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Ausgabe 2/2014
AUSBILDUNG
aktuell
Deutscher Qualifikationsrahmen
Kleiner Zusatz, große Wirkung
IHK-Prüfungszeugnisse weisen von diesem Sommer an die DQR-Einstufung,
das Niveau des Abschlusses im Qualifikationsrahmen, aus – ein Service, von
dem Personalchefs und Absolventen
profitieren.
Der Zusatz steht in der vorletzten Zeile, direkt über der Berufsschulnote: Die
Prüfungszeugnisse, die die IHK für München und Oberbayern für Abschlüsse der
Berufsbildung ausstellt, enthalten von
diesem Sommer an eine weitere Zahl –
die Niveau-Stufe, die diesem Abschluss
vom Deutschen und Europäischen Qualifikationsrahmen zugeordnet wird.
Rund 18.000 Prüfungszeugnisse stellt
die IHK pro Jahr aus. Künftig sollen auch
die Weiterbildungszeugnisse diesen Zusatz erhalten. Was sich auf den ersten
Blick etwas technokratisch liest, hält Dr.
Josef Amann, IHK-Bereichsleiter Berufsbildung, für nicht weniger wichtig wie
die Angabe der erzielten Punkte in der
schriftlichen und mündlichen Prüfung.
Im EQR und im deutschen Gegenstück,
dem DQR, werden acht Qualifikationsniveaus definiert. Die Skala reicht von 1,
für einfachste, weisungsgebundene
Tätigkeiten, bis 8, der selbstständigen
Forschungsarbeit für Promotionsabschlüsse. Ziel des Ganzen: Berufs- und
Bildungsabschlüsse EU-weit vergleichbar machen.
Er hält das für ein ganz wichtiges Signal für die Berufs- und Ausbildungsentscheidung der Schulabgänger. „Der sperrige Begriff Qualifikationsrahmen steht
für die gute Botschaft: In Deutschland
hat jeder die Chance zum Aufstieg, über
den akademischen Weg genauso wie
über den Weg der beruflichen Bildung“,
erklärt Amann.
„Das ist der logische Schritt: Wer den
EU-Binnenmarkt fördern will, muss
auch die Mobilität von Fachkräften,
Arbeitnehmern und Hochqualifizierten
unterstützen“, sagt Amann. Bedauerlich
sei lediglich, dass die Öffentlichkeit von
diesem wichtigen Prozess bislang wenig
Notiz genommen habe.
So stünden auf Level 7 beruflich Fortgebildete („Strategic Professionals“) neben
dem Master mit Fachhochschul- oder
Uni-Abschluss. Die drei- und dreieinhalbjährigen Ausbildungsberufe stehen
auf Stufe 4. Das entspricht in allen
anderen europäischen Ländern dem
höchsten Abschluss der allgemeinbildenden Schulen.
Amann hält die Berufsbildung für den
großen Gewinner von EQR und DQR.
Vor allem in Deutschland hatte sich die
Hochschulwelt lange Zeit entschieden
gegen die Vergleichbarkeit ihrer akademischen Grade mit Abschlüssen der
Berufsbildung gewehrt.
„Unsere Arbeitswelt wird immer komplexer. Als Folge ist auch die Zahl der
Ausbildungsberufe und Weiterbildungen stetig gestiegen. Die DQR-Einstufung schafft Übersicht. Chefs sehen auf
einen Blick, was der Abschluss wert ist“,
sagt Amann. Er hält es für einen großen
Fortschritt, dass es die Qualifizierungsrahmen überhaupt gibt.
Der deutsche Hochschulverband kritisierte das Vorhaben als Versuch, „den
Unterschied von beruflicher und akademischer Bildung durch pauschale
Gleichsetzungen einzuebnen“. IHKFachmann Amann sagt, für Wirtschaft
und Fachkräfte-Angebot sei es wichtig
gewesen, dass die Politik den Qualifikationsrahmen durchgesetzt habe.
Zu verdanken ist dies einer gemeinsamen Initiative von EU-Parlament und
Europäischem Rat, die im Jahr 2008 einen Europäischen Qualifikationsrahmen
(EQR) beschlossen haben. Die Nationalstaaten wurden aufgefordert, ihre nationalen Qualifikationssysteme bis 2010
an diesen Rahmen zu koppeln.
Sehr zum Ärger der Hochschul-Rektoren, sagte die damalige Bundesbildungsmininisterin Annette Schavan, die
größte bildungspolitische Wirkung werde die Entscheidung haben, den Meister
dem gleichen Niveau zuzuordnen wie
dem Bachelor. „Diese Aufwertung des
Meisters entspricht der wirtschaftlichen
Realität“, meint IHK-Experte Amann.
