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InfoMagazin
Jahrgang 2014 | Ausgabe 4 | Oktober 2014
Das muss
klappen!
Geht nicht gibt’s nicht
Editorial
Inhalt
Fokus Kunde
Das muss klappen! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
schon der deutsche Verleger Hubert Burda hat es
auf den Punkt gebracht: „Noch nie war die Zukunft
so nah wie heute.“ Wir haben also jeden Tag die
Chance, die Zukunft aktiv zu gestalten und die
Menschheit einen Schritt voranzubringen – wie
zum Beispiel mit dem neuen Raumfahrzeug IXV der
europäischen Weltraumorganisation ESA. Mit dem
Intermediate eXperimental Vehicle will die ESA eine
neue Ära einleiten. Lesen Sie jetzt im InfoMagazin
über die bedeutende Rolle, die SKF einimmt, damit
diese Mission im wahrsten Sinne des Wortes
klappt. Unentbehrlicher Erfolgsfaktor für dieses
und andere Zukunftsprojekte: die umfassende Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Das zeigt auch
das Beispiel der SKF Solution Factory. Hier entwickeln SKF Experten für nahezu jedes Problem
Lösungen – Lösungen, die Kunden und Anlagen fit
für morgen machen. Wie wichtig für SKF die Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist, zeigen auch
die Zahlen. Allein im letzten Jahr haben wir hierfür
207 Mio. Euro investiert. Die Resultate können sich
sehen lassen: beispielsweise in der durchaus beeindruckenden Zahl von 468 Patenten, die neu angemeldet wurden, oder auch in den zahlreichen neuen
Produkten, die wir gerade erst auf vielen Messen
für die unterschiedlichsten Industriezweige präsentiert haben. Deshalb hoffe ich, dass Sie auch morgen auf SKF vertrauen und wir weiterhin für Sie
Lösungen entwickeln dürfen, die Sie weiterbringen.
Denn eines liegt mir besonders am Herzen: unsere
gemeinsame, erfolgreiche und nachhaltige Zukunft.
Ihr Karsten Faust
Impressum
SKF GmbH, 97421 Schweinfurt
Tel. (09721) 56-0, Fax (09721) 56-6000
Knowledge
Geht nicht gibt’s nicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Innovationen und Technik
Kein Alkohol am Steuer,
aber Bierdosen im Chassis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Das hat sich gewaschen!. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Die Kings der Zustands­überwachung
an Bord der Queen Mary 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Damit sich’s dreht, wenn’s weht . . . . . . . . . . . . . 18
SKF News
News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
SKF News
News. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Quelle: ESA­– J. Huart
Das muss klappen!
Beim Wiedereintritt in die Atmosphäre herrschen oft Temperaturen von weit über 1.000 °C.
In diesem Inferno sollen zwei Steuerklappen das ESA-Raumfahrzeug „IXV“ (Intermediate
eXperimental Vehicle) sicher zur Erde zurücklenken – eine echt heiße Mission für spezielle
Rollengewindetriebe von SKF.
„Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200.
Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise …“ Wer
kennt sie nicht, die berühmten Einleitungsworte zur weltweit
bekannten Fernsehserie. Geschichten wie diese haben nichts
von ihrer Faszination verloren, seit Neil Armstrong bei der
Mondlandung am 21. Juli 1969 echte Raumfahrtgeschichte
schrieb. Für ihn war es ein kleiner Schritt, aber ein großer für
die Menschheit, wie er selbst sagte. Viele weitere kleine und
große Schritte sind seitdem dazugekommen. Im Moment steht
die Europäische Raumfahrtorganisation ESA kurz vor einem
weiteren großen Schritt: Noch im laufenden Jahr soll das IXV
den Europäern den Weg zu einer wiederverwendbaren Raumfähre ebnen. Damit diese ebenso bedeutende wie schwierige
Mission im wahrsten Sinne des Wortes klappt, verfügt die ESADrohne an „wegweisender“ Stelle über spezielle Rollengewinde­
triebe von SKF.
Verantwortlich:
Zarife Kameraj, Leitung Kommunikation
Projektmanagement:
Dietmar Seidel, Leiter technische Fachpresse
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© SKF 2014
SKF GmbH
3
Knowledge
Fokus
Kunde
InnovationenFokus
und Technik
Kunde
Ausgabe 4 | Oktober 2014
Architekt des Intermediate eXperimental Vehicle
ist Thales Alenia Space – Italy (TAS-I). Für dieses
Projekt, das für die europäische Raumfahrt von
zentraler Bedeutung ist, hat TAS-I rund 20 Subunternehmen unter Vertrag genommen, darunter
SABCA, das belgische Luft- und Raumfahrtunternehmen. SABCA ist es auch, das den Aktuator fertigt, der die Steuerung der Klappen am Heck des
IXV sicherstellt.
Der Name Kourou ist sicherlich nicht vergleichbar
mit New York, Berlin oder Schanghai, und doch ist
dieser Ort in Französisch-Guayana etwas ganz
Besonderes. Der Weltraumbahnhof wird immer
wieder zum Nabel der Welt, wenn von hier aus
Trägerraketen zu Missionen ins All abheben. Im
November 2014 startet eine ganz besondere
Mission. Die Trägerrakete Vega soll das auf ihr
befindliche Raumfahrzeug IXV auf einen Testflug
ins All bringen. Ziel dieser brenzligen Unternehmung ist es, einen neuen Hitzeschild zu testen,
der den enormen Temperaturen standhält und
die Raumfahrzeuge wieder sicher zur Erde zurückbringt.
Das IXV hat mit 4,40 × 2,00 × 1,50 Meter in etwa
die Größe eines Kleinwagens und wiegt rund 2
Tonnen. Seine ballistische Bahn soll eine Maximalhöhe von 415 Kilometern erreichen, bevor es wieder
zurück zur Erde geht. Rund 100 Minuten lang
werden alle Beteiligten so viele Flugdaten wie
irgend möglich sammeln.
Brandgefährlich
Eine der spannendsten Phasen dürfte dabei der
Wiedereintritt in die Atmosphäre sein, denn hier
wird es regelrecht brenzlig: Mehr als 20 Minuten
lang muss der Hitzeschild Temperaturen von über
1.600 °C standhalten, um zu verhindern, dass das
Raumschiff in einen Feuerball verwandelt wird.
Hotspot dieser Mission ist dabei aber vor allem auch
die Steuerung des Raumfahrzeugs, das mit zwei
unabhängig voneinander gesteuerten Klappen
manövriert werden soll. Die Klappen müssen nicht
nur hochpräzise, sondern auch extrem zuverlässig
sein. Um das Raumfahrzeug in den richtigen Neigungs- und Eintrittswinkel zu lenken, müssen beide
Klappen jeweils mit einer Kraft von rund 35 Kilonewton in den entsprechenden Positionen gehalten
werden. Die Klappen sind einzeln bedienbar,
damit sowohl der Neigungswinkel als auch
die Rotation des Raumfahrzeugs
kontrolliert werden kann.
Die von SABCA entwickelten Aktuatoren werden
mit Hife von Computern und Elektromotoren
gesteuert bzw. angetrieben. „Die von uns gelieferten
Aktuatoren waren ursprünglich eine Sonderkon­
struktion, die wir für das IXV modifiziert haben“, so
Didier Verhoeven, Projektleiter bei SABCA. „Angesichts des begrenzten Etats mussten wir möglichst
viele vorhandene Komponenten wiederverwenden.
