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Leseprobe zum Titel: Handelsblatt (10.03.2015)

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Stand: 22h00
G 02531 NR. 48 / PREIS 2,60 €
DIENSTAG, 10. MÄRZ 2015
DEUTSCHLANDS WIRTSCHAFTS- UND FINANZZEITUNG
2
Deutsche Perlen
THEMEN DES TAGES
Merkel entdeckt Japan
als neuen Verbündeten
Nach dem Einstieg von Bill Gates bei der Tübinger Firma Curevac blickt die
Welt nach Deutschland. Im Land des Auto- und Maschinenbaus entwickelt sich
eine innovative Biotechszene. Ihr Potenzial ist groß, nur das Geld ist knapp.
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Ungarn 1100,00 FT
B
ill Gates ist für sein besonderes Gespür bei
Geldanlagen bekannt. Es
ist deshalb kein Zufall,
dass der reichste Mann
der Welt gerade mit 46 Millionen
Euro bei der Tübinger Firma Curevac eingestiegen ist. Gates traut
dem Unternehmen zu, Impfstoffe
zu entwickeln, die die Medizingeschichte revolutionieren könnten.
Vor Gates’ überraschendem Millionentransfer war Curevac nur
Fachleuten ein Begriff. Und so geht
es den meisten der rund 700 deutschen Biotechunternehmen. Hierzulande sind die oft hochinnovativen Perlen einer breiteren Öffentlichkeit weitgehend unbekannt –
trotz enormer Forschungserfolge
nicht nur bei der Entwicklung von
Impfstoffen. Auch bei der Bekämpfung von Krankheiten wie Krebs
und Alzheimer können einige deutsche Biotechfirmen inzwischen mit
der Weltspitze mithalten.
Das Hamburger Unternehmen
Evotech etwa setzt erfolgreich auf
Forschungsallianzen mit großen
Pharmafirmen wie Bayer und Boehringer. Die Münchener Firma
Morphosys hat eine Antikörper-Bibliothek für die Branche entwickelt, die Pharmakunden nutzen,
um Wirkstoffe zu finden. Und das
Wuppertaler Forschungsunternehmen Aicuris arbeitet an der Entwicklung neuartiger Antibiotika
und Antivirus-Medikamente.
men wie SAP-Gründer Dietmar
Hopp und die Brüder Strüngmann
bestätigen die Regel.
Die Konsequenz: Der Geldmangel zwingt die junge Branche immer häufiger, auf ausländische Firmen zuzugehen. Die Ludwigshafener Firma Phenex
Biotechfirmen
etwa verkaufte
in ausgewählten Ländern 2013
jüngst die Rechte
an
mehreren
USA
6 860
WirkstoffkandidaSpanien
3 070
ten gegen Lebererkrankungen an
Frankreich
1 950
den US-BiotechrieSüdkorea
940
sen Gilead.
Die Firma MiBrasilien
900
cromet aus MünDeutschland
700
chen wurde vom
US-Pharma- und
Großbritannien
610
Biotechkonzern
Handelsblatt
Quelle: OECD
Amgen übernommen. Aus den Forschungen der Münchener entstand
ein neuartiges Medikament gegen
Leukämie, das vor wenigen Monaten die Zulassung in den USA erhielt.
Die Pharmaindustrie hofft, dass
Gates’ Einstieg bei Curevac einen
Mentalitätswandel in Deutschland
auslöst. Bayer-Chef Marjin Dekkers
mahnt, die Innovationsfähigkeit eiMicrosoft-Gründer Gates: Seine Stiftung fördert die Impfstoff-Forschung. nes Landes hänge gerade im Bereich Life-Science von ausreichenDie deutschen Perlen könnten al- tal in die deutsche Biotechszene – dem Wagniskapital für neue Unterlerdings noch viel dynamischer in den USA waren es im selben Zeit- nehmen ab.
wachsen, gäbe es mehr Geldgeber raum 9,7 Milliarden Euro. „Die FiGesucht sind weitsichtige Geldgezur Finanzierung der oft kostenin- nanzierungslücke gefährdet die ber wie Bill Gates.
