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FES Aktuell Ausgabe 1/2015 - FES Frankfurter Entsorgungs

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Das Magazin für Kunden und Partner • Ausgabe 1 •März 2015
Pluspunkt Vielfalt – mehr Leistungen,
mehr Qualität, mehr Kompetenz.
SCHWERPUNKTTHEMA Vielfalt macht den Unterschied • PARTNERSCHAFTEN Der Frankfurt Marathon
MORGEN Rohstoffquelle Abfall • UMWELT Umweltamt Frankfurt • INTERN Neues Ausbildungsfahrzeug
Die Rhein-Main-Macher
INHALT
3
4–9
4 –5
6 –7
8 –9
EDITORIAL
SCHWERPUNKTTHEMA: VIELFALT
Vielfalt macht den Unterschied.
Fragen Sie jemanden, der sich mit so was auskennt ...
Ein Universum mit vielen Aufgaben.
10
PARTNERSCHAFTEN
Gut gelaufen.
11
ZAHLENWELTEN
Eine große Nummer.
12–13
AKTUELLES
„Mein linker, linker Platz ist frei ...“
Fahrer gesucht!
14
HEUTE
Neue Seiten der Nachhaltigkeit.
15
CHANCEN
Mit unternehmerischem Schwung nach Südhessen.
16–17
MORGEN
Im Abfall steckt noch viel Potenzial.
18
INTERN
Qualitätssicherung von Anfang an.
19
STANDPUNKT
„Hohe Lebensqualität für ein wachsendes Frankfurt.“
20
LEISTUNGEN
Organisierte Schlammschlacht – FFR bei Tough Mudder.
21
IM GRÜNEN
Eine wundersame Oase mitten in der Stadt.
22–23
LIEBE FREUNDE VON FES,
Vielfalt bereichert. Als Unternehmen wissen wir das schon lange. Allein die Vielfalt unserer Aufgabenbereiche, die Men­
schen, die mit ihren ganz speziellen Kenntnissen zu Werke gehen, und die Vielfalt moderner Technik bei Fahrzeugen, Logistik
und Anlagen machen die Arbeit mit und für FES spannend und abwechslungsreich. Deshalb haben wir unser Schwerpunktthema
in dieser Ausgabe Ihres FES Aktuell Magazins der Vielfalt gewidmet.
Die gilt bei uns übrigens auch für die verschiedenen Wege der Kommunikation mit Ihnen.
Selbstverständlich können Sie sich jederzeit online oder im persönlichen Gespräch über alles
informieren, was Sie interessiert. Seit einigen Wochen bieten wir Ihnen zusätzlich eine
weitere Möglichkeit, immer darüber auf dem Laufenden zu bleiben, was es bei FES Neues
gibt: Unser Newsletter für Gewerbekunden erscheint etwa vier bis fünf Mal im Jahr und
informiert Sie nicht nur über Aktuelles aus unserem Unternehmen, sondern auch z. B.
über neue rechtliche Vorgaben für die Entsorgungsbranche. Darüber hinaus versorgt er
Sie mit Tipps oder Downloadmöglichkeiten, die für Sie nützlich und hilf­
reich sein könnten. Alles, was Sie tun müssen, ist, sich auf
unserer Website unter fes-frankfurt.de dafür anzumelden.
UMWELT
Kein Amt wie jedes andere.
24
NACHGEFRAGT
„Unsere Tiere öffnen Herz und Verstand für den Naturschutz.“
25
IMPRESSIONEN
Von Menschen und Maschinen.
Wir freuen uns, wenn wir Sie künftig auch auf diesem Weg informieren dürfen.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und ein sonniges Frühjahr 2015!
IMPRESSUM
FES Aktuell – Das Kundenmagazin
Herausgeber: Geschäftsführer der Frankfurter Entsorgungs­ und Service GmbH
Redaktion: V.i.S.d.P. Christina Meeuwssen
Weidenbornstraße 40, 60389 Frankfurt am Main, Telefon: 069 212­46621,
www.fes­frankfurt.de, E­Mail: christina.meeuwssen@fes­frankfurt.de
Redaktionelle Beiträge von Hilde Hutchings
Konzeption, Text und Gestaltung: Huth + Wenzel Agentur für Kommunikation GmbH
INHALT
2
Dirk Remmert
Benjamin Scheffler
3
EDITORIAL
Schwerpunkt
Thema
VIELFALT MACHT DEN UNTERSCHIED.
FRAGEN SIE JEMANDEN,
DER SICH MIT SO WAS AUSKENNT ...
Vielfalt ist ein positiv belegtes Schlagwort. Kaum jemand würde von sich behaupten, eindimensional zu sein, nicht die
Bandbreite der Möglichkeiten zu sehen und zu schätzen. Doch was bedeutet Vielfalt heute für ein Unternehmen? FES hat
eine Antwort gefunden. Oder besser: mehrere.
Ein modernes Unternehmen muss viele Anforderungen
meistern. Zum einen gilt es, Kernkompetenzen zu definie­
ren und zu festigen. Zum anderen gehört der Blick über den
Tellerrand zum Alltag, denn die Welt verändert sich – jeden
Tag. Aufgaben warten manchmal dort, wo es sie ein Jahr zu­
vor noch gar nicht gab. Man muss sie sehen, einschätzen
und entscheiden, ob sie zum Profil passen. Für FES war so
der Weg aus dem Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreini­
gung der Stadt Frankfurt zum führenden Komplettdienst­
leister für Entsorgung und Reinigung in der Region möglich.
Die Vielfalt des Leistungsspektrums hat dazu beigetragen.
Wir widmen ihm in diesem Schwerpunktthema deshalb zwei
Seiten, die zeigen, wie FES Leistungsvielfalt gestaltet.
Dafür, dass sie jedoch möglich ist, müssen Dinge zu Ende
gedacht werden. So sind die eigenen Anlagen, wie etwa die
umweltfreundliche Bioabfallbehandlungsanlage von FES­
Tochter RMB, das Müllheizkraftwerk oder die moderne Alt­
papiersortieranlage ein wesentlicher Bestandteil davon,
dass die Entsorgungsleistungen nicht einfach beim Abho­
len von Abfall enden. Hier setzt sich die Vielfalt in zeitge­
mäßer Anlagentechnik fort.
Doch Vielfalt im Alltag zu leben wäre nicht möglich ohne die
Menschen bei FES, die sich mit ihrem Know­how als Spezia­
listen häufig ganz selbstverständlich durch die Flut rechtli­
cher Bestimmungen bewegen, wie beim Sonderabfall oder
Altpapier, die als Disponenten über 700 Fahrzeuge com­
putergestützt steuern oder umweltfreundliches Fahren be­
herrschen. Über 1.700 Mitarbeiter aus 38 Nationen in allen
Altersgruppen arbeiten für FES.
Wir bilden in 16 Ausbildungsberufen aus – vom Berufskraft­
fahrer über den Kaufmann für Dialogmarketing bis hin zum
Koch, selbstverständlich sind beide Geschlechter willkom­
men. So lässt sich Vielfalt im Unternehmen gestalten und so
profitiert am Ende auch der Kunde davon. Grund genug für FES,
Vielfalt als ganz eigenen Wert zu schätzen und zu fördern.
Für viele unserer Aufgaben braucht es besonders erfahrene Spezialisten, die wissen, wie man knifflige
Herausforderungen löst. Wir haben vier von ihnen befragt, wie sie den Alltag meistern.
13.000 Besucher pro Stunde auf der Zeil. Wie bekommt man eine so frequentierte Fläche sauber?
Drei­ bis viermal im Jahr wird die Zeil grundgereinigt. Dabei kommen ein Schrubbdeck und die Kehr­
maschine zum Einsatz. Und natürlich geht es nicht ohne die tägliche Reinigung – zwischen 5 und 9
Uhr morgens sind wir hier mit Bürsten und Wasser unterwegs. So kann der Schmutz nicht alt werden,
frische Zigarettenkippen kriegen wir aus den Fugen.
Was ist die größte Herausforderung dabei?
Ganz klar, die Kaugummis. Um sie zu entfernen, ohne dabei den Stein auf Dauer zu beschädigen, setzen
wir bei der Grundreinigung zusätzlich Hochdrucklanzen ein. Obwohl das Fahrzeug auch mit 180 bar bei
120 Grad arbeitet. Aber manchmal muss es Handarbeit sein. Wenn es allerdings im Winter gefriert,
haben wir keine Chance, wenn wir keine Eisfl äche herstellen wollen.
Wie groß muss man sich die Papiermengen vorstellen, die Sie bei der TRAPP Handels GmbH bewältigen?
Wir schauen gerade auf 80.000 Tonnen im Jahr 2014 zurück. Erfreulicherweise haben wir obendrein in
den vergangenen Monaten die Städte Oberursel, Maintal und Bad Vilbel hinzugewonnen. Außerdem
sind wir auch wieder international sehr aktiv und haben neue gewerbliche Kunden wie eine große Dru­
ckerei – schöne Erfolge, über die wir uns natürlich freuen.
