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03/2014
9. Verbandstag des Verbandes der Gartenfreunde
beschloss größere finanzielle Eigenverantwortung der Vereine
Am 20. September 2014 befanden die Delegierten des 9. Verbandstages über die
künftige Entwicklung in den Vereinen des
Verbandes. Zur Wahl standen ein neuer
Vorstand, ein neuer Gesamtvorstand und
auch die/der Vorsitzende des Verbandes.
Die Wahl wurde nach Anhörung der Kandidaten in offener Abstimmung vollzogen.
Beim Verbandstag waren der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, Dr. Lutz
Trümper, Stadtrat Wigbert Schwenke (CDU),
Stadtrat Frank Theile (Linke), Stadtrat Lothar
Thiedge (Tierschutzpartei) und der Präsident des Landesverbandes der Gartenfreunde Sachsen-Anhalt, Peter Riebeseel.
Sie überbrachten in Grußworten Botschaften ihrer Gremien und Mitglieder.
Der Leerstand und seine Auswirkungen auf das Kleingartenwesen in
Magdeburg geht alle Gartenfreunde
an. Das Begegnen und Bewältigen
des Leerstandes ist die Aufgabe des
Verbandes in den nächsten zehn Jahren. Zu den Beschluss­anträgen des
Gesamtvorstandes des Verbandes,
die Pachtfreistellung für leer stehen-
de Gärten im Interesse der Arbeitsfähigkeit des Verbandes mit einem
Solidarbeitrag jedes Kleingärtners
ab 1. Januar 2015 neu zu regeln oder
die fi
­ nanzielle Absicherung des Leerstandes durch den jeweiligen Verein
selbst zu tragen, gab es im Vorfeld
der Tagung zahlreiche Diskussionen
in den Vereinen. Dazu wurden zwei
weitere Anträge aus den Vereinen
eingereicht. Der Verbandstag sprach
sich mit 147 gegen 51 Stimmen mehrheitlich dafür aus, dass die Kosten für
leer stehende Gärten ausschließlich
durch die betreffenden Vereine getragen werden. Damit wurde eine
solidarische Haftung mehrheitlich
abgewählt.
Die Gäste
In der Vergangenheit wurden mehrmals
am Verband vorbei öffentliche Diskussionen über Bebauung, Planungen und Personal durch verschiedene Institutionen
geführt. Auf ihre gemeinsame Stärke besinnen sollten sich künftig alle Beteiligten. Die großen Aufgaben im Hochwasserschutz, der Leerstandsbekämpfung,
der Auswirkung von demografischer
Entwicklung und die Sicherung eines
großen Beitrages der 232 Vereine des
Verbandes zur nachhaltigen Entwicklung des Kleingartenwesens in der Stadt
muss in der fortgeschriebenen Kleingartenentwicklungskonzeption einen sichtbaren Niederschlag finden.
Der Lebensmittelpunkt Kleingarten ist
für viele der fast 50 000 Magdeburger
Kleingärtner unverzichtbar geworden.
Dem muss unbedingt Rechnung getragen werden.
Aus den Grußworten
Seite 2:
• Beliebtes Vereinslokal im
„Fritz-Rödel-Heim“ des KGV
„Heimstättengartengebiet I“
Gartenstadt Reform
Seite 3+4:
• 9. Verbandstag
Seite 4:
• Erfahrungsaustausch im Zentrum der Gartenfreunde
Seite 5:
•
•
Der Deutsche Imkertag
Der „KINDER-Garten“
im KGV „Sonnenbraut“ e.V.
• Gartentipp – wohin mit der alten Regentonne
Seite 6:
• Sommer-Kinderfest bei den
Magdeburger Wühlmäusen
• 3. Hobby- und Kunstausstellung
Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper
Wir werden auch künftig nichts tun, was
nicht im kommunalen Interesse ist. Wir
wollen keinesfalls unsere Kleingärtner
verärgern, da wir uns bewusst sind, welchen erheblichen Beitrag sie zum natürlichen, grünen, klimatischen und sozialen
Stadtklima leisten.
Fortsetzung S. 3
bei den Kleingärtnern
Seite 7:
• Der Seniorengarten im Kleingärt-
nerverein „Goldener Apfel“ e.V.
• Hanf – … auch in Kleingärten
weiterhin verboten
• Videoüberwachung im Kleingärten
Seite 8:
•Kinder-Umwelttage
–Erntekönige
03/2014
9. Verbandstag des Verbandes der Gartenfreunde
beschloss größere finanzielle Eigenverantwortung der Vereine
Am 20. September 2014 befanden die Delegierten des 9. Verbandstages über die
künftige Entwicklung in den Vereinen des
Verbandes. Zur Wahl standen ein neuer
Vorstand, ein neuer Gesamtvorstand und
auch die/der Vorsitzende des Verbandes.
Die Wahl wurde nach Anhörung der Kandidaten in offener Abstimmung vollzogen.
Beim Verbandstag waren der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, Dr. Lutz
Trümper, Stadtrat Wigbert Schwenke (CDU),
Stadtrat Frank Theile (Linke), Stadtrat Lothar
Thiedge (Tierschutzpartei) und der Präsident des Landesverbandes der Gartenfreunde Sachsen-Anhalt, Peter Riebeseel.
Sie überbrachten in Grußworten Botschaften ihrer Gremien und Mitglieder.
Der Leerstand und seine Auswirkungen auf das Kleingartenwesen in
Magdeburg geht alle Gartenfreunde
an. Das Begegnen und Bewältigen
des Leerstandes ist die Aufgabe des
Verbandes in den nächsten zehn Jahren. Zu den Beschlussanträgen des
Gesamtvorstandes des Verbandes,
die Pachtfreistellung für leer stehen-
de Gärten im Interesse der Arbeitsfähigkeit des Verbandes mit einem
Solidarbeitrag jedes Kleingärtners
ab 1. Januar 2015 neu zu regeln oder
die finanzielle Absicherung des Leerstandes durch den jeweiligen Verein
selbst zu tragen, gab es im Vorfeld
der Tagung zahlreiche Diskussionen
in den Vereinen. Dazu wurden zwei
weitere Anträge aus den Vereinen
eingereicht. Der Verbandstag sprach
sich mit 147 gegen 51 Stimmen mehrheitlich dafür aus, dass die Kosten für
leer stehende Gärten ausschließlich
durch die betreffenden Vereine getragen werden. Damit wurde eine
solidarische Haftung mehrheitlich
abgewählt.
Die Gäste
In der Vergangenheit wurden mehrmals
am Verband vorbei öffentliche Diskussionen über Bebauung, Planungen und Personal durch verschiedene Institutionen
geführt. Auf ihre gemeinsame Stärke besinnen sollten sich künftig alle Beteiligten. Die großen Aufgaben im Hochwasserschutz, der Leerstandsbekämpfung,
der Auswirkung von demografischer
Entwicklung und die Sicherung eines
großen Beitrages der 232 Vereine des
Verbandes zur nachhaltigen Entwicklung des Kleingartenwesens in der Stadt
muss in der fortgeschriebenen Kleingartenentwicklungskonzeption einen sichtbaren Niederschlag finden.
Der Lebensmittelpunkt Kleingarten ist
für viele der fast 50 000 Magdeburger
Kleingärtner unverzichtbar geworden.
Dem muss unbedingt Rechnung getragen werden.
Aus den Grußworten
Seite 2:
•
Beliebtes Vereinslokal im
„Fritz-Rödel-Heim“ des KGV
„Heimstättengartengebiet I“
Gartenstadt Reform
Seite 3+4:
• 9. Verbandstag
Seite 4:
• Erfahrungsaustausch im Zentrum
der Gartenfreunde
Seite 5:
•
•
Der Deutsche Imkertag
Der „KINDER-Garten“
im KGV „Sonnenbraut“ e.V.
• Gartentipp – wohin mit der alten
Regentonne
Seite 6:
• Sommer-Kinderfest bei den
Magdeburger Wühlmäusen
• 3. Hobby- und Kunstausstellung
Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper
Wir werden auch künftig nichts tun, was
nicht im kommunalen Interesse ist. Wir
wollen keinesfalls unsere Kleingärtner
verärgern, da wir uns bewusst sind, welchen erheblichen Beitrag sie zum natürlichen, grünen, klimatischen und sozialen
Stadtklima leisten.
Fortsetzung S. 3
bei den Kleingärtnern
Seite 7:
•
Der Seniorengarten im Kleingärtnerverein „Goldener Apfel“ e.V.
• Hanf – … auch in Kleingärten
weiterhin verboten
• Videoüberwachung im Kleingärten
Seite 8:
• Kinder-Umwelttage
– Erntekönige
Vereinsheime und Gaststätten vorgestellt
Speisekarte und schöner Blick auf die Gärten
Von Joachim Kirmis
Beliebtes Vereinslokal im
„Fritz-Rödel-Heim“ des KGV
„Heimstättengartengebiet I“ e.V.
Gartenstadt Reform
Einen „Komposthaufen“ auf einer Speisekarte zu finden, ist nicht alltäglich. Es ist
eine mit Pilzen, Zwiebeln und Bratkartoffeln entsprechend aufgemachte Spezialität dieses Lokals des Kleingärtnervereins
„Heimstättengartengebiet I“ e.V. und
wird wohl am meisten verlangt.
Im Juni 2010 pachtete Karin Nordt
die „Scheune“, wie die Reformer umgangsprachlich seit Jahrzehnten die
Vereinsgaststätte „Fritz-Rödel-Heim“ am
Lilienweg 52 a bezeichnen. Mit ihrem
Ehemann Werner, der Chef in der Küche ist, baute sie das Angebot auf Speise- und Getränkekarte aus und machte
sich inzwischen damit einen Namen vor
allem bei den Gartenfreunden des Vereins. Die Vorgänger des freundlichen
Ehepaars gaben ihnen ein Jahr. Dann
würde das Paar sicherlich das Handtuch
werfen, prophezeite man ihm. Inzwischen sind über vier Jahre ins Land gegangen.
Die Unterstützung des Vereinslebens,
das Miteinander mit den Gartenfreunden und dem Vorstand zahlen sich
aus. Voll dabei sind die beiden beim
alljährlichen Garten- und Kinderfest,
tragen selbst mit einer persönlichen
Kuchenspende zum nachmittäglichen
traditionellen Kuchenbüffet des Vereins
bei. Beliebt ist bei den Gartenfreunden
inzwischen das abendliche Büffet zum
„Fröhlichen Saisonausklang“ der ­Sparte.
Werner Nordt steht dann und wann auch
am Grill im Biergarten und lädt zum
saftigen Steak ein. Zunehmend mehr
Kleingärtner und ihre Angehörigen feiern im Saal ihre runden Geburtstage,
Jugendweihen oder Konfirmationen,
Hochzeiten und Polterabende oder gedenken bei einer Zusammenkunft eines
Verstorbenen. Zuletzt standen Feiern
zur Einschulung auf der Terminliste des
Lokals, denn auch die Anwohner der
Gartenstadt Reform sind wieder Gäste
in der „Scheune“. Eine Tanzgruppe probt
regelmäßig im Saal, die Ortsgruppe der
Volkssolidarität trifft sich hier. Und einmal im Monat kommen Gartenfreundinnen dienstags zum „Kaffeeklatsch mit
Niveau“ zusammen.
„Von einer Laufkundschaft kann ein Vereinslokal kaum noch überleben“, ist die
Erfahrung des rührigen Pächterpaares.
Der Mittagstisch am Wochenende hat
immer größeren Zulauf. Werner Nordt
rotiert dann in der kleinen Küche, um zügig die Wünsche der Gäste nach Leber,
Rostbrätl, Schweinshaxe, Fischfilet und
dergleichen zu erfüllen, auch in kleineren Portionen für Kinder und Senioren.