tensiven Forschungsprojekte. Nach Wettbewerbsfähigkeit“, warnt der
Branchenschätzungen flossen 2014 Branchenexperte der Deutschen Die Zukunft der Biotechbranche
nur 164 Millionen Euro Wagniskapi- Bank, Christoph Laskawi. Ausnah- Seiten 4, 5
Photothek/Getty Images
S. Hofmann, M. Telgheder
Frankfurt
Bausparkassen unter Aufsicht
Niedrigzinsen stellen Geschäftsmodell der Institute infrage.
Frank-M. Drost
Berlin
D
ie Regierung ist alarmiert: Angesichts der dauerhaft niedrigen Zinsen gerät das Geschäftsmodell der
21 deutschen Bausparkassen in Schwierigkeiten. „Die Bundesregierung hat die
zuständige Aufsicht gebeten, die Entwicklung der Risikosituation und Solvenz der
Bausparkassen unter besonderer Berücksichtigung der Niedrigzinsphase zu überwachen und gegebenenfalls Maßnahmen
zu ergreifen“, heißt es in einer Antwort
auf eine parlamentarische Anfrage der
Grünen, die dem Handelsblatt vorliegt.
Die Finanzaufsicht Bafin stehe dabei in
einem engen Dialog mit den einzelnen
Bausparkassen und deren Eigentümern,
so die Bundesregierung. „Nach den Lebensversicherern geraten nun die Bausparkassen in den Fokus der Finanzaufsicht“, urteilt der finanzpolitische Sprecher der Grünen, Gerhard Schick.
Die Bausparkassen sind in den vergangenen Monaten in die Schlagzeilen geraten, als sich Berichte über gekündigte
Verträge häuften. „Das Niedrigzinsniveau
drückt auf die Erträge der Bausparkassen. Deswegen kommen sie um unpopuläre Maßnahmen nicht herum“, erklärte
Andreas Zehnder, Chef des Verbandes
der Privaten Bausparkassen. Zehnder
sieht den Gesetzgeber in der Pflicht. Das
Bausparkassengesetz müsse novelliert
werden und die Bausparkassen in die Lage versetzen, Pfandbriefe zu emittieren.
Baukredite sollten auch aus Einlagen finanziert werden können, die nicht mit
Bausparkrediten unterlegt sind.
Bericht Seite 30
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Lange hat die deutsche Bundeskanzlerin mit der japanischen Regierung von Ministerpräsident
Shinzo Abe gefremdelt. Doch im
Zeichen der Ukraine-Krise, für deren friedliche Lösung Angela Merkel einen Verbündeten sucht, ändert sich das. Beide Nationen rücken zur Freude der Wirtschaft
enger zusammen. Seite 6
EU-Energiekommissar
wirbt für Stromtrassen
EU-Energiekommissar Miguel Arias
Cañete schaltet sich in die kontroverse Debatte über den Bau von
Stromautobahnen von Nord- nach
Süddeutschland ein. „Diese Leitungen sind nach meiner Überzeugung gut und wichtig“, sagte der
Spanier im Handelsblatt-Interview.
Sie seien positiv für den EU-Energiebinnenmarkt – und könnten
Jobs bei kleinen und mittleren Unternehmen schaffen. Seite 8
Firmen warten ab mit
Windows-10-Einführung
In den nächsten Wochen kommt
die neueste Version des Betriebssystems von Microsoft auf den
Markt, ohne das kaum ein Bürorechner weltweit läuft. Doch bei
den meisten Unternehmen ist
Windows 10 derzeit kein Thema –
wegen der teuren Aufrüstung der
Vorgängerversionen. Seiten 16, 27
Am US-Anleihemarkt
wird Liquidität knapp
Der Markt für Staatsanleihen der
USA droht auszutrocknen. Die
knappe Liquidität ist vor allem eine
Folge der schärferen Bankenregulierung. Die Gefahr starker Kursschwankungen wächst. Seite 28
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