close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Aachener Nachrichten

EinbettenHerunterladen
LokaLes
Dienstag, 10. März 2015 · Nummer 58
Seite 17 A1
Naturschützer: Standort Münsterwald völlig ungeeignet
Verbände Nabu, BUND und LNU legten Gutachten vor, die mit wissenschaftlichen argumenten die Windkraft dort ablehnen
Von Wolfgang scHumacHer
Aachen. Die drei NRW-Naturschutzorganisationen Nabu, LNU
und BUND haben gestern unter
Wahrung der bestehenden Fristen
ihr gemeinsames Gutachten gegen
die Aufstellung von Windenergieanlagen im Aachener Münsterwald vorgelegt.
„Wir wollten es gestern Morgen
im Umweltamt der Stadt vorstellen“, sagte der Nabu-Vorsitzende
Claus Mayr. Doch die städtische
Behörde, die das Vorhaben von sie-
ben Windenergieanlagen links
und rechts der B 258 auf dem Abschnitt zwischen Relais Königsberg und Roetgen genehmigen
muss, hatte eine gemeinsame Vorstellung abgelehnt, die Frist sei bereits in der letzten Woche abgelaufen.
Die Naturschützer, darunter
Rainer Hülsheger für die LNU (Landesgemeinschaft Naturschutz und
Umwelt) und der stellvertretende
Nabu-Vorsitzende Herbert Fleu,
bekräftigten vor den Medien, dass
ihnen nicht die Windenergie an
sich ein Dorn im Auge sei. Das
werde ihnen fälschlicherweise bei
der Diskussion um die Windanlagen im Münsterwald von den
„Grünen“ unterstellt. Es gehe hier
einzig und alleine um den Standort Münsterwald, der für die rund
200 Meter hohen Anlagen ungeeignet sei.
Dies sogar in dreifacher Hinsicht, erläuterten Mayr und Hülsheger. So sei der Wirkungsgrad an
dem Waldstandort geringer als anderswo, es würden hohe Naturschutzgüter durch die Gefährdung
von Tierarten verletzt, und die
Nähe zu den Tourismuszentren der
Eifel sei schädlich. „Hier befindet
sich der Flugkorridor von zweimal
jährlich 70 000 Kranichen“, sagte
Mayr. Für Hülsheger sind insbesondere der Rotmilan, die Schwarzkraniche und Fledermäuse gefährdet, Tierarten, die gegenüber den
Rotoren und ihrem Sog kein „Vermeidungsverhalten“ an den Tag
legten. Man könne nicht einfach
in Kauf nehmen, dass diese Tiere in
den Rotoren „geschreddert“ würden. Hülsheger sieht zudem Prob-
leme beim Ausschachten der Fundamente in den Waldböden sowie
bei der Erreichbarkeit der Großanlagen, zwei von ihnen seien laut
„Straßen NRW“ für Wartungsfahrzeuge überhaupt nicht mehr anzufahren. So seien Standorte im
Nordkreis viel einfacher und effizienter als im Münsterwald, gegen
das Vorhaben werde man auf alle
Fälle klagen. Selbst Nachbesserungen wie „Abschaltalgorithmen“
brächten nichts. Am 28. April findet eine weitere Anhörung zum
Thema im Inda-Gymnasium statt.
20 000 Quadratmeter als Übungsgebiet
FH-studenten müssen als Bachelorarbeit einen entwurf für das Nordviertel anfertigen. ergebnisse werden im Juli vorliegen.
Von Heiner Hautermans
Aachen. „Das sind keine Luftschlösser, wir halten uns an die Realität.“ So erklärt Städtebauerin
Anne Klasen-Habeney ein interessantes Projekt, für das gestern der
Startschuss erfolgte. An einer
schwierigen Stelle des Stadtgebiets
werden bis zum Sommer 40 ihrer
Studenten Entwürfe für zeitgemäßes und preiswertes Wohnen anfertigen – auf einem 20 000 Quadratmeter großen Grundstück an
der Ecke Jülicher Straße/Burggrafenstraße. 5000 davon sind schon
bebaut, mit Reihenhäusern aus
dem Jahr 1922, die stark renovierungsbedürftig sind und einen Teil
des Gesamtprojektes ausmachen.
Gebaut wurden sie im Zusammenhang mit dem wachsenden Industriegebiet Jülicher Straße, etwa
dem aufstrebenden Schienenfahrzeughersteller Talbot, der 1929
1700 Mitarbeiter beschäftigte,
oder der Anlage des Schlachthofs
Ende der 1920er Jahre.
