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Blitzstart von Null auf 72 - Regionalmanagement Landkreis Kronach

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KRONACH UND FRANKENWALD 11
DONNERSTAG, 24. JULI 2014
Blitzstart von null auf 72
Die Kronacher Azubi-Akademie ist bayernweit das Maß der Dinge. Zum Abschluss des
ersten Jahres war klar: Nirgendwo sonst im Freistaat gab es so viele Teilnehmer.
BILANZ
VON UNSEREM REDAKTIONSMITGLIED
MARCO MEISSNER
Kronach — Produktionsmethoden, Qualitätskontrollen oder
Arbeitseinteilung – nach ihrer
Ausbildung kennen sich Berufsanfänger mit solchen Themen
aus. Aber Knigge, soziale Netzwerke, Kommunalwahlen und
Telefontraining? Dass auch solche Bereiche für junge Menschen und ihren beruflichen
Werdegang wichtig sind, zeigte
die Azubi-Akademie Kronach
seit ihrem Start im Oktober 2013
auf. 72 junge Leute blickten dabei über den Tellerrand der beruflichen Ausbildung hinaus.
„Die Azubi-Akademie war
eine gelungene Veranstaltung.
Wir sagen Dank, dass wir von
unseren Ausbildungsbetrieben
die Zeit dafür zur Verfügung gestellt bekommen haben“, betonte die Auszubildende Annika Tischer (Firma Wom) bei der Abschlussfeier des ersten Akademie-Jahres. Vor allem die praktischen Übungen hatten ihr in
den Workshops gefallen.
Fabian Völk (Firma Rauschert), ebenfalls Teilnehmer an
der Azubi-Akademie, freute
sich, dass sich viele Firmen im
Landkreis für eine überbetriebliche Ausbildung ihrer Angestellten interessieren und einsetzen. „Wir haben so auch viele
Ideen mit in unsere Betriebe
nehmen können“, zeigte er den
Nutzen des Projektes auch für
die Arbeitgeber auf. Und dass
den jungen Leuten diese Möglichkeit kostenfrei eröffnet wurde, hielt Völk für heutzutage
nicht selbstverständlich.
Personalleiterin
Barbara
Schöffel (Firma Wom) betonte
die große Bedeutung der Mitarbeiterentwicklung für einen modernen Betrieb. Man müsse die
Talente der Angestellten entwickeln helfen. „Lernen und Entwicklung sind ein lebenslanger
Prozess“, unterstrich sie vor der
Übergabe der Zertifikate an die
72 Teilnehmer.
„Ein voller Erfolg“
Schöffels Aussage wird von vielen heimischen Betrieben offenbar geteilt. „Die Akademie ist
toll angelaufen. Das erste Jahr
war ein voller Erfolg“, fiel das
Fazit von Zukunftscoach Gabriele Riedel daher sehr positiv aus.
Das Projekt des Bundes der
Selbständigen (BDS), das vom
Landkreis und Firmen mit getragen wird, soll auf jeden Fall
fortgesetzt werden. Der „Hype“
– Kronach stellte 2013/14 bayernweit die größte Azubi-Akademie – kann nach Ansicht von
Riedel auch ins neue Ausbildungsjahr getragen werden.
Um die Attraktivität des Angebots weiter zu steigern, werden bereits organisatorische Anregungen der Teilnehmer eingearbeitet. So sollen die Schulungen etwas früher am Tag stattfinden und ihre Verteilung übers
MEINUNG
Mehr als ein Lippenbekenntnis
W
o wird nicht über Einsparpotenziale und die
Effizienz in Betrieben philosophiert? Immer wieder sparen
die Unternehmen dann auch im
Bereich der Ausbildung.
Marco
Meißner
Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist das ein kontraproduktiver Schritt. Dass es
auch anders geht, beweisen beinahe 20 Unternehmen aus dem
Landkreis Kronach, die nicht
nur über Verbesserungen in der
Ausbildung reden, sondern bewusst Zeit und damit letztlich
auch Geld für eine Zusatzschulung ihrer jungen Mitarbeiter
opfern. Diese gibt den Azubis
mehr Kompetenzen mit auf den
Lebensweg und bindet sie noch
stärker an die Region und ihr
jeweiliges Unternehmen.
Ermutigend ist auch, dass
sich schon jetzt weitere Firmen
in die Fortsetzung der AzubiAkademie einbringen wollen.
Interessierte Unternehmen
können sich noch bis Ende August bei Gabriele Riedel melden. Hoffentlich werden noch
viele mitziehen, denn die Ausbildung kann für den Kreis
Kronach zu einem wichtigen
„Rohstoff“ werden.
85. GEBURTSTAG
Zuverlässigkeit ist ihr
Markenzeichen
Haig — Pauline Hannweber feierte im Kreis ihrer Familie 85. Geburtstag. Weit und breit ist die
Jubilarin bekannt, denn sie arbeitete bis 1987 als Dienststellenleiterin bei der Poststelle in
Gundelsdorf. Ihre Zuverlässigkeit wurde in diesen 24 Jahren
allgemein geschätzt.
Postseniorenbeirat Hilde Dittenhöfer überbrachte die Glückwünsche der großen Postgemeinschaft. Für die politische
Gemeinde Stockheim gratulierte
Zweiter Bürgermeister Siegfried
Weißerth. Paula Hannweber
stammt aus dem Sudentenland
und fand nach der Vertreibung
im Frankenwald eine neue Heimat. In Haig heiratete sie Wilhelm Hannweber. Aus der Ehe
gingen die Kinder Edeltraud
Pauline Hannweber Foto: Fleischmann
und Robert hervor. Zum Kreis
der Familie zählen außerdem die
Enkel Daniela und Lorenz sowie
Urenkel Anton.
gf
Jahr entzerrt werden. Außerdem
wird der Großteil der Themen
ausgetauscht, damit auch Teilnehmer des ersten Jahres Anreize finden, wieder einzusteigen.
Die Win-Win-Situation, die
Riedel für Betriebe und Auszubildende sieht, hob auch Landrat Oswald Marr (SPD) hervor.
Alle Beteiligten hätten das erste
Jahr hervorragend gemeistert.
„Man braucht gewisse Kompe-
tenzen, die man sonst nirgendwo
lernt“, hob er den Nutzen der
Akademie für die Berufsanfänger hervor. Und die Teilnehmer
zeigten durch ihr Engagement,
dass sie bereit seien, mehr als nur
das Nötige für ihre berufliche
Zukunft zu leisten. Dem pflichtete Christian Mitter, Ortsvorsitzender des BDS, bei, der von
einer starken Partnerschaft aller Die Teilnehmer Fabian Völk und Annika Fischer halten die Azubi-AkadeBeteiligten sprach.
mie für ein gelungenes Projekt.
Foto: Marco Meißner
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