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Ausgabe 43/2014 | ISSN: 1866-3125
Mehr Europa braucht der Euro
Zu Beginn dieser Woche hätten der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und der Wirtschaftsminister Sigmar
Gabriel (SPD) zusammen mit ihren französischen Kollegen Finanzminister Michel Sapin und Wirtschaftsminister Emmanuel
Macron europäische Geschichte schreiben können. Mit einem Schlag hätten sie gleichzeitig etwas gegen die französischen
Staatsschulden und für die europäische Wirtschaft tun können. Noch dazu hätten sie in Zeiten der Eurokrise 2.0 ein Signal
in die richtige Richtung senden können, nämlich dass der Euroraum mehr Europa braucht und bekommt, und nicht starrköpfiges Pochen auf nationalstaatliche Souveränität.
Denn die Franzosen kamen nach Deutschland mit dem Vorschlag im Gepäck, dass die französische Regierung sich zu Haushaltskürzungen von 50 Milliarden Euro bereit erklärt, wenn die deutsche Regierung ihrerseits zustimmt, dieselbe Summe
in staatlich finanzierte Investitionen zu stecken. Wirtschaftlich gesehen ist das ein grundvernünftiger Vorschlag. Denn
Frankreich steht kurz davor, mit einem Haushaltsdefizit von über 4% das sechste Jahr in Folge die Maastricht Kriterien
zu brechen, während Deutschland sich auf der von Schäuble für heilig erklärten schwarzen Null auf dem Haushaltskonto
ausruht, während sich die Konjunkturaussichten immer stärker eintrüben.
Beides mit verheerenden Folgen für die gesamteuropäische Wirtschaft. Von den zwei stärksten Wirtschaftsnationen im
Euroraum spart sich die eine (Deutschland) arm und muss dabei zusehen, wie die Konjunktur schrumpft, während die
andere (Frankreich) Geld ausgibt, das nicht da ist. Dieses Missverhältnis wäre in dem Moment gelöst, wenn Deutschland
investiert und Frankreich spart.
Aus dem Vorschlag Sapins und Macrons spricht daher auch ein Grundverständnis, das der Euroraum nicht nur eine gemeinsame Währungszone sein kann, sondern auch einen vereinten Wirtschaftsraum darstellen muss. Und genau da muss
der Euroraum auch hin. Schließlich zeigt das Beispiel der USA, das eine gemeinsame Währung dann Erfolg hat, wenn hinter
ihr auch eine gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik steht.
Leider traf der Vorschlag der Franzosen bisher, vor allen in Unionskreisen, nur
auf Empörung. Es fehlt den deutschen Kollegen wohl an Weitsicht und Vorstellungskraft. Schade eigentlich. Schließlich waren es genau diese Weitsicht und
Vorstellungskraft eines Europas ohne wirtschaftliche Grenzen, die die EU und
den Euro überhaupt erst ins Leben riefen. Um die Gemeinschaftswährung nun
zu retten, ist es erforderlich, den vor Jahrzehnten beschrittenen Weg fortzusetzen. (Foto: Alexander Mak / Shutterstock.com)
Inhaltsverzeichnis
Marktausblick ........................... 02
Marktkolummne ....................... 02
Erdöl: Wohin geht die Reise? ....03
Tradingaktionen ........................08
2 | ZERTIFIKATEWOCHE
Ausgabe 43/2014 | ISSN: 1866-3125
Marktausblick
Fun d am e nt al
Te c hni s c h
Kursbewegungen unterliegen langfristigen Trends, die sich meist
fundamental begründen lassen. In der unteren blauen Tabelle
finden Sie Einschätzungen zu den Kursen, wie sie Robert Halver,
Leiter Kapitalmarktanalyse der Baader Bank, aktuell zum Jahresende prognostiziert.
