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Das Wechselspiel der Achsen

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Kundenzeitung der KAHL-Unternehmensgruppe
EASY LOAD
Wichtige Hilfsmittel
für Planung und
Durchführung
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Internationale SchwertransportLogistik
Ausgabe 5 · Dezember 2014
Darf es etwas
mehr sein
Großraumprojekte
der speziellen Art
1x längs durch
Deutschland
Transformatorenumsetzung von
Nord nach Süd
Push and pull
Hochmoderne
Verschubbahn
Seite 4
Seite 6
Seite 8
Editorial
Kräfte bündeln
Die Weiterentwicklung eines
familiengeführten Unternehmens
auf einer wirtschaftlich gefestigten
Basis ist kein leichtes Unterfangen.
Stetige Aufmerksamkeit, um zu erkennen, wo sich neue Möglichkeiten
für Mitarbeiter und Unternehmen
auftun, ist ebenso wichtig, wie das
Erhalten des bereits Erreichten und
die Sicherung der Qualität der Arbeit, ausgerichtet auf größte Kundenzufriedenheit.
Dazu bedarf es neben unternehmerischem Mut und Weitsicht u.a. auch
der Fähigkeit (und dem Erkennen
der Notwendigkeit), alle vorhandenen Ressourcen zu aktivieren und
zu einer Einheit zusammenzufügen.
Das gilt für die Mitarbeiter wie auch
für die vorhandene oder erforderliche, innovative Technik.
Das Wechselspiel der Achsen
Kurz vor Transportbeginn – Abfahrt mit 24 Achsen, unterwegs Umbau auf 34 Achsen – Gesamt-Abmessungen: 73,75 m lang x 3,60 m breit x 5,85m hoch, Gewicht: 580 t
Udo Gärtner, Geschäftsführer
Aus diesem Gefüge von zufriedenen,
engagierten und loyalen Mitarbeitern, die sich mit ihrem Unternehmen identifizieren und den verantwortungsbewussten, zuverlässigen
und vertrauenswürdigen Firmenlenkern, entsteht ein kraftvolles, agiles
Unternehmen, dass mit Zuversicht
in die Zukunft blicken kann.
Wir haben in der KAHL-Unternehmensgruppe Weichen gestellt, so
dass wir die zukünftigen Herausforderungen gut vorbereitet annehmen
werden und gemeinsam bewältigen
können.
Wer alleine arbeitet, addiert.
Wer zusammen arbeitet, multipliziert.
(Sprichwort)
Informieren Sie sich, was sich in unseren Unternehmen „bewegt“ hat
und freuen Sie sich auf packende
Berichte und Bilder in unserer
neuesten Ausgabe von „Moving
together“.
Ein gesegnetes Weihnachtfest und
ein friedvolles Jahr 2015 sowie viel
Glück, Erfolg, Zufriedenheit und
Gesundheit wünscht Ihnen
die Geschäftsleitung der
KAHL-Unternehmensgruppe
Moers. Seit Jahrzehnten werden in
Mönchengladbach Transformatoren
für Kraftwerke und Energieanlagen
gebaut. Dass sie auch an ihre Bestimmungsorte kommen, dafür sorgt die
KAHL & JANSEN GmbH. In dem
Umgang mit den schweren Anlagen
hat man in der Firmenzentrale in
Moers viel Erfahrung. Immer wieder
werden mit Einsatzwillen und Ideen
neue Antworten auf sich verändernde Voraussetzungen gefunden.
Die jüngsten Erkenntnisse um den
Zustand der deutschen Infrastruktur
in Bezug auf Straßen und insbesondere
Brücken aber bringen die Spezialisten
an die Grenzen ihrer Möglichkeiten.
Mit 341 Tonnen Gewicht war der letzte
Transformator eigentlich keine
übermäßige Herausforderung, da gab
es schon weitaus größere. Was ihn
dennoch in den Blickpunkt bringt,
hängt mit dem Aufwand zusammen,
der für die Überwindung der Strecke
vom Herstellerwerk bis zum Rheinhafen in Krefeld betrieben werden
musste.
Denn die Suche nach einem möglichen Transportweg wird bestimmt von
wenigen Stellen, an denen die Achslasten von den zuständigen Behörden
sehr niedrig festgelegt wurden. So auch
in diesem Fall.
Der Transportplan sah für diese Streckenabschnitte größere Umbaumaßnahmen an dem Goldhofer Modulsystem vor, was natürlich einen
längeren Zeitrahmen erforderte.
Und zudem den Einsatz der KAHL &
JANSEN-Parterremannschaft, die eigens aus ihrem Standort Leuna samt
Equipment angereist war.
Das Team um Thomas Maiwald kam
dann auch gleich zu Beginn zum Einsatz. Sie besorgten das Umsetzen des
Transformators von dem Luftkissen
des Kunden zuerst auf Elefantenfüße
Sorgfalt und Genauigkeit beim Beladen
sind für die Positionierung des Schwerstückes unerlässlich
und dann auf das KAHL-Modulsystem
mit 24 Achslinien. Auf dem Transportwagen wurden dann noch die blauen
Spezialtraversen am Transformator
gegen die roten Tragschnäbel mit Hilfe
eines Autokranes ausgetauscht.
Immer zu tun für
die Paterremannschaft
Die Enden der langen Tragschnäbel
ruhten auf je zwei Hydraulikstempeln.
Mit dieser Konstruktion wurde erreicht, dass sich das Gewicht des
Frachtgutes besser auf die im Laufe
des Transportes geplanten 34 Achsen
verteilt und man die vorgeschriebenen
Achsdrücke auf die Fahrbahn einhalten konnte.