Übrigens kosten die Gerichte bis auf die
Schweinemedaillons alle weniger als
zehn Euro.
Bei großen Veranstaltungen im Saal sowieso und natürlich auch bei Hochdruck
bringen Pauschalkräfte aus dem Verein
oder der Nachbarschaft, manchmal auch
die Tochter, das Bier, den Eisbecher oder
die Soljanka an den Tisch. Immerhin verfügt die „Scheune“ über insgesamt 140
Plätze, 40 in der Gaststätte, 40 im Bier2
garten und 60 im
Saal, in dem auch
der Verein, benachbarte Vereine oder Garagengemeinschaften
ihre Mitgliederversammlungen
abhalten.
Die Geschichte
des Vereinsheims
„Fritz Rödel“, benannt nach dem
antifaschistischen
Widerstandskämpfer, der im
Zuchthaus Brandenburg 1944 ermordet wurde, zählt
nach Jahrzehnten. Anfang der 50er
Jahre wurde zuerst der Saal mit dem
Vorstandszimmer aus abgerissenen Barackenteilen in freiwilliger Arbeit errichtet und am 1. Mai 1953 eingeweiht. Die
erste Hochzeit feierten Gartenfreunde
schon 1955. Die bescheidene Gastronomie fand in einer Ecke des Saals Platz, der
beim Richtfest wie eine Scheune aussah
und dessen 1960/1961 angebautes Vereinslokal seitdem diesen Spitznamen
trägt. Auch die heute so gern besuchte,
voll unterkellerte Gaststätte bauten die
Kleingärtner in Eigenleistung. Einzelne
Gartenfreunde brachten es dabei auf
über 700 unbezahlte, freiwillige Arbeitsstunden. Nur für das Material „borgte“
jeder Pächter seinem Verein 20 Mark,
die er im Auslosungsverfahren innerhalb
von fünf Jahren wieder zurückerhielt.
Der Vorstand des Vereins, mit dem es
eine enge Zusammenarbeit gibt, freut
sich, dass das seit über 50 Jahren existierende Vereinslokal in so gute Hände
gekommen ist. Das beruht wohl auf Gegenseitigkeit. Karin Nordt bekennt: „Wir
möchten gern bis zum Ende unseres
Arbeitslebens hierbleiben.“ Die zierliche
Pächterin ist wie ihr Ehemann daher
auch Mitglied im Verein geworden.
Öffnungszeiten des „Fritz-Rödel-Heims“
Dienstag bis Sonnabend von 15 bis 22 Uhr
Sonntag von 11 bis 21 Uhr
Sondervereinbarungen möglich.
Anschrift:
Lilienweg 52 a . 39118 Magdeburg
Telefon: 0391-61 63 95
Ausgabe 03/2014 – Oktober
9. Verbandstag (Fortsetzung)
Unsere neu gewählten Vorstandsmitglieder sind
– von links:
1. Reihe: Verbandsschriftführerin: Siegrid
Schönegge, Steinkuhle e.V., Vorsitzende: Ute
Simon, An der Waldschule e.V., Verbandsschatzmeister: Hans-Otto Schlehf, Schroteanger e.V.,
Beisitzer: Ullrich Braune, Hoffnung e.V.;
2. Reihe: Verbandsfachberater: Rolf Möhrke, Lebensfreude e.V., Stellv. Vorsitzender Bernhard
Ruth, Klosterfelde e.V., Beisitzer: Martin Lebert,
Döllweg e.V., Beisitzer: Walther Rust, RB Buckau
e.V., nicht im Bild: Beisitzer: Heinz Klingberg,
Am Lorenzweg e.V.
Die Revisionskommission des Verbandes: Monika von Angern, Grüne Aue e.V. (Mitte) Ingrid Winkler,
Völkerfreundschaft e.V., Beatrix Müller, Dreieck e.V. (rechts)
Liebe Gartenfreunde,
ich bedanke mich für das überwältigende, in mich gesetzte Vertrauen, dass mir
mit der Wiederwahl als Vorsitzende für
die nächste Wahlperiode entgegen gebracht wird. Ich habe sehr genau aufgenommen, wie sich unsere Gartenfreunde die Zukunft ihres Vereins vorstellen.
Die Abkehr vom Solidarprinzip betrübt
mich zugegebenermaßen. Wir werden
Fortsetzung von Seite 1:
Gesellschaftlich notwendige städtebauliche Maßnahmen werden immer vorher
mit den Kleingärtnern beraten. Auch
perspektivisch wird die Stadt ihre Kleingärtner in erheblichem Umfang finanziell unterstützen. Wir haben kein Interesse an leer stehenden Kleingärten und
setzen auf Freizüge von Kleingärten im
gegenseitigen Einvernehmen.
Auch müssen wir die hochwassergefährdete Elbauenlandschaft „bereinigen“.
Der Präsident des Landesverbandes
der Gartenfreunde, Peter Riebeseel
Die Bewältigung des Leerstandes von
Kleingärten ist nur im Schulterschluss mit
allen Partnern zu lösen. Mehr als 900 Hektar
brachliegendes Gartenland in Sachsen-Anhalt sind besonders durch die dramatische
Bevölkerungsabwanderung nach der Wende verursacht, die demografische Entwicklung beginnt erst jetzt langsam zu wirken.
Mehr als 300 000 Kleingärten bei derzeit 2,8
Millionen Einwohnern in Sachsen-Anhalt
gemeinsam in den Folgewochen hart
arbeiten müssen, um die Arbeit des
Verbandes und der Vereine an die damit entstandene, grundhaft veränderte
Lage anzupassen. Über die Perspektiven unseres Verbandes und des Kleingartenwesens insgesamt ist viel gesagt
worden. All dies wird in der Kleingartenentwicklungskonzeption der Landeshauptstadt Magdeburg seinen Niederschlag finden müssen. Der Vorstand
wird in seiner ersten Beratung entsprechende Maßnahmen zur Abarbeitung
der Aufträge aus dem 9. Verbandstag
einleiten und in einer Gesamtvorstandssitzung im Oktober 2014 auf die Tagesordnung setzen. Ich wünsche uns allen
ehrenamtlich tätigen Gartenfreunden
viel Erfolg, eine gute und faire Zusammenarbeit auf Augenhöhe und weiterhin eine gute Aussaat, Pflege und Ernte.
sind eindeutig zuviel. Gemeinsame Lösungsansätze sollten am 28. Februar 2015
mit Landwirtschaftsminister Dr. HermannOnko Aikens diskutiert werden. Auch der
Oberbürgermeister und der Verband der
Gartenfreunde sind dazu eingeladen.
██ Ein Flächenmanagement ist für jeden
Kernsätze sowie
Aufträge des 9. Verbandstages
an die Verbandsgremien
Fakten aus Rechenschaftsbericht und
Diskussion:
Die vor 1990 notwendigen ständigen Neugründungen von Gartenanlagen schlugen
mit dem Bevölkerungsrückgang nach
1990, den veränderten Lebensumständen
und einem geänderten Freizeitverhalten
um. Auch die Altersstruktur ver­änderte
sich damit, verstärkt heute durch die natürliche Alterung in der Gesellschaft, auch
bei den Gartenfreunden. Gemeinsame
Überlegung ist wichtig, wie die nachhaltige, zukunftssichere Ausgestaltung der
Vereinsanlagen aussehen kann.
3
Ute Simon
Verein genauso wichtig wie die finanzielle Absicherung der Aufgaben des Vereins, eine Nachwuchsgewinnung und
eine Verbindung zu den umliegenden
Wohnquartieren. Für die Arbeitsgruppen des Verbandes: Finanzen, Klein­
gartenwesen/-entwicklung/Leerstand,
Fachberatung/Wertermittlung, Öffentlichkeitsarbeit erklärten bereits Gartenfreunde ihre Bereitschaft zur Mitarbeit.
██ Die Zusammenarbeit mit befreun-
deten Verbänden und Institutionen wie
dem Stadtteilmanagement, den Imkern,
dem NABU wird weiter ausgebaut.
██ Mit der Kommune und den Landes-
sowie den Bundesgremien wird die Zusammenarbeit weiter intensiviert unter
der Maßgabe, dass die Fragen zum Erhalt
des Kleingartenwesens in Magdeburg
nachhaltig betrachtet werden.
Fortsetzung S. 4
9. Verbandstag (Fortsetzung)
██ Die Nutzung des Verbandszentrums
für Veranstaltungen der Vereine hat
sich bewährt und wird fortgesetzt. Eine
stärkere Jugend- und Nachwuchsarbeit
in den Vereinen wird vom Verband unterstützt. Dem Ehrenamt ist die ihm zu
stehende Bedeutung entgegenzubringen, weiter auszubauen und auf möglichst breite Schultern zu verteilen.
██ „Magdeburg putzt
██ Der Kleingartenpark Neureform muss
Gartenfreunde konnte
neben der Stadtsparkasse die GETEC gewonnen werden.
weiterentwickelt werden und ähnliche
Gedanken sind in anderen Stadtteilen
konzeptionell zu entwickeln.
██ Die Öffentlichkeitsarbeit der Vereine
wird unterstützt und die Kinder- und Jugendarbeit weiter forciert.
██ Der Lehr- und Informationsgarten
wird auch künftig für Lehr-, Übungsund Schulungszwecke vorgehalten.
██ Die Magdeburger Tafel wird auch
weiterhin von Tafelgärtnern stabil mit
gesundem und frischem Obst und Gemüse versorgt. Eine Verstärkung der Aktivitäten bietet sich aufgrund der Leerstandsentwicklung zum Wohle aller an.
sich“ ist zur treibenden Kraft für den
Frühjahrsputz auch in
und um die Anlagen
der Stadt geworden.
Dies ist weiter auszubauen.
██ Als Unterstützer der
██ Die periodischen Beratungen mit
Vereinsfunktionären und die Weiterbildung dieser wird auch weiterhin
fortgesetzt. Die Schwerpunkte Vereinsrecht, -finanzen, -führung, -versicherung und -ausgestaltung stehen
dabei im Mittelpunkt.
██ Die Kopplung des Ehrenamtes an
die Geschäftsführung bleibt bestehen.
██ Die Öffentlichkeitsarbeit ist stärker
auf das zukunftsorientierte Kleingar-
tenwesen auszurichten. Bei der Erarbeitung und Umsetzung der Vereinsentwicklungskonzeption werden die
Vorstände vom Verband unterstützt.
██ Eine
Teilnahmeerweiterung für
Verbandstage nach einem anzahlmäßigen Mitgliederschlüssel wird nicht
befürwortet.
██ Die Rahmenbedingungen für die
Gemeinnützigkeit sind regelmäßig zu
überprüfen und statistische Angaben
vorzuhalten.
Erfahrungsaustausch im Zentrum der Gartenfreunde
Harzer Gartenfreunde für enge Zusammenarbeit mit Magdeburger Kleingärtnern
(J.H.) Am 4. September 2014 besuchten 13
ehrenamtliche Funktionsträger und Kleingärtner aus dem Regionalverband der
Kleingärtner Quedlinburg mit ihrem Vorstandsvorsitzenden, Herbert Lindner, den
Verband der Gartenfreunde Magdeburg.