Deshalb haben wir die Schubvektorsteuerung, die
wir für den Antrieb der ZEFIRO-Düsen der VegaTrägerrakete entwickelt hatten, an die Erfordernisse des IXV angepasst. Damals, als wir an der
Ariane-5-Trägerrakete arbeiteten, haben wir noch
hydraulische Stellantriebe benutzt. Nun aber sind
wir dem allgemeinen Trend in der Luft- und Raumfahrtindustrie gefolgt und haben elektromechanische Aktuatoren für die Vega und das IXV gewählt.“
Kern dieser elektromechanischen Aktuatoren sind
Rollengewindetriebe. Dass SABCA und Verhoeven
dabei auf das SKF Produkt vertrauen, ist eine
ganz bewusste Entscheidung. „Wir haben mit dem
SKF Rollengewindetrieb, der exakt auf unsere
Anforderungen ausgelegt ist, ein Produkt, das beim
Start den enormen Vibrationen standhalten kann,
schnell und akkurat arbeitet und dabei hilft, die
Klappen optimal in Position zu bringen“, so Verhoeven weiter. Robustheit, Kraft, Schnelligkeit und
Präzision sind von entscheidender Bedeutung, um
die Drohne sicher durch die Atmosphäre zu steuern. Schon geringste Abweichungen von der definierten Flugbahn könnten dazu führen, dass das
IXV verglüht bzw. außer Kontrolle gerät. Das heißt:
Obwohl es sich bei den Rollengewindetrieben um
vergleichweise kleine Bauteile handelt, müssen sie
im Herzen der Aktuatoren doch eine extrem verantwortungsvolle Aufgabe erfüllen.
1.000-fach geprüft
Alle Augen sind also gespannt zum Himmel gerichtet, wenn im November nach dem Countdown die
Vega-Rakete mit dem an der Spitze montierten
Raumfahrzeug IXV ihre Reise beginnt. In Bezug
auf die Aktuatoren spielt schon beim Start deren
Bremssystem eine wichtige Rolle: Das System hat
Quelle: ESA – S. Corvaja
dafür zu sorgen, dass sich die Klappen bis zum
Wiedereintritt nicht bewegen. Daher müssen die
Halterungsfedern des Systems so beschaffen sein,
dass sie den enormen Vibrationen insbesondere
beim Zünden der Triebwerke standhalten: Weder
beim Abheben noch im All darf es zu einer sogenannten „Kaltverformung“ kommen, die später
das Lösen der Bremse verhindern und damit die
Klappen blockieren könnte.
Projektleiter Verhoeven ist indes guter Dinge:
„Wir haben die Bremse mit einem speziellen Fett
geschmiert und sie dann in über 1.000 Testzyklen
unter Vakuumbedingungen geprüft. Es gab keinen
einzigen Fall von Kaltverformung.“ 2013 bis Anfang
2014 wurden die Aktuatoren inklusive Bremsen
erfolgreich weiteren Klima-, Vakuum-, Schockund Schwing­ungstests unterzogen.
„Wir sind stolz, an dem IXV-Projekt beteiligt zu
sein. Es ist der erste Schritt eines sehr langen
Wegs, bis das langfristige Ziel, eine europäische
bemannte Weltraummission und deren sichere
Rückkehr zur Erde, erreicht ist“, so Verhoeven
abschließend. Deshalb muss das mit den Klappen
auf alle Fälle klappen.
Quelle: Neri Livorno
5
Innovationen und Technik
Kein Alkohol am Steuer,
aber Bierdosen im Chassis
Die Formula Student machte Boxenstopp in Hockenheim, und nicht nur viele
Motorsportfans kamen begeistert ins Motodrom – auch die Formel 1 schaut
respektvoll auf den Nachwuchs-Rennzirkus.
Wenn Bierdosen als Tank dienen und
Fahrersitze aus Jutesäcken gefertigt
werden, hört sich das eher nach
einem Seifenkistenrennen an als nach
hochprofessionellem Rennzirkus. Doch
wer die Formula Student näher
betrachtet, stellt fest, dass die Teams
so penibel arbeiten wie die Profis.
Dank kreativer Ideen schauen sogar
die Formel-1-Verantwortlichen
respekt­voll auf den vermeintlich
kleinen Bruder.
Kaum eineinhalb Wochen nach dem Spektakel der
Formel 1 auf dem Hockenheimring wurde das
Mekka des deutschen Motorsports wieder zum
Schmelzpunkt von Emotionen, Hightech, Geschwindigkeit und purer Motorsportbegeisterung, denn
vom 29. Juli bis zum 3. August demonstrierten 115
Teams aus 28 Nationen im Rahmen der Formula
Student Germany 2014 vor mehr als 6.000 Motor-
Gehen ab wie Schmitts Katze
Selbst wenn die Studi-Flitzer eine Nummer kleiner
wirken als die Formel-1-Boliden, müssen sie sich
schem Antrieb überzeugte das GreenTeam der Uni
Stuttgart, das als Zweiter der Gesamtwertung auf
das Siegertreppchen stieg. Die Schwaben rasten
beim Beschleunigungswettbewerb sogar auf den
ersten Platz und verwiesen dadurch den schon
genannten Weltrekordhalter der TU Delft auf den
dritten Rang der Gesamtwertung. Dieser Erfolg von
GreenTeam ist umso höher zu bewerten, als das
Team wenige Wochen vor Rennbeginn einen Kapi-
sportfans, was ihre selbstkonstruierten Boliden so
draufhaben. Je nach Antrieb gingen sie entweder
in der Formula Student Combustion mit traditionellem Verbrennungsmotor oder in der Formula
Student Electric mit rein elektrisch betriebenen
Fahrzeugen an den Start.
Das beste Gesamtpaket gewinnt
Auf der Strecke messen sich die selbstgebauten
Rennwagen in verschiedenen Disziplinen wie Achterfahren, Beschleunigungstests, Autocross und
Langstreckenrennen. Dabei müssen die Rennwagen
Schnelligkeit, Haltbarkeit, optimales Handling und
Zuverlässigkeit beweisen. Eine Jury aus Experten
der Motorsport-, Automobilhersteller- und Zulieferindustrie bewertet zudem die Konstruktion sowie
den Kosten- und Businessplan jedes Teams. SKF
als weltweiter Technologiekonzern ist bereits seit
2011 einer der Hauptsponsoren der Formula
Student, und da die Verträge bis Ende des Jahres
laufen, unterstützen wir auch noch in diesem Jahr
sieben Teams aktiv mit Know-how und einem
großzügigen Materialbudget.
„Wir überweisen den Rennställen
nicht einfach nur Geld. Wir stellen
ihnen insbesondere Material und
Know-how zur Verfügung“, betont
Manfred E. Neubert, Vorsitzender
der Geschäftsführung der SKF GmbH.
Dabei kann jedes Team auf das
gesamte Portfolio des Unternehmens zurückgreifen: Lager und
Lagereinheiten, Dichtungen und
Mechatronik. Für die Motorlagerung
liefert SKF zum Beispiel Dünnringlager in Hybrid­ausführung.
„Im Prinzip versorgen wir unsere
Partner in der Formula Student
6
genauso umfassend wie die Profis in der Formel 1“,
fasst Reinhold Mahr, Manager Technical Sales &
Application Engineering bei SKF, zusammen. „Und
dort sind so gut wie alle Rennwagen mit Lösungen
von SKF unterwegs!“
hinter der Königsklasse nicht verstecken – im
Gegenteil: Sie sind sogar schon an ihr vorbeigefahren. Aushängeschild der Formula Student Electric
ist nämlich das ebenfalls von SKF unterstützte DUT
Racing Team der TU Delft. Mit ihrer batteriebetriebenen Rakete „flogen“ die Holländer bereits vor einiger Zeit in unglaublichen 2,134 Sekunden von 0
auf 100 km/h und damit zum Beschleunigungsweltrekord. Hamilton, Vettel & Co. – sie alle brauchen rund 4 Zehntelsekunden mehr und können in
dieser Hinsicht nur staunend hinter­herfahren. Wie
faszinierend und kreativ die Lösungen der Studenten in der Formula Student sind, verdeutlichen
auch bestimmte Bierdosen, die es fast allen Teams
„angetan“ haben – nicht wegen des Alkohols, sondern weil sie als Behälter dienen. Sie sind leicht,
haben das optimale Fassungsvermögen von genau
einem Liter und passen perfekt zu den minimalistischen Einbaumöglichkeiten im Chassis. Ziemlich
ungewöhnlich, aber ziemlich clever!
