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Allgemeinsprachlicher Kurs - Berlin

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 Schülerforschungszentrum (SFZ ) Südwürttemberg Klösterle 1a, 88348 Bad Saulgau ®
Kontakt: Dr. Konstanze Nickolaus (PR-Referentin)
k.nickolaus@sfz-bw.de
29. Oktober 2014
Pressebericht
SFZ-­‐Standorte Bad Saulgau, Ulm, Ochsenhausen, Friedrichshafen/Überlingen, Tuttlingen, Tübingen, Wangen Telefon 07581/537726 Fax 07581/537727 URL www.sfz-­‐bw.de EMail Sekretariat: info@sfz-­‐bw.de Geschäftsleitung: Tobias Beck Vorsitzender des Trägervereins: Dr. Rolf Meuther Schülererfindung als Konkurrenz für
Pedelecs und E-Bikes?
Am Schülerforschungszentrum Tübingen (SFZ®) bauen Schüler
einen konventionellen Fahrrad-Nabendynamo zum Antrieb um.
Wer kennt das nicht? Da strampelt man sich bei Gegenwind die Beine müde und
erscheint völlig verschwitzt am Arbeitsplatz. Grund genug, tags darauf statt dem
Fahrrad das Auto zu nehmen, die Straßen zu verstopfen und die Luft zu verpesten.
Oder doch nicht? Dank einer einfachen aber genialen Schüleridee könnte es bald
möglich
sein,
den
liebgewonnenen,
eigenen
Drahtesel
kostengünstig
und
unkompliziert zum E-Bike aufzurüsten.
Dieser Plan treibt den 15jährigen Adrian Keil sowie Lukas Julien und Beat
Hagenlocher am Schüler-Forschungs-Zentrum (SFZ®) in Tübingen um. Zusammen
mit ihren Lehrern Christoph Schmid und Joachim Groß tüfteln sie seit zwei Jahren
daran, konventionelle Fahrräder durch Akku und Elektronik so aufzurüsten, dass der
bestehende Nabendynamo kurzerhand zum Antrieb umgewandelt wird. Den
Durchbruch haben sie nun erreicht. Der erste Prototyp funktioniert. Die noch
bestehenden Kinderkrankheiten werden sie in den Griff bekommen. Da sind sie sich
sicher.
Einmal pro Woche treffen sie sich in den Physik-Räumen des Carlo-SchmidGymnasiums zum Tüfteln, Diskutieren und Programmieren. Dabei ist die Schule nur
die Heimat des Physiklehrers Christoph Schmid und des Schülers Beat Hagenlocher.
Adrian Keil besucht das Kepler-, Lukas Julien das Technische Gymnasium und der
Physiklehrer Joachim Groß reist vom Graf-Eberhard-Gymnasium in Bad Urach an.
„Genau darin besteht aber der Sinn des Schüler-Forschungs-Zentrums: Schüler und
Lehrer aus verschiedenen Orten zusammenzubringen, schulübergreifend frei zu
experimentieren und gemeinsam Ziele zu verfolgen“, sagt Christoph Schmid, der den
SFZ-Standort in Tübingen leitet.
Das kann ein Wettbewerb im Bereich der Naturwissenschaften oder eine
Erfindermesse sein – auch Patente gingen schon aus Projekten des SFZ® hervor.
„Das SFZ® bietet Initiativen aus dem MINT-Bereich (Mathematik, Informatik,
Naturwissenschaften, Technik), die an Schulen oder auch privat entstehen, eine
Plattform sich zu entwickeln“, sagt Tobias Beck, der Gesamtleiter des SFZ®
Südwürttemberg.
Von
den
entsprechend
eingerichteten
Laboren,
über
die
Finanzierung benötigter Materialien bis hin zum Patentanwalt steht Schülern und
ihren Betreuern die gesamte Infrastruktur des SFZ® zur Verfügung. Für die Schüler
entstehen keinerlei Kosten.
Von eigenen SFZ®-Räumen, wie sie an anderen Standorten existieren, träumen auch
die Tübinger Schülergruppen. Bisher müssen sie die anspruchsvollen Versuche
immer auf- und abbauen, bevor sie an die eigentliche Forschung gehen können.
„Dadurch verschenken wir viel Zeit“, bedauert Adrian Keil. Schließlich muss in den
Räumen in Tübingen an anderen Tagen auch Unterricht stattfinden.
Notgedrungen weicht das Dynamo Projekt deshalb auch in unkonventionelle
Forschungslabors aus. So zeigte sich Adrians Kieferorthopäde Dr. Thomas Ney,
selbst begeisterter Tüftler und Gewinner des Artur-Fischer-Erfinder-Wettbewerbs, so
begeistert vom Projekt der Schüler, dass er ihnen das eigene zahntechnische Labor
zur Verfügung stellte. Dort konstruierten sie eine Mechanik, die am Zustand der
Kettenspannung erkennt, ob der Fahrradfahrer gerade in die Pedale tritt. Nur dann
darf der „Dynamo-Motor“ den Radler unterstützen – alles andere wäre ein Mofa.
„Der Vorteil, den Dynamo auch als Antrieb zu verwenden, besteht nicht nur darin,
dass die Anschaffungskosten eines Motors wegfallen“ erklärt Adrian begeistert, „wir
können so auch einiges an Gewicht sparen“. Die Schüler freuen sich darauf, mit dem
System nun an die Öffentlichkeit zu gehen. Neben einer Bewerbung beim ArturFischer-Erfinder-Wettbewerb steht die Präsentation bei Jugend Forscht auf dem
Programm. Adrian ist sich sicher: „Bis dahin werden wir auch noch für die letzten
Detailfragen Antworten haben.“
Neben dem Dynamo-Projekt gibt es am SFZ®-Standort Tübingen noch weitere
Schüler-Arbeitsgruppen aus den Bereichen Physik und Technik. Informationen dazu
erhalten alle Interessierten bei Christoph Schmid. c.schmid@csg-tuebingen.de Mit
den richtigen Räumen wären auch Chemie und Biologie-Projekte möglich.
Interessierte Schüler und Lehrer stehen bereit.
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Bildung
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