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Hochspannung auf arte
Pressedossier
Pressedossier
09/03 - 26/03/15
Montag, den 9. bis Donnerstag 26. März 2015
Hochspannung
auf ARTE
Vom 9. bis 26. März zeigt ARTE eine Reihe mit Kriminalfilmen von den ersten B-Movies aus
den amerikanischen Nachkriegsjahren und den davon inspirierten französischen Films Noirs
über die späte Chandler-Adaptation Chinatown bis zu einem Tavernier-Krimi, der in Marseille spielt und einem originellen Polar, der im Jura spielt. Dominik Graf, der lange schon
Experte des Genres war, bevor er selbst Genrefilme machte, führt im Vorfeld der Ausstrahlungen kurz in die Filmreihe ein.
Den Auftakt bildet Sidney Lumets Serpico aus dem Jahr 1973. Al Pacino, der in den Jahrzehnten New Hollywoods üblicherweise den nervösen Gangster gibt, spielt einen New
Yorker Cop, der Korruption in den eigenen Reihen aufdecken will. Um Korruption, dieses
Mal in den Kreisen der Politik, geht es in der Hammet-Verfilmung Der gläserne Schlüssel
aus dem Jahr 1942, einer der wenigen Film Noirs, der ein gesellschaftspolitisches Thema
aufgreift.
Who Killed Marilyn? (Frankreich, 2010) ist eine Hommage an Marilyn Monroe und die CoenBrothers, und letzteres nicht nur, was die Abgelegenheit des Schauplatzes und die tief
verschneite Landschaft angeht. Roman Polanskis Chinatown nach Chandler mit seinem genial verwinkelten Plot kann man immer wieder sehen. Jack Nicholson bereichert die Figur
des „private eye“ um eine moderne Facette.
Vorab-Ansicht: Alle Programme zu Hochspannung auf Arte stehen für Sie in
voller Länge auf presse.arte.tv zur Ansicht bereit.
1
Pressedossier
Inhalt
hOCHSPANNUNG AUF ARTE
Serpico
Spielfilm
03
Der gläserne Schlüssel
Spielfilm
04
Who killed marilyn?
Spielfilm
05
Peaky Blinders
FernsehSerie
06
Unter Verdacht – Grauzone
Fernsehfilm
07
Chinatown
Spielfilm
08
Die blaue Dahlie
Spielfilm
09
Unter falschem Verdacht
Spielfilm
10
Schüsse im Monsum
Fernsehfilm
11
Kurzschluss – Das Magazin
Erledigung einer Sache
Der Passagier
Kurzfilme
12
Nocebo
Kurzfilm
13
Der Panther wird gehetzt
Spielfilm
14
Gewagtes Alibi
Spielfilm
15
Die Schwarze Dahlie
Spielfilm
16
Auf offener Strasse
Spielfilm
17
Hochspannung auf Arte
Pressedossier
3
09/03/2015
Montag, den 9.März 2015 um 20.15
Serpico
Spielfilm
Regie: Sidney Lumet. Mit: Al Pacino
USA 1973
125 MIN.
Serpico, ein junger Streifenpolizist, muss bald nach seinem Dienstantritt feststellen, dass die
New Yorker Polizei Schmiergelder kassiert und dass Korruption und Bestechung an der
Tagesordnung sind. Serpicos Sinn für Gerechtigkeit ist verletzt und er möchte die kriminellen
Missstände in den eigenen Reihen melden. Doch Serpico wird von seinen Kollegen unter Druck
gesetzt, denn sie dulden keinen Außenseiter und Verräter wie ihn. Bei seinen Vorgesetzten
trifft Frank Serpico auf taube Ohren. Dennoch gibt er sein Ziel, die Missstände öffentlich zu
machen, nicht auf.
New York, 1971: Der junge Frank Serpico träumt
seit seiner Kindheit davon, Polizist zu werden,
um für Recht und Gerechtigkeit zu sorgen. Kurz
nach seinem Dienstantritt als Streifenpolizist
muss er jedoch feststellen, dass seine Kollegen
entgegen seiner Ideale systematisch in Korruption und Kriminalität verwickelt sind. Es fließen
Schmiergelder, Verdächtige werden drangsaliert
und misshandelt. Da Serpico sich weigert, den
kriminellen Regeln zu folgen, wird er schnell zum
Außenseiter und gerät in der Gruppe unter
Druck.
Sein Sinn für Gerechtigkeit ist tief verletzt und
er möchte die Machenschaften seiner Kollegen
aufdecken. Der junge Polizist wendet sich an seinen Vorgesetzten, doch anstatt etwas zu
erreichen, wird Serpico in ein anderes Revier versetzt. Aber auch hier wird er erneut mit
Dienstvergehen konfrontiert. Das Misstrauen seiner Kollegen ihm gegenüber wächst zunehmend
und obgleich Serpico sich als Außenseiter bald
selbst in Gefahr bringt, gibt er sein Ziel nicht auf,
die Korruption bei der Polizei öffentlich zu
machen.
Da jedoch selbst der Bürgermeister der Stadt
sich nicht mit den Missständen auseinandersetzen will, sieht Serpico als letzten Ausweg nur
den Gang zur Presse. Er macht die Bekanntschaft eines Journalisten der New York Times,
der den Fall publizieren will.
Der Kriminalfilm ist eine Adaption der gleichnamigen Biografie des echten Frank Serpicos von
dem Autor Peter Maas. Frank Serpico war einer
der Ersten, der Korruption bei der Polizei öffentlich machte.
Zusatzinfo: Der Film Serpico beruht auf dem Leben des Polizeibeamten Francesco Vincent Frank
Serpico, der 1970 die Korruption bei der New Yorker Polizei anprangerte. Durch die Verfilmung
mit Al Pacino in der Hauptrolle erlangte der Fall große Aufmerksamkeit. 1974 erhielt Al Pacino
für seine Darstellung des Frank Serpico eine Oscar-Nominierung. Er gewann mit dieser Rolle unter
anderem einen Golden Globe und den bedeutenden italienischen Filmpreis David di Donatello.
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Hochspannung auf arte
Pressedossier
09/03/2015
Montag, den 9. märz 2015 um 22.20 uhr
Der Gläserne
Schlüssel
Spielfilm
Regie: Stuart Heisler
USA 1942
82 Min.
Durch Korruption hat Paul Madvig es
in die amerikanische Politik geschafft.
Nun will er der Kriminalität den Rücken kehren und den Reformer Ralph
Henry unterstützen, um das Herz von
dessen Tochter Janet zu gewinnen.