Top-Ergebnisse der gesponserten Teams
Das Ergebnis der Formular Student Germany in
diesem Jahr konnte sich aus Sicht der von SKF
gesponserten Teams absolut sehen lassen. Vor
allem im Classement der Fahrzeuge mit elektri-
talschaden erlitten hatte: Beim Laden des Akkus
brannte das Cockpit vollständig aus. Doch schon
kurz nach diesem Schock arbeiteten alle Teammitglieder Tag und Nacht, sodass nach nur 17 Tagen
das neue Monocoque fertig in der Werkstatt stand
und sozusagen direkt aus der Boxengasse zum
Erfolg im Beschleunigungswettbewerb raste.
Beeindruckt waren nicht nur die Zuschauer von den
Leistungen der Teams, sondern die Teams selber
vom Gastbesuch aus der Formel 1. Dieter Gundel,
einer der Renningenieure der Scuderia Ferrari,
gab reichlich Insiderwissen über die technischen
Herausforderungen des neuen Formel-1-Reglements preis und lobte zugleich die Nachwuchsingenieure: „In mancher Hinsicht ist uns die Formula
Student technisch voraus“, so Dieter Gundel
respektvoll.
Und so gab es letztlich nur Gewinner: die Teams, die
von diesem Erlebnis noch ein Leben lang berichten
können, die Fans, aber auch SKF – denn schließlich
sind die Studenten von heute vielleicht die Ideengeber und Mitarbeiter von morgen.
7
Innovationen und Technik
Das hat sich
gewaschen!
Eine Kläranlage sorgt für
sauberes Wasser – klar.
Allerdings trübt ihr hoher
Energieverbrauch jede
Öko-Bilanz. Durch einen
Trinken und Kochen
extrem effizienten
Permanentmagnetmotor
schafft SKF ressourcen­
schonende Abhilfe.
Wäsche
3l
30 l
Toilettenspülung
Man braucht es zum Waschen und
Kochen, für die Körperpflege, zum
Trinken und noch für so viel mehr –
frisches, sauberes Wasser. In Deutsch­
land werden pro Person jeden Tag
rund 120 Liter Wasser verbraucht.
Trotz des alltäglichen Umgangs mit Wasser sollte
sich jeder Mensch von Zeit zu Zeit bewusst machen,
dass uns Menschen ohne diese kostbare Flüssigkeit
ein Leben auf der Erde nicht möglich wäre. Die Tatsache, dass Wasser eine begrenzte Ressource ist
und bis 2030 fast die Hälfte der Weltbevölkerung
von Wasserknappheit betroffen sein könnte, bedarf
deshalb besonderer Aufmerksamkeit. Die verantwortungsvolle Nutzung des vorhandenen Wassers
8
bere Materialien, Sand und ungelöste Stoffe abgetrennt. Die zweite Stufe ist die biologische Abwasseraufbereitung. In diesem Verfahrensteil werden
durch Bakterien und andere Mikroorganismen die
biologischen Verunreinigungen des Abwassers
abgebaut. Für diesen Prozess brauchen die Bakterien Sauerstoff, weshalb Luft in das Becken hineingepumpt werden muss. Die dritte, chemische Reinigungsstufe bedient sich chemischer Reaktionen,
um weitere Schadstoffe aus dem Wasser zu entfernen. Abwasserfiltration sowie die Entkeimung
stellen bei manchen Kläranlagen noch eine vierte
Stufe im Aufbereitungsprozess dar.
40 l
7l
7l
Geschirr
Putzen
40 l
15 l
Körperpflege
stellt ein weltweit vorrangiges Anliegen dar. Einen
besonderen Stellenwert nehmen hierbei die
Ab­wasser­aufbereitungsanlagen ein, die Brauchwasser durch verschiedene Prozesse der Wiederverwendung zuführen. Auch SKF stellt sich dieser
Verantwortung. Mit dem Ziel einer effizienteren
Abwasseraufbereitung bietet das Unternehmen
nun eine Lösung mit einem Permanentmagnetmotor und aktiven Magnetlagern an, die das gesamte
Verfahren umweltschonender und kostensparender
macht.
Stufen der Abwasseraufbereitung
Die Abwasseraufbereitung in Kläranlagen erfolgt
meist in einem dreistufigen Prozess. Die erste Stufe
umfasst die mechanische Reinigung. Hier werden
durch Rechen, Sandfang und Vorklärbecken grö-
Duschen
Da für die Abwasserbelüftung im Rahmen der
zweiten Stufe des Aufbereitungsprozesses meist
direkt angetriebene Zentrifugalgebläse verwendet
werden, hat SKF hierfür eine höchst innovative und
nachhaltige Lösung entwickelt. So bietet das
Unternehmen nun eine neue Produktlinie mit
hochtourigen Permanentmagnetmotoren an, die
mit aktiven Magnetlagern (AMB) ausgestattet sind,
einschließlich einer Magnetlagersteuerung (MBC)
der neuesten Generation. Ziel dieser Lösung ist es,
den bisherigen hohen Stromverbrauch deutlich zu
senken. Die Leistung dieser Motoren beträgt
75–350 Kilowatt. Die SKF Lösung kombiniert hier
Spitzentechnologie in den Bereichen Permanentmagnet-Synchronmotoren und aktive Magnetlager.
Sie bietet das Beste aus beiden Welten: die hohe
Effizienz der Permanentmagnet-Motortechnologie
und die beispiellose Zuverlässigkeit der aktiven
Magnetlager.
Vorteile, Vorteile und Vorteile
Bei einem herkömmlichen Zentrifugalgebläse wird
ein Drehstrommotor mit mechanischem Getriebe
und ölgeschmierten Lagern eingesetzt, der normalerweise große Leistungsverluste und einen hohen
Verschleiß aufweist. Hierdurch entstehen hohe
Wartungskosten.
Zudem brauchen diese Gebläse üblicherweise 50
Prozent und mehr des Gesamtenergiebedarfs der
Abwasseraufbereitungsanlage.
leistungsstarke Überwachungs- und Diagnosefunktionen, mit denen Kunden potenzielle Probleme
erkennen und einem Ausfall der Anlage vorbeugen
können.
Ein ganz erheblicher Vorteil, den die Kombination
aus hochtourigem Permanentmagnetmotor und
aktiven Magnetlagern zudem bietet, ist der um 10
bis 40 Prozent geringere Energieverbrauch. Aufgrund dieser hohen Leistungseffizienz wurde die
neue SKF Lösung für Belüftungsgebläse auch in
das SKF BeyondZero-Portfolio aufgenommen. Im
Rahmen des BeyondZero-Programms sorgt SKF
dafür, die Klimabilanz positiv zu gestalten und
nachhaltige Lösungen für heute und morgen zu
schaffen.
Ein Praxisbeispiel
In einer Abwasseraufbereitungsanlage in Frankreich für eine Stadt mit 100.000 Einwohnern
wurden die alten Drehkolbengebläse durch zwei
neue 120-Kilowatt-Zentrifugalgebläse ersetzt, in
denen hochtourige Permanentmagnetmotoren
von SKF verbaut sind. Danach ließen sich höchst
erfreuliche Ergebnisse feststellen: Die neuen
Gebläse mit der SKF Systemlösung ermöglichten
eine leichtere Durchflussregelung, wodurch die
Abwasseraufbereitung erheblich verbessert wurde.
Die Geräuschpegel reduzierten sich von 110 dBA
auf 70 dBA, und der Wartungsbedarf ging erheblich zurück. Noch beachtlicher war allerdings der
geringere Energieverbrauch: Nach nur einem
Betriebsjahr sanken die CO2-Emissionen um 375
Tonnen, und die Betriebskosten verringerten sich
um 54.000 Euro.
