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Deutsche Alzheimer Gesellschaft
Selbsthilfe Demenz
Jeder kann etwas tun: Nachbarn und Freunde
Herr Blum, an einer Demenz erkrankt, wünscht sich von seinem Umfeld mehr Verständnis: „Beim Einkaufen,
da stehen die Leute hinten in der Schlange und mir fällt das Geld raus. Ich musste mich bücken, die Dinger wieder aufsuchen. Oder gestern war ich im Biergarten, da fiel mir das Weißbierglas runter. Das ist schon öfters ein
Problem, dass die Leute nicht wissen, was es ist und dann am Schimpfen sind: ‚Ach, da kommt der schon wieder‘
oder ‚Faulpelz‘.“
Frau Mai lehnt es ab, über die Erkrankung ihrer Mutter im Ort offen zu sprechen. Sie befürchtet, dass ihre Mutter
dann gemieden wird: „Ich vermute, dass die wenigsten so mit ihr umgehen würden, wie ich mir das wünsche.
Nämlich, dass sie sagen: ‚Sie ist vergesslich, aber trotzdem kann sie dabei sein, beim Kaffeeklatsch oder bei den
Seniorentreffen. Wir holen sie ab und dann geht das schon‘, sondern dass sie eher sagen würden: ‚Mit der kann
man ja nicht mehr reden. Die hat Alzheimer, ach das ist ja schlimm. Die kann man doch nicht mehr allein lassen,
warum machen die Töchter das?‘“
Das können Nachbarn und Freunde tun
1. Nachbarn können wieder einmal für einen kleinen Plausch stehen bleiben, fragen, ob sie etwas
vom Einkaufen mitbringen sollen, oder auch mal einen Kuchen vorbei bringen.
2. Mitglieder eines Sportvereines oder Chores könnten einen Erinnerungs- und Abholservice orga­
nisieren, um Menschen mit Demenz länger das „Dabeisein“ zu ermöglichen.
3. Familienangehörige können zeitweise anbieten, die Hauptpflegeperson zu entlasten.
4. Freunde können einen Nachmittag zur Beschäftigung anbieten, damit die Pflegeperson einmal frei hat.
5. Alle können Verständnis für seltsame Verhaltensweisen zeigen und Hilfen bei Orien­tierungs­
schwierigkeiten und in anderen Situationen anbieten.
Hintergrund:
Demenz ist ein Thema, das früher oder später jeden berührt: Ob jemand aus der Familie erkrankt, man im
Sportverein oder im Supermarkt Menschen mit Demenz begegnet oder als Ärztin oder Altenpfleger beruflich mit Demenzkranken zu tun hat. Deshalb kann jeder und jede Einzelne etwas tun, um das Leben für
Menschen mit Demenz und ihre Familien lebenswerter zu machen. Das beginnt im Alltag damit, sich und
andere zu informieren und Verständnis zu entwickeln. Und damit, mit Menschen mit Demenz zu sprechen
und ihnen Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen. Denn Menschen mit Demenz verfügen oft
noch lange über Kompetenzen und Fertigkeiten, die es ihnen auch mit ihrer Erkrankung ermöglichen, in
vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens teilzunehmen.
Menschen mit Demenz benötigen kompetente Betreuung, Beratung, Pflege und Versorgung. Ebenso sehr
brauchen und wünschen sie den Kontakt zu Mitbürgern, die sie mit ihren Einschränkungen annehmen und
teilhaben lassen.
Impressum:
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz • Friedrichstraße 236 • 10969 Berlin
Tel.: 030/259 37 95-0 • Fax: 030/259 37 95-29 • www.deutsche-alzheimer.de • info@deutsche-alzheimer.de
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Seele and Geist
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