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13 Infoblatt 29.März-12.April 2015

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BRAUCHEN (STUDIERENDE AN)
PRIVATUNIVERSITÄTEN
EINEN OMBUDSMANN – ALS EIN TEIL
DER QUALITÄTSSICHERUNG?
Werkstattberichte 6/7
Werkstattbericht 11
IMPRESSUM Medieninhaber und Herausgeber: Ombudsstelle für Studierende (OS) Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Josef Leidenfrost, MA Bei der Erstellung dieser Broschüre haben mitgewirkt: Melanie Jeschko (OS), Cindy Keler (OS), Denise Soffried (OS)
Ihnen sei herzlich dafür gedankt. Titelblattgestaltung: Christian Smetana, Wien Innen-Layout: Mag. Stephanie Zwießler, Wien 1. Auflage, 1. Dezember 2013
Auflage: 200 Stück
Herstellung: BMWF
Weitere Exemplare können kostenlos bei der Ombudsstelle für Studierende bestellt werden, per E-Mail cindy.keler@bmwf.gv.at
oder per Telefon 01-53120-5544
Werkstattberichte der Ombudsstelle für Studierende:
Neben der Betreuung von individuellen Problemfällen an Universitäten und Hochschulen gehört auch der
institutionalisierte Dialog mit den Entscheidungsträgerinnen und -trägern sowie Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern der Institutionen vor Ort zu den Hauptaufgaben der Ombudsstelle für Studierende.
Dazu gibt es pro Kalenderjahr innerhalb des Jahresprogrammes der Ombudsstelle für Studierende
mehrere Spezialveranstaltungen, die sowohl generellen Arbeitsbereichen als auch Sonderthemen
gewidmet sind.
Ab dem Studienjahr 2008/2009 gab die Studierendenanwaltschaft, die Vorgängereinrichtung der
Ombudsstelle für Studierende, in diesem Zusammenhang als neues Informationsmedium die sogenannten
Werkstattberichte über die Erfahrungen aus der Alltagsarbeit und aus den Kontakten mit Studierenden
heraus. Darin wurden Präsentationen und Ergebnisse der einschlägigen Tagungen der
Studierendenanwaltschaft zu Spezialthemen auch einem größeren Interessentinnen- und
Interessentenkreis zur Verfügung gestellt.
Die bisher erschienenen Hefte behandelten "Studierendenanwaltschaft-Jahrestagung Preßburg 4.
und 5. März 2008", „Studieren mit Behinderung“, „Brauchen (Studierende an) Fachhochschulen
einen Ombudsmann?“, „Bologna nach dem Feiern: Qualität, Autonomie, Mobilität in der Praxis“,
„Der dritte Zyklus der „Bologna“-Studienarchitektur im österreichischen Hochschulsystem:
Praxisbeispiele,
Problemfelder“,
„Ist
hier/da/dort
jemand?
Vorschlagsund
Verbesserungsmanagement an österreichischen Hochschulen: Was es Studierenden und
Hochschulen bringen kann“, „Curriculum für Lehrveranstaltungen zur „Guten Wissenschaftlichen
Praxis“ sowie „Mediation an Hochschulen: Ein Konfliktvermittlungs-Instrument auch für
Studierende und Jungforscherinnen und -forscher“ und „Hochschulen als Objekte medialer
Begierden: Über Do’s und Dont’s in der Berichterstattung zu Themen rund ums Studium“ stehen
sowohl gedruckt als auch elektronisch über die Homepage der Ombudsstelle für Studierende
(www.hochschulombudsmann.at) zur Verfügung.
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 Inhaltsverzeichnis ÜBER DIESEN WERKSTATTBERICHT ...................................................................................... 5
Karl Wöber: Privatuniversitäten in Österreich: Zuviel oder zu wenig Rechtsrahmen? ...................... 6
Achim Hopbach: Hochschulische Qualitätssicherung (auch) durch Ombudsstellen ........................... 11
Josef Leidenfrost: Bisherige Beschwerden/Anliegen im Privatuniversitäten-Bereich bei der Studierendenanwaltschaft/Ombudsstelle für Studierende, Ein Erfahrungsbericht............................. 18
Viktoria Spielmann: Offizielle und inoffizielle Studierendenvertretungen (an Privatuniversitäten): Cui bono? .................................................................................................................................................... 28
Armin Mölk: Arbeitskreis A: Was sagt der privatrechtliche Ausbildungsvertrag? ........................... 32
Josef Leidenfrost: Arbeitskreis A: Was sagt der privatrechtliche Ausbildungsvertrag? ................. 35
Siegfried Stangl: Arbeitskreis B: Wie komme ich zu einer Hochschülervertretung?........................42
Maximilian Kopp: Arbeitskreis B: Die UMIT, ein Vorbild für andere Privatuniversitäten? ............. 61
LISTE DER TEILNEHMERINNEN UND TEILNEHMER .............................................................. 65
LEBENSLÄUFE...................................................................................................................... 67
TAGUNGSPROGRAMM ...................................................................................................... 70
3
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 BRAUCHEN (STUDIERENDE AN)
PRIVATUNIVERSITÄTEN
EINEN OMBUDSMANN – ALS EIN TEIL
DER QUALITÄTSSICHERUNG?
23. September 2013 St. Pölten
New Design University 4
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 Über diesen Werkstattbericht „Brauchen (Studierende an) Privatuniversitäten einen Ombudsmann – als ein Teil der
Qualitätssicherung?“ war der Titel einer gemeinsamen Veranstaltung der Ombudsstelle für Studierende,
des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung und der Agentur für Qualitätssicherung und
Akkreditierung Austria, die am 23. September 2013 an der New Design University in Sankt Pölten,
Niederösterreich, stattgefunden hat. Die wesentlichsten Zielgruppen waren Akteurinnen und Akteure aus
den Privatuniversitäten, darunter sowohl aus dem Bereich der Lehrenden als auch der Verwalter und
der Studierenden (vertreterinnen und -vertreter), des weiteren Interessierte aus dem Umfeld des Sektors
der Privatuniversitäten sowie die Interessensvertretungen aus diesem Bereich.
