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Leseprobe zum Titel: Süddeutsche Zeitung (13.03.2015)

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Hier brummt der Bär: Wie Berlin um Olympia kämpft
Die
Seite Drei
NEUESTE NACHRICHTEN AUS POLITIK, KULTUR, WIRTSCHAFT UND SPORT
WWW.SÜDDEUTSCHE.DE
HF1
(SZ) In einer einfühlsamen Reportage berichtet dpa, dass der ehrenwerte Berufsstand der Porteros dem Untergang geweiht
ist. Porteros, das darf man in einer ersten
Annäherung sagen, sind Pförtner in spanischen Mehrfamilienhäusern, weitaus genauer ist ihr Tätigkeitsprofil aber mit den
Worten „Guter Geist der Mietskasernen“
beschrieben. In Frankreich gibt es diese
Wachtposten hinter der Eingangstür ebenfalls, nur heißen sie dort Concierges, sind
meist weiblich und waren in ihrer Glanzzeit die wichtigsten Zeugen, wenn Kommissar Maigret in einem Mordfall ermittelte.
Doch auch die Concierge stirbt aus. Kein
Mensch kann heutzutage über Paris schreiben, ohne das Verschwinden der in einer
Pförtnerloge im Parterre residierenden, allwissenden Frauen zu beklagen. Ersetzt
werden sie durch elektronische Schlösser
mit Zifferncode, und anstelle ihres unbestechlichen Auges, das die Besucher präzise als gut oder böse identifizierte, wacht
nunmehr eine Kamera ohne jegliche soziale Kompetenz über die Pforte.
Bitte, man soll jetzt nicht auf die Hauseigentümer schimpfen, nur weil sie Menschen durch Automaten ersetzen und damit in vorbildlicher Weise marktwirtschaftlich handeln. Außerdem wären sie ja blöd,
das winzige Kabuff im Entree an einen Portero oder eine Concierge zu verschwenden,
wenn sie es für 2000 Euro plus Nebenkosten als hochwertiges Künstlerappartement
vermieten können. Die Hausgemeinschaft
aber muss schauen, wie und ob es weitergeht. Wer, wenn nicht der Portero, verteilt
künftig die Post, wobei die besten unter ihnen die Briefe vorsorglich durchlasen, ehe
sie an die Adressaten gelangten? Und wer
soll die Katze abwesender Bewohner füttern oder den wöchentlichen Ehestreit der
Familie im 5. Stock schlichten? Mit jedem
Portero, der aus dem Haus gejagt wird, verschwindet auch ein über Jahrzehnte erworbenes Know-how. Nur er weiß, dass Frau
Sanchez aus der 3. Etage jeden Mittwoch
Herrenbesuch empfängt, während ihr
Mann Überstunden macht. Und nur er
weiß, dass Herr Sanchez nie Überstunden
gemacht hat. Der Portero erfährt alles und
schweigt – gegebenenfalls angespornt
durch ein großzügiges Trinkgeld.
Allerdings lässt sich nicht leugnen, dass
diese guten Geister auch ihre Schattenseiten haben. Oder, ohne Umschweife gesagt:
Sie sind verdammt lästig. Immer dieses
komplizenhafte Gegrinse, wenn Herr Sanchez von den Überstunden kommt; immer
die misstrauischen Blicke, wenn man mit
ein paar Kumpels und zehn Flaschen Wein
ins Treppenhaus stürmt. Und dann die
scheinheilige Frage, warum man nicht
mehr mit dem Auto fährt. Woher weiß der
Lump, dass der Führerschein futsch ist?
Liest der etwa fremde Briefe? In der Tat:
Der Portero ist ein Spion, der jedes intime
Detail auskundschaftet – so wie die NSA,
Facebook oder Apple. Aber die ersetzen ihn
jetzt. Geschieht ihm recht, dem Schnüffler.
MÜNCHEN, FREITAG, 13. MÄRZ 2015
71. JAHRGANG / 11. WOCHE / NR. 60 / 2,60 EURO
Ganz der Alte Frank Sinatra junior erklärt,
warum er sein Geld ausgerechnet mit
Gesang verdient. Der Biograf Reiner Stach
beschreibt das vergiftete Verhältnis zwischen Franz Kafka und dessen Vater. Eine
Mutter hofft seit zehn Jahren, dass ihr verschwundener Sohn nach Hause kommt.
