close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

der MPZ Newsletter März 2015

EinbettenHerunterladen
Neues vom Museumspädagogischen Zentrum
der MPZ Newsletter
März 2015
Aktuelles
Lehrerfortbildungen
Fortbildungen für pädagogisches Fachpersonal
Freizeit im Museum
Neue Ausstellungen im März
Laufende Sonderausstellungen in München
Meldungen aus den Museen
Das komplette Angebot auf www.mpz.bayern.de:
Veröffentlichungen
Schule und Museum
Kindertagesstätten
und Museum
Freizeit
und Museum
MPZ Aktuell
Inhalt Aktuelles
Vielfalt entdecken – mit dem MPZ gegen
Fremdenfeindlichkeit
Kostenfreie MPZ-Führungen zum Thema Vielfalt
MPZ-Führungen in der neuen Sonderausstellung der Glyptothek "Im Zentrum der
Macht – das Forum Romanum im Modell"
11.03.2015 - 08.11.2015
Schülerlandeswettbewerb
Erinnerungszeichen 2015/2016
Beginn der neuen Runde zum Thema
"Bayern und Napoleon" am 17.03.2015
MPZ-Familienaktion
Bunte Ostersträuße – mit Palmkätzchen,
Hexentreppen und bemalten Eiern
Wer kennt den Schönen Turm,
den Teufels­tritt und eine Burg
mitten in der Stadt?
Für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Samstag, 28.03.2015, 13.00 – 16.00 Uhr
Sonntag, 29.03.2015, 13.00 – 16.00 Uhr
Botanischer Garten München-Nymphenburg
Die neue Stadtrallye des MPZ mit
Stadtforscherbuch
Bayerische
Museumsakademie
Terminvorschau
Vielfalt entdecken – mit dem MPZ gegen Fremdenfeindlichkeit
Kostenfreie MPZ-Führungen zum Thema Vielfalt
Abbildung oben:
Matthias Grünewald: Die Heiligen Erasmus und
Mauritius (Detail)
Foto: Bayerische Staatsgemäldesammlungen Alte Pinakothek
Vieles, was wir für typisch münchnerisch, typisch bayerisch oder typisch deutsch
halten, ist in Wirklichkeit oft von sehr weit her gekommen, fand Eingang in das Leben
der Menschen hier und wurde zum festen und unverzichtbaren Teil unserer Identität.
Gerade in der jetzigen Zeit ist es notwendig, diese Zusammenhänge bewusst zu
machen und dafür einzutreten, dass München, Bayern und Deutschland offen bleiben
für kulturelle Vielfalt und ein faires und von gegenseitigem Verständnis geprägtes
Miteinander. Dazu möchte das Museumspädagogische Zentrum mit einer besonderen
Aktion beitragen:
Unsere vielfältige Museumslandschaft ist ein hervorragend geeignetes Umfeld, um zu
zeigen, wie sehr unsere Kultur von ihren Anfängen bis heute durch Einflüsse anderer
Kulturen geprägt und bereichert wurde und wird. Diese Bestände gilt es bewusst
einzusetzen, um Schülerinnen und Schüler dafür zu sensibilisieren, dass die Begegnung
mit anderen Lebenswelten keine Bedrohung darstellt, sondern eine positive Erfahrung
für das eigene Leben sein kann. Daher bietet das MPZ ab Mitte März in zahlreichen
Münchner Museen für alle Schularten und Jahrgangsstufen spezielle kostenfreie
Führungen an, die gezielt auf Aspekte der Vielfalt unserer Kultur und Gesellschaft
eingehen. In interaktiven, dialogischen Vermittlungsprogrammen erfahren Kinder
und Jugendliche, welche Einflüsse aus anderen Kulturen für die Entwicklung unserer
Gesellschaft prägend waren, wie sie sich auswirkten und wie sie noch heute für uns
erfahrbar sind. Sie lernen zu erkennen, dass kultureller Austausch zu allen Zeiten stattfand
und immer die Regel, nicht die Ausnahme war. So können diese Führungen des MPZ
zum einen Ausgangspunkt für eine nachhaltige Behandlung dieses wichtigen Themas
im Unterricht sein, zum anderen aber auch zu mehr Verstehen und gegenseitiger
Wertschätzung im täglichen Umgang der Schülerinnen und Schüler miteinander beitragen.
Eine Liste der Führungen und Museen finden Sie hier.
Das Antiquarium in der Münchner Residenz
Foto: Bayerische Schlösserverwaltung
Vielfalt entdecken – mit dem MPZ gegen Fremdenfeindlichkeit
Kostenfreie MPZ-Führungen zum Thema Vielfalt bei uns
Diese Führungen können Sie ab 15. März 2015 buchen. Für nähere Informationen
klicken Sie bitte auf den Titel.
Alte Pinakothek
Vielfalt entdecken – Fremdes fasziniert, Fremdes inspiriert
Bayerisches
Nationalmuseum Vielfalt entdecken – Fremde Welten in Bayerns Kultur
Museum für Abgüsse
Klassischer Bildwerke Vielfalt entdecken – Woher unsere Demokratie kommt
Abbildung oben:
Im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke
zu sehen: Modell des Parthenons in Athen, der
Stadt, in der die Demokratie ihren Anfang nahm.
Foto: Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke
Abbildung unten:
In der Pinakothek der Moderne gibt es ebenfalls
viele Beispiele, die zeigen, wie bereichernd
kultureller Austausch sein kann.
Neue Pinakothek
Vielfalt entdecken – Fremde und Heimat
Pinakothek der
Moderne – Design
Vielfalt entdecken – Fremde Kulturen inspirieren Designer
Pinakothek der
Moderne – Kunst Vielfalt entdecken – Fremde Kulturen inspirieren Künstler
Residenzmuseum
Vielfalt entdecken – Die Münchner Residenz und ihre Künstler
Diese Aktion dauert bis zum Schuljahresende. Die Liste wird erweitert. Den jeweils
aktuellen Stand finden Sie auf der Website des MPZ unter
MPZ Aktuell – Neues vom MPZ.
Reisebett aus der Zeit um 1600 im Bayerischen Nationalmuseum
Foto: Bayerisches Nationalmuseum
MPZ-Führungen in der neuen Sonderausstellung der Glyptothek
"Im Zentrum der Macht – das Forum Romanum im Modell"
11.03.2015 - 08.11.2015
Glyptothek
Königsplatz 3
80333 München
Tel.: +49 (0) 89 / 28 61 00
www.antike-am-koenigsplatz.
mwn.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 17.00 Uhr
Donnnerstag 10.00 – 20.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 27: Karolinenplatz
Bus 100 (Museenlinie):
Königsplatz
U2 / U8: Königsplatz
U1 / U7: Stiglmaierplatz
Alle S-Bahnen: Hauptbahnhof
Abbildung oben:
Das Forum Romanum in augusteischer Zeit mit
Blick auf die Basilica Aemilia (rechts oben), die
Curia Iulia (links oben) und den Saturntempel
(Mitte unten). Holzmodell, Leihgabe des Instituts
für Klassische Archäologie und Antikensammlung,
Friedrich-Alexander-Universität ErlangenNürnberg © Georg Pöhlein
Abbildung unten:
Marmorbüste des Kaiser Augustus (reg. 27 v.
Chr. – 14 n. Chr.), erster Kaiser des Römischen
Reiches. Während seiner Regierungszeit wurde
das Forum Romanum grundlegend umgestaltet.
© Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek
München, Foto: Renate Kühling
Über Jahrhunderte war das Forum Romanum das politische und religiöse Zentrum der
Stadt Rom und des Römischen Reiches. Auf engem Raum lagen hier der Ort der Volksversammlung, ehrwürdige Tempel, Hallen für Gerichtsverhandlungen und Buden von
Händlern und Geldwechslern beieinander. Trauerfeiern für verdiente Bürger fanden auf
dem Forum ebenso statt wie Gladiatorenkämpfe, und jeder siegreiche Feldherr zog im
Triumphzug über das Forum hinauf aufs Kapitol.
Unter der Leitung von Martin Boss entstanden an der Universität Erlangen zwei Holzmodelle des Forum Romanum in spätrepublikanischer und augusteischer Zeit. Diese aufwendigen Arbeiten werden in der Sonderausstellung „Im Zentrum der Macht“ erstmals
in München gezeigt. Durch sie wird im wörtlichen Sinne mit Händen greifbar, wo Weltgeschichte gestaltet wurde. Die beiden Modelle beziehen neben archäologischen Befunden
auch literarische Zeugnisse, Münzbildnisse etc. zur Rekonstruktion heran und geben so
eine gute Vorstellung von den verschiedenen Bauten eines antiken Marktplatzes. Umgeben sind die Modelle im Römersaal der Glyptothek von Bildnissen römischer Kaiser, Feldherren, Bürger und ihrer Frauen, wie sie einst das Zentrum des antiken Rom bevölkerten.
Zu dieser Sonderausstellung der Glyptothek bietet das MPZ Führungen für Schulklassen
an. Die Schülerinnen und Schüler können so die unterschiedlichen Funktionen des Forums als Ort politischer Entscheidungen und Gerichtverhandlungen, bedeutender uralter
Kulte, des Handels und verschiedener Zerstreuungen kennenlernen. In einem praktischen
Teil, der die Führung auf Wunsch ergänzt, schlüpfen die Schülerinnen und Schüler in
verschiedene Alltagssituationen auf dem Forum.
zur Onlinebuchung
Veranstaltungstage Di, Mi, Do, Fr
Dauer 60 Min. / 120 Min.
Geeignet für die Fächer Deutsch, Geschichte, Griechisch, Kunst, Latein, Religion, Ethik,
Wirtschaft und Recht an Gymnasium bzw. Realschule
Das reich und dicht bebaute Forum Romanum in augusteischer Zeit
mit Blick auf den Concordiatempel, dahinter das hoch aufragende
Tabularium, davor die Rostra. Holzmodell, Leihgabe des Instituts für
Klassische Archäologie und Antikensammlung, Friedrich-AlexanderUniversität Erlangen-Nürnberg
© Georg Pöhlein
Wer kennt den Schönen Turm, den Teufelstritt und eine Burg mitten in der Stadt?
Die neue Stadtrallye des MPZ mit Stadtforscherbuch
Mit Frühjahrsbeginn startet beim MPZ wieder die Saison der Stadtrundgänge. Wir
freuen uns, Ihnen unsere bewährte, aber in eine neue Form gebrachte Stadtrallye
unter dem Titel „Wer kennt den Schönen Turm, den Teufelstritt und eine Burg mitten
in der Stadt?“ vorstellen zu können.
Speziell für Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen an Grundschulen
entwickelt, bietet der Rundgang einen etwas anderen Einstieg in die Münchner
Stadtgeschichte. Auf einer Entdeckungsreise erkunden die Schüler mit spielerischen
und interaktiven Methoden die Münchner Altstadt. Viele Fragen und Rätsel gibt
es dabei zu lösen. Aus welchem Material wurde München erbaut? Welche Tiere
findet man am Marienplatz, und welches davon konnte man nur mit einem Spiegel
besiegen? Und was hat es mit dem Teufel und einem Affen auf sich?
Unser Weg führt die Schulklasse zu bedeutenden Orten, interessanten Personen
und verrückten Geschichten. Als begleitendes didaktisches Material erhalten alle
Schülerinnen und Schüler ein Quizheftchen, das sogenannte „Stadtforscherbuch“,
dessen Fragen es im Laufe des Stadtrundganges zu beantworten gilt. Die
Teilnehmer dürfen schon auf das Lösungswort gespannt sein.
Aus organisatorischen Gründen empfiehlt es sich, dass neben der Lehrkraft noch
zwei Betreuungspersonen die Gruppe auf der Rallye begleiten.
zur Onlinebuchung
Abbildung oben:
Das Neue Rathaus am Marienplatz
Abbildung unten:
Das Stadtschreiberhaus
Schülerlandeswettbewerb Erinnerungszeichen 2015/2016
Beginn der neuen Runde zum Thema "Bayern und Napoleon" am 17.03.2015
Ohne Napoleon gäbe es Bayern in seiner heutigen Form nicht, weder politisch
noch territorial. Für Historiker eine Binsenweisheit, und ein Besuch der Bayerischen
Landesausstellung 2015 in Ingolstadt ("Napoleon und Bayern") wird dies auch der
Öffentlichkeit wieder ins Bewusstsein rufen. Aber wo – außer im Geschichtsbuch
oder in einer Ausstellung – kann man die Folgen der napoleonischen Jahre zwischen
1799 und 1815 in Bayern noch konkret erfahren? Das zu erforschen und kreativ zu
dokumentieren, dazu ruft ab dem 16. März der Schülerlandeswettbewerb "Erinnerungszeichen" alle bayerischen Schülerinnen und Schüler auf. Der vom Bayerischen
Kultusministerium veranstaltete Wettbewerb will das Bewusstsein dafür wecken,
dass die "große" und scheinbar ferne Geschichte auch in der eigenen Heimat ihre
Spuren hinterlassen hat, sei es in Gebäuden, Orts- und Straßennamen, Denkmälern, aber auch in Archivalien und Museumsexponaten des örtlichen Museums oder
Archivs.
Den Flyer mit weiteren Informationen zum Schülerwettbewerb finden Sie hier.
MPZ-Familienaktion
Bunte Ostersträuße – mit Palmkätzchen, Hexentreppen und bemalten Eiern
Für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Samstag, 28.03.2015, 13.00 – 16.00 Uhr
Sonntag, 29.03.2015, 13.00 – 16.00 Uhr
Botanischer Garten München-Nymphenburg
Botanischer Garten
München-Nymphenburg
Menzinger Straße 65
80638 München
www.botmuc.de
Öffnungszeiten der Gewächshäuser:
Januar, November, Dezember
9.00 – 16.00 Uhr
Februar, März, Oktober
9.00 – 16.30 Uhr
April, September
9.00 – 17.30 Uhr
Mai – August
9.00 – 18.30 Uhr
Das Freiland des Gartens ist am Abend eine
halbe Stunde länger geöffnet
Verkehrsanbindung:
Tram 17: Botanischer Garten
Bus 143: Botanischer Garten
Der Winter ist vorbei. Im Frühjahr erfreuen sich die Menschen
am Erwachen der Natur. Es wird wärmer, und die Natur wird
durch die Frühlingsblumen wieder farbiger. Bei der Führung im
Botanischen Garten lernen die Kinder Pflanzen der Osterzeit, wie
sie z.B. in Palmbuschen vorkommen, aber auch andere Frühlingsblumen kennen. Außerdem gehen wir auf die alten Bräuche ein,
die zum Palmsonntag gehören. Im Praxisteil der Veranstaltung
können die Kinder bunte Ostersträuße für daheim binden. In
Anlehnung an das Brauchtum der Palmsträuße enthalten diese
unter anderem Zweige von Buchs und Weide (mit Palmkätzchen),
aber auch Kirschzweige, Efeu und anderes. Die Sträuße werden
mit bunten Bändern und selbst bemalten Eiern geschmückt.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Botanischen Garten
München-Nymphenburg.
Teilnahmegebühr: EUR 2,00 pro Kind
Erwachsene zahlen Eintritt in den Botanischen Garten
Material: ca. EUR 8,00 - 10,00 pro Strauß
Teilnehmerzahl begrenzt - Anmeldung erforderlich bis 25.03.2015
beim Botanischen Garten München-Nymphenburg unter
Tel. 0 89 / 1 78 61-3 10
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Aufsichtspflicht bei
dem begleitenden Elternteil liegt.
Bayerische Museumsakademie
Terminvorschau I
Abbildung oben:
Blick in die Ausstellung der Dachwerkmodelle
Foto: Dr. Hemmeter
Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
23.03.2015, 10.00 – 17.00 Uhr
„Sammeln und entsammeln – aber richtig“
14.04.2014, 11.00 - 16.30 Uhr
Denkmal und Schule
Sammeln und „entsammeln“, d.h. die Aussonderung von Museumsobjekten aus dem Bestand, werden gelegentlich beide als grundlegende
Verfahren im Umgang mit den Musealien dargestellt. „Entsammeln“
oder „deakzessionieren“ ist zwar in der angloamerikanischen Museumswelt eine bereits seit mehreren Jahrzehnten geübte Praxis – in
Deutschland hingegen hat die Diskussion darüber erst vor wenigen Jahren auf fachlicher Ebene begonnen. Darüber hinaus ist der Unterschied
zwischen Aussonderungen aus Kunst- und Kunstgewerbemuseen und
anderen Museumstypen wegen potentieller Erlöse aus Verkäufen oder
Versteigerungen von Objekten zu unterscheiden. Die Veranstaltung soll
zum einen nach einer Einführung in die Geschichte dieser Thematik die
zentrale Bedeutung eines schriftlich fixierten Sammlungskonzeptes als
Grundlage der Museumsarbeit deutlich machen und an Beispielen differenziert erläutern, zum anderen werden die Teilnehmer/innen mit dem
Thema des „Entsammelns“ im Detail vertraut gemacht. Die Erstellung
entsprechender Konzepte wird an konkreten Beispielen thematisiert.
Das Bauarchiv Thierhaupten ist das Fortbildungs- und Beratungszentrum für Denkmalpflege mit einer umfangreichen Sammlung
historischer Bauteile, Werkstätten für verschiedene Fachbereiche
und einem umfangreichen Seminarangebot. Die Veranstaltung
bietet einen Einblick in die Arbeit des Bauarchivs mit Führungen
und Programmen in Sammlung und Werkstätten. Der zweite
Schwerpunkt ist ein Arbeitsbericht zum Projekt "Denkmal und
Schule", das seit einigen Jahren sehr erfolgreich durchgeführt
wird. Ziel ist es, Kinder altersgemäß an den sensiblen Umgang
mit Denkmälern heranzuführen, sodass sie erkennen können,
auf welche Weise Denkmäler unser Leben bereichern. Der
Schlüssel dazu ist die Kooperation von Lehrkräften und Denkmalexperten, das effektive Zusammenarbeiten von Schulen,
Denkmalpflegern und Architekten. In der Zwischenzeit waren
bereits etwa 60 Grund- und Mittelschulen sowie 30 Architekten
beteiligt. Die Tagung bietet ein Forum für die Rückschau auf
den bisherigen Verlauf dieses Projektes und den Ausblick auf die
zukünftige Entwicklung.
