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11.03.2015 - Weihnachtsbaumkulturen

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Infoservice Pflanzenbau
Weihnachtsbaumkulturen
11.03.2015
Herbizideinsatz bei Nordmanntannen im Frühjahr
Der Einsatz von Bodenherbiziden erfordert eine ausreichende Bodenfeuchte. Diese ist
zurzeit noch gegeben, deshalb macht es Sinn bereits jetzt eine Behandlung
durchzuführen.
Erstrebenswert ist eine Kombination aus Boden- und Blattherbiziden, um ggf.
vorhandene Unkräuter auch zu bekämpfen und damit den Wirkungserfolg der
Bodenherbizide zu verbessern.
In Nordmanntannen bietet sich z. B. folgende Kombinationen an:
- 200-240 g/ha Vorox F (Überkopfanwendung nur wenn es vor dem Austrieb sicher
regnet, nicht in Verkaufsbeständen einsetzen) + 130 g/ha Katana
- 200-300 g/ha Vorox F + 1,2-1,5 l/ha MaisTer flüssig
- 200-240 g/ha Vorox F + 2,25 kg/ha Laudis (§22 Genehmigung notwendig)
- 1,5 l/ha Maister flüssig + 3,5 l/ha Stomp Aqua
Sollten noch Problemunkräuter (Kamille, Weidenröschen) vorhanden sein, kann der
Zusatz von 0,1-0,2 l/ha Hoestar Super oder 30 g/ha Pointer SX (§22) sinnvoll sein.
Beim verstärkten Einsatz von Sulfonylharstoffen (Katana, Maister, Hoestar Super, Pointer SX) können auf die Dauer Schäden an
den Baumen auftreten.
Falls notwendig (bei bereits aufgelaufene Unkräutern) kann noch ein tallowaminfreies
Glyphosat (z.B. 1 l/ha Durano TF (360 g/l) oder 0,8 l/ha Glyphos Supreme (450 g/l))
dazugegeben werden.
Auf Gallmilben achten
Die Gallmilben überwintern in Knospen/Rindenritzen und besiedeln von dort aus im
Frühjahr die jungen Nadeln. Mitte März bis Anfang April sollte eine Behandlung mit
Netzschwefel z.B. Kumulus WG mit 2-3 kg/ha je Meter Baumhöhe erfolgen.
Nach dem Austrieb können gegen Gallmilben Akarizide wie Envidor 200-400 ml/ha ,
Masai 300-600 g/ha oder Ordoval 250-500 g/ha (Aufwandmenge abhängig von der
Baumhöhe) zum Einsatz kommen.
Tannentrieblaus an Abies nordmanniana
Tannentriebläuse sind häufig an Nordmanntannen zu finden. Sie legen ihre Eier ab
Ende März/Anfang April zwischen die Nadeln. Der Schlupf der Läuse erfolgt im Mai
zum Knospenschwellen. Die Tiere saugen dann bis in den Juni hinein. Eine Bekämpfung
der Tiere ist mit Karate Forst flüssig 75 ml/ha, Karate Zeon 75 ml/ha (§22), Trafo WG
150g/ha (§22) und Mospilan SG 150-300 g/ha je nach Baumhöhe möglich.
Wichtig ist eine frühe Bekämpfung, d. h. bereits zum Befallsbeginn (Ende März / Anf.
April).
Eine zweite Behandlung zum beginnenden Austrieb kann dann mit Mospilan SG
durchgeführt werden. Je nach Befall kann auch noch eine dritte Behandlung notwendig
sein. Bei allen Maßnahmen sollte auf eine ausreichende Benetzung der Bäume
geachtet werden.
Bei Fragen wenden Sie sich an Ihre zuständige Genossenschaft
oder an Frank Uwihs AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung
Tel.: 0511/ 8075-3403, Fax: -5403, Mobil: 0173-7042204
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