Mit der Neubegründung der Studierendenanwaltschaft im Wintersemester des Studienjahres
2000/2001 als zentrale Anlaufstelle für die Anliegen von Studierenden des gesamten tertiären Sektors
in Österreich zur Anlaufstelle auch für Anliegen aus dem Bereich der Privatuniversitäten geworden. Dies
manifestiert sich unter anderem auch in der Tatsache, dass die Ombudsstelle für Studierende eine
eigene Ausgabe in ihrer Publikationen-Serie der „Stichwort“-Hefte dem Thema „Stichwort?
Privatuniversitäten!“ gewidmet hat.
Hauptaufgaben der Veranstaltung waren neben der Plenar-Präsentation grundsätzlicher Überlegungen
zum Nutzen eines Hochschul-Ombudsmannes und eines Fallbeispiels einer studentischen Initiative zur
Errichtung einer solchen Stelle, weiters die Präsentation von Fallkategorien aus dem Bereich der
Privatuniversitäten sowie von Lösungsmodellen zu spezifischen Alltagsfragen. Gemeinsam mit den an
den Institutionen Verantwortlichen hat früher die Studierendenanwaltschaft (und seit Inkrafttreten des
Hochschul-Qualitätssicherungsgesetzes 2011) wiederholt Lösungen für Anliegen von Studierenden an
Privatuniversitäten gefunden, die nicht vor Ort zu klären waren. Auch darüber wurde berichtet.
Zwei parallele Arbeitskreise widmeten sich den Themen „Privatuniversitäten und Ombudsstelle: Was
sagt der privatrechtliche Ausbildungsvertrag?“ sowie „Wie komme ich zu einer Hochschülervertretung?“
mit entsprechenden Impuls-Referaten.
Als zentrale Punkte haben sich bei der Sankt Pöltner Tagung die Notwendigkeit einer besseren Präsenz
der Ombudsstelle für Studierende im Privatuniversitäten-Sektor und der Wunsch nach besseren
studienrechtlichen Bedingungen auch für Studierende an Privatuniversitäten herausgestellt, des weiteren
die effizientere Vertretung von Studierendeninteressen im Bereich der Privatuniversitäten durch eine
bessere Anbindung an die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft. Für das nächste
Arbeitsjahr (2013/14) wurden mehrere weitere Veranstaltungen zu diesen Themen initiiert.
Dr. Josef Leidenfrost, MA (Mediation)
Leiter der Ombudsstelle für Studierende, Hochschulombudsmann
5
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 Karl Wöber:
Privatuniversitäten in Österreich: Zuviel oder zu wenig Rechtsrahmen?
Ich möchte mich zunächst sehr herzlich für die Einladung bedanken. Für die 11 Privatuniversitäten in
Österreich, die ich heute vertreten darf, sind Fragen und Maßnahmen der Qualitätssicherung
existenziell und die heutige Veranstaltung wird daher von uns sehr ernst genommen. Die MODUL
University Vienna, die Privatuniversität, die ich für die nächsten 5 Jahre als Rektor und Mitglied der
Universitätsleitung führen darf, hat zwar noch keine Erfahrung mit der Ombudsstelle für Studierende
gemacht, ich weiß aber von Kolleginnen und Kollegen anderer Privatuniversitäten dass es Fälle gibt. In
diesem Zusammenhang darf ich der Ombudsstelle, und insbesondere Ihnen Herr Dr. Leidenfrost,
ausrichte, dass Ihre Arbeit seitens der Privatuniversitäten sehr geschätzt und begrüßt wird.
Die öffentlichen Diskussionen über mangelnde Qualität in den Massenfächern an öffentlich-rechtlichen
Universitäten und der Kampf um den heiß ersehnten Studienplatz nehmen einen großen Teil der
medialen Berichterstattung ein. Über Privatuniversitäten ist in Österreich erschreckend wenig bekannt.
Lassen Sie mich bitte daher zunächst ein paar Worte über die Bedeutung, das Selbstverständnis und
den Entwicklungsstand der Privatuniversitäten in Österreich etwas sagen, bevor ich mich der konkreten
Frage dieser Veranstaltung heute „Brauchen Privatuniversitäten einen Ombudsmann/frau (oder haben
wir bereits zu viele Vorschriften und Einrichtungen ähnlicher Natur)“ zuwende.
Privatuniversitäten spielen international, insbesondere in den USA und England, eine große Rolle und
leisten einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Staates und des Solidarwesens. In Österreich gibt es
aktuell 11 Privatuniversitäten die seit 14 Jahren über 150 Studiengänge und ein vielfältiges
akademisches Angebot anbieten. Einige Privatuniversitäten finanzieren sich aus Zuwendungen, andere
vollständig aus Studiengebühren – eine wichtige Unterscheidung auf die ich später noch zu sprechen
kommen werde.
Im Studienjahr 2011/12 verzeichnete der Privatuniversitätssektor mit +12% die höchste Zuwachsrate
unter allen drei Hochschulsektoren (FH: +5,1%, Unis: +2,9%); auch im letzten Studienjahr 2012/13
zeichnet sich wieder eine starke Steigerung ab (+3,6%). Insgesamt absolvieren derzeit zwar nur 2%
der Studierenden ein Studium an einer Privatuniversität (7,300), der Anteil der internationalen
Studierenden ist aber an Privatuniversitäten (39,3%) wesentlich höher als an FHs (14,2%) und
öffentlich-rechtlichen Universitäten (23,4%), sodass Privatuniversitäten einen nicht unwesentlichen
Beitrag zum österreichischen Know-How-Export beitragen.