„Diese Rangliste wird unsere amtliche
Bildungspolitik ergänzen und beeinflussen, weil immer mehr internationale Headhunter und Personalchefs sie
bei der Bewerberauswahl verwenden
werden“, sagt Amann. Insofern sei die
Ergänzung der IHK-Zeugnisse mit dem
DQR-Wert ein wichtiger Service auch
für die Absolventen.
Nicht nur in Deutschland werden gute
Fachkräfte knapp – sie sind der Rohstoff, um den die Unternehmen heute
auch grenzüberschreitend immer heftiger konkurrieren. „Die Angabe des DQRNiveaus wird auf allen Jobbörsen bald
selbstverständlich sein. Das wird den
Wert unserer IHK-Abschlüsse unterstreichen. Wer eines unserer Zeugnisse
in der Tasche hat, dem stehen auch in
unseren Nachbarländern fast alle Türen
offen“, betont Amann.
Weitere Informationen und die DQRZeugniserklärungen erhalten Sie unter
www.ihk-muenchen.de, Webcode: FEBD2.
|1
2 | Ausbildung aktuell 2/2014
1
z. B. Einstiegsqualifizierung
z. B. geprüfter Servicetechniker
Weitere Informationen
Weitere
Informationenfinden
findenSie
Sieunter
unterwww.dqr.de
www.dqr.de
DQR und EQR fördern außerdem das lebenslange Lernen, das für eine
berufliche Karriere unverzichtbar ist. Die Zuordnung eines Abschlusses
im DQR hilft dabei, eine geeignete Weiterbildung auszuwählen. Einen
Anrechnung von
von Bildungsleistungen,
Bildungsleistungen, die
Rechtsanspruch auf die Anrechnung
Bildungsgängen oder die Einordnung in
Zulassung zu bestimmten Bildungsgängen
eine bestimmte Gehaltsstufe gibt es durch die DQR-/EQR-Zuordnung
jedoch nicht.
selben Stufe
Stufe wie der
IHK-Fortbildungsabschlüsse befinden sich auf der
derselben
Bachelorabschluss der Hochschulen. Es wird deutlich, dass bestimmte
Fortbildungsabschlüsse und akademische Abschlüsse in Deutschland
gleichwertig sind.
z. B. 3- und 3 ½-jähriger Berufsabschluss
z. B. 2-jähriger Berufsabschluss
z. B. Berufsausbildungsvorbereitung
2
3
4
5
z. B. Master,
strategischer IT-Professional
z. B. Promotion
8
z. B. Meister, Fachwirt, Bachelor
6
7
DQR-Niveau
DQR-Niveau
DQR-Niveau
DQR-Niveau
DQR-Niveau
DQR-Niveau
DQR-Niveau
DQR-Niveau
aus: Niveaubeschreibung DQR
„Über Kompetenzen zur selbständigen Planung und
Bearbeitung fachlicher Aufgabenstellungen in einem
umfassenden, sich verändernden Lernbereich
oder beruflichen Tätigkeitsfeld verfügen.“
Für Absolventen der beruflichen Bildung in Deutschland gilt:
Ausbildungsabschlüsse mit einer regulären 2-jährigen Ausbildungszeit sind dem Niveau 3 zugeordnet, Ausbildungsabschlüsse
mit einer regulären 3-jährigen und 3 ½-jährigen Ausbildungszeit
dem Niveau 4 und Fortbildungsabschlüsse wie Fachwirt und
Meister dem Niveau 6.
Am 1. Mai 2013 ist der Deutsche
(kurz: DQR) in
Deutsche Qualifikationsrahmen
Qualifikationsrahmen (kurz:
Kraft getreten. Er überträgt
überträgt das
das achtstufige
achtstufige Modell
Model des Europäischen
Europäischen
Qualifikationsrahmens
(kurz:EQR)
EQR)
deutsche
Bildungssystem,
Qualifikationsrahmen (kurz:
aufauf
dasdas
deutsche
Bildungssystem
um
um
Vergleichbarkeit
die Landesgrenzen
zu schaffen.
eineeine
Vergleichbarkeit
über über
die Landesgrenzen
zu schaffen.
SomitSomit
ententsprechen
DQR-Niveaustufen
jeweiligen
EQR-Niveaustufen.
sprechen die die
DQR-Niveaustufen
den den
jeweiligen
EQR-Niveaustufen.
Was bedeutet das DQR-Niveau
auf meinem IHK-Zeugnis?