Im regen Erfahrungsaustausch, der auch
während der Besichtigung des Lehr- und Informationsgartens fortgesetzt wurde, berieten Kleingärtner der beiden Verbände nach
Vorträgen von Herbert Lindner und Verbandsvorsitzender Ute Simon über ihre Erfahrungen bei der Entwicklung des
Kleingartenwesens in ihren Verantwortungsbereichen. Übereinstimmend wurde festgestellt, dass die
Finanzierbarkeit der Vereinsarbeit,
die problema­tische Leerstandsentwicklung und die Nachwuchs­
sicherung für Führungsaufgaben
in der Zukunft die hauptsächlichen
gemeinsamen Heraus­forderungen
darstellen. Ohne Geld und geldwerte Leistungen ist auch kein
Kleingärtnerverein mehr zu führen, s­tellten die Teilnehmer mit
Blick auf die ersten drohenden ­Insolvenzen
von Vereinen fest. Ute Simon verwies auf
das zweite große Problem – die Zukunftsfähigkeit der Vereine und die demografische
Entwicklung. Genau 133 Vereine im Verband
der Gartenfreunde Magdeburg e.V. sind
perspektivisch in ihrem Bestand gefährdet,
werden dort keine Bedingungen geschaffen, die eine Entwicklung sichern. Schmale
Wege – sowohl ein Sicherheitsrisiko als auch
ein Problem bei Ver- und Entsorgung, überalterte Infrastruktur in Sachen Wasser oder
4
Elektroversorgung, größere und aufwändigere Quartierentfernungen, schwierige
Verkehrswegeanbindungen, um nur einige
Dinge aufzuzählen, sind Ursachen dafür,
dass der Leerstand vor allem in den Stadtrandlagen bedrohlich wächst. Auch fast
300 Gärten in den Hochwassergebieten
müssen renaturiert werden, erklärt sie den
Harzern. Am Ende stellte der Schatzmeister des Magdeburger Verbandes, Bernd
Delank fest, dass ohne solidarische Umlage der Gesamtkosten eines Vereins auf
jedes Vereinsmitglied schwerlich
eine Sicherung der anstehenden
Aufgaben und noch weniger eine
Zukunftsfähigkeit einer ganzen
Anlage herzustellen ist. Das ist im
Großen wie im Kleinen, im Staat
wie in der Familie für das füreinander Einstehen gibt es keine Alternativen. Und die Harzer nahmen
mit nach Hause, dass auch in Magdeburg das Interesse an einem
gemein­samen zukunftsgerichteten und regelmäßigen Erfahrungsaustausch groß ist.
Ausgabe 03/2014 – Oktober
Der Deutsche Imkertag im KGV „Sonnenbraut“ e.V.
Am 06. Juli 2014 fand in unserem Verein zum Deutschen Imkertag eine Informationsveranstaltung durch die Imker
Thomas und Nadine Haase statt. An
Informationstafeln und in praktischen
Vorführungen wurde an interessierte
Vereinsmitglieder und Gäste aus dem
Umfeld der Gartenanlage viel Wissen
über die Bienen und andere Nutzinsekten vermittelt. Unser Verein beherbergt
auf der Grundlage eines Mitgliederbeschlusses bereits seit vielen Jahren mehrere Bienenvölker, was sich in der Ver-
besserung der Erträge
niederschlägt. Unsere
gemeinsame Zusammenarbeit mit der Imkerfamilie Haase hat in
diesem Jahr erstmals
einen von unseren Bienen eingesammelten
Frühlingsblütenhonig
ergeben. Der war natürlich besonders lecker.
Bernd Delank
Vereinsvorsitzender
Der „KINDER-Garten“ im KGV „Sonnenbraut“ e.V.
Als eine der letzten in der Stadt Magdeburg neu errichteten Gartenanlage mit
207 Parzellen haben auch wir es ab und
an mit einer frei werdenden Parzelle zu
tun. Obwohl eine Reihe von Bewerbern
vorhanden ist, gibt es Parzellen, die
schwer zu vermitteln sind. Eine solche
Parzelle mit der Größe von 623 m² gab
es auch in unserer Anlage.
Nach mehreren Pächterwechseln hat
der Vereinsvorstand nach einer dauerhafteren Lösung gesucht. Wir haben den
GWA Nordwest - Neu-Olvenstedt angesprochen und so eine Lösung für unser
Problem gefunden. GWA hat Kindereinrichtungen in Neu-Olvenstedt angesprochen und die Einrichtungen Käferwiese
und Fliederhof I haben ihre Bereitschaft
erklärt, die Parzelle als Kinder-Garten zu
nutzen. Auf der Basis einer Nutzungsvereinbarung wurde alles geregelt. Am
02. 06. 2014 wurde die Parzelle offiziell
an die GWA und die Kindereinrichtungen übergeben. Dazu haben Gartenfreunde aus der Anlage im Rahmen der­­
Gemein­schaftsarbeit einige Verschöne-
rungen vor­ge­nommen.
Die
Brunnen­an­lage
wurde mit Hilfe der
GWA und der Fa. Morgenstern-Pumpendienst kurzfristig wieder in Betrieb gesetzt.
Auch die E‑Anlage
wurde durch unsere
Elektrofirma geprüft
und was erforderlich
war, instand gesetzt.
In der Zwischenzeit
wurde schon einiges
angebaut und durch die Kindereinrichtungen zur Obstversorgung geerntet.
Auch bedanken möchten wir uns beim
Verband der Gartenfreunde Magdeburg. Einen Nebeneffekt hatte die ganze
Sache noch. An einen Erzieher aus der
Kindereinrichtung Fliederhof konnte
eine weitere frei werdende Parzelle verpachtet werden.
Dass solche Aktionen Leerstandsprobleme einiger Vereine in Magdeburg
nicht grundsätzlich lösen, dürfte jedem
klar sein, aber auch kleine Schritte und
I­ deen helfen.
Wir bedauern allerdings, dass trotz voll­­mundiger Beteuerungen auf dem
Kleingärtnerkongress 2014 weder der
Landesverband der Gartenfreunde
­Sachsen-Anhalt noch der Bundesverband sich aktiv in solche Projekte einbringen. Die Probleme müssen von
den Vereinen selbst gelöst werden.
Bernd Delank
Vereinsvorsitzender
Gartentipp: Wohin mit der alten Regentonne?
Wühlmäuse machen‘s vor.
Ein Hochbeet für die Gartenkräuter
Die ausgediente oder undichte Regentonne muss nicht unbedingt auf dem
Müll oder dem Wertstoffhof landen. Wird
der Boden herausgeschnitten und die
Tonne bis zu einer beliebigen Höhe im
Garten eingegraben, mit Substrat oder
Erde befüllt, kann so manches Kräutlein
bequemer und rückenfreundlicher geerntet werden. Gestaltungsideen zum
Verkleiden der grünen
Hochbeete gibt es sicher
sofort im Kopf bei jedem
kreativen Kleingärtner.
Foto: Idee im „Wühlmäusegarten“ in der Sparte
„Neptunweg II“ e.V.
5
Ausgabe 03/2014 – Oktober
Sommer-Kinderfest bei den Magdeburger Wühlmäusen
„Wühlmäuse“ zeigten Sabine Vogt ihren Schulgarten
dankte gemeinsam mit seiner
(J.H.) Das Sommerfest der „Wühlmäuse“ aus
Frau Christine in seiner Funkdem Schulgarten der Grundschule „Lindenhof“ wurde dieses Mal auf den 13. Septemtion als ehrenamtlicher Schul­
ber verlegt. Gartenfreunde der Gartensparte
gartenbetreuer der Lindenhof„Neptunweg II“ e.V., die Schulgartenbetreuer
schule dem Gartenverband für
Christine und Lutz Kaulbert hatten alles vordie tatkräftige Unterstützung
bereitet, um Kindern, Eltern und Besuchern
im vergangenen Schuljahr und
einen erlebnisreichen Vormittag im Garten
zeichnete Schülerinnen und
zu gestalten. Ihre Arbeiten präsentierten die
Schüler für ihre gute Garten­
Kinder aufgrund des Nieselregens diesmal in
arbeit aus. Vor allem Kohlrabi,
der piksauberen Wühlmauslaube, über deKartoffeln, Mohrrüben und jede
ren Einrichtung alle sichtlich erstaunt waren.
Menge Tomaten und Gurken
Gibt es doch sogar getrennte Toiletten im
gehörten neben Küchenkräusauber gefliesten Sanitärtrakt. Gartenfreuntern und vielen verschiede­nen
din Steffi Rhode, unterstützt vom filmenden
Blumen in das Erntebuch der
Ehemann, versorgte die Gäste mit GrillwürstKinder im Gartenjahr 2014. Am
chen und Pellkartoffeln mit Tzaziki, Letzteres
Tag der Magdeburger Ernteköaus eigener Ernte, während die Gäste von
nige waren auch die Wühlmäuse
den Wühlmäusen Marie, Carolin und Finja
wieder mit dabei und erzählten
durch den toll gestalteten Schulgarten gevon ihren Erlebnissen im kleinen
führt wurden. Mit bei der Führung dabei
Schulgarten in der Gartensparte
waren auch Schulleiterin Sabine Vogt und
Neptun II und dem tollen Gefühl,
Schul-Hausmeister Jörg Meyer mit Freundin
Selbstgeerntetes zu verzehren.
Nicole und Bernd Delank vom Verband der Marie zeigt der Schulleiterin die in diesem Jahr neu gesetzten Erdbeerpflanzen. Eine Arbeit, die schon vor
Gartenfreunde. Kleingärtner Lutz Kaulbert den Ferien erledigt wurde. Die Schulleiterin versprach, zur Verkostung 2015 wiederzukommen.
Hobbys der Kleingärtner ausgestellt
3. Hobby- und Kunstausstellung bei den Kleingärtnern
(J.H./E.B.) Wieder einmal ist die „Dreh­schei­be“,
eine kleine, gemütliche Gartenkneipe in der
Kleingärtnersparte „Reichsbahn Buckau e.V.,
Dreh- und Angelpunkt für eine kleine Show von
großen Hobbykünstlern. Kleingärtner und Anwohner aus dem anliegenden Wohngebiet der
Wohnungsbaugenossenschaft 1893 stellen ihre
künstlerischen Arbeiten aus den letzten Monaten vor. Neben zauberhafter Malerei von Andrea
Bach mit ihren „Lubminer Impressionen“, beeindruckenden leuchtenden Kugeln von Johanna
Meißner, brillierten auch die Klöppelarbeiten
von Petra Seidl. Viele künstlerisch hervorragen- Foto: Frank Leichsenring, der gestalterische Kopf des Organisatide Arbeiten stellen die Gartenfreunde Ilona und onsteams um die Wirtsleute erklärt, wie ein Ständer für die AusFrank Leichsenring aus. Die Bilder der Leich- stellungsstücke zusammengeschweißt wird.
senrings und die Kunstschweißarbeiten des
einstigen MAW‘lers beeindrucken durch Kreativität und Professionalität. Nach der Inspiration
kommt das Malen des Kunstwerkes im Kopf,
es reift während längerer eintöniger automatischer Arbeiten und wird erst dann begonnen,
erklärt er verschmitzt lächelnd beim Vorzeigen
einer ansprechend gestalteten Schweißarbeit,
die als indirekte Leuchte an einem großen
Spiegel mit Sicherheit ein Hingucker­ist. Das,
was noch vor drei Jahren mehr als Hobbyschau
galt, verdient mit dieser Ausstellung im Gartenzimmer der „Drehscheibe“ durchaus das
Prädikat „künstlerisch wertvoll“ und „besichti-
6
gungswert“. Vielleicht, so über­leg­
ten die Organisatoren Ilona und
Frank Leichsenring und das Pächter­
ehepaar der gemütlichen Kneipe um
die Ecke, Katrin und Claus-Peter
Schmidt schon heute laut, laden
wir im kommenden Jahr auch die
hobby- und kunstinteressierten Bewohner der „Insel“ in Buckau ein,
einfach mitzumachen. Dazu muss
aber, so die Schmidts, mit dem verfügbaren Platz noch sparsamer umgegangen werden. Offen dafür sind
jedenfalls nicht nur die Wirtsleute
und Kleingärtner, auch von den Hobbykünstlern und der Wohnungsbaugesellschaft ist für diese Art von Sommerevents viel Unterstützung schon
heute angesagt.