Bei der Qualitätssicherung können Privatuniversitäten nicht nur durch ihr serviceorientiertes hochwertiges
Angebot, wie eine persönliche und individuelle Betreuung, sondern auch durch ihre Offenheit und der
uneingeschränkten Möglichkeit, die besten Studierenden und wissenschaftlichen MitarbeiterInnen zu
rekrutieren, punkten.
Das HS-QSG sieht für Privatuniversitäten sowohl eine institutionelle als auch eine
Studiengangsakkreditierung und -reakkreditierung vor. Die Ergebnisse dieser Evaluierungsverfahren
können, im Unterschied zu Bildungsanbietern des öffentlich-rechtlichen Sektors, existenziell sein.
Die praktische Auswirkung dieser Gesetzgebung möchte ich am Beispiel der MODUL University Vienna
beschreiben. Innerhalb der letzten 6 Jahre hat die Universität vier externe Evaluierungsprozesse von
der AQ Austria und einer weiteren externen Zertifizierungsstelle durchlaufen. Die Vorbereitungen für
die Reakkreditierung der Universität im Jahr 2014 haben vor einigen Wochen begonnen. Angesichts
der Tatsache, dass jeder dieser Prozesse für Vorbereitung, Evaluierung und Reflektion einen Zeitraum
von mindestens 12 Monaten in Anspruch genommen hat, kann man behaupten, dass die
6
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität fast ständig unter dem Druck einer externen
Evaluierung stehen.
Das Qualitätsverständnis an Privatuniversitäten ergibt sich aber nicht nur aus den sehr strengen
Akkreditierungsbestimmungen die es in Österreich gibt. An den Privatuniversitäten, wo die Finanzierung
überwiegend aus Studiengebühren erfolgt, hat die Qualitätserwartung an die Forschung und Lehre die
von den Studierenden ausgeht, mindestens gleich große Bedeutung wie die Anforderungen die von der
nationalen Akkreditierungsbehörde gestellt werden. Die meisten Privatuniversitäten haben daher
umfassende Qualitätssicherungssysteme etabliert welche oft weit über jene an öffentlich-rechtlichen
Universitäten vorhandene Systeme hinausgehen. Ich erlaube mir diesen Vergleich machen zu dürfen, da
ich selbst 19 Jahre an einer der größten öffentlich-rechtlichen Universitäten in Österreich tätig war.
Ich darf Ihnen Beispiele für Qualitätssicherungsinstrumente an der MODUL University Vienna geben,
wobei die Aufzählung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt:
Am wichtigsten sind sicher unsere Präventivmaßnahmen zur Vermeidung von Missverständnissen und
Konflikten.
Als dienstleistungsorientierte Universität haben wir dazu eine Servicestelle – das Student Service Center
– deren Hauptaufgabe die Unterstützung der Kommunikation zwischen allen Universitätsangehörigen ist
und deren Leistungsangebot sich an den Bedürfnissen der Studierenden orientiert. Das beginnt bereits
vor Studienbeginn und umfasst die Unterstützung zur Erlangung der notwendigen Einreise- und
Aufenthaltsgenehmigung, der Suche nach einer geeigneten Wohnmöglichkeit und beinhaltet auch
Teambuildingaktivitäten in der Orientierungsphase, was insbesondere für internationale Studierende
mit unterschiedlichen kulturellen Background ein ganz wichtiges Service ist. Innerhalb des Student
Service Centers gibt es auch eine Beschwerdestelle mit der Möglichkeit Beschwerden anonym
einzubringen.
Die MODUL University Vienna verfügt über ein umfassendes Study Mentoring Programm. In diesem
Programm erhält jeder Student/in bei Studienbeginn einen wissenschaftlichen Mitarbeiter/in als
persönlichen Mentor zugewiesen. Dieser persönliche Mentor dient als Vertrauensperson während des
gesamten Studiums und ist zur Verschwiegenheit verpflichtet. Zwei mal pro Jahr organisiert die
Universität Supervisionsveranstaltungen wo Probleme die von Studierenden genannt wurden besprochen
und allfällige Maßnahmen diskutiert werden.
Die Lehrveranstaltungsevaluierung ist eines der wichtigsten Instrumente zur Beurteilung der Lehrleistung.
Die
Institutsvorstände
führen
mit
jedem
wissenschaftlichen
Mitarbeiter/in
jährliche
Evaluierungsgespräche. Anders als zu meiner Zeit als Mitarbeiter einer öffentlich-rechtlichen Universität,
führen anhaltend schlechte Evaluierungen auch zu Konsequenzen. Seit 2007 haben wir uns nachweislich
von 23 externen LektorInnen wegen mangelnder Lehrleistung getrennt; auch das interne
wissenschaftliche Stammpersonal unterliegt einer jährlichen Evaluierung und es gibt keine definitiv
gestellte Professoren/innen.
Die umfassende Studien- und Prüfungsordnung wird unter Mitbestimmung der Studierendenvertreter und
-vertreterinnen überwacht und bei Bedarf überarbeitet. Zusätzlich zur Möglichkeit der Mehrfachantritte
bei bestimmen Prüfungsarten gibt es eine Semesterkonferenz die die Gesamtleistung und besondere
Umstände eines Studierenden berücksichtigt bevor es zu studienrechtlichen Konsequenzen kommt.
Zusätzlich gibt es eine Studien- und Prüfungskommission in der erstinstanzliche Urteile angefochten
werden können und selbstverständlich sind auch in der Studien- und Prüfungskommission Studierende mit
Sitz und Stimme vertreten.
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Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 Der selektive Aufnahmeprozess und die hohe Serviceorientierung führen dazu dass die Universität mit
rund 10% eine vergleichsweise geringe Drop-Out-Rate aufweist. Dennoch kommt es natürlich auch vor,
dass Studierende die Universität verlassen. Die Universitätsleitung wird über jeden Student der
freiwillig oder unfreiwillig aus der Universität austritt, informiert. Sowohl der/die betroffene Student/in
wie auch der/die zuständige Dekan/in werden davor eingeladen eine schriftliche Stellungnahme
abzugeben.
