Automotive Steering GmbH) an den
Bosch-Konzern.
Eine Woche nach der Pressekonferenz hat die EU-Kommission in Brüssel die milliardenschwere Übernahme unter
Auflagen genehmigt. Bedingung sei allerdings, dass die
Sparte Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Fahrgestellen von TRW verkauft werde, teilten die EU-Wettbewerbshüter am 12. März mit.
ZF habe den Verkauf dieser
Sparte in Europa bereits zugesagt. Die Nachrichtenagentur
Reuters hatte unter Berufung
auf mit der Sache vertrauten
Personen bereits Anfang März
berichtet, dass die EU-Kommission der Übernahme zustimmen will.
Integrationsplanung läuft
Wie Stefan Sommer in Stuttgart weiter berichtete, würden
13 Arbeitsgruppen, die von je
einem ZF- und einem TRWVertreter geleitet werden, in-
tensiv an der Integrationsplanung arbeiten, zum Beispiel
für Vertrieb, Forschung und
Entwicklung oder Einkauf.
Koordiniert würden alle Integrationsaktivitäten vom Integration Management Office.
Dieses Steuerungskomitee, in
dem u. a. auch Sommer und
TRW-CEO John Plant vertreten sind, tagt alle zwei Wochen.
Die Integration soll in vier
Phasen in drei bis fünf Jahren
umgesetzt werden. In Phase 1
John Plant
Stefan Sommer
geht es um die Vorbereitung
des „Day 1“ nach der Übernahme. In Phase 2 soll TRW als
fünfte Division integriert werden, danach ist die projektbasierte Zusammenarbeit geplant. Die strukturelle Integration folgt erst in Phase 4, Priorität haben dabei Vertrieb, Aftermarket und Einkauf.
Gelassenheit in Alfdorf
Die TRW-Beschäftigten in
Alfdorf sehen der Integration
gelassen entgegen: Man kenne
ZF als grundsolides deutsches
Unternehmen und freue sich
auf die Zusammenarbeit, war
zu hören.
Firmen & Märkte
Wirtschaft Regional | März 2015
7
Mit Zeiss bis an die Grenze des Universums
Renoviertes Planetarium im Deutschen Museum in München mit modernster Technologie von Zeiss wieder eröffnet
D
ie Vereinten Nationen haben 2015 zum „internationalen Jahr des Lichts und der
lichtbasierten Technologien“
ausgerufen. Zum Deutschlandauftakt kamen namhafte Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik am
27. Februar zu einem LichtSymposium ins Deutsche Museum nach München. Höhepunkt war nach zweijähriger
Umbauzeit die feierliche Wiedereröffnung des Planetariums
mit modernster Zeiss-Technik.
Museumsleiter Prof. Dr.
Wolfgang M. Heckl und ZeissChef Prof. Dr. Michael Kaschke starteten die erste Vorführung im renovierten Planetarium, unter dessen neuer
15-m-Kuppel 160 Besucher
Platz finden.
Die neue Hochleistungstechnologie von Zeiss umfasst einen
optisch-mechanischen
Projektor „Skymaster ZKP4“,
der durch die LED-Beleuchtung einen besonders natürlichen Sternenhimmel projiziert. Außerdem wurden sechs
digitale Zeiss-Velvet-Projektoren installiert, die weltweit das
größte Kontrastverhältnis von
2.500.000:1 bieten. Im projizierten Bild sind gleichzeitig
sehr helle und auch extrem
dunkle Partien hervorragend
aufgelöst. Durch das Computersystem „powerdome“ werden der Planetariumsprojektor
und digitale Projektion miteinander gekoppelt. Dadurch
kann die Videoprojektion den
optischen Sternenhimmel mit
Sternbildfiguren und anderen
Objekten überlagern, ohne
dessen Brillanz zu stören.
Am 7. Mai 1925 ging im
Deutschen Museum in München das erste Projektionsplanetarium weltweit in Betrieb.
Museumsgründer Oskar von
Miller, der Gründer des Deutschen Museums, hatte bereits
1913 bei Zeiss wegen der Fertigung einer drehbaren Sternkuppel angefragt. In Jena konstruierte Dr. Walther Bauersfeld ein Gerät auf der Basis optisch-mechanischer Lichtprojektion, das die Sterne an der
Kuppel abbildete. Dieses
Zeiss-Modell I projizierte
4500 Sterne an das Innere der
Kuppel. Seitdem kamen ins
Planetarium im Deutschen
Museum über 8,5 Millionen
Das neue Planetarium im Deutschen Museum in München ist mit modernster Zeiss-Technik ausgestattet. Beim Start ins „internationale Jahr des
Lichts“ haben Zeiss und die Medienagentur visuarte ein Ganzkuppelerlebnis konzipiert, das den Zuschauer auf eine faszinierende Licht-Reise über dem
Sternenhimmel von München mitnahm – in die Vergangenheit und in die Zukunft.
(Fotos: Deutsches Museum/Zeiss)
Besucher.
„Natürlich befasst sich die
Astronomie heute nicht mehr
nur mit dem von der Erde aus
sichtbaren Sternenhimmel“,
weiß Gerhard Hartl, Kurator
für Astronomie beim Deutschen Museum, „wir wissen
heute viel über den Aufbau des
Universums und die zeitliche
Entwicklung des Kosmos“.
Für diese Präsentation eignet
sich ideal die moderne ZeissProjektionstechnik, die nicht
nur Lichtpunkte, sondern auch
Bilder und ganze Shows zeigen kann und virtuelle Reisen
durchs All ermöglicht. In zehn
Minuten können die Besucher
die 13,7 Milliarden Lichtjahre
bis an die Grenze des beobachtbaren Universums zurücklegen – und dabei Planeten anfliegen und unser Sonnensys-
tem oder die Milchstraße von
außen betrachten.
Fazit: Es ist ein faszinierender (digitaler) Einblick in die
Welt der Astronomie, den das
Deutsche Museum im neuen
Planetarium bietet. Er lässt ahnen, wie gewaltig die Dimensionen des Universums sind
und wie klein und verletzlich
der blaue Planet ist, auf dem
wir leben. In der Antike haben
Zeiss-CEO Prof. Dr. Michael Kaschke (l.) und Museumsdirektor Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl bei der Wiedereröffnung des Zeiss-Planetariums im Deutschen Museum in München.
(Fotos: Zeiss/Deutsches Museum)
die Menschen den Sternkonstellationen am Firmament Namen gegeben. Da gibt es die
Zwillinge, den Stier, den Drachen oder die Fische. Im Planetarium lässt sich nachvollziehen, wie die alten Sterngucker auf diese Namen gekommen sind. Auch das kann der
Projektor: Mythische Gestalten, Tiere und Fabelwesen auf
den Himmel zaubern.
Vor der Premierenshow dankte der Münchner Museumsdirektor Prof. Dr. Wolfgang
Heckl den anwesenden ZeissVorständen
Dr.
Michael
Kaschke und Thomas Spitzenpfeil für die langjährige Zusammenarbeit: „Das Deutsche
Museum und Zeiss gehören
zusammen.“ Zeiss-CEO Dr.
Michael Kaschke sagte: „Wir
freuen uns, dass das Planetarium im Deutschen Museum
jetzt erneut mit der weltweit
führenden Zeiss-Technik ausgestattet ist.“ Licht bedeute Sehen, Erkenntnis und Wissen,
„Und nur durch Licht ist die
Welt für uns erlebbar“, sagte
Dr. Michael Kaschke und verwies auf die elementare Bedeutung des Lichts für das Unternehmen Zeiss: „Die Herstellung von Chips ist nur mit
Licht möglich!“
-wh-
2015 - JAHR DES LICHTS
L
icht ist die elementare Voraussetzung für das Leben
von Menschen, Tieren und
Pflanzen. Es war von Anfang an
von zentraler Bedeutung für
Kultur und Wissenschaft.
Viele wichtige Ereignisse in der
Optik, der Lehre vom Licht, jähren sich 2015. So wurde vor
400 Jahren der erste Prototyp
einer mit Solarenergie betriebenen Maschine entwickelt, vor
200 Jahren publizierte Augustin
Jean Fresnel sein erstes Werk
über die Wellentheorie des
Lichts und vor 150 Jahren beschrieb James Clerk Maxwell
die Grundlagen der Elektrizitätslehre. Albert Einstein stellte vor
100 Jahren die allgemeine Relativitätstheorie vor und mit der
kosmischen Hintergrundstrahlung entdeckten Arnold Allan
Penzias und Robert Woodrow
Wilson vor rund 50 Jahren einen Beleg für die Urknalltheorie.
Entsprechend hat die UNESCOGeneralkonferenz 2015 zum Internationalen Jahr des Lichts ernannt. Mit dieser Ehrung soll
die Schlüsselrolle des Lichts in
Forschung und Kultur besonders gewürdigt werden, denn
schließlich führten wissenschaftliche Erkenntnisse über
das Licht u. a. zu einem tieferen
Verständnis unseres Planetensystems, zu besseren Behandlungsmöglichkeiten in der Medizin oder zur Erfindung neuer
Kommunikationsmittel.
Die weltweiten Aktivitäten zum
UN-Jahr koordiniert ein Sekretariat im Internationalen Zentrum
für Theoretische Physik (ICTP)
der UNESCO. In Deutschland
ist die Deutsche Physikalische
Gesellschaft (DPG) in Zusammenarbeit mit der Deutschen
UNESCO-Kommission federführend.
Als Innovationsführer im Bereich Photonik bringt auch Zeiss
die Bedeutung des Lichts für
Wissenschaft, Technik, Natur
und Kultur der breiten Öffentlichkeit näher. Dazu beteiligt
sich das Stiftungsunternehmen
an zahlreichen Veranstaltungen
für Schüler, Studierende und
junge Wissenschaftler sowie
Experten, Politiker, Medien
oder interessierte Laien. Dabei
zeigt Zeiss, wie es seit über 165
Jahren durch zukunftsweisende Technologien das Licht nutzbar macht. Zeiss forscht auch
weiterhin daran, drängende Fragen aus den Bereichen Gesundheit, Energie, Miniaturisierung
und Datenverarbeitung zu beantworten.
www.jahr-des-lichts.de
www.lichtstadt-jena.de
Zeiss Forum Shop in Oberkochen eröffnet
Europaminister Friedrich bei Zeiss
D
P
er Zeiss Forum Shop in
Oberkochen ist eröffnet.
Zu finden (und kaufen) gibt es
hier zahlreiche Fotoobjektive,
Ferngläser, Sonnen- und Ski-
brillen, Bücher zum Thema
Optik und Merchandising-Artikel von Zeiss. Zudem kann
das Virtual Reality Headset
ZEISS VR ONE ausprobiert
Der Zeiss Shop im Zeiss Forum in Oberkochen ist eröffnet.
(Foto: Zeiss)
werden. Geöffnet ist der Shop
von Montag bis Freitag zwischen 9.00 und 17.00 Uhr.
Das Zeiss Museum der Optik präsentiert wichtige Innovationen von Zeiss und der
Wissenschaft. Der Rundgang
gleicht einer Zeitreise von den
technologischen Innovationen
der Gegenwart in die Geschichte der Optik: vom Planetarium über ein Fernrohr von
Napoleon bis zu den Lesesteinen. Öffnungszeiten: Montag
bis Freitag zwischen 8.00 und
18.00 Uhr; Eintritt frei.
Das im Sommer 2014 eröffnete Zeiss Forum haben seitdem über 20 000 Besucher für
Kongresse, Symposien, Tagungen, Workshops oder Besprechungen genutzt. Firmen
und Organisationen können 20
unterschiedlich große Räume
anmieten.
eter Friedrich (auf dem
Foto Mitte) humpelte Ende
Februar auf einer Orthese ins
Medical Solution Center bei
Zeiss in Oberkochen und fragte seinen Gastgeber Thomas
Spitzenpfeil (auf dem Foto
rechts) lachend: „Können Sie
hier auch operieren?“ Diesen
Service konnte der Finanzvorstand von Zeiss dem Minister
für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheit des
Landes Baden-Württemberg
zwar nicht anbieten, aber der
SPD-Politiker, der sich beim
Joggen das Außenband im linken Sprunggelenk riss als er einem Traktor ausweichen wollte, erfuhr bei seiner Visite von
Thomas Spitzenpfeil und Dr.
Andreas Dorsel, Mitglied der
Geschäftsführung der Carl
Zeiss SMT GmbH (auf dem
Foto Zweiter von rechts), alles
über die Innovationskraft des
Technologiekonzerns in den
Unternehmensbereichen Medizintechnik und Halbleiter-
technik. Diskutiert wurde besonders über die Konsequenzen der „Digitalisierung“ für
die Produktion bei Zeiss.
Europaminister Peter Friedrich von Zeiss beeindruckt.
(Foto: M. Stich)
Firmen & Märkte
8
Wirtschaft Regional | März 2015
Das Jahr 2014 für Genossenschaftsbanken besser als erwartet
Volks- und Raiffeisenbanken des Ostalbkreises trotz Niedrigzins und Regulierungsdruck aus Brüssel im Aufwind – und zuversichtlich für das Jahr 2015
l
Winfried Hofele
Mutlangen. Bei den acht Genossenschaftsbanken der Bezirksvereinigung Ostalb ist das
Geschäftsjahr 2014 „weit über
unseren Erwartungen gut verlaufen, alle blieben auf Wachstumskurs und überzeugten zugleich immer mehr Menschen
von einer Mitgliedschaft!“
Dies erklärten bei der Vorlage der Kennzahlen 2014 der
acht Genossenschaftsbanken
(VR-Bank Aalen, Abtsgmünder Bank, Bopfinger Bank
Sechta-Ries, VR-Bank Ellwangen, Raiffeisenbank Mutlangen, Raiffeisenbank Rosenstein, Volksbank Gmünd und
Raiffeisenbank Westhausen)
Bezirkschef Dietmar Herderich (Mutlangen) und sein
Stellvertreter Jürgen Hornung
(Ellwangen). Die positive Entwicklung in allen Bereichen
sei „angesichts der mittelfristig
anhaltenden Nullzinspolitik
der Europäischen Zentralbank,
des intensiven Wettbewerbs
und der ungebremsten EU-Regulierungswut
bemerkenswert.“ Die 85 Bankstellen und
das Girokonto mit allen Zahlungsverkehrsdienstleistungen
seien nach wie vor „Anker unseres Geschäfts“, sagte Hornung, „wir sind aber dabei, die
Vorsitzender Dietmar Herderich (r.) und seine Vize Jürgen Hornung: „Das
Geschäftsmodell der Genossenschaftsbanken bewährt sich!“ (Foto: -wh-)
Qualität unserer Geschäftsstellen auf die Onlinewelt zu übertragen und investieren kräftig
in deren Sicherheit.“
„Intensiv“, sagte Herderich,
„pflegen wir in der Bezirksvereinigung den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit, zum Beispiel in der Ausbildung oder im Immobiliengeschäft, und stehen zusam-
men in der Interessenvertretung gegenüber Politik, Wirtschaft und Verbänden.“ Die
Genossenschaftsbanken würden von „Verlässlichkeit und
aufrichtiger Beratung bei Anlagen, Kreditvergabe und Altersvorsorge sowie von der
Stabilität des durch Regionalität und Mitgliederausrichtung
geprägten Geschäftsmodells
profitieren“. Zudem komme
Rückenwind durch das Kapitalmarktrating A+ stable von
Fitch Ratings.
Das Bankgewerbe sei 2014
von einem starken Verdrängungswettbewerb
gekennzeichnet gewesen, sagte Herderich: „Die Großbanken entdecken wieder mal das Retailund Finanzierungsgeschäft mit
dem Mittelstand, aber diese
Rein-Raus-Politik halten wir
aus.“ Dagegen würden viele
politische Entscheidungen und
die Regulierungswut auf europäischer Ebene, die EU-Einlagensicherungsrichtlinie, die
EZB-Bankenaufsicht
und
-Bankenabgabe die Genossenschaftsbanken und auch die
Sparkassen „erheblich belasten“, sagte Herderich. Die Diskussion über eine Transaktionssteuer müsse aufhören, dies
sei ein Rohrkrepierer.
„Aber wir sind froh, dass der
Institutsschutz für unsere Bankengruppe erhalten blieb“, ergänzte Hornung. Zu den Themen Bankenregulierung und
Bankenaufsichtsrecht forderte
Herderich: „Den Prinzipien
der Subsidiarität und der Proportionalität muss Rechnung
getragen werden, mittelständische, regional verwurzelte
Kreditinstitute dürfen nicht in
einen Topf mit international tätigen Finanzkonzernen geworfen werden.“
Bei der Bewertung der aufsummierten Kennzahlen sagten Dietmar Herderich und
Jürgen Hornung, dass die guten Ergebnisse aller acht Banken auch der guten konjunkturellen Lage und dem geringen
Risikoaufwand geschuldet sei.
Vor allem aber dem Geschäftsmodell: „Spargelder aus der
Region werden von uns als
Kredite wieder in die Region
vergeben“, sagte Herderich,
„wir halten den Mittelstand
und das Handwerk am Laufen
und ebnen vielen Bürgern den
Weg ins eigene Heim.“ Zum
Schutz der Kreditnehmer lege
man Wert auf eine nachhaltige
Finanzierbarkeit der Investitionen. Hornung verwies auf das
wachsende Verbundgeschäft:
„Mit der Bausparkasse Schwäbisch Hall, der R+V Versicherung und der Union Investment
haben wir sehr starke Partner.“
Die Aufstockung des Eigenkapitals stärke die Risikotragfähigkeit und damit Kreditvergabemöglichkeiten, betonte Herderich. Die Unterstützung der
WiRO werde von 12 500 auf
40 000 Euro aufgestockt.
2015 sei das „Jahr der badenwürttembergischen Genossen-
schaften, sagte Herderich,
„und wir starten mit verhaltenem Optimismus“. Die Genossenschaftsbanken würden zwar
mit Wachstum bei den Einlagen und im Kreditgeschäft planen („Weil wir vorgesorgt und
genügend Liquidität haben“),
das operative Ergebnis werde
aber wegen des anhaltenden
Drucks auf das Zinsergebnis
zurückgehen.
l
BVZ Ostalb
Kennzahlen 2014
Mio. Euro/Klammer 2013
Bankstellen
85 (88)
Mitarbeiter/Köpfe 841 (849)
Azubis
78 (83)
Kunden
199 900 (202 815)
Konten
538 669 (499 201)
Mitglieder 105 581 (103 568)
Bilanzsumme
3445 (3420)
betreut. Volumen 7030 (6866)
Kundenanlagen 4445 (4297)
Kundenkredite
2585 (2570)
neue Kredite
426 (413)
neu vermittelte Kr. 554 (427)
Immo-Objekte
124 (97)
Immo-Obj.-Umsatz 20,1 (14,4)
Steuerzahlungen 10,2 (11,2)
Ergebnis v. B.
32,45 (35,32)
Eigenkapital
217,7 (207,8)
Dividendensatz
2,5 – 5,0 %
Dividendenhöhe
3,17 (3,39)
Spenden
712 (639)
verm. Fördermittel 47,0 (46,4)
Existenzgründungen 61 (75)
Gmünder Volksbank mit Neuausrichtungsprozess voll im Plan
Sanierungsmaßnahmen greifen – Planmäßiger Rückgang der Bilanzkennzahlen im Geschäftsjahr 2014 – Positives Ergebnis – Straffung des Filialnetzes abgeschlossen
l
Winfried Hofele
Schwäbisch Gmünd. Wie alle
regionalen Institute der Finanzbranche muss sich auch
die Volksbank Schwäbisch
Gmünd auf tiefgreifende Veränderungen in der Bankenlandschaft einstellen. Die anhaltende Niedrigzinsphase und
steigende Kosten haben 2014
alle relevanten Kennzahlen erwartungsgemäß gedrückt.
„Wir werden aber ein positives Betriebsergebnis ausweisen und sind auf unserem bis
2017 ausgelegten Sanierungskurs im Plan“, erklärte Guntram Leibinger. Der Vorstandssprecher, sein Vorstandskollege Olaf Hepfer und Aufsichtsratsvorsitzender Martin Bläse
legten bei vier Versammlungen
den Mitgliedern die vorläufigen Bilanzzahlen für 2014 vor
und informierten über den
Stand der strategischen Neuausrichtung.
Deren Kern sei die Straffung
des Filialnetzes gewesen, sagte
Leibinger. Es stehe nun noch
die Schließung der Geschäftsstelle in Rechberg an. Dies erfolge, wenn voraussichtlich
Ende Juni die neue Filiale in
Straßdorf eröffnet wird. In der
l
Bilanzzahlen 2014
in Millionen Euro/Klammer 2013
Bilanzsumme
551 (581
Kundenforderungen 361 (392)
Kundeneinlagen
386 (393)
Zinsüberschuss
8,1 (12,9)
Prov.-überschuss
4,9 (4,1)
Verw.-aufwand
12,3 (12,9)
Ergebnis vor Bew.
0,7 (4,1)
Ergebnis nach Bew. 4,4 (3,9)
Ergebnis v. Steuern 6,0 (6,4)
Mitarbeiter
118 (128)
Mitglieder
15 741 (16 083)
Die Führungsriege der Gmünder Volksbank (v.l.): Aufsichtsratschef Martin Bläse, die Vorstände Guntram Leibinger und Olaf Hepfer, Tobias Patzl, der neue Leiter Firmenkunden & Marketing
(Foto: Jan Ph. Strobel)
von der Vereinigten Gmünder
Wohnungsbaugesellschaft erstellten „Neuen Mitte“ hat sich
die Volksbank langfristig eingemietet. Geschlossen wurden
die Filialen in Hussenhofen,
Heubach und Waldhausen; die
Filialen Göggingen und Sebaldstraße seien in multifunktionale SB-Stellen umgewandelt worden. Grundlegend modernisiert worden seien 2014
die Filialen in Herlikofen, Lindach, Lorch und Bargau.
Planmäßig sei 2014 die Bilanzsumme von 581 auf 551
Millionen Euro zurückgegangen, die Kundeneinlagen verkürzten sich von 393 auf 386
Millionen Euro, die Kundenforderungen (Kredite an Firmen und Privatkunden) von
392 auf 361 Millionen Euro,
berichtete Hepfer, der den
Zinsüberschuss mit 8,1 Millionen Euro (2013 waren es 12,9)
bezifferte. „Ohne die extremen
Tilgungen wären es 12,0 Millionen Euro gewesen“, sagte
Hepfer. Der Provisionsüberschuss durch die Vermittlungs-
geschäfte mit den Partnern wie
Bausparkasse
Schwäbisch
Hall, R + V-Versicherung und
Union Investment sei von 4,1
auf 4,9 Millionen Euro verbessert worden, der Verwaltungsaufwand sei von 12,9 auf 12,3
Millionen Euro gesenkt worden – Leibinger: „Die Sanierungsmaßnahmen wirken.“
Unterm Strich weist die
Volksbank für 2014 positive
Ergebnisse auf: Das Ergebnis
vor Steuern blieb mit 6,0 Millionen Euro fast konstant
(ohne Tilgungen 9,9), das Ergebnis vor Bewertung sank
von 4,1 auf 0,7 (ohne Tilgungen 4,6) Millionen Euro, nach
Bewertung stieg der Wert gar
von 3,9 auf 4,4 Millionen Euro
(8,3).
„Der Prozess der Realisierung des vom Genossenschaftsverband vorgegebenen
Sollbankkonzepts verläuft erfolgreich“, sagte Leibinger.
Bei den Personalkosten habe
man das bis 2017 ausgegebene
Ziel von 7,9 Millionen Euro
sogar schon unterschritten.
Aktuell beschäftigt die Volksbank 118 Mitarbeiter, Ende
2013 waren es noch 128 Köpfe. Die Zielgröße liegt bei 107.
Erfolgreich greife auch das
neue Kundenbetreuungskonzept mit einem ganzheitlichen
Beratungsansatz für Privatund Firmenkunden.
„Nicht unerwartet rückläufig
ist leider die Mitgliederentwicklung“, musste Leibinger
einräumen. Die Gründe dafür
seien offensichtlich: „Wir befinden uns bereits in der dritten
Sanierung der Volksbank, die
Filialschließungen bzw. Umwandlungen in Selbstbedienungsfilialen führten zu Austritten, die Alterspyramide
wirkt sich ebenso negativ aus
wie das Einwerben von Geschäftsanteilen als Geldanlage
und schließlich verzeichneten
wir auch verstärkte Ausschlüsse bei gekündigten Engagements.“ Gleichzeitig warb der
Vorstandssprecher um neue
Mitglieder – durch Vorteile
und vergünstigte Konditionen
z.B. mit der goldenen Bank-
karte, beim easyCredit, bei der
privaten Mitgliederrente und
bei Versicherungen. Hepfer
verwies weiter darauf, „dass
unsere Volksbank zum dritten
Mal in Folge den 1. Platz im
Gmünder Kundenspiegel erreichte“ und dass der neue Internetauftrieb basierend auf einer zeitgemäßen MultiKanalStrategie mit einer Online-Filiale von den Kunden sehr positiv aufgenommen werde. Außerdem sei die (vorgeschlagene) Dividende von 2,5 Prozent
„ja nicht die schlechteste Verzinsung“.
Für 2015 erwarten die Vorstände ein „durchschnittlich
ordentliches Ergebnis“ – trotz
der Herausforderungen, die
Leibinger klar ansprach: „Die
Kundenforderungen werden
rückläufig sein, da wegen der
Zinssituation Tilgungen das
Neugeschäft übersteigen werden. Der Zinsüberschuss kann
im Niedrigzinsumfeld nicht
wachsen und beim Provisionsüberschuss müssen wir wegen
der Rechtsprechung und den
Regulierungen ebenfalls mit
einem schwächeren Ergebnis
rechnen.“ Dies wolle man mit
optimierten Prozessabläufen,
starkem Engagement der Mitarbeiter und nicht ansteigenden Verwaltungsaufwendungen kompensieren, sagte Leibinger.
Firmen & Märkte
Wirtschaft Regional | März 2015
9
„Die Lage des CityCenters ist ein absoluter Glücksfall!“
Mira Nowak und Bernd Schmitt, die neuen Teilbesitzer des Gmünder Einkaufszentrums, sehen große Potenziale für eine nachhaltige Weiterentwicklung
l
Winfried Hofele
Schwäbisch Gmünd.
„Das
Objekt ist gut, der Standort im
Zentrum an der Fußgängerzone ist gut und Schwäbisch
Gmünd ist gut“ – Bernd
Schmitt und seine Tochter
Mira Nowak sind voll davon
überzeugt, das CityCenter
langfristig als Einkaufsmagnet
zu stabilisieren und ausbauen
zu können.
Die Karlsruher Immobilienprojektentwickler haben den
12 000 Quadratmeter großen
(östlichen) Teil des 1976 eröffneten Einkaufszentrums in der
Gmünder Innenstadt Ende Februar erworben.
Im Gespräch mit dieser Zeitung erklärten Mira Nowak
und Bernd Schmitt, beide geschäftsführende Gesellschafter
des Karlsruher Familienunternehmens KA Immo Management GmbH, dass sie für das
Projekt CityCenter die eigenständige SWG Objekt-GmbH
gegründet haben und sich
selbst als Geschäftsführer in
Gmünd engagieren wollen.
Bernd Schmitt und Mira Nowak gehen dabei mit großem
Optimismus ans Werk, „wenngleich die Herausforderung
groß ist, weil wir nur Teileigentümer sind.“ Etwa 8000 Quadratmeter des „alten“ CityCenters gehört der Lorcher Unternehmerfamilie Bock. „Wir sind
überzeugt davon, mit der Familie Bock partnerschaftlich zusammenzuarbeiten, denn wir
haben schließlich die gleichen
Interessen“,
sagt
Bernd
Wollen das CityCenter nachhaltig und langfristig als Einkaufsmagnet in Schwäbisch Gmünd festigen: die neuen
Teilbesitzer Mira Nowak und ihr Vater Bernd Schmitt. Die Karlsruher Immobilienprojektentwickler verstehen sich
als „Bindeglied zwischen Mieter und Kunden“.
(Foto: Tom)
Schmitt. „Nämlich Kunden
und Mieter gleichermaßen zufriedenzustellen.“
Das CityCenter habe eine
schwierige Phase hinter sich,
meinte Bernd Schmitt mit Hinweis auf die Zeit der Zwangsverwaltung durch die Kanzlei
Schneider, Geiwitz und Partner aus Neu-Ulm und die BWBank nach der Insolvenz der
früheren Besitzergesellschaft
der Familien Marquardt.
Mira Nowak und ihr Vater,
der große Erfahrungen im
Bauträgergeschäft mit Lebensmittelketten wie Aldi oder Lidl
hat, haben vor dem Kauf lange
das CityCenter und die Einkaufstadt Gmünd unter die
Lupe genommen und kommen
in ihrer Analyse zu bemerkenswert vielen optimistischen
Einschätzungen:
So beurteilen sie die Lage des
CityCenters als einen „Glücksfall“, das Kaufland mit 6000
qm Fläche als Magnet sei „wie
ein Sechser im Lotto“, wenngleich eine Renovierung und
Modernisierung
notwendig
sei. Der Mietvertrag mit Kaufland sei mittelfristig angelegt –
Schmitt: „Ich denke nicht, dass
sich das Kaufland in Hussenhofen und in der Innenstadt gegenseitig weh tun!“ Betriebswirtin Mira Nowak ist von der
Entwicklung
Schwäbisch
Gmünds als Einkaufsstadt
sehr angetan: „Dass bald der
Modepark Röther in der
Nachbarschaft eröffnet, das
freut uns, Röther ist eine Bereicherung für Gmünd und für
das CityCenter. Auch in der
Rems-Galerie mit C & A und
Rewe sehen wir keine Konkurrenz, sondern vielmehr einen
Frequenzbringer für die gesamte Einkaufsstadt Gmünd.“
Kurzfristig verändern wollen
die neuen Teilbesitzer das CityCenter nicht: „Wir werden
weiter sehr genau die Marktentwicklung in Gmünd beobachten und kümmern uns intensiv, aber ohne Hektik, darum, gute Mieter zu halten beziehungsweise neu zu finden.
Wir verstehen uns als Bindeglied zwischen Mieter und
Kunden des sehr regional geprägten
Einkaufszentrums.
Mieter und die Kunden müssen
zusammenpassen.“
Einen neuen Mieter haben
Schmitt und Nowak bereits gefunden: Das Franchiseunternehmen Coffreez GmbH
kommt und bietet heiße Kaffeedelikatessen,
vitalisierte
Kaltgetränke und dazu Schokolade sowie Süßes & Salziges
an. Coffreez ist u.a. auch im
neuen Milaneo-Einkaufszentrum in Stuttgart präsent.
Die KA Immo Management
GmbH sei, betont Schmitt,
kein herkömmliches Hausverwaltungsunternehmen, „wir
verstehen uns als kompetenter
Partner, wenn es um die Wertsteigerung und Weiterentwicklung von Immobilien geht“.
Man habe sich auf die Revitalisierung notleidender Objekte
spezialisiert: „Wir wollen auch
das CityCenter durch Vermietungs- und Vermarktungsaktivitäten sowie durch die Optimierung der bestehenden Vertrags- und Kostenstrukturen
professionell verwalten, pflegen und langfristig sichern.“
Dabei sei ihm und seiner Tochter Kundenorientierung, regel-
mäßige Präsenz im Objekt und
persönlicher Kontakt zu allen
Ansprechpartnern besonders
wichtig, sagt Bernd Schmitt,
der auch diverse deutsche
Großbanken zu seinem Kundenstamm zählt.
l
CityCenter in Gmünd
Das CityCenter zwischen Kalter Markt und Vorderer
Schmiedgasse hieß bei der Eröffnung im Jahr 1976 noch
Gmünd Center. Die Verkaufsfläche des Einkaufszentrums betrug damals 7600 Quadratmeter. Im Jahr 2000 wurde das CityCenter um den östlichen Teil
erweitert, es kamen rund
11 000 Quadratmeter zusätzliche Verkaufsfläche dazu; davon
belegt das Kaufland allein etwa
6000 Quadratmeter. Zusammen mit dem Parkhaus (630
Stellplätze) hat das CityCenter
eine Geschäftsfläche von über
20 000 Quadratmetern.
Die KA Immo Management GmbH von Mira Nowak
und Bernd Schmitt betreibt
nicht nur Gebäudemanagement
ihrer Objekte, sondern betreut
diese auch juristisch und finanztechnisch. Ein Spezialgebiet ist
die Vermietung von Restflächen
sowie Nachvermietungen.
Referenzobjekte sind u.a. das
MEN-Stadtteilzentrum in Karlsruhe, das Verwaltungsgebäude
von Bosch Siemens in Hannover, das Einkaufszentrum
„Drehscheibe“ in Mühlacker,
das Gartencenter „Klee“ in
Leipzig und verschiedene große
Bürokomplexe in Berlin und anderen Großstädten.
RUD wächst durch Kauf
Weissenfels-Akquisition stärkt Schneekettensparte der Aalener Firmengruppe
Aalen-Unterkochen. Der Aalener Familienkonzern RUD
wagt einen weiteren Wachstums-Sprung. Der Marktführer
bei Schneeketten übernimmt
die ursprünglich in Italien ansässige Premium-Schneekettenmarke Weissenfels. Die
Verträge mit deren Eignerfamilie Zanetti wurden bereits
unterzeichnet.
Im hart umkämpften internationalen Markt der Schneeund Gleitschutzketten hat
RUD im Kreis der weltmarktführenden Hersteller damit die
Karten neu gemischt. Mit der
Übernahme des bedeutenden
Langzeitkonkurrenten Weissenfels ist der aggressive Wettbewerb nicht nur im Schneeketten-Saisongeschäft,
sondern auch auf dem Anbieterfeld der Traktions- und Reifenschutzketten in eine neue Phase getreten. Die RUD-Firmengruppe habe sich „mit diesem
erfolgreichen
strategischen
Schachzug nicht nur die Mar-
Weissenfels fertigt Schneekettenmodell Clack & Go. (Foto: RUD PR)
Spezialisten im Internet
Ein Service Ihrer Schwäbischen Post,
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RUD auf der Friedensinsel hat seine Schneekettensparte durch den Zukauf
eines Wettbewerbers erweitert.
(Foto: opo)
kenrechte des traditionsreichen Weissenfels-Labels mit
seinem ursprünglichen Herkunftsstandort Italien, sondern
zugleich auch Produktionskapazitäten und Märkte aus dem
hochqualifizierten seitherigen
Weissenfels-Portfolio“ erworben, teilte das Unterkochener
Unternehmen mit.
Der seither als Weissenfels
Traction operierende Wettbewerber und Neuling im RUDFirmenverbund bringe mit seinem renommierten Namen
„interessante zusätzliche und
hochwillkommene Marktpräsenz und zugleich leistungsund ausbaufähige Produktionskapazitäten an europäischen Standorten mit“, heißt es
weiter. Hinzu kämen seitens
RUD jüngste Investitionen im
Reifenschutz-Konzernstandort Aalen, am Schneekettenstandort in Rumänien sowie
zwei Neugründungen für Industrieketten und Reifen-
schutzketten in Asien.
Mit seiner auf Expansion ausgerichteten Investition stärke
RUD die Premium-Marken
RUD, Erlau und Weissenfels.
Die Akquisition komme einem
„Quantensprung auf einen
Platz in der Weltmarktspitze“
gleich, teilte RUD mit.
sk
RUD Ketten
RUD Ketten wurde 1875 gegründet. Heute befindet sich
das Unternehmen im alleinigen Besitz der Familie Rieger.
Die heute weltweit agierende
RUD-Gruppe mit ihren 1700
Mitarbeitern bietet mit ihren
Hauptentwicklungs- und Produktionsstandorten in Aalen
Problemlösungen mit Kettensystemen und Bauteilen für
vielfältige
Einsatzgebiete.
RUD ist in über 120 Ländern
auf allen Kontinenten vertreten
und erzielt einen jährlichen
Umsatz von über 190 Millionen Euro.
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Firmen & Märkte
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l
Tipps zu Gesundheit – Fitness – Ernährung – mentale Balance
Wellnessmassagen – ein Weg zur Entspannung
Wie fühlen Sie sich nach einem kalten Winter, langen und schwierigen
Besprechungen? Fehlt es Ihnen an
Antriebskraft? Nehmen Sie noch Ihren Körper wahr oder kämpfen Sie
sich von einem Tag zum anderen?
Um ins absolute Gleichgewicht zu
kommen, die eigene Mitte wieder
zu erlangen, sollte die Seele bei
Wellnessmassagen baumeln gelassen werden. Massagen sind wohl
die älteste Anwendung der Menschheit. Zum ersten Mal schriftlich erwähnt wurde sie 2700 v.Chr. in China. Massagen sind buchstäblich „Vitamine“ für unsere Seele, sie beruhigen und besänftigen. Es ist eine
Wohltat, die Gedanken auf eine Reise zu schicken und alle Sinne auf die
Hautberührung zu richten. Von entspannend bis stimulierend, von reinigend bis ausgleichend, von sanft
bis kräftig werden Sie für sich die
richtige Behandlung finden.
Sanfte Massagen wie eine Ayurveda-Massage, eine hawaiianische Lomi-Lomi-Nui-Tempelmassage, Tuina-Massage, Hot-Stone-Massage,
Fußreflexzonen-Massage oder eine
Aromamassage bewirken hormonell
die Ausschüttung von Serotonin.
Dieses Glückshormon ist ein Eiweiß, das in unserem Körper als Gewebshormon und als Botenstoff im
Herz-Kreislauf-System, im Gehirn
und im Blut vorhanden ist. Je mehr
es ausgeschüttet wird, desto entspannter sind wir. Deshalb können
Stress, Sorgen und auch Verspannungen mit Ganzkörpermassagen
buchstäblich „wegmassiert“ werden. Mit Wellnessmassagen lässt
sich die wohltuende Wirkung hautnah spüren. Die Masseure wirken
mit ihren Händen auf den Körper
l
durch Druck, Bewegung, Reiben,
Schieben, Streichen ein. Seh-, Tast-,
Geschmacks-, Geruchs-, Hör- und
Gleichgewichtssinn werden durch
Aroma-Öle, Farben, Wärme und Worte angesprochen. Dies alles stärkt das
Immunsystem. Schlacken und Säuren werden ausgeleitet.
Eine Variante der Aromatherapie ist
die Massage mit ätherischen Ölen.
Ziel ist, das seelische und körperliche
Bild: fotolia.com
Wohlbefinden zu steigern. Das limbische System löst über den Duft angenehme Erinnerungen aus und stärkt
die Seele. Durch das Einatmen über
die Lunge und durch die Aufnahme
über die Haut können ätherische Öle
über komplizierte Regelsysteme der
Nervenbahnen bestimmte Reaktionen in Organen auslösen.
Die Tuina ist eine sehr kräftige Massage und ist ein fester Bestandteil der
Traditionellen Chin. Medizin (TCM).
Sie kombiniert spezielle Massageund Grifftechniken mit der Kenntnis
über Akupunkturpunkte und Meridiane. Sie wirkt ausgleichend und harmonisierend. Die sanfte Ayurvedische Massage mit ihren warmen Ölgüssen steht für die Entschlackung
des Körpers und heißt übersetzt „Das
Wissen vom langen Leben“. Eine
wichtige Rolle spielt hierbei auch die
Ernährung, sie beeinflusst über den
Wirtschaft Regional | März 2015
Gutes Ende im Insolvenzfall
Großdeinbacher Grupp GmbH: Übergang aus Insolvenz in die GMG Grupp GmbH
SABINE WAIDMANN
LIFE HOUSE
OSTERWIESENSTRASSE 35/1
73574 IGGINGEN
TEL. 07175 / 9233323
WWW.LIFE-HOUSE.EU
INFO@LIFE-HOUSE.EU
Stoffwechsel alle Organe. Die hawaiianische Massage Lomi-LomiNui bedeutet „einzigartig, wichtig
und groß“. Bei der Hot-ColourStone-Massage wird der Fluss der
Energie in den verschiedenen Meridianen angeregt. Die Energie der
Steine ist mit wissenschaftlichen
Methoden nicht direkt messbar.
Eine Wirkung der Edelsteine geht
von den Farben aus, die sie intensiv
bündeln und ausstrahlen.
Die Breuß-Entspannungsmassage
ist eine energetisch-manuelle Rückenmassage, die sehr feinfühlig
ausgeführt wird. Sie ist der Schlüssel für viele Bandscheibenprobleme. Die Fußreflexzonenmassage
basiert auf dem Wissen der Wechselwirkungen zwischen den Zonen
am Fuß und den Organen, Nerven
und Gelenken. Die Füße zeigen uns
sehr deutlich die Störzonen in unserem Körper an. Michael Ginger hat
Massagen wie folgt beschrieben:
„Massagen, unsichtbare Energie,
Massagen eröffnen den Weg von
der Berührung zur Begegnung, von
der Hilfe zur Heilung, von der Begrenzung zur Befreiung. Es ist die
Sprache der Hände, die der Körper
viel besser versteht als jene der
Worte.“
Sabine Waidmann
Das Firmengebäude der GMG Grupp GmbH in Großdeinbach.
l
Sascha Kurz
Schwäbisch Gmünd-Großdeinbach. Das Bangen hatte
nach gut zwei Monaten ein
Ende: Am Montag, 2. März,
wurden die Verträge zum Verkauf der insolventen Großdeinbacher Grupp GmbH unterschrieben. Der Betrieb geht
an die neu gegründete GMG
Grupp GmbH über. 16 der 19
Arbeitsplätze konnten so gerettet werden.
Als Geschäftsführer bei der
neu gegründeten GMG Grupp
GmbH fungieren künftig Gerhard Barthle sowie die ehemalige Geschäftsführerin der
Grupp GmbH, Susanne BilzerGrupp. „Gemeinsam mit Gerhard Barthle, der 25 Jahre Betriebsleiter bei Grupp war,
konzentrieren wir uns mit unseren engagierten Mitarbeitern, die uns die Stange gehalten haben, nun auf unsere
Kernkompetenzen. Diese lie-
gen in der Rohrendbearbeitung“, bestätigte Susanne Bilzer-Grupp den Kauf aus der Insolvenz heraus.
Ob das Geschäft mit den
Stahlmöbeln weiterbetrieben
werde, stehe noch nicht endgültig fest. „Dabei befinden
wir uns noch in Abstimmung
mit dem Stuttgarter Insolvenzverwalter Dr. Markus Eibofner“, sagte Bilzer-Grupp auf
Nachfrage. Und lobte den Insolvenzverwalter für sein besonnenes Vorgehen: Eibofner
habe das Potenzial des Betriebs erkannt und den Mitarbeitern „eine Menge Wertschätzung entgegengebracht“,
ergänzte sie.
Der Insolvenzverwalter hatte
das Unternehmen Grupp seit
dem 19. Dezember, dem Tag
des Beantragens der Insolvenzeröffnung, weitergeführt.
Die Auftragslage beim Spezialisten für die Rohrbearbeitung
und dem Hersteller von Stahl-
(Foto: tom)
möbeln hatte sich in der Folge
stabilisieren lassen, nachdem
zuvor ein Großkunde weggebrochen war.
Bevor die Unterschriften unter die Kaufverträge gesetzt
wurden, war das Insolvenzverfahren der Grupp GmbH mit
Stichtag 1. März eröffnet worden. Markus Eibofner hatte
sich bereits im Februar im Gespräch mit dieser Zeitung zuversichtlich gezeigt, eine Lösung für ein dauerhaftes Fortführen des Großdeinbacher
Betriebs zu finden. Eine interne Lösung zur Weiterführung
hatte er damals nicht ausgeschlossen, wollte aber die Verhandlungen sowie den Kaufabschluss nicht gefährden.