Und unser Autor erzählt, wie unangenehm
es sein kann, einen Frauenarzt zum Vater
zu haben. Ein Männerheft über Söhne.
Liegt nicht der gesamten Auslandsauflage bei
Sechs Seiten Beilage
Heute mit Immobilien:
Kauf- und Mietmarkt
Mienen und Hände sprechen eine klare Sprache: Wolfgang Schäuble (links) und sein griechischer Kollege Yanis Varoufakis sind in zentralen europäischen Anliegen ziemlich unterschiedlicher Ansicht. Das wurde schon bei einem ihrer ersten Treffen klar.
FOTO: FABRIZIO BENSCH/REUTERS
Riesenkrach zwischen Berlin und Athen
Griechenlands Botschafter beschwert sich beim Auswärtigen Amt, weil Finanzminister Schäuble
den Kollegen Varoufakis „naiv“ genannt habe. De Maizière kritisiert Drohung mit Flüchtlingsstrom
von claus hulverscheidt
und christiane schlötzer
Berlin – Der Streit zwischen Deutschland
und Griechenland über den Umgang mit
der Schuldenkrise eskaliert. Der griechische Botschafter in Berlin beschwerte sich
beim Auswärtigen Amt in einer sogenannten Demarche offiziell darüber, dass Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU)
seinen Kollegen Yanis Varoufakis als „naiv“ bezeichnet und damit beleidigt habe.
Schäuble bestreitet das. Umgekehrt verlangte Innenminister Thomas de Maizière
(CDU) von Athen Aufklärung darüber, was
es mit der angeblichen Drohung auf sich
habe, Flüchtlingsströme von Griechenland nach Deutschland umzuleiten.
Die Scharmützel zeigen, wie zerrüttet
das Verhältnis zwischen der Regierung von
Ministerpräsident Alexis Tsipras und einem der vormals wichtigsten Partner Griechenlands mittlerweile ist. In Athen ist
man erbost, dass die EU-Staaten das Wahlergebnis und die damit verbundene Absage der Bürger an eine Fortführung der bisherigen „Rettungspolitik“ scheinbar nicht
respektieren. In Berlin wie in vielen anderen EU-Hauptstädten wiederum ist man
zunehmend frustriert und fassungslos darüber, dass Tsipras viele bisherige Reformerfolge zunichte macht und sich um europäische Verträge und Regeln nicht zu scheren scheint. Zudem verärgert er die Bundesregierung immer wieder mit der Forderung nach milliardenschweren Reparationszahlungen für Nazi-Verbrechen während des Zweiten Weltkriegs. Die Griechen
drohen damit, deutsche Einrichtungen wie
das Goethe-Institut zu pfänden.
Der Graben ist auch deshalb so tief, weil
man einander nicht mehr versteht. In Berlin etwa kann man sich keinen Reim darauf machen, was Tsipras mit dem Konfrontationskurs erreichen will. Aus Regierungskreisen verlautete, es falle auf, dass die
Griechen ihre Verbalattacken auf Deutschland und die Europäische Zentralbank
(EZB) konzentrierten. „Das sind aber gerade die Partner, die sie am nötigsten brauchen, um eine Insolvenz zu verhindern“,
hieß es. „Wenn Tsipras und Varoufakis den
letzten Rest von Verständnis, den es im
Bundestag noch gibt, zerstören wollen,
dann müssen sie genau so weitermachen.“
Schäuble hat dieses Thema ganz offensichtlich gegenüber seinem Athener Kollegen angesprochen, wie dieser offenbarte.