Titelthema
Europa
Fachkräfte für Europa – Erfahrungen aus dem Projekt Chemlab II
Europaweit gibt es bislang sehr unterschiedliche Ausbildungsstandards für den Beruf des Chemielaboranten. Manche Länder bilden sehr theorielastig aus und setzen sogar
ein Studium voraus. In Deutschland existiert hingegen ein
duales Ausbildungssystem, bei dem die Auszubildenden die
Berufsschule besuchen, aber auch von Beginn an praxisnah in einem Unternehmen lernen. Die Ausbildung zum/zur
Chemielaboranten/-innen in Deutschland hat jedoch einen
stark nationalen Fokus. Auszubildende haben kaum Gelegenheit, Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Das Projekt
CHEMLAB II, das durch das „Lifelong Learning“-Programm
“Leonardo Da Vinci – Innovationstransfer“ der EU gefördert
wurde, wollte daher einerseits in den teilnehmenden Partnerländern Griechenland, Polen und Türkei das duale System
ins Leben rufen, andererseits die deutschen Auszubildenden
durch die integrierten ECVET-Module mit dem Schwerpunkt
Analytik fit für Europa machen. Als weiteres Partnerland beteiligte sich Georgien mit Projektförderung durch die GIZ.
Nicht alle Ideen und Planungen konnten umgesetzt werden.
Viele europäische Länder haben die duale Ausbildung als möglichen Ausweg aus der Falle Jugendarbeitslosigkeit ausgemacht
und ändern ihre nationalen Bildungsgesetze oder planen, dies
in den kommenden Jahren zu tun. Gleichzeitig stehen diese
Länder vor der Herausforderung, quasi eine gesellschaftliche
Akzeptanz für den Lern- und Lehrort Betrieb zu erreichen. Ein
schwieriges Unterfangen, wenn in diesen Bildungssystemen
bisher Qualität in der Bildung vor allem mit einer akademischen Qualifizierung gleichgesetzt und das Unternehmen nur
als Arbeitsort gesehen wird, an dem bestenfalls unstrukturierte Praktika durchgeführt werden. Die Einführung einer dualen
Chemielaboranten-Ausbildung in Reinform entpuppte sich als
nahezu aussichtslos angesichts dieser neuen Herausforderungen. Sehr nah am deutschen Vorbild entwickelte sich das Modell in Georgien. In allen Partnerländern haben die beteiligten
Universitäten spezielle Seminare für die beteiligten jungen
Menschen angeboten, die sich noch in der Ausbildung oder im
Studium befinden oder bereits im Arbeitsprozess stehen. Die
Unternehmen in den Partnerländern wurden mit einbezogen
und ihre Ausbilder erhielten eine „Ausbilderschulung“. Die Unternehmen verstanden die Philosophie und die Vorteile einer
eng am und im Betrieb durchgeführten Ausbildung, selbst vor
dem Hintergrund dann notwendiger eigener Investitionen.
Erfolgreich umgesetzt wurden in jedem Fall die ECVET-Module. Sechs deutsche Auszubildende absolvierten vier- bis
fünfwöchige internationale Seminare an den Universitäten
in Thessaloniki (Environmental Analysis), Poznan (Cosmetics
Analysis) und Istanbul (Water Analysis). Weitere Auszubildende konnten an den von der TU München angebotenen Seminaren teilnehmen. Alle beteiligten deutschen Auszubildenden
und internationalen Teilnehmer an diesen Seminaren absolvierten eine eigene internationale Kompetenzfeststellung in
Englisch mit eigener IHK-Zertifizierung. Für die an den ECVETModulen teilnehmenden deutschen Auszubildenden wurde
zudem der „Europass Mobilität“ ausgestellt.
CHEMLAB II sollte dazu beitragen, den Bedarf an gut ausgebildeten Chemielaboranten in Europa zu decken und schließlich auch der Jugendarbeitslosigkeit, die in praktisch allen
beteiligten Ländern eine erhebliche Rolle spielt, entgegenzutreten. Die gemachten Erfahrungen werden weiterverarbeitet:
Für 2015 ist ein Folgeprojekt geplant, das u. a. die Themen
„internationale Ausbildungsmodule“ und „Zertifizierung“ verstärkt bearbeiten soll.
Die entwickelten internationalen ECVET-Module werden auch
in diesem Jahr von fast allen Partneruniversitäten angeboten. Alleine die TU München wird ihre Seminare zur Analytik
organischer Moleküle mittels LCMS für die Bereiche Lebensmittel-, Wasser- und Umweltanalytik anbieten. Die Erfahrung
hat gezeigt, dass sie sowohl für Auszubildende ab dem zweiten/dritten Ausbildungsjahr wertvoll sein können, aber auch
als klassische Weiterbildung für Mitarbeiter in Unternehmen,
die im Bereich der Analytik ihr Wissen erweitern sollen.
