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BAUBEGINNANZEIGE - Gemeinde Maria Lanzendorf

EinbettenHerunterladen
Original Betriebsanleitung
Kraftspannfutter
ROTA 2B
Montage- und Betriebsanleitung
Superior Clamping and Gripping
Impressum
Impressum
Urheberrecht:
Diese Anleitung bleibt urheberrechtlich Eigentum der SCHUNK GmbH & Co. KG. Sie wird
nur unseren Kunden und den Betreibern unserer Produkte mitgeliefert und ist Bestandteil
des Produktes. Ohne unsere ausdrückliche Genehmigung dürfen diese Unterlagen weder
vervielfältigt noch dritten Personen, insbesondere Wettbewerbsfirmen,
zugänglich gemacht werden.
Technische Änderungen:
Änderungen im Sinne technischer Verbesserungen sind uns vorbehalten.
Dokumentennummer: 0889058
Auflage: 01.01 |11.08.2014|de
© SCHUNK GmbH & Co. KG
Alle Rechte vorbehalten
Sehr geehrter Kunde,
wir gratulieren zu Ihrer Entscheidung für SCHUNK. Damit haben Sie sich für höchste
Präzision, hervorragende Qualität und besten Service entschieden.
Sie erhöhen die Prozesssicherheit in Ihrer Fertigung und erzielen beste
Bearbeitungsergebnisse – für die Zufriedenheit Ihrer Kunden.
SCHUNK-Produkte werden Sie begeistern.
Unsere ausführlichen Montage- und Betriebshinweise unterstützen Sie dabei.
Sie haben Fragen? Wir sind auch nach Ihrem Kauf jederzeit für Sie da.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre H.-D. SCHUNK GmbH & Co.
Spanntechnik KG
Lothringer Str. 23
D-88512 Mengen
Tel. +49–7572-7614-0
Fax +49-7572-7614-1099
info@de.schunk.com
www.schunk.com
2
01.01|ROTA 2B |de
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1
Allgemeines.............................................................................................................. 5
1.1 Warnhinweise ........................................................................................................... 5
1.2 Mitgeltende Unterlagen ........................................................................................... 6
2
Grundlegende Sicherheitshinweise ........................................................................... 7
2.1 Bestimmungsgemäße Verwendung ......................................................................... 7
2.2 Nicht bestimmungsgemäße Verwendung ................................................................ 7
2.3 Hinweise auf besondere Gefahren ........................................................................... 8
2.4 Hinweise zum sicheren Betrieb .............................................................................. 11
2.4.1 Wesentliche Veränderungen ...................................................................... 14
2.5 Personalqualifikation .............................................................................................. 15
2.6 Organisatorische Maßnahmen ............................................................................... 15
2.7 Verwendung von persönlichen Schutzausrüstungen............................................. 16
3
Gewährleistung ....................................................................................................... 17
4
Schrauben-Drehmomente ....................................................................................... 17
5
Lieferumfang ........................................................................................................... 17
6
Technische Daten .................................................................................................... 18
6.1 Futterdaten ............................................................................................................. 18
6.2 Spannkraft-Drehzahl-Diagramme .......................................................................... 19
6.3 Berechnung der Spannkraft und Drehzahl ............................................................. 22
6.3.1 Berechnung der notwendigen Spannkraft bei gegebener Drehzahl .......... 22
6.3.2 Berechnungsbeispiel: Notwendige Ausgangsspannkraft Fsp0 für eine
gegebene Drehzahl n .................................................................................. 24
6.3.3 Berechnung der zulässigen Drehzahl bei gegebener Spannkraft ............... 25
6.4 Genauigkeitsklassen ............................................................................................... 26
6.5 Zulässige Unwucht .................................................................................................. 26
7
Anbau des Spannfutters an die Maschinenspindel ................................................... 27
7.1 Überprüfung des Spindelkopfes zur Aufnahme des Futterflansches .................... 27
7.2 Montage des Futters .............................................................................................. 28
7.2.1 ROTA 2B 125 - 400 ...................................................................................... 28
7.2.2 Anbau des Spannfutters auf einen Opus B Zylinder ................................... 29
7.2.3 ROTA 2B S – KONTEC (125 – 315) ............................................................... 30
8
Funktion .................................................................................................................. 31
8.1 Funktion und Handhabung ..................................................................................... 31
8.2 Austausch bzw. Ergänzung von Backen ................................................................. 31
8.3 Umbau von Außen- auf Innenspannung ................................................................ 32
01.01|ROTA 2B |de
3
Inhaltsverzeichnis
8.4 Umbau von Futter mit Niederzug auf Futter ohne Niederzug ............................... 32
8.5 Zerlegen und Zusammenbau des Futters ............................................................... 33
9
Wartung .................................................................................................................. 34
9.1 Zerlegen und Zusammenbau des Spannfutters ..................................................... 34
9.2 Schmierung ............................................................................................................. 36
9.3 Wartungsintervalle ................................................................................................. 37
9.4 Wechsel der Stufenbacken ..................................................................................... 37
9.5 Ölzentralschmierung .............................................................................................. 38
10 Entsorgung .............................................................................................................. 39
11 Schnitt- und Explosionszeichnungen ........................................................................ 40
12 Ersatzteile ............................................................................................................... 41
4
01.01|ROTA 2B |de
Allgemeines
1 Allgemeines
Diese Betriebsanleitung ist integraler Bestandteil des Produktes
und enthält wichtige Informationen zur sicheren und richtigen
Montage, Inbetriebnahme, Bedienung, Pflege, Wartung und Entsorgung. Diese Anleitung ist für alle Anwender jederzeit zugänglich
in unmittelbarer Nähe des Produktes aufzubewahren.
Vor der Benutzung des Produktes diese Anleitung, besonders das
Kapitel "Grundlegende Sicherheitshinweise" lesen und beachten.
( 2, Seite 7)
Wird das Produkt an Dritte weitergegeben, diese Betriebsanleitung
beifügen.
Abbildungen in dieser Betriebsanleitung dienen dem grundsätzlichen Verständnis des Produktes und können von der tatsächlichen
Ausführung abweichen.
Wir weisen darauf hin, dass wir für Schäden, die sich durch die
Nichtbeachtung dieser Betriebsanleitung ergeben, keine Haftung
übernehmen.
1.1 Warnhinweise
Zur Verdeutlichung von Gefahren werden in den Warnhinweisen
folgende Signalworte und Symbole verwendet.
GEFAHR
Gefahren für Personen.
Nichtbeachtung führt sicher zu irreversiblen Verletzungen bis hin
zum Tod.
WARNUNG
Gefahren für Personen.
Nichtbeachtung kann zu irreversiblen Verletzungen bis hin zum
Tod führen.
VORSICHT
Gefahren für Personen.
Nichtbeachtung kann zu leichten Verletzungen führen.
01.01|ROTA 2B |de
5
Allgemeines
ACHTUNG
Sachschaden
Informationen zur Vermeidung von Sachschäden.
WARNUNG
Warnung vor Handverletzung
WARNUNG
Warnung vor heißen Oberflächen
1.2 Mitgeltende Unterlagen
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Katalogdatenblatt des gekauften Produktes
Berechnung der Backenfliehkräfte
(Kapitel "Technik" im Drehfutter-Katalog)
Die oben genannten Unterlagen stehen als Download unter
www.de.schunk.com zur Verfügung.
6
01.01|ROTA 2B |de
Grundlegende Sicherheitshinweise
2 Grundlegende Sicherheitshinweise
Von diesem Produkt können Gefahren für Personen und Sachen
durch falsche Handhabung, Montage und Wartung ausgehen,
wenn diese Betriebsanleitung nicht beachtet wird.
Schäden und Mängel sofort dem Betreiber melden und unverzüglich instandsetzen, um den Schadensumfang gering zu halten und
die Sicherheit des Produktes nicht zu beeinträchtigen.