„Herr Schäuble hat mir erklärt, dass ich
das Vertrauen der deutschen Regierung
verloren habe“, sagte Varoufakis dem Sender Mega TV. „Ich habe ihm gesagt, dass
ich es niemals genossen habe. Ich habe das
Vertrauen des griechischen Volkes.“
Heftige Kritik übte Varoufakis auch an
der Ankündigung der EZB, keine weiteren
Athener Staatsanleihen als Sicherheit für
Liquiditätshilfen an die griechischen Banken mehr zu akzeptieren. Die Notenbank
verfolge eine Politik, die seiner Regierung
„die Luft zum Atmen nimmt“, sagte er. Dabei verschweigt er, dass viele Experten
schon den bisherigen Umgang der Währungshüter mit griechischen Anleihen als
zu großzügig oder gar als rechtswidrig kritisiert haben. EZB-Direktoriumsmitglied
Benoit Coeuré hatte vor wenigen Tagen gewarnt, die Notenbank könne und dürfe die
griechische Regierung nicht finanzieren.
„Das ist illegal“, sagte er.
Seite 4
76 000 Tote
in einem Jahr
Hilfsorganisationen beklagen
Versagen der UN in Syrien
New York – Angesichts der desolaten Lage
der Menschen in Syrien nach vier Jahren
Bürgerkrieg haben 21 Hilfsorganisationen
dem UN-Sicherheitsrat völliges Versagen
vorgeworfen. Keine UN-Resolution habe etwas bewirkt. 2014 hätten die Syrer das blutigste Jahr des Konflikts erlebt, heißt es in
dem Bericht „Failing Syria“ der Organisationen, darunter Oxfam und World Vision.
Allein vergangenes Jahr seien 76 000 Menschen gestorben. sz
Seiten 4 und 6
Polizisten in Ferguson
angeschossen
Ferguson – In Ferguson sind bei einer Demonstration nach dem angekündigten
Rücktritt des Polizeichefs zwei US-Polizisten angeschossen worden. Thomas Jackson hatte mit seinem Rückzug auf Vorwürfe reagiert, Beamte diskriminierten gezielt
Afro-Amerikaner. sz Seiten 4 und 7
HEUTE
Thema des Tages
Die Deutsche Bahn verliert im
Regionalverkehr. Die Kunden
profitieren
2
Meinung
Buchmesse: Lesen ist
ein Zustand, Literatur
fördert die Fantasie
4
Feuilleton
Wie konnten Boko Haram und
al-Shabaab in Afrika Fuß
fassen? Eine Spurensuche
12
Wirtschaft
„Fast jeder ist käuflich“:
Reden wir über Geld mit
Detektiv Tamer Bakiner
24
Sport
Sieben Tore, sechs Schützen:
Der FC Bayern zelebriert
seinen „Pep-Fußball“
41
Medien, TV-/ Radioprogramm
Forum & Leserbriefe
München · Bayern
Rätsel
Familienanzeigen
47,48
15
45-46
47
44
Süddeutsche Zeitung GmbH,
Hultschiner Straße 8, 81677 München; Telefon 089/2183-0,
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dkr. 27; £ 3,40; kn 31; sfr. 5,00; czk 101; Ft 910
51011
4 190655 802602
Man wird in diesem Museum das exquisite Kleid einer Frau aus Togo sehen können; dazu ein etwas ramponiertes Radiogerät; und den Brief eines italienischen
Kriegsgefangenen aus dem Jahr 1944, in
dem er seinen Leuten zu Hause berichtet,
dass die Deutschen keine Pasta kochen
können. Und einen alten Ford Transit.
Die Macher des geplanten deutschen
Migrationsmuseums werden den alten
Ford, das Kleid und das Radiogerät erzählen lassen. Der Kleinbus wird von seinen
vielen Fahrten zwischen Deutschland
und der Türkei erzählen und davon, wie
aus Gastarbeitern Kulturwandler geworden sind. Das Kleid wird von der Togoerin
erzählen, die Mitte der Neunzigerjahre
nach Deutschland geflohen ist, und davon, wie die Frau es geschafft hat, sich mit
Nadel und Faden hier ein Unternehmen
aufzubauen; das Kleid im Stil ihrer alten
Heimat ist das erste, das sie hier geschneidert hat. Und das Radio? Helfer brachten
Die Welt im Ford Transit
Deutschland soll ein zentrales Migrationsmuseum bekommen
es den Überlebenden der Familie Genç
1993, nach dem mörderischen Brandanschlag in Solingen, in die Notunterkunft.