Nähere Informationen zu den aktuellen Modulen erhalten Sie
bei: Analytische Forschungsgruppe, PD Dr. T. Letzel, PD Dr. Johanna Graßmann, Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft,
Am Coulombwall 8, 85748 Garching, Tel: +49.89 28913780
oder Tel: +49.89 28913709, t.letzel@wzw.tum.de oder
­johanna.grassmann@wzw.tum.de.
Webcode: EEAD5
Ausbildung aktuell 2/2014 | 3
Recht | Prüfungen
Keine Ausbildung ohne geeigneten Ausbilder
Das Arbeitsgericht Hamm hat am 18.07.2013 mit Az 4 Ca
2365/12 einer Auszubildenden nach § 23 Berufsbildungsgesetz Schadensersatzansprüche zugesprochen.
Dabei schlossen die Parteien einen Berufsausbildungsvertrag,
der bei der zuständigen Stelle nicht eingetragen war. Hinzu
kam, dass ein geeigneter Ausbilder nach der AEVO an der Ausbildungsstätte nicht vorhanden war. Zwar soll die Ausbildung
von einer anderen Person durchgeführt worden sein, die Voraussetzungen, die das Berufsbildungsrecht jedoch klar definiert, waren nicht gegeben. In den Gründen stellte das Gericht
fest, dass davon auszugehen war, dass eine ordnungsgemäße
Ausbildung nicht stattgefunden hat. Die Durchführung der
Ausbildung sei allerdings die wesentliche Verpflichtung des
Ausbilders aus dem Ausbildungsvertrag, da der Schwerpunkt
des Ausbildungsverhältnisses nicht in der Arbeitsleistung des
Auszubildenden und der entsprechenden Vergütungszahlung,
sondern in der Gewährung der fachbezogenen Berufsausbildung zu sehen sei. Die Verpflichtung aus dem Ausbildungs-
vertrag zur Ausbildung sei damit nicht erfüllt, weshalb der
Auszubildenden Schadensersatzansprüche zustehen. Der
Schaden besteht letztlich darin, dass von Seiten der Auszubildenden die Arbeitskraft zu einem nicht marktgerechten
Preis zur Verfügung gestellt wurde. Die geringfügige Ausbildungsvergütung stelle nur dann einen angemessenen Gegenwert zur erbrachten Arbeitsleistung des Auszubildenden im
Betrieb dar, wenn darüber hinaus die geschuldete Ausbildung
gewährt wird. Unterbleibt dies, entsteht dem Auszubildenden
ein Schaden in der Höhe der Differenz der gewährten Ausbildungsvergütung und einer angemessenen für die Tätigkeit
üblicherweise geschuldeten Vergütung.
Das Gericht weist darauf hin, dass es Sache des Ausbildungsbetriebes sei, dafür Sorge zu tragen, dass für den gesamten Ausbildungszeitraum ein geeigneter Ausbilder zur Verfügung steht.
Das Gericht stellte fest, dass möglicherweise ein weiterer Schadensersatzanspruch in der Zukunft für eine um wohl ein Jahr
später abgeschlossene Ausbildung begründet werden kann.
Zwischenprüfung in kfm. und kfm.-verwandten A
­ usbildungsberufen
Terminplan ­Frühjahr 2015
Termine von der Anmeldung bis zum Versand der Teilnahmebescheinigung
Versand der „Aufforderung zur Anmeldung“
Anmeldeschluss
Versand der Einladungen
Versand der Teilnahmebescheinigungen
Ende Oktober 2014
Ende November 2014
zwei Wochen vor Prüfungstermin
Ende April 2015
Prüfungstermine
Kaufmännische/kaufmännisch-verwandte
­Ausbildungs­berufe
Schriftliche Prüfung
Fertigkeitsprüfung
25. Februar 2015
Mitte Februar bis Ende März 2015
Terminplan Herbst 2015
Termine von der Anmeldung bis zum Versand der Teilnahmebescheinigung
Versand der „Aufforderung zur Anmeldung“
Anmeldeschluss
Versand der Einladungen
Versand der Teilnahmebescheinigungen
Ende Mai 2015
Ende Juni 2015
zwei Wochen vor Prüfungstermin
Ende November 2015
Prüfungstermine
Schriftliche Prüfung
Kaufmännische/kaufmännisch-verwandte
­Ausbildungs­berufe
30. September 2015
Fertigkeitsprüfung
Mitte September bis
Ende Oktober 2015
Die Prüfungstermine finden Sie auch online zum Download unter www.muenchen.ihk.de,
Aus- und W
­ eiterbildung, Ausbildungsprüfungen.