Doch Madvig hat seine Rechnung
ohne den Gangsterboss Nick Varna
gemacht, der sich an ihm rächen will.
Wäre da nicht sein loyaler Freund Ed
Beaumont, der Madvig vor seinen
Feinden warnt. Doch dieser will von
alledem nichts wissen und führt seinen eigenwilligen Kurs fort. Als
Ausnahme unter den Klassikern des
Film Noir greift Der gläserne Schlüssel
ein gesellschaftspolitisches Thema
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Paul will seine Vergangenheit hinter sich zu lassen und den Senator beim Wahlkampf
für das Amt des Gouverneurs unterstützen. Dann wird der Sohn des Senators, Taylor
Henry, ermordet aufgefunden. Paul gerät unter Verdacht und wird von seinem ehemaligen Gangsterkomplizen Nick Varna bei der Presse angeschwärzt. Pauls bester Freund
Ed Beaumont rät ihm daraufhin, sich wieder mit Nick zu verbünden. Doch für Paul steht
fest: Wenn man einen Krieg beginnt, beendet man ihn auch.
Es kommt zum Bruch zwischen den beiden. Nick wittert die Gelegenheit, Ed auf seine
Seite zu ziehen. Als Ed Nicks Angebot ausschlägt, wird er von ihm und seinen Komplizen entführt. Nach tagelanger Folterung kann er schwer verletzt fliehen. Im Krankenhaus versöhnt Ed sich mit Paul und macht sich weiter auf die Suche nach dem eigentlichen Mörder von Taylor Henry. Er verdächtigt unter anderem Janet, die mittlerweile die
Verlobte von Paul ist.
Ed weiß jedoch, dass sie die Beziehung mit Paul für den politischen Erfolg ihres Vaters
einging. Als Ed nun mit der Polizei zum Anwesen der Henrys fährt, um Janet zu verhaften, gesteht der Senator, dass er selbst für den Tod seines Sohnes verantwortlich ist:
Taylor verunglückte tödlich nach einem Streit mit seinem Vater. Paul war bei dem Vorfall
anwesend und gab dem Senator sein Wort, darüber zu schweigen. Nach der Aufklärung
des Falls erkennt Paul, dass Janet in Wahrheit seinen Freund Ed liebt, und überlässt sie
ihrem Glück.
Zusatzinformation: Der gläserne Schlüssel des US-amerikanischen Regisseurs Stuart
Heisler basiert auf dem gleichnamigen Kriminalroman von Dashiell Hammett, der 1931
veröffentlicht wurde (The Glass Key). Eine erste Filmversion erschien 1935 unter der Regie von Frank Tuttle. Hammett gilt als einer der Begründer der sogenannten „Hardboiled
Detective Novels“, die das Leitbild des Film Noir wurden. Andere Filme, die auf Hammetts-Romanen basieren, sind W.S. Van Dykes Der dünne Mann (USA 1934) oder John
Hustons Die Spur des Falken (USA 1941).
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Pressedossier
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11/03/2015
Mittwoch, den 11. märz 2015 um 20.15 uhr
Who Killed Marilyn?
Spielfilm
Regie: Gérald Hustache-Mathie,
Frankreich 2010
99 Min.
ERstausstrahlung
Der Leichnam der schönen Candice Lecoeur, einer lokalen Berühmtheit aus dem
französischen Jura, wird unter einer tiefen
Schneedecke gefunden. Todesursache ist
laut Polizei Selbstmord. David Rousseau,
ein Pariser Krimiautor, den es wegen einer
davon überzeugt, in einem
Erbschaft in die Kleinstadt verschlägt, Candice Lecoeur (Sophie Quinton) istsen
zu sein.
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Maril
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früheren Lebe
misstraut den Ermittlungen.
Er wittert ein Geheimnis hinter dem plötzlichen Tod der jungen Frau und dringt bei
seinen Recherchen immer tiefer in ihr Leben ein. Doppelbödige Kriminalkomödie auf
den Spuren der Coen-Brothers in der kältesten Stadt Frankreichs.
Der Tod seiner Tante führt den Krimiautor David Rousseau an den kältesten Ort
Frankreichs: Mouthe im Jura. Das Erbe, das
ihn erwartet, ist jedoch eher dürftig: ein
ausgestopfter Hund. Trotz der Kälte und
der allgemeinen Tristesse beschließt David
zu bleiben, in der Hoffnung, seine Schreibblockade zu überwinden. Auf dem Weg ins
Hotel hat er dann auch eine außergewöhnliche Begegnung mit einer schönen Frau,
Candice Lecoeur, der sexy Moderatorin des
lokalen Wetterberichts und Werbeträgerin
für einen Jura-Käse.
Kriminalautor David Rousseau (Jean-Paul Rouve) macht sich auf die
Suche nach dem Fundort der Leiche von Candice Lecoeur.
Candice Lecoeur ist allerdings tot. David
kommt dazu, als ihr Leichnam, gefunden
unter einer tiefen Schneedecke im Niemandsland zwischen Frankreich und der
Schweiz, geborgen wird. Die Ermittlungen
der Polizei ergeben Selbstmord als Todesursache. Damit wird die Akte Candice Lecoeur geschlossen. David glaubt jedoch
nicht an diesen Befund. Der Schriftsteller spürt, dass hinter dem Tod der jungen
Frau mehr steckt, als die Polizei zugibt, und
macht sich an eigene Recherchen. Auch
wittert er einen Stoff für einen neuen Roman.
Gérald Hustache-Mathieu führt in ein Dickicht von Wirklichkeit und Wunschvorstellungen und entlarvt in immer neuen
Wendungen und Überraschungen die heile
Welt in den Bergen als Sumpf des Bösen
und Politiker als skrupellose Egoisten und
zieht einige Parallelen zwischen Marilyn
und Candice - beide mutierten von brünett
zu blond, kamen aus einfachen Verhältnissen, verfügten über wenig Selbstvertrauen,
verführten mit naivem Charme, pflegten
eine gefährliche Beziehung zu Politikern,
starben einsam.
Zusatzinfo: Who Killed Marilyn? ist ein außergewöhnlicher Provinzkrimi und eine augenzwinkernde
Hommage an das tragische Leben und Sterben von Marilyn Monroe. Die Kriminalkomödie wurde
2011 beim Chicago International Film Festival für den besten internationalen Spielfilm nominiert.
Sophie Quinton, die zuvor nur in Fernsehrollen zu sehen war, brilliert in ihrer Rolle einer Frau,
die sich nicht damit abfinden will, dass Träume Schäume sein sollen.
