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Außenwirtschaft aktuell 03-04/2015

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Außenwirtschaft aktuell
03- 04 / 2015
Währungsdisparität trifft Schweizer Exportwirtschaft
Exportkontrolle Ukraine und Krim:
Ausweitung der Sanktionen
Verfahrenserleichterung im Follow-Up-Verfahren
Rechtssicher auf Auslandsmärkten:
Wann ist eine Gerichtsstandsvereinbarung
erforderlich?
Inhalt
Im Blickpunkt
5
► Währungsdisparität trifft Schweizer
Europa News
13
Exportwirtschaft
13
Internationaler Warenverkehr
6
6
7
8
8
9
Zollverfahren, Sicherheitsregelungen:
► Verfahrenserleichterung im Follow-UpVerfahren
IAA Plus wird komfortabler
Zollbefreiung für Behälter
Präferenzen:
Bewilligung „Ermächtigter Ausführer“ ausgeweitet
Zoll veröffentlicht Merkblatt „Ermächtigter
Ausführer“
Freihandelszone Pan-Euro-Med: Neue Matrix
veröffentlicht
Ecuador: Zollvorteile gelten doch weiter
Exportkontrolle:
Lieferung von Waren für die Krim verboten
► Ukraine: Verlängerung der Finanzsanktionen
► Russland: BAFA informiert zu den
Sanktionen
Importregelungen EU:
Autonome Zollkontingente und Zollaussetzungen 2015
Einfuhr von Eisen- und Stahlerzeugnissen
Einfuhr von Textil- und Bekleidungserzeugnissen
Länderspezifisches und Sonstiges:
Ungarn: Einführung des EKAER-Systems zur
Frachtkontrolle
Saudi-Arabien: Elektronisches Portal für
Zolldokumente (Exportal)
Änderungen beim Antidumpingverfahren
13
14
14
Länder und Märkte
15
16
17
20
22
23
24
25
Verkaufsbeschränkungen für deutsche
Maschinenbauer in Russland
Japan: Zurück nach Hause
Griechenland: Aktuelle Einschätzung
Außenwirtschaftsbarometer
26
Statistiken für Baden-Württemberg
Internationale Projekte und
Ausschreibungen
30
30
► Wann ist eine Gerichtsstandsvereinbarung
erforderlich?
Europa
GUS- und Balkanstaaten
Asien und Ozeanien
Amerika
Afrika, Nah- und Mittelost
Länder Spezial
Rechtssicher auf Auslandsmärkten
10
Winter-Wirtschaftsprognose: Verbesserte
Aussichten – Gefahren nicht gebannt
Die Investitionsoffensive der EUKommission
Portugal tilgt vorzeitig Hilfskredite
Fi-Compass: Neuer europäischer Beratungsservice über Finanzinstrumente im
Rahmen der Struktur- und Investitionsfonds
Finanzielle Lage in Griechenland:
Probleme nur im europäischen Rahmen
lösbar
30
31
UN-Procurement-Seminar in New York
vom 20. bis 22. April 2015
Geschäftsmöglichkeiten: Weltbank und
Stadtentwicklung
Recherchedienst gtai
Übersicht
Rubriken
Außenwirtschaftsfinanzierung und
-förderung
12
12
12
FI-Compass – neue Wissensplattform zu den
EU-Finanzinstrumenten
KfW und polnische Förderbank BGK kooperieren bei Finanzierung von Unternehmen
Exportinitiative präsentiert deutsche Leuchtturmprojekte für Energieeffizienz im Ausland
33
34
38
39
40
Literatur- und Internet-Tipps
Termine
Messe News und Termine
Publikationen
Ansprechpartner
Im Blickpunkt
Erneut krasse Währungsdisparität
trifft Schweizer Exportwirtschaft hart
Kapitalströmen getrieben wird. Diese haben mit der Absicherung von Risiken der
Finanzmärkte zu tun (safe haven Funktion)
und bilden das realwirtschaftliche Austauschverhältnis nicht ab. Die Gefahr ist
dabei groß, dass dieser stark verzerrte
Wechselkurs auch länger anhalten kann
und sowohl die konjunkturelle als auch die
strukturelle Situation der Schweizer Wirtschaft stark beeinträchtigen könnte. Auch
eine Rezession kann aktuell nicht ausgeschlossen werden.
Konjunkturprognosen auf dem
Prüfstand
Foto: Fotolia / Daboost
(Handelskammer
Deutschland-Schweiz)
Mit ihrer Entscheidung, die Wechselkursuntergrenze von 1.20 Franken zum Euro
per sofort aufzuheben, hat die Schweizerische Nationalbank die Märkte und Unternehmen völlig überrascht.
Nach Aufhebung der Untergrenze von CHF
1.20 ist der Schweizer Franken stark überbewertet, schwankte zunächst um die Parität zum Euro und schwächte sich dann in
den letzten Tagen etwas ab. Die Schweizer
Exportwirtschaft hat ihre Wettbewerbsfähigkeit mit der seit 2011 von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) gesetzten
Untergrenze von CHF 1.20 verteidigen
können, allerdings mit großen Anstrengungen, und hatte sich gerade vom damaligen
Schock etwas erholt. Der neuerliche Kostenschock in Höhe von 15 bis 20 Prozent
stellt sie vor ähnlich große Herausforderungen wie bereits 2011.
Schweizer Exportwirtschaft vor neuen
Herausforderungen
Bezüglich der künftigen Perspektiven weisen Ökonomen einerseits darauf hin, dass
der Schweizer Franken langfristig dem
Trend der „Kaufkraftparität“ folgt – von
Volkswirtschaftlern auf 1.25 bis 1.30 CHF
je Euro geschätzt.
Die Währungssituation vor 2011 und nach
Aufgabe der Untergrenze zeigt andererseits jedoch, dass der Franken stark von
Die Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft für die Schweizer Unternehmen sind
mit einer Exportquote von etwas über 50
Prozent allerdings besser als im Jahr 2011.
So nimmt die konjunkturelle Entwicklung zu
Beginn des Jahres 2015 sowohl im EuroRaum, als auch im Dollar-Raum spürbar an
Fahrt auf und zeigt sich relativ robust. Auch
besteht seitens der Währungsexperten die
Hoffnung, dass der Dollar – in seiner Funktion als „sicherer Hafen“ – dem Schweizer
Franken Druck abnehmen könnte.
Eine verlässliche Prognose, welche Planungssicherheit gewähren würde, ist aktuell jedoch kaum zu erhalten.
Schweizer Wirtschaft fürchtet Verlust
der Wettbewerbsfähigkeit
Die Schweizer Wirtschaft befürchtet einen
spürbaren Verlust ihrer Wettbewerbsfähigkeit – sollte die Überbewertung des
Schweizer Frankens über längere Zeit anhalten. Mit 55 Prozent der Exporte ist die
EU der wichtigste Abnehmer Schweizer
Waren, darunter Deutschland alleine mit
rund 19 Prozent.
▶ Kontakt
Selina Villinger
Handelskammer Deutschland-Schweiz
Telefon +41 (0)44 283 6153
selina.villiger@handelskammer-d-ch.ch
www.handelskammerjournal.ch/de/
aufhebung-der-wechselkursuntergrenzeschweizer-wirtschaft-in-sorge
Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
5
Internationaler Warenverkehr
Verfahrenserleichterung im
Follow-Up-Verfahren
(IHK Region Stuttgart) Für Ausfuhranmeldungen eines Zugelassenen Ausführers,
der zugleich Inhaber eines Zertifikats
zum Authorised Economic Operator (AEO)
(Status C, S oder F) ist, entfällt beim
Nachforschungsersuchen (Follow-Up) die
Pflicht, Alternativnachweise bei der Ausfuhrzollstelle vorzulegen. Das hat der Zoll
über die ATLAS-Info 1786/15 vom 11. Februar 2015 mitgeteilt. Die alternative Ausgangsbestätigung wird automatisiert vorgenommen. Voraussetzung ist, dass
•
der ZA / AEO auf das Nachforschungsersuchen mit „Ausgang erfolgt, Alternativnachweis liegt vor“ antwortet,
•
es sich um eine Ausfuhranmeldung
zum vereinfachten Verfahren Zugelassener Ausführer handelt.
Die Alternativnachweise sind trotz der Verfahrenserleichterung für eine spätere Prüfung aufzubewahren und auf Verlangen der
Zollstelle in Einzelfällen vorzulegen.
Die neue Regelung gilt ab 1. März 2015.
IAA Plus wird komfortabler
(IHK Region Stuttgart) Neue Funktionalitäten erleichtern Anwendern die Nutzung der
Internetausfuhranmeldung (IAA) Plus: Die
Verlinkung zum Elektronischen Zolltarif
ermöglicht es, direkt aus der Anwendung
heraus zu überprüfen, ob und welche Beschränkungen bei der Ausfuhr vorliegen
(Unterlagencodierung). Außerdem wurde
das Procedere zum Erfassen mehrerer
Positionen wesentlich verbessert. Unterlagen zur IAA Plus werden nach drei Jahren
gelöscht, sofern sich am Bearbeitungszustand nichts ändert. Die neuen Funktionalitäten sind laut Zollverwaltung seit 1. März
2015 verfügbar.
Zollbefreiung für Behälter
(IHK Region Stuttgart) Die bereits bislang
bestehende Zollbefreiung für (Wechsel-)
Behälter in Artikel 557 der ZollkodexDurchführungsverordnung wurde erweitert.
6
Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
Die bisherige Unterscheidung nach verschiedenen Verkehrsträgern entfällt, die
Regelung erhält folgenden Wortlaut:
„(1) Die vollständige Befreiung von den
Einfuhrabgaben wird für Behälter bewilligt,
die an einer geeigneten, gut sichtbaren
Stelle folgende Angaben tragen:
a) die Bezeichnung des Eigentümers oder
Betreibers durch den vollen Namen
oder mittels eines gängigen Identifikationssystems, nicht aber in Form von
Sinnbildern wie Emblemen oder Flaggen; (unverändert)
b) die an dem Behälter vom Eigentümer
oder Betreiber angebrachten Erkennungszeichen und -nummern;
c) das Eigengewicht des Behälters einschließlich der fest angebrachten Ausrüstung.“
In Absatz 1 wird nach Unterabsatz 1
folgender Unterabsatz eingefügt:
„Für Frachtbehälter, die für die Verwendung im Seeverkehr in Betracht kommen,
oder für jeden anderen Behälter mit einem
ISO-Standard-Präfix (das heißt vier Großbuchstaben, die auf ein ‚U‘ enden) entsprechen die Bezeichnung des Eigentümers
oder hauptsächlichen Betreibers sowie die
Seriennummer und Prüfziffer des Containers dem Internationalen ISO 6346Standard und seinen Anhängen.“
Die gelegentlich bestehenden Probleme
bei der Verzollung von Wechselbehältern
im Werksverkehr dürften damit eher nicht
gelöst werden.
Bewilligung „Ermächtigter
Ausführer“ ausgeweitet
(IHK Region Stuttgart) Unternehmen, die
über eine Bewilligung als Ermächtigter
Ausführer (EA) verfügen, können immer
eine Ursprungserklärung auf der Handelsrechnung abgeben. Die Warenverkehrsbescheinigung EUR.1 entfällt. Der EA gilt
künftig für alle Präferenzabkommen, die die
EU abgeschlossen hat, sofern dieses Abkommen die Vereinfachung EA enthält.
Neu ist, dass auch Abkommen, die erst
Internationaler Warenverkehr
künftig abgeschlossen werden, automatisch in den Bewilligungen enthalten sind.
Damit müssen Bewilligungsinhaber künftig
den Länderkreis nicht mehr erweitern lassen. Bestehende Bewilligungen stellt das
Hauptzollamt im Rahmen von Änderungen
um.
Informationen zu den einseitigen von der
EU gewährten Zollvorteilen finden Sie im
Internet unter www.stuttgart.ihk.de, Dokumentnummer 121997.
Zoll veröffentlicht Merkblatt
„Ermächtigter Ausführer“
(IHK Region Stuttgart) Mit Wirkung zum 20.
Dezember 2014 hat die EU die Restriktionen im Zusammenhang mit Lieferungen
von und auf die Krim und Sewastopol ausgeweitet. Es gelten Sanktionen im Bereich
Investment, Dienstleistungen und Handel
mit der Krim und Sewastopol (Verordnung
(EU) Nr. 1351/2014). Zahlreiche Warenlieferungen für die Bereiche Verkehr,
Energie, Kommunikation und Bodenschätze sind verboten. Im Anhang II dieser Verordnung ist die Lieferung von Waren für die
Krim unmittelbar und mittelbar sehr umfassend verboten. Dazu gehören unter anderem Waren der Kapitel 25-29, 72-81, 84
und 85 weitgehend, Teile aus 38, 71, 87,
90 sowie 88, 89 und 98.
(IHK Region Stuttgart) Wertvolle Tipps für
Unternehmen, die Ermächtigter Ausführer
(EA) werden möchten, gibt ein aktuelles
Merkblatt der Zollverwaltung. Das Merkblatt
soll informieren und dabei helfen, die zollrechtliche Vereinfachung EA zu beantragen
und die geforderte innerbetriebliche Arbeits- und Organisationsanweisung zu erstellen.
Informationen zum Ermächtigten Ausführer
und einen Link zum neuen Merkblatt finden
Sie im Internet unter www.stuttgart.ihk.de,
Dokumentnummer 10407
Freihandelszone Pan-Euro-Med:
Neue Matrix veröffentlicht
(IHK Region Stuttgart) Die EU-Kommission
hat im Januar 2015 eine aktuelle Matrix
zum Stand der Abkommen veröffentlicht.
Informationen zum Handelsraum PanEuro-Med finden Sie im Internet unter
www.stuttgart.ihk.de,
Dokumentnummer
16267. Dort ist auch die aktuelle Matrix
hinterlegt.
Ecuador: Zollvorteile gelten doch
weiter
(IHK Region Stuttgart) Eigentlich sollte
Ecuador zu Beginn 2015 seinen Status als
Entwicklungsland verlieren, mit der Folge,
dass bei der Einfuhr von Waren ecuadorianischen Ursprungs der Regelzoll anfallen würde. Mit Verordnung (EU) Nr.
1384/2014, veröffentlicht im Amtsblatt Reihe L Nr. 372 vom 30. Dezember 2014,
wurde dies geändert. Bei der Vorlage eines
Ursprungszeugnis Form A können Waren
mit Ursprung Ecuador weiterhin zollfrei
oder zollbegünstigt importiert werden.
Maßgeblich sind für den präferenziellen
Ursprung die Regelungen der Artikel 66 bis
97w der ZK-DVO.
Lieferung von Waren für die Krim
verboten
Bereits mit Wirkung vom 25. Juni 2014
hatte die EU die Einfuhr von Waren mit
Ursprung auf der Krim oder in Sewastopol
verboten (Verordnung (EU) Nr. 692/2014
veröffentlicht im Amtsblatt der EU L183,
Seite 9, berichtigt im Amtsblatt der EU
L197). Das Verbot gilt auch für die Bereitstellung von Finanzmitteln oder Finanzhilfe
sowie Versicherungen und Rückversicherungen im Zusammenhang mit der Einfuhr
der genannten Waren.
▶ Internet
Detaillierte Informationen zu den
Restriktionen finden Sie unter
www.stuttgart.ihk.de
Dokumentnummer 136582
Ukraine: Verlängerung der
Finanzsanktionen
(IHK Region Stuttgart) Als Reaktion auf die
zugespitzte Sicherheitslage in der Ostukraine hat die EU bestehende Finanzsanktionen bis September 2015 verlängert. Die
Sanktionen richten sich gegen Personen
und Unternehmen, die nach Erkenntnissen
der EU „die territoriale Unversehrtheit,
Souveränität und Unabhängigkeit der UkraAußenwirtschaft aktuell 3-4/2015
7
Internationaler Warenverkehr
ine untergraben oder bedrohen“. Weitere
Informationen zu den Sanktionen finden
Sie im Internet unter www.stuttgart.ihk.de,
Dokumentnummer 130365.
Russland: BAFA informiert zu den
Sanktionen
(IHK Region Stuttgart) Das BAFA hat sein
„Merkblatt zum Außenwirtschaftsverkehr
mit der Russischen Föderation“ zum Russland-Embargo aktualisiert. Das Merkblatt
spiegelt die Rechtslage zum 12. Januar
2015 wider.
▶ Internet
Eine ausführliche Darstellung der
Sanktionen gegen Russland finden Sie
unter www.stuttgart.ihk.de
Dokumentnummer 137203.
Dort ist neben einem Link zum aktualisierten Merkblatt des BAFA auch ein Prüfschema für Güterlieferungen hinterlegt.
Autonome Zollkontingente und
Zollaussetzungen 2015
(IHK Region Stuttgart) Mit den Verordnungen (EU) Nr. 1341/2014 und (EU) Nr.