WEBCODE: BBAD2
4 | Ausbildung aktuell 2/2014
Prüfungen
Zwischenprüfung für die gewerblich-technischen und graphischen Ausbildungs­
berufe und Abschlussprüfung Teil 1 für die neu geordneten Elektroberufe, Metallberufe und fahrzeugtechnischen Berufe
Terminplan Frühjahr 2015
Termine von der Anmeldung bis zum Versand der Teilnahmebescheinigung
Versand der „Aufforderung zur Anmeldung“
Anmeldeschluss
Versand der Einladungen
Versand der Teilnahmebescheinigungen
Anfang Oktober 2014
Ende Oktober 2014
zwei Wochen vor Prüfungstermin
Ende Mai 2015
Prüfungstermine
Schriftliche
­Aufgabenstellung
Alle gewerblich-technischen Ausbildungsberufe,
ausgenommen:
Elektroberufe Teil 1
Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik
Elektroniker/-in für Gebäude- und Infrastruktursysteme
Fahrzeugtechnische Berufe Teil 1
Metallberufe Teil 1
Mechatroniker/-in Teil 1
Technische/r Produktdesigner/-in – integrierte Prüfung
Technische/r Systemplaner/in – integrierte Prüfung
Bauzeichner/-in – integrierte Prüfung
Graphische Berufe
Technische/r Modellbauer/-in
Naturwissenschaftliche Berufe Teil 1
Praktische Aufgabe
19. März 2015
17. März bis 25. April 2015
18. März 2015
4. März bis 17. März 2015
18. März 2015
19. März bis 27. März 2015
18. März 2015
19. März bis 16. April 2015
17. März 2015
18. März bis 26. März 2015
14. April 2015
15. April bis 13. Mai 2015
17. März 2015
--18. März 2015
--19. März 2015
--17. – 19. März 2015
17. Februar bis 25. April 2015
17. März 2015
18. März bis 10. April 2015
siehe Terminpläne für die Sommer- bzw. Winterprüfungen
Terminplan Herbst 2015
Termine von der Anmeldung bis zum Versand der Teilnahmebescheinigung
Versand der „Aufforderung zur Anmeldung“
Anmeldeschluss
Versand der Einladungen
Versand der Teilnahmebescheinigungen
Ende Mai 2015
Ende Juni 2015
zwei Wochen vor Prüfungstermin
Ende Oktober 2015
Prüfungstermine
Schriftliche
­Aufgabenstellung
Alle gewerblich-technischen Ausbildungsberufe,
ausgenommen:
Elektroberufe Teil 1
Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik
Elektroniker/-in für Gebäude- und Infrastruktursysteme
Fahrzeugtechnische Berufe Teil 1
Metallberufe Teil 1
Mechatroniker/-in Teil 1
Technische/r Produktdesigner/-in – integrierte Prüfung
Technische/r Systemplaner/in – integrierte Prüfung
Bauzeichner/-in – integrierte Prüfung
Geomatiker
Technische/r Modellbauer/-in
Naturwissenschaftliche Berufe Teil 1
Praktische Aufgabe
24. September 2015 15. September bis 20. Oktober 2015
23. September 2015 15. September bis 22. September 2015
23. September 2015 24. September bis 1. Oktober 2015
23. September 2015 24. September bis 20. Oktober 2015
22. September 2015 23. September bis 20. Oktober 2015
15. September 2015 16. September bis 15. Oktober 2015
22. September 2015 --23. September 2015 --17. September 2015 --24. September 2015 15. September bis 20. Oktober 2015
22. September 2015 23. September bis 20. Oktober 2015
siehe Terminpläne für die Sommer- bzw. Winterprüfungen
Eine Detailauflistung der Berufe zur schriftlichen Abschlussprüfung finden Sie unter
http://www.stuttgart.ihk24.de/aus_und_weiterbildung/pal/Aktuelles/Pruefungstermine/
Ausbildung aktuell 2/2014 | 5
Prüfungen
Qualitätscheck Prüfungen – Befragung der Teilnehmer
an den A
­ bschlussprüfungen Sommer 2011 und Sommer 2013
Wie kommen die IHK-Prüfungen bei den direkt Betroffenen,
den Prüflingen, an? Wie bewerten sie Organisation, Vorbereitung und Durchführung?
Zur Qualitätssicherung und -verbesserung befragte die IHK
München alle im Nachgang der Sommer-Abschluss­prüfungen
2011 9.860 und 2013 9.697 ehemaligen Auszubildenden. An
Ergebnisse, alle Berufe
diesen Online-Umfragen beteiligten sich 1.586 (Sommer
2011) und 1.001 (Sommer 2013) Prüfungsteilnehmer/-innen.