„Ich bin froh, die Tradition
meines Vaters Gerhard Otto
Grupp, der den Betrieb 1968
gegründet hatte, auf diese Weise fortzusetzen“, sagte Susanne Bilzer-Grupp erleichtert
nach dem Kauf.
Analysen, Trends und Entwicklungen aus erster Hand von den Arbeitgeberverbänden für die Firmen der Region
Die Themen des Monats März 2015 im Überblick
Arbeitsrecht
• BAG: Urlaub bei Wechsel
von Voll- in Teilzeit
Konnte ein Arbeitnehmer, der
von Vollzeit in eine Teilzeittätigkeit
mit weniger Wochenarbeitstagen
wechselt, seinen Urlaub vor dem
Wechsel nicht vollständig nehmen, dürfen die Urlaubstage wegen des Übergangs in eine Teilzeitbeschäftigung nicht anteilig
gekürzt werden. Orientiert an der
Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes hat nun auch
das BAG seine bisherige Rechtsprechung aufgegeben, nach der
die Urlaubstage grundsätzlich umzurechnen sind, wenn sich die Anzahl der Arbeitstage verringert, Urteil vom 10.02.2015, Az: 9 AZR
53/14.
Der Kläger war in Vollzeit beschäftigt. Er wechselte ab dem
15.07.2010 in eine Teilzeittätigkeit. Statt an 5 Tagen pro Woche
arbeitet er nun nur noch an 4 Tagen in der Woche. Im Jahr 2010
hatte der Kläger noch keinen Urlaub. Die Beklagte kürzte bei seinem Wechsel seinen Urlaubsanspruch von 30 Tagen auf 24
Tage, nachdem er nur noch 4
Tage die Woche tätig war. Eine
entsprechende Regelung sah der
anwendbare TVöD vor. Dagegen
wehrt sich der Kläger. Eine verhältnismäßige Kürzung seiner Urlaubsansprüche sei bis zum
15.07.2010 unzulässig. In dieser
Zeit habe er Vollzeit gearbeitet,
demnach sei auch Urlaub in Vollzeit zu gewähren. Zu Recht, so
nun das BAG. Die Tarifnorm des
TVöD sei wegen des Verstoßes
gegen das Verbot der Diskriminierung von Teilzeitkräften unwirksam, soweit dadurch die Zeit
der während der Vollzeittätigkeit
erworbenen Urlaubstage gemindert wird. Dem Kläger wurden
RECHTSANWÄLTIN
UTA-SUSANNE WEISS
3 Urlaubstage mehr, damit insgesamt 27 Urlaubstage zugesprochen. Im Ergebnis wird zukünftig
bei unterjähriger Reduzierung der
Arbeitstage pro Woche ein besonderes Augenmerk auf noch
offene Urlaubsansprüche gerichtet werden müssen.
Nähere Informationen erhalten
Sie über:
aalen@suedwestmetall.de
• Grafik des Monats:
So fördern Unternehmen die
Gesundheit ihrer Mitarbeiter
Unternehmen haben in den vergangenen Jahren für ihr Gesundheitsmanagement viel Geld in die
Hand genommen. Im Jahr 2012
waren es 854 Millionen Euro. Da-
mit finanzieren die Unternehmen
knapp 15 Prozent der gesamten
Ausgaben der Gesundheitsförderung in Deutschland. Gesundheitsmanagement ist heute aber
mehr, als Mitarbeitern nach einem Bandscheibenvorfall einen
Steharbeitsplatz
einzurichten
oder einmal pro Woche einen
Obstkorb zur Verfügung zu stellen. Investiert wird heute verstärkt in Vorsorge. Auch die psychische Verfassung der Beschäftigten wird stärker einbezogen.
Um Überforderungen vorzubeugen, haben einige Firmen begonnen, gezielt auch die Resilienz,
d. h. die Widerstandsfähigkeit ihrer Mitarbeiter zu stärken. Hilfreich sind dabei die Förderung
von Eigenschaften wie positives
Denken, Selbstverantwortung,
Achtsamkeit, Stressbewältigung
und soziale Kompetenz. Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeiter mit Kursen, sensibler zu
werden, Überforderung zu erkennen und auch entgegensteuern
zu können. Sie nehmen damit die
Gesundheit ihrer Beschäftigten
ernst und fördern diese. Sie erhalten nicht nur deren Arbeitskraft,
sondern stärken auch ihre Attraktivität als Arbeitgeber.
Nähere Informationen erhalten
Sie über:
aalen@suedwestmetall.de
4. Tagung Betriebliches
Gesundheitsmanagement
am 21. April 2015 in Aalen
Bereits zum 4. Mal findet am
21. April 2015 die überregionale
Tagung zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement in Aalen
statt. Im Mittelpunkt der Tagung,
die gemeinsam von Südwestmetall und der Hochschule Aalen organisiert wird, steht zum einen die
Definition der Zielgruppen eines
Gesundheitsmanagements. Zum
anderen wird die Rolle der Führungskräfte beleuchtet. Zu dieser
Tagung, die in der neuen Aula der
Hochschule Aalen stattfindet, sind
Geschäfts- und Personalleitungen,
Verantwortliche im Arbeits- und
Gesundheitsschutz sowie Betriebsärzte herzlich eingeladen.
Die Tagungsordnung und weitere Informationen erhalten Sie über:
aalen@suedwestmetall.de
Erhebung zum Benchmark
Personalwirtschaft 2015
Die Landesvereinigung BadenWürttembergischer Arbeitgeberverbände e.V. führt bis zum 27.03.2015
erneut eine Erhebung zum Benchmark Personalwirtschaft durch. Die
Teilnahme an dieser Erhebung liefert personal- und wirtschaftsbezogene Daten, so z. B. zur Beschäftig-
tenstruktur, Krankenstand, Arbeitszeit usw. Sie ermöglicht den Vergleich der Daten des eigenen Betriebes mit denen von Betrieben
vergleichbarer Größe, der gleichen
Branche oder der gesamten Erhebung. Die Datenerhebung findet immer im 1. Quartal eines Jahres statt
und enthält die repräsentativen Daten des Vorjahres. Auswertungen,
die bis Ende Mai 2015 erfolgen, erhalten nur teilnehmende Unternehmen.
Den Erfassungsbogen zur Teilnahme und weitere Informationen erhalten Sie über:
aalen@suedwestmetall.de
Anzeigeverfahren zur Beschäftigung schwerbehinderter
Menschen
Arbeitgeber, die im Jahresdurchschnitt monatlich über mindestens
20 Arbeitsplätze verfügen, sind verpflichtet, auf mindestens 5 Prozent
der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Wird
die vorgeschriebene Zahl der
schwerbehinderten Arbeitnehmer
nicht erreicht, muss für jeden unbesetzten Pflichtarbeitsplatz eine
Ausgleichsabgabe entrichtet werden. Die Ausgleichsabgabe wird
auf der Grundlage einer jahresdurchschnittlichen Beschäftigungsquote ermittelt und beträgt je unbe-
setztem Pflichtarbeitsplatz 115
Euro bei einer Beschäftigungsquote von 3 bis unter 5 Prozent, 200
Euro bei einer Beschäftigungsquote von 2 bis unter 3 Prozent und
290 Euro bei einer Beschäftigungsquote von 0 bis unter 2 Prozent.
Die zur Berechnung des Umfangs
der Beschäftigungspflicht, zur
Überwachung ihrer Erfüllung und
der bei geringerer Besetzung anfallenden Ausgleichsabgabe notwendigen Daten müssen Arbeitgeber
jährlich bei der für sie zuständigen
Agentur für Arbeit anzeigen. Für
das Jahr 2014 ist die Anzeige spätestens bis zum 31. März 2015 abzugeben.
Für das Anzeigeverfahren steht
das Datenverarbeitungsprogramm
REHADAT-Elan zur Verfügung. Damit kann die Anzeige in elektronischer Form abgegeben werden.
Die hierzu benötigte Software kann
über die Website http://www.rehadat-elan.de kostenlos heruntergeladen werden.
Seminarangebot im Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft
• Anspruchsvolle Gesprächssituationen
13. April 2015, Haus Reutlingen
• PräsenTorik – wirkungsvoll präsentieren und vortragen
13. April 2015, Haus Bleibach
• Ausbildungsmarketing – positionieren, finden, gewinnen, halten
20. April 2015, Haus Steinheim
Bei Interesse wenden Sie sich
bitte an:
jahnke.ulrike@biwe-akademie.de
Kontakt:
Südwestmetall
Bezirksgruppe Ostwürttemberg
Telefon: 0 73 61 92 56-0
aalen@suedwestmetall.de
www.suedwestmetall.de
Analyse
Wirtschaft Regional | März 2015
11
Das aktuelle Interview: Joachim Krimmer, Präsident HK Ulm
„Das regionale Handwerk hat mindestens 22 102 Unterstützer!“
A
m 30. September 2014 hat
die Vollversammlung der
Handwerkskammer Ulm Joachim Krimmer zu ihrem neuen
Präsidenten gewählt. Der
58-Jährige, der gemeinsam mit
seinem Sohn Christoph den
Heizungs- und Sanitärbetrieb
Otto Krimmer in Leutkirch leitet, war vor seiner Wahl bereits
zwei Jahre im Vorstand der
Kammer tätig und hat als Kreishandwerksmeister von Ravensburg bereits Erfahrungen im
Ehrenamt gesammelt. Krimmer
möchte den Kurs seines Vorgängers Anton Gindele weitergehen und die Außendarstellung des Handwerks weiter verbessern. Zudem möchte er die
Landes-, Bundes- und Europapolitik für die Themen des
Handwerks sensibilisieren. Dabei weiß der neue Präsident,
wovon er spricht: Krimmer engagierte sich lange Jahre als
Kommunalpolitiker. Im Interview mit Redakteur Sascha
Kurz zeigt er Handlungsfelder
auf und resümiert die erfolgreiche Aktion „Ja zum Meister“,
bei der die Kammer 22 102 Unterschriften für den Erhalt des
Meistertitels gesammelt hat.
Herr Krimmer, wie haben
Sie sich ins neue Amt hineingefunden? Entspricht die
Aufgabenvielfalt Ihren Erwartungen?
Joachim Krimmer: Das
Amt macht mir Freude. Die
Themen, mit denen sich die
Kammer befasst, sind weitergefasst und vielschichtiger, als
sie auf regionaler Ebene auftreten. Da musste ich mich
mehr reinarbeiten, als das bisher der Fall war. Das Miteinander in der Handwerkskammer
mit ihrer Administration und
den 130 Mitarbeitern ist sehr
angenehm. Je nach saisonaler
Schwankung der terminlichen
Verpflichtungen bin ich tageweise in Ulm präsent, ein fester Kammertag pro Woche ist
stets eingeplant. Die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern in der Vollversammlung
ist ausgezeichnet und durch
ein konstruktives Miteinander
geprägt. Gleich zu Beginn
meiner Amtszeit häuften sich
die Termine und ich lernte viele interessante Personen kennen. Ja, die Aufgabenvielfalt
entspricht meinen Erwartungen.
Sie haben sehr rasch den
Kontakt vor allem zur Landespolitik gesucht. Wie sind
ihre Eindrücke?
In allen Gesprächen hatte ich
den Eindruck, dass die Anliegen des Handwerks Gehör finden. Sehr oft haben sich Politiker wie Integrationsministerin
Bilkay Öney, Kultusminister
Andreas Stoch und vor allem
Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid Zeit genommen, um sich ein Bild von der
Situation im Handwerk zu machen. Auch wenn nicht immer
dieselben Meinungen vorherrschten, ein Eindruck hat
mich nicht getrügt: Die Gespräche waren keine Pflichtveranstaltung, sondern von
Respekt und Interesse für unsere Position geprägt. Ich stehe
auf dem Standpunkt: Steter
Tropfen höhlt den Stein. Das
Handwerk muss sich immer
wieder ins Gespräch bringen.
Nur so können die Interessen
von Kleinbetrieben aufgezeigt
und durchgesetzt werden. Gutes Beispiel ist die Debatte um
den Mindestlohn. Im Kern
richtig, darf die Aufzeichnungspflicht nicht zu einem
bürokratischen Auswuchs werden. Die Politik muss für die
Probleme, die in Handwerksbetrieben existieren, ständig
sensibilisiert werden.
Auch in Brüssel sind Sie
kein Unbekannter mehr. . .
Mit unserem Delegationsbesuch sowie dem Überreichen
von einigen tausend Unterschriften mit einem Bekenntnis zum Meistertitel haben wir
Aufsehen erregt und eine positive Resonanz erfahren. Bis
zum Ende der Unterschriftenaktion Anfang März sind
22 102 Unterschriften zusammengekommen! Die EU-Kommission hat die Deregulierung
im Auge, beispielsweise bei
Skilehrern und touristischen
Fremdenführern. Das lässt sich
aber nicht auf den deutschen
Meistertitel übertragen. Der
Joachim Krimmer ist seit dem 30. September 2014 Präsident der Handwerkskammer Ulm.
(Foto: Handwerkskammer Ulm)
muss als Qualitätssicherung
für den Verbraucher und als
wichtiger Anker in der dualen
Ausbildung erhalten bleiben.
Bezüglich der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung
haben Sie auch eine dezidierte Meinung.
Die Bundesregierung hat einen klaren Handlungsauftrag.
Der Status quo bei der Energiewende, der beruflichen Bildung oder dem Mindestlohn
sind so nicht haltbar und schaden dem regionalen Handwerk. Der Gesetzgeber, nicht
nur Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, sollte aufpassen,
dass die Leistungsfähigkeit des
Mittelstandes nicht weiter beeinträchtigt wird. Was gut gemeint sein kann, belastet in
seiner Ausführung aktuell gerade kleine und mittelständische Betriebe negativ.
Wie schätzen Sie die wirtschaftliche Lage im regionalen Handwerk ein?
Sie ist sehr stabil und wird
dies aller Voraussicht nach
auch bleiben. Angesichts anhaltender Niedrigzinsen wird
in Sachwerte investiert, dazu
braucht man die Handwerksbetriebe. Wir müssen versuchen, die bestehenden Kapazitäten aufrecht zu erhalten. Das
ist angesichts eines sich verschärfenden Fachkräftemangels zentrale Aufgabe. Das
Handwerk bietet sichere Arbeitsplätze. Das muss in der
Gesellschaft verankert werden.
Wird das Handwerk in der
Öffentlichkeit falsch gesehen?
Ja und nein. Werden Handwerkerleistungen
benötigt,
werden die Handwerker auch
geachtet und nachgefragt.
Wertig ist, was die Gesellschaft benötigt. Das Handwerk
gehört ohne Zweifel dazu. Die
Gleichstellung des Meistertitels mit dem Bachelorabschluss ist ein gutes Beispiel
dafür. Dies alles zu vermitteln,
daran arbeitet die Handwerkskammer täglich. Die Kommunikation wurde verstärkt. Mit
den Industrie- und Handelskammern pflegen wir ein gutes
Miteinander. Unsere Aktivitäten wurden nach außen verstärkt: Stichworte hierbei sind
die stärkere Regionalisierung,
Firmenbesuche, das Vermitteln der handwerklichen Vielfalt mit ihren über 130 Gewerken, Bildungspartnerschaften
mit Schulen, Bildungsbotschafter oder das Ausbilden
und Integrieren ausländischer
junger Menschen. Die deutlich
verbesserten Werte in unserer
Mitgliederbefragung zeigen,
dass wir auf dem richtigen
Weg sind. Handwerker werden
geschätzt. Sie sorgen in ländlichen Regionen dafür, dass Lebensqualität erhalten bleibt.
Gibt es dabei Unterschiede
zwischen Ballungsgebieten
und dem ländlichen Raum?
Oft ist es in ländlichen Regionen noch einfacher, Nachwuchs zu finden. Aber dazu ist
es nötig, die schulische Infrastruktur dort auch zu erhalten.
An den Berufsschulen schlägt
zusehends die Kleinklassenproblematik auf. Diese müssen
erhalten bleiben, um die Berufe attraktiv und nah am Heimatort zu halten. Der Erhalt
von Bildungsinfrastruktur ist
kommunale Daseinsvorsorge.
Kommunen sollten bewusster
mit dem Thema umgehen, vieles ist zu selbstverständlich.
Ich sehe das Handwerk so: Jeder Betrieb an einem Ort ist
eine Filiale von uns.
Bleiben wir beim Thema
Ausbildung. Gibt es Erfolge
im Bemühen, die Ausbildungszahlen positiv zu gestalten?
Beim Thema Ausbildungssicherung bespielen wir viele
Kanäle und nutzen viele Möglichkeiten. Wir versuchen neben den bereits angesprochenen Bemühungen, Eltern und
Lehrer davon zu überzeugen,
dass im Handwerk für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen beruflich einiges
möglich ist. Junge Menschen
aus Spanien zu holen, Projekte
mit Flüchtlingen wie in
Schwäbisch Gmünd zu starten,
sind vielversprechende Ansätze. Da ist man aber nie zu
Ende. Ich bin mit Blick auf die
jüngsten Zahlen zuversichtlich. 2014 haben wir wachsende Ausbildungszahlen vorgelegt. Unsere Maßnahmen
fruchten, trotz zurückgehender
Schülerzahlen insgesamt.
Das Thema Infrastruktur
in all seinen Facetten bewegt
auch das Handwerk.
Von ihr abgehängt zu sein, ist
für Handwerksbetriebe existenzrelevant, egal, ob es sich
um Verkehrs-, Bildungs- oder
Breitbandinfrastruktur
handelt. Deshalb setzen wir uns
auch in unserem Verkehrsausschuss für den Ausbau ein und
unterstützen Initiativen, die
den Ausbau der digitalen Netze fördern.
Was kann die Handwerkskammer beim Thema Unternehmensübergabe tun?
Wir arbeiten am Aufbau einer
Nachfolgevermittlung. Übernahmewillige und potenzielle
Firmenübergeber sollen zusammengebracht werden. Wir
diskutieren in der Vollversammlung über das Konstituieren eines Zentrums für Unternehmensnachfolge.
Jede
Übergabe ist eine Chance. Dabei sollte das Interesse von
Kommunen und der Landespolitik vorhanden sein, weil so
die wirtschaftliche Vielfalt vor
Ort gesichert werden kann.
Gibt es eigentlich interne
Kammerkritiker?
Die gibt es immer und das ist
konstruktiv geäußert auch gut
so. Die Selbstverwaltung im
Handwerk mit den Prüfungsund
Verwaltungsregularien,
mit ihren Tausenden ehrenamtlichen Ausschussmitgliedern,
Sachverständigen und Ausbildungsmeistern sehe ich als klaren Vorteil an. Die Selbstverwaltung stellt aus meiner Sicht
ein hohes Gut dar, an der sich
jedermann und jedefrau beteiligen sollte. Ich glaube nicht,
dass staatliche Organisationen
die Aufgaben besser erledigen
würden. Schließlich zeigt unsere Mitgliederbefragung eine
klar wachsende Zufriedenheit
zwischen den Betrieben und
der Handwerkskammer.
Herr Krimmer, besten
Dank für das Gespräch.
Handwerkskammer vor Ort: Droht der Handwerker-Mangel?
Präsident Joachim Krimmer und Hauptgeschäftsführer Dr. Tobias Mehlich besuchen die Gmünder Bäckerei Berroth
l
Wolfgang Fischer
Schwäbisch Gmünd. Handwerklich arbeitende Bäcker
müssen zunehmend gegen die
Konkurrenz von Backshops
bei Discountern kämpfen. Das
erfuhren Vertreter der Stadtverwaltung und der Handwerkskammer bei einer Besichtigung der Gmünder Bäckerei Berroth. „Wir haben
womöglich bald kein Fachkräfteproblem mehr, sondern ein
Problem, die Versorgung mit
elementaren
Handwerkerdienstleistungen sicherzustellen“, äußerte Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der
Handwerkskammer, seine Befürchtungen beim Besuch.
Gmünd sei mit Bäckern noch
gut versorgt, in anderen Ge-
meinden – vor allem auf dem
Land – sehe das bereits anders
aus. Es sei nicht auszuschließen, dass künftig dringend benötigte Handwerker verschiedener Gewerke nicht mehr in
ausreichendem Maße zur Verfügung stünden. In den kommenden Jahren stehen 15 %
der Betriebe zur Übergabe an.
Diese zu bewerkstelligen, werde eine Herkulesaufgabe.
Handwerkskammer-Präsident Joachim Krimmer war
sich mit Gmünds OB Richard
Arnold einig, dass es von entscheidender Bedeutung ist, die
Berufsschulen und damit die
duale Ausbildung vor Ort zu
erhalten. Nur damit könne die
Versorgung mit Handwerkern
vor Ort gesichert werden. Einmal weggefallene Handwerks-
Bei Berrroth sahen (v. l.) Alexander Groll, Edgar Horn, Tobias Mehlich, Joachim Krimmer, Ingrid Berroth, Manfred Berroth und Richard Arnold zu, wie
Stefanie Knecht Teiglinge auf die Backbleche setzte.
(Foto: Tom)
betriebe, so Richard Arnold,
„kehren nie zurück“.
Manfred Berroth, seine Frau
Ingrid und sein Sohn Pascal erläuterten bei der Besichtigung
den Betrieb. Inzwischen hat
die Bäckerei 120 Mitarbeiter
und neben dem Backbetrieb
mit Verkauf auf dem Gügling
elf Filialen zwischen Aalen
und Lorch. Dabei unterstrich
Berroth, dass in seinem Betrieb trotz des Standorts im Gewerbegebiet alles von Hand
gefertigt werde. Der Markt sei
im Umbruch. Discounter setzten den Bäckereien zunehmend zu. Um im Konkurrenzkampf zu bestehen, setze seine
Firma zunehmend auf Spezialitäten, auch Snacks seien ein
Umsatzbringer.
Ein Thema war auch der
wachsende
Azubi-Mangel.
Ingrid Berroth erzählte, sie
würde für den Verkauf gerne
vier Azubis einstellen, habe
aber nur eine geeignete Kandidatin gefunden. Arnold regte
an, das Potenzial von Flüchtlingen zu nutzen. Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Ostalb, Edgar
Horn, ergänzte, im Ostalbkreis
seien die Ausbildungszahlen
bei Fachverkäuferinnen wie
bei Bäckern spürbar zurückgegangen. Die Sonntagsöffnung
von Bäckereien sah Ingrid Berroth auf Mehlichs Nachfrage
skeptisch: „Die Mitarbeiter
brauchen einen Ruhetag.“ Dagegen mache der Mindestlohn
der Bäckerei hierzulande nicht
zu schaffen.
Mehlich forderte die Bäcker
auf, auskömmliche Preise zu
verlangen. Die Preisunterschiede bei Backwaren zwischen Bäckereien und Kaffeehausketten seien frappierend.
Dann allerdings, so befürchtete Ingrid Berroth, „wandern
noch mehr Kunden zum Discounter ab oder zur Konkurrenz, wenn die nicht mitzieht“.
Wirtschaftsstandort Lorch
12
REGIO-TICKER
l
SDZeCOM prämiert
Aalen. SDZeCOM, Tochterunternehmen des SDZ-Verlagshauses, wurde auf der CeBIT
für das Produkt „PIM smart.selection“ mit dem Innovationspreis-IT im Bereich Consulting
ausgezeichnet. Für Firmen ist
es wichtig, die Bedürfnisse der
Kunden und deren Kaufverhalten schnell zu erfassen und
neue Kundenerlebnisse zu
schaffen. Die Anzahl der Kundenkontaktpunkte nimmt dabei
stetig zu. Das erhöht die Anforderungen an Unternehmen und
deren Marketing- und IT-Verantwortliche. Wer erfolgreich verkaufen will, muss mit den stets
aktuellen Produktinfos zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, in
der richtigen Sprache und Qualität beim Kunden sein.
Mit „PIM smart.selection“ hat
SDZeCOM ein Beratungspaket
entwickelt, mit dem Unternehmen schnell und ressourcenschonend ein passendes Product Information ManagementSystem (PIM) finden. Mittels
der Aufnahme der Anforderungen an das PIM wird eine Bewertungsmatrix erstellt, die die
Basis für eine Entscheidung bildet. Dabei wird auf eine erprobte Systematik zurückgegriffen,
die eine objektive und praxisbezogene Bewertung ermöglicht.
In der Kategorie Consulting gehört „PIM smart.selection“
deshalb laut der Initiative Mittelstand, die den Preis ausgelobt
hatte, zu den Besten.
Infos zum Produkt:
www.sdzecom.de/smart
Wirtschaft Regional | März 2015
ENT setzt auf Multikanal-Lösung von SDZeCOM
European Norm Tools beauftragt SDZ-Tochter mit Implementierung des Product Information Management Systems „pimcore“
Oberkochen/Aalen. Seit über
zehn Jahren gilt die Oberkochener
Großhandelsfirma
ENT als zuverlässiger Partner
und feste Größe im Bereich der
maschinell
angetriebenen
Schaftwerkzeuge für die maschinelle
Holzbearbeitung.
Um seine Multikanal-Kommunikation deutlich effizienter zu
gestalten, plante ENT die Einführung eines Product Information Management Systems
(PIM) und beauftragte die Verlagstochter SDZeCOM mit der
Implementierung. Nach einer
Prozess- und Kosten-NutzenAnalyse fiel die Wahl auf
„pimcore“, eine Open-SourceLösung fürs Product Information Management und Content
Management.
ENT stellt seinen Kunden die
Produktinformationen in verschiedenen Sprachen in einem
200-seitigen Hauptkatalog, diversen Broschüren und auf der
Firmen-Webseite zur Verfügung. Zusätzlich werden Kunden und Lieferanten mit den
Produktdaten versorgt.
Eine weitere Besonderheit ist
der Druck von mehrsprachigen
Produktetiketten, die auf Kundenwunsch gleichzeitig mit
dem Verpacken der Ware produziert werden sollen.
Nach einer umfangreichen
Prozessanalyse sowie der Bewertung der Stammdaten-Qua-
schiedene Exporte mit Daten versorgt, was eine
wesentlich
schnellere Umsetzung von Kundenwünschen bei
gleichzeitig kürzeren Projektlaufzeiten
ermöglicht.
Innerhalb des
Digital Asset Management verwaltet ENT rund
1500 Produktabbildungen, Grafiken, Dokumente
und technische
Zeichnungen.
ENT stellt diese
auch
innerhalb
des
Unternehmens für die Mitarbeiter zur VerFranz Schwarz ist Geschäftsführer beim Unternehfügung. Mit einer
men SDZeCOM.
(Foto: SDZ)
einheitlichen Belität, integrierte SDZeCOM nennungssystematik konnte
„pimcore“ mit einem so ge- der Pflegeaufwand bei Verteinannten Digital Asset Manage- lung und Nutzung deutlich rement (DAM)-Modul in die be- duziert werden. Durch die bestehende Systemlandschaft.
reits vorhandene Database-PuKonkret bedeutete dies die blishing-Lösung „EasyCataAnbindung von „pimcore“ an log“ für das Programm Adobe
das vorhandene ERP-System InDesign konnte in Verbinbei der Firma ENT, an das vor- dung mit „pimcore“ ein wehandene Etiketten-System so- sentlich höherer Automatisiewie das InDesign-Plugin rungsgrad bei der Katalog-Er„Easy Catalog“. Alle genann- stellung erreicht werden.
Mit der von SDZeCOM speten Systeme werden durch ver-
ziell auf ENT zugeschnittenen
Etikettenlösung konnte das
über zehn Jahre alte Vorgängersystem abgelöst werden
und die Laufzeit beim Etikettendruck verringert werden.
Spezielle
Kundenwünsche,
wie eigene Übersetzungen für
Produkte einzupflegen, können
nun stärker berücksichtigt werden.
FIRMEN-INFOS
l
Seit 1995 steht SDZeCOM für
Ingenieursleistung in IT-Projekten mit dem Schwerpunkt Produktkommunikation. SDZeCOM berät Unternehmen rund
ums Datenmanagement, das
Media Asset Management und
Multikanal-Kommunikation. Zertifizierte Projektleiter entwickeln individuelle Lösungen, die
Erfassung, Verwaltung und
crossmediale Publikation von
Produktdaten erleichtern. Alle
Lösungen integrieren sich in bestehende Systeme bei Kunden.
Beim Thema IT-Consulting erhält SDZeCOM 2015 bereits
zum vierten Mal für innovative
und komplexe Projekte eine
Auszeichnung. Die WebAkademie bietet Expertenwissen.
SDZeCOM ist Partner der
DHBW Heidenheim und der
Hochschule Aalen.
Großer Nutzen durch
SDZeCOM-Lösung
Die eingeführte Lösung erfüllt exakt die Anforderungen
von ENT. Neben einer neutralen Datenhaltung, der Steuerung der Ausgabekanäle sowie
dem Abbilden von Cross-Selling-Produkten wie Zubehör,
Ersatzteile und Artikel-Sortimenten, bietet das installierte
System zusätzlich die Möglichkeiten von Statusinformationen und Etikettensteuerung.
Aktuelle, redundanzfreie Produktdatenhaltung in allen Kanälen, Unterstützung der
Mehrsprachigkeit bei der Medienproduktion und vor allem
eine enorme Zeitersparnis bei
der Multichannel-Kommunikation werden durch die
SDZeCOM-Lösung erreicht.
Durch die Erweiterungsmöglichkeiten bietet das System
eine gute Basis für die weitere
Unternehmensentwicklung.
SDZeCOM
l
ENT
ENT beliefert Firmen in ganz Europa. Mit über 2000 Einzelartikeln und 200 000 Werkzeugen
haben Kunden eine große Auswahl – klassische Fräswerkzeuge sind wie spezielle Produkte
sowie technisch anspruchsvolle
Werkzeuge mit ausgefeilter
Geometrie mit dabei. Abgerundet wird das Produktsortiment
durch Bohrwerkzeuge.
Der Wirtschaftsstandort Lorch stellt sich vor
Guter Branchenmix ist im Stauferstädtchen Lorch vorhanden
Stadtverwaltung ist auf der Suche nach neuen Gewerbeflächen – Lorch besitzt an der Nahtstelle im Remstal große historische Wurzeln
D
urch die Fertigstellung des
Schwäbisch
Gmünder
Einhorntunnels ist Lorch,
westlichste Stadt des Ostalbkreises, von Aalen her schneller zu erreichen. Es wird alles
geboten, was so eine kleine
Stadt liebens- und lebenswert
macht. Ausreichend Kitaplätze
sind ebenso vorhanden wie alle
weiterführenden Schulen.
Als Wirtschaftsstandort ist
Lorch ebenfalls prosperierend.
Rund 2700 Arbeitsplätze sind
in Handel, Gewerbe und Industrie vorhanden. Zwei Gewerbegebiete im Osten und Westen
bestimmen das industrielle Geschehen. Im Osten ist es das
Gewerbegebiet „Ziegelwaldstraße“, das seit Jahren voll belegt ist. Im Gebiet „Weitmars-
Das Kloster Lorch wurde 1102 gegründet und gilt als touristische Attraktion.
wiesen“ am anderen Ende und
direkt neben der B 29 in Richtung Stuttgart sind noch 3100
Quadratmeter in städtischer
Hand. Dort gibt es neben mehreren Lebensmittel-Einkaufsmärkten einen Garten- und
Landschaftsbaubetrieb sowie
namhafte und auch international operierende Firmen wie
Bock Stahl- und Behälterbau,
Kistler Lorch, Mahle Filtersysteme und Binz Sonderfahrzeuge – ein also zufriedenstellender Branchenmix, der auch für
eine gute Frequentierung sorgt.
(Foto: Stadt Lorch)
Was eine mögliche Ausweitung der Gewerbegebiete angeht, stehen neben der genannten Fläche nur noch Privatflächen zur Verfügung. Deshalb
werden in der Verwaltung
Überlegungen angestellt, wo
noch Flächen angekauft wer-
Blick ins Gewerbegebiet „Ziegelwaldstraße“ im Osten.
den können. Für junge Familien ist das Neubaugebiet „Gairen“ attraktiv, dessen vierter
Bauabschnitt gerade erschlossen wird. Damit stehen 13 weitere Bauplätze zur Verfügung.
Neben guter Kleinkind- und
Schulbetreuung bietet es für
(Foto: Ha)
junge Familien eine Bauplatzförderung und einen Familienpass mit Gutscheinen. Die Einwohnerzahl ist nach einem
zwischenzeitlichen Rückgang
wieder um rund 200 Personen
auf 10 870 Personen angestiegen.
Heide Hartner
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Im Mittelpunkt: Vertrauen und Kompetenz
A
uf eine rund 35-jährige
Erfahrung im Beratungskerngebiet Ostalb kann die
STEUERKANZLEI ARTUR
SCHMID erfolgreich zurückblicken. Die Lorcher Steuerberatungskanzlei verzeichnet jedoch auch weiterhin Zuwachs.
Die Gründe liegen neben der
Verbundenheit zur regionalen
Industrie vor allem in der modernen Ausrichtung der Kanzlei. Sich dem Wandel im Beratungssektor zu stellen und die
heutzutage technischen Mög-
lichkeiten konsequent zu nutzen, sind neben der persönlichen Identifizierung der Mitarbeiter mit der Kanzlei, unabdingbare Voraussetzungen, um
die Aufgabe „Dienstleistung“
erfolgreich zu gestalten.
Der Rundum-Service für die
Mandanten bietet die Möglichkeit, beachtliche Synergieeffekte zwischen Mandant und
Steuerkanzlei zu generieren.
Deshalb wird jedes Mandatsverhältnis von Beginn der Zusammenarbeit an detailliert ab-
gestimmt. Von der Verwirklichung nur einzelner Komponenten bis hin zum sogenannten Full-Service-Angebot hat
der Mandant die Auswahl. Neben der steuerlichen Betreuung
bietet die Kanzlei auch eine
umfassende
betriebswirtschaftliche Beratung. Der Slogan „Im Mittelpunkt Vertrauen
und Kompetenz“ komme nicht
von ungefähr, betont Inhaber
Artur Schmid, „denn das Vertrauen der Mandanten und die
Kompetenz der Kanzlei sind
wesentliche Grundlagen unseres Erfolgs.“
Drei Steuerberater an Bord
Zum Team von Artur Schmid
gehören zwölf Mitarbeiter/innen, darunter drei Steuerberater. Die Kanzlei legt dabei großen Wert auf eine maßgeschneiderte Beratung, die den
Mandanten dabei unterstützt,
sein Unternehmen sicher in die
Zukunft zu führen und den Unternehmenswert zu steigern.
Ein erfolgreiches Konzept, das
mittelständische Unternehmen
ebenso überzeugt wie Handwerker und Freiberufler. Begleitet werden Unternehmer
bei Firmengründung, über die
laufende Betreuung im Geschäftsalltag bis hin zur Unternehmensnachfolge.
Das Team berät umfassend,
lösungsorientiert und praxisnah. Gut ausgebildete Mitarbeiter und ein angenehmes, erfolgsorientiertes Kanzleiklima
sind ebenso selbstverständlich
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Qualitätsmanagement, das eine ständige Weiterbildung sicherstellt.
Wirtschaftsstandort Lorch
Wirtschaft Regional | März 2015
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nunmehr fast 50 Jahren kundenspezifische Qualitäts-Gasfedern unterschiedlichster Art
am Standort in Lorch. Was mit
den Gasfedern des weltweit
operierenden Herstellers bewegt wird, ist dabei höchst unterschiedlich: Ob Hauben,
Klappen, Tische, Türen, Geräte, ob in Möbeln, Medizinprodukten,
Sonder-Fahrzeugen
oder Flugzeugen wie dem
A380. Sowohl Handwerksund Industriebetriebe aus der
Region als auch große, namhafte Unternehmen aus aller
Welt vertrauen den langjährigen Erfahrungen des schwäbischen Premium-Herstellers.
Kontrollierte Bewegung
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Überall dort, wo gehoben, gesenkt, geschwenkt oder ge-
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hängt vor allem von der Anwendung und den Wünschen
des Kunden ab.
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dämpft werden soll, kommen
Bansbach-Produkte zum Einsatz. In unzähligen Anwendungen wird mit höchster Präzision jede Bewegung kontrolliert.
Dies wird unter anderem dadurch gewährleistet, dass jedes
Produkt exakt auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt
wird. Ob dabei Gasdruckfedern, Dämpfer, hydraulische
Antriebe oder Pneumatikzylinder zum Einsatz kommen,
(Fotos: Bansbach)
Weltweiter Vertrieb
Die Bansbach Premium-Produkte werden weltweit von
über 40 Vertriebspartnern angeboten. Die eigenen Niederlassungen in Singapur, Melbourne und den USA, bilden
das Zentrum der Vertriebsaktivitäten in Asien beziehungsweise Amerika. Die Herstellung erfolgt ausschließlich am
Standort in Lorch. Nur so kann
die hohe Bansbach-Qualität
garantiert und entsprechend
flexibel auf die Markterfordernisse reagiert werden. Eine
motivierte Belegschaft und
eine Fertigungstiefe von über
90% sind entscheidende Faktoren des Erfolgs und Wachstums der letzten Jahrzehnte.
Investitionen in den
Standort Lorch
Damit das auch langfristig so
bleibt, wurde in den letzten
Jahren kräftig in den Standort
in Lorch investiert. Zuletzt mit
dem Neubau einer Montageund Versandhalle. Das schafft
nicht nur optimierte Produktionsabläufe, sondern ist auch
ein klares Bekenntnis zum Produktionsstandort Lorch der dadurch weiter gestärkt wird.
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Führend in der Messtechnik
und bei Prüfständen
Lorch. Im Industriegebiet
West in der Maierhofstraße
präsentiert sich Kistler in
Lorch. Der Spezialist für Fügesysteme, Prüfstände, Drehmomentsensoren und Kraft-WegMonitoring zählt zur weltweit
agierenden Kistler-Gruppe in
Winterthur (Schweiz). Die
Gruppe kann seit Jahren auf
gute Zuwachsraten verweisen,
und in Lorch expandiert das
Unternehmen gleichwohl.
Im vor drei Jahren eröffneten
Neubau ist nun auch das Obergeschoss voll belegt. Dort sind
die Abteilungen Engineering
und Produktmanagement sowie Teile der Produktion untergebracht. Wie der Leiter des
Produktions-Centers, Dipl.Ing. Bernd M. Baumann, erläutert, ist Kistler Lorch stark
gewachsen. Heute würden 141
Mitarbeiter beschäftigt, während es noch vor zwei Jahren
115 gewesen seien. Die Ausbildung von jungen Menschen
zu
Industriemechanikern,
Der Kistler-Standort in Lorch
Elektromechanisches
NC-Fügesystem
Elektronikern für Geräte und
Systeme, Fachkräften für Lagerlogistik und IndustrieKaufleuten sei ein wichtiges
Thema für das Unternehmen,
das derzeit 13 jungen Menschen eine Berufsperspektive
gibt. Darüber hinaus gibt es
Kooperationen mit den örtlichen Schulen. Für die KistlerGruppe nennt Baumann einen
(Fotos: Kistler)
Kistler Lorch GmbH
Maierhofstraße 35
73547 Lorch
Telefon 0 71 72 18 40
info.klr@kistler.com
www.kistler.com
im vergangenen Jahr um 12
Prozent gesteigerten Umsatz
auf 319 Millionen Schweizer
Franken. Nach seinen Worten
ist auch in Lorch ein erfreuliches Plus zu verzeichnen.
Hauptumsatzträger sind Fügesysteme, die vor allem in der
Automobil- und Zulieferindustrie bei der automatisierten
Montage von Motoren, Getrieben und Lenkungen Anwendung finden. An zweiter Stelle
stehen die Drehmomentsensoren für Prozessüberwachung
und Produktprüfung sowie für
die Forschung und Entwicklung. Typische Produkte sind
dabei beispielsweise Elektromotoren in Fahrzeugen, elektrischen Handarbeitsmaschinen und Haushaltsgeräten.
Auch der Prüfstandsbau zählt
zum Leistungsspektrum der
Lorcher. Das Unternehmen ist
als Systemlieferant weltweit
gefragt und bietet ein einzigartiges Produktportfolio mit
maßgeschneiderten, kundenspezifischen Lösungen. Viele
Kunden aus dem Automobilbau, dem Maschinenbau, der
Elektronik, der Luftfahrt und
dem Rennsport setzen auf den
innovativen Spezialisten, der
maßgeblich zur integrierten
Qualitätssicherung, Produktion und Produktentwicklung
beiträgt.
Heide Hartner
Stanz- und Schneidewerkzeuge über 100 Jahre
Drohmann easycut stellt seit
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höchster Qualität her. Und das
mittlerweile in allen Bereichen
und zur Bearbeitung unterschiedlichster Materialien. Ob
nun Papier oder Pappe, Kreditkarten, Verpackungsmaterialien, Kunststoffe aller Art oder
Aluminium – fast alles lässt
sich mit den Stanz- und
Schneidewerkzeugen in die
richtige Form bringen. Und
das häufig wirtschaftlicher als
mit anderen Schneidetechnologien wie Laser oder Wasserstrahl.
Der Sitz von Drohmann in Lorch.
(Foto: Drohmann)
Von der Verpackungs- bis
zur Automobilindustrie
Die Kunden kommen dabei
aus den unterschiedlichsten
Bereichen: Von der papierver-
Drohmann easycut
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arbeitenden Industrie über die
Verpackungsmittel- bis hin zur
Automobilindustrie. Überall
wo gestanzt, geschnitten, geprägt oder verformt wird, kommen Drohmann Spezialwerkzeuge zum Einsatz. Wie das
Werkzeug genau aussieht, welche Materialien zum Einsatz
kommen und welche sonstigen
Rahmenbedingungen erfüllt
werden, wird dabei von den
Anforderungen der Kunden
bestimmt.
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(Foto: Fit&Fun) der Arbeitneh-
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Zahlen, Daten und Fakten aus der Stadt Lorch:
Bürgermeister: Karl Bühler
Einwohnerzahl:
Gesamtstadt
Lorch
Stadtteil Kirneck
Stadtteil Waldhausen
Stadtteil Weitmars
Stadtteil Rattenharz
Gesamtfläche des
Gemeindegebiets:
10 844
6491
429
2684
1006
234
34,28 km²
Haushaltsvolumen
im Jahr 2015 (in Mill. Euro):
Verwaltungshaushalt
23,187
Vermögenshaushalt
4,788
Gesamtvolumen:
27,975
Bildung und Kultur:
Alle weiterführenden Schulen und
acht Kindergärten am Ort
22 Kinderspiel- bzw. Bolzplätze
4 Mehrzweckhallen, 1 Sporthalle
3 Sportplätze
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Gewerbegebiete:
3.100 m²
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Steuern und Gebühren:
Grundsteuer A (land- und forstwirt. Betriebe):
350 v. H.
Grundsteuer B (sonstige Grundstücke):
370 v. H.
Gewerbesteuerhebesatz:
360 v. H.
Kontakt zur
Stadtverwaltung Lorch:
Stadtverwaltung Lorch
Hauptstraße 19
73547 Lorch
Ansprechpartner:
Stadtkämmerer
Hubert Krieg
Telefon 0 71 72 18 01 - 20
Telefax 0 71 72 18 01 - 59
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Firmen & Märkte
14
Wirtschaft Regional | März 2015
20 Jahre Malerwerkstätten Heinrich Schmid in Aalen
Kompetenter Dienstleister im Maler- und Ausbaugewerbe
Heinrich Schmid Malerwerkstätten beschäftigen insgesamt 65 Mitarbeiter – Holger Kaim ist seit 20 Jahren Geschäftsführer in Aalen
l
Sascha Kurz
Aalen. Die Malerwerkstätten
Heinrich Schmid haben vor 20
Jahren in Aalen eine Niederlassung gegründet. An diese
organisatorisch angegliedert
ist der Standort in Crailsheim.