So ging es am ersten Abend wie gewohnt in Begleitung von vielen Blaulichtern und einem großen KAHLTross auf die Reise. Alles lief zunächst
so, wie es schon etliche Male praktiziert
Das Team der Abteilung Parterre- und Montagearbeiten. Links im Bild der Leiter dieses worden war. Die Polizei sperrte die
Straßen ab, als es über die B 230 durch
Bereiches Thomas Maiwald
Rheydt ging. Der den Transport begleitende Straßenbautrupp drehte Ampelanlagen beiseite, schraubte Verkehrsschilder ab und räumte ganze
Querungshilfen von der Fahrbahn.
Nach Mitternacht erreichte die Armada dann den Ort, an dem der Fahrfluss für Stunden unterbrochen werden sollte. In Giesenkirchen „lauerte“
eine kleine Brücke mit gut fünf Metern
Breite. Für diese Überquerung mussten die Achslasten noch einmal gesenkt
werden.
So standen in einem abgesperrten
Straßenbereich zwei Fahrwerke mit je
fünf Achsen bereit. Für die Sperrung
der Bundesstraße hatten die Straßenmeister eine umfangreiche Umleitung
mit sehr aufwändiger Beschilderung
einrichten müssen.
Während das Team von Thomas Maiwald das Transportsystem umbaute,
machten sich zweihundert Meter entfernt zwei Vermesser an die Arbeit. Sie
Fortsetzung auf Seite 2
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Kundenzeitung der KAHL-Unternehmensgruppe
Ausgabe 5 · Dezember 2014
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Gewissenhafte
Überprüfung der Lenkund Ruhezeiten
Sorgfältige Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zu den Lenk- und
Ruhezeiten gehört bei den Firmen der KAHL-Gruppe zur gelebten Firmenphilosophie.
Vorbereitung des Monitorings, bei Brückenüberfahrten im Grenzbereich der Brückenstatik.
Das setzte sich auf der gesamten Strecke fort und bis zum Schwerlasthafen
in Krefeld vergingen drei Nächte. Zur
Verladung in das Küstenmotorschiff
mussten dann wieder die Tragschnäbel
gegen die Hebetraversen ausgetauscht
werden, welche im eigenen Hause entwickelt wurden.
Das letzte Mal legten die Mitarbeiter
von KAHL & JANSEN Hand an den
Transformator, als er in Rostock nach
nur 3-tägiger Schiffsreise von einem
gewaltigen 1600-Tonnen-Raupenkran
aus dem KÜMO gehoben wurde und
auf einem Modulsystem Platz fand.
Dieser Plateauwagen wurde dann von
einer Zug- und einer Schubmaschine
sicher zu seinem vorläufigen Lagerplatz transportiert.
Das 580-t-LKW-Gespann
wird zur Brückenüberfahrt erwartet.
Fortsetzung von Seite 1
vermaßen das Brückenbauwerk und
seine Umgebung, um den Istzustand
des Bauwerkes festzuhalten.
Rund zwei Stunden später machten
sie das gleiche, als der Transformator
– nun auf 34 Achsen gelagert – über
den Asphalt der Brücke rollte. Der
Vergleich der Messungen sollte zeigen,
welche Auswirkungen die Überfahrt
hatte.
War für diesen Streckenabschnitt die
Verlängerung auf 34 Achsen zwingend
geboten, so wurde der Zuwachs an
Länge bald wieder zum Problem, denn
bei der nächsten Abbiegung kam man
so nicht um die Ecke. Also wieder
Rückbau der beiden Einheiten und
Zeitverlust – jedoch so, wie im Vorfeld
geplant.
Die Aufgaben werden
immer komplexer
Umschlag ins Küstenmotorschiff mit Hilfe
der eigens dafür gefertigten Hebetraversen
Löschen der Ladung im Zielhafen mit einem 1600-t-Raupenkran
Transporte wie dieser gehören bei der
KAHL & JANSEN GmbH eigentlich
zum Alltagsgeschäft. Ihre zunehmende
Komplexibilität aber fordert die Innovationsfähigkeit heraus, um auch
zukünftig solche Frachten bewältigen
zu können. So warten im kommenden
Jahr vier Transformatoren am Niederrhein auf ihren Transport, die im Bereich Offshore-Strom zum Einsatz
kommen sollen. Die zwei Größten,
mit einem Gewicht von je 475 Tonnen,
müssen in ein Umspannwerk im Emsland, die beiden kleineren mit je 384
Tonnen Gewicht an die Ostsee.
Angesichts solcher Herausforderungen
plant man bei KAHL zusammen mit
Fahrzeugherstellern eine neue Kesselbrücke, mit einer Nutzlast von maximal 600 Tonnen. Über ihren Lastverteilungsrahmen ist sie in der Lage, bei
geringerem Ladevolumen Achsdrücke
um die 12 Tonnen zu erreichen. Eine
Millioneninvestition, die in Zukunft
Handlungsfähigkeit im Bereich
Schwerlast garantieren soll.
Freie Fahrt für den 580-t-Koloss
Klaus Heus (li) und Heinz Stromenger bei der Auswertung der Tachoscheiben
bzw. der digitalen Tachometer
Speziell auf diesem schwierigen Terrain wird von der Firmenleitung
größter Wert darauf gelegt, dass alle
Beteiligten die gesetzlichen Vorgaben
beachten.
Eigens zu diesem Zweck ist ein Arbeitsplatz in der KAHL-Gruppe eingerichtet worden, der von einem langjährigen, verdienten Mitarbeiter ausgefüllt
wird: Herr Heinz Stromenger war bei
KAHL 33 Jahre als Fahrer im Schwerverkehr tätig und hat anschließend
fast 10 Jahre als Dispositionsleiter treue
Dienste geleistet.
