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Region Hannover zum Grünbuch der EU-Kommission
„Hin zu einer neuen Kultur der Mobilität in der Stadt“
Zusammenfassung
Ob zu Fuß, mit dem Rad, in Bus und Bahn oder motorisiert
– in der Region Hannover kann man unkompliziert mobil sein. Die besondere Qualität entsteht zum Teil durch
innovative Einzelmaßnahmen, vor allem aber durch das
funktionierende Ganze, das aus dem Zusammenwirken
der Einzelbereiche entstanden ist. Ausgehend von einer
integrierten Verkehrsplanung, die insbesondere die umweltverträglichen Verkehrsmittel stärkt und optimiert,
hat sich eine städtische Mobilität entwickelt, die sowohl
wirtschaftlichen Belangen als auch den Interessen der
Einwohnerinnen und Einwohner Rechnung trägt.
Der Verkehr in der Region Hannover fließt –
weitgehend umweltverträglich
Alle planenden Akteure arbeiten gemeinsam daran, Verkehr zu vermeiden, auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu verlagern sowie unvermeidbaren Verkehr verträglich abzuwickeln. Ergebnis:
Mit der Stellungnahme zum Grünbuch möchte die Region Hannover ihre an Nachhaltigkeit orientierten Konzepte und Aktivitäten zur Diskussion stellen:
• Bahnen und Busse werden intensiv genutzt und von
den Fahrgästen als attraktiv beurteilt, der Nahverkehr
bietet durchgehend hohe Qualität und ein gutes Angebot.
•D
ie Region Hannover ist das Ergebnis einer in der Bundesrepublik einzigartigen Regionalreform: Seit 2001
liegen die überörtlichen öffentlichen Aufgaben in einer
Hand. Für 21 Kommunen – darunter die Landeshauptstadt Hannover – gestaltet die Region Hannover eine
gemeinsame Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, sorgt für Regionalplanung genauso wie für einen
attraktiven Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).
•D
ie Region Hannover folgt seit dem ersten Regionalplan 1967 dem Leitbild der „Einheit von Siedlung und
Verkehr“: Neue Wohngebiete, Arbeitsstättenschwerpunkte und Infrastruktur entstehen dort, wo ein attraktives Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs
besteht. Das funktioniert, weil die Zuständigkeiten für
Siedlungsentwicklung und Verkehrsplanung in einer
Hand liegen – seit über 40 Jahren. Weit über die Hälfte aller Wohnstätten, Arbeits- und Ausbildungsplätze
sowie Einkaufsstätten können in der Region Hannover
fußläufig von einer Station der S-Bahn oder Stadtbahn
erreicht werden.
• Die Pkw-Nutzung in der Landeshauptstadt ist unterdurchschnittlich, Kapazitätsengpässe gibt es auf den
Straßen in der gesamten Region aufgrund eines Verkehrsmanagementsystems selten.
• Radfahrende finden auch für den Alltagsverkehr ein
attraktives und sicheres Angebot vor, so dass überdurchschnittlich viele Wege mit dem Rad zurückgelegt
werden.
Grüne Region – intelligenter Nahverkehr
• Die Region Hannover und ihre Tochterunternehmen
setzen umweltfreundliche und energieeffiziente Technologien ein: Regionsverwaltung und Kliniken rüsten
ihre Fahrzeugflotten auf Gasbetrieb um, Stadtbahnen
gewinnen Bremsenergie zurück, Dachflächen werden
für die Gewinnung von Solarenergie genutzt.
• Seit Ende der neunziger Jahre hat die Region Hannover
eine gemeinsame Management-Zentrale für den ÖPNV
und den motorisierten Individualverkehr (MIV), in Forschungsprojekten werden weitere Bausteine für ein integriertes Verkehrsmanagement entwickelt.
Nahverkehr – zugänglich für alle
•D
er Zugang zur Nutzung des Nahverkehrs ist in der Region Hannover leicht, nicht nur hinsichtlich der baulichen Gestaltung und Information. Schon 1970 wurde
der Verkehrsverbund gegründet; seitdem gibt es abgestimmte Fahrpläne, einen einheitlichen Tarif in der
ganzen Region und eine Verkehrsträger übergreifende
Fahrgastinformation.