Der Studierendenvertrag, der vor dem Studienbeginn zwischen dem Studierenden und der
Privatuniversität abgeschlossen wird, definiert die Rechte und Pflichten der Studierenden und bietet
dem Studierenden die Möglichkeit auch Rechtsmittel außerhalb der Universität zu ergreifen.
Besonders bemerkenswert ist, dass 25% der Neuzugänge für ein Studium an der MODUL University
Vienna das Studium von aktuellen oder ehemaligen StudentInnen empfohlen wird. In Studiengebühren
beziffert entspricht das einen Wert von rund 1 Million Euro pro Jahr. Eine Privatuniversität, die sich
überwiegend aus Studiengebühren finanziert, kann es sich folglich gar nicht leisten Qualitätssicherung
nicht ernst zu nehmen. Die Konsequenzen sind evident. Von den 16 seit 2000 akkreditierten
Privatuniversitäten mussten 5 den Hochschulsektor wieder verlassen, vorwiegend aus Gründen
mangelnder Finanzmitteln die notwendig sind um die hohen Anforderungen der Akkreditierungsbehörde
erfüllen zu können. Die Medien berichten ständig über die mangelhafte Finanzierung öffentlich­
rechtlicher Universitäten in Österreich. Ich habe allerdings noch keine öffentlich-rechtliche Universität
gesehen, die in Folge der schlechten Finanzierung und der sich daraus ergebenden geringen
Dienstleistungsorientierung ihren Betrieb einstellen musste. Qualitätssicherungssysteme funktionieren
aber nur dann wenn Verfahren auch tatsächlich in Konsequenzen münden.
Abschließend erlauben Sie mir noch auf zwei mir wichtige Punkte einzugehen. 1) die
Wettbewerbsentwicklung im tertiären Sektor in Österreich und 2) die Frage der Unabhängigkeit der
Ombudsstelle für Studierende.
Zunächst zur zunehmenden Wettbewerbsverzerrung im österreichischen Hochschulsektor:
Ein Spannungsfeld von zunehmender Problematik ergibt sich, wenn öffentlich-rechtliche Universitäten
über §91 UG hinausgehende kostenpflichtige Studienangebote anbieten und in ein unmittelbares
Konkurrenzverhältnis
zu
Privatuniversitäten
treten
ohne
allerdings
denselben
Qualitätssicherungsanforderungen wie Privatuniversitäten zu unterliegen. Hier verschwimmt oft die
Grenze zwischen öffentlich-rechtlichem Bildungsauftrag, Bundesfinanzierung und privatwirtschaftlichem
Engagement von bundesfinanzierten MitarbeiterInnen einer Universität.
Es gibt meiner Meinung nach kein Argument warum öffentlich-rechtliche Universitäten, die über §91 UG
hinausgehend kostenpflichtige Studienangebote anbieten, nicht auch denselben strengen
Evaluierungsrichtlinien wie Privatuniversitäten unterliegen sollen.
Es stellt sich überhaupt grundsätzlich die Frage ob die Form der Evaluierung nicht mehr durch die Höhe
der Studiengebühr (bzw. dem Finanzierungsanteil der Universität aus Studiengebühren), als durch die
Eigentümerstruktur bestimmt werden sollte? Einige Privatuniversitäten finanzieren sich fast vollständig
aus Zuwendungen der Eigentümer und bieten Studien zu äußerst geringen Studiengebühren. Die
Qualitätssicherung hat dort, eine dem öffentlich-rechtlichen Universitätssektor ähnliche Bedeutung und
unterscheidet sich zum Teil sehr wesentlich von dem der tatsächlich privat finanzierten
Privatuniversitäten.
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Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 Es ist zu begrüßen, dass es unterschiedliche Evaluierungsrichtlinien in Österreich gibt. Die Anwendung
der jeweiligen Richtlinien sollte sich aber nicht an der Frage der Eigentümerstruktur, sondern an der
Frage nach den Kostenträgern für das Studium, orientieren.
Viele Privatuniversitäten stehen auch zunehmend im Wettbewerb mit österreichischen
Bildungseinrichtungen mit post-sekundären Bildungsangeboten, die kostenpflichtige Studienprogramme
in Kooperation mit ausländischen Universitäten anbieten. Durch eine sehr lockere Anrechnungspolitik
dieser Bildungseinrichtung sehen wir dort eine in Österreich bisher noch nie dagewesene Tertiärisierung
post-sekundärer Bildungsangebote. Bedauerlicherweise gibt es in Österreich keine Organisation, die
die Tätigkeit dieser Organisationen kontrolliert und Angebote unterbindet, die den österreichischen
Qualitätsrichtlinien nicht genügen. Zusätzlich wird diese Situation dadurch erschwert, dass
Kooperationen mit Bildungseinrichtungen in anderen EU-Ländern nicht dem österreichischen
Akkreditierungsrecht unterliegen. Dies führt dazu, dass angesehene ausländische Bildungseinrichtungen
ihre hohen Qualitätsansprüche nicht bei Kooperationsverträge mit österreichischen Bildungsanbietern
anwenden.
Die in §27 HS-QSG vorgesehene Registrierung von Studiengängen, die von ausländischen
Bildungseinrichtungen in Österreich angeboten werden, ist grundsätzlich zu begrüßen, erfolgt jedoch nur
auf Basis der Vorlage vollständiger Unterlagen und nicht auf Basis einer inhaltlichen Überprüfung wie
dies bei Privatuniversitäten vorgesehen ist. Der in Absatz 7 enthaltene Hinweis, dass mit der
Registrierung der Studien keine Feststellung der Gleichwertigkeit mit österreichischen Studien und
entsprechenden akademischen Graden verbunden ist, ist der Öffentlichkeit zu wenig bekannt und führt
zu vielen Missverständnissen und Enttäuschungen bei Absolventinnen und Absolventen dieser
Bildungseinrichtungen die ein Studium an einer anderen österreichischen Universität fortsetzen wollen.