Bülent Orkunt
Geschäftsführer der TRAPP
Handels GmbH, eine 50 %ige
Tochter der FES GmbH
Kaum sind Graffiti und Tags entfernt, erscheinen wieder neue. Ein Kampf gegen Windmühlen?
Die subjektive Wahrnehmung passt nicht ganz zu unserer Erfahrung. Tatsächlich werden Tags oft nicht
ersetzt, wenn sie schnell entfernt werden. Auch ist das Sprühen insgesamt etwas zurückgegangen.
Man darf nicht aufgeben, dann lohnt sich der Einsatz auch. Die Schwierigkeit liegt nur manchmal beim
Untergrund. Auf Putz an Hauswänden genügt etwa das Dampfstrahlen ohne Chemie nicht mehr.
Was machen Sie mit dem ganzen Papier?
Die kommunalen Mengen werden in enger Kooperation mit FES und der Papierindustrie in der Altpa­
piersortieranlage aufbereitet und bereitgestellt. Die TRAPP Handels GmbH versteht sich als Partner
der Papierfabriken und liefert daher über 80 % der Mengen direkt an die Werke im In­ und Ausland.
Das heißt, vor dem „papierlosen Büro“ durch die Digitalisierung ist Ihnen noch nicht bang?
So etwas wird es noch sehr lange nicht geben. Verkaufs­ und Versandverpackungen, Hygienepapier,
Printmedien und grafische Papiere – vieles hat eher zu­ als abgenommen. Das kann jeder leicht fest­
stellen, der schon mal versucht hat, die Umverpackung schwedischer Regale in eine 240­Liter­Papier­
tonne zu falten ...
Wissen Sie wirklich immer genau, was in den Behältern drin ist, die bei Ihnen landen?
In über 98 % der Fälle wissen wir tatsächlich, was in den Behältern ist. Die restlichen 2 % bedürfen einer
gründlicheren Betrachtung. Durch Schnelltests vor Ort können wir grob rastern, welche Gefahren ausge­
schlossen werden können. Als „ultima ratio“ haben wir eine Abfallgruppe 15 für unbekannte Abfälle, die
besonders verpackt werden müssen.
Wie sichern Sie explosive Stoffe?
Explosivstoffe sind bei uns von der Sammlung ausgeschlossen, daher sichern wir sie nicht. Aber gefährliche
Abfälle sind nun einmal, wie der Name sagt, immer mit Vorsicht und Sorgfalt zu behandeln, so sorgen wir
dafür, dass bei uns grundsätzlich nichts unkontrolliert entweichen kann – ob flüssig oder gasförmig.
Gleiches gilt für die Fahrzeugtechnik. Für FES ist eine große
Bandbreite wichtig, um Vielfalt bieten zu können. In der
Entsorgung, aber besonders auch für die verschiedenen An­
forderungen im Winterdienst. Wenn Einsatzfahrzeuge mit
wechselnden Aufsätzen auch im Sommer genutzt werden,
wird Vielfalt zur Flexibilität, die unerlässlich ist, um Res­
sourcen gut zu nutzen und auf jede Anforderung reagieren
zu können. Und das ganz gleich, ob wir einem mittelständi­
schen Handwerksbetrieb ein Angebot machen oder an einer
internationalen Ausschreibung teilnehmen.
Der Umgang mit Gastronomieabfällen ist eine Herausforderung.
Wie können Sie die Restaurants und Küchen hier unterstützen?
Wir beraten vor Ort: Welcher Rhythmus zum Wechsel der Behälter empfiehlt sich? Welche sind überhaupt
die richtigen? Wir bieten solche, die in der Handhabung besonders sicher und komfortabel sind. Wir er­
stellen dann ein individuelles Angebot, das alles beinhaltet: Behältergestellung, Abholung mit Spezial­
fahrzeugen und HACCP­zertifizierte Entsorgung.
Julia Meyer
Vertriebsmitarbeiterin für
kleine und mittelständische
Unternehmen
Wie behalten Sie bei all den rechtlichen Feinheiten im Umgang mit Schadstoffen den Überblick?
Wir haben ein externes und internes Schulungskonzept. Mehrere Tage im Jahr wird dabei Wissen von ex­
ternen Fachleuten und Praktikern vermittelt. Interne Veranstaltungen und Unterweisungen mit Zeit zum
Informationsaustausch und schriftlichen und mündlichen Überprüfungen runden das Konzept ab. Erfah­
rene Mitarbeiter sind ausreichend vorhanden (z. B. Chemielaboranten, Chemikanten, Fachkräfte für Kreis­
laufwirtschaft und ADR­Fahrzeugführer) und geben ihre Fachkenntnisse an unseren Nachwuchs weiter.
Was sollte ein Gastronom auf der Suche nach dem richtigen Anbieter unbedingt wissen?
Abfall ist wirklich nichts, mit dem sich Gastronomen beschäftigen sollten. Man braucht da schon einen
Partner, auf den man sich 100 % verlassen kann. Da geht es ja nicht nur um die Behälter. Ein gutes Kom­
plettpaket mit einer entsprechenden Infrastruktur moderner Anlagen garantiert, dass die Speisereste,
Fettabscheider & Co. wirklich umweltfreundlich und effizient verwertet werden.
Für welche Arten von Gastronomieabfällen ist das FES-Angebot besonders interessant?
Im Prinzip wirklich für alle, egal ob aus kleinen Restaurants oder Großküchen. Besonders interessant
wird es aber bei Fetten. Denn gerade hier macht sich ein Mehr an Sicherheit bezahlt. Unsere komfortab­
len Behälter mit Rädern sind in dieser Form einzigartig.
SCHWERPUNKTTHEMA 4
Salvatore Ganci
Spezialist für Graffiti­ und
Kaugummientfernung in der
FES­Stadtreinigung
SCHWERPUNKTTHEMA 6
7
Detlef Hens
Betriebsleiter Schadstoff­
sammlung, Experte für das
Stoffstrommanagement
von Sonderabfall
SchwerpunktThema
Nicht nur in der „Stadt der Bäume“ Frankfurt: unsere Grünpflege.
EIN UNIVERSUM MIT VIELEN AUFGABEN.
Die Welt von FES ist groß. Denn zu den bekannten Entsorgungs- und Reinigungsleistungen kommen zahlreiche Spezialaufgaben, für die man viel Erfahrung braucht. Beste Voraussetzungen für die Rhein-Main-Macher, die in der Metropole
Frankfurt groß geworden sind.
Umweltfreundlich und sicher: die Entsorgungsleistungen.
Wir bieten die ganze Bandbreite der Entsorgung – selbstverständlich inklusive Beratung und Service.
Akten- und Datenträgervernichtung
Wir verfügen über langjährige Erfahrung bei der sicheren
und zuverlässigen Entsorgung von Akten und Daten.
Räumungsservice
Hier wird Platz geschaffen und dabei richtig getrennt
und optimal verwertet.
Abfallmanagement für Gewerbe
Ökonomisch und ökologisch sinnvolle Gesamtkonzepte
aus einer Hand.
Sonderabfall- und Schadstoffentsorgung
Die Abwicklung der Sonderabfallentsorgung – bis zum
elektronischen Abfallnachweisverfahren (eANV).
Containerdienst
Unsere Abfallbehälter für jeden Abfall – für alle
Bedürfnisse von klein bis groß.
Gastronomieabfälle
Flexibel und HACCP­zertifiziert – so entsorgen wir Abfälle
der Gastronomie bis zum letzten Rest.
Elektroschrott
Elektroschrott in jeder Größe und Art entsorgen
wir sicher und flexibel.
Umleerservice
Bedarfsgerechte Behälter werden auf den Sammeltouren
in unsere Fahrzeuge entsorgt.
Fett-, Öl- und Benzinabscheider
Der Rundum­Service mit modernen Saugwagen für
Abfälle organischen Ursprungs.
Werksentsorgung
Das individuelle Komplettpaket aus den Serviceleistungen
von FES – einschließlich Personalgestellung.
Gewerbeabfall
Als Spezialisten für verschiedene Branchen bieten
wir Entsorgungslösungen nach Maß.
Grubenentleerung, Fäkalien- und Klärschlammentsorgung
Reibungsloser Ablauf der Entleerung von abflusslosen
Gruben mit modernen Saugwagen.
Mit Erfahrung und Kompetenz: unser Veranstaltungsservice.
Vom einzelnen Service bis zum Komplettpaket – wir tragen zu einer rundum gelungenen Veranstaltung bei.
Reinigung und Entsorgung
Vom Festzelt bis zum mehrtägigen Event – wir übernehmen
für Sie alle Reinigungs­ und Entsorgungsaufgaben.
