close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Kiebitzbrut schützen, später ackern

EinbettenHerunterladen
kundgebung in MeckenbeurenBrochenzell nahe dem Bodensee,
bei der Hunderte Landwirte des
Badischen Landwirtschaftlichen
Hauptverbandes (BLHV) ihrem Ärger über weitere Reglementierungen Luft machten.
Viele Erzeuger sähen sich zunehmend „in einem Schraubstock eingeklemmt“, der mit jeder neuen
schaftlichen Unternehmer mit sich
bringe. Hinzu komme die angespannte Situation auf vielen Agrarmärkten, die viele Betriebe vor
eine ungewisse Zukunft stelle.
Rukwied forderte das Bundesarbeitsministerium auf, Landwirtschaft und Gartenbau nicht in das
Arbeitnehmer-Entsendegesetz,
sondern ins Mindestlohngesetz
kurzfristig Beschäftigte wie Saisonarbeitskräfte eine Dokumentationspflicht der Arbeitszeiten auf
ein „praktikables Minimum“ zurückgeführt werden. Der DBV-Präsident wies darauf hin, dass für die
landwirtschaftlichen Familienbetriebe, die mit Aushilfen und Saisonarbeitskräften ihre Arbeitsspitzen bewältigten und die Ernte
beit in der Landwirtschaft ist witterungsabhängig. In der Ernte geht
es um die Bergung von verderblichen Lebensmitteln. Dafür und bei
saisonalen Arbeitsspitzen sind die
derzeitigen Regeln mehr als weltfremd“, so der DBV-Präsident. Daher seien entsprechende Anpassungen des Arbeitszeitgesetzes
dringend erforderlich.
AgE
Mit Beginn des Frühlings ist der
Kiebitz auf der Suche nach
Brutplätzen. Statt wie früher auf
Grünland, brüten die Vögel inzwischen hauptsächlich auf Ackerflächen. Dabei erstreckt sich das
Brutgeschäft auf einen Zeitraum
zwischen Ende März und Anfang
Mai. In den gleichen Zeitraum fällt
die Bodenbearbeitung für zahlreiche Frühjahrsaussaaten, insbesondere den Mais. Um in Westfalen-Lippe zur Erholung der Bestände beizutragen, rufen die
Stiftung Westfälische Kulturlandschaft und der Westfälisch-Lippische
Landwirtschaftsverband
dazu auf, am Kiebitzschutz-Programm des Landes teilzunehmen.
14
Inhalt der Maßnahme ist der Verzicht auf jegliche Bodenbearbeitung auf noch nicht eingesäten
Maisäckern vom 22. März bis
zum 10. Mai. Bis einschließlich
21. März ist eine vorbereitende
Bodenbearbeitung erlaubt, ab dem
11. Mai kann die Einsaat vorgenommen werden.
Die Entschädigung für die Teilnahme liegt bei 280 €/ha. Ausschlaggebend für die Teilnahme an der
Maßnahme sind ein Brutvorkommen oder balzende Kiebitze.
In Westfalen-Lippe ist in den folgenden Kreisen eine Teilnahme
möglich: Borken, Coesfeld, Gütersloh, Minden-Lübbecke, Paderborn, Recklinghausen, Soest,
Foto: jala/Pixelio
Kiebitzbrut schützen, später ackern
Kiebitze brüten immer seltener auf Grünland. Sie bevorzugen nun Maisäcker.
Steinfurt, Unna, Warendorf sowie
in den Städten Bielefeld, Hagen,
Hamm und Münster. Weitere Infor-
mationen geben die Unteren Landschaftsbehörden und die Biologischen Stationen vor Ort.
11 / 2015
Ein Beitrag aus der Wochenblatt-Ausgabe 11/2015
www.wochenblatt.com
Autor
Document
Kategorie
Uncategorized
Seitenansichten
5
Dateigröße
346 KB
Tags
1/--Seiten
melden