Es dürfen nur original SCHUNK-Ersatzteile verwendet werden.
2.1 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Spannfutter dient zum Spannen von Werkstücken auf Werkzeugmaschinen und anderen geeigneten technischen Einrichtungen unter besonderer Berücksichtigung der vom Hersteller angegebenen technischen Daten. Die vom Hersteller angegebenen
technischen Daten dürfen dabei niemals überschritten werden!
Das Produkt ist bestimmt für industrielle Anwendung.
Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehört auch, dass der
Anwender diese Betriebsanleitung, besonders das Kapitel "Grundlegende Sicherheitshinweise", vollständig gelesen und verstanden
hat.
Die Höchstdrehzahl des Spannfutters und die notwendige Spannkraft muss vom Betreiber für die jeweilige Spannaufgabe nach den
jeweils gültigen Normen bzw. technischen Vorgaben des Herstellers ermittelt werden.
(Siehe auch "Berechnungen zu Spannkraft und Drehzahl" im Kapitel "Technische Daten"). ( 6, Seite 18)
2.2 Nicht bestimmungsgemäße Verwendung
Eine nicht bestimmungsgemäße Verwendung des Spannfutters
liegt z.B. vor:
• wenn es als Press- oder Stanzwerkzeug, als Werkzeughalter, als
Lastaufnahmemittel oder als Hebezeug verwendet wird.
• wenn es in nicht zulässigen Arbeitsumgebungsbedingungen
eingesetzt wird.
• wenn Werkstücke nicht ordnungsgemäß, unter besonderer Berücksichtigung der vom Hersteller vorgeschriebenen Spannkräfte, gespannt werden.
• wenn unter Missachtung der geltenden Sicherheitsvorschriften
Personen an Maschinen oder technischen Einrichtungen arbeiten, die nicht der EG-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG entsprechen.
• wenn die vom Hersteller vorgeschriebenen technischen Daten
beim Gebrauch des Spannfutters überschritten werden.
01.01|ROTA 2B |de
7
Grundlegende Sicherheitshinweise
2.3 Hinweise auf besondere Gefahren
Gefahren für Personen und Sachschäden können von diesem Produkt ausgehen, wenn es z.B.:
• nicht bestimmungsgemäß verwendet wird;
• unsachgemäß montiert oder gewartet wird;
• die Sicherheits- und Montagehinweise, die am Einsatzort gültigen Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften und die EGMaschinenrichtlinie nicht beachtet werden.
GEFAHR
Mögliche tödliche Gefahr für das Bedienungspersonal bei einem
Energieausfall durch Herausschleudern oder Herabfallen des
Werkstückes!
Bei einem Energieausfall kann ein sofortiger Ausfall der Spannkraft des Spannfutters eintreten und das Werkstück unkontrolliert freigesetzt werden. Dadurch besteht Gefahr für Leib und Leben des Bedienungspersonals und kann erhebliche Beschädigungen der Anlage zur Folge haben.
• Der Maschinenhersteller und der Betreiber der Maschine
müssen, auf Grund einer von ihnen durchgeführten und dokumentierten Gefährdungsermittlung und Risikobeurteilung,
dafür sorgen, dass durch geeignete Maßnahmen bis zum Stillstand der Maschine und der Sicherung des Werkstückes (z.B.
durch einen Kran oder ein geeignetes Hebezeug) die Spannkraft des Spannfutters erhalten bleibt.
• Die Maschinen und Einrichtungen müssen den Mindestanforderungen der EG-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG entsprechen und insbesondere wirksame technische Schutzmaßnahmen gegen mögliche mechanische Gefährdungen besitzen.
8
01.01|ROTA 2B |de
Grundlegende Sicherheitshinweise
GEFAHR
Mögliche tödliche Gefahr für das Bedienungspersonal nach einem Backenbruch sowie bei einem Versagen des Spannfutters
nach Überschreiten der technischen Daten durch Werkstückverlust und wegfliegende Teile!
• Die vom Hersteller vorgeschriebenen technischen Daten beim
Gebrauch des Spannfutters dürfen niemals überschritten werden.
• Das Spannfutter darf nur an Maschinen und Einrichtungen
eingesetzt werden, die den Mindestanforderungen der EGMaschinenrichtlinie 2006/42/EG entsprechen und insbesondere wirksame technische Schutzmaßnahmen gegen mögliche
mechanische Gefährdungen besitzen.
GEFAHR
Mögliche tödliche Gefahr für das Bedienungspersonal durch Erfassen und Einziehen von Kleidung oder Haaren in die Maschine
durch Hängenbleiben am Spannfutter!
Lose Kleidung oder lange Haare können z.B. an überstehenden
Teilen am Spannfutter hängenbleiben und in die Maschine eingezogen werden!
• Die Maschinen und Einrichtungen müssen den Mindestanforderungen der EG-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG entsprechen und insbesondere wirksame technische Schutzmaßnahmen gegen mögliche mechanische Gefährdungen besitzen.
• Mit eng anliegender Kleidung und mit Haarnetz an der Maschine und am Spannfutter arbeiten.
WARNUNG
Verletzungsgefahr durch Herabfallen des Spannfutters beim
Transport, An- und Abbau.
• Besondere Vorsicht im Gefahrenbereich beim Transport oder
dem An- und Abbau des Spannfutters.
• Die einschlägigen Ladungssicherungsvorschriften im sicheren
Umgang mit Kranen, Flurförderzeugen, Anschlagmittel und
Lastaufnahmemittel beachten.
01.01|ROTA 2B |de
9
Grundlegende Sicherheitshinweise
VORSICHT
Rutsch- und Sturzgefahr bei verunreinigter Einsatzumgebung
des Spannfutters (z.B. durch Kühlschmierstoffe oder Öl).
• Vor Beginn der Montage- und Installationsarbeiten auf ein
sauberes Arbeitsumfeld achten.
• Geeignete Sicherheitsschuhe tragen.
• Die Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften beim Betrieb des Spannfutters, besonders beim Umgang mit Werkzeugmaschinen und anderen technischen Einrichtungen, beachten.
VORSICHT
Quetschgefahr für Gliedmaßen durch Öffnen und Schließen der
Spannbacken beim manuellen Be- und Entladen oder beim
Auswechseln beweglicher Teile.
• Nicht zwischen die Spannbacken greifen.
• Schutzhandschuhe tragen.
• Die Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften beim Betrieb des Spannfutters, besonders beim Umgang mit Werkzeugmaschinen und anderen technischen Einrichtungen, beachten.
VORSICHT
Verbrennungsgefahr durch Werkstücke mit hoher Temperatur.
• Bei der Entnahme der Werkstücke Schutzhandschuhe tragen.
• Eine automatische Beladung bevorzugen.
10
01.01|ROTA 2B |de
Grundlegende Sicherheitshinweise
VORSICHT
Gefahr von Beschädigungen durch falsch gewählte Spannstellung der Spannbacken zum Werkstück.
Durch eine falsch gewählte Spannstellung der Spannbacken zum
Werkstück können Grund- und Aufsatzbacken beschädigt werden.
• Die Nutensteine zur Verbindung der Aufsatzbacken auf den
Grundbacken dürfen nicht über die Grundbacken in radialer
Richtung hinausragen.
• Der Außendurchmesser der aufgeschraubten Aufsatzbacken
darf den Außendurchmesser des Spannfutters um maximal
10% überschreiten.
VORSICHT
Gefährdung durch Vibration durch mit Unwucht rotierende Teile
und Lärmentwicklung.
Physische und psychische Belastungen durch unwuchtige Werkstücke und Lärm während des Bearbeitungsprozesses am gespannten und rotierenden Werkstück.
• Rund- und Planlauf des Spannfutters beachten.