Hochspannung auf arte
Pressedossier
ab
12/03/2015
Donnerstags, 12. - 26. März 2015 ab 20.15 Uhr
Peaky blinders
Gangs of Birmingham
FernsehSerie von Steven Knight
GroSSbritannien 2013
6x 55 Min.
Erstausstrahlung
Birmingham, 1919: Thomas Shelby ist der Kopf der Gangsterbande Peaky Blinders. Als er in den
Besitz gestohlener Waffen kommt und plötzlich ein neuer Kommissar aus Belfast auftaucht,
um den Diebstahl zu untersuchen, spitzt sich die Lage zu. Thomas legt sich des Weiteren mit
dem örtlichen Pferdewetten-Syndikat an, und das neue Barmädchen in seinem Stammpub
scheint ein Polizeispitzel zu sein.
Thomas Shelby ist der Kopf der Gangsterbande Peaky Blinders. Zusammen mit seiner Tante Polly und seinem Bruder Arthur
kontrolliert er die Straßen Birminghams.
Als er unverhofft in den Besitz einer Ladung gestohlener Waffen kommt, gerät
das Familienimperium ins Wanken: Inspector Campbell wird von Winston Churchill
höchstpersönlich aus Belfast nach England geholt, um den Waffendiebstahl aufzuklären. Campbell fackelt nicht lange und
macht sich sofort tat- und schlagkräftig
ans Werk. Thomas weigert sich trotz dieser
neuen Bedrohung und der Einwände seiner
Tante Polly, die Waffen loszuwerden. Weitere Feinde macht sich Thomas, als er, ohne
die Erlaubnis des örtlichen Buchmachers,
Billy Kimber, beginnt, Pferderennen zu manipulieren. Doch damit hören die Probleme nicht auf: Thomas Schwester Ada trifft
sich heimlich mit seinem ehemals besten
Freund, dem Kommunisten Freddie. Dieser ruft die Fabrikarbeiter zum Streik auf.
Und das neue Barmädchen im Pub, Grace,
scheint nicht die zu sein, für die sie sich
ausgibt.
Die hochkarätig besetzte BBC-Serie Peaky
Blinders zeigt fesselnd und authentisch,
basierend auf historischen Vorlagen, das
Leben der Menschen im Birmingham der
1920er Jahre, die tagtäglich mit Hunger,
Gewalt und den Folgen des Ersten Weltkriegs zu kämpfen hatten.
Der Ire Cillian Murphy, der den Gangleader
Thomas Shelby verkörpert, wurde durch
Filme wie 28 Days Later und seine Zusammenarbeit mit Regisseur Christopher Nolan in Batman Begins (2005) und Inception
(2010) bekannt.
Creator der Serie ist der britische Drehbuchautor Steven Knight. Bekannt wurde
Knight nicht nur mit seinem Buch für David
Cronenbergs Tödliche Versprechen (2007),
sondern auch mit seiner Regiearbeit No
Turning Back (2014).
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Hochspannung auf arte
Pressedossier
13/03/2015
Freitag, den 13. März 2015 um 20.15 Uhr
Unter verdacht – Grauzone
Fernsehfilm
Regie: Andreas Herzog. Mit: Senta Berger
ZDF/ARTE, Deutschland 2014
89 Min.
Erstausstrahlung
Ein Mann wird gejagt und auf offener Straße von einem Auto überfahren. Offenbar kein Unfall,
sondern ein Verbrechen. Das Opfer arbeitete für das Sozialreferat und überprüfte die Arbeit
eines privaten Pflegedienstes in einem Wohnsilo, das überwiegend von Russlanddeutschen
bewohnt wird. Die internen Ermittler Dr. Eva Maria Prohacek und Kriminalhauptkommissar
Langner übernehmen. Der Fall führt sie tief hinein in den Sumpf mafiöser Strukturen organisierter
Kriminalität und korrupter Politik, die ein lukratives Geschäft mit der Pflege der Alten machen.
Max Söllner vom Münchner Sozialreferat ist
einem Leistungsbetrug im ganz großen Stil
auf der Spur, als er am helllichten Tage von
einem Auto erfasst wird und stirbt. Eine Zeugin berichtet, er sei verfolgt worden, doch
niemand bekam in dem Trubel mit, dass ein
Mann sich der Aktentasche des Opfers bemächtigte. Währenddessen sitzen die
internen Ermittler Dr. Eva Maria Prohacek
und Kriminalhauptkommissar Langner dem
Bruder des Opfers gegenüber, dem Streifenpolizisten Peter Söllner, der wegen
Trunkenheit am Steuer vehement gegen den
bayerischen Landtagsabgeordneten Hubert
Cuntze vorgegangen ist. Cuntze, ein enger
Freund des Dienststellenleiters Dr. Claus
Reiter, ist Chef einer Immobilienholding, der
auch das Hochhaus in Neu-Perlach gehört,
vor dem der Unfall passierte.
Dort wohnen vornehmlich alte Russlanddeutsche, die alle von einem mobilen
Pflegedienst betreut werden. Prohacek und
Langner stoßen auf ein kriminelles Netzwerk, das Monat für Monat betrügerisch
ungeheure Summen einstreicht und dazu
auch noch von einem Politiker gesteuert
wird. Fast sieht es so aus, als ob die Kumpanei mit Cuntze dem gesundheitlich
angeschlagenen Dr. Reiter gefährlich werden könnte, doch der riecht wieder einmal
den Braten ...
Zusatzinfo: Grauzone ist bereits die vierte Unter Verdacht-Folge, bei der Andreas Herzog Regie
führte. Er hatte nach seinem Studium an der DFFB als Cutter gearbeitet, bevor er 2008 mit der
Sat.1-Serie Deadline - Jede Sekunde zählt seinen ersten Regieauftrag erhielt. Hauptdarstellerin
Senta Berger ist eines der bedeutendsten Gesichter des deutschen Films. Die in Wien geborene
Schauspielerin kann auf eine lange Karriere in Hollywood, Italien und Deutschland zurückblicken.
Im deutschen Fernsehen spielte sie unter anderem in Helmut Dietls Kultserie Kir Royal (198486) und in der Serie Die schnelle Gerdi (1988/89 und 2003) ihres Ehemanns Michael Verhoeven.
Senta Berger war von 2003 bis 2010 die erste Präsidentin der neu gegründeten Deutschen
Filmakademie.