1340/2014 hat der Rat der EU die Listen
der Waren veröffentlicht, für die im Jahr
2015 Zollaussetzungen beziehungsweise
Zollkontingente gewährt werden. Warum
bestimmte Waren bei der Einfuhr vom Zoll
befreit sind und wie das Verfahren zur
Bestimmung der begünstigten Waren funktioniert, können Sie im Internet nachlesen
unter www.stuttgart.ihk.de, Dokumentnummer 8259. Dort finden Sie auch Links
zu den aktuellen Warenlisten.
Einfuhr von Eisen- und
Stahlerzeugnissen
(IHK Region Stuttgart) Die Einfuhr von bestimmten Eisen- und Stahlerzeugnissen mit
Ursprung in Kasachstan ist auch im Jahr
2015 genehmigungspflichtig und unterliegt
mengenmäßigen Beschränkungen. Unternehmen, die entsprechende Einfuhren planen, müssen zuvor eine Genehmigung
beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen. Unter www.stuttgart.ihk.de, Dokumentnummer 958252 finden Sie die
8
Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
Einfuhrausschreibung, die den betroffenen
Warenkreis und das Genehmigungsverfahren definiert.
Einfuhr von Textil- und
Bekleidungserzeugnissen
(IHK Region Stuttgart) Die Einfuhr bestimmter Textil- und Bekleidungswaren mit
Ursprung in Nordkorea und Belarus unterliegt mengenmäßigen Beschränkungen.
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hat die aktuellen Einfuhrausschreibungen veröffentlicht, die definieren,
welche Warenkreise betroffen sind und wie
Importeure die für die Einfuhr benötigten
Genehmigungen beantragen können. Sie
finden die Einfuhrausschreibungen im Internet unter www.stuttgart.ihk.de, Dokumentnummer 8685.
Ungarn: Einführung des EKAERSystems zur Frachtkontrolle
(IHK Region Stuttgart) Am 1. Januar 2015
ist in Ungarn ein neues elektronisches System zur Kontrolle von Warentransporten
per LKW namens „EKAER“ in Kraft getreten. Nach Verstreichen der Übergangsfrist
bis zum 28. Februar soll das Fehlen einer
EKAER-Nummer unter Strafe gestellt werden.
Für folgende Lieferungen per LKW muss
zukünftig eine EKAER-Nummer beantragt
werden:
• Lieferungen aus anderen EU-Ländern
• Lieferungen in andere EU-Länder
• Steuerpflichtige Inlandsumsätze (ausgenommen Lieferungen an private
Endabnehmer)
Wer ist meldepflichtig?
Die Meldepflicht liegt sowohl beim Warenversand von Ungarn in ein anderes EULand als auch bei einem Warentransport
von Deutschland (oder einem anderen EULand) nach Ungarn beim ungarischen Unternehmen.
Wie sind deutsche Lieferanten
betroffen?
Die EKAER-Nummer ist jeweils sendungsbezogen, das heißt sie umfasst alle Waren,
die mit einem Fahrzeug an einen Adressa-
Internationaler Warenverkehr
ten geliefert werden. Es müssen zahlreiche
Angaben zur transportierten Ware gemacht
werden, darunter Zolltarifnummer (vierstellig), Gewicht, Artikelnummer, Preis in Forint, Fahrzeugkennzeichen und anderes,
also Angaben, die der meldepflichtige ungarische Geschäftspartner bei seinem
deutschen Lieferanten abfragt.
Wie wird die Nummer beantragt?
Die EKAER-Nummer wird online im Portal
zur Abgabe der Umsatzsteuererklärung
beantragt und ist zwei Wochen gültig. Ein
separater Zugang zur Anforderung einer
EKAER-Nummer muss einmalig eingerichtet werden. Die EKAER-Nummer kann auf
dem Lieferschein angegeben werden, genaue Vorgaben gibt es nicht. Dem Fahrer
kann die EKAER-Nummer auch mündlich
mitgeteilt werden.
für den obligatorischen Echtbetrieb wurde
der 1. März 2015 genannt.
Eine Registrierung ist zurzeit nicht möglich.
Die geplanten Abläufe werfen erhebliche
rechtliche, technische und organisatorische
Fragen auf, die vor einer Registrierung zu
klären sind. Sowohl der Beginn des Echtbetriebs als auch die obligatorische Nutzung von „Exportal“ ist in den nächsten
Monaten nicht zu erwarten. Über die weitere Entwicklung werden wir Sie auf dem
Laufenden halten.
▶ Internet
Informationen zum System finden Sie
unter www.exportal.com
Unter www.stuttgart.ihk.de, Dokumentnummer 712736 und über den IHKNewsletter halten wir Sie informiert.
Wann ist keine Anmeldung erforderlich?
Änderungen bei
Antidumpingverfahren
Keine Anmeldung ist erforderlich, wenn der
Wert der transportierten Waren zwei Millionen Forint und das Gewicht dieser Waren
2.500 Kilogramm nicht überschreitet.
(Handelskammer Hamburg) Folgende Änderungen haben sich bis einschließlich
13. Januar 2015 ergeben:
•
Eine bestimmte Art von Solarglas (KNCode ex 7007 19 80) mit Ursprung in
der VR China. Die EU-Kommission hat
die Einleitung einer Absorptionsuntersuchung bekannt gegeben.
•
Rohre aus duktilem Gusseisen (auch
bekannt als Gusseisen mit Kugelgrafit)
(KN-Codes ex 7303 00 10 und ex 7303
00 90) mit Ursprung in Indien. Die EUKommission prüft die Festsetzung von
Antidumpingzöllen.
•
Siliziummangan (KN-Codes ex 7202 30
00 und ex 8111 00 11) mit Ursprung in
Indien. Die EU-Kommission prüft die
Festsetzung von Antidumpingzöllen.
•
Zeolith-A-Pulver (KN-Code ex 2842
1000) mit Ursprung in Bosnien und
Herzegowina. Die EU-Kommission hat
beschlossen, das Antidumpingverfahren teilweise wiederaufzunehmen.
Wo finde ich mehr Infos?
▶ Internet
Eine Zusammenstellung aktueller Informationen und FAQs zum EKAER-System
finden Sie unter www.stuttgart.ihk.de
Dokumentnummer 896866
Saudi-Arabien: Elektronisches Portal
für Zolldokumente (Exportal)
(IHK Region Stuttgart) Die Zollverwaltung
von Saudi-Arabien möchte künftig Ursprungszeugnisse und Handelsrechnungen
mit den vorgelegten Originalen aus Papier
abgleichen. Zu diesem Zweck sollen die
Unterlagen elektronisch über das neue
„Exportal“ an die Zollverwaltung geschickt
werden.
Um „Exportal“ nutzen zu können, ist eine
Registrierung der Exporteure und der IHK
erforderlich. Die Registrierung selbst ist
kostenlos. Für die Nutzung soll ein Entgelt
in unbekannter Höhe erhoben werden. Die
Pilotphase sollte am 21. Januar beginnen,
Internationaler Warenverkehr
Marc Bauer
Telefon 0711 2005-1235
Telefax 0711 2005-1435
marc.bauer@stuttgart.ihk.de
Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
9
Rechtssicher auf Auslandsmärkten
Wann ist eine Gerichtsstandsvereinbarung erforderlich?
Gastbeitrag von Dr.
Rechtsanwalt, Stuttgart
Ulrich
Münzer,
Über den Gerichtsstand zu sprechen, ist
unangenehm, wenn man gerade voller
Hoffnung auf gute Zusammenarbeit eine
neue Geschäftsbeziehung anbahnt und
Vertrauen aufbauen will. Zur Klarstellung:
In diesem Beitrag geht es um typische
Handelsgeschäfte.
Im internationalen Wirtschaftsverkehr kann
es ja entscheidend sein, in welchem Land
ein etwaiger Rechtsstreit geführt wird,
• weil die Richter unterschiedliche Kulturen pflegen und meistens eine
Sprache sprechen, die Sie nicht beherrschen,
• weil die Richter nach ihren nationalen
Regeln bestimmen, welches Recht
auf den Vertrag anzuwenden ist (was
nicht überall mit einer Rechtswahlklausel gesteuert werden kann), und
das zu einem anderen Recht führen
kann als nach der einschlägigen EUVerordnung,
• weil die Kosten der Prozessführung in
einem Land viel höher sein können als
in einem anderen (und in einigen Ländern der Unterliegende keine Kosten
erstatten muss), und
• weil ein Urteil oder ein Vergleich in
einem Land vollstreckt werden muss,
in dem vom Gegner etwas zu holen ist.
Sie müssen nicht über den Gerichtsstand
sprechen, wenn ohnehin deutsche Gerichte zuständig sind und wenn dann innerhalb
der Europäischen Union, Schweiz, Norwegen und Island vollstreckt werden müsste.
Aber Sie müssen wissen, was gilt, wenn
kein Gerichtsstand vereinbart wird.
Also: Wann wären deutsche Gerichte
ohnehin zuständig?
1. Ihr Vertragspartner ist aus der EU,
Schweiz, Norwegen oder Island
Das Grundprinzip ist, dass am Sitz des
Beklagten geklagt werden muss. Sie können Ihren ausländischen Vertragspartner
also nur dann vor deutschen Gerichten
10 Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
verklagen, wenn hierzulande ein „besonderer“ Gerichtsstand gegeben ist. Das
richtet sich aber nicht nach der deutschen
ZPO, sondern nach einer EU-VO und einem Übereinkommen der EU mit den anderen Ländern.
Einen besonderen Gerichtsstand gibt es
am Erfüllungsort, also wo die Verpflichtungen aus dem Vertrag im Wesentlichen
erfüllt werden (und zwar nicht wie im deutschen Recht je nach dem, um welche Verpflichtung es geht!). Bei der Verwendung
von Incoterms® 2010 ist das der benannte
Ort (also zum Beispiel EXW Stuttgart, FOB
MS Hellas Star in Hamburg bedeuten einen Erfüllungsort in Deutschland, aber
nicht notwendig an Ihrem Sitz; FOB MS
Hellas Sunshine in Genua bedeutet dagegen, dass Sie in Genua klagen könnten).
Wenn Sie keine Incoterms® verwenden,
gilt das gesagte sinngemäß (wenn Sie
nach Bilbao liefern und womöglich auch
noch montieren, ist der Erfüllungsort Bilbao). Wenn Ihr Vertragspartner also zum
Beispiel auf DDP Transsylvanien besteht,
sollten Sie die Gerichtsstandsfrage ansprechen.
Wenn es zu einer unerlaubten Handlung
kommt, also zum Beispiel eine andere
Sache beschädigt wird als die, die zu reparieren oder transportieren war, können
Sie am Ort des Schadenseintritts klagen.
Außerdem können Sie statt am Hauptsitz
des Gegners am Sitz der betroffenen Niederlassung oder Agentur klagen.
In den seltenen Fällen eines ausschließlichen Gerichtsstands ist keine Gerichtsstandsvereinbarung möglich. Wenn Sie
also zum Beispiel Ihren Eigentumsvorbehalt durchsetzen wollen, geht das nur vor
dem Gericht, wo die Kaufsache sich befindet.
Auf keinen Fall genügt es für einen Gerichtsstand in Deutschland, dass der Beklagte hier Vermögen hat.
2. Vertragspartner im Rest der Welt
Auch hier muss prinzipiell am Sitz des
Beklagten geklagt werden. Aber hier gilt
vor deutschen Gerichten die deutsche
ZPO. Dann ist der Erfüllungsort für die
Kaufpreiszahlung (unabhängig von der
Rechtssicher auf Auslandsmärkten
Frage des Lieferorts) am Sitz des Käufers
– außer wenn das Wiener UN-Kaufrechtsübereinkommen anzuwenden ist
(danach ist der Erfüllungsort für den Kaufpreis nämlich am Sitz des Verkäufers).
Auch nach der deutschen ZPO (und anderen nationalen Zivilprozessordnungen)
kann am Ort der Zweigniederlassung oder
Agentur des Gegners geklagt werden,
wenn der Vertrag diese betraf.
Mit einem Kaufmann (also nicht mit einem
Handwerker oder einem Freiberufler) kann
ein Erfüllungsort vertraglich vereinbart
werden, woraus sich dann ein Gerichtsstand des Erfüllungsorts ergibt.
Außerdem gibt es den Gerichtsstand des
belegenen Vermögens. Wenn jemand in
Deutschland Vermögen (zum Beispiel ein
Bankkonto), aber keinen Sitz hat, kann er
am Ort des Vermögens (also zum Beispiel
der kontoführenden Filiale) verklagt werden.
Wenn Sie also nicht sicher sind, ob
• Ihr Vertragspartner hier wirklich eine
Zweigniederlassung oder Agentur hat
oder
• das Wiener UN-Kaufrechtsübereinkommen (englisch: CISG) anwendbar
ist oder
• das deutsche Bankkonto Ihres Vertragspartners bestehen bleibt,
sollten Sie mit Ihren Vertragspartnern
(auch mit Nicht-Kaufleuten) eine Gerichtsstandsvereinbarung treffen. Es muss ja
nicht Ihr Heimatgericht sein. Es kann auch
Hamburg, Zürich oder London (oder ein
Schiedsgericht) sein.
Bitte bedenken Sie auch, dass die Klage
dem Gegner förmlich zugestellt werden
muss. Von Deutschland aus geht das in
manche Länder nur auf diplomatischem
Weg, und der ist mühsam.
Und wäre ein deutsches Urteil leicht zu
vollstrecken?
Innerhalb der EU, in der Schweiz, in
Norwegen und Island müssen deutsche
Urteile und Vergleiche anerkannt und vollstreckt werden (die Ausnahmen sind extrem selten und ungewöhnlich). Als Europäische Vollstreckungstitel bestätigte Ur-
Urteile und Vergleiche sowie Europäische
Zahlungsbefehle sind in den übrigen EUMitgliedsstaaten sogar direkt vollstreckbar.
Mit Israel gibt es einen Vertrag über die
Anerkennung von Vollstreckung von Urteilen und Vergleichen.
Ansonsten ist es Sache des jeweiligen
Landes, in dem die Vollstreckung gewünscht wird, nach dem eigenen Recht
darüber zu entscheiden, ob das ausländische Urteil vollstreckt wird (schwierig bei
Vergleichen). Dabei wird häufig auf die
Verbürgung der Gegenseitigkeit abgestellt
und darauf, ob auch nach den dortigen
Zuständigkeitsregeln die deutschen Gerichte zuständig gewesen wären.
Dann ist es in vielen Ländern hilfreich,
wenn der Gerichtsstand vereinbart war
oder wenn der Erfüllungsort für die Kaufpreiszahlung nach dem Wiener UNKaufrechtsübereinkommen gegeben war
(insbesondere in den derzeit 83 Vertragsstaaten desselben).
Einige Länder (unter anderem Indien,
GUS-Staaten und arabische Länder) erkennen aber selten oder nie Urteile aus
fremden Staaten an, erkennen aber ausländische Schiedssprüche an, weil sie
einer der derzeit 154 Vertragsstaaten des
New Yorker Schiedsgerichtsübereinkommens sind.
Bitte bedenken Sie auch: Zur Pfändung
des deutschen Bankkontos einer indischen
Firma muss der Pfändungsbeschluss in
Indien zugestellt werden, wenn die indische Firma keine Zustellungsadresse in
Deutschland (mehr) hat.
In unserer Rubrik „Rechtssicher auf
Auslandsmärkten“ informiert Sie die
IHK Region Stuttgart unter anderem
über die Themen Vertragsgestaltung,
Länderrisiken und Inkasso.
Ihre IHK-Ansprechpartnerin
Claudia Schneider
Telefon 0711 2005-1269
claudia.schneider@stuttgart.ihk.de
Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
11
Außenwirtschaftsfinanzierung und -förderung
FI-Compass – neue
Wissensplattform zu den
EU-Finanzinstrumenten
(DIHK) Die EU-Kommission hat in Partnerschaft mit der Europäischen Investitionsbank EIB mit dem FI-Compass ein
Internet-Werkzeug installiert. Der webbasierte Beratungsdienst unterstützt öffentliche und private Projektträger bei der
Inanspruchnahme der EU-Finanzinstrumente der EU-Struktur- und Investitionsfonds sowie des Programmes für Beschäftigung und soziale Innovation. Diese WebPlattform versteht sich als Umsetzungsmaßnahme der 315 Milliarden Euro
schweren EU-Investitionsoffensive und
soll in ihrer Endausbaustufe unter anderem folgende Informationen umfassen:
• Methodologische Hinweise,
• EU-Rechtshinweise,
• Handbücher,
• Factsheets,
• E-learning-Module,
• Veranstaltungshinweise,
• Newsletter-Service.