Verkehrsplanung bei Veranstaltungen
Planung und Abwicklung sämtlicher verkehrsrechtlicher
Maßnahmen – sicher und exakt.
SCHWERPUNKTTHEMA 8
Mobile Trinkwasser- und Abwasserversorgung
Zuverlässige Wasserversorgung auf Großveranstaltungen
mit viel Erfahrung.
Mit Grünpflege kennen wir uns bestens aus – schließlich dient auch sie der Sauberkeit und Sicherheit.
Baumpflege
Fachmännischer Baumschnitt und Baumkronen­
sicherung sorgen für Sicherheit.
Laubbeseitigung
Nasses Laub wird schnell zur rutschigen
Gefahrenquelle. Wir beseitigen es zuverlässig.
Gehölzschnitt
Jederzeit ein gepflegtes Erscheinungsbild – der
Rückschnitt von Gehölzen macht es möglich.
Rasen- und Grünflächen
Komplettservice zur individuellen Kombination
verschiedener Leistungen, ganz nach Ihren Bedürfnissen.
Grünschnittentsorgung
Anfallenden Grünschnitt holen wir gern bei Ihnen
ab – zur fachgerechten Kompostierung.
Die Straße komplett im Griff: unsere Verkehrssicherung.
Für Eingriffe in den öffentlichen Verkehr braucht es viel Erfahrung: Die FES­Tochter FFR sorgt dafür, dass alles läuft.
Baustellenabsicherung
Fachgerecht durchgeführte Baustelleneinrichtungen
sorgen für den optimalen Verkehrsfluss.
Mobile Lichtsignalanlagen
Fließender Verkehr bei bester Sicherheit – dafür
sorgen unsere mobilen Ampeln.
Halteverbotszonen
Vom Antrag bis zur Beschilderung: So wird Ihr
Vorhaben nicht blockiert oder behindert.
Verkehrsplanung
Die komplette Verkehrsplanung: vom Konzept über
die Genehmigung bis zur Durchführung.
Sauber und zuverlässig: unsere Reinigungsleistungen.
Ob beim manuellen Kehren oder der kompletten Baustellenreinigung: Wir sorgen dafür, dass kein unerwünschter Schmutz zurückbleibt.
Baustellenreinigung
Baustellen und Wege reinigen wir ebenso zuverlässig
wie Gebäude vor der Endabnahme.
Abfallmanagement für Wohnanlagen
Wir analysieren, optimieren, halten sauber – Sie profitieren
und entlasten die Umwelt.
Graffitientfernung
Wir entfernen Graffiti schonend mit mechanischen oder
chemischen Mitteln.
Straßen- und Flächenreinigung
Gelände, Straßen und Wege werden bedarfsgerecht
gereinigt – manuell und mit Kehrmaschinen.
Großkehrmaschine im Straßenbau
Eine porentiefe Reinigung – das leisten unsere Großkehr­
maschinen mit Hochdruck­Heckabsaugung.
Winterdienst
Schnee­ und eisfrei in Frankfurt, Wiesbaden und
Darmstadt – umweltfreundlich und GPS­gestützt.
Intensivreinigung
Sogar langjährige Verschmutzungen werden bei der
Intensivreinigung mit Hochdruck schonend gelöst.
Wildkrautbeseitigung
Mit Schneidgeräten und Spezialmaschinen beseitigen
wir lästige Wildkräuter ohne Chemieeinsatz.
Sinkkastenreinigung
Verstopfungen vorbeugen: bei verschlammten Abläufen,
Sinkkästen oder Schmutzfangkörben.
9
EINE GROSSE NUMMER.
GUT GELAUFEN.
Der Frankfurt Marathon ist von der Internationalen Vereinigung der Marathon- und Straßenläufe für seine umweltschützenden Maßnahmen mit dem „Green Award“ ausgezeichnet worden. Einen Anteil an diesem Erfolg hat auch FFR. Sie machte
den 33. Frankfurt-Marathon zu einer rundum sauberen Sache.
Am 26. Oktober 2014 war es wieder einmal so weit: Rund
15.000 Läuferinnen und Läufer machten sich auf den 42,2
Kilometer langen Weg durch die Bankenmetropole, vorbei
an Wolkenkratzer­Skyline und Kleingarten­Idylle, angefeuert
von mehr als 500.000 Fans.
Auch für den Veranstalter und FFR spielte Zeit eine Rolle.
Schließlich sollten Frankfurts Straßen schnell wieder sauber
sein. Aus diesem Grund rückte FFR, unmittelbar nachdem
der letzte Marathoni die Ziellinie durchquerte, gleich in
mehreren Kolonnen aus – gewappnet mit Kehrmaschinen,
FFR betreut schon seit 2007 den alljährlich stattfindenden,
ältesten deutschen Stadtmarathon, der zu den wichtigsten
der Welt zählt. Die FES­Tochter sorgte für den reibungslosen
Auf­ und Abbau der Sicherheits­ und Straßenabsperrungen
sowie der Anzeigetafeln. „Wir planen im Vorfeld jedes De­
tail. Dazu gehören auch enge Absprachen mit dem Straßen­
verkehrsamt und der Polizei. Am Tag selbst läuft das dann
wie Butter aufs Brot schmieren“, sagt Heiko Grehling, Ein­
satzleiter bei FFR.
Saugbläsern und Müllfahrzeugen. Die 2:06:49 h des Siegers
Mark Kiptoo aus Kenia konnten sie dennoch nicht überbieten.
Bei etlichen Tonnen Abfall dauert es eben eine Weile, bis
alle Teams zum finalen Kehraus an der Festhalle ankommen.
Welche Mammutaufgabe die Organisatoren hinter den Kulis­
sen des sportlichen Superereignisses zu bewältigen haben,
davon merken die Zuschauer meist nichts. Zur Stärkung gab
es für die Läufer 5 Tonnen Bananen und 0,7 Tonnen Äpfel.
Streckenposten verteilten rund 14.000 Liter Getränke in
geschätzten 450.000 Plastikbechern. Die meisten Reste
landen auf oder neben der Laufstrecke; nur ein geringer Teil
in einem der zahlreichen, von FFR aufgestellten Abfallbe­
hälter. Das wundert niemanden. Schließlich geht es den
Läufern oft um Sekunden.
PARTNERSCHAFTEN 10
Damit war die Arbeit jedoch noch nicht erledigt. Der Veran­
stalter legte den Fokus in diesem Jahr auf noch mehr Nach­
haltigkeit – und damit auch auf eine umfassende Wiederver­
wertung der Abfälle. Zur sortenreinen Trennung brachten
die FFR­Mitarbeiter den Abfall in die Müllsortieranlage von
FES. Bioabfall, Glas, Papier und Plastik konnten so zu 100 %
recycelt werden. Der Restmüll ging zur thermischen Verwer­
tung ins Müllheizkraftwerk in der Nordweststadt. Mit allen
Maßnahmen zum 33. Frankfurt­Marathon leistete FFR ihren
Beitrag zur grünen Vorreiterrolle dieser weltweit renom­
mierten Großveranstaltung.
Renndirektor Jo Schindler: „Unser
Nachhaltigkeitskonzept reicht von
A wie Abfall bis Z wie Zeitmessung.“
„MEIN LINKER, LINKER PLATZ IST FREI …“
FAHRER GESUCHT!
Über vier Wochen war es Anfang des Jahres in ganz Frankfurt zu sehen: das Großflächenplakat mit dem Titel „Mein linker,
linker Platz ist frei …“, mit dem FES um Berufskraftfahrer für die Entsorgungslogistik wirbt. Das Besondere dabei:
Das Plakat wurde von Studenten der University of Applied Sciences in Frankfurt entworfen.
Es ist in aller Munde: Der demografische Wandel stellt die Wirtschaft vor große Herausforderungen. Vor allem der
Fachkräftemangel und Nachwuchssorgen plagen die Unternehmen. Auch in der Entsorgungswirtschaft sind die Auswirkungen bereits spürbar, vor allem im Bereich der Kraftfahrer.
Ausgangspunkt war ein gemeinsames Projekt der Ströer
GmbH, der Stadt Frankfurt am Main und FES, die den Stu­
denten die Möglichkeit gegeben haben, zu verschiedenen
Themen Kampagnenideen zu entwickeln und quasi unter
Echtzeitbedingungen zu realisieren.
