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13.03.2015 - Wir in Hiddenhausen für den Tunnel

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Westfalen-Blatt Nr. 61
Hiddenhausen
F17
Freitag, 13. März 2015
Tempo 30:
Debatte
beginnt
Versuch auf L 545/B 239
Von Curd P a e t z k e
Hiddenhausen
(HK).
Der Rat packt auf seiner
nächsten Sitzung ein heißes
Eisen an. Das oberste parlamentarische Gremium könnte
am Donnerstag, 19. März
(Beginn: 18 Uhr, Rathaus), eine
wegweisende Entscheidung
treffen, die Auswirkungen auf
die Verkehrslage in der Gemeinde Hiddenhausen hat.
Tageskalender
Rathaus/Bürgerbüro
Bürgerbüro, Rathausstraße 1, 8
bis 13 Uhr geöffnet.
Büchereien
Gemeindebücherei, Rathausplatz
15, 10 bis 13 Uhr, 14 bis 18 Uhr.
Veranstaltungen
Stephanuskirchengemeinde, Gemeindehaus Eilshausen, 15 bis 18
Uhr Probe Kirchenchor.
Ausstellungen
Haus Stephanus, 8 bis 18 Uhr
Erinnerungen an die Zukunft.
Rathaus Hiddenhausen: »Aus dem
Rahmen gefallen«.
Familiennachrichten
Geburtstage
Herbert Krampf, 81 Jahre.
Ilse Büscher, 83 Jahre.
Johanne Oleff, 100 Jahre.
Marianne Grumann, 81 Jahre.
Wilfried Busch, 83 Jahre.
Kessel ist drauf
Sieht doch schmuck aus: Der alte
Kupferkessel der Herforder Brauerei hat jetzt seinen Platz am
neuen Kreisel in Sundern »bezogen«. Nächsten Dienstag soll mit
den Pflanzarbeiten begonnen
werden. Für den 20. März ist eine
Einweihungsparty am Kreisel geplant, bei der kräftig gefeiert
werden soll.
Noch ist es nicht an der Zeit, in See zu stechen. Doch Claudia Joseph
(von links), Leiterin der Kita Bornbrede in Herford, Bertram Kostelnik,
Vereinsvorsitzender Günter Wörmann und Jürgen Kelle (vorn) wollen
das Boot mit vereinten Kräften fertig stellen.
Fotos: Sophie Hoffmeier
Jetzt wird klar Schiff gemacht
Im Hiddenhauser Holzhandwerksmuseum wird ein Wikingerboot aufgemöbelt
Von Sophie H o f f m e i e r
Hiddenhausen
(HK).
Da haben sich die Mitglieder
des Museumsfördervereins einen ganz schön dicken Fisch
an Land gezogen: Mitten im
Holzhandwerksmuseum steht
der Rumpf eines Wikingerbootes! Mit alter Handwerkskunst
soll das Boot in den kommenden Wochen weiter ausgebaut
werden – bis es schließlich in
See stechen kann.
Bei dieser Aktion sitzen die
Vereinsmitglieder aus Hiddenhausen aber nicht allein im Boot: Das
gesamte Projekt läuft in Kooperation mit dem Förderverein des
Familienzentrums Herford-Nordstadt. Das fast neun Meter lange
Holzboot mit dem nordischen Namen »Skua« (Raubmöwe) ist komplett den alten Wikingerschiffen
nachempfunden. Der schmale, geschwungene Rumpf füllt fast den
gesamten Raum der Scheune aus –
ein imposantes Bild.
Ursprünglich war der Bootsbau
ein Projekt der Ida-Ehre-Schule in
Bad Oldesloe. Die Initiative ging
vom Gymnasiallehrer Torsten
Prüß und dem damaligen Schullei-
Die Wikinger, die zwischen 800 und 1050 weite Teile Nordeuropas
beherrschten, gelten als wildes Volk. Und doch haben sie der Nachwelt
zahllose Kunstgegenstände hinterlassen. Dazu gehört dieses Bronzepferd. Eine Nachbildung aus Holz, gefertigt mit einer Laubsäge, ist im
Hiddenhauser Museum ebenso zu sehen wie alte Schachfiguren.
ter Klaus Mangold aus. Ein Team
aus Schülern und Lehrern begann
2005 mit dem Bau des Bootes.