Ort: Schwäbisches Volkskundemuseum, Abtei Oberschönenfeld
Oberschönenfeld 4, 86459 Gessertshausen, in den Räumen der „Schwäbischen Galerie“
Teilnahmegebühr: Kostenfrei
zur Onlinebuchung
Ort: Bayerisches Bauarchiv, Klosterberg 8, 86672 Thierhaupten
Teilnahmegebühr: Kostenfrei
zur Onlinebuchung
Bayerische Museumsakademie
Terminvorschau II
21. 05.2015 – 22.05.2015
Jugendliche ins Museum?
Strategien und Vermittlungsangebote für die eigene Praxis
Die Zielgruppe der 13- und 17-Jährigen gilt als besonders schwierig und
wenig aufgeschlossen für die herkömmlichen Vermittlungsprogramme.
Viele Museen bemühen sich in den letzten Jahren um zielgruppenspezifische Angebote für Jugendliche. Die Ansätze reichen von einer
besonders Jugendliche ansprechenden Ausstellungsgestaltung über
eine geeignete Auswahl von Exponaten zu der Einbindung partizipativer
Elemente oder der Möglichkeit, eigene Freiräume zu gestalten.
Die dritte gemeinsame Tagung der Bayerischen Museumsakademie
mit den Museen in Südtirol stellt vor allem gelungene Ansätze aus
Museen in Deutschland und Südtirol vor und möchte dazu anregen,
vergleichbare Programme in den eigenen Museum zu entwickeln.
Ort: Bildungshaus Schloss Goldrain, Schlossstraße 33, I-39021 Goldrain
Vinschgau, Südtirol
Teilnahmegebühr: Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Anfahrt, Unterkunft und Verpflegung sind nicht inbegriffen. Die Anfahrt erfolgt
individuell. Pro Übernachtung im EZ/DZ mit Frühstück: € 45. Bitte teilen Sie
uns bei der Anmeldung mit, ob Sie ein EZ oder ein DZ buchen möchten.
Studierende erhalten dank der Unterstützung des Instituts für Bayerische
Geschichte der LMU München eine Ermäßigung.
zur Onlinebuchung
Inhalt Schule und Museum
Lehrerfortbildungen im April 2015
Die Welt der Musikinstrumente
mit Schülern erleben
Für Lehrkräfte an Grundschulen und Mittelschulen
Donnerstag, 23.04.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Bayerisches Nationalmuseum
MPZ-Lehrerfortbildung
Die Burg Grünwald – Leben im Mittelalter
Für Lehrkräfte aller Schularten
Freitag, 24.04.2015, 14.00 – 16.00 Uhr
Burg Grünwald
MPZ-Lehrerfortbildung
"Hitlerputsch" und
"Hauptstadt der Bewegung"
Für Lehrkräfte an Mittelschulen, Realschulen,
Gymnasien und Beruflichen Schulen
Mittwoch, 29.04.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Münchner Stadtmuseum
MPZ-Lehrerfortbildung
Die Welt der Musikinstrumente mit Schülern erleben
Für Lehrkräfte an Grundschulen und Mittelschulen
Donnerstag, 23.04.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Bayerisches Nationalmuseum
zur Onlinebuchung
Bayerisches Nationalmuseum
Prinzregentenstraße 3
80538 München
www.bayerisches-nationalmuseum.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 17.00 Uhr
Donnerstag bis 20.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 17: Nationalmuseum /
Haus der Kunst
Bus 100 (Museenlinie):
Nationalmuseum
U4 / U5: Lehel
Die Fortbildung führt zunächst in die kleine, aber feine Musikinstru­
mentensammlung des Bayerischen Nationalmuseums ein. Unter
den kostbaren Exponaten aus vier Jahrhunderten sind Instrumente,
die sich weltweit nur in wenigen Exemplaren nachweisen lassen.
Vorgestellt werden auch die Veranstaltungen, die das MPZ zum
Thema Musik für Schulklassen anbietet: Dabei lernen Schüler nicht
nur die Vorfahren unserer heutigen Orchesterinstrumente kennen,
sondern werden auch an das heutige Instrumentarium herangeführt: Holzblas-, Blechblas- und Schlaginstrumente sowie eine Harfe
und ein Saxofon stehen bereit und warten darauf, dass ihnen die
Schüler unter Anleitung Töne entlocken.
Bass-Viola da Gamba
Foto: Bayerisches Nationalmuseum
MPZ-Lehrerfortbildung
Die Burg Grünwald – Leben im Mittelalter
Für Lehrkräfte aller Schularten
Freitag, 24.04.2015, 14.00 – 16.00 Uhr
Burg Grünwald
zur Onlinebuchung
Burg Grünwald
Zeillerstr. 3
82031 Grünwald
www.gemeinde-gruenwald.de
Öffnungszeiten:
Ostersamstag bis Allerheiligen,
Mi-So 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
In der ehemaligen Wittelsbacher Burg wird bei einem Rundgang die
spannende Geschichte der Burg Grünwald besprochen. Auch zur
Stadt München lassen sich zahlreiche Bezüge erkennen. Im zweiten
Teil der neu gestalteten Ausstellung steht das Leben im Mittelalter
im Mittelpunkt. Schwerpunkte sind hier zum Beispiel die Ernährung,
der Burgenbau und die Kleidung. Außerdem besteigen wir den
Burgturm, von dem aus man bei guter Sicht bis in die Alpen blicken
und das Isartal sehen kann. Anschließend werden in der Werkstatt
praktische Arbeiten vorgestellt, die zur Thematik passend entwickelt
wurden.
Innenhof der Burg Grünwald
MPZ-Lehrerfortbildung
"Hitlerputsch" und "Hauptstadt der Bewegung"
Für Lehrkräfte an Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und Berufliche Schulen
Mittwoch, 29.04.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Münchner Stadtmuseum
zur Onlinebuchung
In der Dauerausstellung "Nationalsozialismus in München" des
Münchner Stadtmuseums gilt es, der Entstehung, der Frühzeit und
dem Aufstieg der NSDAP anhand von Originalobjekten sowie Bildund Textdokumenten nachzuspüren. Auf einem anschließenden
Stadtrundgang lernen wir eine Reihe von Orten kennen, die für den
Nationalsozialismus und dessen Entstehung im Allgemeinen wie
auch für München im Besonderen von Bedeutung waren.
Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Tel.: +49 (0) 89 / 2 33-2 23 70
www.muenchner-stadtmuseum.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 18.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
U1 / U2 / U3 / U6: Sendlinger Tor
U3 / U6: Marienplatz
alle S-Bahnen: Marienplatz
Der Odeonsplatz mit der Feldherrnhalle war ein wichtiger Kultort für die Nationalsozialisten.
Inhalt Kindertagesstätten und Museum
Fortbildung für pädagogisches Fachpersonal
im April 2015
MPZ-Fortbildung für pädagogisches
Fachpersonal
Schau mal, wer da schaut: Porträts in der
Pinakothek der Moderne
Donnerstag, 16.04.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Pinakothek der Moderne - Kunst
MPZ-Fortbildung für pädagogisches
Fachpersonal
Götterkind – Menschenkind
Donnerstag, 23.04.2015, 14.30 – 16.00 Uhr
Glyptothek
MPZ-Fortbildung für pädagogisches
Fachpersonal
Ein Spaziergang durch das alte München
Mittwoch, 29.04.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Münchner Stadtmuseum
MPZ-Fortbildung für pädagogisches Fachpersonal
Schau mal, wer da schaut: Porträts in der Pinakothek der Moderne
Donnerstag, 16.04.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Pinakothek der Moderne - Kunst
zur Onlinebuchung
Pinakothek der Moderne
Barer Straße 40
80333 München
www.pinakothek.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 18.00 Uhr
Donnerstag bis 20.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 27: Pinakotheken
Bus 154: Schellingstraße
Bus 100 (Museenlinie): Pinakotheken
U2 / U8: Theresienstraße
U3 / U6: Odeonsplatz oder Universität
"Punkt, Punkt, Komma Strich und fertig ist…" Wie im Kinderreim,
aber auch ganz anders kann man Gesichter malen. Die Fortbildung bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Erscheinungsformen von Portraits kennenzulernen, ihre Wirkung zu erfahren und
Hintergründe der Gestaltung nachzuvollziehen. Es wird vorgestellt, wie Kinder spielerisch mittels pädagogischen Materials
an zentrale Aspekte des Themas herangeführt werden und das
Neuentdeckte kreativ umsetzen können.
Anmeldung über das Pädagogische Institut.
MPZ-Fortbildung für pädagogisches Fachpersonal
Götterkind – Menschenkind
Donnerstag, 23.04.2015, 14.30 – 16.00 Uhr
Glyptothek
zur Onlinebuchung
Glyptothek
Königsplatz 3
80333 München
Tel.: +49 (0) 89 / 28 61 00
www.antike-am-koenigsplatz.
mwn.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 17.00 Uhr
Donnnerstag 10.00 – 20.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 27: Karolinenplatz
Bus 100 (Museenlinie):
Königsplatz
U2 / U8: Königsplatz
U1 / U7: Stiglmaierplatz
Alle S-Bahnen: Hauptbahnhof
In der Münchner Glyptothek stellen einige Statuen Kinder dar.
Was ist besser? Ein Kind des Zeus zu sein oder in eine Athener
Familie hineingeboren zu werden? Betrachtet werden ein junger
Sportler, ein kleines Mädchen und ein Götterbaby. In einer handlungsorientierten Führung wird das Leben der Kinder im antiken
Griechenland dem heutigen Kinderleben gegenübergestellt. Die
Fortbildung macht anschaulich, auf welche Weise auch Vorschulkinder für die Welt der Antike interessiert werden können.
Silen mit Dionysos
310/300 v. Chr.
Foto: Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek
MPZ-Fortbildung für pädagogisches Fachpersonal
Ein Spaziergang durch das alte München
Mittwoch, 29.04.2015, 14.30 – 17.00 Uhr
Münchner Stadtmuseum
zur Onlinebuchung
Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Tel.: +49 (0) 89 / 2 33-2 23 70
www.muenchner-stadtmuseum.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 18.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
U1 / U2 / U3 / U6: Sendlinger Tor
U3 / U6: Marienplatz
alle S-Bahnen: Marienplatz
Welche Legende verbirgt sich hinter dem Schönen Turm? Was
hat ein Affe im Alten Hof zu suchen? Diese und viele weitere
Geschichten begegnen uns bei unserem Spaziergang durch das
alte München. Die Herrschenden und ihre "große" Politik werden dabei ebenso lebendig wie der Alltag der Bürger(innen),
Handwerker(innen) sowie Bäuerinnen und Bauern. Die Fortbildung zeigt, wie bereits Kinder im Vorschulalter auf Spurensuche
in München gehen können und so einen ersten Einblick in Bild
und Geschichte ihrer Heimatstadt erhalten.
Anmeldung über das Pädagogische Institut.
Das Münchner Stadtmuseum
Foto: Münchner Stadtmuseum
Inhalt Freizeit im Museum
Freizeitveranstaltungen bis 26.04.2015
MPZ-Familienaktion: Oh weh, der Kasperl
hat Angst vor Mäusen – du auch?
Für Familien mit Kindern ab 4 Jahren
Samstag, 22.03.2014, 15.00 – 17.00 Uhr
Münchner Stadtmuseum
MPZ-Familienaktion
Bunte Ostersträuße – mit Palmkätzchen,
Hexentreppen und bemalten Eiern
Für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Samstag, 28.03.2015, 13.00 – 16.00 Uhr
Sonntag, 29.03.2015, 13.00 – 16.00 Uhr
Botanischer Garten München-Nymphenburg
Bitte beachten Sie, dass die Ferienaktion des MPZ vom 30.03. bis
01.04.2015 bereits ausgebucht ist.
MPZ-Familienaktion
Osterzeit – nicht nur für Hasen!
Von rollenden Palmeseln und kunstvollen
Palmbuschen
Für Familien mit Schulkindern ab 6 Jahren
Sonntag, 29.03.2015, 13.30 – 16.30 Uhr
Bayerisches Nationalmuseum
MPZ-Familienaktion
Kykladen – Frühe Kunst in der Ägäis
Für Familien mit Kindern von 6 bis 12 Jahren
Sonntag, 12.04.2015, 15.00 – 17.00 Uhr
Archäologische Staatssammlung
MPZ-Familienaktion
Oh weh, der Kasperl hat Angst vor Mäusen – du auch?
Für Familien mit Kindern ab 4 Jahren
Samstag, 22.03.2014, 15.00 – 17.00 Uhr
Münchner Stadtmuseum
Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Tel.: +49 (0) 89 / 2 33-2 23 70
www.muenchner-stadtmuseum.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 18.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
U1 / U2 / U3 / U6: Sendlinger Tor
U3 / U6: Marienplatz
alle S-Bahnen: Marienplatz
Zwei Mäuschen versetzen den Kasperl in Angst und Schrecken, was soll er nur tun? Hast du eine Idee? Bevor du Kasperls
Abenteuer auf der Bühne miterleben kannst, besuchen wir
gemeinsam die Puppentheaterausstellung. Wer von euch findet
die Strohhalmschlange und das Krokodil mit Winterfell? In einer
Schatzkiste gibt es außerdem Wundersames wie Knöpfe, bunte
Stoffe, Federn und noch mehr zu entdecken. Was kann ein Puppenbauer alles daraus machen?
Teilnahmegebühr: EUR 2,50 pro Kind
Erwachsene zahlen Eintritt ins Museum
Keine Anmeldung erforderlich.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Aufsichtspflicht bei
dem begleitenden Elternteil liegt.
Das Münchner Stadtmuseum
Foto: Münchner Stadtmuseum
MPZ-Familienaktion
Bunte Ostersträuße – mit Palmkätzchen, Hexentreppen und bemalten Eiern
Für Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Samstag, 28.03.2015, 13.00 – 16.00 Uhr
Sonntag, 29.03.2015, 13.00 – 16.00 Uhr
Botanischer Garten München-Nymphenburg
Botanischer Garten
München-Nymphenburg
Menzinger Straße 65
80638 München
www.botmuc.de
Öffnungszeiten der Gewächshäuser:
Januar, November, Dezember
9.00 – 16.00 Uhr
Februar, März, Oktober
9.00 – 16.30 Uhr
April, September
9.00 – 17.30 Uhr
Mai – August
9.00 – 18.30 Uhr
Das Freiland des Gartens ist am Abend eine
halbe Stunde länger geöffnet
Verkehrsanbindung:
Tram 17: Botanischer Garten
Bus 143: Botanischer Garten
Der Winter ist vorbei. Im Frühjahr erfreuen sich die Menschen
am Erwachen der Natur. Es wird wärmer, und die Natur wird
durch die Frühlingsblumen wieder farbiger. Bei der Führung im
Botanischen Garten lernen die Kinder Pflanzen der Osterzeit, wie
sie z.B. in Palmbuschen vorkommen, aber auch andere Frühlingsblumen kennen. Außerdem gehen wir auf die alten Bräuche ein,
die zum Palmsonntag gehören. Im Praxisteil der Veranstaltung
können die Kinder bunte Ostersträuße für daheim binden. In
Anlehnung an das Brauchtum der Palmsträuße enthalten diese
unter anderem Zweige von Buchs und Weide (mit Palmkätzchen),
aber auch Kirschzweige, Efeu und anderes. Die Sträuße werden
mit bunten Bändern und selbst bemalten Eiern geschmückt.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Botanischen Garten
München-Nymphenburg.
Teilnahmegebühr: EUR 2,00 pro Kind
Erwachsene zahlen Eintritt in den Botanischen Garten
Material: ca. EUR 8,00 - 10,00 pro Strauß
Teilnehmerzahl begrenzt - Anmeldung erforderlich bis 25.03.2015
beim Botanischen Garten München-Nymphenburg unter
Tel. 0 89 / 1 78 61-3 10
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Aufsichtspflicht bei
dem begleitenden Elternteil liegt.
MPZ-Familienaktion
Osterzeit – nicht nur für Hasen!
Von rollenden Palmeseln und kunstvollen Palmbuschen
Für Familien mit Schulkindern ab 6 Jahren
Sonntag, 29.03.2015, 13.30 – 16.30 Uhr
Bayerisches Nationalmuseum
Bayerisches Nationalmuseum
Prinzregentenstr. 3
80538 München
http://www.bayerisches-nationalmuseum.de/
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 17.00 Uhr
Donnerstag bis 20.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 18: Nationalmuseum
Bus 100 (Museenlinie): Nationalmuseum
U4 / U5: Lehel
Ostern – nur Fest der Ostereier und Osterhasen? Warum feiern
wir eigentlich Ostern? Auskunft auf unserer Spurensuche können
uns ein Palmesel und Bilder vom Geschehen in Jerusalem geben,
aber auch Maria Magdalena, Petrus und ein Hahn. Wir erfahren
von Bräuchen der Karwoche und binden in der Werkstatt einen
traditionellen oberbayerischen Palmbuschen. Eine Veranstaltung
in Kooperation mit dem Bayerischen Nationalmuseum.