▶ Internet
▶ Internet
NEFI
www.nefi.eu/our-members
ELTI
www.eltia.eu/index.php/2014-10-02-1008-48/members
Exportinitiative präsentiert
deutsche Leuchtturmprojekte für
Energieeffizienz im Ausland
(BMWi) Mit seiner Exportinitiative Energieeffizienz unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ab
sofort die Präsentation von innovativen
Leuchtturmprojekten für energieeffiziente
Gebäudelösungen „Made in Germany“ im
Ausland. Nach einer erfolgreichen Pilotphase 2013 im Baltikum und 2014 in
Irland wird das Angebot nun sukzessive
auf weitere Länder ausgeweitet. Die Bewerbung der Leuchtturmprojekte erfolgt in
Form von Objektbesichtigungen, Expertenworkshops und Medienarbeit durch die
deutsche Auslandshandelskammer (AHK)
vor Ort. Deutsche Unternehmen können
innovative und realisierte Projekte direkt
der jeweiligen AHK vorschlagen.
www.fi-compass.eu
KfW und polnische Förderbank BGK
kooperieren bei Finanzierung von
Unternehmen
(KfW) Die KfW hat mit der polnischen Förderbank Bank Gospodarstwa Krajowego
(BGK) einen Globaldarlehensvertrag im
Umfang von 100 Millionen Euro abgeschlossen. Mit den Mitteln soll das Finanzierungsumfeld von kleinen und mittleren
Unternehmen verbessert und die Investitionstätigkeit gefördert werden. Von einem
verbesserten Investitionsklima in Polen
profitiert mittelbar auch die deutsche Wirtschaft als einer der wichtigsten Lieferanten
bei Ausrüstungsinvestitionen. Mit dem
Globaldarlehen an die polnische Förderbank BGK setzt die KfW die Kooperation mit europäischen Förderbanken fort,
insbesondere im Rahmen folgender Netzwerke: European Financial Institutions for
Small and Medium Sized Enterprises
(NEFI) sowie der European Long-Term
Investors Association (ELTI).
12 Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
Mit dem neuen Angebot der Exportinitiative Energieeffizienz soll das Know-how von
kleinen und mittleren Unternehmen – Planer, Architekten oder Produktanbieter – im
Ausland stärker in den Blickpunkt rücken
und Multiplikatoren sowie Entscheider für
die Chancen sensibilisieren, die energiesparende Gebäudelösungen bieten. Die
Vermarktungsaktivitäten sollen dazu beitragen, das oftmals schwer greifbare
Thema Energieeffizienz anhand konkreter
Objekte sichtbar zu machen und State-ofthe-Art-Lösungen aus Anwenderperspektive zu präsentieren. Die beteiligten deutschen Firmen profitieren von der Bewerbung der Leuchttürme: Sie können ihre
Referenzprojekte einem Fachpublikum
vorstellen, ihr Netzwerk an Kontakten gezielt erweitern und damit die weitere
Markterschließung vertiefen.
▶ Internet
www.efficiency-from-germany.info
Europa News
Winter-Wirtschaftsprognose:
Verbesserte Aussichten – Gefahren
nicht gebannt
(EU News) Laut Winterprognose der Europäischen Kommission dürften die Volkswirtschaften aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union zum ersten Mal seit 2007
in diesem Jahr wieder wachsen. Im Laufe
dieses Jahres wird die Wirtschaftstätigkeit
in der EU und im Euroraum ein voraussichtlich mäßiges Wachstum aufweisen,
das sich im Jahr 2016 aber weiter beschleunigen wird. Das Wachstum dürfte
sich in diesem Jahr für die EU insgesamt
auf 1,7 Prozent und für den Euroraum auf
1,3 Prozent erhöhen. Im Jahr 2016 wird die
jährliche Wachstumsrate – getrieben von
der erstarkten Binnen- und Auslandsnachfrage, der ausgesprochen lockeren Geldpolitik und einer weitgehend neutralen
Haushaltspolitik – 2,1 beziehungsweise 1,9
Prozent erreichen.
Die Investitionsoffensive der
EU-Kommission
(DIHK) Die Investitionsoffensive der EUKommission nimmt weiter Form an. Nachdem die EU-Kommission am 13. Januar in
ihrem Verordnungsvorschlag dargelegt hat,
wie die erste Säule ihrer Investitionsoffensive, der Europäische Fonds für Strategische Investitionen (EFSI), ausgestaltet
werden soll, wird langsam auch das Zusammenspiel mit der zweiten Säule, der
Projektliste beziehungsweise zukünftigen
„Project-Pipeline“, klarer.
Die bisherige Projektliste ist lediglich ein
Startpunkt für die Investitionsoffensive. Die
Liste steht für weitere Vorschläge offen und
soll zu einer Art Projektregister (ProjectPipeline) führen, das laufend ergänzt wird
und Investoren langfristig eine Übersicht
über Infrastrukturprojekte in Europa geben
soll. Ein ähnliches System gäbe es bereits
in Großbritannien, welches jetzt als Vorbild
dienen würde, heißt es aus der Kommission. Jyrki Katainen, Vizepräsident der EUKommission, bestätigte im Gespräch mit
DIHK-Präsident Eric Schweitzer, Investoren hätten in Gesprächen immer wieder
deutlich gemacht, dass sie zwar über reichlich finanzielle Mittel verfügten, aber keinen
Überblick über relevante Projekte in der EU
hätten.
Konkrete Kriterien zur Projektauswahl sollen erst nach der Einigung mit Parlament
und Rat über den Verordnungsentwurf in
den sogenannten „Investment Guidelines“
in der zweiten Jahreshälfte vorgestellt werden. Zentraler Ansprechpartner für den
EFSI ist die EIB. In Ergänzung dazu soll
noch im Laufe des Jahres ein „European
Investment Advisory Hub“ aufgebaut werden, welches in den Regionen Informationen für Investoren, aber auch Hilfestellung
bei der Projektstrukturierung geben soll.
Mit den 16 Milliarden Euro der EUKommission und den fünf Milliarden Euro
der EIB soll bekanntlich der EFSI innerhalb
der nächsten drei Jahre auf 315 Milliarden
Euro gehebelt werden, um Mittel für strategische Investitionen bereitzustellen. Einen
großen Topf, aus dem sich die Mitgliedstaaten zur Finanzierung von Projekten
bedienen können, wird es jedoch nicht geben. Für jedes Projekt müssen private Investoren oder Mitgliedstaaten gefunden
werden, die bereit sind, ein solches Projekt
zu finanzieren. Wie in der vergangenen
Woche bekannt wurde, wird Deutschland
keinen Beitrag direkt in den EFSI einzahlen, sondern eine eigene Plattform zur Finanzierung von Projekten aufbauen und
mit acht Milliarden Euro ausstatten. Eine
enge Zusammenarbeit mit dem EFSI ist
geplant.
Portugal tilgt vorzeitig Hilfskredite
(EU-News) Portugal will die im Jahr 2011
vom Internationalen Währungsfonds (IWF)
erhaltenen Kredite in Höhe von 26 Milliarden Euro vor Fristablauf zurückzahlen. Das
erklärte die portugiesische Finanzministerin
Maria Luís Albuquerque am Mittwoch in
Lissabon. Insgesamt 78 Milliarden Euro
wog das Hilfspaket, das EU und IWF im
Jahr 2011 für Portugal geschnürt hatten.
Jetzt ist das Land offenbar auf dem Weg
aus der Krise; im Mai 2014 hat es den EURettungsschirm verlassen.
Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
13
Europa News
Fi-Compass: Neuer europäischer
Beratungsservice über
Finanzinstrumente im Rahmen der
Struktur- und Investitionsfonds
(EU News) Am 19. Januar 2015 haben die
Europäische Investitionsbank und die Europäische Kommission den Fi-Compass
vorgestellt. Es handelt sich dabei um einen
neuen Beratungsdienst über Finanzierungsinstrumente im Rahmen der europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESIFonds). Über die Beratungsplattform sollen
die Verwaltungsbehörden und Interessensträger besser auf die Nutzung von Finanzinstrumenten vorbereitet werden.
Zu den ESI-Fonds gehören der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der Kohäsionsfonds, der Europäische
Sozialfonds (ESF), der Europäische Landwirtschaftsfonds für Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und der Europäische
Meeres-Fischereifonds (EMFF).
Die Beratungsplattform unterstützt die
Verwaltungsbehörden und Interessensträger zum Beispiel mit Handbüchern, Factsheets, Fallstudien und Schulungsmöglichkeiten. Auch Veranstaltungen sollen
angeboten werden. Für das Jahr 2015
existiert ein Arbeitsprogramm, das die Vorgehensweise bei der Kommunikation detailliert darstellt.
Die Nutzung von Finanzinstrumenten, zum
Beispiel Darlehen, Garantien, Risikokapital,
soll in der laufenden Förderperiode ausgebaut werden. Der jetzt vorgestellte Beratungsdienst ist auch Teil des 315 Milliarden
Euro Investitionsprogramms.
Finanzielle Lage in Griechenland:
Probleme nur im europäischen
Rahmen lösbar
(EU-News) Nach dem Besuch von Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras
in Brüssel sprach Donald Tusk, der Präsident des Europäischen Rates, von „offenen
und ehrlichen“ Gesprächen. Er habe klar
gemacht, dass eine Lösung für die weitere
finanzielle Unterstützung Griechenlands
gefunden werden müsse, die von alle be-
14 Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
teiligten Mitgliedstaaten mitgetragen werde.
Die Verhandlungen darüber seien in der
Eurogruppe zu führen. „Sie (die Gespräche) werden schwierig sein, Kooperationsund Dialogbereitschaft erfordern sowie
entschiedene Anstrengungen Griechenlands“, sagte Tusk. Beide Seiten seien sich
darüber einig, dass der Zusammenhalt der
Europäischen Union angesichts anderer
Herausforderungen wichtig sei, erklärte der
Pole weiter.
Tsipras sagte nach seinen Treffen mit
Tusk, EU-Kommissionspräsident JeanClaude Juncker und dem Präsidenten des
Europäischen Parlaments, Martin Schulz,
die Gespräche gingen in eine gute Richtung. „Wir wollen das Regelwerk korrigieren, nicht zertrümmern“, erklärte Tsipras.
Auf einem Schuldenschnitt besteht die
griechische Regierung inzwischen nicht
mehr. Schulz bewertete die derzeitige
Rundreise des Griechen durch die EUHauptstädte als ein „starkes Signal“ dafür,
dass Tsipras für „eine europäische Zusammenarbeit und nicht für eine Spaltung“
kämpfe.
▶ Enterprise Europe Network
Thomas Bittner
Telefon 0711 2005-1230
Telefax 0711 2005-601230
thomas.bittner@stuttgart.
ihk.de
Dorothee Minne
Telefon 0711 2005-1325
Telefax 0711 2005-601325
dorothee.minne@stuttgart.
ihk.de
Länder und Märkte
Dänemark • Estland • Frankreich • Italien
 EUROPA
Dänemark, Norwegen, Finnland,
Schweden: Erfindergeist in Europas
hohem Norden
(gtai) Die nordischen Länder Dänemark,
Finnland, Norwegen und Schweden sind
eine Keimzelle neuer, innovativer Ideen.
Exzellente wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen haben Herzschrittmacher,
Sprühdose, Tonbandgerät, aber auch
Skype, Kazaa oder Spotify hervorgebracht.
In immer neuen Clustern arbeiten Unternehmen und Institutionen auch grenzübergreifend zusammen, oftmals gefördert
durch EU-Programme (aus „markets International“, Ausgabe Dezember 2014).
Estland, Lettland, Litauen: Wirtschaft
wächst trotz des schwierigen
internationalen Umfeldes kräftig
(gtai) Estland, Lettland und Litauen zählen
auch 2015 zu den dynamischsten Volkswirtschaften in der Eurozone, trotz der
ökonomischen und politischen Unsicherheiten in Russland und der schwachen Konjunktur bei wichtigen EU-Handelspartnern.
Nach wie vor profitieren alle baltischen
Staaten von der erheblichen Verbesserung
ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit
im Zuge der Krise um 2009. Zunehmend
problematisch sind aber der sich weiter
verstärkende Fachkräftemangel und die
schnellen Lohnanstiege.
Frankreich: Paris-Saclay soll
französisches Silicon Valley werden
(gtai) Im Südwesten der französischen
Hauptstadt entsteht eine der größten Forschungs- und Entwicklungslandschaften
weltweit. Das städtebauliche Projekt Saclay
soll 2020 rund 20 Prozent der öffentlich
geförderten F&E-Aktivitäten Frankreichs
auf sich vereinen. Bildungseinrichtungen,
Forschungszentren und Unternehmen werden hier zusammenarbeiten. Ein Rückgrat
wird die Zone mit dem Bau der Metrolinie
18 im Rahmen des Grand Paris-Projektes
erhalten, die 2030 fertiggestellt werden soll.
Frankreich: Verpackungsindustrie
ist in guter Stimmung
(gtai) Die Verpackungsmittelbranche in
Frankreich lässt sich von der allgemein
schlechten Stimmung im Land wenig
beeinflussen. Der Branchenerhebung Observatoire de l’Emballage zufolge, die
anlässlich der Fachmesse Emballage im
November 2014 in Paris vorgestellt
wurde, rechnen 58 Prozent der Hersteller
von Verpackungsmitteln und 55 Prozent
der Verpackungsmaschinen- und Ausrüstungsfirmen mit steigenden Umsätzen.
Neben den Erwartungen der Abnehmerbranchen kommen ihnen einige Markttrends zugute.
Italien: Fachmesse Eurocarne
in Verona
(Italienische Handelskammer MünchenStuttgart) Seit jeher ist der italienische
Fleischmarkt einer der bedeutendsten Absatzkanäle für deutsche Unternehmen. Die
Messe Eurocarne findet in diesem Jahr
vom 10. bis 13. Mai 2015 in Verona statt
und ist die italienweit traditionsreichste
Fachveranstaltung für die Fleischwirtschaft.
Für deutsche Nahrungsmittel ist Verona
das logistische Einfahrtstor auf den italienischen Markt. Verona bietet dank seiner
geographisch günstigen Lage inmitten des
wirtschaftsstarken norditalienischen Raums
ideale Voraussetzungen für den internationalen Warenaustausch.
Daten und Fakten der vergangenen EUROCARNE:
• 318 Aussteller aus 21 Ländern
• 16.067 Besucher aus 67 Ländern
• über 200 internationale Einkäufer
▶ Kontakt
Martina Agosti
Italienische Handelskammer MünchenStuttgart
Ottostraße 1
80333 München
Telefon 089 9616617-2
Telefax 089 2904894
marketing@italcam.de
Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
15
Litauen • Tschechische Republik • Türkei • Kasachstan • Russland
Litauen: Bestens für die
Euro-Mitgliedschaft gerüstet
(gtai) Litauen führt 2015 den Euro ein.
Mit seinem 19. Mitglied gewinnt die Währungsunion ein Land mit starker internationaler Wettbewerbsfähigkeit, robuster
Konjunktur und soliden Staatsfinanzen.
Litauens Währung Lita ist schon seit 2002
an den Euro gebunden. Auch die starke
Wirtschaftskrise 2009 hat das südbaltische
Land ohne Abwertung, sondern allein
durch öffentliche und private Einsparungen,
sinkende Löhne und Preise sowie wieder
steigende Exporte und Investitionen im
Aufschwung überwunden.
Tschechische Republik:
Investitionsklima und -risiken
(gtai) Tschechien ist einer der attraktivsten
Investitionsstandorte in Mittelosteuropa.
Besonders deutsche Unternehmen nutzen
die Lohnkostenvorteile und die geografische Nähe für den Aufbau von Produktionskapazitäten. Die EU-Mitgliedschaft
gewährleistet ein hohes Maß an Rechtssicherheit. Allerdings muss sich Prag anstrengen, im Wettbewerb mit anderen
Standorten nicht an Boden zu verlieren.
Bürokratie, Infrastruktur und Arbeitskräftemangel belasten das Investitionsklima.
Türkei: Geschäftswelt erwartet
wachsende Korruption
(gtai) Türkische Geschäftsleute sind bezüglich der Korruptionsbekämpfung in der öffentlichen Verwaltung pessimistisch. Dies
geht aus einer Umfrage des Industriellenverbandes TÜSIAD unter Firmenvertretern
hervor, die Mitte 2014 durchgeführt worden
war. Nahezu die Hälfte der Befragten rechnet mit einer Zunahme der Korruption. Auffallend ist dabei der relativ verständnisvolle
Umgang der Geschäftswelt mit Korruptionsfällen.
