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Hilfe für Opfer der Dreifachkatastrophe noch lange nötig

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Evangelische Mission in Solidarität (EMS)
Kirchen und Missionen in internationaler Partnerschaft e. V.
Vogelsangstraße 62 ‫ ׀‬D-70197 Stuttgart
STUTTGART, DEN 10. MÄRZ 2015
E-Mail: presse@ems-online.org ‫ ׀‬Web: www.ems-online.org
Hilfe für Opfer der Dreifachkatastrophe von Fukushima noch lange nötig
EMS und ihre Mitglieder unterstützen KYODAN weiterhin
„Wir haben am Fluss gespielt, ohne uns Gedanken um Radioaktivität machen zu müssen. Es war wunderbar
für die Kinder, die zuhause in Fukushima nicht draußen spielen dürfen“, sagt eine Mutter, die mit ihren
Kindern an einem der Sommercamps des CVJM Japan in nicht verstrahlten Regionen des Landes teilnahm.
In einem anderen, dem „Second House Program“, werden Familien aus Fukushima Wohnungen zur
Verfügung gestellt, damit sie sich dort zwei Wochen lang in unbelasteter Umgebung erholen und draußen
spielen, bewegen und essen können. Diese und weitere Projekte werden finanziell unterstützt u.a. von der
Evangelischen Landeskirche in Württemberg und der EMS.
Masami Kato, die Leiterin der Abteilung für Katastrophenhilfe im CVJM, beschreibt die Dringlichkeit solcher
Maßnahmen: „Weite Gebiete der Region Fukushima sind auf Dauer verstrahlt. Die Bevölkerung weiß nur
wenig darüber, weil die Regierung sagt, dass es – bis auf den innersten Kreis um die zerstörten Atomreaktoren – mittlerweile sicher sei, in die Orte zurückzukehren. Im Zuge der Dekontaminierung wird die
oberste Bodenschicht abgetragen und in großen Plastiktüten gesammelt. Hinter vielen Wohnhäusern und auf
öffentlichen Parkplätzen stapeln sich diese Tüten notdürftig abgedeckt mit Plastikplanen, weil es keine
sicheren endgültigen Sammelstellen dafür gibt.“ Dank der Unterstützung durch die Mitgliedskirchen der EMS
konnte die Vereinigte Kirche Christi in Japan (KYODAN) Geigerzähler anschaffen, mit denen unabhängige
Messungen durchgeführt werden.
Die Dreifach-Katastrophe am 11. März 2011 mit Erdbeben, Tsunami und Reaktorschmelze hat mit der
Region Fukushima eine Gegend getroffen, die schon immer zu den ärmeren Regionen Japans gehörte.
„Viele Menschen können sich schlichtweg nicht leisten, von hier wegzuziehen!“ , sagt Masami Kato. Mehr als
230.000 Betroffene leben noch immer in Notunterkünften. Mitarbeitende von KYODAN und CVJM gehen
davon aus, dass ihre Unterstützung noch lange nötig ist. Unter dem Motto „Com 7300“ (20 mal 365 = 7300)
hat sich der CVJM dazu verpflichtet, den Opfern der Dreifachkatastrophe für die nächsten 20 Ja hre
beizustehen: „Vier Jahre sind im menschlichen Gedächtnis eine lange Zeit, für den Abbau von Radioaktivität
aber eine völlig unerhebliche Zeitspanne. Wenn wir den Menschen schon nicht helfen können weg zu ziehen,
dann wollen wir sie doch wenigstens darin unterstützen, sich selbst und ihre Kinder so unbelastet wie irgend
möglich zu versorgen.“
Pressekontakt: Regina Karasch-Böttcher, karasch@ems-online.org, Tel. +49 711 636 78 85
Auskunft:
Lutz Drescher, Drescher@ems-online.org, Tel. +49 711 636 78 30
www.ems-online.org
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