Bei FES ging es um die Anwerbung von Fahrern/Ladern für die
Entsorgungslogistik. Kein zufälliges Thema. Denn: „Für uns
als Entsorgungslogistiker ist das eine besonders wichtige
Berufsgruppe. Es sind die Leute, die täglich dafür sorgen,
dass die Mülltonnen geleert werden, und die die größten
Fahrzeuge durch die kleinsten Straßen Frankfurts manöv­
rieren. Es sind qualifizierte Berufskraftfahrer, denen konti­
nuierlich hohe Leistungen abverlangt werden“, so Dirk
Remmert, FES­Geschäftsführer. Umso problematischer ist
es, dass der demografische Faktor in der Entsorgungsbran­
che mittlerweile spürbare Realität geworden ist. Dies macht
es immer schwieriger, genügend und auch geeigneten
Nachwuchs zu finden. „Die Plakataktion hilft uns, auf dieses
Problem aufmerksam zu machen“, führt Remmert aus. „Und
sie unterstützt uns dabei, für ein Berufsbild zu werben, das
nicht nur aus schwerer Arbeit besteht, sondern sich durch
hohe Anforderungen in der Qualifizierung auszeichnet.“
Das Kooperationsprojekt war bereits im letzten Herbst ins
Leben gerufen worden. Aufgabe war es, einen Außenwer­
bungsauftritt zu entwerfen, der das Image von FES als Ar­
beitgeber fördert und zu Bewerbungen als Kraftfahrer/
Mülllader auffordert. Auch sollten die Plakatmotive mit der
FES­Kampagne „Die Rhein­Main­Macher“ vereinbar sein.
Insgesamt drei Studentengruppen haben nach einem inten­
siven Briefing viele kreative Ideen entwickelt, um das The­
ma werbewirksam umzusetzen. „Die Studenten haben die
Aufgabenstellung sehr gut verstanden und pfiffig umge­
setzt. Deshalb war es nicht leicht, sich für einen der Vor­
schläge zu entscheiden“, so Birgit Holm, Marketingleiterin
bei FES. Das Motiv „Mein linker, linker Platz ist frei …“ wur­
de schließlich ausgewählt und auf 60 Werbegroßfl ächen der
Ströer GmbH ausgehängt. Die Studenten aber waren nicht
nur kreativ, sondern auch sehr sorgfältig bei ihrer Arbeit.
Im Vorfeld haben sie eine Befragung der Zielgruppe Fahrer
auf einem Autobahnrasthof sowie eine Befragung zur Wir­
kung des Plakats durchgeführt.
Und das Ergebnis lässt sich sehen: eine zielgruppengenaue
Ansprache, humorvoll umgesetzt und mit treffender Aus­
sage. Für Birgit Holm ist das Fazit klar: „Die gemeinsame
Arbeit mit den Studenten war für uns ein voller Erfolg und
hat uns an einem Punkt unterstützt, der für FES hochak­
tuell ist, der Anwerbung von Fahrern/Ladern.“
Welche Meilensteine setzen Sie, um auch in den kommenden Jahren die Qualität Ihrer Dienstleistungen zu sichern?
Vor zwei Jahren haben wir unser internes Qualifizierungs­
programm ins Leben gerufen. Ein bundesweit einzigartiges
Projekt, mit dem es uns gelingt, relativ kurzfristig qualifi­
zierte Fahrer bei uns einzusetzen. In einem Jahr erlernen
die Teilnehmer den Beruf des Fahrers/Laders in der Tochter­
gesellschaft FAS, der Entsorgungslogistik und Straßenrei­
nigung und legen in dieser Zeit auch die Lkw­Führerschein­
prüfung ab. Unser Angebot stößt auf große Resonanz.
Hinzu kommt, dass wir über Bedarf ausbilden und allen un­
seren Ausbildungsabsolventen eine, wenn auch zunächst
befristete, Anschlussbeschäftigung bieten. Das gilt bei uns
in allen 15 Ausbildungsberufen und eben auch für die Be­
rufskraftfahrer.
In der FES-Gruppe beschäftigen Sie 520 Kraftfahrer. Rund
350 davon arbeiten als sogenannte Fahrer/Lader. Was ist
das Besondere an diesem Konzept?
In der Entsorgungslogistik wird schwere körperliche Arbeit
verrichtet. Daher haben wir das Konzept Fahrer/Lader etab­
liert: Wir besetzen jede Lademannschaft je nach Schwere
der Tour mit 3 bis 4 Mitarbeitern. Entscheidend ist, dass zu
jeder Lademannschaft mehr als nur ein Fahrer gehört, von
denen jeder auf einem Teil der Tour als Lader eingesetzt
wird. Mit dem Wechsel wollen wir gewährleisten, dass die
körperliche Belastung pro Mann nicht zu groß wird. Schließ­
lich gilt es, die Gesundheit und Arbeitskraft unserer Mitar­
beiter zu erhalten. Dieses Konzept hat sich bewährt.
Wie wirkt sich der Fach- und Nachwuchskräftemangel auf
FES als Entsorgungsdienstleister aus?
Welchen Herausforderungen sehen Sie entgegen?
Vor allem geht es darum, den akuten Personalbedarf an qua­
lifizierten Fahrern zu decken. Weil dazu Mitarbeiter alters­
bedingt ausscheiden oder ab Anfang 60 die Ladetätigkeit
nicht mehr ausüben können, gilt es außerdem, bis 2020 eine
Personallücke von bis zu 20 Fahrern pro Jahr zu schließen.
Verschärfend kommt hinzu, dass wir in Konkurrenz zu Trans­
portdienstleistern stehen. In Frankfurt sitzen wir direkt an
der Transportdrehscheibe Flughafen. Umso schwieriger ist
es, qualifiziertes Fahrpersonal zu finden.
FES Aktuell sprach mit Frank Haindl,
Personalchef der
FES­Unternehmensgruppe.
Welche Anreize bieten Sie als Arbeitgeber, um diese Mitarbeiter zu binden und Nachwuchs anzuziehen?
Attraktiv ist sicherlich, dass wir als stadtnahes Unterneh­
men ein zukunftssicheres Arbeitsumfeld bieten. Zudem gibt
es bei uns geregelte Arbeitszeiten. Das kann insbesondere
für Kraftfahrer interessant sein, die Familie haben. Es gibt
Weiterbildungsmöglichkeiten und eine ganze Reihe an sozi­
alen Leistungen. Dazu gehören u. a. ergänzende Leistungs­
zulagen, Jobticket und Betriebskantinen, aber auch ärztli­
che Betreuung und Vorsorge, ein Betriebskindergarten und
Gesundheitszentren. Uns geht es darum, gute Mitarbeiter
langfristig zu binden.
Vielen Dank für das Gespräch!
Diese Studenten haben das Gewinnermotiv
entworfen: Laura Bromberger, Sina Gensert,
Irina Gorodynska, Marcus Ithen, Silvana
Kluge, Jasper Marten Ruwoldt.
AKTUELLES 12
13
NEUE SEITEN DER NACHHALTIGKEIT.
Der dritte Nachhaltigkeitsbericht der FES liegt vor. Ein neu etabliertes Nachhaltigkeitsmanagement soll nachhaltige
Prozesse unternehmensweit voranbringen.
MIT UNTERNEHMERISCHEM
SCHWUNG NACH SÜDHESSEN.
Seit Juli bietet FFR ihre Leistungen auch in Darmstadt an. Und eröffnet damit nach der Niederlassung in Wiesbaden und der
Betriebsstätte Büdingen ihre dritte Filiale außerhalb von Frankfurt. Ein wichtiger und logischer Schritt.
Was haben das Sonderabfallzwischenlager, die Altholz­ und
die Schlackeaufbereitungsanlage der FES gemeinsam? Ganz
einfach: Sie wurden saniert, nachgerüstet oder optimiert,
arbeiten jetzt noch effizienter als zuvor und leisten damit
einen wertvollen Beitrag zu Recycling und Ressourcenscho­
nung. Über diese und andere Projekte informiert der neue
Nachhaltigkeitsbericht, den das Entsorgungsunternehmen
gerade veröffentlicht hat. Bereits zum dritten Mal stellt FES
seine ökonomischen, ökologischen und sozialen Initiativen vor.
Ein zentrales Projekt ist der Aufbau eines betrieblichen
Nachhaltigkeitsmanagements. So gibt es neuerdings in jedem
Arbeitsbereich der FES­Gruppe Verantwortliche, die das
Thema Nachhaltigkeit im Blick haben. Ideen, Erfahrungen
und Projekte werden in einer Arbeitsgruppe regelmäßig be­
reichsübergreifend diskutiert, gebündelt und umgesetzt.
„Diese Herangehensweise wird neue Perspektiven öffnen
und Nachhaltigkeit stärker in den Köpfen unserer Mitarbeiter
verankern“, davon ist Nachhaltigkeitsbeauftragte Anna
Friesen überzeugt.
Benjamin Scheffler,
FES-Geschäftsführer
„Entsorgung ist in hohem Maße umweltrelevant. Die
erste Priorität liegt darauf, Abfall zu vermeiden. Die
zweite liegt darauf, ihn wiederzuverwerten. Schon bei
der Entwicklung unserer Dienstleistungen legen wir
Wert auf die Verbindung von Ökonomie und Ökologie.