Teilnahmegebühr: EUR 3,00 pro Kind, mit Familienpass EUR 2,50
Erwachsene zahlen den Sonntagseintritt ins Museum
(derzeit EUR 1,00)
Material: EUR 3,00 pro Palmbuschen
Keine Anmeldung erforderlich.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Aufsichtspflicht bei
dem begleitenden Elternteil liegt.
Palmesel aus dem Bestand des Bayerischen Nationalmuseums
MPZ-Familienaktion
Kykladen – Frühe Kunst in der Ägäis
Für Familien mit Kindern von 6 bis 12 Jahren
Sonntag, 12.04.2015, 15.00 – 17.00 Uhr
Archäologische Staatssammlung
Die Kykladeninseln liegen wie an einer Perlenkette aufgereiht in
der Ägäis. Bereits vor 5000 Jahren sind dort geheimnisvolle Figuren, die sogenannten "Kykladenidole" entstanden. Wir tauchen
ein in die Welt der Bronzezeit und versuchen, den Idolen ihre
Geheimnisse zu entlocken.
Archäologische Staatssammlung
Lerchenfeldstraße 2
80538 München
Tel.: 089 – 2112402
http://www.archaeologie-bayern.de/de/home/
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
09.30 – 17.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 18: Nationalmuseum
Bus 100 (Museenlinie): Nationalmuseum
U4 / U5: Lehel
Teilnahmegebühr: EUR 2,50 pro Kind
Erwachsene zahlen den Eintritt in die Sonderausstellung
Materialkosten: EUR 3,00 pro Person
Keine Anmeldung erforderlich.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Aufsichtspflicht bei
dem begleitenden Elternteil liegt.
Kykladenidol
Foto: Archäologische Staatssammlung
Neue Ausstellungen im März 2015
München
...
Bayernweit
...
Neue Ausstellungen im März 2015
München
ˉˉ
München zeichnet II.
Grenzgänge der Zeichnung aus Münchner Ateliers
Galerie der Künstler, BBK - Berufsverband bildender Künstler München und Oberbayern e.V.
bis 10.04.2015
Brigitte Schwacke
Nach der erfolgreichen Ausstellung "München zeichnet" 2013, die Beispiele der klassischen Zeichnung vorgestellt hat, präsentiert München
zeichnet II nun Arbeiten von ca. 40 Künstler/innen, deren Werk sich einem "erweiterten" Zeichenbegriff widmet. Dabei wird einer Vorstellung
von Zeichnung Rechnung getragen, die Mischtechniken ebenso einbezieht wie Raumzeichnungen, Land Art oder konzeptuelle Arbeiten, bei
denen Materialien wie beispielsweise Draht oder Faden, Klebeband oder Licht eingesetzt werden. Wie sich bereits bei München zeichnet I
gezeigt hat, lässt der auf München fokussierte Blick in der lokalen Begrenzung die Vielfalt sichtbar werden.
zum Museum
Das Grafikmuseum Stiftung Schreiner aus Bad Steben zu Gast im Infopoint
Infopoint Museen & Schlösser in Bayern
bis 11.04.2015
Außenansicht des Grafikmuseums
Der Hochdruck ist das älteste Druckverfahren der Welt. Doch wie entsteht eine solche Grafik? In der Präsentation des Grafikmuseums Stiftung Schreiner im Infopoint der Museen in München wird auf anschauliche Weise der Weg von der bearbeiteten Holzplatte zum Holzschnitt
nachvollziehbar gemacht. Auch eine methodische Reihe zur Farbradierung kann betrachtet werden. Das Grafikmuseum informiert zudem
über seine Konzeption, Ausstellungstätigkeit und umfangreiche Publikationsarbeit. Seit nunmehr 21 Jahren besteht das Museum in Bad
Steben, unmittelbar an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze gelegen. Die Initiatoren Stefanie Barbara und Dr. Wolfgang Schreiner –
selbst aus Ost und West stammend – vertreten die Ansicht, dass Kunst Brücken zwischen Gesellschaften und Regionen zu bauen vermag.
Das Museum zeigt Ausstellungen zeitgenössischer und zumeist figurativer Grafik vor allem aus Deutschland und Osteuropa. Zu fast jeder
Ausstellung entsteht ein ausführlicher Katalog. Das Museum verfügt über eine umfangreiche Grafiksammlung aus Aserbaidschan, Bulgarien, Deutschland, Estland, Georgien, Lettland, Litauen, Russland, Turkmenistan und der Ukraine. Wer sagt, dass Kunst langweilig sein
muss? Jede Ausstellung wird kindgerecht museumspädagogisch aufbereitet. Im Museum und in der Druckwerkstatt darf genau hingeschaut, investigativ erforscht, gemalt, gedruckt und auch gelacht werden. In der museumseigenen Druckwerkstatt können Hoch- und
Tiefdruck selbst ausprobiert werden. Sommerkurse mit Künstlern und Druckern geben spezifischere Einblicke.
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
München
From the Coolest Corner
Nordic Jewellery
Galerie Handwerk
bis 18.04.2015
© Daniela Hedman
Skandinavien überrascht seit einigen Jahren mit einer starken Entwicklung im Schmuck. Die Galerie Handwerk der Handwerkskammer für München
und Oberbayern zeigt deshalb parallel zur Internationalen Handwerksmesse und der Sonderschau "Schmuck 2015" die Ausstellung "From the Coolest
Corner - Nordic Jewellery". Sie zeigt eine überraschende, spannende und breite Auswahl zeitgenössischen Schmucks aus Skandinavien. 61 Künstlerinnen und Künstler aus Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Island und Estland präsentieren 159 Ausstellungsstücke, die von einer internationalen Expertenjury ausgewählt wurden. Die Wanderausstellung wurde im Januar 2013 im Nationalmuseet in Oslo eröffnet und war seitdem im
Design Museum Finnland in Helsinki, Design Museum Danmark in Kopenhagen, Estonian Museum of Applied Art and Design in Tallin, im Röhsska
Museum für Design und Angewandte Kunst in Göteborg sowie im Lettischen Nationalmuseum in Vilnius zu sehen.
zum Museum
"Andrea Kreipe: Verdichtung und Auflösung"
Münchner Künstlerhaus am Lenbachplatz
bis 25.04.2015
Die Bildhauerin Andrea Kreipe nutzt für ihre Arbeiten häufig Material aus ihrer direkten Umgebung, das können Metallteile, Steine oder Hölzer sein. In den Objekten vereint sich die Kraft der naturgegebenen Formensprache mit der Aussage der Künstlerin. Parallel zur Bildhauerei
beschäftigt sich Andrea Kreipe auch seit Jahren mit der Druckkunst. In einem von ihr entwickelten Verfahren stellt sie Monotypien von Metall auf Papier her. Ganz erstaunliche Farben von Braun über Rostrot bis Blau werden in diesem Prozess erzeugt, von der Künstlerin zu Bildern
komponiert, die an Landschaften, Himmelskörper oder komplizierte Gebilde erinnern. In der Ausstellung im Innenhof und im Kunstkabinett
werden Arbeiten aus dem Zyklus Verdichtung und Auflösung gezeigt. Seit 2012 ist Andrea Kreipe Gründungsmitglied und 1. Vorsitzende des
„Künstlernetzwerk Föhn e.V.“
Andrea Kreipe
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
München
„I am imaginary“ – Künstler und Engel
Neue Pinakothek
bis 01.06.2015
Neben den großen Meisterwerken der Kunst sind im Fundus der Pinakotheken Bild gewordene Themenfelder und Erfahrungshorizonte geborgen, die sich den traditionellen Entwicklungslinien der Kunst entziehen. Häufig erschließen sich diese nur in der täglichen Arbeit oder den
individuellen Interessen der Kuratoren, ohne im Kanon der Meisterwerke sichtbar zu werden. Das kleine Format „curator’s choice“ ist hier die
Einladung, in Saal 20 der Neuen Pinakothek diesen Themen, Erfahrungen und Fragestellungen – aus der Sammlung schöpfend und über die
Sammlung hinaus – subjektiv assoziierend zu folgen. Die Kunst des 19. Jahrhunderts zeigt einen dramatischen Verlust des seit dem Mittelalter
so beliebten biblischen Bildpersonals. Ob himmlischer Bote, Torwächter oder Schutzengel – die Aufklärung stellt die Existenz der Engel in Frage
und die Künstler vor ein Problem. Wie lassen sich Himmel und Hölle weiterhin glaubwürdig personifizieren? Wer übernimmt nun die Mittlerrolle
hin zu Gott, Glauben, Spiritualität in der Kunst?
Fritz von Uhde: Engel, um 1908/10
© Bayerische Staatsgemäldesammlungen,
Neue Pinakothek, München
zum Museum
"Wir brauchen einen ganz anderen Mut!
Stefan Zweig – Abschied von Europa
Literaturhaus München
bis 07.06.2015
Stefan Zweig auf seiner letzten Brasilienreise,
1941, © Stefan Zweig Centre Salzburg
Der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig (1881–1942) verbrachte die letzten acht Jahre seines Lebens im Exil. Im Februar 1934 emi­grierte
er nach England, im Juni 1940 verließ er mit seiner Ehefrau Lotte Europa. Sie hielten sich in den USA und in Brasilien auf, wo sie sich schließlich
Ende Februar 1942 gemeinsam das Leben nahmen. Die Ausstellung zeigt Leben und Werk Stefan Zweigs aus dem Blickwinkel des Exils. Von
herausragender Bedeutung sind dabei zwei Texte, die erst in den letzten Jahren des Exils entstanden sind: In seinen Erinnerungen "Die Welt von
Gestern" beschwört Zweig das alte Europa; in der "Schachnovelle" gestaltet er hingegen jenes Grauen, das den Untergang Europas besiegelt hat.
Diese beiden Texte stehen im Zentrum der Ausstellung, in der auch Zweigs Manuskripte und Typoskripte gezeigt werden. Die Perspektive des Exils
charakterisiert auch die Inszenierung. Die großbürgerliche Welt des Fin de Siècle, die Zweig in seiner Autobiografie gewürdigt hat, ist zerstört. Aus
dem Luxus der mondänen Grand Hotels einer Welt von Gestern wächst, am Beispiel des Wiener Hotel Métropole wird es sichtbar, der faschistische Terror. In der Schachnovelle setzt Stefan Zweig den in diesem Hotel Gedemütigten ein Denkmal. Mit Stefan Zweigs Abschied ins Exil musste
auch seine berühmte Autografensammlung aufgelöst werden. Einige ausgewählte Stücke daraus, sie stammen von zeitgenössischen Autoren aus
Österreich, Deutschland, Frankreich und der Sowjetunion sind in dieser Ausstellung zu sehen.
Zu dieser Ausstellung bietet das Literaturhaus
ein umfangreiches Programm für Schüler und Lehrer an.
zum Museum
Nähere Informationen dazu finden Sie hier.
Neue Ausstellungen im März 2015
München
Im Zentrum der Macht – Holzmodelle des Forum Romanum in republikanischer und augusteischer Zeit
Glyptothek
11.03.2015 – 08.11.2015
Das Forum Romanum war über Jahrhunderte das politische und geografische Zentrum der römischen Res Publica. Dort stand der „goldene
Meilenstein“ als Referenzpunkt für alle Wege, die bekanntlich nach Rom führten. An diesem Ort befanden sich aber vor allem die entscheidenden Institutionen, von denen aus das Imperium Romanum regiert wurde. Die Stadt Rom erfuhr insbesondere in ihrem Zentrum, dem Forum,
baulich einschneidende Veränderungen gerade um die Zeitenwende, als die Führung des Staatswesens aus den Händen einer aristokratischen
Oberschicht in die von Einzelpersonen überging. Unter der Leitung von Martin Boss entstanden an der Universität Erlangen zwei Holzmodelle des Forum Romanum in spätrepublikanischer und augusteischer Zeit. Diese aufwändigen Arbeiten werden in der Ausstellung erstmals in
München gezeigt. Durch sie wird im wörtlichen Sinne mit Händen greifbar, wo Weltgeschichte gestaltet wurde. Heute findet der Rombesucher vor Ort ein verwirrendes Nebeneinander von Ruinen aus unterschiedlichen Jahrhunderten vor, deren ursprüngliche Gestalt er sich zudem
vielfach kaum vorstellen kann. Im Kontext der Marmorporträts römischer Amtsträger aus dem Bestand der Glyptothek können hingegen in der
Ausstellung nicht nur Schülerinnen und Schüler der alten Sprachen, sondern alle historisch Interessierten anhand der hier gezeigten Anschauungsmodelle nachvollziehen, wie das Zentrum der Macht architektonisch gestaltet war, als Schauplatz profaner, politischer und oft kaum davon
zu trennender religiöser Ereignisse.
Zu dieser Ausstellung bietet das MPZ zahlreiche Veranstaltungen an.
Nähere Informationen dazu finden Sie hier.
zum Museum
Forum 035: Göran Gnaudschun – Alexanderplatz
Münchner Stadtmuseum
13.03.2015 – 31.05.2015
Göran Gnaudschun (*1971 in Potsdam) fotografiert seit 2010 am Berliner Alexanderplatz die Szene von jungen Ausreißern, Gestrandeten,
Wohnungslosen und Punks. Diese Menschen passen in die Raster der normalen Gesellschaft nicht hinein: weder in die der Arbeitswelt und
oft auch nicht in die der sozialen Fürsorge. Kaum einer ist in Berlin aufgewachsen, viele wollten aus der Provinz fliehen, möglichst weit weg:
neu sein, anonym sein, die weite Welt ohne einen Cent in der Tasche erleben. Gnaudschun porträtiert die Menschen dort, immer darauf
bedacht, eine Form von fast verschüttet geglaubter Würde und von Intensität ans Licht zu bringen. Er fotografiert Situationen, in denen sich
Symbolhaftes zeigt, er führt Interviews über die Lebenswege der Protagonisten und schreibt selbst Texte über die Sicht des Fotografen auf
das vielschichtige Phänomen Alexanderplatz.
© Göran Gnaudschun
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
München
Anton Cepka – Kinetischer Schmuck
Die Neue Sammlung - The International Design Museum Munich / Pinakothek der Moderne
14.03.2015 – 07.06.2015
Der im tschechoslowakischen, heute slowakischen Šulekovo 1936 geborene Schmuckentwerfer und Objektkünstler Anton Cepka gehört zu
den wichtigsten Schmuckgestaltern des 20. Jahrhunderts und zu den Protagonisten des sogenannten Autorenschmucks nach dem Zweiten
Weltkrieg. Er gilt heute als Doyen der slowakischen wie tschechischen Schmuckentwerfer. Dank seiner an die konstruktivistische Kunst
erinnernden Formensprache bleibt er lange – als einer der wenigen – von staatlichen Belangen unbehelligt. Gesudetes Silber, optisches Glas,
Steine und das moderne Acrylglas sind die bevorzugten Materialien von Anton Cepka. Es entstehen neuartige, zunächst ins Relief gehende,
später bildhauerisch konzipierte Raumkonzeptionen in Form von Broschen und Anhängern. Überraschend kommt das Moment der Bewegung und des Lichtes hinzu, durch das die kinetische Kunst erstmals konzeptuell Eingang in die Schmuckkunst findet. Die Ausführung der
Objekte zeugt dabei von der hohen, für Cepkas Objekte essentiellen Handwerkskunst.
zum Museum
Eine Stadt unter Einfluss. Franz Wanner
Rathausgalerie Kunsthalle
18.03.2015 – 30.04.2015
Franz Wanner – eine Stadt unter Einfluss
"Eine Stadt unter Einfluss" nennt Franz Wanner seine vielteilige Arbeit, die den Saisonbeginn der Rathausgalerie bildet. Der Ausstellungstitel
bezeichnet die bayerische Kurstadt Bad Tölz, der Geburtsort Franz Wanners. In seiner raumgreifenden Installation erklärt er die Bäderstadt
zum Mikrokosmos und seziert dessen mentale Struktur. Aus faktischen und fiktiven Momenten montiert der Künstler Fotografie und Sprache
zu einem begehbaren Film. Zwischen Alltag und Abgrund wird "Eine Stadt unter Einfluss" zu einem Display deutscher Wirklichkeit. Die Kunsthalle ist Kulisse einer hyperrealen Gegengeschichte. Mit Hilfe von ausrangiertem Mobiliar aus den Kellern Bad Tölzer Kurkliniken verwandelt
sich die Rathausgalerie in eine Bäderlandschaft samt funktionierendem Springbrunnen.
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
München
Über den Himalaya.
Die Expedition der Brüder Schlagintweit nach Indien und Zentralasien 1854 bis 1858
Alpines Museum
19.03.2015 – 10.01.2016
Anhand von rund 100 Aquarellen sowie diversen Objekten, die die Schlagintweits während ihrer Reise sammelten, zeigt die Ausstellung
Hintergrund, Organisation und Durchführung der Expedition auf. Blicke auf das Leben der Brüder Schlagintweit und die Wirkungsgeschichte
ihrer Forschungen machen die konfliktreiche Situation deutlich, in der sie sich befanden. Sie sahen sich der Grundlagenforschung im
universalwissenschaftlichen Sinne Humboldts verpflichtet, aber auch den Interessen ihrer britischen Auftraggeber, denen an praktischer
Anwendbarkeit der Ergebnisse gelegen war. Kern der Ausstellung sind die Sammlungen der Familie Schlagintweit, die diese dem Alpinen
Museum vermachten. Hinzu kommen Bestände des Museums Fünf Kontinente, München, der Staatlichen Naturwissenschaftlichen
Sammlungen, München sowie weiterer deutscher und österreichischer Museen.
zum Museum
Nicholas Nixon. The Brown Sisters. 40 Jahre
Sammlung Moderne Kunst / Pinakothek der Moderne
20.03.2015 – 05.07.2015
Nicholas Nixon: The Brown Sisters, 1978
Seit 1975 porträtiert der amerikanische Fotograf Nicholas Nixon (*1947) jedes Jahr seine Frau Bebe und ihre drei Schwestern. Die Koordinaten für
dieses künstlerisch ungewöhnliche Langzeitprojekt sind denkbar einfach: Die vier Frauen kommen zu einem Gruppenbild zusammen, bei dem lediglich die Abfolge ihrer Aufstellung sowie das Negativformat konstant bleiben. Stehend und im Brustbild erfasst, seltener als Ganzfigur oder sitzend
dargestellt, werden die Schwestern von einem eng begrenzten Bildausschnitt umfangen und blicken zumeist direkt in die Kamera. Über einen Zeitraum von 40 Jahren ist so ein singuläres Werk entstanden, das gleichermaßen die Wesenhaftigkeit des Fotografischen zum Ausdruck bringt als auch
über das Moment der Zeit, der Vergänglichkeit wie der sich immer wieder wandelnden Beziehungen der Schwestern zueinander Zeugnis ablegt.
