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Kolumbus, MarcoPolo &Co.

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Veronika Ederer
Roald Amundsen
und Robert F. Scott
Hintergrundinformationen und
Arbeitsmaterialien
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Downloadauszug
aus dem Originaltitel:
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Roald Amundsen und
Robert F. Scott
Hintergrundinformationen und Arbeitsmaterialien
Dieser Download ist ein Auszug aus dem Originaltitel
Kolumbus, Marco Polo & Co.
Mit Kindern berühmte Entdeckungsreisen nacherleben
Über diesen Link gelangen Sie zur entsprechenden Produktseite im Web.
http://www.auer-verlag.de/go/dl4803
Roald Amundsen und Robert F. Scott
Informationen für Lehrkräfte
Die Polargebiete
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Seit der Suche nach dem sagenhaften Südkontinent übte der geografische und magnetische Südpol eine große Anziehungskraft auf Forscher und
Entdecker aus. Die Unterschiede zwischen den
beiden Polargebieten sind enorm. Der geografische Nordpol würde ohne das riesige Packeisgebiet mitten im Wasser, im Nordpolarmeer, liegen.
Die Arktis enthält nur 13 % des auf der Erde vorkommenden Eises; das Meereis ist maximal 12
Meter dick. Das Jahresmittel beträgt –17 °C und
es fallen 150 mm Niederschlag im Jahr. Der geografische Südpol liegt hingegen auf festem Land,
von einer fast 2 km dicken Eisschicht bedeckt. In
der Antarktis befinden sich 86 % des auf der Erde
vorkommenden Eises, und es ist mit einem Jahresmittel von –56 °C deutlich kälter als am Nordpol; dafür beträgt der Jahresniederschlag in der
Antarktis nur 60 mm. Beide zentrale Polargebiete
gelten als Kältewüsten. Seit einigen Jahrtausenden siedeln Menschen in arktischen Regionen –
die Antarktis ist trotz gewaltiger Bemühungen
bis heute unbesiedelt.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Gebirge von Antarktika zum ersten Mal von russischen Seefahrern gesichtet. Doch es sollte fast
bis 1900 dauern, bis der erste Europäer den Boden der Antarktis betrat. Sir Ernest Henry Shackleton und seine Mannschaft riskierten 1909 fast
ihr Leben, als sie versuchten, sich dem Südpol
zu nähern, und zwei Jahre später brach der englische Leutnant Robert Falcon Scott zum Wettlauf zum Südpol gegen den norwegischen Polarforscher Roald Amundsen auf. Scott und seine
Kameraden, behindert durch eine ungeeignete
Ausrüstung und durch widriges Wetter, kamen
nicht nur einen Monat später zum Südpol als
Amundsen, sie gingen auf dem Rückweg zu ihrer Basisstation jämmerlich zugrunde.
In den Folgejahren wurde das Polargebiet systematisch untersucht und kartiert. Die Erforschung
des Südpols brachte nur noch Ruhm mit sich,
keinerlei materiellen Gewinn. Nicht immer finden Expeditionen in wissenschaftlichem Interesse statt: 1994 brach der (armlose) norwegische
Forscher Cato Zahl Pedersen in Begleitung von
zwei Männern zu einem Fußmarsch von 1400 Kilometern in 54 Tagen zum Südpol auf.
Die Expeditionen Roald Amundsens
Roald Amundsen wurde am 16. Juli 1872 in Börje
(Südostnorwegen) geboren. Sein Vater starb, als
er 14 Jahre alt war. Seine schulischen Leistungen
waren durchweg mangelhaft, unter anderem, weil
er schon als Kind lieber die Berichte berühmter
Polarforscher verschlang, als für die Schule zu
lernen. Zum Abitur gerade noch zugelassen, beendete Amundsen 1890 das Gymnasium mit der
schlechtesten Note des Jahrgangs. Seiner Mutter zuliebe begann er ein Medizinstudium, das
er nach dem Tod der Mutter aber sofort abbrach.
Er war zeit seines Lebens besessen davon, Polarforscher zu werden, und durch das Erbe seiner
Eltern war er wohlhabend genug, um dieses Ziel
zu verwirklichen.
