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Baden-Württemberger wollen Zeitumstellung abschaffen
Umfrage der DAK-Gesundheit: Jeder 4. hat gesundheitliche Probleme
Stuttgart, 21. Oktober 2014. Widerstand gegen die Zeitumstellung im
Südwesten: Die große Mehrheit der Baden-Württemberger (67 Prozent)
ist für die Abschaffung der Zeitumstellung. Das ergab eine landesweite
repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit.
Überraschend dabei: Knapp 60 Prozent der Umstellungsgegner möchten
die Sommerzeit als ganzjährige Zeit. Dabei gilt die Winterzeit als
Normalzeit und soll laut Wissenschaftlern und Gesundheitsexperten
besser für den Stoffwechsel und für das Wohlbefinden sein. Die DAKBefragung ergab auch: Etwa jeder Vierte Baden-Württemberger leidet
nach der Umstellung an gesundheitlichen Problemen. Der Wechsel zur
Winterzeit findet am kommenden Wochenende vom 25. auf den 26.
Oktober statt. Die Nacht von Samstag auf Sonntag verlängert sich
europaweit um eine Stunde: Um 2 Uhr werden die Uhren zurückgestellt.
„Warum die Mehrheit der Baden-Württemberger für die Sommerzeit als
dauerhafte Zeit plädiert, können wir nur erahnen“, sagt Markus Saur,
Landeschef der DAK-Gesundheit. „Vielleicht ist es das Positive, was mit dem
Sommer assoziiert wird. Aus medizinischer Sicht, ist die Winterzeit für den
Organismus jedoch gesünder.“ Das bestätigen zahlreiche Wissenschaftler und
Schlafforscher. Sie sagen, dass in der Winterzeit der menschliche Alltag
besser an den Sonnenstand angepasst ist. Denn für die innere Uhr sei ein
heller Morgen wichtiger als ein heller Abend. DAK-Chef Saur rät, möglichst
viele Sonnenstrahlen in Herbst und Winter zu nutzen. „Gehen Sie oft nach
draußen, beispielsweise in der Mittagspause oder am Wochenende. So wird
auch die dunkle Jahreszeit etwas heller. Frische Luft und Bewegung trägt
außerdem dazu bei, dass Ihr Immunsystem stark bleibt.“
Die aktuelle DAK-Umfrage zeigt, dass vor allem Berufstätige in BadenWürttemberg nach der Zeitumstellung unter gesundheitlichen Problemen
leiden. Mehr als jeder vierte 30- bis 44-Jährige gab an, Probleme mit der
Zeitumstellung zu haben. Sie fühlen sich nach eigener Aussage häufig müde
und schlapp (77 Prozent) und hatten Schlafstörungen (61 Prozent). Bei den
45- bis 59-Jährige sind es sogar 29 Prozent, die mit Beschwerden zu kämpfen
haben. 38 Prozent können sich dann schlechter konzentrieren. Jüngere
zwischen 18- und 29 Jahren geben an, aufgrund der Zeitumstellung nicht
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pünktlich zur Arbeit zu kommen (27 Prozent). Insgesamt fühlten sich sieben
Prozent der Baden-Württemberger sogar depressiv.
Sommerzeit bei Jüngeren populärer
Den höchsten Zuspruch erhält die Zeitumstellung mit 40 Prozent bei den 18
bis 29-Jährigen. Die jüngeren Befragten würden auch die Sommerzeit
bevorzugen, wenn sie sich entscheiden müssten. Die Gründe hierfür können
vielfältig sein. Eine Stunde länger Tageslicht für Freizeitaktivitäten, das ist eine
mögliche Antwort auf die Frage nach dem Warum.
In Deutschland wurde die Sommerzeit im Jahr 1980 eingeführt, um das
Tageslicht besser zu nutzen und so Energie zu sparen. Die Sommerzeit dauert
jeweils vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober. Ab
dann gilt wieder die eigentliche Normalzeit, die umgangssprachlich auch
Winterzeit genannt wird.
Die DAK-Gesundheit ist mit rund 800.000 Versicherten eine der größten
Krankenkassen in Baden-Württemberg.
* Repräsentative Bevölkerungsumfrage durch Forsa, 22.September. bis 14. Oktober
2013, 1.006 Befragte in Baden-Württemberg
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Seele and Geist
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