close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

am 02.05.2015 organisieren wir grosses

EinbettenHerunterladen
HEILBRONNER MIETERBLATT
HERAUSGEGEBEN VOM MIETERBUND HEILBRONN-FRANKEN E. V.
NR. 40 OKTOBER 2014
Heilbronn: Trendwende in der Wohnungspolitik?
„Das derzeitige Wohnungsbauprogramm der Stadt Heilbronn
verdient diesen Namen nicht“,
verkündigte recht forsch im Juli
1989 der Vorstand des Heilbronn Mietervereins. 1989 ist die
Zeit, in der viele unserer Jubilare, die wir bei der Hauptversammlung ehren, in unseren
Verein eingetreten sind. Es war,
wie in den meisten Jahren, eine
Zeit der Wohnungsknappheit.
Auch heute sind erschwingliche
Wohnungen in Heilbronn kaum
zu finden. Das bringt viele Menschen, gerade Familien mit Kindern, in eine Notsituation.
Es gibt leise Hoffnung!
Seit neuestem informiert die
Stadt Heilbronn in einer Vorhabenliste über wichtige städtische Planungen und Projekte. Dazu gehört das
„Handlungsprogramm Wohnen“, dessen Ziel „die bedarfsgerechte Schaffung von Wohnraum für unterschiedliche Nachfragergruppen“ ist. Ein solches
Mieterbund Heilbronn-Franken e. V.
Der Mieterverein Heilbronn-Franken e. V. lädt zu seiner
Jahreshauptversammlung des Jahres 2014
am Montag, den 3. November 2014, um 19 Uhr
in den Ratskeller Heilbronn (Saal), Am Marktplatz 7 in
Heilbronn herzlich ein.
Vorgeschlagene Tagesordnung:
1. Eröffnung und Begrüßung, Genehmigung der
Tagesordnung
2. Bericht des Vorstands, Geschäfts- und Kassenbericht
3. Bericht der Revisorinnen
4. Aussprache zu Punkt 2 und 3
5. Entlastung des Vorstands
6. Nachwahl Beisitzer
7. Anträge
8. Ehrung langjähriger Mitglieder
9. Verschiedenes
Der auch in Heilbronn bekannte Sänger und Gitarrist Mike Janipka
wird die Ehrungen musikalisch umrahmen.
Anträge zur Hauptversammlung bitten wir bis zum 27. Okt. 2014 bei
unserer Geschäftsstelle, Fleiner Str. 17 in 74072 Heilbronn einzureichen.
Für den Vorstand: Alfred Huber
Handlungsprogramm hat der
Heilbronner Mieterbund schon
lange gefordert und freut sich,
dass dem Gemeinderat eine
umfangreiche Analyse als Voraussetzung für weitere Schritte
vorgelegt wurde.
Wende Dank neuem OB
Nach Einschätzung von Alfred
Huber, dem Vorsitzenden des
Mieterbunds, ist die Aussicht auf
eine positive Trendwende in der
Heilbronner Wohnungspolitik
dem Wechsel im Amt des Oberbürgermeisters zu Harry Mergel
zu verdanken. Wichtig ist nun,
dass der Gemeinderat in seiner
Mehrheit notwendige Entscheidungen mit trägt.
Stimmen aus dem Gemeinderat: Für Rainer Hinderer und
Tanja Sagasser von der SPDFraktion geht es jetzt um „strategische Bodenvorratspolitik“,
um vergünstigte Grundstückspreise beim Bau von geförderten Wohnung und um eine generellen Quote für geförderten
Wohnungsbau.
Auch Nico
Weinmann hatte sich bei einer
Podiumsdiskussion für eine
Quote ausgesprochen, wobei
Hasso Ehinger von Bunten Liste längst einen entsprechenden
Antrag gestellt hatte.
Fortsetzung auf Seite 4
HEILBRONNER MIETERBLATT
OKTOBER 2104
Interview mit Silke Ortwein:
Wohnen in Bad Friedrichshall
Gymnasium reicht, das SoleFreibad sowie der Sportpark machen die Stadt auch und gerade für junge Familien attraktiv.
Frau Ortwein, Sie wohnen in Bad
Friedrichshall und sind dort stark
verankert. Was spricht für Ihre
Stadt als Wohngemeinde?