Die Rücklaufquoten betrugen damit mehr als 10 Prozent
bzw. über 16 Prozent. Insgesamt stellten die Prüflinge in
beiden Befragungen den IHK-Prüfungen ein gutes Zeugnis
aus. Die detaillierten Ergebnisse der 14 Fragen sind im Diagramm dargestellt.
1,95
1,89
1
Positionen der Befragung:
Im Vorfeld der Prüfung
1Ich fühlte mich durch den Ausbildungsbetrieb gut auf die Prüfung vorbereitet
1aIch fühlte mich durch den Ausbildungsbetrieb gut auf das Arbeitsleben vorbereitet
2Ich fühlte mich durch die Berufsschule gut
auf die Prüfung vorbereitet
2bIch fühlte mich durch die Berufsschule gut
auf das Arbeitsleben vorbereitet
3Die Prüfung wurde durch die IHK-Mitarbeiter
gut organisiert
Schriftliche Prüfung
4 Die Atmosphäre war angenehm
5
Die Prüfung verlief organisatorisch reibungslos
6Während der Prüfung kam es häufig zu
Störungen (bereits umgepolt!)
7 Die Aufgabenstellungen waren verständlich
Mündliche/praktische Prüfung
8 Die Atmosphäre war angenehm
9
Die Prüfung verlief organisatorisch reibungslos
10Für die Prüfung benötigte Medien bzw.
technische Materialien waren vorhanden
11Während der Prüfung kam es häufig zu
Störungen (bereits umgepolt!)
12 Die Aufgabenstellungen waren verständlich
Rückblick
13Ich fühlte mich von den Prüfern korrekt
behandelt
14 Ich war auf die Prüfung gut vorbereitet
1,63
1,63
1a
2,06
2,03
2
2,56
2,54
2b
1,64
1,66
3
4
1,53
1,50
1,34
5
1,60
1,67
6
7
1,91
8
1,55
1,42
9
1,47
1,44
1,36
1,44
11
1,76
1,72
1,56
1,51
13
Sommer 2013
1,67
1,61
14
1,73
1,67
gesamt (1–14)
0,0
0,5
Neben den engeren Fragen zur Prüfung wollten wir von den
Prüflingen wissen, ob sie in einem Arbeitsverhältnis stehen bzw.
ob sie vom eigenen Ausbildungsbetrieb übernommen wurden.
Von den Befragten im Jahr 2011 befanden sich 76,3 Prozent in
einem Beschäftigungsverhältnis, davon 83,4 Prozent im ehemaligen Ausbildungsbetrieb. 2013 standen 77,0 Prozent in einem Arbeitsverhältnis, davon 78,3 Prozent im Ausbildungsbetrieb. Die Ergebnisse sind insgesamt positiv und ergänzen die
Ergebnisse der DIHK-/IHK-Online-Umfrage zur Ausbildung, in
der im Frühjahr 2013 über 60 Prozent der Ausbildungsbetriebe signalisierten, mindestens drei Viertel ihrer Auszubildenden
übernehmen zu wollen. Insgesamt planten bei der Umfrage
6 | Ausbildung aktuell 2/2014
2,10
1,51
1,45
10
12
Sommer 2011
1,74
1,0
1,5
2,0
2,5
3,0
fast 73 Prozent der oberbayerischen Unternehmen, mindestens die Hälfte ihrer erfolgreichen Prüflinge zu übernehmen.
Die Ergebnisse dieser beiden Befragungen der Prüflinge wurden dem Berufsbildungsausschuss (BBA) der IHK München
vorgestellt. Die Mitglieder des BBA haben die Ergebnisse sehr
positiv zur Kenntnis genommen und ausdrücklich allen ehrenamtlichen IHK-Prüferinnen und IHK-Prüfern ihr Kompliment
und ihre Anerkennung ausgesprochen.
Wir sind im IHK-Prüfungswesen auf dem richtigen Weg und danken unseren Prüferinnen und Prüfern für ihr großes Engagement.
Projekte
IHK Kinder Business Week 2014
Wer könnte unserer Jugend nicht besser etwas über den Ehrbaren Kaufmann, starken Unternehmergeist und das positive
Unternehmertum erzählen als die verantwortlichen Unternehmer selbst? Leider wird aber das Unternehmerbild in der
Öffentlichkeit oftmals nur durch negative Einzelfälle und Erzählungen von Dritten bei unseren Kindern geprägt. Mit der
Kinder Business Week möchte die IHK für München und Oberbayern das ändern.
Eine der wichtigsten Aufgaben der Gesellschaft ist es, die Visionen und Ideen und den Glauben an die eigene Kraft in der
nächsten Generation zu verankern.