Drehscheibenwirt Claus-Peter
Schmidt, Kleingärtnerkünstler Johanna Meißner, Andrea Bach, Petra Seidl,
Ilona und Frank Leichsenring mit Wirtin Katrin Schmidt (v.li.) vor MetallSteinarbeiten von Frank Leichsenring. Eine wertvolle, interessante
und sinnvolle Freizeitbeschäftigung,
vor allem in den Wintermonaten,
befinden die Hobbykünstler, ist auch
für Kleingärtner wichtig.
Der Seniorengarten im Kleingärtnerverein „Goldener Apfel“ e.V.
Seit 2013 ein gutes Team
auf der Parzelle 21
(J.H.) Der kleine, nur 250 Quadratmeter messende Garten im Kleingärtnerverein an der
Münchenhofstraße ist für drei Magdeburgerinnen seit zwei Jahren ihr Refugium für aktive Erholung in der Natur, für gemeinsame Stunden
zum Reden und ausgleichende körperliche
Betätigung. Allein wäre es schon manchmal
schwierig, so Parzellenbesitzerin Roswitha
Wunnenberg. Ich hätte nach dem Ableben meines Mannes die Parzelle vielleicht schon aufgeben müssen, erinnert sich die schon etwas
betagte Dame. Irgendwie kam irgendwann
das Gespräch überm Gartenzaun mit den beiden Gartenfreundinnen Helga Grottke und Leonie Rußwild zustande und der Plan für ihren
„Rentnergarten“ ward geboren. Auch wenn‘s
hier und da mal zwickt, brauchen wir die frische Luft, die Bewegung und die gemeinsame
Freude an der Natur und natürlich an den Ernten lächelt Helga Grottke. Auch sie gab ihren
Garten schweren Herzens 2013 auf, nachdem
dieser seit 2001 von ihr allein bewirtschaftet
wurde. Die körperliche Arbeit wurde dann
doch zu anstrengend und die Einsamkeit nagte
so manches Mal am eigenen Ego, erklärte sie.
Hanf – eine Nutz- und Heilpflanze
auch in Kleingärten weiterhin verboten
(J.H.) Die neu aufflammende Diskussion um
den Cannabisanbau nach dem neuesten Gerichtsurteil beschäftigt auch den Verband der
Gartenfreunde Magdeburg e.V. Dazu stellt die
Vorsitzende des Verbandes, Ute Simon, noch
einmal eindeutig klar, dass der Cannabisanbau in Klein­gärten grundsätzlich verboten ist.
Weiterhin Bestand haben auch die derzeit
laufenden polizeilichen Ermittlungen gegen
fünf Pächter von Kleingärten, die gegen dieses
Verbot verstoßen haben. Aus ermittlungstaktischen Gründen erfolgt keine Namensnennung.
Die betreffenden Pächter sind den Vereinsvor­
ständen und dem Verband namentlich bekannt. Hier muss festgestellt werden, dass sowohl die betreffenden Kleingärtnervereine als
auch der Verband härteste Sanktionen gegen
solche Verstöße verhängen, bis hin zur fristlosen
Kündigung der Pachtverträge. Eine Eingrenzung, welche Art von Hanf angebaut wird, gibt
es bisher nicht.
Sowohl Anbau, Zucht oder Haltung der Sorte
Cannabis sativa als auch Cannabis indica sind
im Gegensatz zum Hopfen verboten, betont
die Vorsitzende des Verbandes mit Blick auf die
strengen Regeln eines beantragten und gerichtlich erlaubten Anbaus von medizinischem Hanf.
Aber für den Eigenverbrauch gelten noch immer
die Gesetze der Bundesrepublik, verweist Ute
Roswitha Wunnenberg (re.) und Helga Grottke wissen sich mit dem Vereinsvorsitzenden Dieter Wilke
einig, dass ihre Idee des „Seniorengartens“ auch für
andere Sparten eine kleine Option beim Erhalt von
Gesundheit, Gemeinschaftssinn und Lebensfreude
für betagte Gartenfreunde sein kann.
In der Kleingärtnersparte Goldener Apfel sind
von 62 Parzellen 59 belegt. Ein Sechstel der
Parzellen werden von jungen Familien bewirtschaftet. Seit 2008 wurden 30 Gärten neu vergeben. Zur Zeit sind drei Gärten mit Laube zwischen 250 und 450 Quadratmeter Gartenfläche
zu verpachten. Anmeldungen bei Dieter Wilke,
Mobil: 0174-8071349 oder per E-mail unter kgv.
goldener.apfel@t-online.de
Ein Verzicht auf­­Mangold, Äpfel und Blumen
wäre sicher sehr schwer geworden, freut sie
sich noch heute über die Entscheidung von
Simon auf die geltenden Bestimmungen. Ob
sich dies in Zukunft ändern wird, musste sie offen lassen. Die zuständige Antragsbehörde für
den streng geregelten Eigenanbau ist ebenso
wie die weiteren Vorschriften dazu über das Gesundheitsministerium in Berlin zu ermitteln. Für
die Bundes- und Landesebene besteht an dieser
Stelle noch erheblicher Klärungsbedarf, der sicher in den kommenden Monaten abgearbeitet
wird.
Videoüberwachung in Kleingärten –
Geht das überhaupt?
Wie schütze ich mein Eigentum
Seit Jahren ist eine steigende Tendenz bei Ein­
brüchen in Gartenlauben und Wochenend­
grund­stücken zu verzeichnen. Auch Brandstifter
erlangten in Magdeburg eine trau­
rige Berühmtheit. Kleingärtner, Besitzer von Wochen­
endgrundstücken, aber vermehrt auch Gara­
gen­­mie­­ter und Eigenheimbesitzer melden
Sicher­heitsbedürfnisse an, die nicht mehr weg­
zu­diskutieren sind und gesetzgeberisches Handeln verlangen. Schäden aus Einbrüchen und
Diebstählen erreichen nicht selten volkswirtschaftlich relevante Dimensionen, die derzeit
oft durch Hilfe zur Selbst­hilfe versucht werden
zu kompensieren. Ein Mittel ist die Videoüberwachung der eigenen Grundstücke, von Eingängen oder besonderer freistehender Sachwerte
wie beispielsweise Freizeiteinrichtungen. Oft
werden auch Attrappen oder ­
Scheinkameras
7
Roswitha Wunnenberg. Der Vorstand um den
Vereinsvorsitzenden Dieter Wilke fand die Idee
der drei Frauen ebenfalls toll und unterstützen
seitdem gemeinsam mit allen Gartenfreunden
des Vereins nach Kräften das Trio beim Umgraben, Baumschneiden und Handwerkeln. Auch
am Apfelbaum geht einer auf die Leiter, wenn
die Familienangehörigen bei Gartenarbeit mal
nicht helfen können, betont Helga Grottke, die
sich für das krankheitsbedingte Fehlen von Leonie Rußwild schon fast entschuldigt. Sie wolle
gleich im Anschluss an unser Gespräch die Gartenfreundin besuchen und ihr frische Blumen
bringen, fährt sie fort. Außerdem steht noch der
Einkauf an. Fischboulette mit Kartoffelsalat für
die Helfer in der Not, lächelt sie verschmitzt und
erklärt dem Vorsitzenden, dass nun das Regenfass absolut dicht ist. Wenn man teilen kann, ist
man in der Not auch nicht allein, sinniert Roswitha Wunnenberg. Es tut gut, in einer solchen
hilfsbereiten Gemeinschaft zu sein, schließen
die beiden Damen unser Gespräch über Gartenarbeit im höheren Alter. Ein paar Jährchen
werden wir schon noch gemeinsam unseren
Garten im Verein „Goldener Apfel“ bewirtschaften, blicken die Seniorinnen in die Zukunft. Die
aktive Hilfe dabei ist ihnen sicher.
a­ngebracht, um bei möglichen Tätern einen
gewissen Abschreckungseffekt zu erzielen und
Überwachungsdruck aufzubauen. Rechtlich unstrittig ist, dass dies innerhalb der eigenen Persönlichkeitssphäre erlaubt ist, aber nur da und auch
dort unter Beachtung der Persönlichkeitsrechte
Dritter, also Besucher oder Gästen. Schwierig wird
es bei ö­ ffentlich zugänglichen Räumen für privat be­triebene Aufnahmetech­niken, auch, wenn
diese das Sicherheits­interesse des Kleingärtners
persönlich berühren. Länderübergreifende Regelungen ist außer allgemeinen Passagen im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 1004 und § 823), dem
Strafgesetzbuch und dem Bundesdatenschutzgesetz derzeit nicht bekannt, wohl aber eine Reihe
von Urteilen zur Verletzung von Persönlichkeitsrechten, weil der Nachbar oder ein Fremder sich
beobachtet oder unzulässig überwacht fühlt.
Daher sollte auch in Kleingärten gelten, dass
die Überwachung des Eigentums grundsätzlich
gestattet ist, allerdings unter beweisbarem Ausschluss von Beobachtungen öffentlicher Wege
und Plätze sowie der Nachbarn. Das bedeutet,
dass auch der Nachbar mit einer Forderung nach
Ausrichtung einer Überwachungskamera (auch
einer Attrappe) auf Positionen außerhalb seiner persönlichen Interessensphäre, also seinem
Grundstück durchaus im Recht ist. Diese Lesart
sollte auch in Schiedssprüchen Anwendung finden, in denen Kleingärtner den Ausschluss von
­Beobachtungen durch Nachbarn fordern.
Fortsetzung S. 8
Ausgabe 03/2014 – Oktober
7. Kinder-Umwelttage 2014 – Ein großes Kinderfest für die Sinne
(J.H.) Die alljährlich vom Verband der Gartenfreunde Magdeburg e.V. veranstalteten Kinder-Umwelttage sollten in diesem
Jahr eine weitere Entwicklung erfahren,
die sich leider aufgrund der Witterung
an den ersten beiden Tagen nicht ganz
erfüllte. Vom 8. bis 10. Juli 2014 hatten
die Gartenfreunde für die Kinder viel vor­bereitet. Von den angemeldeten 26 Kin­dergruppen fanden aber nur 19 Gruppen
aufgrund der Wetterlage den Weg in den
Lehr- und Informationsgarten des Verbandes, An der Steinkuhle 24, in Magdeburg.