Anlässlich des 40jährigen Jubiläums wird die Serie von heute 40 Fotografien vorgestellt, begleitet durch eine Werkmonographie.
zum Museum
München
Neue Ausstellungen im März 2015
Ornamente und Zeichen der lettischen Seele
Museum Fünf Kontinente
20.03.2015 – 19.04.2015
Anlass für die Ausstellung ist die aktuelle EU‐Ratspräsidentschaft der Republik Lettland, dessen Nationales Kulturzentrum die Ausstellung
konzipiert hat. Sie führt zu den Wurzeln des lettischen Selbstbewusstseins und entführt dabei zum großen traditionellen Sänger‐ und
Tanzfest mit seiner ureigenen Rhythmik und Dynamik, das mittlerweile sogar in die Unesco‐Liste des „immateriellen Kulturerbes der
Menschheit“ aufgenommen ist. Wie bei diesem nur alle fünf Jahre stattfindenden Ereignis in der Hauptstadt Riga begegnet man einer
Vielzahl kunsthandwerklich einzigartiger und lebensfroher Trachten. Musik, Lieder und Tänze Lettlands aus allen seinen Regionen und
verschiedenen Zeitepochen sind zu erleben, vielfach in Verbindung mit ethnografischen und archäologischen Objekten, aber auch in
Form von Audio‐ und Video‐Installationen. Die Ausstellungsmacher stellen die lettischen Trachten aus Woll‐ und Leinenstoffen in direkten
Zusammenhang mit der traditionellen Musik des Landes: Die Ornamente auf den Stoffen haben über ihre Schönheit hinaus eine soziale
Bedeutung. Aber auch die besondere Rhythmik der lettischen Musik kann man als Parallele zur speziellen Ornamentik der Trachten
verstehen. Die Ausstellung „Ornamente und Zeichen der lettischen Seele“ bietet Gelegenheit zu einer farbenprächtigen musikalischen Reise
in ein vielfach noch unbekanntes Land mitten in Europa.
zum Museum
Wild America – Wildnis in Amerika
Amerika Haus
24.03.2015 – 15.05.2015
Vor etwas mehr als 50 Jahren schrieb US-Präsident Lyndon B. Johnson Naturschutzgeschichte. Mit der Unterzeichnung des „Wilderness
Act“ am 3. September 1964 stellte der amerikanische Kongress als erste Regierung der Welt Wildnis unter Schutz. An diesem Tag wurden
52 besonders unbeeinflusste und ursprüngliche Naturgebiete unter die Obhut des Gesetzgebers gestellt und gleichzeitig für die Öffentlichkeit zur besonderen Nutzung freigegeben. Jährlich kommen weitere Gebiete dazu. Inzwischen gibt es in den USA 762 „Wilderness Areas“
auf mehr als 444 000 km², das sind etwa fünf Prozent der Landesfläche. Anders als in Nationalparks sind in Wildnis-Gebieten feste Gebäude
und Straßen, Autos und auch Mountainbikes verboten. Erlaubt sind Wandern, Reiten, Campieren, Kanu- und Schlauchboote und in vielen
Gebieten sogar das Angeln und Jagen. „Management-Ziel ist Besucherfreiheit“, so heißt es in einem einschlägigen Handbuch. Was kaum
bekannt ist: Das Wildnis-Gesetz der USA diente der Internationalen Union zum Schutz der Natur (Iucn) als Vorlage für die Schaffung der
internationalen Schutzkategorie „Wildnis“. In großartigen Bildern und kurzen Steckbriefen werden 21 ausgesuchte Wildnisgebiete der USA
gezeigt, gefolgt von vier (fast) vergleichbaren Gebieten in Bayern, Brandenburg und Tansania.
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
München
Einblicke in die Lithowerkstatt. Probe- und Zustandsdrucke von Edouard Vuillard
Staatliche Graphische Sammlung München / Pinakothek der Moderne
26.03.2015 – 28.06.2015
Die Farblithografie erlebte im Paris des ausgehenden 19. Jahrhunderts eine erste bedeutende Blüte. Namen wie Henri de Toulouse-Lautrec
(1864–1901), Pierre Bonnard (1867–1947) oder Edouard Vuillard (1868–1940) stehen für einen ganz neuen Umgang mit der Farbe im Druck
und für ungewöhnliche Bildkompositionen. Vuillards unverwechselbare Art, Innenräume, aber auch die Stadtlandschaft zu komponieren,
bekam 1899 mit dem Mappenwerk "Paysages et intérieurs" ihren ersten großen Auftritt. Zugleich erweist er sich als herausragender Kolorist,
der die neuen Ideen des Farbdrucks souverän umsetzt. Die Ausstellung zeigt die Folge der zwölf Blätter sowie in einmaliger Fülle Probe- und
Zustandsdrucke zu diesem Schlüsselwerk. Da Letztere alle in Privatbesitz sind, bietet sie einen seltenen Einblick in den Entstehungsprozess
der Farblithografien.
Edouard Vuillard: Les deux belles-soeurs aus:
Paysages et intérieurs, um 1899, Lithografie,
Staatliche Graphische Sammlung München
zum Museum
Philip Guston. Drei Blicke.
Das Druckgrafische Gesamtwerk und die letzten Acrylarbeiten auf Papier
Staatliche Graphische Sammlung München / Pinakothek der Moderne
26.03.2015 – 28.06.2015
Philip Guston: Untitled (Still Life), Lithographie,
Staatliche Graphische Sammlung München,
© The Estate of Philip Guston
Foto: Staatliche Graphische Sammlung
München
Nach einer bereits 2007/2008 in der Staatlichen Graphischen Sammlung gezeigten Ausstellung der Zeichnungen von Philip Guston (19131980) widmet das Museum diesem bedeutenden Künstler eine weitere Ausstellung, die sein gesamtes druckgrafisches Werk mit der fast
vollständigen Serie seiner letzten, kurz vor seinem Tod entstandenen Acrylmalereien auf Papier kombiniert. In diesen Arbeiten begegnet das
komplette Repertoire der seit Beginn der siebziger Jahre in Gustons Kunst wieder bildmächtig gewordenen Gegenstände wie in einer Art
visuellen Autobiografie: Die einfachen Objekte des Alltags, die Uhren, die Schuhe und Bücher, die Zigaretten und Aschenbecher und gelegentlich auch seine geliebten Sandwiches und Kirschen. Alle diese banalen Dinge verwandeln Gustons ironisches Auge und seine bedächtige Hand im weichen Duktus von Lithokreide und Pinsel aus der Welt des Privaten und Intimen zu einzigartigem Leben.
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
ˉˉ
München
Anders Petersen – Retrospektive
Münchner Stadtmuseum
27.03.2015 – 28.06.2015
Der schwedische Fotograf Anders Petersen, 1944 in Stockholm geboren, gehört zu den international einflussreichsten Fotografen seiner Generation. Sein Interesse gilt vor allem dem Milieu der gesellschaftlichen Außenseiter. In Animierlokalen, Gefängnissen, psychiatrischen Anstalten oder
Pflegeheimen sucht Petersen seine Themen und beschäftigt sich in eindringlichen Schwarzweiß-Bildessays mit den sozialen Randgruppen. Berühmt
wurde Petersen 1970 durch seine Porträtaufnahmen von Prostituierten, Homosexuellen und anderen Außenseitern der Gesellschaft, die im Café
Lehmitz, einer Kneipe an der Hamburger Reeperbahn, entstanden. Der daraus entstandene, vielfach ausgezeichnete Bildband „Café Lehmitz“ wurde
in der Folgezeit zum Kultbuch. Diese Aufnahmen wie auch Petersens nachfolgende Projekte von „City Diary“ bis zu „To Belong“ sind autobiografisch
geprägt und lassen die Person des Fotografen in Erscheinung treten. In den Worten des Fotografen: "Für mich geht es beim Moment des Fotografierens auch um eine Nähe zu mir selbst. Um den Versuch, die Wirklichkeit zu erleben, anstatt sie lediglich darzustellen, und in diesem Erleben
möglichst präsent zu sein. Manchmal ist es ein Glücksfall, man hebt die Kamera, und das Leben springt hinein wie ein Kaninchen. Alles wird bis zum
Äußersten getrieben."
Foto: Anders Petersen
zum Museum
Bayernweit
Neue Ausstellungen im März 2015
Weltreligionen
Rathausgalerien Landshut
bis 22.03.2015
Die Ausstellung trägt dem Interesse vieler Menschen in unserer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft Rechnung, mehr über
die verschienen Religionen zu erfahren und die Begegnung zwischen den Religionen zu fördern. Sie hat das Ziel, dass Menschen aus
unterschiedlichen Kulturen und religiösen Hintergründen über die Frage nach Religion und Glauben ins Gespräch kommen. Sie will helfen,
verschiedene religiöse Einstellungen besser verstehen zu können. In einem Rundgang durch 13 Abteilungen auf einer Fläche von ca. 100 m2
werden die wichtigsten Weltreligionen (Animismus, Hinduismus, Buddhismus, Fernöstliche Religionen, Esoterik, Judentum, Christentum, Islam
und Säkularismus) präsentiert, Hintergründe erklärt und Fragen zu den Religionen diskutiert.
zum Museum
Klaus Wiedmann
Skizze – Figur – Zeichnung
Kunstverein Landshut e.V.
bis 29.03.2015
Unter dem Motto „Skizze – Figur – Zeichnung“ zeigt der Bildhauer Klaus Wiedmann, der in diesem Jahr 75 Jahre alt wird, einen Überblick
über seine figürlichen Bronzeskulpturen und Aktzeichnungen, die neben Tierplastiken als eigene Werkgruppe sein künstlerisches Schaffen
bestimmen. Augenfällig ist bei Wiedmanns Skulpturen die Abkehr vom Mimetischen; die konkrete Person als Individuum ist von untergeordneter Bedeutung. Es geht dem Künstler vielmehr um das Typologische, um das Menschenbild als Zeichen, als Symbol humaner Existenz. In einem Dualismus zwischen Abstraktion und Realismus behalten die Skulpturen immer einen Bezug zum Organischen, so weisen
sie eindeutig männliche oder weibliche Attribute auf. Meist in vertikaler Haltung – zierlich, dünn, manchmal fast entmaterialisiert – zeigen
sie, dass wir Menschen über unsere rein materielle Existenz hinauswachsen können, ohne unsere biologische und erotische Kraft zu verlieren. Daneben fertigt Wiedmann kleine Figuren, die er spontan und skizzenhaft in Wachs modelliert und als Unikat direkt in Bronze gießt.
Manchmal dienen diese Kleinskulpturen als Entwurf für ein größeres Projekt, bisweilen stellen sie als dreidimensionale „Figurenskizzen“
einen eigenständigen Bestandteil des künstlerischen Schaffens dar.
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
Bayernweit
Willi Reichert – Farbspiele
Galerie im Alten Rathaus, Prien
bis 12.04.2015
Willy Reichert, 1937 in München geboren, lebt seit mehr als einem halben Jahrhundert in Wasserburg am Inn. Aus der regionalen und überregionalen Kunstszene ist er nicht mehr wegzudenken. Seine von Realismus und Perfektion geprägten und zur Abstraktion neigenden Ölgemälde, Aquarelle
und Zeichnungen bestechen mit Leichtigkeit, Ausdruckskraft und brillanten Farbenspiel. Feine, oft komplementäre Farbspritzer und Linien verstärken
Leuchtkraft und Tiefenschärfe seiner Bilder. Diese bannen den Betrachter auf das Geheimnisvollste und fordern eine intensive Auseinandersetzung
mit den Bildkompositionen und -inhalten, die zu einer regelrechten Zwischenwelt verschmelzen.
"Komposition vor roter Fläche 2", 2013
zum Museum
Kunst auf dünner Schale
Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum, Oberviechtach
bis 12.04.2015
Als besondere Attraktion präsentiert der pensionierte Lehrer und leidenschaftliche Sammler Werner Höcherl aus Nabburg seine einmalige
Ostereier-Ausstellung „Kunst auf dünner Schale", die u. a. schon in Amberg und Weiden zu sehen war und die Besucher in ihren Bann
zog. Weit über 1600 kunstvoll verzierte Ostereier hat der 78-Jährige in den vergangenen 45 Jahren zusammengetragen. Die filigranen
Kostbarkeiten stammen aus aller Herren Länder und von verschiedensten Vögeln wie Haushuhn, Taube, Wachtel, Elster, Amsel, Emu, Strauß
und Pampashuhn aus Südamerika. Als Motive findet man in der Sammlung viel Originelles, so etwa Nürnberger Turmuhren, Jugendstilköpfe,
Bibelsprüche, Miniaturlandschaften, Tiere, Blumen, Märchenszenen, religiöse Darstellungen, Muster, Ornamente und Porträts. Die
Verzierungsarten sind schier unerschöpflich. Sie reichen vom Bemalen mit Pinseln über Kratz- und Ätz-Techniken, Scherenschnitt und
Lackmalerei bis hin zu Tiffany-Technik und Klöppelspitzen-Belegung. Neben seiner Ostereier-Sammlung besitzt Höcherl auch noch eine reiche
Kollektion herrlicher Osterpostkarten.
Foto: Werner Höcherl
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
Bayernweit
"Schatten"
Forum für Schmuck und Design e.V.
Handwerksmuseum Deggendorf
bis 26.04.2015
Doris Berner (Schweiz): Kette „Lucy in the sky“
Microfaser, Foto: Ralph Klein
Der Schatten, ein äußerst flüchtiges Wahrnehmungsphänomen, steht im Mittelpunkt der neuen Ausstellung. „Wo Licht ist – ist auch Schatten“
sagt der Volksmund und spielt damit auch auf die Schattenseiten des Lebens an. Der Schatten ist oft unheimlich, zumindest in der Literatur, und
sein Verlust geht meist mit dem Verlust der Identität einher. In unserem Sprachgebrauch ist der Schatten allgegenwärtig, ob Halb-, Schlag-, Kuroder Nachtschatten, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Und mancher wird im Laufe seines Lebens nur mehr „der Schatten seiner selbst“.
In der Ausstellung nun bekommt der „Schatten“ eine besondere Note. Das Forum für Schmuck und Design e.V.– ein Zusammenschluss von
Schmuckdesignern, Gold- und Silberschmieden – wählte den „Schatten“ zum Thema seiner 10. Mitgliederausstellung. 61 Gold- und Silberschmiede
aus acht Ländern setzten das Thema in Schmuckstücke und Objekte um. So zeigt die Ausstellung, wie facettenreich der Schatten sein kann:
Ob Schattenspiele, der Lidschatten, der Schatten der Vergangenheit, die dunklen Schatten, der Schlagschatten oder der Ausbruch aus dem
Schmuckschattendasein, schon die Titel der Schmuckarbeiten verweisen auf ein ganzes Schatten-Reich. Frei und assoziativ, nachdenklich und
skurril, verspielt und witzig entwarfen die Forumsmitglieder tragbare Schattengewächse – aber auch Schmuckobjekte, die alles in den Schatten
stellen.
zum Museum
Romy Schneider
Henneberg-Museum, Münnerstadt
bis 30.04.2015
Romy Schneider ist ein Phänomen. Sie ist eine der wenigen deutschen Filmdarstellerinnen des 20. Jahrhunderts, die zu internationalem Ruhm
gelangten. Ihren Durchbruch schaffte sie mit gerade einmal 16 Jahren in der Paraderolle der Kaiserin Elisabeth in der Sissi-Trilogie. Später ging
sie nach Paris, wo sie in den unterschiedlichsten Rollen brillierte. Um an sie zu erinnern fassten Hans Klegraefe und seine Frau Martina 2008
den Entschluss, eine Filmreihe über Romy Schneider und ihre Mutter Magda im eigenen Kino zu machen, auch Letztere eine Schauspielerin
von Weltrang. Von ambitionierten Sammlern wie Gisela Schubert erhielt man ebenso einzigartige Gegenstände wie von Schwester Bernadette,
einer ehemaligen Schulkameradin im Mädcheninternat Goldenstein bei Salzburg.
Eindrucksvoll zeigen die Zeichnungen Romys aus der Zeit in Goldenstein, wie künstlerisch begabt sie war. Doch natürlich gibt es im Fundus der
Klegraefes auch originale Kostüme, die Romy während ihrer Internatszeit bei vielen Theatervorstellungen getragen hat. Ein Highlight der Sammlung, das auch in Münnerstadt zu sehen ist, ist das Kostüm, das Schneider 1958 im Film "Mädchen in Uniform" trug. Doch natürlich können auch
andere Gegenstände in Augenschein genommen werden: Privatfotos aus Kinder- und Jugendtagen sind ebenso zu sehen wie originale Schuldokumente aus der Zeit im Internat Goldenstein. Autogrammkarten, Filmplakate, Titelblätter und Zeitschriften zeigen, wie sich das Image von
Romy Schneider über die Jahre hinweg wandelte.