In Aalen beschäftigt das Unternehmen im Jubiläumsjahr
50 Mitarbeiter, in Crailsheim
kommen nochmals 15 hinzu.
„60 Prozent unseres Auftragsvolumens arbeiten wir bei gewerblichen und industriellen
Kunden ab, weitere 20 Prozent
entfallen auf Bauten der öffentlichen Hand. Die verbleibenden 20 Prozent entfallen
auf den Wohnbau sowie private
Auftraggeber“, erklärt Holger
Kaim, der seit der Niederlassungsgründung diese leitet.
So aufgestellt, hat sich die
Aalener Niederlassung stetig
weiterentwickelt und ist gewachsen. „Wir sehen uns als
Dienstleister unserer Kunden
im Maler- und Ausbaugewerbe. Malerarbeiten und Trockenbau werden zunehmend
im Paket angefragt und vergeben. Eine Maxime gilt dabei:
Der Kunde ist unsere einzige
Maßgröße“, erklärt Holger
Das Aalener Proviantamt erhielt von Heinrich Schmid einen markanten Anstrichverpasst.
Kaim. Denn: Das vorab vom
Kunden
entgegengebrachte
Vertrauen in die ausführende
Firma sei auf dem Bau wichtigste Voraussetzung, um gute
Ergebnisse zu erzielen. „Jede
Baustelle muss individuell bewertet werden, weil es überall
gewisse Unwägbarkeiten gibt
und separate Planungen vonnöten sind“, weiß Kaim.
Bei Heinrich Schmid haben
neben dem klassischen Malerund Lackierergeschäft spezielle Gewerke an Bedeutung gewonnen. Deshalb gehören heute neben sechs Malermeistern
auch ein Trockenbaumeister
(Foto: H. Schmid)
sowie zwei Meister im Stahlund Betonschutz zum Team
von Holger Kaim. Die Gewerke Trockenbau, Brandschutz,
Betonsanierung,
Bodenbeschichtung, Bodenbeläge oder
auch der Korrosionsschutz gewinnen an Bedeutung, weil die
Kunden Unternehmen bevor-
zugten, die auch auf diese Gewerke spezialisiert sind, wenn
es um komplexe Renovierungen oder Sanierungen geht.
„Die Spezialisierung innerhalb
der Heinrich Schmid-Gruppe
wird weitergehen. Dieses Betätigungsfeld wird wachsen
und ist noch nicht ausgereizt“,
attestiert Holger Kaim. Dennoch gehöre es weiter zu den
Kernkompetenzen einer jeden
Niederlassung, Maler- und Lackiererarbeiten auf hohem
Qualitätsniveau und mit vielen
Mitarbeitern
auszuführen.
Klassischer Generalunternehmer wolle Heinrich Schmid jedoch nicht werden, betont der
Niederlassungsleiter.
Spezialisierung bedeutet immer auf dem neuesten Stand
der Technik zu sein. Heinrich
Schmid Aalen ist beispielsweise im Bereich Betonsanierung
Mitglied der Landesgütegemeinschaft Instandsetzung von
Betonbauwerken Baden-Württemberg + Bayern e.V. Die Fertigungstechnologien in den
Baugewerken würden immer
komplexer werden, sagt der
Aalener Geschäftsführer.
l
N
ach gut drei Jahren bei
Heinrich Schmid in Ulm
sagte Holger Kaim im Jahr
1994 zu Gesellschafter Dr.
Carl-Heiner Schmid: „Ich will
eine eigene Niederlassung.“
Mit der Startfinanzierung von
150 000 DM aus der Reutlinger Zentrale wurden zunächst
Räume in der Alten Heidenheimer Straße in der Kocherstadt angemietet und Klinken
geputzt. „Durch unsere Arbeit
haben wir Bauherren und öffentliche Hand überzeugt“,
sagt der 51-jährige Kaim, der
heute Geschäftsführer der Aa-
Holger Kaim
Wir gratulieren der Firma
Heinrich Schmid herzlich
zum 20-jährigen Firmenjubiläum!
Wir wünschen viel
Erfolg für die Zukunft
und freuen uns
auf eine weiterhin
gute und erfolgreiche Zusammenarbeit!
(Foto: H. Schmid)
HERZLICHE
N
GLÜCKWUNSCH!
lener Niederlassung ist, rückblickend. Der Erfolg gibt seiner hemdsärmeligen, aber disziplinierten Art, recht. „Wir
haben viel erlebt in den vergangenen 20 Jahren. Aber es
ging und geht immer um eines
– um eine gute Zukunft.“ Was
eine gute Zukunft ausmache?
„Ich meine, die Ausbildung
junger Leute. Während den 20
Jahren, in denen die Niederlassung Aalen existiert, wurden
hier 80 Azubis sowie zwölf
DHBW-Studenten ausgebildet“, sagte Holger Kaim, selbst
gelernter Malermeister und
Diplom-Ingenieur (FH) bei der
Feier zum 20-jährigen Beste-
hen mit Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern. Unter seiner Ägide seien elf Mitarbeiter dazu animiert worden,
ihren Meisterbrief zu machen.
So funktioniere Zukunft,
merkte der Niederlassungsleiter zufrieden an.
Die
Aalener
Heinrich
Schmid-Dependance ist auch
überregional bei diversen Kunden unterwegs. Es besteht bei
dem Unternehmen ein spezielles Kundenschutz-System für
die Niederlassungen, jedoch
kein expliziter Gebietsschutz.
„Ein Leitsatz im Unternehmen
ist, dass auf personenbezogenen Ebenen und aus persönli-
Herzlichen Glückwunsch
zum 20-jährigen Bestehen!
chen Kontakten heraus die besten Geschäftsbeziehungen entstehen“, sagt Holger Kaim erklärend.
Deshalb zählen zu den Kunden der Niederlassung auch
ganze Hotelketten, Möbelhäuser, Einzelhandels- und Tankstellenketten, sowie Wohnbauverwaltungen. Das Erfolgsrezept, das sich in der starken
Expansion manifestiere, liege
bei Heinrich Schmid Malerwerkstätten in der persönlichen Freiheit, die alle Niederlassungsleiter genössen. „Ich
glaube an Menschen“, umschreibt es Firmenchef Dr.
Carl-Heiner Schmid.
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Firmen & Märkte
Wirtschaft Regional | März 2015
15
20 Jahre Malerwerkstätten Heinrich Schmid in Aalen
Qualität sowie Aus- und Weiterbildung im Fokus
Fortsetzung von Seite 14:
D
eshalb sei es wichtig, dass
die Mitarbeiter geschult
sind. „Heinrich Schmid setzt
auf eigens ausgebildete und
geschulte Mitarbeiter. Komplexe Arbeiten sollten nicht
von Subunternehmen erledigt
werden, weil die Qualitätsansprüche viel zu hoch sind“, erläutert der Aalener Niederlassungsleiter. Heinrich Schmid
spreche sich auch gegen
Scheinselbstständige aus, die
Aufträge im Namen des Vertragspartners
übernehmen.
„Nicht nur in der Debatte um
Mindestlöhne zeigt sich, dass
Subunternehmer,
Scheinselbstständige und Mitarbeiter
ohne Qualifikationsnachweis
bei vielen Tätigkeiten problembehaftet sind“, erklärt
Holger Kaim. Als Beispiel für
Arbeiten mit höchsten Qualitätsansprüchen nennt er beispielsweise ableitfähige Reinraum-Beschichtungsarbeiten
von Böden. Dabei würden
Harze verwendet, die nicht
ausgasen, erläutert Kaim.
Heinrich Schmid ist als Vorzeige-Ausbildungsbetrieb mit
überdurchschnittlich
hohen
Ausbildungsquoten von bis zu
Dekorativer Trockenbau in Perfektion: Heinrich Schmid gestaltete eine Cocktailbar in Stuttgart.
25 Prozent vor allem im Malerund Lackierer-Gewerk charakterisiert. Im Trockenbau wurden Kooperationen mit Handwerkskammern geschlossen,
um die Ausbildung auf ein solides Fundament zu stellen.
Dazu gehört auch die Schulung des richtigen Umgangs
mit Kunden. „Dieser Punkt ist
uns in der Ausbildung von Anfang an wichtig“, sagt er.
Weiterbildung wird bei Heinrich Schmid mit System betrieben. „Die Ausbildung endet
bei uns nicht mit dem Gesellen- oder Meisterbrief. Unsere
Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital“, sagt der Aalener Geschäftsführer. Weiterbildungsmaßnahmen hätten bei
Heinrich Schmid immer einen
engen Praxisbezug, betont
Kaim. Interne Trainer kämen
Die Frauenklinik ist eines der neueren Referenzobjekte von Heinrich Schmid Aalen.
(Fotos: HS)
dabei ebenfalls zum Einsatz.
Dies sei bei Heinrich Schmid
gelebte Firmenpolitik: Wertschöpfung durch Wertschätzung laute die Maxime.
Für Mitarbeiter von Heinrich
Schmid gibt es eigene Meisterklassen. In Kooperation mit
dem Partner „Online-Meisterschule“ werden dort Meisterschüler je nach Wahl im
E-Learning oder so genannten
Blended-Learning-Verfahren
ausgebildet. Die verschiedenen Module bis zur Meisterprüfung können so individuell
und berufsbegleitend zusammengestellt werden, nach dem
Prinzip: Duale Meisterausbildung „on the job“. Heinrich
Schmid arbeitet modern mit
WBTs (Web-Based-Trainings)
und Webinaren sowie virtuellen Konferenzräumen.
Die Malerwerkstätten Heinrich Schmid bieten für ihre Beschäftigten die Möglichkeit eines dualen Studiums an. Dazu
wird enger Kontakt zu Dualen
Hochschulen in Heidenheim,
Mosbach und Stuttgart gehalten. Die Vorteile eines dualen
Studiums liegen auf der Hand:
Eine bezahlte Hochschulausbildung mit Bachelor-Abschluss und attraktive Berufsaussichten winken. Die Voraussetzungen dafür sind: Das
Abitur, die Fachhochschulreife
oder Meisterbrief. Abwechselnd zu lernen und im Betrieb
weiter Karriere zu machen, sei
doppelt attraktiv. Student und
gleichzeitig Auszubildender
mit gestaffelter Vergütung zu
sein, besitze Charme. In fünf
dualen Studiengängen werde
ausgebildet.
Sascha Kurz
Betonsanierung: Mit bis zu 3000 bar Wasserdruck wird gearbeitet.
Reutlinger Heinrich Schmid-Gruppe im Überblick
l
Sascha Kurz
D
ie Malerwerkstätten Heinrich Schmid mit Hauptsitz
in Reutlingen beschäftigen
heute rund 4200 eigene Mitarbeiter an über 100 Standorten
in Deutschland, Frankreich,
Österreich, Schweiz und Spanien. Zuletzt wurde ein Jahresumsatz von 375 Millionen
Euro generiert. Das Unternehmen ist über fünf Holdings
aufgebaut, wobei die für Württemberg zuständige Einheit
mit 130 Millionen Euro Jahresumsatz die größte darstellt.
Im Vergleich zu den Branchen Maler und Lackierer sowie dem Baugewerbe entwi-
ckelte sich Heinrich Schmid in
den vergangenen zehn Jahren
überdurchschnittlich
gut.
Während die Zahl der Beschäftigten in den Branchen
über diese Jahre deutschlandweit ungefähr konstant blieb,
legte Heinrich Schmid um fast
50 % zu. Ähnlich gibt sich die
Entwicklung bei den Umsätzen: In den Branchen stieg das
Umsatzvolumen um rund
25 %,
während
Heinrich
Schmid um fast 70 % zulegte.
„Im Herzen Malermeister, im
Kopf
Diplom-Kaufmann“,
sagte Firmenchef Dr. CarlHeiner Schmid in einem Interview und beschrieb damit das
Erfolgsrezept seines Unterneh-
..Qualität mit
guten Partnern
Heinrich
Schmid
GmbH
Wir gratulieren
gratulieren der
Heinrich
Schmid
GmbH
zum 20-jährigen
20-jährigen Bestehen
Bestehenund
undwünschen
wünschen
weiterhin viel
viel Erfolg!
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mens treffend. Das Dienstleistungsspektrum wurde dabei
kontinuierlich erweitert, da der
Maler- und Trockenbau zunehmend gemeinsam vergeben
werden sowie die Bautensanierung immer wichtiger wird.
Heinrich Schmid wurde 1914
in Metzingen gegründet. Mit
der über 100-jährigen Erfahrung hat sich das Unternehmen
vom lokalen mittelständischen
Handwerksunternehmen zur
Unternehmensgruppe mit klarer strategischer Ausrichtung
weiterentwickelt. Eines ist jedoch geblieben: Der von den
Niederlassungen betreute Kunde wird bei Heinrich Schmid
großgeschrieben.
l
Das Portfolio
Malerarbeiten
• Klassische Maler- und Lackierarbeiten
• Hochwertige und dekorative
Wandgestaltung
• Le Corbusier-Farbpalette
• Schadensanierung: Schimmel;
Brand- und Wasserschaden
• Dekorputze
• Spritzlackierungen
• Metallfassadenverkleidungen:
reinigen und/oder lackieren
• Gestaltungsvorschläge für Innenräume/Fassaden per PC
• Anti-Graffiti-Schutz
• Parkplatzmarkierungen
• Fassadensanierungen
• Hallensanierungen
• Schriftgestaltungen/Beschriftungen/Sichtschutzfolien
• Asbesthaltige Untergründe
beschichten
• Steinreinigungen und Imprägnierungen aller Art
Trockenbauarbeiten
- Leichte Trennwände
- Brandschutzwände
- Dekorative abgehängte
Decken
- Akustikdecken/Deckensegel
- Abgehängte Brandschutzdecken
- Deckenbekleidungen
- Trockenböden/Trockenestriche
- Hochwertiger Innenausbau/
Ladenausbau
Komplettbau
- Industrie- und Gewerbehallensanierung: Decke/Wand/Boden
• Kompletter Ladeninnenausbau: Decke/Wand/Boden
• Komplette Fassadensanierungen
Stahl- und Betonschutz
• Strahlarbeiten (Sandstrahlen,
Wasserstrahlen bis 3000 bar;
Kugelstrahlen)
• Reinraum- und ESDBeschichtungen
• Parkhausbeschichtungen
• WHG Gewässerschutzbeschichtungen
• Balkonbeschichtungen
• Kunstharzböden und Estriche
• Betoninstandsetzung
• SPCC Spritzbeton
• Korrosionsschutz nach
ZTV-COR
• Fugenabdichtung im Hoch- und
Tiefbau sowie an LAU-Anlagen
• Rissverpressungen
• Flüssigkunststoffabdichtungen
• Spritzfolien
• Vergelungen
Brandschutzarbeiten
• Brandschutz um Stahlträger
und Stahlstützen/Bekleidungen
• Abschottungssysteme
• Vermörtelungsarbeiten
• Promat-Lüftungskanäle selbstständig oder als Bekleidung
• Bekleidung von Installationskanälen
• Bekleidung von ElektroInstallationskanälen
• Flüssige Brandschutzbeschichtungen im Spritzverfahren auf Stahl F30/F60/F90
Dr. Carl-Heiner Schmid bei seinem Vortrag anlässlich der Jubiläumsfeier im
Sparkassen-Forum der Scholz Arena.
(Foto: H. Schmid)
Herzlichen Glückwunsch.
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Wir gratulieren den Malerwerkstätten Heinrich Schmid
GmbH & Co. KG in Aalen zum 20-jährigen Firmenjubiläum!
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20 Jahre Malerwerkstätten Heinrich Schmid GmbH & Co. KG in
Aalen sind ein besonderes Ereignis! Wir wünschen alles Gute und
freuen uns auf eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit.
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Firmen & Märkte
16
Wirtschaft Regional | März 2015
voestalpine Polynorm: Neue Produktionshalle fertig
Dritte Anlagengeneration um Presshärten von Stählen in Betrieb
Von der innovativen Idee zur Serienfertigung: voestalpine Polynorm GmbH & Co. KG in Schwäbisch Gmünd als Technologieführer auf einem starken Wachstumskurs
l
Über voestalpine
Die weltweit tätige voestalpineGruppe ist ein stahlbasierter
Technologie- und Industriegüterkonzern mit Sitz in Linz, der
Hauptstadt von Oberösterreich.
Die Unternehmensgruppe ist
mit rund 500 Konzerngesellschaften und -standorten in
mehr als 50 Ländern auf allen
fünf Kontinenten vertreten, sie
notiert seit 1995 an der Wiener
Börse.
Der voestalpine Konzern ist mit
seinen qualitativ höchstwertigen Produkten einer der führenden Partner der europäischen
Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Ölund Gasindustrie. voestalpine
ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl
und Spezialprofilen.
Die weltweit rund 48 100 Mitarbeiter des voestalpine-Konzerns
erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2013/14 einem Umsatz von
11,2 Milliarden Euro und ein
operatives Ergebnis (EBITDA)
von 1,4 Milliarden Euro.
l
Winfried Hofele
A
m 28. Februar 2014 übergab Richard Arnold an
Geschäftsführer Benno Rammelmüller die Baugenehmigung für eine weitere Produktionshalle im Gewerbepark
„Gügling“ und lobte den Bauherrn voestalpine Polynorm
GmbH & Co. KG: „Ein
Leuchtturmunternehmen, das
neue Arbeitsplätze schafft und
sich über die Fachkräfte-Allianz und das Engagement in der
Wissenswerkstatt EULE vorbildlich in das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben
der Stadt und der Region einbringt.“ Dem Gmünder Oberbürgermeister wird es sicherlich nicht schwer fallen, die
Begeisterung für den mittlerweile zweitgrößten Industriebetrieb in der Stauferstadt
nochmals zu steigern: Nach einer Bauzeit von knapp sieben
Monaten ging die dritte Anlagengeneration zur indirekten
Warmumformung presshärtender Stähle in der neuen, 5500
qm großen Halle in Betrieb.
Stolz präsentiert sich das voestalpine-Führungsteam vor der neuen phs-8-Serienanlage (v.l.): Assistentin Swetlane Witmann, Projektleiter Sven Kleinhans, Produktionsleiter Cornelius Fink, Leiter phs-Ultraform Rollout Dieter
Hartmann, Geschäftsführer Benno Rammelmüller und Teamleiter Infrastruktur Eckhard Frey.
(Foto: -wh-)
Damit ist die Produktionsfläche des Karosseriepresswerkes
auf dem Gügling auf über
48 000 qm angewachsen – und
die einzigartige phs-ultraform®-Erfolgsgeschichte wird
fortgeschrieben. CEO Benno
Rammelmüller kündigte im
Gespräch mit dieser Zeitung
„eine weitere Expansion“ des
Unternehmens an, dessen
Wurzeln auf den 1954 in Lindach gegründeten Familienbetrieb Grau Werkzeug- und For-
menbau zurückgehen. Heute
ist voestalpine Polynorm aus
Schwäbisch Gmünd nicht
mehr wegzudenken. Das Unternehmen des stark wachsenden österreichischen Technologie- und Industriegüterkonzerns voestalpine beschäftigt
in Gmünd mittlerweile knapp
600 Mitarbeiter und besitzt
zwei Pressenstraßen, vier phsAnlagen und einen Rohbau-,
Prototypenbau- und Werkzeugbau-Bereich. Die neue
voestalpine Polynorm
High-tech-Leichtbau aus Schwäbisch Gmünd
Das phs-ultraform® center Schwäbisch Gmünd
Als Teil des international agierenden voestalpine Konzerns fertigt und liefert die
voestalpine Polynorm GmbH & Co. KG in Schwäbisch Gmünd Karosseriebaugruppen auf höchstem Leichtbau-Niveau. Unsere Kunden befinden sich auf der
ganzen Welt – beispielsweise in China, Südafrika und den USA.
Durch die hohen und ständig neuen Anforderungen unserer Kunden bietet die
Weiterentwicklung des phs-ultraform®-Verfahrens in unserer Großserienproduktion
ein spannendes Betätigungsfeld für Leichtbau-Experten wie Sie.
Interessiert? Unsere aktuellen Job-Angebote
finden Sie im Internet unter:
www.voestalpine.com/group/de/jobs
Die Steuerungszentrale der neuen phs-8-Anlage.
(Foto: -wh-)
phs-Halle (Investitionsvolumen rund 15 Millionen Euro)
wurde Mitte November 2014
in Betrieb genommen: Das erste „heiße Bauteil“ kam aus
dem neuen Hybrid-Doppelkammerofen des Herstellers
Aichelin und der von Schuler
Pressen gefertigten phs-8-Serienanlage heraus. Bereits in der
Hochlauf-Phase wurde eine
Ausbringung von 80 Prozent
erreicht – ein Ergebnis, das
weit über dem üblichen Erfüllungsgrad liegt. „Dies ist auf
die abteilungsübergreifende
Zusammenarbeit sowie den
Teamgeist der Beteiligten zurückzuführen“, stellt Benno
Rammelmüller fest, „der von
der Geschäftsleitung ausgerufene voestalpine-Spirit wurde
am Produkt umgesetzt. Jetzt,
im März 2015, läuft die Anlage auf Hochtouren, darauf ist
das Gmünder Team bestehend
aus Rollout- und F & E-Projektleitern sowie den Anlagenbedienern stolz. Die Informationsrückflüsse der erfahrenen
Team-Mitglieder ermöglichten
für die dritte phs-Anlagenge-
neration wesentliche Verbesserungen im technologischen
Ablauf der Verfahrenskette. So
erlaubt der Einsatz von 3Dund 2D-Strahlern ein partielles
Presshärten von Strukturbauteilen. Dieses Verfahren ist in
dieser Form weltweit einzigartig. Neben einer weiterentwickelten Ofentechnologie hinsichtlich Energieeffizienz sowie
Wiederholgenauigkeit
können dank der Einführung
einer prozesssicheren Vierfach-Fertigung jetzt vier Bauteile je Hub formgehärtet werden. In der neuen Halle ist
nicht nur für die phs-8-Anlage
Platz. Rechts daneben sieht
man bereits den ausgesparten
Keller für die nächste Zukunftstechnologie.
Benno
Rammelmüller: „Dort wird
Anfang 2016 die neueste Innovation aus unserer Forschungsund
Entwicklungsabteilung
stehen – dazu dann mehr im
Herbst.“
Bereits heute sind alle europäischen Automobilhersteller,
insbesondere die großen deutschen OEMs wie BMW, Daimler, VW und Audi Kunden von
voestalpine Polynorm, dem
Technologieführer in Sachen
Leichtbau. „In unser neues
Projekt wird alles einfließen,
was wir unter dem Megatrend
Industrie 4.0 und Vernetzung
verstehen“, lässt Rammelmüller wissen, „wir werden nämlich eine Oberfläche schaffen,
die dem Operator per Tablet
den Weg zu Lösungen führt.“
l
Steckbrief Halle psh 8:
Baubeginn
Mai 2014
Fertigstellung Dezember 2014
Länge
75 m
Breite
60 m
Höhe
15 m
Grundstücksfläche 19 506 qm
Hallenfläche
5370 qm
davon für Produktion 4500 qm
für Büro und Technik
360 qm
für Versand
510 qm
Außenlager
2300 qm
Betonverbrauch
4455 cbm
Beton-Bewehrung
275 to
voestalpine Polynorm GmbH & Co. KG
www.voestalpine.com/polynorm
Für den Neubau der Produktionshalle bei
Voestalpine in Schwäbisch Gmünd realisierte
Prinzing die komplette
Elektrotechnik
Trafo- und Stromversorgung
Datentechnik
Brandmeldeanlage
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Tel +49 7361/52915-0 · Fax +49 7361/52915-51
aalen@prinzing-aalen.de · www.prinzing-elektro.de
Die neue psh-8-Halle ist fertig – und die nächste schon in Planung: voestalpine ist in der Tat immer einen Schritt voraus.
Dipl.-Ing. Magnus Forster, Prüfingenieur für Bautechnik VPI
(Foto:-wh-)
Firmen & Märkte
Wirtschaft Regional | März 2015
17
voestalpine Polynorm: Neue Produktionshalle fertig
l
Metal Forming Division
Die Metal Forming Division
des voestalpine-Konzerns, zu
der das Gmünder KarosseriePresswerk voestalpine Polynorm GmbH Co. KG gehört, erreichte im Geschäftsjahr 2013/
14 einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis (EBITDA) von rund 280
Millionen Euro.
Die Division beschäftigt rund
11 500 Mitarbeiter, davon knapp
600 in Schwäbisch Gmünd, und
ist für fast alle europäischen Automobilhersteller tätig.
Sie ist das Kompetenzzentrum
des voestalpine-Konzerns für
hochentwickelte Profil-, Rohrund Präzisionsbandstahlprodukte sowie einbaufertige Systemkomponenten aus Press-,
Stanz- und rollprofilierten Teilen.
Mit der branchenweit einzigartigen Verbindung von Werkstoffexpertise und Verarbeitungskompetenz sowie einer weltweiten Präsenz ist die Division
der Partner erster Wahl für innovations- und qualitätsorientierte
Kunden.
Der Chef am Standort Schwäbisch Gmünd: Benno Rammelmüller
®
phs-ultraform – eine Erfolgsgeschichte
l
Mit dem indirekten Presshärte-Verfahren wurde voestalpine Polynorm zum weltweiten Technologieführer
l
Die Standorte der
bisherigen phs-Anlagen
1. Generation:
phs 1: Pilotanlage mit Kettenträgerofen in Schwäbisch Gmünd
phs 2: Serienanlage mit Kettenträgerofen in Schwäbisch
Gmünd
Winfried Hofele
A
m Anfang stand bei der
voestalpine
Polynorm
GmbH & Co. KG in Schwäbisch Gmünd neben der Produktion von innovativen großflächigen Klasse-A Außenhautteilen wie Türen, Kotflügel und Seitenwänden auch die
Herstellung und Entwicklung
von Presswerkzeugen für die
Automobilindustrie.
Im Jahr 2002 verwirklichte
sich die Idee des „phs-ultraform®-Verfahrens“
(siehe
Foto: Bauteile sind rot eingefärbt). Durch pressgehärtete
Bauteile kann der Insassenschutz im Fahrzeug, bei gleichzeitig deutlicher Gewichtsreduzierung der Fahrzeugkarosserie, erheblich verbessert werden. Bei dem indirekten Presshärte-Verfahren
phs-ultraform® (press hardening steel)
werden Bauteile nach konventionellem Kaltumformen und
Endenbeschnitt in einem
Durchlaufofen rotglühend erhitzt.
Anschließend werden diese
innerhalb weniger Sekunden
extrem abgekühlt und damit
gehärtet. Die Festigkeit der
Bauteile steigt durch das Verfahren um das sechs- bis siebenfache gegenüber normalen
Extra-Infos
2. Generation:
phs 3: Serienanlage mit Hubschrittförderer in Schwäbisch
Gmünd
phs 4: Serienanlage mit Hubschrittförderer in Schmölln/
Deutschland
®
Die Anforderungen an Leichtbauteile steigen ständig. Die phs-ultraform -Bauteile sind rot eingefärbt. (Foto: voest)
Stählen. Sicherer, leichter, wirtschaftlicher ist hierbei das Motto. Von Schwäbisch Gmünd
werden die pressgehärteten und
auch partiell pressgehärteten
Bauteile zu den internationalen
voestalpine-Standorten in USA,
Südafrika und Asien versendet.
Im Jahr 2012 wurde voestalpine Polynorm für die Entwicklung des Presshärte-Verfahrens, mit dem der Durchbruch
zur weltweiten Technologieführerschaft gelang, mit dem
Innovationspreis Ostwürttem-
berg ausgezeichnet. phs-ultraform® leistet einen wesentlichen Beitrag zum Thema
Leichtbau und Sicherheit und
hat daher auch höchste Relevanz für Anwendungen in der
Elektromobilität, dank der
ständig verbesserten Prozesstechnologien wird voestalpine
weiter wachsen – Benno Rammelmüller: „Wegen der hohen
und ständig neuen Anforderungen unserer Kunden ist die
Weiterentwicklung des phs-ultraform®-Verfahrens für uns
ein spannendes Betätigungsfeld.“
Deshalb ist voestalpine Polynorm in Gmünd stets auf der
Suche nach innovativen, zukunftsorientierten Mitarbeiter/
innen, denen auch interessante
Arbeitsplätze im Ausland angeboten werden können. „Wir
suchen Konstrukteure, Projektmanager,
Automatisierungstechniker und Steuerungsfachmänner für spannende Aufgabenstellungen“, betont Benno Rammelmüller.
3. Generation:
phs 5: Serienanlage mit Hubschrittförderer in Schmölln/
Deutschland
phs 6: Serienanlage mit Hubschrittförderer in Catersville/
USA
phs 7: Serienanlage mit Hubschrittförderer in Shenyang/China
phs 8: Serienanlage mit Hubschrittförderer in Schwäbisch
Gmünd
phs 9: (geplant) Serienanlage
mit Hubschrittförderer in Cartersville/USA.
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EUDUR-Bau erstellte die neue Produktions-Halle
D
ie Schorndorfer EUDURBau ist in den Tätigkeitsfeldern Industriebau, Hallenschlüsselfertigbau, dem Lärmschutzbau sowie der Installation von Vorhangfassadenelementen tätig. Seit über vier
Jahrzehnten ist die EUDURGruppe, zu der ein zweiter
Standort im nordrhein-westfälischen Herzebrock-Clarholz
l
Infos
Bauvorhaben psh 8 Polynorm in
Schwäbisch Gmünd.
Verwendete Materialien beim
o.g. Bauvorhaben:
Beton (Fertigteile + Ortbeton)
= 4455 m³
Bewehrung (Fertigteile + Ortbeton)
= 275 to
Hauptbauzeit 5 Monate
EUDUR-Bau Schorndorf
GmbH & Co. KG
Baumwasenstraße 41
73614 Schorndorf
Telefon 0 71 81 40 90-13
Telefax 0 71 81 40 90-94
m.Schöberl@eudur.de
www.eudur.de
Leiter Kalkulation, Handlungsbevollmächtigter Gepr. Betriebswirt
Marco Schöberl
So sieht die neue Produktionshalle von voestalpine auf dem Gügling aus.
(Fotos: Eudur)
tung, Produktion und Montage.
Das Unternehmen besitzt
eine Eigenfertigung von Stahlbetonfertigteilen sowie ein eigenes technisches Büro. Das
Umsatzvolumen beträgt im
Jahr rund 10 Mio. Euro. „Un-
sere Stärken sind das Realisieren kurzer Bauzeiten als Partner für wirtschaftliches Bauen.
Dazu tragen unsere schlanken
Betriebsstrukturen bei, die
durch schnelle Entscheidungswege charakterisiert sind“, erklärt Marco Schöberl, Leiter
gehört, am Markt tätig und auf
Projekte aus dem Stahlbetonfertigteilbau spezialisiert. Dabei werden von Schorndorf aus
Kunden im Umkreis von rund
200 Kilometern bedient. Das
Unternehmen beschäftigt dort
35 Mitarbeiter in der Verwal-
Die einzelnen Bauabschnitte der neu erstellten Halle von voestalpine.
Niederlassungsleitung und Prokurist Dipl.-Ing. Dr. techn. Matthias
Frischhut
der Kalkulation bei EUDUR in
Schorndorf. Als mittelständisches Unternehmen agiere
EUDUR als Baupartner für
mittelständische Unternehmen
aus der Region. „Unser Kundenkreis setzt sich hauptsächlich aus mittelständischen Unternehmen aus Gewerbe und
Industrie zusammen, denen
wir als verlässlicher und kompetenter Ansprechpartner dienen“, sagt Marco Schöberl.
Firmen & Märkte
18
Wirtschaft Regional | März 2015
Rudolf-Ullstein-Preis für Bernhard Theiss
Höchste Auszeichnung der deutschen Druckindustrie – Laudator Wolfgang Poppen: Theiss klopft technologische Entwicklungen immer auf Marktorientierung hin ab
B
ernhard Theiss, Verleger
und Herausgeber der
Schwäbischen Post, Gmünder
Tagespost, der Wirtschaft Regional sowie der Wochenpost
und des Gmünder Anzeigers
erhielt den Rudolf-UllsteinPreis – die höchste Auszeichnung, die in der deutschen
Druckindustrie verliehen wird.
Im Journalisten-Club des
Axel-Springer-Hochhauses in
Berlin sprach der Präsident des
Bundesverbandes Druck und
Medien (bvdm), Wolfgang
Poppen, die Laudatio auf den
68-Jährigen. Poppen lobte
Theiss’ praktische Art. Man
sage den Druckern ja oft ähnlich wie den Ingenieuren bei
Mercedes nach, sie seien technik- und detailverliebt und sie
würden dem Kunden schon erklären, was gut für ihn sei.
„Dies gilt nicht für alle und
schon gar nicht für Bernhard
Theiss, der technologische
Entwicklungen immer auf ihre
Marktorientierung hin abklopfte.“ Theiss sei ein Motivator, der andere Mitglieder in
den Ehrenamtsgremien zur
Mitarbeit ermunterte, und Mo-
Ullstein-Ring Preisverleihung (v.l.): Dr. Paul Albert Deimel, Wolfgang Pütz,
Bernhard Theiss, Wolfgang Poppen.
(Foto: bvdm).
derator, der unterschiedliche
Interessenlagen ausglich und
den gemeinsamen Nenner für
die Arbeit herauskristallisierte.
Berufsmüdigkeit konnte Poppen dem Preisträger nicht attestieren. „Sie entfalten immer
noch und trotz angeblichen
Ruhestandes viele weitere Tätigkeiten in der Unternehmens-
gruppe SDZ.“
Im Verband arbeitete Theiss
mehr als 20 Jahre in führender
Position mit, u.a. hatte er die
wichtige Position des Vizepräsidenten Technik und Forschung im Präsidium des bvdm
inne.
Bernhard Theiss versicherte,
dass er der Arbeit im Ehrenamt
viel zu verdanken habe: „Erkenntnis und Erfahrung, Wissen und Kollegialität.“ Er nützte seine Dankesrede zu einer
bemerkenswerten Replik über
einen „nicht nur für mich spannenden Zeitabschnitt der
Druckindustrie“ – die elektronische
Industrialisierung:
„Diese hat unsere Branche parallel zu den technischen Revolutionen vor 40 Jahren erwischt, die den Start in die Automatisierung digitaler Prozesse und damit in die Herausforderungen der Gegenwart markiert haben.“ Wichtige Partner
wie der Setzmaschinenhersteller Linotype oder der Druckmaschinenbauer MAN hätten
die Zeichen der Zeit falsch eingeschätzt. Die Branche habe
aber schnell nach Regeln in der
Anwendung neuer Technologien gesucht, denn für die Arbeit von Technik und Forschung gebe es eine verbindende Herausforderung: „Unsere
Märkte waren schon weiter in
der Vernetzung und damit in
der Standardisierung von Prozessen der Kommunikation
und der Qualität.“ Die ver-
bandlich organisierte Form der
Zusammenarbeit habe aus
Wettbewerbern zumindest partiell Kollegen gemacht. Den in
den 70er-Jahren entstandenen
Ausschuss Technik + Forschung bewertete Theiss als
„Basis für die Bündelung praktischer Erfahrung der aktivsten
Kollegen zu einer gemeinsamen Arbeit an belastbaren Lösungen“. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten für Technologien
und die Prozesse ihrer Anwendung in der Druckindustrie
habe der Verbandsarbeit Struktur gegeben – Theiss: „Die kollegiale Gewichtung der Fachbereiche hat den Weg zu Standards geprägt. Standardisierungsfragen sind eben auch
Machtfragen.“ Die Reorganisation der Verbandsarbeit in
den letzten Jahren habe das
Engagement der Praxis aus
den Betrieben sichergestellt
und habe eine transparente, kooperative Form der gemeinsamen Arbeit von Verband und
Forschungsinstitut an Lösungen ermöglicht. Theiss verwies auf John Steinbecks Er-
fahrung, wonach das merkwürdigste an der Zukunft sei,
„dass man unsere Zeit später
die gute alte Zeit nennen
wird.“ Der Aalener Verleger
zeigte sich aber sicher, dass
sich die Druckindustrie den
Herausforderungen der Zukunft stellt – „sie weiß sich
durch die Dienstleistungen der
Verbandsorganisation nämlich
gut vertreten“.
Hinter starken Persönlichkeiten steht oft eine starke Familie. So wusste auch Bernhard
Theiss, bei wem er sich, launig, zu bedanken hatte: „Besonders freue ich mich über die
Begleitung meiner Familie, der
ich über viele Jahre trotz aus
meiner Sicht überzeugender
Erläuterung nicht immer Bedeutung und Notwendigkeit
des korrekten Tonwertzuwachses beim Offsetdruck oder aber
des Lichtfangs auf Zeitungspapier vermitteln konnte.“
Bernhard Theiss reiht sich
ein in Persönlichkeiten wie
Hans Weitpert, Eugen Jennewein, Axel Springer und Kurt
Werner. Sie alle dürfen den
Ullstein-Ring tragen.
ls/wh
Schorndorf, Barbara-Künkelin-Halle
Heubach, Kulturhaus Silberwarenfabrik
Gschwend, bilderhaus
Freitag, 9. Oktober 2015, 20 Uhr
Sonntag, 19. April 2015, 19.30 Uhr
Samstag, 21. März 2015, 20 Uhr
Konstantin Wecker & Band
Hohenloher Figurentheater „Varieté Olymp“
Der Vorverkauf für die Jubiläumskonzerte mit Konstantin Wecker &
Band und für die Paldauer im Oktober hat begonnen. Am Samstag, den
7. März, beginnt der Vorverkauf für
die neue Herbsttournee „Ohne Warum“ von Konstantin Wecker &
Band, der am 9. Oktober um 20 Uhr
zu Gast in der Barbara-Künkelin-Halle
ist. Begleitet wird der Liedermacher von seinem langjährigen musikalischen Weggefährten Jo Barnikel am Keyboard und Trompete sowie
von Fany Kammerlander, Cello und Gesang, Jens Fischer-Rodrian,
Percussion, Gitarre und Gesang und Cynthia Nickschas, Gitarre und
Gesang. Auf dem Jubiläumsprogramm stehen am 23. Oktober auch
die Schlagerband „Die Paldauer“ aus Österreich mit „…immer noch“
ihrer aktuellen Tournee zum brandneuen gleichnamigen Album. Seit
über 40 Jahren sind die Paldauer eine feste Größe des deutschen
Schlagers oder wie die Fachzeitungen titeln „Die erfolgreichste Schlagerband der Gegenwart“.
(Foto: privat)
Tickets und Informationen: Vorverkauf bei allen Vorverkaufsstellen
oder in Schorndorf beim MKT- Ticketshop, Telefon 0 71 81 92 94 51.
Das Hohenloher Figurentheater ist eines der traditionsreichsten professionellen Figurentheater
im deutschsprachigen
Raum. Seit 1974 präsentieren Johanna und Harald Sperlich unterschiedlichste Produktionen im In- und Ausland.
Für seine Arbeit wurde das Theater mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. In Kooperation mit Kultur-Mix-Tour präsentiert das Hohenloher Figurentheater „Varieté Olymp“– Eine Inszenierung mit Schauspiel
und großen Marionetten. Den Zuschauer erwartet ein furioses Nummernprogramm bestehend aus Magie, Akrobatik, Feuershow und
Clownerie. Außerdem versprechen die Künstler ein Drama und einen
Krimi hinter den Kulissen eines laufenden Programms. (Foto: privat)
Tickets und Informationen: Karten zu dieser Veranstaltung gibt es
im Büchernest, Telefon 0 71 73 1 26 29, im Kulturnetzbüro, Telefon
0 71 73 36 37 und an der Abendkasse.
Yakou Tribe
- Urban Jazz aus dem Hauptstadtdschungel
Aalen, Schloss Fachsenfeld
Samstag, 23. Mai 2015, 20.30 Uhr
Albert Hammond
Schloss Fachsenfeld und der Verein
kunterbunt, Veranstalter des Aalener
Jazzfests, holen den SingerSongwriter jetzt erstmals nach Ostwürttemberg. In Zusammenarbeit
mit dem Verein kunterbunt um Ingo
Hug, den künstlerischen Leiter des
Aalener Jazzfests, eröffnet die Stiftung Schloss Fachsenfeld am 23.
Mai die diesjährige Open-Air-Saison
im Schlosspark. Auf Max Mutzke im
Vorjahr folgt mit Albert Hammond in
diesem Jahr ein echter Weltstar. Der Londoner hat in seiner Karriere
bereits über 360 Millionen Platten verkauft, über dreißig Top-40-Hits
gelandet. Er ist Emmy-Preisträger und wurde in die „Songwriter Hall of
Fame“ aufgenommen. Seit über vierzig Jahren schreibt Hammond
Hits. Aus seiner Feder stammen Welterfolge wie „The air that I breathe” (gesungen von den Hollies), „99 miles from LA” (Art Garfunkel),
„One moment in time” (Whitney Houston), „When I need you” (Leo
Sayer), „Nothing’s gonna stop us now” (Starship), „I don’t wanna lose
you” (Tina Turner) oder „When you tell me that you love me” (Diana
Ross). Hammond schrieb Songs für Künstler wie Tom Jones, Joe Cocker, Celine Dion, Chris De Burgh, die Carpenters oder Ace of Base.
(Foto: Albrecht Schmidt)
Tickets und Informationen: Vorverkauf bei XAVERticket, Reservix,
ADticket, im kunterbunt-Ticketshop, beim Aalener Touristik-Service
sowie im Weinmusketier in der Aalener Bahnhofstraße.
Schwäbisch Gmünd, Theaterwerkstatt
Freitag, 27. März 2015, 20 Uhr
One and one and one is three
- BANANA JAZZ TRIO
Transparenz und
Leichtigkeit, Lust und
Liebe zu Improvisation, Klangfarben aus
Stimme, Trompete/
Flügelhorn und Gitarre,
Swing und Groove in
dreifacher Energie ?
Das „Banana Jazz
Trio“ steht für kammermusikalischen Jazz der Extraklasse. Wie facettenreich, schillernd,
dicht und elektrisierend ein kleines aber feines Jazzensemble klingen
kann, performen Jeschi Paul (Gesang) gemeinsam mit dem Gitarristen
Jörn Baehr und dem Trompeter Gerhardt Mornhinweg . Das „Banana
Jazz Trio“ existiert seit 2003, neben Jazzstandards, wie „Cheek to
Cheek“, „Blue Moon“ oder „Boplicity“ zählen ebenso Sambastücke
wie Rockklassiker zum Repertoire. In seiner ungewöhnlichen Besetzung besticht das Trio durch ausgefallene Arrangements, Spielwitz und
bietet so manche Überraschung – da ist durchaus ein kleiner Schwenk
ins klassische Fach drin, zu den Beatles, Count Basie, Michelle Shocked und eigenem. Dabei plaudern die drei „Bananas“ amüsant aus
dem Nähkästchen: Wie viele Gläser Rotwein für ein Arrangement benötigt werden, was ein Jazzmusiker für gewöhnlich am Montagmorgen tut und wie man eine Traube schält.
(Foto: privat)
Tickets und Informationen: Karten gibt es im i-Punkt Schwäbisch
Gmünd, Telefon 0 71 71 6 03 42 50 und an der Abendkasse.
