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Klassenraum putzen ist öde? Von wegen!

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II Mittwoch,
11. März 2015
ZISCH
2014/15
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ZEITUNG IN DER SCHULE
Klassenraum putzen ist öde? Von wegen!
Zwei Mitarbeiter der Firma Bockholdt KG zeigen der 8a der Baltic-Schule, wie man Zimmer gründlich reinigt.
Fragen, Anregungen oder
Kritik zur ZiSch-Seite?
Ansprechpartnerin bei den LN:
Nina Gottschalk
Herrenholz 10-12
23556 Lübeck
Telefon: 04 51/144 24 33
Fax: 04 51/144 14 15
E-Mail: ZiSch@LN-luebeck.de
WAS IST ZISCH?
Zeitung in der Schule, kurz:
ZiSch, ist ein Projekt der Lübecker
Nachrichten in Zusammenarbeit
mit dem Izop-Institut in Aachen.
Es wird von sechs Wirtschaftspartnern unterstützt. Die Aktion soll
Schüler ermuntern, regelmäßig in
die Zeitung zu schauen, um sich
zu informieren und um den kritischen Umgang mit Medien zu
trainieren. Außerdem werden die
Schüler selbst zu Reportern und
berichten an dieser Stelle über
sportliche, bunte oder wissenschaftliche Themen.
ZISCHINTERAKTIV
Ihr möchtet Eure Meinung zum
Tagesgeschehen kundtun? Ihr
wollt Eure tollen Winterbilder in
den LN sehen? Eure Klasse engagiert sich sozial oder nimmt an
einem besonderen Projekt teil?
Schreibt eine Mail und schickt
uns Fotos an zisch@ln-luebeck.de.
DIE PARTNER
Kristin Komm
Referentin für Ausbildung
u. Personalentwicklung
J 04 51/ 14 74 76
Kristin.Komm@sparkasseluebeck.de
Lübeck – „Das wird bestimmt langweilig, die putzen doch nur“, sagtJasmin aus der 8a, als sie mit ihren
Klassenkameraden auf dem Weg
von der Pause zum Klassenraum in
der Baltic-Schule ist.
Einer der Gäste ist schon da und
stellt sich den Teenagern vor. Julia
Schuback arbeitet in der Personalabteilung der Bockholdt KG. Die
Jugendlichen erfahren, dass das
Unternehmen 6500 Mitarbeiter in
den verschiedenen Bereichen und
14 Niederlassungen hat. Rund
3800 Kunden werden täglich besucht und insgesamt 5000 Objekte
bearbeitet.
Die Dienstleistungen, die angeboten werden, reichen von der Gebäudereinigung über die Industriereinigung bis hin zu Hygienediensten in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Die Bockholdt KG beschäftigt auch Fassadenkletterer
und Tatortreiniger, was die Teenager sehr interessant finden.
Julia Schuback erzählt viele interessante Dinge über das Unternehmen, zum Beispiel, dass man sich
als Kaufmann für Büromanagement, zum Gebäudereiniger oder
zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik ausbilden lassen kann. Außerdem wird ein Duales Studium zum
Betriebswirt angeboten.
Plötzlich klopft es an der Tür
und zwei Gebäudereiniger betreten den Klassenraum. Matthias
Hartwig und Andre Wilinski stellen sich kurz vor und nach einer
kleinen Einweisung, wie man richtig Tische säubert, fordert Hartwig
die Schüler auf: „Ok, jetzt packt alle mit an. Die Tische müssen gereinigt und dann in den Flur getragen
werden. Hier sind Lappen, Eimer,
Putzmittel und Handschuhe.“
Es geht los: erst einseifen, dann
nachwischen, dann trockenwischen. Eklig ist es, mit einem
Spachtel die Kaugummireste zu
entfernen. Man sollte sich das
nächste Mal genauer überlegen,
wo man sein Kaugummi entsorgt –
unter dem Tisch jedenfalls besser
Lea (v.l.), Lisa und Anna putzen einen Stuhl. Eine große Reinigungsaktion ihres Klassenraumes in der Balticschule ist im Gange. BockholdtFotos: Lutz Rößler, die Klasse
Mitarbeiter Andre Wilinski gibt ihnen praktische Tipps und die nötigen Utensilien.
nicht! Nach zwanzig Minuten sind
alle Tische sauber und stehen im
Flur. Julia Schuback sagt, die Achtklässler seien viel zu langsam gewesen. Was sie in zwanzig Minuten geschafft hätten, würde ein
Mitarbeiter der Firma in 30 Sekunden schaffen. „Oh, Mann“, stöhnt
Yahya. Das können die Teenager
kaum glauben.