Seine erste Expedition unternahm er 1897 mit
dem Belgier Adrian de Gerlache, der über Feuerland bis nach Victorialand segeln wollte. Die
Mannschaft von de Gerlache erwies sich als untauglich, das Schiff fror im März 1898 bei Grahamland im Eis fest und trieb mit den Schollen.
Während die Mannschaft in stummer Unzufriedenheit verharrte, isolierte sich de Gerlache, und
Amundsen, dessen körperlicher Ausdauer es zu
verdanken war, dass das Schiff wieder freikam,
verließ das Schiff vorzeitig.
Um das Rätsel der Nordwestpassage zu lösen,
kaufte Amundsen sich von seinen Ersparnissen den Heringsfänger „Gjøa“ und brach in der
Nacht vom 16. auf den 17. Juni 1903 auf. Die
Mannschaft überwinterte auf der King-William83
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trauisch und belauerten sich gegenseitig, um die
Aktionen des anderen frühzeitig zu erkennen.
Scott war mit Motorschlitten, die Englands Technikgläubigkeit demonstrierten, und mandschurischen Ponys ausgerüstet. Zu Scotts Entsetzen
verendeten bald die ersten Tiere, und einige der
Schneeraupen erlitten Maschinenschäden oder
brachen im Eis ein.
Nach mehreren Vorstößen, bei denen Basislager
errichtet wurden, machte sich Amundsen am 19.
Oktober mit vier Männern und 52 Hunden auf
den Weg zum Südpol. Er und seine Männer fanden bei wechselhaftem Wetter spielend die Basislager wieder, die sie errichtet hatten. Amundsens
Männer saßen abwechselnd auf den Schlitten,
um ihre Kräfte zu schonen; Amundsen selbst lief
die ersten 560 Kilometer auf Skiern. Am 14. Dezember kamen Amundsen und seine Leute an
den Südpol heran. Als sie sich dem Ziel näherten,
blieben Amundsens Männer zurück und ließen
ihn als Ersten den Südpol erreichen. Sie stellten eine norwegische Fahne auf, nannten den
Ort „Polheim“ und verließen den Südpol nach
drei Tagen am 17. Dezember. Sie kehrten, ihren
eigenen Zeitplan überholend, zur Küste zurück.
Amundsen fuhr auf dem Höhepunkt seiner Karriere nach Europa zurück.
Scott brach erst am 30. November auf. Er und
seine Männer hatten von Beginn der Expedition
an Pech. Ein Kettenfahrzeug hatte die Eisdecke
durchbrochen und war gesunken, zwei andere
waren mit Kolbenschäden außer Gefecht gesetzt,
die Ponys waren teils verendet, teils mussten
sie notgeschlachtet werden. Die fünf Engländer
mussten die Schlitten selbst nach Süden ziehen.
Sie erreichten den Südpol am 18. Januar 1912,
wo sie das Zelt von Amundsen fanden. Entmutigt machten sie sich auf den Rückweg, auf dem
ein Mitglied nach dem anderen starb. Im März
waren sie so erschöpft, dass sie ihr letztes Lager aufschlagen mussten. Captain L. E. Oates verließ in einem Schneesturm völlig entkräftet das
letzte Lager, um die anderen nicht zu behindern.
Er wurde nie gefunden. Scotts letzter Eintrag in
seinem Tagebuch am 29. März lautete „Um Gottes Willen – sorgt für unsere Hinterbliebenen!“.
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Insel, wo 19 Monate lang bei Temperaturen unter –60 °C wissenschaftliche Untersuchungen gemacht und freundschaftliche Kontakte mit den
Inuit geschlossen wurden. Im Sommer segelte
Amundsen weiter und traf im August 1905 auf
einen Kutter, der von San Francisco aus losgesegelt war. Amundsen war 31 Jahre alt, als er die
Nordwestpassage gefunden hatte.
1909 ging die Nachricht um die Welt, Robert E.
Peary habe im April den Nordpol erreicht. Der
Nordpol war immer Amundsens Ziel gewesen. Als
er davon erfuhr, dass ein anderer Forscher ihm
zuvorgekommen war, kündigte er an, er werde
von 1910–1917 zum Nordpol fahren, um dort
wissenschaftliche Untersuchungen zu machen.