Ein Fachmann, der sich mit allen Belangen der Einsatzzeiten von Fahrern
bestens auskennt. Doch damit nicht
genug. Es ist der Firmenleitung gelungen als Unterstützung für Herrn Stromenger, Herrn Klaus Heus zu gewinnen. Vielen aus der Branche ist er
sicherlich noch bekannt als der für die
Kahl Gruppe zuständige, ehemalige
Mitarbeiter des Amtes für Arbeitsschutz. Seit zwei Jahren befindet er
sich nun im Ruhestand. Zum Amt für
Arbeitsschutz hat die KAHL-Gruppe
seit Mitte 2005 ständigen, guten Kontakt gehalten, bezogen auf die Sozialvorschriften sowie auf die Einhaltung
der Lenk- und Ruhezeiten für Kraft-
fahrer. Geballte Kompetenz sorgt
nun also auf dem firmeneigenen
Betriebsgelände für regelmäßige
Schulungen für alle Beteiligten.
Denn die wöchentliche Kontrolle
aller Fahrer im digitalen wie auch
im analogen Bereich zeigt, dass es
auch Unwissenheit oder Flüchtigkeitsfehler gibt, die durch unmittelbare Gespräche sofort geklärt werden
können.
Fehler-Analyse, praktische Hinweise
und regelmäßige Aufarbeitung werden dann vertieft durch die jeweiligen Schulungen, übrigens auch für
die kaufmännischen Mitarbeiter.
Erfolge dieser Vorgehensweise zeigen
sich sehr deutlich: es gibt im Gegensatz zu Zeiten ohne diese intensiven
Kontrollen und Schulungen kaum
noch Verstöße gegen die Lenk- und
Ruhezeiten-Verordnung.
Dank des Einsatzes der Herren Stromenger und Heus hat sich das Verantwortungsbewusstsein aller Fahrer
und damit die Sicherheit bei Großraum- und Schwertransporten erheblich verbessert.
Konventionelle, analoge Tachoscheibe und Ausleseprotokoll des
digitalen Tachometers
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Kundenzeitung der KAHL-Unternehmensgruppe
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Wichtige Hilfsmittel für
Planung und Durchührung
Easy Load
Moderne Computerprogramme
Moers. Der perfekte Umgang mit
schwersten Lasten ist durch moderne
Computerprogramme wesentlich erleichtert worden.
Die Simulation der Lastverteilung
auf einem Fahrzeug ist heute am
Bildschirm möglich und liefert die
nötigen Berechnungen für den Aufbau der Transporteinheit und die Positionierung der Last. Damit wird im
Vorfeld das komplizierte Genehmigungsverfahren im Schwerlastver-
kehr vereinfacht und beschleunigt.
Das beginnt mit dem Paragraphen
29 der StVO für die Beantragung des
Transportes mit Übermaßen und
führt über den Paragraphen 70 der
StVZO, der das dafür notwendige
Fahrzeug von der Bauart her bestimmt.
Mit diesen Informationen kann die
Genehmigungsabteilung dann das
optimale Fahrzeug einteilen und eine
Kalkulation für den Auftrag erstellen.
Genaue Positionierung des zu verwiegenden
Lastzuges auf den mobilen Verwiegematten
Die Last mit dem Gewicht
Die mobile Radlastwaage
Moers. Probleme mit dem Gewicht
sind für die Fahrer im Schwerlastverkehr ein rotes Tuch.
Dabei sprechen wir nicht von dem,
was der Fahrer auf die Waage bringt,
sondern es geht vielmehr um seine
Ladung. Und bei der versteht die Polizei keinen Spaß, wenn sie im Glauben ist, dass ein Übergewicht vorliegen könnte.
Stellt sich dieses auch heraus, ist die
Fahrt an Ort und Stelle erst einmal
zu Ende. Fahrer und Firma haben
dann ein Problem, der Kunde muss
auf seine Fracht warten – es steht
Ärger ins Haus. Das will natürlich
kein Unternehmen und deshalb wird
nach Lösungen gesucht.
Rainer Kahl hat sich nach negativen
Erfahrungen in seinem eigenen Betrieb auf besondere Weise mit dem
Thema auseinandergesetzt. Er hat in
langen Versuchsreihen herausgefunden, dass die von der Polizei verwendete Radlastwaage Haenni Typ WL
103, so wie sie angewendet wurde, zu
Abweichungen vom tatsächlichen Gewicht führen kann.
Um das eindeutig zu belegen wurde
eine eigene Waage angeschafft, aber
mit wesentlich mehr Ausgleichsmatten
ausgestattet.
Rainer Kahl hatte nämlich erkannt,
dass sich bei der Anordnung, wie sie
die Polizei praktizierte, für die vermessene Achse eine kleine Steigung ergab.
Das führt dazu, dass die verwogene
Achse einen größeren Druck durch
das hydraulische System bekam und
dadurch ein relativ höheres Gewicht
anzeigen musste.
Diese Verfälschung konnte schließlich
dadurch behoben werden, indem die
Mittige, waagerechte Aufstandsfläche für die jeweilige Achse ist Grundvoraussetzung für
eine präzise Verwiegung
Rainer Kahl, geschäftsführender Gesellschafter, und Susanne Schmitz, Leiterin der Genehmigungsabteilung, beraten über die optimale Fahrzeugkonfiguration
Zur Vorbereitung eines Transportauftrages im Schwerlastbereich gehört die
Ausarbeitung einer geeigneten Fahrstrecke. Oft gibt es am Anfang und am
Ende des Weges, die größten Probleme
zu bewältigen. Auf den Firmengeländen von Auftraggeber und Empfänger
sind oft enge Passagen, kleine Kurvenradien und niedrige Durchfahrtshöhen
anzutreffen. Da ist es nicht einfach,
eine passende Transporteinheit zu finden. Doch auch hier hilft ein spezielles
Computerprogramm dem Transportunternehmer. Es überträgt die Fahrzeugdaten auf eine Karte und zeigt die
Kurvenradien an, die die gewählte
Fahrzeugkombination während der
Fahrt nehmen wird. So ist einfach zu
erkennen: komme ich um die enge
Kurve auf dem Betriebshof oder muss
ich am Fahrzeug nachbessern. Auf der
freien Strecke hilft das Rechenprogramm, Stellen ausfindig zu machen,
wo zum Beispiel geeignete Fahrbahnbleche ausgelegt werden müssen, um
Beschädigungen an Gehwegen, Kreisverkehren oder Bepflanzungen zu verhindern.