• Möglichkeiten zur Beseitigung von Unwuchten an SonderAufsatzbacken und Werkstücken prüfen.
• Drehzahl verringern.
• Gehörschutz tragen.
2.4 Hinweise zum sicheren Betrieb
• Die Maschinenspindel darf erst anlaufen, wenn der Spanndruck
im Spannzylinder aufgebaut ist und die Spannung im zulässigen
Arbeitsbereich erfolgt.
• Das Lösen der Spannung darf erst bei Stillstand der Maschinenspindel möglich sein.
• Bei Ausfall der Spannenergie muss das Werkstück bis zum Spindelstillstand und der Sicherung des Werkstückes fest eingespannt bleiben.
• Die sicherheitstechnischen Angaben der entsprechenden Betriebsanleitungen müssen genau befolgt werden.
01.01|ROTA 2B |de
11
Grundlegende Sicherheitshinweise
Funktionsprüfung
Nach dem Aufbau des Spannfutters muss vor Inbetriebnahme dessen Funktion geprüft werden.
Zwei wichtige Punkte sind:
• Spannkraft! Bei max. Betätigungskraft/Druck muss die für das
Spannfutter angegebene Spannkraft erreicht werden.
• Hubkontrolle! Der Hub des Spannkolbens muss in der vorderen
und hinteren Endlage einen Sicherheitsbereich aufweisen. Die
Maschinenspindel darf erst anlaufen, wenn der Spannkolben
den Sicherheitsbereich durchfahren hat. Für die Spannwegüberwachung dürfen nur Grenztaster eingesetzt werden, die
den Anforderungen für Sicherheitsgrenztaster nach DIN EN
60204-1 entsprechen.
Bei der Festlegung der erforderlichen Spannkraft zur Bearbeitung
eines Werkstückes ist die Fliehkraft der Spannbacken zu berücksichtigen (nach VDI 3106).
Werden die Spannbacken gewechselt, so ist es erforderlich, die
Hubkontrolle auf die neue Situation abzustimmen.
Drehzahl
GEFAHR
Mögliche tödliche Gefahr für das Bedienungspersonal bei überschreiten der Höchstdrehzahl des Spannfutters durch Werkstückverlust und wegfliegende Teile!
Kann die Werkzeugmaschine oder die technische Einrichtung eine
höhere Drehzahl als die Höchstdrehzahl des Spannfutters erreichen, muss eine sichere Drehzahlbegrenzung eingebaut und die
Wirksamkeit der sicheren Drehzahlbegrenzung nachgewiesen
sein!
Wartungsvorschriften
Die Zuverlässigkeit und die Sicherheit des Spannfutters kann nur
gewährleistet sein, wenn die Wartungsvorschriften des Herstellers
durch den Betreiber beachtet werden.
• Zum Abschmieren empfehlen wir unser bewährtes Spezialfett
LINO MAX. Ungeeignete Schmiermittel können die Funktion
des Spannfutters (Spannkraft, Reibwert, Verschleißverhalten)
negativ beeinflussen.
(Produktinformationen zu LINO MAX befinden sich im Kapitel
"Zubehör" im SCHUNK-Drehfutter-Katalog oder können bei
SCHUNK angefordert werden).
12
01.01|ROTA 2B |de
Grundlegende Sicherheitshinweise
• Eine geeignete Hochdruckfettpresse verwenden um alle
Schmierstellen sicher zu erreichen.
• Zur richtigen Fettverteilung den Spannkolben mehrmals bis zu
seinen Endstellungen durchfahren, nochmals abschmieren und
anschließend die Spannkraft kontrollieren.
• Es ist empfehlenswert, die Spannkraft vor Neubeginn einer Serienarbeit und zwischen den Wartungsintervallen mit einem
Spannkraftmessgerät zu kontrollieren. »Nur eine regelmäßige
Kontrolle gewährleistet eine optimale Sicherheit«.
• Die Spannkraftmessung sollte immer in dem Zustand des
Spannfutters durchgeführt werden, wie es für die aktuelle
Spannsituation eingesetzt wird. Werden Aufsatzbacken mit
Spannstufen eingesetzt, muss in derselben Stufe, wie für die
jeweilige Spannaufgabe gemessen werden. Bei hohen Arbeitsdrehzahlen muss, infolge der auf die Spannbacken wirkenden
Fliehkraft, mit Spannkraftverlusten gerechnet werden. Der
Wert für die Betriebsspannkraft muss in diesem Fall über eine
dynamische Messung ermittelt werden.
• Nach spätestens 500 Spannhüben den Spannkolben mehrmals
bis an seine Endstellung durchzufahren. (Das Schmiermittel
wird dadurch wieder an die Flächen der Kraftübertragung herangeführt. Die Spannkraft bleibt somit für längere Zeit erhalten).
Sicherheitshinweise bei der Instandhaltung
Bei der Instandhaltung alle geltenden Rechtsnormen für Sicherheit
und Gesundheit beachten. Unter besonderer Berücksichtigung des
Arbeitssystems und der Gefährdungsermittlung geeignete persönliche Schutzausrüstungen benutzen, insbesondere Schutzhandschuhe, Schutzbrillen und Sicherheitsschuhe.
GEFAHR
Mögliche tödliche Gefahr für das Bedienungspersonal durch ein
Versagen des Spannfutters bei Missachtung der Wartungs- und
Instandhaltungsvorschriften des Spannfutters!
Die vom Hersteller angegebenen Instandhaltungsvorschriften
müssen für einen sicheren Betrieb des Spannfutters eingehalten
werden.
Die Arbeiten sind von befähigtem und sicherheitstechnisch unterwiesenem Fachpersonal durchzuführen.
01.01|ROTA 2B |de
13
Grundlegende Sicherheitshinweise
Einsatz von Sonderspannbacken
Beim Einsatz von Sonder-Spannbacken die nachfolgenden Regeln
beachten:
• Die Spannbacken sollten so leicht und so niedrig wie möglich
gestaltet werden. Der Spannpunkt muss möglichst nahe am
Futtergesicht liegen (Spannpunkte mit größerem Abstand verursachen in der Backenführung eine höhere Flächenpressung
und können die Spannkraft wesentlich verringern).
• Keine geschweißten Backen verwenden.
• Sind die Sonderbacken aus konstruktiven Gründen schwerer als
die dem Spannmittel zugeordneten Aufsatzbacken, müssen die
damit verbundenen höheren Fliehkräfte bei der Festlegung der
erforderlichen Spannkraft und der Richtdrehzahl berücksichtigt
werden.
• Die Backenbefestigungsschrauben in die am weitest
auseinanderliegenden Bohrungen einschrauben.
• Die max. Richtdrehzahl darf nur bei max. eingeleiteter Betätigungskraft und einem einwandfreien und voll funktionsfähigen
Spannfutter eingesetzt werden.
• Nach einer Kollision des Spannfutters muss es vor erneutem
Einsatz einer Rissprüfung unterzogen werden. Beschädigte Teile
müssen durch original SCHUNK-Ersatzteile ersetzt werden.
• Die Befestigungsschrauben der Spannbacken müssen bei Verschleißerscheinung oder Beschädigung ausgetauscht werden.
Nur Schrauben der Qualität 12.9 verwenden.
2.4.1 Wesentliche Veränderungen
Wesentliche Veränderungen am Spannfutter dürfen nicht durchgeführt werden.
Durch eine wesentliche Veränderung des Spannfutters durch den
Betreiber erlischt die Konformität mit der EG-Maschinenrichtlinie
2006/42/EG!
14
01.01|ROTA 2B |de
Grundlegende Sicherheitshinweise
2.5 Personalqualifikation
Die Montage und Demontage, die Inbetriebnahme, der Betrieb
und die Instandhaltung des Spannfutters darf nur von befähigtem
und sicherheitstechnisch unterwiesenem Fachpersonal durchgeführt werden.