Yakou Tribe wirken frisch und neu,
und dennoch steht die Band noch
hundertprozentig zu der Musik, die
für sie seit jeher charakteristisch ist:
kurze, zugängliche Jazz-Songs zwischen dezenter Melancholie und unaufdringlicher Heiterkeit, die ihre eigenen Bilder entfalten; eine lebensnahe Kreuzung aus virulentem Jazzrock und sinnlicher Klangmalerei. Aber die persönlichen Entwicklungen
der Vollblutmusiker in den vergangenen Jahren fließen selbstredend in
den Bandsound ein – nie zuvor klangen die vier Musiker derart symbiotisch, dicht und in ihren individuellen Intentionen kollektiv verwoben.
(Foto: privat)
Tickets und Informationen: Karten gibt es beim bilderhaus
Gschwend, Telefon 0 79 72 7 22 22 und an allen bekannten örtlichen
Vorverkaufsstellen.
Oberkochen, Carl Zeiss Kulturkantine
Samstag, 21. März 2015, 19 Uhr
Jazz Lights - 25th Anniversary Concert
Kaffeehaus und Walzer gehören zu Wien
wie das Brandenburger Tor zu Berlin oder
der Dom zu Köln. Aber Wien ist vor allem
eines: Die Stadt der klassischen Musik.
Als solche beheimatet sie auch einen der
berühmtesten Klangkörper der Welt: Die
Wiener Philharmoniker. Gleich vier Wiener
Philharmoniker gastieren bei den insgesamt 25. Jazz Lights in der Carl
Zeiss Kulturkantine. Im Schlepptau haben sie einen Berliner Philharmoniker, einen Ausnahmepianisten und einen Geiger, der in Jazz und Klassik für Furore sorgt. Zusammen sind die sieben Musiker eines der aufsehenerregendsten Ensembles in der Musikwelt: The Philharmonics.
Tickets und Informationen: Tourist-Information Ellwangen, Telefon
0 79 61 8 43 03 und an allen bekannten örtlichen Vorverkaufsstellen.
Schwäbisch Gmünd, Museum im Prediger
8. März bis 3. Mai 2015
Maria Kloss. Bilder ihres Lebens
Den 75. Geburtstag von Maria Kloss nimmt das
Museum zum Anlass, ihrem Schaffen eine Retrospektive zu widmen: „Bilder ihres Lebens“.
Erstmals zeigt eine Werkschau einen umfassenden Einblick in das über fünf Jahrzehnte gewachsene malerische Werk der Künstlerin. Über 60
Arbeiten privater und öffentlicher Leihgeber beleuchten alle Schaffensphasen. Öffnungszeiten
Di, Mi, Fr 14–17, Do 14–19, Sa, So und Feiertage
11–17 Uhr.
(Foto: privat)
KULTURTIPP
KULTUR
Bauen & Wohnen/Immobilien
Wirtschaft Regional | März 2015
19
Bauen & Wohnen/Immobilien
SPEZIAL
Bau-Boom in Gmünder Gewerbeparks „Gügling“ und „Krähe“
Investor Goodman baut 15 000 qm großes Logistikzentrum für Bosch Automotive Steering, das Logwin betreibt – Auch Weleda und voestalpine planen Logistikcenter
l
Winfried Hofele
Schwäbisch Gmünd. Erfreuliches für den Wirtschaftsstandort Gmünd: In den Gewerbegebieten „Gügling“ und
„Krähe“ stehen bemerkenswerte Neuansiedlungen und
Erweiterungsprojekte an. Im
Fokus dabei sowohl im Westen
der Stauferstadt als auch auf
Bettringens Höhen die Bosch
Automotive Steering GmbH.
Zum Gügling: Die Verträge
sind zwar noch nicht unterschrieben, doch als sicher gilt,
dass noch im März der australische
Immobilienkonzern
Goodman eine 28 000 Quadratmeter große Fläche im
nördlichen Teil des Gewerbeparks kaufen und dort ein Logistikzentrum erstellen wird,
das die Gmünder Niederlassung der Logwin Solutions
Deutschland GmbH für ihren
Kunden Robert Bosch Automotive Steering GmbH betreiben wird.
Noch als ZF Lenksysteme
GmbH (ZFLS) hatte vor zwei
Jahren Gmünds größter Arbeitgeber einen über vier Jahre
laufenden 60 Millionen Euro
„schweren“
Logistikauftrag
ausgeschrieben, um den sich
die ganze regionale und nationale Logistikbranche bewarb.
Jetzt erhielt die Gmünder Niederlassung der Logwin Solutions Deutschland GmbH den
Zuschlag. Logwin hatte zweifellos einen Startvorteil, arbeitet doch das Logistikunternehmen seit 1990 (damals noch als
Locton) mit ZF/ZFLS zusammen. Rund 70 Prozent ihres
Umsatzes erwirtschaften die
150 Mitarbeiter der Gmünder
Logwin-Niederlassung
mit
dem Lenkungshersteller. Entscheidend für die Auftragsvergabe dürfte aber gewesen sein,
dass Logwin eine moderne
duktionshalle für die Stahlcenter Venetis GmbH neben der
neuen Fabrik von voestalpine
gebaut. Venetis ist Zulieferer
des Karosserie-Presswerkes.
Erweiterungsabsichten hat
auch die erste Ansiedlungsfirma im Gügling – die Vaas Leiterplattentechnologie GmbH
(früher Leitron).
l
Hier wird der globale Immobilienkonzern Goodman voraussichtlich das von der Gmünder Logwin-Niederlassung betriebene Logistikzentrum der Robert
Bosch Automotive Steering GmbH bauen: Auf der 28 000 qm großen Fläche im Gmünder Gewerbepark „Gügling-Nord“ zwischen den Firmen LST
(links), Efaflex (Mitte hinten) und dem Schleich-Logistikzentrum (rechts).
(Foto: Winfried Hofele)
Konzeption mit einem hohen
Automatisierungsgrad vorlegen konnte. Zudem hat Logwin mit Goodman die Nr. 1 unter den Investoren für und Besitzern von Logistik- und Lagerflächen zur Seite.
Senior PR-Beraterin Martina
Nehls von der Logwin betreuenden Stroomer PR Concept
GmbH in Hamburg bat im Gespräch mit dieser Zeitung um
Verständnis, nichts über die
weitergehenden Planungen sagen zu können, „bis der Gmünder Gemeinderat über die Vergabe des Grundstücks entschieden hat“. Der Zeitplan für
das Projekt, so ist zu hören, sei
„sehr sportlich“: Nach Abschluss des Kaufvertrages im
März (Grundstückspreis etwa
1,7 Millionen Euro) sollen die
Erdarbeiten im Mai aufgenommen werden und im Herbst soll
die 15 000 qm große und 12 m
hohe Halle in Betrieb gehen.
Auch die Lage des Grundstücks für das Logistikzentrum
Denn unsere
Region ist
zu schön
für schlechte
Architektur.
Unsere Referenzen im Bereich
Industrie- und Gewerbebau zeigen,
dass Architektur mehr kann, als dem
bloßen Bedürfnis zu genügen.
Unser Credo bei der Planung
funktionaler Gebäude ist immer:
wer für sich ein Innen baut, baut für
andere ein Außen.
Dieser Verantwortung sind wir uns
bewusst.
Und wir sind stolz darauf, einen
Teil zum Erscheinungsbild unserer
Region beizutragen.
merz objektbau GmbH & Co. KG
Weisse Steige 2 ... 73431 Aalen
Tel.: 07361 5600-0 ... www.merzobjekt.de
Objekt: Geiger Papier, Aalen
steht wohl schon fest: Zwischen dem von der Spedition
Lakner betriebenen SchleichLogistikcenter, dem Gebäude
der Firma Efaflex und der LSTLaserschneidtechnik GmbH.
Die Gmünder Logwin-Niederlassung hat bisher drei
Standorte: Im Bosch-Werk im
Schießtal, im uwe-Gebäude in
der Buchstraße und in Schorndorf. „Wir gehen zum jetzigen
Zeitpunkt davon aus“, erklärte
Martina Nehls, „dass Logwin
seinen Sitz in Schwäbisch
Gmünd später an einem Standort konzentrieren wird.“
Weleda in Analysephase
Im „Finale“ um den BoschAuftrag war auch die Aalener
Spedition Brucker. Die hatte
das Gelände, das nun an Goodman verkauft werden soll,
schon vorreserviert. Nach Informationen dieser Zeitung hat
Brucker aber gute Chancen,
bei einem weiteren großen Logistikprojekt in unmittelbarer
Nachbarschaft zum Zuge zukommen. Die Weleda AG will
nämlich ihre auf verschiedene
Standorte in Schwäbisch
Gmünd verteilten Logistikaktivitäten bündeln und damit
Kosten sparen.
Eine Entscheidung des Herstellers von Naturkosmetika
und anthroposophischen Arzneimitteln mit Hauptsitz in Arlesheim bei Basel in der
Schweiz und Produktionsstätten in Schwäbisch Gmünd und
Huningue in Frankreich steht
noch aus. Weleda-Pressesprecher Theo Stepp erklärte, dass
die Logistik bei Weleda zurzeit
ein zentrales Thema sei, weil
die Logistik an allen drei großen Weleda-Standorten an Kapazitätsgrenzen stößt. Deshalb
sei Weleda gerade dabei, einen
Masterplan für die gesamte
Zukunft ihrer Infrastruktur inklusive der Logistik zu entwickeln. „Diesbezüglich befinden wir uns aber noch in der
Analysephase“, betonte Stepp.
Auch in der Felix-WankelStraße im „Gügling-Nord“ ist
ein Logistikprojekt in Planung.
Die Weiß Projekt GmbH aus
Westhausen will dort ein Lagerzentrum vornehmlich für
Handwerksbetriebe bauen.
voestalpine bis März 2016
Und auch die voestalpine Polynorm GmbH denkt über den
Bau eines Logistikzentrums
nach – Geschäftsführer Benno
Rammelmüller: „Wir haben
aufgrund unseres herausragenden Markterfolges mit dem
phs-Pressverfahren (siehe Seiten 16 und 17) zu unseren bisherigen 48 000 qm Fläche weitere 18 000 qm vorreserviert.
Darin eingeschlossen ist die
Planung einer 5000 qm großen
Logistikhalle, die im Frühjahr
2016 fertig sein sollte.“ Als
möglicher Investor könnte dabei Bilal Dincel zum Zug kommen. Dessen Industriedienstleistungsservice hat kürzlich
als Projektentwickler eine Pro-
Logwin und Goodman
Die Logwin AG mit Sitz in Grevenmacher/Luxemburg ist ein
Logistikunternehmen, dessen
Wurzeln bis 1877 zurückreichen. Ganzheitliche Logistikund Transportlösungen sind das
Kerngeschäft der 4300 Beschäftigten an über 200 Standorten
in 32 Ländern auf sechs Kontinenten. Der Jahresumsatz liegt
bei rund 1,3 Milliarden Euro.
Hinter Logwin steht seit 2002
als Alleinaktionär Stefan
Quandt, der mehrere Logistikunternehmen vereinte, darunter
auch die 1956 gegründete
Locton-Kraftwagenspedition. In
Deutschland ist Logwin an 50
Standorten tätig. Die Niederlassung in Schwäbisch Gmünd mit
150 Beschäftigten wird von Denis Kreissl geleitet.
Goodman ist ein in Australien
börsennotierter Immobilienkonzern, dessen Fokus auf der Entwicklung, dem Besitz und der
Verwaltung industrieller und gewerblicher Liegenschaften in
Zentraleuropa, Großbritannien,
Asien, USA, Australien und Brasilien liegt. Immobilienfonds
bietet Investoren Zugang zu
Goodmans spezialisierten
Dienstleistungen und Anlageprodukten. Goodman verwaltet
aktuell ein Vermögen von 17,8
Milliarden Euro und mehr als
400 Industrieobjekte. Der Konzern beschäftigt weltweit mehr
als 1000 Experten an über 33
Standorten in 16 Ländern. Der
Sitz der Goodman Germany
GmbH ist Düsseldorf.
-wh-
Bauen & Wohnen/Immobilien
20
Wirtschaft Regional | März 2015
Der Gmünder Technikpark West steht hoch im Kurs
80 Prozent der Flächen vergeben – Spekulation: Baut Bosch Automotive Steering GmbH hier ein Forschungs- und Entwicklungszentrum?
l
Kuno Staudenmaier
Schwäbisch Gmünd. Nicht
nur im Gewerbepark Gügling
„brummt“ es, auch ein großer
Teil des Technikparks West, im
Volksmund „Krähe“ genannt,
ist verplant, verkauft oder
schon bebaut. Das sagt der
Gmünder Wirtschaftsbeauftragte Alexander Groll. Von
ursprünglich 120 000 Quadratmetern seien jetzt noch 17 000
frei. Die Nachfrage wurde
auch hier durch die Bosch Automotive Steering GmbH beflügelt.
Die Erschließung des Technikparks West liegt zwei Jahrzehnte zurück, wurde vom damaligen OB Dr. Gerhard Rembold und Baubürgermeister
Karl-Heinz Ruppel in die
Wege geleitet. Angedacht war
diese Fläche wegen der exponierten Lage am Tor zum unteren Remstal als Platz für Firmen der Hochtechnologie. Allerdings war das Interesse am
Gmünder Gewerbe-Filetstück
zunächst verhalten. Die Branchenreservierung wurde im
Gemeinderat immer wieder
kritisiert, eine Öffnung für andere Branchen war die Folge.
„Inzwischen ist der Bedarf so
groß, dass die frei verfügbaren
Flächen deutlich geschmolzen
sind“, sagt Alexander Groll.
Der Gmünder Technikpark West (von der B 29 aus gesehen) steht bei Gewerbetreibenden hoch im Kurs. In der
Mitte das von Bosch AS bezogene Gebäude, links das Gmünd-Tech mit der Containeranlage.
(Fotos: Tom)
Größter Nutzer wird die
Bosch Automotive Steering
GmbH sein. Der Lenksystemehersteller ist dort schon mit einem dreigeschossigen Gebäude, 4000 Quadratmeter groß,
westlich des Gmünd-Tech vertreten. Nun wächst der Flächenbedarf, weil Gmünds
größter Arbeitgeber das Werk
im Schießtal mit einem Investitionsvolumen von über 50
Millionen Euro ertüchtigt und
u.a. eine zeitgemäße Zentrale
baut und weil diverse Abteilungen auf mehrere Standorte
in der Stadt verteilt sind. Das
Unternehmen wird den Bereich Forschung & Entwicklung, der bisher auf mehrere
Standorte unter anderembei
der GOA in der Graf-von-Soden-Straße und bei UWE in
der Buchstraße verteilt war,
nun rund ums Gmünd-Tech zusammenfassen. Bosch AS wird
die kompletten Flächen anmieten, die die Hochschule für Gestaltung Anfang März verlassen hat. Dabei handelt es sich
um 2000 Quadratmeter im
Gmünd-Tech-Gebäude selbst
und um weitere 3300 Quadratmeter in den Modulbauten direkt östlich davon. Beides gehört der Vereinigten Gmünder
Wohnungsbaugesellschaft. Die
VGW wartet nur noch auf end-
gültige Pläne. „Dann können
wir weiter umbauen“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Frei.
Um die nötigen Raumreserven
zu schaffen, wird die VGW die
Containeranlage aufstocken.
Die Räume im Gmünd-Tech
werden den Bosch-Wünschen
angepasst, Wände entfernt, die
Haustechnik umgerüstet. Frei
geht davon aus, dass dort 250
bis 300 Menschen arbeiten
werden. Im Juni sollen die
Räume zur Verfügung stehen.
Auch über Parkplätze wird
noch nachgedacht. Zurzeit gibt
es rund 40 Plätze südlich des
Gmünd-Tech und eine größere
Zahl auf öffentlichem Grund
auf den Straßen des Gewerbegebiets. Nicht unrealistisch
dürfte die Hoffnung bei der
Stadt sein, dass Bosch Automotive Steering in naher Zukunft im Technikpark West in
einen großen Neubau für den
Bereich F & E investiert.
Zu den großen Nutzern des
Technikparks West zählt das
l
Gmünder Gewerbeparks
Gügling:
95 Hektar, frei sind noch 2
Gügling Nord:
27 Hektar, frei sind noch 12,5
Der zweite Bauabschnitt ist erschlossen.
Benzfeld Hussenhofen:
9 Hektar, frei sind noch 2,9
Bänglesäcker Lindach:
7 Hektar, frei sind noch 0,3
Neugärten Herlikofen:
2 Hektar, frei sind noch 0,7
Strutfeld Bargau:
2 Hektar, frei sind noch 0,4
Straßdorf Süd:
4,5 Hektar, frei sind noch 1,2
Preise: zwischen 60 Euro und
115 Euro je Quadratmeter
Autohaus Mulfinger, dessen
Vorgänger Auto-Wörner sich
dort schon 1974 ansiedelte.
Am westlichen Ende des Gewerbegebiets steht die Firma
IFO, das Institut für Oberflächentechnik.
Fest im Blick hat die Nubert
electronic GmbH den Technikpark West. Der Boxenhersteller wird dort in einem Neubau
Herstellung und Versand organisieren.
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Der Technikpark West vom Ifo-Gebäude Richtung Ost gesehen.
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Auchter Wohnbau errichtet ein Fünffamilienhaus im Aalener Neubaugebiet
„Schlatäcker“.
(Fotos: Auchter)
D
ie Firma Auchter Bau hat
2014 ein zweites Standbein aufgebaut. Die auf schlüsselfertigen Massivbau spezialisierte Firma gründete die
Auchter Wohnbau GmbH mit
den beiden Geschäftsführern
Herbert Auchter und Siegfried
Kiesel. Auchter Bau hat 2014
30 Einfamilienhäuser fertiggestellt. Schwerpunkt der Firma
Auchter Wohnbau liegt nun
auf der Realisierung von hochwertigen
Mehrfamilienhäusern. Diese werden entweder
komplett an Investoren verkauft oder die darin errichteten
Eigentumswohnungen auf dem
Wohnungsmarkt angeboten.
„Wie bei der Firma Auchter
Bau gilt auch für die neu gegründete Auchter Wohnbau
dieselbe Maxime: Beim Hausbau legen wir Wert auf nachhaltige Planung“, betonen die
beiden Geschäftsführer. Im
Klartext heiße dies, energieeffizientes Bauen mit Individualcharakter auf vertrauens-
würdiger Basis und enger Kundenberatung zu vernetzen.
Auchter Wohnbau kauft
Grundstücke in der Region
und überplant sie mit Fünf- bis
Achtfamilienhäusern. „Alles
wird aus einer Hand geliefert
und ist mit hoher Wertbeständigkeit versehen“, erklärte
Herbert Auchter.
Mehrere Projekte sind bereits
in der Projektierungsphase,
weitere werden 2015 noch folgen. Als aktuelles Projekt beschreibt Siegfried Kiesel ein
Fünffamilienhaus im Aalener
Neubaugebiet „Schlatäcker“.
Mit einer Grundstücksgröße
von 568 Quadratmetern versehen, nimmt es als letztes freies
Grundstück im ersten Bauabschnitt eine Sonderstellung ein.
„Es wird im KfW-70-Standard
mit Be,- Entlüftung inklusive
Wärmerückgewinnung
und
energieeffizienter Wärmepumpe gebaut“, sagt Kiesel.
Zur hochwertigen Ausstattung
des Fünffamilienhauses zählen
unter anderem eine Fußbodenheizung, großformatige Fliesen, Balkon oder Terrasse oder
eine Dreifachverglasung. „Der
Verkaufspreis beträgt 1,12 Millionen Euro. Wir streben einen
Komplettverkauf an“, sagt Herbert Auchter. Die VR-OstalbImmobilien GmbH vermarktet
das Projekt „Schlatäcker“ sk
Die VR-OstalbImmobilien GmbH ist
Vertriebspartner der Auchter Wohnbau GmbH
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Bauen & Wohnen/Immobilien
Wirtschaft Regional | März 2015
21
73 moderne Wohnungen entstehen in Giengens Innenstadt
Kreisbau Heidenheim startet Mitte 2015 die Bebauung des ehemaligen AWG-Areals am Rande der Innenstadt
l
Sascha Kurz
Giengen. In nächster Nähe zur
Giengener Innenstadt entwickelt die Kreisbaugesellschaft
Heidenheim in den kommenden Jahren auf dem ehemaligen
AWG-Areal zwischen Lederund Wasserschapfstraße ein
Quartier mit neun Gebäuden
und insgesamt 73 modernen Citywohnungen. Im ersten von
vier Bauabschnitten sollen in
zwei Gebäuden ab Mitte 2015
nun 18 Wohnungen entstehen.
„Der erste Bauabschnitt wird
4,2 Millionen Euro kosten. Bis
Ende 2016 sollen die ersten
Wohnungen bezugsfertig sein.
Der Bebauungsplan ist auf den
Weg gebracht“, sagte KreisbauGeschäftsführer Wilfried Haut.
Das gesamte AWG-Areal, das
direkt an der Brenz gelegen ist
und quasi an die historische Innenstadt Giengens grenzt, ist
5850 Quadratmeter groß. Insgesamt wird die Kreisbau rund
16,8 Millionen Euro in höherwertige Wohnungen des neuen
Quartiers investieren. „Wir
streben Mieten zwischen 8,50
und 9 Euro je Quadratmeter für
die hochwertig ausgestatteten
und modern konzipierten Stadtwohnungen in den drei- bis
viergeschossigen Gebäuden an.
Der Markt ist diesbezüglich in
Giengen aufnahmefähig“, erklärt Prokurist Hans-Jürgen
Kling.
Die Erschließung des Areals
erfolge über die Lederstraße.
So soll die Bebauung auf dem ehemaligen Giengener AWG-Areal aussehen.
Eine Tiefgarage mit 73 Plätzen
plus vier oberirdischen Stellplätzen ist vorgesehen. „Die
Vorarbeiten sind geleistet. Wir
haben das Grundstück im März
2013 gekauft und einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben, den im Dezember 2013 Peter W. Schmidt gewonnen hat“,
erzählt Haut.
Danach war bis Februar 2014
die bestehende Bebauung der
Industriebrache
abgerissen
worden, die Fläche wurde von
Altlasten befreit und für die Bebauung hergerichtet. Parallel
dazu liefen die städtebaulichen
Planungen: Das Bebauungsplanverfahren wurde auf den
Weg gebracht. „Die Revitalisierung dieser innerstädtischen
Brache birgt für Giengen ein
hohes Entwicklungspotenzial.
Wir schätzen die Nachfrage
nach innerstädtischem Wohnraum als hoch ein. Die Wohnentwicklung an dieser Stelle
wird Giengen nach vorne bringen“, ist sich Haut sicher. Die
kurzen Wege in die Fußgängerzone seien ein starkes Argument. Die Kaufkraft soll durch
das Bereitstellen von modernem Wohnraum am Ort gehalten werden. „Wir haben den
Anspruch, die auf dem AWGAreal entstehenden Wohnungen vom ersten Tag der Fertigstellung auch komplett vermietet zu haben“, ist sich Kling sicher, da die Nachfrage nach
modernen Wohnraum unge-
(Visualisierung: Kreisbau)
mindert an guten Standorten
anhält.
Bereits vor Baubeginn habe
die Kreisbau 1,2 Mio. Euro in
das Projekt investiert. Auch auf
dem AWG-Areal mit seiner geplanten Stadtvillen-ähnlichen
Gebäudestruktur greife die
Kreisbau die großen Trends im
Wohnungsbau auf: Demografie, Urbanität und Energieeffizienz bildeten die Grundlage
für die Planungen von Architekten, Stadtplanung, Stadtverwaltung sowie der Kreisbau,
betont Haut. „Deshalb wird das
Projekt, das in vier sich überlappenden Etappen entstehen
wird, ein Erfolg für Giengen
und für uns werden“, ist sich
Haut sicher.
Wilfried Haut (li.) und Hans-Jürgen Kling leiten die Kreisbau.
l
(Foto: sk)
Bauen ist teurer geworden
Giengen. Durch die verschiedensten Faktoren sei das Bauen in den
vergangenen Jahren teurer geworden, betont Kreisbau-Geschäftsführer Wilfried Haut. Er verweist auf die gestiegenen Kosten bei der
Grunderwerbsteuer (von 3,5 auf 5 % gestiegen) sowie bei den Gebühren für Notar- und Grundbucheintrag. Zudem schlagen Mehrkosten bis
zu 30 % durch die neue Festsetzung in der Honorarordnung von Ingenieuren und Architekten zu Buche. Die Energieeffizienzverordnung
EnEV von 2014 verursache 180 Euro Mehrkosten je Quadratmeter neu
gebauter Wohnfläche – bei 100 Quadratmetern seien das 18 000 Euro.
Haut sprach zudem Punkte wie die Pflicht zum Anbringen von Rauchmeldern, die Legionellenprüfung sowie Dachbegrünungen oder die
Pflicht zum Bereitstellen von Fahrradstellplätzen an. Hinzu komme die
gute Baukonjunktur, die Baustoffe verteuere. Die Handwerker nimmt
Wilfried Haut dabei in Schutz: Hauptsächlich die Baustoffindustrie sowie die Hersteller von Geräten wie Brennwertkesseln hätten durch
zum Teil satte Preiserhöhungen die Spirale in Gang gesetzt. „Trotzdem
bauen wir auf modernem und hochwertigem Niveau. KfW-70 ist Standard, der Trend geht hin zu großzügigen Wohn- und Essbereichen mit
großen Fensterflächen. Im Bad sind Fenster und genügend Fläche
nachgefragt“, sagt Kreisbau-Prokurist Hans-Jürgen Kling.
sk
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Kreisbau ist moderner Dienstleister am Wohnungsmarkt
G
iengen. Sich von Altem
lösen. Neue Werte schaffen. An morgen denken. So
lauten die Leitlinien der Kreisbaugesellschaft Heidenheim.
Die lokale Wohnungsgesellschaft, die mit 24 Mitarbeitern
2399 Wohnungen verwaltet,
konzentriert sich auch in den
kommenden Jahren auf seine
wohnungswirtschaftliche
Kernkompetenz dem Mietwohnungsneubau. „Es ist gelungen, passende Objekte zum
richtigen Zeitpunkt anzupacken und den Bürgern im
Landkreis Heidenheim modernen, energieeffizienten und
nachhaltigen Wohnraum anzubieten, ohne den Bestand an
Wohnungen mit einem breiten
Mietpreisgefüge zu vernachlässigen. Bei solchen Projekten bedienen wir uns externen
Architekten und bei größeren
Vorhaben auch Projektsteuerern“, sagt Geschäftsführer
Wilfried Haut. Dabei behält
das Unternehmen stets die demografische Entwicklung im
Auge: Barrierearmes Bauen in
den Stadt- und Ortskernen
Das Verwaltungsgebäude der Kreisbau Heidenheim in Giengen.
steht im Fokus. Haut: „Wir
sind immer auf der Suche nach
guten Standorten, um Neubauten zu realisieren.“ Das 1935
als Genossenschaft gegründete
Unternehmen feiert 2015 sein
80-jähriges Bestehen. Seit
1954 firmiert die Kreisbau als
GmbH. 2014 erreichte sie Umsatzerlöse von 13,9 Millionen
Euro bei einer Bilanzsumme
von 89,6 Millionen Euro. „Mit
einer Eigenkapitalquote von
33,8 Prozent haben wir am
Die sanierten Gebäude Zeppelinstraße Gerstetten. (Foto: Geyer Luftbild)
Markt eine starke Stellung
inne, aus der heraus wir auch
in Zukunft den Wohnungsmarkt im Landkreis Heidenheim aktiv mitgestalten werden“, sagt Hans-Jürgen Kling,
Prokurist des Unternehmens.
Dazu gehöre auch die Optimierung des Bestands: „Altes
verkaufen und Neues bauen“
lautet auch im neuen Geschäftsjahr das Motto der
Kreisbau Heidenheim. So wird
ein aktives Portfoliomanage-
ment der rund 163 000 Quadratmeter großen Wohn- und
Gewerbeflächen
betrieben:
Neben den Verkäufen von Altwohnungen findet ein nachhaltiges Flächenrecycling mit
nachverdichtetem Bauen statt.
Neben den eigenen Wohnungen verwaltet die Kreisbau
Heidenheim 1246 Garagen sowie 31 Gewerbeimmobilien.
„868 Wohnungen verwalten
wir zusätzlich für Wohneigentumsgemeinschaften fremd“,
erklärt Wilfried Haut weitere
Standbeine des Unternehmens.
„Wir bieten schon immer jungen Menschen die Möglichkeit
eine Ausbildung als Immobilienkaufmann/-frau anzugehen. Dabei ist uns wichtig,
dass sie eine gute Perspektive
im eigenen Unternehmen besitzen“, sagt Kling. Die Altersstruktur gibt ihm recht: Mit einem Durchschnittsalter der
Belegschaft von 40 Jahren ist
die Kreisbau ein „junges Unternehmen“. Neben Neuprojekten und der Wohnraumverwaltung investiert die Kreisbau
Heidenheim regelmäßig Mil-
In der Heidenheimer Römerstraße errichtete Gebäude. (Fotos: Kreisbau)
lionenbeträge in die Modernisierung und Instandhaltung der
Bestandswohnungen.
„Wir
bieten als kommunal ausgerichtetes Wohnungsunternehmen sehr viel günstigen Wohnraum an. Gewinnmaximierung
steht bei uns nicht an vorderster Stelle“, betont Wilfried
Haut. Und Hans-Jürgen Kling
attestiert, dass 87 Prozent des
Wohnraums für Mieten zwischen 2,50 und 5,50 Euro je
Quadratmeter vermietet sind.
Durch eine Leerstandsoptimierung, die die Zahl der Leerstände auf rund 4 Prozent minimiert, werde eine durchschnittliche Miete von 5,24
Euro je Quadratmeter erreicht.
Hauptstandorte für Wohnungen der Kreisbau Heidenheim
sind neben Giengen die Kommunen Herbrechtingen, Königsbronn, Sontheim, Gerstetten, Steinheim und Niederstotzingen. Jüngst war und ist die
Kreisbau auch in Heidenheim
aktiv. So wurden in der Heidenheimer Römerstraße und
der Neunhoefferstraße neue
Wohnungen errichtet. „Unse-
Burgstraße 30
89537 Giengen
Telefon 0 73 22 96 04-22
Telefax 0 73 22 96 04-49
info@kreisbau.de
www.kreisbau.de
rem Geschäftsmodell kommt
die derzeitige Niedrigzinsphase zugute. Die Tilgungen von
Objekten kann hochgefahren
werden. Neben der Entschuldung können aber genügend
neue Objekte, wie beispielsweise das Großprojekt auf dem
ehemaligen AWG-Areal in
Giengen in Angriff genommen
werden“, sagt Wilfried Haut.
Das Unternehmen kalkuliere
jedoch weiterhin konservativ:
Der Mindesteinsatz von 30
Prozent Eigenkapital soll erhalten bleiben, die Wirtschaftlichkeit soll durch eine „ordentliche Rendite“ weiter gewährleistet sein, wie Haut betont. „Die Entwicklungen auf
dem Wohnungs- und Finanzmarkt bleiben spannend. Die
Kreisbau Heidenheim sieht
sich bestens aufgestellt für die
Herausforderungen der Zukunft“, sagt der Geschäftsführer.
Sascha Kurz
In der Otto-Merz-Straße 33 in Herbrechtingen baute die Kreisbau auch.
Bauen & Wohnen/Immobilien
22
Wirtschaft Regional | März 2015
In Hamburg, Köln und Salzburg künftig präsent – Verkauf und Service gebündelt
Aalen. Ende Februar wurde
die Eröffnung des achten
Apartment-Projektes in Biberach gefeiert. Insgesamt sind
nun rund 1000 Einheiten im
Betrieb, Ende des Jahres werden weitere 500 Einheiten folgen. Diesem Wachstum trägt
die Aalener i Live Holding unter der Leitung von Amos Engelhardt, Kai Bodamer und
Thorsten Beer mit der Gründung von drei Niederlassungen
in Deutschland und Österreich
sowie zwei weiteren Gesellschaften Rechnung.
Ende 2014 wurde die Niederlassung in Salzburg gegründet,
die den österreichischen Markt
abdecken soll. Im April gehen
die Niederlassungen Hamburg
und Köln an den Start. Die
Niederlassung in Hamburg
wird für den Bereich Nordund Ostdeutschland verantwortlich sein. Ein weiteres
Standbein wird in Köln etabliert und den Bereich Westdeutschland bearbeiten.
Um den Kunden den kompletten Systemkreislauf bieten
zu können, wurden zu Beginn
des Jahres die i Live Sales
GmbH sowie die i Live Services GmbH gegründet. Die i
Live Sales GmbH wird unter
Dosier- u. Prüftechnik, Nördlingen
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i Live: Drei neue Niederlassungen Industrie- und Gewerbebau in Ostwürttemberg
M
So soll das Apartmentprojekt in Graz der i Live Gruppe aussehen, das demnächst in Angriff genommen wird.
(Foto: i Live)
anderem den Vertrieb der i Live-Apartments zusammen mit
den Vertriebspartnern koordinieren. Innerhalb der i LiveGruppe wird die i Live Services GmbH für den Betrieb
der Einheiten verantwortlich
sein. Die Leistungen reichen
dabei von der Hausverwaltung
und der Eigentümervertretung
hin zur Bereitstellung eines
umfassenden Wohnservices
wie beispielsweise die Organisation von Events oder Konzerten für die Bewohner der
Komplexe.
Die i Live-Gruppe hat sich zu
einem der führenden Anbieter
von Lifestyle- und Mikro-
Apartments in Deutschland
entwickelt. Mit einem konzeptionellen Ansatz wird der komplette Systemkreislauf von der
Projektentwicklung über die
Generalplanung, dem Bau bis
hin zum Vertrieb und Betrieb
selbst abgebildet. Der Fokus
der i Live liegt auf attraktiven
Standorten mit überproportional wachsenden Marktchancen
im Bereich Mikro-Wohnen.
i Live steht für junges, nachhaltiges und urbanes Wohnen auf
höchstem Qualitätsniveau. Das
Konzept von i Live richtet sich
dabei nicht nur an Studierende,
sondern auch an Pendler, Singles
und Berufseinsteiger.
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it Firmensitz in Aalen ist die merz objektbau sowohl regional
als auch überregional für
Industrie und Gewerbe,
Kommunen, Städte und
private Bauherren tätig.
Wir bieten alle Planungs-,
Projektentwicklungs- und
Bauträgerleistungen
im
Wohn- und Gewerbebereich an. Ein traditioneller
Schwerpunkt unserer Arbeit sind Gebäudekomplexe für Industrie, Gewerbe
und Einzelhandel. In den
letzten Jahren entstanden
regional Objekte wie das
Verwaltungsgebäude der
Scholz Edelstahl in Essingen, die Bebauung des Aal
Carrées, Aalen – unter anderem mit Im Quadrat I
und III – der Um- und
Neubau Geiger Papier in
Aalen oder das ÄDZ Heidenheim, bei welchem
sich aktuell der zweite
Bauabschnitt in der Projektentwicklung befindet.
Dabei handelt es sich um
Revitalisierungen
und
Neubauten für Unternehmen aller Größen und
Branchen. In allen unseren
Tätigkeitsfeldern beginnt
das Leistungsspektrum bei
ausführlichen Analysen
der Nutzbedürfnisse und
reicht von der Grundstückssuche bis hin zur
Realisierung.
Architektur zu schaffen,
bedeutet Aufrichten, Zeichen setzen, Raum schaffen, Heimat geben. Wer für
sich „ein Innen“ baut, baut
für andere „ein Außen“.
Wir sind als Architekten
und Planer bewusst mit un-
Wir schaffen Bauwerke
Die Verantwortlichen der merz objektbau: Brigitte Merz, Volker Merz, Agilolf Bachner, Jörg Baresel.
(Foto: Oliver Giers)
serer Region, unserer Heimat
verbunden. Dass wir durch unsere Architektur städtebauliche
Relevanzen schaffen und an der
Entwicklung des Erscheinungsbildes der Region beteiligt sind, macht uns stolz. Wir
planen mit dem Ansatz, dass
ein Bauwerk mehr kann, als
dem bloßen Bedürfnis zu genügen und freuen uns, dass viele
Bauherren dieses Credo mittragen. So entstehen architektonisch herausragende Einzelhandels-, Industrie- und Gewerbeobjekte – obwohl in die-
Die starken Seiten der Region
sem Bereich vor allem unter
Berücksichtigung
ökonomischer, konstruktiver und funktioneller Gesetzmäßigkeiten
geplant wird. In naher Zukunft
wird dieser Ansatz bei der Revitalisierung des Gebäudes am
Marktplatz in Aalen oder dem
Neubau REWE Center in Heidenheim sichtbar.
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Wirtschaft Regional | März 2015
23
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Höchste Auszeichnung –
Prädikat
Fünf-Sterne-Holzbauunternehmen
D
ie
Zertifizierungsstelle
„ZertBau“ in Berlin
zeichnet SCHLOSSER bereits
seit 2006 mit dem Prädikat
Fünf-Sterne-Unternehmen
aus. Diese Auszeichnung muss
wohl verdient sein, denn nur
Unternehmen mit einem hohen
Engagement für Weiterbildung, Technik, Unternehmensführung und einem nachhaltigen Handeln erhalten die begehrten Sterne. Eine Auszeichnung mit Sternen ist allen gut
bekannt. Hotels, Gastronomen
und andere Einrichtungen werden getestet und entsprechend
bewertet. So gibt es in der Baubranche die Qualitätsoffensive
„Sterne“ für Holzbauunternehmen. Ziel dieser Kampagne ist
es, die Qualität im Zimmerer-
handwerk nachhaltig zu optimieren. Der Kunde kann damit
erkennen, welche Unternehmen viel Wert darauf legen,
dass die Qualität in allen Leistungsbereichen nachhaltig gesteigert wird. Drei bis maximal
fünf Sterne können erlangt
werden.
Die Entscheidung, welches
Unternehmen wie viele Sterne
erhält, trifft allein die unabhängige und offiziell akkreditierte
Zertifizierungsstelle
„ZertBau“ in Berlin. Jedes Sterneunternehmen erwirbt sein Prädikat mit systematischer Weiterbildung von Führungskräften und Mitarbeitern. Aktuellstes Wissen in den Bereichen
Technik, Umweltschutz, Unternehmens- und Personalfüh-
Forum Holzbau Stuttgart – Bürogebäude
(Foto: Roland Halbe)
VR-Bank sucht Baupartner
Der Neubau der Hauptstelle der VR-Bank Aalen wird 2015 begonnen
D
as Neubauvorhaben der
Hauptstelle der VR-Bank
Aalen wird konkreter: Alle
Abteilungen sind zwischenzeitlich aus dem Bankgebäude
in der Wilhelm-Zapf-Straße 2
aus- und umgezogen – das Gebäude wird derzeit ausgeräumt. Voraussichtlich ab dem
8. Juni werden die Abrissarbeiten beginnen. Die Verantwortlichen der VR-Bank Aalen
rechnen mit einer Bauzeit von
zwei Jahren.
Auf der Homepage der VRBank Aalen unter www.vrbankaalen.de/neubau können die
aktuellen Entwicklungen zum
Neubau nachgelesen werden.
rung gehören mit dazu. Das
Fünf-Sterne-Unternehmen
lässt sich außerdem durch eine
Eigen- oder Fremdüberwachung kontinuierlich auf seine
Top-Qualitäten prüfen. Das Ingenieurholzbauunternehmen
SCHLOSSER aus Jagstzell erhält bereits seit 2006 die
höchste Auszeichnung der fünf
Sterne. Das 80 Mann und Frau
starke Unternehmen hat beispielsweise ein eigenes Qualitätsmanagement „ökologisch,
ökonomisch, technisch, sozi-
Industriehalle in Holz-Stahl-Kombination.
außen eingesetzt werden,
schafft eine angenehme Optik
und nachweislich ein gesundes
Raumklima. In der Architektur
verbindet das Unternehmen
SCHLOSSER das HightechProdukt Holz auch mit anderen
Baustoffen wie Stahl, Glas und
Beton. Mit bereits über 2000
umgesetzten Projekten stellt
dies das Unternehmen überzeugend dar.
Das Prädikat Fünf-SterneHolzbauunternehmen gilt bis
einschließlich 2016, doch
SCHLOSSER wird darauf hinarbeiten, die Auszeichnung
auch danach wieder zu erhalten.
(Fotos: Schlosser)
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Ab sofort haben alle interessierten Unternehmen der Baubranche die Möglichkeit,
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Ihre Online-Bewerbung ist der 30. März 2015.
Aktuelle Auschreibungen finden Sie unter:
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al“ bei sich eingeführt und gibt
den Bauherren schon bei der
Auftragsvergabe eine SechsPunkte-Leistungsgarantie. Das
Leistungsspektrum
bei
SCHLOSSER ist groß. Neben
Industriehallen, Bürogebäuden
und Sportzentren werden auch
eigene Projekte realisiert, wie
derzeit der mehrgeschossige
Wohnpark in Crailsheim. Dabei setzt das Unternehmen seinen Schwerpunkt auf den
Holzbau. Holz ist ein Naturprodukt und durch seine natürlichen Eigenschaften ein innovativer, hochmoderner und
vielseitig einsetzbarer Werkstoff. Außerdem bietet er eine
hohe Tragfähigkeit und zählt
dabei zu den leichtesten Baustoffen. Holz kann innen wie
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„Ausschreibungen – Baupartner gesucht“ hat ab sofort jedes
Unternehmen der Baubranche
die Möglichkeit, sich um das
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Ein Online-Bewerbungsbogen
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Die Bewerbungsfrist läuft ab
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Danach werden die eingegangenen Bewerbungen geprüft.
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dann bis zum 4. Mai 2015 einzureichen ist.
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Firmen & Märkte
24
Wirtschaft Regional | März 2015
Bortolazzi und AWUS-Bau ergänzen ihr Portfolio sinnvoll
Gesellschafterwechsel bei AWUS-Bau: Bisherige Gesellschafter übergeben Anteile an Bortolazzi – Standort Aalen bleibt mit 85 Mitarbeitern bestehen
l
Sascha Kurz
Aalen. Die Gesellschafter des
auf Brücken-, Straßen- und Ingenieurbau spezialisierten Aalener
Bauunternehmens
AWUS-Bau haben ihre Geschäftsanteile auf die Bortolazzi Straßenbau GmbH übertragen. Damit ist das Bopfinger Traditions-Bauunternehmen, das 1906 gegründet worden war, neuer alleiniger Eigentümer bei AWUS-Bau.
Damit sei eine Nachfolgeregelung für das 1997 gegründete Unternehmen gefunden
worden, die dem Grundverständnis von AWUS-Bau entspreche, sagte der ausgeschiedene Gesellschafter Manfred
Hoch zu der Firmenübertragung an das Familienunternehmen Bortolazzi. Der 63-jährige Geschäftsführer war neben
zwei Mitgliedern der Familie
Aisslinger Gesellschafter und
Die AWUS-Bau GmbH bleibt an ihrem Standort an der Ulmer Straße in Aalen bestehen.
gleichzeitig Geschäftsführer
des Unternehmens. Er bleibt
zunächst beratend für die Firma tätig. Wilfried Wild bleibt
als Geschäftsführer bei AWUS
im Amt. „Die Geschäftsleitung
Bei Essingen wurde diese Brücke für einen Wirtschaftsweg über die B 29
im Jahr 2014 gebaut. Sie besticht durch ihre elegante Linienführung.
wird durch Mitglieder der Familie Bortolazzi ergänzt“, sagte Ursula Bortolazzi, die gemeinsam mit ihrem Bruder
Walter Bortolazzi sowie ihrem
Ehemann Alois Thorwart das
gleichnamige Bopfinger Bauunternehmen leitet. Bortolazzi
beschäftigt in Bopfingen 120
Mitarbeiter, am Standort in
Ehrenfriedersdorf in Sachsen
weitere 55.