Aktien
Kurs
Deutschland DAX 30
8.988
Rendite
2014
Fundamentaler
Jahresausblick
-5,91%
9.500
3.044
-2,09%
3.100
USA DJIA 30
16.799
1,34%
17.400
Europa Eurostoxx 50
Auch die Marktpsychologie spielt eine große Rolle für die Bewegungen der Märkte. Thomas May im Team von Harald Weygand,
einem der erfolgreichsten Chartanalysten, stellt in den grünen
Spalten aktuell „Technisch“ kritische Kursmarken auf und gibt
seinen kurzfristigen technischen Ausblick per Richtungspfeil.
China HSCEI
10.392
-3,92%
10.600
Indien DBIX
322,08
38,36%
326,00
Japan Nikkei 225
15.428
-5,30%
15.600
Technischer
Ausblick
Technische
Unterstützung
Technischer
Widerstand
ˆ
ˆ

ˆ


8.700
9.424
2.850
3.180
16.050
16.800
10.200
10.800
304
330
14.500
15.500
147,00
152,00
123,00
128,50
Zinsen
Deutschland Leitzins
0,05%
0,20%
0,10%
10-jährige
0,89%
9,99%
0,90%
USA Leitzins
0,25%
0,20%
0,25%
10-jährige
2,29%
8,47%
2,50%
China Leitzins
6,00%
4,88%
6,00%
10-jährige
3,82%
9,44%
4,00%
Indien Leitzins
7,75%
6,31%
8,00%
10-jährige
8,36%
9,98%
9,00%








Rohstoffe
Brent Oil
86,29
-22,20%
89,00
1.230,90
2,75%
1.270
USA EUR/USD
1,2665
7,84%
1,2400
Schweiz EUR/CHF
1,2061
1,72%
1,2400
China EUR/Yuan
7,7476
6,89%
7,7000
Indien EUR/INR
77,472
8,81%
76,000
Gold/Unze
ˆ

82,00
93,00
1.180
1.300
1.2250
1.3000
1,2000
1.2250
7,5000
76,500
8,2000
81,000
Währungen
ˆ



Daten vom 24.10.2014
Technischer Ausblick – Thomas May
DAX – Gelingt die Trendwende?
Thomas May
Der DAX fiel nach der Ausbildung eines neuen
Allzeithochs bei 10.050 Punkten in einer steilen
Verkaufswelle an die Unterstützung bei 8.903
Punkten zurück. Anfang August wurde diese Marke zum Ausgangspunkt für eine steile Erholung,
die erst im Bereich von 9.900 Punkten scheiterte.
Doch so schnell der Index in dieser Zeit korrektiv
ansteigen konnte, so dynamisch verabschiedete
er sich im September gen Süden: In einer massiven Abwärtsbewegung fiel der Index unter die
8.903 Punkte-Marke und brach in der Spitze bis
8.354 Punkte ein.
In den vergangenen Tagen konnte sich der Markt wieder
stabilisieren und nimmt aktuell den Widerstand bei 8.903
Punkten ins Visier. Ein nachhaltiger Ausbruch über die Marke dürfte zu einer Erholung bis 9.170 Punkte und darüber
bereits bis 9.369 Punkte führen, ehe die Bären dort wieder
aktiv werden dürften.
Fällt der DAX dagegen unter die Unterstützung bei 8.700
Punkten zurück, könnte nur mehr die Haltemarke bei 8.489
Punkten einen Einbruch bis 8.354 Punkte und darunter gegebenenfalls bis 8.020 Punkte aufhalten.
Disclaimer:
Die Informationen dieser Präsentation wurden aus öffentlichen Quellen zusammengestellt. Sie stellen keine Wertpapieranalyse im Sinne des Paragraphen 34 WpHG dar, keine
Anlageberatung, keine Anlageempfehlung oder Aufforderung zum Handeln. Sie ist ausschließlich zur Information bestimmt. Eine Weitergabe ohne vorherige Zustimmung der
BörseGo AG ist nicht zulässig.
3 | ZERTIFIKATEWOCHE
Ausgabe 43/2014 | ISSN: 1866-3125
Erdöl: Wohin geht die Reise?
