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EnEV- und KfW-Bewertung für die Gas-Wärmepumpe

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Informationen
zur Vitosorp 200-F
EnEV- und KfW-Bewertung für die Gas-Wärmepumpe Vitosorp 200-F
Allgemeines
Das Gas-Adsorptionsheizgerät Vitosorp 200-F
eignet sich sehr gut zur Erfüllung der Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV)
und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes [EEWärmeG]. Durch Nutzung dieser
hocheffizienz Gas-Heiztechnologie können im
Neubau und Bestand KfW-Effizienzhausstufen
erreicht werden, mit entsprechenden Förderungs- und Finanzierungsmöglichkeiten durch
die KfW.
Für die Berechnung von Energiebedarfswerten verweist die aktuelle EnEV [2014], statisch
auf Berechnungsnormen mit einem bestimmten Ausgabedatum. Für den EnEV-Nachweis
Vitosorp 200-F
sind Berechnungen nach DIN V 4701-10 bzw.
DIN V 18599 zu erbringen. Die Berechnungen
für Wohngebäude erfolgen im Regelfall mit
DIN V 4701-10:2003-08 [DIN V 4701-10] in
Verbindung mit DIN V 4108-6:2003-06 [DIN
V 4108-6]. Diese Berechnungsnorm enthält
jedoch kein Verfahren für die Bewertung
von Gas-Adsorptionsheizgeräten bzw. GasWärmepumpen. Für den EnEV-Nachweis,
und auf den gleichen Bewertungsverfahren
aufbauende weitere Anforderungen wie z.B.
KfW-Förderprogramme, muss daher eine
vom Standard abweichende Nachweisführung
nach DIN 4701-10 gewählt werden. Die Vorgehensweise ist dennoch relativ einfach.
Information
Vitosorp 200-F
Vereinfachte Darstellung Vitosorp 200-F
als Gasbrennwertkessel
Zum Energetischen Nachweis nach DIN 470110 wurde vom ITG Dresden (Prof. Oschatz)
für Viessmann ein detailliertes Gutachten
erstellt. Das Gas-Adsorptionsheizgerät
Vitosorp wird darin vereinfachend energetisch
als Gas-Brennwertkessel mit geänderten
Kennwerten entsprechend den Produktdaten
der Vitosorp 200-F betrachtet. Dabei werden
der Teillast- und der Volllast-Wirkungsgrad
sowie die Wärmeleistung des Zeolith-Wärmepumpenmoduls berücksichtigt. Der Teillastwirkungsgrad ist dabei in Abhängigkeit von
den Heizkreistemperaturen und der Gebäudeheizlast anzugeben. Da der Wirkungsgrad
der Gaswärmepumpe je nach Nennheizlast
des Gebäudes stärker variiert als der eines
Gas-Brennwertkessels, ist gemäß Tabelle 1
der 30 %-Teillastwirkungsgrad für Gebäude
zwischen 6 und 11 kW auszuwählen. Dabei
ist zu beachten, dass die mittlere Heizkreistemperatur angepasst an Radiatoren oder
Fußbodenheizung, auszuwählen ist.
Tabelle 1
Radiatoren
Vitosorp 200-F – Teillastwirkungsgrad 30 %, bei Einsatz in:
Auslegungstemp.
Heizkreis in °C
Gebäudeheizlast
6 kW und kleiner
Gebäudeheizlast
7 kW
Gebäudeheizlast
8 kW
Gebäudeheizlast
9 kW
Gebäudeheizlast
10-11 kW
70/55
131,9
131,1
130,4
129,6
128,8
55/45
137,1
136,3
135,5
134,7
133,9
50/40
139,6
138,8
138
137,2
136,4
45/35
142,2
141,3
140,5
139,7
138,8
40/30
144,7
143,9
143
142,7
141,3
35/28
145,8
145
144,1
143,3
142,4
Gebäudeheizlast
8 kW
Gebäudeheizlast
9 kW
Gebäudeheizlast
10-11 kW
Fußbodenheizung
Vitosorp 200-F – Teillastwirkungsgrad 30 %, bei Einsatz in:
Auslegungstemp.