Für die Kunden sowie die 85
Mitarbeiter von AWUS-Bau
soll sich nichts ändern. Die Belegschaft war am 28. Februar
über den Schritt der Gesellschafter in einer Betriebsversammlung informiert worden.
Dabei war von Ursula Bortolazzi betont worden, dass neben den Arbeitsplätzen auch
der Standort mit seinem Bauhof an der Ulmer Straße in Aa-
(Foto: Oliver Giers)
len erhalten bleiben. „Das
fachliche Know-how bei
AWUS im Ingenieur- und Brückenbau sehe ich als ideale Ergänzung in unserem Portfolio
als reiner Tiefbau- und Straßenbaubetrieb. Wir werden uns
anstrengen, das in uns gesetzte
Vertrauen zu rechtfertigen.
Wir wollten uns schon länger
in Richtung der von AWUS bespielten interessanten Geschäftsfelder entwickeln, was
aber ohne geeignetes Personal
nicht geht“, betonte Ursula
Bortolazzi.
Für Manfred Hoch stärkt das
Übertragen an die Firma Bortolazzi die Regionalität der
hiesigen Baubranche. So
könnten die speziellen Tätigkeitsfelder wie sie von AWUS
verstärkt für die Deutsche
Bahn AG beim barrierefreien
Umbau von Bahnsteigen oder
bei der häufig technisch anspruchsvollen Sanierung von
Brücken weiterhin regional
und nicht nur von großen Baukonzernen angeboten werden.
„Wir haben uns seit 1997 als
Nischenanbieter weiterentwickelt. Unsere Kompetenz wird
häufig auch in der Branche unterschätzt. Gerade das Instandsetzen von Brücken ist nochmals komplexer als ein Neubau“, sagte Wild, der seit 2000
beim Unternehmen arbeitet.
AWUS-Bau werde auch weiterhin im Industriebau in enger
Abstimmung mit den Industriekunden aus der Region
agieren und spezielle Arbeiten
wie das Erstellen von Maschinenfundamenten realisieren,
sagte Wild.
Indirekt betroffen vom Gesellschafterwechsel
bei
AWUS-Bau ist auch die
Goldshöfer Asphalt Mischwer-
ke Ostalb GmbH (AMO). Dort
übernimmt nun Bortolazzi
über die AWUS deren Anteile.
Die Firmen Schotter Aushub
Recycling (SAR) und Transportbeton Aalen (TBA), bei
denen Manfred Hoch ebenfalls
in der Geschäftsleitung tätig
ist, sind vom Verkauf der
AWUS-Bau nicht tangiert.
l
Info: Bortolazzi-Gruppe
Bortolazzi wird 1906 in Nürtingen von Angelo Bortolazzi gegründet. 1933 wird der Firmensitz von dessen Sohn Angelo
jun. nach Bopfingen verlegt.
1959 übernimmt Erich Bortolazzi die Leitung. 1992 wird die
EBG Bau in Ehrenfriedersdorf
gegründet. 1995 übernehmen
Ursula und Walter Bortolazzi die
Firmenleitung. 2003 beteiligt
sich Bortolazzi an der Asphalt
Mischwerke Ostalb (AMO) in
Goldshöfe.
sk
Diese Fußgängerbrücke über die Rems wurde 2014 von AWUS-Bau in
Lorch errichtet.
(Fotos: AWUS-Bau)
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IDS GmbH entwickelt sich kontinuierlich weiter
Schwäbisch Gmünd. „Eine
Telefonnummer für vielerlei
Dienstleistungen“ – so umschreibt Bilal Dincel, Geschäftsführer der IndustrieDienstleistungs-Service
GmbH (IDS) das Bestreben
seiner Unternehmensgruppe
mit insgesamt rund 100 Mitarbeitern. Die IDS bietet als
Kernkompetenzen die Teileund Qualitätsprüfung sowie
eine anschließende Nacharbeit
für produzierende Firmen an.
„Wir begleiten zudem den Produktionsprozess, indem unsere
Mitarbeiter neben der Produktionsunterstützung auch begleitende Tätigkeiten wie Verpacken, Kommissionieren sowie Montagearbeiten übernehmen“, sagt Dincel.
Bilal Dincel, Geschäftsführer der Industrie-Dienstleistungs-Service
GmbH (IDS)
Daneben ist IDS in der Teilereinigung sowie dem Bereitstellen von Leergutbehältnissen für den Produktionsprozess von rund 100 Kunden in
der Raumschaft aktiv. Die Immobilienverwaltung sowie das
Gebäudemanagement
nebst
vielfältigen Facilitymanagement-Aufgaben bei Bestandsimmobilien runden das Dienstleistungsangebot ab.
Durch die Tochterfirma Jobportal GmbH stehen Mitarbeiter flexibel bereit, um schnell
auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen. Diese Flexibilität kommt IDS auch bei der
Projektentwicklung
zugute.
„Maßgeschneidert für die jeweiligen Produktionsbedingungen können Hallen projektiert werden, die dann auch als
Generalunternehmer ausgeführt und an Firmen langfristig
vermietet werden – wie jüngst
im Gewerbegebiet Gügling an
Venetis“, erläutert Dincel. IDS
verwirklicht dabei Ideen. Egal,
ob ein Neubau oder eine Umfunktionierung von bestehenden Gebäuden anstehen oder
von der Grundstücksbeschaffung bis zur Schlüsselübergabe
alles vorbereitet wird: „IDS
steht für solche Projekte bereit“, sagt Dincel.
Ein weiteres Betätigungsfeld
stellt der Handel von Industriegütern und Betriebsmitteln dar.
Maschinen, Einrichtungsgegenstände wie Schwerlastregale und andere Betriebsmittel
werden von IDS angekauft und
IDS...GmbH
Industrie Dienstleistungsservice
GmbH
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Die neue Waschmaschine von IDS.
weiterverwertet, sei es als entsorgte Wertstoffe oder zum
weiteren Gebrauch bei Kunden, schildert der Geschäftsführer. Bislang war der Raum
Schwäbisch Gmünd sowie das
Remstal Hauptbetätigungsfeld
des Dienstleisters. 2015 geht
IDS verstärkt in die Akquise
von Neukunden – hauptsächlich in den Raumschaften Aalen und Heidenheim. „Wir
wollen auch dort Unternehmen
als unsere Kunden helfen,
Dienstleistungen auszugliedern und durch uns fachmännisch, flexibel, schnell sowie
kostenbewusst erledigen zu
(Fotos: IDS)
lassen“, umschreibt Dincel das
Ansinnen von IDS. Dabei ist
IDS offen für weitere Ergänzungen im eigenen Portfolio.
Dincel: „Im Gespräch mit unseren Kunden treten häufig
neue Betätigungsfelder für uns
zutage. Diese versuchen wir
schnellstmöglich abzudecken,
so dass die Kunden keine weiteren Ansprechpartner benötigen. Das verstehen wir unter
moderner Dienstleistung für
Firmen.“
Dabei soll hauptsächlich das
Leergut- und Behältermanagement beworben werden. IDS
hat durch Investitionen von
rund 250 000 Euro in eine neue
Reinigungsanlage im Sommer
2014 seine Kapazitäten auf
diesem Sektor enorm erweitert. Die Transportkisten für
Teile werden von IDS gewaschen sowie just in time für
den Kunden bereitgestellt, der
Rest wird in IDS-Hallen zwischengelagert. IDS greift dabei
auf sämtliche Größen dieser
meist aus Kunststoff bestehenden Leergutkisten zurück. Neben den Behältnissen kann in
der vollautomatischen Waschanlage auch die Teilereinigung
erfolgen. „Auch hierbei sind
wir sehr flexibel und reagieren
schnell auf Bedürfnisse bei unseren Kunden“, sagt Dincel.
Der Geschäftsführer sieht bei
diesen Tätigkeiten großes Entwicklungspotenzial in den angesprochenen Raumschaften
Aalen und Heidenheim.
Bilal Dincel sieht in sich verändernden Märkten und wirtschaftlichen Strukturen stets
eher die Chancen denn die Risiken. Er weiß, dass durch
rechtzeitiges Erkennen und
Bearbeiten neuer Tätigkeitsfelder Wachstum generiert
werden kann. „Unsere Kernkompetenzen liegen in der Unterstützung von Produktionsprozessen für Firmen verschiedenster Branchen. Aber IDS
kann mehr: Wir gehen aktiv
auf die Bedarfe in Firmen ein
und fungieren als kompetenter
Lösungsanbieter“, sagt Dincel.
Wichtigste Kriterien seien
hierbei immer Schnelligkeit
sowie die kostenmäßige Betrachtung. Dincel: „Wenn Firmen auf uns zukommen, wissen wir, dass wir alle Kräfte
mobilisieren müssen, um den
Bedürfnissen gerecht zu werden – und zwar schnellstmöglich!“
Sascha Kurz
Wirtschaft Regional | März 2015
Automatisierungstechnik in Ostwürttemberg
25
Automatisierungstechnik in Ostwürttemberg
SPEZIAL
Die Simulation als Werkzeug
Industrie 4.0 lockt Besucher an
Veranstaltung der IHK Ostwürttemberg an der Hochschule Aalen
Veranstaltung bei IHK Ostwürttemberg – Best Practice-Beispiele vorgestellt
l
Markus Staudenmeyer, Peter Schmidt, Tilmann Mauz sowie Prof. Dr. Markus Merkel, Stefan Zorniger, Marco Thomisch, Dr. Wolfgang Rimkus, Gerhard Subek, Prof. Dr. Andreas Plotzitza und Prof. Dr. Thomas Weidner (v.li.) referierten bei der Fachveranstaltung an der Hochschule Aalen.
(Foto: IHK)
Aalen. Vom Know-how der
Experten im Bereich der Computersimulation profitierten
Besucher bei einer gemeinsamen Veranstaltung der Hochschule Aalen und der IHK Ostwürttemberg. Produktneuentwicklungen erfordern hohe Investitionen, besonders dann,
wenn viele Prototypen nötig
sind, um bestmögliche Qualität
zu gewährleisten. Wenn Bauteile oder Produkte fehlerhaft
sind, kommt es nicht selten zu
Rückrufaktionen der Hersteller. Diese sind für die betroffenen Unternehmen immer mit
hohen Kosten verbunden und
können auch zum Imageverlust beitragen. Die Herstellung
von Prototypen ist kosten- und
zeitintensiv. Daher bieten
Computersimulationen Vorteile für Unternehmen, um das
Produktverhalten bereits in der
Entwicklungsphase unter verschiedensten
Einsatzbedingungen darzustellen. Durch
die frühzeitige Identifizierung
von Schwachstellen kann so
der Aufwand für reale Feldversuche und Messungen reduziert werden.
Der Leiter des Kompetenzzentrums für Berechnung und
Simulation der Hochschule
Aalen, Dr. Wolfgang Rimkus,
und der IHK-Innovationsberater Peter Schmidt betonten die
Bedeutung der Simulationsund Visualisierungstechnologien – auch in der Automati-
sierungstechnik. Rimkus verwies auf das enorme Potenzial
an Fachwissen im Bereich der
Simulation und der virtuellen
Produktentwicklung an der
Hochschule Aalen, das für Unternehmen zugänglich sei.
Prof. Dr. Thomas Weidner,
Prof. Dr. Markus Merkel, Stefan Zorniger, Prof. Dr. Andreas Plotzitza sowie Marco Thomisch (Hochschule Aalen)
stellten ihre Themen- und Forschungsschwerpunkte sowie
verschiedene Kooperationsprojekte mit Industriepartnern
vor. Gerhard Subek, Geschäftsführer des Innovationszentrums, informierte über
Technologieförderungen und
Finanzierungshilfen.
Wechsel zu Industrie 4.0 eher schleichend
Dr. Arnold Herp, Leiter Innovation der HEITEC AG, stellt Prognosen
Heidenheim. Wie wird der
Übergang zur Industrie 4.0
vonstatten gehen? Der Paradigmenwechsel zur sogenannten Industrie 4.0 wird nicht von
heute auf morgen stattfinden.
Industrie 4.0 und das Internet
der Dinge bedeuten letztlich,
den einzelnen Komponenten in
der Automatisierungstechnik
Intelligenz beizubringen, um
durch Selbstorganisation flexibler auf sich immer schneller
ändernde Anforderungen am
Markt reagieren zu können –
so die Einschätzung von Dr.
l
Arnold Herp. „Hersteller von
zentralen synchronen Steuerungstechniken, an denen eher
Sensoren und Aktoren ohne
Eigenintelligenz angeschlossen werden, haben tendenziell
wenig Interesse daran, ihre
Systeme durch zunehmend
asynchrone, dienstorientierte
Architekturen kannibalisieren
zu lassen“, sagte Herp.
Insofern werde die Umsetzung moderner Industrie 4.0
Konzepte an den Maschinen
und in den Betrieben gedämpft
verlaufen. Erst wenn sich et-
was bewähre, würde man gerne mit auf den Zug aufspringen. In der Automatisierung ist
heute alles prozedural geregelt.
Inder IT-Welt ist das Denken
heute objektorientiert. HEITEC bietet als innovativer
Dienstleister für die neuen Industrie 4.0 Paradigmen bereits
heute erste Lösungsbausteine
für Kommunikation und Apporientierte Bedieneroberflächen. Wir müssen jetzt beginnen, um den Wandel in den
nächsten 5 bis 10 Jahren zu erreichen, fordert Herp.
sk
Auszug der Automatisierungstechnik-Unternehmen in Ostwürttemberg
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EMAG Automation GmbH
www.emag.com
EVO Informationssysteme GmbH
www.evo-solutions.com
FNS Konstruktionen
www.fns-konstruktionen.de
Georgii GmbH, www.pgeorgii.de
Heitec AG, www.heitec.de
Jelinek Automatisierungstechnik
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www.jelinek-ellwangen.de
Kiener Maschinenbau GmbH
www.kiener-online.com
KMF International
Textilmaschinen AG
www.kmf-maschinenbau.de
Lackner GmbH
Steuerungssysteme
www.lacknersteuerungssysteme.de
MA.TEC GmbH, www.matec.de
MARQUIS Steuerungs- und
Automatisierungstechnik
www.marquis-tech.de
RF Maschinen und
Anlagenbau GmbH
www.r-f-gmbh.com
Stoll – Prozessleittechnik GmbH
www.stoll-prozessleittechnik.de
Tegel-Technik Förderanlagenbau,
Handhabungsgeräte GmbH
www.tegel-technik.de
VAF Ges. f. Verkettungsanlagen,
Automationseinrichtungen und
Fördertechnik mbH
www.vaf-sondermaschinen.de
VKE GmbH & Co. KG,
www.vke-solutions.de
Voith Paper Automations GmbH &
Co. KG, www.voith.com
Thomas Wahl
Automatisierungstechnik
www.thomas-wahl.de
Wirth
Elektrotechnik
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www.wirth-elektrotechnik.com
Sascha Kurz
Heidenheim. Das Thema ist in
aller Munde und doch wenig
greifbar und etwas nebulös.
Die IHK Ostwürttemberg
mühte sich, von drei Referenten bei einer gut besuchten
Veranstaltung Licht ins Dunkel
beim Schlagwort Industrie 4.0
zu bringen. Die nächste Stufe
industrieller Fertigung klopft
stetig bei den Firmen in der
Region Ostwürttemberg an.
Rund 250 Besucher wollten
wie auch Peter Schmidt, Technologie- und Innovationsberater bei der IHK, die neuesten
Entwicklungen bei der Digitalisierung und der Vernetzung
sowie die Auswirkungen auf
den Produktionsprozess besser
verstehen. Vieles in den Beiträgen von Dominic Lutz, Geschäftsführer
bei
Gaugler&Lutz, Prof. Thomas Bauernhansl, Leiter des Instituts
für industrielle Fertigung und
Fabrikbetrieb in Stuttgart, sowie Prof. Joachim Berlak, Geschäftsführer
der
software4production in München,
blieb jedoch theoretisch. „Industrie 4.0 heißt, die Mitarbeiter mit idealen Infos zu versorgen. Zudem muss die virtuelle
und reale Welt zusammengeführt und richtig dargestellt
werden“, sagte Dominic Lutz.
Nötig sei das Zusammenspiel
von
Maschinenherstellern,
Produzenten und Softwareanbietern. Nur so sei eine komplett vernetzte und ideal aufeinander abgestimmt Produktion
möglich. „Wir haben das Problem, dass ältere Produktionsmaschinen mit neuen nicht
kompatibel sind“, sagte Lutz.
Thomas Bauernhansl sprach
von disruptiven Kräften, die in
der Dienstleistungsbranche die
Hälfte der Mitarbeiter wegen
neuer Vorgehensweisen über-
flüssig werden lassen. Er skizzierte Einsparpotenziale durch
Industrie 4.0 und sprach von
einer „Riesenchance für Mittelständler“. „Alles wird künftig als Service angeboten. Zwischenebenen in der Vertriebskette lösen sich auf“, sagte er.
Joachim Berlak unterstrich,
dass es nun durch eine mögliche Vernetzung gelinge, die
bereits in den 1980er-Jahren
erarbeiteten Grundzüge eines
computergestützten Produzierens vollkommen umzusetzen.
Prof. Dr.-Ing. Joachim Berlak, Geschäftsführer der software4production
GmbH, Dominic Lutz, Mitglied der Geschäftsführung der Gaugler & Lutz
oHG, Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl, Leiter Fraunhofer IPA, Stuttgart
und Peter Schmidt, IHK Ostwürttemberg (v.li.) sprachen vor 250 Besuchern über Schwerpunkte der Industrie 4.0.
(Foto: IHK)
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Virtual to Physical – intelligente
Vernetzung der Produktion
H
inter dem Begriff Industrie 4.0 steht die Zusammenführung digitaler und physikalischer Welten in der Produktion. Für viele produzierende Unternehmen besteht
noch ein großer Nachholbedarf, diesen neuen Technologietrend zu erkennen und Veränderungen in ihrer Organisation zu realisieren. Vielerorts
wird mit dem Thema geradezu
inflationär umgegangen und
jedes neue Projekt bekommt
den Deckmantel Industrie 4.0.
Wenn wir uns heute die Produktion und Prozesse verschiedener Fertigungsunternehmen
ansehen, dann ist noch nicht
einmal Industrie 3.0 verwirklicht. Die Daten für die Entwicklung bis zur Maschine
und für die Verwaltung wichtiger Fertigungsinformationen
liegen irgendwo in Verzeichnisstrukturen oder werden
noch manuell oder per USBStick an die Maschinen oder
Arbeitsplätze geliefert. Die
Weitergabe von Änderungen
erfolgt per Zuruf, E-Mail oder
einem Blatt Papier – weit entfernt von gesteuerten, durchgängigen Prozessen. Die
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Automatisierungstechnik in Ostwürttemberg
26
Wirtschaft Regional | März 2015
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info@vke-solutions.de
www.vke-solutions.de
Schaltpläne auf Eplan 5.7 oder P8
tet die Hardwarekonstruktion
der Schaltschränke und der
Anlage ebenso wie die Softwareentwicklung. Der Schaltschrankbau erfolgt im Haus
und rundet mit der Installation
und Inbetriebnahme der Anlage vor Ort das Angebot der
jungen Firma ab. „Die weitere
Betreuung und die wiederkehrenden Maschinenmessungen
gehören genauso zu unserem
Angebot wie der Serviceeinsatz bei Maschinenstillstand“,
sagt Valentin Klöpfer. Der
Kunde erhält somit eine individuelle und ökonomische Lösung nach seinen Wünschen.
nnovative Lösungen für
komplexe Steuerungs- und
Regelungsaufgaben, das ist das
Motto, das für die Stoll &
Ziegler Automation GmbH
oberste Priorität besitzt. Der
Steuerungsbauer aus dem beschaulichen Eschach erstellt
maßgeschneiderte KomplettLösungen für den Maschinenund
Sondermaschinenbau,
ebenso wie für den Anlagenbau. Mit einem Team aus 15
hochmotivierten Mitarbeitern
wird den Kunden eine durchgängige Lösung ihrer Steuerungsaufgabe erstellt. Dabei
beginnt die Zusammenarbeit
schon bei der Konzeption und
dem Layouting der Steuerung.
Mit zwei EPLAN Projektierungsplätzen werden während
der Hardwarekonstruktion die
Schaltschrank
(Fotos: S&Z)
Die Geschäftsführer
CAD-Stromlaufpläne erstellt,
mit denen dann nach Materialbeschaffung in der eigenen
Produktionswerkstatt von fünf
erfahrenen
Elektronikern
handfeste Hardware, sprich
Schaltschränke,
hergestellt
werden. Für die Erstellung der
komplexen
Steuerungssoftware sorgen insgesamt fünf Ingenieure und Techniker, die im
Büro die Aufgaben und Vorstellungen des Kunden in Programme und Visualisierungen
umsetzen. Dabei werden modernste Steuerungssysteme der
unterschiedlichsten Hersteller
eingesetzt. Vor allem SiemensProdukte, aber auch viele andere Steuerungssysteme wie
beispielsweise Rockwell-AllenBradley, Beckhoff, B&R,
Panasonic, kommen zur Anwendung. Die beiden Geschäftsführer, Klaus Stoll in
der Programmierung und Martin Ziegler in der CAEKonstruktion / Schaltschrank-
bau, bringen jahrzehntelange
Erfahrung und Know-how aus
ihrer Berufserfahrung mit, und
lassen diese bei ihren Kunden,
welche in unterschiedlichen
Branchen tätig sind, mit einfließen. „Unsere Stärke ist die
Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten unserer Steuertechnik“,
betonen die beiden Geschäftsführer. Komplexe Montagelinien mit Industrierobotern,
Achsen,
Einpressmodulen,
Kamerasystemen,
Schraubspindeln, Laserzellen, Prüfsystemen stehen ebenso auf dem
Programm wie Bearbeitungsmaschinen mit CNC-gesteuerten Systemen. Achs-Portale,
Transportsysteme, Verdichteranlagen, Verpackungsmaschinen und Sägeanlagen werden
auf der ganzen Welt vom firmeneigenen Serviceteam in
Betrieb gesetzt und per Fernwartung betreut. Eben Steuerungstechnik „All Inclusive“.
l
Unser Leistungsumfang:
• Planung und Projektierung
• Hardwarekonstruktion
• Schaltplanerstellung
• Softwareengineering
• Bussysteme
• Antriebstechnik
• Schaltschrankbau
• Beratung und Schulung
• Inbetriebnahme und Service
• Dokumentation
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HEITEC schnürt Pakete bei der Automatisierung
D
ie HEITEC AG ist als Engineering-Dienstleister
seit 2006 am Standort Heidenheim ansässig. „Aktuell werden 25 Ingenieure und Techniker beschäftigt“, sagt Niederlassungsleiter Jürgen Kasperek. Das Gesamtunternehmen,
das 1984 mit drei Mitarbeitern
in Erlangen gegründet wurde,
beschäftigt heute über 1000
Mitarbeiter an 19 Standorten
und erzielt einen Jahresumsatz
von 100 Millionen Euro. HEITEC befindet sich auf einem
kontinuierlichen Wachstumskurs mit zweistelligen Steigerungsraten. „Das Netzwerk zu
den Hochschulen wird gepflegt. In Zusammenarbeit mit
der DHBW Ravensburg bildet
HEITEC auch aus“, erläutert
Kasperek. In Heidenheim ist
HEITEC aus der Technischen
Dokumentation heraus gewachsen und bietet seit 2010
Niederlassungsleiter Jürgen Kasperek demonstriert an einem Schaltschrank das Prüfen von Antriebssystemen.
(Foto: sk)
Automatisierungstechnik in all
ihren Facetten an.
Die Fabrikautomatisierung
bildet einen Schwerpunkt bei
der Heidenheimer HEITECNiederlassung. „Wir bieten
HEITEC ist Spezialist in der Automatisierungstechnik.
(Fotos: HEITEC)
elektrotechnische Komplettlösungen für Maschinen- und
Anlagenbauer sowie für Produktionsunternehmen.
Das
Automatisieren von verketteten Montagelinien kann aus einer Hand angeboten werden“,
erklärt Kasperek. Dabei ist
HEITEC für seine rund 20
Kunden in der Region sowohl
bei der Konzeption von Neuanlagen wie beim Retrofitting
tätig. „Elektroplanung, Schaltschrankbau, Elektroinstallation, SPS und Antriebstechnik,
Robotik und die Visualisierung zählen zu den Arbeitsgebieten – entweder als Komplettpaket oder als Teilgewerke“, beschreibt der Niederlassungsleiter. Der Schwerpunkt
liege hierbei auf der Steuerungs- und Antriebstechnik.
HEITEC greift dabei auf SIE-
MENS-Systeme wie S7, SINAMICS, SIMOTION und SINUMERIK zurück. „Auch
Schneider Electric mit der
PacDrive3 Technologie kommt
ebenso wie Antriebe von SEW
und Intradrive zum Einsatz“,
sagt Kasperek.
Bei HEITEC bedient man
sich so genannter Know-howZentren an den verschiedenen
Standorten. „Dadurch wird gewährleistet, dass zu Festpreisen angeboten werden kann
und Aufträge stets fristgerecht
fertiggestellt werden“, betont
Kasperek. Flexibel und technologisch an der Spitze stehend – so charakterisiert er die
Dienstleistungen von HEITEC. Alleine über 350 Mitarbeiter seien HEITEC-weit in
der Automatisierungstechnik
tätig. „Automatisierungskompetenz ist an allen HEITECStandorten vorhanden“, informiert Jürgen Kasperek.
Mit Leittechnik (HMI, SCADA, MES) ist ein weiterer Fokus umschrieben. Vernetzung
heißt bei diesem Themenkomplex das Zauberwort: Energiedatenerfassung, Assistenzsysteme für die Produktion oder
die Entwicklung und Pflege
von Individualsoftware sowie
das Erarbeiten einer Prozessleittechnik bilden hierbei die
Schlagworte. „Wir sagen dazu
HEITEC 4.0“, merkt Kasperek
dazu an.
HEITEC sieht sich als Komplettprojektierer, der zu jeder
Phase des Projekts kundenori-
entiert auftritt. Wir verfügen
über erfahrene Projektleiter
und ebenso zuverlässige Spezialisten, die sich die Probleme
unserer Kunden zu eigen machen und Lösungswege aufzeigen, die simultan mit den Kunden abgestimmt werden“, beschreibt Kasperek die Vorgehensweise im Projekt.
Und innovative Themen wie
das Simulieren einer Maschineninbetriebnahme
werden
seit fünf Jahren angeboten. Dabei wird ein vereinfachtes virtuelles System geschaffen, das
den komplexen Aufbau ersetzt.
Die Zeit für die Inbetriebnahme von verketteten Anlagen
wird so deutlich verkürzt, weil
Probleme und Unwägbarkeiten
bereits während der Konzipie-
HEITEC AG
Am Wedelgraben 7
89522 Heidenheim
Telefon 0 73 21 9 46 86-0
Telefax 0 73 21 9 46 86-29
info-hdh@heitec.de
www.heitec.de
rung zutage treten“, sagt Kasperek.
So würden Projektrisiken extrem reduziert und Entwicklungszeiten könnten deutlich
verkürzt werden. „HEITEC
bietet so Engineering-Lösungen an, aus denen Kunden Vorteile ziehen können: Das Sichern von Kosten, Liefertermin und Qualität sind starke
Argumente“, betont der Niederlassungsleiter.
Sascha Kurz
HEITEC simuliert die Inbetriebnahme von verketteten Anlagen.
Automatisierungstechnik in Ostwürttemberg
Wirtschaft Regional | März 2015
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Daimler setzt auf
KMF in Böbingen
B
ei der rasanten Entwicklung in der Autobranche
ist die KMF Maschinenbau
GmbH mit ihren Nähautomaten bestens aufgestellt. So setzt
Daimler auf die KMF in Böbingen, wenn es um qualitativ
hochwertige
Nähautomaten
geht; KMF-Automaten geben
den Sitzen in z.B. der neuen
S-Klasse durch Stepp- und
Ziernähte erst ihr endgültiges
Design. Aktuell werden bei
KMF Nähautomaten gebaut,
um die Sitze für die Anfang
2016 auf den Markt kommende neue E-Klasse zu fertigen.
Da die ersten Sitze schon im
April dieses Jahres für die Vorserien gefertigt werden müssen, hat die KMF dank hoher
Flexibilität und Innovationskraft innerhalb kürzester Zeit
diesen neuen Nähautomaten
entwickelt. Zum Start der Serienproduktion werden weitere
Maschinen in Böbingen abgerufen. Nicht nur Daimler fordert für seine Sitze ein Höchstmaß an Qualität und Präzision,
auch anderenorts weiß man
schon jahrelang, das bewährte
Know-how der KMF zu schätzen. Aufgrund der immer attraktiveren Gestaltung von Autositzen, besonders bei den
hochwertigen Innenausstattungen, sind die flexiblen KMF
Nähautomaten weltweit gefragt und im Einsatz. Aber
auch im Sondermaschinenbau
hat die KMF einiges zu bieten:
Derzeit wird eine Anlage entwickelt, um sehr aufwendige
Wurstdärme zu konfektionieren. Diese werden von der Rolle kommend gefaltet, auf Länge und auf die gewünschte Außenkontur beschnitten. Gleichzeitig wird durch eine Spezialnähmaschine die Außenkontur
vernäht. Eine der besonderen
Herausforderungen für die Ingenieure ist in diesem Fall,
dass der fertig konfektionierte
Wurstdarm an der Außenkontur ausschließlich eine genähte
Freiform aufweist. Außerdem
wird durch eine effektive
Überlagerung der verschiedenen Arbeitsschritte eine hohe
Rentabilität erreicht. „Mit unserer großen Erfahrung in der
27
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Perfekte Fördertechnik
KMF Maschinenbau GmbH
Porschestraße 3
73560 Böbingen
Telefon 0 71 73 1 8 59 80
Telefax 0 71 73 1 85 98 40
info@kmf-maschinenbau.de
www.kmf-maschinenbau.de
Nähautomation sind wir natürlich nicht nur in der Automobilbranche gut aufgestellt. Für
die Bekleidungsindustrie entwickeln wir regelmäßig Automationslösungen für Jeans,
Hemden und Wäsche allgemein, wir schaffen Automationslösungen zur Herstellung
von Gardinen, Gartenmöbeln
und vieles mehr. Sogar der
Passrücken im Reisepass wird
von einem KMF-Automaten
genäht“, führt Udo Wahl, Projektleiter für Automatisierung,
weiter aus.
Präzision in der Nähautomation von KMF in Böbingen für die S-Klasse von
Mercedes-Benz.
(Foto: Daimler AG)
V
or über drei Jahrzehnten
hat Geschäftsführer Walter F. Tegel die Tegel-Technik
GmbH gegründet. Das Fertigungsprogramm bestand zunächst aus der Bearbeitung von
Dreh-, Fräs- und Schweißteilen. Im Jahre 1987 wurde die
Idee umgesetzt, eine eigene
Fördertechnik zu entwickeln
und zu bauen.
Der Firmengründer legte von
Anfang an großen Wert auf die
eigene Fertigung. Er betont,
die tragende Säule des Unternehmens sei das ganzheitliche
Konzept „alles aus einer
Hand“, das von der Planung
über den Bau und die Inbetriebnahme bis zum Service
über den gesamten Lebenszyklus der Förderanlagen reiche.
Der nach DIN EN ISO
9001:2008 zertifizierte Betrieb zählt mit zu den führenden Unternehmen in der Branche.
Tegel-Technik konstruiert,
baut und liefert individuelle
Förderanlagen aus Stahl oder
Förderanlage mit integrierten Robotern
(Fotos: Tegel-Technik)
Aluminium. Selbst Fördergüter mit 1500 kg können über
die Tegel-Stahlanlagen transportiert werden. Bei den Aluminium-Anlagen kommt das
eigene TT-Aluminium-ProfilSystem zum Einsatz. Es ist
modular einsetzbar und erlaubt
auch viele nachträgliche Anbauten. Die Tegel-Spezialisten
erarbeiten dem Kunden stets
eine individuelle Lösung, die
ihn höchst zufriedenstellt. Das
Spektrum der Montagelinien
TEGEL-TECHNIK GmbH
Siemensstraße 2
89537 Giengen
Telefon 0 73 22 96 11-0
Telefax 0 73 22 96 11-60
info@tegel-technik.de
www.tegel-technik.de
reicht von Euro- und Industriepaletten und Gitterboxen bis zu
voluminösen
Hausgeräten,
Wasserthermen und Lkw-Achsen.
Tegel bietet darüber hinaus
auch Einzel-Komponenten wie
Rollenbahnen,
Drehtische,
Hubumsetzer, Hubstationen,
Kettenförderer, Riemenförderer, Bandförderer und Verfahrwagen an.
Bei Tegel-Technik wird auf
zufriedene und motivierte Mitarbeiter höchsten Wert gelegt.
Die Firma bietet jährlich mehrere Ausbildungsplätze. Sie ist
gut aufgestellt und blickt positiv in die Zukunft. Auch in diesem Jahr wird sie wieder auf
der Stuttgarter Motek vertreten
sein, um die Fachbesucher persönlich zu beraten und ihnen
einen Überblick über das umfassende Leistungsspektrum
zu geben.
Ha
Mitarbeiter der Firma Tegel-Technik.
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Kiener ist mit Automatisierung weltweit unterwegs
B
ei der Kiener Maschinenbau GmbH in Lauchheim
sorgt die Automobilindustrie
und deren Zulieferer weiterhin
für hohe Umsätze. Der Umsatz
2014 konnte im Vergleich zu
2013 nochmals deutlich gesteigert werden. Als Ingenieurgesellschaft 1980 von Waldemar
Kiener gegründet, wuchs das
Unternehmen rasch und ist
heute einer der führenden Anbieter im Maschinen- und Anlagenbau für Fertigungs- und
Montagelinien in der Automotive-Branche.
Daneben wird Sondermaschinenbau für andere Branchen betrieben. Das Tochterunternehmen LACOM, das
Beschichtungs- und Laminieranlagen für die Textilindustrie
fertigt, profitiert von der neu
eingerichteten Produktionshalle und baut ihr Produktprogramm weiter aus. LACOM
beschäftigt aktuell gut 50 Mitarbeiter. Entsprechend dem
Das Verwaltungsgebäude von Kiener wurde jüngst grundlegend saniert.
stetigen
Umsatzwachstum
wurde die Zahl der Beschäftigten erweitert. In Lauchheim
zählt Kiener inklusive den
Montagestandorten in Bopfingen und Ellwangen-Neunheim
inzwischen 375 Mitarbeiter.
Mit der neu eingerichteten
Lehrwerkstatt erhöhte Kiener
die Ausbildungsquote auf nahezu 10 Prozent. Die Standorte
Lauchheim, Bopfingen und
Neunheim besitzen eine Montagefläche von über 11 000 m².
Beispiel einer Motormontage mit dem System „KTS+ Silence“.
Bopfingen dient unter anderem der Fertigung und Vormontage der eigenentwickelten Transportsysteme. Diese
wurden auf verschiedenen
Messen gezeigt. Auch im Bereich der Fördertechnik hat
Kiener sein Produktprogramm
erweitert. Das bereits im Einsatz befindliche System „KTS+
Silence“ wurde mit weiteren
standardisierten Baugruppen
ergänzt. Hierzu zählen Baugruppen
wie
Hub-Quereinheiten, Swing-Gates oder
Ein- und Ausschleus-Stationen
für Werkstückträger.
Zum Einsatz kommen diese
Systeme bei allen PremiumAutomobilherstellern für unterschiedliche Produkte mit
Gewichten bis zu 500 kg wie
Motoren und Getriebe. Meist
werden von den Kunden Komplettlösungen in Kombination
mit Montagestationen verlangt. Das Gesamtkonzept des
Systems „KTS+ Silence“ ist
auf größte Energieeffizienz
ausgelegt. Durch den Einsatz
von elektro-motorisch betriebenen Hub-Indexiereinheiten
oder elektrischen Stoppern ist
es möglich, auch bei größeren
Bandanlagen auf den Einsatz
von teurer Pneumatik zu verzichten.
Durch Modulbauweise ist das
segmentweise Ein- und Ausschalten der Fördertechnik
möglich. Hervorzuheben ist
der leise Betrieb. Bei Messungen im Alleinbetrieb wurden
Werte von weniger als 62
dB(A) bestätigt. Hierdurch
können im Bandumlauf integrierte Handarbeitsplätze ergonomisch aufgebaut werden
und haben durch die geringen
Geräuschemissionen eine hohe
Akzeptanz bei den Mitarbeitern. Durch einen neuartigen,
verschleißarmen Friktionsantrieb können die Lebensdauerkosten des Systems erheblich
reduziert werden.
Die Wartungsintervalle verlängern sich hierdurch. Die
Kosten für die Vorhaltung für
Ersatz- und Verschleißteile re-
duzieren sich auf Kundenseite.
Das komplette Produktprogramm wurde in enger Abstimmung mit den Instandhaltungsabteilungen der Kunden
von Kiener entwickelt. Anlagenteile können schnell modifiziert werden. Antriebe, Stopper oder andere Anbauteile
werden mit wenigen Handgriffen versetzt.
Zuletzt wurde die Produktpalette mit dem neuen System
„KTS+ Mono“ erweitert. Hierbei wird basierend auf der
identischen Antriebs- und
Friktionstechnik ein Fördertechnik-System für kleinere
Lasten bis 100 kg angeboten.
Im Fokus stehen hierbei Komponenten wie Lenksysteme,
Achskomponenten sowie Motor- und Getriebeteile. Zum
Produktprogramm des Systems „KTS+ Mono“ gehören
neu entwickelte Komponenten
wie elektrische Stopper, Indexiereinrichtungen und EckDrehstationen.
Durch das umfassende Produktprogramm und den modularen Aufbau wurden für Kiener neue Kunden und Projekte
möglich. Besonders geschätzt
werde von Kunden die Skalierbarkeit bei der Anlagenplanung. So können mit steigenden Produktionszahlen Zug
um Zug Handarbeitsplätze
durch automatisierte Lösungen
ersetzt werden. Für den Kunden ergibt sich der Vorteil, dass
die Investitionen für Maschineneinrichtungen analog zum
Kiener Maschinenbau GmbH
Anton-Grimmer-Straße 2
73466 Lauchheim
Telefon 0 73 63 95 00
Telefax 0 73 63 95 01 81
info@kiener-online.de
www.kiener-online.de
Stückzahlverlauf fällig werden
und nicht bereits zum Projektstart der Gesamtinvestition.
Es wurden bereits mehrere
Anlagen an Kunden geliefert,
die für den Produktionsstart
niedrig automatisiert ausgeführt wurden. Parallel zum
Produktanlauf wird bereits die
höhere Automatisierung geplant, um die spätere Einrüstung innerhalb der geplanten
Umbauzeit von zwei Tagen zu
ermöglichen. Hierzu zählen
auch Projekte, die in China
umgesetzt wurden. Derzeit
sind Kiener-Mitarbeiter an insgesamt acht Standorten in China im Einsatz und werden dort
durch die Niederlassung von
Kiener in Shanghai unterstützt.
Der Typ „KTS+ Mono“ wurde von
Kiener entwickelt. (Fotos: Kiener)
Firmen & Märkte
28
Wirtschaft Regional | März 2015
Ein neues Netzwerk soll die Stadt Bopfingen voranbringen
Auftaktveranstaltung für die Veranstaltungsreihe „Bopfinger Impulse“ im Rathausfoyer der ehemaligen Reichsstadt unter dem Ipf
Bopfingen. Die ersten „Bopfinger Impulse“ haben im Rathausfoyer und in der Schranne
ihre gelungene Premiere gefeiert. Impulsgeber war der erfolgreiche Bopfinger Unternehmer Hermann Stark.
Zur Begrüßung ein Getränk
in den Stadtfarben, erste gute
Gespräche und die gespannte
Frage: „Was erwartet uns bei
diesen Bopfinger Impulsen?“
Bürgermeister Dr. Gunter
Bühler und der Vorsitzende des
Handels- und Gewerbevereins
Detlef Köhn stellten in ihrem
Begrüßungsdialog zunächst
fest, was diese Veranstaltung
nicht sein solle: „Kein verspä-
teter Neujahrsempfang, keine
Nabelschau, keine langen Reden und kein Rückblick.“
Stattdessen eine Möglichkeit
zur Begegnung und zum Austausch für ehrenamtlich engagierte Bürger, für Entscheidungsträger, für Kommunalpolitiker und Vertreter der Wirtschaft. „Für Menschen, die unsere Stadt voranbringen, die
immer wieder Anstöße geben“, sagte Köhn. Für aktive
Bopfinger, aber auch für Gäste
von außen, wie Landrat Klaus
Pavel, den Landtagsabgeordneten Winfried Mack und den
Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter. Köhn
Gastgeber Dr. Gunter Bühler, Detlef Köhn und Referent und Unternehmer
Hermann Stark (v.re.) bei der Auftaktveranstaltung.
(Foto: gne)
wünschte sich, die Gäste mögen ein Netzwerk spannen zum
Wohle ihrer Stadt. Er lud ein,
erste Anstöße, Impulse oder
Projektideen auf den ausliegenden Karten zu formulieren und
„in den Briefkasten bei der
Cocktailbar“ zu werfen. Klaus
Pavel lobte das besondere Format der Veranstaltung, ebenso
wie das Ambiente. „Dieser
Rathausumbau war ein starker
Impuls für die Stadt“, sagte er.
Weitere Impulse für die Zukunft erwarte er sich vom Technologiezentrum, von der Leaderkulisse und den Starterprojekten, von der Breitbandversorgung sowie von der Förderung durch Mittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum und dem Ausgleichsstock.
„Als ersten Impulsgeber haben wir mit Hermann Stark, In-
haber der Firma VAF, eine Unternehmerpersönlichkeit gewonnen, die in den letzten 20
Jahren ordentlich gewirbelt
hat“, stellte Bühler den Redner
vor. Hermann Stark fand klare
Worte. Ein Lob gab es für die
Stadtverwaltung für ihre aktive
und beispielhafte Unterstützung der Wirtschaft. Bopfingen sei als Wirtschaftsstandort
mit großem Potenzial an gut
ausgebildeten, loyalen Mitarbeitern attraktiv. Ein großes
Defizit machte er aber in
puncto moderner, hochwertiger
Hotellerie aus. „Wenn was passiert in der Region, dann sind
wir dabei“, versprach er. gne
Tagen in Ostwürttemberg
Premiumhotel zum Tagen und Relaxen ist noch komfortabler
Vier-Sterne-Hotel superior „Vital-Hotel Meiser“ in Neustädtlein bietet ein Tagungsambiente der besonderen Art
Serie
2015
I
n dem staatlich anerkannten
Erholungsort Fichtenau ist
vor wenigen Jahren ein Hotel
entstanden, das durch den hohen Komfort und die gepflegte
Gastlichkeit weit über die Region hinaus bekannt ist. Nun
darf sich das „Vital-Hotel Meiser“ neben den vier Sternen
mit dem Zusatz „superior“
schmücken, weil es wesentlich
erweitert wurde und neben der
Verdoppelung der Zimmer einen über 1000 Quadratmeter
großen Spa-Bereich bietet. Architektonisch höchst ansprechend schwingt sich der InnenSwimmingpool entlang der
großen Fensterfront und endet
als Außen-Pool vor der Liegewiese. Im exklusiven Vitalbereich können die Gäste zwischen den verschiedensten Anwendungen von Hot-StoneMassagen über Ölgüsse und
Entspannungsmassagen
bis
zur Klangschalenbehandlung
alles wählen, was Körper und
Seele wohltut. Das Saunadorf
mit den unterschiedlichsten
Acht Tagungsräume mit Platz von fünf bis 150 Personen.