Buchstäblich ins Wasser fielen die Veranstaltungen für die meisten Kinder am
7. Juli 2014. Zu unsicher war die Vorhersage, wann die Regenfront weiterzieht und
die Wetterprognosen für den Rest des
Tages verhießen auch nichts Gutes. Sehr
zum Ärger der vielen Aktiven. Die Ornithologen der Magdeburger Kreisgruppe des
Naturschutzbundes, die „Blitzkids“ von den
Städtischen Werken, die AQB gGmbH mit
gleich zwei Themenbereichen, die Stadtbibliothek mit drei verschiedenen Lese- und
Bastelangeboten aus der Zentralbibliothek
und den Zweigstellen Sudenburg und Reform hatten sich ebenso intensiv auf die
drei Tage Kinderumweltbildung vorbereiFortsetzung v. S. 7
Videoüberwachung …
In solchen Fällen hilft im Regelfall schon ein Gespräch über den Gartenzaun eher als eine Kla-
tet wie die Magdeburger Imker, das Umweltamt der Stadt und die Mitglieder des
Sozialprojektes Outlaw. Auch der Vorstand
des Verbandes, die Gartenfachberater,
Mitarbeiter und Betreuer aus dem Kreis
der Kleingärtner hatten jede Menge Vorarbeit geleistet, Material herbeigeschafft
und sich auf die erfahrungsgemäß vielen
Fragen der Kinder eingestellt. Dennoch
konnten alle Beteiligten am Donnerstag,
dem 10. Juli 2014, zufrieden feststellen,
dass sich der Einsatz gelohnt und bei vielen Kindern das Wissen über Natur und
Umwelt einen weiteren Impuls erhalten
hat. Begeistert waren alle, die zum Schluss
ein kleines Andenken an diesen Lern- und
Erlebnistag im Garten dank der großzügigen Unterstützung durch die Kinder- und
Jugendstiftung der Stadtsparkasse Magdeburg mitnehmen durften. Und sicher
haben auch einige Erzieher, Lehrerinnen
und Lehrer sowie Begleiter der Gruppen
neue Erfahrungen mitgenommen, ebenso
wie die Akteure, denen die Gartenfreunde
Magdeburgs noch einmal für ihr außerordentliches Engagement danken. Natürlich
in der Hoffnung, dass mit ihnen auch 2015
für viele Magdeburger Kinder ein interessanter Tag im Grünen gestaltet werden
kann, somit ein wichtiger Bestandteil der
geandrohung. Einem Verlangen des Nachbarn
auf Ausrichtung einer Kamera auf das eigene
Grundstück ist also unbedingt nachzukommen, will man Rechtsstreitigkeiten vermeiden.
Weiterführende Informationen dazu gibt es im
Wo ein Fledermausquartier angebracht werden
sollte, erfuhren die Kinder vom Magdeburger Gartenfreund Andreas Turkat.
Foto: Verband der Gartenfreunde Magdeburg e.V.
Satzung auch weiterhin aktiv umgesetzt
wird. In dieser ist festgeschrieben, dass die
Förderung der Naturverbundenheit der
Kinder und Jugendlichen mit geeigneten
Mitteln zu unterstützen ist.
Internet. Verwiesen sei hier auch auf viele Urteile deutscher und europäischer Gerichte, so ein
Urteil vom Landgericht Bonn vom 16.11.2004-8
S 139/04, welches auch über das Internet verfügbar ist.
Marmeladenkaiser und Erntekönige 2014
Gartenfreunde feierten das
große Magdeburger Erntefest
Das dritte Erntekönigsfest von Magdeburg am 27. September 2014,
im Rahmen des Wochenmarktes
der Weißen Flotte, mit allerlei Programmpunkten verziert, kann wieder als große Gemeinschaftsaktion
von Umweltamt, Imkern, Gartenmärkten und den Gartenfreunden
Magdeburgs gewertet werden.
Freuen können sich die Kleingärtner
schon auf den 4. Erntekönigstag am
19. September 2015. Zur Titelverteidigung 2015 darf schon heute eine
Einladung ausgesprochen werden.
Zweimal fünf Kilogramm musste Gartenfreund und Vorstandsmitglied des Verbandes der Gar­tenfreunde Magdeburg e.V., Ullrich Braune
auflegen, um den Kohlrabi von Detlef Patzelt aus dem Verein Heimstättengartengebiet I zu wiegen. Das alles, während Gartenfreundin Karin
Braune zur Marmeladenkaiserin 2014 gewählt wurde. Auch die Riesentomaten vom kleinen Gartenfreund Tim Bautsch (10 Jahre) und eine
620 Gramm schwere Möhre,­geerntet von den „Wühlmäusen“ Penelope, Marie und Carolin im Schulgarten des „­ Neptunweg II“ e.V. gehörten
zu den Erntekönigen 2014. Foto: Ron Hartmann
Impressum
Herausgeber:
Geschäftsstelle: Telefon:
E-Mail: Webseite: Redaktion: Satz:
Verband der Gartenfeunde e. V.
V.iS.P.: Ute Simon
An der Steinkuhle 24, 39128 Magdeburg
0391-2540284, Fax: 0391-2583683
info@gartenfreunde-md.de
www.gartenfreunde-md.de
Jürgen Haase, Joachim Kirmis, Günter Hartmann
Regina Gerbracht
Druck: Eigenverlag
Gerichtsstand: Magdeburg
Angaben gemäß § 5 TMG: e. V.
Verband der Gartenfreunde
Magdeburg e. V.
Vertreten durch: Vorsitzende des Verbandes
der Gartenfreunde e. V., Ute Simon
Registereintrag im Vereinsregister beim Registergericht:
Stendal
Registernummer: 10693
8
Kleinanzeigen der Mitglieder des Verbandes der Gartenfreunde Magdeburg e. V. .
Jede Sparte und jedes eingetragene Mitglied erhält die Mög­lich­keit,
einmal pro Jahr drei Zeilen im „Gartenblatt“ kostenfrei für Kleinanzeigen
zu nutzen. Redaktions- und Einsendeschluss ist jeweils vier Wochen vor
Quartalsende. Die Offerte ist an die Geschäftsstelle zu richten. Redak­
tionelle Beiträge und Leserbriefe sind ausdrücklich zum gleichen Termin
erwünscht und fallen nicht unter die Anzeigenregelung.
Ausgabe 03/2014 – Oktober
Vereinsheime und Gaststätten vorgestellt
Speisekarte und schöner Blick auf die Gärten
Von Joachim Kirmis
Beliebtes Vereinslokal im
„Fritz-Rödel-Heim“ des KGV
„Heimstättengartengebiet I“ e.V.
Gartenstadt Reform
Einen „Komposthaufen“ auf einer Speisekarte zu finden, ist nicht alltäglich. Es ist
eine mit Pilzen, Zwiebeln und Bratkartoffeln entsprechend aufgemachte Spezialität dieses Lokals des Kleingärtnervereins
„Heimstättengartengebiet I“ e.V. und
wird wohl am meisten verlangt.
Im Juni 2010 pachtete Karin Nordt
die „Scheune“, wie die Reformer umgangsprachlich seit Jahrzehnten die
Vereinsgaststätte „Fritz-Rödel-Heim“ am
Lilienweg 52 a bezeichnen. Mit ihrem
Ehemann Werner, der Chef in der Küche ist, baute sie das Angebot auf Speise- und Getränkekarte aus und machte
sich inzwischen damit einen Namen vor
allem bei den Gartenfreunden des Vereins. Die Vorgänger des freundlichen
Ehepaars gaben ihnen ein Jahr. Dann
würde das Paar sicherlich das Handtuch
werfen, prophezeite man ihm. Inzwischen sind über vier Jahre ins Land gegangen.
Die Unterstützung des Vereinslebens,
das Miteinander mit den Gartenfreunden und dem Vorstand zahlen sich
aus. Voll dabei sind die beiden beim
alljährlichen Garten- und Kinderfest,
tragen selbst mit einer persönlichen
Kuchenspende zum nachmittäglichen
traditionellen Kuchenbüffet des Vereins
bei. Beliebt ist bei den Gartenfreunden
inzwischen das abendliche Büffet zum
„Fröhlichen Saisonausklang“ der Sparte.
Werner Nordt steht dann und wann auch
am Grill im Biergarten und lädt zum
saftigen Steak ein. Zunehmend mehr
Kleingärtner und ihre Angehörigen feiern im Saal ihre runden Geburtstage,
Jugendweihen oder Konfirmationen,
Hochzeiten und Polterabende oder gedenken bei einer Zusammenkunft eines
Verstorbenen. Zuletzt standen Feiern
zur Einschulung auf der Terminliste des
Lokals, denn auch die Anwohner der
Gartenstadt Reform sind wieder Gäste
in der „Scheune“. Eine Tanzgruppe probt
regelmäßig im Saal, die Ortsgruppe der
Volkssolidarität trifft sich hier. Und einmal im Monat kommen Gartenfreundinnen dienstags zum „Kaffeeklatsch mit
Niveau“ zusammen.
„Von einer Laufkundschaft kann ein Vereinslokal kaum noch überleben“, ist die
Erfahrung des rührigen Pächterpaares.
Der Mittagstisch am Wochenende hat
immer größeren Zulauf. Werner Nordt
rotiert dann in der kleinen Küche, um zügig die Wünsche der Gäste nach Leber,
Rostbrätl, Schweinshaxe, Fischfilet und
dergleichen zu erfüllen, auch in kleineren Portionen für Kinder und Senioren.
Übrigens kosten die Gerichte bis auf die
Schweinemedaillons alle weniger als
zehn Euro.
Bei großen Veranstaltungen im Saal sowieso und natürlich auch bei Hochdruck
bringen Pauschalkräfte aus dem Verein
oder der Nachbarschaft, manchmal auch
die Tochter, das Bier, den Eisbecher oder
die Soljanka an den Tisch. Immerhin verfügt die „Scheune“ über insgesamt 140
Plätze, 40 in der Gaststätte, 40 im Bier2
garten und 60 im
Saal, in dem auch
der Verein, benachbarte Vereine oder Garagengemeinschaften
ihre Mitgliederversammlungen
abhalten.
Die Geschichte
des Vereinsheims
„Fritz Rödel“, benannt nach dem
antifaschistischen
Widerstandskämpfer, der im
Zuchthaus Brandenburg 1944 ermordet wurde, zählt
nach Jahrzehnten. Anfang der 50er
Jahre wurde zuerst der Saal mit dem
Vorstandszimmer aus abgerissenen Barackenteilen in freiwilliger Arbeit errichtet und am 1. Mai 1953 eingeweiht. Die
erste Hochzeit feierten Gartenfreunde
schon 1955. Die bescheidene Gastronomie fand in einer Ecke des Saals Platz, der
beim Richtfest wie eine Scheune aussah
und dessen 1960/1961 angebautes Vereinslokal seitdem diesen Spitznamen
trägt. Auch die heute so gern besuchte,
voll unterkellerte Gaststätte bauten die
Kleingärtner in Eigenleistung. Einzelne
Gartenfreunde brachten es dabei auf
über 700 unbezahlte, freiwillige Arbeitsstunden. Nur für das Material „borgte“
jeder Pächter seinem Verein 20 Mark,
die er im Auslosungsverfahren innerhalb
von fünf Jahren wieder zurückerhielt.
Der Vorstand des Vereins, mit dem es
eine enge Zusammenarbeit gibt, freut
sich, dass das seit über 50 Jahren existierende Vereinslokal in so gute Hände
gekommen ist. Das beruht wohl auf Gegenseitigkeit. Karin Nordt bekennt: „Wir
möchten gern bis zum Ende unseres
Arbeitslebens hierbleiben.“ Die zierliche
Pächterin ist wie ihr Ehemann daher
auch Mitglied im Verein geworden.
Öffnungszeiten des „Fritz-Rödel-Heims“
Dienstag bis Sonnabend von 15 bis 22 Uhr
Sonntag von 11 bis 21 Uhr
Sondervereinbarungen möglich.
Anschrift:
Lilienweg 52 a . 39118 Magdeburg
Telefon: 0391-61 63 95
Ausgabe 03/2014 – Oktober
9. Verbandstag (Fortsetzung)
Unsere neu gewählten Vorstandsmitglieder sind
– von links:
1. Reihe: Verbandsschriftführerin: Siegrid
Schönegge, Steinkuhle e.V., Vorsitzende: Ute
Simon, An der Waldschule e.V., Verbandsschatzmeister: Hans-Otto Schlehf, Schroteanger e.V.,
Beisitzer: Ullrich Braune, Hoffnung e.V.;
2. Reihe: Verbandsfachberater: Rolf Möhrke, Lebensfreude e.V., Stellv. Vorsitzender Bernhard
Ruth, Klosterfelde e.V., Beisitzer: Martin Lebert,
Döllweg e.V., Beisitzer: Walther Rust, RB Buckau
e.V., nicht im Bild: Beisitzer: Heinz Klingberg,
Am Lorenzweg e.V.