Nach dem sie dann noch die
Stühle sauber gemacht haben, werden sie in zwei Gruppen eingeteilt.
Die eine Gruppe geht zu den Fens-
tern und soll lernen, wie man diese
reinigt. Die andere Gruppe soll das
Klassenzimmer ganz leer räumen.
Das ist aber schnell geschehen,
sodass sich alle bei den Fenstern
einfinden. Das Fensterreinigen ist
nicht schwer, schließlich müssen
viele der Schüler zu Hause auch
mithelfen. Es geht allerdings hier
viel schneller, weil die Wischer größer und die Lappen besser sind.
Danach beschäftigen sich die
Hobbyreinigungskräfte mit dem
Fußboden. Die beiden Gebäuderei-
niger besorgen die Maschinen und
fangen an, mit einer Einscheibenmaschine den Boden zu säubern.
Sie benutzt eine Art Feudel, der
sich drehend über den Boden bewegt und dadurch den Dreck vom
Boden löst.
Zum Erstaunen der Schüler dürfen alle die Maschine einmal ausprobieren, sie ist ganz schön
schwer. Dann kommt der Wassersauger zum Einsatz. Der ist dafür
zuständig, dass das Wasser mitsamt dem Dreck aufgesaugt wird.
Auch hier dürfen die jungen Leute
tatkräftig mithelfen. „Puh, ist das
anstrengend“, sagt Angie. Ihre
Mitschülerin Lisa nickt zustimmend.
Nach zwei Stunden ist der Klassenraum wieder eingeräumt, das
Bockholdt-Team verabschiedet
sich. „Der Klassenraum sieht doch
richtig sauber aus“, denkt Imke.
Und von Langeweile keine Spur.
Von der Klasse 8a
der Baltic-Schule Lübeck
Sven Donat
Geschäftsleiter
Unternehmenskommunikation
J 04 31/ 301 61 37
sven.donat@wak-sh.de
Monika Hille
Pressesprecherin
BKK vor Ort
J 04 51/ 87 18 77 50
monika.hille@bkkvorort.de
Auftragen und abziehen: Matthias Hartwig zeigt Erdan, wie man die
Fenster mit einem Wischer richtig saubermacht.
Auch die Schüler dürfen die Einscheibenmaschine ausprobieren.
Bünyamin macht das Bohnern so richtig Spaß.
Finn-Esge (vorn) und seine
Mitschüler reinigen die Heizung.
Ein Kurzurlaub in die Tropen
Seestern, Rochen, Piranha: Im Sea Life Timmendorfer Strand entdecken Besucher über und unter Wasser viele Tiere rund um den Ozean.
Julia Schuback
Personalentwicklung
Bockholdt KG
J 04 51/ 600 06 33
zisch@bockholdt.de
Christoph Andreas Leicht
Geschäftsführer
Hansa-Park
J 045 63/ 47 40
infos@hansapark.de
Rüdiger Kasch
Vorstand
coop eG
Tel. 04 31/ 725 03 65
zisch@coop.de
Timmendorfer Strand – Unter Wasser sein, ohne tauchen zu gehen?
Haie und Riesenschildkröten aus
nächster Nähe betrachten, ohne
weit reisen zu müssen? Wer hätte
gedacht, dass das ganz bei uns in
der Nähe machbar ist? Im Sea Life
Timmendorfer Strand ist das alles
möglich und es gibt vieles mehr,
was man hier zum Thema Meer
entdecken und bestaunen kann.
Die Schüler betreten die Ausstellung durch einen acht Meter langen Glastunnel, der unter einem
Ozeanbecken hindurchführt, das
220 000 Liter Wasser fasst. Aus einer für den Menschen ungewohnten Perspektive wird der Blick frei
auf das Tierleben eines tropischen
Ozeans. Wie Taucher sehen die Besucher die Schwarzspitzenriffhaie
und den Napoleon-Lippfisch vorbeiziehen. Dazwischen tummeln
sich Drückerfische, Doktorfische
und viele weitere imposante Meeresbewohner. Eine ganz besondere Attraktion ist „Speedy“, die
Meeresschildkröte.