• E in attraktives Erscheinungsbild bei Haltestellen und
Fahrzeugen sowie eine hohe Qualität öffnen den ÖPNV
für alle Bevölkerungsschichten, auch Personen mit höherem Einkommen sind in der Region Hannover mit
Bahnen und Bussen mobil.
•D
ie Anzahl der Menschen mit Handicaps nimmt zu, die
Region Hannover bereitet sich seit Jahren darauf vor –
so können immer mehr Bahnen und Busse barrierefrei
genutzt werden.
• E igene Fahrspuren und Bervorrechtigung an Lichtsignal-Anlagen tragen wesentlich zur Attraktivität und zur
Wirtschaftlichkeit des ÖPNV bei. Da neben der S-Bahn
auch die Stadtbahn überwiegend auf separaten Gleisen
fährt, läuft der Verkehr schnell und störungsarm. Auch
Busse werden konsequent beschleunigt – so können
Fahrzeuge optimal eingesetzt werden und Fahrgäste
haben kurze Reisezeiten.
•A
usgehend von freiwilligen Kundengarantien der Verkehrsunternehmen ist die Region Hannover auf dem
Weg zu einheitlichen Fahrgastrechten für das gesamte Verkehrsgebiet. Fahrgästen wird damit signalisiert,
dass sie sich auf den Nahverkehr verlassen können:
Pünktlichkeit ist die Regel, gravierende Mängel werden
durch Entschädigung kompensiert.
•D
er Wirtschaftsverkehr soll sowohl leistungsfähig als
auch stadtverträglich sein, der Transitverkehr wird
deshalb mit Hilfe entsprechender Infrastruktur und
Lenkungsmaßnahmen von den Ballungskernen ferngehalten. Für innenstädtische Bereiche, die heute durch
Lieferverkehr stark belastet sind, erprobt die Region
neue City-Logistik-Konzepte.
• S icher mit Bus & Bahn – dabei geht es weniger um das
Reagieren auf massive Gewalttaten, sondern vor allem
um den Umgang mit alltäglichen Respektlosigkeiten
wie Anstarren, Beleidigen und Nachgehen. Fahrgäste
sollen sich im Nahverkehr grundsätzlich sicher fühlen
können.
Mobilitätsdaten erheben, Mobilität verstehen - Gender Mainstreaming gehört dazu!
Die Region Hannover hat schon sehr früh Gender Mainstreaming auch auf die Verkehrsplanung angewendet.
So wurde für das Regionalbuskonzept 1998 eine Erreichbarkeitsanalyse aus Frauensicht angefertigt, so wird bei
der Bahnhofsrahmenplanung auch nach der Nutzbarkeit
für Frauen gefragt. Die regionalen Daten aus der Untersuchung „Mobilität in Deutschland“ wurden geschlechterdifferenzierend ausgewertet.
Finanzielle Mittel
Die Region Hannover ist der Auffassung, dass nachhaltige Verkehrspolitik ohne den konsequenten Einsatz finanzieller Steuerungsinstrumente nicht durchgesetzt
werden kann. Sinnvoll sind nicht nur nachfrageorientierte, das Verkehrsverhalten beeinflussende Maßnahmen
wie Parkraumbewirtschaftung, Verkehrsüberwachung
und durch den Arbeitgeber bereitgestellte, vergünstigte ÖPNV-Abonnements. Auch angebotsorientierte Optionen, die auf die räumliche Verteilung von Standorten
wirken und der Finanzierung des ÖPNV dienen, sind mit
dem Ziel einer umweltfreundlichen Verkehrsabwicklung
zu prüfen.
Beitrag der EU könnte es sein, die bisher unkoordinierten Finanzströme für Forschung, Infrastruktur, alternative Energien etc. zu bündeln und aufeinander abzustimmen.
Region Hannover
Dr. Georg Martensen
Leiter Dezernat IV (Sicherheit, Wirtschaft und Verkehr)
Tel.: (0511) 616-2 32 00
georg.martensen@region-hannover.de
Hildesheimer Str. 18
30169 Hannover
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