Der Verein Domid trägt solche Objekte
seit fast drei Jahrzehnten zusammen: Plakate und Informationszettel aus den deutschen Anwerbestellen in der Türkei, in
Portugal, Griechenland oder Südkorea;
dazu Interviews, Tausende Interviews –
mit den Gastarbeitern der ersten Generation und den Personalchefs, die diese einstellten. Beim Verein Domid, einer Organisation von Migranten, stapeln sich die
Nachlässe von Einwanderern, viele Koffer
voll mit Erinnerungen – nicht nur possierlicher Art, sondern auch, zum Beispiel, an
den Streik der Gastarbeiter bei Ford in
Köln im August 1973. Die Migrations-
Sammlung begann einst in einer Garage
in Essen. Jetzt lagert sie, von Wissenschaftlern betreut, in einer Etage des Bezirksrathauses in Köln-Ehrenfeld; die
Stadt Köln und das Land Nordrhein-Westfalen geben Geld dafür.
Domid heißt: „Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in
Deutschland“. Jetzt soll, nach Jahren des
Sammelns, Erforschens und Bewahrens,
aus dem Namen Ernst werden. Im April
lädt der Verein, Geschäftsführer ist der
Historiker Arnd Kolb, zum „Startschuss
für das zentrale Migrationsmuseum in
Deutschland“. Rita Süssmuth (CDU), frühere Bundestagspräsidentin, wird das
Projekt vorstellen. Sie hat zu Zeiten der
rot-grünen Regierung die „Unabhängige
Kommission Zuwanderung“ geleitet und
das Konzept für ein kluges Einwanderungsrecht vorgelegt, das bis heute nicht
verwirklicht ist und über das die Politik
gerade wieder diskutiert.
In welcher Stadt das Museum errichtet
werden soll, ist noch nicht entschieden.
Am liebsten wäre es den Initiatoren,
wenn es zu einem Wettbewerb käme: Es
soll eine Stadt sein, die von Einwanderung geprägt ist und deshalb Geld dafür
hat, Migrationsgeschichte als Teil deutscher Geschichte zu präsentieren. Ein Kuriositätenkabinett soll das Museum nicht
werden. Wenn es Lebensgeschichten dokumentiert, dann nicht aus Sentimentalität, sondern um Quellen zu sichern – und
um zu zeigen, wie die Gesellschaft von
Einwanderung verändert wurde. Die Fehler, die von den Alt- und Neubürgern gemacht wurden, sind auch Teil dieser Geschichte. Wenn es gut geht, werden sie weniger.
heribert prantl
Mehr öffentliche Wlan-Netze in Deutschland
Die Bundesregierung will die Haftung von Städten, Restaurants und Hotels für drahtlose Internetzugänge lockern
Berlin – Die Bundesregierung will Bürgern den Zugang zu öffentlichen InternetFunknetzen erleichtern. Das Wirtschaftsministerium verschickte am Donnerstag einen Gesetzentwurf, der Rechtsunsicherheiten rund um das Wlan beenden soll. Mit
Wlan können sich zum Beispiel Handys
mit dem Internet verbinden. Ziel sei „ein
breites Angebot an kostenlosem Wlan“,
sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar
Gabriel (SPD). Bisher fahre Deutschland
„mit angezogener Handbremse“.
Hinter der Zurückhaltung standen bislang vor allem ungeklärte Haftungsfragen.
So hatte der Bundesgerichtshof 2010 entschieden, dass der Betreiber eines drahtlosen Internet-Zugangs für dessen Missbrauch mithaften muss, wenn er den Zugang nicht ausreichend schützt. Im damali-
DIZdigital: Alle
Alle Rechte
Rechte vorbehalten
vorbehalten –- Süddeutsche
Süddeutsche Zeitung
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Jegliche Veröffentlichung
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undnicht-private
nicht-privateNutzung
Nutzungexklusiv
exklusivüber
überwww.sz-content.de
www.sz-content.de
Jegliche
gen Fall war über den Wlan-Zugang illegal
Musik auf einer Tauschbörse angeboten
worden. Der Besitzer des privaten Netzwerks war zwar in Urlaub, musste aber dennoch für die Abmahnkosten haften. Diese
Kosten, die sogenannte Störerhaftung, wollen sich viele potenzielle Betreiber, etwa
Gastronomen oder Hotels, lieber sparen.