Wie Sie bereits in der letzten Ausgabe der
Zertifikatewoche im Technischen Ausblick
lesen konnten, ist der Ölpreis derzeit auf
einem Zweijahrestief angelangt. In nur
vier Monaten büßte der Ölpreis der Nordsee-Marke Brent in US-Dollar gerechnet
gut 30% seines Wertes ein. Der Kurs fiel
vom Junihoch bei gut 118 USD auf unter
83 USD Anfang Oktober. So einen steilen
Preissturz gab es zuletzt 2012, als der Ölpreis innerhalb von drei Monaten 33% an
Wert verlor.
Geht es noch 10 Dollar weiter runter?
Viele Marktbeobachter gehen davon aus,
dass der Kurs auch noch ein ordentliches
Stück weiter fallen wird vom jetzigen
Stand bei gut 86 USD. Kursziele für eine
Fortsetzung der Abwärtsbewegung wären
dann von charttechnischer Seite rund 10
USD tiefer auszumachen, bei einer großen
Unterstützung im Bereich zwischen 74 und
76 USD. Diese Unterstützung fing auch
2012 den Kurs auf.
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Nach der steilen Abwärtsbewegung nutzte
der Ölpreis die Unterstützung als Sprungbrett und schoss ebenso steil wieder nach
oben, wie es zuvor abwärts gegangen war.
In einer steilen V-Formation holte der Kurs
innerhalb weniger Wochen so Dreiviertel
der vorangegangen Kursverluste wieder
aus.
35 USD. Dieses Jahre waren es innerhalb
von vier Monaten bereits 30% und 36 USD
Wertverlust. Den Regeln der Symmetrie
zufolge wäre beim Tief Anfang des Monats also das Kursziel für die derzeitige Abwärtsbewegung erreicht gewesen.
Doch neben diesem Szenario, das eine
Fortsetzung der aktuellen Abwärtsbewegung bis zur Unterstützungszone zwischen
74 und 76 USD vorsieht, gibt es auch noch
ein anderes Szenario, das eine ausgedehnte Seitwärtsbewegung für den Ölpreis
um das aktuelle Niveau bedeutet. Hierfür
spricht aus charttechnischer Sicht die Regel der Symmetrie, nach der Chartmuster
die Tendenz haben, sich zu wiederholen.
Beim Blick auf den Zweijahreschart von
Brent fällt die eingangs bereits angedeutete Symmetrie zwischen dem jetzigen Preissturz und den Verlusten in 2012 ins Auge.
Dass sich nun eine ebenso steile Rallye
anschließt, wie es 2012 der Fall war, ist allerdings unwahrscheinlich. Denn zur Ausbildung einer V-Umkehrformation ist es
eigentlich schon zu spät. Dafür hätte der
Kurs direkt in den Tagen nach dem Tief am
15. Oktober steil nach oben drehen müssen und spätestens bis zum Anfang dieser
Woche die Marke bei 90 USD zurückerobern müssen.
2012 verlor der Ölpreis innerhalb von drei
Monaten 33% an Wert und fiel dabei um
Für die V-Formation ist es schon zu spät
Aus charttechnischer Sicht sind also momentan vor allem zwei Szenarien denkbar:
eine Fortsetzung des Abwärtstrends oder
eine ausgedehnte Seitwärtsbewegung.
Die nächsten Tage werden nun zeigen, ob
die derzeitige Konsolidierung lediglich eine
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4 | ZERTIFIKATEWOCHE
Ausgabe 43/2014 | ISSN: 1866-3125
Erdöl: Wohin geht die Reise?
Verschnaufpause ist, bevor es kurstechnisch weiter gen Süden geht, oder aber
ob sich die aktuellen Seitwärtstendenzen
ausdehnen. Ist Ersteres der Fall, dann wird
die Seitwärtsphase der letzten sieben Tage
zur bearishen Flagge und bestätigt damit
den Abwärtstrend. In diesem Fall müsste mit weiteren deutlichen Kursverlusten
gerechnet werden. Es kann aber auch zu
einer ausgedehnten Seitwärtsbewegung
kommen.