Er sammelte Spendengelder und Finanzierungen,
hielt wissenschaftliche Vorträge, kaufte Schlittenhunde, ließ sein Schiff, die „Gjøa“, umbauen
und heuerte eine Mannschaft an. Am Abend vor
dem Auslaufen rief er seine Mannschaft zusammen und teilte ihnen mit, dass sie zum Südpol
fuhren; er hatte die Öffentlichkeit und die Fachwelt belogen, den König getäuscht, ebenso seine
Gönner und den Polarforscher Fridtjof Nansen
sowie seinen Rivalen Robert Falcon Scott.
Scotts letzte Expedition
Auch der englische Leutnant Robert Falcon Scott
rüstete sich seit einiger Zeit für den Aufbruch
zum Südpol, doch seine Ziele waren rein wissenschaftlicher Natur. Er versuchte mehrmals, sich
mit Amundsen zu treffen, um Erfahrungen auszutauschen, doch Amundsen ging ihm aus dem
Weg. Nachdem bekannt wurde, dass Amundsen
sich auf den Weg zum Südpol gemacht hatte,
brach auch Scott auf. Der Wettlauf hatte begonnen.
Am 13. Januar 1911 erreichte Amundsen – einen Tag früher als berechnet – das Eis der Antarktis in der Bucht, die dem Pol am nächsten
war. Amundsens Männer entluden die Boote und
bauten Hütten auf. Fast einen Monat später, am
3. Februar 1911 erschien Scotts Boot, die „Terra
Nova“ in der nächsten Bucht, dem McMurdoSund. Beide Mannschaften waren äußerst miss84
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Erst am 12. November 1912 wurden die Toten
gefunden.
Arbeitsmaterial für den Unterricht
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Eine Stunde zum Thema Nord- und Südpol kann
den Kindern zeigen, dass nicht alle Entdeckungsfahrten wegen neuer Handelswege oder Gold getätigt wurden. Bei manchen Fahrten oder Reisen
ging es schlicht darum, der Erste zu sein. Um die
Härte dieser Südpol-Expeditionen zu verdeutlichen, sollten zunächst ein paar grundsätzliche
Anmerkungen zum Nord- und Südpol gemacht
werden, so zum Beispiel über das Klima, die Tierwelt und über die bereits stattgefundenen Expeditionen.
Zur Beschreibung der Person Amundsens und
des Wettlaufs gegen Scott können die Schüler
das Arbeitsblatt „Der Wettlauf von Scott und
Amundsen“ zu Hilfe nehmen (S. 86 – 87). Danach
sollten die beiden Expeditionen, ihre Vorbereitungen und ihre Ausrüstung beschrieben werden. Das Scheitern von Scott kann mithilfe einer
Karte eindringlich gezeigt werden. Anschließend
können die Kinder mit einem Schlittenspiel den
Wettlauf nachempfinden (S. 89 – 90).
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Arbeitsblatt
Der Wettlauf von Scott und Amundsen
Name:
Klasse:
Der Südpol
Veronika Ederer: Kolumbus, Marco Polo & Co.
© Auer Verlag GmbH, Donauwörth
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Der Entdecker Roald Amundsen wurde am 16. Juli 1872 in Norwegen geboren. Sein ganzes Leben lang wollte er Polarforscher werden. Nach dem
Tod seiner Eltern war er wohlhabend genug, um dieses Ziel zu verwirklichen.
Um das Rätsel der Nordwestpassage zu lösen, kaufte er sich ein
Schiff und brach im Juni 1903 zu einer Expedition auf. Die Mannschaft überwinterte auf der King-William-Insel, wo sie monatelang bei
–60 °C wissenschaftliche Untersuchungen durchführte. Im Sommer segelte Amundsen weiter und traf im August 1905 auf einen Kutter, der aus
San Francisco kam, also aus der Gegenrichtung. Damit hatte er einen Weg
durch die Nordwestpassage gefunden.
1909 hieß es, der Amerikaner Robert E. Peary habe den Nordpol erreicht –
ein Ziel, das Amundsen immer gereizt hatte. Der Engländer Robert Falcon
Scott rüstete währenddessen zum Aufbruch zum Südpol. Daraufhin kündigte Amundsen an, 1910–1917 zum Nordpol zu fahren, um dort wissenschaftliche Untersuchungen zu machen. Er sammelte Spendengelder,
hielt wissenschaftliche Vorträge, kaufte die Ausrüstung und heuerte eine
Roald Amundsen
Mannschaft an. Am Abend vor dem Auslaufen rief er seine Mannschaft zusammen und teilte ihnen mit, dass sie zum Südpol fahren würden. Damit
hatte er die Öffentlichkeit, die Fachwelt, seine Gönner und seinen Rivalen getäuscht. Es begann
ein Wettlauf zwischen Scott und Amundsen, wer als Erster den Südpol erreichen würde.