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Hochspannung auf arte
Pressedossier
8
15/03/2015
Sonntag, den 15. März 2015
um 20.15 Uhr
China
town
Spielfilm
Regie: Roman Polanski
Mit: Jack Nicholson,
Faye Dunaway
USA 1974
125 Min.
Der abgebrühte Privatdetektiv J.J. Gittes, eigentlich eher auf harmlose Aufgaben spezialisiert, sieht
sich im Los Angeles der 30er Jahre in eine skandalöse Korruptions- und Mordaffäre verwickelt. Es
beginnt alles mit einem Auftrag, den eine faszinierende Dame aus der High Society, Mrs. Mulwray,
ihm gibt: Er soll ihren Mann beschatten, um ihm eheliche Untreue nachweisen zu können. Gittes
gerät in eine Spirale von Bedrohung und Gewalt. Zug um Zug enthüllt er die Machenschaften eines
geld- und machtgierigen, skrupellosen Mannes, dem eine ganze Stadt auf Gedeih und Verderb
ausgeliefert ist.
Los Angeles, 1937: Der Privatdetektiv J.J.
Gittes erhält von einer hinreißenden Frau
den Auftrag, Beweise für die Untreue des
Chefs der städtischen Wasserwerke, Hollis Mulwray, zu beschaffen. Das gelingt ihm
mühelos, doch der Fall verkompliziert sich,
als seine Beweisfotos in der Zeitung veröffentlicht werden und wenig später die
Auftraggeberin, die sich als Ehefrau Mulwrays
zu erkennen gibt, in Gittes Büro auftaucht
und ihn zu verklagen droht. Als der Detektiv
Kontakt zu Hollis Mulwray aufnehmen will,
findet er ihn ermordet in seinem Haus - die
Gattin ist ebenfalls anwesend.
Gittes verliebt sich in die schöne, überaus
mysteriöse Frau und vermutet, dass sie für
den Mord an ihrem Mann verantwortlich
ist. Die Femme fatale hütet ein großes Geheimnis, welches sie nur zögerlich preisgibt.
Gittes wird dadurch mehr und mehr in eine
dunkle Geschichte von Inzest und Verbrechen verstrickt. Es gelingt ihm durch weitere
Recherchen, ein kompliziertes Geflecht aus
geschäftlichen und familiären Verbindungen
aufzudecken.
Am Ende weißer nicht mehr, wem er noch
Glauben schenken darf. Im berühmt-berüch-
tigten Stadtviertel Chinatown kommt es
schließlich zum furiosen Finale.
Chinatown ist ein Klassiker unter den Detektivfilmen und einer der berühmtesten und
erfolgreichsten Filme von Roman Polanski.
Der auf Raymond Chandler zurückgehende,
genial verwinkelte Plot hat bis heute seine
Faszination und Aussagekraft bewahrt.
Der Film beruht auf einem authentischen
Fall aus den 30er Jahren, als Autoren wie
Raymond Chandler und Dashiell Hammett
die Gattung der sogenannten Hardboiled
Detective Novel zur Blüte brachten. Jack
Nicholson und Faye Dunaway brillieren mit
ihren Darstellungen. John Huston ist als
perverser und skrupelloser Vater zu sehen,
während Polanski einen Cameo-Auftritt als
sadistischer kleiner Gauner hat, der dem
Detektiv fast die Nase abschneidet. Das
Drehbuch von Robert Towne wurde 1975
mit einem Oscar ausgezeichnet. Chinatown
wurde darüber hinaus in zehn weiteren Oscar-Kategorien nominiert und erhielt vier
Golden Globes sowie zahlreiche weitere
Auszeichnungen.
Hochspannung auf arte
Pressedossier
9
16/03/2015
mONtag, den 16. März 2015
um 20.15 Uhr
dIE bLAUE
dAHLIE
Spielfilm
Regie: George Marshall
Buch: Raymond Chandler
USA 1946
96 Min.
Johnny Morrison (Alan Ladd) kann seiner Frau Helen (Doris Dowling) nicht mehr trauen.
Kurz nach der Kriegsheimkehr Johnny Morrisons wird seine Frau, die Schauspielerin
Helen Morrison, tot in der Wohnung aufgefunden. Johnny Morrison steht unter
Mordverdacht. Mit Unterstützung seiner Freunde Buzz und George macht sich Johnny
auf die Suche nach dem wahren Täter. Dabei erhält er Hilfe von Joyce Harwood, der
Frau des Nachtclubbesitzers Eddie. Eddie hatte eine Affäre mit Helen und Johnny
sammelt immer mehr Beweise, die ihn als Täter identifizieren könnten ...
Als der aus der Armee entlassene Kriegsheimkehrer Johnny Morrison seine Frau
Helen mit seiner Ankunft überraschen
möchte, muss er mit ansehen, wie diese in
der gemeinsamen Wohnung eine Party feiert und sich mit dem Nachtclubbesitzer
Eddie vergnügt. Als sie ihrem Ehemann
dann beichtet, dass sie im Alkoholrausch einen Autounfall hatte, bei dem der
gemeinsame Sohn ums Leben gekommen
ist, greift Johnny zur Waffe und will sie erschießen. Im letzten Moment lässt er jedoch
davon ab und sucht resigniert das Weite.
Johnny Morrison (Alan Ladd) und Joyce Harwood (Veronica
Lake) spielen mit dem Feuer.
Am selben Abend scheint aber ein anderer
Besucher der Party von der Waffe Gebrauch
zu machen, denn Helen wird kurze Zeit später tot von der Polizei aufgefunden. Der
Tatverdacht fällt auf Johnny. Dieser jedoch
ist davon überzeugt, dass Eddie der wahre
Täter ist. Mit der Hilfe seiner Freunde George
und Buzz sucht er nach Beweisen, um den
zwielichtigen Eddie als Täter zu entlarven.
Die Suche nach dem Mörder wird zur doppelten Jagd auf Johnny. Dieser wird nicht
nur von der Polizei verfolgt, sondern auch
von Eddie und dessen Freunden. Da erhält
Johnny unerwartet Hilfe von einer unbekannten Schönheit, die ihn als Anhalter
mitnimmt. Es stellt sich heraus, dass sie die
ehemalige Frau von Eddie ist und sich erst
kürzlich von ihm getrennt hat. In Eddies
Nachtclub kommt es schließlich zum finalen Showdown ...
Der Thriller The Blue Dahlia war seinerzeit
beim US-Publikum ein großer Erfolg. Nicht
nur aufgrund des beliebten Schauspielerduos Veronica Lake/Alan Ladd, sondern
auch, weil das Drehbuch von Raymond
Chandler den Nerv der Zeit traf: Die actionreiche Jagd nach dem Mörder spielt vor dem
Hintergrund der gesellschaftlichen Folgen
des Zweiten Weltkriegs für die amerikanische Bevölkerung. 1947 wurde Chandlers
Filmvorlage als bestes Originaldrehbuch für
einen Oscar nominiert. Heute zählt der Film
zu den Klassikern der „Schwarzen Serie“.