Silke Ortwein: Bad Friedrichshall
ist eine lebendige, liebens- und
lebenswerte Stadt an drei Flüssen. Sie ist verkehrsgünstig gelegen. Es gibt ein breites und
qualitativ hochwertiges Kinderbetreuungsangebot in allen
Stadtteilen. Neben der Lage an
attraktiven Radwegen entlang
der drei Flüsse ist für Bad
Friedrichshall vor allem das
Besucherbergwerk ein wichtiger
Anziehungspunkt.
Das breite Angebot an Schulen,
das von der Grund- über die
Werkrealschule, Realschule und
Zur Person:
Silke Ortwein (51) ist DGBRegionssekretärin für den Stadtund Landkreis Heilbronn sowie
den Main-Tauber-Kreis. Im Ehrenamt Vorsitzende des DGB
Stadt- und Landkreis Heilbronn.
Dazu ist Silke Ortwein vielfältig
engagiert, so als Mitglied im
Gemeinderat (SPD), beim Sozialforum Heilbronn, beim neu gegründeten Netzwerk Wohnen in
Heilbronn, bei der Gedenkfeier
zum Antikriegstag. Manchen ist
beim Namen Silke Ortwein ihre
schöne Stimme und ihr Gitarrenspiel in Erinnerung.
Frage: Was könnte für verschiedene Altersstufen verbessert
werden?
Silke Ortwein: Seit Jahren bemüht sich die Stadt um eine Verbesserung sowohl der Einkaufssituation in den einzelnen Stadtteilen, als auch um die Belebung
der Innenstadt. Hier wurde in den
letzten Jahren einiges bewegt,
aber es stehen auch noch Aufgaben an.
Denn die zum Teil doch großen
Entfernungen der einzelnen
Stadtteile und die dadurch gelegentlich schwierige Anbindung
an das (noch im Aufbau befindliche) Stadtzentrum im Stadtteil
Kochendorf ist insbesondere für
die Altersgruppen, die nicht
selbst mobil sind, hinderlich. Hier
wird sich durch die neue Stadtbahnanbindung und dem damit
zusammenhängenden weiteren
Ausbau des ÖPNV, wohl in den
nächsten Jahren viel verändern.
Das ist wichtig, da Bad
Friedrichshall punktuell unter einer hohen Belastung durch den
Individualverkehr leidet.
Im Bereich der Kinderbetreuungsangebote gilt es, das erreichte Niveau zu erhalten und
fortzuschreiben. Für die Jugend
hält Bad Friedrichshall mit den
Jugendhausangeboten in den
Stadtteilen schon ein gutes Angebot vor, das stetiger Weiterentwicklung und weiteren Ausbaus
bedarf.
Der Spielplatz am Wasserturm,
der auch Sport und Spaßgeräte
für Senioren vorhält und damit in
unserer Stadt ein Novum ist,
sollte nicht der einzige seiner Art
in unserer Stadt bleiben.
NR. 40, SEITE 2
Frage: Aus den Rathäusern der
Großstädte wird mitunter etwas
neidisch auf die Gemeinden im
Umkreis geschaut. Dort gäbe es
eine wohlsituierte Bevölkerung,
während die großen Städte Einrichtungen für das Umland mitfinanzieren und zudem stärker
für benachteiligte Bevölkerungsgruppen sorgen müssten.
Silke Ortwein: Bad Friedrichshall
verfügt über eine sehr heterogene Bevölkerungsstruktur in allen
Stadtteilen. Ich denke hier nicht
nur an den Wohnungsbauschwerpunkt am Plattenwald, der
in den 90er Jahren errichtet wurde. Alle in den letzten Jahren erschlossenen Neubaugebiete haben Geschosswohnungsbau beinhaltet. Ich denke, der gelungene Spagat zwischen dem Angebot bezahlbaren Baugrunds und
damit auch bezahlbaren Wohnraums auf der einen Seite und
dem Angebot an einem ansprechenden Umfeld macht Bad
Friedrichshall zu einer Kommune, die noch wächst. Die stetig
gestiegene Nachfrage nach Baugrund sowohl für Einfamilienhäuser als auch für Mehrfamilienhäuser belegt dies eindrucksvoll.