16 Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
 GUS- UND BALKANSTAATEN
Kasachstan: Wirtschaftstrends
Jahreswechsel 2014 / 15
(gtai) Die Wirtschaftslage in Kasachstan
hat sich 2014 eingetrübt. Der jüngste Ölpreisverfall, das schwächere Wachstum in
wichtigen Abnehmerländern sowie erneute
Probleme am Ölfeld Kaschagan lasten auf
der Wirtschaft. Dennoch dürfte die GUSRepublik 2014 ein robustes Wachstum von
4,3 Prozent aufweisen. Um die Wirtschaft
zu stimulieren, werden im Zeitraum 2015
bis 2017 mehr Mittel für Infrastrukturmaßnahmen bereitgestellt. Für 2015 rechnet
die Regierung mit einem Wirtschaftswachstum von fast fünf Prozent.
Russland: Kürzung der Ausgaben
im Infrastrukturbau
(gtai) Die schlechte Wirtschaftslage und die
Sanktionen westlicher Staaten zwingen
öffentliche Auftraggeber in Russland zu
Projektkürzungen im Infrastrukturbau. Ein
wichtiges Geschäftsfeld bleibt die Verkehrsinfrastruktur, insbesondere Bau und
Reparatur von Straßen und Brücken. In
Moskau sind fünf neue Verkehrsknotenpunkte geplant, die Umsteigemöglichkeiten
zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern im ÖPNV bieten sollen. Auch Bauvorhaben zum Abtransport von Bergbauprodukten bleiben ein Dauerthema.
Russland: Eingeschränkter Zugang
für ausländische Medizinprodukte
bei öffentlichen Aufträgen
(gtai) Für deutsche Hersteller von Medizintechnik und Medizinprodukten hat sich
der russische Markt seit 5. Februar 2015
ein Stück weit verschlossen. Dies ist der
Fall, wenn es sich um Beschaffungsmaßnahmen öffentlicher Gesundheitseinrichtungen handelt und die entsprechende
Warenart im Regierungsbeschluss Nr. 102
vom 5. Februar 2015 ausdrücklich aufgeführt ist. Für 2015 wird ein Rückgang des
Absatzes am Markt für Medizintechnik um
bis zu zehn Prozent prognostiziert.
Russland • China
Russland: WM-Organisatoren
verzichten auf ausländische
Ausrüstung
(gtai) Nach der Fußball-WM in Brasilien
richtet die FIFA ihr Hauptaugenmerk auf
den Ausrichter der nächsten Weltmeisterschaft 2018: Russland. Dort steht es
nicht zum Besten. Das Land steuert
schnurstracks in die Rezession, der Rubel
stürzt ab. Doch an der Weltmeisterschaft
will Präsident Putin festhalten. Er sieht das
als Anreiz, die Entwicklung Russlands voranzutreiben. In der Tat laufen die Vorbereitungen bislang überwiegend nach Plan.
Bauherren verzichten dafür auf importierte
Ausrüstung.
 ASIEN UND OZEANIEN
China: Neues Investitionsgesetz
präsentiert
(gtai) Am 19. Januar 2015 stellte das Ministry of Commerce den Entwurf eines Foreign Investment Laws zur öffentlichen
Kommentierung auf seine Internetseiten.
Der Entwurf des ersten umfassenden Investitionsgesetzes seit Öffnung der VR
China im Jahr 1979 soll nicht nur ausländische Investitionen vereinfachen, sondern
auch das Rechtsregime für ausländische
und chinesische Unternehmen vereinheitlichen. Die Reform soll bis zum Jahr 2017
abgeschlossen werden.
China: Umfangreiche Aktualisierung
der CCC Richtlinien für die
Automobilindustrie
(Cisema) Zum 1. Januar 2015 traten für
Fahrzeuge und deren Komponenten neue
CCC Richtlinien in Kraft. Alle Neuerungen
wurden in chinesischer Sprache auf der
Internetseite der CNCA (China National
Certification Administration) veröffentlicht.
Auf Basis dieser generellen Richtlinien
wurden nun von den zuständigen Zertifizierungsorganisationen, CQC (China Quality
Certification Centre) und CCAP (China
Certification Centre for Automotive Products), weitere Detaillierungen erarbeitet
und Anfang dieses Jahres veröffentlicht.
Sie gelten zusätzlich zum allgemeinen Regelwerk und sind momentan ebenfalls nur
in Chinesisch verfügbar.
Hersteller mit bestehenden Zertifikaten
müssen ihre Zertifizierung bis zum 31. Dezember 2016 auf die neuen Richtlinien umstellen. Produkte, die bisher nicht zertifizierungsrelevant waren (unter anderem sind
neu hinzugekommen: Instrumententafeln /
Dashboards, Fußmatten, Dämmmaterialien, Rückfahrkameras), müssen bis zum
31. Dezember 2015 zertifiziert werden.
Ansonsten dürfen sie ab 2016 nicht mehr
nach China importiert oder in China vertrieben werden.
China: IPR-Schutz wird zum
Wettbewerbsinstrument
(gtai) In der VR China herrscht seit einigen
Jahren eine Anmeldeflut von Patenten,
Gebrauchs- und Geschmacksmustern.
Sehr selten sind diese hochwertig; Innovationsschutz ist nur für wenige der Grund
der Anmeldung. Den künftigen Marktwettbewerb werden sie dennoch beeinflussen.
Patentstrategien für China werden daher
auch für den deutschen Mittelstand immer
wichtiger – egal ob er in China produziert,
Produktanpassungen vornimmt, entwickelt
oder von Deutschland aus ins Land liefert.
China: Voranschreiten mit digitaler
Innovation
(gtai) Innovation ist in China bislang vor
allem Regierungssache. Nur wenige Firmen haben F&E als Entwicklungsstrategie
erkannt. Die wenigen international renommierten innovativen chinesischen Unternehmen sind allesamt in der Informationsund Kommunikationsindustrie (IKT) zu
Hause. Längst ist China nicht mehr nur
IKT-Produzent im Auftrag anderer, sondern
der wichtigste IKT-Markt weltweit. Die Eroberung des Heimatmarktes ist Voraussetzung und zugleich Sprungbrett für den Weg
in die Weltspitze.
Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
17
Indien • Indonesien • Japan • Korea (Rep.)
Indien: Recht kompakt
(gtai) Der Länderbericht Indien aus der
Reihe Recht kompakt liegt in aktualisierter
Fassung mit Stand Januar 2015 vor.
Die Reihe „Recht kompakt“ bietet Ihnen für
verschiedene Länder einen Überblick
über einzelne Rechtsthemen wie unter anderem Beitritt zum UN-Kaufrecht, Gewährleistung, Sicherungsmittel, Produzentenhaftung, Immobilienrecht, Vertriebsrecht,
Investitionsrecht, Gesellschaftsrecht, Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungsrecht,
Gewerblicher Rechtsschutz, Steuerrecht
und Rechtsverfolgung. Ein schneller
Rechtsvergleich wird damit ermöglicht.
Indonesien: Automobilfertigung auf
Wachstumskurs
Japan: Nach wie vor eine Hochburg
für Innovationen
(gtai) Die drittgrößte Volkswirtschaft der
Welt nimmt weiterhin eine globale Führungsrolle in der Forschung und Entwicklung (FuE) ein. Der Innovationsriese Japan
weiß allerdings, dass er weiter in den Bereich investieren muss, um die internationale Konkurrenz in Schach halten zu können. Analog zur industriellen Produktion
haben die Unternehmen begonnen, ihre
Forschungsaktivitäten ins Ausland zu verlagern. Insgesamt vergrößert sich das
Spektrum für internationale Kooperationen.
Korea (Rep.): Setzt auf das Internet
der Dinge
(gtai) Von 2009 bis 2013 kannte der indonesische Kfz-Markt nur eine Richtung:
nach oben. Doch 2014 gingen die Neuzulassungen erstmals wieder leicht zurück.
Ohne die Einführung einer Steuerbefreiung
für umweltfreundliche Kleinwagen hätte es
noch schlimmer kommen können. Immerhin legten Produktion und Ausfuhr weiter
zu. Indonesien etabliert sich aktuell als ein
Fertigungs- und Exporthub für die Ende
2015 startende südostasiatische Economic
Community.
(gtai) Die koreanische IT-Branche ist angesichts eines zunehmend gesättigten Inlandsmarkts auf der Suche nach neuen
Wachstumsmotoren. Als einer der vielversprechendsten Felder gilt das „Internet der
Dinge“. Große Firmen wie Samsung und
LG passen ihre Produktpalette an die neuen Möglichkeiten im Rahmen der Vernetzung von digitaler Welt und elektronischen
Geräten an. Auch die Regierung setzt große Hoffnungen auf den Sektor wie zum
Beispiel auf den Aufbau von 10.000 intelligenten Fabriken bis 2020.
Indonesien: Nur wenig Änderung
bei Handelshemmnissen
Korea (Rep.): Neuer Rekord bei
ausländischen Direktinvestitionen
(gtai) Das größte ASEAN-Mitgliedsland
Indonesien hat trotz der Ende 2015 startenden ASEAN Economic Commmunity
(AEC) neue Normen und Standards erlassen, um die einheimische Industrie zu
schützen. Zugleich verschärft die Regierung ihre Visapolitik. Ein neues „Halal“Gesetz sorgt ebenfalls für Verunsicherung
bei der Wirtschaft. Immerhin will der neue
Präsident, Joko Widodo, die Anzahl der
Importlizenzen verringern.
(gtai) Trotz schleppender Konjunktur haben
internationale Unternehmen weiterhin Vertrauen in die koreanische Wirtschaft. Die
ausländischen Direktinvestitionen in Korea
(Rep.) zogen 2014 an und auch die angekündigten Engagements erreichten einen
neuen Höchstwert. Die Europäische Union
(EU) kristallisierte sich dabei als größter
Investor in Südkorea heraus; das höchste
Wachstum erzielten Unternehmen aus
China. Der Schwerpunkt der Direktinvestitionen wird weiterhin im Dienstleistungssektor liegen.
18 Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
Philippinen • Singapur • Vietnam
Philippinen: 2015 wird ein
„Wachstumskorridor“ von sieben
bis acht Prozent erwartet
Vietnam: Fortschritte in der
11. Verhandlungsrunde zum
Freihandelsabkommen EU – Vietnam
(gtai) Die philippinische Wirtschaft verzeichnete im letzten Quartal 2014 eine hohe Dynamik. Im Gesamtjahr belief sich der
Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt (BIP)
aber „nur“ auf gut sechs Prozent – geringer
als von Manila angestrebt. Für 2015 erwartet die Regierung indes einen neuen BIPWachstumsschub von real sieben bis acht
Prozent, unterstützt durch Export, Investitionen und privaten Konsum. Sinkende Preise für Erdöl und andere Rohstoffe sowie
ein geringerer Inflationsdruck sollen die
Konjunktur mit ankurbeln helfen.
(DIHK) In der 11. Verhandlungsrunde über
das Freihandelsabkommen zwischen der
EU und Vietnam, die vom 19. bis 23.
Januar in Brüssel stattfand, wurden bei
allen wichtigen Themen Fortschritte erzielt.
Dienstleistungen, Investitionen, Zugang zu
öffentlichen Aufträgen, Wettbewerbsregelungen und Regulierungsfragen standen
dabei besonders im Fokus.
Philippinen: Kfz-Absatz soll auch
2015 zweistellig zulegen
(gtai) Die Wachstumsdynamik im Kfz-Markt
der Philippinen wird auch 2015 anhalten,
wenn auch in abgeschwächter Geschwindigkeit. Das Wachstumspotenzial ist groß.
Vor allem das noch recht kleine PkwSegment verzeichnet mit steigender Kaufkraft einen deutlichen Zuwachs. Daran
können deutsche Pkw-Anbieter jedoch bislang nur in geringen Stückzahlen partizipieren. Der philippinische Kfz-Markt wird von
japanischen Marken dominiert. Investoren
agieren mit Zurückhaltung.
Singapur: Hightech-Kooperation mit
Deutschland
(gtai) Der Technologiestandort Singapur ist
bei seinen Investitionen wählerisch. Sie
sollen in das Konzept der „Clean-andgreen“-City Singapur passen. Im Februar
2015 reisten mehrere hochrangig besetzte
singapurische Delegationen nach Deutschland. Unternehmen beider Länder schlossen zahlreiche Vereinbarungen, vor allem
im Bereich Energietechnologien und
Fertigungstechniken. Premierminister Lee
wollte zudem durch seinen Besuch das
Freihandelsabkommen mit der EU voranbringen.
In den Bereichen Betrugsbekämpfung,
handelspolitische Schutzmaßnahmen sowie Handel und nachhaltige Entwicklung
wurde die technische Arbeit bereits abgeschlossen. Letzteres Kapitel enthält Vorschriften zur Einhaltung der ILO-Standards
und multilateraler Umweltabkommen, sowie die Verpflichtung, heimische Arbeitsund Umweltgesetze nicht zu lockern, um
eine gegenseitige Unterbietung zu verhindern. Darüber hinaus gibt es Artikel zum
Klimawandel, zum Schutz von Biodiversität
und zur Förderung von CSR (Corporate
Social Responsibility, sozial verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln).
Das umfassende Abkommen soll nicht nur
Zölle und nicht-tarifäre Handelshemmnisse
abbauen, sondern auch andere Themen
wie Fragen zur Regulierung und geistigem
Eigentum, einschließlich geographischer
Herkunftsangaben, abdecken. Das Handelsvolumen, das im Moment 27 Milliarden
Euro beträgt, soll damit vergrößert und
neue Marktchancen eröffnet werden.
Die Verhandlungen für das Abkommen
laufen seit Juni 2012, womit Vietnam das
dritte ASEAN-Land nach Singapur und
Malaysia ist, mit dem die EU über ein Freihandelsabkommen verhandelt. Das bilaterale Abkommen ist ein weiterer Schritt
zu einem Abkommen mit der gesamten
ASEAN-Region. Die nächste Verhandlungsrunde findet im März in Vietnam statt.
Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
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Brasilien • Ecuador • Kanada • USA
 AMERIKA
Brasilien: Gute Aussichten für
Pharmazeutika
(gtai) In Brasilien legen sowohl konventionelle Medikamente als auch Generika wertund mengenmäßig weiter zu. Nachfrage
und Produktion werden insbesondere von
Biotechnologie, Biosimilars und Generika
angetrieben. Die steigenden Strom- und
Energiepreise wirken sich auf die Produktion aus. Zudem verteuert der schwache
Real die Importe von Vorprodukten. Unternehmen kehren dem teuren Standort São
Paulo zunehmend den Rücken.
Kanada: Bioenergie mit
Wachstumspotenzial
(gtai) Kanada will seinen Energiebedarf
verstärkt aus erneuerbaren Quellen decken. Die Strom- und Wärmeerzeugung
aus Biomasse und -gas spielen dabei eine
wachsende Rolle. Doch die Branche muss
sich ihre Nischen suchen, denn die sinkenden Energiepreise drücken auf die Wettbewerbsfähigkeit der Erneuerbaren. In der
Provinz Ontario wurde ein stillgelegtes
Kohlekraftwerk zum größten Biomassekraftwerk in Nordamerika umgerüstet. Weitere Projekte befinden sich in der Planung.
Ecuador: EU verbessert mit
Handelsvertrag den Marktzugang
in Ecuador
USA: Geschäftsanbahnungsreise
nach Minneapolis – St. Paul, MN, USA
zum Thema „Abwassermanagement
und Wasserinfrastruktur“,
18. bis 22. Mai 2015
(gtai) Ecuadors Regierung hat im Herbst
2014 die zu erwartenden Vorteile des
Handelsabkommens mit der Europäischen
Union konkretisiert. Mit den Regelungen
dürfte sich der Markt der öffentlichen
Beschaffung auch europäischen Unternehmen öffnen. Viele Waren aus dem Euroraum erhalten einen verbesserten Marktzugang in Ecuador. Umgekehrt kann das
südamerikanische Land seine wichtigsten
Produkte zollfrei in die EU einführen.
Sensible Wirtschaftsbereiche bleiben geschützt.
(AHK Chicago) Die AHK Chicago organisiert in Kooperation mit German Water
Partnership eine fünftägige Geschäftsanbahnungsreise in den Bereichen innovatives Abwassermanagement und nachhaltige Wasserinfrastruktur in die USA.
Dabei handelt es sich um ein Projekt,
das im Rahmen des Markterschließungsprogamms vom BMWi gefördert wird und
sich vorrangig an deutsche kleine und mittelständische Unternehmen richtet.
Kanada: Branche kompakt –
Medizintechnik 2014
(gtai) Kanadas Medizintechnikmarkt verzeichnete 2013 ein Umsatzplus von drei
Prozent. Die Nachfrage soll bis 2018 um
durchschnittlich vier Prozent jährlich wachsen. Die Gesundheitsausgaben dürften
2014 erneut um zwei Prozent zulegen. Bei
der Anzahl der Klinikbetten und der Ausstattung mit bildgebenden Diagnosegeräten liegt Kanada noch unter dem OECDDurchschnitt. Das bietet auch künftig Geschäftschancen. Der Bedarf an medizintechnischen Geräten wird zu 80 Prozent
über Importe gedeckt. Deutschland ist das
zweitwichtigste Lieferland.