Rund 100 Tierarten kann man
auf einer Fläche von 1500 Quadratmetern in den 40 verschiedenen
Ausstellungsbecken und Gehegen bestaunen. „Zum Auffüllen
der Becken werden 450 000 Liter
Ostseewasser benötigt“, erzählt
Marketing Koordinatorin Katrin
Wischnewski den Schülerinnen
und Schülern. „Etwa 85 Prozent davon werden aufbereitet und 15 Prozent monatlich ausgetauscht."
Gut, dass die Ostsee direkt vor der
Tür liegt.
Hinter dem Ozeantunnel liegt
das Rochenbecken. Die in der
Nordsee und im Nordatlantik beheimateten Nadelrochen sowie
Katzenhaie leben in diesem teilweise verglasten Becken. „Diese
Fische sind durch ihre Körperform
und -färbung gut an das Leben in
seichten Gewässern ohne Unterschlupfmöglichkeiten angepasst“,
informiert eine Mitarbeiterin während der Fütterung. „Im Laufe der
Evolution entwickelten sie sich zu
Meistern der Tarnung.“
Im nächsten Becken stehen Besucher plötzlich einigen Seespinnen gegenüber, die mit ihren langen Beinen eine enorme Körpergröße entwickeln. Mit einer Spannweite von bis zu drei Metern sind
sie die größte lebende Krebsart der
Welt. Körper und Beine sind mit hakenartigen Borsten besetzt, an denen die Tiere Algen und andere
Fremdkörper zur Tarnung befestigen.
Wer im Sea Life echte Wasserpflanzen bestaunen will, der sucht
leider vergeblich. Alle Pflanzen
sind „Dekoration“, also naturgetreue Nachbauten. Mit richtigen
Pflanzen würden die Becken zu
sehr verkrauten und unerwünsch-
Farbenfroh und imposant: Der
Pazifische Rotfeuerfisch.
te Organismen würden Einzug halten.
Ein Höhepunkt, mit dem man
sich auch von den Tieren verabschieden kann, ist das Berührungsbecken. Normalerweise bietet Sea
Life allen Meeresbewohnern eine
an ihren Lebensraum angepasste
Umgebung. Ein direkter Kontakt
passt nicht in das Verhaltensmuster der meisten Tiere. Im Berührungsbecken leben ausschließlich
wirbellose Tiere wie Seesterne,
Seeigel, Schnecken, Muscheln
und Seeanemonen. Sie können
von den Besuchern vorsichtig berührt werden. Dieses Becken ist besonders bei kleinen Kindern sehr
beliebt, da sie unter der Anleitung
eines Betreuers die natürliche
Scheu vor den Meeresbewohnern
verlieren.
Auch die Frage, warum manchmal nach einem Sturm so viele Seesterne am Strand zu finden sind,
kann die Mitarbeiterin beantworten: „Die Seesterne verstecken
sich normalerweise in Seegraswiesen oder unter Steinen. Wenn sie
diesen Schutz nicht haben, sind sie
der Kraft des Wassers ausgeliefert
und werden an den Strand gespült. Aber es besteht kein Grund
zur Sorge, denn ihr Bestand ist
nicht gefährdet.“
Weltweit gibt es 45 Sea Life
Aquarien, davon haben acht ihren
Sitz in Deutschland. Ab Ende März
gibt es in Timmendorf noch eine
neue Attraktion. Inmitten immergrüner Pflanzen, die dann auch
echt sein werden, können die Geheimnisse von Dschungelbewohnern entdeckt werden. Auch wenn
das „Abenteuer Regenwald“, wie
der neue Bereich heißt, auf die riesigen Boas und die räuberischen
Piranhas noch warten muss, können Neugierige schon jetzt einen
Blick in die Ausstellung werfen.
Die quirligen Otter „Bonnie“ und
„Clyde“ sowie die exotischen Bindenwarane haben ihr neues Zuhause bereits bezogen.
Ein Besuch lohnt sich also, es
gibt noch so vieles zu entdecken
und der Kurzurlaub in den Tropen
über und unter Wasser tut auf jeden Fall gut.
Von der Klasse 9d der
Wagrienschule in Oldenburg/H.
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