Am 13. Januar 1911 erreichte Amundsen eine Bucht der Antarktis, in der die Mannschaft ihr Lager aufschlug. Fast einen Monat später, am 3. Februar 1911, erschien Scott. Beide Mannschaften
belauerten sich gegenseitig, um die
Aktionen der anderen frühzeitig zu
erkennen.
Nach mehreren Vorstößen, bei denen Basislager errichtet wurden,
machte sich Amundsen am 19. Oktober mit vier Männern und 52 Hunden auf den Weg zum Südpol, den
sie bei wechselhaftem Wetter am
14. Dezember erreichten. Sie stellten eine norwegische Fahne auf,
nannten den Ort „Polheim“ und
blieben drei Tage dort. Sie kehrten
ohne Probleme zur Küste zurück
und segelten ab.
Scott brach erst am 30. November auf, doch er hatte von Beginn
der Expedition an Pech. Die Kettenfahrzeuge waren unbrauchbar,
die Ponys fast alle gestorben. Die
fünf Engländer mussten die Schlit-
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Arbeitsblatt
Der Wettlauf von Scott und Amundsen
Name:
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ten selbst nach Süden ziehen. Sie erreichten den Südpol am 18. Januar
1912, wo sie das Zelt von Amundsen fanden. Entmutigt machten sie
sich auf den Rückweg, auf dem ein
Mitglied nach dem anderen starb. Im
März waren sie so erschöpft, dass sie
ihr letztes Lager aufschlagen mussten. Erst am 12. November 1912 wurden die Toten gefunden.
Die Route von Amundsen und Scott
Veronika Ederer: Kolumbus, Marco Polo & Co.
© Auer Verlag GmbH, Donauwörth
Frage 1: Aus welchem Grund fuhr Amundsen zum Südpol?
Frage 2: Ponys als Zugtiere haben in einer Eiswüste gegenüber Hunden einen Nachteil –
welchen?
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Aufgabe Führe ein Logbuch
Name:
Klasse:
Jeder Entdecker hatte und hat die Aufgabe, seine Entdeckungen in einem Bericht niederzuschreiben. Auf Schiffsreisen nennt man dieses Buch „Logbuch“.
Stell dir vor, du bist Entdecker oder der Berichterstatter auf einer Entdeckungsfahrt in der heutigen
Zeit. Du musst von Beginn bis zum Ende der Fahrt ein Tagebuch führen und alle besonderen Ereignisse erwähnen. Suche dir eine der beiden unten stehenden Geschichten aus und schreibe sie
fertig. Natürlich kannst du dir auch selbst eine Entdeckungsfahrt ausdenken. Am Ende kannst du
eine Zeichnung anfügen – viele Entdecker, die ein Logbuch führten, haben das getan.
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Logbuch Poseidon
Datum:
Position:
Eintrag:
20. 05. 2025
40° 25’ 33’’
Zwei Wochen nach unserer Abfahrt aus Hamburg sind wir heute
bei klarem Himmel getaucht. Die Sicht ist gut, das Wasser ruhig;
wir haben heute die Tiefe von 600 Fuß erreicht.
21. 05. 2025
41° 11’ 67’’
Wir sind heute auf 1000 Fuß Tiefe. Die Zusatzbeleuchtung musste
eingeschaltet werden. Die „Poseidon“ hält dem Druck des Wassers
hervorragend stand. Die Stimmung in der Mannschaft ist weiterhin optimistisch.
22. 05. 2025
41° 45’ 98’’
Der Meeresgrund ist heute gegen 9.45 Uhr in Sicht gekommen. Wie
erwartet, sind die Spuren der außergewöhnlichen Lebensformen
durch das ruhige Wasser gut zu sehen. Den Wärmesensor und die
Infrarotbeleuchtung auf die Spuren gerichtet, folgen wir ihnen.