In Deutschland gibt es knapp eine Million
kommerzieller Wlan-Zugänge, die bisher
nur für Kunden der jeweiligen Anbieter zugänglich sind. Wenn die Störerhaftung
wegfiele, könnten diese für alle geöffnet
werden.
Künftig soll nun das Telemediengesetz
klarer regeln, unter welchen Bedingungen
die Wlan-Betreiber, ob Firmen oder Kommunen, einer solchen Haftung entgehen.
Nach wie vor müssen sie aber Missbrauch
vorbeugen, durch „zumutbare Maßnahmen“. Dazu zählt der Entwurf eines Passworts für das Netzwerk, oder eine NutzerErklärung, dass sie „im Rahmen der Nutzung keine Rechtsverletzungen“ begehen.
Die Internet-Branche hält den Vorstoß
für wenig nützlich. „Das bleibt weit hinter
den Erwartungen zurück“, sagte Oliver Süme, Vorstand des Branchenverbands Eco.
Angesichts der komplizierten Registrierung sei die Verbreitung frei zugänglichen
Wlans in der Fläche „schlichtweg nicht
praktikabel“. Leichter sei es, die Wlan-Betreiber genauso zu behandeln wie klassische Internet-Anbieter. Diese sind von der
Haftung befreit – schließlich können sie
nicht für den Unfug haften, den Privatpersonen mit den von den Unternehmen gelegten Internet-Leitungen treiben.
Die Bundesrepublik liegt beim Wlan im
internationalen Vergleich weit zurück. Derzeit gibt es erst 15 000 völlig frei zugängliche Wlan-Funknetze, auf je 10 000 Einwohner entfallen damit knapp zwei öffentliche
Zugänge. In Südkorea liegt diese Quote bei
37, in Großbritannien bei knapp 29. Auch
Frankreich hat mit fünf Netzwerken je
10 000 Einwohnern ein größeres öffentliches Internet-Angebot als Deutschland.
Die Menge an Daten, die über digitale
Netze transportiert werden, wächst ständig. Schon 2020, prognostizieren Marktforscher, könnten 30 Milliarden netzwerkfähige Geräte im Internet sein – von Sensoren
in der Kleidung über Verkehrsampeln bis
hin zu Autos. Das wird auch den Bedarf an
Zugängen ins Netz steigen lassen.
m. bauchmüller, h. martin-jung
Leipziger Buchpreis
für Lyriker Jan Wagner
München – Jan Wagner bekommt den
Leipziger Buchpreis. Der 1971 geborene Autor ist der erste Lyriker, der die Auszeichnung erhält; die Entscheidung der Jury ist
eine kleine Sensation. Wagner wird für seinen Gedichtband „Regentonnenvariationen“ ausgezeichnet. sz
Feuilleton
Autor Terry Pratchett
gestorben
München – Der britische Fantasy-Autor
Terry Pratchett ist tot. Der Verfasser der
„Scheibenwelt“-Romane starb im Alter
von 66 Jahren nach langer Krankheit, wie
der Verlag Transworld Publishers am Donnerstag mitteilte. Pratchetts Werke wurden in 37 Sprachen übersetzt und weltweit
mehr als 70 Millionen Mal verkauft.
sz
Dax ▼
Dow ▲
Euro ▲
Xetra 16.30 h
11786 Punkte
N.Y. 16.30 h
17841 Punkte
16.30 h
1,0626 US-$
- 0,17%
+ 1,16%
+ 0,0081
DAS WETTER
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NACHTS
Im Osten und Norden wolkig, dabei örtlich
etwas Regen und in höheren Lagen
Schnee. Auch im Bayerischen Wald kann
es schneien. Sonst scheint teils die Sonne,
teils ziehen harmlose Wolken vorüber. Vier
bis elf Grad.
Seite 15
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