Ein Beispiel: unser Nachhaltigkeitszertifikat. Es unter­
stützt unsere Kunden dabei, die eigenen Maßnahmen für
eine umweltgerechte Entsorgung zu dokumentieren.“
Noch eines ist der FES in den letzten beiden Jahren gelungen:
Mit einem ganzheitlichen Demografie­Managementpro­
gramm wird den Risiken, die sich aus einer immer älter wer­
denden Belegschaft ergeben, ein wirkungsstarkes Instru­
mentarium entgegengesetzt. Dazu gehören die Einrichtung
von Lebensarbeitszeitkonten ebenso wie umfassende In­
formationsangebote und Maßnahmen zur Gesundheitsprä­
vention. Ein weiterer Bonus ist die Kooperation mit einem
externen Dienstleister, der Mitarbeiter bei persönlichen,
familiären oder beruflichen Problemen vertraulich berät.
Der dritte FES-Nachhaltigkeitsbericht ist
unter fes­frankfurt.de abrufbar.
Er orientiert sich an den G4­Richtlinien und
­Standards im Rahmen der weltweiten Global
Reporting Initiative.
Fortschritte machte FES auch in puncto Energie. Investiert
wurde unter anderem in zwei weitere Photovoltaik­Anlagen.
Inzwischen deckt der Entsorger einen erheblichen Teil sei­
nes Energiebedarfs selbst ab. Das Unternehmen plant darüber
hinaus, ein softwarebasiertes Energiemanagement einzu­
führen, das noch aussagekräftigere Verbrauchsanalysen als
bisher ermöglicht. Dadurch soll der Energieverbrauch gezielt
weiter reduziert werden.
HEUTE 14
Auf den erreichten Erfolgen will sich das Unternehmen
gleichwohl nicht ausruhen. „Unsere Fortschritte auf dem
Gebiet der Nachhaltigkeit sehen wir als Verpflichtung, diesen
Weg konsequent weiterzugehen“, sagt Friesen.
Wenn es um die jüngste Niederlassung geht, spürt man bei
FFR­Geschäftsführer Rolf Niermann schnell die Freude am
Machen: „Wir haben uns in den letzten Jahren als Qualitäts­
anbieter in der Region gefestigt. Da konnten wir eine Ex­
pansion ruhig wagen.“ Dass die Wahl für den neuen Nieder­
lassungsort ausgerechnet auf Darmstadt fiel, ist kein Zufall.
Der Hessentag in Bensheim in diesem Jahr war eine Bewäh­
rungsprobe für FFR in Südhessen. Hier war die FES­Tochter
mit umfassenden Reinigungsleistungen betraut. „Den un­
ternehmerischen Schwung haben wir gern mitgenommen“,
sagt Niermann. Auch der Standort selbst ist ein Pluspunkt,
wie Niederlassungsleiter Roland Rohrer erklärt. „Wir haben
hier auf dem Gelände unseres Partners REMONDIS einen
idealen Platz gefunden. Er ist logistisch perfekt und wir
können bei Bedarf eng mit REMONDIS zusammenarbeiten.“
So können passgenaue Pakete geschnürt werden, bei denen
REMONDIS das Abfallmanagement und FFR etwa den Veran­
staltungsservice oder die Reinigungsleistungen übernimmt.
Grundsätzlich steht FFR auch in Darmstadt für die ganze
Palette der Leistungen zur Verfügung. Dazu gehören neben
den bereits genannten die Grünfl ächenpflege, Verkehrs­
maßnahmen oder der Winterdienst, für den Rohrer und seine
Kollegen bereits in den Startlöchern stehen.
Bereit zu neuen Taten:
die Leitung des FFR­Teams in Darmstadt.
Plakataktionen und Flyer bringen Echo. „Der Bedarf ist da,
das merken wir deutlich“, sagt Rohrer. Und obendrein gibt
es da für die nächsten Jahre auch ein paar Visionen. „Das
Schlossgrabenfest oder das Heinerfest, das wäre was für
uns.“ Und Niermann ist schon bei einem weiteren spannen­
den Thema: „Brücken und Ingenieursbauwerke haben in den
nächsten Jahren einen ungeheuren Sanierungsbedarf. Für
die Verkehrssicherung ist das eine große Herausforderung.
Da braucht es Leute, die damit viel Erfahrung haben.“ Es ist
klar, wen er damit meint. Menschen mit Erfahrung gibt es
jedenfalls viele bei FFR. Jetzt auch in Darmstadt.
Unternehmen, die schon in Frankfurt oder Wiesbaden mit
FFR zusammenarbeiten und die auch über eine Niederlas­
sung in Südhessen verfügen, können jetzt den gewohnten
Service aus einer Hand genießen. Und vor allem die Zuver­
lässigkeit eines großen Fuhrparks. „Wir können bei Bedarf
einfach kurzfristig planen“, erklärt Niermann. „Logistik ist
unsere Kernkompetenz. So schaffen wir Verlässlichkeit für
die Kunden und lasten gleichzeitig auch unsere Mitarbeiter
das ganze Jahr über optimal aus.“ Und Rohrer ergänzt, nicht
ohne Stolz: „In dieser Form und Bandbreite kann das in der
Region kaum ein anderer.“ Die Zuversicht in Bezug auf den
Neustart hat sich bereits ausgezahlt – unter anderem mit
der deutschen Flugsicherung in Langen und der AOK Darm­
stadt konnte FFR die ersten Ausschreibungen gewinnen.
15 CHANCEN
IM ABFALL STECKT NOCH VIEL POTENZIAL.
Mut zum großen Wurf
Zwar ist es richtig, dass Deutschland mit 47 % die höchste
Recyclingquote im EU-weiten Vergleich hat. Bei Papier und
Glas funktioniert das Recycling auch recht gut. Ein Beispiel,
wo viel Potenzial verschenkt wird, sind Kunststoffe. 2013
erreichten die Kunststoffabfallmengen 5,68 Millionen Ton­
nen, etwa die Hälfte stammt aus privaten Haushalten.
Stofflich verwertet wurden davon jedoch nur 42 %. Der gro­
ße Rest wurde verbrannt. Noch schlechter sieht es aus,
wenn man nur die Kunststoffabfälle von privaten Haushal­
ten und Gewerbe betrachtet. Hier beträgt die Recyclingquo­
te nur ein Drittel. Das meiste davon sind Verpackungen. Die
gesetzliche Recyclingquote von Kunststoffverpackungen
liegt bei 36 %. Nach dem heutigen Stand der Technik wären
aber bis zu 70 % möglich.
Die Erwartungen an das künftige Wertstoffgesetz sind
hoch: Es soll helfen, mehr Abfälle zu recyceln, den Res­
sourcenschutz optimieren und nicht zuletzt Defizite der
bestehenden Verpackungsverordnung abstellen. Vor Kur­
zem wurden erste Eckpunkte bekannt: Das Bundesumwelt­
ministerium plant, die gelbe Tonne zur Wertstofftonne
weiterzuentwickeln, in der zukünftig auch stoffgleiche
Nichtverpackungen gesammelt werden können. Damit
hofft das Ministerium, die Sammelmenge um sieben Kilo­
gramm pro Einwohner und Jahr zu erhöhen.
Sieben Kilo? Das ist kein nennenswerter Fortschritt – meint
Ludger Rethmann, Vorstandsvorsitzender von REMONDIS:
„Wenn es Deutschland mit Klimaschutz und Nachhaltigkeit
wirklich ernst meint, dann brauchen wir Gesetze mit deut­
lich ambitionierteren Erfassungs- und Recyclingquoten.“
Deutschland gehen die Rohstoffe aus. Dabei liegen sie im Ab­
fall. Eine Studie belegt: In unseren Restabfällen steckt noch
viel Potenzial zur stofflichen Verwertung. REMONDIS appelliert
an die Politik, ambitioniertere Verwertungsziele gesetzlich zu
verankern.
REMONDIS beweist, dass eine effiziente Verwertung ge­
trennt erfasster Wertstoffe heute schon technische Reali­
tät ist. Bis zu 30 Millionen Tonnen erfasst, sortiert und
verarbeitet Deutschlands größtes Unternehmen für Recy­
cling, Wasser und Service jährlich. Das Unternehmen
appelliert an die politischen Entscheider, jetzt den großen
Wurf zu planen, um Deutschland in eine ressourcenscho­
nende Zukunft zu katapultieren. Ziel eines neuen Wert­
stoffgesetzes sollte sein, die Rahmenbedingungen so zu
setzen, dass die maximale Menge aller noch im Siedlungs­
abfall vorhandenen Wertstoffe erfasst werden kann. Dem
steht entgegen, dass die Politik ihren Blick vor allem auf
die sog. stoffgleichen Nichtverpackungen richtet. Sie ma­
chen gerade mal 1,5 % der gesamten Haushaltsabfälle aus.