20 Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
Ziel ist es, den teilnehmenden Unternehmen diesen international wichtigen Markt
zu öffnen und dort professionelle Geschäftskontakte anzubahnen. Teilnehmer
des Programms haben die Möglichkeit,
Kontakte zu potenziellen Geschäftspartnern aufzubauen beziehungsweise zu intensivieren.
Die für Ihr Unternehmen entstehenden
Kosten belaufen sich lediglich auf die
Reisekosten (Flug, Hotel, Transfer) und
individuelle Verpflegung, sowie einen Eigenanteil abhängig von der Größe Ihres
Unternehmens:
• 500 Euro: weniger als eine Million Euro
Jahresumsatz und weniger als zehn
Mitarbeiter
USA
•
•
750 Euro: weniger als 50 Millionen Euro
Jahresumsatz und weniger als 500 Mitarbeiter
1.000 Euro: ab 50 Millionen Euro Jahresumsatz oder mehr als 500 Mitarbeiter
Sollten Sie Interesse haben, an der Geschäftsanbahnung vom 18. bis 22. Mai
2015 nach Minneapolis – St. Paul, Minnesota teilzunehmen, kontaktieren Sie bitte
Corinna Jess für mehr Informationen.
▶ Kontakt
Corinna Jess
Senior Manager, Market Entry Programs
& Delegations
Telefon +1 312 665-0976
jess@gaccmidwest.org
Natalie Kolbe
German Water Partnership e.V.
Reinhardtstraße 32
10117 Berlin
Telefon 030 300199-1220
kolbe@germanwaterpartnership.de
USA: Wirtschaftstrends
Jahreswechsel 2014 / 15
(gtai) Der seit 2009 andauernde Aufschwung der US-Wirtschaft hat sich auch
2014 fortgesetzt. Die Entwicklung verlief
dabei sehr unstetig. Nach einem Einbruch
im ersten Quartal legte die US-Wirtschaft in
den folgenden sechs Monaten ihre stärkste
Periode seit 2003 hin. Viele Ökonomen
rechnen zum Jahreswechsel damit, dass
das Wachstum 2015 erstmals seit der Finanzkrise die Marke von drei Prozent erreichen könnte. Grund zur Hoffnung geben
der Privatkonsum sowie die Belebung der
Ausrüstungsinvestitionen.
USA: Arbeitsmarkt kommt immer
besser in Schwung
(gtai) Die zuletzt spürbar verbesserte
Gesamtkonjunktur hat in den USA die
Erholung des Arbeitsmarkts weiter vorangebracht. Nach Daten des US-Arbeitsministeriums vom Januar nahm 2014 die
Zahl der Beschäftigten außerhalb der
Landwirtschaft um fast drei Millionen zu.
Dies war der stärkste jährliche Anstieg seit
1999. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2014 mit 5,6 Prozent nur noch rund
einen Prozentpunkt über der durchschnittlichen Rate im Vorkrisenjahr 2007.
USA: Lockerung der
Kuba-Sanktionen
(gtai) Mitte Januar verkündete die ObamaRegierung einige neue Regelungen für
den Reiseverkehr und für geschäftliche
Beziehungen mit Kuba. Dabei wurden bestehende US-Exportrestriktionen für verschiedene IKT-Produkte (IKT: Informationsund Kommunikationstechnik / -technologie),
Landtechnik und Baumaterialien gelockert.
Auch bei Finanztransaktionen und im
Dienstleistungssektor gab es Erleichterungen. Das seit über 50 Jahren bestehende,
generelle Wirtschaftsembargo gegenüber
der Karibikinsel hat weiterhin Bestand.
USA: Deutsche Automobilbauer
profitieren vom Aufschwung
in den USA
(gtai) Auf dem US-Automobilmarkt stehen
die Zeichen weiterhin auf Wachstum,
nachdem der Absatz 2014 um rund sechs
Prozent zulegte. Deutsche Hersteller investieren umfangreich in ihre Werke vor Ort.
Am Ausfuhrwert gemessen waren die USA
für die deutsche Automobilindustrie 2014
zudem der bedeutendste Exportmarkt. Von
einem Freihandelsabkommen zwischen
den USA und der EU versprechen sich die
Hersteller große Absatzpotenziale.
USA: Nahrungsmittelindustrie bleibt
auf Wachstumskurs
(gtai) Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Nahrungsmittelindustrie sind 2015 günstig. Die Bevölkerung
wächst und die verfügbaren Einkommen
steigen. Allerdings könnte die anhaltende
Dürre in Kalifornien zu Preissteigerungen
führen. Der Trend geht zu Geflügelfleisch
und Bioprodukten. Dabei setzen nicht nur
spezialisierte Anbieter auf Bio. Die Nachfrage nach Tiefkühlprodukten sinkt. Bei
alkoholischen Getränken bevorzugen Konsumenten Wein und Spirituosen zu Lasten
von Bier.
Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
21
Ägypten • Äthiopien • Israel • Tunesien
 AFRIKA, NAH- UND MITTELOST
Israel: Vereinfachung der Importe
Ägypten: Nahrungsmittelindustrie
bietet zunehmend Chancen für
Maschinenexporteure
(gtai) Israel hat eine erhebliche Vereinfachung der Importanforderungen beschlossen. Durch die Beseitigung von Hemmnissen wird das Importwesen an die in
führenden Industrieländern geltenden Gepflogenheiten angepasst. Nicht zuletzt ist
eine weitreichende Abschaffung der heute
für viele Importwaren geltenden Pflicht zur
Vorabgenehmigung geplant. Unterdessen
nahmen die von Privathaushalten getätigten Internet-Einfuhren auch 2014 rasant zu.
(gtai) Für deutsche Exporteure von Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen
ist Ägypten unverändert der wichtigste
Markt in Nordafrika. Wachsende Ansprüche an eine hochwertige, effiziente und
rückverfolgbare Herstellung bieten Chancen für Anbieter anspruchsvoller Technologien. Milchprodukte sollen nun durch die
Einführung internationaler Standards exportfähig gemacht werden. Insbesondere
ist auch der Einsatz von Technologien gefragt, die Verluste nach der Ernte von Getreide reduzieren.
Äthiopien, Ghana, Nigeria, Tansania:
Hermes-Deckung für
Subsahara-Afrika ausgeweitet
(gtai) Die Bundesregierung hat die Absicherungsmöglichkeiten für deutsche Exporte nach Afrika erweitert. In einzelnen Ländern können nun auch Geschäfte mit
öffentlichen Bestellern durch sogenannte
Hermesdeckungen abgesichert werden.
Dies war bisher nur in Ausnahmefällen
möglich. Für deutsche Unternehmen ergeben sich dadurch zusätzliche Liefermöglichkeiten.
Äthiopien: Wirtschaftstrends
Jahreswechsel 2014 / 15
(gtai) Äthiopien ist weiter auf Wachstumskurs und setzt auf große Infrastrukturprojekte. Hauptpartner sind die VR China, Indien und die Türkei. Marktwirtschaftliche
Reformen und größerer Spielraum für die
Privatwirtschaft werden bislang aber noch
nicht umgesetzt. Nach den Wahlen 2015
könnte sich das Blatt wenden: Der Kapitalhunger ist sehr viel größer als der finanzielle Spielraum, eine Öffnung für ausländische Investoren ist wohl der einzige
Ausweg.
22 Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
Israel: High-Tech-Firmen werden
reifer
(gtai) Lange Zeit war der Firmenverkauf
das führende Ziel israelischer HightechGründer. Jetzt aber ist bei Technologiefirmen ein zunehmender Trend zu mehr
Produktionsreife festzustellen, als sie im
Start-Up-Stadium bereits zu veräußern. Als
eines der Indizien dafür gilt die zunehmende Kapitalaufnahme durch den Börsengang. Für westliche Unternehmen würde
der Ausbau der Produktionsbasis israelischer Hightech-Firmen neue Geschäftschancen schaffen.
Tunesien: Gute Aussichten für
Nahrungsmittelverarbeitung
(gtai) Die Verpackungs- und Nahrungsmittelverarbeitung wurde im letzten Jahrzehnt
in Tunesien weiter ausgebaut. Insgesamt
ist das Engagement ausländischer und
tunesischer Nahrungsmittelhersteller aber
gering geblieben. Dabei gibt es eine Reihe
von Investitionsmöglichkeiten, die bisher
nicht ausgeschöpft worden sind. Aufgrund
der politischen Stabilisierung ist im Jahr
2015 mit vermehrten Investitionen zu rechnen, vielleicht sogar mit einem Boom.
Länder Spezial
Verkaufsbeschränkungen für
deutsche Maschinenbauer in
Russland
(IHK Region Stuttgart) Russland setzt auf
Protektion statt Wettbewerb. Mit der Regierungsverordnung Nr. 84 vom 31. Januar
2015 versucht die russische Regierung den
heimischen Maschinenbau anzukurbeln.
Nach der neuen Verordnung ist es staatlichen Unternehmen (mit den russischen
Rechtsformen FGUP, OGIP, KGUP, RGUP
und MGUP) untersagt, bestimmte Maschinenarten im Ausland einzukaufen. Diese
Produkte dürfen zukünftig nur in den Ländern der Eurasischen Wirtschaftsunion
eingekauft werden. Staaten der Eurasischen Wirtschaftsunion sind Russland,
Weißrussland, Kasachstan, Armenien und
Kirgistan.
Betroffen sind insgesamt 55 Maschinenarten wie Bulldozer, Raupenschlepper,
Gabelstapler, Bagger, Autobusse, Trolleybusse, Feuerwehrfahrzeuge, Autokrane,
Krankenwagen, LKW bis zwölf Tonnen,
Zugmaschinen, Anhänger, Schneefräsen
und andere mehr.
Inwieweit Aktiengesellschaften mit staatlichen Anleihen betroffen sind, ist umstritten.
Derzeit wird jedoch davon ausgegangen,
dass diese Betriebe ebenso wie private
Unternehmen nicht betroffen sind und weiterhin in der Auswahl ihrer Lieferanten frei
sind.
▶ Weitere Informationen und Unterlagen
•
•
Eine genaue Auflistung aller Maschinenarten, die unter die Beschränkung
fallen, finden Sie hier:
Verordnung der russischen Regierung Nr. 84 vom 31. Januar 2015
(im Original)
http://kurzlink.de/rus.verordnung
Russland: Öffentliche Hand darf keine ausländischen Nutzfahrzeuge und
Baumaschinen mehr kaufen (GTAI)
http://kurzlink.de/gtai.infos
▶ Ihre IHK-Ansprechpartnerin
IHK Region Stuttgart
Barbara Effenberger
Telefon 0711 2005-1407
barbara.effenberger@stuttgart.ihk.de
Foto: Fotolia / Destina
▶ Veranstaltungshinweis:
Strategien im Russlandgeschäft in
schwierigen Zeiten
Inzwischen sind viele Firmen, die im russischen Markt bisher erfolgreich tätig
waren, von einem gravierenden Umsatzrückgang betroffen. Wer eine Niederlassung in Russland hat, muss dringend
eine Entscheidung treffen, ob und wenn
ja, welche Notfall-Maßnahmen umgesetzt werden müssen, um den Schaden
zu begrenzen.
Wir geben in diesem Seminar Tipps zum
Vertrieb im russischen Markt und dem
Forderungsmanagement gegenüber russischen Kunden. Wir informieren Sie
über Möglichkeiten der Umstrukturierung
und des Personalabbaus in Ihren russischen Tochtergesellschaften.
Darüber hinaus sprechen wir über die
aktuelle politische und wirtschaftliche
Situation in Russland, den Stand der
Sanktionen und die Auswirkungen auf
einzelne Branchen.
Termin
Die Veranstaltung findet am 16. März
2015 von 13:30 bis 16:30 Uhr
in der IHK Region Stuttgart, Jägerstr. 30,
70174 Stuttgart statt.
Teilnahmeentgelt
50 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer
Anmeldung
Online unter www.stuttgart.ihk.de
Veranstaltungs-Nr. 17574407
Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
23
Länder Spezial
Japan: Zurück nach Hause
(Von Martin Fritz / JAPANMARKT online)
Der schwache Yen und steigende Lohnkosten im asiatischen Ausland veranlassen
vor allem Elektronikfirmen, wieder mehr
Produktionskapazitäten zurück in die Heimat zu verlagern. Eine Senkung der Unternehmenssteuer soll zusätzliche Anreize
bieten.
Erstmals seit Jahren erhöhen die japanischen Unternehmen ihre Investitionen auf
dem Heimatmarkt. Der Inlandsanteil an den
Kapitalausgaben hat laut der Investmentbank UBS Japan seit Mitte 2014 angezogen. Im dritten Quartal hatten die Firmen
demnach 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr
in Japan investiert. In den fünf Jahren davor hatte sich der Auslandsanteil an den
Ausrüstungsinvestitionen auf etwa 27 Prozent verdoppelt. Zurückgeholt wird derzeit
vor allem die Auslandsproduktion für den
japanischen Heimatmarkt. Durch die YenAbwertung um über ein Drittel zum Dollar
und wegen der gestiegenen Löhne in China und Südostasien rechnet sich die Fertigung für Japan dort nicht mehr.
Steigender Lohndruck in Asien
So will der weltgrößte Kamerahersteller
Canon den Anteil seiner Inlandsfertigung
innerhalb von zwei Jahren von 40 auf über
50 Prozent aufstocken. Betroffen sind
hauptsächlich Highend-Produkte, die sich
mit hohem Automatisierungsgrad fertigen
lassen. Sobald die Kapazitäten im Inland
ausgelastet seien, werde man in neue Anlagen investieren, sagte Chairman Fujio
Mitarai der Wirtschaftszeitung Nikkei. Panasonic will Klimaanlagen, Waschmaschinen, Mikrowellen und andere Haushaltsgeräte vermehrt in Japan produzieren, da der
Export von China nach Japan Verluste
bringt. Unter dem gleichen Finanzdruck
wird auch Sharp mehr Fernseher und
Kühlschränke in Japan herstellen. Der
Klimaanlagenbauer Daikin hatte zuvor Teile seiner Produktion aus China nach Japan
verlagert, noch mehr soll folgen. Dabei wollen die Firmen nicht in ihrer Auslandsexpansion nachlassen. Man will vor allem
mehr in Japan für Japan, aber nicht unbedingt mehr für den Export produzieren. Alle
24 Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
genannten Konzerne wollen ihre Werke im
Ausland nicht aufgeben, sondern mit der
frei werdenden Kapazität regionale Absatzmärkte bedienen. So plant beispielsweise Toyota nach Jahren der Konsolidierung den Bau von zwei Werken in China
und einer Fabrik in Mexiko ab 2016. Künftig
will man sogar die Fertigung von Hybridautos nach China verlagern. Und der Hersteller von Teilen für Smartphones, Murata
Manufacturing, will seinen Auslandsanteil
an der Produktion auf 30 Prozent mehr als
verdoppeln.
Erweiterte Firmensteuerbasis
Rückenwind könnten sie bei ihrer Entscheidungsfindung durch die Anpassung
der Unternehmenssteuer in Japan erhalten:
Ab April wird der Satz für die Körperschaftssteuer zunächst um 2,5 Punkte verringert. Bis zum Fiskaljahr 2016 soll der
Satz der Körperschaftssteuer auf 31,3 Prozent sinken. In der Addition wäre das eine
Verringerung um 3,3 Prozentpunkte gegenüber heute. Weitere Schritte sollen in
den nächsten Jahren folgen, bis der Steuersatz unter 30 Prozent gesunken ist.
Lohnerhöhungen werden noch stärker
steuerlich gefördert. Zwar bedeutet das für
in Tokyo beheimatete Unternehmen nur
eine Verringerung auf 32,3 Prozent, weil
der Satz hier höher ist. Im Gegenzug wird
jedoch für alle Unternehmen die Basis
ausgeweitet. Dazu gehört eine erweiterte
Grundlage für den Steuerteil, der auf die
Firmengröße in Bezug auf Lohnsumme,
Zinszahlungen und andere Faktoren zu
zahlen ist.
Reform trifft große Firmen
Die Steuersenkung kostet den Staat nach
offiziellen Schätzungen 1,2 Billionen Yen
(circa 8,3 Milliarden Euro) pro Jahr. Durch
die erweiterte Steuerbasis und die Schließung von Steuerschlupflöchern wie Veränderungen bei Verlustvorträgen und bei der
Dividendenbesteuerung reduziert sich dieser Verlust auf 800 Milliarden Yen. Die Änderungen treffen vor allem rund 15.000
große Firmen mit mehr als 100 Millionen
Yen Eigenkapital. Die gute Nachricht für
mittelgroße und kleinere Firmen: Die ersten
800 Millionen Yen an zu versteuerndem
Länder Spezial
Einkommen werden weiterhin nur mit 15
Prozent besteuert. Diese Subvention wurde
um zwei Jahre verlängert.
