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Ein Produkt der
FÜR WILHELMSHAVEN UND FRIESLAND
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11/2014
KNÄUSCHEN
ANBEISSEN
THEATER
ZUM
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– Das Beste am Morgen!
IMMER GUTE KARTEN
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31 .12 .20
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So., 18. 1. 2015, 15 Uhr
>> Stadthalle, Wilhelmshaven
Preisvorteil WZ-Card-Inhaber: 2,- E
Puhdys
Reinhold Messner
Cro
Do., 22. 1. 2015, 20 Uhr >> Pier 2, Bremen
Mi., 19. 11. 2014, 20 Uhr >> Halle 7, Bremen
Paul Panzer
Tim Fischer
Sa., 24. 1. 2015, 20 Uhr >> Stadthalle, Wilhelmshaven
Fr., 28. 11. 2014, 20 Uhr >> Kulturetage, Oldenburg
Peter Maffay
Fr., 13. 2. 2015, 20 Uhr
>> ÖVB Arena
Bremen
Materia
Mi., 3. 12. 2014, 20 Uhr
>> ÖVB Arena, Bremen
Die Nacht der Musicals
Extrabreit
Do., 19. 2. 2015, 20 Uhr >> Stadthalle, Wilhelmshaven
So., 14. 12. 2014, 20 Uhr >> Pumpwerk, Wilhelmshaven
Konstantin Wecker & Band
Sa., 21. 3. 2015, 20 Uhr >> Kulturetage, Oldenburg
Bosse
So., 14. 12. 2014, 20 Uhr >> Pier 2, Bremen
Apassionata Bremen
Sa., 27. 12. 2014, 20 Uhr >> ÖVB Arena, Bremen
Peter Pan – Das Musical
So., 29. 3. 2015, 15 Uhr >> Kongresshalle, Oldenburg
Chris de Burgh & Band
Mi., 22. 4. 2015, 20 Uhr >> Musical Theater, Bremen
The Ten Tenors
Unheilig
Sa., 27. 12. 2014, 20 Uhr
>> Kongresshalle
Oldenburg
Sa., 30. 5. 2015, 18.30 Uhr >> ÖVB Arena, Bremen
Andreas Bourani
So., 18. 1. 2015, 20 Uhr >> Aladin, Bremen
Nordwest
Ticket
Info und telefonischer Kartenservice:
04 21 / 36 36 36
(gebührenpflichtige Rufnummer)
Kartenreservierung und Kartenversand
gegen Aufpreis möglich
Johannes Oerding
Sa., 6. 6. 2015, 20 Uhr
>> Stadthalle, Wilhelmshaven
Preisvorteil WZ-Card-Inhaber: 2,- E
(Begrenztes Kontingent)
Karten erhalten Sie in
der Schalterhalle der
Parkstraße 8 · 26382 Wilhelmshaven
Telefon (0 44 21) 4 88-0 · Fax (0 44 21) 4 88-2 58
WZonline.de/tickets
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M o r g
Die kleine Meerjungfrau
Mi., 22. 10. 2014, 20 Uhr >> Pumpwerk Wilhelmshaven
Fr., 24. 10. 2014, 20 Uhr >> Kulturetage, Oldenburg
D
-C A R
Inhalt | Editorial
KOMPASS | November
04|05
Festival der Kleinkunst
06|07
Konzerte
08
Kirche
09|11
Kunst
12|20
Theater
21
22|24
06
Wikingerrock: Seit 25
Jahren setzt „Torfrock“ auf
„Bagaluten-Wiehnacht“.
Mut zur Lücke
17|20
Verwandlungskünstlerin:
Eva Brodowski malt
Illusionen auf die Haut.
Schloss Gödens
25|26
Porträt
27|29
Wissen
30|31
Dies & Das
32|33
Veranstaltungen
34
04|05
Festival der Kleinkunst:
Sven Ratzke wird mit dem
„Knurrhahn“ ausgezeichnet.
Horoskop
14|15
Titelbild: Hänsel und Gretel
verzaubern im trüben
November.
22|24
Tradition: Auf Schloss
Gödens wird stimmungsvoll
die Adventszeit eingeläutet.
21
Mut zur Lücke: Maximilian
Graf von Wedel griff für
den KOMPASS zur Feder.
25|26
Küstenfan: Michael Reiß
verrät, warum er sich in
Wilhelmshaven verliebt hat.
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
im November hängt bekanntlich alles etwas traurig herunter.
Die Wolkendecke. Die letzten Reste regennassen Laubs an den
Zweigen. Und sogar unsere Mundwinkel. Gegen das Wetter
können wir nichts ausrichten, wohl aber gegen unsere niedergeschlagene Stimmung angesichts der grauen Tristesse. „Du
lächelst – und die Welt verändert sich“, wusste schon der weise
Buddha. Diesen Rat sollten wir uns in den kommenden Wochen
einfach einmal zu Herzen nehmen. Denn Lachen ist gesund und
die einzige Medizin, die frei von Nebenwirkungen ist. Gelotologie nennt sich übrigens das neue Fachgebiet, das jetzt die Auswirkungen des Lachens auf die körperliche und psychische Ge-
sundheit untersucht. Inzwischen gibt es sogar Lachtherapeuten, bei denen man die Stimulation des eigenen Zwerchfells
trainieren kann. Es geht aber auch weniger kompliziert. Ihre
Lachmuskeln werden bei Kabarett, Kleinkunst und Klamauk
ebenfalls ordentlich beansprucht. Ganz ohne Rezept. Zu Risiken und Nebenwirkungen müssen Sie dabei nicht einmal Ihren
Arzt oder Apotheker befragen. Es reicht, wenn Sie auf Ihren
Bauch hören oder auf den Schriftsteller Mark Twain: „Nichts
amüsiert mich mehr, als wenn ich über mich selbst lache.“
Das tut auch
KOMPASS-Redaktion
Seite 3
Festival der Kleinkunst| Sven Ratzke
KOMPASS | November
Kleinkunstpreisträger 2014
SVEN RATZKE
as 20. Festival der Kleinkunst präsentiert die 27. Verleihung des „Wilhelmshavener Knurrhahns“, des renommierten Kleinkunstpreises der Stadt Wilhelmshaven am Sonnabend, 8. November, um 20 Uhr
im Pumpwerk. Der diesjährige Preisträger,
Sven Ratzke, zeigt sein neues
Glamour-Cabaret
„Diva Diva´s“. Am Piano begleitet ihn
der fabelhafte
Charly Zastrau.
Meister-Entertainer Sven Ratzke erweckt die Lieder der großen Divas der 60er wieder
zum
Leben! Die Sixties sind in Ratzkes Augen die klassischste Dekade
des letzten Jahrhunderts: Die Zeit der schönsten Frauen und der
wundervollsten Lieder, geprägt von Glamour und Klasse, Persönlichkeit und Eigensinn – eine Kombination, die Ratzke auf den Leib
geschrieben ist! Und wie man es von ihm gewohnt ist, versieht er
seine Lieder – zusammen mit seinem genialen Jazzpianisten Charly Zastrau – mit einer neuen, ganz eigenen glühenden musikalischen Note. So beschert er seinem Publikum einen Abend, in dem
Seite 4
feinste Unterhaltung und hervorragende Musik miteinander verschmelzen. Seine Programme sind facettenreich und charismatisch. Ratzke ist ein Grenzgänger zwischen Holland und Deutschland, zwischen Amsterdam und Berlin, die er beide als künstlerisches Zuhause empfindet.
Ratzke zeigt brillante Großstadtprogramme
für Menschen, die das Besondere mögen.
Er ist ein Paradiesvogel mit einer großartigen, mehrere Oktaven umfassenden Stimme. Seine Interaktion mit dem Publikum ist
frisch und lebendig. Imagination ist gefragt,
denn man kann diesen
irren Künstler kaum mit
Worten einfangen.
Ratzkes
Stil
ist
einzigartig, ein
überenergetischer Star,
ein künstlerisches Phänomen – aber
auch
ein
sensibler, verletzlicher
Künstler, der
sein Publikum
und
seine
Kunst ernst
nimmt. Kleinkunst
auf höchstem
Niveau als postmodernes
Vaudeville-Cabaret mit grandiosen Chansons, lustvollen Choreografien und abstrusen Geschichten.
KOMPASS | November
Ohne Rolf
Festival der Kleinkunst | Das Programm
Andreas Thiel
Ulan & Bator
Erlesene Komik: „Ohne Rolf“
Freitag, 14. November, 20 Uhr,
Pumpwerk Wilhelmshaven
„Unferti“ ist das 3. Programm des mit vielen Preisen ausgezeichneten Schweizer Duos. „Ohne Rolf“ zeigen virtuoses
Blatt-Kabarett. Das Auge & Herz lachen mit! Sie verblüffen mit
einer neuen Kleinkunstform.
Kabarett-Komik: Ulan & Bator
Sonnabend, 22. November, 20 Uhr,
Pumpwerk Wilhelmshaven
Die deutschen Kleinkunst- & Kabarettpreisträger präsentieren
grandioses irrwitziges Kabarett mit Tiefgang. Aus dem täglichen Wahnsinn schlagen Ulan & Bator sprühende Funken philosophischer Komik irgendwo zwischen Dada, Kabarett und
Theater.
Wander-Comedy: Manuel Andrack
Mittwoch, 26. November, 20 Uhr,
Pumpwerk Wilhelmshaven
Manuel Andrack
Robert Kreis
„Lachen Sie sich Blasen“: Eine unterhaltsame, informative und
sehr lustige Multivisionsshow übers Wandern und das Drumherum! Für alle Wanderfreunde und alle Wanderhasser.
Cabaret: Robert Kreis
Donnerstag, 27. November, 20 Uhr,
Pumpwerk Wilhelmshaven
Vier Jahrzehnte Bühnenpräsenz – humorvoll und musikalisch
nostalgisch dargestellt in Geschichten, Couplets, Kabarett-Texten. Kreis lässt zahlreiche Erinnerungen Revue passieren und
malt uns mit Hilfe seiner einzigartigen musikalischen Perlen
der Weimarer Zeit ein buntes, schillerndes Bild seines ereignisreichen Lebens.
Kabarett: Andreas Thiel
Sonnabend, 29. November, 20 Uhr,
Pumpwerk Wilhelmshaven
Erstmals präsentiert das Festival den Schweizer Satiriker und
Kabarettisten. Thiel ist Preisträger des Deutschen Kabarettpreises, ein freier Denker und ein Sprach-Virtuose.
Seite 5
Konzerte | Bunte Mischung
KOMPASS | November
Gut gegen NOVEMBERBLUES
HARDROCK: „Ohrenfeindt“
Sonnabend, 1. November, 20 Uhr, Pumpwerk WHV
Mit klaren textlichen Ansagen nimmt die Hardrockband „Ohrenfeindt“ kein Blatt vor den Mund. Mit dem fünften Studioalbum
„Auf die Fresse ist umsonst“ entstanden wieder großartige Songs
über Geschichten aus dem Leben, doch wer denkt, dies geschehe
formschön, zeitgemäß und politisch korrekt, der irrt!
ABSCHLUSSKONZERT: Big Band Bösel
Sonntag, 2. November, 19.30 Uhr,
Haus des Gastes, Horumersiel
Die „Big Band Bösel“ spielt sowohl aktuelle Hits wie auch Evergreens und Schlager aus Swing, Rock, Pop und Jazz. Der große
Showanteil ist dabei ein wesentliches Element bei ihren Auftritten.
SCOTTISH MEDIEVAL ROCK: „Saor Patrol“
Freitag, 7. November, 20 Uhr, Pumpwerk WHV
„Saor Patrol“ heißt übersetzt Freiheitspatrouille. Von Zentralschottland und Fife bringt die Band mit ihrem einzigartigen Sound
aus dem Schottland des 21. Jahrhunderts die Klänge der Vergangenheit in die Gegenwart und versetzt die Zuhörer in das fesselnde
Gefühl der Zusammengehörigkeit.
POETISCHES: Christian Steiffen
Freitag, 7. November, 21 Uhr,
Kling Klang, Wilhelmshaven
Christian Steiffen ist der Künstler, den unser Land in dieser schwierigen und orientierungslosen Zeit braucht. Sein übernatürliches
Selbstbewusstsein und sein klares Weltbild können Hoffnung und
Vorbild sein, Halt und Trost spenden.
FUNK-BLUES-ROCK: „3rd Degree LeBurn
feat. Leburn Maddox“
Sonnabend, 8. November, 20.30 Uhr,
Fair-Café, Grafschaft
Mitreißender Funk und Soul garniert mit einer Prise Blues, Rock &
Reggae und dazu das unvergleichliche Flair von über 40 Jahren
Bühnenerfahrung: Das ist Leburn Maddox.
TEXAN BLUES-ROCK: Neal Black & „The Healers“
Freitag, 14. Nov., 20.30 Uhr, Fair-Café, Grafschaft
Neal Black singt den Blues mit einer Stimme, die irgendwo zwi-
Seite 6
schen Tom Waits und Howling Wolf angesiedelt ist. Sein Gesang
ist getönt mit dunkler Wut und süßer Melancholie getränkt in
„smoking guitarwork that burns like a Tequila Sunrise“
PUNK: „Taucher“, „Vodozzer“ und „Last floor right“
Freitag, 14. November, 21 Uhr, Kling Klang WHV
Die Bands „Taucher“ (Punk), „Vodozzer“ (Heavy Voodoo-Punk)
und „Last floor right“ (Power-Pop-Punk) zeigen die unterschiedlichen Klangfarben des Punk.
WIKINGERROCK: „Torfrock“
Sonnabend, 15. November, 20 Uhr, Pumpwerk WHV
„Torfrock“ geht mit ihrem Weihnachtsprogramm „BagalutenWiehnacht“ in die 25. Runde. „Torfrocks“ (fiktiver) Mikrokosmos,
der durch die „humorigen“ Geschichten aus dem Leben ihrer lebenswerten, trinkfreudig-chaotischen Wikingertruppe aus Haithabu und deren Nachkommenschaft entsteht, beweist auch heute
noch eine ungeahnte Anziehungskraft.
BLUES ROCK: „The Mason Rack Band“
Freitag, 21. November, 20 Uhr, Pumpwerk WHV
„The Mason Rack Band“ kommt aus „Down Under“, genauer gesagt von der Gold-Küste in Queensland, Australien. Sie bereisen
die ganze Welt. In Australien, USA und Kanada füllen sie die großen Hallen und räumen bei den großen Festivals richtig ab.
KULTUR & KULINARISCHES: Friesische Spezialitäten
Sonnabend, 22. Nov., 18 Uhr, Bürgerhaus Schortens
Der Saal wird in Bankettbestuhlung aufgebaut. Einlass ist um 18
Uhr, ab 18.30 Uhr ist dann das Buffet eröffnet. Gegen 20 Uhr beginnt das Programm des Abends mit der Gruppe „Vocal Recall“. Ein
weiteres Mal hat sich die Boygroup mit Frau aufgemacht, den
Mantel der neueren Musikgeschichte vor der Altliedersammlung
zu bewahren. Fürsorglich greifen sie den Autoren der größten Hits
phonetisch unter die Arme, lösen im Satzgesang textliche Verständnisprobleme und schaffen dadurch neue.