Hochspannung auf arte
Pressedossier
10
16/03/2015
Montag, den 16. März 2015
um 21.50 Uhr
Unter
falscHEM
vERDACHT
Spielfilm
Regie: Henri-Georges Clouzot
Frankreich 1947
103 Min.
-
ächtigt die junge Cabaret-Sänge
Kommissar Antoine (Louis Jouvet) verd
rin Jenny Lamour (Suzy Delair).
Frankreich in den Nachkriegsjahren: Der Mord an dem ebenso reichen wie einflussreichen
Impresario Brignon soll aufgeklärt werden. Kommissar Antoine lässt den jungen Pianisten
Maurice verhaften, obwohl er von dessen Schuld nicht wirklich überzeugt ist. Er hält
eigentlich dessen junge Frau, eine Sängerin, die um jeden Preis Karriere machen will, für
die wahre Schuldige ...
Die junge, ehrgeizige Cabaret-Sängerin
Jenny Lamour nimmt eine Einladung zum
Abendessen beim Impresario Brignon an. Er
hat ihr eine Filmrolle in Aussicht gestellt, will
sie aber eigentlich verführen. Jennys Ehemann Maurice, ein seiner Frau ergebener Pianist, erfährt durch Zufall von dem Rendezvous. In der Absicht, die beiden in flagranti
zu überraschen, besorgt er sich ein Alibi und
begibt sich zu Brignons Haus. Die Haustür
steht offen und drinnen liegt der tote Brignon ...
Jennys Freundin Dora erzählt Maurice, was
er wissen muss: Jenny hat Brignon eine
Champagnerflasche auf den Kopf geschlagen, um sich den Wüstling vom Leib zu
halten. Jetzt glaubt sie, eine Mörderin zu
sein. Ihre praktische Freundin Dora begibt
sich daraufhin zum Tatort und verwischt die
Spuren. Der mit der Aufklärung des Falls beauftragte Kommissar Antoine braucht nicht
lange, um Maurices dünnes Alibi zu widerlegen und ihn hinter Gitter zu bringen. Aber
eigentlich verdächtigt er Jenny Lamour. Als
sie schließlich gesteht, könnte der Fall gelöst sein - wenn Brignon nicht mit einer Pis-
tolenkugel umgebracht worden wäre.
Ein klassischer „film policier“, bei dem sich
das Interesse weniger auf den möglichen
Mörder richtet als darauf, wie sich die Verdächtigen aus der Affäre ziehen. Kommissar Antoine, ein desillusionierter ehemaliger
Kolonialbeamter, gespielt von dem großen
Louis Jouvet, ist ein Vorläufer der Großstadt-Kommissare der 50er Jahre, wie sie
beispielsweise Jean Gabin oder später Lino
Ventura verkörperten: beruflich routiniert,
privat resigniert und immer einsam ...
“Der Film, der die sozialpolitische Situation
der Nachkriegszeit und die geistigen Strömungen bündelt und reflektiert, zugleich
der beste „film policier“ jener Jahre (...):
Zum einen nimmt Clouzot die „films policiers“ der 50er Jahre vorweg, zum anderen
kritisiert er hellsichtig den Zustand einer
Nation, die nach dem Ende der Besatzung
und der Machtübernahme jener Kräfte, die
für die politische Unordnung verantwortlich
waren, erneut in Desillusion und Fatalismus
trieb.“ (Hans Gerhold, „Kino der Blicke. Der
französische Kriminalfilm“)
Hochspannung auf arte
Pressedossier
11
19/03/2015
Donnerstag, den 19. März 2015
um 22.10 Uhr
Schüsse
im Monsun
Fernsehfilm
Regie: Amit Kumar
Indien/GroSSbritannien/
Niederlande 2013
82 Min.
Erstausstrahlung
Am Anfang seiner Karriere in Mumbai ist der junge Polizist Adi (Vijay Verma) einem gefährlichen Gangster auf die Spur.
Zu Beginn der Regenfälle in Mumbai bekommt der junge Polizist Adi seine erste Aufgabe
im Außendienst: Nach einem Mord soll er die vermeintlichen Täter verfolgen. Im Zuge einer dramatischen Jagd holt er einen der Verdächtigen in einer Sackgasse ein. Unsicher
zieht der Polizeineuling seine Waffe und zielt auf den Gejagten. Die Zeit scheint stillzustehen ... Schießen oder nicht schießen? Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, bei der seine
Entscheidung ohne schlimme Folgen bleibt?
In Mumbai, der wirtschaftlichen Metropole Indiens, fängt gerade die Monsun-Phase
an und der Polizeirekrut Adi bekommt seine erste Aufgabe: Nach dem Mord an einem
einflussreichen Baulöwen soll er im Auftrag
seines Chefs Khan die vermeintlichen Täter
verfolgen. Während der Jagd durch einen
mit Wasser überfluteten Vorort Mumbais
gelingt es Adi, den Gangster Shiva in einer
Sackgasse zu stellen. Der junge Polizist steht
im Regen - mit der geladenen Pistole in der
Hand, den Finger bereits am Abzug.
In diesem Augenblick muss er einen folgenschweren Entschluss treffen: Schießen oder
nicht schießen? Macht er sich zum Helden
oder zum Mörder? Im Bruchteil einer Sekunde geht Adi alles durch den Kopf, was er
durch seine Wahl möglicherweise verlieren
könnte: die Liebe zu der jungen Krankenschwester Rani, die Sicherheit anderer,
unschuldiger Staatsbürger oder das Vertrauen seines Vorgesetzten Khan ...
Adi muss im Laufe des Films drei Varianten
durchleben, wie sich sein Schicksal verändern wird, je nachdem, ob er schießt oder
sich weigert, seine Dienstwaffe zum ersten
Mal zu benutzen.
Der Film Schüsse im Monsun lief 2014 außer
Konkurrenz im Wettbewerb des Filmfestivals
in Cannes und wurde von den Kritikern vor
allem für seine spannende Besetzung und
die kunstvolle Neo-Noir-Gestaltung gelobt.
Sein Autor Amit Kumar war bisher vor allem
als Regieassistent bei den Produktionen des
britischen Filmemachers Asif Kapadia und
des deutschen Regisseurs Florian Gallenberger (John Rabe, 2009) tätig. 2003 feierte
Kumars Kurzfilm The Bypass Premiere beim
Edinburgh Film Festival. Im gleichen Jahr
gewann er den zweiten Preis des Kurzfilmwettbewerbs beim London Film Festival.