Leistungsabteilung des
Jobcenters zieht um
Aachen. Die Mitarbeiter des
Leistungsbereiches im Jobcenters ziehen im Zeitraum vom 12.
bis 23. März vom Neuenhofer
Weg in das neue Jobcentergebäude in die Gut-Dämme-Straße
14 um. Das Jobcenter weist darauf hin, dass die Ansprechpartner für dringende Kundenvorsprachen an allen Werktagen
trotzdem zur Verfügung stehen.
Neukunden werden gebeten,
sich bereits jetzt für eine Datenaufnahme und Erstberatung an
die Kollegen in der Gut-Dämme-Straße zu wenden; die anschließende terminierte Antragsaufnahme für die SGB-II
Geldleistungen findet ab dem
24. März ebenfalls in der GutDämme-Straße statt. An den
Umzugstagen 13., 16., 20. und
23. März erfolgen diese terminierten Beratungen sowie die
Notfallsprechstunde ausnahmsweise in der Roermonder Straße
51. Ab Dienstag, 24. März können dann alle Leistungsangelegenheiten am neuen Standort
in der Gut-Dämme-Straße 14 geklärt werden.
aTG wählt einen
neuen Vorstand
Aachen. Die Neuwahlen des
Vorstandes stehen im Mittelpunkt der nächsten Jahreshauptversammlung der Aachener Turngemeinde (ATG) am
kommenden Freitag, 13. März.
Das Treffen beginnt um 20 Uhr
im ATG-Jugendraum, Am Chorusberg 10.
Richard Gebhardt spricht
zu Pegida und Hogesa
Bedarf ist da
Die restlichen 15 000 Quadratmeter sind jetzt Brachland in Richtung der Kleingartenanlage Wiesental. An dieser Stelle kommt
städtebaulich viel zusammen, wie
Thomas Hübner, Vorstand der Gewoge, am Montagmorgen bei der
Kick-Off-Veranstaltung im Innenhof der Talbot-Siedlung erläuterte:
Industriearchitektur, schon renovierte Häuser aus den 1960er Jahren im klassischen Geschosswohnungsbau und die denkmalge-
Kurz notiert
ortstermin in der Talbot-siedlung hinter dem Durchgang an der ecke Burggrafenstraße/Jülicher straße: Die studierenden nahmen die denkmalgeschützten Häuser, die einbezogen werden sollen, und die Brachfläche dahinter genau in augenschein.
Fotos: Ralf Roeger
schützten, noch älteren Reihenhäuser, angrenzend auch ein moderner Neubau der Lebenshilfe.
„Von allen Seiten entwickelt sich
Das sind die schlüssel der vorhandenen Wohnungen, die zum Teil schon
entmietet sind, um mit der Restaurierung beginnen zu können.
hier im Nordviertel etwas. Man
kann sehr gut erkennen, dass man
hier sehr gut wohnen kann.“
Genau dahin soll der – jetzt zum
vierten Mal stattfindende – Wettbewerb der Studierenden des FHFachbereichs Architektur führen.
Die S-Immo hat dafür ein Preisgeld
von 2500 Euro ausgelobt, die für
drei Gewinne und eventuelle Ankäufe verwendet werden. Geschäftsführer Dietmar Röhrig erläuterte, weshalb die SparkassenTochter sich in diesem Bereich engagiert: „Wir machen das im
Schulterschluss mit der FH, weil
wir hoffen, dass nicht nur Entwürfe entstehen, sondern auch
preiswerter Wohnraum, für den
der Bedarf da ist.“
Den ersten Aufgalopp nutzten
die Studierenden, um sich mit den
Örtlichkeiten und der vorhandenen Bausubstanz vertraut zu ma-
chen. In den denkmalgeschützten
Häusern entlang der Jülicher
Straße befinden sich reizvolle Details wie alte Türen oder Treppengeländer, die bei der Restaurierung
erhalten bleiben sollen. Die Miete
dort betrug zuletzt 2,75 Euro pro
Quadratmeter, allerdings fehlt jeder moderne Wohnstandard. Nach
der Modernisierung soll die Miete
noch überschaubar bleiben, etwa
5,75 Euro, wenn öffentliche Gelder fließen, oder sechs bis sieben
Euro in den zu entwerfenden Neubauten, rechnet Gewoge-Vorstand
Hübner vor.
