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1-Zug- und Druckversuch2015

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Ziegel
Presse
EIN MAGAZIN DER KELLER AG ZIEGELEIEN
Aktuell
Die Keller Systeme AG
Innovation
Das KeX® System
NR. 26 / OKTOBER 2014
Baubericht
Umnutzung des
Gurtenareals Bern
Produkte-Info
«Community Wall» für die
Fans von Manchester City FC
Ziegel
Presse
AKTUELL
NR. 26 / OKTOBER 2014
Editorial
Vor rund zwei Jahren riefen wir den Ge­
schäftsbereich Innovationen ins Leben.
Ein kleines Team von Ingenieuren ist der
tragende Pfeiler dieser Einheit. Zusam­
men mit einem Experten definierten wir
zu Beginn die Prozesse und Entschei­
dungskriterien; möglichst schlank und
unserer Unternehmensgrösse angepasst.
Neue Produkte und Dienstleistungen las­
sen sich nicht von einzelnen Mitarbeitern
am Schreibtisch entwickeln. Es braucht
dazu alle Kräfte des Unternehmens und
eine entsprechende Kultur, die sich nicht
über Nacht etabliert. Wo stehen wir nach
diesen zwei Jahren?
Das Resultat ist ansprechend, und mit
Stolz informieren wir in dieser Ausgabe
der Ziegelpresse über neue Produkte bzw.
Projekte, die daraus entstanden sind. Der
Weg zu Neuentwicklungen ist aber be­
schwerlich und steinig. Oft steht das Ta­
gesgeschäft im Weg und blockiert ver­
meintlich alle Ressourcen. Dies geht auch
uns nicht anders!
Vor einigen Monaten entschieden wir uns,
unsere Organisation weiter den zukünf­
tigen Herausforderungen anzupassen.
Dazu gehört auch die Gründung der Keller
Systeme AG. Weitere Informationen zur
neuen Tochterfirma der Keller Holding AG
erfahren Sie im untenstehenden Artikel.
Einen Überblick über unsere Aktivitäten
gibt unsere neue Homepage
www.kellerholding.ch.
Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Lesen!
Christian Keller
CEO Keller Holding
Impressum
Redaktionsleitung: Christian Keller
Redaktion: André Baumgartner,
Roman Berger, Daniel Brassel, Elias Hagen,
Christian Keller, Mike Pfeiffer, Max Wassmer
Konzept und Produktion:
Inhalt&Form AG, Zürich
Druck: Peter Gehring AG,
CH-8406 Winterthur ZH
Auflage: 6050 Exemplare
Keller AG Ziegeleien
CH-8422 Pfungen ZH
Tel. 052 304 03 03
Fax 052 304 04 04
info@keller-ziegeleien.ch
www.keller-ziegeleien.ch
Die Keller Systeme AG
Auf den 1. Juli 2014 überführten wir un­
sere Aktivitäten in den Bereichen Fassa­
den, Rohbau, Baudienst und Trennwand­
systeme von der Keller AG Ziegeleien in
das neue Schwesterunternehmen Keller
Systeme AG, welche wiederum eine Toch­
tergesellschaft der Keller Holding AG ist.
Die neue Gesellschaft übernimmt damit
alle Rechte und Pflichten der Bereiche
Vorfabrikation, Baudienst und Trenn­
wand­systeme der Keller AG Ziegeleien.
Die Geschäftsleitung der Keller Systeme
AG wird neu durch unsere langjährigen
Daniel Brassel
Roman Berger
Geschäftsleitung
Daniel Brassel CEO
Roman Berger COO
Finanzen & Personal
Markus Ruppert
(GL-Beisitzer)
Geschäftsbereich
Fassaden & Rohbau
Roman Berger
Geschäftsbereich
Services
Daniel Brassel
Geschäftsbereich
Innenausbau
Daniel Brassel
Beratung & Akquisition
Zeljko Pesut
Baudienst
Urs Fäh
Trennwandsysteme
André Baumgartner
Projektmanagement
Dirk Gabele
Produktion
Matthias Janka
Mitarbeiter Daniel Brassel und Roman
Berger wahrgenommen. Die Zugehörig­
keit und enge Bindung zur Keller-Gruppe
bleibt somit weiterhin bestehen.
Die neue Keller Systeme AG gliedert
sich in die Geschäftsbereiche Fassaden &
Rohbau, Services und Innenausbau. Die
beiden letztgenannten Einheiten schlies­
sen die Aktivitäten aus den Bereichen
Baudienstleistungen (Sanierungen, Reini­
gungen und Montagen von Fassaden) so­
wie Trennwandsysteme von Keller mit
ein. Der Geschäftsbereich Fassaden &
Roh­bau beinhaltet die gesamte Fassaden­
beratung und Planung sowie die Produk­
tion der vorfabrizierten Bauteile und
Fassaden. Zu den Produkten gehören
z. B. Betonfassaden, preton-Wandelemen­
te, ROBmade Fassaden sowie Bauteile aus
Beton wie Treppen, Stützen oder KeX®
Schubelemente. Auch der Verkauf von
Sichtsteinen und Klinkern wird neu über
die Keller Systeme AG abgewickelt. Dazu
wurde eigens eine neue Klinkerausstel­
lung in Zusammenarbeit mit der SBCZ
Schweizer Baumuster-Centrale Zürich
ge­plant und realisiert, in welcher die be­
kannten kelesto- und kemano-Sichtsteine
und -Klinker zusammen mit einer Viel­
zahl von weiteren Produkten präsentiert
werden.