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
Bayernweit
Homestories II – Henk Kouw (1920–2001)
Niederländische Akte und Landschaften
Schaezlerpalais – Deutsche Barockgalerie. Kunstsammlungen und Museen Augsburg
bis 03.05.2015
In der neuen Ausstellungsreihe Homestories bieten Augsburger Bürgerinnen und Bürger Einblicke in ihre Kunstleidenschaft.
Nach dem Auftakt mit Werken der Sammlung Herbert Rieß im Frühling 2013 bieten das Café und das Liebertzimmer im Erdgeschoss des
Schaezlerpalais nun erneut den Rahmen für einen Einblick in die Sammlertätigkeiten und Wohnzimmer Augsburger Kunstliebhaber.
Gezeigt wird dieses Mal eine Auswahl von Gemälden, Grafiken und Skizzenbüchern mit Landschaften und Aktdarstellungen des niederländischen Malers Henk Kouw (1920–2001) aus einer umfangreichen Privatsammlung.
Henk Kouw: Holländische Küstenlandschaft
zum Museum
Hiroyuki Masuyama – Raum Zeit Reise
Kallmann-Museum Ismaning
bis 10.05.2015
Hiroyuki Masuyama: William Turner, Storm at
the Mouth of the Grand Canal, 1840.
Edition 7, Courtesy Hiroyuki Masuyama
Hiroyuki Masuyama ist der wohl bekannteste in Deutschland lebende japanische Künstler. Geboren wurde er 1968 in Tsukuba / Japan, seit
1995 ist er in Düsseldorf zu Hause. Der Fotograf, Videokünstler und Bildhauer hat ein umfangreiches Œuvre geschaffen, in dem er sich auf
komplexe und dennoch höchst sinnliche Weise mit Zeit und Raum, mit Geschichte und dem Fortleben von Bildern auseinandersetzt. Dabei
geht es ihm in besonderer Weise um das Verschmelzen unterschiedlicher zeitlicher und räumlicher Perspektiven zu einem neuen Bildeindruck, der herkömmliche Sehgewohnheiten herausfordert. Seine Arbeiten waren bereits in zahlreichen Ausstellungen in Europa und Asien zu
sehen. Die Ausstellung in Ismaning ist seine erste Einzelausstellung im süddeutschen Raum. Das Kallmann-Museum präsentiert einen umfassenden Überblick über Masuyamas bisheriges Schaffen. Neben Fotoarbeiten, die sich auf Caspar David Friedrich und William Turner beziehen, sind zwei großformatige Fotoleuchtkästen mit raumgreifender Wirkung zu sehen. Der eine zeigt eine Blumenwiese zu verschiedenen
Jahreszeiten, der andere ein Panorama, das aus einem Flugzeug bei einer Weltumrundung aufgenommen wurde. Außerdem präsentieren wir
"0", eine in akribischer Handarbeit hergestellte Kugel aus Kirschholz, die betreten werden kann und in deren Innerem man sich wie in einem
endlos erscheinenden, von Sternen beschienenen Raum wiederfindet. Der Besucher der Ausstellung kann somit verschiedene Stationen von
Masuyamas künstlerischer Reise durch Raum und Zeit erleben.
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
Bayernweit
Johann Wilhelm Schirmer.
Biblische Landschaften – Das Paradies als ein Frühlingsmorgen
Museum Georg Schäfer, Schweinfurt
bis 24.05.2015
Der Künstler Johann Wilhelm Schirmer gehört zu den prägenden Landschaftsmalern des 19. Jahrhunderts. Er trug in seiner Zeit entscheidend zur Aufwertung der Landschaftskunst bei und hatte als Professor an den Kunstakademien von Düsseldorf und Karlsruhe großen
Einfluss auf folgende Künstlergenerationen. Zu seinen Schülern zählten unter anderem Anselm Feuerbach, Arnold Böcklin, Emil Lugo und
Hans Thoma. In der Wahrnehmung des Künstlers und seines Werkes nehmen die biblischen Landschaften bis heute einen besonderen Stellenwert ein. Es handelt sich dabei um ideal komponierte Landschaften, in die sich Szenen aus der Bibel einfügen. Die Ausstellung begleitet
das Luther-Themenjahr 2015 "Reformation – Bild und Bibel", an dem sich in Schweinfurt auch das Museum Otto Schäfer und die Kunsthalle
Schweinfurt mit Sonderausstellungen beteiligen.
zum Museum
Stefan Moses
Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Regensburg
bis 31.05.2015
Stefan Moses, Preisträger des Lovis-Corinth-Preises 2014, ist einer der wichtigsten deutschen Fotografen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Konzept- und Life-Fotografie verbinden sich in seinem Werk zu einer neuen Bildsprache. Deutschland und die Deutschen – das
ist seit mehr als einem halben Jahrhundert sein großes Lebensthema. Porträts von Schriftstellern, Wissenschaftlern, Politikern und Künstlern, aber auch von einfachen Bürgern in West und Ost etablierten den Fotografen als Chronisten der deutschen Nachkriegsgesellschaft.
Stefan Moses wurde 1928 im schlesischen Liegnitz (heute Legnica in Polen) geboren und lebt und arbeitet seit 1950 in München. Seine
Aufnahmen für "magnum", "Spiegel" und "Stern" prägten die Fotografiegeschichte nach 1945. Seit 1960 kommen alle zentralen Themen
aus dem für ihn "interessantesten Land der Welt: Deutschland". Anlässlich der Verleihung des Lovis-Corinth-Preises 2014 werden die drei
Langzeitzyklen "Deutsche – West", "Deutsche – Ost", "Deutschlands Emigranten und Künstler machen Masken" aus dem Bilderkosmos von
Stefan Moses zum ersten Mal in diesem Ensemble gezeigt.
Stefan Moses, Selbst im Spiegel mit Janice
(Ausschnitt), München 1998, © Stefan Moses
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
Bayernweit
Jetzt noch mehr Inhalt!
Stephanie Senges Konsumkonstruktivismus
Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt
bis 07.06.2015
Die Berliner Künstlerin Stephanie Senge setzt sich in ihrer künstlerischen Arbeit schon seit vielen Jahren mit der Warenwelt und unserem
Verhältnis zu Gegenständen und Konsum auseinander. Sie macht Ikebana aus alltäglichen Objekten, Mandalas mit Produkten aus 100-YenShops und öffentliche Aktionen und Performances zum „starken Konsumenten“. Dabei geht es ihr nicht um platte Konsumkritik, sondern
Senge möchte zu einem bewussten Umgang mit den Dingen einladen. In ihrer neuen Serie des „Konsumkonstruktivismus“ bezieht sie sich
mit Bildern aus Verpackungen auf Ikonen der konkreten und konstruktivistischen Kunst. Die Arbeiten von Stephanie Senge werden zusammen
mit Highlights aus der Sammlung des MKK präsentiert. Ähnlich wie den Konstruktivisten zu Beginn des 20. Jahrhunderts geht es ihr um die
Ästhetik des Alltags. In zahlreichen Aktionen speziell auch in der Edeka-Filiale in der Theresienstraße wird sie auf ihr Anliegen aufmerksam
machen. Die Kunst kommt in den Supermarkt und der Supermarkt ins Museum!
Stephanie Senge: Success, 2011.
© VG Bild-Kunst, Bonn 2014.
zum Museum
rething! Designobjekte im Wertewandel
Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt
bis 07.06.2015
Das Museum für Konkrete Kunst wird im zukünftigen Neubau in der Gießereihalle um den Schwerpunkt Design erweitert werden. Seit Jahren
baut das Museum deshalb eine Sammlung auf, die inhaltlich in Bezug zur Konkreten Kunst steht. Dabei stellt sich die Frage, wie ein modernes
Designmuseum konzipiert sein muss, um auf die Anforderungen der Zeit zu reagieren. Speziell die Präsentationsformen und die Erzählungen,
die sich mit den Objekten verbinden, sollen einen Bezug zur Gegenwart herstellen und die Verbindung zum Alltag, aus dem sie ursprünglich
stammen, sichtbar bleiben lassen. Die Studierenden der Fakultät für Design von der Hochschule München wurden deshalb eingeladen, die
Designsammlung zu sichten und die Dinge neu zu inszenieren. Ein wichtiger Ansatz ist dabei, die Objekte nicht museal auf den Sockel zu
heben, sondern sie als „Ding“ funktional und ästhetisch zu begreifen.
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
Bayernweit
Aus der heiteren, fließenden Welt.
Ukiyo-e und Netsuke aus den Beständen der Kunstsammlungen und Museen
Grafisches Kabinett, Augsburg
bis 07.06.2015
Während der „Edo-Zeit“ (1600–1867) erlebte das vom Ausland abgeschottete Japan eine lange Friedensphase. Die politische Macht lag beim
„Schwertadel“, der durch ein Kontrollsystem an den Clan der Tokugawa gebunden war, wohingegen das Bürgertum die Wirtschaft dominierte.
In diesem sozialen Spannungsfeld kam der Freizeit eine Ventil-Funktion zu. Edo, heute Tokio, entwickelte sich rasch zur Millionenmetropole. In
den Vergnügungsvierteln blühte der Starkult um Kurtisanen oder Schauspieler. Personen und Orte wurden in Farbholzschnitten festgehalten,
die man „Ukiyo-e“ nannte, „Bilder aus der fließenden Welt“. Solchen Ukiyo-e werden in der Ausstellung „Netsuke“ gegenübergestellt, kleine
kunstvoll geschnitzte Anhänger, mit denen Lackdosen oder Taschen am Gürtel befestigt werden konnten.
Utagawa Kunisada I: Straßenszene mit Dame
und dem Berg Fuji, Kunstsammlungen und
Museen Augsburg, Grafische Sammlung
zum Museum
SängerWald
Waldmuseum Zwiesel
bis 15.06.2015
Die Ausstellung „SängerWald – Von den Waldlern und ihren Liedern“ ist zu Gast im Museum. Ausgehend von dem Komponisten Ferdinand
Neumaier (1890-1969), der weithin bekannte Werke wie die „Waldler-Messe“ oder Heimatlieder wie „Mia san vom Woid dahoam“ schuf, dreht
sich die Ausstellung um die Kulturgeschichte des Singens im 20. Jahrhundert. Die Sonderschau zeigt die wichtigsten Facetten des waldlerischen Liedgutes auf – anhand von Personen, Einrichtungen und Ortschaften des Bayerischen Waldes. Dabei wird auf die Regionen Niederbayern, Oberpfalz sowie die Nachbarländer Tschechien und Österreich eingegangen. Historische Aufnahmen, vor allem aus dem Bayerischen
Rundfunk und schwer zugänglichen Privatsammlungen sowie umfangreiche Neuproduktionen von Audio- und Videomedien kommen hierbei
zum Einsatz.
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
Bayernweit
Christoph Brech – The Wind That Shakes the Barley
Kunst Galerie Fürth
13.03.2015 – 26.04.2015
Die erste Ausstellung der städtischen Galerie, die sich ausschließlich der Videokunst widmet, stellt einen der wichtigen deutschen
Videokünstler vor, den 1964 geborenen Christoph Brech. Christoph Brech, der in München lebt, hat Malerei studiert. Seit Ende der 90erJahre arbeitet er ausschließlich mit Fotografie, Video und macht Installationen. Aber der genaue Blick des Malers und profunde Kenntnisse
in Kompositionslehre sind wohl die entscheidenden Zutaten, die seine Videos und Fotos so besonders machen. Christoph Brech ist der
erste Künstler, von dem eine Arbeit für die Kunstsammlung des Deutschen Bundestages angekauft wurde (2011). In einem 46-minütigen
Filmprogramm werden fünf Videos gezeigt, darunter das titelgebende aus dem Jahr 2008: In einer Aneinanderreihung von kurzen Sequenzen
sieht man kleine Felsbrocken, die von einzelnen Gerstenhalmen umstanden sind. Im 19. Jh. durften in Irland ungetaufte Kinder, beispielsweise
Frühchen, nicht auf einem Friedhof bestattet werden. So mussten ihre Eltern sie auf den Klippen verscharren, und sie legten zur Kennzeichnung
auf die Gräber Felsbrocken, die sie von anderswo her mitbrachten. Mit den Felsbrocken kam die Gerste auf die Klippen. Das Video endet nach
anfänglicher Stille mit dem gleichzeitig vorwärts und rückwärts laufenden irischen Volkslied, das dem Video seinen Namen gegeben hat. Die
subtile wie suggestive Verwendung von Musik (Brech ist ein großer Kenner der klassischen Musik), der in aller Regel ruhige Rhythmus der
Bilder, eine latent spirituelle Aura sind einige Kennzeichen der Brech’schen Videoarbeiten. Mit einem nach wie vor flüchtigen Medium (digitaler
Film) nähert er sich überzeitlichen Themen.
zum Museum
Michael H. Rohde – New Perspectives
Neue Galerie im Höhmannhaus
Kunstsammlungen und Museen Augsburg
13.03.2015 – 10.05.2015
"Eigentlich bin ich Maler, ich bin kein Fotograf" sagt Michael H. Rohde. Und wer seine Fotoarbeiten betrachtet, entdeckt tatsächlich malerische
Kompositionen in ihnen. Seit Jahren beschäftigt sich Rohde mit Räumen. Standen zunächst urbane, abseits der Zentren gelegene Außenräume
im Zentrum seines fotografischen Interesses, so sind dies seit 2003 vor allem Innenräume. Rohde sieht die Welt von unten. In oft atemberaubend überrissenen Perspektiven lässt er den Betrachter eine völlig neue Sicht und Perspektive einnehmen. Jeden noch so kleinen Gegenstand
fotografiert Rohde einzeln und in Untersicht, um dann den entsprechenden Raum neu zu montieren, quasi von unten blickend wieder einzurichten. Das Resultat sind verblüffende Kompositionen, die einen umso genaueren Blick auf unsere Umwelt provozieren.
Michael H. Rohde: New Perspectives (Detail)
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
Bayernweit
Von der Vorahnung zur Nachahmung
Neuer Kunstverein Aschaffenburg e.V.
14.03.2015 – 03.05.2015
Bruno K. und Uta B.Waeger haben ein modellhaftes Ausstellungskonzept entwickelt, bei dem paritätische, interaktive Zusammenarbeit eine
zentrale Rolle spielt. Um den interdisziplinären Ansatz zu betonen, haben die zwei Plastiker den Maler Dieter Renk als Gast in das Projekt
aufgenommen. Anhand eines Parcours durch acht unterschiedliche Räume werden mögliche Konstellationen der Dreiergruppe präsentiert.
Sämtliche Ausstellungselemente und deren Inszenierung wurden speziell für dieses Projekt im "Kunstlaning" entwickelt und realisiert.
zum Museum
Lichtbild und Datenbild – Spuren Konkreter Fotografie
Museum im Kulturspeicher Würzburg
14.03.2015 – 31.05.2015
Die Fotografie gilt häufig als die Bildform, die am verlässlichsten und genauesten die Welt wiedergibt. Um so irritierender kann es sein, wenn
Fotografien nichts Wiedererkennbares abbilden, sondern abstrakte Bilder zeigen; wenn Spuren von Licht, feine Farbverläufe, das glänzende Material des Fotopapiers im Mittelpunkt stehen. Fotografie besinnt sich hier auf sich selbst und die nur diesem Medium zugehörigen Eigenschaften: Ein wesentliches Merkmal konkreter Kunst. „Konkrete Fotografie“ hieß darum eine begriffsbildende Ausstellung, die 2005 im Museum
im Kulturspeicher stattfand. Im Mittelpunkt stand hier die europaweit einzigartige Sammlung konkreter Fotografie in der Sammlung Peter C.
Ruppert. Zehn Jahre später wagt die Ausstellung „Lichtbild und Datenbild“ eine Art „Update“: Was wurde in den letzten zehn Jahren aus der
konkreten Fotografie vor allem vor dem Hintergrund des Siegeszuges der digitalen Möglichkeiten? Was ist aus den klassischen analogen Techniken der Experimentalfotografie geworden, aus Fotogramm, Luminogramm, Chemigramm? Arbeiten Künstler heute noch in dieser Form? Und
inwiefern kann auch ein digital erzeugtes Bild eine „konkrete Fotografie“ sein? Ausgehend von den „Klassikern“ der Sammlung Ruppert aus der
Zeit nach 1945 mit Arbeiten von Otto Steinert, Peter Keetman oder Kilian Breier entwirft die Ausstellung ein breites Panorama konkreter Fotografie heute. Dabei zeigt sich, dass die analogen Verfahren auch bei jüngeren Künstlern nicht an Anziehungskraft verloren haben – im Gegenteil
findet vielfach eine Rückbesinnung auf das Handwerkliche und das Authentische des Materials statt.