Prozent der zusätzlichen Lohnsumme von
ihrem zu versteuernden Einkommen abziehen.
Lohnerhöhungen sollen sich für die Unternehmen noch mehr rechnen. Nach dem vor
zwei Jahren eingeführten System können
Firmen, die ihre Löhne 2013 und 2014 um
mindestens zwei Prozent und 2015 um
mindestens drei Prozent anheben, zehn
Diese Möglichkeit wird nun ausgeweitet:
Für große Firmen, wenn sie 2016 ihre Löhne um mindestens vier Prozent und für
kleine und mittelgroße Firmen, wenn sie
2016 / 17 ihre Lohnsumme um mindestens
drei Prozent anheben.
Griechenland: Eine Einschätzung von Prof. Dr. Athanassios Kelemis,
Geschäftsführer und Vorstandsmitglied der Deutsch-Griechischen IHK
(AHK Griechenland) Als zu gut, um realisierbar und folglich auch wahr zu sein,
sieht die Realwirtschaft das Reformprogramm, zu deren Spezifizierung und Umsetzung sich die Regierung in den nächsten vier Monaten verpflichtet hat.
Banker, Unternehmer und Firmenmanager
sind sich darüber einig, dass die von der
Regierung vorgelegte und von der Eurogruppe genehmigte Reformenliste genau
das ist, was das Land braucht, um einerseits den nächsten Schritt zu gehen und
andererseits finanzpolitischen Spielraum zu
gewinnen, Fehler und Ungerechtigkeiten
der vergangenen fünf Jahre zu beseitigen
und wieder ein Gefühl von sozialer Gerechtigkeit herzustellen.
Die Beunruhigung des Marktes in Bezug
auf die Umsetzung des Programms beruht
nicht so sehr auf den Reaktionen der Opposition, sondern vielmehr auf den Reaktionen der Parteien, die die Regierungskoalition bilden. Den ersten Crash-Test wird
nach Ansicht des Marktes die Spezifizierung der Reformen darstellen, da sowohl
der Wirtschaftsstab des Ministeriums als
auch die Kreditgeber zugeben, dass es
sich um einen allgemein gehaltenen Text
handelt.
Der allgemein gehaltene Text lässt derzeit
Raum für politische Interpretationen. Die
griechische Regierung verpflichtet sich
allerdings, keine einseitigen Handlungen
vorzunehmen, die sich negativ erstens auf
den Haushalt, zweitens auf die Finanzstabilität (Bankensektor) und drittens auf
die Entwicklungsperspektiven (Privatisierungen) auswirken können.
Das vorstehend angeführte Triptychon stellt
nach Ansicht von Europa und IWF, die das
Interimsabkommen als Verlängerung des
bestehenden Memorandums betrachten,
den Grundstein des Abkommens dar.
Mit großer Skepsis steht der Markt der
Frage gegenüber, wie es der Regierung
gelingen wird, die Finanzierungslücke im
März und April abzudecken, da aus den
bisher veröffentlichten Dokumenten hervorgeht, dass die Reformen bis Ende April
näher spezifiziert werden müssen und die
Auszahlung der Tranche von der Umsetzung der Reformen abhängig ist.
Die Finanzierungslücke der beiden folgenden Monate stellt das wirkungsvollste
Druckmittel der Partner und Kreditgeber
auf die griechische Regierung dar, die entweder Maßnahmen zur Erzielung steuerlicher Einnahmen oder das Reformenprogramm schnell umsetzen muss.
Gelingt ihr das, wird Europa vermutlich
Flexibilität zeigen, sodass ein Teil der
Finanzierungslücke mittels der erhöhten
Aufnahme von emittierten Staatsanleihen
durch griechische Banken abgedeckt werden kann.
▶ Kontakt
Elisa Liouta
Leiterin Events, Deutsch-Griechische
Industrie- und Handelskammer
Dorileou 10 -12, GR-11521 Athen
Telefon +30 210 6419 038
Telefax +30 210 6445 175
e.liouta@ahk.com.gr
www.german-chamber.gr
Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
25
Außenwirtschaftsbarometer
Ausgabe 1 / Februar 2015 – IHK Region Stuttgart
Aussichten und Entwicklungen für
Deutschland und Baden-Württemberg
Exporte – Januar - Dezember 2013 / 2014
Deutschland
Baden-Württemberg
(DIHK / IHK Region Stuttgart) Die Wirtschaftslage hellt sich gegenüber dem
Herbst 2014 leicht auf. Der deutliche Rückgang der Ölpreise entlastet Verbraucher
und Unternehmen. Befürchtungen weiter
eskalierender globaler Krisen haben sich
bisher nicht bestätigt. Die Auslandsnachfrage erhält zusätzlichen Schub durch
die gute US-Konjunktur, aber auch den
schwächeren Euro. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erwartet für 2015 eine Wachstumsprognose für
Deutschland von 1,3 Prozent.
Die baden-württembergische Wirtschaft
ist robust ins neue Jahr gestartet. Ihre
aktuelle Geschäftslage bewertet knapp die
Hälfte der Unternehmen (47,9 Prozent)
als gut. Dies sind fast zwei Prozentpunkte
mehr als noch im Herbst des vergangenen
Jahres. Das ergibt die aktuelle Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Baden-Württemberg, an
der sich knapp 4.000 Unternehmen bis
1,133 Mrd. Euro
( + 3,7 %)
181,4 Mrd. Euro
(+ 4,7 %)
Mitte Januar 2015 aus allen Branchen,
Größenklassen und Landesteilen beteiligt
haben.
Die Exporterwartungen des Verarbeitenden
Gewerbes für die kommenden 12 Monate
sind im Vergleich zum vergangenen Herbst
verhalten zuversichtlich. Fast die Hälfte
der exportierenden Unternehmen erwartet
ein zumindest gleichbleibendes Niveau.
Auch eine steigende Auslandsnachfrage
stützt die Zufriedenheit der global agierenden Industrieunternehmen Baden-Württembergs. Die Unternehmen sehen zudem
einen positiven Trend beim Auslandsumsatz. Als stärkste Impulsgeber fungieren
weiterhin die stabil wachsenden Volkswirtschaften Asiens und der Vereinigten Staaten von Amerika.
Erwartungen:
Entwicklung
der Exporte für
die kommenden 12 Monate
(Exportierende
Betriebe)
Umsatz:
Entwicklung des
Auslandsumsatzes
im letzten Quartal
zum Vorjahresquartal (Exportierende
Betriebe)
Auftragseingang:
Aktuelle Tendenz
aus dem Ausland
(Exportierende
Betriebe)
© IHK Region Stuttgart
26 Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
Außenwirtschaftsbarometer
Erwartungen der exportierenden Wirtschaft – nach Branchen
Zwar ist die im Herbst verloren
gegangene Dynamik noch nicht
zurückgekehrt, aber die Geschäfte der Industrie laufen weiterhin
auf hohem Niveau. Erste Anzeichen einer Belebung der Auslandsnachfrage bestärken die
Industrie darin, für das gesamte
Jahr 2015 mit Exportzuwächsen
zu rechnen.
Auch im Handel lassen sich positive Tendenzen erkennen. Der
Geschäftsverlauf des Großhandels folgt der konjunkturellen
Entwicklung seiner Kundschaft.
Somit steigert die Industriekonjunktur die Expansion des Großhandels.
Beim Blick auf die gesamte
Branche der Dienstleister erweist sich die Servicekonjunktur
als robust. Es lässt sich eine
sehr leichte positive Tendenz
feststellen. Die Exporterwartung
bleibt demnach auf einem hohen
Niveau.
Die im Herbst des vergangenen
Jahres einsetzende Verlangsamung der Nachfrage nach binnen- und grenzüberschreitenden
Verkehrs- und Transportdienstleistungen zeigt zu Jahresbeginn
bereits erste Wirkungen. Der erwartete Umsatz im grenzüberschreitenden Verkehr der Unternehmen im Bereich Transport
und Verkehr sinkt im Vergleich
zum vergangenen Herbst leicht.
Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
27
Außenwirtschaftsbarometer
Erwartungen der exportierenden Wirtschaft – nach Weltregionen
Für die kommenden zwölf Monate rechnet die Südwestwirtschaft
trotz dieser sehr guten Ausgangslage nicht mit einer größeren Dynamik. So zeugen die aktuellen Nachfragetendenzen nur
von einer leicht aufwärts gerichteten Entwicklung.
Wie schon im Herbst registrieren
mehr als die Hälfte der Unternehmen einen konstanten Auftragseingang. Um zwei Prozentpunkte auf 28 Prozent ist die
Zahl der Betriebe mit anziehender Nachfrage gestiegen. Im
gleichen Umfang hat sich der
Anteil der Unternehmen mit abnehmenden Auftragseingängen
verringert.
In der Hoffnung, dass sich weder
die Ukraine-Krise zuspitzt, noch
die Kämpfe in Syrien und dem
Irak ausweiten oder andere unerwartete Schocks die bislang
prosperierenden Märkte in Nordamerika und Asien in Mitleidenschaft ziehen werden, blickt die
hiesige Exportwirtschaft recht
zuversichtlich auf ihre Absatzchancen im weiteren Jahresverlauf.
Lateinamerika, die Eurozone
sowie das restliche Westeuropa
dürften dagegen nur moderat
zum Exportwachstum beitragen,
die Nachfrage aus Russland und
seinen osteuropäischen Nachbarn dürfte im Sinkflug verharren.
Methodische Erläuterungen
IHK-Konjunkturberichte: Die Berichte der IHK Region Stuttgart erscheinen seit 2007 drei Mal pro Jahr. Die in diesem Außenwirtschaftsbarometer enthaltenen Daten basieren auf der Mitte Januar 2015 abgeschlossenen Umfrage. Für den Konjunkturbericht Baden-Württemberg werden knapp 9.000 Unternehmen befragt, von denen sich circa 45 Prozent an der Umfrage
beteiligen. Die Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg erstellen Berichte zur Wirtschaftslage seit 1952. Sie sind
die Organisation mit der größten Erfahrung für diesen Bereich.
IHK-Konjunkturindikatoren: Sie werden als Saldo der positiven beziehungsweise negativen Antworten zu den jeweiligen Fragen
ermittelt und können demnach zwischen minus 100 und plus 100 Prozentpunkten liegen. Ein Indikator von Null zeigt an, dass
sich die positiven und negativen Antworten genau die Waage halten. Ein positiver Indikatorwert bedeutet, dass es mehr positive
als negative Antworten gibt.
28 Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
Außenwirtschaftsbarometer
Außenhandelspartner
Baden-Württembergs
Der Exportaufschwung zur Jahresmitte
2014 setzt sich bislang auch am Ende
des Jahres fort. So konnte die badenwürttembergische Exportwirtschaft im letzten Jahre im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Wachstum von über vier Prozent verzeichnen. Auch die Importe haben
mit einem Wachstum von rund 7,00 Prozent
im Vergleich zum Vorjahr 2013 deutlich
zugelegt. Zielland Nummer eins bei den
Warenlieferungen ins Ausland bleiben weiterhin die USA, gefolgt von China und
Frankreich. Spanien kann sich weiterhin
auf Rang zehn der Top Zielmärkte halten, nachdem es zum Jahresanfang 2014
Russland von dieser Position abgelöst
hatte.
Ausfuhren
Top Ten nach Wachstum*
Top Ten nach Umsatz
Top Ten
Ausfuhren
Baden-Württemberg
▬
▲
▼
▼
▬
▬
▬
▬
▬

Jan-Dez
2014 / 2013
in Prozent
∑ Deutschland
∑ Baden-Württemberg
Vereinigte Staaten
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Top Ten Wachstumsmärkte
Ausfuhren
Baden-Württemberg
Jan-Dez 2014
in Euro
3,70% 1 133 540 484 776
4,66%
181 373 682 362
13,81%
21 249 211 087
China
Frankreich
Schweiz
Niederlande
Vereinigtes Königreich
Österreich
Italien
Belgien
Spanien
14,26%
0,77%
-1,49%
0,65%
8,44%
-1,66%
2,28%
-1,62%
7,91%
14 050 621 371
14 047 702 191
13 079 904 776
11 914 095 158
10 943 293 636
8 653 461 709
7 794 240 503
5 511 459 939
4 888 556 519
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Vereinigte Arabische
Emirate
Rumänien
Saudi-Arabien
Republik Korea
Ungarn
Portugal
China
Vereinigte Staaten
Finnland
Tschechische Republik
Jan-Dez
2014 / 2013
in Prozent
32,35%
29,61%
25,22%
21,03%
15,78%
15,15%
14,26%
13,81%
13,27%
11,33%
Jan-Dez 2014
in Euro
1 473 545 514

1 746 602 691 ▲▲
2 088 410 483 ▼
3 890 282 386 ▼
4 061 979 340 ▲
1 015 437 718 
14 050 621 371 
21 249 211 087 
1 190 108 651 
4 544 109 892 
Einfuhren
Top Ten nach Wachstum*
Top Ten nach Umsatz
Top Ten
Einfuhren
Baden-Württemberg
▬
▲
▼
▬
▬
▬
▬
▬
▬
▬
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
∑ Deutschland
∑ Baden-Württemberg
Schweiz
Niederlande
Frankreich
Italien
Vereinigte Staaten
China
Vereinigtes Königreich
Tschechische Republik
Österreich
Ungarn
Jan-Dez
2014 / 2013
in Prozent
2,05%
7,00%
2,82%
15,00%
5,92%
6,48%
5,73%
0,11%
12,65%
8,08%
-3,68%
11,16%
Top Ten Wachstumsmärkte
Einfuhren
Baden-Württemberg
Jan-Dez 2014
in Euro
922 258 492 233
150 738 813 051
13 171 864 233
12 043 562 070
11 874 430 959
11 276 591 904
9 908 265 884
9 354 931 534
8 822 665 856
7 206 724 360
6 109 791 423
5 728 101 947
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Algerien
Finnland
Russische Föderation
Irland
Republik Korea
Philippinen
Türkei
Aserbaidschan
Singapur
Kasachstan
Jan-Dez
2014 / 2013
in Prozent
733,66%
109,01%
48,43%
33,08%
32,13%
30,33%
29,76%
28,84%
22,32%
18,24%
Jan-Dez 2014
in Euro
783 347 025 
1 506 256 505 ▲▲
1 818 967 552 
3 537 798 024 
863 577 306 ▲
583 647 544 
2 296 086 344 
1 125 862 944 ▼▼
2 269 257 992 
892 086 519 ▼▼
Rang im Vergleich zum Gesamtjahr 2013:
▬ = Unverändert;  = Neu; ▲(▲) = im Rang (deutlich) gestiegen; ▼(▼) = im Rang (deutlich) gesunken
*
Aus allen Ein- und Ausfuhrländern wurden zunächst die 40 umsatzstärksten Länder vorselektiert und die
Reihenfolge daraus errechnet. Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stand 28.02.2015
Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
29
Internationale Projekte und Ausschreibungen
UN-Procurement-Seminar in
New York vom 20. bis 22. April 2015
(AHK New York) Das European Procurement Forum (EUPF) bietet einen tiefen
Einblick in das Beschaffungswesen verschiedener Organisationen der UN. Dabei
nehmen nicht nur die UN-Organisationen
aus New York teil, sondern auch von anderen UN-Standorten wie zum Beispiel Kopenhagen und Rom. Die Veranstaltungen
bieten Consultants und Lieferanten die
Möglichkeit, Einkäufer verschiedener UNOrganisationen zu treffen und sich mit den
Besonderheiten der UN-Vergabe vertraut
zu machen. Unter anderem stehen folgende Aspekte im Vordergrund:
•
Beschaffung in Krisenfällen
•
Nachhaltige Beschaffung
•
Einkauf von Transportleistungen
▶ Internet
http://eupf.org
▶ Kontakt
Nicole Klug
Deutsch-Amerikanische Handelskammer
Telefon +1 212 974-8853
nklug@gaccny.com
Die Weltbank allein investierte im vergangenen Haushaltsjahr über 4,5 Milliarden
Dollar in den Bereich „Stadtentwicklung“.
Dies entspricht elf Prozent ihrer gesamten
Kreditvergabe. Die städtischen Projekte in
den Entwicklungs- und Schwellenländern
beschäftigen sich unter anderem mit Abfallwirtschaft, Verkehrswesen, Wohnungsbau und der internetbasierten Vernetzung
städtischer Sektoren. Die Themen Smart
Cities und Nachhaltigkeit stehen dabei im
Vordergrund.