Saunen, den kuscheligen Sofas
und bequemen Sesseln ist ein
wahrer Gesundbrunnen. Und
im neuen Fitnessbereich mit
den professionellen Geräten
der Firma Technogym können
die Muskeln wirkungsvoll trainiert werden. Die Philosophie
des Hauses, dem Gast höchsten Komfort zu bieten, schlägt
sich hier ebenso nieder wie in
allen anderen Hotelbereichen.
„Der Gast ist König“ ist bei Familie Meiser kein leeres
Schlagwort, sondern wird täglich gelebt – und das seit 1880
in der sechsten Generation.
Dass sich Tradition und Moderne wunderbar ergänzen,
zeigt die auffallende Außenfront des Hotels mit dem gut
sichtbaren Turm, dem durchgehenden Erker und den vielen
Balkonen. Das Haus wurde
nach den Ideen eines österreichischen Architekten gebaut
und besticht durch viel Holz
sowohl innen und außen.
Durch die Erweiterung wurden die Kapazitäten auf 77
Zimmer verdoppelt. Von 28 bis
48 Quadratmeter reichen die
mit allem Komfort ausgestatteten Zimmer und Suiten, die
alle nach Süden ausgerichtet
sind. Der Gast blickt auf sattgrüne Wiesen und eine hügelige, beruhigende Landschaft.
Tagungsgäste finden also alles, was notwendig ist, um den
Arbeitsalltag hinter sich zu lassen und sich kreativ mit neuen
Ideen und Visionen zu beschäftigen. Die acht unterschiedlich großen Tagungsräume sind mit allen modernen
Konferenztechniken ausgestattet. Für festliche Bankette und
große Firmenveranstaltungen
steht ein Saal für 800 Personen
zur Verfügung. Eine individuelle Tagungs-Betreuungskraft
kümmert sich um das Wohl der
Teilnehmer.
Vom reichhaltigen Frühstücksbüfett und speziell ausgesuchten vitalen Tagungsmahlzeiten bis zu hauseigenemKuchen und Gebäck wird
alles organisiert und bereitgestellt. „Geht nicht, gibt‘s
nicht“, heißt schließlich das
Meiser-Motto und das bedeu-
tet vor allem im Event-Bereich
eine Vielzahl an Ideen und Angeboten. Das können neben
Weinverkostungen auch Cocktailmix- und Kochkurse sowie
Küchenpartys sein. Wenn die
Gäste eine Fackelwanderung,
eine
Stretch-LimousinenFahrt, Wanderungen auf den
Hesselberg, Führungen durch
das nahe Dinkelsbühl oder
auch Touren zu den Sehenswürdigkeiten der Ostalb wünschen – bei Meiser ist alles
möglich. Und nicht zuletzt lädt
der nahe Golfplatz zum Golfschnupperkurs ein.
Als Highlight wird ein Menü
im Restaurant „Meiser‘s“ mitten im Herzen der romantischen Altstadt Dinkelsbühls
angeboten, das höchsten Genuss verspricht. Zu Meisers
kommen viele Stammgäste –
weil sie die im Haus spürbare,
persönliche und individuelle
Atmosphäre lieben und schätzen. Dass das Hotel nur wenige
Minuten von der A 7, Ausfahrt
Dinkelsbühl, entfernt ist und
stets schnell erreicht werden
kann, ist ein weiterer Pluspunkt für alle Tagungs- und
Tagesgäste. Bliebe noch zu erwähnen, dass das Hotel dieses
Jahr unter den 250 Top-Tagungshotels war und in der Ru-
l
Daten und Fakten
• 8 Tagungsräume mit Platz von
fünf bis 150 Personen
• Eventsaal im Stammhaus
unmittelbar neben dem Hotel
für 200 bis 800 Personen mit
Komplettpreis und -service
• 1000 Quadratmeter SpaBereich und Fitness-Bereich
• Restaurant Meiser‘s mitten in
Dinkelsbühl
• 77 große Doppelzimmer mit
allem Komfort
• Ausreichend kostenlose Stellplätze
• Event-Angebote, die keine
Wünsche offen lassen
• Top-Platzierungen bei den
Hotelportalen.
1000 Quadratmeter Spa-Bereich
mit Innen- und Außenpool.
brik „Klausur“ den zwölften
Platz erreichte.
Ha
MÄRZ
Die Hotel-Familie (von links): Stefanie und Armin Meiser, Friedrich und Erika Meiser, Thomas und Susan Meiser.
APRIL
MAI
JUNI
Der Hotel-Empfang ist freundlich, einladend und offen
gestaltet.
JULI
Ein Zimmerbeispiel: Die 77 Räume sind zwischen 28
und 48 Quadratmeter groß.
(Fotos: Meiser)
SEPTEMBER
OKTOBER
Handwerk
Wirtschaft Regional | März 2015
29
Beirle stellt perfekte Teile für den Maschinenbau her
Iggingen. Als er vor über 25
Jahren arbeitslos wurde, resignierte der Werkzeugmachermeister Alfred Beirle nicht,
sondern entschloss sich, den
Weg der Selbstständigkeit zu
gehen. „Ich habe bei Null angefangen und hatte weder
Kunden noch viel Geld. Außerdem musste das elterliche
Bauernhaus in eine Werkstatt
umgebaut und nach Auftraggebern gesucht werden“, erinnert
er sich. Dazu kam die nebenberuflich absolvierte Meisterschule. Eine harte Zeit also, die
der heute 57-Jährige aber
durch seine qualitativ gute Arbeit und schnelles Umsetzen
längst überwunden hat.
Beirle ist fest in der Region
verwurzelt und beteiligt sich
auch stets bei der Gewerbeschau mit dem gleichzeitig
stattfindenden Ostermarkt am
22. März 2015. „Ich fühle
mich verpflichtet, den Besuchern die Handwerksleistungen vor Ort zu zeigen“, sagt
der Meister. Ihm ist es ebenfalls wichtig, junge Leute aus-
nicht mehr ausschließlich lernen, sondern endlich anpacken
wollen. „Mir ging es in meiner
Jugend jedenfalls so“, sagt Alfred Beirle. Nun tendiere die
praktische Tätigkeit im ersten
Lehrjahr gegen Null, betont er.
Dennoch will er weiter ausbil-
l
Sein Handwerksbetrieb sei gut
am Markt positioniert, denn
„unsere Stärke ist das Fertigen
von Fräs- und Drehteilen, Vorrichtungen sowie die komplette Fertigung von Baugruppen
als individuelle Stücke“, sagt
Beirle. Zum Fertigen kommen
Stahlteile von 20 Millimetern
bis 12 Meter Länge in Betracht, die entweder geschweißt, gedreht oder auf Horizontalbandsägen bearbeitet
werden. Die Kunden sind Maschinenbau-Unternehmen im
Umkreis von 20 Kilometern.
Zum Tag der offenen Tür am
22. März wird Beirle an die
Besucher laserbeschriftete Kulis verkaufen und den Erlös einem sozialen Zweck zukommen lassen. Heide Hartner
Alfred Beirle beim Fixieren von Stahlteilen.
zubilden. Neben zwei Teilzeitkräften beschäftigt er zwei
Azubis, darunter eine junge
Frau. Dass neuerdings die
Auszubildenden im ersten Jahr
fast komplett in der Schule
sind, ärgert ihn sehr. Er weiß,
dass viele junge Menschen
REGIO-TICKER
den, um jungen Menschen vor
allem aus der Region eine
Chance zu geben.
Eine Chance würde er auch
einem jungen Meister geben,
der eines Tages seinen Betrieb
übernehmen könnte. Bislang
blieb seine Suche erfolglos.
l
Ulm. Zum Jahresanfang verzeichnet die Handwerkskammer Ulm mehr Betriebe als im
Vorjahr. Aktuell sind zwischen
Jagst und Bodensee insgesamt
18 234 Handwerksbetriebe aktiv, ein Plus von zwei Prozent im
Vergleich zum Vorjahr (17 888
Betriebe). Überproportionale
Zuwächse sind im Kfz-Handwerk und im Friseurhandwerk
zu verzeichnen. Hier gibt es in
den Regionen per Saldo 23, beziehungsweise 18 Neueintragungen mehr.
„Immer mehr Handwerker nutzen die Chance zur Selbstständigkeit“, lautete die Bilanz von
Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm. Die Nachfrage
nach handwerklicher Dienstleistung sei ungebrochen und in nahezu jedem Bereich spürbar.
Der Betriebszuwachs sei auch
deshalb interessant, weil in guten Konjunkturphasen die Neugründungen von Betrieben bisher meist zurückgingen. Im zulassungspflichtigen Handwerk,
wo der Meisterbrief Voraussetzung für eine Betriebsführung
ist, herrscht im Jahresvergleich
mit aktuell 11 469 Betrieben nahezu eine gleichbleibende Situation. Eine Zunahme an Betriebsgründungen ist insbesondere im Bereich der zulassungsfreien und handwerksähnlichen
Gewerke zu verzeichnen.
Die Betriebszahl der zulassungsfreien Gewerke ohne
Meisterpflicht steigt im Vergleich zu 2014 um 336 auf jetzt
3478 Betriebe an. Besonders
hervorzuheben sind hier die
Fliesen-/Platten-/Mosaikleger,
das Fotografen-Handwerk und
die Gebäudereiniger. In den
handwerksähnlichen Bereichen
sind insbesondere mehr Betriebe im Kosmetiker-Gewerbe zu
verzeichnen.
Die Handwerkskammer Ulm
unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe beim Start in die Selbstständigkeit. Im sogenannten Starter-Center erfolgt der Service
aus einer Hand, Formalitäten
und entsprechende Anträge
werden in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der
Kammer vorbereitet und bearbeitet.
Kontakt:
Alfred Beirle
Hauptstr. 22
73574 Iggingen
Telefon 0 71 75 17 08
Telefax 0 71 75 91 99 46
maschinenbau@beirle.de
www.beirle.de
Beste Junghandwerker und Jungmeister der Ostalb geehrt
Sparkassenstiftung Ostalb verleiht den Handwerkerpreis
Aalen. „Wer die Gesellenprüfung und den Meister jeweils
mit Auszeichnung macht, der
kann stolz aufs Geleistete
sein“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse
Ostalb, Carl Trinkl, bei der
Handwerker-Preisverleihung
der Sparkassenstiftung. Ein
erster Bundessieger, zwei
zweite Plätze auf Bundesebene
und acht Kammersieger seien
eine hervorragende Bilanz fürs
qualifizierte Handwerk in der
Region.
ls
Die Meisterabsolventen und Preisträger des Handwerkerpreises der Sparkassenstiftung Ostalb wurden ausgezeichnet. Die Preisübergabe erfolgte
durch Carl Trinkl sowie die beiden Handwerksmeister Katja Maier und Alexander Hamler.
(Foto: hag)
Handwerk treibt Flüchtlingsprojekt voran
Handwerkerradar – die App
Passgenaue Besetzung junger Flüchtlinge startet im Ostalbkreis
Handwerk erweitert mobiles Angebot
D
D
as regionale Handwerk
forciert die Integration
junger Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt Ostwürttembergs.
Im Rahmen der passgenauen
Besetzung sucht die Handwerkskammer Ulm nun Betriebe, die insgesamt zehn Jugendlichen einen beruflichen Start
im Großraum Schwäbisch
Gmünd, Aalen, Ellwangen und
Heidenheim ermöglichen. Insbesondere gesucht sind Praktikumsplätze
im
Maurer-,
Schreiner-, Elektro- und Landmaschinenhandwerk.
„Wir wollen diesen Menschen jetzt eine konkrete Startbahn bauen“, betont Dr. Tobias
Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer
Ulm. Aktuell befinden sich die
insgesamt zehn jungen Männer
im sogenannten Vorqualifizierungsjahr (VAB-O) in der
Agnes-von-HohenstaufenSchule in Schwäbisch Gmünd.
Neben der intensiveren Vermittlung der deutschen Sprache stehen hier auch konkrete
Ausbildungsinhalte einzelner
Berufe auf dem Lehrplan.
Mehlich: „Die Jugendlichen
befinden sich nun in einer Orientierungsphase, in der sie
bald die Betriebsluft schnuppern sollen. Neben dem
Grundinteresse für unser
Handwerk besitzen sie auch
ein Sprachniveau, das die Zusammenarbeit im Betrieb ermöglicht.“
Interessierte Betriebe können
sich ab sofort bei der Handwerkskammer Ulm melden.
Diese stellt den Betrieben zwei
Mitarbeiter zur individuellen
Betreuung zur Seite, die im
Rahmen der passgenauen Besetzung bei der Abstimmung
mit anderen Institutionen und
Projektpartnern
behilflich
sind. Im Hinblick auf die noch
ungeklärte Rechtssicherheit
bei Flüchtlingen in einem
Praktikum oder in einer Ausbildung betont Mehlich: „Wir
führen hier im Moment konkrete Gespräche mit der Landespolitik, beispielsweise im
Hinblick auf die Vorrangs-Prüfung und Residenzpflicht. Jeder Betrieb, der sich engagiert,
weiß uns und die regionale Politik an seiner Seite!“
Zum Hintergrund: Die Handwerkskammer Ulm hat schon
2013 gemeinsam mit der
Stadtverwaltung Schwäbisch
Gmünd und dem Ostalbkreis
ein Pilotprojekt zur Integration
junger Flüchtlinge gestartet.
Nach ihrer Ankunft waren diese beispielsweise im Rahmen
der Landesgartenschau tätig,
wurden intensiv in der Schule
unterrichtet und stehen an der
Schwelle zur Vermittlung in
ein Praktikum. Ein Ausbildungsstart ist frühestens für
September 2016 vorgesehen.
Ansprechpartner:
Dominik Maier
Telefon 07 31 14 25 62 10
d.maier@hwk-ulm.de
ie
Handwerkskammer
Ulm bietet den 3900 Mitgliedsbetrieben im Ostalbkreis
und den rund 1500 Mitgliedsbetrieben im Kreis Heidenheim kostenfrei eine neue
Dienstleistung an: das Handwerkerradar ist eine App für
alle Smartphones und bietet
Handwerksbetrieben die Möglichkeit, mobil auf allen Endgeräten schnell und einfach gefunden zu werden. Die App
zeigt dem Kunden direkt, wo
sich der nächstgelegene Handwerksbetrieb befindet.
Zudem bietet das Handwerkerradar durch die Einbindung
von Kontaktdaten und Firmenlogos einen Werbekanal, der
gezielt eine feste Zielgruppe
anspricht – den Kunden, der
aktiv nach Handwerksbetrieben sucht.
In den meisten Wirtschaftszweigen nimmt die Bedeutung
von
Online-Branchen-Verzeichnissen als Werbekanal
stetig zu. Inzwischen besitzt
über die Hälfte der Verbraucher in Deutschland ein
Smartphone und die mobile Internetnutzung nimmt weiter
zu. Dabei wird nicht nur über
das Smartphone eingekauft,
sondern auch nach passenden
Anbietern gesucht. Im Handwerk informieren sich Kunden
oft zunächst über das Internet,
bevor sie einen direkten Kon-
l
Autohaus Kummich
In Deutschland gibt es zurzeit
35 000 Autohändler. Aus diesem Grund hat sich die Zeitschrift „Auto Bild“ gemeinsam
mit dem Statistik-Portal „Statista“ aufgemacht, den Markt zu
analysieren. Aspekte wie Service, Preis, Kompetenz und Ehrlichkeit wurden untersucht wie
auch Fairness unter Mitbewerbern. Insgesamt wurden 10 000
Autohändler und über 7000
Kunden befragt. Unter den
1000 besten Autohäusern in
Deutschland ist auch das Autohaus Kummich vertreten. Die
Niederlassung in Bopfingen
habe mit der Note 1,9 eine sehr
gute Bewertung erhalten.
Bei der Marke Fiat erreichte das
Team in Bopfingen den achten
Platz.
Das Handwerkerradar sorgt für die
komfortable mobile Handwerkersuche.
(Foto: HWK Ulm)
takt zum Unternehmen suchen.
Neben der Handwerkersuche
auf der Internetseite haben
Mitgliedsbetriebe die Möglichkeit, sich auf der überregionalen App Handwerkerradar eintragen zu lassen und
sich den Kunden darzustellen.
Die App Handwerkerradar
steht ab sofort auf der Website
der Handwerkskammer Ulm
unter: www.hwk-ulm.de/
handwerkerradar oder im App
Store oder Play Store. Die App
gibt es bereits seit 2013 – nun
wurde die zweite Version auf
den Markt gebracht. Das
Handwerkerradar ist für Mitgliedsbetriebe kostenlos.
Mehr Betriebe
l
Brennstoffzellen
Am Donnerstag, 16. April, erfahren Handwerksbetriebe von
9 bis 17.30 Uhr am Weiterbildungszentrum für innovative
Energietechnologien der Handwerkskammer Ulm (WBZU) alles zum Stand der Technik in
der zukunftsweisenden Brennstoffzellentechnologie mit besonderem Fokus auf stationäre
Anwendungen. Info und Anmeldung: Manuela Egger,
WBZU, Telefon 07 31 1 75 89-21,
manuela.egger@wbzu.de
Zukunftsinitiative
30
l
Wirtschaft Regional | März 2015
Korruption, Währungsrisiko, andere Kultur
WiRO-Informationen
Infos der WiRO bei Schuck für Werkzeug-, Maschinen- und Anlagenbauer zum Thema Internationalisierung
l
Beim Absolventenkongress
Baden-Württemberg: Gemeinschaftsstand Ostwürttemberg
Im Rahmen der Fachkräftekampagne Ostwürttemberg organisiert
die WiRO beim Absolventenkongress Baden-Württemberg am 19.
Juni 2015 in der Liederhalle Stuttgart einen Gemeinschaftsstand
„Wirtschaftsregion Ostwürttemberg“, an dem sich Unternehmen
kostengünstig beteiligen und sich
so als attraktive Arbeitgeber präsentieren können. Ziel ist es,
Hochschulabsolventen und Studierende, die kurz vor ihrem Abschluss stehen und damit die
Fachkräfte von morgen sind, anzusprechen und für den Arbeits- und
Wohnstandort Ostwürttemberg zu
begeistern. Mit 2000 Besuchern
und rund 70 Ausstellern gehört der
Absolventenkongress
BadenWürttemberg zu den größten Recruiting-Messen im Land.
Info: WiRO,
www.absolventenkongress.de
Kostenlose Beratung für
Kreative + Kulturunternehmer
Der Kultur- und Kreativwirtschaft
gehören freiberuflich arbeitende
Künstler und Kulturschaffende wie
auch klein- und mittelständische
Unternehmen an. Um die Branche
zu unterstützen, verfolgt die Bundesregierung die Initiative Kulturund Kreativwirtschaft. Teil dieser
Initiative ist die Einrichtung von
Regionalbüros, um Existenzgründern, Freiberuflern, Selbstständigen und Unternehmen der Branche vor Ort individuelle Orientierungsberatungen und Möglichkeiten zur regionalen Vernetzung anbieten zu können. In Ostwürttemberg finden diese Sprechtage in
der WiRO statt. Interessenten
können mit Prof. Strömer, Ansprechpartner des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes für BadenWürttemberg, einen Termin für
eine Beratung vereinbaren, um z.
B. ihre Geschäftsidee überprüfen
zu lassen. Die Einzelgespräche
dauern etwa 90 Minuten und sind
kostenlos. Der nächste Sprechtag
findet am 15. April 2015 statt.
Anmeldung:
Prof. Reinhard Strömer
Telefon: 030 34 64 65 300
baden-wuerttemberg@kreativbund.de
Seminar „Fit for Automotive“
Veränderte Anforderungen von
Kunden und Politik sowie der
Trend zu Elektromobilität und Effizienzsteigerung bergen Herausforderungen für die Automobilindustrie. Dieser Thematik stellt sich
das vom landesweiten Netzwerk
„automotive-bw“ organisierte Seminar „Fit for Automotive“ am 26.
März 2015 in Stuttgart.
Die Teilnehmer erfahren von Experten (u. a. von Robert Bosch und
der Technischen Universität Berlin), welche Voraussetzungen für
einen erfolgreichen Einstieg in die
Branche notwendig sind und wo
die aktuellen und zukünftigen
Technologie- und Geschäftsfelder
in der Automobilindustrie liegen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf
der Bedeutung externer Innovationen und Chancen für Lieferanten.
Info und Anmeldung:
www.automotive-bw.de
Ausschreibung für den
Dr.-Rudolf-Eberle-Preis 2015
Mit dem Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg, dem
Dr.-Rudolf-Eberle-Preis, werden
herausragende Bemühungen mittelständischer Unternehmen, um
die Entwicklung oder die Anwendung neuer Technologien ausgezeichnet. Im Einzelnen geht es um
beispielhafte Leistungen bei der
Entwicklung neuer Produkte, Verfahren
und
technologischer
Dienstleistungen oder bei der Anwendung moderner Technologien
in Produkten, Produktion oder
Dienstleistungen.
Das Land stellt dazu ein Preisgeld
von 50 000 Euro zur Verfügung.
Beteiligen können sich Unternehmen mit maximal 500 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von
nicht mehr als 100 Millionen Euro.
Darüber hinaus lobt die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft
Baden-Württemberg mbH einen
Sonderpreis in Höhe von 7500
Euro aus, der sich an junge Unternehmen richtet, die nicht älter als
zehn Jahre sind, bis zu 100 Beschäftigte haben und einen Umsatz von maximal zehn Millionen
Euro erzielen. Die ausgezeichneten Innovationen werden öffentlich prämiert und dokumentiert.
Bewerbungsschluss ist am 31.
Mai 2015.
Info und Bewerbung:
www.innovationspreis-bw.de
„Spitze auf dem Land!
Technologieführer für
Baden-Württemberg“
Mit der Förderlinie werden kleine
und mittlere Unternehmen im
Ländlichen Raum mit weniger als
100 Beschäftigten angesprochen,
die Innovationsfähigkeit und Technologiekompetenz in der Umsetzung und Anwendung innovativer
Produktionsprozesse und Produkte aufweisen. Der Fördersatz beträgt bis zu 20 Prozent der Investitionssumme, maximal 400 000
Euro. Bezuschusst werden umfassende Unternehmensinvestitionen in Gebäude, Maschinen und
Anlagen zur Entwicklung sowie
wirtschaftlichen Nutzung neuer
oder verbesserter Produktionsverfahren, Prozesse, Dienstleistungen und Produkte. Die Antragstellung erfolgt schriftlich durch die
Gemeinden in Zusammenarbeit
mit den Unternehmen beim jeweiligen Regierungspräsidium. Jährlich sind jeweils zwei Auswahlrunden im April und Oktober geplant.
Unternehmen können sich bis
zum 31. März 2015 für die aktuelle
Ausschreibungsrunde bewerben.
Info: www.mlr.badenwuerttemberg.de
Wirtschaftsförderungsgesellschaft Region Ostwürttemberg
Bahnhofplatz 5
73525 Schwäbisch Gmünd
Telefon: 0 71 71 9 27 53-0
Telefax: 0 71 71 9 27 53-33
wiro@ostwuerttemberg.de
www.ostwuerttemberg.de
Geschäftsführerin:
Dr. Ursula Bilger
Aufsichtsratsvorsitzender:
Klaus Pavel
Landrat des Ostalbkreis
Die WiRO wird unterstützt von:
Kreissparkasse Ostalb
Kreissparkasse Heidenheim
Volksbanken
Raiffeisenbanken Ostalb
EnBW/ODR
Sascha Kurz
Steinheim. Die WiRO veranstaltete ein Netzwerktreffen für
Maschinen-, Werkzeug- und
Anlagenbauer. Bei Franz
Schuck GmbH in Steinheim
standen die Herausforderungen einer wachsenden Internationalisierung im Fokus – angesichts der aktuellen geopolitischen Unsicherheiten und des
Anbruchs des „asiatischen
Zeitalters“ ist dieses Schwerpunktthema auch für kleinere
und mittlere Unternehmen aktueller denn je geworden.
Etwa 50 Vertreter des Clusters Maschinen-, Werkzeugund Anlagenbau ließen sich
von Michael Schuck, VDMALandesgeschäftsführer
Dr.
Dietrich Birk und bw-i-Geschäftsführer Jürgen Oswald
über die Entwicklungen der
Branche in den globalen Märkten informieren.
Dietrich Birk zeigte auf, dass
die Stimmung derzeit in der
Branche uneinheitlich sei:
„Unsere Exportquote beträgt
75 Prozent bei einem Umsatz
im Land von rund 70 Milliarden Euro.“ Der Rückgang im
Russland-Geschäft, das 2014
rund 1,3 Milliarden Euro ausmachte, liege bei 20 Prozent.
„Mit Ausnahme von China
verlief das Geschäft mit den
BRIC-Staaten und Schwellenländern mau“, sagte Birk. Der
VDMA-Mann
informierte
über zahlreiche derzeit in der
Verhandlungsphase befindli-
Informierten rund 50 Maschinen- und Werkzeugbauer aus der Region über Trends bei der Internationalisierung
(v.l.): Michael Schuck, Thomas Reinhardt, Dr. Dietrich Birk, Jürgen Oswald und Dr. Ursula Bilger.
(Foto: sk)
chen Freihandelsabkommen
(inklusive TTIP). „Dem Maschinenbau bringt freier Handel sehr viel. Zweiter Ansatzpunkt ist die lokale Präsenz,
die vielen Mittelständlern abverlangt wird“, betonte Birk.
Michael Schuck beschrieb
die wachsende Internationalisierung am Beispiel seines eigenen Unternehmens. Der
Chef des Herstellers von Armaturen für die Gas- und Ölindustrie berichtete von wiederkehrenden Einschnitten des
Geschäfts durch Embargos,
beispielsweise im Iran oder
jüngst in Russland. Schuck
präsentierte Pipeline-Projekte
zwischen Myanmar und China
sowie in Indien. „Indien ist
uns schon wegen der englischen Sprache näher als China. Deshalb versuchen wir
dort sehr viel“, sagte er. Bei
der Internationalisierung hätten Firmen mit Korruption,
Währungsrisiken, der Standortsuche und einer anders gearteten Infrastruktur und Arbeitskultur zu kämpfen. „Auslandsaktivitäten sind Fluch
und Segen gleichzeitig“, sagte
Schuck.
Jürgen Oswald stellte das
Dienstleistungsangebot
der
Top Arbeitgeber: BSH und Barmer GEK
Wirtschaftsfördergesellschaft
bw-i inklusive der von ihr organisierten Delegationsreisen
mit Landespolitikern und
Messeauftritten vor. „Die Reisen sind fruchtbar, weil Türen
geöffnet werden, wo man
sonst alleine keinen Erfolg
hätte“, bestätigte Michael
Schuck. Heidenheims Landrat
Thomas Reinhardt und Dr. Ursula Bilger unterstrichen, warum Netzwerkveranstaltungen
wie diese wichtig seien. „Die
Region positioniert sich darin
und Erfahrungen werden ausgetauscht“, sagte die WiROGeschäftsführerin.
Beide Unternehmen wurden erneut vom „Top Employers Institute“ zertifiziert
Energy Master
Award für Voith
D
V
ie Barmer GEK mit einem
Hauptverwaltungssitz in
Schwäbisch Gmünd und die
Münchner BSH Hausgeräte
GmbH mit einem Werk in
Giengen haben die Auszeichnung
„Top
Arbeitgeber
Deutschland 2015“ durch das
„Top Employers Institute“ erhalten. Insgesamt wurden 186
Unternehmen zertifiziert.
„Das Zertifikat unterstreicht
unsere Unternehmensphilosophie“, freute sich bei der Preisverleihung in München Barmer GEK-Vorstandsvorsitzender Dr. Christoph Straub. Die
Krankenkasse gewinne motivierte Mitarbeiter u.a. mit attraktiven Angeboten zur beruflichen Weiterqualifikation und
familiengerechten Arbeitszeitmodellen. Das garantiere auch
die Service- und Leistungsstärke der Kasse. Die Barmer
GEK überzeugte laut Institutsangaben durch eine große
Bandbreite kreativer Initiativen. Dazu zählen flexible Arbeitszeiten und -bedingungen
sowie innovative Kommunikationsformen wie Chats mit
dem Vorstand. Darüber hinaus
bietet die Krankenkasse ihren
Beschäftigten ein umfangreiches internes Bildungsangebot.
Die BSH Hausgeräte GmbH
gehört zum neunten Mal in
Folge zu den Top-Arbeitgebern und punktete besonders in
den Kategorien Talentstrategie, Training & Entwicklung
sowie Karriere- & Nachfolgeplanung. Zusätzlich wurde Europas führender Hausgerätehersteller erneut als Top-Ar-
Dr. Christoph Straub
beitgeber für Ingenieure ausgezeichnet.
Personalleiter
Torsten Aha erklärte bei der
Preisverleihung: „Der Wettbewerb um die am besten geeigneten Mitarbeiter wird immer
anspruchsvoller. Wir freuen
uns
sehr
über diese
renommierten
Auszeichnungen. Sie
sind für uns
gleichermaßen Anerkennung und Ansporn, die Arbeitsbedingungen
für alle Beschäftigten kontinuierlich zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.“
Anerkennung als besonders
attraktiver Arbeitgeber gab es
für die BSH auch von anderer
Stelle. Mehr als 70 000 Mitarbeiter aus 22 Branchen wurden
in einer Studie vom Nachrichtenmagazin „Focus“ mit dem
Karrierenetzwerk Xing und
der Bewertungsplattform Kununu befragt. In der Kategorie
Großunternehmen belegte die
BSH den ersten Platz als bester
Arbeitgeber der Fertig- und
Gebrauchsgüterbranche. Kontinuierliche
Weiterentwicklung der Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter gehört zu den wesentlichen Faktoren für den
langfristigen Erfolg der BSH.
Deshalb bietet das Unternehmen nicht nur durch die unternehmenseigene
Weiterbildungseinrichtung BSH Academy maßgeschneiderte Qualifizierungsprogramme an, sondern hat auch spezielle Nachwuchsförderprogramme etabliert, um Talente im Unternehmen im Hinblick auf internationale Karrieren zu fördern.
Die BSH Hausgeräte GmbH
ist mit einem Jahresumsatz von
rund 11 Milliarden Euro und
über 50 000 Mitarbeitern weltweit führend in der
Hausgerätebranche.
BSH produziert in
42 Fabriken und ist
mit über 80 Gesellschaften in
47 Ländern weltweit vertreten.
Für Neubau in China
oith hat beim „Energy
Master Award 2014“ des
Berliner Manager-Netzwerks
„econique“ den 2. Platz belegt.
Die Heidenheimer erhielten
den Preis für einen Hallenneubau in Kunshan/China. „Die
Auszeichnung würdigt unser
jahrelanges Engagement für
Nachhaltigkeit und Umweltschutz“, sagte Torsten Kallweit, der Leiter Nachhaltigkeit
bei Voith. Die neue Voith-Halle in China ist wirtschaftlich,
schont Energie und Ressourcen: 98 Prozent der Bauabfälle
wurden recycelt. Ein energieeffizientes Blockheizkraftwerk
erzeugt einen Großteil der
Elektrizität aus sauberem Erdgas. Aus der Abwärme wird
über eine Absorptionskältemaschine die Prozesskälte bereitgestellt. Im Vergleich zu einer
herkömmlichen Bauplanung
spart das Energiekonzept der
Halle pro Jahr 2,3 Millionen
Euro und reduziert den Beitrag
zur Erderwärmung jährlich um
7800 to CO2. Ein Kleinwagen
kann damit 2000-mal die Erde
umrunden. Die Halle hat als einer der wenigen Industriebauten in China bereits das Nachhaltigkeitszertifikat LEED in
Gold erhalten.
Info:
Das Top Employers Institute
untersucht einmal im Jahr
weltweit die Personalpolitik
und -praxis von Unternehmen.
In Deutschland erfolgte die
Arbeitgeber-Auszeichnung bereits zum zwölften Mal.
www.top-employers.com/de
Hallenneubau von Voith in Kunshan
Zukunftsinitiative
Wirtschaft Regional | März 2015
31
Bei Osiander – Lesestoff wird kreativ vermittelt
Mitglieder des Marketing-Clubs Ostwürttemberg erfuhren viel über die Erfolgsstrategie der familiengeführten Buchhandlung Osiander
l
Susanne Grimm
Aalen. Am Anfang war das
Buch – jedenfalls bei Osiander.
Seit mehr als 400 Jahren gibt
es Baden-Württembergs älteste Buchhandlung. Um als familiengeführter Mittelständler
gegen Internet-Riesen und andere Buchläden zu bestehen,
geht Osiander neue Wege im
Marketing. Heinrich Riethmüller von der Osiander-Geschäftsleitung verriet den Mitgliedern des Marketing-Clubs
Ostwürttemberg (MCO) bei
deren Besuch in der Aalener
Osiander-Filiale, was es mit
Gutscheinen,
Gerätetausch
und Glücksmomenten beim
Traditionsunternehmen
mit
Stammsitz in Tübingen auf
sich hat.
Der deutsche Buchhandel sei
der am besten organisierte der
Welt. Mehr als eine Million
Buchtitel könnten über Nacht
geliefert werden. „Wer sich
Lektüre bestellen oder kaufen
will, ist heutzutage in InternetShops oder im Buchladen unterwegs“, erklärte Heinrich
Riethmüller. Charlotte Helzle
„outete“ sich als bekennende
Leseratte: „Eine Buchhandlung verlasse ich meist nicht,
ohne mir neue Werke gekauft
zu haben“, sagte die MCOPräsidentin.
Geschichten hinter der Erfolgsgeschichte von Osiander erzählte deren Chef Heinrich Riethmüller (r.). Den Mitgliedern des Marketingclubs Ostwürttemberg zeigte er auf, wie die familiengeführte Buchhandlung zu einer der
größten im Land Baden-Württemberg wurde.
(Foto: Susanne Grimm)
Mit mehr als 500 Mitarbeitern und 35 Filialen ist Osiander die drittgrößte Buchhandlung Deutschlands in Familienhand. Die Konkurrenz zu
Online-Händlern wie Amazon
oder Buchhandelsketten wie
Thalia und Hugendubel sei
groß. Daher setzt Heinrich
Riethmüller auf ein spezielles
Erfolgsrezept: „Wir haben uns
crossmedial aufgestellt: eigener Online-Shop, Social Media-Seiten, Filialen vor Ort wie
die in Aalen, Tübingen oder
Schorndorf.“ Zudem gebe es
einen eigenen eBook-Reader.
In einer Aktion hätten die Kunden den Reader eines anderen
Herstellers kostenlos gegen
den von Osiander tauschen
können. „Die Resonanz war
hervorragend. In den sozialen
Netzwerken brachte uns das
ein großes Sympathie-Plus
ein“, bekannte Riethmüller.
Telefonisch oder per Internet
könnten sich Kunden beraten
lassen. Jedes Buch werde zurückgenommen, selbst wenn
kein Kassenzettel mehr vorhanden sei. Auch Gutscheine
von anderen Buchhandlungen
könnten bei Osiander eingelöst
werden. Das Ziel von Osiander
dabei ist klar definiert: „Wir
wollen eine Marke des Vertrauens sein. Wer an Bücher
denkt, soll an Osiander denken“, sagte der Osiander-Chef.
In einem eigenen Katalog
stellt Riethmüllers Team Neu-
Forschungsmittel für die Energiewende
Los Angeles. Bei der 87. Verleihung der Academy Awards
2015 in Hollywoods Dolby
Theater war wie in den vergangenen vier Jahren ein Stück
Voith dabei. Beim weltweit
wichtigsten Filmpreis stehen
die goldenen Umschläge, die
das Geheimnis um die Namen
der Preisträger beinhalten, im
Mittelpunkt der spannendsten
Momente des Abends. Das Papier für diese glamourösen
Umschläge stammt von einer
Voith-Papiermaschine.
„Gmund Treasury“ heißt das
Papier, aus dem die Oscar-Umschläge gemacht sind. Produziert wird es von der Büttenpapierfabrik Gmund im gleichnamigen Ort am Tegernsee auf
der Papiermaschine PM 407.
Bereits seit 1979 stellt die PM
407 hochwertige Papiere für
die Gmunder Papiermacher
her. Gebaut hat sie Voith ursprünglich für die Züricher Papierfabrik. Nach einem Umbau
kam sie dann an den Tegernsee, von wo sie auch in Zukunft ihren Beitrag zu den Oscar-Verleihungen leisten darf.
Aalen. Das Jahr 2015 hat für
das Institut für Materialforschung (IMFAA) der Hochschule Aalen gut begonnen.
Zwei Forschungsprojekte zum
Thema Lithium-Ionen-Batterien wurden bewilligt. Neue
Forschungsgerätschaften – darunter ein Rasterelektronenmikroskop – im Umfang von
mehr als drei Millionen Euro
wurden eingeworben.
Wiederaufladbare
elektrochemische
Energiespeicher
sind das Herzstück beim Thema Elektromobilität. „LiMo“
ist der Kurztitel eines nun angelaufenen, dreijährigen Forschungsprojektes, das sich mit
der Entwicklung neuer Lithium-Ionen-Batterien für Mobilitätsanwendungen dreht.
„LiMo“ wird gemeinsam mit
der Volkswagen Varta Microbattery Forschungsgesellschaft
aus Ellwangen, der Volkswagen AG, der TU München,
Kroenert (Hamburg) durchgeführt. Innovative Batterie-Zellchemien und Fertigungstechnologien für Lithium-IonenBatterien der nächsten Generation sollen darin entwickelt
werden. Die Aalener Professoren Dr. Volker Knoblauch und
Rektor Prof. Dr. Gerhard
Schneider bringen ins Projekt
ihre langjährige Expertise zur
Alterung von Batterien sowie
zur Mikrostruktur-Charakterisierung ein. Zusätzlich ist das
Institute Polymer Science and
Processing (iPSP) der Hochschule Aalen unter Leitung
von Prof. Dr. Achim Frick eingebunden, das den Aspekt dauerhaltbarer polymerer Dichtsysteme darin bearbeitet.
Mit der Projektförderung von
700 000 Euro kann ein neuer
Handschuhkasten (Glove-Box)
Das Papier für die Umschläge bei
der Oscar-Preisverleihung wird auf
einer Voith-Papiermaschine gefertigt.
(Foto: Voith)
Drei Millionen Euro für zwei Forschungsprojekte an der Hochschule Aalen eingeworben
Die Anschaffung dieses neuen Rasterelektronenmikroskops an der Hochschule Aalen wurde durch finanzielle Unterstützung des Forschungsministeriums und der Deutschen Forschungsgemeinschaft ermöglicht.
(Foto: HTW)
ser beurteilen zu können. Die
großflächige mechanische Bearbeitung der Zellen wie softwaretechnischen Verarbeitung
großer Datenmengen, intelligente Bilderkennungsalgorithmen und die Ausgabe von industrierelevanten Kenngrößen
stellten eine große Herausforderung im Projekt der Aalener
Forscher dar, informierte die
Hochschule.
Zwei neue hochauflösende
Rasterelektronenmikroskope
im Wert von über zwei Millionen Euro stehen dem IMFAA
zur mikroskopischen Materialcharakterisierung nun zur Verfügung. Die Mikroskope sind
mit umfangreicher Elementund Strukturanalytik ausgestattet und ermöglichen eine
Laser- und Ionenstrahl-Nanobearbeitung.
Die Beschaffung wurde
durch das Bundesforschungsministerium sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft
l
finanziell
unterstützt.
„Deutschlandweit gibt es nur
wenige derart gut ausgestattete
Labore für die Materialmikroskopie und Materialanalytik.
Dadurch wird unser Forschungsschwerpunkt
Neue
Materialien und Fertigungstechnologien nachhaltig gestärkt“, sagte Rektor Gerhard
Schneider.
Ebenso profitiere die praxisnahe und anwendungsorientierte Lehre an der Fakultät
Maschinenbau und Werkstofftechnik mit ihren Studienmöglichkeiten von den beiden neuen Geräten. „So aufgestellt
können wir signifikante Beiträge zur Entwicklung innovativer Materialien für unterschiedlichste Anwendungsbereiche leisten und den Technologietransfer in Unternehmen
der Region und darüber hinaus
noch weiter steigern“, blickte
der Aalener Hochschulrektor
optimistisch voraus.
Heike Ebser war dabei
Gut 20 der vom
Bundesministerium für Wirtschaft
und
Energie
gewählten „Vorbild-Unternehmerinnen“ trafen sich in
Stuttgart – mit
dabei war Heike Ebser (Foto: arc), Inhaberin
und Geschäftsführerin der Mutlanger Firma Hermann Ebser
Werkzeugbau. Ziel des Treffens
war, die nächsten gemeinsamen Schritte zu koordinieren.
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte im Oktober
2014 in Berlin 180 Frauen als
Vorbild-Unternehmerinnen ausgezeichnet, davon 45 aus Süddeutschland. Sie sollen als Botschafterinnen fürs weibliche
Unternehmertum in Schulen,
Hochschulen und Wirtschaftsgremien fungieren. Alle Frauen
sind gestandene Unternehmerinnen. Um Eigeninitiativen dieser Unternehmerinnen zu bündeln und gezielte Veranstaltungen zu entwickeln, wird das
Bundesministerium die Vernetzung mit den Schulen, Hochschulen und Wirtschaftsgremien fördern. So soll die Präsenz und Sichtbarkeit von Unternehmerinnen erhöht werden. In regionalen Untergruppen werden Strategien für die
individuellen Vernetzungen entwickelt und durchgeführt.
Kontakt:
Koordinierungsstelle „Frauen
unternehmen“ bei der Gründerinnenagentur (bga); www.existenzgruenderinnen.de
erscheinungen auf dem vielfältigen Büchermarkt vor. Mitarbeiter würden Titel empfehlen,
es gebe persönliche Geschichten hinter der Osiander-Geschichte. „Der Schlüssel liegt
im so genannten Storytelling.
Wir bestehen seit 1596, dem
Jahr, in dem Shakespeare seinen
Sommernachtsraum
schrieb“, sagte der gelernte
Buchhändler Heinrich Riethmüller.
Wer sich bei Osiander zum
Buchhändler ausbilden lasse,
nehme an einem Theaterprojekt teil. Dadurch lernten die
Azubis, sich besser wahrzunehmen, beschäftigten sich mit
Sprache und Texten – und würden als Gemeinschaft zusammenwachsen. Mitarbeiter würden zudem am Unternehmensgewinn beteiligt und nach einem hauseigenen Tarifsystem
bezahlt.
Dass die Auslieferung von
Büchern besonders umweltfreundlich gehe, beweisen die
Osiander-Fahrradkuriere. In
Tübingen kümmere sich unter
anderem eine Schülerfirma um
die Zustellung der bestellten
Bücher. „Wenn es an der Tür
klingelt und die Lektüre von
einem netten jungen Menschen
übergeben wird, sorgt das bei
vielen für ein Lächeln im Gesicht,” sagte Riethmüller.
Oscar-Verleihung:
Ein Stück Voith in
Hollywood dabei
angeschafft sowie neue Methoden zur mikroskopischen und
röntgenographischen In-situZellbeobachtung
aufgebaut
werden.
