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Gleicher Lohn: ja, gleiche Arbeit

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Reformierte Presse
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29. Jahrgang
Preis: Fr. 3.70 (inkl. 2,5% MwSt.)
Auflage: 3313 (geprüft)
Wochenzeitung der reformierten Kirchen
AKTUALITÄT Was sagen Internet-Besucher bei «ref.ch» zur
kirchlichen Homo-Hochzeit? 4
Nr. 11 I 13. März 2015
AKTUALITÄT Soll und kann für
Pfarrpersonen der Leistungslohn eingeführt werden? 5
FEUILLETON Ist die Ordnung des
Universums ein Zufallsprodukt,
oder steckt Sinn dahinter? 13
Der methodistische Bischof auf dem Prüfstand
Interview mit Bischof Patrick Streiff von der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK)
Foto: Sigmar Friedrich
RP-Redaktor Fabian Kramer hat
sich mit dem Schweizer EMK-Bischof Patrick Streiff über die aktuelle Führungsdebatte in den reformierten Kirchen unterhalten.
RP – Während unter Schweizer
Reformierten die Einführung
eines reformierten Bischofsamts –
zum Beispiel im Rahmen des
SEK-Präsidiums – teils kontrovers diskutiert wird, geht in der
EMK Schweiz deren Bischof Patrick Streiff seinen evangelischen
Bischofsaufgaben bereits unaufgeregt nach.
Das Spannende daran: Die
EMK gehört selbst dem Schweizerischen Evangelischen Kirchen-
bund an, und Patrick Streiff hat
seine Bischofsweihe im April
2005 im Berner Münster nicht
nur von zwei Bischöfen und einer
Bischöfin der EMK erhalten, sondern auch vom damaligen SEKPräsidenten Thomas Wipf.
Im Gespräch mit der RP äussert
Bischof Streiff die Idee, dass die
bisherigen Kirchenratspräsidenten in den reformierten Kirchen
statt nur eines einzigen Bischofs
gemeinsam ein Bischofskollegium
stellen und im Turnus die Versammlung der evangelischen Kirchen in der Schweiz präsidieren
könnten.
Interview auf den Seiten 6/7
Gleicher Lohn: ja, gleiche Arbeit: jein
Ein gerechter Lohn steht Frauen wie Männern in der Kirche in gleichem Masse zu. Aber auch eine gerechte Arbeitsteilung
Die Kirchen verfolgen als Arbeitgeberinnen eine geschlechtergerechte
Lohnpolitik. Was aber noch immer
fehlt, ist eine geschlechtergerechte Verteilung kirchlicher Arbeit: In
Leitungspositionen sind Frauen noch
immer stark untervertreten.
Susanne Leuenberger – Seit 34
Jahren ist in der Schweiz die
Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern in der Bundesverfassung verankert. Seit 1996 sorgt
sich das Gleichstellungsgesetz
darum, dieses Recht zu realisieren. Bis heute lässt die Umsetzung auf sich warten: Gemäss aktuellen Zahlen verdienen Frauen
immer noch 18,9 Prozent weniger
als ihre männlichen Kollegen. Am
vergangenen Samstag haben nun
mehr als 12 000 Menschen unter
der Leitung von Gewerkschaftsbund und Alliance F – dem Bund
Schweizerischer Frauenorganisationen – in Bern gleiche Löhne
für Mann und Frau eingefordert.
48 Vereinigungen aus dem gesamten politischen Spektrum stellten sich hinter die Kundgebung,
darunter auch christliche Organisationen wie der katholische
Frauenbund, die katholischen
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, der christliche Friedensdienst und die Evangelischen
Frauen Schweiz. Die Präsenz kirchennaher Organisationen kommt
nicht von ungefähr: Kirchen
übernehmen als Arbeitgeberinnen bezüglich gleicher Entlöhnung für Mann und Frau eine
Vorreiterrolle. So erhielten mit
dem Lutherischen Weltbund und
der reformierten Kirche Neuenburg gleich zwei kirchliche
Arbeitgeber das «equal salary»Prädikat des Bundes. Das Zertifizierungsverfahren prämiert
Handelsunternehmen, NPO und
Regierungseinrichtungen,
die
eine geschlechtergerechte Lohnpolitik verfolgen. Bis heute haben
nur 26 Schweizer Unternehmen
die «equal salary»-Kriterien erfüllt. Doch nicht nur Neuenburg,
auch andere Landeskirchen ha-
ben den Grundsatz der Lohngerechtigkeit weitestgehend verwirklicht.
In der reformierten Berner
Landeskirche kümmert sich
eine Delegation für Genderfragen seit den 1980er Jahren auf
Synodalratsebene um Gleichstellungsfragen, auch bezüglich Lohn,
wie Doris Marchesoni von der
Fachstelle Finanzen und Personal
weiss. Ein Gesamtarbeitsvertrag
legt fest, dass bei gleicher Funktion gleiche Löhne ausbezahlt
werden müssen, und bietet zahlreiche Teilzeitstellen an. Die gesamtkirchlichen Dienste erhielten
Fortsetzung auf Seite 3
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