Die Revisionskommission des Verbandes: Monika von Angern, Grüne Aue e.V. (Mitte) Ingrid Winkler,
Völkerfreundschaft e.V., Beatrix Müller, Dreieck e.V. (rechts)
Liebe Gartenfreunde,
ich bedanke mich für das überwältigende, in mich gesetzte Vertrauen, dass mir
mit der Wiederwahl als Vorsitzende für
die nächste Wahlperiode entgegen gebracht wird. Ich habe sehr genau aufgenommen, wie sich unsere Gartenfreunde die Zukunft ihres Vereins vorstellen.
Die Abkehr vom Solidarprinzip betrübt
mich zugegebenermaßen. Wir werden
Fortsetzung von Seite 1:
Gesellschaftlich notwendige städtebauliche Maßnahmen werden immer vorher
mit den Kleingärtnern beraten. Auch
perspektivisch wird die Stadt ihre Kleingärtner in erheblichem Umfang finanziell unterstützen. Wir haben kein Interesse an leer stehenden Kleingärten und
setzen auf Freizüge von Kleingärten im
gegenseitigen Einvernehmen.
Auch müssen wir die hochwassergefährdete Elbauenlandschaft „bereinigen“.
Der Präsident des Landesverbandes
der Gartenfreunde, Peter Riebeseel
Die Bewältigung des Leerstandes von
Kleingärten ist nur im Schulterschluss mit
allen Partnern zu lösen. Mehr als 900 Hektar
brachliegendes Gartenland in Sachsen-Anhalt sind besonders durch die dramatische
Bevölkerungsabwanderung nach der Wende verursacht, die demografische Entwicklung beginnt erst jetzt langsam zu wirken.
Mehr als 300 000 Kleingärten bei derzeit 2,8
Millionen Einwohnern in Sachsen-Anhalt
gemeinsam in den Folgewochen hart
arbeiten müssen, um die Arbeit des
Verbandes und der Vereine an die damit entstandene, grundhaft veränderte
Lage anzupassen. Über die Perspektiven unseres Verbandes und des Kleingartenwesens insgesamt ist viel gesagt
worden. All dies wird in der Kleingartenentwicklungskonzeption der Landeshauptstadt Magdeburg seinen Niederschlag finden müssen. Der Vorstand
wird in seiner ersten Beratung entsprechende Maßnahmen zur Abarbeitung
der Aufträge aus dem 9. Verbandstag
einleiten und in einer Gesamtvorstandssitzung im Oktober 2014 auf die Tagesordnung setzen. Ich wünsche uns allen
ehrenamtlich tätigen Gartenfreunden
viel Erfolg, eine gute und faire Zusammenarbeit auf Augenhöhe und weiterhin eine gute Aussaat, Pflege und Ernte.
sind eindeutig zuviel. Gemeinsame Lösungsansätze sollten am 28. Februar 2015
mit Landwirtschaftsminister Dr. HermannOnko Aikens diskutiert werden. Auch der
Oberbürgermeister und der Verband der
Gartenfreunde sind dazu eingeladen.
█ Ein Flächenmanagement ist für jeden
Verein genauso wichtig wie die finanzielle Absicherung der Aufgaben des Vereins, eine Nachwuchsgewinnung und
eine Verbindung zu den umliegenden
Wohnquartieren. Für die Arbeitsgruppen des Verbandes: Finanzen, Kleingartenwesen/-entwicklung/Leerstand,
Fachberatung/Wertermittlung, Öffentlichkeitsarbeit erklärten bereits Gartenfreunde ihre Bereitschaft zur Mitarbeit.
Kernsätze sowie
Aufträge des 9. Verbandstages
an die Verbandsgremien
Fakten aus Rechenschaftsbericht und
Diskussion:
Die vor 1990 notwendigen ständigen Neugründungen von Gartenanlagen schlugen
mit dem Bevölkerungsrückgang nach
1990, den veränderten Lebensumständen
und einem geänderten Freizeitverhalten
um. Auch die Altersstruktur veränderte
sich damit, verstärkt heute durch die natürliche Alterung in der Gesellschaft, auch
bei den Gartenfreunden. Gemeinsame
Überlegung ist wichtig, wie die nachhaltige, zukunftssichere Ausgestaltung der
Vereinsanlagen aussehen kann.
3
Ute Simon
█ Die Zusammenarbeit mit befreundeten Verbänden und Institutionen wie
dem Stadtteilmanagement, den Imkern,
dem NABU wird weiter ausgebaut.
█ Mit der Kommune und den Landessowie den Bundesgremien wird die Zusammenarbeit weiter intensiviert unter
der Maßgabe, dass die Fragen zum Erhalt
des Kleingartenwesens in Magdeburg
nachhaltig betrachtet werden.
Fortsetzung S. 4
9. Verbandstag (Fortsetzung)
█ Die Nutzung des Verbandszentrums
für Veranstaltungen der Vereine hat
sich bewährt und wird fortgesetzt. Eine
stärkere Jugend- und Nachwuchsarbeit
in den Vereinen wird vom Verband unterstützt. Dem Ehrenamt ist die ihm zu
stehende Bedeutung entgegenzubringen, weiter auszubauen und auf möglichst breite Schultern zu verteilen.
█ Der Kleingartenpark Neureform muss
weiterentwickelt werden und ähnliche
Gedanken sind in anderen Stadtteilen
konzeptionell zu entwickeln.
█ Die Öffentlichkeitsarbeit der Vereine
wird unterstützt und die Kinder- und Jugendarbeit weiter forciert.
█ Der Lehr- und Informationsgarten
wird auch künftig für Lehr-, Übungsund Schulungszwecke vorgehalten.
█ Die Magdeburger Tafel wird auch
weiterhin von Tafelgärtnern stabil mit
gesundem und frischem Obst und Gemüse versorgt. Eine Verstärkung der Aktivitäten bietet sich aufgrund der Leerstandsentwicklung zum Wohle aller an.
█ „Magdeburg putzt
sich“ ist zur treibenden Kraft für den
Frühjahrsputz auch in
und um die Anlagen
der Stadt geworden.
Dies ist weiter auszubauen.
█ Als Unterstützer der
Gartenfreunde konnte
neben der Stadtsparkasse die GETEC gewonnen werden.
█ Die periodischen Beratungen mit
Vereinsfunktionären und die Weiterbildung dieser wird auch weiterhin
fortgesetzt. Die Schwerpunkte Vereinsrecht, -finanzen, -führung, -versicherung und -ausgestaltung stehen
dabei im Mittelpunkt.
█ Die Kopplung des Ehrenamtes an
die Geschäftsführung bleibt bestehen.
█ Die Öffentlichkeitsarbeit ist stärker
auf das zukunftsorientierte Kleingar-
tenwesen auszurichten. Bei der Erarbeitung und Umsetzung der Vereinsentwicklungskonzeption werden die
Vorstände vom Verband unterstützt.
█ Eine Teilnahmeerweiterung für
Verbandstage nach einem anzahlmäßigen Mitgliederschlüssel wird nicht
befürwortet.
█ Die Rahmenbedingungen für die
Gemeinnützigkeit sind regelmäßig zu
überprüfen und statistische Angaben
vorzuhalten.
Erfahrungsaustausch im Zentrum der Gartenfreunde
Harzer Gartenfreunde für enge Zusammenarbeit mit Magdeburger Kleingärtnern
(J.H.) Am 4. September 2014 besuchten 13
ehrenamtliche Funktionsträger und Kleingärtner aus dem Regionalverband der
Kleingärtner Quedlinburg mit ihrem Vorstandsvorsitzenden, Herbert Lindner, den
Verband der Gartenfreunde Magdeburg.
Im regen Erfahrungsaustausch, der auch
während der Besichtigung des Lehr- und Informationsgartens fortgesetzt wurde, berieten Kleingärtner der beiden Verbände nach
Vorträgen von Herbert Lindner und Verbandsvorsitzender Ute Simon über ihre Erfahrungen bei der Entwicklung des
Kleingartenwesens in ihren Verantwortungsbereichen. Übereinstimmend wurde festgestellt, dass die
Finanzierbarkeit der Vereinsarbeit,
die problematische Leerstandsentwicklung und die Nachwuchssicherung für Führungsaufgaben
in der Zukunft die hauptsächlichen
gemeinsamen Herausforderungen
darstellen. Ohne Geld und geldwerte Leistungen ist auch kein
Kleingärtnerverein mehr zu führen, stellten die Teilnehmer mit
Blick auf die ersten drohenden Insolvenzen
von Vereinen fest. Ute Simon verwies auf
das zweite große Problem – die Zukunftsfähigkeit der Vereine und die demografische
Entwicklung. Genau 133 Vereine im Verband
der Gartenfreunde Magdeburg e.V. sind
perspektivisch in ihrem Bestand gefährdet,
werden dort keine Bedingungen geschaffen, die eine Entwicklung sichern. Schmale
Wege – sowohl ein Sicherheitsrisiko als auch
ein Problem bei Ver- und Entsorgung, überalterte Infrastruktur in Sachen Wasser oder
4
Elektroversorgung, größere und aufwändigere Quartierentfernungen, schwierige
Verkehrswegeanbindungen, um nur einige
Dinge aufzuzählen, sind Ursachen dafür,
dass der Leerstand vor allem in den Stadtrandlagen bedrohlich wächst. Auch fast
300 Gärten in den Hochwassergebieten
müssen renaturiert werden, erklärt sie den
Harzern. Am Ende stellte der Schatzmeister des Magdeburger Verbandes, Bernd
Delank fest, dass ohne solidarische Umlage der Gesamtkosten eines Vereins auf
jedes Vereinsmitglied schwerlich
eine Sicherung der anstehenden
Aufgaben und noch weniger eine
Zukunftsfähigkeit einer ganzen
Anlage herzustellen ist. Das ist im
Großen wie im Kleinen, im Staat
wie in der Familie für das füreinander Einstehen gibt es keine Alternativen. Und die Harzer nahmen
mit nach Hause, dass auch in Magdeburg das Interesse an einem
gemeinsamen zukunftsgerichteten und regelmäßigen Erfahrungsaustausch groß ist.
Ausgabe 03/2014 – Oktober
Der Deutsche Imkertag im KGV „Sonnenbraut“ e.V.
Am 06. Juli 2014 fand in unserem Verein zum Deutschen Imkertag eine Informationsveranstaltung durch die Imker
Thomas und Nadine Haase statt. An
Informationstafeln und in praktischen
Vorführungen wurde an interessierte
Vereinsmitglieder und Gäste aus dem
Umfeld der Gartenanlage viel Wissen
über die Bienen und andere Nutzinsekten vermittelt. Unser Verein beherbergt
auf der Grundlage eines Mitgliederbeschlusses bereits seit vielen Jahren mehrere Bienenvölker, was sich in der Ver-
besserung der Erträge
niederschlägt. Unsere
gemeinsame Zusammenarbeit mit der Imkerfamilie Haase hat in
diesem Jahr erstmals
einen von unseren Bienen eingesammelten
Frühlingsblütenhonig
ergeben. Der war natürlich besonders lecker.
Bernd Delank
Vereinsvorsitzender
Der „KINDER-Garten“ im KGV „Sonnenbraut“ e.V.
Als eine der letzten in der Stadt Magdeburg neu errichteten Gartenanlage mit
207 Parzellen haben auch wir es ab und
an mit einer frei werdenden Parzelle zu
tun. Obwohl eine Reihe von Bewerbern
vorhanden ist, gibt es Parzellen, die
schwer zu vermitteln sind. Eine solche
Parzelle mit der Größe von 623 m² gab
es auch in unserer Anlage.