Hier hilft der Blick auf die Fundamentaldaten und die Future Kurve der Kontrakte auf
Rohöl.
Fundamental spricht viel für eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung. Das lesen
Sie derzeit auch so gut wie überall, denn
die Gründe für die Talfahrt liegen auf der
Hand: Die Nachfrage ist niedrig und das
Angebot ist hoch. Nach den Regeln der
Markttechnik heißt das ganz klar: Die Preise müssen fallen.
Fracking erhöht das Angebot
Das Angebot an Rohöl ist vor allem deshalb so hoch, weil die USA mit der Fördermethode des Frackings immer neue
Erdöl- und Erdgasvorkommen erschließen.
Beim hydraulic fracturing, kurz fracking,
wird Gas und Öl gefördert, das in Gestein
in mehreren Kilometern Tiefe festsitzt.
Mit Tiefenbohrung wieder ein Gemisch
aus Sand, Wasser und Chemikalien in den
Boden gepresst. Durch den enorm hohen
Druck bricht das Gestein und es entstehen
Risse, durch die Gas und Öl entweichen
können. Über die Bohrrohre wird es dann
an die Oberfläche gebracht.
Dank dieser Methode gelang es den USA,
in den letzten Jahren, so viel Erdöl zu fördern wie schon seit den 1980er Jahren
nicht mehr. Es wird von einem zweiten
Ölboom gesprochen. Es gibt Vorhersagen,
dass sich die USA schon bald selbst mit Öl
versorgen könne. Das politische Ziel ist dabei klar: Die USA wollen unabhängig werden von den OPEC-Ländern. Zur Organisation erdölexportierender Länder gehören
nämlich unter anderem der Irak und der
Iran, nicht unbedingt klassisch stabile Lieferländer. Derzeit ist also nicht damit zu
rechnen, dass die USA ihre Förderung zurückfahren werden.
Auch bei den OPEC-Staaten sieht es nicht
danach aus, dass die Produktion in naher
Zukunft deutlich gesenkt würde. SaudiArabien als größter OPEC-Produzent hatte eine Drosselung der Förderung bereits
Anfang des Monats ausgeschlossen. Auch
Kuwaits Ölminister gab zu verstehen, dass
derzeit „kein Raum“ dafür sei. Stattdessen
liefern sich die OPEC-Staaten derzeit einen Preiskampf, der den Ölpreis zusätzlich
drückt. Auch der Irak und der Iran senkten
inzwischen die Verkaufspreise. Von Preisstabilisierung also keine Spur. Hier geht es
um die Verteidigung von Marktanteilen.
Allerdings halten die OPEC-Länder auch
weiter an ihrer Ölverbrauchsprognose
für 2015 fest. Laut OPEC-Monatsbericht
werde die Ölnachfrage im nächsten Jahr
um 1,3% auf 92,4 Millionen Barrel im
Tagesschnitt steigen. Und das trotz der
schwächelnden Konjunktur vor allem im
Euroraum, die weitestgehend als Hauptgrund für die sinkende Nachfrage nach Öl
angeben wird.
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Laut OPEC werde dieser gesteigerte Bedarf hauptsächlich durch die zusätzliche
Produktion in den USA gedeckt. Dies wäre
dann auch ein Indiz dafür, dass sich der
Ölpreis stabilisiert anstatt noch weiter zu
fallen.
Auch für den Rest des Jahres 2014 geht
der Monatsbericht von einem Nachfrageplus von rund 1,2% auf 91,2 Millionen Fass
täglich aus. Und das, obwohl die Konjunkturerwartungen für China und andere große Schwellenländer ebenso zurückgehen
wie für Europa. Allerdings heißt auch eine
zurückgehende Konjunkturerwartung für
China immer noch ein Wirtschaftswachstum, von dem Europa nur träumen kann.
Demnach wird sich auch in Zukunft nichts
an Chinas Öldurst ändern, das ein Zehntel
der Weltölnachfrage stellt. Auch das spräche für eine Weiterführung der Seitwärtsbewegung im Ölkurs.