TRIBUTE: „Queen II“
Sonnabend, 29. November, 20 Uhr, Stadthalle WHV
„Queen II“ aus Berlin bringt die elektrisierende Atmosphäre der
legendären britischen Rock-Ikonen um Freddie Mercury zurück
auf die Bühne. In der über zweistündigen Show erwarten den Zuschauer mehr als zwanzig „Queen“-Klassiker.
KOMPASS | November
Konzerte | Klassik
Nami Ejiri, Peter Kuhz, Esther Lorenz und Olga Monakh (von links)
Konzert: Yedid Nefesh – Jüdische Seele /
Eine musikalische Reise durch das Judentum
Sonnabend, 8. November, 17 Uhr, Banter Kirche, WHV
Mit ihrem Konzertprogramm „Yedid Nefesh“, benannt nach einem
mittelalterlichen, liturgischen Text, präsentieren die Sängerin Esther Lorenz und der Gitarrist Peter Kuhz israelische und jüdischspanische Musikkultur. Diese musikalische Reise durch das Judentum führt in die Wüste Juda zu König David, der in Psalm 63 seine
Sehnsucht nach Gott ausdrückt, erzählt vom „Abend der Rosen“
im modernen Israel und lädt zu einem Hochzeitslied ein, das den
Erstgeburtssegen des Stammvaters Isaaks an seinen Sohn Jakob
widerspiegelt. Gedichte, Erläuterungen über Feiertage und Bräuche, Geschichten aus dem Talmud und die berühmte Prise Humor
im Judentum vervollständigen dieses musikalische Kaleidoskop,
das jüdisches Leben und Fühlen von verschiedenen Seiten beleuchten möchte. Eintrittskarten sind an der Abendkasse ab 16
Uhr erhältlich.
KLAVIERMUSIKFESTCHEN:
Nami Ejiri, Sonnabend, 15. November, 18 Uhr,
Olga Monakh, Sonnabend, 22. November, 18 Uhr,
Villa „Lug ins Land“, Ebkeriege 13, Wilhelmshaven
Wie schon Pervez Mody, der indische Pianist des vierten Konzertes, stammen auch Nami Ejiri (15. November) und Olga Monakh
(22. November) ursprünglich aus Asien. Ejiris Wurzeln befinden
sich allerdings weiter östlich. Ihre Geburtsstadt ist Tokio, wo sie als
Tochter einer Pianistin zur Welt kam und schon sehr früh durch
den Großvater mit der europäischen Musik in Berührung kam. Die
Liebe zur Musik ließ sie nicht mehr los und so kam sie, nach einem
überaus erfolgreichen Musikstudium in Tokio, als Meisterschülerin
(ebenso wie Martin Stadtfeld und Evgenia Rubinova) nach Frankfurt zu Lev Natochenny. Im fünften Konzert spielt sie voraussichtlich Werke von Beethoven, Liszt, Debussy (unter anderem „L’isle
joyeuse“), Schubert und Chopin (u.a. Ballade op. 23). Olga Mo-
nakh hingegen wurde in der Ukraine geboren und fand ihren Weg
– nach vielen Erfolgen in ihrer Heimat – zu Klaus Hellwigs bekannter Klavierklasse in Berlin, wo sie 2006 eine glänzende Diplom-Prüfung und 2011 ihr Konzertexamen absolvierte. Sie spielt seit 2008
für Yehudi Menuhin Live Music Now. Den sechsten Klavierabend
wird sie virtuos mit Werken von Beethoven, Schubert (6 moments
musicaux op. 94), Brahms (4 Balladen op. 10) und Bach/Busoni
gestalten.
3. SINFONIEKONZERT: „Bremer Philharmoniker“
Dienstag, 18. November, 20 Uhr, Stadthalle WHV
Ob Philharmonisches Konzert oder Oper, Benefiz- oder „Afterwork“ – Konzert, Kammermusik oder genreübergreifende Projekte
– durch ihre vielfältige künstlerische Bandbreite und ihren engagierten Einsatz bilden die „Bremer Philharmoniker“ die tragende
Säule des nordwestdeutschen Musiklebens. Als eines der weltweit
traditionsreichsten Orchester mit einer fast 200-jährigen Geschichte ist dem Klangkörper, dem seit 2007 Markus Poschner als
Generalmusikdirektor vorsteht, zudem die ausgeprägte und vielfältige Förderung des musikalischen Nachwuchses ein besonders
wichtiges Anliegen.
4. SINFONIEKONZERT: Franz Liszt Kammerorchester
Sonntag, 30. November, 20 Uhr, Stadthalle WHV
Das ungarische „Franz Liszt Kammerorchester“ wurde 1963 von
ehemaligen Studenten der Franz Liszt Musikakademie gegründet.
Es ist eines der renommiertesten Ensembles Europas und spielt
eine bedeutende Rolle im Musikleben Ungarns. Seit Jahrzehnten
fest in der internationalen Musikszene etabliert, gastiert das Orchester weltweit in den großen Konzertsälen. Das weit gefächerte
Repertoire umfasst alle Epochen der Musikgeschichte von Monteverdi über Bach, Mozart und die Romantik bis zu Werken des 20.
Jahrhunderts. Das Orchester hat mehr als 200 CDs aufgenommen,
die mit zahlreichen Preisen bedacht wurden.
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Kirche | Ein modernes Gotteshaus
GOTTESDIENST: „Erinnern und Mahnen“
Sonntag, 16. November, 10 Uhr,
Christus- und Garnisonkirche Wilhelmshaven
Der Gottesdienst am Volkstrauertag wird gestaltet von Bischof Jan
Janssen, Oldenburg, und Pastor Frank Morgenstern, Wilhelmshaven. Das notwendige Erinnern und Ermahnen soll Menschen auf
neue Wege in die Zukunft weisen (siehe Foto Mitte).
LESUNG: „Früher Stahlgewitter, heute Drohne“
Sonntag, 16. November, 18 Uhr,
Christus- und Garnisonkirche Wilhelmshaven
Der Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria
Remarque und die Kriegstagebücher von Ernst Jünger, Stahlgewitter, haben die Kriegserlebnisse beschrieben. Seitdem ist viel Krieg
immer wieder über die Welt gekommen. Die Lesung bringt die
Kraft beider Bücher zu Gehör und verbindet sie mit den Erlebnissen einer Bloggerin im Irakkrieg.
THEATERKIRCHE: „PSST! oder Frau Dr. D. Zibel
hat einen Ohrwurm“
Freitag, 21. November, 10.30 Uhr,
Christus- und Garnisonkirche Wilhelmshaven
Es summt, schwirrt und braust uns den ganzen Tag um die Ohren.
Frau Prof. Dr. D. Zibel untersucht Schallwellen, um genau das herauszufinden. Aber sie wird abgelenkt. Dramaturgin Britta Hollmann, die Schauspieler Judith Goldberg und Jeffrey von Laun und
Pastor Frank Morgenstern feiern mit den Kindern diese TheaterKirche.
REQUIEM: „Kammerchor Wilhelmshaven“ und
„Ostfriesisches Kammerorchester“
Sonnabend, 22. November, 20 Uhr,
Christus- und Garnisonkirche Wilhelmshaven
Kompositionen von Gabriel Fauré und Michael Porr stehen auf dem
Programm, wenn unter der Leitung von Gerrit Junge ein Requiem
Seite 8
KOMPASS | November
aufgeführt wird. Das Requiem von Gabriel Fauré hat sich als Perle
spätromantischer Kompositionskunst einen Namen gemacht. Der
„Kammerchor Wilhelmshaven“ führt gemeinsam mit dem „Ostfriesischen Kammerorchester“ die Fassung von 1889 in der Besetzung für tiefe Streicher, Blechbläser, Harfe und Orgel auf.
GOTTESDIENST: „GoSpecial“
Sonntag, 23. November, 18 Uhr, Pumpwerk WHV
Der etwas andere Gottesdienst hat den Titel „Vergeben und Vergessen“ und dreht sich mit besonderer Musik, spannender Predigt,
tollem Theater und innovativer Moderation um die alltäglichen
Spielarten des Vergebens/Vergessens. Am Ewigkeitssonntag geht
es auch um den Schmerz beim Abschied nehmen, das Vergessen
von Menschen, aber auch immer wieder um Schuld. Musikalisch
wird der „GoSpecial“ begleitet von der Band „Tumbleweed“.
VORTRAG: „Wilhelminische Architektur in Tsingtau“
von Professor Dr. Ingo Sommer
Freitag, 28. November, 19 Uhr,
Christus- und Garnisonkirche Wilhelmshaven
Vor 100 Jahren, am 7. November 1914, endete die deutsche Kolonialgeschichte in China. Japaner und Briten belagerten vom 13.
September bis zum 7. November 1914 die deutsche Marinegarnison Tsingtau. Die deutschen Kolonialherren übergaben die Stadt.
Es blieb eine kuriose baukulturelle Besonderheit übrig: Wilhelminische Architektur in China (siehe Foto oben rechts).
THEATERKIRCHE: „Drei Schwestern“
Sonntag, 30. November, 18 Uhr,
Christus- und Garnisonkirche Wilhelmshaven
Anton Čechovs Stück ist reich an Gefühlen: Liebe und Hass, Zuneigung und Ekel. Komik und Tragik stehen direkt nebeneinander und
das ungute Wissen, dass die Welt nichts mehr zusammenhält: „Ein
mächtiger Sturm wird unserer Gesellschaft die Trägheit aus den
Knochen schütteln.“ Eine hochspannende Reise in unser Seelenleben (Foto oben links).
KOMPASS | November
it großen Augen schauen eine menschliche Figur mit
übergroßem Kopf und ein vogelhaftes Wesen den Betrachter neugierig an. Im Hintergrund dieser fantastischen Begegnung am Kai schwimmen zwei merkwürdig miniaturisierte Schiffe; mächtige dunkle Rauchschwaden steigen vor einer Häuserkulisse auf. Ein märchenhafter Zauber liegt
über dieser in reinen, kräftigen Farben gemalten Szenerie wie
auch über weiteren Bildern von Gennady Karabinskiy, der ab dem
6. November seine jüngsten Werke in der Sezession Nordwest präsentiert. Ein Zauber, der an Gemälde des bekannten „Maler-Poeten“ Marc Chagall erinnert – Zufall? Zumindest faktisch verbindet
beide ihre Herkunft aus Weißrussland.
1955 in Baranowitschi geboren, studierte Karabinskiy bildende
Kunst und arbeitete von 1985 bis 2004 in St. Petersburg. Dort wurde er 1991 Mitglied der Gesellschaft der freien Künstler und 2002
Mitglied des Bundes der Künstler Russlands und der Internationalen Föderation von Künstlern. 2004 übersiedelte er nach Oldenburg und ist seit 2005 Mitglied im BBK Oldenburg. Seit 1989 nahm
er an über 150 Kunstausstellungen im In- und Ausland teil. Seine
Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen in
Dänemark, Deutschland, Israel, Italien, den Niederlanden, Russland, Schweden, Südkorea, den USA und Japan.
Charakteristisch für seine Bilder sind vermeintlich reale, alltägliche
Geschehnisse, die verfremdet in ein Bildmotiv überführt werden.
Der Grad der Verfremdung bzw. des Realitätsbezugs ist dabei sehr
weit. Ausgehend von lediglich proportional verschobenen Figuren
schlägt der Künstler einen Bogen bis zu derart vielfigurigen Bildern, die auch durch ihre kräftigen Farben den Betrachter vor ein
vermeintlich unentwirrbares Dickicht stellen. Im Erkunden solch
Kunst | Sezession Nordwest Wilhelmshaven
komplexer Bildgeschichten entdeckt der Betrachter sehr verschiedene surreale Motive und Momente und stößt dabei auch immer
wieder auf humorvolle Partien.
Neben Öl, Acryl, Tempera und Pastell verwendet Karabinskiy auch
Tusche. Schnell „hingeworfen“ scheinen viele dieser Tuschearbeiten zu sein. Zentrales Bildthema ist wieder die menschliche Figur –
teils in fließende Farben getaucht, teils auf das Schwarz der Tusche beschränkt. Ähnliche Motive hat er als Lithografien weitgehend ohne Farbe umgesetzt. Streng frontal blicken uns Gestalten
entgegen, die allein im Schwarz vor weißem Hintergrund erscheinen. Doch selbst diese reinen „Schwarzbilder“ besitzen einen hohen malerischen Gehalt, die Flächen sind nicht homogen, sondern
durchbrochen, haben teils weich auslaufende Ränder oder liegen
in variierender Transparenz auf dem Weiß des Blattes.
Neben all den augenscheinlich heiteren Bildern stößt der Betrachter auch auf Motive und Details, die verstören oder Fragen aufwerfen: Katzen mit menschlichen Augen, geflügelte Köpfe, ein Davidsstern im Blickfeld einer aufschauenden Gestalt. Hier wird offenbar, dass die Bilder von Gennady Karabinskiy nicht nur auf eine
ästhetische Anschaulichkeit zielen, sondern eine inhaltliche Vielschichtigkeit besitzen.
TEXT/FOTOS: ALEXANDER LANGKALS M.A.
AUF EINEN BLICK
Künstler: Gennady Karabinskiy
Titel: „Begegnung am Kai“
Ort: Sezession Nordwest Wilhelmshaven
Daten: 6. November bis 2. Dezember 2014
Vernissage: 6. November, 19 Uhr
Seite 9
Kunst | Wattenmeer Besucherzentrum Wilhelmshaven
Ü
ber 70 Hobbykünstler präsentieren bis zum 30. November
im Wattenmeer Besucherzentrum die Ergebnisse ihres Schaffens. Bilder, Collagen und Skulpturen
werden zum Thema „Geschichten
von unserer Küste“ gezeigt. Die Besucher haben die Möglichkeit, ihre Favoriten zu wählen. Bei der Finissage
am 30. November werden die Künstler, deren Kunstwerke die meisten
Stimmen erhalten haben, mit Geldund Sachpreisen ausgezeichnet. Auch
unter den Besuchern, die an der Abstimmung teilgenommen haben, werden Preise verlost.
Seite 10
I
KOMPASS | November
m Gedenken an den Beginn des Ersten Weltkrieges im Jahre 1914 präsentieren
Kunst-Studierende und Lehrende der Universitäten Osnabrück und Paderborn sowie
Schüler aus Deutschland, Frankreich und Belgien Malereien, Zeichnungen und Collagen in Form von Letter-ARTs. Letter-ART – Kunst auf Briefumschlägen – ist eine Erinnerung an die traditionelle Kunst des Briefeschreibens, aber auch an die Feldpostkarten und
die Einzugs- oder Todesbenachrichtigungen von Behörden. Diese waren ein Bestandteil
des sozialen Lebens im Ersten Weltkrieg. Vorbild für das Letter-ART Projekt ist der Künstler
Heinrich Vogeler mit seinem Friedensbrief an Kaiser Wilhelm II. im Januar 1918. „Remember 1914-18“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen den Universitäten Paderborn und Osnabrück sowie Schulen aus Deutschland, Frankreich, Belgien und den Welterbestätten
Erzbergwerk Rammelsberg, Völklinger Hütte, Wattenmeer Besucherzentrum Wilhelmshaven und der Zeche Zollverein. In weiterer Kooperation stehen der Volksbund Deutsche
Kriegsgräber Fürsorge e.V. und das UNESCO Memory of the World-Programm. Die länderübergreifenden Aktionen stehen unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCOKommission. Die Sonderausstellung ist vom 16. November 2014 bis zum 18. Januar 2015
in der Dachgalerie des Wattenmeer Besucherzentrums zu sehen.