Nach Schätzungen können die Kommunen auf diese Weise
im Idealfall gerade einmal fünf Kilo an Wertstoffen pro
Einwohner pro Jahr zusätzlich erfassen.
Da geht viel mehr
Dass dies funktionieren kann, belegt eine aktuelle, empiri­
sche Studie der der INFA – Institut für Abfall, Abwasser und
Infrastruktur-Management GmbH. Sie wurde im Auftrag
von GemIni (Gemeinschaftsinitiative zur Abschaffung der
dualen Systeme) erstellt, der sich auch REMONDIS ange­
schlossen hat. Ziel der Analyse war es, Mengenvorgaben für
bestimmte Wertstoffe zu erarbeiten. Außerdem sollten re­
alistische Maximalquoten für das Recycling im Sinne einer
echten stofflichen Verwertung ermittelt werden. Dazu zog
die Studie Daten aus der Abfallbilanz des Jahres 2011 sowie
Abfallsortieranalysen vergangener Jahre heran.
Das eindrucksvolle Ergebnis: Es könnten deutlich mehr
Wertstoffe aus Siedlungsabfällen gehoben werden, als Bun­
desumweltministerin Dr. Barbara Hendricks beabsichtigt.
Die Studie ermittelte eine zusätzlich erfassbare Wertstoff­
menge von 70 bis 95 Kilogramm pro Einwohner und Jahr.
Bundesweit wären das 5,6 bzw. 7,6 Millionen. Tonnen mehr
Wertstoffe. Die Studie zeigte auch, dass diese Potenziale
gehoben werden können. Bereits heute erreichen 25 % der
deutschen Kreise und Städte diese zusätzlichen 95 Kilo
Wertstoffe pro Person. Das Ergebnis könnte den anderen
75 % Ansporn sein, Wertstoffe zukünftig effektiver einzu­
sammeln und zu verwerten.
MORGEN 16
Statt sich ehrgeizige Ziele vorzunehmen, befasst sich die
aktuelle Diskussion rund um das Wertstoffgesetz mit dem
alten Thema der Zuständigkeit: „Wer soll es machen?“ statt
„Wie viel können wir gemeinsam schaffen?“ REMONDIS
setzt sich daher mit Nachdruck für ein Wertstoffgesetz ein,
das neue Wege in der Abfallwirtschaft beschreitet. Denn
das ist notwendig, um in Zukunft das wahre Potenzial der
Rohstoffquelle Abfall zu heben.
17
Er heißt „FES 3500“ und ist das Prunkstück auf dem Hof der FES-Fahrschule in der Weidenbornstraße: Der LKW ist das
jüngst erworbene Ausbildungsfahrzeug der FES-Gruppe. Auf ihm werden seit August 2014 alle Mitarbeiter geschult, die im
Zuge ihrer Aus- oder Weiterbildung zum Berufskraftfahrer den Führerschein der Klasse C oder CE machen.
Mit dieser Neuanschaffung investiert FES bewusst in die
Qualifikation ihrer Mitarbeiter. Seit jeher legt FES großen
Wert darauf, selbst am Fahrzeug auszubilden. „Für uns ist
das eine Qualitätssicherung, damit die Fahrweise genau so
erlernt wird, wie wir das in unserem Berufsalltag benöti­
gen“, erläutert Michael Waldmann, FES­Personalreferent.
Dazu ist die hauseigene Fahrschule ein Weichensteller für
die Zukunft des Unternehmens, bietet sie doch Wettbe­
werbsvorteile bei der Rekrutierung von Personal: Die
Möglichkeit, bei FES die LKW­Führerscheinklassen machen
zu können, bzw. später die regelmäßigen Schulungen und
Prüfungen zieht viele Leute an. „Und das ist auch so ge­
wünscht“, skizziert Waldmann die Ziellinie: „Gerade bei
den Berufskraftfahrern wollen wir zukünftig stark auf­
stocken.“ Denn natürlich macht der demografische Fak­
tor auch vor der Entsorgungs­ und Logistikbranche nicht
halt. Daher investiert FES viel in die Anwerbung neuer
Auszubildender und Berufskraftfahrer, die im Unterneh­
men z. B. als Fahrer/Lader in der Entsorgungslogistik
oder als Fahrer/Straßenreiniger in der Straßenreinigung
arbeiten können.
Bereits jetzt ist die Fahrschule fortlaufend ausgebucht.
„Am begehrtesten ist natürlich unser Neuzugang“,
schmunzelt Roland Geier, seit 33 Jahren im Betrieb und
seit 2000 Leiter der Fahrschule. Bei der Konfiguration des
18­Tonners (Typ Actros von Mercedes) haben FES und
Mercedes ein Jahr lang eng zusammengearbeitet. An ers­
ter Stelle standen dabei die Aspekte Sicherheit, Umwelt
und Gesundheit.
FES­Fahrlehrer Roland Geier zeigt seinen Schülern
das spritsparende Fahren.
„Für unsere Arbeit ist vor allem eine vorausschauende
Fahrweise wichtig und dafür bietet das neue Fahrzeug
alle Voraussetzungen“, erklärt Geier. Die Fahrer müssen
frühestmöglich schwierige Verkehrssituationen überbli­
cken, um schnell zu reagieren und Unfälle zu vermeiden.
Enge, verparkte Straßen und ungeduldige Verkehrsteil­
nehmer sind dabei die größte Herausforderung. Das Trai­
ning im Umgang mit den Spiegeln und räumliches Sehen
sind dementsprechend wichtig. Zudem steht das voraus­
schauende Fahren ganz im Sinne der Umwelt, ganz ein­
fach weil es Sprit spart. Der neue LKW legt dabei schon
vor: Mit 20 Liter/100 Kilometer verbraucht er im Fahr­
schulbetrieb rund 13 Liter weniger Kraftstoff als sein
Vorgänger. Weil die Fahrer über lange Strecken im Fahr­
zeug sitzen, spielten auch ergonomische Faktoren eine
wichtige Rolle bei der Konfiguration.
„HOHE LEBENSQUALITÄT FÜR
EIN WACHSENDES FRANKFURT.“
Die Stadt Frankfurt am Main steht vor besonderen Herausforderungen: Sie wächst wie kaum eine andere Metropole in
Deutschland. Wie das gelingen kann, darüber berichtet Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz.
Die Entwicklung Frankfurts in den letzten Jahren ist
stark durch das Bevölkerungswachstum geprägt. Die
Einwohnerzahl stieg in einem Jahrzehnt um rund 70.000
auf jetzt mehr als 700.000. Der Zuwachs speist sich aus
dem Geburtenüberschuss und noch stärker aus Zuzügen.
Zuzüge, die vornehmlich aus der Bedeutung Frankfurts
als Wirtschaftsstandort resultieren: Werktätige wollen
näher an ihren Arbeitsplätzen leben. Aber auch Familien
finden eine Kinderbetreuungsstruktur und Schulangebote
vor, die kein Landkreis in ähnlicher Form mit entsprechend
kurzen Wegen vorhalten kann. Und in einem geeinten
Europa, in dem die Freizügigkeit zu den Grundrechten
gehört, darf jeder sein Glück in Frankfurt suchen.
Der gewaltige Bevölkerungszuwachs hat Konsequenzen:
Wohnungen müssen errichtet und die Infrastruktur
muss ausgebaut werden – für Verkehr, Bildung, Kinder­
betreuung. Um allen Nutzungsansprüchen bei einer be­
grenzten Stadtfl äche gerecht zu werden, ist ein äußerst
komplizierter Abwägungsprozess nötig und es bedarf
einer weit in die Zukunft reichenden Stadtentwicklungs­
strategie, die einen Zeitraum bis 2030, 2040 oder 2050
im Auge hat. An einer solchen Strategie arbeitet der
Magistrat unter Federführung des Planungsdezernats
bereits. Wir möchten sie auch breit angelegt mit der
Öffentlichkeit diskutieren.
Doch Wachstum muss auch mit Qualität einhergehen. So
geht es beim Bauen auch um energetische Standards, um
Barrierefreiheit und um das Erscheinungsbild. Nicht
minder wichtig ist der Erhalt grüner und ökologischer
Qualitäten: um den Folgen des Klimawandels zu begeg­
nen, aber auch um wertvolle Erholungsfl ächen und damit
eine weiterhin hohe Lebensqualität in Frankfurt zu ga­
rantieren. Dann wird unsere Stadt auch künftig wachsen
und prosperieren.
Olaf Cunitz
ist seit 2012 Bürgermeister und Dezernent für Planung
und Bauen in der Stadt Frankfurt am Main.
Als ehemaliger Fraktionsgeschäftsführer der Grünen im
Römer setzt er sich seit jeher besonders für eine nach­
haltige Entwicklung der Stadt ein.