Michael Reisch: ohne Titel, 14/001, 2012,
Courtesy Hengesbach Gallery, Wuppertal,
© Michael Reisch
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
Bayernweit
Expressionismus 2
Die Sammlungen Buchheim + Nannen
Buchheim Museum
14.03.2015 – 05.07.2015
Der gebürtige Emder Henri Nannen (1913-1996) studierte in München Kunstgeschichte, der aus Weimar stammende und in Chemnitz aufgewachsene Lothar-Günther Buchheim (1918-2007) ebendort Kunst. Im Zweiten Weltkrieg war Nannen Kriegsberichterstatter bei der Luftwaffe,
während Buchheim in selber Funktion auf und unter dem Wasser bei der Marine unterwegs war. Nach dem Krieg wurden beide berühmt,
der eine als Gründer, Chefredakteur und Herausgeber des "Stern", der andere wegen seiner Kunstkalender und Bücher, vor allem durch den
Weltbestseller "Das Boot". Buchheim und Nannen haben viel miteinander gemein, und – angesichts ihres Hangs zu kompromisslosen Urteilen keine Selbstverständlichkeit – sie schätzten sich auch. Sie waren beide virtuose Schreiber, streitbare Redner, gefragte Kunstexperten und
leidenschaftliche Sammler; und sie haben beide in Form landschaftlich reizvoll gelegener und viel beachteter Kunstmuseen der Welt wundervolle Vermächtnisse hinterlassen: die Kunsthalle Emden in Nannens Heimatstadt an der Nordsee und das Buchheim Museum der Fantasie nahe
Buchheims Wohnort am Starnberger See. „Ein lebendiger Ort der Begegnung zwischen Menschen und Bildern“ solle die Kunsthalle Emden
nach dem Wunsch ihres Stifters Nannen sein. „In meinem Museum soll es sich rühren“, so formulierte es Buchheim. Im Norden wie im Süden
bilden die Meisterwerke des Expressionismus und ihrer benachbarten Strömungen das pulsierende Herz der jeweiligen Häuser.
Franz Marc: Die blauen Fohlen, 1913
Öl auf Leinwand, © Kunsthalle Emden /
Sammlung Henri Nannen
zum Museum
Obsessionen
Erotica von Rodin, Klimt, Schiele und den Expressionisten
Buchheim Museum
14.03.2015 – 25.06.2015
Eine kleine Sensation wurde im Nachlass von Lothar-Günther und Diethild Buchheim geborgen: ein aufreizend daliegender weiblicher
Akt – eine Farbstiftzeichnung von Gustav Klimt. Zudem ist es gelungen, eine Reihe von Aquarellen und Zeichnungen von Auguste Rodin
von einem privaten Leihgeber zu bekommen. Mit seinen Arbeiten auf Papier hat Rodin als Entdecker einer von Stilisierungen und Idealisierungen befreiten Darstellung weiblicher Verführungskraft zu gelten, die schulbildend war. Nach ihm wollten viele Künstler der Moderne
zu einer unmittelbaren, natürlichen Erotik vordringen. Gustav Klimt, der 1902 in Wien Rodin begegnete, war einer der Ersten, der diesen
obsessiven Ansatz weiterverfolgte und zu anmutiger Schönheit führte. Sein erotisches Werk verfügt über eine international kaum zu überbietende Strahlkraft. In Deutschland griffen Expressionsten wie Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Max Pechstein und Otto Mueller den
Ansatz auf. Ihre Skizzen und Gemälde von nackt sich an Badeseen tummelnden Mädchen sind gleichermaßen legendär wie problematisch:
Heckels und Kirchners Umgang mit dem kindlichen Modell Fränzi erregt Missbrauchsverdacht. In einer kleinen Kabinettausstellung im
Grafikkabinett ist diese kunsthistorische Linie von Rodin über Klimt bis zur Brücke an Sammlungsstücken und Leihgaben auf das Schönste
nachvollziehbar.
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
Bayernweit
Ralf Dombrowski:
Faces Traces Jazzfotografie
Haus der Fotografie, Burghausen
15.03.2015 – 12.04.2015
Seit mehr als zwei Jahrzehnten beschäftigt sich der Münchner Journalist Ralf Dombrowski mit Jazz, in Zeitungen und Zeitschriften, in Büchern
und im Radio. Im Laufe der Zeit gesellten sich zu den Worten auch die Bilder, sodass ein umfangreiches Archiv der Stars, Geheimtipps und
Perspektiven entstand. "Faces - Traces" zeigt einen Querschnitt seiner Arbeit von Al Jarreau bis John Abercrombie und Gregory Porter bis Peter
Brötzmann. Viel Musik im Bild.
Al Jarreau © Ralf Dombrowski
zum Museum
2015: Napoleon im Kleinformat
Europäische Ereignisse 1812 – 1815 in der Druckgrafik von Johann Michael Voltz
Stadtmuseum Nördlingen
17.03.2015 – 08.11.2015
Vor 200 Jahren endete mit der Verbannung Napoleon Bonapartes (1769–1821) auf die britische Atlantikinsel St. Helena eine europäische Epoche. Zuvor beherrschte er mit seiner Politik und seinen militärischen Unternehmungen rund zwei Jahrzehnte lang den ganzen Kontinent.
Napoleons militärische Schachzüge wurden allerorten gespannt verfolgt. Neben den Zeitungen waren es vor allem druckgrafische Einzelblätter,
die der Bevölkerung aktuelle Tagesereignisse zeitnah und kostengünstig illustrierten. Einer der wichtigsten Illustratoren in dieser turbulenten Zeit
lebte und arbeitete in Nördlingen. Johann Michael Voltz (1784–1858) erhielt aus den druckgrafischen Produktionszentren Augsburg und Nürnberg Aufträge für literarische, allegorische und karikaturistische Szenen. Großer Beliebtheit erfreuten sich auch seine Blätter, die die aktuellen
politischen Weltereignisse aufgriffen. Häufig taggenau datiert, illustrierte Voltz die großen Schlachten Napoleons und kommentierte die Treffen
europäischer Herrscher. Er stellte Zeitgeschehen und anekdotische Ereignisse lebendig dar, wertete sie und unterhielt damit sein bürgerliches
Publikum.
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
Bayernweit
Wer ist der Mann auf dem Tuch?
Eine Spurensuche
Diözesanmuseum St. Afra, Augsburg
18.03.2015 – 26.04.2015
„Wer ist der Mann auf dem Tuch? Eine Spurensuche“ beschäftigt sich mit dem Turiner Grabtuch und damit zusammenhängenden häufig
gestellten Fragen, um deren Beantwortung sich die Sonderausstellung intensiv bemüht. Kernstücke der Ausstellung sind das Turiner Grabtuch
in einer originalgroßen Kopie und eine dem Abdruck des Tuches entsprechende Figur. 20 Stelen, 7 Exponate und 8 Sitzwürfel laden zu einer
erkenntnisreichen und zugleich besinnlichen Ausstellung ein. Eine Broschüre und eine Internetseite ergänzen dieses Erlebnis. Die Ausstellung
verbindet Glauben und Wissen auf beeindruckende Weise: Texte der Heiligen Schrift zu Leiden und Kreuzigung Jesu Christi, wissenschaftliche
Untersuchungen über den Abdruck eines Mannes auf dem Turiner Grabtuch und historische Forschungen verdichten die Annahme, dass der
Mann auf dem Tuch Jesus von Nazaret war und dieses Tuch seinen Leichnam umhüllte.
zum Museum
"Fundstücke" Patchwork und Quilts
Stadtmuseum Herzogenaurach
19.03.2015 – 06.04.2015
Das Stadtmuseum zeigt die aktuelle Themenausstellung der Gruppe „Quilting Bee Herzogenaurach“. Zum 25-jährigen Jubiläum haben die
Mitglieder Arbeiten zum Thema „Fundstücke“ entworfen. Gezeigt werden neben Themenquilts, Gemeinschaftsarbeiten und Geburtstagsquilts
auch viele Einzelstücke. Die Ausstellung gibt ein anschauliches Bild von der faszinierenden Vielfalt an Farben, Formen, Mustern und Techniken
und macht deutlich, welche unendlichen Ausdrucksmöglichkeiten Patchwork bietet.
Foto: Dieter Hagen (Detail)
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
Bayernweit
Fantasiewelten Paul Klee
Der andere Weg – Unterricht bei Klee
Schloßmuseum Murnau
19.03.2015 – 28.06.2015
Das Schloßmuseum Murnau zeigt eine Sammlung von knapp zwei Dutzend Arbeiten von Paul Klee aus den Jahren 1914 bis 1938. Diese mit
viel Gespür und Sachverstand zusammengetragene Sammlung beinhaltet Werke wie das zarte, im Zusammenhang der Tunisreise entstandene,
Aquarell "Hamammet" (1914), die Arbeit "Rhythmie der Fenster und Tannen" (1919) mit dem von Klee selbst ausgesuchten Ovalrahmen, das heitermelancholische Gemälde "Das Fest der Astern" (1921) und das spätere Werk "Figur im Garten" (1937). Um dieser Sammlung und damit der Kunst
Paul Klees einen Einblick in seine parallel
laufende Lehrtätigkeit am Bauhaus an die Seite zu stellen, zeigt eine weitere Kabinettausstellung
Werke
zu Paul Klee als Meister in Weimar und Dessau. Durch das Herausgreifen einzelner Kapitel seiner "Bildnerischen Form- und Gestaltungslehre" soll
das Wirken Klees als Lehrer näher vorgestellt werden. Seine theoretischen Aufzeichnungen und Übungsaufgaben werden dabei exemplarisch von
Schülerarbeiten und Mitschriften u. a. von Otti Berger, Helene Schmidt-Nonne, Lena Bergner und Gertrud Arndt begleitet.
Mit der gleichzeitigen
Präsentation beider Ausstellungssequenzen soll vor allem auch vermittelt werden, dass die Lehre und seine eigene Kunst für Klee zwei strikt
getrennte Bereiche waren: Die bildnerische Form- und Gestaltungslehre als Vermittlung eines künstlerischen Rüstzeugs und die Kunst als
Schöpfung aus der Intuition heraus.
zum Museum
Adidal Abou-Chamat – random oriental
Städtische Galerie Traunstein
20.03.2015 – 19.04.2015
Dreaming of … (2014) Foto: Adidal AbouChamat
Die Künstlerin Adidal Abou-Chamat setzt sich in ihren Foto-, Video- und Installationsarbeiten kritisch mit der Überschneidung verschiedener
Diskriminierungsformen bei Genderthemen und ethnischen und kulturellen Differenzen auseinander. Sie benutzt dafür die Mittel der ironischen
Verschiebung, die den Betrachter durchaus auch provozieren können, und setzt auf eine gezielte Subversion. Mit folgenden gesellschaftlich
relevanten und brisanten Fragen wird der Betrachter in dieser Ausstellung konfrontiert: Wie konstruieren sich Identitäten und wie stabil sind sie?
Welche Rollen spielen im Kontext sexistischer und rassistischer Realitäten Zuschreibungen, Körperlichkeit, der Blick des / der anderen, Erinnerungen, Projektionen und die Funktion des Unbewussten? Zunehmend wird dabei die künstlerische Arbeit der deutsch-syrischen Künstlerin, die
neben ihrer Ausbildung an Kunstakademien in England und in den USA auch ein Ethnologiestudium in München beendete, durch den eigenen
biografischen Hintergrund geprägt. Daraus ergibt sich bei ihren neueren Arbeiten die Fragestellung nach den Auswirkungen des israelischpalästinensischen Konfliktes auf eine arabische Identitätsfindung. Als bildende Künstlerin, die sich als eine politische und medienkritische Stimme versteht, interessieren Adidal Abou-Chamat deshalb auch die Bedeutung der Traumatisierung beider Konfliktparteien sowie die Rolle der
Gewalt und deren Darstellung in der medialen Öffentlichkeit.
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
Bayernweit
Gesichter – ein Motiv zwischen Figur, Porträt und Maske
Neues Museum – Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg
20.03.2015 – 21.06.2015
Gesichter ziehen in den Bann. Sie sind das Merkmal nicht nur von Personen, sondern schlechthin vom Menschen selbst. Wenige Elemente
ergeben schon das Schema, das die menschliche Figur unweigerlich wachruft und so Geborgenheit vermitteln, Witz erzeugen oder auch
Schrecken einjagen kann. Das Motiv des Gesichts war in der Kunst als Träger subjektiver Inhalte nicht immer unumstritten. In der Geschichte
der Kunst ist es zwar eng mit der traditionsreichen und angesehenen Gattung des Porträts verbunden, doch gerade im 20. Jahrhundert werden
nicht nur abstrakte Strategien in der Bildniskunst gesucht. In den Kunstbegriffen der sechziger und siebziger Jahre wird die Darstellung der
menschlichen Figur generell als zu anekdotisch oder narrativ tabuisiert und abgelehnt. Diese Ausstellung fragt nach Strategien und Wegen, auf
welche Weise das Motiv des Gesichts ab den achtziger Jahren wieder verstärkt Eingang in die künstlerische Praxis finden kann. Heutzutage
treten verschiedenste figürliche Motive und damit auch das Gesicht wieder vielfältig in Erscheinung, sei es im Videobild, in der Fotografie,
als Skulptur, als Zeichnung, in der Malerei oder in der Installation. Das Gesicht wird in der Kunst heutzutage gerade unabhängig von seiner
Porträtfunktion genutzt. Hier setzt diese Ausstellung an und stellt in monografischen und thematischen Räumen prominente Ansätze der
zeitgenössischen Kunst seit 1970 vor. An zwei Stellen wird dabei ein punktueller Rückblick in die Kunstgeschichte unternommen, so zu dem
Bildhauer Franz Xaver Messerschmidt (1736–1783) und zu Alexej von Jawlenski (1865–1941).
Julian Opie: Imogen, 2013
© VG Bild-Kunst, Bonn, 2015
zum Museum
Regenwald
Lokschuppen Rosenheim
20.03.2015 – 29.11.2015
Menschen, Tiere und Pflanzen haben durch ihre angepasste Lebensweise die Regenwälder geformt. Obwohl nur sieben Prozent der eisfreien
Landmassen von tropischen Regenwäldern bedeckt sind, finden sich dort bis zu 90 Prozent aller bekannten Arten aus Zoologie und Botanik.
Staunen Sie über packende Pflanzen- und Tierwelten und folgen Sie den kreativen Lebensstrategien verschiedener Völker durch die Regenwälder Amazoniens, des Kongo, Borneos und Papua Neuguineas. Erfahren Sie Zusammenhänge über das Ökosystem Regenwald und Wissenswertes über seine vielfältigen Produkte, von denen Sie viele jeden Tag konsumieren. Lernen Sie, warum der Wald gerodet wird, welche Folgen
die Zerstörung hat und was Sie dagegen tun können. Folgen Sie den spannenden Geschichten, Mythen und Entdeckungen der Forscher der
ersten Stunde bis in die Gegenwart. Erstmals vernetzen herausragende Experten aus den Fachbereichen Ethnologie, Ökologie, Biologie, Zoologie, Botanik, Geologie, Forstwissenschaft, Fernerkundung, Klimatologie und Medizin ihre Erkenntnisse rund um den Regenwald und ermöglichen so eine umfassende und außergewöhnliche Darstellungsweise. Hochkarätige Exponate aus Ethnologie und Biologie sind zu sehen, ebenso
gibt es verschiedene Stationen, wie Dschungelsauna, Ameisenterrarien, Satellitenerforschung, Baumwipfelsteg und Regenwaldkino.
zum Museum
Bayernweit
Neue Ausstellungen im März 2015
Die verschollene Leda
Joseph Heintz d. Ä., Augsburger Bürger und kaiserlicher Hofmaler
Schaezlerpalais – Deutsche Barockgalerie
Kunstsammlungen und Museen Augsburg
21.03.2015 – 31.05.2015
Joseph Heintz d. Ä., Leda und der Schwan I,
© privat, Foto: Richter + Fink
Ein Augsburger Sammler hat vor Kurzem die 1605 gemalte Kupfertafel "Leda mit dem Schwan" von Joseph Heintz d. Ä. (1564–1609) erworben.
Spektakulär ist das Bild mit Leda und dem Schwan insbesondere wegen seiner Provenienz: Es ist ein von Joachim von Sandrart, dem Begründer der
Augsburger Kunstakademie, hoch gelobtes Gemälde aus der Kunstsammlung Kaiser Rudolfs II. in Prag, für den Heintz ab 1591 als Hofmaler tätig
war. Von dort wurde die Leda 1623 an den Antwerpener Kunsthändler und Goldschmied Daniel de Briers verkauft und war seitdem verschollen.
Einzig zwei Vorzeichnungen in der Wiener Albertina, eine weitere Zeichnung in der Grafischen Sammlung der Nationalgalerie in Prag sowie eine
wohl zeitgenössische Kopie in Privatbesitz kündeten von der Existenz der Tafel. Die wiederentdeckte Leda wird nun in einer Sonderpräsentation im
Schaezlerpalais den Entwurfszeichnungen aus Wien und Prag sowie Gemälden, Zeichnungen, und Grafiken aus den Beständen der Kunstsammlungen und Museen Augsburg, dem Augsburger Stadtarchiv und der Staats- und Stadtbibliothek gegenübergestellt. Joseph Heintz d.Ä. war
1589 bis 1609 abwechselnd in Prag und Augsburg tätig und so finden sich in den Augsburger Kirchen und Museen einige Werke von ihm.
zum Museum
Achat – Farbenspiel im Edelstein
Knauf-Museum, Iphofen
22.03.2015 – 07.06.2015
"Hermes und Herse", Gemmen-Gravur,
schwarz-weiß, Lagen-Achat (Brasilien)
Als Theophratos von Eresos, ein Schüler des berühmten Philosophen Aristoteles, im 4. Jh. v. Chr. dem Achat seinen Namen gab, konnte er
nicht ahnen, dass er den Stein benannte, der heute in den bedeutendsten Museen der Welt in Form von Steinkunstwerken bewundert wird. Er
benannte ihn nach dem Fluss „Achates“ in der Nähe des Orts Acate auf Sizilien, wo man die bunten Steine fand. Bereits der griechische „Vater
der Geschichte“ Herodot berichtete, dass im alten Babylon der Besitz eines Siegelringes aus Achat, Karneol oder Lapis zum guten Ton gehörte.