Ebenso konnte sich das Institut für Materialforschung an
der Hochschule Aalen bei der
Ausschreibung „Optimierung
von elektrischen Energiespeichern für Fahrzeuge“ der in
Stuttgart ansässigen Vector
Stiftung durchsetzen. Das Projekt von Prof. Dr. Gerhard
Schneider und Dr. Timo Bernthaler zur großflächigen Präparation und Mikroskopie zur
Qualitätsbewertung hochkapazitativer
Lithium-IonenSpeicherzellen für die Elektromobilität wurde positiv bewertet und erhält eine dreijährige
Förderung über 290 000 Euro.
Kern des Projektes ist, mikroskopische Methoden weiterzuentwickeln, um die Qualität
von Batterien bezüglich Sicherheit und Lebensdauer bes-
REGIOTICKER
l
Telenot und Utz
Nach dem Internationalen
Staatspreis 2013 und dem Innovationspreis Ostwürttemberg
2014 bekam die Funkfernsteuerung F10 (Foto: Utz) der Aalener
Telenot Electronic GmbH nun
den „German Award“ durch
den Rat für Formgebung verliehen. Die Fernsteuerung wurde
vom Büro creare.Form von Firmenchef Andreas Utz gestaltet.
Das Produkt aus der Spraitbacher Feder zeichnet sich ergonomisch und durch eine außergewöhnliche psychische und
physische Qualität aus, die für
die harte Holzrückearbeit im
Wald eine sichtbare und fühlbare hohe Sicherheit gewährleiste
und einen neuen Standard etabliere, erklärte die Jury. „Solch
ein Ergebnis lässt sich nur in einer engen Zusammenarbeit
realisieren“, sagte Andreas Utz.
Sowohl die hochwertigen Baukomponenten wie auch die Bedienbarkeit und der Tragekomfort machten die Steuerung
zum idealen Werkzeug für den
Waldarbeiter, das zudem ein integriertes Personen-Notrufsystem beinhalte. Telenot habe
sich mit der F10 „bestens im
hart umkämpften Markt positioniert“. Die steigende Nachfrage
des Produktes bestätige, dass
Kooperationen „zu exzellenten
Ergebnissen führen können“,
sagte Utz.
Registereintragungen
32
Wirtschaft Regional | März 2015
Registereintragungen
AMTSGERICHTE ULM,
STUTTGART UND
AALEN (INSOLVENZEN)
l
Neueintragungen
HRB 731748, 11.02.2015
Hagen Müller IT Services GmbH,
Albstraße 4/1, Heubach. Dienstleistungen in Informationstechnologie. Stammkapital: 25.000,00 EUR.
Geschäftsführer: Müller, Hagen,
Heubach.
HRA 724367, 12.02.2015
Das Lizenz Atelier GmbH & Co.
KG, Gartenstr. 11, Iggingen. Unternehmensberatung und Design Atelier. Persönlich haftender Gesellschafter: Das Lizenz Atelier Verwaltungs-GmbH, Iggingen.
HRB 731759, 12.02.2015
Das Lizenz Atelier VerwaltungsGmbH, Gartenstr. 11, Iggingen.
Übernahme der Komplementärstellung bei der Das Lizenz Atelier
GmbH & Co. KG. Stammkapital:
25.000,00 EUR. Geschäftsführer:
Schönfeld, Alexander, Iggingen.
HRB 731765, 16.02.2015
ACCO Unternehmensberatung
GmbH, Binsenweg 29, Mutlangen. Beratung in Unternehmen und
IT, Projektmanagement und Prozessoptimierung.
Stammkapital:
25.000,00 EUR. Geschäftsführer:
Maurer, Nicole, Mutlangen; Maurer, Christof, Mutlangen.
HRB 731770, 16.02.2015
Hotelsapart GmbH, Friedrichstr. 7,
Aalen. Betrieb von Hotels, Appartements und Boardinghäusern.
Stammkapital: 25.000,00 EUR. Geschäftsführer: Schiehlen, Patrick,
Aalen.
HRB 731776, 17.02.2015
GMG Grupp GmbH, Lehrweg 4,
Schwäbisch Gmünd. Metallarbeiten, Entwicklung, Design, Herstellung, Be- und Verarbeitung, Montage, Wartung, Reparatur, Vertrieb,
Handel mit Metallprodukten, Stahlmöbeln. Stammkapital: 25.000,00
EUR. Geschäftsführer: Barthle, Gerhard Richard, Schwäbisch Gmünd;
Bilzer-Grupp, Susanne, Ruppertshofen.
HRB 731786m, 20.02.2015
IBEX AUDIO GmbH, Alfredshöhe
29, Heidenheim. Import, Export,
Groß- und Einzelhandel von Produkten und Zubehör der Unterhaltungselektronik.
Stammkapital:
25.000,00 EUR. Geschäftsführer:
Hannig, Nicole, Heidenheim.
HRA 724380, 23.02.2015
Rott Wohn & Bau e.K., Härtsfeldstr. 33, Aalen. Erstellung von
Wohn- und Gwerbeimmobilien. Einzelkaufmann. Inhaber: Rott, Johann, Aalen.
HRB 731789, 23.02.2015
KUBUS
Verwaltungs-GmbH,
Weisse Steige 2, Aalen. Sitz von
Berlin nach Aalen verlegt. Bisher:
Hansa-Center Hohenschönhausen
Verwaltungs-GmbH. Neue Geschäftsanschrift: Weisse Steige 2,
Aalen. Verwaltung eigenen Vermögens. Stammkapital: 25.000,00
EUR. Geschäftsführer Kategorie A:
Esser, Ralph, Köln; Heid, Wolfgang
Erich, Neustadt. Geschäftsführer
Kategorie B: Bachner, Agilolf, Stuttgart; Merz, Brigitte, Aalen.
HRB 731794, 23.02.2015
i-live Hamburg GmbH, Ulmer Str.
68, Aalen. Entwicklung, Verwaltung und Veräußerung von Wohnund Gewerbeimmobilien, insbesondere von jungem und studentischem Wohnen in Hamburg und
Umgebung.
Stammkapital:
25.000,00 EUR. Geschäftsführer:
Beer, Thorsten Oliver, Aalen; Bodamer, Kai Oliver, Aalen; Engelhardt,
Amos Andreas, Aalen.
HRA 724384, 24.02.2015
KUBUS Aalen Am Markt GmbH
& Co. KG, Weiße Steige 2, Aalen.
Sitz von Schönefeld nach Aalen verlegt. Bisher: Hansa-Center Hohenschönhausen GmbH & Co. KG. Neue
Geschäftsanschrift: Weiße Steige 2,
Aalen. Persönlich haftender Gesellschafter: KUBUS Aalen am Markt
Verwaltungs-GmbH, Aalen.
HRB 731799, 24.02.2015
i-live Rosenheim GmbH, Ulmer
Str. 68, Aalen. Entwicklung, Verwaltung und Veräußerung von
Wohn- und Gewerbeimmobilien,
insbesondere von jungem und studentischem Wohnen in Rosenheim
und Umgebung. Stammkapital:
25.000,00 EUR. Geschäftsführer:
Beer, Thorsten Oliver, Aalen; Bodamer, Kai Oliver, Aalen; Engelhardt,
Amos Andreas, Aalen.
HRB 731800, 24.02.2015
Schleich Holding GmbH, Am Li-
mes 69, Schwäbisch Gmünd. Sitz
von Hamburg nach Schwäbisch
Gmünd
verlegt.
Bisher:
NEBBTANG
Vermögensverwaltungs-GmbH. Erwerben und Verwalten von Unternehmen, insbesondere der Schleich Gruppe.
Stammkapital: 100.000,00 EUR.
Geschäftsführer: Engehausen, Dirk
Horst Rudolph, Baldham; Schefold,
Erich, Ulm. Nicht mehr Geschäftsführer: Dr. van Kaldenkerken, Thomas, Meerbusch.
HRB 731803, 24.02.2015
Forstbetrieb Ebnat GmbH, Ebnater Hauptstr. 23, Aalen. Verwaltung
eigenen Vermögens, insbesondere
Verwaltung und Bewirtschaftung
von Wäldern, Halten und Verwaltung von Beteiligungen an anderen
Gesellschaften.
Stammkapital:
100.000,00 EUR. Geschäftsführer:
Merckle, Ludwig, Ulm; Oettinger,
Hans-Martin, Blaustein. Einzelprokura: Venus, Thomas, Dischingen.
Die Gesellschaft ist entstanden
durch formwechselnde Umwandlung der Forstbetrieb Ebnat GmbH
& Co KG, Aalen.
HRB 731804, 24.02.2015
DePol Fenster UG, Nelkenweg 25,
Schwäbisch Gmünd. Handel und
Montage von Fenstern und Türen.
Stammkapital: 5.000,00 EUR. Geschäftsführer: Richter, Krzysztof,
Schwäbisch Gmünd.
HRB 731808, 25.02.2015
ABS Services GmbH, HabsburgerStr. 7, Aalen. Vertrieb von Stahl, insbesondere ABS-Stahl, Erbringung
anderer Dienstleistungen. Stammkapital: 100.000,00 EUR. Geschäftsführer: Flaborea, Giuseppe,
Concordia Sagittaria (VE)/Italien,
Fuchs, Franz, Essingen.
HRB 731810, 26.02.2015
ATPS GmbH, Berchtenstr. 75, Heidenheim. Unternehmensberatung,
Vermietung
von
Immobilien.
Stammkapital: 25.000,00 EUR. Geschäftsführer: Dr. Hiller, Tobias,
München.
HRB 731812, 26.02.2015
Janich & Kemmler Berlin GmbH,
Stipsstr. 23, Giengen. Verwaltung
eigenen Vermögens, Projektentwicklung von Grundstücken und Immobilien, Erwerb und Verkauf von
Wertpapieren, Beteiligung an Unternehmen.
Stammkapital:
100.000,00 EUR. Geschäftsführer:
Janich, Jörg, Giengen; Dr. Kemmler, Marc, Tübingen.
HRB 731816, 27.02.2015
i-live Sales GmbH, Ulmer Str. 68,
Aalen. Entwicklung, Erstellung,
Verwaltung und Veräußerung von
Wohn- und Gewerbeimmobilien,
Aufbau von Vertriebsstrukturen.
Stammkapital: 25.000,00 EUR. Geschäftsführer: Engelhardt, Amos
Andreas, Aalen; Hafner, Dominik,
Oberkochen.
HRB 731818, 02.03.2015
City-Friseur Tobias Abele UG,
Bocksgasse
39,
Schwäbisch
Gmünd. Friseursalon und Zweithaarpraxis. Stammkapital: 1,00
EUR. Geschäftsführer: Abele, Tobias, Böbingen.
HRB 731831, 03.03.2015
RSR-Racing UG, Heidenheimer
Str. 80-82, Herbrechtingen. KfzReparaturen, insbesondere Wartung und Instandsetzung von Porsche-Sportwagen. Stammkapital:
300,00 EUR. Geschäftsführer:
Bernt, Rudolf, Herbrechtingen.
HRB 731832, 03.03.2015
i-live Berlin II GmbH, Ulmer Str.
68, Aalen. Entwicklung, Verwaltung und Veräußerung von Wohnund Gewerbeimmobilien, insbesondere von jungem und studentischem Wohnen in Berlin und Umgebung. Stammkapital: 25.000,00
EUR. Geschäftsführer: Beer, Thorsten Oliver, Aalen; Bodamer, Kai Oliver, Aalen; Engelhardt, Amos Andreas, Aalen.
l
Veränderungen
HRA 701265, 06.02.2015
Ludwig Häberle Güterkraftverkehr GmbH & Co. KG, Güglingstr.
85, Schwäbisch Gmünd. Einzelprokura: Wihan, Peter, Waldstetten.
HRB 701535, 06.02.2015
Sport Schoell Aalen GmbH, Vordere Schmiedgasse 20, Schwäbisch Gmünd. Einzelprokura: Reck,
Thomas, Oberkochen.
HRB 701565, 06.02.2015
Sport-Schoell
VerwaltungsGmbH, Vordere Schmiedgasse 20,
Schwäbisch Gmünd. Nicht mehr
Geschäftsführer: Schoell, Ulrich,
Schwäbisch Gmünd. Geschäftsführer: Schoell, Andreas, Schwäbisch
Gmünd. Einzelprokura: Reck, Thomas, Oberkochen.
alle Angaben ohne Gewähr
HRB 721872, 06.02.2015: Bosch
Metallverarbeitung
GmbH,
Schmaleich 2, Nattheim. Nicht
mehr Geschäftsführer: Rink, Manuela, Nattheim. Geschäftsführer:
Mack, Andrea, Niederstotzingen.
HRB 730795, 06.02.2015
Omega-Service UG, Buhlgässle 3,
Schwäbisch Gmünd. Neue Geschäftsanschrift: Im Grünen Winkel
9, Heubach.
HRB 500015,09.02.2015
ERLAU AG, Erlau 16, Aalen. Gesamtprokura: Weber, Stefan, Neresheim.
HRB 501162, 09.02.2015
Mario Sedita GmbH, Nägeleshofstr. 80, Aalen. Neue Geschäftsanschrift: Hugo-Closs-Str. 7, Aalen.
HRB 750441, 09.02.2015
Almotrics GmbH, Strübelweg 14,
Alfdorf. Firma nun: KALEJA GmbH.
Das Produktions- und Handelsgeschäft der KALEJA Elektronik
GmbH, Alfdorf, ist mit dem Recht
zur Fortführung der Firma auf die
Gesellschaft übergegangen.
HRA 661038, 10.02.2015
Voith Turbo GmbH & Co. KG, Alexanderstr. 2, Heidenheim. Prokura
erloschen: Dr. Mackel, Jerry, Aachen.
HRB 501677, 10.02.2015
Vita Hair GmbH, Nägeleshofstr.
80, Aalen. Neue Geschäftsanschrift: Hugo-Closs-Str. 7, Aalen.
HRB 701025, 10.02.2015
nomatec GmbH, Osterlängstr. 21,
Schwäbisch Gmünd. Geschäftsführer: Nothdurft, Agnes, Schwäbisch Gmünd.
HRB 725795, 10.02.2015
GfO Gesellschaft für Oberflächentechnik AG, Güglingstr. 74,
Schwäbisch Gmünd. Nicht mehr
Vorstand: Dr. Gwinner, Dieter.
HRB 727197: 10.02.2015
PVH
Postvermarktungsgesellschaft Heidenheim mbH, Olgastr.
15, Heidenheim. Nicht mehr Geschäftsführer: Staiger, Hartmut,
Ulm; Wilhelm, Hans-Jörg, Heidenheim. Geschäftsführer: Groß, Uwe,
Brieselang; Wilhelm, Dirk Martin,
Heidenheim.
HRB 729196, 10.02.2015
BEHRENDSOLAR
Erneuerbare
Energien GmbH, Thymianweg 8,
Mutlangen. Neue Geschäftsanschrift: In der Breite 45, Heuchlin-
KONTEC Engineering Heidenheim GmbH, Grabenstr. 20, Heidenheim. Geschäftsführer: Danckert, Bernd, Meckenbeuren.
HRB 725427, 11.02.2015
MAHLZEIT-Ostalb GmbH, Aalstr.
14/1, Aalen. Gegenstand nun: Förderung der Volks- und Berufsbildung und des Wohlfahrtswesens.
HRB 730561, 11.02.2015
Rasch Exclusiv Ausbau UG, Theußenbergweg 67, Essingen. Neue
Geschäftsanschrift: Mögglinger Str.
12, Böbingen.
HRB 501431, 12.02.2015
Josef und Anna Schmid Vermögensverwaltungs-GmbH, Stuttgarter Str. 61, Aalen. Firma nun:
Süddeutsche Service Management
GmbH. Neue Geschäftsanschrift:
Obere Wöhrstr. 2, Aalen. Gegenstand nun: Verwaltung und Management von Fuhrparks, von Vermögen und Immobilien, Übernahme von Geschäftsführungs-Mandaten. Geschäftsführer: Girrbach,
Christoph, Aalen; Schmid, Jürgen,
Grünwald. Nicht mehr Geschäftsführer: Schmid, Josef, Aalen;
Schmid, Anna, Aalen.
HRB 501573,12.02.2015
Carl Zeiss Vision International
GmbH, Gartenstr. 97, Aalen. Nicht
mehr Geschäftsführer: Dr. Klingel,
Manfred, Weyher.
HRB 701955, 12.02.2015
Krematorium
Schwäbisch
Gmünd GmbH, Pfeilhalde 11,
Schwäbisch Gmünd. Geschäftsführer: Preiß, Daniel, Schwäbisch
Gmünd. Nicht mehr Geschäftsführer: Höger, Walter Jürgen, Schwäbisch Gmünd.
HRB 721688, 12.02.2015
Pechtl CNC-Frästechnik GmbH,
Maybachstr. 4, Böbingen. Einzelprokura: Pechtl, Yvonne Maria, Böbingen.
HRB 723833, 12.02.2015
KAMPA GmbH, Geißbergstr. 17,
Aalen. Prokura erloschen: Elsenhans, Albert, Steinheim.
HRA 500402, 16.02.2015
Stern Apotheke, Inhaber Dorothee Salzer e. Kfr., Reichsstädter
Str. 22, Aalen. Firma nun: Stern
Apotheke, Inhaber Dorothee SalzerKorkut e. Kfr. Inhaber: Salzer-Korkut, Dorothee, Ellwangen.
Sonderthema April 2015:
Professionelle ITK-Lösungen
Steuerberater in OW
Golfen in OW
Anzeigenschluss: Donnerstag, 2. April 2015
Telefon 0 73 61 / 5 94 - 2 26
Fax
0 73 61 / 5 94 - 2 31
gen. Geschäftsführer: Behrend,
Frank, Heuchlingen.
HRA 660891, 11.02.2015
HAUFF-TECHNIK GmbH & Co.
KG, Robert-Bosch-Str. 9, Hermaringen. Prokura erloschen: Kölle, Thomas, Giengen.
HRA 701095, 11.02.2015
Rems-Apotheke, Claudia Schaal,
Kappelgasse
11,
Schwäbisch
Gmünd. Firma nun: Rems-Apotheke, Claudia Schaal e.Kfr. Errichtet:
Zweigniederlassung unter ParlerApotheke, Filialapotheke der RemsApotheke, Claudia Schaal e. Kfr.,
Traubengässle
8,
Schwäbisch
Gmünd. Die Inhaberin führt das bisher unter Parler-Apotheke Johannes Saur, Schwäbisch Gmünd, betriebene
Handelsgeschäft
als
Zweigniederlassung fort.
HRB 282093, 11.02.2015
TRW Automotive GmbH, Industriestr. 20, Alfdorf. Nicht mehr Geschäftsführer: Frank, Roland, Hannover.
HRB 501219, 11.02.2015
Automed24 GmbH, Nägeleshofstr. 80, Aalen. Firma nun: Semeteor GmbH. Neue Geschäftsanschrift: Hugo-Closs-Str. 7, Aalen.
Gegenstand nun: Beratung und
Managementleistungen, BusinessCoaching, Facility Management,
Expansionsberatung, Vermittlung
von Aufträgen für Altbausanierung.
HRB 661435, 11.02.2015
HRA 723220: 16.02.2015
KAMPA Beteiligungs GmbH &
Co. KG, Robert-Bosch-Str. 13,
Steinheim. Neue Geschäftsanschrift: Geißbergstr. 17, Aalen.
HRB 660415: 16.02.2015
Großmann + Kaiser GmbH, Am
Jagdschlößle 50, Heidenheim. Gesellschaft ist durch Eröffnung des
Insolvenzverfahrens aufgelöst.
HRB 700660, 16.02.2015
Schlenker Automaten GmbH,
Beiswanger Str. 40, Heubach. Geschäftsführer: Schlenker, Michael,
Heubach.
HRB 724672, 16.02.2015
Tip Top Baumanagement UG,
Friedhofstr. 3, Böbingen. Nicht
mehr Geschäftsführer: Rindfleisch,
Hilde, Böbingen. Liquidator: Hocheder, Hans-Peter, Bayerisch Gmain.
Die Gesellschaft ist aufgelöst.
HRB 727464, 16.02.2015
APS GmbH Im- und Export, Zum
Turnerheim 7, Bartholomä. Nicht
mehr Geschäftsführer, nun Liquidator: Schaubach, Peter, Bartholomä.
Nicht mehr Geschäftsführer: Rahman, Mohammad Anisur, Dhaka/
Bangladesch. Die Gesellschaft ist
aufgelöst.
HRB 728750: 16.02.2015
KAMPA Objekt- und Gewerbebau GmbH, Robert-Bosch-Str. 13,
Steinheim. Neue Geschäftsanschrift: Geißbergstr. 17, Aalen. Nicht
mehr Geschäftsführer: Seifert, Mi-
chael, München.
HRB 661737, 19.02.2015
HDS Haas Dienstleistungs-Service
GmbH, Schmaleich 3, Nattheim.
Gegenstand nun: Erbringung von
mobilen (Sand-) Strahltätigkeiten,
mobilen Beschichtungen, Personaldienstleistungen.
HRB 728009, 20.02.2015
Sonnentag Architektur GmbH,
Badmauer
2/1,
Schwäbisch
Gmünd. Einzelprokura: Ritzer, Stefan, Schwäbisch Gmünd.
PR 700002, 20.02.2015
ssm-architekten Schöne.Seeberger.Müller, Freie Architekten Partnerschaft Dipl. Ing. Thomas Müller
BDA und Dipl. Ing. Nicolas Müller,
Stuttgarter Str. 3, Schwäbisch
Gmünd. Name nun: SSM Architekten Freie Architekten Partnerschaft
Dipl. Ing. Thomas Müller BDA und
Dipl. Ing. Nicolas Müller. Partner:
Müller,
Thomas,
Schwäbisch
Gmünd, Müller, Nicolas, Schwäbisch
Gmünd.
HRA 501010, 23.02.2015
Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG,
Neukochen, Aalen. Prokura erloschen: Dr. Greve, Thomas, Aalen.
HRB 728899, 23.02.2015
Sontheimer Nagelplattenbinder
UG, Hauptstr. 8, Sontheim. Stammkapital auf 25.000,00 EUR erhöht.
Firma nun: Häußler Holzbau GmbH.
HRB 728969, 23.02.2015
Chance Ostalb UG, Hauptstr. 38/
Kirchplatz, Heubach. Nicht mehr Geschäftsführer, nun Liquidator: Enser,
Volker, Hüttlingen. Die Gesellschaft
ist aufgelöst.
HRB 660305, 24.02.2015
Erhard Verwaltungs-GmbH, Meeboldstr. 22, Heidenheim. Gesamtprokura: Müller, Arnd, Worms.
HRB 700438, 24.02.2015
Chr. Renz GmbH, Rechbergstr. 44,
Heubach. Prokura erloschen: Hofbauer, Hans-Jürgen.
HRB 731148, 24.02.2015
Autotest Iggingen GmbH, FranzTraub-Str. 1, Iggingen. Geschäftsführer: Hönig, Robert, Dauchingen.
Nicht mehr Geschäftsführer: Unterholzner, Josef, Lana/Italien.
HRB 500808, 25.02.2015
AMO Asphalt-Mischwerke Verwaltungs-GmbH, Ulmer Str. 60,
Aalen. Geschäftsführer: Schneider,
Volker, Niefern-Öschelbronn.
HRB 660436, 25.02.2015
tempus GmbH, Haehnlestr. 24,
Giengen. Neue Geschäftsanschrift:
Wiesenstr. 7, Giengen. Einzelprokura: Miller, Marcel, Langenau.
HRB 725457, 25.02.2015
Bader Haus UG, Grabbengasse 4,
Schwäbisch Gmünd. Neue Geschäftsanschrift: Panoramastr. 5, Iggingen.
HRB 729942, 25.02.2015
Sky Aviations GmbH, Hauptstr.
32, Waldstetten. Neue Geschäftsanschrift: Oberer Garten 18, Schwäbisch Gmünd. Gegenstand nun:
Entwicklung, Handel und Produktion von Freizeitprodukten, Import
und Export von Waren des täglichen Bedarfs von Privathaushalten,
Vermittlung von internationalen
Künstlern, Beratung sowie Beteiligung und Übernahme der Geschäftsführung von anderen Unternehmen und Organisationen.
HRB 660777, 26.02.2015
Howden Ventilatoren GmbH, Stubentalstr. 44, Heidenheim. Gesamtprokura: Lang Nielsen, Michael, Aalen; Streicher, Ingo, Herbrechtingen. Firma nun: Howden Axial
Fans GmbH. Neue Geschäftsanschrift: Habsburgerstr. 7, Aalen.
HRB 661524, 26.02.2015
HE Deutschland Holdings GmbH,
Stubentalstr. 44, Heidenheim.
Neue Geschäftsanschrift: Habsburgerstr. 7, Aalen.
HRB 722554, 26.02.2015
Voith Finance GmbH, St. Pöltener
Str. 43, Heidenheim. Mit der J. M.
Voith GmbH & Co. Beteiligungen
KG, Heidenheim, wurde ein Gewinnabführungsvertrag
abgeschlossen.
HRB 730063, 26.02.2015
Forelle GmbH, Stuttgarter Str. 61,
Aalen. Geschäftsführer: Türüc, Antar, Aalen. Nicht mehr Geschäftsführer: Türüc, Belgin, Aalen.
HRB 700040, 27.02.2015
Otto Zapp & Co GmbH, Lindenfirststr. 22/1, Schwäbisch Gmünd.
Geschäftsführer: Zapp, Jürgen,
Mutlangen. Nicht mehr Geschäftsführer: Zapp, Manfred, Schwäbisch
Gmünd.
HRB 723872, 27.02.2015
Weldorado GmbH, Robert-BoschStr. 80/1, Aalen. Einzelprokura:
Fürst, Kristina, Aalen.
HRB 701678, 02.03.2015
ZF Lenksysteme GmbH, RichardBullinger-Str.
77,
Schwäbisch
Gmünd. Prokura erloschen: Kottmann,
Werner,
Schwäbisch
Gmünd; von Schuckmann, Stephan, Esslingen.
HRB 729729, 02.03.2015
HGS GmbH, Königsbronner Str.
48, Heidenheim. Nicht mehr Geschäftsführer: Göbel, Enrico, Wasungen.
l
Löschungen
HRB 723528, 12.02.2015
M & S Gameland UG, Im Hirscheck 1, Heidenheim.
HRB 661745, 18.02.2015
Pur-Natur-GmbH, Weiherstr. 28,
Sontheim.
HRB 500438, 20.02.2015
igroup-schwaben
Kallinger
GmbH, Stuttgarter Str. 124, Aalen.
HRA 501066, 24.02.2015
Forstbetrieb Ebnat GmbH & Co
KG, Ebnater Hauptstr. 23, Aalen.
Die Gesellschaft ist aufgrund des
Umwandlungsbeschlusses
in
Forstbetrieb Ebnat GmbH, Aalen,
formwechselnd umgewandelt.
HRA 700899, 02.03.2015
Pfäffle GmbH & Co. KG, AugustWilhelm-Pfäffle-Str. 4 - 8, Lorch.
HRB 701944, 02.03.2015
Weigert Holding GmbH, Falkenbergweg 1, Bartholomä.
HRB 730500, 02.03.2015
imidiu UG, Eichhornweg 1,
Schwäbisch Gmünd. Gesellschaft
ist mit dem Vermögen des Alleingesellschafters
Aldinger,
Fabian,
Schwäbisch Gmünd, verschmolzen.
HRA 661091, 03.03.2015
Mayer Schlüsselfertiges-Bauen
GmbH & Co. KG, Siemensstr. 9,
Giengen.
HRA 724171, 03.03.2015
persona service AG & Co. KG,
Bahnhofplatz 11, Heidenheim.
HRB 661429, 03.03.2015
Mayer Schlüsselfertiges-Bauen
Verwaltungs-GmbH, Siemensstr.
9, Giengen.
l
Insolvenzen
2 IN 277/14, 13.02.2015
Im Insolvenzeröffnungsverfahren
Ioannis Kalogeridis, Memminger
Torplatz 5, Giengen, Inhaber der
Gaststätte Adler, Giengen, wird Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Jochen Eisenbeis, Olgastr. 83-85,
Ulm, von seinem Amt entbunden,
weil die Kollisionslage erst nach Bestellung des ursprünglichen Verwalters bekannt wurde. Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Andreas Glib,
Pfarrer-Weiß-Weg 12, Ulm.
IN 180/10, 16.02.2015
Im Insolvenzverfahren der Zirn
Quoten GmbH, Sundgaustr. 10,
Giengen, wurden Vergütung und
Auslagen des Insolvenzverwalters
festgesetzt.
4 IN 293/08, 16.02.2015
Im Insolvenzverfahren Canan Uymaz, Karlstr. 62, Gaildorf, Inhaberin der TT-S Uymaz Gussputzerei,
Aalener Str. 43, Untergröningen
und eines Transportunternehmens
in Sulzbach-Laufen, wurden Vergütung und Auslagen des Treuhänders festgesetzt.
2 IN 190/03, 16.02.2015
Im Insolvenzverfahren der Königsbronner Verpackungen GmbH &
Co, Paul-Reusch-Str. 40-50, Königsbronn, ist Prüfungsstichtag
der 08.05.2015.
4 IN 38/15, 16.02.2015
Im
Insolvenzeröffnungsverfahren
der Bürohaus Krämer GmbH & Co.
KG, Ganghoferstr. 1, Giengen, vertreten durch die persönlich haftende
Gesellschafterin Bürohaus Krämer
Verwaltungs-GmbH, Ganghoferstr.
1, Giengen, diese vertreten durch
Geschäftsführer Fred Krämer, Biberstr. 24, Giengen, wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt:
Rechtsanwalt Michael Winterhoff,
Pfarrer-Weiss-Weg 12, Ulm.
4 IN 43/14, 16.02.2015
Im Insolvenzverfahren Yilmaz
Ayar, Bahnhofstr. 12, Lorch, ehemals Betreiber von Cafe Dance,
nun selbstständig tätig: D.N.C. Reifenservice, Mörikestr. 19, Schwäbisch Gmünd, ist Prüfungsstichtag
der 08.05.2015.
1 IN 66/10, 17.02.2015
Im Insolvenzverfahren der MG
Marmor und Granit GmbH, Am
Heidbach 7, Bopfingen, wurden
Vergütung und Auslagen des Insolvenzverwalters festgesetzt. Festgestellte Forderungen: 650.964,87
EUR. Zur Verteilung stehen zur Verfügung: voraussichtlich 46.036,58
EUR. Der Schlussverteilung wurde
zugestimmt.
Registereintragungen
Wirtschaft Regional | März 2015
33
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Software aus Böbingen macht die Warenströme sicherer
D
ie TIA innovations GmbH
aus Böbingen mit ihrem
umfassenden Software-Portfolio für den weltweiten Handel
ist seit vielen Jahren ein kompetenter Partner für alle Kunden, die Waren und Güter exportieren oder importieren.
Der Spezialist geht aus der
1976 als TIA Unternehmensberatungs-GmbH gegründeten
Firma hervor und beschäftigt
sich heute ausschließlich mit
der Entwicklung von Software
für die Export- und Importabwicklung und alle damit zusammenhängenden Dienstleistungen. Für dieses höchst komplexe Spezialgebiet brachte die
TIA im Jahre 1991 eine erste
Standardsoftware für eine
Zollanmeldung auf Papier und
1998 für die elektronische
Zollanmeldung auf den Markt.
2001 folgte dann eine zertifizierte Software zur Nutzung
des ATLAS-Verfahrens, ein
behördliches EDV-Verfahren,
mit dem die Abfertigung und
Überwachung des gesamten
Warenverkehrs elektronisch
abgewickelt wird. Im Jahr
2009 wurde die TIA außerdem
vom Bundesministerium der
Finanzen als erstes Softwarehaus in Deutschland AEO-F
zertifiziert.
Nach und nach kamen in den
vergangenen Jahren die Software für die Prüfung der Geschäftspartneradressen gegen
die sogenannten „Antiterrorlisten“, die Einhaltung der Vorschriften der Exportkontrolle
und die Erfüllung der Auflagen
Die TIA-Verantwortlichen (von links) Michael Langer (Leitung Projekte, Produkte und Entwicklung), Thomas Maulbeck (Vertriebsleiter), Gerhard Stirner (Geschäftsführer) und Carola Maue-Schludecker (Ltg. Administration).
im Rahmen der „Gelangensbestätigung“ dazu. Vor allem das
„Sanktionslisten-Screening“
mit der von der TIA entwickelten Software S-CHECK werde
im Rahmen der Exportkontrolle immer bedeutender, sagt der
Geschäftsführer Gerhard Stirner. Hier hat die TIA durch einen präzisen Algorithmus eine
sehr hohe Treffergenauigkeit
erreicht. Dadurch werden
„Fehlalarme“ weitestgehend
vermieden, was die Arbeitsbelastung in den Unternehmen
deutlich senkt. Denn jeder
Treffer muss geprüft werden,
um zu vermeiden, dass Personen oder Organisationen beliefert werden, die auf den Antiterror-Listen stehen. Mit der
von der TIA entwickelten dynamischen Workflow-Engine
ist die Integration auch in komplexe Unternehmensprozesse
nahtlos und einfach möglich.
Gerhard Stirner vermerkt
dazu: „S-CHECK passt sich an
die Prozesse des Unternehmens an, nicht umgekehrt.“
Durch die weltweiten Krisen
ändern sich die Inhalte der Listen häufiger. Der Update-Service der TIA für diese Listen
versorgt die Unternehmen mit
dem aktuellen Stand. Der Kundenkreis der TIA ist im vergangenen Jahr deutlich gewachsen. Viele große, weltweit
agierende Konzerne haben
sich für die Software und den
Service der TIA entschieden,
so Stirner.
Für die TIA „war das vergangene Jahr sehr erfolgreich“,
sagt Stirner. Auch wenn er keine konkreten Zahlen nennen
will, Umsatz und Ergebnis
sind im Branchenvergleich
weit überdurchschnittlich gewachsen. Vor allem das Rechenzentrum der TIA nutzen
immer mehr Kunden, denn die
gesamte Software der TIA
steht als Cloud-Lösung und als
Inhouse-Lösung zur Verfügung. Zur Nutzung der Software reicht beim Kunden ein
Standard-Internetbrowser auf
einem einfachen PC aus. Sogar
über das Smartphone ist das
Abrufen der Daten möglich.
Das große TIA-eigene Rechenzentrum zeichnet sich
durch einen hohen Sicherheitsstandard und die hohe Verfügbarkeit aus. Allen Kunden
steht eine persönliche Hotline
zur Verfügung. „Neben namhaften Firmen aus der Region
und in ganz Deutschland greifen auch internationale Konzerne und große Unternehmen
aus Industrie und Handel auf
das Rechenzentrum zurück“,
sagt der Geschäftsführer. Dass
die TIA alle Bedürfnisse selbst
kleiner Unternehmen bis hin
zu Konzernanforderungen abdecken kann, belegen die vielen Referenzen der TIA quer
durch die deutsche, europäische und internationale Unternehmenslandschaft. Das stetige Wachstum in den letzten
Jahren zeigt, dass die TIA den
technologischen und fachlichen Anforderungen des
Marktes mehr als gewachsen
ist und durch technologische
und fachliche Innovationen ihren Platz unter den wenigen als
Marktführer akzeptierten Unternehmen auch international
weiter behaupten kann.
Um das Portfolio zu erweitern und den Kunden neben
den Lösungen für den Außenhandel auch Software für den
Versand anbieten zu können,
hat sich die TIA im Jahr 2010
mit der MHP-Software GmbH
zur MHP Solution Group zusammengeschlossen. Dadurch
steht den Kunden ein SystemDienstleister zur Verfügung,
der sämtliche Bereiche von der
Versandlogistik über die mobile Lagerlösung bis zur Außenwirtschaft abdeckt.
Dazu Vertriebsleiter Thomas
Maulbeck: „Wir sehen auch in
den nächsten Jahren ein großes
Potenzial für die Produkte der
TIA. Wir haben uns am Markt
platziert und gehören zu den
Marktführern in diesem Bereich.“ Erfolge wie die der TIA
sind keine Einzelleistung,
„denn jeder einzelne Mitarbeiter trägt seinen Anteil zum
Wachstum und den innovativen Ideen bei“, ergänzt Entwicklungsleiter Michael Langer. Er führt weiter aus, dass
bedingt durch die stark gestie-
Registereintragungen
AMTSGERICHTE ULM,
STUTTGART UND
AALEN (INSOLVENZEN)
l
Insolvenzen
4 IN 163/14, 18.02.2015
Das Insolvenzverfahren Dave Thomas Rudner, Burgstr. 10, Giengen,
Inhaber der Fa. Schwabenbau, Altbausanierung, wurde eröffnet. Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Dr.
Holger Leichtle, Paulinenstr. 41,
Stuttgart. Prüfungstermin ist der
30.04.2015. Es wurde Masseunzulänglichkeit angezeigt.
1 IN 282/13, 18.02.2015
Im Insolvenzverfahren der Spectral
Electronic Prüf- und Messtechnik
GmbH, Ulmer Str. 68, Aalen, ist
Prüfungsstichtag der 08.06.2014.
4 IN 233/14, 18.02.2015
Im Insolvenzverfahren Antonio
Galasso, Sonnenbergstr. 2, Oberkochen, ehemals selbstständig mit
Pro-Marketing-Solution,
Weitbrechtstr. 11, Aalen, ist Prüfungsstichtag der 12.06.2015.
1 IN 52/14, 19.02.2015
Das Insolvenzverfahren Elke Zeller,
Goerdeler Weg 3, Ellwangen, Café
„Winter“, Marienstr. 4, Ellwangen,
wurde aufgehoben, weil die
Schlussverteilung vollzogen ist.
1 IN 144/14, 19.02.2015
Das Insolvenzverfahren Mohamed
Omar Omeirat, Kanalstr. 15, Aalen, Gastwirtschaft-Bar, SishaLounge Aladin, wurde eröffnet. Insolvenzverwalter:
Rechtsanwalt
Michael Winterhoff, Pfarrer-WeissWeg 12, Ulm. Prüfungstermin ist
der 07.05.2015.
2 IN 90/13, 19.02.2015
Im Insolvenzverfahren der Riehle
Maschinenbau GmbH, HeinrichRieger-Str. 5, Aalen, wurden Vergütung und Auslagen des vorläufigen
Insolvenzverwalters festgesetzt.
2 IN 197/08, 19.02.2015
Im Insolvenzverfahren der Kaufhaus WOHA Kißling und Marquardt GmbH, Marktplatz 6,
Schwäbisch Gmünd, vertreten
durch den Geschäftsführer Jürgen
Marquardt, wurde der Schlussver-
teilung zugestimmt. Vergütung und
Auslagen des Insolvenzverwalters
wurden festgesetzt. Festgestellte
Forderungen: 2.993.252,69 EUR.
Zur Verwaltung steht zur Verfügung: voraussichtlich 0 Euro.
4 IN 53/09, 20.02.2015
Im Insolvenzverfahren Hans-Peter
Maier, Im Wörth 9/1, Schwäbisch
Gmünd, Inhaber des einzelkaufmännischen Unternehmens Karl Strähle,
wurden Vergütung und Auslagen des
Treuhänders festgesetzt.
3 IN 31/09, 20.02.2015
Im Insolvenzverfahren Irene Heilig, Lerchenstr. 17, Westhausen,
Altreifenhandel, wurden Vergütung und Auslagen des Treuhänders festgesetzt.
3 IN 262/01, 20.02.2015
Das Insolvenzverfahren Friedrich
Wiedmann GmbH & Co. KG,
Benzholzstr. 46-48, Schwäbisch
Gmünd, wurde aufgehoben, weil
die Schlussverteilung vollzogen
ist.
1 IN 172/13, 25.02.2015
Das Insolvenzverfahren Cornelius
Treu, Walther-Bauersfeld-Str. 7,
Oberkochen, Lohnfräserei, wurde
aufgehoben, weil die Schlussverteilung vollzogen ist.
1 IN 182/08, 25.02.2015
Das Insolvenzverfahren Walter
König, Schopenhauerstr. 19, Aalen, EDV-Systeme, Unterhaltungsund
Kommunikationselektronik,
Bahnhofstr. 64, Aalen, wurde aufgehoben, weil die Schlussverteilung vollzogen ist.
1 IN 242/02, 25.02.2015
Das Insolvenzverfahren Merz &
Merz,
Immobilienverwaltung
Dresden GbR, Kändlerstr. 1, Dresden, vertreten durch die Gesellschafter Albert Merz und Volker
Merz, wurde mangels Masse eingestellt.
4 IN 49/15, 26.02.2015
Im Insolvenzeröffnungsverfahren
der Görner Kunststofftechnik
GmbH, Friedrichstr. 100, Aalen,
vertreten durch Geschäftsführer
Christian Görner, Kimbernweg 4,
Aalen, wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt: Dipl.Kfm. Arndt Geiwitz, Bahnhofstr.
41, Neu-Ulm.
TIA innovations GmbH
Adlergasse 7
73560 Böbingen
Telefon 0 71 73 9 12 50
Telefax 0 71 73 91 25 55
www.tia.com
gene Anzahl von internationalen Projekten die TIA die zusätzlich erforderlichen Entwicklungskapazitäten seit fast
zwei Jahren aus einer Schwesterfirma in der Gruppe auf Teneriffa bezieht, die sich mit
hochqualifizierten Spezialisten mit der Entwicklung von
Software beschäftigt.
Für die kaufmännische Abwicklung zeichnet Carola
Maue-Schludecker
verantwortlich. Sie betont, dass die in
der Administration eingesetzten Werkzeuge mit dem starken Wachstum der TIA Schritt
halten und damit auch die
kaufmännische Abwicklung
für alle Kunden effizient bewältigt werden kann. In Böbingen beschäftigt die TIA aktuell
25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter drei Studenten der Dualen Hochschule
Heidenheim, einen Studenten
der Fachhochschule in Aalen
und einen Auszubildenden
zum Informations- und Telekommunikationssystem-Kaufmann. In der MHP Solution
Group sind insgesamt mehr als
80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.
Heide Hartner
alle Angaben ohne Gewähr
2 IN 117/11, 27.02.2015
Das Insolvenzverfahren der Magno
italienische Spezialitäten, Import
& Export GmbH, Hauptstr. 29,
Göggingen, wurde aufgehoben,
weil die Schlussverteilung vollzogen ist.
2 IN 20/15, 27.02.2015
Das
Insolvenzverfahren
Ralf
Schmegner, Lettenäcker 6-1, Göggingen, Kanal- und Leitungsbau,
wurde eröffnet. Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Holger Blümle,
Paulinenstr. 41, Stuttgart. Prüfungstermin ist der 29.04.2015. Mit
diesem Verfahren wird das weitere
Verfahren 3 IN 211/14 verbunden.
Das Verfahren 2 IN 20/15 führt.
3 IN 275/14, 02.03.2015
Das Insolvenzverfahren der TYPETEAM GbR, Röntgenstr. 17, Aalen,
vertreten durch die Gesellschafter
Michael Thurnberger, und Serdal
Gözel, Aalen, wurde eröffnet. Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Dr.
Karl Franke, Schubartstr. 13, Aalen.
Prüfungstermin: 04.05.2015.
3 IN 6/15, 02.03.2015
Das Insolvenzverfahren der WZM
Apparatebau und Fördertechnik
GmbH, Benzstr. 1, Aalen, vertreten durch Geschäftsführerin Tanja
Baker, Sudetenstr. 49/1, Aalen, und
Geschäftsführer Werner Ziegler,
Sudetenstr. 49/1, Aalen, wurde eröffnet. Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Wolfgang Hauser, Möhringer Landstr. 5, Stuttgart. Prüfungstermin ist der 04.05.2015.