KOMPASS | November
Kunst | Zeteler Markt
VOLKSFEST
Z
um 330. Mal jährt sich in
diesem Jahr der Zeteler
Markt in der Gemeinde.
Vier Tage lang – vom 8. November bis zum 10. November und
am 12. November – wird Zetel
zum Mittelpunkt friesischer Lebensart und Lebensfreude werden. Aus dem gesamten Norden
strömen tausende von Besuchern in die Friesische Wehde.
er Wilhelmshavener Foto-Designer
Klaus Schreiber präsentiert bis zum
28. November in der RaiffeisenVolksbank Zetel Bilder vom Zeteler Markt
aus den Jahren 1970-1980. Er zeigt in seiner Ausstellung mit welcher Meisterschaft
er die Kamera seit über 50 Jahren führt.
Mensch, Tier und bäuerliche Umwelt werden im Bild eingefangen, atmosphärisch
dicht uns vor die Augen geführt. Durch
sein Können bleibt das Wesen des Marktes
lebendig – so wird Tradition erhalten.
1970 – da hatte der Markt schon seine
eigene Tradition. Natürlich hat sich seither
so vieles verändert. Aber es ist die Harmonie im Zusammenspiel von Mensch, Tier
und Landschaft, die die Tradition lebendig
hält. Im Mittelpunkt stehen selbstverständlich die Tiere, die hier präsentiert,
bestaunt und auch bewertet werden. Sie
zeigen sich so, als seien sie sich ihrer Rolle
als „Hauptpersonen“ bewusst. Pferde und
gerade Ponys sind bekanntlich eitel. Und
manchmal meint man, dass sie sogar auf
den Fotos lächeln. Schreibers Bilder sind
Zeitdokumente. Sie zeugen von der Kraft
der Tradition, wie sie sich im Zeteler Markt
verkörpert. Sie zeugen aber auch von der
schöpferischen Kraft des Fotografen. Das
Geheimnis eines wiederkehrenden Traditionsmarktes seit 330 Jahren liegt in der
Verbindung zwischen Mensch, Tier und
Landschaft. Es ist diese Stetigkeit im ländlichen Jahresverlauf, die Verlässlichkeit,
auf die man sich schon lange freuen kann.
Diese Gewissheit bildet Tradition und ist
hier in einzigartiger Art und Weise dokumentiert worden.
Damit auch in diesem Jahr die
vielen Marktbesucher ein ansprechendes Festgelände vorfinden, hat der Marktmeister gemeinsam mit dem Marktausschuss und den Schaustellern
wieder ein attraktives Rahmenprogramm geschaffen. Tradition, Brauchtum aber auch Neuheiten gilt es auf dem Zeteler
Markt zu entdecken.
Die erfolgreiche Musikveranstaltung „Mit Pauken und Trompeten“, das Höhenfeuerwerk am
Familientag und ein ökonomischen Gottesdienst am Sonntag,
um nur einige Höhepunkte zu
nennen, unterstreichen die Einzigartigkeit des Volksfestes in
der Friesischen Wehde. Auch für
die Seniorinnen und Senioren
wird einiges geboten. Am Montag, 10. November, um 15 Uhr,
laden die Schausteller, die Gemeinde Zetel und der Festwirt zu
einem stimmungsvollen Seniorennachmittag bei Kaffee und
Berlinern ins Bayernzelt ein. Eine
herausragende Stellung nimmt
auch der Vieh- und Krammarkt
am Zeteler-Markt-Mittwoch ein.
Bis heute hat der Viehauftrieb
und Handel seine Bedeutung
nicht verloren und begeistert immer noch die Massen.
Seite 11
Theater | „Theater am Meer“
KOMPASS | November
„Swieg still, Jung!“
A
ls zweite Inszenierung der Spielzeit 2014/15 bietet
das „Theater am Meer“ das Volkstheaterstück „Swieg
still, Jung!“ („Schweig, Bub!“) von Fitzgerald Kusz,
das von Hartmut Cyriacks und Peter Nissen nicht nur
ins Niederdeutsche übersetzt wurde, sondern auch
von den späten 1960er Jahren in die Jetztzeit geholt wurde. Premiere ist am Sonnabend, 22. November, um 20 Uhr im kleinen
Schauspielhaus an der Kieler Straße 63. Theaterleiter Arnold
Preuß inszeniert „Swieg still, Jung!“ für das Theater am Meer bereits zum zweiten Male, nachdem es erstmals in der Spielzeit
1989/90 in Wilhelmshaven gezeigt wurde. Zum Inhalt: Björn hat
Konfirmation! Die Familie ist eingeladen, den Ehrentag gebührend
mit zu feiern. Die Hauptperson des Tages ist Björn, der Konfirmand, oder eben nicht! Alle Verwandten sind zum Fest gekommen, aber nicht etwa der frisch konfirmierte Björn steht im Mittelpunkt, sondern eine Tante mit Problemen, ein Onkel, der permanent die Cousine anbaggert und alle anderen Mitglieder der „buckligen“ Verwandtschaft mit ihren Macken und Marotten. Es geht
nicht um den Schritt des Erwachsenwerdens durch die religiöse
Mündigkeit, nein, es geht um aktuelle Preissteigerungen, um Well-
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ness-Tipps und Kochrezepte, um die Passion des Trinkens… und
das alles natürlich während der ausgiebigen Mahlzeiten von mittags bis weit nach Mitternacht mit Vorspeisen, Suppen, Hauptgang, Nachspeise, Kaffee, Kuchen, Bier, Schnaps und Likör….
„Swieg still, Jung!“ war und ist Fitzgerald Kusz‘ Theaterdebüt und
Erfolgsstück zugleich. Es stand allein 30 Jahre auf dem Spielplan
des Theaters Nürnberg und wurde in unzähligen Sprachen landauf
und landab im In- und Ausland gespielt. „Swieg still, Jung!“ ist eine
ebenso bissig, wie humorvoll-ironische Abrechnung mit der „heilen“ Welt der Familie. Gnadenlos entlarvt Kusz die geheimen Wünsche und Begehrlichkeiten seiner Bühnenfiguren und schafft dem
Publikum damit die Grundlage für einen wunderbar amüsanten
Volkstheater-Abend.
WEITERE VORSTELLUNGEN: Am 28. und 30. November und
am 6./7./10./13./14./26./28. Dezember jeweils 20.00 Uhr sowie
30. November und am 7. und 28. Dezember jeweils 15.30 Uhr sowie am 14. Dezember 2014, 15.30 Uhr, geschlossene Vorstellung
Banter Kirche.
KOMPASS | November
Theater | Premiere „Drei Schwestern“
Drei SCHWESTERN
O
lga, Irina und Mascha – drei Töchter aus gutem Hause.
Perfekt ausgebildet, mehrsprachig, wohlerzogen und
doch gestrandet in der russischen Provinz. Mit dem
Vater, einem angesehenen General, sind sie einst aus
dem geliebten Moskau fort in die kleine Militärstadt gezogen. Der
Vater ist mittlerweile verstorben, dennoch sind die Schwestern irgendwie in der Provinz hängengeblieben. Die Hoffnung, eines Tages nach Moskau zurückzukehren, haben sie zwar noch nicht aufgegeben, aber die Sehnsucht nach dieser idealisierten Stadt wird mehr und mehr zum Traum von
einem besseren und glücklicheren Leben. „Drei
Schwestern“ von Anton Tschechow hat am 22. November Premiere im Stadttheater. Oberspielleiterin
Eva Lange freut sich ganz besonders auf dieses Stück
des meistgeliebten und zugleich am meisten missverstandenen russischen Autors und verrät Dramaturgin Lea Redlich auch warum.
Eva Lange: Tschechow ist
einer meiner Traumautoren,
den ich nun endlich inszenieren darf. Sprache ist in meinen Inszenierungen von
großer Bedeutung und
Tschechow bleibt in meinen Augen sprachlich unübertroffen.
Zudem ist die Frage, die das
Stück aufwirft, absolut zeitgemäß: Warum bleiben wir, wo wir
längst nicht mehr sein wollen?
Warum verharren wir in Situationen und Konstellationen,
die uns nicht gut tun? Was
hält uns an bestimmten Orten? Außerdem ist es ein
Stück mit Tragik und Komik
zugleich, wundervoll poetisch. Auch wenn die äußere
Handlung zu stagnieren
scheint, passiert unheimlich
viel zwischen und in den Figuren. Daher ist es auch
ein großartiges Ensemblestück. Jede Rolle ist
wichtig und unglaublich nuancenreich. Das Stück ist also ein Geschenk für mich, für das Ensemble und natürlich auch für das Publikum.
Wie aber passt die russische Provinz nach Wilhelmshaven?
Das Stück passt in viele Städte überall auf der Welt. Die auffälligste
Parallele zu Wilhelmshaven ist natürlich die kleine Garnisonsstadt,
in der die Schwestern leben. Es ist wie hier eine militärgeprägte
Stadt, die früher durch Bedeutung glänzte und heute eine stete Abwanderung verzeichnet. Außerdem steht bei Tschechow wie in Wilhelmshaven neben einer großen Liebe zur
Stadt der Wunsch junger Menschen, diese Stadt so
schnell wie möglich zu verlassen.
Tschechow ist dafür bekannt, dass er das
Leben an sich unglaublich komisch fand.
Inwieweit findet sich diese Komik in seinen
Stücken wieder?
Tschechow lässt seine Figuren immer wieder unfreiwillig in komische Situationen geraten und das ist es, was uns
als Zuschauer gern zum Lachen
bringt: Dabei zuzuschauen, was anderen widerfährt. Das Leben hat
mit all seinen Sehnsüchten, geheimen Wünschen und Begegnungen
aber auch tatsächlich komisches
Potenzial. Die Komik bei Tschechow liegt mir vor allem deshalb, weil sie immer einer
tragischen Ausgangssituation entspringt. Diese Komik da herauszukitzeln ist
aber auch eine Herausforderung – der ich mich
mit meinem Ensemble
sehr
gerne stelle.
INTERVIEW
LEA REDLICH
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Theater | Premiere „Hänsel und Gretel“
KOMPASS | November
Vorweihnachtlicher Märchenzauber
HÄNSEL & GRETEL
D
en diesjährigen Klassiker der Brüder Grimm, den die Junge Landesbühne ab dem 9. November auf die Bühne des
Stadttheaters bringt, kennt wohl jedes Kind. Worauf man
sich in der Inszenierung freuen darf und warum Märchen so wunderbar zeitlos sind, erfahren Sie im folgenden Interview mit den
Schauspielerinnen und Schauspielern sowie mit dem Regieteam.
Was ist Dein besonderes Anliegen mit dem Weihnachtsmärchen? Kein Stück der Jungen Landesbühne erreicht ja so viele Zuschauerinnen und Zuschauer.
Carola Unser (Regie): Für viele der kleinen Besucherinnen und Besucher ist das Weihnachtsmärchen der erste Kontakt mit unserem
wundervollen Medium Theater oder der einzige im Jahr. Das ist für
mich eine ganz besondere Verantwortung. Daher geben unser
ganzes Team und ich alles, dass diese Inszenierung alles birgt,
was Theater kann: Wir wollen gut unterhalten und die Herzen und
Köpfe bewegen, zauberhaft, sinnig und spielerisch zart.
Du hast für die Bühne einen wunderbar poetischen
Zauberwald entworfen. Ist es eine besondere Herausforderung die Ausstattung für ein Weihnachtsmärchen zu
entwerfen?
Gesine Lenz (Bühne und Kostüme): Ja, die Zuschauer wollen verzaubert, in eine Märchenwelt entführt werden. Man kann weniger
mit Abstraktion arbeiten. Das ist aber auch gerade der Reiz, weil
man Dinge entwerfen kann, die man so bei einem Entwurf für eine
zeitgenössische Inszenierung nicht machen würde.
Dir haben wir so manchen Ohrwurm des letztes
Weihnachtsmärchens „Der Lebkuchenmann“ zu verdanken und das wunderbare Cellospiel der „Spieluhr“ auf der
Bühne, worauf können wir uns dieses Jahr musikalisch
freuen?
Katharina Hoffmann (Komposition und Musikalische Leitung): In
diesem Jahr darf sich das Publikum auf märchenhafte Harfenklänge freuen – in einer Ouvertüre und verschiedenen Zwischenmusiken wird die Schauspielerin Astrid Köhler das Stück live auf der
Harfe begleiten. Und klar: es wird auch wieder den ein oder anderen Ohrwurm geben!
Als Regieassistentin bist Du nicht nur für den reibungslosen Ablauf und die gleichbleibend hohe Qualität
der Vorstellungen verantwortlich, sondern ein bisschen
auch die „Mutter“ der Kompanie. Was ist das besonders
Schöne und was das besonders Anstrengende an der
Seite 14
Weihnachtsmärchenzeit? Dein wievieltes Weihnachtsmärchen ist „Hänsel und Gretel“?
Gabriele Kästner (Regieassistentin): Es ist wohl so, dass es „Pamper“-Momente bei einer Crew von ca. 20 Personen gibt, aber
hauptsächlich geht es mir darum, dass der künstlerische Aspekt
nicht beeinträchtigt wird. Meine Intention ist, Kinder, aber auch
die Erwachsenen verzaubern zu lassen. Wenn das Märchen noch
Denkanstöße geben kann, um so besser. Besonders anstrengend
ist das frühe Aufstehen, um zu den Spielorten durch die ostfriesische Halbinsel zu kutschieren und oft erst in der Dämmerung nach
Hause zu kommen und das ca. anderthalb Monate lang. Dies ist
übrigens mein 18. Weihnachtsmärchen.
Du begleitest die Märchenproduktion und „achtest“
auf die Märchentreue, was ist daran so besonders?
Angela Stein (Theaterpädagogin an der Franziskusschule): Nun,
Märchen begleiten uns Weihnachten schon seit Urzeiten und befolgen bestimmte Regeln, die die Aussagen eines Märchens verdeutlichen. Sie enthalten für jede Generation bestimmte Informationen. Jeder kann etwas für sich mit nach Hause nehmen und
wenn es nur die Erkenntnis ist, das am Ende das Gute siegt.
Die Mütter und Stiefmütter kommen in Märchen ja
meist nicht besonders gut weg. Wie ist das bei der Mutter,
wie Du sie in der Inszenierung spielst?
Brit Bartuschka (Mutter): Die Mutter von „Hänsel und Gretel“ ist in
meinem Fall eher eine Mutter, die durch die große Not dazu gebracht wird, ihre Kinder auszusetzen. Sie liebt sie, aber sie ist verzweifelt und sieht keinen anderen Ausweg. Sie sorgt sich um sie
und versucht bis zuletzt das Wegbringen der Kinder zu verhindern.