Nach mehreren Pächterwechseln hat
der Vereinsvorstand nach einer dauerhafteren Lösung gesucht. Wir haben den
GWA Nordwest - Neu-Olvenstedt angesprochen und so eine Lösung für unser
Problem gefunden. GWA hat Kindereinrichtungen in Neu-Olvenstedt angesprochen und die Einrichtungen Käferwiese
und Fliederhof I haben ihre Bereitschaft
erklärt, die Parzelle als Kinder-Garten zu
nutzen. Auf der Basis einer Nutzungsvereinbarung wurde alles geregelt. Am
02. 06. 2014 wurde die Parzelle offiziell
an die GWA und die Kindereinrichtungen übergeben. Dazu haben Gartenfreunde aus der Anlage im Rahmen der
Gemeinschaftsarbeit einige Verschöne-
rungen vorgenommen.
Die
Brunnenanlage
wurde mit Hilfe der
GWA und der Fa. Morgenstern-Pumpendienst kurzfristig wieder in Betrieb gesetzt.
Auch die E-Anlage
wurde durch unsere
Elektrofirma geprüft
und was erforderlich
war, instand gesetzt.
In der Zwischenzeit
wurde schon einiges
angebaut und durch die Kindereinrichtungen zur Obstversorgung geerntet.
Auch bedanken möchten wir uns beim
Verband der Gartenfreunde Magdeburg. Einen Nebeneffekt hatte die ganze
Sache noch. An einen Erzieher aus der
Kindereinrichtung Fliederhof konnte
eine weitere frei werdende Parzelle verpachtet werden.
Dass solche Aktionen Leerstandsprobleme einiger Vereine in Magdeburg
nicht grundsätzlich lösen, dürfte jedem
klar sein, aber auch kleine Schritte und
Ideen helfen.
Wir bedauern allerdings, dass trotz vollmundiger Beteuerungen auf dem
Kleingärtnerkongress 2014 weder der
Landesverband der Gartenfreunde
Sachsen-Anhalt noch der Bundesverband sich aktiv in solche Projekte einbringen. Die Probleme müssen von
den Vereinen selbst gelöst werden.
Bernd Delank
Vereinsvorsitzender
Gartentipp: Wohin mit der alten Regentonne?
Wühlmäuse machen‘s vor.
Ein Hochbeet für die Gartenkräuter
Die ausgediente oder undichte Regentonne muss nicht unbedingt auf dem
Müll oder dem Wertstoffhof landen. Wird
der Boden herausgeschnitten und die
Tonne bis zu einer beliebigen Höhe im
Garten eingegraben, mit Substrat oder
Erde befüllt, kann so manches Kräutlein
bequemer und rückenfreundlicher geerntet werden. Gestaltungsideen zum
Verkleiden der grünen
Hochbeete gibt es sicher
sofort im Kopf bei jedem
kreativen Kleingärtner.
Foto: Idee im „Wühlmäusegarten“ in der Sparte
„Neptunweg II“ e.V.
5
Ausgabe 03/2014 – Oktober
Sommer-Kinderfest bei den Magdeburger Wühlmäusen
„Wühlmäuse“ zeigten Sabine Vogt ihren Schulgarten
dankte gemeinsam mit seiner
(J.H.) Das Sommerfest der „Wühlmäuse“ aus
Frau Christine in seiner Funkdem Schulgarten der Grundschule „Lindention als ehrenamtlicher Schulhof“ wurde dieses Mal auf den 13. Septemgartenbetreuer der Lindenhofber verlegt. Gartenfreunde der Gartensparte
schule dem Gartenverband für
„Neptunweg II“ e.V., die Schulgartenbetreuer
die tatkräftige Unterstützung
Christine und Lutz Kaulbert hatten alles vorim vergangenen Schuljahr und
bereitet, um Kindern, Eltern und Besuchern
zeichnete Schülerinnen und
einen erlebnisreichen Vormittag im Garten
Schüler für ihre gute Gartenzu gestalten. Ihre Arbeiten präsentierten die
arbeit aus. Vor allem Kohlrabi,
Kinder aufgrund des Nieselregens diesmal in
Kartoffeln, Mohrrüben und jede
der piksauberen Wühlmauslaube, über deMenge Tomaten und Gurken
ren Einrichtung alle sichtlich erstaunt waren.
gehörten neben KüchenkräuGibt es doch sogar getrennte Toiletten im
tern und vielen verschiedenen
sauber gefliesten Sanitärtrakt. GartenfreunBlumen in das Erntebuch der
din Steffi Rhode, unterstützt vom filmenden
Kinder im Gartenjahr 2014. Am
Ehemann, versorgte die Gäste mit GrillwürstTag der Magdeburger Ernteköchen und Pellkartoffeln mit Tzaziki, Letzteres
nige waren auch die Wühlmäuse
aus eigener Ernte, während die Gäste von
wieder mit dabei und erzählten
den Wühlmäusen Marie, Carolin und Finja
von ihren Erlebnissen im kleinen
durch den toll gestalteten Schulgarten geSchulgarten in der Gartensparte
führt wurden. Mit bei der Führung dabei
Neptun II und dem tollen Gefühl,
waren auch Schulleiterin Sabine Vogt und
Selbstgeerntetes zu verzehren.
Schul-Hausmeister Jörg Meyer mit Freundin
Nicole und Bernd Delank vom Verband der Marie zeigt der Schulleiterin die in diesem Jahr neu gesetzten Erdbeerpflanzen. Eine Arbeit, die schon vor
Gartenfreunde. Kleingärtner Lutz Kaulbert den Ferien erledigt wurde. Die Schulleiterin versprach, zur Verkostung 2015 wiederzukommen.
Hobbys der Kleingärtner ausgestellt
3. Hobby- und Kunstausstellung bei den Kleingärtnern
(J.H./E.B.) Wieder einmal ist die „Drehscheibe“,
eine kleine, gemütliche Gartenkneipe in der
Kleingärtnersparte „Reichsbahn Buckau e.V.,
Dreh- und Angelpunkt für eine kleine Show von
großen Hobbykünstlern. Kleingärtner und Anwohner aus dem anliegenden Wohngebiet der
Wohnungsbaugenossenschaft 1893 stellen ihre
künstlerischen Arbeiten aus den letzten Monaten vor. Neben zauberhafter Malerei von Andrea
Bach mit ihren „Lubminer Impressionen“, beeindruckenden leuchtenden Kugeln von Johanna
Meißner, brillierten auch die Klöppelarbeiten
von Petra Seidl. Viele künstlerisch hervorragen- Foto: Frank Leichsenring, der gestalterische Kopf des Organisatide Arbeiten stellen die Gartenfreunde Ilona und onsteams um die Wirtsleute erklärt, wie ein Ständer für die AusFrank Leichsenring aus. Die Bilder der Leich- stellungsstücke zusammengeschweißt wird.
senrings und die Kunstschweißarbeiten des
einstigen MAW‘lers beeindrucken durch Kreativität und Professionalität. Nach der Inspiration
kommt das Malen des Kunstwerkes im Kopf,
es reift während längerer eintöniger automatischer Arbeiten und wird erst dann begonnen,
erklärt er verschmitzt lächelnd beim Vorzeigen
einer ansprechend gestalteten Schweißarbeit,
die als indirekte Leuchte an einem großen
Spiegel mit Sicherheit ein Hingucker ist. Das,
was noch vor drei Jahren mehr als Hobbyschau
galt, verdient mit dieser Ausstellung im Gartenzimmer der „Drehscheibe“ durchaus das
Prädikat „künstlerisch wertvoll“ und „besichti-
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gungswert“. Vielleicht, so überlegten die Organisatoren Ilona und
Frank Leichsenring und das Pächterehepaar der gemütlichen Kneipe um
die Ecke, Katrin und Claus-Peter
Schmidt schon heute laut, laden
wir im kommenden Jahr auch die
hobby- und kunstinteressierten Bewohner der „Insel“ in Buckau ein,
einfach mitzumachen. Dazu muss
aber, so die Schmidts, mit dem verfügbaren Platz noch sparsamer umgegangen werden. Offen dafür sind
jedenfalls nicht nur die Wirtsleute
und Kleingärtner, auch von den Hobbykünstlern und der Wohnungsbaugesellschaft ist für diese Art von Sommerevents viel Unterstützung schon
heute angesagt.
Drehscheibenwirt Claus-Peter
Schmidt, Kleingärtnerkünstler Johanna Meißner, Andrea Bach, Petra Seidl,
Ilona und Frank Leichsenring mit Wirtin Katrin Schmidt (v.li.) vor MetallSteinarbeiten von Frank Leichsenring. Eine wertvolle, interessante
und sinnvolle Freizeitbeschäftigung,
vor allem in den Wintermonaten,
befinden die Hobbykünstler, ist auch
für Kleingärtner wichtig.
Der Seniorengarten im Kleingärtnerverein „Goldener Apfel“ e.V.
Seit 2013 ein gutes Team
auf der Parzelle 21
(J.H.) Der kleine, nur 250 Quadratmeter messende Garten im Kleingärtnerverein an der
Münchenhofstraße ist für drei Magdeburgerinnen seit zwei Jahren ihr Refugium für aktive Erholung in der Natur, für gemeinsame Stunden
zum Reden und ausgleichende körperliche
Betätigung. Allein wäre es schon manchmal
schwierig, so Parzellenbesitzerin Roswitha
Wunnenberg. Ich hätte nach dem Ableben meines Mannes die Parzelle vielleicht schon aufgeben müssen, erinnert sich die schon etwas
betagte Dame. Irgendwie kam irgendwann
das Gespräch überm Gartenzaun mit den beiden Gartenfreundinnen Helga Grottke und Leonie Rußwild zustande und der Plan für ihren
„Rentnergarten“ ward geboren. Auch wenn‘s
hier und da mal zwickt, brauchen wir die frische Luft, die Bewegung und die gemeinsame
Freude an der Natur und natürlich an den Ernten lächelt Helga Grottke. Auch sie gab ihren
Garten schweren Herzens 2013 auf, nachdem
dieser seit 2001 von ihr allein bewirtschaftet
wurde. Die körperliche Arbeit wurde dann
doch zu anstrengend und die Einsamkeit nagte
so manches Mal am eigenen Ego, erklärte sie.
Hanf – eine Nutz- und Heilpflanze
auch in Kleingärten weiterhin verboten
(J.H.) Die neu aufflammende Diskussion um
den Cannabisanbau nach dem neuesten Gerichtsurteil beschäftigt auch den Verband der
Gartenfreunde Magdeburg e.V. Dazu stellt die
Vorsitzende des Verbandes, Ute Simon, noch
einmal eindeutig klar, dass der Cannabisanbau in Kleingärten grundsätzlich verboten ist.
Weiterhin Bestand haben auch die derzeit
laufenden polizeilichen Ermittlungen gegen
fünf Pächter von Kleingärten, die gegen dieses
Verbot verstoßen haben. Aus ermittlungstaktischen Gründen erfolgt keine Namensnennung.
Die betreffenden Pächter sind den Vereinsvorständen und dem Verband namentlich bekannt. Hier muss festgestellt werden, dass sowohl die betreffenden Kleingärtnervereine als
auch der Verband härteste Sanktionen gegen
solche Verstöße verhängen, bis hin zur fristlosen
Kündigung der Pachtverträge. Eine Eingrenzung, welche Art von Hanf angebaut wird, gibt
es bisher nicht.
Sowohl Anbau, Zucht oder Haltung der Sorte
Cannabis sativa als auch Cannabis indica sind
im Gegensatz zum Hopfen verboten, betont
die Vorsitzende des Verbandes mit Blick auf die
strengen Regeln eines beantragten und gerichtlich erlaubten Anbaus von medizinischem Hanf.