Nawazuddin Siddiqui, der in „Schüsse im
Monsun“ den Bösewicht Shiva spielt, ist
zurzeit eines der populärsten Gesichter BolDer indische Regisseur Amit Kumar hat mit lywoods und einer der Shootingstars des
Schüsse im Monsun einen packenden Thriller indischen Independent-Kinos. Zu seinen begeschaffen, der sich nicht nur durch sein kanntesten Filmen zählen Anurag Kashyaps
düsteres Noir-Setting, sondern auch durch Black Friday (2004), Kabir Khans New York
seine philosophische Tiefe auszeichnet: (2009) und Sujoy Ghoshs Kahaani (2012).
Hochspannung auf arte
20/03/2015
Pressedossier
12
Freitag, den 20. März 2015 um 23.30 Uhr
Kurzschluss – Das Magazin
Kulturmagazin
WDR/ARTE, Deutschland 2015
52 Min.
Kurzschluss - Das Magazin zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt und wirft einen
Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps
und vielen spannenden Interviews.
Erledigung
einer Sache
Kurzfilm
Regie: Dustin Loose
Mit: Ludwig Trepte,
Nina Petri,
Robert Hunger-Bühler
SWR/ARTE, Deutschland 2014
20 Min.
Erstaustrahlung
Jakob Adler wird in einer forensischen
Psychiatrie vorstellig, um seinen Vater
kennenzulernen, von dessen Existenz
er bis vor kurzem nichts wusste.
Jakob Adler (Ludwig Trepte, li.) spricht mit dem Arzt seines Vaters, Dr. Weiß
(Robert Hunger-Bühler, re.).
Um dem letzten Willen seiner Mutter nachzukommen, muss Jakob Adler seinen leiblichen
Vater aufsuchen, dem er noch nie zuvor begegnet ist. Dieser sitzt seit mehr als 25 Jahren in der
geschlossenen Psychiatrie, weil er seinen Bruder
umgebracht hat. Doch bevor es zu der schicksalhaften Begegnung kommt, möchte Jakob den
behandelnden Arzt Dr. Weiß konsultieren, um
ihm das wahre Ausmaß der Familientragödie zu
offenbaren.
Zusatzinfo:
Dustin Loose, 1986 in Bonn geboren, absolvierte
die Masterclass Ludwigsburg-Paris der DeutschFranzösischen Filmakademie mit dem Kurzfilm
Das Schuhwerk von Soldaten (2008). Weitere Filme
von ihm sind Rolltreppe abwärts (2005), Personenschaden (2009), Die Hand vor Augen (2011) und Zu
Risiken und Nebenwirkungen (2013).
Der Passagier
Auf einem Langstreckenflug beginnt ein
Passagier plötzlich zu schreien - und versetzt die anderen Fluggäste in Panik.
Kurzfilm
Regie: Marcus Richardt
SWR/ARTE, Deutschland 2012
15 Min.
Alles beginnt mit einem entsetzlichen Schrei. Vergeblich versuchen die Flugbegleiter des
nächtlichen Langstreckenflugs, den drahtigen
Mann in Sitzreihe 15, der plötzlich und ohne erkennbaren Grund zu schreien angefangen hat, zu
beruhigen. Da springt der Passagier auf und droht,
alle an Bord umzubringen. In der Maschine bricht,
zehntausend Meter über der Erde, Panik aus. Flugbegleiter und Mitreisende stürzen sich auf den
schreienden Mann. Mit vereinten Kräften gelingt
es, ihn zu überwältigen und an seinen Sitz zu fesseln. Erleichterung, als klar ist, dass von dem
Gefesselten keine Gefahr mehr ausgeht. Scheint
die Situation für die Crew zunächst beherrschbar,
wird die Lage an Bord jedoch allmählich bedrohlicher, bis der Pilot keine andere Möglichkeit sieht,
als den Flug abzubrechen und nach Deutschland
zurückzukehren.
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Pressedossier
13
20/03/2015
Freitag, den 20. März 2015 um 00.25 Uhr
Nocebo
Kurzfilm
Regie: Lennart Ruff
bR/ARTE, Deutschland 2014
38 Min.
Erstaustrahlung
Christian ist schizophren. Eine Medikamentenstudie, deren Teilnehmer er war, ist
katastrophal gescheitert. Nun versucht das Unternehmen, die Ereignisse zu vertuschen aber keiner glaubt Christian.
Christian, 22, ist auf der Flucht. Er war
Teilnehmer einer fehlgeschlagenen Medikamentenstudie. Zusammen mit seiner
Freundin Anna hat er den Tod eines anderen
Teilnehmers bemerkt. Doch statt den Vorfall
aufzuklären, vertuschen ihn die Ärzte. Als
auch Anna beginnt, Anzeichen der tödlichen
Nebenwirkungen zu zeigen, bricht Christian
aus dem Testzentrum aus, um Hilfe zu holen.
Doch weder Polizei noch Ärzte glauben seine
Geschichte, denn Christian leidet an
paranoider Schizophrenie. Einzig seine
Schwester Alice steht ihm bei, obwohl auch
sie erhebliche Zweifel hat - bis plötzlich
tatsächlich unbekannte Verfolger auftauchen.
Aber was ist die wahre Geschichte hinter
Christians Flucht? Wie viel von dem, was wir
mit ihm erleben, ist Teil seiner Psychose?
Existiert die junge Frau in Gefahr überhaupt?
Geboren 1986 in Mannheim, wuchs Lennart
Ruff in Frankfurt am Main, Rom und Hamburg
auf. Er arbeitete zunächst für verschiedene
Werbefilmproduktionen in Hamburg und Los
Angeles, anschließend als Set-Aufnahmeleiter und Produktionsassistent für deutsche
TV- und Kinofilme. Dann studierte er Regie
an der Hochschule für Fernsehen und Film
(HFF) München. Zu seinen Kurzfilmen zählen
Kreislauf, Keine besonderen Vorkommnisse (beide
2009) und Life is easy (2010). Für seinen Abschlussfilm Nocebo wurde er 2014 mit einem
Studenten-Oscar ausgezeichnet.
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Pressedossier
14
22/03/2015
Sonntag, den 22. März 2015
um 20.15 Uhr
Der panther
wird gehetzt
Spielfilm
Regie: Claude Sautet
mit: Lino ventura, Jean-Paul Belmondo
Frankreich 1960
115 Min.
Abel Davos ist ein alternder Gangster, der gezwungen ist, mit seiner Familie und einem
Komplizen aus dem italienischen Exil nach Frankreich zu fliehen. Bei einer Schießerei mit
der französischen Polizei kommen Abels Frau und sein Komplize ums Leben. Die Weiterreise nach Paris möchte Abel mit Hilfe seiner ehemaligen Mittäter planen, die bereits dort
leben und in den vergangenen Jahren nicht nur reich, sondern obendrein sehr bürgerlich
geworden sind. Diese jedoch verweigern Abel ihre Hilfe, woraufhin der Gangster einen
Rachefeldzug plant ...