Ich bin überzeugt, dass die noch
immer spürbare Grundstruktur
der Stadt, die einst aus einzelnen Orten "zusammengefügt"
wurde, durchaus Vorteile hat: Die
einzelnen Stadtteile sind überschaubar und bieten ein breites
Spektrum an Identifikationsflächen und Anknüpfungspunkten, z. B. in Form eines lebendigen und aktiven Vereinslebens.
Impressum:
Heilbronner Mieterblatt,
hrsg. vom Mieterbund HeilbronnFranken e.V.,
Vorsitzender Alfred Huber, Fleiner
Str. 17, 74072 Heilbronn,
Tel. 07131/81317
Fax: 07131/963198
E-Mail info@mb-hn.de
Geschäftszeit: Montag bis Donnerstag, 9 bis 17 Uhr.
HEILBRONNER MIETERBLATT
OKTOBER 2014
NR. 40, SEITE 3
Erweiterung unseres Teams der Mietrechtsberatung
Wir stellen vor:
Dagmar U. Burkhardt und Daniela Mariano-Friedrich
Der Vorstand des Mieterbunds
Heilbronn Franken e. V. freut
sich über die gelungene Erweiterung seines Teams von
Rechtsberatern und Rechtsberaterinnen im Mietrecht. Nach
einem Auswahlverfahren hat
sich das Gremium einhellig für
die Rechtsanwältinnen Dagmar
U. Burkhardt und Daniela
Mariano-Friedrich ausgesprochen.
Beraterteam von sechs
Rechtsanwälten, die sich
auf das Mietrecht spezialisiert haben. Dies ist für
die Mitglieder von unschätzbarem Wert, denn
die Berater des Mieterbundes wissen genau, wie
dem Mieter auf dem besten, schnellsten und günstigsten Wege geholfen
werden kann.“
Daniela Mariano-Friedrich
freut sich sehr, das Expertenteam des Mieterbundes Heilbronn-Franken e. V. als Vertragsanwältin verstärken zu dürfen.
Die der Rechtsanwaltskanzlei
Eckert und Kollegen angehörende neununddreißigjährige Anwältin ist seit über 10 Jahren im
Schwerpunktbereich Mietrecht
tätig. Sie hatte in dieser Zeit
schon häufig vertretungsweise
die Mitglieder des Mieterbunds
beraten. Daniela MarianoFriedrich: „Nach meiner persönlichen Erfahrung erfolgt die
Rechtsberatung beim Mieterbund Heilbronn durch ein sehr
kompetentes und erfahrenes
Daniela Mariano-Friedrich
(Foto rechts)
Adressen der Kanzleien:
Dagmar U. Burkhardt
Rechtsanwältin, Halbmondstr. 2,
Heilbronn
Daniela
Friedrich
Mariano-
Rechtsanwältin, Fachanwältin
für Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Klarastraße 12,
Heilbronn
Dagmar U. Burkhardt
(Foto unten)
Dagmar U. Burkhardt
ist seit 2007 selbständige
Rechtsanwältin in Heilbronn in
Bürogemeinschaft mit zwei
weiteren Rechtsanwälten. Ihr
Tätigkeitsschwerpunkt liegt im
Zivilrecht, hier insbesondere im
Familien-, Miet- und Nachbarrecht.
Rechtsanwältin Burkhardt: „Es
liegt mir am Herzen, schon außergerichtlich für den Rechts-
rat suchenden Menschen bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.“ Da ist für die vierunddreißigjährige Rechtsanwältin die
Beratungstätigkeit und das Engagement beim Mieterbund ideal, denn nach einer Statistik des
DMB werden 98 % der Streitfälle durch die Beratung beim
Mieterbund außergerichtlich
entschieden.
HEILBRONNER MIETERBLATT
OKTOBER 2014
NR. 40, SEITE 4
„TOP Rechtsanwalt 2014“:
Auszeichnung für Mieteranwalt Jürgen Linkenheil
Rechtsanwalt Jürgen Linkenheil, Fachanwalt für Miet- und
Eigentumsrecht, erhält vom
Magazin FOCUS erneut die
Auszeichnung „TOP Rechtsanwalt“ für Fachkompetenz und
Erfahrung. Die Auszeichnung
basiert auf der Befragung von
tausenden von Rechtsanwaltskollegen, wobei Jürgen Linkenheil sogar häufig von Kollegen
im Fach Miet- und Eigentumsrecht empfohlen wurde. Von
den im FOCUS als TOP-Anwälte gelisteten Juristen haben nur
zwei ihren Sitz in Heilbronn und
nur einer, eben Rechtsanwalt
Linkenheil, wurde im Fach Mietrecht ausgezeichnet.