Wir erhalten regelmäßig Bewerbungen von AbsolventInnen dieser Bildungseinrichtungen die wir
aufgrund der geringen Vorbildung, insbesondere in den methodischen Gegenständen, nicht in unsere
Masterprogramme zulassen können. Aus den Reaktionen der BewerberInnen wissen wir, dass die
Existenz oder die Bedeutung des Absatzes 7 den meisten Studierenden an diesen Bildungseinrichtungen
nicht bekannt ist. Ich frage mich, wer fühlt sich für die Sorgen dieser zutiefst enttäuschten Jugendlichen
verantwortlich?
Eine Ombudsstelle für Studierende sollte unserer Ansicht nach daher nicht nur die nach österreichischem
Recht akkreditierten Bildungseinrichtungen, sondern auch jene Studierende der nach §27 HS-QSG
registrierten Bildungseinrichtungen einschließen. Es ist nicht zielführend, dass der Umfang der
Qualitätssicherungsanforderungen nur für Privatuniversitäten ständig erweitert wird, die nicht­
akkreditierten, mit ausländischen Universitäten kooperierenden Bildungseinrichtungen, von dieser
Entwicklung aber nicht betroffen sind.
Abschließend möchte ich die Frage aufwerfen ob die Ombudsstelle für Studierende, die seit der letzten
Gesetzesnovelle nunmehr für alle drei in Österreich anerkannten Hochschulsektoren die Interessen der
Studierenden vertritt, nicht analog der nach HS-QSG eingerichteten Beschwerdekommission in den
Tätigkeitsbereich der AQ Austria integriert werden sollte. 2001 wurde unter der ehemaligen
Bundesministerin
Elisabeth
Gehrer
die
Studierendenanwaltschaft
als
zusätzliche
Qualitätssicherungsmaßnahme nunmehr auch für Privatuniversitäten der Öffentlichkeit vorgestellt.
Qualitätssicherung ist seit dem HS-QSG aber die Kernaufgabe der AQ Austria, sodass aus der Sicht
der Privatuniversitäten hier die Vermutung naheliegt, dass hier eine Kompetenzüberschneidung vorliegt.
Ferner halten wir es für problematisch wenn eine Ombudsstelle, auch wenn diese weisungsfrei sein soll,
vom Bundesminister im Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung eingerichtet ist. Im Fall der
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Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 Universitäten und Fachhochschulen geht somit die Qualitätssicherungsarbeit der Ombudsstelle von
demselben Eigentümer aus, bei den Privatuniversitäten sind das aber zwei verschiedene Stellen. Der
Forderung nach Unabhängigkeit und Weisungsfreiheit wird aus unserer Sicht nur eine vom Board der
AQ Austria eingerichtete Ombuds-, Informations- und Servicestelle gerecht.
Die Privatuniversitäten hoffen, dass diese von uns aufgezeigten Probleme möglichst rasch einer
politischen Lösung zugeführt werden, dann sehen wir große Chancen, dass die Hochschulentwicklung in
Österreich wieder eine erfolgreichere Richtung einschlagen wird.
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Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 Achim Hopbach:
Hochschulische Qualitätssicherung (auch) durch Ombudsstellen
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Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 12
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 13
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 14
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 15
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 16
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 17
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 Josef Leidenfrost:
Bisherige Beschwerden/Anliegen im Privatuniversitäten-Bereich bei der Studierendenanwaltschaft/Ombudsstelle für Studierende, Ein Erfahrungsbericht 18
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 19
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 20
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 21
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 22
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 23
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 24
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 25
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 26
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 27
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 Viktoria Spielmann:
Offizielle und inoffizielle Studierendenvertretungen
(an Privatuniversitäten): Cui bono?
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Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 29
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 30
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 31
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 Armin Mölk:
Arbeitskreis A: Was sagt der privatrechtliche Ausbildungsvertrag?
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Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 33
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 34
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 Josef Leidenfrost:
Arbeitskreis A: Was sagt der privatrechtliche Ausbildungsvertrag?
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Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 36
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 37
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 38
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 39
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 40
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 41
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 Siegfried Stangl:
Arbeitskreis B: Wie komme ich zu einer Hochschülervertretung?
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Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 43
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 44
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 45
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 46
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 47
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 48
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 49
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 50
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 51
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 52
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 53
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 54
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 55
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 56
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 57
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 58
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 59
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 60
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 Maximilian Kopp:
Arbeitskreis B: Die UMIT, ein Vorbild für andere Privatuniversitäten?
61
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 62
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 63
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 64
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer Name Institution
Stefanie Acro-Zinneberg, MA
Danube Private University - Direktorin
Marketing und Management
Konservatorium Wien - Senatsmitglied
Günther Ambros
Mag. Barbara Birke
E‐Mail Adresse Agentur für Qualitätssicherung und
Akkreditierung Austria / Analyse und
Bericht
stefanie.arco@dp-uni.ac.at
g.ambros@konswien.ac.at
barbara.birke@aq.ac.at
Michael Böck
Ombudsstelle für Studierende
Dr. Christoph Demand
Ombudsstelle für Studierende
Mag. Vera Ehgartner
Donau-Universität Krems/
Studiendirektorin/Leiterin-Abteilung für
Studienmanagement
vera.ehgartner@donau­
uni.ac.at
MMag. Carina Eilen
Agentur für Qualitätssicherung und
Akkreditierung Austria/Akkreditierung
carina.eilen@aq.ac.at
Mag. Peter Engel
ÖH Salzburg - Leiter Beratungszentrum
engel@oeh-salzburg.at
Mag. Julia Feinig-Freunschlag
FH St. Pölten - Leiter des
Qualitätsmanagement
julia.feinig­
freunschlag@fhstp.ac.at
Ing. Dr. Gottfried Großbointner
Psychologische Beratungsstelle für
Studierende Wien/ Psychologe
gottfried.grossbointner@uni
vie.ac.at
Mag. Wolfgang Hochgerner
Amt der NÖ Landesregierung / Tertiäres
Bildungswesen
wolfgang.hochgerner@noel
.gv.at
Mag. Hans-Peter Hoffmann
Bundesministerium für Wissenschaft und
Forschung / Rechtsabteilung
hanspeter.hoffmann@bmwf.