Eines steht jedenfalls fest: Mit dem neuen Fahrzeug sind
die Mitarbeiter von FES für den Berufsalltag bestens ge­
rüstet. Der Vorgänger wird jetzt übrigens, ganz im unter­
nehmerischen Sinne von Recycling und Nachhaltigkeit,
wieder dem Betrieb zugeführt.
INTERN 18
19 STANDPUNKT
© Stadt Frankfurt am Main
QUALITÄTSSICHERUNG VON ANFANG AN.
ORGANISIERTE SCHLAMMSCHLACHT –
FFR BEI TOUGH MUDDER.
EINE WUNDERSAME OASE
MITTEN IN DER STADT.
Der Bethmannpark ist ein kleiner, aber außergewöhnlicher Park mitten in der Innenstadt.
Hier ist jeder willkommen, um sich ein wenig vom Trubel zu erholen – außer böse Geister.
Wer ihnen auf einem Waldspaziergang begegnet, kann schon mal erschrecken: von Kopf bis Fuß mit Schlamm überzogen,
in verrückten Kostümierungen und nicht selten ohne Schuhe. Es sind die Teilnehmer von Tough Mudder, einem Hindernislauf der Extreme. Seit diesem Jahr ist auch FFR mittendrin.
Ursprünglich aus den USA stammend, tourt Tough Mudder
mittlerweile auch durch Deutschland. Im Team bewältigen
die Teilnehmer eine rund 18 Kilometer lange Strecke, die
physisch wie mental an die Substanz geht. Auf anspruchs­
vollem Gelände müssen Hindernisse wie Eiswasser­ und
Schlammbecken, Feuergräben und geladene Drähte, die
Stromschläge abgeben, überwunden werden.
Was wild und verrückt aussieht, ist tatsächlich eine ganz
zivilisierte Veranstaltung. Heiko Grehling, FFR­Einsatzleiter
vor Ort, ist begeistert: „Ich habe es auf anderen Veranstal­
tungen noch nie erlebt, dass die Leute ihren Müll aktiv zu
den Mülltonnen bringen.“ Zum Auftrag der FFR, die in diesem
Jahr insgesamt vier Tough Mudder Events begleitet, gehö­
ren die Reinigung der Veranstaltungsfl äche, die Bereitstel­
lung und Entsorgung der Müllbehälter und natürlich die be­
nötigte Manpower vor Ort. Die besondere Herausforderung:
Die Events finden in den entlegensten Flecken der Republik
statt, wie etwa im bayerischen Wassertrüdingen. Und immer
auf einem riesigen Gebiet von 140 Hektar – das entspricht
etwa einer Größe von 280 Fußballfeldern.
so Grehling. Aber bislang hat alles gestimmt, worüber sich
der Kunde und FFR gleichermaßen freuen. Zudem ist das Ge­
lände vorab nur auf der Karte zu studieren. Erst am Tag vor
Beginn der Veranstaltung kann die Strecke befahren werden.
Und das ist nicht ohne, denn im Wald muss man sich schon
sehr gut orientieren können, um nicht von der Strecke abzu­
kommen und auch um die Stellplätze für die Behälter zu finden.
Bei den Tough Mudder Events reist FFR als Partner für die
Reinigung mit und bleibt mit allen Mitarbeitern vor Ort.
Sechs bis zehn Mann fahren an den zwei Veranstaltungs­
tagen die Strecken ab und sorgen dafür, dass die Tonnen
geleert werden und kein Müll herumliegt. Die Entsorgung
übernimmt der Mitgesellschafter REMONDIS jeweils in der
Region, so müssen die Behälter nicht quer durch Deutsch­
land gefahren werden. Nach Ablauf der Veranstaltung sorgt
FFR für die Endreinigung. Dabei erlebte Grehling bei seinem
ersten Tough Mudder­Einsatz in der Nähe von Büdingen eine
echte Überraschung: „Im Zielbereich türmte sich ein gigan­
tischer Berg aus undefinierbaren Schlammklumpen auf.“ Bei
näherer Betrachtung dann die Erkenntnis: Es sind die Schuhe,
die die Tough Mudder­Teilnehmer traditionell zurücklassen.
Im Schnitt kommen erstaunliche 8.000 Schuhe an einem
Wochenende zusammen. Ein klarer Fall für die Müllpresse.
Es gibt kaum einen der traditionsreichen Parks in Frank­
furt, in dem Johann Wolfgang von Goethe nicht schon um­
herstreifte. Der Bethmannpark entzückte allerdings nicht
nur den Dichterfürsten – auch König Friedrich Wilhelm III.
und Kaiser Napoleon Bonaparte waren hier bereits zu Gast.
Damals war der von Bankier Johann Philipp Bethmann er­
worbene Park noch im Rokokostil angelegt. Später wurde
er immer wieder nach der jeweiligen Mode umgestaltet, bis
er im Jahr 1941 schließlich in den Besitz der Stadt Frank­
furt kam und ein Bürgerpark wurde. Die 3,1 Hektar große
Anlage zwischen Berger Straße und Friedberger Landstraße
erfreut heute mit ihrem alten Baumbestand und den ge­
pflegten Wegen Jogger und Spaziergänger.
gewaltsame Niederschlagung der friedlichen Demokratie­
bewegung statt. In Erinnerung daran heißt dieser besonde­
re Ort heute „Garten des Himmlischen Friedens“. Wer ihn
betritt, darf sich etwas wünschen. Dazu muss er nur die Ku­
gel im Maul des einen der beiden Löwen drehen, die gleich
am Eingang Wache zu halten scheinen. Die Schriftzeichen
auf dem dazugehörigen Tor bedeuten „Frühlingsblumen­
garten“, der ursprüngliche Name des Kleinods. Überhaupt
trägt beinahe alles in dem kleinen, verwunschenen Gärt­
chen einen Namen. Zum Beispiel die Glyzinie, die „Schwar­
zer Drache ruht auf weißer Wolke“ heißt. Oder der Haupt­
pavillon mit seinen charakteristischen Pagoden, der
„Wasserpavillon des geläuterten Herzens“ genannt wird.
Im Grunde besteht die Anlage, die seit 1976 unter Denkmal­
schutz steht, gleich aus zwei Gärten. Der eine ist die Weiter­
entwicklung des Bethmann’schen Anwesens als hübscher
städtischer Garten mit einer angeschlossenen Beratung
rund um Baumpflege, Schädlinge oder bestimmte Pfl anzen­
arten. Der zweite ist etwas ganz Besonderes: Im Jahr 1989
wurde hier, unweit der lärmenden „Friedberger“, ein Ort der
Stille angelegt. Nach fernöstlichen Lehren und Regeln, un­
ter Berücksichtigung von Feng­Shui­Erkenntnissen, ent­
stand ein wundersamer Chinesischer Garten. Noch während
der Entstehungszeit fand am 4. Juni in Peking die brutale,
Steine, Gebäude, Pfl anzen, Himmel und Erde stehen so in
Harmonie miteinander, wie es die jahrhundertealte chinesi­
sche Gartenbaukunst vorsieht. Die Materialien, Werkstoffe
und Pfl anzen fanden damals in 27 Containern ihren Weg mit
dem Schiff aus China nach Frankfurt und wurden von fach­
kundigen Mitarbeitern der Landscape Architecture Compa­
ny in Peking verbaut. Im Jahr 2009 wurde der Garten auf­
wendig saniert und zieht nun alljährlich tausende Touristen,
Fotografen, Botanikfreunde oder auch Tai­Chi­Gruppen an.
Nur böse Geister müssen dem Bethmannpark fernbleiben:
Da sie der Überlieferung gemäß nur geradeaus laufen kön­
nen, wurde die große Brücke im Garten des Himmlischen
Friedens extra in Zickzack­Form angelegt.
Das hat vielerlei Konsequenzen. Zunächst ist eine akribi­
sche Vorbereitung bezüglich Material­ und Personaleinsatz
notwendig. Denn wegen der Entfernung kann vor Ort nicht
so einfach umdisponiert werden. „Planungsfehler können wir
uns nicht erlauben, dafür sind die Orte einfach zu abgelegen“,
LEISTUNGEN 20
21 IM GRÜNEN
KEIN AMT WIE JEDES ANDERE.
Seit über 25 Jahren kümmert sich das Umweltamt der Stadt Frankfurt um alle Belange rund um eine nachhaltig saubere und
lebenswerte Stadt. Mit großem Erfolg und immer wieder neuen Aufgaben.
Im Jahr 1989 gab es für Umweltschützer viel zu tun und we­
nig zu Grund zu Freude –Umweltkatastrophen beherrsch­
ten die Nachrichten, vom Chemieunfall bei Sandoz über die
Atomkatastrophe in Tschernobyl bis zum Tankerunglück der
Exxon Valdez. Alle Zeichen sprachen dafür, dass es Not tat,
mehr Augenmerk auf die Umwelt zu legen, auch kommunal.