Allen Personen, die mit der Bedienung, Wartung und Instandsetzung unseres Spannfutters beauftragt sind, muss die Betriebsanleitung, insbesondere das Kapitel "Grundlegende Sicherheitshinweise", zur Verfügung gestellt werden. Wir empfehlen dem Betreiber
interne Sicherheitsbetriebsanweisungen zu erstellen.
Auszubildende dürfen an Maschinen und technischen Einrichtungen, in die ein Spannfutter eingebaut ist, nur beschäftigt werden,
wenn sie immer unter Leitung und Aufsicht von befähigtem Fachpersonal stehen.
2.6 Organisatorische Maßnahmen
Einhaltung der Vorschriften
Der Betreiber hat durch geeignete Organisations- und Instruktionsmaßnahmen sicherzustellen, dass die einschlägigen Sicherheitsvorschriften und Sicherheitsregeln von den Personen, die mit
der Bedienung, Wartung und Instandsetzung des Spannfutters betraut sind, beachtet werden.
Kontrolle des Verhaltens
Der Betreiber muss zumindest gelegentlich das sicherheits- und
gefahrenbewusste Verhalten des Personals kontrollieren.
Gefahrenhinweise
Der Betreiber muss darauf achten, dass die Sicherheits- und Gefahrenhinweise an der Maschine, an der das Spannfutter angebaut
ist, beachtet werden und dass die Hinweisschilder in gut lesbarem
Zustand sind.
Störungen
Treten am Spannfutter sicherheitsrelevante Störungen auf, oder
lässt das Produktionsverhalten auf solche schließen, ist die Werkzeugmaschine, an der das Spannfutter angebracht ist, sofort stillzusetzen und zwar so lange, bis die Störung gefunden und beseitigt
ist. Störungen nur durch Fachpersonal beheben lassen.
Ersatzteile
Grundsätzlich dürfen nur original SCHUNK-Ersatzteile verwendet
werden.
Umweltschutzvorschriften
Die geltenden Rechtsnormen bei der Entsorgung beachten.
01.01|ROTA 2B |de
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Grundlegende Sicherheitshinweise
2.7 Verwendung von persönlichen Schutzausrüstungen
Bei Verwendung dieses Produktes die einschlägigen Arbeitsschutzbestimmungen beachten und die erforderlichen persönlichen
Schutzausrüstungen (PSA), mindestens Kategorie 2, verwenden!
16
01.01|ROTA 2B |de
Gewährleistung / Schrauben-Drehmomente / Lieferumfang
3 Gewährleistung
Die Gewährleistung beträgt 24 Monate ab Lieferdatum Werk bei
bestimmungsgemäßem Gebrauch unter folgenden Bedingungen:
• Beachtung der mitgeltenden Unterlagen ( 1.2, Seite 6)
• Beachtung der Umgebungs- und Einsatzbedingungen
• Beachtung der maximalen Spannzyklen ( 6, Seite 18)
• Beachtung der vorgeschriebenen Wartungs- und Schmierintervalle ( 9, Seite 34)
Werkstück berührende Teile und Verschleißteile sind nicht Bestandteil der Gewährleistung.
4 Schrauben-Drehmomente
Anzugsdrehmomente für die Befestigungsschrauben zum Aufspannen des Futters auf Drehmaschinen oder anderen geeigneten technischen Einrichtungen (Schrauben-Qualität 10.9)
Schraubengröße
M6
M8
M10 M12 M14 M16 M18 M20 M22 M24 M27 M30
Anziehdrehmomente MA (Nm)
13
28
52
92
146 224 345 438 660 750 1050 1500
Anzugsdrehmomente für die Befestigungsschrauben von Aufsatzbacken auf das Spannfutter (Schrauben-Qualität 12.9)
Schraubengröße
M6
M8
M10 M12 M14 M16 M20 M24
Anziehdrehmomente MA (Nm)
16
30
50
70
105
150
220
450
5 Lieferumfang
Der Lieferumfang beinhaltet:
• 2-Backen-Kraftspannfutter incl. 4 Befestigungsschrauben
bei Grundbacken mit Spitzverzahnung:
• 4 Nutensteine mit Zylinderschrauben
bei Grundbacken mit Kreuzversatz:
• 2 Zylinderschrauben (12.9)
01.01|ROTA 2B |de
17
Technische Daten
6 Technische Daten
6.1 Futterdaten
Baugröße
Max. Betätigungskraft
[kN]
Max. Spannkraft [kN]
Max. Drehzahl [min¯¹]
Eigenmasse [kg]
Massenträgheitsmoment
[kgm2]
Kolbenhub [mm]
Backenhub [mm]
Konstante K1
Konstante K2
Konstante K3
amax [mm]
Baugröße
Hebellänge L1 [mm]
125
23
160
32
200
45
250
61
315
68
400
68
26
5300
3,65
0,0073
40
4000
6,7
0,02
54
3200
13
0,06
75
2700
21,5
0,16
85
2200
36
0,38
85
2000
53
0,98
17,5
10
278
225
43,3
40
22
12,5
392,3
328
81,3
60
26
15
514,3
400
190,9
80
28
16
701,6
522
484,6
80
32
18
857,1
626,5
750,27
80
32
18
1131,4
884
994,7
100
Die angegebene max. Drehzahl ist nur gültig bei maximaler Spannkraft und beim Einsatz der zum Futter gehörenden weichen Standard-Aufsatzbacken, Typ SRK.
175-3
210-3
250-3
315-3
400-3
500-3
46,5
53,5
53,5
53,5
75,5
75,5
WARNUNG
Gefahr von Personen- und Sachschäden durch wegfliegende Teile im Falle eines Schraubenbruchs an ungehärteten Aufsatzbacken!
Weiche Standard-Aufsatzbacken müssen im Bereich der Schraubensenkung gehärtet sein.
Nur Tiefenhärtung keine Oberflächenhärtung.
Bei ungehärteten Aufsatzbacken oder Sonderbacken auf möglichst
geringes Gewicht der Backen achten. Für weiche Aufsatzbacken
oder Sonderbacken muss für die jeweilige Zerspanungsaufgabe die
zulässige Drehzahl nach VDI 3106 rechnerisch ermittelt werden,
wobei die maximale Richtdrehzahl nicht überschritten werden
darf. Die rechnerisch ermittelten Werte müssen durch eine dynamische Messung überprüft werden. Funktionsüberwachung (Kolbenbewegung und Betätigungsdruck) müssen nach den Richtlinien
der Berufsgenossenschaft vorgenommen werden.
Weitere technische Daten enthält das Katalogdatenblatt. Es gilt
jeweils die letzte Fassung.
18
01.01|ROTA 2B |de
Technische Daten
6.2 Spannkraft-Drehzahl-Diagramme
Spannkraft-/Drehzahlkurven wurden mit 2 Spannbacken ermittelt.
Dabei wurde die maximale Betätigungskraft eingeleitet.
Die Futter waren in einwandfreiem Zustand und mit SCHUNKSpezialfett LINO MAX abgeschmiert.
Futteraufbau für Spannkraft / Drehzahl-Diagramme
F / 3 Spannkraft pro Backe
S
Schwerpunkt
rs
Schwerpunktradius
amax
Fmax
Betätigungskraft
Max. Backenschwerpunktabstand in axialer
Richtung
Spannkraft-Drehzahl-Diagramm ROTA 2B 125
01.01|ROTA 2B |de
19
Technische Daten
Spannkraft-Drehzahl-Diagramm ROTA 2B 160
Spannkraft-Drehzahl-Diagramm ROTA 2B 200
Spannkraft-Drehzahl-Diagramm ROTA 2B 250
20
01.01|ROTA 2B |de
Technische Daten
Spannkraft-Drehzahl-Diagramm ROTA 2B 315
Spannkraft-Drehzahl-Diagramm ROTA 2B 400
01.01|ROTA 2B |de
21
Technische Daten
6.3 Berechnung der Spannkraft und Drehzahl
Fehlende Informationen oder Angaben können vom Hersteller
angefordert werden!