gv.at
Dr. Achim Hopbach
Geschäftsführer der Agentur für
Qualitätssicherung und Akkreditierung
Austria
achim.hopbach@aq.ac.at
Prof. Dr. Maria-Regina Kecht
Webster University Vienna - Vizerektorin
kecht@webster.ac.at
Dr. Mag. Sergius Kodera
Vizerektor der New Design University
sergius.kodera@ndu.ac.at
Stefanie Kohlrausch
Ombudsstelle für Studierende
stefanie.kohlrausch@bmwf.
gv.at
Maximilian Kopp, BSc
Vorsitzender der Studierenden an der
UMIT
stuve@umit.at
Universität Mozarteum Salzburg / Leiter
Lehrmanagement
mario.kostal@moz.ac.at
Konservatorium Wien Privatuniversität ­
Leitung Studienreferat/ Int. Programme
p.koenigseder@konswien.at
Dr. Mario Kostal
Ing. Mag. Peter Königseder
Dr. Josef Leidenfrost
Ombudsstelle für Studierende / Leiter
Dr. Christian Mayr
IVM Technical Consultants
65
christoph.demand@bmwf.g
v.at
josef.leidenfrost@bmwf.gv.
at
Ombudsstelle für Studierende – Werkstattbericht 11 Mag. Barbara Mitterauer
Agentur für Qualitätssicherung und
Akkreditierung Austria
barbara.mitterauer@aq.ac.
at
Mag. Dr. Armin Mölk
Leiter der Stabsstelle juristische Beratung
und Projektmanagement; Hall in Tirol
armin.moelk@umit.at
Dr. Michael Nake
Paracelsus Med. Privatuniversität/ Kanzler
michael.nake@pmu.ac.at
Dr. Andreas Neuhold
Bundesministerium für Wissenschaft und
Forschung / Fachhochschulsektor
andreas.neuhold@bmwf.gv.
at
Mag. Michael Ofner
Agentur für Qualitätssicherung und
Akkreditierung Austria / Analyse und
Bericht
michael.ofner@aq.ac.at
Mag. Nathalie Podda
Ombudsstelle für Studierende
nathalie.podda@bmwf.gv.
at
Prof. MMag. DDr. Erwin Rauscher
Pädagogische Hochschule Niederösterreich
/ Rektor
erwin.rauscher@ph­
noe.ac.at
Prof. Dr. Andreas Roser
Anton Bruckner Privatuniversitäten OÖ/
Qualitätsmanagement
a.roser@bruckneruni.at
Rektor und Geschäftsführer der New
Design University, St. Pölten
rektor@ndu.ac.at
Viktoria Spielmann
Generalsekretärin der Österreichischen
HochschülerInnenschaft
oeh@oeh.ac.at
Dr. Siegfried Stangl
Bundesministerium für Wissenschaft und
Forschung / Leiter des Referates I/6b Universitätsstudienrecht
siegfried.stangl@bmwf.gv.
at
Mag. Lisa Varga
Ombudsstelle für Studierende
lisa.varga@bmwf.gv.at
Dipl. Päd. Univ. Marga B.
Wagner-Pischel
Danube Private University - Präsidentin
m.b.wagner-pischel@dp­
uni.ac.at
Prof. Dr. Karl Wöber
Rektor und Vorsitzender des
Dachverbandes der Österreichischen
Privatuniversitätenkonferenz ÖPUK
Prof. Stephan Schmidt-Wulffen
66
karl.woeber@modul.ac.at
Lebensläufe
Univ.-Prof. Stephan Schmidt-Wulffen
Rektor und Geschäftsführer der New Design University, St. Pölten
*1951 in Witten/Ruhr, Stephan Schmidt-Wulffens Weg hat über den
Kulturjournalismus und die Kunstkritik zunächst in die Lehre an Kunstuniversitäten
geführt. Von 1992 bis 2000 hat er mit dem Kunstverein Hamburg eines der
wichtigsten deutschen Ausstellungshäuser zeitgenössischer Kunst in Deutschland
geleitet.
Stephan Schmidt-Wulffen studierte Sprachwissenschaft und Philosophie zuerst in
Köln, dann bis 1982 in Konstanz. Von 1985 bis 1987 studierte er zusätzlich
Kommunikationsdesign in Wuppertal, wo er 1987 auch promovierte. 1995 wurde
er an der HFBK Hamburg zum Professor berufen.
Schmidt-Wulffen forscht und lehrt zu Themen der Museums- und
Ausstellungsgeschichte, künstlerischer Forschung, Theorie künstlerischer Praxis. Berufung in mehrere
Beiräte von Universitäten in der Schweiz, Deutschland und in der Türkei; Lehrtätigkeit: internationale
Gastprofessuren, u.a. an der Visual Arts Division, Columbia University, New York und der Zeppelin
Universität Friedrichshafen Im Jänner 2011 hat der Universitätsrat der New Design University (NDU) Dr.
Stephan Schmidt-Wulffen zum Rektor der Privatuniversität der Kreativwirtschaft gewählt.
Dr. Achim Hopbach
Geschäftsführer der Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria,
Wien
seit 2012 Geschäftsführer der AQ Austria. Davor war er 15 Jahre im
deutschen Hochschulsektor tätig, in der Verwaltung der Universität
Heidelberg, bei der Hochschulrektorenkonferenz und sieben Jahre als
Geschäftsführer des deutschen Akkreditierungsrates.
Achim Hopbach ist seit 2005 Mitglied des Hong Kong Council for
Accreditation of Academic and Vocational Qualifications
(HKCAAVQ)und seit 2009 Präsident der European Association for
Quality Assurance in Higher Education (ENQA), ebenfalls seit 2009 Mitglied der Bologna-Follow-up
Group.