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42° 32’ 12’’
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Datum:
Position:
Eintrag:
20. 05. 2025
Sternennebel
Orion 5/4/9
Das Raumschiff ist gegen 11.25 Uhr Erdenzeit in den Sternennebel
des Orion eingedrungen. Die Temperatur ist um 20 ° Celsius gefallen. Die Sicht ist überraschend klar.
21. 05. 2025
Sternennebel
Orion 6/4/9
Unsere Wissenschaftler bemühen sich seit Tagen, ein Muster in
den Wirbeln zu erkennen, die das Raumschiff erzeugt. Noch ist
nicht festzustellen, ob die Veränderungen, die unser Schiff hervorruft, von anderen Lebensformen wahrgenommen werden.
22. 05. 2025
Sternennebel
Orion 7/4/9
Heute Nacht wurde gegen 2.30 Uhr Erdenzeit der Alarm ausgelöst, weil einer der Posten glaubte, im Nebel ein Lichtsignal gesehen zu haben. Die Außenaufnahmen zeigten um 2.29 Uhr eine
kurze, plötzliche Erwärmung in der Richtung, aus der das Lichtsignal kam. Wir änderten unsere Fahrtrichtung auf dieses Lichtsignal zu und stoßen weiter vor.
23. 05. 2025
Sternennebel
Orion 9/2/5
…
Veronika Ederer: Kolumbus, Marco Polo & Co.
© Auer Verlag GmbH, Donauwörth
Logbuch DRIFTER 6
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Spiel
Der Wettlauf zum Südpol
Name:
Klasse:
Du brauchst:
die Bastelvorlage
ein Streichholz
ein Stück Schnur (mindestens 40 cm)
Farbstifte zum Anmalen
vier Büroklammern
Bastelanleitung:
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Male den Schlitten und die Schachtel an und schneide sie aus. Jetzt faltest du die Schachtel an den
gestrichelten Linien, schneidest die durchgezogenen Linien vorsichtig ein und klebst die Schachtel auf den Schlitten. Das vordere Ende des Schlittens wird ganz leicht nach oben gebogen.
Du knotest ein Ende der Schnur vorne an den Schlitten, das andere Ende an das Streichholz.
Spielanleitung:
Setze dich mit zwei oder drei Kindern nebeneinander an einen Tisch, das Streichholz in der Hand.
Der Schlitten steht mit gespannter Schnur am anderen Ende des Tisches. Auf ein Kommando wickeln alle, so schnell sie können, die Schnur um ihr Streichholz und ziehen die Schlitten zu sich
heran. Wessen Schlitten als erster angekommen ist, ist „der Erste am Südpol“.
Variante:
Veronika Ederer: Kolumbus, Marco Polo & Co.
© Auer Verlag GmbH, Donauwörth
Jeder Spieler legt vier Büroklammern in seine Schlittenschachtel. Das „Gepäck“ darf während der
Reise nicht verloren gehen.
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Spiel
Der Wettlauf zum Südpol
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Klasse:
Veronika Ederer: Kolumbus, Marco Polo & Co.
© Auer Verlag GmbH, Donauwörth
Hier die fertige
Schachtel
aufkleben
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Bastelidee
Gestalte eine antarktische Landschaft
Name:
Klasse:
Du brauchst:
– 1 quadratisches Blatt Papier (Seitenlänge ca. 9 cm), das auf einer Seite schwarz, auf der anderen Seite weiß ist. (Du kannst auch weißes Papier auf einer Seite schwarz anmalen.)
– Bruchstücke von Styropor
– blaues Transparentpapier
Anleitung:
1. Lege das Blatt mit der schwarzen Seite nach oben auf den Tisch.
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2. Falte das Blatt diagonal, sodass ein weißes Dreieck entsteht.
3. Falte eine Seite des Dreiecks als Pinguinflügel bis kurz vor den Mittelknick zurück.
4. Drehe die Figur um. Falte den Flügel auch auf der anderen Seite.
5. Knicke die schmale Spitze der Figur wie abgebildet nach hinten – der Kopf entsteht.
6. Biege den Knick wieder zurück und öffne die Figur an dem Knick, den du zuerst gemacht hast.
Knicke den „Kopfknick“ nach außen. Beim Zusammenklappen entsteht ein schwarzer Pinguinkopf.
7. Schlage die untere weiße Spitze rechtwinklig zum Pinguinbauch ein, damit der Pinguin stehen
kann.
Veronika Ederer: Kolumbus, Marco Polo & Co.