Legende
Fc
Gesamtfliehkraft [N]
McAB Fliehmoment Aufsatzbacken [Nm]
Fsp
Wirksame Spannkraft [N]
McGB Fliehmoment Grundbacken [Nm]
Fspmin erforderliche Mindestspannkraft [N] n
Drehzahl [min-1]
Fsp0
Ausgangsspannkraft [N]
rs
Schwerpunktradius [mm]
Fspz
Zerspankraft [N]
rsAB
Schwerpunktradius Aufsatzbacke [mm]
mAB
Masse einer Aufsatzbacke [kg]
ssp
Sicherheitsfaktor Spannkraft
mB
Masse Spannbackensatz [kg]
sz
Sicherheitsfaktor Zerspanen
Mc
Fliehkraftmoment [Nm]
Σs
Max. Spannkraft des Futters [N]
6.3.1 Berechnung der notwendigen Spannkraft bei gegebener Drehzahl
Die Ausgangsspannkraft Fsp0 ist die Gesamtkraft, die durch Betätigung des Drehfutters im Stillstand radial über die Backen auf das
Werkstück einwirkt. Unter Drehzahleinfluss erzeugt die Backenmasse eine zusätzliche Fliehkraft. Die Fliehkraft verringert, bzw.
vergrößert die Ausgangsspannkraft in Abhängigkeit, ob von außen
nach innen oder von innen nach außen gespannt wird.
Die Summe aus Ausgangsspannkraft Fsp0 und Gesamtfliehkraft Fc
ist die wirksame Spannkraft Fsp.
(–) für Spannen von außen nach innen
(+) für das Spannen von innen nach außen
GEFAHR
Gefahr für Leib und Leben des Bedienungspersonals und erhebliche Sachschäden bei Überschreitung der Grenzdrehzahl (Abb.
1)!
Bei einer Spannung von außen nach innen verringert sich mit
steigender Drehzahl die wirksame Spannkraft um den Betrag
der größer werdenden Fliehkraft (Kräfte sind
entgegengerichtet). Bei Überschreitung der Grenzdrehzahl wird
die erforderliche Mindestspannkraft Fspmin unterschritten. In
Folge dessen wird das Werkstück unkontrolliert freigesetzt.
• Die errechnete Drehzahl nicht überschreiten.
• Die erforderliche Mindestspannkraft nicht unterschreiten.
22
01.01|ROTA 2B |de
Technische Daten
Abb. 1 Verringerung der wirksamen Spannkraft um den Betrag der Gesamtfliehkraft, bei einer Spannung von außen nach innen.
Die notwendige wirksame Spannkraft für die Zerspanung Fsp berechnet sich aus dem Produkt der Zerspanungskraft FspZ mit dem
Sicherheitsfaktor Sz. Dieser Faktor berücksichtigt Unsicherheiten
in der Berechnung der Zerspanungskraft. Laut VDI 3106 gilt: Sz ≥
1.5.
Hieraus lässt sich die Berechnung der Ausgangsspannkraft im Stillstand ableiten:
(+) für Spannen von außen nach innen
(–) für das Spannen von innen nach außen
ACHTUNG
Diese errechnete Kraft darf nicht größer sein als die maximale
Spannkraft ΣS welche auf dem Futter eingraviert ist.
Siehe auch Tabelle "Futterdaten" ( 6.1, Seite 20)
Aus der oberen Formel ist ersichtlich, dass die Summe aus wirksamer Spannkraft Fsp und Gesamtfliehkraft Fc mit dem Sicherheitsfaktor für die Spannkraft Ssp multipliziert wird. Laut VDI 3106 gilt
auch hier: Ssp ≥ 1.5.
Die Gesamtfliehkraft Fc ist zum einen von der Summe der Massen
aller Backen und zum anderen von dem Schwerpunktradius sowie
von der Drehzahl abhängig.
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23
Technische Daten
ACHTUNG
Aus Sicherheitsgründen gilt laut DIN EN 1550, dass die Fliehkraft
maximal 67% der Ausgangsspannkraft betragen darf.
Die Formel für die Berechnung der Gesamtfliehkraft Fc lautet:
Dabei ist n die gegebene Drehzahl in min-1. Das Produkt mB ∙ rs
wird als das Fliehkraftmoment Mc bezeichnet.
Bei Spannfuttern mit geteilten Spannbacken, d.h. mit Grund- und
Aufsatzbacken, bei denen die Grundbacken ihre radiale Stellung
nur um den Betrag des Hubes ändern, müssen Fliehmoment der
Grundbacken McGB und Fliehmoment der Aufsatzbacken McAB addiert werden:
Das Fliehmoment der Grundbacken McGB wird aus der Tabelle
"Futterdaten" ( 6.1, Seite 20) entnommen, das Fliehmoment der
Aufsatzbacken McAB wird errechnet gemäß:
6.3.2 Berechnungsbeispiel: Notwendige Ausgangsspannkraft Fsp0 für
eine gegebene Drehzahl n
Für die Zerspanungsaufgabe sind folgende Daten bekannt:
• Spannen von außen nach innen (Anwendungsspezifisch)
• Zerspanungskraft Fspz = 3000 N (Anwendungsspezifisch)
• max. Drehzahl nmax = 3200 min-1 (Tabelle "Futterdaten")
• Drehzahl n = 1200 min-1 (Anwendungsspezifisch)
• Masse einer (!) Aufsatzbacke mAB = 5.33 kg (Anwendungsspezifisch)
• Schwerpunktradius der Aufsatzbacke rsAB = 0.107 m (Anwendungsspezifisch)
• Sicherheitsfaktor Sz = 1.5 (nach VDI 3106)
• Sicherheitsfaktor Ssp = 1.5 (nach VDI 3106)
Hinweis: Massen der Backenbefestigungsschrauben und Nutensteine sind nicht berücksichtigt.
Zuerst wird die notwendige wirksame Spannkraft Fsp mit Hilfe der
gegebenen Zerspanungskraft ermittelt:
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Technische Daten
Ausgangsspannkraft im Stillstand:
Ermittlung der Gesamtfliehkraft:
Für zweiteilige Spannbacken gilt:
Entnahme der Fliehmomente der Grundbacke und der Aufsatzbacke aus Tabelle "Futterdaten":
Für das Fliehmoment der Aufsatzbacke gilt:
Fliehmoment für eine Backe:
Das Futter hat 3 Backen, das Gesamtfliehmoment beträgt:
Jetzt kann die Gesamtfliehkraft berechnet werden:
Ausgangsspannkraft im Stillstand, welche gesucht war:
6.3.3 Berechnung der zulässigen Drehzahl bei gegebener Spannkraft
Mit der folgenden Formel lässt sich die zulässige Drehzahl bei gegebener Ausgangsspannkraft im Stillstand ermitteln:
ACHTUNG
Die errechnete zulässige Drehzahl, darf aus Sicherheitsgründen
die auf dem Futter eingetragene Höchstdrehzahl nicht überschreiten!
01.01|ROTA 2B |de
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Technische Daten
Berechnungsbeispiel: Zulässige Drehzahl für eine gegebene wirksame Spannkraft
Aus vorgehender Rechnung sind folgende Daten bekannt:
• Ausgangsspannkraft im Stillstand Fsp0 = 17723 N
• Zerspanungskraft für die Zerspanungsaufgabe Fspz = 3000 N
(Anwendungsspezifisch)
• Gesamtfliehmoment aller Backen ∑Mc = 2.668 kgm
• Sicherheitsfaktor Sz = 1.5 (nach VDI 3106)
• Sicherheitsfaktor Ssp = 1.5 (nach VDI 3106)
HINWEIS:
Massen der Backenbefestigungsschrauben und Nutensteine sind
nicht berücksichtigt.