Jürgen Linkenheil ist seit bald
drei Jahrzehnten als Mieteranwalt im Mieterbund HeilbronnFranken tätig. Bei Mitgliedern
und beim Vorstand wird sein
Wissen, Intellekt und Erfahrung
sehr geschätzt.
Wir gratulieren Jürgen Linkenheil zu der wiederholten Auszeichnung, die gleichzeitig eine
große Anerkennung für die Kollegen in seiner Kanzlei bedeutet.
Gaststättenlärm: Was tun als Mieter?
Die Beratungspraxis im Mieterbund zeigt, dass Auseinandersetzungen zwischen Mietern
und
Vermietern
wegen
Wohnungsmängeln zunehmen.
Derzeit zentrales Thema in
Heilbronn sind Lärm- und
Geruchsbelästigungen durch
Gaststätten, Kneipen und Diskotheken. Befindet sich eine
Wohnung in direkter Umgebung
und findet eine Lärmbelästigung
innerhalb der nächtlichen Ruhezeiten – also nach 22:00 Uhr –
regelmäßig über mehrere Stunden statt, kann im Einzelfall eine
Mietkürzung bis zu 50% gerechtfertigt sein, selbst wenn
der Mieter bei Unterzeichnung
des Mietvertrages von der Gaststätte wusste. Ansonsten
kommt es für die Berechtigung
einer Mietkürzung darauf an, ob
der Mieter von Anfang an wusste, mit welchen Beeinträchtigungen er in der Mietwohnung zu
rechnen hat. Im Einzelfall kann
auch ein Anspruch des Mieters
auf Einbau von Schallschutzfenstern – oder sonstiger, geeigneter Maßnahmen zur Lärmreduzierung – bestehen. Zu den
Einzelheiten geben Ihnen die
Berater des Mietervereins gerne
Auskunft.
Daniela Mariano-Friedrich
Beratungstermin: Welche Unterlagen helfen?
Unsere Mitglieder können zu einem zielgerichteten Beratungsgespräch beim Mieterbund beitragen. Wichtig für die Beratung
ist der Mietvertrag und bereits
bestehender Schriftverkehr, bei
Fragen zur Betriebskostenabrechung auch die Vorjahresabrechung zum Vergleich. Bei
Mängeln, z. B. Schimmel, bitte
Fotos mitbringen, am besten
ausgedruckt; bei Beeinträchtigungen durch Lärm oder Hitze
evtl. schon ein Protokoll über die
Zeiten und Art der Beeinträchtigungen. Bei Mieterhöhung ist
die Information über eine evtl.
vorherige Mieterhöhung wichtig.
Trendwende in der
Wohnungspolitik?
Fortsetzung von Seite 1
Wolf Theilacker von den Grünen sagt: „Eine bezahlbare Wohnung zu finden, wird in Heilbronn
immer schwerer. Kein Wunder:
Sozialmietwohnungen ‘verschwinden’, neue wurden kaum
gebaut, bestehende Quartiere
werden veredelt und damit unerschwinglich, und das bei zunehmender Einwohnerzahl.“
Theilacker spricht sich ebenfalls für
eine Quote für geförderte Wohnungen im Geschosswohnungsbau
und eine aktive kommunale Bodenvorratspolitik aus.
Hasso Ehinger hat zudem den
durch die Analyse der Stadt bestätigten hohen Leerstand im
Blick. Mit der Vermietung leerer
Wohnungen könne Wohnungssuchenden am schnellsten geholfen werden.
Die anstehende Diskussion
werden wir vom Mieterbund
mit allen Gruppen im Gemeinderat führen. Wir hoffen, dass
es dann bald zu Entscheidungen kommt!
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
9
Dateigröße
1 666 KB
Tags
1/--Seiten
melden