Und man kann damit Stellen in einer
Streckenplanung ausfindig machen,
die sich als unüberwindbare Hindernisse herausstellen. Das alles sind wichtige Informationen, die dem Projektmanagement bei der Auftragsbewältigung viel überflüssige Arbeit und
Aufregung ersparen. Somit wird
letztendlich auch kein Fahrzeug auf
eine ungewisse Reise geschickt und
alle Helfer eines Schwertransportes
kennen im Vorfeld ihre Einsatzorte
und den Umfang des Equipments, das
sie mitführen müssen.
Eingezeichnete Kurvenradien geben Hinweise über die durchzuführenden Sondermaßnahmen
wie das Auslegen von Fahrbahnblechen oder das Entfernen von Hindernissen
Schnurgerades, waagerechtes Auslegen der Verwiegematten
Ausgleichsmatten vor dem Messpunkt
so weit verlängert wurden bis der
Druck auf alle Achsen wieder ausgeglichen war.
Das Verfahren gehört in dieser Form
mittlerweile zum Standard und ist in
NRW seit Januar 2010 Erlass. Die firmeneigene, mobile Radlastwaage der
KAHL Schwerlast ist seither vielfältig
im Einsatz und der Ärger mit überladenen Fahrzeugen vergessen.
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Ausgabe 5 · Dezember 2014
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Fair
Trade
Montage der 2-teiligen Ölplattform
Helfried Heidenreich und Thomas Seifen beim konzentrierten Beobachten
des Transportverlaufs
Moers. Helfried Heidenreich gehört
seit 35 Jahren zum Stammpersonal
im Hause KAHL und ist ein „alter
Hase“ in Sachen Schwersttransporte.
Mit seinen nunmehr 71 Jahren ist er
immer noch ein gefragter Mitarbeiter
und will vom Ruhestand nichts wissen. Planung, Kalkulation und
Ausführung von schweren Großraumprojekten sind sein bevorzugter
Arbeitsraum, da fühlt er sich zu Hause.
Zwei besonders spektakuläre Aktionen
trugen wieder seine Handschrift.
Im benachbarten Dänemark musste
in einem Offshore Seehafen eine zweiteilige Ölplattform zusammengefügt
werden mit einem Gesamtgewicht von
1.200 Tonnen.
Für dieses Projekt mussten die notwendigen Hub- und Transportmaschinen bereitgestellt werden.
Vier große Autokräne hoben
schließlich das Oberteil so weit an, bis
das Unterteil passgenau darunter gefahren werden konnte. Das besorgten
zwei Selbstfahrer mit je 20 Achsen, die
das Grundlagergestell, auf dem das
Bauteil angefertigt worden war, aufnahmen. Die 50 Meter breite und 55
Meter lange Konstruktion musste auf
den Millimeter genau eingefahren werden, damit das Oberteil darauf abgesenkt werden konnte.
Dann konnten die Schweißer ihre Arbeit aufnehmen, um die insgesamt 40
Meter hohe Plattform zu verbinden.
Zwei Tage lang war Helfried Heidenreich mit seiner Mannschaft für diese
Aktion im Einsatz. Das zusätzlich notwendige technische Equipment hatte
er über dänische Partnerfirmen organisiert.
Die zweite spektakuläre Aktion fand
nicht all zu weit entfernt vom Firmenstandort Moers im Containerhafen in
Duisburg-Rheinhausen statt. Hier sollte ein neuer Portalkran für die Containerentladung in Position und auf die
Beine gebracht werden.
Die 120 Meter lange, 30 Meter breite
und 35 Meter hohe Stahlkonstruktion
mit einem Gewicht von 650 Tonnen
war quer zum Hafenbecken aufgebaut
worden und musste nun um 90 Grad
gedreht werden.
Als erstes wurde das blaue Monstrum
auf die roten KAHL „Elefantenfüße“
gestellt, dann fuhren vier Selbstfahrer
darunter. Die Herausforderung für das
sechsköpfige Kahl-Team war es dann,
die vier Antriebe der sechsachsigen
Plattformen auf ein Steuerpult zu vereinen, damit alle Achsen über einen
Computer so gesteuert werden konnten, dass dabei ein sauberer Viertelkreis
zum Zielpunkt herauskam.
Insgesamt acht Kräne bewerkstelligten
anschließend den gleichmäßigen Hub
der Brücke und die Montage der
Standbeine.
Eine Herausforderung der besonderen
Art die Helfried Heidenreich bei diesem Projekt zu lösen hatte, war die
Beschaffung der vielen Kräne zu einem
Termin, was letztendlich zwar zur Verschiebung des Einsatzes um einen Tag
führte, der erfolgreichen Arbeit aber
keinen Abbruch tat.
Fahrt mit den SPMT's in die gewünschte Endposition
Darf es etwas
mehr sein?
Großraumprojokte der speziellen Art
Neuer Portalkran für die Containerentladung in Bewegung
Sechs Augen sehen mehr als zwei – genaue Justierung der einzelnen Selbstfahrermodule
Moers. Das Siegel „Fair Trade“
macht seit einiger Zeit besonders
im Lebensmittelbereich die Runde.
Kleidung und andere Konsumgüter
folgen all-mählich. Die Initiatoren
wollen so bei den Konsumenten
den Fokus auf eine gerechte Behandlung der Produzenten lenken.
Für diese nachhaltige Produktion
sind die Verbraucher mittlerweile
auch bereit, mehr Geld auszugeben.