Sie kocht z. B. Rindensuppe und Löwenzahn, aber auch das hilft
nichts. Als die Kinder weg sind, bereut sie und weiß nicht, ob sie
das Richtige getan hat. In dem Sinne spiele ich eine Mutter, an der
nicht alles unbemerkt vorbeigeht. Durchaus menschlich.
Eltern, die ihre Kinder aussetzen, nicht gerade der Inbegriff für eine harmonische Familie. Wie würdest Du die
Situation und die Beziehungen in der Familie beschreiben, wie Ihr sie spielt?
Holger Spengler (Vater): Die Situation innerhalb der Familie ist von
bitterer Armut geprägt. Die Eltern können ihre Kinder nicht ernähren. Sie auszusetzen bedeutet also, ihnen die Chance auf ein besseres Leben zu ermöglichen. Eine Entscheidung aus Liebe und
Fürsorge, die unendlich schwer fällt. Die Kinder lieben ebenso ihre
Eltern und versuchen zumindest, sie zu verstehen. >Fortsetzung S. 15
KOMPASS | November
Theater | Premiere „PSSST! Oder Frau Dr. D. Zibel hat einen Ohrwurm“
Ganz OHR
>>> Fortsetzung von Seite 14
Du warst ja letztes Jahr bereits beim „Lebkuchenmann“ mit dabei. Worauf freust Du Dich dieses
Jahr ganz besonders?
Simon Weiskopf (Hänsel): Ich freue mich sehr, dass ich dieses Jahr wieder dabei bin. Besonders freue ich mich auf die
Kinder, es ist unglaublich was für eine Energie die mit ins
Theater bringen. Für viele Kinder ist es ja das erste Theaterstück, das sie sehen, und ich finde es ganz toll ein Teil davon
zu sein! Die Magie des Theaters den Kindern nahe zu bringen, ist echt eine super tolle Aufgabe.
INTERVIEW: BRITTA HOLLMANN
Anders als im Originalmärchen ist in dieser Fassung Gretel ja die ältere und auch etwas klügere als
ihr kleiner Bruder. Wie würdest Du Deine Figur sonst
noch beschreiben, ist Gretel ein Mädchen von heute?
Julia Gebhardt (Gretel): Gretel ist die typische große
Schwester: verantwortungsvoll ihrem kleinen Bruder
gegenüber und darauf bedacht, dass ihm nichts passiert.
Auch wenn das bedeutet, ihre eigene Angst und Verzweiflung zu überspielen, um ihn glauben zu machen, sie sei stark
und unbeirrbar, damit er keine Furcht zu haben braucht! Für
Gretel ist das Leben zu kurz, um feige zu sein. Sie ist auf jeden Fall ein Mädchen von heute, denn es steckt ja auch sehr
viel von mir (dem Mädchen Julia) in ihr (und ich bin ja auch
nicht von gestern!). Es beschäftigen sie dieselben Dinge wie
alle Kinder in ihrem Alter: Was will ich mal werden? Wo
möchte ich gerne hin? Wie verläuft mein Weg? Der Kampf
ums „Überleben“ ist somit derselbe, nur mit dem kleinen
Unterschied, dass sie nicht von Computerspielen, Fernsehen & Co abgelenkt wird, sondern vom Grummeln ihres
hungrigen Magens und dem ihres kleinen Bruders Hänsel. In
der Welt der Bücher findet sie dann Trost; nur füllt Wissen
leider nicht den Bauch (aber wenigstens den Kopf!!!).
Du bist im ersten Teil die Erzählerin und spielst
Harfe. Im zweiten Teil schlüpfst Du in die Rolle der
Hexe. Was macht Dir mehr Spaß, spielen und gleichzeitig Musik machen oder so richtig schräg und fies
sein?
Astrid Köhler (Harfenistin, Erzählerin, Hexe): Ich kann gar
nicht sagen, dass das eine mehr oder weniger schön ist. Am
meisten Spaß macht es, dass ich in diesem Stück all diese
Seiten verbinden kann. Schräge und fiese Hexen zu spielen
ist natürlich ein großes Vergnügen, aber es ist auch wunderschön durch die Erzählung und das Harfenspiel die Zuschauer aus dem Alltag heraus und in ein Märchen zu entführen.
P
SSST! Oder Frau Dr. D. Zibel hat einen Ohrwurm“ ist das diesjährige Kindergartenstück der Jungen Landesbühne. Premiere
ist am 11. November um 11 Uhr im Studio in der Rheinstraße.
Es ist ein clowneskes Wissenschaftstheaterstück rund um das Summen, Klirren und Brausen, das uns täglich umgibt – kurz: rund ums
Hören. Geschrieben hat es Natascha Kalmbach, ehemalige Leiterin
der Jungen Landesbühne. Inszeniert wird es von Athena Schreiber,
ehemalige Dramaturgin der Jungen Landesbühne, die letzte Spielzeit
„Die zweite Prinzessin“ inszeniert hat. Wir sprachen mit den beiden
über das Stück und die Inszenierung.
Athena, als die Idee geboren wurde, ein Wissenschaftstheaterstück für die jüngsten Zuschauerinnen und Zuschauer zu machen, warst Du noch als Dramaturgin an der Jungen
Landesbühne. Was hat Euch dazu bewogen?
Theater bedeutet, etwas sinnlich wahrzunehmen – und nicht bloß
über den Kopf. Deshalb fanden wir den Ansatz von Wissenschaftstheater extrem spannend: Einer Fragestellung, von der wir es gewohnt sind, dass sie durch Lektüre, Auswendiglernen und Überprüfung rein reproduziert wird, wird im Theater sinnlich erfahrbar nachgespürt. Und welches Thema wäre geeigneter für eine sinnliche
Untersuchung als einer unserer Sinne, über den wir – Hand auf`s Herz
– auch als Erwachsene viel zu wenig wissen? Nataschas Konzept hat
uns dann auch noch zusätzlich begeistert. Während des Schreibprozesses hat sie mit Kindern aus dem Christuskindergarten die Experimente aus dem Stück ausprobiert und den Text immer wieder auf seine Verständlichkeit für die Zielgruppe hin überprüft. >Fortsetzung S. 16
Seite 15
Theater | Premiere „PSSST! Oder Frau Dr. D. Zibel hat einen Ohrwurm“
Natascha, wie bist Du beim Schreiben vorgegangen?
Erstmal habe ich viel gelesen zum Thema Hören. Wie funktioniert
das Ohr, welche Experimente zum Thema Hören gibt es … Durch
diese Beschäftigung bin ich auch im Alltag hellhöriger geworden,
habe z. B. auf Lärmbelästigungen, Momente der Stille und Redewendungen zum Thema Hören geachtet und diese gesammelt.
Dann habe ich mir über die Figuren Gedanken gemacht. Damit die
Kinder das Forschen miterleben, war klar, dass eine Figur ein Wissenschaftler sein muss und die andere ähnliche Vorkenntnisse wie
die zuschauenden Kinder haben muss. Zunächst bin ich davon
ausgegangen, dass Frau Prof. Dr. D. Zibel einfach nur Lärmmessungen durchführt. Eine stringente Geschichte hatte ich nie im
Kopf. Dass Frau Prof. Dr. D. Zibel auf der Suche nach der absoluten
Stille ist, hat sich erst später ergeben. Auch die Entwicklung zwischen den beiden Figuren ergab sich beim
Schreiben.
Die Figuren und
teilweise auch die
Vorgänge im Stück
sind sehr clownesk.
Was hat das Clowneske mit dem Thema zu tun?
Clowns sind ebenfalls
sehr genaue Forscher.
Sie können sich stunNatascha Kalmbach
denlang
in
einen
Gegenstand, in einen
Vorgang vertiefen. Und sie geben nicht auf, auch wenn sie immer
wieder an ihre Grenzen stoßen. So arbeiten auch unsere beiden
Hörforscher. Sie sind – vor allem Ohor – ähnlich naiv wie Clowns.
Im übrigen sind die Figuren natürlich auch deswegen clownesk,
weil es Spaß macht clowneske Figuren anzuschauen. Und die Zuschauer sollen ja auch was zum Lachen haben!
INTERVIEW: BRITTA HOLLMANN
Wie wichtig war die Experimentierwoche mit den
Kindern des Christuskindergartens, bzw. welche Anregungen und Erkenntnisse sind darüber in den Text eingeflossen?
Die Experimentierwoche war sehr wichtig. Ich konnte ausprobieren, welche Experimente wie funktionieren und beobachten, was
die Kinder interessiert. Durch die Reaktionen der Kinder beim Vorlesen der schon geschriebenen Szenen konnte ich auch sehen,
was die Kinder lustig oder langweilig finden. Leider musste ich
auch feststellen, dass meine am Schreibtisch „kunstvoll“ bedachten Wortspielereien über Ohren, die man auf Durchzug stellt, oder
Bohnen, die man in den Ohren hat, über das ganz Ohr sein …. von
Seite 16
KOMPASS | November
den Kindern kaum verstanden werden. Daher habe ich die Wortspiele deutlich reduziert. Es gibt auch den ein oder anderen Satz
im Stück, den ich direkt von den Kindern aufgenommen habe, weil
er so schön war und so gut passte.
Athena, Du inszenierst zum dritten Mal ein Stück für
Kinder ab drei Jahren. Was ist das Besondere an der
Arbeit für diese Altersgruppe?
Sie ist unberechenbar! Das ist anstrengend und schön zugleich.
Jedes Mal erlebe ich Kinder in diesem Alter wieder neu und beobachte sie, um ein Gefühl für sie zu bekommen. Wahrscheinlich ist
kein Alter dem Erwachsenenleben ferner, da wir uns nicht mehr
richtig an unser eigenes dreijähriges Ich erinnern können. Für
Theater sind Kinder in diesem Alter eine Offenbarung und eine Herausforderung. Sie sind
unmittelbar: Wenn die
Geschichte nicht stimmt,
nehmen sie sie auseinander. Wenn es gut
läuft, werden sie Teil des
Bühnengeschehens und
versuchen, selbst einzugreifen. Wenn eine Inszenierung
langweilig
ist, ziehen sie sich an
und wollen gehen. Sie
sind noch nicht in die
„Ruhig-sitzen-und-übersich-ergehen-lasAthena Schreiber
sen“-Korsage gepresst
worden. Zum Glück.
Während der Arbeit an diesen Stücken stellt man oft fest, dass
man zu kompliziert gedacht hat, so dass man sich wieder auf das
Wesentliche konzentriert. Und ganz oft wundert man sich über das
hohe Abstraktionsvermögen der Kinder, für die bildhaftes „So-alsob-Spielen“ ganz natürlich ist.
Was ist für Dich die Quintessenz des Stückes und wie
setzt Du sie in der Inszenierung um?
Hab immer mehr Fragen als Antworten! Ich wünsche mir, dass der
Spaß am Forschen und Erforschen, am Infragestellen das ist, was
den Zuschauern ein Leben lang bleibt. Unsere beiden Wissenschaftler auf der Bühne sind Suchende, die sich mit immer neuen
Methoden ihrer Fragestellung annähern, sich verzetteln und auch
nicht immer alles wissen. Das macht sie sympathisch. Theater
wird oft als Medium zitiert, das hilft, kreative Problemlösungen im
Alltag zu finden. Das greifen die beiden Spieler auf und versuchen,
mit allen ihren Sinnen sich dem Hören zu nähern. Denn wer denkt
beispielsweise im ersten Augenblick daran, dass man Ohrenschmerzen am besten über die Nase bekämpft?
KOMPASS | November
anche greifen ganz tief in die
Trickkiste, um Wunder zu
vollbringen. Eva Brodowski
(33) braucht dafür nur einen
Tuschkasten. Sie malt damit im
wahrsten Sinne des Wortes Illusionen auf die Haut. Ihre Leinwand
sind Gesichter. Und zwar die der
Schauspieler der Landesbühne.
Eva Brodowski Denn seit fünf Jahren ist die gebürtige Bremerhavenerin Chefmaskenbildnerin am Stadttheater. Gemeinsam mit ihrem vierköpfigen Team zaubert sie dort
hinter den Kulissen. Mit Schminke, Perücken, Brusthaartoupets und sogar ganzen Masken. „Wir können das. Nicht umsonst sind wir Maskenbildner“, erklärt sie ihr Berufsbild. Und
gerade weil sie täglich beruflich tief in den Farbeimer greift,
mag sie es privat selbst am liebsten dezent. Ein Hauch von Farbe, etwas Wimperntusche. Mehr nicht. „Das geht den meisten
Schauspielern übrigens ebenso“, verrät sie lachend. Wer
Abend für Abend dicke Theaterschminke auf der Haut hat,
sehnt sich in der Freizeit einfach nur nach Natur pur.
Theater | Making of Marilyn
den. Trotzdem möchte sie nicht eine Minute davon missen.
Und dass man ihr die Müdigkeit am nächsten Morgen nicht ansieht, bringt ihr Beruf so mit sich: „Ich weiß schließlich, wie
man Augenringe wegschminkt.“
Auch sonst kann die Chefmaskenbildnerin zaubern. Wie sehr,
wird der folgende Selbstversuch zeigen. Nichts ist unmöglich.
Auch Wunder nicht. So wird aus einer mittelalten Journalistin
plötzlich Marilyn Monroe. In nur 20 Minuten. Mit viel Humor
und noch mehr Schminke. Doch vor der eigentlichen Verwandlung gab es ein sprichwörtlich haariges Problem. Die Monroe
war blond. Wasserstoffblond. Die Probandin hingegen das,
was wohlwollende Freunde als elegantes Dunkelblond bezeichnen, während es für den Rest der Welt einfach nur Straßenköterblond ist. Eine Echthaarperücke musste also her. Eva
Brodowski nahm Maß und präsentierte zwei Wochen später
das Ergebnis. Ein Kunstwerk in Blond. Jede Locke sitzt und die
Metamorphose der Colla Schmitz beginnt.
>>> Fortsetzung auf Seite 18
Die 33-Jährige liebt den Kontrast zwischen dem Leben auf der
Bühne und dem dahinter. Es ist wie der Publizist Gustav Seibt
sagt: „Das Theater ist das schönste und älteste Lügengewerbe
der Welt. Ein wunderbarer Zauberkasten: Es zeigt wirklich,
was in Wirklichkeit nicht ist. Hamlet stirbt und geht anschließend Spaghetti essen.“ Eva Brodowski schätzt diesen Satz.
Schließlich sind sie und ihr Team Teil dieses Zauberkastens.
Zwar stehen sie nicht auf den Brettern, die für manche die Welt
bedeuten, aber trotzdem kann jeder ihre Leistung sehen.
Doch der Weg dorthin war lang. Am Anfang stand auch bei ihr
die Ausbildung zur Friseurin. Für eine Abiturientin ein ungewöhnlicher Schritt. Doch Eva Brodowski war dabei immer klar:
„Das ist nur ein Sprungbrett.“ Sie wollte zum Theater. Unbedingt. Ihr Ziel: Maskenbildnerin. Dafür lernte sie gerne „Waschen, Schneiden, Föhnen“. Anschließend folgte die Ausbildung zur Maskenbildnerin am Osnabrücker Theater. Seit 2006
verwandelt sie nun an der Jade die Schauspieler. Verleiht den
Mimen jene künstliche Mimik, die ihre Rolle verlangt. Erst als
Mitarbeiterin und seit 2009 als Leiterin. Ihre Arbeit an der Landesbühne ist abwechslungsreich und die Tage lang. Manchmal, wenn nicht in Wilhelmshaven, sondern im Spielgebiet
aufgetreten wird, kann es auch schon einmal halb Zwei wer-
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KOMPASS | November
Theater | Making of Marilyn
Fortsetzung von Seite 17
Wow, wie lange haben Sie dafür gebraucht?