Er war und ist tätig in vielen internationalen Expertengruppen in den Bereichen Hochschulreform, Qualifikationsrahmen und Qualitätssicherung, hat in diesen Bereichen publiziert und ist seit 2009
Mitherausgeber von “Qualität in der Wissenschaft”.
Dr. iur. Siegfried Stangl
Leiter des Referates I/6b im Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung,
Universitätsstudienrecht
*1959 in Graz, Absolvent der Karl-Franzens-Universität Graz, Leiter des Referates I/6b,
Universitätsstudienrecht, in der Abteilung I/6, Rechtsfragen und Rechtsentwicklung
Weitere Informationen: www.bmwf.gv.at
Dr. phil. Josef Leidenfrost, MA
Leiter der Ombudsstelle für Studierende im Bundesministerium für Wissenschaft
und Forschung, Wien
*1957, 1988 Eintritt in das Wissenschaftsministerium, Berater zweier Minister
und einer Ministerin für die Bereiche Internationalisierung der Hochschulbildung,
internationale Stipendienprogramme, Rechte und Pflichten Studierender sowie
Beschwerdemanagement. Davor als TV-Journalist bei “Österreich II” und
„Österreich I“ (Hugo Portisch und Sepp Riff) tätig, 1986 Dr. phil. (Universität
Wien) nach berufsbegleitenden Studien der (Zeit)Geschichte sowie Publizistik.
Ab 1991 Betreuung der Internationalisierung der österreichischen Universitäten,
ab 1994 auch der Fachhochschulen, Implementierung des EUBildungsprogrammes
SOKRATES.
Seit
2001
Leiter
der
Studierendenanwaltschaft / seit 2012 „Ombudsstelle für Studierende“. Gründungsmitglied des
Europäischen Netzwerkes der Hochschul-Ombudsdienste ENOHE (European Network for Ombudsmen in
Higher Education); 2012 MA in Mediation (Titel der Master-Thesis „Außerhierarchisches
Konfliktmanagement an Hochschulen: In-House-Mediation als Instrument“)
Rektor Univ.-Prof. Dr. Karl Wöber
Vorsitzender des Dachverbandes der Österreichischen Privatuniversitäten­
konferenz ÖPUK, Wien
Gründungsrektor der MODUL University Vienna und Vorsitzender der
Österreichischen Privatuniversitätenkonferenz. Nach dem Studium der
Betriebswirtschaft wirkte Karl Wöber von 1988 bis 2007 als wissenschaftlicher
Mitarbeiter am Institut für Tourismus und Freizeitwirtschaft an der
Wirtschaftsuniversität Wien. Nach mehreren Forschungsaufenthalten in den USA
erfolgte im Jahr 2000 die Habilitation und die Verleihung der venia docendi für
das Fach Betriebswirtschaftslehre. Seit 2007 ist Karl Wöber Rektor der MODUL
University Vienna.
Die
Entwicklung
interaktiver
Werkzeuge
zur
Unterstützung
von
Managemententscheidungen, insbesondere in der Tourismuswirtschaft, stellen
neben der Auseinandersetzung mit Fragen der Tourismusstatistik seine
wissenschaftlichen Hauptarbeitsgebiete dar. Referenzarbeiten inkludieren die Entwicklung eines
intelligenten Reiseberatungssystems im Auftrag der Europäischen Union, die Konzeption und Umsetzung
einer domänspezifischen Suchmaschine für den Europäischen Städtetourismusverband und die
kontinuierliche Entwicklung der weltweit größten Plattform für internationale Tourismusstatistik mit mehr
als 18,000 registrierten Benutzern (ausgezeichnet durch die UN Welttourismusorganisation im Jahr
2010). Seit 1994 fungiert Karl Wöber als Technischer Berater der beiden in Europa führenden
Interessensvertretungen im Bereich Destinationsmanagement (European Cities Marketing und European
Travel Commission).
Karl Wöber ist Fellow der International Academy of Studies for Tourism, dem führenden Netzwerk
internationaler Tourismusforscher und Mitglied mehrerer Herausgeberbeiräte führender
wissenschaftlicher Zeitschriften im Tourismus. Im Jahr 2010 wurde Karl Wöber mit der Johann Strauss
Medaille für seine besonderen Verdienste für die Wiener Tourismuswirtschaft ausgezeichnet.
Viktoria Spielmann
Generalsekretärin der Österreichischen HochschülerInnenschaft, Wien
*25.01.1987; studiert seit 2007 Politikwissenschaft und Vergleichende
Literaturwissenschaft an der Universität Innsbruck und wechselte dann
2013 an die Universität Wien. Neben dem Studium arbeitete Viktoria
Spielmann als stellvertretende Filialleitung einer Bäckerei in Innsbruck.
Nach der Familienbeihilfenkürzung 2011 begann Viktoria sich in der
Studierendenvertretung Politikwissenschaft und Soziologie der
Universität
Innsbruck
und
für
die
Studierendenfraktion
Grüne&Alternative Student_innen zu engagieren, um selbst aktiv ihre
Studienbedingungen und die ihrer Kolleg_innen positiv beeinflussen zu können. Nach den ÖHWahlen 2011 war sie als gewählte Studierendenvertreterin auf allen Ebenen der lokalen
HochschülerInnenschaft
tätig,
(studentisches
Mitglied
mehrerer
Curriculaund
Berufungskommissionen, Vorsitzende der Fakulätsstudienvertretung Politikwissenschaft und
Soziologie und Senatsmitglied der Universität Innsbruck). Seit 2011 ist sie Mandatarin der ÖH
Bundesvertretung, seit Mai 2013 ÖH Generalsekretärin.