Die 40 jungen Männer und
Frauen müssen ihre Entwürfe zum
Abschluss ihres dreijährigen Bachelorstudiums vorlegen. Neben
Prof. Anne Klasen-Habeney vom
Lehrgebiet Städtebau werden sie
betreut von Prof. Ulrich Eckey vom
Lehrgebiet Entwerfen und Wohn-
8
bau: „Die Studierenden haben jetzt
bis zum Juli Zeit, daran zu arbeiten.“ Das Preisgericht wird im September tagen. Aufgabenstellung ist
unter anderem, sozialen Wohnungsbau bei sparsamem Flächenverbrauch zu entwickeln und
gleichzeitig eine hohe Wohnqualität und Raum für gemeinschaftliches Wohnen zu schaffen. Etwa
150 neue Wohnungen werden entstehen, 30 Prozent davon öffentlich gefördert. Investiert werden
mehr als 20 Millionen Euro.
Eine Chance?
Hat denn einer den Entwürfe die
Chance, tatsächlich verwirklicht
zu werden? Einfach bejahen kann
Gewoge-Vorstand Thomas Hübner
diese Frage nicht. Aber immerhin
sagt er: „Ich freue mich auf die Ergebnisse im Juli.“
Seminare mit Eventcharakter
prominente TOP Referenten
Persönlichkeitsentwicklung – Ihr Vorsprung durch Wissen – Die Fortführung 2015 mit neuen Themen
Mittwoch von 19.30 bis 21.00 Uhr (Einlass ab 19.00 Uhr).
2
25.03.2015
Prof. Dr. Jens Weidner
Veranstaltungsort:
Forum M
Buchkremerstr. 1–7, 52062 Aachen
Professor für Erziehungswissenschaften,
Kriminologie und Viktimologie, Bestseller Autor
Hart, aber unfair?
Machtspiele schnell durchschauen!
Dieses Abendseminar führt zu erhöhter Schlagfertigkeit! Mit Biss und einem Augenzwinkern raus aus der beruflichen
beruflichen Opferrolle. Prof. Dr. Jens Weidner macht
die wahren Spielregeln des Berufslebens transparent und zeigt, wie man sich in schwierigen
Situationen elegant zur Wehr setzt. Im Kopf sind
Sie der Killertyp, den Finger am Abzug, aber vor
dem Schreibtisch des Chefs oder im Konflikt
flikt mit den Kollegen geht Ihnen jedes Mal die
Munition aus? Es darf etwas mehr „aggro“ sein, sagt
der renommierte Aggressionsexperte und vermittelt das
nötige Handwerkszeug für eine gesunde Selbstbehauptung.
„Sie wollen sich durchsetzen? Dann werden Sie unbequem, steigen Sie aus
„Sie
dem Schafspelz und zeigen Sie Zähne.“
Einzelkarte
59,00 €
49,00 €*
*Vorteilspreis für Abonnenten der AZ oder AN
Infos und Buchung:
www.sprecherhaus.de
oder rufen Sie unser Kundentelefon an:
+49 (0) 2561.69565.170
(Erreichbarkeit: Montag bis Freitag
zwischen 09:00–12:00 Uhr und 14:00–16:00 Uhr)
Aachen. Der Aachener Politikwissenschaftler und Publizist Richard Gebhardt referiert am
Donnerstag, 12. März, um 19
Uhr an der Volkshochschule
(VHS) Aachen zum Thema „Die
gespaltene Republik: ‚Hooligans
gegen Salafisten‘ (Hogesa), Pegida, Legida und die Folgen“.
Der Vortrag analysiert die deutschen Protestbewegungen der
letzten Monate als Ausdruck einer gespaltenen Republik und
fragt nach den politischen Konsequenzen. Die Veranstaltung
findet im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!
Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ statt. Der Eintritt
zum Vortrag im Forum der VHS,
Peterstraße 21-25, ist frei.
kindersachenflohmarkt
bei Mamma Mia
Aachen. Im Mütterzentrum
Mamma Mia, Vaalser Straße
547, findet am Samstag, 14.
März, von 11 bis 14 Uhr ein
Flohmarkt für Kindersachen
statt. Neben Baby- und Kinderkleidung gibt es jede Menge
Spiele, Bücher, Kinderbetten,
Fahrräder, Roller, Trampolins
und anderes. Ein Café bietet
Waffeln, Brötchen und Getränke an. Anmeldemöglichkeiten und weitere Infos gibt es unter ☏ 0241/878981.
Autor
Document
Kategorie
Uncategorized
Seitenansichten
11
Dateigröße
396 KB
Tags
1/--Seiten
melden