Keller Systeme AG
Ziegeleistrasse 7
8422 Pfungen
Telefon: +41 52 304 03 00
Fax: +41 52 304 03 01
info@keller-systeme.ch
Ziegel
Presse
SEITE 3
Die Ofenhalle Nº2 wird zu neuem
Leben erweckt
Wo vor über 10 Jahren noch Zubehörziegel gebrannt und palettiert wurden,
entstand in den letzten Monaten in Zu­
sammenarbeit mit der SBCZ Schweizer
Baumuster-Centrale Zürich eine in der
Schweiz einmalige Klinkerausstellung.
In der ehemaligen Ofenhalle der Keller
AG Ziegeleien in Pfungen zeigt das neue
Tochterunternehmen, die Keller Systeme
AG, auf über 500 m2 Sichtsteine und Klin­
ker aus eigener Produktion sowie Pro­
dukte von Partnerfirmen. Wir vertreten
die Partnerfirmen im Markt, sodass Sie
für die Erstellung der Fassade respektive
für die äussere Gebäudehülle mit der
Keller Systeme AG einen Ansprechpart­
ner haben.
200 verschiedene Sichtsteine und Klinker
werden in Form von grossen Musterta­
feln dem Fachpublikum präsentiert. Die
Regeltafeln haben eine Abmessung von
90 x 74 cm, die Tafeln für Sonder- und Lang­
formate sind bis zu 160 cm lang bzw. hoch.
Die Mustertafeln werden in Holzregalen
präsentiert und können auf Kunden­
wunsch auch auf dem Mustertisch ge­nau­
er begutachtet und verglichen werden
(Bild Seite 4 oben). Neben klassischen
Sicht­steinen und Klinker aus Schweizer
Produktion können die Besucher aus ei­
ner grossen Vielfalt von Hochlochklinker
sowie Handformsteinen auswählen. Un­
AKTUELL
Ziegel
Presse
AKTUELL
NR. 26 / OKTOBER 2014
Tisch für Bemusterung
terschiedlichste Farben, Formate, Ober­
flächen und Mauerwerksverbände, eingebettet in eine spezielle Atmosphäre, ma­
chen die Ausstellung zu einem Erlebnis.
Die Klinkerausstellung ist an Werktagen
gegen Voranmeldung für das interessierte
Fachpublikum geöffnet. Bitte wenden Sie
sich dazu an unser Empfangssekretariat,
oder rufen Sie uns unter der Telefonnum­
mer 052 304 03 00 an.
Für alle ausgestellten Produkte sind Da­
tenblätter (Bild unten rechts) und hoch­
Ausstellungsregale
Beispiel eines Musters
Beispiel eines Datenblattes
auflösende Bilder vorhanden, die den
Interessenten beim Besuch mitgegeben
werden können. Bei konkreten Aus­
führungsobjekten können beim ver­ant­
wort­lichen Fassadenberater auch Bestel­
lungen für spezifische Musterplatten
platziert werden.
Für das Jahr 2015 ist bereits eine produkt­
bezogene Erweiterung der Ausstellung
geplant. Die Themen «Klinkerverbundsystem» und «Der Einfluss des gewählten
Mörtels» sollen ausführlicher präsentiert
werden.
Ziegel
Presse
SEITE 5
INNOVATION
Quasi-Duktilität des KeX® Systems – was
bedeutet dies?
Werden wie im Beispiel der KeX® Schub­
wand unterschiedliche Materialien (sprö­
de und flexible) miteinander in optimaler
Konfiguration verbunden, können neue
sogenannte quasi duktile Baustoffe oder
Systeme entstehen.
Parallel wurden FEM-Modellberechnun­
gen mit identischen Prüfparametern
durch Prof. Dr.-Ing. habil. Joˇsko Ozˇ bolt,
IWB Univ. Stuttgart (D), erstellt.
Ansicht
2.596
Schnitt
175
Fuge ca. 12mm
Duktile Werkstoffe und Bauteile haben die
Eigenschaft, sich unter Last plastisch zu
ver­formen. Im Gegensatz dazu ist sprödes
Bruchverhalten ein Brechen ohne oder
mit nur geringer plastischer Verformung,
wie zum Beispiel bei Glas oder Ziegelstei­
nen. Die KeX® Schubwand ist ein Bauteil
aus Backsteinen, weichem Mörtel und dem
flexiblen KeX® Schubelement sowie dem
vertikalen KeX® Verband. Es bildet im Zu­
sammenwirken ein quasi duktiles System.
3.29
Fuge ca. 10mm
KeX® Schubwand-System
Der Versuch wurde gemäss Norm SIA
266 in Bezug auf Verformung und Wi­
derstand durchgeführt und zeigt die
enorme Kapazität des KeX® Systems. Bei
einer maximalen Verformung von 4,6 %
(begrenzt durch die eingebauten Weg­
nehmer) war kein Abfall der Normal­
kraft ersichtlich und das Ableiten ist
auch bei einer grossen Schubverformung
jederzeit gewährleistet. Die bleibende
Verformung nach Rückstellung war le­
diglich 2 %. Mit der Prüfung des Sonder­
falls «bewegliche und drehbare Decke»
haben wir die Sicherheit erhalten, dass
das KeX® System auch für Anwendungen
im Bereich Ertüchtigung und nicht be­
lasteter Betondecken sehr gut geeignet
ist. Durch die KeX® Schubelemente wird
die Schubkraft kontrolliert in Boden und
Decke abgeleitet. Die Funktion des KeX®
Systems gewährleistet die notwendige
Duktilität, damit die bei Erdbeben auf­
tretenden Schubbeanspruchungen auf­
genommen werden können.