Abel Davos, auch Panther genannt, ist ein
alternder Gangster, der wegen Mordes gesucht wird und sich dadurch gezwungen
sieht, mit seiner Frau, seinen zwei Söhnen
und einem Komplizen aus dem Exil in Italien
nach Frankreich zu fliehen. Als die Gruppe
die Küste von Nizza erreicht, kommen seine
Frau und der Komplize bei einem heftigen
Schusswechsel mit der französischen Polizei ums Leben. Um die geplante Weiterreise
bis Paris sicherer zu gestalten, bittet Abel
einige ehemalige dort ansässige Kollegen
um Hilfe.
Doch diese sind mit der Zeit nicht nur sehr
reich, sondern auch sehr bürgerlich geworden. Ihnen ist Abels illegale Flucht zu heikel
und anstatt sich selbst dem risikoreichen
Unterfangen auszusetzen, entsenden sie
den jungen Handlanger Eric Stark, damit
dieser Abel unterstützt. Eric übernimmt
ohne zu zögern die riskante Aufgabe und
hilft Abel einen sicheren und geheimen Unterschlupf in Paris zu finden sowie auch seine Söhne zu verstecken.
Während Eric und Abel bei ihrer Zusammenarbeit enge Freunde werden, muss
Abel feststellen, dass er von seinen ehemaligen Freunden und Komplizen nicht nur im
Stich gelassen, sondern auch verraten wurde. Abel ist enttäuscht, doch er lässt sich
nicht unterkriegen und schmiedet einen
tödlichen Rachefeldzug ...
Das Drama Der Panther wird gehetzt von Claude Sautet ist eine Adaption des Kriminalromans
Classe tous risques von José Giovanni. Das Gangsterdrama gilt als melancholischer und
atmosphärisch dichter Klassiker der Filme, die im Unterweltenmilieu situiert sind. Sautet
hat dieses Genre wenig später aufgegeben und widmete sich nach seinem Erfolg mit Die
Dinge des Lebens (1970) mit Romy Schneider und Michel Piccoli hauptsächlich dramatischen
Komödien. Er wurde zweimal mit dem César ausgezeichnet, für Nelly & Monsieur Arnaud
(1995) und Ein Herz im Winter (1992), der in Venedig zudem den Silbernen Löwen gewann.
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Pressedossier
15
23/03/2015
Montag, den 23. März 2015
um 20.15 Uhr
Gewagtes
Alibi
Spielfilm
USA 1949
Regie: Robert Siodmak
84 min.
Geldtransporter-Fahrer Steve Thompson möchte seine Exfrau Anna zurückerobern, die
mittlerweile mit dem Gangsterboss Slim Dundee verheiratet ist. Thompson lässt sich auf
ein doppeltes Spiel ein. Bei dem Raubüberfall, den er gemeinsam mit Dundee plant, soll
er seine Kollegen hintergehen und den Geldtransporter überfallen lassen. Die Männer
wollen sich die Beute anschließend teilen. Anna, so hofft Thompson, soll Dundee nach
dem Überfall verlassen und mit ihm in Palos Verdes, Kalifornien, untertauchen. Doch der
Plan hat seine Tücken, denn das Vertrauen ist eine zarte Pflanze ...
Erstklassiger Film Noir mit Burt Lancaster in
der Hauptrolle: Der junge Steve Thompson,
ein einfacher Wachmann, der Geldtransporte
begleitet, hat die Scheidung von Anna nicht
überwunden. Nur ihretwegen kehrt er nach
Los Angeles zurück. Hier führt Anna inzwischen nicht ohne Reue ein Luxusleben an der
Seite des gefährlichen Ganovenkönigs Slim
Dundee. Als Slim klar wird, dass Steve alles
tun würde, um Anna zurückzugewinnen,
überredet er ihn zu einem Raubüberfall auf
den eigenen Geldtransporter. Steve soll seine
Wachleute-Kollegen hintergehen und seinen
Geldtransporter von Dundee überfallen lassen. Die Männer wollen sich die Beute
anschließend teilen. Anna, so ist der weitere
Plan von Steve, soll Dundee nach dem Überfall verlassen und mit ihm in Palos Verdes,
Kalifornien, untertauchen. Der Coup geht jedoch schief, als sich herausstellt, dass mehrere
Beteiligte ein falsches Spiel spielen.
Mit dem düsteren Kriminalfilm Gewagtes Alibi
schuf der deutsche Exil-Regisseur Robert Siodmak in Hollywood einen weiteren
Meilenstein der „Schwarzen Serie", zu der er
schon Thriller wie Die Wendeltreppe, Die Killer, Der schwarze Spiegel und Schrei der
Grossstadt beigetragen hatte. Der Roman
Criss-Cross von Don Tracy, der dem Film als
Vorlage diente, wurde 1995 von Steven Soderbergh mit The Underneath (Die Kehrseite
der Medaille) erneut verfilmt.
„Hervorragend inszenierter Gangsterfilm im Stil der ‚Schwarzen Serie‘, der seine Spannung
nicht aus realistischem Handlungsaufbau, sondern aus seiner düsteren und fatalistischen
Atmosphäre bezieht“ („film-dienst“). Die Musik zu Gewagtes Alibi steuerte der Filmkomponist
Miklós Rózsa bei und unter den Schauspielern ist Tony Curtis in einer ungenannten Jungrolle
zu sehen.
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16
23/03/2015
Montag, den 23. März 2015
um 21.40 Uhr
Die schwarze Dahlie
Spielfilm
USA 2006
Regie: Brian De Palma
Mit: Scarlett Johansson, Hilary Swank
116 min.
Los Angeles, 1947: Zwei Cops untersuchen den spektakulären Mord an einer Schauspielerin - wegen ihrer schwarzen Kleidung „Schwarze Dahlie“ genannt. Polizist Bucky Bleichert und sein
Partner Lee Blanchard sollen den Fall lösen, der bald zu einer Obsession wird. Dier Ermittlungen
führen immer tiefer in die korrupten Verstrickungen der Mächtigen in der „Stadt der Engel“. Spannender Krimi nach der Romanvorlage James Ellroys, inszeniert von Brian De Palma mit prominenter
Besetzung.