Dennoch wurde damals noch diskutiert: Braucht man wirk­
lich ein eigenes Umweltamt? Können andere das nicht
mit übernehmen? Doch was die Stadt Wiesbaden konnte,
sollte Frankfurt schon lange können und so wurde ein ganz
neues Amt mit neuen Aufgaben geschaffen. Klaus Wichert,
damaliger Umweltschutzbeauftragter einer Stadt im Um­
land und später selbst 18 Jahre lang Leiter der Behörde, er­
innert sich: „Es war eine spannende Zeit – hochmotivierte,
neue Mitarbeiter aus der Umweltarbeit fanden sich in einer
Verwaltung wieder mit dem Blick auf eine andere Welt, die
diese in Paragraphen und Absätzen gegliedert bearbeitet.
Da trafen zwei Kulturen aufeinander.“ Doch für langes Ak­
klimatisieren gab es keine Zeit, schließlich warteten viel­
fältige Herausforderungen.
Vor allem die Sünden der Vergangenheit machten dem jun­
gen Amt zu schaffen. Die Umweltverschmutzung von Luft
und Boden durch Kraftstoffe, zum Beispiel erhöhte Bleiauf­
kommen in Kleingärten, war ebenso Thema wie die Altlasten
von Industriefl ächen oder den Konversionsfl ächen aus der
militärischen Nutzung der amerikanischen Streitkräfte
oder die Nachsorge von Deponien wie zum Beispiel des
„Monte Scherbelino“ im Stadtwald. „Das Umweltamt war
damals noch viel mit Schadensregulierung und Reparatur­
arbeiten beschäftigt“, sagt Wichert.
UMWELT 22
Doch auf dieser Grundlage konnten Meilensteine entstehen.
Aus der Notwendigkeit der Luftreinhaltung etwa entstand
ein Luftreinhalteplan und die Gestaltung der Umweltzone.
Alle gesammelten Erfahrungen konnten in den Green Capi­
tal­Prozess einfließen – mit dem schönen Erfolg, dass die
Stadt ins Finale zur European Green Capital 2014 einziehen
konnte. Konsequente Maßnahmen zum Baumschutz verhalfen
Frankfurt zum Titel „European City of the Trees 2014“.
Es gäbe viele weitere Punkte aufzuzählen, wie die Bemühun­
gen um das Trinkwasser, dessen Verbrauch durch eine er­
folgreiche und vorbildliche Kampagne zum Wassersparen
stärker sank wie in anderen Städten. Besonders sichtbar für
die Bürgerinnen und Bürger wird die Arbeit des Umweltamts
durch die Einrichtung und kontinuierliche Entwicklung des
Grüngürtels. Hier kann jedermann erleben, wie Umwelt­
schutz und Lebensqualität zusammenhängen. So wird die
Arbeit des Umweltamts heute auch sehr geschätzt und an­
genommen. Ressentiments gibt es auch bei den anderen
Behörden längst keine mehr. „Das Umweltamt arbeitet inte­
grativ und intensiv mit allen Ämtern zusammen und ist in
Planungsprozesse eingebunden. Es ist einfach eine wichti­
ge Stimme, wenn es um Stadtentwicklung geht.“ Und über
eines freut sich Klaus Wichert, der sein Amt 2013 an Peter
Dommermuth übergab, ganz besonders: „Statt um Scha­
densbearbeitung geht es heute um Vorsorge, um die Gestal­
tung der Zukunft. Wir müssen uns heute etwa fragen: Was
müssen wir im Zuge einer immer mehr verdichteten Stadt
beachten? Wie schaffen wir die Balance zwischen den Vor­
teilen einer kompakten Siedlungsfl äche und den Nachtei­
len, z. B. einer immer größeren Lärmbelastung und schlech­
teren Durchlüftung der Bebauung?“ 130 Mitarbeiter setzen
sich heute mit diesen und vielen anderen Fragen auseinan­
der. Auch nach 25 Jahren bleibt viel zu tun für das Umwelt­
amt Frankfurt am Main.
23
Die Notwendigkeit für Naturschutz vermittelt man am besten mit Kopf und Herz.
Der Direktor des Frankfurter Zoos, Prof. Niekisch, über seine vielfältige Arbeit
und warum Zoos heute so wichtig sind.
Wie kann ein Zoo heute einen Beitrag zum Naturschutz
leisten?
Ein Zoo kann nicht nur einen Beitrag leisten, er muss es
heute mehr denn je! Nicht nur durch die Zucht bedrohter Ar­
ten, sondern auch durch Information über Tiere und Natur­
schutz. Das didaktische Angebot der meisten Zoos ist heute
sehr umfangreich und reicht von Informationstafeln über
Veranstaltungen und Führungen bis zu Publikationen in
alten und neuen Medien. Unsere zoopädagogische Abtei­
16
NACHGEFRAGT 24
VON MENSCHEN UND
MASCHINEN.
Finden Sie noch Zeit, Frankfurts Natur und Tierwelt auch
außerhalb der Zoomauern zu genießen?
Meine Zeit dafür ist leider sehr, sehr knapp geworden. Aber
wenn ich sie finde, genieße ich das umso mehr! Im Rhein­
Main­Gebiet kann man wahre Naturschätze erleben – etwa
bei klarer Nacht ein Blick vom Herzberg im Taunus in den
Sternenhimmel. Auch bei einem Besuch der wenigen ver­
bliebenen, aber wunderschönen Feuchtgebiete der Region mit
ihrer Vielzahl von Amphibien kann ich meine Batterien wie­
der aufl aden.
Prof. Dr. Manfred Niekisch
Als modernes Entsorgungsunternehmen sind wir schon
unserer Bestimmung nach auf die Zukunft ausgerichtet –
denn gerade dort, wo es um umweltrelevante Leistungen
geht, zählen Innovationen und Weitblick. Deshalb ist
für uns die neueste Technik so wichtig, ganz gleich, ob
bei den Anlagen oder der Logistik. Doch auch die beste
Technologie wäre nichts ohne die Menschen, die sie be­
herrschen und bedienen. Mit Kompetenz, Sachverstand
und eben genau dem Blick nach vorn, den ein modernes
Unternehmen braucht. Wir sind stolz, dass wir uns bei
FES in jeder Situation verlassen können – auf Mensch und
Maschine.
ist seit vielen Jahren weltweit als Lehrbeauftragter in
Sachen Naturschutz unterwegs, auch als Professor für
Internationalen Naturschutz an der Goethe­Universität
Frankfurt.
Er engagiert sich ehrenamtlich in zahlreichen Gremien,
z. B. als Präsident der Gesellschaft für Tropenökologie
und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt. Seit 2008
ist Prof. Niekisch Direktor des Frankfurter Zoos.
© Jürgen Kircher
Sie sind auch Mitglied im Sachverständigenrat für Umweltfragen. Hört die Politik genug auf die Experten?
Ob die Politik genug auf uns hört, wird die Zeit zeigen. Man­
ches, was wir forderten, wurde zunächst als unrealistisch
abgetan und dann doch zur Realität, so etwa die Politik der
Energiewende. Ein wichtiger Meilenstein wird auch unser
nächstes Gutachten zum Thema Stickstoff sein, der in Form
von Düngemitteln ein schwerwiegendes Problem für die Bio­
diversität, aber auch für unsere Gesundheit darstellt. Hier
muss die Politik dringend aktiv werden. Wir machen konkrete
Vorschläge und hoffen, dass die Politik sie aufgreift.
lung beschäftigt sich ausschließlich mit Umweltbildung.
Unsere Tiere sind dabei die Botschafter ihrer wild lebenden
Artgenossen, sie sprechen unsere Gefühle an. So können wir,
ohne ständig den Zeigefinger erheben zu müssen, vermit­
teln, was jeder Einzelne tun kann, um unsere natürlichen
Ressourcen zu schonen und Lebensräume zu bewahren.
© Zoo Frankfurt am Main
Sie setzen sich seit über 40 Jahren für Arten- und Naturschutz ein. Sind wir heute auf einem besseren Weg als damals?
Vor uns liegen enorme Herausforderungen. Aber wir haben
auch viele schöne Erfolge zu verzeichnen. Nur ein Beispiel:
Die Aktivitäten der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt ZGF
in Simbabwe haben einen großen Nationalpark gesichert –
die Wilderei dort hat man in den Griff bekommen. Und in
Deutschland sind die Flächen, die wieder zu Wildnisgebieten
werden sollen, dank der ZGF und der Stiftung Naturland­
schaften Brandenburg deutlich vermehrt worden. Das macht
Mut und Hoffnung. Jeder Misserfolg veranlasst uns, besser
zu werden, und jeder Erfolg treibt uns an.
25 IMPRESSIONEN
Mehr Informationen zu unseren umweltfreundlichen Leistungen für Unternehmen:
www.fes-frankfurt.de
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