Ab sofort ist die KeX® Browsersoftware,
Version 2.0, unter www.kex-system.ch
online verfügbar. Neu ist der «Sonderlast­
fall» für Ertüchtigung und nicht belas­
tete Betondecken integriert.
Das KeX® System wurde für zyklisch
schubbelastetes Backsteinmauerwerk ent­
wickelt und erfüllt die Anforderungen der
Normen SIA 261:16 und 266:4.7 in Bezug
auf Erdbebenbelastungen.
Kraft-Verformungskurven, Ergebnis der Bemessung
160
140
Versuchsauf bau Schubversuche
a) Sprödbruch
b) duktiler Bruch
Schubbelastung [kN]
120
100
FEM Berechnung
80
p+f Versuch
KeX Bemessungssoftware
60
c) vollständig duktiler Bruch
40
Andere im Baugewerbe bekannte Vertre­
ter sind: Faserbeton, textilfaserverstärk­
tes Mauerwerk und keramische Verbund­
werkstoffe. Aus der Natur kennen wir
z.B. das Holz- oder Knochenmaterial, das
zu den quasi duktilen Materialien zählt.
In vielen Versuchen am KeX® System ist
das Zusammenspiel und die Wirksamkeit
der verschiedenen Komponenten geprüft
und bestätigt worden.
So auch der aktuelle Schubversuch, der
durch die Herren Christoph Becker, Inge­
nieurbüro Walt+Galmarini AG, Zürich,
und Roland Koller, p+f Sursee, geplant
und in Sursee durchgeführt wurde.
20
0
FEM-Modell (Lastfall 12)
Der neue Versuch gibt einen weiteren Ein­
blick in das tatsächliche Verhalten des
KeX® Systems unter Schubbelastung wie
z.B. im Bereich der Krafteinleitung Wand
zu Boden und Wand zu Decke. Zudem
wurde das Funktionieren der Kraftüber­
tragung von Stein zu Stein bestätigt. Dabei
konnte mit dem 1:1-Versuch ein weiteres
Mal das FEM-Modell validiert werden.
0
20
40
60
80
100
Schubverformung [mm]
120
140
160
Kraft-Verformungs-Verhalten der KeX® Wand unter zyklischer Schubbelastung nach Norm SIA 266:4.7.2.1.
Krafteinleitung durch eine bewegliche und drehbare Decke (ein Sonderfall). Die individuellen Zyklen sind nicht
dargestellt, nur die umhüllenden Kurven.
FEM-Berechnung: (Fmax = 139 kN, normierte Schubverformung 0,5 %, maximale Verformung 5,8 %)
p+f Versuch (Fmax = 119 kN, normierte Schubverformung 0,9 %, maximale Verformung durch Wegnehmer
limitiert 4,6 %)
KeX® Bemessungssoftware: Widerstandvorhersage VRd = 116 kN, Verformung < 13 mm
(0.005*hw – Etagendrift Limit nach EC8)
KeX® Entwicklungspartner:
FEM Berechnungen
Prof. Dr.-Ing. habil. Joˇsko Oz
ˇbolt, IWB Univ. Stuttgart
www.iwb.uni-stuttgart.de
Entwicklungs- und nicht normierte Prüfungen
HTL-Rankweil Bauhof, Rankweil
Dipl. Ing. Wolfgang Wechner
www.htl-rankweil.at
Normierte Prüfungen und Durchführung der Musterwand-Prüfung
p+f Sursee, Sursee
Dipl. Ing. ETH Roland Koller, Leiter Prüflabor
www.pfsursee.ch
Planung, Leitung und Durchführung der Musterwand Prüfung im p+f Sursee
Walt+Galmarini AG, Dipl. Ing. ETH SIA USIC, Zürich
Dipl. Bauing. FH Christoph Becker
www.waltgalmarini.ch
KeX® Schubwandversuch, LS04 horizontale Deformation 110 mm
Ziegel
Presse
INNOVATION
NR. 26 / OKTOBER 2014
Die Meinung von Planer und Anwender
zum KeX® System
Vertrauenserweckend, einfacher Arbeits­
ablauf auf der Baustelle, logische Bemes­
sung, grosses Verformungsvermögen,
guter technischer Support und kürzerer
Stockwerktakt: Das sind Stichwort-Aus­
sagen von Fachleuten, die das KeX® System
als Schubwand geplant und ausgeführt
haben.
Die drei Mehrfamilienhäuser der Über­
bauung Beckewis in Stein am Rhein wer­
den in konventioneller Bauweise erstellt.
Das Konzept war, Wände generell mit
Backsteinen, die Fassade mit Ausseniso­
lation und, wenn aus schall-, last- und
erdbebentechnischen Gründen nötig,
Wandscheiben aus Beton auszuführen.
Die Geschossdecken sind in Ortbeton ge­
plant. Die Gebäude sind 5- bis 6-geschos­
sig. Der verantwortliche Ingenieur, Herr
Christian Möckli, ist bereits in einem frü­
hen Planungsstadium mit dem Wunsch
an die Firma Keller AG Ziegeleien heran­
getreten, den Anteil Betonwände in den
Wohnräumen auf ein Minimum zu redu­
zieren. Herr Möckli und der technische
Support der Keller AG Ziegeleien erstell­
ten gemeinsam das statische Konzept
und bestimmten die Wände, welche die
auftretenden horizontalen Kräfte aus der
Erdbebenbelastung im Grundriss auf­
nehmen müssen. Die notwendigen Nach­
weise wurden mit der KeX® Browser-Soft­
ware erstellt.