© Auer Verlag GmbH, Donauwörth
8. Das blaue Transparentpapier bildet das Meer, auf dem die Eisschollen (Styropor) schwimmen.
Stelle nun die Pinguine auf die Eisschollen. Du kannst sie auch mit ein wenig Kleber fixieren.
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Arbeitsblatt: Der Wettlauf von Scott und Amundsen (Seite 86 f.)
Frage 1:
Amundsen wollte einfach der Erste am Südpol sein. Natürlich würde sich seine Tat in Europa auf irgendeine Weise auszahlen (Ehrungen, Einladungen), aber einen unmittelbaren materiellen Gewinn
konnte er sich nicht erhoffen.
Frage 2:
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Scott musste für die Ponys große Mengen an Futter mitnehmen (Hafer, Heu und Stroh). Er musste
also sehr viel Ladung mitnehmen, um seine Zugtiere zu ernähren, die ihm dann doch eins nach dem
anderen starben. Hunde können sich hingegen wie die Expeditionsmitglieder von Fleisch ernähren.
Arbeitsblatt: Im Land der „Nesseh“ (Seite 98)
Im Land der Nesseh (= Hessen)
Das Land wird von dem Raahtor-Gebirge (= Rothaar-Gebirge) im Nordosten und von der Nöhr
(= Rhön) im Südwesten begrenzt. Den Mittelpunkt des Landes bildet der Slegov-Berg (= Vogelsberg). Zwei markante Flüsse durchfließen das Land der Nesseh, der Niam (= Main) und die Adluf
(= Fulda).
Die Nesseh leben in riesigen Ansammlungen von quadratischen Schachteln (= Städte), die durch
tiefe Abgründe (= Straßen) voneinander getrennt sind. Am Boden dieser Abgründe bewegen sich
bunte Sänften auf Rädern (= Autos), mit denen die Nesseh sich fortbewegen.
Die Behausungen der Nesseh sind im Allgemeinen dunkel und stickig, da die wenigen Öffnungen,
die auch Licht hineinlassen, mit Glas versiegelt sind (= Fenster). Zusätzlich werden Stofftücher
(= Vorhänge) oder Plastikfächer (= Rollläden) vor die Öffnungen gehängt. Jede Behausung ist in
weitere Schachteln aufgeteilt (= Zimmer), von denen jede jeweils eine genau festgelegte Bedeutung
besitzt. In jedem Haushalt findet sich allerdings ein rituelles Zentrum (= Badezimmer) (in einflussreicheren Familien bisweilen mehrere).
Dieses Ritual beinhaltet auch eine Mundwaschung, bei der ein kleines Bündel aus Borsten in den
Mund eingeführt und unter heftigen Grimassen hin und her bewegt wird (= Zähneputzen).
Verlassen die Nesseh ihre Behausung, so werden sie bisweilen von sonderbaren Kästchen gestoppt,
die hoch über ihnen befestigt sind (= Ampel).
Viele dieser Nesseh scheinen an einer Ohrenkrankheit zu leiden, denn sie halten kleine Kästchen
(= Handy), von denen scheinbar eine magisch-heilende Wirkung ausgeht, an die Ohren und murmeln geheime Formeln vor sich hin. Die Kästchen werden von Ohrenheilern ausgegeben, die in gläsernen Hütten (= Handy-Geschäfte) entlang der Abgründe sitzen und die Kranken beraten.
Abends sitzen die Nesseh oft auf groben, unbehandelten Holzbänken und verspeisen unaufhörlich Füße von Tieren (= Hühnerbeine, Schweinefüße etc.) oder eine feste Masse aus zerkleinerten
Tieren, die sie in deren Gedärme gestopft haben (= Würste). Dazu verspeisen sie vergorene, in
schmale Streifen geschnittene Pflanzen (= Sauerkraut) und trinken eine gelbliche, saure Flüssigkeit aus Krügen (= Apfelwein).
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Impressum
© 2012 Auer Verlag
AAP Lehrerfachverlage GmbH
Alle Rechte vorbehalten.
Das Werk als Ganzes sowie in seinen Teilen unterliegt dem deutschen Urheberrecht. Der Erwerber des Werkes
ist berechtigt, das Werk als Ganzes oder in seinen Teilen für den eigenen Gebrauch und den Einsatz im
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Autor: Veronika Ederer
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