Diese Entwicklung hat in den Köpfen etwas bewegt, was sich auch in
anderen Wirtschaftsbereichen andeutet. Alles immer noch günstiger
zu bekommen, kann letztendlich
nur über schlechtere Qualität oder
mangelhafte Ausführung gehen.
Das trifft auch auf Dienstleistungen
zu, wozu wir auch die Logistiksparte zählen.
Umfangreiche Zertifizierungsmaßnahmen haben in den letzten Jahren zu überprüfbaren Standards
geführt. Doch die immer schärfer
werdenden Auflagen der Behörden
für Schwertransporte in Deutschland, fordern von den Unternehmen immer aufwändigere Lösungen, die ihren Preis haben. Kosten
die nicht jeder Auftraggeber bereit
ist zu zahlen.
Doch auch hier wäre nachhaltiges
Handeln geboten, denn bei den
meisten Spezial- und Schwertransporten geht es um hochwertige
Industriegüter, die in die Hände
des Spediteurs gelegt werden.
Gleichzeitiges Anheben durch die gesamten Krankapazitäten
Neu dabei
André Krause
In der KAHL & JANSEN GmbH
International Logistics and Engineering werden meistens die ganz
dicken Frachten abgearbeitet. Da
gibt es viel Arbeit und jede zusätzliche Kraft ist hoch willkommen.
André Krause unterstützt seit dem
01. Oktober 2014 die Projektabteilung um Olaf Weltz und kümmert
sich um Termine, Planung, Kalkulationen und Ortsbesichtigungen.
Bereits in der dritten Generation
der Familie Krause ist der „Neue“
in dieser Branche tätig und mit
Schwertransporten groß geworden.
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Kundenzeitung der KAHL-Unternehmensgruppe
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KAHL & Kunst
Ausgebildetes Fachpersonal im Mannkorb beim Anschlagen der Hebegurte in 15m Höhe
Duisburg-Beeck. Weihnachten und
Jahreswechsel sind die Zeit in der mit
schönen Karten für das Erreichte
gedankt wird und man sich mit guten
Wünschen in das neue Jahr begibt.
Solche Grußkarten kann man in vielfältigster Form beziehen - man kann
sie aber auch individuell gestalten
lassen.
Seit sechs Jahren gestaltet diese Karten für das Unternehmen KAHL der
bekannte Künstler Cyrus Overbeck.
Der in Duisburg gebürtige Künstler
entwickelt jedes Jahr Grafiken, die
das Speditionsunternehmen aus
Moers wiedergeben.
Seine künstlerische Karriere begann
er bereits mit 16 Jahren, als er in der
ehemaligen Brotfabrik des Großvaters das erste Atelier einrichtete.
Zwei Jahre später ging dort seine erste
Radierpresse in Betrieb.
Es folgte ein Lehramtsstudium, das
aber nicht in diesem Beruf mündete.
Vielmehr begann Cyrus Overbeck
nun als freischaffender Künstler in
Behältertausch
mit Hindernissen
Jedes Jahr ein anderes Prachtstück
Duisburg-Beeck. In der Folge entstanden zahlreiche Kunstwerke wie
Ölgemälde, Lithographien, Radierungen und Holzschnitte, die bis zu
Bronzeskulpturen reichten. Über
zwei Jahre hatte der Künstler auch
einen Lehrauftrag für Druckgraphik
an der Universität Duisburg.
Seit 2013 steht eine neue große Radierpresse in seinen Atelierräumen,
die Formate bis zu 240 cm Länge
verarbeiten kann.
Seine Karten für die KAHL Unternehmensgruppe werden bei dem
Drucker in Goch gefertigt, der schon
für Joseph Beuys gearbeitet hat.
Aichwald. Bei der Firma Eugen Rehm
GmbH & Co.KG in Aichwald geht es
immer um die Wurst.
Dort an der Waldstraße werden in
dem mittelständischen Familienunternehmen seit über 70 Jahren große
Mengen verschiedene Wurstsorten in
Dosen, Fleischkäse und Grillwürste
produziert.
Als jetzt im Herbst dort auf dem Betriebsgelände zwei große Gasbehälter
ausgetauscht werden mussten ging der
Auftrag an die KAHL & JANSEN
GmbH. Bereits im Frühjahr hatte man
einen Behältertausch vorgenommen,
die hatten zunächst nur eine
Füllmenge von 28.000 Litern. Jetzt
ging es um Spezialbehälter mit einem
Fassungsvermögen von 42.000 Litern,
die jedoch nicht höher als das Gebäude
sein durften.
Der Grund dafür war eine 110 KV
Freileitung der DB Energie, durch die
Bahnstrom geleitet wird. Da die Montage mit zwei Teleskopkränen direkt
unter den Leitungen stattfinden musste, war eine Abschaltung der Trasse
erforderlich. Nach der schriftlichen
Bestätigung durch den Betreiber konnten die Hubarbeiten beginnen.
Eine ganz besondere Herausforderung
hatte aber zuvor der Fahrer des KAHLTiefladers zu bestehen. Er musste mit
seinem Gespann und der Ladung eine
nur drei Meter breite, mehrere hundert
Meter lange Zufahrt rückwärts durchfahren. Der Einsatz verlief an einem
Samstag völlig reibungslos und wurde
zur vollsten Zufriedenheit des Auftraggebers präzise zu Ende geführt.
Gianna Gialdi
Der erste Eindruck – sagt man – ist
immer der entscheidende. Den bekommen die Besucher der KAHL
Unternehmensgruppe, wenn sie das
Verwaltungsgebäude am Pattberg
in Moers-Repelen betreten. Dort
erwartet sie mit einem Lächeln und
einer freundlichen Begrüßung Gianna Gialdi, die sich sofort und
kompetent den Wünschen des Besuchers annimmt. Die junge Dame
sitzt erst seit wenigen Wochen hinter dem Empfangstresen.