Das Ergebnis: Ein Gebäudegrundriss, wel­
cher zu ca. 90 % aus Backsteinmauerwerk
besteht und bei dem die notwendigen
Schubwände im KeX® System ausgeführt
werden. Einzig die Wohnungstrenn­wän­
de und der Liftschacht sind aus schall­
technischen Gründen in Ortbeton erstellt.
Die Bauarbeiten sind im Gange und zur
besten Zufriedenheit von Planer und
Anwender, wie aus dem nachfolgenden
Interview hervorgeht. Uns als Entwickler
des KeX® Systems sind die Erfahrungen
und Meinungen der Anwender sehr wich­
tig und hilfreich.
Interviewpartner:
Herr Christian Möckli, Projektleiter Hoch-/
Tiefbau, c/o Felix Anderes AG,
Ingenieurbüro, 8620 Kreuzlingen
Warum vertrauen Sie auf das KeX® System?
Weil es für mich nachvollziehbar ist und
die Prüfergebnisse die angenommenen
Bemessungen bestätigen. Jedoch muss ich
gestehen, dass ich anfänglich sehr skep­
tisch gegenüber dem System war. Zum
Zeitpunkt des Projektstarts waren noch
einige Details nicht dokumentiert oder
mir zumindest unbekannt. Durch meh­
rere Gespräche mit dem Systementwick­
ler gewann ich Vertrauen in das System.
Je länger und intensiver man sich damit
auseinandersetzt, umso mehr überzeugt
das System.
Wo sehen Sie die Vorteile bei der Anwendung
vom KeX® System?
Beim Arbeitsablauf für den ausführen­
den Baumeister. Unter bestimmten Vor­
aussetzungen ist es mit der konsequenten
Anwendung von KeX® möglich, fast gänz­
lich auf Betonwände zu verzichten. Im
Bereich der Erdbebenertüchtigung sehe
ich ein grosses Potenzial des KeX® Sys­
tems.
Was war Ihre erste Reaktion, auf den KeX®
Verband, auf die Funktionsweise des KeX®
Systems als Backstein-Erdbebenwand?
Die Baumeister begrüssen den Wechsel
zum KeX® System. Vor allem, wenn die
erste Hemmschwelle überwunden ist,
wird das Mauerwerk sehr gut akzeptiert.
Bei Gesprächen mit Ingenieuren äusser­
ten sich diese eher skeptisch, insbeson­
dere in Bezug auf die Ausführung.
Wo liegen aus Ihrer Sicht die Hauptunter­
schiede beim Bemessen des Schubwiderstandes,
im Vergleich zur Betonwand?
Das Verformungsvermögen ist ähnlich
wie bei Beton: Q = 2,5. Die Schnittkraft­
ermittlung entspricht der bereits ange­
wendeten Bemessung. Ich sehe keinen
wesentlichen Unterschied.
Wie wird der zeitliche Aufwand des Bauingenieurs bei der Anwendung des KeX® Systems
beeinflusst?
Bleibt gleich wie bis anhin. Bei Beton­
wänden muss ich die Bewehrung und bei
den KeX® Wänden die minimale Wand­
länge und die Auflagerkraft bestimmen.
Auch der Aufwand für die Dokumenta­
tion entspricht ungefähr dem von vorher.
Baustelle Beckewies, Stein am Rhein
Projekt
MFH Überbauung Beckewis
8260 Stein am Rhein
Planung und Bauleitung
Massbau Architektur AG
8212 Neuhausen am Rheinfall
Ingenieurbüro
Felix Anderes AG
8620 Kreuzlingen
Bauunternehmung
ARGE
Wagner AG, 8260 Stein am Rhein
Gloor AG, 8203 Schaffhausen
KeX® Wand
Betonwand
BN-Mauerwerk
Interviewpartner:
Herr Ueli Meier, Polier, c/o Wagner AG,
Bauunternehmung, 8260 Stein am Rhein
Gibt es auch Nachteile, die behoben werden
sollten?
Die Bemessungssoftware sollte noch
einfacher gestaltet werden. Aufwendige
Bemessungen müssen noch von Hand
durchgeführt werden. Es ist sehr wichtig,
sich mit den Fachplanern frühzeitig
abzusprechen.
Wie beurteilen Sie den Engineering-Support
zum KeX® System (Beratung, Programm, Dokumentation)?
KeX® Schubwand
Das Bemessungsprogramm sollte noch
weiter ausgearbeitet werden, so dass rudi­
mentäre Plausibilitäten geprüft werden
können. Da ich sehr frühzeitig über das
System und die Möglichkeiten informiert
wurde, genügten mir die Unterlagen. Die
Dokumentation bezüglich der Nachvoll­
ziehbarkeit des Systems sollte noch ver­
bessert werden. Der Support von Jenö
Varga (Dr.-Ing. Bauingenieur der Keller AG
Ziegeleien – Anmerkung der Redaktion)
ist sehr gut und unkompliziert.
Was halten Sie grundsätzlich vom KeX® System?
Anfangs war ich skeptisch, bin jedoch beim
Ausführen positiv überrascht worden.
Inwiefern spielt beim Mauern der Mauerwerksverband (KeX® Verband) eine Rolle?