Durch den direkten Kontakt zu erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmern sollen die Kinder schon frühzeitig mit
wirtschaftlichen Themen in Berührung kommen und ihr Unternehmergeist geweckt werden.
Dabei spielen auch die Werte eines Ehrbaren Kaufmanns eine
wichtige Rolle. Diese Werte, wie Fairness und nachhaltiges
Wirtschaften, werden den Kindern im Rahmen der Business
Week näher gebracht. Im Rahmen von verschiedenen Workshops und Vorträgen erleben die Kids live und aus erster Hand
die Wege und die Überlegungen erfolgreicher Unternehmerinnen und Unternehmer unterschiedlichster Branchen. Sie
entdecken so die Freude am Unternehmertum und die Lust
am Umsetzen kreativer Ideen.
Sie möchten gerne Ihre ganz persönliche Erfolgsgeschichte,
Ihren Weg, Ihre Visionen und Werte erzählen oder vortragen?
Wir laden Sie herzlich ein, vom 27. bis 30. Oktober 2014 in
den Räumen der IHK Akademie München an der 1. Bayerischen IHK Kinder Business Week teilzunehmen.
Weitere Informationen und erste Eindrücke finden Sie unter
www.muenchen.ihk.de/bildung. Oder kontaktieren Sie uns
einfach unter hubert.schoeffmann@muenchen.ihk.de.
IHK-Bildungspartnerschaften – Ein Gewinn für Schulen und Unternehmen
bayern unterstützt den Auf- und Ausbau von Partnerschaften
zwischen Schulen und Unternehmen.
Die ersten Ausbildungsbetriebe in Oberbayern haben bereits
eine Bildungspartnerschaft mit einer Schule vereinbart.
Es wird immer schwieriger, geeignete Auszubildende zu finden. „Der Mangel an qualifizierten Ausbildungsbewerbern
ist für die oberbayerische Wirtschaft mittlerweile ein ernstes
Problem mit langfristigen Folgen“, dieser Meinung ist auch
Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der IHK für München
und Oberbayern. Denn die Azubis von heute sind die Fachkräfte von morgen!
Ein möglicher Weg für Unternehmen, dem Mangel an qualifizierten Ausbildungsbewerbern entgegenzuwirken ist es, sich
als Bildungspartner an Schulen zu engagieren. Damit kann die
Berufsorientierung, die gezielte Berufswahl und die Ausbildungsreife der Jugendlichen sinnvoll unterstützt werden. Mit
Bildungspartnerschaften können sich die Unternehmen gegen
den Fachkräftemangel wappnen und in die eigene Zukunft
investieren! Ein neues Projekt der IHK für München und Ober-
Im Laufe eines Schuljahrs lernen die Jugendlichen jetzt ganz
praktisch die Ausbildungsberufe in unterschiedlichen Branchen kennen: Sie werfen bei Betriebsführungen einen Blick
hinter die Kulissen der Ausbildungsbetriebe und erfahren
Wissenswertes rund um die duale Berufsausbildung. Im Modul „Ausbildungsbotschafter“ erhalten die Schüler zum Beispiel die Informationen zum Thema duale Ausbildung direkt
aus erster Hand von Auszubildenden, die den Klassen ihren
Ausbildungsberuf vorstellen. Auch die Bewerbung um einen
Ausbildungsplatz ist ein beliebtes Thema einer Bildungspartnerschaft. Direkt von Personalleitern bekommen die Jugendlichen Tipps für das Bewerbungsschreiben und das Vorstellungsgespräch.
Auch Sie wollen mit Ihrem Unternehmen Bildungspartner
einer Schule werden?
Wir beraten Sie gerne zu diesem Thema: Interessierte Unternehmen und Schulen können sich an die IHK für München
und Oberbayern wenden. Hier erhalten Sie Unterstützung
zum Auf- und Ausbau einer solchen Bildungspartnerschaft.
Ansprechpartnerin: Kathrin Häußler, Tel. 089 5116-1106,
E-Mail: kathrin.haeussler@muenchen.ihk.de.
Ausbildung aktuell 2/2014 | 7
Ausbildung | Termine
VerA macht Auszubildende fit für den Beruf
Leider bricht in der Bundesrepublik jeder fünfte Auszubildende seine Ausbildung vorzeitig ab. Natürlich bedeutet nicht
jede Auflösung einen Abbruch oder Ausstieg aus der Berufsausbildung. Dennoch gibt es zu viele Fälle, in denen das
Ausbildungsverhältnis aufgrund unterschiedlichster Probleme
vorzeitig beendet wird. Bei der demografischen Entwicklung
ist jeder Ausbildungsabbruch einer zu viel.