Eva Brodowski: 40 Arbeitsstunden. Es soll ja auch natürlich aussehen.
Und was machen wir mit meinen Haaren?
Eva Brodowski: Die werden jetzt geschneckelt.
Meine Gedanken: Dazu zwirbelt sie die einzelnen Strähnen geschickt und steckt
sie am Kopf fest. Hinterher habe ich das Gefühl, mehr Nadeln und Klämmerchen
als Haare zu haben.
Darf ich jetzt die Perücke aufsetzen?
Eva Brodowski: Nein. Erst kommt das Schminken. Dazu gehört auch, dass Ihr
Haaransatz mit Farbe abgedeckt wird. Keine Sorge, das wäscht sich hinterher
ganz leicht wieder raus.
Meine Gedanken: Ein Blick in den Spiegel. So sehe ich also mit weißem Ansatz aus.
Altern ist wirklich nichts für Feiglinge.
Marilyn Monroe war bei ihrem Tod am 5. August 1962 über zehn
Jahre jünger als ich. Wie wollen Sie das denn schaffen?
Eva Brodowski: Grundsätzlich ist es einfacher, jemanden älter als jünger zu
schminken. Wir müssen halt mehr mit Farben im Gesicht spielen. Sie sind ohnehin
viel zu braun für Marilyn.
Das bedeutet?
Eva Brodowski: Sie werden erst einmal blass geschminkt.
Meine Gedanken: Geschickt verteilt sie das helle Make-up. Super, die Pigmentflecken sind weg. Die großen Poren auch. Dafür habe ich das Gefühl, meine Falten
werden zu Furchen. Meine Stirn sieht aus wie ein schneebedeckter Acker, über den
ein Trecker gefahren ist. Die Konturen verschwinden. Irgendwie erinnert mein Gesicht an einen Marshmallow mit Augen. Weit aufgerissenen Augen. Ich werfe dem
WZ-Fotografen Dirk Gabriel-Jürgens einen verzweifelten Blick zu. „Du musst nicht
alles dokumentieren.“ Hinterher weiß ich nicht mehr, ob es das Rauschen meines
Pulses in meinem Ohr war oder das Klicken seiner Kamera.
Seite 18
Wo sind meine Wangenknochen? Und mein Kinn ist auch verschwunden.
Keine Sorge. Alles ist noch da. Marilyn hatte aber eine ganz andere Gesichtsform.
Die muss ich jetzt quasi nachmodelieren. Schließlich soll man bei einem BühnenMake-up noch in der letzten Reihe des Theaters erkennen, dass vorne die Monroe
auf der Bühne steht.
Und wie erreicht man das?
Eva Brodowski: Mit unterschiedlichen Farben. Dabei kommt es auf das Spiel mit
Licht und Schatten an. Mit Rouge kann man ganz wunderbar zaubern. Und nun
schließen Sie bitte die Augen.
Meine Gedanken: Das Letzte, was ich sehe, ist der Spruch über dem Spiegel: „Zu
stark geschminkt und zu wenig bekleidet ist bei Frauen immer ein Zeichen der Verzweiflung.“ Um Himmelswillen, auf was habe ich mich hier eingelassen? Warum
musste ich unbedingt einen Selbstversuch wagen? Und wieso hat keiner abgelehnt, als ich bei der Landesbühne nachgefragt habe? Manchmal muss man die
Menschen doch vor sich selbst schützen, oder? Ich seufze und höre Eva leise lachen. Geschickt greift sie zum Pinsel. In Rekordgeschwindigkeit gleiten die feinen
Härchen über mein Gesicht. Auf meinen Lidern wird etwas aufgetragen. Eine Lage,
zwei Lagen, drei Lagen. Ich höre auf zu zählen. Mit einem Stift und ganz viel Rot
vergrößert sie meine Lippen. Gleich werde ich künstliche Wimpern bekommen und
auch Marilyns berühmten Schönheitsfleck. Dann darf ich die Augen öffnen.
Hilfe, ich sehe aus wie Boy George. Eigentlich hatte ich mir vorgestellt, dass mir jetzt Marilyn aus dem Spiegel entgegenlächelt und „I
wanna be loved by you“ singt. Stattdessen blickt mich Boy George an
und ich möchte nur „Karma Chameleon“ schreien. Muss ich jetzt einen
Hut wie der schrille Brite aufsetzen?
Eva Brodowski: Nein. Es bleibt bei der Perücke.
Meine Gedanken: Geschickt stülpt sie mir die blonde Lockenpracht über. Ich bin
sprachlos. Aus Boy George wird Marilyn Monroe. Die Illusion ist perfekt.
Was soll ich sagen? Ich bin begeistert.
Eva Brodowski: Dann warten Sie mal ab, bis Sie das Kostüm anziehen.
>>> Fortsetzung auf Seite 20
Seite 19
Theater | Making of Marilyn
KOMPASS | November
FOTOS: DIRK GABRIEL-JÜRGENS / INTERVIEW: COLLA SCHMITZ
>>> Fortsetzung von Seite 19
Meine Gedanken: Das Kleid ist ein Traum in Silber. Tausende
Plisseefalten umspielen all das, was frau gerne als Problemzone
kritisiert. Das Neckholder-Top erinnert mit seinem tiefen Dekolleté an die 50er Jahre. Ich gebe zu, ich habe mich in diesem
Moment gedreht, das Rascheln des Stoffs genossen und mich
wie „made in Hollywood“ gefühlt.
Und jetzt?
Eva Brodowski: Jetzt geht es vor die Tür. Wir wollen doch sehen, ob ich ganze Arbeit geleistet habe.
Meine Gedanken: Oh. Ich schlucke. Das habe ich nun davon.
Dirk grinst. Doch bevor es nach draußen geht, muss ich buchstäblich auf die Besetzungscouch. Intendant Olaf Strieb hat dafür seine Recamiere zur Verfügung gestellt. Ich drapiere mich
auf dem roten Plüsch. Irgendwie. Jarno Stiddien, Pressesprecher der Landesbühne, gibt mir derweil Unterricht im LaszivGucken. Zwischendurch singt er für mich „diamonds are a girl’s
best friend“. Plötzlich ist es mir egal, dass ich mich hier gerade
völlig lächerlich machen könnte. Ich posiere. Stehe kurz darauf
auf dem Dach des Stadttheaters. Lache. Werfe Kussmünder. Es
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erkennt mich ja eh keiner. Deshalb traue ich mich auch auf die
Straße. Die Monroe wartet an der Ampel an der Peterstraße.
Autos hupen. Einer würgt seinen Wagen ab. Ein anderer fährt
im ersten Gang um die Kurve. Ein paar Männer rufen „He Marilyn“. Dirk fotografiert, was das Zeug hält. Jarno sitzt vor dem
Theatereingang und lacht sich kaputt. Und ich? Ich fühle mich
großartig. Ein Kindheitstraum ist in Erfüllung gegangen. Seitdem ich „Manche mögen‘s heiß“ gesehen habe, wollte ich einmal Marilyn Monroe sein. Ein dickes Dankesschön an alle, die
das ermöglicht haben. Und ganz besonders an Eva Brodowski.
Das war ganz großes Kino. Doch leider wacht man auch aus
dem schönsten Traum einmal auf. Für mich bedeutete dies: Zurück in die Maske. Wieder Colla Schmitz zu werden, dauerte ungefähr genauso lange wie vorher das „Making of Marilyn“.
Das war ein unbeschreibliches Erlebnis. Vielen,
vielen Dank, dass ich für einen Nachmittag in eine
fremde Haut schlüpfen durfte. Dabei habe ich etwas
fürs Leben gelernt. Der berühmte Regisseur Max Reinhardt (1873 – 1943) hatte nämlich Recht, als er sagte:
„Der Schauspieler ist von der unbändigen Lust getrieben,
sich unaufhörlich in andere Menschen zu verwandeln,
um in den anderen am Ende sich selbst zu entdecken.“
Mut zur Lücke | Maximilian Graf von Wedel
KOMPASS | November
Mut zur
Lücke
Persönlichkeiten der Region haben sich die Zeit genommen
und dabei buchstäblich „Mut zur Lücke“ bewiesen.
In dieser Ausgabe griff für den KOMPASS
Maximilian Graf von Wedel zur Feder.
Maximilian Graf von Wedel übernahm nach dem
plötzlichen Tod seines Vaters Karl-Georg Lothar
Graf von Wedel im Sommer dieses Jahres das Erbe von Schloss Gödens. Neben der Verwaltung
des knapp 2000 Hektar Wald- und Grünland umfassenden Anwesens mit zahlreichen Höfen in
Friesland absolviert der studierte Informatiker
derzeit einen Masterstudiengang in London und
schreibt an seiner Abschlussarbeit.
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Um beides unter einen Hut zu bekommen,
pendelt der Hobbypilot fast wöchentlich zwischen dem friesländischen Gödens und der britischen Hauptstadt. „Von meinem Vater habe ich
gelernt, wie wichtig es ist, sich seiner Wurzeln
bewusst zu sein. Deshalb ist und bleibt Schloss
Gödens stets mein Zuhause und der Dreh- und
Angelpunkt meines Lebens“, bringt es der 26Jährige auf den
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zu werden.
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Seite 21
Schloss Gödens | Weihnachten im Schloss
WZ­Card­Aktion
Die Inhaber der WZ­Card
zahlen am 27. und 28. November
statt regulär 14 Euro nur 11,50 Euro an
der Veranstaltungskasse vor Ort. Das
Angebot gilt für zwei Karten pro WZ­
Card­Inhaber.
Barockreiterei
Mit Eleganz, Leichtigkeit und
Harmonie zeigen die Reiter
des
Friesenpferdegestüts
Brümmer auf dem Ehrenhof
täglich um 13.30 und 16.30
Uhr mit ihren showerfahrenen Hengsten die beeindruckenden zirzensischen Lektionen der höfischen Reiterei
der Barockzeit.
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KOMPASS | November
Vom 27. bis 30. November findet mit der weihnachtlichen Landpartie Schloss Gödens einer der beliebtesten Weihnachtsmärkte Norddeutschlands statt. Mit den zahlreichen Geschenkideen,
dem Rahmenprogramm und der weihnachtlichen Stimmung
gibt es viel zu entdecken, zu erleben und zu genießen. Das
Schloss ist in festliches Licht getaucht, es duftet nach Spekulatius und Punsch und vom Ehrenhof her weht die Weihnachtsmusik der Parforcehornbläser herüber. Auf Schloss Gödens trifft
man Freunde, genießt die vorweihnachtliche Stimmung und
kann genussvoll einkaufen. In den liebevoll geschmückten und
beheizten Pagodenstädten bieten über 100 Aussteller ihre kleinen und großen
Geschenkideen an,
darunter viele Besonderheiten aus
den Bereichen Mode, Inneneinrichtung und Lebensart
sowie
zahlreiche
kulinarische Höhepunkte.
Lesungen & Konzerte
Mehrmals täglich wechseln sich unterhaltsame Lesungen mit klassischen
Kurzkonzerten von Künstlern des Musikalischen Sommers in Ostfriesland
ab. In der täglichen Adventsstunde von 16 bis 17 Uhr lesen Prominente der
Region ihre liebsten Weihnachtsgeschichten und ausgewählte Literatur. Dazu gibt es
ein musikalisches Begleitprogramm. Am
Donnerstag kommt der Gödenser Nachtwächter Werner Kleinschmidt mit dem Gospelchor Zetel, am Freitag Buchautorin Regine Kölpin in Begleitung des Kirchenmusikers Tammo Wilken, am Sonnabend die
ehemalige Friedeburger Bürgermeisterin
Karen Emmelmann mit dem Posaunenchor
Gödens und am Sonntag Niedersachsens
Wirtschaftsminister Olaf Lies mit dem Chor
St. Marien aus Wilhelmshaven.
KOMPASS | November
Schloss Gödens | Weihnachten im Schloss
Kunstschätzungen
Das Auktionshaus Christie’s
ist auf der Suche nach Kostbarkeiten. Am Freitag, 28.
November, schätzen die Londoner Kunstexperten auf
Schloss Gödens persönliche
Kostbarkeiten der Besucher.
Anmeldungen unter Telefon
040-2794073.
Kulinarik
Die Besucher können sich mit vielen Köstlichkeiten, darunter denen des Oldenburger ExklusivCaterers Michael Niebuhr, in den beheizten Pagodenstädten verwöhnen lassen. Das Angebot
reicht von frisch gegrillten Wildbratwürsten bis
zum umfangreichen Menü.
Kinderweihnacht
Lebkuchenmänner wohin
das Auge reicht: Bereits das
Tor zum Schlosspark ist mit
den köstlichen Honigkerlen
geschmückt. Einige Schritte weiter wartet
die Weihnachtsbäckerei von Müller & Egerer,
in der Groß und Klein ihre Lebkuchenmänner selber zubereiten dürfen sowie Lieder
mit dem Weihnachtsmann und seinen entzückenden Engeln singen dürfen.
AUF EINEN BLICK
Die „Weihnachtliche Landpartie Schloss Gödens“ ist
vom 27. bis 29. November jeweils von 11 – 20 Uhr
und am Sonntag, 30. November, von 11 – 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 14 Euro an der Tageskasse und
ab 11,50 Euro im Vorverkauf. Kinder bis 16 Jahre haben
freien Eintritt. Weitere Infos, Vorverkaufsstellen und
Online-Tickets unter www.weihnachten-goedens.de
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Schloss Gödens | Klassik im Advent
KOMPASS | November
Schloss Gödens
ADVENTSKONZERT
eit drei Jahren kooperieren Schloss Gödens Entertainment
und der Musikalische Sommer in Ostfriesland. In diesem
Jahr gibt es erstmalig neben der weihnachtlichen Landpartie
Schloss Gödens ein zusätzliches Adventskonzert am Donnerstag,
27. November, ab 20 Uhr. Es spielen Doren Dinglinger (Violine)
und Iwan König (Klavier).
Auf dem Programm stehen Claude Debussys Sonate für Violine
und Klavier g-Moll, Frederic Chopins Andante spianato & Grande
Polonaise Es-Dur op. 22 für Klavier solo, Franz Waxmanns „Carmen-Fantasie“, Alan Ridouts „Ferdinand, der Stier“ für Sprecher
und Solo Violine sowie das „Rigoletto-Paraphrase de concert“ für
Klavier solo von Franz Liszt und die Sonate für Violine und Klavier,
Nr. 3 d-Moll op. 108, von Johannes Brahms.