4 IN 283/14, 02.03.2015
Das Insolvenzverfahren der FV
Fahrerprobung GmbH, Güglingstr.
106, Schwäbisch Gmünd, vertreten durch Geschäftsführer Peter
Saubert, Dinkelsbühler Str. 42,
Stuttgart, wurde eröffnet. Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Michael Pluta, Karlstr. 33, Ulm. Prüfungstermin: 13.04.2015.
1 IN 264/14, 02.03.2015
Das Insolvenzverfahren der Grupp
GmbH, Lehrweg 4, Schwäbisch
Gmünd, vertreten durch Geschäftsführerin Susanne BilzerGrupp, Tannäckerstr. 7, Ruppertshofen, wurde eröffnet. Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Dr. Markus Eibofner, Wilhelmstr. 4, Stuttgart.
Prüfungstermin: 04.05.2015.
4 IN 113/13, 02.03.2015
Im
Insolvenzverfahren
Bernd
Hankl, Im Lohbühl 5/1, Neresheim, ehemaliger Inhaber der Fahrschule Hankl, Tannhausen, wurden
Vergütung und Auslagen des Insolvenzverwalters festgesetzt. Festgestellte
Forderungen:
1.555.964,60 EUR. Zur Verteilung
stehen zur Verfügung: voraussichtlich 400,00 EUR. Der Schlussverteilung wurde zugestimmt.
4 IN 278/14, 02.03.2015
Das Insolvenzverfahren der Fahrversuch Süd GmbH, Güglingstr.
106, Schwäbisch Gmünd, vertreten durch Geschäftsführer Peter
Saubert, Dinkelsbühler Str. 42,
Stuttgart, wurde eröffnet. Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Fritz
Zanker, Albstr. 14, Stuttgart. Prüfungstermin: 13.04.2015.
2 IN 170/14, 03.03.2015
Der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens der Online Werbeagentur GmbH, Alfdorfer Str. 7,
Mutlangen, vertreten durch Geschäftsführer Thomas Jeschke,
Hauptstr. 55, Thermalbad Wiesenbad, wurde mangels Masse abgewiesen.
2 IN 240/14, 03.03.2015
Das Insolvenzverfahren der Klaus
Möbel Transportservice UG, vertreten durch Geschäftsführer Alexander Klaus, Dorfplatz 5, Abtsgmünd, wurde eröffnet. Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Tobias
Humpf, Gartenstr. 1, Aalen.
4 IN 68/14, 04.03.2015
Im Insolvenzverfahren Sotirios
Kaptis, Gerokstr. 13, Königsbronn, ehemals Betreiber Restaurant Olympia/Hufeisen, Ramsbacher Str. 7, Schwäbisch Hall, wurden Vergütung und Auslagen des
Insolvenzverwalters
festgesetzt.
Festgestellte
Forderungen:
56.880,55 EUR. Zur Verteilung stehen zur Verfügung: voraussichtlich
0 EUR: Der Schlussverteilung wurde zugestimmt.
4 IN 403/06, 04.03.2015
Im Insolvenzverfahren der BauHerkommer GmbH, Straßdorfer
Str. 3, Waldstetten, wurden Vergütung und Auslagen des Insolvenz-
verwalters festgesetzt- Festgestellte Forderungen: 175.658,16 EUR.
Zur Verteilung stehen zur Verfügung: voraussichtlich 28.684,92
EUR. Der Schlussverteilung wurde
zugestimmt. Schlusstermin ist der
13.04.2015.
1 IN 230/02, 06.03.2015
Im Insolvenzverfahren der Heerum
Holz-Einrichtungstechnik GmbH
& Co. KG, Dr.-Rudolf-Schieber-Str.
13, Westhausen, wurden Vergütung und Auslagen des Insolvenzverwalters festgesetzt. Festgestellte Forderungen: 7.045.465,91 Euro.
Zur Verteilung stehen zur Verfügung: voraussichtlich 99.800,40
Euro. Der Schlussverteilung wurde
zugestimmt.
Schlusstermin:
27.04.2015.
2 IN 57/15, 10.03.2015
Im Insolvenzeröffnungsverfahren
Nehir Yayvan, Mühlweg 11, Rosenberg, City-Tell Communikation, Wilhelm-Merz-Str. 7/1, Aalen,
wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt: Rechtsanwalt Dr.
Karl Franke, Schubartstr. 13, Aalen.
3 IN 45/1, 10.03.2015
Das Insolvenzverfahren Christoforo Amodeo, Eschacher Str. 13,
Gschwend, Gebäudesanierungen,
wurde eröffnet. Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Axel Seubert,
Verbraucherinsolvenzbüro Stuttgart
GbR, Rotebühlstr. 155, Stuttgart.
3 IN 51/15, 10.03.2015
Das Insolvenzverfahren der Limes
Dienstleistungen Tugba Keskin
e.K. Inhaber Tugba Keskin, Limesstr. 3 52/1, Aalen, wurde eröffnet. Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt Christoph Wagner, Karlstr. 33,
Ulm. Prüfungstermin ist der
29.05.2015.
2 IN 197/08, 10.03.2015
Im Insolvenzverfahren der Kaufhaus WOHA Kißling und Marquardt GmbH, Marktplatz 6,
Schwäbisch Gmünd, wurde die
Vergütung
des
Gläubigerausschussmitglieds
Rechtsanwältin
Judith Josupeit, Bollstr. 109 a, Bielefeld, antragsgemäß auf 1.000,00
EUR festgesetzt.
2 IN 57/15, 11.03.2015
Im Insolvenzeröffnungsverfahren
Nehir Yayvan, Mühlweg 11, Ro-
senberg, City-Tell Communikation, Wilhelm-Merz-Str. 7/1, Aalen,
wurde wegen Interessenkollission
mit Zustimmung des bisherigen
Verwalters Rechtsanwalt Dr. Karl
Franke, Aalen, nunmehr zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestimmt:
Rechtsanwalt
Tobias
Humpf, Gartenstr. 1, Aalen. Rechtsanwalt Dr. Franke wurde von seinem Amt entbunden. Die Kollisionslage wurde erst nach Bestellung des ursprünglichen Verwalters
bekannt.
4 IN 139/14, 11.03.2015
Im Insolvenzverfahren Susanne
Hafner (früherer Name D’Onofrio),
Wielandstr. 6, Aalen, ehemalige
Betreiberin von „Azzurro und Artistique4“, An der Pfitze 2, Hüttlingen,
ist
Prüfungsstichtag
der
08.05.2015. Der Schlussverteilung
wurde zugestimmt. Vergütung und
Auslagen der Insolvenzverwalterin
wurden festgesetzt. Festgestellte
Forderungen: 61.455,85 EUR. Zur
Verteilung stehen zur Verfügung:
voraussichtlich 0,00 EUR.
1 IN 190/06, 11.03.2015
Das Insolvenzverfahren der ELWEMA GmbH, Dr.-Adolf-SchneiderStr. 21, Ellwangen, wurde aufgehoben, weil die Schlussverteilung
vollzogen ist.
2 IN 270/14, 12.03.2015
Im Insolvenzverfahren Sandra
Schlee, Friesenweg 7, Heidenheim, Fotodesign, Mediengestaltung, liegt Masseunzulänglichkeit
vor.
1 IN 292/14, 12.03.2015
Das Insolvenzverfahren der Gipsbau Döner GmbH, Obere Bahnstr.
56, Aalen, vertreten durch Geschäftsführer Ahmet Döner, Rohrwangstr. 3, Aalen, wurde eröffnet.
Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt
Klaus Albert Maier, Wilhelmstr. 12,
Stuttgart. Gläubigerversammlung:
08.06. 2015, Amtsgericht Aalen.
4 IN 358/10, 13.03.2015
Im Insolvenzverfahren der Pfletschinger GmbH, Forststr. 31,
Schwäbisch Gmünd, wurde der
Schlussverteilung zugestimmt. Prüfungstermin: 04.05.2015. Vergütung und Auslagen des Insolvenzverwalters wurden festgesetzt.
Personalia
34
Wirtschaft Regional | März 2015
Personalia
Markus Weber; Justus Felix
Wehmer; Ulrich Simon. Ab
März arbeitet der Unternehmensbereich Microscopy der
Carl Zeiss AG unter einer neuen Leitung: Dr. Markus Weber
und Justus Felix Wehmer werden als „Doppelspitze“ die Geschäftsführung der Carl
Zeiss Microscopy GmbH
übernehmen.
Weber verantwortet die Produktund
Technologiesegmente. Zu Justus Wehmer
Wehmers Aufgaben gehört
auch die kaufmännische
Leitung. „Von
dieser Aufstellung erwarten
wir neue Impulse für die Dr. Markus
weitere Ent- Weber
(Fotos: CZ)
wicklung des
Unternehmensbereichs
Microscopy“,
erklärte ZeissVorstandschef
Dr. Michael
Kaschke. Weber leitete bisher die Konzernfunktion
Dr. Ulrich Simon
Research
&
Technology von Zeiss. Wehmer ist Geschäftsführer der
Carl Zeiss Jena GmbH, der
zentralen Produktionseinheit
des Konzerns. Diese Aufgabe
wird er bis auf Weiteres fortführen. Dr. Ulrich Simon, der
bislang den Unternehmensbereich Microscopy leitete, übernimmt die Leitung der Konzernfunktion Research &
Technology, die sowohl in Jena
als auch in Oberkochen vertreten ist. „Mit den exzellenten
Fachkenntnissen von Dr. Ulrich Simon, seiner langjährigen Markterfahrung und seiner
engen Vernetzung mit Forschung und Wissenschaft werden wir neue Akzente setzen
können“, betonte Kaschke.
Stefan Noerpel-Schneider.
Ende Februar wurde Stefan
Noerpel-Schneider (48) zum
neuen Beiratsvorsitzenden der
größten deutschen Stückgutkooperation IDS gewählt. IDS
bietet Sammelgut-Transporte
per Lkw und setzt auf eine
bundesweite Netzabdeckung.
Stefan Noerpel-Schneider
leitet in fünfter
Generation das
Ulmer Logistikunternehmen Noerpel,
zu dem auch
das Heidenheimer Logistikunternehmen Stefan NoerpelKentner
ge- Schneider.
hört. Die Rolle (Foto: Noerpel)
des IDS-Beiratsvorsitzenden wird er die
nächsten zwei Jahre ausüben.
Der IDS-Beirat entscheidet unter anderem über die strategische Ausrichtung des Netzwerks. Das Unternehmen Noerpel ist Gründungsmitglied
der seit 1982 bestehenden Interessengemeinschaft der Spediteure (IDS). „In der Transportund Logistikbranche stehen
derzeit alle Zeichen auf
Wachstum. Diese Zukunftsbranche aktiv mitgestalten zu
können – als IDS-Beiratsvorsitzender und geschäftsführender Gesellschafter eines expandierenden Logistikdienstleisters – macht mir viel Freude.“ Mit 235 Milliarden Euro
Umsatz und rund 2,9 Millionen Beschäftigten ist die Logistik bundesweit der drittgrößte Wirtschaftsbereich. Für
Noerpel sind rund 1700 Mitarbeiter an 13 Standorten im Einsatz.
Karl Magenau. Das Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Rosenstein feierte am 13.
März seinen 50. Geburtstag.
Magenau trat 1993 in die damalige Raiffeisenbank Bartholomä ein und war in der Kreditabteilung tätig. In den folgenden Jahren wurde er zu deren
Leiter ernannt und erhielt Prokura. Durch
Fusion
entstand 1999 die
Raiffeisenbank Rosenstein, wo er zunächst als Bereichsleiter
agierte
und
dann im Jahr
2000 gemein- Karl Magenau
sam mit sei(Foto: privat)
nem Kollegen
Matthias Hillenbrand in den
Vorstand berufen wurde. Er
vertritt die Volksbanken und
Raiffeisenbanken im Ostalbkreis im Aufsichtsrat der
WiRO und war über Jahre als
Beirat der Münchener Hypothekenbank aktiv.
Klaus Walther. Der Seniorchef des bekannten Laufherstellers Lothar Walther Feinwerkzeugbau GmbH in Königsbronn, feierte am 27. Februar seinen 80. Geburtstag.
Sein beruflicher Werdegang
begann 1949 mit einer Ausbildung zum Feinmechaniker bei
Zeiss. Danach sammelte er Erfahrung durch Tätigkeiten bei
Betrieben im In- und Ausland.
Nach
Abschluss seiner
Meisterprüfung im WerkzeugmacherHandwerk trat
er 1961 in den
elterlichen Betrieb ein und
führte das Un- Klaus Walther
ternehmen bis
(Foto: privat)
1996, als seine
beiden Söhne die Geschäftsleitung übernahmen. Mit Waffenläufen von Walther werden
Welt-, Europa- und Landesmeisterschaften sowie Olympiamedaillen von Schützen errungen. Klaus Walther selbst
war über 40 Jahre passionierter
Jäger und Sportschütze.
Torsten Buchwald. Seit Februar leitet Torsten Buchwald
(47) als neuer Präsident die
Geschäfte der US-amerikanischen Mapal Inc. mit den beiden Standorten Port Huron und
Fountain Inn. Der Schwerpunkt der Produktion beider
Niederlassungen mit insgesamt 120 Mitarbeitern liegt auf
PKD- und Hartmetallwerkzeugen. Diese werden insbesondere in der Automotive- und
Luftfahrtbranche nachgefragt.
„Wir
möchten das
Wachstumspotenzial dieser
Branchen nutzen und das
Projektgeschäft ausbauen. Unser Um- Torsten Buchsatz soll sich wald
deutlich stei(Foto: Mapal)
gern“, sagte
Buchwald. Er hat an der BA
Stuttgart Maschinenbau studiert. Sein Berufsweg führte
ihn über Stationen in der Filtration und Klimatechnik in
die Automotive- und Marinetechnik. Nach Aufgaben in
Versuch und Vorentwicklung
übernahm er die Leitung der
US-Tochter eines internationalen Automobil-Zulieferers.
Gabriele Seitz. Die EU möchte die Innovationskraft mittelständischer Unternehmen stärken. Mit dem „KMU-Instrument“ hat sie ein Förderinstrument geschaffen. So genannte
EU-Coaches begleiten Firmen.
Gabriele Seitz, Vorstand der
EurA Consult AG, ist dazu
ausgebildet worden. KMUs
mit bis zu 250 Mitarbeitern
und 50 Millionen Euro Umsatz
kommen in den Genuss hoher
Förderungen für marktnahe
Projekte. Damit die Ergebnisse
von KMU-Innovationsvorhaben in den Markt gelangen, hat
die EU-Kommission ein europaweites
Expertennetzwerk
aus „EU-Coaches“ ins Leben
gerufen.
Diese
begleiten
KMUs dabei,
ihre Vorhaben
zur Marktreife
zu führen und
die definierten
Vermarktungsziele zu erreichen.
Seitz
nahm mit 20
Coaches aus
ganz Europa Gabriele Seitz
an einem zwei- (Foto: EurA
tägigen Auf- Consult)
taktseminar
der Executive Agentur für
Small & Medium-sized Enterprises (EASME) der EU-Kommission in Brüssel teil. Dabei
wurden die Details des neuen
KMU-Instruments und des
Coaching-Konzeptes diskutiert und festgelegt. Eingereichte Projektvorschläge werden von Gutachtern geprüft
und bewertet. „Wer mit seinem
Antrag erfolgreich sein will,
muss zu den Besten der Rangliste zählen“, erklärte Seitz.
Aufgrund der Komplexität des
Antragsverfahrens seien umfassende Kenntnisse in Sachen
Fördermittelbeantragung notwendig – sowohl in technischer Hinsicht, als auch in Bezug auf das Projektmanagement, die Projektkonzeption
und die Umsetzung am Markt.
EurA Consult navigiere Kunden durch diese Prozesse.
Andrea Linke. Mit der Heidenheimer Juristin Andrea
Linke (47), Leiterin Corporate
Office bei der Voith GmbH, ist
erstmals eine Frau in den Aufsichtsrat der Kreisbaugesellschaft Heidenheim berufen
worden. Sie rückt für Meinrad
Schad nach, der elf Jahre lang
im Aufsichtsrat mitgearbeitet hatte. Landrat
Thomas
Reinhardt sagte bei der Gesellschafterversammlung:
„Damit setzt
die Kreisbau Andrea Linke
ein Zeichen für
(Foto: privat)
Frauen in Führungspositionen.“ „Die Kreisbau hat eine große soziale Verantwortung und sorgt für bezahlbaren Wohnraum für viele
Menschen“, sagte Linke. Als
Leiterin Corporate Office bei
der Voith GmbH verfügt Andrea Linke über fundierte Erfahrungen und bringt hervorragende Kenntnisse mit, um die
Zukunft der Kreisbau engagiert und nachhaltig mitverantworten zu können.
Dr. Michael Totzeck (l.) und Dr. Michael Kempe.
(Foto: CZ)
Michael Kempe; Michael
Totzeck. Sie haben die höchste
Stufe der Fachlaufbahn bei
Zeiss erklommen: Dr. Michael
Kempe und Dr. Michael Totzeck wurden zu so genannten
Fellows ernannt. Beide arbeiten in der Konzernfunktion Research & Technology. Kempe
ist Leiter des Bereichs Technology. Totzeck ist Leiter Industrial and Consumer Innovations. Der promovierte Physiker
Kempe arbeitet seit 1999 bei
Zeiss. Seine Berufung zum
Fellow erfolgt aufgrund seines
hohen wissenschaftlichen Wissens im Bereich der Mikroskopieentwicklung und der biomedizinischen Optik. „Michael Kempe ist einer der wesentlichen Mitgestalter der hochauflösenden Mikroskopie bei
Zeiss“, sagte Zeiss-CEO Dr.
Michael Kaschke. Der ebenfalls promovierte Physiker Totzeck begann seine Karriere bei
Zeiss 2002. Er wird aufgrund
seiner Expertise auf dem Gebiet der Bildgebung, Lithographie und optischen Messtechnik zum Fellow berufen. „Michael Totzeck hat die Vernetzung von Zeiss mit der wissenschaftlichen Community maßgeblich vorangetrieben“, betonte Kaschke. Es gibt nun insgesamt drei Fellows bei Zeiss.
Hansjörg Hirschenauer. Mit
der Gründung des Bildungsinstitutes für Schutz und Sicherheit (BISS) hat der Heidenheimer EOS Sicherheitsdienst zu
Beginn 2015 dem Fachkräftemangel den Kampf angesagt.
Dafür bekommt das Heidenheimer Unternehmen professionelle Unterstützung: Der
frühere Leiter des Polizeireviers Heidenheim, Hansjörg
Hirschenauer, hat die Leitung
des BISS übernommen. Die
hohe Leistungsfähigkeit der
Auszubildenden von EOS war
bereits in den vergangenen
Jahren sichtbar: Sie zählten zu den
Landesbesten
in der Branche.
Doch der allgemeine Facharbeitermangel sei auch in
der
Sicher- Hansjörg Hirheitsbranche
schenauer
spürbar. Nach
(Foto: EOS)
einem Wechsel
in der Firmenleitung, einer
kompletten Neuausrichtung
und Umstrukturierung zu Beginn 2013 verzeichnete EOS
das stärkste Wachstum in der
26-jährigen Unternehmensgeschichte. Beschäftigte EOS
Ende 2012 noch 170 Mitarbeiter, stehen aktuell rund 350
Männer und Frauen dort in
Lohn und Brot. Neben der
klassischen
Ausbildung
„Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement“ bietet das Unternehmen eine zweijährige
Ausbildung zur Servicekraft
für Schutz und Sicherheit sowie eine dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Schutz
und Sicherheit an. Neben einer
Vielzahl weiterer branchenspezifischer Seminare zum Thema Schutz und Sicherheit stehen im BISS Vorbereitungslehrgänge zur Sachkundeprüfung auf dem Programm.
BISS-Leiter Hansjörg Hirschenauer wurde 2014 nach 44
Jahren im Polizeidienst in den
Ruhestand verabschiedet. Von
2005 bis 2014 war er Leiter des
Polizeireviers
Heidenheim.
Der 61-Jährige bringt umfassende Erfahrungen als Einsatzleiter bei Großdemonstrationen, Amokandrohungen, Evakuierungen, größeren Festnahmeaktionen mit dem SEK sowie von rund 100 Fußballeinsätzen mit.
Volkmar Klaus. Es war immer
sein Wunsch, auf der Höhe seiner körperlichen und geistigen
Kraft die Geschäftsführung
seiner 1973 gegründeten Firma
Bullyland in geeignete, jüngere Hände abzugeben. Sein
Motto: Man soll aufhören,
wenn es am schönsten ist! Der
Bullyland-Gründer Volkmar
Klaus feierte am 28. Februar
seinen 75. Geburtstag. Mit seiner Frau Jane genießt er den
(Un-)Ruhestand. Das Ehepaar
ist viel auf Reisen und oft auf
Mallorca, der zweiten Heimat.
Die Töchter Susanne und Sabine sind in die unternehmerischen Fußstapfen ihres Vaters
getreten und führen eigene Unternehmen in Berlin und Edinburgh. Anlässlich seines 65.
Geburtstags hatte Volkmar
Klaus mit seiner Gattin die gemeinnützige Firma „Jane und
Volkmar Klaus Foundation“
gegründet. Diese Einrichtung
bringt neue Projekt-Vorschläge hervor, um Spraitbach attraktiver zu gestalten. Zusätzlich unterstützt Volkmar Klaus
Volkmar Klaus
(Foto: privat)
zahlreiche Vereine und Organisationen wie das Haus Lindenhof. Volkmar Klaus wurde
am 28. Februar 1940 in Stuttgart als zweiter Sohn von Marlis und Dr. Julius Klaus, früherer OB von Schwäbisch
Gmünd, geboren. Nach einer
Ausbildung zum Kfz-Mechaniker und Abitur studierte er
Flugzeug- und Kfz-Bau sowie
Betriebswirtschaft. Als Prokurist bei Pixi-Kinderfoto baute
er den Vertrieb in Deutschland
und Europa auf. 1973 gründete
er „Bullyland“ in Spraitbach.
Andreas Rouvé. Bei der
Spectrum Brands Holding
wurde der 53-Jährige mit Wirkung zum 1. April zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Zu
dem Konzern gehören neben
der Varta Consumer Batteries
namhafte Marken wie Remington. Rouvé, der seit Februar 2014 bereits operativer
Geschäftsführer war, tritt
die Nachfolge
von
Dave
Lumley (60)
an. Dave Lumley, der seit
April
2010
Chef des Konzerns
war,
bleibt als Aufsichtsratsmit- Andreas Rouvé
glied im Un- (Foto: Spectrum
ternehmen.
Brands)
Rouvé verfügt
über einen Abschluss als Diplom-Kaufmann der Universität Mannheim und einen Doktor-Grad in Wirtschafts- und
Sozialwissenschaften der Universität Linz. Ab 1989 arbeitete Rouvé in verschiedenen Managementfunktionen der damaligen Varta AG unter anderem in Ellwangen. Von 1999
bis 2002 war er Finanzchef der
Varta Gerätebatterie GmbH,
dem Vorgänger der heutigen
Varta Consumer Batteries. Von
1997 bis 1999 war Rouvé Direktor fürs Asiengeschäft des
Unternehmens. Von 1995 bis
1997 war er Finanzchef der 3C
Alliance, ein US-amerikanisches Joint Venture von Varta,
Duracell und Toshiba.
Christian Beer. Am 15. Februar feierte Diplom-Braumeister Christian Beer seinen
80. Geburtstag. Nach dem Studium in Weihenstephan war er
von 1958 bis 1961 Assistent
der Betriebsleitungen bei Tuborg und der Stiftsbrauerei
Dortmund. 1961 begann er bei
Schenk Filterbau in Waldstetten als Leiter der Brauereiabteilung.
1965
übernahm er die
Geschäftsführung.
1982
machte er sich
mit der Beer- Christian Beer
Consulting
(Foto: IHK)
selbstständig.
Die Branche nennt ihn respektvoll „Filter-Papst“. Damit war
er als öffentlich bestellter und
vereidigter Sachverständiger
eine Instanz. Beer war lange
Jahre Mitglied in der Vollversammlung und dem Industrieausschuss der IHK. Noch heute steht er Brauereien beratend
zur Seite.
Firmen & Märkte
Wirtschaft Regional | März 2015
35
Auf dem Härtsfeld werden neue Baustoffe entwickelt
Dorfmerkinger Firma Röser entwickelte mineralischen Dämmstoff auf Betonbasis – Dieser Schaumbeton spart Energie in Fabrikhallen
Aalen-Ebnat/NeresheimDorfmerkingen. „Beton ist
unsere Leidenschaft“ steht auf
der Homepage des Betonwerks
Röser in Dorfmerkingen. Seit
1974 ist das Unternehmen im
Neresheimer Teilort ansässig.
Aus dieser Leidenschaft ist
wohl ein neuer Werkstoff entstanden, den Firmenchef Horst
Röser in Zusammenarbeit mit
dem Bauunternehmen Franz
Traub GmbH in Ebnat entwickelte und dort auch erstmals
der Öffentlichkeit vorstellte.
Versuche mit dem neuartigen
„Schaumbeton“ laufen schon
seit eineinhalb Jahren, doch
erst jetzt werden die ersten Fertigteile, bislang nur für den
Bau von Fabrikhallen geeignet,
hergestellt.
Es handelt sich dabei um einen neuartigen Dämm- und
Isolierstoff auf rein mineralischer Basis. „Sieht aus wie
Mousse au chocolat“, sagt
Horst Röser lächelnd und
greift mit einem Finger in die
graue, weiche Masse, die auf
eine vorgefertigte, tragende
Betonplatte gesprüht wird und
dort zu einem sehr leichten und
gut isolierenden Stoff aushärtet. Die Schicht ist in der Regel
30 Zentimeter dick und gut recycelbar.
In Zusammenarbeit mit der
TU Darmstadt entwickelte Röser den neuen Baustoff.
„Durch das in einer Fabrik, im
Gegensatz zum Wohnhaus, oft
vorhandene Wärmeüberangebot ergeben sich ganz neue und
„Konkret bedeutet dies, dass in
Fabrikhallen, die mit dem neuen Baustoff erbaut wurden,
eine ständige Temperatur von
17 Grad herrscht – unabhängig
von der Außentemperatur“,
stellt Horst Röser fest.
In der Fabrikhalle der Firma
Traub wurde bei der Präsentation ein Dachelement vorgestellt, in dem der neue
Schaumbeton
aufgebracht
wurde. Es handelt sich dabei
um eine sogenannte SandwichBauweise. Tragendes Teil der
Dachkonstruktion ist nach wie
vor Beton. Darauf wird die
Schaumbetonmasse auf den
eingebauten, wasserführenden
Rohrmatten verteilt. Auf diesem
„Untergrund“
wird
schließlich das Dach gebaut.
Die Konstruktion einer Fabrik soll durch die Nutzung
von Fertigteiltechnik in kürzester Zeit erstellbar und für
den Fall der Fälle auch wieder
rückbaubar sein. Aus Gründen
der Nachhaltigkeit werden nur
dauerhafte und leicht zu recycelnde, mineralische Baustoffe
verwendet. In dieses Konzept
passe der neue Baustoff der
Firma Röser hervorragend.
Davon ließ sich auch der Bürgermeister von Neresheim,
Gerd Dannenmann, überzeugen, der den Baustoff in der
Traub-Fertigungshalle begutachtete. „Damit tragen wir das
Härtsfeld in die Welt“, sagte er,
unterstützt von Horst Röser.
Der Chef der Dorfmerkinger
Firma ist überzeugt, dass der
neuartige Schaumbeton bald
nicht nur für den Bau von Fabrikhallen verwendet wird,
sondern auch beim Bau von
Einfamilienhäusern. Die Versuchsphase sei weitgehend abgeschlossen, jetzt gehe es an
die Vermarktung.
nopf
So wird der dämmende Schaumbeton auf die Elemente aufgebracht.
interessante Möglichkeiten zur
Erhöhung der Energieeffizienz
durch Energieaustausch und
Energiespeicherung in Verbindung mit einer effektiven Wärmedämmung“, heißt es in einer
Pressemitteilung
der
TU
Darmstadt zum neuen Produkt.
Der mineralische Schaum
kommt also als Dämmmaterial
zum Einsatz, der am Fachgebiet „Werkstoffe im Bauwesen“ der TU Darmstadt erforscht wurde. Das Hauptbindemittel des „Schaumbetons“
ist Beton. Darüber hinaus wurde aber die Rezeptur des Bindemittels auf einen möglichst
geringen Einsatz von Primärenergie hin optimiert.
In den Innen- und Außenflächen der Gebäudehülle werden
dünne wasserführende Rohrmatten eingebaut, die je nach
Bedarf Wärme aufnehmen und
abgeben können. Auf diese
Weise ist eine effektive, umweltfreundliche und für die Arbeiter behagliche Heizung und
Kühlung der Fabrik möglich.
Gerd Dannenmann (li.) und Traub-Produktionsleiter Horst Burdack (re.) bekommen von Horst Röser, Chef der Firma Röser (Mi.), die Produktion mit
dem neuen Baustoff erläutert.
(Fotos: nopf)
REGIO-TICKER
l
BSH modernisiert Wehr
Giengen. Die BSH Hausgeräte
GmbH investiert weiter in die
Zukunft des Entwicklungs- und
Fertigungsstandortes Giengen.
Nachdem die BSH Ende Januar
bereits eine neue Fertigungslinie für Einbaukühlschränke in
Betrieb genommen hat (wir berichteten), bekam die Werkfeuerwehr Giengen im März ein
neues Fahrzeug. Nach 33 Jahren Dienst wurde das alte
Löschfahrzeug LF24 durch ein
modernes Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug der Firma
Ziegler in Giengen – dem international tätigen Hersteller von
Feuerwehrfahrzeugen gleich
bei BSH um die Ecke – abgelöst. Dieses ist mit zusätzlicher
Beladung zur Unfallhilfe ausgerüstet. Die Giengener Werkfeuerwehr mit elf hauptberuflichen
Feuerwehrleuten unterstützt
neben dem Brandschutz der
Kältegerätefabrik auch umliegende Feuerwehren im Bedarfsfall. Europas führender
Hausgerätehersteller beschäftigt am Standort Giengen rund
2600 Mitarbeiter und produziert
jährlich 1,6 Millionen Kühlschränke und Gefriergeräte. Die
BSH Hausgeräte GmbH ist mit
einem Umsatz von 10,5 Mrd.
Euro (2013) und 50 000 Mitarbeitern ein weltweit führendes
Unternehmen der Hausgerätebranche.
Der BAG-Markt in Neunheim hat eröffnet
BAG Hohenlohe etabliert Agrarzentrum
l
Fred Ohnewald
Ellwangen-Neunheim. Ellwangen hat seinen BAG-Markt
für den Haus- und Gartenbedarf wieder: Am 9. März eröffnete der neue Markt in der
Max-Eyth-Straße im Industriegebiet Neunheim, unschwer
bei den großen BAG-Siloanlagen zu finden.
Vom Melkfett und Samen
über Spaten und Arbeitshandschuhe bis zu Hundefutter und
Württemberger Wein gibt es
im neuen BAG-Markt alles
mögliche zu kaufen. Das Angebot entspricht in etwa jenem,
das zuletzt im „Ausweichquartier“ des Marktes an der Bahnhofstraße zu haben war, nachdem das Areal auf dem ehemaligen BAG-Gelände beim
Bahnhof nach den Turbulen-
Betriebsleiter Hartmut Schmid: Wein ist nicht sein Haupthandelsobjekt,
aber sicher eines der schmackhaftesten.
(Foto: Ohnewald)
zen um die Finanzen der Genossenschaft und der Übernahme durch die BAG Hohenlohe
Neues Palettenlager der BAG Hohenlohe.
Dipl. Ing. (FH)
R ei n haRd S chmi dt
ingenieuRbüRo
füR
bauweSen
(Fotos: Jörg Gschwinder)
verkauft worden war.
Ab sofort steht der Markt nun
jedem offen, auch wenn es eine
offizielle Einweihung – einschließlich der großen Futterund Düngemittelanlagen für
die Landwirte – voraussichtlich
erst im Juni geben wird. Bis dahin wird auch die Außengestaltung abgeschlossen sein.
Die BAG Hohenlohe hat hier
im Industriegebiet Neunheim
ein regelrechtes Agrarzentrum
eingerichtet, mit einer Düngemittellagerhalle, dazu einem
Hochregallager und Blocklager für Futter- und Düngemittel sowie ein Vertriebsgebäude
mit Büros – und eben den kleinen Markt.
Die Funktionen des bisherigen Lagerhauses Pfahlheim
werden in das neue Agrarzentrum integriert, Pfahlheim
schloss zum 14. März.
Gebäude mit System.
– Landwirtschaftliche
Mehrzweckhallen
– Stallungen
– Reithallen
– Pferdeställe
– Gewerbehallen
– Vereinsheime
– BINZ - Kreativhaus
BINZ · 73479 Ellwangen · Tel: 07965 / 80 188 0 · Fax: 80 188 80 · www.holzbau-binz.de
Das neue Schüttgutlager
Erstellung der Tragwerksplanung und des Wärmeschutznachweises
Kleiststraße 16 · 74405 Gaildorf
Tel. 0 79 71 / 45 54 · Fax 45 64
info@schmidt-bauingenieur.de
Firmen & Märkte
36
Wirtschaft Regional | März 2015
Der Wirtschaftsstandort Lindach stellt sich vor
Gute Entwicklung am Ort
D
er Stadtteil Lindach entwickelt sich prächtig – zumindest was die Wohnbebauung angeht. So konnten in den
vergangenen Jahren auf dem
Areal der einstigen Firma Polynorm Grau ein Seniorenzentrum sowie 30 Einheiten an
Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern gebaut werden. Außerdem erwarb die Stadt
Schwäbisch Gmünd das Ge-
lände der Firma Kuhn-Thuma,
ließ die Gewächshäuser abreißen und 2014 das Neubaugebiet „Neue Gärten“ erschließen. Von den 19 Bauplätzen
sind bereits 15 vergeben und
die ersten Häuser werden demnächst erstellt.
Das Gewerbegebiet „Bänglesäcker“ liegt an der Landesstraße L 1156. Dort haben sich
mittelständische und meist inhabergeführte
Betriebe niedergelassen.
Durch das Autohaus Klotzbücher und einen Kfz-Handel
konnten
leer stehende
Gebäude wiederbelebt werden.
Eine Halle
des einstigen
Presswerks
Bittner steht
noch zum Verkauf
bereit.
Außerdem gibt
es zwei leer
stehende Gebäude und einige kleinere
Gewerbeflächen für ansie-
l
Auszug aus der Firmenliste Lindach
Autohaus Klotzbücher GmbH
technik
Oberflächenkonzepte Schwemle
Autohaus Widmann u. Müller
Holzbau Rieg
S&O Kunststoffe
GmbH & Co. KG
Horst Pelger Fenster + Zubehör
Solid Widmann Gebrauchtwagen
Gudrun Teuber Reifen und Auto-
KW-Generator GmbH & Co. KG
Volk Mechanische Werkstatt
service
Michael Sutera Stuckateur-
Weiss-Ausbausysteme GmbH
Heilemann & Co. Schreibgeräte
geschäft
Wolfgang Füller Heizungs- und
GmbH
Mineralöle Albrecht GbR
Sanitärbau
Hoffmann GmbH Kunststoff-
Mössner Tore
Wiersdorf Transport Logistik
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S&O Kunststoffe ist in Lindach ansässig.
(Fotos: js)
delungswillige Firmen, die von
der Kommune veräußert werden können.
Freie Flächen stehen in
Lindach bereit
Das Gewerbegebiet ist über
die Mutlanger Umgehungsstraße von Schwäbisch Gmünd
aus in wenigen Minuten zu erreichen. Lindach hat rund 3000
Einwohner und eine funktionierende Infrastruktur. Neben
den Betrieben im Gewerbegebiet und einem LebensmittelDiscounter sind in der Ortsmitte Ärzte, Metzger, Bäcker und
eine Apotheke vorhanden. Der
tägliche Bedarf kann problemlos vor Ort gedeckt werden,
und durch die Neubaugebiete
wurde Lindach als Wohnort
beliebter.
Heide Hartner
Sonderanfertigungen in
kleiner Stückzahl
S
eit über 40 Jahren ist die
Firma Volk – Mechanische
Werkstatt in der Metallverarbeitung tätig. Gefertigt werden
spezielle Werkstücke aus
Stahl, Aluminium oder technischen Kunststoffen als Einzelstücke oder in Kleinserien für
Partner in den Bereichen
Messtechnik,
Automotive
Sondermaschinen- und Pressenbau. Der Metallverarbeiter,
der seit 1980 im Gewerbegebiet Bänglesäcker ansässig ist,
zählt mittlerweile vier Mitarbeiter. Im Oktober 2010 hat
Steffen Bulling den Betrieb
von Firmengründer Jochen
Volk übernommen. „Zu unseren Leistungen in der Metall-
Volk – Mechanische Werkstatt
Inhaber und Geschäftsleitung:
Steffen Bulling
Bänglesäcker 7
73527 Schwäbisch Gmünd-Lindach
Telefon 0 71 71 97 97 15
Telefax 0 71 71 97 97 16
info@volk-mewe.de
www.volk-mewe.de
Werkstücke aus Stahl und Aluminium von Volk.
(Foto: js)
bearbeitung zählen Drehen,
Fräsen, Schleifen und Erodieren. Auch die professionelle
End- oder Weiterverarbeitung
verschiedener Teile gehört zu
unserem Leistungsspektrum“,
betont der Geschäftsführer.
Die Kunden schätzen die technische Erfahrung und die fachliche Kompetenz. „Unsere
Stärke sind kurze Lieferzeiten,
da wir alle wichtigen Werkstoffe in unserem Lager vorrätig haben, erklärt Steffen Bulling. 2012 wurde in ein neues
CNC-Fräszentrum investiert,
um noch flexibler auf die Anforderungen der Kunden eingehen zu können.
js
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Partner für Neu- und Gebrauchtwagen
„Widmann bewegt“. Dieser
Leitspruch ist das Sinnbild für
das, was die Firmengruppe
Widmann auszeichnet. An 14
Standorten werden rund 860
Mitarbeiter in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und
Brandenburg beschäftigt. Dort
bewegt die Firmengruppe
durch den Verkauf von Neuund Gebrauchtwagen von
Volkswagen, Mercedes-Benz
und smart. Zu den Stärken am
Standort in Lindach zählen der
Verkauf von Volkswagen und
l
Service:
• Kundendienst, Wartung und
Reparatur
• Stützpunkt Gasfahrzeuge
• Economyangebote für Fahrzeuge ab 5 Jahre
• Garantiearbeiten Volkswagen,
Volkswagen Nutzfahrzeuge
und Audi
• Garantieverlängerung, Serviceverträge Leasing
• Karosserie und Lackierservice
• Plakettenservice, Abgas- und
Hauptuntersuchung, UVV
Überprüfung
• Standheizungen, Marderschreck, Anhängerkupplung
• Reifenservice
• Volkswagen und Audi Notdienst
• Ersatzfahrzeuge und Mobilitätsservice
• Glasschadenservice, Instandsetzung und Austausch sämtlicher Scheiben
• Verkauf von Originalteilen und
Zubehör
• Widmann-Waschstraße mit
Bedienung
• uvm.
E-Mobilität
Der Volkswagen-Betrieb in
Lindach ist zertifizierter Partner für den Verkauf von Volkswagen Elektro- und Hybridfahrzeugen. Mit mehreren
e-Zapfsäulen ist das Autohaus
hierfür bestens aufgestellt.
Firmengelände Volkswagen Verkauf + Werkstatt, Waschstraße, Solid
Service für Volkswagen und
Audi sowie die moderne
Waschstraße. Hier werden die
Fahrzeuge mit Textil-Waschbürsten besonders schonend
und gründlich gereinigt. Das
Volkswagen-Autohaus in Lindach ist ursprünglich aus dem
Mercedes-Benz-Autohaus
Widmann entstanden, das
1956 von Bruno Widmann in
Hussenhofen gegründet wurde. 1986 wird der Standort
Lindach, nun mit der Marke
Volkswagen und einer in futuristischem Design gestalteten
Waschstraße, eröffnet. Heute
sind hier 57 Mitarbeiter be-
schäftigt, die sich allen Themen rund um das Automobil
verpflichtet haben.
Rundumservice
Auf kompetente Beratung wird
beim Autohaus Widmann und
Müller großer Wert gelegt. Daher nimmt das Verkaufspersonal regelmäßig an Schulungen
der Marke Volkswagen teil, um
den Kunden alles rund um den
Fahrzeugkauf aus einer Hand
bieten zu können. Auch Kenntnisse zu den Themen Finanzierung, Inzahlungnahme, Versicherung und Leasing sind ein
wichtiger Faktor, um bestmög-
Das Volkswagen und Audi Service Team von Widmann u. Müller in Lindach.
(Fotos: Widmann u. Müller)
lichen Service bieten zu können. Zusätzlich ist der Verkaufsstandort in Lindach
Großkunden-Leistungszentrum. Auch in der Werkstatt
wird das Personal speziell von
Volkswagen und Audi geschult, um schnelle und zuverlässige Reparaturen zu gewährleisten. Mit Wartung, Reparaturen aller Art, ExpressService und Clever-Repair als
kostengünstige Reparaturmethode für kleinere Lack- und
Unfallschäden, Karosserieinstandsetzung und Glasschadenservice ist das Dienstleistungsspektrum sehr breit.
Neuwagen vor dem Verkaufsgebäude
Zuverlässiger Gebrauchtwagen-Partner
Gleich in der Nachbarschaft
zum Volkswagen-Gebäude ist
die Solid Widmann Gebrauchtwagen GmbH ansässig,
die ebenfalls Teil der Firmengruppe Widmann ist. Mit einem umfassenden Angebot an
Gebrauchtwagen ist Solid der
zuverlässige Partner in diesem
Segment. Ein breites Dienstleistungsfeld rund um Barankauf, faire Inzahlungnahme
sowie günstige Leasing- und
Finanzierungsangebote zählen
zu den Annehmlichkeiten, die
die Kunden zu schätzen wissen. „Vor allem das WeltAuto
von Volkswagen spielt bei uns
eine wichtige Rolle“, sagt Verkaufsleiter Thomas Jenak.
„Weltautos sind die Top-Ge-
Autohaus Widmann u. Müller
GmbH & Co. KG
Bänglesäcker 2
73527 Schwäbisch Gmünd-Lindach
Telefon 0 71 71 97 05-0
Telefax 0 71 71 97 05-15 00
www.widmann-mueller.de
l
Verkauf:
• Verkauf von Volkswagen Neuwagen
• Verkauf von Volkswagen WeltAuto
• Verkauf von Gebrauchtwagen
verschiedener Marken
• Großkunden-Leistungszentrum
• Volkswagen E-Partner
brauchten von Volkswagen
und bieten dem Kunden eine
Menge Vorteile wie beispielsweise eine extra zertifizierte
Qualität, eine Mobilitäts- sowie Gebrauchtwagengarantie
und einen garantierten Rückkauf, attraktive Konditionen in
Finanzierung, Versicherung
und Inzahlungnahme“, erklärt
Thomas Jenak. Probefahrten
sind bei Solid in der Regel sofort möglich, der Umtausch ist
innerhalb von zehn Tagen nach
Kaufdatum möglich.
js
Eine der e-Stationen des Hauses
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