Heizkreis in °C
Gebäudeheizlast
6 kW und kleiner
Gebäudeheizlast
7 kW
45/35
142,8
142
141,2
140,3
139,5
40/30
145,2
144,4
143,5
142,7
141,8
35/28
146,2
145,3
144,4
143,6
142,7
Der heizlastspezifische 30 %-Teillastwirkungsgrad der Vitosorp muss immer manuell in
die jeweilige EnEV-Berechnungs-Software
eingegeben werden. Zur WW-Bereitung ist
als Vollastwirkungsgrad der Wert 112,7 %
einzusetzen. Die Stromaufnahme der Vitosorp
ist mit 95 W anzusetzen. Es ist zu beachten,
dass die gegenüber Gas-Brennwertkesseln
deutlich höheren Wirkungsgrade des GasAdsorptionsheizgerätes nur in der Einzelanlagen-Ansicht eingegeben werden können.
Vitosorp 200-F kann derzeit weder über
Produkt-Auswahlmenüs ausgewählt werden,
noch in diese eingegeben werden.
Vitosorp und Solarthermie
Analog zu einem Gas-Brennwertkessel kann
auch Vitosorp sehr gut mit solarthermischer
TW-Erwärmung kombiniert werden – die
energetische Gesamtbewertung verbessert
sich entsprechend. Solarthermie kann auch
sehr gut als Primärwärmequelle für Vitosorp
verwendet werden. Die gemäß DIN 4650-2
ermittelten Prüfstandsmesswerte unterscheiden sich dabei nicht signifikant von denen
mit Wärmequelle Erdwärme. Die Teillastwirkungsgrade aus Tab.1 können daher auch bei
Nutzung der Wärmequelle Solarthermie zum
EnEV-Nachweis verwendet werden.
Die Kombination von Vitosorp 200-F mit solarthermischer HU ist derzeit technisch nicht
zulässig.
Vitosorp 200-F
Anlagenbeschreibung – Einstellungen
Heizung
Erzeugung
Zentrale Wärmeerzeugung
1 Wärmeerzeuger, monovalent
Typ: Brennwertkessel
Brennstoff: Erdgas E oder Flüssiggas
Aufstellung: innerhalb der thermischen Hülle oder außerhalb der
thermischen Hülle, Keller
Deckungsanteil: 100%
Speicherung
keine
Verteilung
Auslegungstemperaturen
Dämmung der Leitungen: Anlagenspezifisch
Optimierter Betrieb (optimale Heizkurve, hydraulischer Abgleich)
Umwälzpumpen leistungsgeregelt
Übergabe
Anlagenspezifisch
Warmwasser
Erzeugung
Zentrale Warmwassererzeugung
Speicherung
Indirekt beheizter Speicher, Dämmung nach EnEV
Verteilung
Verteilung mit oder ohne Zirkulation
Dämmung der Leitungen: Anlagenspezifisch
Nachweise und weiterführende
Unterlagen
Bei Bedarf seitens der Behörde können einem
EnEV-Antrag ein Auszug des zugrundeliegenden Gutachtens der ITG beigefügt werden.
Der Auszug ist über die Pre-Sales Abteilung von Viessmann erhältlich: PreSales@
viessmann.com. Die grundlegende Vorgehensweise wurde vom ITG (Bert Oschatz
und Bernadetta Winiewska) auch im Rahmen
eines Artikel in der Zeitschrift EnEV-aktuell
(Heft IV, 2012) publiziert, damals am Beispiel
der Zeolith-Gas-Wärmepumpe von Vaillant.
Unterstützung im Einzelfall
Im konkreten Einzelfall oder bei Rückfragen
von Kunden oder Behörden kann bei PreSales Wolfram Mattner (MWm) um Unterstützung gebeten werden.
PreSales@viessmann.com
Tel.: 06452 / 70 36 88 88
Energieausweis für einen Neubau mit Vitosorp 200-F,
Wärmequelle: Solarthermie
Viessmann Deutschland GmbH
35107 Allendorf (Eder)
Telefon 06452 70-0
Telefax 06452 70-2780
www.viessmann.de
01/2015
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