Gesucht wird die zulässige Drehzahl:
Die errechnete Drehzahl nzul = 1495 min-1, ist kleiner als die maximal zulässige Drehzahl des Futters nmax = 3200 min-1 (siehe Tabelle
"Futterdaten"( 6.1, Seite 20)).
Diese errechnete Drehzahl darf verwendet werden.
6.4 Genauigkeitsklassen
Die Rund- und Planlauftoleranzen entsprechen den technischen
Lieferbedingungen für Drehfutter nach DIN ISO 3442-3.
6.5 Zulässige Unwucht
Die zulässige Unwucht für Drehfutter entspricht der Gütestufe
G 6.3 nach DIN ISO 1940-1.
26
01.01|ROTA 2B |de
Anbau des Spannfutters an die Maschinenspindel
7 Anbau des Spannfutters an die Maschinenspindel
7.1 Überprüfung des Spindelkopfes zur Aufnahme des
Futterflansches
Um eine hohe Rundlaufgenauigkeit des Futters zu erreichen, muss
die Maschinenseite vor der Montage des Flansches ausgerichtet
sein. Dazu die Aufnahmeflächen an der Spindel auf Rundlauf und
Planlauf mit einer Messuhr prüfen.
Es sollte ein maximaler Rundlauffehler der Aufnahmezentrierung
von 0.005 mm und ein maximaler Planlauffehler der Anlageflächen 0.005 mm sichergestellt werden. Außerdem muss die Planfläche der Spindel mit einem Haarlineal auf Ebenheit überprüft
werden.
Darauf achten, dass die Oberfläche der Planfläche an den Bohrungen entgratet und sauber ist.
01.01|ROTA 2B |de
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Anbau des Spannfutters an die Maschinenspindel
7.2 Montage des Futters
7.2.1 ROTA 2B 125 - 400
Abb. 2 Montage des Spannfutters an die Maschinenspindel
bei ROTA 2B 125:
1 Das ganze Futter, zur Spindelmitte fluchtend, bis zum Anschlag
auf das Zugteil aufschrauben.
2 Das Futter so weit zurückdrehen, bis die Anschraubbohrungen
übereinander liegen.
bei ROTA 2B 160 – 400:
1 4 Schrauben (Pos. 20) des Futterdeckels (Pos. 4) lösen und Deckel demontieren.
2 Futter mit Montagegurt oder einer Ringschraube fluchtend zur
Spindelmitte vor die Spindelnase heben.
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Anbau des Spannfutters an die Maschinenspindel
3 Die Schraube (Pos. 6) mit einem Innensechskantschlüssel bis
zum Anschlag auf die Zugstange aufschrauben.
4 Futterbefestigungsschrauben (Pos. 21) wechselseitig anziehen.
5 Mit 4 Schrauben (Pos. 20) Futterdeckel (Pos. 4) montieren.
6 Rund- und Planlauf am Kontrollrand überprüfen.
7 Funktion und Größe der Betätigungskraft überprüfen.
8 Leichtgängigkeit und Backenhub der Grundbacken kontrollieren.
HINWEIS
Aufsatzbacken entsprechend der Kennzeichnung 1 und 2 auf den
Grundbacken mit Nutensteinen und Schrauben (Pos. 15) befestigen.
Der Abbau des Futters von der Spindel erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
7.2.2 Anbau des Spannfutters auf einen Opus B Zylinder
Abb. 3 Montage des Spannfutters an einen Opus B Zylinder
1 Anlagefläche muss an den Bohrungen entgratet und sauber
sein.
2 Futter und Opus B Zylinder aus der Verpackung nehmen und
auf Beschädigung/ Vollständigkeit prüfen.
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29
Anbau des Spannfutters an die Maschinenspindel
3 Zylinderschrauben (Pos. 15) der Aufsatzbacken komplett mit
Nutensteinen entfernen.
4 Opus B Zylinder an der Hydraulik anschließen. Der Unterbauzylinder (Opus B) wird in eine kundenseitige Bohrung versenkt
und mit mitgelieferten Schrauben angeschraubt.
5 Futterkolben (Pos. 3) in vordere Stellung schieben.
6 Futter zur Kolbenmitte ausrichten und um die eigene Achse
drehend auf den Opus B Zylinder bis zum Anschlag aufschrauben. Futter zurückdrehen, bis die Schraubensenkungen sich
mit den Gewinden im Opus B überdecken.
7 Opus B evtl ausrichten. Futterbefestigungsschrauben (Pos. 21)
wechselseitig anziehen.
8 Funktion und Größe der Betätigungskraft überprüfen.
9 Leichtgängigkeit und Backenhub der Grundbacken kontrollieren.
HINWEIS
Aufsatzbacken entsprechend der Kennzeichnung 1 und 2 auf den
Grundbacken mit Nutensteinen und Schrauben (Pos. 15) befestigen.
Der Abbau des Futters von unserem Opus B erfolgt in umgekehrter
Reihenfolge.
7.2.3 ROTA 2B S – KONTEC (125 – 315)
ROTA 2B S haben generell ein festes Anschlussgewinde. Die Spannfutter müssen deshalb immer um die eigene Achse auf einen
Spannzylinder geschraubt werden ( 7.2.2, Seite 29). Das Schraubenteil ist Futterseitig gegen Verdrehen gesichert und muss nicht
zusätzlich gesichert werden.
30
01.01|ROTA 2B |de
Funktion
8 Funktion
Anwendung:
Präzise planparallele Spannungen von z.B.:
Bremsscheiben, Bremstrommeln, Flansche.
8.1 Funktion und Handhabung
Keilhakenfutter ROTA 2B werden durch umlaufende Volloder
Hohlspannzylinder oder über einen statischen Hydraulikzylinder
betätigt. Die axialen Zug- bzw. Druckkräfte werden über den Keilhakenwinkel in Kolben und Grundbacken zur radialen Backenspannkraft umgelenkt.
Der Spann- und Öffnungsweg der Spannbacken wird vom Spannzylinder vorgegeben. Über die Spitzverzahnung der Grundbacken
können Standardbacken sowie Spezialbacken für schwierige Werkstückformen aufgenommen werden. Alle Größen ROTA 2B sind
auch mit Kreuzversatzgrundbacken lieferbar (bis Größe 125 nur
mit Kreuzversatz). Das Versetzen oder Wechseln der Aufsatzbacken erfolgt in geöffneter Spannstellung.
ROTA 2B sind besonders dazu geeignet mit ihrem großen Backenhub über komplizierte Werkstückformen bis zur Spannstellung
größere Wege zu überbrücken. Deshalb eignet sich dieses Futter
besonders für Armaturen und Gussteile. ROTA 2B-Futter sind in Ihrer Bauhöhe optimiert (kürzer).
WARNUNG
Je höher über der Futteroberfläche gespannt wird, desto niedriger wird die Spannkraft.
Verletzungsgefahr des Bedienungspersonals und Sachschäden an
der Anlage durch unkontrolliert freigesetztes Werkstück.
• Das Kapitel "Technische Daten" beachten!
8.2 Austausch bzw. Ergänzung von Backen
Spannbacken für höchste Spannwiederholgenauigkeit müssen im
Spannfutter unter Spanndruck ausgedreht bzw. ausgeschliffen
werden.
Beim Ausdrehen bzw. Ausschleifen darauf achten, dass der Ausdrehring bzw. Ausdrehbolzen von den Aufsatzbacken – und nicht
von den Grundbacken – gespannt wird.
Darauf achten, dass der Hebel beim Ausdrehen bzw. Ausschleifen
auf 0° zur Futterachse steht.