Die Veranstaltung wurde gemeinsam von
der Wirtschaftskammer Österreich und
dem RGIT (Representative of German Industry and Trade) organisiert. Die dort angesiedelte Verbindungsstelle vermittelt
Geschäftskontakte zu den in Washington
DC ansässigen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (Weltbankgruppe, Inter-Amerikanische Entwicklungsbank
und Millenium Challenge Corporation).
Weitere Informationen zur Veranstaltung
sowie die Präsentationen sind auf der Internetseite des RGIT hinterlegt.
▶ Internet
www.rgit-usa.com/de/themen/
internationale-finanzinstitutionen
▶ Kontakt
▶ Ihr IHK-Ansprechpartner
Thomas Bittner
Telefon 0711 2005-1230
thomas.bittner@stuttgart.ihk.de
Geschäftsmöglichkeiten: Weltbank
und Stadtentwicklung
(RGIT) 14 Teilnehmer aus Deutschland
und Österreich informierten sich im Rahmen einer Firmendelegationsreise nach
Washington über Geschäftsmöglichkeiten
mit der Weltbank, der Inter-Amerikanischen
Entwicklungsbank (IDB) und der US-amerikanischen Millennium Challenge Corporation (MCC). Während des knapp dreitägigen
Programms (19. bis 22. Januar 2015), dessen Fokus auf dem Thema „Stadtentwicklung“ lag, hatten die teilnehmenden Firmen
Gelegenheit, sich mit den Projektmanagern
der Institutionen auszutauschen und die
verschiedenen Vergabeverfahren kennenzulernen.
30 Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
Dr. Christoph Schemionek
RGIT
Telefon +1 202 659-6821
cschemionek@rgit-usa.com
▶ Ihr IHK-Ansprechpartner
Thomas Bittner
Telefon 0711 2005-1230
thomas.bittner@stuttgart.ihk.de
Recherchedienst gtai
(IHK Region Stuttgart) In Kooperation mit
Germany Trade & Invest (gtai) bietet die
IHK Region Stuttgart ihren Mitgliedsunternehmen die Möglichkeit, sich in einer
Übersicht über aktuelle Projekte und Ausschreibungen im Ausland zu informieren.
Interessierte Unternehmen können diese
Hinweise auch im Rahmen des branchenspezifischen Newsletters „Tenders & Projects Daily“ beziehen. Der Newsletter ist
kostenlos und enthält Übersichten mit
Internationale Projekte und Ausschreibungen
Kurztexten. Ferner besteht die Möglichkeit, ein Jahresabonnement für Projektund Ausschreibungshinweise für 232 Euro
(Preis inklusive Mehrwertsteuer) zu bestellen.
▶ Kontakt
Germany Trade and Invest (gtai)
Georg Hochstatter
Telefon 0228 24993-377
georg.hochstatter@gtai.de
Übersicht
Land
Titel
Termin
gtai-Nr.
Afghanistan
Solarpumpen, Wasserversorgung
25.03.2015 2125025
Albanien,
BosnienHerzegowina,
Mazedonien,
Montenegro,
Serbien,
Kosovo
Consulting, Kompetenzaufbau bei
Atomaufsichtsbehörden
17.03.2015 2135002
Algerien
Planung / Bauaufsicht, Müllverbrennungsanlage
Ghardaa
23.03.2015 2175039
Argentinien
IT-Ausrüstung (TERMINVERLÄNGERUNG)
12.03.2015 2175082
Äthiopien
Consulting, Frauenförderung
13.04.2015 2175002
Bangladesch
Medizinische HNO-Ausrüstung
31.03.2015 2175071
Belarus
Consulting, nachhaltiger Tourismus
23.03.2015 2175003
Bolivien
Consulting, Aufbau von Cash Centern
13.03.2015 2175061
BosnienHerzegowina
Kommunikations- / Informationssystem (Justiz) –
TERMINVERLÄNGERUNG
24.03.2015 2175010
Brasilien
Bau, Besucherzentrum für Naturschutzgebiet
31.03.2015 2125062
China
Horizontal-Bohr- / Fräs-Bearbeitungszentren
17.03.2015 2175021
China
Medizinische Ausrüstung, Kunming
13.03.2015 2175014
China
Materialprüfausrüstung, Flugzeugbau
10.03.2015 2115008
Costa Rica
Erdwärmekraftwerke
30.04.2015 2175005
Ghana, Mali,
Consulting, Unternehmensberatung für
Ruanda,
Saatgut-Kleinbetriebe
Burkina Faso,
Mosambik,
Tansania,
Sierra Leone,
Senegal, Niger,
Liberia,
Uganda
15.03.2015 2125010
Guinea
Geländefahrzeuge (zum Teil mit VideoAusstattung)
23.03.2015 2125073
Haiti
Consulting, Normen / Standards für Agrar- und
Fischereierzeugnisse
11.03.2015 2175043
Indien
Consulting, Katastrophenrisiko-Informationssystem 12.03.2015 2125026
Israel
Nachrichtenübermittlungssystem (Flughäfen)
23.03.2015 2115044
Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
31
Internationale Projekte und Ausschreibungen
Land
Titel
Termin
gtai-Nr.
Jamaika
Leitung, IKT-Projektsekretariat
13.03.2015 2135035
Kamerun
Ausrüstung, Holzbearbeitung
31.03.2015 2115055
Kirgisistan
Ausrüstung, hydrometeorologische
Überwachungsnetze
10.04.2015 2175057
Kongo
IT-Ausrüstung etc. (Schifffahrt)
Demokratische
Republik
24.04.2015 2125002
Libanon
Consulting, kohlenstoffarme Brennstoffe zur
Energieversorgung
12.03.2015 2135020
Malawi
Consulting, Prozessevaluierung eines
Sozialhilfeprogramms
20.03.2015 2115014
Marokko
Elektropumpen für Trinkwasserpumpstation –
TERMINVERLÄNGERUNG
11.03.2015 12234002
Mazedonien
Consulting, Landwirtschafts-Informationssystem
19.03.2015 2175001
Myanmar
Consulting, finanzielle Inklusion der
Landbevölkerung
23.03.2015 2125069
Nepal
Straßenbau
31.03.2015 2175072
Nicaragua
Verbrauchsmaterial, Vorschulen
24.03.2015 2125059
Pakistan
Ausrüstung, Erdgasversorgung (Ventile, Fittings et 10.03.2015 2175080
cetera) AKTUALISIERUNG
PapuaNeuguinea
Durchführung, Entwicklungshilfeprojekte
26.03.2015 2175078
Russland
Finanz-Managementinformationssystem für
Gerichte (Moskau)
13.04.2015 2115084
Schweiz
Dokumentenmanagementsystem (WMO)
11.03.2015 2135018
Senegal
Kathodenschutz (Wasserwerk)
01.04.2015 2115011
Türkei
IT-Ausrüstung (Statistisches Amt) – erneute
Ausschreibung
20.04.2015 2175004
Uganda
Planung / Bau, Kraftwerk (Lake Albert)
18.03.2015 2175050
Ukraine
Mütze / Schal-Sets (Energiesparkampagne)
12.03.2015 2135021
USA
Consulting, Projektevaluierung (HIV / AIDS,
Gesundheit, Ernährung)
12.03.2015 2125033
Usbekistan
Medizinische Ausrüstung (Onkologie)
30.03.2015 2125018
Vietnam
Ausrüstung, Umspannstation Dong Anh (Kabel,
Isolatoren et cetera)
06.04.2015 2115074
Die Liste mit aktuellen Ausschreibungen ist auf unserer Internetseite
www.stuttgart.ihk.de in der Rubrik
„Starthilfe und Unternehmensförderung“,
„Auftragsberatungsstelle“, „IHK-Ausschreibungsdienst“ hinterlegt.
32 Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
▶ Ihr gtai-Ansprechpartner
Germany Trade and Invest (gtai)
Georg Hochstatter
Telefon 0228 24993-377
georg.hochstatter@gtai.de
Literatur- und Internet-Tipps
Firmengründung in Hongkong
Business YouTube:
Unternehmererfahrungsberichte
Südafrika
(AHK Südafrika) Das Projekt „Wirtschaftschancen in Südafrika aufzeichnen“ der
AHK Südliches Afrika sowie der SüdafrikaInitiative der deutschen Wirtschaft beleuchtet die Tätigkeit deutscher Unternehmen in
der südafrikanischen Wirtschaft.
(AHK Hongkong) Nichts ist einfacher als in
Hongkong ein Unternehmen zu gründen.
Das Markenzeichen der Sonderverwaltungsregion Hongkong ist die Abwesenheit
nennenswerter Barrieren für die Geschäftstätigkeit. Das fängt an bei der Administration und endet bei den Zöllen.
Dennoch will auch in Hongkong ein Engagement gut überlegt und entsprechend
vorbereitet sein. Denn auch eine noch so
reibungslose Verwaltung, noch so niedrige
Steuern und ein noch so kosmopolitisches
Umfeld können nicht alle Unwägbarkeiten
ausschließen, die bei einer Firmengründung und dem Beginn oder Ausbau
geschäftlicher Aktivitäten auftreten können.
Die wichtigsten Überlegungen soll die
Gemeinschaftspublikation der Deutschen
Auslandshandelskammer in Hongkong mit
der Germany Trade and Invest beantworten.
Aufgrund seiner Historie, der geografischen
Lage und wirtschaftlichen Disposition ist
die Hafenmetropole prädestiniert für Unternehmen, die in der Wachstumsregion
Asien einen strategischen Stützpunkt benötigen. Themen wie Einkauf, Vertrieb,
Finanzierung, Logistik und Unternehmenssteuerung bringen international orientierte
Unternehmen nach Hongkong.
Ganz persönlich teilen Geschäftsführer,
Manager und Mitarbeiter deutscher Mittelständler ihre Erfahrungen darüber, ein Unternehmen in Südafrika zu führen und dort
zu arbeiten. Unternehmen wie FALKE Eurosocks (Pty) Ltd, MTU South Africa (Pty),
Reboni Furniture Group (Pty) Ltd, MAHLE
Behr South Africa (Pty) Ltd und WorldNet
Logistics (Pty) Ltd informieren unter anderem zu den Themen „Broad-Based Black
Economic Enpowerment“ oder zu Streiks
und wie sie mit diesen Herausforderungen
umgehen.
Foto: Fotolia / Kameonline M.
▶ Internet
Weitere Informationen finden Sie unter
http://business-opportunities-sa.com
▶ Bezug
Die Broschüre kann als PDF online über
die Internetseite der AHK Hongkong abgerufen werden.
http://china.ahk.de/fileadmin/ahk_china/
pub_bilder/hk_bfhk2014.pdf
Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
33
Termine
Veranstaltungen der IHK Region Stuttgart
Termin
Veranstaltung
Entgelt
Ansprechpartner
02.03.2015
Ausfuhrverfahren heute –
Einbeziehung der IAA Plus
100 Euro Petra Lau
Telefon 0711 2005-1207
petra.lau@stuttgart.ihk.de
05.03.2015
Was tun, wenn der Kunde nicht
zahlt – am Beispiel von Italien
und Frankreich
75 Euro
10.03.2015
Die zoll- und außenwirtschaftsrechtliche Betriebsprüfung
100 Euro Petra Lau
Telefon 0711 2005-1207
petra.lau@stuttgart.ihk.de
10.03.2015
12.05.2015
Basisinformationen Import/Export 10 Euro
Wie kleine Unternehmen
importieren
13.03.2015
Vereinfachte Zollverfahren:
Der Zugelassene Ausführer
100 Euro Petra Lau
Telefon 0711 2005-1207
petra.lau@stuttgart.ihk.de
16.03.2015
Strategien im Russlandgeschäft
in schwierigen Zeiten
50 Euro
17.03.2015
Verträge mit ausländischen
Handelsvertretern und
Vertragshändlern
150 Euro Claudia Schneider
Telefon 0711 2005-1269
claudia.schneider@stuttgart.ihk.de
20.03.2015
07.05.2015
Lieferantenerklärungen
100 Euro Petra Lau
Telefon 0711 2005-1207
petra.lau@stuttgart.ihk.de
23.03.2015
Häufige Fragen bei
Zollanmeldungen
175 Euro Petra Lau
Telefon 0711 2005-1207
petra.lau@stuttgart.ihk.de
25.03.2015
Wirtschaftstag Belgien
Kostenfrei
Julia Klett-Carré
Telefon 0711 2005-1243
julia.klett-carre@stuttgart.ihk.de
13.04.2015
After-Work Roundtable Myanmar KostenIHK Region Stuttgart mit
frei
Unterstützung OAV
Sonja Bachofer
Telefon 0711 2005-1236
sonja.bachofer@stuttgart.ihk.de
14.04.2015
Basisinformationen Import/Export 10 Euro
Wie kleine Unternehmen
exportieren
Robert Thimm
Telefon 0711 2005-1209
robert.thimm@stuttgart.ihk.de
17.04.2015
Lieferantenerklärungen für
100 Euro Petra Lau
Fortgeschrittene: Organisation im
Telefon 0711 2005-1207
Unternehmen
petra.lau@stuttgart.ihk.de
März
Claudia Schneider
Telefon 0711 2005-1269
claudia.schneider@stuttgart.ihk.de
Robert Thimm
Telefon 0711 2005-1209
robert.thimm@stuttgart.ihk.de
Barbara Effenberger
Telefon 0711 2005-1407
barbara.effenberger@stuttgart.
ihk.de
April
34 Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
Termine
Termin
Veranstaltung
Entgelt
Ansprechpartner
21.04.2015
Exportwissen kompakt
150 Euro Oliver Kettner
Bezirkskammer Rems-Murr
Telefon 07151 95969-8724
oliver.kettner@stuttgart.ihk.de
24.04.2015
Carnet ATA / CPD
75 Euro
27.04.2015
Intrastat
100 Euro Petra Lau
Telefon 0711 2005-1207
petra.lau@stuttgart.ihk.de
04.05.2015
ATLAS Ausfuhr – Spezial
175 Euro Petra Lau
Telefon 0711 2005-1207
petra.lau@stuttgart.ihk.de
06.05.2015
Ursprungszeugnisse und
Bescheinigungen
75 Euro
Petra Lau
Telefon 0711 2005-1207
petra.lau@stuttgart.ihk.de
08.05.2015
Effiziente Nutzung von
öffentlichen Datenbanken im
Außenhandel
Kostenfrei
Andrea.Schubode
Telefon 0711 2005-1234
andrea.schubode@stuttgart.ihk.de
11.05.2015
Ermittlung der richtigen
Warennummer
175 Euro Petra Lau
Telefon 0711 2005-1207
petra.lau@stuttgart.ihk.de
18.05.2015
Der Zollbeauftragte und seine
Haftung
175 Euro Petra Lau
Telefon 0711 2005-1207
petra.lau@stuttgart.ihk.de
15.06.2015
Internes Kontrollsystem für
Zollprozesse
175 Euro Petra Lau
Telefon 0711 2005-1207
petra.lau@stuttgart.ihk.de
17.06.2015
Einführung in die
Exportabwicklung
85 Euro
Peggy Vollmer
Telefon 07031 6201-8245
peggy.vollmer@stuttgart.ihk.de
Maschinen erfolgreich in China
vermarkten
75 Euro
Sonja Bachofer
Telefon 0711 2005-1236
sonja.bachofer@stuttgart.ihk.de
Kirsten Stürner
Telefon 0711 2005-1335
kirsten.stuerner@stuttgart.ihk.de
Mai
Juni
Juli
08.07.2015
Weitere Veranstaltungen finden Sie unter
www.bw.ihk.de. Unter www.stuttgart.ihk.de
erhalten Sie detaillierte Informationen und
können sich online anmelden. Fragen zur
Anmeldung beantwortet Ihnen das Zentrale
Veranstaltungsmanagement.
▶ Veranstaltungsorganisation
Zentrales Veranstaltungsmanagement
Telefon 0711 2005-1380 oder -1381
Telefax 0711 2005-1383
zvm@stuttgart.ihk.de
Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
35
Termine
Veranstaltungen anderer Organisationen
Termin
Veranstaltung
Kontakt
Zertifikatslehrgang Fachkraft für
Export- und Zollabwicklung
Carolin Hildinger
IHK-Exportakademie GmbH
Telefon 0711 2005-1443
carolin.hildinger@ihk-exportakademie.de
Mara Scherer
IHK-Exportakademie GmbH
Telefon 0711 2005-1364
mara.scherer@ihk-exportakademie.de
VWA Württembergische Verwaltungsund Wirtschafts-Akademie
Telefon 0711 21041-16
scherera@w-vwa.de
Sonja Bachofer
Telefon 0711 2005-1236
sonja.bachofer@stuttgart.ihk.de
März
04.03. 06.03.2015
und 11.03. 13.03.2015
05.03.2015
09.03.2015
und
10.03.2015
10.03.2015
München
11.03.2015
Berlin
11.03.2015
12.03.2015
19.03.2015
23.03.2015
und
24.03.2015
23.03.2015
(LB) und
13.04.2015
(BB)
23.03.2015
und
24.03.2015
24.03.2015
25.03.2015
25.03.2015
26.03.2015
Einreihung ECCN (Export Control
Classification Number) - Klassifizierung nach amerikanischem Exportkontrollrecht
Exportkontrolle nach deutschem
und europäischem Außenwirtschaftsrecht
ASEAN Konferenz
(Veranstalter: DIHK und GACN)
Doing Business mit Indern
Mara Scherer
IHK-Exportakademie GmbH, s.o.