Innovatives Produkt für den weltweiten Einsatz
Mit der Entwicklung dieser Produktlinie hat SKF
einen entscheidenden Schritt im Bereich Abwasseraufbereitungstechnologie getan. Ganz seiner
Unternehmensphilosophie folgend, liefert SKF
damit seinen Kunden nicht nur innovative und effiziente Lösungen, sondern stellt sich auch seiner Verantwortung im nachhaltigen Umgang mit der
begrenzten Ressource Wasser.
Die Permanentmagnet-Motortechnologie bietet
erhebliche Vorteile gegenüber den konventionellen
Drehstrommotoren. Vor allem kann ein höherer
Wirkungsgrad (bis zu 98 Prozent) über einen großen
Betriebsbereich erzielt werden. Der Motor ist kompakter, leichter und zeichnet sich durch eine hervorragende Drehmoment/Drehzahl-Kennlinie, längere Lebensdauer und hohe Leistungsdichte aus.
Darüber hinaus weist der Permanentmagnetmotor
auch weniger mechanische Teile auf als traditionelle
Antriebssysteme. Hieraus resultieren ein niedrigerer
Wartungsaufwand und eine höhere Betriebssicherheit. Die integrierten aktiven Magnetlager haben
9
InfoMagazin | SKF GmbH
Die Kings der
Zustands­überwachung
an Bord der Queen Mary 2
Modernste Zustandsüberwachung von SKF ermöglicht
es, Schiffe online zu überwachen. Schäden an
Maschinen werden so frühzeitig erkannt, bevor diese
„seekrank“ werden.
Bei 8 Beaufort Windstärke und rund
10 Meter hohen Wellen leert sich so
mancher Speisesaal in Windeseile, und
an Deck sind nur noch die wirklichen
Seebären zu finden.
Der Rest versucht sich im wahrsten Sinne des
Wortes eher schlecht als recht über Wasser oder
besser gesagt auf den Füßen zu halten. Allein der
Gesichtsausdruck verrät alles über den Gemütsund Allgemeinzustand der Passagiere. Doch nicht
nur den zahlenden Gästen setzt raue See ordentlich zu. Auch tief unten im Schiffsbauch, wo die
Crew und die Maschinen Schwerstarbeit leisten
müssen, Lager und Antriebswellen an Belastungsgrenzen stoßen und das Herz des Schiffs extremen
Belastungen ausgesetzt ist, macht sich die unbändige Kraft des Wassers bemerkbar. So leicht wie
bei einer grünen Gesichtsfarbe lassen sich hier
allerdings die einzelnen Zustände der Anlagen nicht
beurteilen – ganz im Gegenteil: Die auf engstem
Raum verbauten Motoren, Wellen und Technikkomponenten sind nur mit modernster Technik zuverlässig zu überwachen – Technik und Know-how, das
SKF schon seit vielen Jahren mit sich bringt.
Schiffseigner stehen im harten internationalen
Wettbewerb unter wachsendem Druck, die
Betriebs- und Instandhaltungskosten zu senken.
Immer mehr Reeder setzen deshalb auf ConditionMonitoring-Systeme, um Fehler rechtzeitig zu entdecken, ehe sie schweren Schaden anrichten. SKF
hat auf Basis ihrer profunden, jahrzehntelangen
Erfahrungen im maritimen Bereich eine Vielzahl
von Zustandsüberwachungssystemen entwickelt.
Heute kommen diese Systeme auf vielen Schiffstypen zum Einsatz – von kleinen Schleppern über
Containerschiffe bis hin zu riesigen Öltankern sowie
Luxuslinern wie beispielsweise der Queen Mary 2.
Insgesamt 634 Schiffe auf allen Weltmeeren verfügen über SKF Zustandsüberwachungssysteme
aller Art. So unterschiedlich die entsprechenden
Schiffstypen sind, so vielfältig sind auch die entsprechenden Systeme und deren Anwendungsgebiete: Überwacht werden unter anderem Antriebsgondeln, Dampfturbinenanlagen, Turbolader,
Getriebe, Gebläse, Kompressoren, Elektromotoren,
Pumpen und natürlich Lager beziehungsweise
Lagereinheiten jeglicher Ausprägung. Das SKF
Produktportfolio an Zustandsüberwachungs­
systemen reicht von mobilen manuellen Geräten
wie Microlog-Datensammlern bis hin zu hoch
automatisierten Online-Systemen wie IMx, die an
10
Ausgabe 4 | Oktober 2014
Innovationen und Technik
die SKF Cloud angeschlossen werden können. Bis
zu 150 der 634 Schiffe mit derartigem Equipment
an Bord werden fernüberwacht. Knapp 20 davon
hängen inzwischen an der weltumspannenden SKF
Cloud.
Von der Queen Mary 2 via Satellit zu SKF
Unter den fernüberwachten Schiffen befindet sich
auch das seinerzeit längste, breiteste und teuerste
Kreuzfahrtschiff, die Queen Mary 2. Sie ist mit dem
größten und leistungsstärksten Pod-Antriebssystem
der Welt ausgestattet. Es besteht aus vier Gondeln; zwei davon sind starr aufgehängt, die beiden
anderen können sich komplett um die eigene
Achse drehen. In jeder Gondel arbeitet ein Elektromotor mit einer kurzen Welle für die Propellerlagerung. Vier Dieselmotoren und zwei Gasturbinen treiben die Generatoren an, die zusammen 118 Megawatt Strom liefern – genug für eine Stadt mit
300.000 Einwohnern.
Für die Früherkennung mechanischer Probleme im
Antrieb des gigantischen Luxusliners hat SKF ein
Online-Zustandsüberwachungssystem installiert.
Jede der vier Gondeln wird rund um die Uhr von
dem System überwacht, das seine Daten via Satellit
an eine Fernüberwachungsstation an Land schickt.
Die Lösung von SKF erfasst beispielsweise Schwingungen, Temperaturen, Drehzahlen und eine Reihe
weiterer Schlüsselparameter. Anomalien werden
zusammen mit Handlungs Empfehlungen für vorbeugende und korrigierende Maßnahmen an das
Instandhaltungsteam an Bord gemeldet. Das
Insgesamt 634 Schiffe
auf allen Weltmeeren
verfügen über SKF
Zustandsüberwachungssysteme
aller Art.
Instandhaltungspersonal an Bord wird mit Klartextmeldungen über Alarme versorgt und erhält
auch wichtige Zusatzinformationen über den
Zustand der Gondelkomponenten wie Wellendurchbiegung, Kavitation, Lagerzustand oder elektrische
Störungen. Oberstes Ziel: jeden möglichen Fehler
frühzeitig aufzuspüren, ehe er zu extrem teuren
Instandhaltungsmaßnahmen führt.
Automatische Online-Überwachung
Das SKF Multilog Online-System IMx-S arbeitet
unter anderem erfolgreich auf mehreren Flüssiggas(LNG)-Tankern eines führenden koreanischen
Schiffsbetreibers, der seine Turbolader für die
Haupt- und Hilfsmaschinen überwachen lässt. Die
Kundenanforderungen an das System schlossen
ständige Messungen mit ein. Auch sollte eine Verbindung zum Kontrollsystem des Schiffs (DCS)
bestehen, um bei unerwarteten Abweichungen des
Maschinenzustands eine sofortige Warnung aussprechen zu können. Die installierte Lösung erlaubt
Mehrfachmessungen (16 oder 32), einschließlich
synchroner Kanäle und flexibler Konfiguration zur
Unterstützung unterschiedlicher Betriebsbedingungen. SKF Multilog IMx-S überträgt automatisch
Daten an einen Datenbankserver und an das Auswertungsprogramm SKF @ptitude Analyst. Zusätzlich zu den ständigen Messungen von den MultilogEinheiten werden regelmäßig Messdaten von beinahe 200 Hilfsmaschinen mittels tragbarer
Zustands­überwachungstechnik erfasst. Die Daten
werden über das schiffseigene Kommunikationssystem zur weiteren Auswertung an ein SKF
Schiffs-Ferndiagnosezentrum weitergeleitet.