Mit ihrem sympathischen Auftreten
sorgt sie bei den Besuchern für das
Gefühl, im Hause KAHL gut aufgehoben zu sein. Sie verstärkt zudem
den Vertriebsinnendienst und koordiniert alle Termine.
Heribert Wingert
Die Weltwirtschaft tickt immer globaler und mit ihr werden auch die
Warenströme rund um den Globus
transportiert. Diese Entwicklungen
muss ein großer Spediteur unbedingt im Auge behalten und sich
personell darauf einstellen. Diese
Aufgabe übernimmt im Hause
KAHL seit kurzem Heribert Wingert. Er soll mit seiner Fachkenntnis
die Nahtstelle zwischen dem heimischen und dem weltweiten Geschäft
besetzen.
Der Künstler Cyrus Overbeck – ein guter Bekannter im Hause KAHL
Diana Fichtenhofer
Diana Fichtenhofer verstärkt seit
kurzer Zeit die Rechnungsabteilung
der KAHL Unternehmensgruppe.
Ihre Aufgabe ist eine zeitnahe Abrechnung von Transportaufträgen
und Dienstleistungen auf Basis von
Kalkulation, Angebot und tatsächlichem Ablauf. Wichtig ist für sie
dabei eine genaue Kenntnis der
Kundenkonditionen und die ständige Kommunikation mit allen an
den Aufträgen beteiligten Mitarbeitern.
Arne Szameitet
Eine ähnliche Aufgabe wie Heribert
Wingert bei der KAHL & JANSEN
GmbH übernimmt bei der Pieper
Schwertransporte GmbH Arne Szameitat. Und um so nah wie möglich am Puls einer der großen
Güterdrehscheiben zu sitzen, erledigt er seine Arbeiten von einem
neu eingerichteten Büro in Hamburg aus.
Das KAHL & JANSEN Spezialfahrzeug
wird durch zwei Autokräne entladen
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1x längs durch Deutschland
Transformatorenumsetzung von Nord nach Süd.
Trimodaler Transport der Extraklasse.
Die Energiewende entwickelt sich für
die Industriegesellschaft in Deutschland zunehmend zu einer Zerreissprobe für alle Beteiligten.
Während der Umbau hin zu den erneuerbaren Quellen für die einen
nicht schnell genug gehen kann, drohen viele andere auf diesem Weg auf
der Strecke zu bleiben.
Was gestern noch gut und richtig
war, wird heute bezweifelt oder gar
bekämpft.
Der gesamte Energiemarkt ist mächtig
in Bewegung geraten, und das zum
Teil im wahrsten Sinn des Wortes.
Durch den erheblichen Zuwachs im
Aufbau von Windenergieanlagen können die Transportfirmen in diesem
Sektor über mangelnde Aufträge nicht
klagen. Dagegen ist der Neubau von
konventionellen Kraftwerken fast zum
Erliegen gekommen. Vielen Kraftwerken droht der Stillstand oder gar das
endgültige Aus.
Bei den deutschen Atomkraftwerken
ist dieser Prozess bereits abgeschlossen
und terminiert. Das Atomkraftwerk
Krümmel an der Elbe zum Beispiel,
das bei der ersten Stilllegungswelle
mit dabei war, ist hiervon betroffen.
Das Drive-in-Ponton mit dem 446 Tonnen schweren Transformator auf dem Dortmund-Ems-Kanal in Richtung Süddeutschland
an der Donau fest – der Zielhafen war
erreicht.
Nun begann das gleiche Prozedere wie
beim Roll-on mit den 2 x 10 Achsen
SPMT's quergekoppelt. Nach dem
Roll-off mit Hilfe der Selbstfahrer, galt
es die nächste Hürde zu nehmen. Jetzt
musste der Trafo in die Tragschnäbel
des bereit stehenden 32-achs-Waggons
gelangen. Die Lösung brachte hier die
neue Verschubbahn, die man bei
KAHL & JANSEN im Frühjahr angeschafft hatte.
Die beiden zu überquerenden Gleise,
die nicht beschädigt werden durften,
wurden ausgeschottert und darauf nun
die beiden Bahnen für den Verschub
aufgebaut.
Der Transformator wurde hydraulisch
vom Fahrzeug auf die Verschubbahnen
abgesetzt und gelangte so durch Querverschub in die Position, von der das
Schwerstück von den Tragschnäbeln
des 32-achs-Waggons aufgenommen
werden konnte.
Am Ende der trimodalen Reise über
Straße – Wasser – Schiene legten Thomas Maiwald und sein Team noch
einmal Hand an, um im Querverzug
Olaf
Weltz,
Projektleiter
Beratung über den Wechsel des Fahrzeugs von 20-achs-längs gekoppelt
auf 2 x 10-achs-quergekoppelt
Verschub des Trafos in die Gleise zum
Tragschnabelwaggon
Positionierung des Trafos zur Aufnahme durch die Tragschnäbel
Bereit zur Aufnahme durch die 6,30m
breiten SPMT's
Das Team der KAHL & JANSEN
GmbH hatte seinerzeit zwei Transformatoren nach Norddeutschland befördert und erhielt nun erneut den Auftrag, von dort zwei Maschinen- und
zwei Eigenbedarfstransformatoren an
neue Einsatzstellen zu befördern.
Für drei Aggregate war der Weg nicht
allzu weit, sie bleiben im Norden. Die
Reise des vierten aber hatte es in sich:
es musste quer durch die Republik
nach Süddeutschland transportiert
werden.
Da war die gesamte logistische Erfahrung des Moerser Unternehmens gefragt. Federführend für das Projekt
war Olaf Weltz, der mit seiner gesammelten Erfahrung hier zur Höchst-
form auflaufen musste. Unterstützt
wurde er im kaufmännischen und abwicklungstechnischen Bereich von
unserem neuen Mitarbeiter André
Krause. Und für die einwandfreie Arbeit vor Ort war erneut unser Leiter
der Parterrekolonne, Thomas Maiwald, mit seiner Mannschaft verant-
Thomas
Maiwald,
Leiter der
Parterrekolonne
wortlich und zeigte sein Können.