Diese Siegel wurden nicht nur am Finger getragen, sondern auch an einer Schnur um den Hals gehängt, entweder als ein in Metall gefasster
flacher Stein oder als ein sogenanntes Rollsiegel mit eingeritzten Schriftzeichen. In der Antike zählten Glyptiker (die Steinschneider) zu den ganz
großen Künstlern. Aber auch im Alten Ägypten wurden etwa 500 v. Chr. Ringe, Rollsiegel, Gemmen und Gefäße aus Achat gefertigt. In der hellenistischen Zeit, der griechischen Klassik, bevorzugten die Steinschneider bei ihren Intaglio-Gravuren im Achat immer mehr Darstellungen von
anmutigen Frauenfiguren und Tänzerinnen. Eher zufällig entdeckte man 1813, dass der Stein beim Erhitzen die Farbe verändert. 1819 brachte
ein Händler aus Idar-Oberstein das von einem römischen Steinschneider erworbene Geheimnis des „Schwarzfärbens“ mit in die Heimat in den
Hunsrück. Das Färben des Achats entwickelte sich sehr schnell und führte zum Aufblühen der Achatindustrie, welche nun auch fremdländische
Achate, die seit 1834 in die Edelsteinstadt Idar-Oberstein kamen, verarbeitete. Man fertigte hauptsächlich Kameen, auch Intarsien, zum Teil von
hohem Kunstwert, aber auch Reibschalen, Besteckgriffe, Stockknöpfe und Rosenkränze.
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
Bayernweit
Reisebilder vom Himalaja. Die Aquarelle der Brüder Schlagintweit aus der Staatlichen
Graphischen Sammlung München
Olaf Gulbransson Museum, Tegernsee
22.03.2015 – 21.06.2015
Robert, Hermann und Adolph Schlagintweit zählen zu den ersten deutschen Wissenschaftlern, die den Himalaja und das Karakorum erforschten. Auf Empfehlung Alexander von Humboldts und mit finanzieller Unterstützung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. beauftragte
die britische Ostindien-Kompanie die drei Brüder mit dem Projekt erdmagnetischer Messungen in den asiatischen Teilen der britischen Kolonialgebiete. 1854 brachen die Brüder zu ihrer Expedition auf. Während ihrer fast drei Jahre dauernden Reise setzten sie den Schwerpunkt auf die
Erkundung der nördlichen Gebirgsregionen des asiatischen Subkontinents, wobei sie viele Gebiete als erste Europäer betraten. Während der
letzten Exkursion Adolph Schlagintweits in die Gebiete nördlich der Stadt Kaschgar geriet die Reisegruppe in die Wirren eines lokalen Aufstandes. Die Rebellen hielten Adolph für einen Spion und enthaupteten ihn am 26. August 1857. Die überlebenden Brüder Hermann und Robert
kamen mit mehreren Tausend naturkundlichen Objekten nach Europa zurück, darunter Herbarien, Gesteinsproben und menschliche Skelette.
Aber vor allem die von Hermann und Adolph während der Reise ausgeführten Aquarelle, Zeichnungen, Fotografien und topografischen Skizzen
machten die Schlagintweit’sche Reise bekannt. Die Ausstellung zeigt 45 Aquarelle aus dem Bestand der Staatlichen Graphischen Sammlung
München. Sie werden der Öffentlichkeit erstmals seit 80 Jahren präsentiert und stellen ein anschauliches Bild der lange vergessenen und nun
neu zu bewertenden Asienreise der Brüder Schlagintweit dar.
zum Museum
Schöne Aussichten
Der Blaue Reiter und der Impressionismus
Franz Marc Museum, Kochel
22.03.2015 – 19.07.2015
Wassily Kandinsky: Rapallo, Boot im Meer,
1906, Franz Marc Museum, Kochel a. See
Erworben mit Hilfe der Ernst von Siemens
Kunststiftung,
Kulturstiftung der Länder, Stiftung Etta und
Otto Stangl
Marc, Kandinsky, Münter, Jawlensky, Macke und Klee – fast alle Maler des späteren "Blauen Reiters" schufen zwischen 1901 und 1908/9 Ölstudien,
malerische Skizzen, die unter freiem Himmel entstanden. Sie schlossen damit an eine vom Impressionismus und zuvor in der Künstlerkolonie von
Barbizon gepflegte Tradition an, die von den "deutschen Impressionisten" Slevogt, Liebermann oder Corinth weitergeführt wurde. „Vom äußeren
Eindruck zum inneren Erleben“, so lässt sich die Entwicklung vom Impressionismus zum Expressionismus und zur Abstraktion des "Blauen Reiters"
mit den Worten Gabriele Münters charakterisieren. Jeder der Künstler folgt dabei seinem eigenen Weg. Alle jedoch werden in ihren Anfängen von
der Auseinandersetzung mit dem Impressionismus geprägt. An den zahlreichen Pleinair-Studien, die die Maler in dieser Tradition schufen, lässt sich
ihre jeweils individuelle Entwicklung nachvollziehen. Viele der Naturstudien sind in Oberbayern und in der Umgebung von Kochel entstanden. Andere
dieser charmanten kleinen Ölgemälde entstanden während Reisen oder nehmen charakteristische Motive des Impressionismus auf. Die Ausstellung
widmet sich der Zeit vor dem Zusammenschluss des "Blauen Reiters", einer Phase, die bisher stets als wenig spektakuläre, der Abstraktion vorausgehende Periode betrachtet wurde. Ihre Bedeutung wird bei der Konzentration auf die frühen Ölskizzen der Maler jedoch für die Befreiung von einer
Tradition deutlich, der man Wesentliches verdankt: Eine Auseinandersetzung mit dem Impressionismus ist nicht zu umgehen; sie führt allerdings zu
einer Umdeutung, von der entscheidende Impulse für die künstlerische Entwicklung der Maler des "Blauen Reiters" ausgehen.
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
Bayernweit
Höchste Eisenbahn! – Mobilität für alle?
Schwäbisches Volkskundemuseum Oberschönenfeld
22.03.2015 – 18.10.2015
1840 – vor genau 175 Jahren – wurde die Bahnverbindung zwischen München und Augsburg eröffnet. Mit dieser Strecke wurde nicht nur die
erste Ferneisenbahn in Bayern fertiggestellt, sondern zugleich der Beginn einer neuen Zeit eingeläutet. Die Ausstellung nimmt dieses Jubiläum
zum Anlass, den damit verbundenen Veränderungen nachzuspüren und die Besucher/innen auf eine Reise in das Eisenbahnzeitalter in Bayern –
speziell in Schwaben – mitzunehmen. Innerhalb weniger Jahrzehnte entstanden zahlreiche weitere Bahnstrecken, und das neue Verkehrsmittel
veränderte die Welt und den Alltag der Menschen nachhaltig. Die Eisenbahn ermöglichte eine bis dahin nie gekannte Mobilität. Reisen wurden
nun für große Teile der Bevölkerung erschwinglich und ländliche Regionen wie das Allgäu für den Tourismus erschlossen. Insbesondere
Güter konnten nun über weite Strecken schnell und günstig transportiert werden. Die Eisenbahn zählt somit auch zum Wegbereiter der
Industrialisierung. Nicht nur für die größeren Städte war der Bahnanschluss wichtig, auch kleinere ländliche Gemeinden wollten von den
positiven Einflüssen eines eigenen Bahnhofs profitieren. Doch gerade dort kämpften die Lokal- und Nebenbahnen seit den 1950er-Jahren
um ihre Existenz, da immer mehr Menschen sich ein eigenes Auto leisten konnten. Manche Strecken wurden als unrentabel stillgelegt. Ein
Beispiel ist die Staudenbahn zwischen Gessertshausen und Türkheim, deren täglicher Personenverkehr zwischen 1908 und 1912 begann und
zwischen 1982 und 1991 wieder eingestellt wurde. Mittlerweile wird nach jahrelangen Diskussionen ihre Reaktivierung, über gelegentlichen
Ausflugsverkehr hinaus, immer wahrscheinlicher.
zum Museum
Zauberwelten
Makrofotografien aus Franken von Norbert Dippold
Museum Industriekultur. Museen der Stadt Nürnberg
24.03.2015 – 26.04.2015
Der Nürnberger Fotograf Norbert Dippold entführt den Betrachter in einen faszinierenden Mikrokosmos, der nicht selten fremd und exotisch anmutet. Sein "makrofotografischer" Blick eröffnet Welten, die aus der gewohnten, alltäglichen Perspektive oft gar nicht erkennbar
sind. Mit seinen Aufnahmen, vorwiegend von Blumen, Orchideen, Schmetterlingen und anderen Insekten, aber auch Amphibien und Pilzen,
möchte Dippold die Natur ins Bewusstsein der Menschen rücken und den Blick für Details schärfen. Die Makrofotos machen die Welt der
kleinen Mitbewohner unserer Region sichtbar, erschließen deren Schönheit und zeigen zugleich auch ihre Fremdheit. Alle ausgestellten
Fotografien entstanden bei Streifzügen durch unterschiedliche Lebensräume in Franken, zumeist in den frühen Morgenstunden und immer
auch in dem Bemühen, die Tiere und Pflanzen dabei nicht zu beeinträchtigen. Der Fotograf möchte auch dazu beitragen, die Biotope und
damit die Artenvielfalt zu schützen und so deren Weiterbestehen zu sichern. Da es sich bei den gezeigten Motiven nicht selten um sehr
sensible, zum Teil vom Aussterben bedrohte Arten handelt, wird auf exakte Ortsangaben der Fundorte verzichtet.
Roter Apollo. Foto: Norbert Dippold
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
Bayernweit
Bernd Zimmer – Kristallwelt
Künstlerhaus Marktoberdorf
26.03.2015 – 07.06.2015
Bernd Zimmer ist kein Landschaftsmaler im traditionellen Sinne. Er stellt nicht dar und bildet nicht ab. Sein Werk handelt von der sich im
stetigen Fluss verändernden Natur, von Farbe, Luft und Licht, von fließendem Wasser und den unermesslichen Weiten des Kosmos. Malen
bedeutet für Zimmer Reflexion über das in der Natur Gesehene und Erlebte. Seine Bilder entstehen im Atelier, die Motive entspringen der
Erinnerung. Dabei kommt dem Schaffensprozess ein großer Stellenwert zu. Bernd Zimmer malt auf dem Boden, er steht und läuft auf seinen
Bildern, lässt die Farbe von oben herab auf die liegenden Malgründe fließen und verteilt sie mit impulsiven, breiten Pinselstrichen. Von der
Natur ausgehend, gelangt Zimmer zu freier Malerei, schafft Eigenständiges und Neues. Bernd Zimmer ging 1980 als Neuer Wilder in die
Kunstgeschichte ein. Buchstäblich über Nacht erreichten er und die anderen sogenannten Moritzboys Rainer Fetting, Helmut Middendorf
und Salomé mit der Ausstellung „Heftige Malerei“, die in der Berliner Kunstvilla Haus am Waldsee stattfand, den internationalen Durchbruch.
Gemeinsam stellten sie die damalige Kunstwelt auf den Kopf, schufen einen Gegenpol zu den etablierten Strömungen des Informell und der
kühlen Abstraktion und läuteten eine neue Generation der figürlichen Malerei ein, die spontan, emotional und authentisch war. In dieser zwar
extrem erfolgreichen, doch kurzlebigen Künstlergruppe nahm Zimmer eine Sonderstellung ein. Als Einziger suchte er seine Motive nicht in den
Ausschweifungen des Berliner Großstadtlebens, sondern in der Natur. Dieser wichtigsten Inspirationsquelle seiner Gemälde und Holzschnitte
ist Bernd Zimmer bis heute treu geblieben.
Bernd Zimmer: Gefrorener Wasserfall (2011),
Foto: Hans Döring
zum Museum
Der Große Krieg im Kleinformat
Grafik- und Medaillenkunst zum Ersten Weltkrieg
Bayerisches Armeemuseum, Ingolstadt
26.03.2015 – 26.07.2015
Grafik und Kleinrelief (Medaillen und Plaketten) als „heimliche Künste der Schublade“ thematisierten abseits breiter öffentlicher Wahrnehmung
die wirklichen und wahren, die schrecklichen Seiten des Ersten Weltkrieges. Das Hauptaugenmerk dieser Ausstellung liegt aber nicht auf der
propagandakonformen Produktion zwischen Pathos und Polemik, zwischen Verharmlosung und Schönfärberei. Vielmehr auf jenen höchst
individuellen Interpretationen, die oftmals persönlich vom Kriege betroffene Künstler angesichts des Grauens schufen. Beispielhaft soll Erich
Erler genannt werden, der sich freiwillig zum Kriegseinsatz meldete. Er wurde jedoch von der Realität des Krieges tief getroffen und verarbeitete
seine Erfahrungen in den Radierzyklen „Krieg“ und „Von der Front“.
Erich Erler: Vormarsch (Detail), 1915,
Radierung, © Letter Stiftung, Köln
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
Bayernweit
Cranachs Grafik
Neue Narrative im Zeichen der Schlange
Kunstsammlungen der Veste Coburg
27.03.2015 – 31.05.2015
Im Schaffen Lucas Cranachs d. Ä. und seiner Werkstatt spielt die Grafik zeitweise eine hoch bedeutende Rolle als Experimentierfeld für neue
Ausdrucksformen. Dramatische Gesten, eigenwillige Begleitmotive und Nebenszenen kennzeichnen die Blätter. Eine neue Erzählweise schlägt
sich auch im Umgang mit der Darstellung der Landschaft nieder, ebenso eigenwillig ist die Darstellung von Turnieren im dichten Gedränge.
Mit der konsequenten Verwendung der Schlangensignatur und der Wappen ihrer kursächsischen Auftraggeber läutete die Cranach-Werkstatt
das Kapitel einer höchst modern anmutenden Ausbildung von "Corporate Identity" ein. Zur Formulierung von Luthers "Image" trugen Cranachs
Grafiken, von denen Coburg seltene Beispiele besitzt, entscheidend bei. Die Ausstellung widmet sich auch der Grafik Cranachs d. J. und
thematisiert das Nachleben dieser Grafik, die zu ihrer Entstehungszeit häufig nur in kleinen Auflagen gedruckt, bis in das 17. Jahrhundert hinein
in Nachdrucken von den Holzstöcken weiterlebte.
Lucas Cranachs d. Ä: Die Buße des Hl.
Chrysostomus
zum Museum
Helmut Pfeuffer – Pathos und Verwandlung. Retrospektive: 50 Jahre Malerei
Städtische Galerie, Rosenheim
27.03.2015 – 31.05.2015
Helmut Pfeuffer: Flache Landschaft mit dunkler
Wolke, 1961
Unter dem Titel „Pathos und Verwandlung“ zeigt die Ausstellung Gemälde von Helmut Pfeuffer aus rund 50 Jahren. Ausgestellt werden Werke
aus dem Besitz des Künstlers und aus Privatsammlungen, die bisher nicht oder nur selten zu sehen waren. Der unbeirrt figürlich arbeitende
Maler zieht in dieser Retrospektive eine Bilanz seines Lebenswerkes. Zuvor waren die Arbeiten in der Kunsthalle Schweinfurt zu sehen, dem
Geburtsort des Künstlers. Die Liste der Exponate reicht von den frühen Landschaften mit den in rauschhaften Farben inszenierten Wolkenformationen über die zeitkritischen Figurenbilder zu den Krankheit und Hysterie thematisierenden Körperbildern der siebziger Jahre. Es folgen die
Frauenakte, deren erotische Ausstrahlung der Maler mit großen, zugleich sensiblen Pinselgesten auf die Leinwand gebannt hat. Ein besonderer Aspekt von Gewalt spiegelt sich im Thema Stiere, deren geschlachteten Körpern Pfeuffer regelrechte Altarbilder gewidmet hat. In seinen
traumatischen Landschaften seit den siebziger Jahren versteht der Maler diese ebenfalls als tote, von uns Menschen geschundene Körper. In
den achtziger Jahren begann Helmut Pfeuffer in seinen großformatigen, oft mehrteiligen, ganz aus der Farbe entwickelten Körperlandschaften
den Zwang zur Scheidung von Körper oder Landschaft zunehmend abzustreifen. Selbst dort, wo sich in den von Gustav Mahlers Musik inspirierten, späten Sturzfiguren Körperliches geradezu aufzudrängen scheint, verflüchtigt sich, ein Wort von Anton Webern zu Mahler aufgreifend, das
Tatsächliche und bleibt am Ende die in reifer Malerei sublimierte reine Idee.