01.01|ROTA 2B |de
31
Funktion
Backenbefestigungsschrauben (Schrauben-Qualität 12.9) mit vorgeschriebenen Drehmoment festziehen (siehe Kapitel "SchraubenDrehmomente ( 4, Seite 17)
Die Befestigungsschrauben der Aufsatzbacken mit einem Drehmomentschlüssel festziehen. Keinesfalls den Sechskantschlüssel
mit einer Rohrverlängerung oder mit Hammerschlägen festziehen.
8.3 Umbau von Außen- auf Innenspannung
Die angegebenen Positionsnummern zu den entsprechenden Einzelteilen beziehen sich auf das Kapitel Zeichnungen
( 11, Seite 40).
Den Kolben in die vordere Endlage fahren.
Bei Vertikalem Einsatz immer den oben stehenden Hebel einzeln
tauschen.
Die Schrauben (Pos. 22) entfernen und mit dem Abdrückgewinde
den Hebel samt Deckel und Abdeckung aus dem Futterkörper abdrücken. Die Hebelbaugruppe um 180° drehen und in umgekehrter
Reihenfolge einbauen.
Zum Wechseln der anderen Hebel das Futter verdrehen, so dass
der auszubauende Hebel oben steht.
Beim Lösen der Schrauben (Pos. 22) kann Öl aus dem Futter laufen. (Öl-Auffangbehälter unter das Futter stellen.)
Nach dem Umbau wieder Öl in das Futter nachfüllen (siehe Kapitel “Wartung“ ( 9, Seite 34).
8.4 Umbau von Futter mit Niederzug auf Futter ohne Niederzug
Die angegebenen Positionsnummern zu den entsprechenden Einzelteilen beziehen sich auf das Kapitel Zeichnungen
( 11, Seite 40).
Den Kolben in die vordere Endlage fahren. Die Schrauben (Pos. 22)
entfernen und mit dem Abdrückgewinde den Hebel samt Deckel
und Abdeckung aus den Futterkörper abdrücken.
An der Hebelbaugruppe die Lagerschalen (Pos. 7) seitlich abziehen
und die Lagerschalen (Pos. 17) mit Zapfen wieder einfügen. Darauf
achten das der Führungszapfen (Pos. 12) symmetrisch im Hebel
liegt.
Die Federn (Pos. 31) aus dem Futterkörper entfernen.
Danach die Hebelbaugruppe in den Futterkörper einführen und
mit den Schrauben (Pos. 22) festziehen.
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01.01|ROTA 2B |de
Funktion
8.5 Zerlegen und Zusammenbau des Futters
Die angegebenen Positionsnummern zu den entsprechenden Einzelteilen beziehen sich auf das Kapitel Zeichnungen
( 11, Seite 40).
Das Spannfutter darf nur in abgebautem Zustand zerlegt werden.
(siehe Kapitel “Anbau des Spannfutters an die Maschinenspindel“
( 7, Seite 27)
• Verschlussstopfen (Pos. 26) entfernen und das Öl in einen Auffangbehälter auslaufen lassen.
• Schraube (Pos. 22) entfernen und den Hebel (Pos. 3) durch die
Abdrückgewinde in (Pos. 9) aus dem Futterkörper herausdrücken. Lage der Hebel (Pos. 3) zum Futterkörper (Pos. 1) kennzeichnen.
• Lage der Aufnahme (Pos. 4) zum Futterkörper kennzeichnen.
Gewindestifte (Pos. 27) entfernen, Schraube (Pos. 21) entfernen und zum Abdrücken in die Bohrung der Aufnahme (Pos. 27)
einschrauben und die Aufnahme abdrücken.
• Kolben (Pos. 2) aus dem Futterkörper herausziehen. Lage des
Kolbens (Pos. 2) zum Futterkörper (Pos. 1) kennzeichnen.
Zerlegen der Hebelbaugruppe
• Stift (Pos. 12) aus dem Hebel drücken. Somit können die Teile
(Pos. 7, 8, 9, 12, 43, 44, 45) vom Hebel entfernt werden.
Zerlegen der Kolbenbaugruppe
• Schraube (Pos. 22) am Kolben entfernen. Somit können die Teile (Pos. 5, 6, 10, 30) vom Kolben entfernt werden.
Alle Teile entfetten, säubern und auf Beschädigungen überprüfen.
Alle Dichtungen ersetzen (siehe Kapitel “Zusammenbauzeichnung“
( 11, Seite 40)
Beim Austausch beschädigter Teile dürfen nur Original SCHUNKErsatzteile verwendet werden.
Die Montage des Spannfutters erfolgt sinngemäß in umgekehrter
Reihenfolge.
Bei der Montage der Hebel darauf achten, dass die Nummer der
Hebel mit der Nummer der Hebelführung identisch ist.
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Wartung
9 Wartung
9.1 Zerlegen und Zusammenbau des Spannfutters
HINWEIS
Das Spannfutter darf nur in abgebautem Zustand zerlegt werden!
"Anbau des Spannfutters" Anbau des Spannfutters an die Maschinenspindel
Abb. 4 Spannfutter
1 Alle Nutensteine und Schrauben (Pos. 15) aus den Grundbacken demontieren.
2 Senkkopfschrauben (Pos. 22) herausschrauben und Abstreifleisten (Pos. 10 und 11) demontieren. Bei der Montage des
Futters ist darauf zu achten, dass die angespitzte Seite der Abstreifleiste oben ist.
3 Zylinderschrauben (Pos. 20) lösen und Deckel (Pos. 4) herausnehmen.
4 Gewindestift (Pos. 30) aus dem Futter herausschrauben.
HINWEIS
Bei der Montage ist darauf zu achten, dass die Punktmarkierung
des Kolbens (Pos. 3) mit der Backenführung 1 (im Futterkörper
eingraviert) ausgerichtet ist.
5 Spannfutter auf den Kopf drehen und Kolben (Pos. 3) aus dem
Gehäuse herausziehen. Gewindestift (Pos. 29) demontieren.
Aus dieser Baugruppe Mutter (Pos. 5) herausschrauben. Die
Schraube kann jetzt herausgenommen werden. Die Kugel (Pos.
24) und Feder (Pos. 25) demontieren. O-Ring (Pos. 36) aus der
Schraube entfernen.
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Wartung
6 Spannfutter auf die vordere Stirnseite nach oben drehen. Eine
Grundbacke bis zum Anschlag in die Richtung der anderen Backe schieben. Schrauben (Pos. 19) herausschrauben und Füllstück (Pos. 8) herausziehen. Den Zylinderstift (Pos. 28) demontieren. O-Ring (Pos. 35) aus dem Füllstück demontieren.
7 Die beiden Grundbacken (Pos. 2) können jetzt in die freie Backenführungsrichtung aus dem Futter herausgeschoben werden.
HINWEIS
Bei der Montage ist darauf zu achten, dass die Anzahl der Einkerbungen an den Grund backen identisch mit der Nummerierung der
Backenführung im Futterkörper (Pos. 1) ist.
8 Schrauben (Pos. 19) herausschrauben und 2. Füllstück (Pos. 8)
herausziehen. Zylinderstift (Pos. 28) demontieren.
9 O-Ring (Pos. 35) aus dem Füllstück demontieren.
Futter mit optionaler Ölzentralschmierung:
• Die 2 Gewindestopfen (Pos. 12) können aus dem Futterkörper
(Pos. 1) herausgeschraubt werden. Die beiden Zumesspatronen
(Pos. 26) aus dem Futterkörper entnehmen.
Alle Teile entfetten, säubern und auf Beschädigungen überprüfen.
Vor Montage mit Gleitpaste LINO MAX gut einfetten.