Maximilian Kopp, BSc
Vorsitzender der Studienvertretung an der UMIT, Hall in Tirol
*1990 in Gräfelfing, Bayern. Ging nach dem Abitur in Bayern an die UMIT in Hall in
Tirol für das Studium Psychologie und befindet sich dort nun im Master bis 2015. Seit
2011 ist er Mitglied in der Studierendenvertretung an der UMIT und nun
Vorsitzender dieser. Neben dem Studium macht er außerdem eine Ausbildung zum
akademischen Dyskalkulie Therapeuten an der UMIT und ist seit kurzem mit diesem
Beruf Selbständig. Des Weiteren engagierte er sich 6 Jahre in der Wasserwacht
Ortsgruppe Geisenfeld als Vorstandmitglied. Unteranderem als Jugendleiter und
Technischer Leiter.
Mag. Dr. Armin Mölk
Leiter der Stabstelle juristische Beratung und Projektmanagement; UMIT-Private
Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik,
Hall in Tirol
*1974 in Innsbruck; Studium der Rechtswissenschaften in Innsbruck
(Auslandsjahr in Padua); 2000 Sponsion Mag.iur.; 2003 Promotion
Dr.iur.; 2004 bis 2008 Leiter der Rechtsabteilung der Stadtgemeinde
Hall
in
Tirol;
2007
erfolgreicher
Abschluss
der
Verwaltungsdienstprüfung, Verwendungsgruppe A, für Gemeinde- und
Landesbedienstete beim Amt der Tiroler Landesregierung; seit Mai
2010 an der UMIT als Justiziar und Projektmanager tätig u.a.
Ansprechpartner für die wissenschaftliche Gremien an der UMIT bzw.
für ÖAR/AQ Austria in studienrechtlichen Angelegenheiten; Koordination der Doktoranden in den
Dr.phil. Programmen; verantwortlich für jegliche sonstige juristische Aufgabe.
Tagungsprogramm
Brauchen (Studierende an) Privatuniversitäten einen Ombudsmann – Als ein Teil der Qualitätssicherung? 23. September 2013, ST. PÖLTEN
Begrüßung
-
Univ.-Prof. Dr. Stephan Schmidt-Wulffen, Rektor und Geschäftsführer der New Design
University
-
Dr. Achim Hopbach, Geschäftsführer der Agentur für Qualitätssicherung und
Akkreditierung Austria
-
MR Dr. Siegfried Stangl, in Vertretung von Sektionschef Mag. Elmar Pichl
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
-
Dr. Josef Leidenfrost, MA, Leiter der Ombudsstelle für Studierende (BMWF)
Hauptreferate
-
Rektor Univ.-Prof. Dr. Karl Wöber, Vorsitzender des Dachverbandes der
österreichische Privatuniversitätenkonferenz ÖPUK
Privatuniversitäten in Österreich: Zuviel oder zu wenig Rechtsrahmen?
-
Dr. Achim Hopbach, Geschäftsführung der Agentur für Qualitätssicherung und
Akkreditierung Austria
Hochschulische Qualitätssicherung (auch) durch Ombudsstellen
-
Dr. Josef Leidenfrost, MA, Leiter der Ombudsstelle für Studierende
Bisherige Anliegen im Privatuniversitäten-Bereich bei der Studierendenanwaltschaft /
Ombudsstelle für Studierende: Ein Erfahrungsbericht
- Viktoria Spielmann, Österreichische HochschülerInnenschaft/ Maximilian Kopp,
Vorsitzender der Studierendenvertretung an der UMIT
Offizielle und inoffizielle Studierendenvertretungen (an Privatuniversitäten): Cui bono?
Mittagspause
Zwei parallele Arbeitskreise
Arbeitskreis A:
Privatuniversitäten und Ombudsstelle: Was sagt der privatrechtliche Ausbildungsvertrag?
Impulsreferate:
- Mag. Dr. Armin Mölk, Stabstelle juristische Beratung und Projektmanagement,
UMIT - Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und
Technik, Hall in Tirol
- Dr. Josef Leidenfrost, MA
Arbeitskreis B:
Wie komme ich zu einer Hochschülervertretung?
Impulsreferate:
- MR Dr. Siegfried Stangl, BMWF Referat I/6b – Universitätsstudienrecht
- Maximilian Kopp
Abschlussberichte aus den Arbeitsgruppen, Zukunftsempfehlungen
Vizerektor der NDU Sergius Kodera, ÖPUK-Präsident Karl Wöber, ÖH-Generalsekretärin
Viktoria Spielmann, Hochschulombudsmann Josef Leidenfrost und AQ Austria Chef Achim
Hopbach
WERKSTATTBERICHTE DER STUDIERENDENANWALTSCHAFT /
OMBUDSSTELLE FÜR STUDIERENDE
Nr. 1
Aktuelle Themen und Probleme aus dem Hochschullalltag (2008)
Nr. 2
Brauchen (Studierende an) Fachhochschulen einen Ombudsmann? (2009)
Nr. 3
Studieren mit Behinderung (2009)
Nr. 4
„Bologna“ nach dem Feiern: Qualität, Autonomie, Mobilität in der Praxis
(2010)
Nr. 5
Der dritte Zyklus der „Bologna“-Studienarchitektur im österreichischen
Hochschulsystem: Praxisbeispiele, Problemfelder (2011)
Nr. 6 / 7
Beschwerde-, Ideen- und Verbesserungsmanagement an Hochschulen (2012)
Nr. 8
Curriculum für Lehrveranstaltungen zur „Guten wissenschaftlichen Praxis“
(2012)
Nr. 9
Mediation an Hochschulen: Ein Konfliktvermittlungs-Instrument auch für
Studierende und Jungforscherinnen und -forscher? (2013)
Nr. 10
Hochschulen als Objekte medialer Begierden: Über Do’s und Dont’s in der
Berichterstattung zu Themen rund ums Studium (2013)
Nr. 11
Brauchen (Studierende an) Privatuniversitäten einen Ombudsmann – Als ein
Teil der Qualitätssicherung? (2013)
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