Gestaltungsspielräume bei der
Mara Scherer
Nutzung von Präferenzen
IHK-Exportakademie GmbH, s.o.
Zollabwicklung Spezial China
Mara Scherer
IHK-Exportakademie GmbH, s.o.
Warenursprung und Präferenzen
VWA Württembergische Verwaltungsund Wirtschafts-Akademie
s.o.
Exportabwicklung in Theorie und
Verein zur Förderung der
Praxis
Berufsbildung e.V.
Telefon 07141 91107-22
www.ihk-vfb.de
maisack@ihk-vfb.de
Abwicklung von Exportgeschäften
GARP Bildungszentrum
einschließlich Binnenmarkt (EU)
Telefon 07153 8305-520
www.garp.de/
Organisation des Exports: InterMara Scherer
nationale und EU-Reihengeschäfte IHK-Exportakademie GmbH, s.o.
Zoll- und Außenwirtschaftsrecht für Carolin Hildinger
die Geschäftsleitung
IHK-Exportakademie GmbH, s.o.
Basisseminar Exportkontrolle
Mara Scherer
IHK-Exportakademie GmbH, s.o.
Verkaufen und Verhandeln in den
Carolin Hildinger
Ländern der Pazifik-Allianz (Mexiko, IHK-Exportakademie GmbH
Kolumbien, Peru und Chile)
s.o.
April
14.04.2015
14.04.2015
Rechtsschutz im Zoll- und
Außenwirtschaftrecht
Herausforderungen und Chancen
für den deutschen Mittelstand in
Japan
36 Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
Mara Scherer
IHK-Exportakademie GmbH, s.o.
Ramona Lange
IHK Karlsruhe
Telefon 0721 174-134
ramona.lange@karlsruhe.ihk.de
Termine
Termin
16.04.2015
21.04.2015
22.04.2015
23.04.2015
23.04.2015
30.04.2015
Veranstaltung
Die Dual-Use Güterlisten - zentraler
Baustein der Exportkontrolle
Zollforum Baden-Württemberg in
Freiburg
Exportkontrolle und vorbeugende
Vertragsgestaltung
Einfuhrbestimmungen Brasilien
Entsendung von Mitarbeitern
in Krisen- und Konfliktgebiete –
Aufbau eines Travel Risk
Managements
Exportkontrolle organisieren und
strukturieren – im Mittelstand und in
komplexen Organisationen
Kontakt
Carolin Hildinger
IHK-Exportakademie GmbH, s.o.
Carolin Hildinger
IHK-Exportakademie GmbH
s.o.
Mara Scherer
IHK-Exportakademie GmbH, s.o.
Carolin Hildinger
IHK-Exportakademie GmbH, s.o.
Mara Scherer
IHK-Exportakademie GmbH
s.o.
Mara Scherer
IHK-Exportakademie GmbH
s.o.
Mai
07.05.2015
10.05. 13.05.2015
11.05.2015
20.05.2015
20.05.2015
21.05.2015
21.05.2015
Workshop: Internationale
Pressearbeit
Messe EUROCARNE in Verona –
die italienweit traditionsreichste
Fachveranstaltung für die Fleischwirtschaft
Cross-cultural Training for
Impatriates
Mara Scherer
IHK-Exportakademie GmbH, s.o.
Martina Agosti
Italienische Handelskammer MünchenStuttgart
Telefon 089 9616617-2
marketing@italcam.de
Mara Scherer
IHK-Exportakademie GmbH, s.o.
Carolin Hildinger
IHK-Exportakademie GmbH, s.o.
Carolin Hildinger
IHK-Exportakademie GmbH
s.o.
Carolin Hildinger
IHK-Exportakademie GmbH, s.o.
Mara Scherer
IHK-Exportakademie GmbH, s.o.
Versand- und Zollpapiere für EU
und Drittländer mit Fallbeispielen
Organisation des Imports –
unentbehrlich auch für AEO oder
Zugelassene Ausführer
Zoll Know-how für Einkäufer –
kompakt und gezielt ausgewählt
Einsparmöglichkeiten und
Problematiken bei der Einreihung
moderner elektronischer Medien
GARP Bildungszentrum
s.o.
Mara Scherer
IHK-Exportakademie GmbH
s.o.
Carolin Hildinger
IHK-Exportakademie GmbH, s.o.
Mara Scherer
IHK-Exportakademie GmbH
s.o.
Zollabwicklung und
Umsatzsteuerregeln in der Schweiz
Russland und Zoll
Interkulturelle Kommunikation und
erfolgreiches Verhandeln mit
arabischen Geschäftspartnern
Seminar zur Sanktionslistenprüfung
Juni
11.06.2015
11.06.2015
18.06.2015
25.06.2015
▶ Weitere Veranstaltungen
www.ixpos.de
www.bw-i.de
www.bw.ihk.de
www.ihk-exportakademie.de
Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
37
Messe News und Termine
Mittelstand erzielt 5,4 Milliarden Euro
Exportumsatz durch
Auslandsmesseprogramm
(AUMA) Messebeteiligungen im Rahmen
des Auslandsmesseprogramms des Bundeswirtschaftsministeriums sind ein wichtiger Eckpfeiler der deutschen Exportunterstützung. Zu diesem Ergebnis kommt eine
aktuelle Umfrage durch das Marktforschungsinstitut TNS Emnid unter Ausstellern des Auslandsmesseprogramms in den
Jahren 2012 und 2013, die der AUMA_
Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der
Deutschen Wirtschaft jetzt veröffentlicht
hat.
87 Prozent der teilnehmenden Unternehmen haben durch das Auslandsmesseprogramm ihren Export steigern oder sichern
können, deutlich mehr als bei der Vorgängerstudie aus dem Jahr 2012 (83 Prozent).
Kleine und mittelständische Unternehmen
erzielten durch die Messebeteiligung im
Bundesprogramm insgesamt 5,4 Milliarden
Euro Exportumsatz im Jahr 2013.
Das Auslandmesseprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums ermöglicht vor
allem kleinen und mittelständischen Unternehmen, sich auf Gemeinschaftsständen
unter der Dachmarke „made in Germany“
zu günstigen Konditionen an Auslandsmessen zu beteiligen. Mitveranstalter ist
der AUMA.
▶ Bezug
Die Studie steht als PDF-Datei kostenlos
zur Verfügung unter www.auma.de/
Downloads & Publikationen
Termin
Ort / Land
Messe
Kontakt
09.04. –
12.04.2015
Tüyap Istanbul
Fair, Convention
and Congress
Center,
Büyükcekmece
Automechanika Istanbul
Messe Frankfurt Istanbul
Fahrzeuge (Automobile,
Nutzfahrzeuge, Motorräder,
Caravans, Kfz-Zubehör)
Telefon: +49 (0)89 552912-0
www.messefrankfurt.com.tr
Istanbul, Türkei
Firmengemeinschaftsausstellung
Beijing Exhibition
Centre
Industrial Automation BEIJING
Deutsche Messe AG
C-Techniken, Fertigungsautomatisierung, Mess-,
Regel- und Steuertechnik
Telefon: +49 (0)511 89-0
info@messe.de
13.05. –
15.05.2015
Peking, China
(Volksrepublik)
Firmengemeinschaftsausstellung
▶ Weitere Messetermine
www.auma.de
38 Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
Publikationen
Neuerscheinungen
Preis (in Euro)
Veranstaltungsbroschüre Außenwirtschaft
Alle IHK-Veranstaltungen zum Thema Außenwirtschaft
für das 1. Halbjahr 2015
Format DIN A5, erschienen im Dezember 2014,
Dokumentnummer 27259
0,00
Kostenfrei
Dokumentnummer
Globalisierung vor unserer Haustür – Ausländische Unternehmen in der
Region Stuttgart
Zwölf Forderungen zur Stärkung der Wirtschaft im internationalen Wettbewerb
Anwendung der drei wichtigsten Abkommen im Carnet-Verfahren in
Staaten außerhalb der EU
Made in Germany – Ursprungsbezeichnung und Qualitätsbegriff
Übersicht über bestehende Handelsabkommen
Lieferantenerklärung nach EG-Verordnung 1207/01
Passive Lohnveredelungsverkehre
Softwarelieferungen ins Ausland
Export in Drittländer – Kurzinformationen
Import aus Drittländern – Kurzinformationen
Weinimport aus Drittländern
Aussteller von Ursprungszeugnissen und Handelsrechnungen
Verbrauchssteuern im innergemeinschaftlichen Warenverkehr
Ausstellen eines Carnets A.T.A / C.P.D.
Carnet A.T.A / C.P.D. – IHK Reisepass für Waren
Anleitung zum Ausfüllen von Zollanmeldungen 2014
Auslandsmesseförderung – Förderprogramme Baden-Württemberg und
Bund
Außenwirtschaft Aktuell (Informationsdienst alle zwei Monate)
Informationsmöglichkeiten zur Europäischen Union
IHK ProServ International
IHK Ausschreibungsdienst International
UN-Kaufrecht
INCOTERMS 2010
Dienstleistungsangebot der Firmenauskunft – Ausland
Online-Newsletter
Außenwirtschaftsbarometer (im Februar, Juni und November)
Kostenpflichtig
137604
124766
7904
10377
10411
10385
10399
7494
8771
8677
10369
8694
8151
17315
17005
4780
9892
117664
72641
16768
3035
20571
34848
10392
12579
117910
Preis (in Euro)
Globalisierung zwischen Krise und Boom –
Potenziale und Strategien beim „Going international“
Praktische Arbeitshilfe Export / Import, 17., überarbeitete Auflage 2014,
(mit CD-Rom), Basisinformationen und Hinweise zu Formularen mit
Formular-Ausfüll-Software auf CD-Rom
Arbeitnehmerfreizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit
in der erweiterten Europäischen Union
Die Erweiterung der Europäischen Union im Umweltbereich
Arbeitnehmerfreizügigkeit und andere Fakten der EU-Erweiterung
25,00
32,90
6,00
14,00
3,80
Kostenfreie Publikationen unter www.stuttgart.ihk.de. Kostenpflichtige Publikationen sind
per Bestellung erhältlich unter auwi@stuttgart.ihk.de.
Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
39
Ansprechpartner
Geschäftsbereich International
Außenwirtschaftspolitik, Grundsatzfragen
Geschäftsführung
Sekretariat
Tassilo Zywietz
Telefon 0711 2005-1231
Telefax 0711 2005-1410
tassilo.zywietz@stuttgart.ihk.de
Vanessa Carciofalo Dio
Telefon 0711 2005-1233
vanessa.carciofalodio@stuttgart.ihk.de
Christina Moschonas
Telefon 0711 2005-1232
christina.moschonas@stuttgart.ihk.de
Außenwirtschaftsstatistiken,
Redaktion Außenwirtschaft Aktuell
Carolin Hildinger
Telefon 0711 2005-1427
carolin.hildinger@stuttgart.ihk.de
Referat Internationaler Warenverkehr
Zollverfahren, Exportkontrolle, Handelspolitische Grundsatzfragen, Ursprungsrecht
Bescheinigungsdienst, Warenbegleitpapiere,
Ursprungszeugnisse, Verkauf von Formularen
Marc Bauer
Telefon 0711 2005-1235
Telefax 0711 2005-1435
marc.bauer@stuttgart.ihk.de
Pervez-Iqbal Jaffari
Telefon 0711 2005-1387
pervez-iqbal.jaffari@stuttgart.ihk.de
Export- und Importabwicklung, Zollverfahren,
Exportkontrolle, Zollpräferenzen,
Carnets ATA und CPD
Kirsten Stürner
Telefon 0711 2005-1335
kirsten.stuerner@stuttgart.ihk.de
Andrea Schubode
Telefon 0711 2005-1234
andrea.schubode@stuttgart.ihk.de
Meike Refardt
Telefon 0711 2005-1378
meike.refardt@stuttgart.ihk.de
40 Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
Petra Lau
Telefon 0711 2005-1207
petra.lau@stuttgart.ihk.de
Robert Thimm
Telefon 0711 2005-1209
robert.thimm@stuttgart.ihk.de
Ansprechpartner
Referat Länder und Märkte
Portugal, Mittel- und Südamerika,
Australien, Ozeanien, Indien, Nordafrika,
Naher und Mittlerer Osten
Skandinavien, Baltikum, IHK ProServ,
Enterprise Europe Network,
Außenwirtschaftsfinanzierung /-förderung
Júlio Neto
Telefon 0711 2005-1279
Telefax 0711 2005-1410
julio.neto@stuttgart.ihk.de
Thomas Bittner
Telefon 0711 2005-1230
thomas.bittner@stuttgart.ihk.de
Mittel- und Osteuropa, GUS, Balkan,
Türkei
Westeuropa, Subsahara-Afrika
Barbara Effenberger
Telefon 0711 2005-1407
barbara.effenberger@stuttgart.ihk.de
Julia Klett-Carré
Telefon 0711 2005-1243
julia.klett-carre@stuttgart.ihk.de
Nordamerika, Neue Medien
Internationales Wirtschaftsrecht
Konstanze Lochner-Krieger
Telefon 0711 2005-1419
konstanze.lochner@stuttgart.ihk.de
Claudia Schneider
Telefon 0711 2005-1455
claudia.schneider@stuttgart.ihk.de
Asien
Adressenservice Ausland
Sonja Bachofer
Telefon 0711 2005-1236
sonja.bachofer@stuttgart.ihk.de
Jennifer Daschner
Telefon 0711 2005-1257
jennifer.daschner@stuttgart.ihk.de
Enterprise Europe Network
Dorothee Minne
Telefon 0711 2005-1325
dorothee.minne@stuttgart.ihk.de
Referat Dienstleistungen
Internationalisierung von Dienstleistungen
Jürgen Leinwand
Telefon 0711 2005-1270
Telefax 0711 2005-601270
juergen.leinwand@stuttgart.ihk.de
Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
41
Ansprechpartner
Bezirkskammern
Bezirkskammer Böblingen
Steinbeisstraße 11
71034 Böblingen
Telefon 07031 6201-0
Telefax 07031 6201-8250
info.bb@stuttgart.ihk.de
Tilo Ambacher
Telefon 07031 6201-8224
tilo.ambacher@stuttgart.ihk.de
Jutta Keil
Telefon 07031 6201-8247
jutta.keil@stuttgart.ihk.de
Peggy Vollmer
Telefon 07031 6201-8245
peggy.vollmer@stuttgart.ihk.de
Karin Schultheiss
Telefon 07031 6201-8238
karin.schultheiss@stuttgart.ihk.de
Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen
Fabrikstraße 1
73728 Esslingen
Telefon 0711 39007-0
Telefax 0711 39007-8330
info.esnt@stuttgart.ihk.de
Annika Beuter
Telefon 0711 39007-8332
annika.beuter@stuttgart.ihk. de
Julia Schatz
Telefon 0711 39007-8324
julia.schatz@stuttgart.ihk.de
Bismarckstraße 8-12
72622 Nürtingen
Telefon 07022 3008-0
Telefax 07022 3008-8630
info.esnt@stuttgart.ihk.de
Hubert Greiner
Telefon 07022 3008-8615
hubert.greiner@stuttgart.ihk.de
Helmi Veygel
Telefon 07022 3008-8612
helmi.veygel@stuttgart.ihk.de
Bezirkskammer Göppingen
Franklinstraße 4
73033 Göppingen
Telefon 07161 6715-0
Telefax 07161 6715-8484
info.gp@stuttgart.ihk.de
Gernot Imgart
Telefon 07161 6715-8431
gernot.imgart@stuttgart.ihk.de
Bezirkskammer Ludwigsburg
Kurfürstenstraße 4
71636 Ludwigsburg
Telefon 07141 122-0
Telefax 07141 122-1039
info.lb@stuttgart.ihk.de
Ute Minßen
Telefon 07141 122-1012
ute.minssen@stuttgart.ihk.de
Bezirkskammer Rems-Murr
Kappelbergstraße 1
71332 Waiblingen
Telefon 07151 95969-0
Telefax 07151 95969-8739
info.wn@stuttgart.ihk
42 Außenwirtschaft aktuell 3-4/2015
Raffael Walter
Telefon 07151 95969-8736
raffael.walter@stuttgart.ihk.de
Corinna Kobus
Telefon 07151 95969-8738
corinna.kobus@stuttgart.ihk.de
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