HINWEIS
Bei beschädigten Teile dürfen nur Original SCHUNK-Ersatzteile
bzw. bei den Norm teilen nur Teile mit der entsprechenden DINBezeichnung (wichtig auch bei Schrauben die Güteklasse) verwendet werden.
Die Montage des Spannfutters erfolgt sinngemäß in umgekehrter
Reihenfolge.
01.01|ROTA 2B |de
35
Wartung
9.2 Schmierung
Um die sichere Funktion und hohe Qualität des Spannfutters zu
erhalten, muss dieses regelmäßig an dessen Schmiernippeln abgeschmiert werden (Pos. 23).
Zur optimalen Fettverteilung muss der Spannkolben nach dem Abschmieren mehrmals den gesamten Spannhub verfahren.
Bevor das Futter in Betrieb genommen wird:
Schmieröl SGL 320 (oder ähnlich) mit der Öl-Druckpresse durch die
Schnellkupplung in das Futter einfüllen.
• Zur optimalen Ölverteilung muss der Spannkolben nach dem
Abschmieren mehrmals den gesamten Spannhub verfahren.
Etwa alle 2 Monate:
Das interne Ölniveau des Spannfutters überprüfen.
Dazu den Verschlussstopfen entfernen und, wenn nötig, Öl nachfüllen.
Alle 6 Monaten oder je 60.000 Zyklen:
Die Dichtheit des Futters überprüfen. Wenn nötig die Dichtungen
wechseln (Dichtungssatz siehe Kapitel 11). Wenn nötig Öl nachfüllen.
Dichtheitsprüfung:
Die Verschlussschraube (Pos. 26) je nach Lage des Spannfutters
entfernen (Bild 6 – 10).
Das Dichtheitsprüfgerät in die Bohrung des Verschlussstopfens
schrauben (Bild 5). Das Futter durch das Rückschlagventil (R) mit
einer Druckluftpistole mit ca. 4 bar befüllen.
Kann innerhalb von 10 Minuten kaum ein Druckabfall festgestellt
werden, so ist das Futter dicht.
Befüllen des Futters
Zum Befüllen des Futters die Verschlussschrauben (Pos. 26) je
nach Lage des Spannfutters entfernen. Den dafür mitgelieferten
Stecknippel (N) in die Bohrung der Verschlussschraube drehen
(Bild 6).
Die gefüllte Ölpresse mit der Schnellkupplung (Bild 7) auf den
Stecknippel stecken. Durch Betätigen des Hebels an der Ölpresse
wird Öl in das Futter gepresst. Dies solange wiederholen bis aus
der anderen geöffneten Verschlussbohrung (Pos. 26) Öl herausgedrückt wird. Die max. Füllmenge der Ölpresse beträgt 0.5 Liter.
Befüllen eines Waagerecht aufgebauten Futters (Bild 8).
Befüllen eines Vertikal stehenden Futters (Bild 9).
Befüllen eines Vertikal hängenden Futters (Bild10).
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01.01|ROTA 2B |de
Wartung
Einsatzbedingungen
Je nach Einsatzbedingungen muss nach einer bestimmten Betriebsdauer (siehe Kapitel 9.3 Wartungsintervalle) die Funktion
und die Spannkraft überprüft werden. Die Spannkraftprüfung nur
mit einem kalibrierten Spannkraftmesser, (SCHUNK GFT 270) messen.
Technischer Zustand
Bei kleinstmöglichem Betätigungsdruck (Spannzylinder) müssen
sich die Grundbacken gleichmäßig bewegen. Diese Methode ist
nur bedingt aussagefähig und ersetzt nicht die Spannkraftmessung.
Ist die Spannkraft stark abgefallen, oder lassen sich Grundbacken
und Kolben nicht mehr einwandfrei bewegen, ist es erforderlich
das Futter zu zerlegen, zu reinigen und neu mit Öl zu befüllen.
Beim Austausch beschädigter Teile dürfen nur Original SCHUNKErsatzteile verwendet werden.
9.3 Wartungsintervalle
Abschmieren der Schmierstellen:
Schmierintervall
Beanspruchung
alle 25 Stunden
normal / Kühlmitteleinsatz
alle 8 Stunden
hoch / Kühlmitteleinsatz
nach 1200 Stunden Ganzreinigung mit Zerlegen des Futters,
oder bei Bedarf
je nach Schmutzart und -menge
9.4 Wechsel der Stufenbacken
Beim Wechsel der Aufsatzbacken muss die Verzahnung gesäubert
und mit SCHUNK Spezialfett LINO MAX eingefettet werden.
WARNUNG
Gefahr von Personen- und Sachschäden durch wegfliegende Teile im Falle eines Schraubenbruchs an ungehärteten Aufsatzbacken!
Weiche Standard-Aufsatzbacken müssen im Bereich der Schraubensenkung gehärtet sein.
Nur Tiefenhärtung keine Oberflächenhärtung.
01.01|ROTA 2B |de
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Wartung
9.5 Ölzentralschmierung
Spannfutter ROTA 2B (für den stationären Einsatz) sind optional
auch mit Ölzentralschmierung lieferbar. Das Futter ist je nach Einsatzbedingungen in regelmäßigen Zeitabständen zu schmieren.
Das Schmieröl VG220 DIN 51519 wird von der Unterseite des Futters in eine angegebene Bohrung zugeführt.
In der Regel sollte 3 – 6 mal pro Stunde ein Impuls (3 sek.) mit 10
bis 30 bar an das Futter abgegeben werden. Hier sorgen 2
Zumesspatronen für die gleichmäßige Verteilung des Öls im Futter.
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01.01|ROTA 2B |de
Entsorgung
10 Entsorgung
Nach Außerbetriebnahme das Spannfutter so ablegen, dass eventuell im Futter vorhandene Flüssigkeiten ablaufen können.
• Die auslaufenden Flüssigkeiten auffangen und gemäß den gesetzlichen Bestimmungen fachgerecht entsorgen.
• Eventuell im oder am Spannfutter verbaute erkennbare Kunststoff- oder Aluminiumteile abbauen und gemäß den gesetzlichen Bestimmungen fachgerecht entsorgen.
• Die Metallteile des Spannfutters als Altmetall entsorgen.
Alternativ kann das Spannfutter zur fachgerechten Entsorgung an
SCHUNK zurückgeschickt werden.
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Schnitt- und Explosionszeichnungen
11 Schnitt- und Explosionszeichnungen
Abb. 5
Abb. 6
40
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Ersatzteile
12 Ersatzteile
Bei Bestellung von Ersatzteilen ist es unumgänglich, die Type,
Größe und vor allem die Fertigungs-Nr. des Futters anzugeben.
Grundsätzlich sind Dichtungen, Dichtelemente, Verschraubungen, Federn, Lager, Schrauben und Abstreiferleisten sowie werkstückberührende Teile nicht Bestandteil der Gewährleistung.
Pos.
Bezeichnung
1
Futterkörper
2
Grundbacke
3
Kolben
4
Deckel
5
Mutter
6
Anbauschraube
8
Füllstück
10
Abstreifer, links
11
Abstreifer, rechts
15
Nutensteine mit Schrauben DIN EN ISO 4762/12.9,
(bzw. Kreuzversatz Schraube DIN EN ISO 4762/10.9)
19
Schraube DIN EN ISO 4762/10.9
20
Schraube DIN EN ISO 4762/10.9
21
Schraube DIN EN ISO 4762/10.9
22
Linsenflanschkopfschraube
23
Kegelschmiernippel
24
Druckfeder
25
Stahlkugel DIN ISO 3290
28
Zylinderstift DIN EN ISO 8734
29
Gewindestift DIN 914
30
Gewindestift DIN EN ISO 4026
35
Quad-Ring
36
O-Ring
Optional Ölzentralschmierung:
Pos.
Teil
12
Gewindestopfen mit Dichtung
26
Zumesspatrone
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