Unverzüglich machte er sich an die
Arbeit, denn der Abtransport stand
unter erheblichem Zeitdruck.
Der Hafen, in dem das 446 Tonnen
Schwerstück verladen werden sollte,
stand nur noch befristet zu Verfügung.
Mit Unterstützung eines schweren
Windenfahrzeugs wurde der Transformator im Werk mittels Umlenkrollen
auf dem vorhandenen Schienensystem
vom Fundament gezogen. Dann wurde er über Hydraulikheber verwindungsfrei hochgestapelt und auf
Elefantenfüße und Querträger abgesetzt. Danach fuhren 20 Selbstfahrerachslinien (SPMT´s, 3,0 m breit) längs
gekoppelt darunter und nahmen die
Last über Spezial-Traversen auf. So
ging es über öffentliche Straßen zum
Schiffsanleger. Dort wurde die Last
wieder aufgebockt, um nun mit 2x10
Achslinien SPMT´s, dieses Mal quer
gekoppelt, darunter zu fahren. Das
war notwendig, um auf das Ponton
fahren zu können. Einen ganzen Tag
nahm alleine diese Umlade- und Rollon-Aktion in Anspruch.
Die Reise über die Wasserstraßen Elbe,
Elbe-Seitenkanal, Mittellandkanal,
Dortmund-Ems-Kanal, Rhein-HerneKanal, Rhein, Main, Rhein-MainDonau-Kanal dauerte gut 17 Tage,
dann machte das Ponton mit seiner
Fracht im Osthafen von Regensburg
mittels Parterrekolonne und Windenfahrzeug den schweren Brocken – als
Reserve für die Versorgungssicherheit
– auf seinem neuen Arbeitsplatz abzustellen.
Der deutsche Energiemarkt bleibt in
Bewegung.
Reiseverlauf Straße, Wasser, Schiene
Ausgabe 5 · Dezember 2014
Kundenzeitung der KAHL-Unternehmensgruppe
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Alt gegen Jung
Viel Spaß beim Fußball „Leistungscheck“
Neukirchen-Vluyn. Mit einer guten
Idee meldete sich Niklas Rohde, der
Auszubildende im 2. Lehrjahr zu
Wort. Sein Vorschlag, ein HallenFußballspiel Jungangestellte / Auszubildende gegen Angestellte zu organisieren, um zur Abwechslung
auch einmal außerhalb der
normalen Arbeitszeiten „richtig Gas
zu geben“, fand sofort begeisterte
Zustimmung.
So fanden sich am Sonntag, den
04.05.2014, 12.00 h („High Noon“)
die „Cracks“ in der Soccer-Halle in
Neukirchen-Vluyn ein.
Zwei muntere und sehr umkämpfte
Halbzeiten lang, wurde um den Sieg
gerungen. Am Ende fand man aber
trotz zahlreicher Tore keinen Sieger
und es wurde ein Rückspiel vereinbart.
Das fand am 02.11.2014 an gleicher
Örtlichkeit statt.
Trotz spürbarer Rotation – wegen
Verletzungen oder Trainingsrückstand – entwickelte sich eine von
der Taktik geprägte, flotte Partie, die
am Ende keinen Sieger und keinen
Verlierer kannte.
Aber alle Akteure hatten viel Spaß
und lagen sich nach dem Match
Schweiß gebadet in den Armen.
Man darf auf die Fortsetzung dieses
Vergleiches gespannt sein.
Leistungsfähig
durch starke Technik
Seitenträgerbrücke mit 600 Tonnen Nutzlast
ab März 2015 im Einsatz
Moers. Unter der Bezeichnung „G“
konzipieren die Goldhofer AG und
die Greiner Fahrzeugtechnik GmbH
ein neues Baukastensystem für eine
Seitenträgerbrücke, die Lasten von
bis zu 600 Tonnen transportieren
kann.
Beauftragt wurden die Spezialfirmen
von der KAHL Schwerlast GmbH, die
ein langjähriger Kunde der Firma
Goldhofer ist.
„
Schwersttransporte
überhaupt noch möglich
machen
”
Andreas Kahl,
geschäftsführender Gesellschafter
Zielsetzung dieser neuartigen Entwicklung ist es trotz der ständig schlechter
werdenden Verkehrsinfrastruktur,
weiterhin schwerste Güter sowohl auf
der Straße wie auch über Brücken und
multimodal transportieren zu können.
Durch die Optimierung des Verhältnisses von anpassungsfähigem Eigengewicht und Nutzlast werden mit diesem System optimale Achslasten
erreicht.
Andreas Kahl, geschäftsführender Gesellschafter, sagt dazu: „Damit wollen
wir die aufgrund der diffizilen
Straßenverhältnisse bereits bei Standard-Schwertransporten immer höher
werdenden Anforderungen an die
Transportgenehmigungen nicht nur
besser und schneller erfüllen können,
sondern „Schwersttransporte“ überhaupt noch möglich machen.“
Die Zahl der maroden Straßen und
Brücken in Europa und vor allem auch
in Deutschland nimmt stetig zu und
sie dürfen mit nur vergleichsweise
geringer Achslast befahren werden.
Andererseits aber werden die Güter,
die transportiert werden müssen,
immer schwerer. Das hat zur Folge,
dass es langwierige und aufwändige
Genehmigungsverfahren gibt, mit vielen Auflagen und Umwegkilometern.
Es werden Kosten verursacht, die man
zukünftig vermeiden kann.