5 | ZERTIFIKATEWOCHE
Ausgabe 43/2014 | ISSN: 1866-3125
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Erdöl: Wohin geht die Reise?
Das Angebot könnte mittelfristig sinken
Hinzu kommt, dass es trotz des derzeitigen über-Angebots nicht
nur positive Nachrichten für die Öl fördernden Nationen gibt.
Gerade der Nahe Osten ist geopolitisch instabil, was zu Förderungsausfällen und Versorgungsengpässen führen kann. Und in
den USA ist das fracking längst kein Garant für andauernden Ölreichtum. Die Fördermethode ist sehr aufwändig und teuer, was
dazu führt, dass bereits jetzt einige Förderstätten nicht mehr
rentabel sind und geschlossen werden könnten. Auch kommt
es immer wieder zu großen anti-fracking-Demonstrationen. Die
Menschen befürchten schwere Umweltschäden, ausgelöst etwa
durch das giftige frack-Wasser oder aber die Destabilisierung
des Bodens durch poröse Gesteinsschichten, die Erdbeben zur
Folge haben.
Mittelfristig könnte das Angebot also zurückgehen und das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage wird sich wieder einpendeln.
Die Strukturkurve der Futures: Rohöl in der Zukunft kostet genauso viel wie Rohöl heute zzgl. Lagerkosten
Dafür spricht auch der Blick auf die Marktsituation bei den Futurepreisen auf Rohöl. Für 2015 pendeln die Preise für Brent
Crude Futures zwischen 86 und 88 USD, also gering über dem
derzeitigen Kurs um 85 USD.
Anders gesagt: Der aktuelle Preis für Future-Kontrakte auf Rohöl ist niedriger als der Preis für Futures-Kontrakte, die weiter in
der Zukunft liegen. Damit befindet sich der Markt in Contango.
Das ist der Name für eine Marktsituation, in der der Terminpreis
über dem aktuellen Marktpreis beziehungsweise dem zu erwartenden Spotpreis bei Fälligkeit des Terminmonats liegt. Contango stellt einen normalen Markt dar. Die Futures-Kurve geht typischerweise nach oben und spiegelt damit die höheren Preise
wieder, die infolge der Lagerkosten des Öls zustande kommen.
Diese Lagerkosten sind der Hauptgrund, warum Rohstoff-Futures mit Liefertermin in der Zukunft zu einem etwas höheren
Preis gehandelt werden als zum aktuellen Zeitpunkt. Zu den
Lagerkosten gehören Lagergebühren, Versicherung, Zinsen und
Schwund. Noch vor vier Monaten sah die Situation völlig anders aus: Kontrakte mit Liefertermin weit in der Zukunft wurden
deutlich günstiger gehandelt als Kontrakte mit zeitlich nahem
Liefertermin. Der Markt ging also von geringerer Nachfrage in
der Zukunft aus. Der Markt befand sich in Backwardation.
Das Gegenteil zu Contango ist die Backwardation. Ist der Markt
in Backwardation, dann liegen die Terminkurse unter den
Spotpreisen. Bei Rohöl kann zwar nicht von Spotpreisen im eigentlichen Sinne gesprochen werden, da der Großteil der Ge-
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6 | ZERTIFIKATEWOCHE
Ausgabe 43/2014 | ISSN: 1866-3125
Erdöl: Wohin geht die Reise?
schäfte über den Terminmarkt läuft und
selbst wenn Kunden direkt an den großen
Ölhäfen Rohöl kaufen, die Lieferzeit in der
Regel bis zu zwei Wochen beträgt. Aber
es kann auch bei Rohöl zu Backwardation
kommen, nämlich dann, wenn der aktuelle
Preis für den nächst fälligen Future höher
ist als die Preise für weiter in der Zukunft
liegende Futures.
Alle Informationen sind beim Öl eingepreist
Die derzeitigen Preise für Futures-Kontrakte für 2015 zeigen also, dass sich der Markt
in Contango befindet. Das heißt, dass die
Marktteilnehmer aktuell davon ausgehen, dass alle Informationen eingepreist
sind und keine großen Nachfrage-Überraschungen erwartet werden.