Aber für den Eigenverbrauch gelten noch immer
die Gesetze der Bundesrepublik, verweist Ute
Roswitha Wunnenberg (re.) und Helga Grottke wissen sich mit dem Vereinsvorsitzenden Dieter Wilke
einig, dass ihre Idee des „Seniorengartens“ auch für
andere Sparten eine kleine Option beim Erhalt von
Gesundheit, Gemeinschaftssinn und Lebensfreude
für betagte Gartenfreunde sein kann.
In der Kleingärtnersparte Goldener Apfel sind
von 62 Parzellen 59 belegt. Ein Sechstel der
Parzellen werden von jungen Familien bewirtschaftet. Seit 2008 wurden 30 Gärten neu vergeben. Zur Zeit sind drei Gärten mit Laube zwischen 250 und 450 Quadratmeter Gartenfläche
zu verpachten. Anmeldungen bei Dieter Wilke,
Mobil: 0174-8071349 oder per E-mail unter kgv.
goldener.apfel@t-online.de
Ein Verzicht auf Mangold, Äpfel und Blumen
wäre sicher sehr schwer geworden, freut sie
sich noch heute über die Entscheidung von
Simon auf die geltenden Bestimmungen. Ob
sich dies in Zukunft ändern wird, musste sie offen lassen. Die zuständige Antragsbehörde für
den streng geregelten Eigenanbau ist ebenso
wie die weiteren Vorschriften dazu über das Gesundheitsministerium in Berlin zu ermitteln. Für
die Bundes- und Landesebene besteht an dieser
Stelle noch erheblicher Klärungsbedarf, der sicher in den kommenden Monaten abgearbeitet
wird.
Videoüberwachung in Kleingärten –
Geht das überhaupt?
Wie schütze ich mein Eigentum
Seit Jahren ist eine steigende Tendenz bei Einbrüchen in Gartenlauben und Wochenendgrundstücken zu verzeichnen. Auch Brandstifter
erlangten in Magdeburg eine traurige Berühmtheit. Kleingärtner, Besitzer von Wochenendgrundstücken, aber vermehrt auch Garagenmieter und Eigenheimbesitzer melden
Sicherheitsbedürfnisse an, die nicht mehr wegzudiskutieren sind und gesetzgeberisches Handeln verlangen. Schäden aus Einbrüchen und
Diebstählen erreichen nicht selten volkswirtschaftlich relevante Dimensionen, die derzeit
oft durch Hilfe zur Selbsthilfe versucht werden
zu kompensieren. Ein Mittel ist die Videoüberwachung der eigenen Grundstücke, von Eingängen oder besonderer freistehender Sachwerte
wie beispielsweise Freizeiteinrichtungen. Oft
werden auch Attrappen oder Scheinkameras
7
Roswitha Wunnenberg. Der Vorstand um den
Vereinsvorsitzenden Dieter Wilke fand die Idee
der drei Frauen ebenfalls toll und unterstützen
seitdem gemeinsam mit allen Gartenfreunden
des Vereins nach Kräften das Trio beim Umgraben, Baumschneiden und Handwerkeln. Auch
am Apfelbaum geht einer auf die Leiter, wenn
die Familienangehörigen bei Gartenarbeit mal
nicht helfen können, betont Helga Grottke, die
sich für das krankheitsbedingte Fehlen von Leonie Rußwild schon fast entschuldigt. Sie wolle
gleich im Anschluss an unser Gespräch die Gartenfreundin besuchen und ihr frische Blumen
bringen, fährt sie fort. Außerdem steht noch der
Einkauf an. Fischboulette mit Kartoffelsalat für
die Helfer in der Not, lächelt sie verschmitzt und
erklärt dem Vorsitzenden, dass nun das Regenfass absolut dicht ist. Wenn man teilen kann, ist
man in der Not auch nicht allein, sinniert Roswitha Wunnenberg. Es tut gut, in einer solchen
hilfsbereiten Gemeinschaft zu sein, schließen
die beiden Damen unser Gespräch über Gartenarbeit im höheren Alter. Ein paar Jährchen
werden wir schon noch gemeinsam unseren
Garten im Verein „Goldener Apfel“ bewirtschaften, blicken die Seniorinnen in die Zukunft. Die
aktive Hilfe dabei ist ihnen sicher.
angebracht, um bei möglichen Tätern einen
gewissen Abschreckungseffekt zu erzielen und
Überwachungsdruck aufzubauen. Rechtlich unstrittig ist, dass dies innerhalb der eigenen Persönlichkeitssphäre erlaubt ist, aber nur da und auch
dort unter Beachtung der Persönlichkeitsrechte
Dritter, also Besucher oder Gästen. Schwierig wird
es bei öffentlich zugänglichen Räumen für privat betriebene Aufnahmetechniken, auch, wenn
diese das Sicherheitsinteresse des Kleingärtners
persönlich berühren. Länderübergreifende Regelungen ist außer allgemeinen Passagen im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 1004 und § 823), dem
Strafgesetzbuch und dem Bundesdatenschutzgesetz derzeit nicht bekannt, wohl aber eine Reihe
von Urteilen zur Verletzung von Persönlichkeitsrechten, weil der Nachbar oder ein Fremder sich
beobachtet oder unzulässig überwacht fühlt.
Daher sollte auch in Kleingärten gelten, dass
die Überwachung des Eigentums grundsätzlich
gestattet ist, allerdings unter beweisbarem Ausschluss von Beobachtungen öffentlicher Wege
und Plätze sowie der Nachbarn. Das bedeutet,
dass auch der Nachbar mit einer Forderung nach
Ausrichtung einer Überwachungskamera (auch
einer Attrappe) auf Positionen außerhalb seiner persönlichen Interessensphäre, also seinem
Grundstück durchaus im Recht ist. Diese Lesart
sollte auch in Schiedssprüchen Anwendung finden, in denen Kleingärtner den Ausschluss von
Beobachtungen durch Nachbarn fordern.
Fortsetzung S. 8
Ausgabe 03/2014 – Oktober
7. Kinder-Umwelttage 2014 – Ein großes Kinderfest für die Sinne
(J.H.) Die alljährlich vom Verband der Gartenfreunde Magdeburg e.V. veranstalteten Kinder-Umwelttage sollten in diesem
Jahr eine weitere Entwicklung erfahren,
die sich leider aufgrund der Witterung
an den ersten beiden Tagen nicht ganz
erfüllte. Vom 8. bis 10. Juli 2014 hatten
die Gartenfreunde für die Kinder viel vorbereitet. Von den angemeldeten 26 Kindergruppen fanden aber nur 19 Gruppen
aufgrund der Wetterlage den Weg in den
Lehr- und Informationsgarten des Verbandes, An der Steinkuhle 24, in Magdeburg.
Buchstäblich ins Wasser fielen die Veranstaltungen für die meisten Kinder am
7. Juli 2014. Zu unsicher war die Vorhersage, wann die Regenfront weiterzieht und
die Wetterprognosen für den Rest des
Tages verhießen auch nichts Gutes. Sehr
zum Ärger der vielen Aktiven. Die Ornithologen der Magdeburger Kreisgruppe des
Naturschutzbundes, die „Blitzkids“ von den
Städtischen Werken, die AQB gGmbH mit
gleich zwei Themenbereichen, die Stadtbibliothek mit drei verschiedenen Lese- und
Bastelangeboten aus der Zentralbibliothek
und den Zweigstellen Sudenburg und Reform hatten sich ebenso intensiv auf die
drei Tage Kinderumweltbildung vorbereiFortsetzung v. S. 7
Videoüberwachung …
In solchen Fällen hilft im Regelfall schon ein Gespräch über den Gartenzaun eher als eine Kla-
tet wie die Magdeburger Imker, das Umweltamt der Stadt und die Mitglieder des
Sozialprojektes Outlaw. Auch der Vorstand
des Verbandes, die Gartenfachberater,
Mitarbeiter und Betreuer aus dem Kreis
der Kleingärtner hatten jede Menge Vorarbeit geleistet, Material herbeigeschafft
und sich auf die erfahrungsgemäß vielen
Fragen der Kinder eingestellt. Dennoch
konnten alle Beteiligten am Donnerstag,
dem 10. Juli 2014, zufrieden feststellen,
dass sich der Einsatz gelohnt und bei vielen Kindern das Wissen über Natur und
Umwelt einen weiteren Impuls erhalten
hat. Begeistert waren alle, die zum Schluss
ein kleines Andenken an diesen Lern- und
Erlebnistag im Garten dank der großzügigen Unterstützung durch die Kinder- und
Jugendstiftung der Stadtsparkasse Magdeburg mitnehmen durften. Und sicher
haben auch einige Erzieher, Lehrerinnen
und Lehrer sowie Begleiter der Gruppen
neue Erfahrungen mitgenommen, ebenso
wie die Akteure, denen die Gartenfreunde
Magdeburgs noch einmal für ihr außerordentliches Engagement danken. Natürlich
in der Hoffnung, dass mit ihnen auch 2015
für viele Magdeburger Kinder ein interessanter Tag im Grünen gestaltet werden
kann, somit ein wichtiger Bestandteil der
geandrohung. Einem Verlangen des Nachbarn
auf Ausrichtung einer Kamera auf das eigene
Grundstück ist also unbedingt nachzukommen, will man Rechtsstreitigkeiten vermeiden.
Weiterführende Informationen dazu gibt es im
Wo ein Fledermausquartier angebracht werden
sollte, erfuhren die Kinder vom Magdeburger Gartenfreund Andreas Turkat.
Foto: Verband der Gartenfreunde Magdeburg e.V.
Satzung auch weiterhin aktiv umgesetzt
wird. In dieser ist festgeschrieben, dass die
Förderung der Naturverbundenheit der
Kinder und Jugendlichen mit geeigneten
Mitteln zu unterstützen ist.
Internet. Verwiesen sei hier auch auf viele Urteile deutscher und europäischer Gerichte, so ein
Urteil vom Landgericht Bonn vom 16.11.2004-8
S 139/04, welches auch über das Internet verfügbar ist.
Marmeladenkaiser und Erntekönige 2014
Gartenfreunde feierten das
große Magdeburger Erntefest
Das dritte Erntekönigsfest von Magdeburg am 27. September 2014,
im Rahmen des Wochenmarktes
der Weißen Flotte, mit allerlei Programmpunkten verziert, kann wieder als große Gemeinschaftsaktion
von Umweltamt, Imkern, Gartenmärkten und den Gartenfreunden
Magdeburgs gewertet werden.
Freuen können sich die Kleingärtner
schon auf den 4. Erntekönigstag am
19. September 2015. Zur Titelverteidigung 2015 darf schon heute eine
Einladung ausgesprochen werden.
Zweimal fünf Kilogramm musste Gartenfreund und Vorstandsmitglied des Verbandes der Gar tenfreunde Magdeburg e.V., Ullrich Braune
auflegen, um den Kohlrabi von Detlef Patzelt aus dem Verein Heimstättengartengebiet I zu wiegen. Das alles, während Gartenfreundin Karin
Braune zur Marmeladenkaiserin 2014 gewählt wurde. Auch die Riesentomaten vom kleinen Gartenfreund Tim Bautsch (10 Jahre) und eine
620 Gramm schwere Möhre, geerntet von den „Wühlmäusen“ Penelope, Marie und Carolin im Schulgarten des „Neptunweg II“ e.V. gehörten
zu den Erntekönigen 2014. Foto: Ron Hartmann
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der Gartenfreunde e. V., Ute Simon
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zu nutzen. Redaktions- und Einsendeschluss ist jeweils vier Wochen vor
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Ausgabe 03/2014 – Oktober
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