„Musik ist magisch, inspirierend und verbindet“, schwärmt die
junge Künstlerin Doren Dinglinger. Sie studierte an der berühmten Juilliard School New York und gab 2010 ihr Solo Debüt im Concertgebouw Amsterdam. Es folgten Auftritte in der Carnegie Hall
New York, der Berliner Philharmonie, der Liederhalle Stuttgart,
der Beethovenhalle Bonn und dem Rudolfinum in Prag. Seit 2011
ist sie beim Bayrischen Rundfunk als stellvertretende Konzertmeisterin des Münchner Rundfunkorchesters tätig. 2014 reiste
Doren Dinglinger mit dem West-Östlichen Diwan Weimar in den
Iran und setzte sich mit Konzerten und Workshops für den interkulturellen Dialog ein.
Iwan König ist seit 2008 stellvertretender Künstlerischer Leiter
des Musikalischen Sommers in Ostfriesland. Als Pianist trat er in
bedeutenden Musikzentren wie der Berliner Philharmonie, Konzerthaus Wien, Musikverein Wien und Chiang Kai-Shek Concert
Hall in Taipeh auf und gab Konzerte mit Künstlern wie Vladimir
Ashkenazy, Gidon Kremer, Zara Nelsova, Jan Vogler und Herwig
Tachezi. Iwan König ist Preisträger des Chopin Wettbewerbs in
Darmstadt, des internationalen Wettbewerbs „Masterplayers“ in
Lugano und des 1. Arthur Schnabel Wettbewerbs in Berlin. Von
2005 bis 2007 hatte er eine Gastprofessur in Daejon, Südkorea,
inne.
Das Konzert kostet inklusive eines Besuchs der weihnachtlichen Landpartie auf Schloss Gödens 25 Euro. Eine Karte nur
für das Konzert liegt bei 20 Euro. Einlass zum Konzert ab
19.30 Uhr. Alle Personen bis 16 Jahre zahlen die Hälfte.
Karten unter www.schloss-goedens.de
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Doren
Dinglinger
KOMPASS | November
Porträt | Michael Reiß
Verliebt in WILHELMSHAVEN
anchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Ignoranz nennen es die einen. Betriebsblindheit die anderen. Erwischen kann beides jeden von uns. Und das ist
nicht einmal böse Absicht, sondern einfach nur der Alltag,
der uns mit Scheuklappen durch Wilhelmshaven jagt. Denn
wann waren Sie zum Beispiel das letzte Mal am Südstrand
und haben ganz bewusst den Sonnenuntergang beobachtet?
Jenen magischen Moment, wenn die Wellen im Licht zu tanzen scheinen, bevor uns die Dämmerung zur blauen Stunde
empfängt. Oder haben Sie schon einmal auf der Dachterrasse des Wattenmeerhauses bei Dunkelheit gestanden, das
Rauschen des Meeres im Ohr gehabt und gesehen wie sich
die Lichter der Stadt im Hafenbecken spiegelten? Glitzernde
Perlen in nachtschwarzer See. Die kaiserliche Architektur der
Stadt, ist sie Ihnen jemals aufgefallen? Oder haben Sie nur
Verfall moniert statt Schönheit zu bewundern? Alles menschlich, alles nachvollziehbar. Schließlich geht es mir genauso.
Doch dann trifft man sich mit Menschen wie Michael Reiß
zum Interview. Erfährt viel über die Person und noch mehr
darüber, wie dankbar man eigentlich dafür sein sollte, dort leben und arbeiten zu dürfen, wo andere Urlaub machen. Zum
1. September trat der 46-jährige Diplom-Kaufmann seinen
Posten als Leiter für den Bereich Vertrieb und Marketing beim
Wilhelmshavener Energieversorger GEW an. Für den gebürtigen Leipziger ging damit ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. „Ich bin in einer Stadtwohnung aufgewachsen und habe immer vom Meer geträumt“, verrät er und gibt schmunzelnd zu, dass er sogar einmal Seemann werden wollte. Daraus wurde allerdings nichts. Erst absolvierte er eine Lehre
zum Elektroniker. Später studierte er Betriebswirtschaft und
arbeitete zunächst im Berliner und Brandenburger Raum.
Herrliche Seen. Große Flüsse. Aber immer noch keine offene
See. Als der Energieexperte vor einigen Jahren eine leitende
Position bei der Pfalzwerke AG, einem Regionalversorger für
die Pfalz und das Saarland, annahm, schien die Küste in weite Ferne gerückt zu sein. Daher konnte er sein Glück kaum
fassen, als er in diesem Frühjahr die Stellenausschreibung
der GEW las: „Das war irgendwie ein Zeichen.“
>>> Fortsetzung auf Seite 26
„Ich bin in
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Michael R
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Seite 25
Porträt | Michael Reiß
KOMPASS | November
>>> Fortsetzung von Seite 25
Reiß fuhr zum Bewerbungsgespräch. Die Chemie stimmte. Die
Stelle war seine. „Als Erstes bin ich dann zum Südstrand gegangen
und habe mit dem Handy ein Foto von den Strandkörben gemacht
und es meiner Frau und unseren beiden Töchtern geschickt.“ Allen
sollte es schließlich gefallen. Das tat es. Wann hat man schon mal
einen Strand buchstäblich vor der eigenen Haustür? Schnell stand
deshalb fest: „Wir ziehen um.“ Nach kurzer intensiver Suche – mit
sieben Hausbesichtigungen an einem Wochenende – fanden sie
ihr Traumhaus in einem Voslapper Neubaugebiet. „Es ist großartig,
wie herzlich wir hier aufgenommen worden sind. Inzwischen habe
ich das Gefühl, wir wohnen schon ewig hier“, freut sich der bekennende Familienmensch.
neue Heimat. Staunt dabei immer wieder über das viele Grün in
der Stadt, die Spuren, die Kaiser Wilhelm II. hier hinterlassen hat
und nicht zuletzt über den rauen Charme am Handelshafen und
die zukunftsweisenden Investitionen am JadeWeserPort: „Was für
eine geniale Mischung aus Natur, Geschichte, Industrie und Handel.“ Und wenn er dann auf dem Fliegerdeich steht und die Nase in
den Wind hält, meint er, die Aufbruchsstimmung am Jadebusen
förmlich riechen zu können.
Er sei nun einmal ein durchweg positiv denkender Mensch, bringt
es der 46-Jährige auf den Punkt. Anders hätte er auch Schicksalsschläge nicht so gut verarbeiten können. Sein Vater starb als er
zehn Jahre alt war: „Meine Mutter ist eine sehr starke Frau. Sie hat
Vollzeit gearbeitet und uns drei Kinder
alleine großgezogen.“ Die Familie hielt
zusammen. Gab und gibt einander stets
Kraft. Michael Reiß weiß, wie wichtig
dieser bedingungslose Rückhalt ist. Kurz
vor seinem 20. Geburtstag nahm ein Autofahrer dem jungen Motorradfahrer die Vorfahrt. Seitdem ist sein linker Arm gelähmt.
Während seines Studiums starb sein großer Bruder an einem besonders aggressiven Krebs. „Das prägt. Man wird dankbarer für
das, was man hat“, sagt er leise.
Verliebt in
WILHELMSHAVEN
Ähnlich geht es ihm bei der GEW. Mit 180
Mitarbeitern habe das Unternehmen,
findet der Diplom-Kaufmann, für ihn die
ideale Größe. Man könne etwas bewegen, ohne dass das Zwischenmenschliche auf der Strecke bliebe. Es sind die kurzen Wege, die er so schätzt. Zum Beispiel das Gespräch beim Mittagessen, wenn man in der hauseigenen Kantine sitzt und den Blick
über die Dächer Wilhelmshavens schweifen lassen kann: „Die Aussicht ist grandios. Als ich das erste Mal hier gegessen habe, wusste
ich sofort, warum das Motto der GEW ,total lokal‘ lautet. Man bekommt hier oben ein besonderes Gespür für das Potenzial dieser
Stadt. Für die bereits gelungenen Teile der Stadtentwicklung, aber
auch für die noch offenen Baustellen.“
Wann immer es seine Zeit erlaubt, ist der leidenschaftliche Hobbyfotograf deswegen mit der Kamera unterwegs. Porträtiert seine
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Deshalb nutzt der 46-Jährige abends auch gern die Gelegenheit,
mit seiner Golden-Retrieverhündin Thora nach Feierabend noch
kurz alleine an den Strand zu fahren. Einfach so. Nur um die Seele
baumeln zu lassen. Aber auch um Danke zu sagen. Dafür, dass seine Träume in Erfüllung gegangen sind: „Leipzig ist eine wunderschöne Stadt und dennoch habe ich erst in Wilhelmshaven das Gefühl, richtig angekommen zu sein.“ FOTO: LÜBBE / TEXT: SCHMITZ
KOMPASS | November
Wissen | WZ-Vortrag
WZ-Vorträge
KANADA
Schnittstelle zur Natur
17. November 2014
Thomas Sbampato
Kanada – Vom Atlantik zum Pazifik
8. Dezember 2014
Guus Reinartz
Die Tausend originalen Farben
der Toskana und Cinque Terre
5. Januar 2015
Wolfgang Senft
Lanzarote und die Islotes del Norte
– die eigenwilligen Kanareninseln
26. Januar 2015
Josef Niedermeier
Madagaskar – Insel der Urzeit
A
lles in Kanada scheint überdimensioniert: gigantische Berge, gewaltige Gletscher, endlose Nadelwälder, unendliche
Prärien. Nicht zu vergessen
die Tiere zu Land und zu Wasser: Grizzlys,
Elche, Eisbären, Wale, eines imposanter
als das andere. 7800 Kilometer auf dem
Trans Canada Highway trennen St. John’s,
die malerische Hauptstadt Neufundlands
am Atlantik, von Viktoria, dem kolonialen
Städtchen auf Vancouver Island am Pazifik. Dazwischen liegen die Metropolen
Montreal, Toronto und Vancouver. An
ihrem Stadtrand breiten sich die unendlichen Weiten Kanadas aus, in die Thomas
Sbampato am 17. November die Besucher
des WZ-Vortrags um 20 Uhr im Neuen
Gymnasium Wilhelmshaven einlädt.
Der Fotograf begegnet Eisbärinnen in der
Arktis, die mit ihren Neugeborenen die
Schneehöhle verlassen, sitzt bei minus 52
Grad Celsius am Lagerfeuer über sich die
tanzenden Polarlichter, paddelt mit dem
Kanu durch die Herbstwälder Ostkanadas,
fotografiert die letzten wilden Bisons in der
Prärie, wandert über die Rocky Mountains
und macht sich auf die Suche nach dem
geheimnisumwitterten, weißen Schwarzbären im pazifischen Regenwald. An der
Schnittstelle zur Natur trifft Thomas
Sbampato Menschen, die ihn faszinieren.
Er begleitet Cowboys beim Viehtrieb, hilft
den Farmern bei der Ernte, zeigt die Realität der Inuits beim traditionellen Walfang
und streift tagelang mit den Tshimshian
Indianern durch die Regenwälder der Pazifikküste.
16. Februar 2015
Andreas Eller
Losgelaufen –
vom Allgäu zur Nordsee
9. März 2015
Maximilian Küthe
Der Harz – Hexentanzplatz der
deutschen Geschichte
30. März 2015
Andrea Nuß
Abenteuer Sahara
Beginn: Jeweils um 20 Uhr
Veranstaltungsort:
Neues Gymnasium Wilhelmshaven
Mühlenweg 63/65 (Haupteingang)
Wilhelmshaven
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Wissen | Rund ums Buch
KOMPASS | November
Herbst
SCHMÖKER
H
Gudrun Alhassan
Die Stadtbibliothek Wilhelmshaven feierte am 15. September 2014 ihr 100-jähriges Bestehen. Aus Anlass des
„Jubiläumsjahrs“ stellen sich in den Monaten Januar bis
Dezember dieses Jahres die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtbibliothek vor und geben Auskunft
darüber, was sie gerne lesen, hören, spielen oder ansehen.
Name: Gerhard Kühn
Geboren: 1954 in Bremerhaven
Werdegang: In den 1970ern
Ausbildung zum Speditionskaufmann. Abitur auf dem zweiten Bildungsweg (Abendgymnasium),
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erbstzeit ist Lesezeit. Unter dem
Motto „Herbstschmöker“ stellen
die Buchhändler der Buchhandlung „LeseZeichen“ am Donnerstag, 6. November, ab 19.30 Uhr in der Wilhelmshavener Marktstraße 38 ihre Lieblingsbücher
sowie eine Auswahl von Neuerscheinungen vor. Präsentiert wird somit eine bunte
Mischung aus persönlicher Leselust und
den aktuellen Schmökern der Saison. Aus
Platzgründen wird um eine Voranmeldung
bis zum 3.November gebeten.
Studium Bibliothekswesen an der Fachhochschule
Hamburg. Seit 1989 bin ich Bibliothekar in der Stadtbibliothek Wilhelmshaven. Seit 1998 bin ich Leiter der
Einrichtung.
Arbeitsgebiete: Leitung der Bibliothek, Betreuung
verschiedener Sachgebiete, Auskunftsdienst.
Ich lese/sehe/höre/spiele gerne: Ich lese am
liebsten aktuelle Romane, Krimis oder Biografien. In
musikalischer Hinsicht stehe ich auf englischsprachige
Singer-Songwriter, auf Tom Waits oder „Element of
Crime“. Bei meinen Lieblingsfilmen reicht die Bandbreite von opulentem Hollywoodkino bis zum verwackelten Autorenfilm – Hauptsache: nicht langweilig.
Lieblingsbuch: Seit Jahren die Trilogie „See-Leben“
von Werner Koch.
Aktuell lese/sehe/ höre/spiele ich gerne:
Gerade lese ich „Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben
konnten“ von Daniel Friedman. Wer „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“
mag, liest dieses Buch auch gern. Immerhin 80 Jahre
alt ist Leonard Cohen mittlerweile, dessen neue CD
„Popular Problems“ aktuell neben meinem CD-Player
liegt.
KOMPASS | November
Wissen| Facettenreiche Bildung
WissensWERTES
JAZZFRÜHSCHOPPEN: „Die Vier“
Sonntag, 2. November, 11.30 Uhr,
Küstenmuseum Wilhelmshaven
Der Förderverein Küstenmuseum veranstaltet einen Jazzfrühschoppen mit der Wilhelmshavener Gruppe „Die Vier“. Für gute
Laune sorgen mit ihrer Spiel- und Improvisationsfreude die vier
Musiker Mike Tönjes (Klarinette und Saxophon), Götz Strömsdörfer (Kornett und Gesang), Dietmar Szech (Banjo und Gitarre) und Rüdiger Kramp (Tuba). Sie präsentieren Oldtime-Jazz
der 20er und 30er Jahre vom Feinsten. Der Förderverein sorgt
für Getränke und einen Imbiss.
VHS-Filmclub:
„Das Mädchen mit dem Perlenohrring“
Sonntag, 2. November, 17 Uhr,
VHS, Hans Beutz Haus, Wilhelmshaven
Im 17. Jahrhundert wird die 17-jährige Griet als Hausmädchen
bei dem berühmten Maler Jan Vermeer eingestellt. Über alle
Standesdünkel und moralische Grenzen hinweg entwickelt sich
eine außergewöhnliche Beziehung zwischen Muse und Künstler.