Am Anfang eher gewöhnungsbedürftig,
doch mit dem Ausführen und der Routine
wird der KeX® Verband allerdings nor­
mal. Im Vergleich zum normalen CalmoMauerwerk gibt es keine grossen Unter­
schiede. Im Vergleich mit BN-Mauerwerk
sind die Steine eher schwer.
Wie wird der Bauablauf mit dem KeX® System
beeinflusst?
Positiv, wir können die KeX® Wände im
selben Arbeitsgang wie das normale BNMauerwerk ausführen und verlieren keine
Zeit für Schalungs- und Betonierarbeiten.
Welche Zeitersparnis resultiert beim Erstellen
einer KeX® Erdbebenwand, gegenüber einer
Betonwand?
Man ist zirka 10 bis 20 Prozent schneller.
Wo sehen Sie noch weitere Vorteile des KeX®
Systems gegenüber einer Betonwand?
Nachdem sich der Maurer daran gewöhnt
hat, ist die Geschwindigkeit sicherlich der
grösste Vorteil.
Würden Sie bei Ihrem Haus das KeX® System
einsetzen und weshalb?
Ja, das würde ich machen. Der CalmoStein ist einerseits ein besserer Putzträger
als Beton und andererseits der gesündere
Baustoff. Die Geschwindigkeit und die
daraus folgenden Kosteneinsparungen
würden bei der Entscheidung für mein
Haus eine Rolle spielen.
Die Interviews wurden durch Mike Pfeif­
fer, Keller Vertriebs AG, Verkauf Mauer­
werk und Elemente, durchgeführt.
Ziegel
Presse
SEITE 7
INNOVATION / BAUBERICHTE
Innovationsprozess – von der
Idee zum Entwicklungsprojekt
Am Anfang stand der Wunsch, dass eine
be­stehende Arbeit schneller, effizienter und
kostengünstiger erledigt werden kann.
Dieses Bedürfnis hat im Laufe der Zeit
viele Ideen generiert. Seit Einführung des
Bereichs Innovationsmanagement bei der
Keller AG Ziegeleien werden Ideen in einem
standardisierten Entwicklungsprozess ab­
gewickelt. Die verschiedenen Ideen sind
am Ende des Innovationstrichters im Kel­
ler-Innovationsprozess selektiert worden.
Eine interne Fachjury hat aus allen Ideen
das Projekt Fassadenworker ausgewählt.
Ein Gerät, welches sowohl Sanierungs- wie
auch Reinigungsarbeiten erledigen kann.
Für die Weiterentwicklung haben wir uns
mit einem Entwicklungsprofi, der Firma
Quo aus Zürich, einer Entwicklungsfirma,
die für ihre Kompetenz, den Erfindergeist
und ihre Beweglichkeit bekannt ist, zusam­
mengetan. Nach einer vertieften Analyse
für den Fassadenworker konnte schnell die
Konzeptphase eingeleitet werden.
In einem Workshop entwickelten wir ins­
gesamt fünf Ideen, welche anschliessend
als Modell im Massstab 1:50 umgesetzt
wurden. Als Vorgabe diente das in der
Analysephase definierte Anforderungs­
profil und ein Modell des gewählten Re­
ferenzgebäudes. Alle Gruppen konnten
ihren Ideen und ihrem handwerklichen
Geschick freien Lauf lassen.
Entstanden sind sieben, teilweise sogar
funktionierende Fassadenworkermodel­
le. Interessant waren die unterschiedli­
chen Ansätze, wie ein Fassadenworker
verstanden werden kann. Rechts oben
zwei Beispiele. Nach vorgängig definier­
ten Bewertungskriterien wurden die Ar­
beiten bewertet und die Konzeptphase
wurde mit einer Diskussionsrunde abge­
schlossen. Resultat der Auswertung war,
dass keine der Ideen den gewünschten
Mehrwert generieren konnte und somit
im Moment kein Fassadenworker zur
Weiterentwicklung empfohlen werden
konnte. Nach Abschluss der Konzept­
phase beschlossen wir, das Projekt nicht
Keller-Innovationsprozess
weiter zu verfolgen. Trotzdem konnten
aus dem Projekt neue Erkenntnisse mit­
genommen werden sowie viele Ideen, wie
der Bereich Fassadensanierung und Rei­
nigung ausgebaut werden kann.
Workshop: Ideenumsetzung
kemano-Klinker im Einsatz
Unser kemano-Langformat mit den Mas­
sen 490 x 90 x 40 mm wurde beim Objekt
Wendelsee in Oberhofen am Thunersee
erstmals im grossen Massstab eingesetzt.
Dieser Klinker vermauerte man in der
Farbe Jura sowohl vorder- als auch rück­
seitig, um der Fassade durch die unter­
schiedlichen Sichtflächen eine weitere
Textur zu verleihen. Für das Vermauern
wurde unser Klinkermörtel k210, zement­
grau, verwendet. Abschliessend wurde
die Klinkerfassade in einem gebrochenen
Weiss geschlämmt.
Die Fassade fügt sich auf diese Weise so­
wohl in das moderne Design des Objektes
als auch in die einmalige Umgebung, am
Ufer des Thunersees mit Sicht auf die Ber­
ner Alpen, ein. Sie lebt von der natürlichen
und lebendigen Struktur des rustikalen
Klinkers, dessen Handwerklichkeit bes­
tens zum Ausdruck kommt und äusserst
individuell und handgemacht, aber den­
noch sehr modern wirkt. So überzeugt
die moderne Fassade durch ihre Einfach­
heit und Natürlichkeit und entspricht
damit dem heutigen Trend zu mehr Hap­
tik und Authentizität in der Architektur.