SKF News
InfoMagazin | SKF GmbH
Ausgabe 4 | Oktober 2014
SKF News
V-Ring: keine Chance für unerwünschte
Eindringlinge
V-Ring-Dichtungen von SKF eignen sich für einen
breiten industriellen Einsatz. Sie schützen Lager
zuverlässig vor dem Eindringen von Schmutz und
sind einfach zu installieren. Aufgrund ihrer
Be­schaffenheit aus elastomeren Werkstoffen sind
sie dehnbar und lassen sich je nach Größe auch
über anderen Komponenten installieren. Sie sind
besonders laufruhig und widerstandsfähig.
Günstige Wellenausrichtung per App
Schiefstehende Wellen sind für bis zu 50 Prozent
aller Maschinenausfälle verantwortlich. Sie beeinträchtigen die Zuverlässigkeit von Lagern, Dichtungen, Kupplungen und Riemenantrieben und verbrauchen durch ihren reduzierten Wirkungsgrad
unnötig viel Energie. SKF hat eine neue Generation
von Wellenausrichtsystemen vorgestellt. Das
TKSA 11 ist das einzige Gerät seiner Klasse, das
über induktive Näherungssensoren verfügt und
sich mittels App über ein Smartphone oder Tablet
bedienen lässt. Dadurch ist das TKSA 11 ein ideales
Basisgerät für Instandhaltungs- und Fertigungsingenieure, die schnelle, einfache und genaue Wellenausrichtungen an ihren Motoren, Gebläsen, Pumpen
und Kompressoren durchführen wollen.
Üblicherweise wird die Wellenausrichtung mit
Laserwerkzeugen, Messuhren oder auch nur mit
einem Lineal durchgeführt. Laserwerkzeuge sind
teuer, Messuhren sind zwar präzise, aber kompliziert in der Bedienung, und eine Ausrichtung mit
dem Lineal ist ungenau. Im Gegensatz dazu
ermöglicht das SKF TKSA 11 eine schnelle, präzise
und zuverlässige Wellenausrichtung. Das kompakte
Gerät ist kostengünstig und ein ideales Werkzeug
für kleine bis mittlere Wellen.
Lagerschäden, etwa durch Verunreinigungen,
gehören in der Industrie zu den Hauptursachen
für Störungen bis hin zu Systemausfällen. V-Ringe
von SKF bieten die kostengünstige Möglichkeit, ein
Dichtungssystem als Barriere gegen Verunreinigungen zu optimieren. Die zuverlässigen und
robusten Dichtungen minimieren den Instandhaltungsaufwand und verschmutzungsbedingte System­
ausfälle. Gleichzeitig steigt die Anlagenverfügbarkeit
und damit die Produktivität – der Anwender spart
bares Geld. V-Ring-Dichtungen sind unter anderem
in den Bereichen Elektronik, Stahl, Maschinenbau
und Windenergie im Einsatz.
„Blackbox“ à la SKF
Das TKSA 11 verbindet sich via Bluetooth mit iOSbasierten Smartphones oder Tablets (nicht im Lieferumfang enthalten), auf denen die Gratis-App
„Shaft Alignment Tool TKSA 11“ von SKF installiert
wurde. Die App nutzt die Rechen- und Darstellungsleistung der benutzten Hardware, um die
Ausrichtung hochauflösend, beweglich und in Echtzeit abzubilden. Außerdem führt die übersichtliche
App den Anwender Schritt für Schritt durch die
einzelnen Arbeitsgänge. Der Abschlussbericht kann
bei Bedarf mit Unterschrift und Fotodokumentation
versehen und als PDF exportiert werden.
Durch die Kombination aus induktiven Näherungssensoren und App braucht das SKF Messgerät kein
eigenes Display und kostet daher nur rund die
Hälfte dessen, was viele Mitbewerber für Geräte
mit vergleichbaren Aufgaben verlangen.
12
Die kosteneffizienten Allrounder von SKF stehen in
fünf Standarddesigns und Materialien, NBR (NitrilButadien-Kautschuk) und FKM (Elastomere auf der
Basis von Fluorkautschuk) ab 3 Millimeter Wellendurchmesser zur Verfügung. Darüber hinaus ist es
jederzeit möglich, aus Sonderwerkstoffen ein kundenspezifisches Design in dem benötigten Durchmesser zu drehen.
Gerade Spindeln als Herzstück einer Werkzeug­
maschine sind häufig hohen Belastungen ausgesetzt. Fallen sie aus, stehen Maschine und Produktion still. Um dem vorzubeugen, hat SKF
jetzt den neuen SKF Machine Tool Observer MTx vorgestellt, um Defekte noch
besser vorhersehen und damit teure
Reparaturen vermeiden zu können.
Der SKF Machine Tool Observer MTx ist ein unabhängiges Überwachungsgerät zur aktiven Überwachung, Erfassung und Beobachtung von Leistungsdaten bei Werkzeugmaschinenspindeln, Schleif- und
anderen Werkzeugmaschinen. Das Gerät unterstützt bis zu sechs verschiedene Sensortypen, mit
denen die Anwender unterschiedlichste Zustände
überwachen können. Bis zu 14 verschiedene Komponenten, wie etwa Schwingungs-, Temperatur-,
Luftfeuchtigkeits- und Schmierungssensoren,
können parallel angeschlossen werden. Für die
Aufnahme von Schwingungssignalen besteht die
Möglichkeit, Standard SKF Beschleunigungssensoren oder spezielle triaxiale (3-D-) Sensoren anzuschließen. „Mit dem SKF Machine Tool Observer
MTx können die Anwender Maschinenstillstände
abwenden, unerwarteten Spindeldefekten vorbeugen,
Spindelschäden und abweichende Betriebsbedingungen erfassen und überprüfen und – last but not
least – Leistung und Effizienz steigern“, erklärt
Werner Palmetshofer, General Manager des SKF
Condition Monitoring Centre. „Wir sind überzeugt,
mit dem SKF Machine Tool Observer die flexibelste
Lösung zur Datenerfassung und Erkennung von
Spindeldefekten am Markt anzubieten.“
13
SKF News
InfoMagazin | SKF GmbH
Neuheiten im Fokus: Daran kann sich
SKF messen lassen!
Sie kampierten sogar auf der Straße:
Die treuesten aller Apple-Fans nahmen vieles in Kauf, nur um die Ersten
zu sein, die das iPhone 6 und weitere
Neuheiten von Apple zu sehen
bekommen. Von derartigen Phänomen ist SKF zwar weit entfernt, doch
erwarten viele Kunden auch von der
„Knowledge Engineering Company“
immer wieder bahnbrechende Neuheiten. Auf den jüngsten Leitmessen
gab’s ein paar davon zu sehen.
Automechanika: professioneller Service einfach,
schnell und preiswert
In der Automobilindustrie gilt SKF unter anderem
in den Bereichen Rad- und Federbeinlager, Spann­
rollen und Riementriebe als führender Erstausrüster. Das entsprechende Know-how überträgt
das Unternehmen natürlich auch auf den Ersatzteilmarkt. Außerdem bietet SKF für Händler und
Kfz-Werkstätten eine Rundumversorgung mit Ser-
viceleistungen. Auf der Automechanika in Frankfurt
wurde deshalb einmal mehr unterstrichen: SKF ist
mit seinen kompletten Reparatursätzen sowie
umfassenden Dienstleistungen und Schulungen
auch für den freien Kfz-Servicemarkt ein wichtiger
und zuverlässiger Partner. „Wir zeigen, dass professioneller Service auch einfach, schnell und preiswert geht“, sagt Vertriebsleiter Frank Wörth. Im
Rahmen der diesjährigen Automechanika stellte
14
SKF unter anderem die neuen, modell­
übergreifenden SKF Spezialwerkzeugsätze für
die professionelle Montage/Demontage von Steuertriebkomponenten vor. Außerdem zeigte SKF
lose Qualitätszahnriemen für den Steuertrieb.