Lichtbildervortrag von Wiebke Endres:„Bali –
Einblicke in die Realität einer magischen Insel“
Montag, 3. November, 19 Uhr,
VHS, Hans Beutz Haus, Wilhelmshaven
Der Vortrag gibt Einblicke in das Leben der einheimischen Bevölkerung, deren Kultur, Religion und alltäglichen Herausforderungen – die Magie einer märchenhaften Inselwelt mit all ihren
Facetten. Der Erlös fließt an ein Schulhilfsprojekt auf der Insel.
Vortrag von Dr. Ingo Harms: NS-Medizin und
Rassenhygiene in Wilhelmshaven und Jever
Dienstag, 4. November, 19 Uhr,
VHS, Hans Beutz Haus, Wilhelmshaven
Der Oldenburger Medizinhistoriker Dr. Ingo Harms stellt neue
Forschungsergebnisse vor. Dank guter Quellenlage in Jever
lässt sich trotz lückenhafter Aufzeichnungen in Wilhelmshaven
rekonstruieren, wie beide Städte in der unmenschlichen Medizinalpolitik kooperierten.
Vortrag von Katharina Lustgarten: „Judentum“
Donnerstag, 6. November, 19 Uhr,
VHS, Hans Beutz Haus, Wilhelmshaven
Wie sah das jüdische Leben in Deutschland vor 1933 aus? Wann
und wie kamen Juden nach Deutschland und wie lebten sie in
den fast 2000 Jahren? Wie entstand die jiddische Sprache? Der
spannende Vortrag gibt einen Abriss über die Geschichte der
Juden in Deutschland von der Römerzeit bis zum Ende der Weimarer Republik. Eingebunden werden dabei auch kurze Porträts berühmter jüdischer Persönlichkeiten aus jener Zeit.
STUDIUM: „Jade Karrieretag – Lust auf Zukunft!“
Mittwoch, 19. November, 9 bis 16 Uhr,
Jade Hochschule, Studienort Wilhelmshaven,
Friedrich-Paffrath-Straße 101,
Wilhelmshaven
Studieninteressierte, Schüler, Eltern und Lehrer sind herzlich
eingeladen, die Jade Hochschule kennen zu lernen. Sie können
sich über das breite Studienangebot und über die Besonderheiten und Chancen der Bachelor- und Masterstudienabschlüsse
informieren. Besuchen Sie reguläre Vorlesungen und schauen
Sie sich in den Vorlesungs-, Labor- und Poolräumen um. Erfahren Sie mehr über Studieninhalte, Studienbedingungen und Berufsaussichten unserer Absolventinnen und Absolventen. Externe Aussteller zeigen Berufsperspektiven. Viele attraktive
Vorträge werden angeboten.
NWDUG-Vortrag: „Knotenpunkt Hafen – Perspektiven aktueller archäologischer Forschungen zu
griechischen und römischen Hafenstädten im
Mittelmeerraum“ von Prof. Dr. Martina Seifert
Donnerstag, 20. November, 20 Uhr,
VHS, Hans Beutz Haus, Wilhelmshaven
Von der Fähigkeit und Möglichkeit zur Fortbewegung auf dem
Wasser und zu Lande gingen in der Antike wichtige Impulse für
gesellschaftliche und politische Entwicklungen aus. Mobilität
ermöglichte interkulturellen Austausch und Kommunikation,
war ein ausschlaggebender Faktor für Handel und Wirtschaft
und schuf Rahmenbedingungen für sich verändernde Machtverhältnisse. Der Vortrag von Prof. Dr. Martina Seifert, Abteilungsleiterin des Fachs Klassische Archäologie an der Universität Hamburg, widmet sich dem Knotenpunkt Hafen mit seinen
vielfältigen Funktionen und zeigt an Beispielen wie der sogenannten Griechischen Kolonisation oder der Militär- und Annona-Politik der Römer die besondere Rolle der Schifffahrt auf. Im
Vordergrund stehen dabei auch aktuelle Ergebnisse und Forschungsperspektiven zu bekannten griechischen und römischen Hafenstädten.
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Dies & Das | Adieu Tristesse
KOMPASS | November
NABU: Fotoworkshop
Wochenende, 1. & 2. November,10 Uhr,
NABU-Informationszentrale,
Rüstersieler Straße 56 , WHV
fern heraus zu verkaufen. Jedes Produkt ist
natürlich selbst, aus eigener Hand hergestellt
worden.
Zwei erfahrene Fotografen, der Sprecher des
Naturschutzbundes (NABU) Wilhelmshaven,
Axel Bürgener, und die Berufsfotografin Sigrid
Kasdorf bieten interessierten Fotofreunden
eine Gelegenheit zur Weiterbildung in einem
praxisorientierten Fotoworkshop Naturfotografie an. Tee und kalte Pausengetränke werden zur Verfügung gestellt. Für einen Mittagsimbiss sorgt jeder selbst. Eine telefonische Anmeldung in letzter Minute unter 04463-808382.
KABARETT:
Piet Klocke & Simone Sonnenschein
Freitag, 14. November, 20 Uhr,
Bürgerhaus Schortens
November
KULTURCAFE: „Das Seegat Harle,
der Tidestrom und die Existenz Wangerooges“
Mittwoch, 5. November, 15 Uhr, Küstenmuseum WHV
Das Kulturcafé wird dieses Mal von Dr. Jan St. Ysker wissenschaftlich
betreut. Hartnäckig hält sich die Vorstellung von der West-OstWanderung der Ostfriesischen Inseln. Der Inselschutz auf Wangerooge wurde von dieser Annahme nachhaltig geprägt. Messungen
der täglichen Flut- und Ebbeströmungen im Inselvorland führen jedoch zu einer abweichenden Erkenntnis von der bisherigen Hypothese. Bemerkenswert ist der Einfluss des Seegats Harle auf Tideströmung und Existenz der Sandinsel Wangerooge. Es wird um Anmeldung bis spätestens einen Tag vor der Veranstaltung gebeten.
KONZERT: „Laway“
Freitag, 7. November, 20 Uhr, Bürgerhaus Schortens
„As Gotteshusen brannt hebben“: 2013 beteiligte sich Laway am
Projekt der Ostfriesischen Landschaft „Die Reise ins jüdische Ostfriesland“. Gemeinsam mit ehemaligen LAWAY-Musikern und Musikerfreunden aus Ostfriesland und dem Oldenburger Land spielen
und singen die vier aktuellen Laway-Musiker „Die Kantate Mauthausen“ von Mikis Theodorakis, auf Platt übertragen von Gerd Brandt
und den Zyklus „ISRAEL“ von Hans-Hermann Briese, aus dem auch
das bekannte Lied „Dusende van lüttje Steerns - Holocaustkinner“
stammt. Außerdem gibt es viele Lieder aus Israel, „man meest all up
Platt“.
FAMILIE: „Kreativkoffermarkt“
Sonntag, 9. November, 11 Uhr, Pumpwerk Wilhelmshaven
Selbst gemachte Produkte mal anders erleben – Tolle Einzelstücke
können auf eine besondere Art und Weise auf dem Kreativkoffermarkt verkauft werden. Wieder werden bis zu 40 Aussteller die
Chance haben, Genähtes, Gebasteltes, Holzkunst, Schmuck, Kleidung, Gemälde, Leckeres aus der Küche und vieles mehr aus Kof-
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Piet Klocke ist ein Meister der Stilblüte, dessen trockener Humor wie aus der Pistole geschossen mitten ins Zwerchfell trifft. Wo jede
Antwort fulminante Sprachkunst ist. Denn:
Wo anderen nichts mehr einfällt, da dreht er richtig auf. Sein nordrhein-westfälischer Mutterwitz und seine Lust am verdrehten Wort
treiben ihn in ungeahnte Ecken der menschlichen Seele. Klocke
greift da an, wo wir am anfälligsten sind: im ganz alltäglichen Wahnsinn. Piet Klocke ist gemeinsam mit seiner kongenialen Partnerin Simone Sonnenschein alias Frl. Angelika Kleinknecht unterwegs.
WEIHNACHTSMÄRCHEN: „Hase und Igel“
Sonntag, 16. & 30. November, 16 Uhr,
Lokschuppen Jever
Das Jever ArtEnsemble präsentiert zur Adventszeit das Stück „Hase
und Igel“. Der hochmütige Mussjö Hase bekommt in der ewig nörgelnden Frau Igel eine ernstzunehmende Gegnerin, als er es wagt,
ihren Igelmann ein Krummbein zu nennen. Er ist zwar eine unnütze
Schlafborste oder ein borstiger Tagedieb, aber so darf nur sie ihn
nennen. Und sie ist sein Herzstachelchen. Als der französisch radebrechende Hase sich auch noch den Rübenacker unter die gepflegten Nägel reißen will, kommt es zum ungleichen Wettlauf. Schöne
Beine nutzen eben gar nichts ohne Verstand. Das posaunt der alles
kommentierende sensationslüsterne Rabe.
KONZERT: Kulturforum Wilhelmshavener Gymnasien
Freitag, 21. November, 19.30 Uhr,
Neues Gymnasium Wilhelmshaven
„Minimal Music, Rilke, russische und spanische Klavierklänge, Monty Python …“ Auf die Ideen der Schülerinnen und Schüler der höheren Jahrgänge, die sich besonders im musisch-künstlerischen Bereich engagieren, darf man gespannt sein. Auf jeden Fall gestalten
sie eine abwechslungsreiche Reise nicht nur durch unterschiedliche
musikalische Stilrichtungen. Solobeiträge sowie Ensembledarbietungen lassen Musikalisches, Lyrisches und Szenisches hören und
sehen. Die Ensembles gehen überwiegend aus den Arbeitsgemeinschaften und dem Oberstufenunterricht hervor. Mit dieser Veranstaltung wird eine Verbindung der musisch-künstlerischen Arbeit in
den Gymnasien mit außerschulischem Engagement – Instrumentalausbildung in der Musikschule Wilhelmshavens sowie bei privaten Instrumentallehrern – gesucht.
KOMPASS | November
WEIHNACHTSMARKT:
„Weihnachten am Meer“
vom 24. November
bis zum 28. Dezember,
Valoisplatz, Wilhelmshaven
Wenn die kalte Jahreszeit beginnt, steigt
die Vorfreude auf die besinnlichen Wintertage, geprägt von Kerzenlicht, Plätzchenduft und Gemütlichkeit. Dabei darf das alljährliche Angebot rund um „Weihnachten
am Meer“ nicht fehlen. Die bunte Budenstadt auf dem Valoisplatz lockt mit einem
breiten Spektrum. Neben weihnachtlichen
Köstlichkeiten und beliebten Kunsthandwerkern erwartet die Besucher erneut ein
Weihnachtszelt, das täglich wechselnde
Aktionen präsentiert. Von musikalischer
Unterhaltung über den Verkauf von Weihnachtspräsenten bis hin zu Kinderprogrammen wird ein abwechslungsreiches
Programm geboten. Für eisiges Vergnügen sorgt in diesem Jahr erneut die EisArena mit flexibler Zeltkonstruktion. Auf rund
250 Quadratmetern können die Besucher
bei jeder Wetterlage dem Eislaufen frönen
und dabei den Blick auf das Marktgeschehen genießen. Erstmals können sich Grup-
Dies & Das | Adieu Tristesse
pen in diesem Jahr auch zum „Laetlie“-Eisstockschießen anmelden. Durch die Eisstockschützen
des
Wilhelmshavener
Schwimm- und Sportverein e.V. werden
Gruppen in die Kunst des Eisstockschießens eingeführt und können ihr privates
Turnier austragen. Interessierte können
sich aber auch beim Spartenleiter der Eisstockschützen Helmuth Heckmann (Telefon: 04421/8 43 24) erkundigen.
FAMILIE: Brettspieletag
Sonntag, 30. November, 11 Uhr,
Küstenmuseum Wilhelmshaven
Vor allem alte und neue Kinderspiele sowie
Familienspiele stehen an diesem Tag den
Kindern und den jung gebliebenen Erwachsenen zur Verfügung. Passend zu den Ausstellungen des Küstenmuseums drehen
sich viele Spiele um die Seefahrt, den Handel, die Piraterie oder das Mittelalter. Aber
auch die Klassiker wie „Mensch ärgere dich
nicht“, „Monopoly“, „Malefitz“ und die
„Siedler von Catan“ können gespielt werden. Zur neuen Sonderausstellung „Viel
Spaß!“ darf natürlich auch das Uli-SteinSpiel „Schlacht am Buffet“ nicht fehlen.
auf den MERKZETTEL
VORSCHAU: Weihnachtliche Lesung mit Christiane Franke
Freitag, 5. Dezember, jeweils um 15, 16 und 17 Uhr,
GEW-Info-Zentrum, Rheinstraße 52, Wilhelmshaven
Die GEW veranstaltet am 5. Dezember in den Räumen ihres Info-Zentrums
eine vorweihnachtliche Lesung mit der lokalen Krimiautorin Christiane Franke. Sie liest drei Kurzkrimis passend zur Adventszeit. Und zwar zu drei verschiedenen Startzeiten. Der Clou für Eltern mit Kindern von drei bis zehn Jahren: Es wird für 2 Euro pro Kind eine Betreuung über den Verein „Lebenshilfe“
angeboten. Die Jungen und Mädchen haben die Möglichkeit, Weihnachtsschmuck zu basteln, ihre eigenen Buttons zu malen und zu gestalten. Eine
Stärkung ist im Preis enthalten: Es gibt Getränke und frisch gebackene Waffeln. Für alle drei Lesungen beträgt der Gesamteintrittspreis 7 Euro pro Karte.
Ein Getränk ist dabei inklusive. Bei Kuchen, Stollen und Punsch kann man in
den kleinen Lesungspausen plauschen oder in dem Buchangebot stöbern. Der
Kartenvorverkauf findet ab dem 10. November im Info-Zentrum montags bis
donnerstags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr sowie am Freitag von 9 bis
12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr statt.
ein tanzendes
JUBILÄUM
30 Jahre ist es her, seit Michael
und Hanna Dunse sich dazu entschieden, aus dem ehemaligen
Gloria Kino in der Gökerstraße
124 eine Tanzschule zu machen.
Seit September 1984 sind die beiden Schleswig-Holsteiner nun in
Wilhelmshaven tätig. Viel hat sich
in den vergangenen drei Jahrzehnten geändert. Früher stand
der Gesellschaftstanz im Vordergrund. Heute sind die Kindertanzgruppen ab drei Jahren ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Doch
ob klein oder groß geblieben ist
die Begeisterung, sich im Takt der
Musik zu bewegen. Und das sogar
ausgesprochen erfolgreich. Die
Tanzschule hat in der Vergangenheit schon viele nationale und
internationale Wettkämpfe bestritten und so manchen Steptanztitel nach Wilhelmshaven geholt. Mehrfache Norddeutsche
Meister und Deutsche Meistertitel, ja sogar schon zwei Weltmeister und Vizeweltmeistertitel
konnten bei den Weltmeisterschaften errungen werden. Anfang 2015 wird deshalb zum ersten Mal in Wilhelmshaven ein
internationales Steptanz-Festival
ausgerichtet. Unter dem Namen
„Taptastic“ wurden sechs hochklassige Steptanzlehrer an die Jade eingeladen. Sie kommen aus
Amerika, Kanada, der Schweiz
und Spanien, um Steptänzer aus
ganz Europa zu unterrichten.