Die beim Projekt Wendelsee verwendeten
kemano-Langformate wurden in unserem
Werk in Frick produziert. Die verblendeten
Bauteile stammen aus unserem Element­
Visualisierung (Aebi & Vincent Architekten SIA AG)
Vergleich: Nach dem Schlämmen
Vergleich: Vor dem Schlämmen
werk Töss in Pfungen. Die Fassaden­
planung inklusive der statischen Beweh­
rungen wurde durch unsere hausinterne
Planungsabteilung ausgeführt. Der selbst­
verständlich wirkende, aber aufwendig
zu planende wilde Mauerwerksverband
wurde vom Architekten erarbeitet.
Architektur: Aebi & Vincent Architekten
SIA AG, 3007 Bern
Sturz: Detailansicht
Ziegel
Presse
BAUBERICHTE
NR. 26 / OKTOBER 2014
Aussenansicht (Foto: Zoo Zürich, Jean-Luc Grossmann)
Schwimmende Elefanten (Foto: Zoo Zürich, Jean-Luc Grossmann)
Zoo Zürich: Rustikale Klinker für
asiatische Schwergewichte
Nach dreijähriger Bauzeit eröffnete die­
sen Sommer der Kaeng Krachan Elefan­
tenpark im Zoo Zürich. Das neue Zuhause
der Elefanten erstreckt sich über eine
Fläche von mehr als 11 000 m2. Kern der
Anlage ist der gedeckte Gebäudeteil mit
dem 6800 m2 grossen Dach, welches als
flache, freigeformte Holzschale konzipiert
wurde (Bilder oben und unten links).
Eine zentrale Rolle im neuen Kaeng Kra­
chan Elefantenpark spielt das Wasser: Im
Innen- wie im Aussenbereich stehen den
Tieren verschiedene Wasserstellen zur
Verfügung. Sie sind zum Teil so tief, dass
die Elefanten untertauchen können. Im
Innenbereich können die Besucher die
badenden Tiere durch eine Glasscheibe
beim Tauchen unter Wasser beobachten.
Die Aussenbereiche bei den Wasserspie­
len (Bild «Brunnen») und der Unterwassereinblick im gedeckten Teil wurden mit
unserem kemano-Klinker ausgeführt.
Dabei wurden die vier verschiedenen Far­
ben Erdbraun, Schwarz, Ziegelrot und
Sahara im Format 240 x 115 x 54 mm
verwendet (Bild «Treppe»). Die Rustikalität
des Handformsteins und die Durchmi­
schung der Farben passen exakt in das
landschaftliche Thema und Konzept des
Kaeng Krachan Elefantenparks.
Bei der Ausführung wurde die von vetsch­
partner Landschaftsarchitekten AG, Zü­
rich, geforderte Sortierung angewendet.
Ebenso wurden die Klinker im Innern
wie im Aussenbereich der Anlage je nach
Anwendung stehend oder liegend (Bild
rechts) sowie mit einem von der Fixit spe­
ziell entwickelten Mörtel, für die Anwen­
dung im Bodenbereich, verarbeitet.
Steinmuster Nahaufnahme
Brunnen im Aussenbereich
Innenansicht (Foto: Zoo Zürich, Jean-Luc Grossmann)
Treppe beim Unterwassereinblick
Ziegel
Presse
SEITE 9
BAUBERICHTE
Versetzbare Trennwandsysteme für die
Stadtverwaltung und AXA
Flurwand kelux G300 Structural-Glazing mit raumhohen Türen
Der Superblock ist Teil des Sulzer-Areals
in Winterthur, südwestlich vom Haupt­
bahnhof gelegen. Die Überbauung besteht
aus einem hof- und kammartigen Büro­
gebäude für rund 2300 Arbeitsplätze. Im
nördlichen Gebäudeteil zieht die Stadtverwaltung Winterthur ein, welche nach
einer gewonnenen Volksabstimmung im
November 2010 ihre diversen Departemente hier zentralisieren will. Die gesamte
Südfassade der ehemaligen Produktions­
halle muss erhalten bleiben, ebenso zwei
über 150 Jahre alte Backsteinbauten auf
der Nordseite des Areals. Diese werden von
der Nutzung her in die Überbauung integriert, bleiben aber in ihrer Erscheinung
gut lesbar.
Grossraumbüro kelux G300 Structural-Glazing
Der Superblock ist das Werk des Architek­
ten Krischanitz, das aus der Testplanung
für die Neunutzung der ehemaligen In­
dustriegebäude als Sieger hervorging. Die
Überbauung setzt einen städtebaulichen
Massstab und damit eine stadträumliche
Gliederung fort, deren Ursprung in der ge­
fundenen Form des Industrieareals Sulzer
liegt. Das Projekt ist aus bestehenden und
neuen Gebäudeteilen und Freiräumen zu­
sammengesetzt.