Deshalb fiel vor fünf Jahren der Startschuss für die SES-Initiative „VerA“, Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen und Stärkung von Jugendlichen in der Ausbildung. Inzwischen ist diese
Initiative eine echte Erfolgsgeschichte, denn mehr als 3000
Auszubildende haben das Angebot bereits in Anspruch genommen, bei steigendem Bedarf. Die Planungen gehen davon aus,
dass aufgrund des zunehmenden Bekanntheitsgrades allein im
Jahr 2014 mehr als 2000 Begleitungen durchgeführt werden.
Diese Initiative startete 2008 mit Unterstützung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), des
Deutschen Handwerkskammertages (DHKT) und des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB). Sie wird inzwischen bundesweit angeboten und soll auch dem aufziehenden Fachkräftemangel entgegenwirken.
Das Besondere von „VerA“ ist das Tandem-Modell, d. h. in der
Regel kümmert sich ein ehrenamtlicher Ausbildungsbegleiter
um einen Jugendlichen. Diese Senior-Experten werden im
Rahmen einer zweitägigen Schulung auf diese verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet. Die Erfahrung zeigt, dass die
fachliche und soziale Kompetenz dieser Experten, die einen
Auszubildenden betreuen, zum Erfolg führt.
Beruf, ein Bankkaufmann eine angehende Bürokauffrau oder
ein Restaurantfachmann einen Auszubildenden im Ausbildungsberuf Koch. Wichtig ist, dass sich der Experte mit seinem Auszubildenden versteht. Stimmt die Chemie und sind
beide bereit, die anstehenden Probleme in Angriff zu nehmen,
ist ein erster wichtiger Schritt zum Erfolg getan.
Ganz wichtig ist die Tatsache, dass die Begleitung, die auch schon
im Berufsvorbereitungsjahr beginnen kann, für den Auszubildenden, für die Eltern und für den Ausbildungsbetrieb kostenlos ist.
Die Intensität und die Dauer der Begleitung wird zwischen dem
Begleiter und dem Auszubildenden gemäß des individuellen Bedarfs festgelegt. Dies geschieht zum Beispiel bei sozialen Problemen, bei Konflikten im Ausbildungsbetrieb oder in der Berufsschule, bei anstehenden Prüfungen und verstärkt bei Jugendlichen mit
Benachteiligungen. Im Extremfall kann die Begleitung über die
gesamte Ausbildungszeit in Anspruch genommen werden.
Ein Anliegen dieser Initiative ist es auch, jungen Menschen
mit ausländischen Wurzeln, zum Beispiel bei Sprachproblemen, in der Ausbildung zu helfen und oftmals auch deren
Deutschkenntnisse zu verbessern.
SES sucht ständig neue Experten aus allen Berufsbereichen,
denn die Betreuung soll ja auch möglichst ortsnah erfolgen.
Das Interesse an dieser VerA – Initiative wächst von Tag zu
Tag. Sollte sich ein Leser dieses Artikels für diese Initiative interessieren, melden Sie sich bitte unter www.vera.ses-bonn.de
Für Auskünfte vor Ort steht auch der Regionalkoordinator Franz
Schropp unter muenchen@vera.ses-bonn.de zur Verfügung.
Im Rahmen von „VerA“ wird Hilfe konkret. Da unterstützt beispielsweise ein erfahrener Modellbauer einen Azubi in diesem
Azubi-Fit: Seminare für Auszubildende, Ingolstadt
Allgemeine Themen
Preis
Termin
Informationsverarbeitung für kfm. Berufe
140 €
18.10.2014
Prüfungsvorbereitungen
Preis
Termin
Bürokaufleute – schriftliche Prüfung
Kaufleute für Bürokommunikation – schriftliche Prüfung
Rechnungswesen / Kosten- und Leistungsrechnung – schriftliche Prüfung
IT-Berufe Teil A
IT-Berufe Teil B
340 €
340 €
340 €
180 €
390 €
8 x Mo ab 22.09.2014
8 x Do ab 25.09.2014
8 x Di ab 16.09.2014
4 x Di ab 23.09.2014
8 x Mi ab 01.10.2014
Wir weisen darauf hin, dass es auch noch andere Anbieter für diese Themen gibt. Mehr Informationen zu den Seminaren:
Daniela Schneewind, Geschäftsstelle Ingolstadt, Tel. 08 41/938 71 25, daniela.schneewind@muenchen.ihk.de, www.ihk-azubi.de
Herausgeber:
Industrie- und Handelskammer
für München und Oberbayern
Balanstraße 55–59, 81541 München
8 | Ausbildung aktuell 2/2014
Verantwortlich:
Dr. Josef Amann
Hildegard Falter
Konzeption:
R+S GmbH
München • Karlstadt
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Bildung
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