Doch bevor es so weit ist, wird
erst einmal das große Jubiläum in
diesem Jahr gefeiert. Und zwar
am 22. November im Schützenhof
Jever mit einer rauschenden Ballnacht. Karten erhält man in der
Tanzschule.
Seite 31
Veranstaltungen | Tipps & Termine
KOMPASS | November
Ausstellungen
BURG KNIPHAUSEN
Annette Zumkley &
Janusz Siewierski:
Malerei und Bildhauerei
bis zum 14. Dezember
WZ-Vortrag: Kanada
Sonnabend, 1. November
FRANZ RADZIWILL
HAUS, DANGAST
Franz Radziwill:
„Die Halbinsel der Seligen
Franz Radziwill in der Natur“
bis zum 11. Januar 2015
Konzert: „Ohrenfeindt“
20 Uhr, Pumpwerk Wilhelmshaven
Sonntag, 2. November
Jazz-Konzert: „Die Vier“
11.30 Uhr, Küstenmuseum WHV
11 Uhr, Pumpwerk Wilhelmshaven
NABU: Vogelwelt am Wangermeer
14 Uhr, Panoramabrücke Hohenkirchen
Premiere: „Hänsel & Gretel“
15 Uhr, Stadttheater Wilhelmshaven
(Termine: www.landesbuehne-nord.de)
Dienstag, 11. November
SEZESSION
NORDWEST
WILHELMSHAVEN
Gennady Karabinskiy:
„Begegnung am Kai“
vom 6. November
bis zum 2. Dezember
Mittwoch, 5. November
Zum letzten Mal in WHV: „Faust I“
20 Uhr, Stadttheater Wilhelmshaven
Premiere: „PSST! Oder Frau Prof. Dr.
D. Zibel hat einen Ohrwurm“
11 Uhr, Studio Rheinstraße 91, WHV
(auch am 30. November um 15 Uhr)
Donnerstag, 6. November
Mittwoch, 12. November
KUNSTHALLE
WILHELMSHAVEN
Sonderausstellung:
„Antworten auf Calder:
Mobiles in der
Gegenwartskunst“
bis zum 23. November
Vortrag: Prof. Dr. Stefan Appelius –
„Die Sieger essen zuerst – Deutsche
Propaganda im Ersten Weltkrieg“
19.30 Uhr, Küstenmuseum WHV
Freitag, 7. November
Freitag, 14. November
Konzert: „Saor Patrol“
20 Uhr, Pumpwerk Wilhelmshaven
Konzert: „Laway“
20 Uhr, Bürgerhaus Schortens
KÜSTENMUSEUM
WILHELMSHAVEN
Sonderausstellung:
„Jules Verne in
Wilhelmshaven“
bis zum 30. November
Sonderausstellung:
„Alles klar zum Entern Piraten an der Jade“
bis zum 30. November
Sonnabend, 8. November
Festival der Kleinkunst:
„Wilhelmshavener Knurrhahn“ –
Verleihung an Sven Ratzke
20 Uhr, Pumpwerk
Wilhelmshaven
(siehe auch Seite 4)
Sonntag, 9. November
Familie: Kreativkoffermarkt
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NABU-Vortrag: „Libellen Entdeckungen mit der Kamera“
19.30 Uhr, Volksbank Wilhelmshaven,
Theaterplatz, Wilhelmshaven
Festival der Kleinkunst: „Ohne Rolf“
20 Uhr, Pumpwerk Wilhelmshaven
Kabarett: Piet Klocke
und Simone Sonnenschein
20 Uhr, Bürgerhaus Schortens
Sonnabend, 15. November
Konzert: „Torfrock“
20 Uhr, Pumpwerk Wilhelmshaven
Sonntag, 16. November
Kultur für Kids:
„Der Lüttemann“
15 Uhr, Pumpwerk Wilhelmshaven
KOMPASS | November
Veranstaltungen | Tipps & Termine
Gezeitenkalender
Ebbe und Flut
November 2014
Hochwasser
Schloss Gödens
Montag, 17. November
WZ-Vortrag: Kanada
20 Uhr, Neues Gymnasium WHV
Dienstag, 18. November
3. Sinfoniekonzert:
„Bremer Philharmoniker“
20 Uhr, Stadthalle Wilhelmshaven
Mittwoch, 19. November
Papierkünstler: Ennio Marchetto
20 Uhr, Bürgerhaus Schortens
Freitag, 21. November
11 Uhr, Autohaus Schmidt + Koch,
Wilhelmshaven-Mitte
Mittwoch, 26. November
Festival der Kleinkunst: M. Andrack
20 Uhr, Pumpwerk Wilhelmshaven
Donnerstag, 27. November
Weihnachtsmarkt: Schloss Gödens
11 Uhr, Schloss Gödens, Sande
Festival der Kleinkunst: Robert Kreis
20 Uhr, Pumpwerk Wilhelmshaven
Freitag, 28 . November
Tag
1. Sa
2. So
3. Mo
4. Di
5. Mi
6. Do
7. Fr
8. Sa
9. So
10. Mo
11. Di
12. Mi
13. Do
14. Fr
15. Sa
16. So
17. Mo
18. Di
19. Mi
20. Do
21. Fr
22. Sa
23. So
24. Mo
25. Di
26. Mi
27. Do
28. Fr
29. Sa
30. So
Uhr
6.13
7.33
8.58
10.11
11.09
–.–
0.35
1.21
2.02
2.39
3.13
3.46
4.20
4.57
5.44
6.45
8.00
9.13
10.12
11.00
11.44
0.12
0.53
1.32
2.13
2.54
3.35
4.17
5.07
6.05
Uhr
19.02
20.27
21.47
22.51
23.44
12.02
12.54
13.40
14.21
14.59
15.37
16.12
16.48
17.29
18.23
19.31
20.46
21.53
22.45
23.29
–.–
12.27
13.09
13.53
14.38
15.21
16.05
16.52
17.46
18.50
Niedrigwasser
Uhr
–.–
1.06
2.35
3.55
4.59
5.55
6.47
7.35
8.15
8.52
9.27
10.00
10.34
11.12
–.–
0.20
1.31
2.48
3.55
4.50
5.40
6.26
7.09
7.50
8.32
9.14
9.54
10.37
11.27
–.–
Uhr
12.34
13.58
15.23
16.33
17.29
18.21
19.10
19.53
20.31
21.07
21.40
22.12
22.44
23.25
12.00
13.03
14.18
15.30
16.27
17.15
18.00
18.44
19.25
20.07
20.49
21.28
22.07
22.51
23.45
12.27
Alle Angaben ohne Gewähr!
Angaben für Wilhelmshaven, Alter Vorhafen
Hooksiel: HW, 20 Minuten früher; NW, 8 Minuten früher
Schillig: HW, 31 Minuten früher; NW, 14 Minuten früher
FOTO: PIXELIO
Konzert: „Das Plattpaket“
20 Uhr, Bürgerhaus Schortens
Roter Salon Spezial: „Der gute Dieb“
21 Uhr, Bistro Spectakel, Wilhelmshaven
Weihnachtsmarkt: Schloss Gödens
11 Uhr, Schloss Gödens, Sande
Sonnabend, 29. November
Impressum
Sonnabend, 22. November
Weihnachtsmarkt: Schloss Gödens
11 Uhr, Schloss Gödens, Sande
Familie: Weihnachtsund Hobbybasar
11 Uhr, Autohaus Schmidt + Koch,
Wilhelmshaven-Mitte
Theater in der Kirche:
„Die heiligen drei Königinnen“
16 Uhr, Thomas-Kirche, Neuengroden,
Wilhelmshaven
Premiere: „Drei Schwestern“
20 Uhr, Stadttheater Wilhelmshaven
(auch am 28. November)
Festival der Kleinkunst: A. Thiel
20 Uhr, Pumpwerk Wilhelmshaven
Sonntag, 30. November
Festival der Kleinkunst:
Ulan & Bator
20 Uhr, Pumpwerk Wilhelmshaven
Sonntag, 23. November
Familie: Weihnachts- u. Hobbybasar
Weihnachtsmarkt: Schloss Gödens
11 Uhr, Schloss Gödens, Sande
4. Sinfoniekonzert:
„Franz Liszt Kammerorchester“
20 Uhr, Stadthalle Wilhelmshaven
Beilage der Wilhelmshavener Zeitung,
62. Jahrgang, 1. November 2014
Verlag und Druck:
Brune-Mettcker Druck- und Verlags-GmbH,
Parkstraße 8, 26382 Wilhelmshaven,
Postfach 1265, 26352 Wilhelmshaven
Redaktion:
Colla Schmitz
Gestaltung Titelseite:
Anna-Maria Friedrich
Foto Titelseite:
Hänsel und Gretel / Märchen der Landesbühne
Anzeigen:
Thomas Schipper
Anzeigen-Preisliste:
Nr. 46 vom 1. Januar 2014
Gerichtsstand:
Wilhelmshaven
Mitteilungen ohne rechtliche Verbindlichkeit,
Telefon (0 44 21) 488-0, Telefax 488-430.
Termine können nur veröffentlicht werden, wenn
sie bis zum 5. des Vormonats gemeldet sind.
Die Redaktion behält sich das Recht vor,
eingesandte Manuskripte zu kürzen.
Meldungen bitte an die KOMPASS-Redaktion,
Parkstraße 8, 26382 Wilhelmshaven,
Postfach 1265, 26352 Wilhelmshaven,
Telefon (0 44 21) 488-480.
E-Mail: kompass@WZonline.de
Seite 33
Horoskop
KOMPASS | November
Horoskop
für den November 2014
Schütze 23. 11. bis 21. 12.
Die Sterne stimmen Sie sehr lebensfroh und neugierig auf alles, was mit Lust & Liebe
zu tun hat. Doch es fällt Ihnen jetzt nicht mehr ganz so leicht, die eigenen Bedenken
über Bord zu werfen. Das ist auch ganz gut so, denn warum sollte man in Herzensdingen nicht auch Verantwortung übernehmen?
Widder 21. 3. bis 20. 4.
Ohne Zweifel haben Sie
sich jetzt ein gesundes
Selbstvertrauen zugelegt.
Das ist wunderbar, denn
jetzt sind Sie nicht nur damit beschäftigt, an Ihren Stärken zu arbeiten, sondern Sie können das Leben
einmal uneingeschränkt genießen.
Stier 21. 4. bis 20. 5.
Was bei den Anderen
schon mal in die Hose gehen kann, bringt bei Ihnen
jetzt einen tollen Effekt.
Sie können in diesem Monat ein bisschen spekulieren und mal auf ganz
ungewöhnliche Projekte setzen. Das
bringt Ihnen Vorteile.
Zwillinge 21. 5. bis 21. 6.
Kühne Pläne sind gut und
schön, aber sie müssen
auch realisierbar sein. Venus und Neptun mixen im
November eine Vision, die nicht vollständig haltbar ist. Prüfen Sie ganz
genau, bevor Sie einen sicheren Posten für eine Luftnummer aufgeben.
Löwe 23. 7. bis 23. 8.
Sie sind sehr kreativ,
doch Ihre Ideen stoßen
nicht überall auf Gegenliebe. Ihre Sterne machen Sie jetzt enorm innovativ. Werfen Sie Ihre Pläne jedoch nicht sofort
weg, wenn Widerstand droht. Sie
werden sie später noch brauchen.
Jungfrau 24. 8. bis 23. 9.
Sie wollen jetzt nicht spekulieren, sondern setzen
auf Sicherheit. Dafür verzichten Sie sogar auf die
eine oder andere Chance. Schließlich
wissen Sie genau, was sich auf Dauer für Sie rechnet – und was nicht.
Ihre Familie ist Ihnen viel wichtiger.
Waage 24. 9. bis 23. 10.
Ihre Sterne bieten in Bezug auf die Liebe nichts
Weltbewegendes an. Jupiter serviert Ihnen zumindest beruflich Erfolg. Sie haben
so lange auf echte Anerkennung verzichtet. Jetzt gibt es eine Chance,
die auf Sie zugeschnitten ist.
Krebs 22. 6. bis 22. 7.
Sie kümmern sich intensiv
um Ihre Karriere. Abwechslung tut Ihnen gut.
Sie brauchen jetzt neue
Impulse für Ihre Fantasie, damit Sie
sich geistig nicht so im Kreise drehen
– und vielleicht endlich die zündende
Idee haben.
Seite 34
Skorpion 24. 10. bis 22. 11.
Sie wünschen sich zwar regelmäßig eine echte Herausforderung und engagiertes Arbeiten, aber jetzt
haben die Anforderungen eine unberechenbare Eigendynamik. Trotzdem
gestatten Ihnen Venus und Saturn,
etwas mehr Einfluss zu nehmen.
Steinbock 22. 12. bis 20. 1.
Sie träumen von einer
friedlichen und glücklichen
Phase in Ihrem Leben. Einmal die totale Zweisamkeit
mit einem lieben Menschen zu genießen. Leider sieht Ihr Alltag momentan recht anstrengend aus, und
so bleibt wieder kaum Zeit.
Wassermann 21. 1. bis 19. 2.
Uranus zieht den Erfolg
praktisch an, weshalb Sie
sich ausgesprochen wohlfühlen in Ihrer Haut.
Manchmal fühlt man sich einfach zu
Höherem berufen. In diesem Monat
spüren Sie, dass auch Sie eine ganz
besondere Mission haben.
Fische 20. 2. bis 20. 3.
Grafiken: Patrick Tjarks
Halten Sie alles gut fest,
was Sie sich aufgebaut
haben. Venus hetzt Ihnen
ab dem 17. November
die Rivalen an den Hals. Aber Mars
und Saturn lassen Sie auf lange Sicht
auch diese Schlacht gewinnen. Ihre
Aspekte versprechen echtes Glück.
Die
– Das Beste am Morgen!
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Name: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Vorname: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Straße/Nr.: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . PLZ/Wohnort: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
PLZ/Wohnort: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hiermit bestelle ich die „Wilhelmshavener Zeitung“ ab . . . . . . . . . . Ich bin Abonnent der WZ und werde es auch für die nächsten
bis auf Weiteres, jedoch mindestens für 12 Monate zum jeweils
12 Monate bleiben. Der nebenstehende Abonnent wurde von
gültigen Abonnementpreis, z. Zt. 28,70 E (Postbezug 28,85 E) inkl.
mir geworben und wohnt nicht mit mir im gleichen Haushalt.
MwSt.. Ich und in meinem Haushalt lebende Personen waren in den
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letzten 6 Monaten nicht Bezieher der WZ. Die Abonnementge-
nach Eingang der ersten Abonnementgebühren des neuen
bühren sollen mittels SEPA-Basislastschriftverfahren monatlich
Abonnenten. Sollte der neu geworbene Abonnent oder ich
von meinem Konto abgebucht werden:
selbst den Bezugsverpflichtungen nicht nachkommen, muss
ich aus wettbewerbsrechtlichen Gründen den Wert der Prämie
IBAN: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
BIC: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Name der Bank: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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