In den drei neuen Hauptgebäuden A, B und
E entstehen auf je sechs Geschossen die
neuen Büros für die AXA und die Stadt­ver­
waltung Winterthur. Für den Innenaus­
bau der Bürotrennwände wurden hohe
Anforderungen an Schallschutz, Ästhetik,
Transparenz und Brandschutz gestellt. Im
Juli 2013 erhielt die Keller AG Ziegeleien
den Zuschlag für den Innenausbau der
Gipswände, Akustikwände in Edelholz fur­
niert, Brandschutzverglasungen EI 60/30
und die verglasten Systemtrennwände. Die
6000 m2 Gipsständerwände wurden mit
vier Lagen Gipsplatten mit einer vollflä­
Akustikverkleidung Topakustik Typ 14/2 M
Das ambitiöse Terminprogramm konnte
stets eingehalten werden, sodass im Herbst
2014 die AXA und im Frühling 2015 die
Stadtverwaltung ihre neuen Büroräume
beziehen können.
Bauherrschaft
AXA Leben AG, vertreten durch AXA
Investment Managers Schweiz AG
Projektentwicklung
Allreal Generalunternehmung AG,
8050 Zürich
Illustration Superblock Pionierstrasse AXA
chigen Spachtelung in Q3-Qualität er­
stellt. Bei den Schalterboxtrennwänden
wurden 800 m2 Topakustik-Elemente Typ
14/2 M in Edelholz furniertem Kirschholz
verbaut, um ein optimales akustisches
Raumklima zu erreichen. Die verglasten
Brandschutzwände (rund 260 m2) mussten
EI60 und die Glastüren EI30 erfüllen so­
wie im Structural-Glazing-Verfahren mit
emaillierten Rändern hergestellt werden.
Die 3500 m2 verglasten Flurwände, eben­
falls im Structural-Glazing-Verfahren
mit emaillierten Rändern, sorgen für
Transparenz in den Büros.
Totalunternehmer
Allreal Generalunternehmung AG,
8050 Zürich
Architektur
Architekt Krischanitz ZT GmbH,
8005 Zürich / A-1060 Wien
Ziegel
Presse
BAUBERICHTE
NR. 26 / OKTOBER 2014
Umnutzung des Gurtenareals Bern
Im 13. Jahrhundert lieferte der «Gurten»
Wein in die Stadt, im 14. Jahrhundert Was­
ser und im 19. folgte das Bier. Im Jahre
1862 kaufte der Bauernsohn Johann Juker
das Steingrubenanwesen am Gurten ober­
halb des Dörfchens Wabern mit der festen
Idee, an diesem Ort eine Brauerei zu er­
bauen. Das rund 75 000 m2 grosse Grund­
stück hatte damals einen amtlichen Wert
von CHF 14 780.–. Das zum grossen Teil
aus Sandstein bestehende Areal eignete
sich zum einen sehr gut zur Einrichtung
der nötigen Lagerkeller, die bis zum Auf­
kommen der Kühlmaschine ausschliess­
lich mit Natureis gekühlt werden muss­
ten, zum anderen versprach es durch die
Projektierung der Gürbetalbahn gut er­
schlossen zu werden. Als erst 24-Jähriger
erhielt Juker 1863 schliesslich die Bau- und
Einrichtungsbewilligung für seine Brauerei. Bereits ein Jahr später konnte das ers­
te «flüssige Gold» ausgeliefert werden.
Aber wie schon etliche andere Schweizer
Brauereien wurde diese geschlossen und
das Areal zum Verkauf angeboten. Die PSP
Swiss Property AG kaufte das Areal und
liess Wohnungen und Geschäftsräume
errichten. Das altehrwürdige Sudhaus
sollte nach Abbruch der ehemaligen An­
bauten wieder das originale Erscheinungs­
bild bekommen. Diese hochstehende Auf­
gabe war natürlich für den Baudienst der
Keller AG Ziegeleien genau das Richtige.
Durch die Zusammenarbeit zwischen un­
serem Baudienst und dem örtlich zustän­
digen Architekturbüro Itten + Brechbühl
AG, Bern, wurde das Konzept für die Wie­
derherstellung (inklusive Rückveranke­
rung) des Ziergurtes aus Sandstein und
Sichtsteinen an der Ostfassade erarbeitet.
Dank unseren Geschäftspartnern war es
uns möglich, auch hier aus einer Hand
die Natursteinarbeiten mit dem Material
aus dem benachbarten Steinbruch auszu­
führen. Es mussten ganze «Bänder» neu
erstellt und über der Sandsteinabdeckung
einzelne Steine ersetzt werden. Verputz­
arbeiten waren ebenfalls notwendig, die
auch zur grossen Zufriedenheit ausge­
führt wurden. Somit konnte nach rund
dreieinhalb Wochen Bauzeit der Bauherr­
schaft eine fachmännisch erstellte wie
auch ästhetisch einwandfrei wiederher­
gestellte Fassade übergeben werden. Nun
erstrahlt das Sudhaus, an dem grosse
Handwerkskunst zu sehen ist, wieder in
neuem Glanz.
Deckschicht über Rundbogen mit daraufliegender Rückhalterungsarmierung
Rundbogen zwischen den Sandsteinauflagernocken
Komplettes Fachwerk aus Sichtsteinen und Sandstein
Sudhaus der ehemaligen Gurten-Brauerei mit markanter Sand- und Sichtsteinfassade
Ziegel
Presse
SEITE 11
PRODUKTE-INFO
«Community Wall» für
die Fans von Manchester City FC
Produktion der Elemente
Der Fussballklub «Manchester City Foot­
ball Club» baut neben dem Etihad-Stadion
in Manchester eine Trainings-Akademie
für deren Nachwuchsteams. Das Gelände
bietet insgesamt 17 Trainingsplätze für
alle Nachwuchsmannschaften wie auch
für die 1. Mannschaft. Ebenso bezieht der
Club auf dem 80 Acres (1 ac = 4047 m2)
grossen Gelände seinen neuen Hauptsitz
mit dem Medienzentrum und einem Ho­
tel für die Profis. Das Gelände soll auch als
Treffpunkt der Fans dienen, mit einem
Fanshop und Restaurants.