QR-Codes auf allen Reparatursets ermöglichen
den Mechanikern in den Werkstätten den schnellen
Download detaillierter Reparaturanweisungen.
Richtig stolz ist Wörth auf das neue SKF Schulungs­
fahrzeug, das in auffälligem Design erstmals präsentiert wird. Es wurde speziell für Produktpräsentationen und technische Schulungen der Werkstätten vor Ort bei den Großhandelspartnern
konzipiert. Es ist mit Demo-Modellen und allen SKF
Spezialwerkzeugen für die professionelle Reparatur
in den Produktbereichen Radlager, Motor (Steuerund Nebentrieb), Antriebsstrang und Aufhängung
ausgestattet. „Wir werden dieses ,Wissen auf
Rädern‘ direkt nach der Automechanika im
deutschs­prachigen Europa einsetzen“, sagt Wörth.
AMB: neues Zentralschmieraggregat für Öl und
Fließfett
Auf der AMB stellte SKF unter anderem das pneumatisch betriebene Kolbenpumpenaggregat PPS30
für Öl und Fließfett bis NLGI-Klasse 00 und 000
vor. Dabei handelt es sich um ein neues Zentral­
schmiergerät für kleinere und mittelgroße
Maschinen und Anlagen. Das Aggregat basiert auf
leichtgewichtigen Hochleistungskunststoffen und
besticht durch sein kompaktes und modernes
Design zu einem erschwinglichen Preis. PPS30 ist
schnell und einfach zu installieren und bietet eine
flexible Anschlusstechnik für jede Einbausituation.
Aufgrund seines pneumatischen Antriebskonzeptes ist der Einsatz dieses Pumpenaggregats nicht durch internationale
Stromversorgungs- bzw. Anschlussstandards eingeschränkt. Darüber hinaus sinkt der Bedarf an Lagerhaltung,
da keine gesonderten Geräte für Öl und
Fließfette geführt werden müssen. Die
Kolbenpumpe PPS30 ist einfach zu reinigen und verfügt über eine zentrale Öffnung zur Befüllung von allen Seiten. Die nach vorn
öffnende Klappe dient gleichzeitig als Tropfschutz.
Ausgabe 4 | Oktober 2014
SKF News
InnoTrans: effiziente, kabellose Zustandsüberwachung für Eisenbahndrehgestelle
Auf der InnoTrans 2014 stellete SKF unter anderem
das neue Multilog Online-System IMx-B vor, das
erste kabellose Komplettdrehgestell-Überwachungssystem für alle Arten von Lokomotiven und
Schienenfahrzeugen für den Personenverkehr. Es
verbessert Service, zuverlässigen Betrieb und Zugwartungseffizienz. Außerdem lässt sich die kabellose Drehgestell-Zustandsüberwachung leicht installieren.
Damit ist das System eine ideale Lösung für große
und kleine Zugbetreiber, die Serviceleistung, Zugwartung und Verfügbarkeit optimieren wollen und
von der zeitbasierten Wartung ihrer Flotten zur
zustandsbasierten Wartung wechseln möchten.
Schwingungen, Temperaturen und Geschwindigkeitsdaten werden gesammelt und durch das SKF
Multilog Online-System IMx-B Wireless von eisenbahnspezifischen Sensoren auf dem Drehgestell
verarbeitet.
Das intelligente System erkennt stabile Laufbedingungen. Die Datensammlung und -verarbeitung
kann – sozusagen für „unmittelbares Feedback“ –
direkt im Zug analysiert werden oder auch drahtlos
– für weitere Fernanalysen – mit der SKF @ptitude
Observer Software zur Cloud gesendet werden.
Beides ermöglicht es der Wartungsabteilung, alle
rotierenden Drehgestell-Komponentenzustände
des Motors sowie der Getriebe, Radsatzlager und
Räder schnell zu bewerten.
SMM: willkommen an Bord
Komfort an Bord wird in der Schifffahrt immer
wichtiger. Deshalb präsentierte SKF Blohm + Voss
Industries auf der Weltleitmesse der maritimen
Wirtschaft, der SMM in Hamburg, erstmals einen
nicht einschwenkbaren Flossenstabilisator, der
unangenehme Rollbewegungen des Schiffs selbst
bei Stillstand reduziert. Dank des in anderen Produkten bewährten Drehflügelmotors bietet der
neue SIMPLEX-COMPACT FZ-Stabilisator eine
hohe Leistungsfähigkeit bei kompakter Bauweise
und eignet sich daher speziell für kleine und mittelgroße Schiffe. Durch die hohe Leistungsfähigkeit
des Motors konnte außerdem die Flossenfläche
reduziert und damit der Anschaffungspreis attraktiver gemacht werden. Die geringere Flossenfläche
sorgt zugleich für weniger Wasserwiderstand.
Das hilft, die Energiekosten im Betrieb zu reduzieren.
WindEnergy: Schmierprobleme einfach weggepustet
Auf der Hamburger WindEnergy hat SKF ihren
neuen GSM* Lubrication Monitor vorgestellt. Er
wird zusammen mit den automatischen SKF
Schmiersystemen eingesetzt. Dieser Monitor
überwacht Schmiersysteme, die nicht an die Anlagensteuerung der Windkraftanlage angeschlossen
sind. Im Falle eines leeren Behälters oder eines
anderen Schmierungsproblems informiert das
Gerät die Instandhaltungsmitarbeiter per SMS an
ein oder mehrere Mobiltelefone. Somit können die
Informationen rechtzeitig verarbeitet und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Da lediglich das
Gerät und ein Mobiltelefon erforderlich sind, ist der
GSM Lubrication Monitor eine kostengünstige
Lösung für die Überwachung von Schmierungs­
pumpen in schwer zugänglichen Bereichen. Das
vorkonfigurierte und betriebsbereite Gerät lässt
sich mühelos installieren und wird mit Hilfe einer
kostenlosen PC-Software über einen seriellen
Port oder per Mobiltelefon über SMS-Befehle eingerichtet.
Der wartungsarme GSM Lubrication Monitor
arbeitet kontinuierlich und kann so programmiert
werden, dass er nach einem vordefinierten Intervall
automatisch einen Zustandsbericht liefert. Bis zu
10 Telefonnummern können mit dem Gerät
synchronisiert und verschiedene SMS-Befehle versendet werden.
15
Knowledge
Knowledge
Ausgabe 4 | Oktober 2014
Geht nicht
gibt’s nicht
Die SKF Solution Factory kombiniert das
Know-how aus allen fünf Kompetenzplattformen
und (er-)findet damit Lösungen, die Maschinen
oder Anlagen effizenter machen.
zienter und sicherer betrieben werden können. Mit
Hilfe der Kompetenzen der SKF Solution Factory
werden ungeplante Stillstände vermieden, die
Betriebszeit der Anlagen erhöht, Instandhaltungskosten verringert sowie die Umweltbelastung und
der Energieverbrauch gesenkt. Immer häufiger
unterstützt die Solution Factory zudem Kunden bei
der Entwicklung eigener Kompetenzen.
Ein Beispiel aus der Praxis
Bei einem besonders herausfordernden Projekt
ging es um neun Drehmaschinen, die sich zunehmend als Engpass in der Fertigung erwiesen. Der
Spindelservice der SKF Solution Factory wurde hinzugezogen, denn die Leistung der in den Spindeln
installierten Motoren reichte nicht mehr aus. Nach
eingehender Untersuchung stellte sich heraus, dass
die Entwicklung einer neuen, maßgeschneiderten
Spindel die beste Lösung für das Problem wäre.