Unterstützt wurden die Akteure
von Kai Zausch, einem Spezialisten für skandinavische Bootsbaukunst. 2010 erfolgte dann die
Bootstaufe, doch nach einem
Schulleiterwechsel an der Ida-Ehre-Schule ruhten die Arbeiten. Von
da an stand das Wikingerboot
lange Zeit ungenutzt im Carport
eines Lehrers, bis man im Holzhandwerksmuseum darauf aufmerksam wurde – und das Schiff
von Schwerin nach Hiddenhausen
holte. Der Ankauf wurde durch
Sponsoren möglich.
»Als ich dem Verein von dem
Boot erzählte, blickte ich in viele
leuchtende Augen«, erzählt Bertram Kostelnik, der sowohl dem
Museumsverein als auch dem Förderverein des Familienzentrums
Herford-Nordstadt angehört und
die Kooperation ins Rollen brachte. Das Familienzentrum hat in der
Kita Bornbrede bereits ein kleines
Wikingerschiff konstruiert. Kostelnik: »Wir wollen das Boot so
vollenden, wie es ursprünglich
geplant war. Das heißt, dass wir
nur mit den Mitteln der damaligen
Zeit arbeiten.« Dabei können die
vielen alten Werkzeuge des Museums gute Dienste leisten. »Das
nennt man einem Handwerk nachgehen«, schwärmt Vereinsmitglied
Jürgen Kelle beim Blick auf das
Boot. Vieles muss noch in Erfahrung gebracht werden, denn es
liegen keine Konstruktionszeichnungen vor. Wie sollen Segel, Mast
und Steuer konstruiert werden?
Welches Tier wird den Bug schmücken? Beginnen wollen die Holzhandwerker mit den Rudern, die
fünf Meter lang sind. Dabei wird
das im Museum stehende Sägewerk von 1895 zum Einsatz kommen. An den kommenden Sonntagen können die Arbeiten jeweils
von 14 bis 17 Uhr vor Ort verfolgt
werden. Mitmachaktionen für Kinder rund um das Boot sind ebenfalls geplant. Nach der Fertigstellung soll das Boot tatsächlich in
See stechen. Vereinsvorsitzender
Günter Wörmann kündigt an: »Wir
werden uns auf jeden Fall ganz
schön in die Riemen legen...«
Es geht um den Versuch, Tempo
30 in den Ortsdurchfahrten der
L 545 und der B 239, also auf der
Bünder Straße und der Herforder
Straße, einzuführen – eine Aktion,
die zunächst auf ein Jahr befristet
sein soll. Kommt es dazu, würde
sich zumindest ein Anliegen der
Bürgerinitiative »Wir in Hiddenhausen für den Tunnel« erfüllen.
Bei einer Diskussion, zu der die
Initiative unlängst die beiden
Landratskandidaten
eingeladen
hatte (das HERFORDER KREISBLATT berichtete), hatten sowohl
SPD-Kandidat Jürgen Möller als
auch CDU-Kandidat Bernd Stute
gesagt, der »Verkehrsversuch
Tempo 30« könne noch dieses
Jahr realisiert werden.
Ein solcher Versuch kann in der
Tat vom Landrat angeordnet werden. »Der Landesbetrieb Straßen
NRW müsste dem Vorhaben dann
allerdings noch zustimmen«, erklärte Andreas Homburg vom Hiddenhauser Amt für Gemeindeentwicklung gestern auf Anfrage dieser Zeitung. Eine Verwaltungsvorlage zu diesem Thema gibt es
nicht. Daher werden die Äußerungen der Fraktionsvorsitzenden beziehungsweise der Ratsmitglieder
mit einiger Spannung erwartet.
Noch lassen sich die Politiker nicht
in die Karten schauen. CDU-Fraktionschef Marcus Söhnchen: »Wir
werden uns auf unserer Fraktionssitzung am kommenden Montag
ausführlich mit diesem Thema
befassen.« Erwartet wird im Rat
eine kontroverse Debatte.
Kulturrucksack:
Geld vom Land
Hiddenhausen (HK). Für die
Teilnahme an dem Projekt »Kulturrucksack NRW« im Verbund mit
den Städten Herford und Bad
Salzuflen hat die Bezirksregierung
Detmold der Gemeinde Hiddenhausen eine anteilige Landeszuwendung in Höhe von 4325 Euro
bewilligt. Die Mittel sollen Ende
März 2015 ausgezahlt werden.
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