Es lohnt sich also, bei unklaren Marktsituationen wie der aktuellen, einen Blick
auf die Strukturkurve bei den FuturesKontrakten zu werfen. 2008 beispielsweise, das Jahr des größten Ölpreis-Crashs in
der Geschichte, kam es zu Panikverkäufen,
die völlig losgelöst von Angebot und Nachfrage waren. Gleichzeitig war die Terminkurve aber extrem steil - Fälligkeiten in der
Zukunft wurden 50% und mehr über dem
Preis für baldige Lieferung gehandelt.
Der Markt befand sich also im extremen
Contango. Deutlich bevor sich der Ölpreis
wieder fing, wussten Experten also bereits, dass die Kursverluste, so dramatisch
sie auch waren, nur eine kurzfristige Sache
darstellen würden.
Seitwärtsphase voraus
Für den Ölpreis rechne ich damit, dass
sich der Kurs mittelfristig seitwärts bewegen wird. Dafür spricht zum einen die
Charttechnik, die das Szenario einer Seitwärtsbewegung auch deshalb unterstützt,
weil der Ölpreis mit seinem Oktobertief
bei knapp 83 USD eine Unterstützung aus
dem Jahr 2011 wieder aufgreift. Auf dieser
lässt es sich gut ausruhen, vor allem, wenn
auch aus Sicht der Fundamentaldaten damit zu rechnen ist, dass sich das Verhältnis
von Angebot und Nachfrage demnächst
wieder einpendeln wird. Und da aller guten Dinge drei sind, kommt als letztes Argument für eine Preisstabilisierung noch
die aktuelle Situation des Futures-Marktes
hinzu.
Der Ölpreis fällt rapide - dabei wird der Schmierstoff der Weltwirtschaft nach wie vor in großer Menge benötigt. Die Vorhersagen gehen
sogar von einem Nachfrageanstieg in diesem Jahr aus. Er fällt jedoch geringer aus, als anfänglich erwartet. Für die nächste Zeit ist mit
einer Seitwärtsphase zu rechnen. Das gröbste dürfte Rohöl hinter sich haben. (Foto: dgdimension / Shutterstock.com)
7 | ZERTIFIKATEWOCHE | NACHHALTIG INVESTIEREN
Ausgabe
Ausgabe11 / 2011
01/2014 | ISSN: 1866-3125
43/2014
ZERTIFIKATEWOCHE – Vermögensstrategie
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ZERTIFIKATEWOCHE – Vermögensstrategie – Abgeschlossene Transaktionen
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KURS BEI
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GUV
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27.01.14
09.03.14
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Deutsche Telekom
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8 | ZERTIFIKATEWOCHE
Ausgabe 43/2014 | ISSN: 1866-3125
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Freebuy bis zum 31.10.2014 für alle Optionsscheine (inklusive Discount und Turbo) auf Währungen der DZ ab 1.000 EUR
Freetrade bis zum 31.10.2014 für alle Produkte der ING Markets ab 1.000 EUR
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der UBS ab 1.000 EUR
Flatfee 2,90 EUR bis zum 30.06.2015 für alle Hebelprodukte auf Aktien, Edelmetalle, Energie und Kupfer der Commerzbank
ab 2.000 EUR
Flatfee 4,95 EUR bis zum 30.12.2014 für alle Hebelprodukte (außer Faktor-Zertifikate) der HVB onemarkets ab 1.000 EUR
Freebuy bis zum 31.10.2014 für alle Produkte der Vontobel ab 2.500 EUR
DAB bank
Flatfee 4,95 EUR im Star Partner Derivate Trading der Commerzbank, Lang&Schwarz, HVB onemarkets, BNP Paribas
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der Commerzbank; diverse Turbos und Intraday-Emissionen der HSBC Trinkaus (ab 1.500 Stück/Order); Währungsderivate,
Aktienanleihen, Bonus-, Sprinter- und Alpha-Turbo-Zertifikate der DZ Bank; Sport-Zertifikate der tradegate Exchange
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