Der grausame Mord an der jungen Schauspielerin Elizabeth Short erschüttert die ganze Stadt.
Ihr Körper wird brutal verstümmelt in der Nähe
von Hollywood aufgefunden. Die Suche nach
dem Täter wird für den Polizisten Lee Blanchard
bald zur Obsession und strapaziert seine Beziehung zu seiner Freundin Kay Lake. Sein Kollege
Bleichert verfällt den Reizen von Madeleine Linscott, die allerdings auch zu den Tatverdächtigen zählt. Sie stammt aus einer wohlhabenden
Familie und ihre Ähnlichkeit mit der Toten sowie die Tatsache, dass sie eine Beziehung zum
Mordopfer unterhielt, rücken die reizvolle Madeleine in zweifelhaftes Licht.
Während der Ermittlungen erschließen sich den
zwei Polizisten die Schattenseiten der Stadt:
Unter der Oberfläche von Wohlstand und Ordnung erstreckt sich ein Netz aus Korruption,
Mord und Pornografie, das bis zum Los Angeles Police Department reicht. Auch Blanchard
finanziert seinen luxuriösen Lebensstil aus veruntreuten Geldern, die von einem Banküberfall
stammen. Schließlich wird Blanchard von Madeleine ermordet. Bleichert setzt die Ermittlungen
fort und stößt immer tiefer vor in die korrupten
Verstrickungen der Mächtigen in der „Stadt der
Engel“ ...
Während der Film The Black Dahlia auf dem gleichnamigen Kriminalroman von James Ellroy basiert,
ist die Geschichte in Anlehnung an eine wahre Begebenheit entstanden, dem brutalen Mord an der
jungen Elizabeth Short im Jahre 1947. Ihre verstümmelte Leiche wurde von einer Passantin entdeckt
und erregte großes Aufsehen. Die filmische Adaption des Regisseurs De Palma ist im Stil des NeoNoir gemacht und wurde 2006 für zahlreiche Preise nominiert, unter anderem für den Goldenen
Löwen der Filmfestspiele von Venedig. Außerdem wurde der Kameramann Vilmos Zsigmond 2007
für einen Oscar nominiert.
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17
25/03/2015
Mittwoch, den 25. März 2015
um 20.15 Uhr
Auf
offener
Strasse
Spielfilm
Frankreich 1992
Regie: Bertrand Tavernier
135 min.
Lucien Marguet, genannt „Lulu“, ist ein Ermittlungsbeamter bei der Kriminalpolizei und
zuständig für die Drogenfahndung. Seine weitreichenden Kontakte, unter anderem zu
der drogensüchtigen Prostituierten Cécile, helfen ihm im Kampf gegen den Drogenhandel. Sein Metier ist alles andere als ein Kinderspiel: Der Umgang mit Verdächtigen ist
schonungslos und oftmals brutal ...
L.627 ist der französische Originaltitel des
Polizeithrillers von Bertrand Tavernier. Der Titel nimmt Bezug auf einen Paragrafen des
französischen Gesetzes, den „Code de la
santé publique“, in dem es heißt, dass der Besitz, Handel und Konsum von Drogen
untersagt ist. Dieses Gesetz ist die Leitlinie
des Kriminalpolizeibeamten Lucien Marguet,
auch „Lulu“ genannt. Lulu ist zuständig für
die Drogenfahndung in Paris und es zeigt sich
schnell, dass der Kampf gegen Drogenbanden alles andere als ein Kinderspiel ist.
Während Lulus Kollegen mit den Verdächtigen oft schonungslos und brutal umgehen
und körperliche Gewalt an der Tagesordnung
steht, handelt er selbst nach würdigeren Prinzipien. Damit hebt sich Lulu deutlich von
seinem Team ab: Resignation, Gereiztheit
und Aggressivität kennzeichnen die Stimmung auf dem Polizeirevier. Während einer
nächtlichen Streife, bei der einer der leitenden Köpfe der Drogenbanden gefangen
werden sollte, entscheidet sich der angetrunkene Vorgesetzte scheinbar aus Lustlosigkeit
heraus für den Rückzug.
Lulu macht seinen Ärger über diese Entscheidung unmissverständlich deutlich. Sein
Engagement in dieser Angelegenheit wird
kurz darauf mit einer Zwangsversetzung bestraft. Doch wenig später wird er von einem
befreundeten Kollegen wieder zurückgeholt,
denn dieser weiß: Lulu ist in der Drogenkommission an genau der richtigen Stelle. Als
einer von wenigen, denn er macht aus Leidenschaft seinen Beruf zur Berufung ...
„Auf offener Strasse ist einer der besten Polizeifilme, die das Kino bislang hervorgebracht
hat. Ein brillant inszenierter Film über die alltägliche Arbeit einiger Polizisten, der auf konventionelle Spannungsbögen verzichtet und dem Rhythmus kurzfristiger Erfolge und
Enttäuschungen folgt. Von wenigen Ruhepunkten abgesehen rasant geschnitten, in der Kameraführung stets hautnah, ist der Film durchgehend spannend, obwohl er auf genreübliche
Action und Gewalt weitgehend verzichtet“ („film-dienst“).
ARTE G.E.I.E.
4 quai du Chanoine Winterer
cs 20035
Strasbourg Cedex
67080
Strasbourg Cedex
Postfach 1980 - 77679 Kehl
Pressekontakt:
Katja Birnmeier
katja.birnmeier@arte.tv
T +33 3 88 14 21 52
bildrechte:
titelblatt: © Diaphana Films/Jean-Claude Lother, © Tiger Aspect, © Studiocanal
Serpico: © Studiocanal
Der gläserne Schlüssel: © NBC Universal
Who killed Marilyn: © Diaphana Films/Jean-Claude Lother
Peaky Blinders: © Tiger Aspect
Unter Verdacht: © Barbara Bauriedl
Chinatown: © Paramount Pictures
Die Blaue Dahlie: © Jack Koffman / Paramount Pictures
Unte falschem Verdacht: © LUCIENNE CHEVRET/Studiocanal
Schüsse im Monsun: © Soumyajit Nandy
Erledigung einer Sache: © SWR/Andreas Schlieter
Nocebo: © Südart Filmproduktion GmbH/Marrin Altstaedten, © Lennart Ruff
Der Panther wird gehetzt: © 1959 - TF1 INTERNATIONAL - ZEBRA FILMS
GEwagtes Alibi: © 1948 Universal Studios. Renewed 1976 Universal Studios
Die Schwarze Dahlie: © ARD Degeto/Millenium Films
Auf Offener Strasse: © Jacques Prayer
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