Digitales Modell
Teil des Geländes ist das Trainingsstadion mit einem Fassungsvermögen von
5000 Zuschauern. Darin sollen die jun­
gen Spieler bei ihren Spielen an die
Stadionatmosphäre des Etihad-Stadions
herangeführt werden. Eine Seite des
Stadions wird mit der Community Wall
verkleidet, was ein Teil des Fankonzepts
von Manchester City ist.
Das Konzept der Wand basiert auf den
Werten des Klubs. In einer Fanumfrage
wurden die Ausbildung und die Materialisierung ermittelt. City ist der Arbeiter­
klub von Manchester und viele Fans leben
in für diese Region typischen KlinkerHäusern, sodass die Wahl auf das tradi­
tionelle Material Klinker fiel. Dass die
Community Wall als digitale ROBmade
Wand entworfen und gebaut wurde, soll
die zukünftige Strategie eines modernen,
globalen Vereins untermauern.
Übersicht Wand
Der Entwurf der Wand wurde von einem
lokalen Künstler erstellt und anschlies­
send von der ROB Technologies AG, Zürich,
digital im CAD aufgebaut. Das Modell ist
oben rechts zu sehen. Die Elemente der
Community Wall wurden bei der Keller
Systeme AG in Pfungen hergestellt (Bild
oben links) und anschliessend von unse­
rem Montageteam installiert.
Die drei Bilder in der Mitte und unten
zeigen die installierte Community Wall
beim Trainingsstadion vor der Licht-Installation, welche ebenfalls zum künstle­
rischen Konzept gehört. Der Vergleich
zwischem dem Modell oben rechts und
der gebauten Wand darunter zeigt ein­
drücklich, mit welcher Präzision das vom
Künstler erwünschte Bild mit einer ROB­
made Fassade abgebildet werden kann.
Nahaufnahme
Integration
Presse
FOTOS
NR. 26 / OKTOBER 2014
100
Schiebetüre
25
35
18
Objekt: Büroneubau Steffen Informatik,
5506 Mägenwil
Architekt: Bele Architekten,
5443 Niederrohrdorf
Bauherr: Step2 AG, 8957 Spreitenbach
Trennwandsystem: Technoline mit Haar­
fugen, kombiniert mit Space Tech 98 G
371
275
21
4
48
168
18
293
MH 32/60
18
21
10.5
MH 32/60
11.5 WAL 05
8 14 MH 32/60
4
2
30
311
1
30
369
1
21 1
2
SCHNITT 1
Bearbeitung Betonoberflächen:
371
Fasen: 5/5 mm
Glattstrich:
Pos.:
Abrieb:
B13-T
Stk.:
Auftrag/Objekt:
Mit System am Bau
CH-8422 Pfungen ZH
Telefon 052 304 03 03 Telefax 052 304 04 04
www.keller-ziegeleien.ch
Bauingenieur: Höltschi & Schurter,
Dipl. Ing. ETH/SIA AG, 8050 Zürich
Bauherr / Investor: Baugenossenschaft
Brunnenhof, 8057 Zürich
vorfabrizierte Elemente: Beton-Fassadenelemente gelb eingefärbt, sandgestrahlt
8 14
8 14
Objekt: Brunnenpark 2. Etappe,
8057 Zürich
Architekt: Anne-Marie Fischer und Reto
Visini Architekten, 8050 Zürich
Generalunternehmung:SCHNITT
Arigon4 AG,
8050 Zürich
Abgezogen:
7 1
HTA 38/17-100
1
ANSICHT
VON INNEN
Modellglatt:
10.5
11
10.5 8
18.5
7.5
1
22
WAL 05
101.5
1
101.5
17.5
48
Beton:
Sichtbeton:
2
22
Ziegel
Gew.:
357 kg
1565
Brunnenpark Zürich
Etappe 2
Haus K
0.14 m3
N-O
K
W
Position
Einlage
5
Wellena
9
Mörtelhü
12
Halfens
Beton grau
1
modellglatt
Vol.:
Haus
Datum / Visum
20.07.2011 ME
Kontrolle Architekt
Freigabe für Fabrikation
Revidiert
03.04.2012 ME
Objekt: MFH Sennhofstrasse,
8125 Zollikerberg
Architekt: rbm Architekten, 8050 Zürich
Bauherr: Georg Henze, 8126 Zumikon
Klinkerart: Hagemeister Jever WRF
Format: 210 / 100 / 63 mm / Läuferverband
Sichtmauermörtel: kelit 210, zementgrau
vorfabrizierte Elemente: Verblendete
Rechteckstürze und Brüstungselemente
sowie Beton-Winkelstürze und -Abdeck­
elemente
Objekt: Schulhaus Kopfholz,
8134 Adliswil
Architekt: Boltshauser Architekten AG,
8003 Zürich
Bauherr: Schule, 8134 Adliswil / Dienstabteilung Liegenschaften
Sichtsteinart: Backstein grün-grau
gedämpft
Format: 222 / 73 / 53 mm / wilder Verband,
Steine gedreht
Fugen: 10 mm Betonfuge gerundet,
unbehandelt
vorfabrizierte Elemente: Fassadenelemente,
Gewicht bis 12 to
2
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Kunst und Fotos
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