Die Spindel wurde unter Berücksichtigung neuester
Technolgien im Detail durchkonstruiert, die Bauteilzeichnungen erstellt und produziert. Schließlich
„Wenn es einen Weg gibt, etwas
besser zu machen: Finde ihn!“ So sah
es schon der berühmte Thomas Alva
Edison, US-amerikanischer Erfinder
und Entdecker des glühelektrischen
Effekts. Eine solche Philosophie
vertritt auch die SKF Solution Factory.
form. Neben maßgeschneiderten, kundenspezifischen Produktlösungen gehören hierzu beispielsweise auch Zustandsüberwachungssysteme,
mechanische Dienstleistungen oder Schadens­
analysen.
Hier entwickeln Spezialisten auf Grundlage innovativer Technologien neue, individuelle Lösungen. Das
erklärte Ziel ist dabei, den Kunden von SKF den
Zugang zu Produkten, Technologien und Serviceleistungen zu erleichtern, die ihnen bei der
Betriebs- und Leistungsoptimierung ihrer Maschinen und Anlagen helfen – und das weltweit. Mit
Fachwissen auf höchstem Niveau und einer ganzen
Palette von speziellen Dienstleistungen entwickelt
und fertigt SKF kundenspezifische Lösungen für
fast jede Art von Problem. Hinter der Solution
Factory steht dabei das gesamte Industrie- und
Anwendungswissen von SKF.
hat sich ein weltweites Netzwerk entwickelt. So
sind Einrichtungen der Solution Factory inzwischen
über die ganze Welt verteilt. Die Standorte sind
dabei strategisch so gewählt, dass die Kunden sie
einfach erreichen können und die Kompetenzen
und Kerntechnologien von SKF zentral vorfinden.
Der Kontakt zu einer SKF Solution Factory wird
dabei über eine lokale oder regionale Vertriebsniederlassung hergestellt. In diesem globalen Netzwerk
sind Fachleute aus sämtlichen SKF Bereichen weltweit vertreten und der Kunde profitiert vom gesamten SKF Wissenspool. Es findet ein kontinuierlicher
Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen den
einzelnen weltweit verteilten Solution Factories
statt.
Ein beeindruckendes Netzwerk
Das SKF Solution-Factory-Netzwerk umfasst alle
fünf Technologieplattformen des Unternehmens:
Lager und Lagereinheiten, Dichtungen, Schmiersysteme, Mechatronik und die gesamte Bandbreite
an Dienstleistungen. Die SKF Solution Factory
ermöglicht den Kunden somit den Zugriff auf das
gesamte SKF Angebot innerhalb der Serviceplatt16
Service par excellence
Allerdings gehört nicht nur die Entwicklung neuer
Produkte zu den Kernkompetenzen der Solution
Factory. Zentraler Bestandteil sind auch die
bewährten Dienstleistungen, die SKF anbietet, um
Anlagen zu optimieren und leistungsstärker zu
machen. Eine dieser Dienstleistungen ist zum Beispiel die Beratung rund um Instandhaltungsstrategien. Nach mehr als 100 Jahren intensiver
Beschäftigung mit der Leistungsfähigkeit von
Maschinen hat SKF eine Reihe von Instandhaltungsmodellen entwickelt. Eines davon ist das „Asset
Efficiency Optimization“-Modell zur Erarbeitung
eines Instandhaltungsprogramms zur Erreichung
der Geschäftsziele des Kunden. Durch die Optimierung von Prozess- und Instandhaltungsmaßnahmen im Rahmen einer proaktiven Instandhaltungskultur können so beispielsweise die Effizienz und
die Sicherheit von Anlagen gesteigert und gleichzeitig die Kosten gesenkt werden.
Das Netzwerk verbindet jedoch nicht nur die verschiedenen SKF Plattformen und das dahinter
stehende Know-how; auch bezüglich der Standorte
Neben den kundenspezifischen Produktlösungen
bietet die SKF Solution Factory auch noch zahlreiche
andere Vorteile. Hervorzuheben sind hier sicherlich
die individuell ausgerichteten Serviceleistungen zur
Effizienzsteigerung von Anlagen und Maschinen, die
dadurch zuverlässiger, kostengünstiger, energieeffi-
absolvierte die neue Spindel alle Prüfstandstests
ohne Probleme und erfüllte auch in der Maschine
alle Erwartungen. Zwischenzeitlich haben sich die
Spindeln auch im rauen Praxisalltag der Serienfertigung bestens bewährt. Die erforderliche Leistungs­
steigerung konnte realisiert werden, und Betrieb
und Wartung wurden durch die neue Konstruktion
verbessert bzw. vereinfacht, was letztendlich zu
weniger Stillstandszeiten und einer deutlich
gesteigten Produktivität führt.
Die Zustandsüberwachung von Anlagen gewinnt immer
mehr an Bedeutung. SKF bietet hierfür ein breites
Spektrum an Produkten und Dienstleistungen an.
SKF Solution Factories:
22 Länder, 28 Standorte
Die Zukunft im Blick
Es lässt sich festhalten: Das SKF Solution-FactoryNetzwerk dient der noch besseren Unterstützung
der Kunden in einem sehr wettbewerbsgeprägten
Umfeld und erleichtert ihnen den Zugang zu den
Kompetenzen und dem umfassenden Know-how
von SKF. Durch die zunehmende Globalisierung
des Netzwerks und den ständigen Wissenstransfer
zwischen den einzelnen Solution-Factory-Einrichtungen ist SKF schneller in der Lage, Innovationen
und kundenspezifische Lösungen zu entwickeln,
und kann darüber hinaus bestmöglichen Service
anbieten. Diese Fähigkeiten werden in Zukunft ein
wichtiger Wettbewerbsvorteil für SKF und ihre
Kunden sein. Und aus diesem Grund gibt es für
SKF im Prinzip keine Probleme, sondern nur
Lösungen – eine Devise, der gewiss auch
Thomas Alva Edison zugestimmt hätte.
SKF baut ihr Netzwerk kontinuierlich aus. Ziel ist es, in
zwei Jahren mit 50 Solution Factories dem globalen Markt
zur Verfügung zu stehen.
17
Innovationen und Technik
Damit sich’s
dreht, wenn’s
weht
SKF entwickelt zustands­basierte
Schmier­systeme für Windkraftanlagen,
um Ausfälle und Reparatur­kosten
aufgrund von Mangel­schmierung
zu minimieren.
InfoMagazin | SKF GmbH
Innovationen und Technik
Wenn wir erklimmen schwindelnde
Höhen … Es kennt wohl ziemlich jeder
Bergsteiger dieses Lied, auch wenn er
es vermutlich nur auf die schöne
Bergwelt bezogen hat. Doch mit Seil
und Haken erklimmen heute auch
immer wieder andere Kletterer
schwindelerregende Höhen.
Zum Beispiel auf offener See. Unmöglich?
Keineswegs. Denn gerade Windparks stehen
häufig nicht nur über viele Kilometer verteilt auf
flachem Land, sondern auch auf offener See, und
wenn den oft bis zu 100 Meter hohen Gondeln und
Türmen ein Defekt vorliegt, ist die Reparatur eine
nicht nur halsbrecherische, sondern auch teure
Angelegenheit. Ohne Sicherungsseil, spezielle
Kletter­ausbildung und eine gehörige Portion Mut
geht hier gar nichts. Die bringt zum Beispiel
Herbert Maier mit, der sich als Instandhaltungstechniker speziell für die Reparatur an Gondeln
ausbilden ließ und die Gefahren und Herausforderungen in luftiger Höhe kennt. Um einer Mangelschmierung und damit einem Ausfall vorzubeugen,
der sowohl Herbert Maier als auch die Instandhaltungskosten für den Anlagenbetreiber in schwindelnde Höhen steigen lassen würde, gibt es jetzt
von SKF ein Condition Based Lubrication System,
kurz CBL.