Mit der neuen Seitenträgerbrücke
können Schwerkolli effizient transportiert werden. Dazu gehören insbesondere Transformatoren, Turbinen, Motoren, Haspeln und andere Güter mit
einem Gewicht von 200 – 600 Tonnen.
Diese neuartige Konstruktion bietet
noch viele weitere Lösungskonzepte,
über die wir in der nächsten Ausgabe
ausführlicher berichten werden.
Unten ist eine Variante mit 2x 16Achslinien zu sehen. Maximal sind 2x
24-Achslinien möglich.
Der geplante Tausendfüßler
Neue Azubis an Bord
Wir begrüßen in der KAHL Unternehmensgruppe auch zwei neue Auszubildende: Alexander Kraul (links) und René Möckel (rechts) haben in
diesem Herbst ihre Ausbildung zum Kaufmann für Speditions- und
Logistikdienstleistung angetreten.
Schon nach so kurzer Zeit kann festgestellt werden, dass hier zwei engagierte
Nachwuchskräfte die Arbeit der etablierten Mitarbeiter tatkräftig
unterstützen und interessiert neues Wissen aufnehmen.
Der geplante Tausendfüßler, der mehr
als 100 Meter lang sein wird, bildet
durch seine Konstruktion praktisch
eine Brücke über marode Brücken und
Straßenstücke.
Mit dieser erheblichen Investition will
die KAHL Schwerlast GmbH an vielen
Stellen in Deutschland Schwersttrans-
porte überhaupt noch möglich machen, wo durch die immer höher werdenden Genehmigungshürden sonst
Stillstand droht. Denn die stetige Verschlechterung der Infrastruktur bedroht immer mehr die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Maschinenund Anlagenbauindustrie.
Die Transportgewichte aber werden
immer größer und das dafür nutzbare
Straßennetz immer kleiner. Den Verantwortlichen in der Politik sollte klar
werden, dass an den Transportmöglichkeiten die Existenz ganzer Unternehmen hängt.
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Kundenzeitung der KAHL-Unternehmensgruppe
Ausgabe 5 · Dezember 2014
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Impressum:
Herausgeber und
verantwortlich für den Inhalt:
KAHL-Unternehmensgruppe
KAHL SCHWERLAST GmbH
Internationale
SchwertransportLogistik
47445 Moers-Repelen
Pattbergstr. 33
Telefon 02841 - 7997-0
Telefax 02841 - 7997-111
schwerlast@kahl-schwerlast.de
www.kahl-schwerlast.de
Redaktion:
Udo Gärtner, Moers
Dipl.-Kffr. Stephanie Jansen, Moers
Text/Foto:
KAHL-Unternehmensgruppe
Günther Goldstein, Cappenberg
Konzeption/Gestaltung:
Stitz & Friends, Dortmund
PUSH and PULL
Hochmoderne Verschubbahn erweist sich als lohnende Investition
Leuna. Als Ergänzung zu den Aktivitäten der KAHL-Unternehmensgruppe
in der Montage- und Parterrearbeit
wurde Anfang des Jahres eine innovative Lösung für den Quer- und Längsverzug von Schwer-Colli bis zu 600
Tonnen gesucht. Fündig geworden
sind Olaf Weltz, Projektleiter für
besonders schwere Fälle und Thomas
Maiwald, Leiter unserer Montageabteilung, in den Niederlanden. Der
Anbieter HOLMATRO hat in seinem
Lieferprogramm eine Verschubbahn,
die extrem niedrig ausgelegt ist. Eine
Bauhöhe der Schienenstränge von 197
mm stellt einen enormen Vorteil bei
beengten Montageöffnungen dar.
Deshalb war Thomas Maiwald auch
sehr schnell begeistert und interessierte
sich intensiver für dieses SpezialEquipment. In mehreren Besichtigungs- und Beratungsterminen wurden alle Einzelheiten besprochen. Das
Ergebnis kann sich sehen lassen. In
kürzester Zeit war die Anschaffung
beschlossene Sache.
Insgesamt nennen wir nun 2 x 32 m
lange Bahnen unser eigen, die einen
Quer- und einen Längsverzug ermöglichen. Und das auch unter Platzverhältnissen, bei denen an ein Schwerlastfahrzeug zum Transport der Last
nicht mehr zu denken ist.
Eine mittige Belastung der Verschubbahnträger von 100 Tonnen je Träger
auf 200 mm ist möglich.
Dazu kommt eine technische Neuerung: Holmatro ist die Entwicklung
von Hydraulikzylindern gelungen, die
sowohl 27 Tonnen schieben als auch
27 Tonnen ziehen können. In der täglichen Praxis ein unschätzbarer Vorteil,
da man das zeit- und arbeitsaufwändige Umbauen vermeidet.
In Verbindung mit der bei der KAHL
& JANSEN GmbH vorhandenen
Drehscheibe, sind Standortänderungen von Maschinen in andere Richtungen – längs zu quer – möglich. So
Minimale Montageöffnung beim Einbringen einer Spritzgussmaschine
Ein 210 t schwerer Kokskühler wird zur weiteren Bearbeitung im Werk in Position geschoben
kann das Schwerstück um 180 Grad
oder je nach Wunsch auch um 90 Grad
gedreht oder verschoben werden.
Neuwertige beschichtete Industrieböden werden sorgfältig mit Leimholz
als Unterlage vor Beschädigungen
geschützt. Eine optimale Lastverteilung ist durch die Verschubbahn gewährleistet. Es entsteht keine Punktbelastung, die dem Untergrund
schaden würde.
Viele Vorteile für Auftraggeber, die das
Besondere suchen und sichere, sorgfältige Arbeit schätzen.
Specifications HSS 200
max. conveyable load
pulling capacitiy
pushing capacity
cylinder stroke
track length
step seize
200 t (per push/pull unit)
26 t
27 t
520 mm
2000 mm
500 mm
in memoriam
Udo Tadaszak
* 19.09.1952
14.11.2014
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