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
Bayernweit
Quilts – 22 textile Positionen
tim – Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg
27.03.2015 - 28.06.2015
In der Ausstellung zeigt das tim faszinierende Quilts von 22 renommierten Textilkünstlerinnen aus Deutschland und der Schweiz. Die textilen
Arbeiten beeindrucken durch ihr großes Format, ihre eindringliche Farbigkeit und ihre vielfältige Formensprache. Die Bandbreite der Werke,
die aus einem internationalen Wettbewerb des Vereins Quiltkunst e.V. hervorgingen, reicht von klassischen Spielarten bis hin zu skulpturalen
Umsetzungen. Inhaltlich kreisen die gezeigten Quilts um die Themen wie Natur, Gesellschaft, Politik oder auch Mythologie, die sie mit großer
Experimentierfreude erkunden. Eine einzigartige Ausstellung, bei der die Grenzen des Quilts neu definiert werden.
zum Museum
Günther Domenig – ein anderer Blick
Architekturbilder von David Schreyer
Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
Museen der Stadt Nürnberg
27.03.2015 – 30.08.2015
Mehrzwecksaal der Schulschwestern,
Architektur: Günther Domenig mit Eilfried Huth
Bildnachweis: David Schreyer
Günther Domenig (1934–2012) war in Österreich die herausragende Figur der steirischen Architektenlandschaft seit den 1960er Jahren. Radikal,
konsequent und visionär durchlief er mit seinem Werk unterschiedliche baukulturelle Strömungen. Sein Hauptwerk wird dem Dekonstruktivismus
zugerechnet und ist zwischen Expressionismus sowie Poststrukturalismus angesiedelt. In Deutschland ist er vor allem bekannt geworden durch seinen aufsehenerregenden Sieger-Entwurf für das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, das 2001 eröffnet wurde. Domenig
verstand Architektur als Gesamtkunstwerk und als politisches Statement. Zahlreiche Bauten im In- und Ausland, Auszeichnungen und Preise dokumentieren seine Bedeutung und sind Gradmesser für die Vielfalt und Stärke seines Werks. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen acht ausgewählte
Bauten, die von dem österreichischen Bildermacher David Schreyer 2013 und 2014 besucht und fotografiert wurden. Nicht die lückenlose Dokumentation der Arbeit von Günther Domenig, sondern ein Eintauchen in die Vielfalt seines Schaffens ist Ziel der Ausstellung. Die Bilder folgen nicht der
Dramaturgie klassischer Architekturfotografie, vielmehr zeigen sie neben skulpturalen Qualitäten auch die Nutzung, die Alterung und den Bezug zur
Umgebung der Werke Domenigs.
zum Museum
Neue Ausstellungen im März 2015
Bayernweit
Otfried Preußler – Der Räuber Hotzenplotz
Kloster Seeon. Kultur-und Bildungszentrum des Bezirks Oberbayern
27.03.2015 – 22.11.2015
Eine Ausstellung über die Erfolgsgeschichte eines Räubers und seines Erfinders. Schon der im Jahr 1962 erschienene erste Band von Otfried
Preußlers Trilogie wurde ein Bestseller, ebenso die Fortsetzungen im Jahr 1969 und 1973. Das Werk wurde seither in 34 Sprachen übersetzt
und über 7,5 Millionen Mal verkauft. 2012, zum 50er Jubiläum, hat der Thienemann Verlag eine Sonderausgabe aller drei Bände herausgegeben,
in denen Mathias Weber die schwarz-weißen Originalzeichnungen von Franz Josef Tripp koloriert hat. Außerdem wurde zusammen mit der
Württembergischen Landesbibliothek eine Ausstellung konzipiert, die nicht nur die Trilogie zum Räuber Hotzenplotz in allen Übersetzungen
zeigt, auch die Illustrationen sind Gegenstand der Ausstellung. Ferner erwarten den Besucher die zahlreichen anderen beliebten Kinderbücher
Otfried Preußlers in vielen Ausgaben und Sprachen – vom kleinen Wassermann, der kleinen Hexe und dem kleinen Gespenst bis hin zu Krabat.
Schallplatten, CDs, DVDs und diverse Marketingartikel, die zu dem Kinderbuchbestseller erschienen sind, runden die Schau zum größten und
bekanntesten "Kaffeemühlendieb" ab. Und natürlich gibt es auch im Klosterladen jede Menge Räuber-, Geister- und Hexengeschichten.
zum Museum
#NEULAND_Digitale Kunst
Arbeiten von Aram Bartholl, Jodi und Evan Roth
Kunsthaus Kaufbeuren
28.03.2015 – 28.06.2015
Das Kunsthaus Kaufbeuren zeigt erstmals Gegenwartskunst aus dem digitalen Bereich und präsentiert Arbeiten von Aram Bartholl, Jodi und
Evan Roth. Die Künstler visualisieren unsere digitale Identität, die durch Browserverlauf und Suchhistorie beim täglichen Surfen durch das Netz
entsteht. Sie versuchen sich vorzustellen, wie sich ein Computer mit einem Eigenleben verhalten würde. Sie hinterfragen kritisch aber durchaus
auch humoristisch in Videoarbeiten, Objekten und Browserkunst alle Aspekte unseres technologisierten Alltags und enthüllen seine besondere
Ästhetik. Tauchen Sie ein in die erstaunliche Vielfalt der Digitalen Kunst!
Evan Roth: "Kopimi Totem", © Evan Roth
zum Museum
Bayernweit
Neue Ausstellungen im März 2015
Altes Streuobst neu entdeckt.
Allgäuer Bergbauernmuseum Immenstadt-Diepolz
29.03.2015 – 08.11.2015
Die Wanderausstellung zeigt die Sortenvielfalt und die Obstbaumgeschichte des Allgäus. Besucher erfahren unter anderem, wie der
Obstbau und die Sorten ins Allgäu kamen, welche Eigenschaften Bäume für das Wachstum im Allgäu mitbringen und welche Bedeutung das
Genpotential eines Apfels hat. Was hat es mit Obstbaumhochstämmen auf sich, und ab wann spricht man von einer Sorte?
zum Museum
Vom Eid des Hippokrates bis zu Edward Snowden
Rathausgalerien Landshut
31.03.2015 – 22.04.2015
Die Ausstellung "Vom Eid des Hippokrates bis zu Edward Snowden – eine kleine Reise durch 2500 Jahre Datenschutz" thematisiert grundlegende, datenschutzrechtliche Aspekte. Sie schlägt einen Bogen von den Ursprüngen des Datenschutzes über die Entwicklung seiner gesetzlichen
Grundlagen bis hin zu den anstehenden Herausforderungen des digitalen Zeitalters und der Globalisierung der Gesellschaft.
zum Museum
Meldungen aus den Museen im März 2015
Besondere Veranstaltungen der Staatlichen
Antikensammlungen und der Glyptothek
im März
Bayerisches Nationalmuseum
Kunstwerk des Monats März:
Creußener Steinzeug
Paläontologisches Museum München
Fossil des Monats März:
Ästige Steinkoralle
Bayerisches Armeemuseum Ingolstadt
Objekt des Monats März:
Leibfahne des k.k. österreichischen LinienInfanterie-Regiment Lusignan (No. 16)
Besondere Veranstaltungen der Staatlichen Antikensammlungen und der Glyptothek
im März
Die Staatlichen Antikensammlungen und die Glyptothek haben im März ein umfangreiches
Angebot für Erwachsene und Kinder:
Glyptothek/
Staatliche Antikensammlungen
Königsplatz
80333 München
www.antike-am-koenigsplatz.
mwn.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 17.00 Uhr
Glyptothek:
Donnnerstag 10.00 – 20.00 Uhr
Staatliche Antikensammlungen:
Mittwoch 10.00 – 20.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 27: Karolinenplatz
Bus 100 (Museenlinie): Königsplatz
U2 / U8: Königsplatz
U1 / U7: Stiglmaierplatz
Alle S-Bahnen: Hauptbahnhof
Am 13. und 14. März 2015 tanzt der weiße Odysseus, inspiriert und angetrieben von
Flötenklängen expressiv durch die Säle der Glyptothek. Dabei entstehen Momente einer
Interaktion mit den griechischen und römischen Skulpturen, in der Antike und Gegenwart
zu einer Einheit verschmelzen. Der Tänzer als Mensch werdende Skultptur und als Skulptur
werdender Betrachter. Ein Zwischenwesen: White Ulysses – Performance mit Stefan Maria
Marb und Michael Finkenzeller (jeweils 19.00 Uhr).
Griechische Mythen sind Thema von mehreren Veranstaltungen für Kinder und für Erwachsene mit der blinden Erzählerin Gudrun Seno in den Antikensammlungen:
Vom 30. März bis 1. April 2015 führt sie unter dem Motto "Übers Meer nach Europa"
jeweils von 13.00 bis 16.30 Uhr Kinder durch die Welt der antiken Mythen von Griechenland
bis Kreta. Sie berichtet vom Raub der schönene Königstochter Europa und der Suche nach
ihr. Außerdem erzählt sie die Geschichte des Gottes Dionysos, der übers Meer segelt und
die verlassene Prinzessin Ariadne findet. An den drei Projekttagen gibt es Gelegenheit zu
Bewegung, Spiel, eigenen Erkundungen, Gesprächen sowie zum Malen und Fotografieren.
Anmeldung: Tel. 089 / 28 92 75 02, info@antike-am-koenigsplatz.mwn.de
Am 29. März 2015 werden griechische Mythen für Erwachsene neu erzählt: ... wie auf Erden, also auch im Himmel ... Dabei interpretiert Gudrun Seno mit Bezug auf das christliche
Osterfest griechische Mythen neu. Im Mittelpunkt ihrer Ausführungen steht die Geschichte
von Philomela. Sie handelt von Begehren, Gewalt, Liebe und Verwandlung.
Nähere Informationen zu allen Veranstaltungen finden Sie hier.
Bei der Ferienaktion lernen die Kinder den griechischen Gott Dioynsos
kennen: Dionysos fährt über das Meer. Trinkschale, griechisch,
um 530 v. Chr.
Bayerisches Nationalmuseum
Kunstwerk des Monats März:
Creußener Steinzeug
Bayerisches Nationalmuseum
Prinzregentenstraße 3
80538 München
www.bayerisches-nationalmuseum.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag
10.00 – 17.00 Uhr
Donnerstag bis 20.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
Tram 18: Nationalmuseum /
Haus der Kunst
Bus 100 (Museenlinie):
Nationalmuseum
U4 / U5: Lehel
Für Steinzeugliebhaber hat die kleine oberfränkische Stadt Creußen bei Bayreuth einen klingenden Namen. Sie ist bekannt für ihre prächtig gestalteten Steinzeuggefäße, die von Fürsten wie Geistlichen hoch geschätzt wurden. Die glänzenden dunkelbraunen Gefäße sind mit
feinen Reliefauflagen verziert, die Apostel, Planetenfiguren oder Jagdszenen darstellen und
mit leuchtend bunten Emailfarben betont sind. Als Kunstwerk des Monats März wird eine
repräsentative Auswahl aus dem Bestand des Bayerischen Nationalmuseums gezeigt.
Eines der Prunkstücke darunter ist ein 1644 datierter Schraubtopf mit Kerbschnittdekor,
auf dem sich der Töpfermeister Adam Scharf selbst bei seiner Arbeit an der Drehscheibe
darstellt. Scharf scheint eine bedeutende Persönlichkeit gewesen zu sein. Er war gleichzeitig
Bürgermeister in Wunsiedel und auch der Hafner, der am häufigsten genannt ist in dem
„Zunftbuch der Hafner“ aus den Jahren 1597 bis 1695, das 243 Blätter umfasst und nach
seiner Restaurierung im vergangenen Jahr in Creußen vorgestellt wurde.
Das Creußener Töpferkunst erlebte ihre große Blütezeit im 17. Jahrhundert. Nach einer Phase des Verfalls soll sie angeblich 1789 ein trauriges Ende gefunden haben. Verzweifelt durch
den mangelnden Absatz seiner Erzeugnisse soll der letzte Töpfermeister Johann Georg
Schmidt all seine Geschirre mitsamt den Formen und Modeln in einem Weiher versenkt
haben und schließlich sich selbst, wobei er die handwerklichen Kenntnisse und Fertigkeiten
seiner Zunft mit in den Tod genommen habe. Es sei der Strohmühlweiher in der Vorstadt
gewesen, an dessen Ufer einst die Brennöfen der Hafner standen.
Ausgestellt in Raum 130
Öffentliche Führung:
Donnerstag, 19. März 2015, 18.00 Uhr
Schraubtopf mit Darstellung des Töpfers Adam Scharf an der
Drehscheibe
Creußener Steinzeug, 1644
© Bayerisches Nationalmuseum München
Paläontologisches Museum München
Fossil des Monats März:
Ästige Steinkoralle
Paläontologisches Museum München
Richard-Wagner-Straße 10
80333 München
www.palmuc.de
Öffnungszeiten:
Montag – Donnerstag
8.00 – 16.00 Uhr
Freitag
8.00 – 14.00 Uhr
Erster Sonntag im Monat
10.00 – 16.00 Uhr
Verkehrsanbindung:
U 2 / 8: Königsplatz
U1: Stiglmaierplatz
Bus 100 (Museenlinie): Lenbachhaus
Steinkorallen sind die Erbauer unserer heute lebenden Riffe in den warm-tropischen, flachen
Meeren zum Beispiel der Karibik und des Indopazifiks. Das größte Korallenriff der Welt, das
Große Barriere-Riff, erstreckt sich mit ca. 2000 km Länge vor der Nordostküste Australiens.
Steinkorallen gehören zu den Blumentieren (Anthozoa). Es handelt sich um einfach gebaute,
vielzellige Organismen. Die Basiseinheit des Steinkorallengewebes ist der Polyp, ein sackoder tassenförmiges Gebilde, dessen offenes Ende in eine Mundscheibe mit Schlundrohr
umgewandelt ist, welches häufig von einem Tentakelkranz umstanden wird.
Steinkorallen sind in der Regel koloniebildend, d.h., unzählige Korallenpolypen bilden einen
lebenden Überzug auf teils großen Korallenstöcken, die mehrere Meter Durchmesser und
ein Alter von mehreren Hundert Jahren erreichen können. Ihre Kalkskelette weisen eine
saisonale Wachstumsbänderung auf, die es ermöglicht, auf das Alter und die Wachstumsgeschwindigkeit der Steinkorallen zu schließen. Die Skelette dokumentieren somit zeitlich
fassbare Umweltveränderungen (u.a. Wassertemperatur, Kohlendioxid-Gehalte) und stellen
somit ideale Klimaarchive für die Tropen dar.
Fossil sind Steinkorallen seit ca. 240 Millionen Jahren bekannt, die ersten Vertreter erscheinen offenbar in der mittleren Trias. Allerdings findet man bereits im Paläozoikum teilweise
Korallen. Es wäre demnach möglich, dass die Steinkorallen schon sehr viel früher, bereits im
frühen Paläozoikum vor ca. 450 Millionen Jahren, auf den Plan getreten sind.
Das Fossil des Monats liegt nicht in kalkiger, sondern in kieseliger Erhaltung vor. Diese
Besonderheit beruht auf dem Umstand, dass das ursprünglich kalkige Skelett der Korallen in
Kieselsäure in Form von Quarz bzw. Chalcedon umgewandelt wurde. Dieses Phänomen ist
v.a. in den Jura-Riffkalken auf der östlichen Schwäbischen Alb im Raum Heidenheim anzutreffen. Der Verkieselung ist es zu verdanken, dass die Korallen so fantastisch erhalten sind.
Um die Korallen von der sie umgebenden Kalk- Grundmasse zu befreien bzw. sie in Gänze
überhaupt sichtbar zu machen, bedarf es jedoch einer sehr aufwendigen Säurepräparation.
Ästige Steinkoralle
Thecosmilia sp.
Oberjura (ca. 150 Millionen Jahre)
Mergelstetten-Formation/Oberer Massenkalk
Fundort: Nattheim, Schwäbische Alb
Durchmesser des Fossils: 6 cm
SNSB-BSPG 2013 XXII 35
Bayerisches Armeemuseum Ingolstadt
Objekt des Monats März:
Leibfahne des k.k. österreichischen Linien-InfanterieRegiment Lusignan (No. 16)
Bayerisches Armeemuseum Ingolstadt
Neues Schloss
Paradeplatz 4
85049 Ingolstadt
Tel.: +49 (0) 8 41 / 93 77-0
www.armeemuseum.de
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag
9.00 - 17.30 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage
10.00 - 17.30 Uhr
Die Leibfahne des österreichischen 16. Linien-Infanterie-Regiments Lusignan entspricht
dem Muster, das nach dem Regierungsantritt von Kaiser Franz II. als Kaiser des Heiligen
Römischen Reiches 1792 eingeführt wurde. Es zeigt auf einem weißen Fahnenblatt den
Doppeladler mit dem großen Wappen der Habsburger-Dynastie mit den Kronen von
Böhmen und Ungarn, seitlich die Initialen des Kaisers. Auf der Rückseite befindet sich eine
Marien-Darstellung. Da alle Fahnen gleich waren, war in der oberen Ecke die RegimentsNummer angebracht. Sie ist am fragmentarischen Objekt nicht mehr erkennbar, aber im
alten Inventar noch belegt.
Seit 1805 war ein neues Muster vorgeschrieben, dessen Heraldik dem neuen Status des
neuen österreichischen Kaisertums angepasst wurde. Offensichtlich wurden aber bei vielen
Einheiten die alten Feldzeichen noch wesentlich länger beibehalten.
Die Fahne ist eine Trophäe aus dem für die Bayern siegreichen Gefecht bei Wörgl am
13. Mai 1809. In diesem heftigen Gefecht erstürmten drei Eskadronen des ChevaulegersRegiments Leiningen eine österreichische Geschützstellung. Der Regimentsgeschichte
zufolge wurde diese Fahne durch den Corporal Theodor Stain erobert. Er wurde für seine
Heldentat mit der goldenen Verdienst-Medaille und dem französischen Kreuz der Ehrenlegion ausgezeichnet; drei Offiziere des Regiments, Rittmeister Ritter, Oberlieutenant Constantin Prinz Löwenstein-Wertheim und Lieutenant Montgrif, wurden befördert und erhielten
den Max-Josephs-Orden.
Feldzeichen, die „mit stürmender Hand“ im Gefecht erobert wurden, also im Kampf Mann
gegen Mann, waren die höchstrangigen Trophäen, die im Krieg errungen werden konnten.
Diese Fahne wird in der Bayerischen Landesausstellung „Napoleon und Bayern“ (30. April
bis 31. Oktober 2015) im Neuen Schloss in Ingolstadt zu sehen sein (Inv. Nr. B 71).
Leibfahne des k.k. österreichischen Linien-Infanterie-Regiment Lusignan
(No. 16)
Österreich, nach 1792
© Bayerisches Armeemuseum
Autor
Document
Kategorie
Uncategorized
Seitenansichten
19
Dateigröße
2 410 KB
Tags
1/--Seiten
melden