In Windkraftanlagen gibt es eine Reihe von Lagern,
die in festen Intervallen zuverlässig geschmiert
werden müssen. Um die unter hohen Belastungen
arbeitenden Lager prozesssicher mit Schmierstoff
zu versorgen, hat SKF das System der Condition
Based Lubrication entwickelt. Durch die Kombination
aus einem Zustandsüberwachungssystem, dem
neuen SKF CBL-Interface und einer Zentralschmieranlage kann den Lagern von Windkraftanlagen bei Bedarf automatisch zusätzlicher Schmierstoff zugeführt werden. Das trägt dazu bei, teure
Systemausfälle zu vermeiden.
Clevere Ergänzung
Im Prinzip handelt es sich beim CBL-Interface um
eine clevere Ergänzung bereits vorhandener
Lösungen, denn zur prozesssicheren Versorgung
der Lager in Windenergieanlagen hatte SKF schon
vor einigen Jahren das Zentralschmiersystem
WindLub entwickelt. Wesentlicher Bestandteil
davon ist das innovative Pumpenaggregat SKF
KFG. Einige Konstruktionsteile dieses Aggregats
wurden speziell optimiert, um die hohen Anforde-
18
Ausgabe 4 | Oktober 2014
1. SKF WindLub
2. SKF WindCon
3. SKF Condition Based Lubrication (CBL) Interface
rungen im Windsektor zu erfüllen. Beispielsweise
hat SKF die Möglichkeit geschaffen, den Behälter
des Pumpenaggregats von oben zu befüllen.
Dadurch ließ sich ein kontinuierlicher Fettaustausch
nach dem Prinzip „First in – first out“ umsetzen:
Dieses Prinzip verhindert, dass sich im oberen
Bereich des Behälters über längere Zeit ungenutztes Fett ansammelt. Außerdem überarbeitete SKF
das Design des Fettfolgekolbens inklusive Dichtungskonzept. Das Resultat: Kolben und Dichtungssystem gewährleisten nun auch bei extremen Temperaturen einen zuverlässigen Betrieb unter Verwendung unterschiedlicher Fette.
Schnittstelle zwischen Schmiersystem und
Condition Monitoring
Neben den WindLub-Schmiersystemen hatte SKF
mit WindCon auch schon ein onlinegestütztes
Zustandsüberwachungssystem für Windenergieanlagen entwickelt. WindCon überwacht zum Beispiel
Lager- oder Getriebezustände, die Wellenausrichtung etc. Mit Hilfe des SKF CBL-Interfaces behält
WindCon nun auch die Schmierstoffversorgung „im
Auge“, denn die Schnittstelle verknüpft das SKF
Online-Zustandsüberwachungssystem WindCon
mit dem Schmiersystem SKF WindLub. Das
bedeutet in der Praxis: Sobald die Zustandsüberwachung eine Störung erkennt, lässt sich die
Schmierpumpe via SKF CBL so steuern, dass sie
zusätzlich zum fest eingestellten Intervall weitere
Schmierzyklen durchführt. Das wiederum trägt zur
einwandfreien Funktion der Lager bei. Die Auslöseschwelle für die Zusatzschmierung kann vom
Zustandsüberwachungs-Spezialisten genau fest-
gelegt werden. Außerdem erhält der Spezialist
dank der CBL-Schnittstelle zwischen WindLub und
WindCon nun auch weitere Informationen über den
Zustand des Zentralschmiersystems. Beispielsweise
kann er dadurch den Schmierstoffverteiler überwachen oder auch den Füllstand im Fettbehälter
kontrollieren, um eine Mangelsituation zu vermeiden. Falls trotzdem einmal Fehler auftreten sollten
– etwa in Form von Systemblockaden oder beschädigten Schmierstoffleitungen –, wird der Betreiber
automatisch benachrichtigt.
Untem Strich hilft SKF CBL den Betreibern von
Windenergieanlagen, Reparaturen besser zu planen,
eskalierenden Lagerausfällen vorzubeugen und
damit die Kosten pro Kilowattstunde zu senken.
Weil jeder zusätzlich ausgelöste Schmierzyklus
automatisch an ein Überwachungszentrum, beispielsweise ein SKF Remote Diagnostic Center,
gemeldet wird, erfüllt das System auch eine
erweiterte Frühwarnfunktion. Und noch ein
Sicherheitsaspekt: Um eine unbeabsichtigte Überschmierung zu vermeiden, löst SKF CBL zusätzlich
zum voreingestellten Schmierzyklus immer nur
einen Extra-Schmier­z yklus pro Tag aus.
So bleibt der Nervenkitzel sowohl für Betreiber wie
auch für Instandhaltungstechniker am Boden, und
unterm Strich bleibt nicht nur mehr Geld, sondern
auch mehr Zeit. Wer dennoch hoch hinaus will, kann
dann in einen Urlaub in Südtirol investieren – was
sicherlich entspannender sein dürfte als der Einsatz in der Gondel.
19
Infos auf Abruf
Leser-Service
Einfach ankreuzen, Adresse vollständig ausfüllen und faxen an 01 80-507 25 25*
4351
Actuation
Ball & Roller screws
www.ball-rollerscrews@skf.com
transrol.france@skf.com
3PMMFOHFXJOEFUSJFCF
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6537
Wissen an Bord
Rollengewindetriebe
Zustandsabhängige Instandhaltung auf See
14703
Zustandsüberwachung
auf See
Mehr Infos auf Seite 3
Druckschrift 4351 DE - 2008-01
Mehr Infos auf Seite 10
%&
SKF ist ein eingetragenes Warenzeichen der SKF Gruppe.
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© SKF Gruppe 2005-2008
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit unserer Genehmigung gestattet. Die Angaben in dieser Druckschrift wurden mit größter Sorgfalt auf ihre Richtigkeit
geprüft. Trotzdem kann für eventuelle Schäden - direkte, indirekte oder Folgeschäden - durch die Verwendung der Angaben in dieser Druckschrift keine
Haftung übernommen werden.
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und waagerechten Ausrichtungen einfach
und intuitiv durchführen.
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App eine vollständige Testausrichtung. Der
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dem Kauf des TKSA 11 vom Nutzen des
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Ergebnisse. Die Berichte können via E-Mail
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Jeder Serviceeinsatz auf einer Windenergieanlage treibt die Instandhaltungskosten in
die Höhe, stellt ein Unfallrisiko dar und sollte
daher so selten wie möglich erfolgen. Das
gilt für Anlagen an Land genauso wie auf
See. Damit erhöht sich der Bedarf an zuverlässiger, einfach zu wartender Betriebstechnik sowie an intelligenten Lösungen zur
Fernsteuerung und -überwachung. Dadurch
gewinnt auch die zustandsabhängige Instandhaltung, mit der sich die Lebensdauer
von Windenergieanlagen erheblich verlängern lässt, zunehmend an Bedeutung.
SKF bietet in diesem Sektor mehrere bewährte Lösungen an, darunter das OnlineZustandsüberwachungssystem SKF WindCon
und eine Reihe automatischer Zentralschmiersysteme.
Abgerundet wird das Angebot durch das
„SKF Condition Based Lubrication“ Interface.
Diese Schnittstelle verknüpft SKF WindCon
und SKF WindLub und ist sowohl für SKF
Schmiersysteme als auch für die Systeme
von Lincoln geeignet. Der Anwender erhält
damit eine Überwachungs- und Steuerungslösung für Zentralschmieranlagen, welche
die Schmierung bei auftretenden Unregelmäßigkeiten im Lager automatisch anpasst.
Mit SKF Condition Based Lubrication können Erstausrüster und Windparkbetreiber
den Instandhaltungsaufwand besser steuern und die Kosten pro kWh senken.
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