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Gemeindebrief der evangelischen Kirchengemeinde Zainingen

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Gemeindebrief der evangelischen Kirchengemeinde Zainingen
Ausgabe
März 2015
2
Das Thema im Blick
Von Inge Class
ugen öffnen – alte Wege verlassen
ngewohnte Wege beschreiten
or tschritte wagen
ereit sein für Neues
ituale - Gewohnheiten aufbrechen
ntschieden Ja und Nein sagen
hristliche Inhalte neu erfahren und begreifen
eilende Kraft erfahren
rste Schritte wagen
eugierig bleiben
Das Thema im Blick
3
Liebe Leserinnen und Leser
eggehen, Neubeginn, Erwachen sind nur einige Begriffe,
die wir auf der Suche nach Synonymen
von „A u f b r u c h“, dem Thema unseres ersten Gemeindebriefs 2015,
finden.
W
Ein Hauptthema, das sich durch die
Bibel zieht, ist Aufbruch. Immer wieder
mussten Menschen aufbrechen, Altes
zurücklassen, Neues beginnen. Auch
wir müssen oftmals aufbrechen, mal
kleinere, für andere fast unmerkbare,
mal größere Aufbrüche, die auch die
Menschen um uns herum zu spüren
bekommen. Bedeutende, lebensverändernde, leichte, schwere, kleine, große
Aufbrüche; Aufbrüche, die ganz offensichtlich geschehen, wo z.B. wirklich
etwas klar beendet oder Neues begonnen wird oder ein Ort, eine Stelle verlassen werden muss, wo neue Wege
beschritten werden sowie auch die inneren Aufbrüche, die ganz leise geschehen und sich vielleicht auch nur
ganz still auswirken und dennoch eine
große Bedeutung haben.
Von Weggehen und Neubeginn erzählen in diesem Heft Menschen, die von
Zainingen aufgebrochen sind und an
einem anderen Ort in neuen Situatio-
nen neu begonnen haben sowie
Menschen, die von einem anderen Ort
nach Zainingen aufgebrochen sind.
Aufbruch ist aber auch Erwachen.
Gerade jetzt im Frühling können wir den
Aufbruch bildlich beobachten in den aufgehenden Knospen der Blüten und Blätter an Bäumen und Hecken. Die Welt
wird wieder farbiger. Die Kälte bricht auf
und lässt uns warme Luft fühlen und
riechen. Der Tag bricht durch, es ist länger hell. Auch über dieses Erwachen der
Natur lesen Sie in dieser Ausgabe.
Ferner werden Sie lesen über den Aufbruch zu etwas Gemeinsamem.
Ostern steht bevor. Der Aufbruch vom
Tod ins Leben. Jesus hat den Tod zerbrochen und den Weg für uns aufgemacht, um uns das ewige Leben zu ermöglichen. So soll auch das Osterfest
einen Platz in diesem Heft haben.
Für dieses und noch einiges mehr wünschen wir Ihnen viel Freude beim Lesen
dieser „Blick in die Gemeinde“-Ausgabe
sowie Mut, Vertrauen in Gott und seinen
Segen zu Ihren ganz persönlichen Aufbrüchen.
Ihre Redaktion
(für das „Blick-Team“: Anja Mutschler)
4
Das Thema im Blick
Liebe Leserinnen und Leser des Gemeindebriefes …
Herr Pfarrer Elser hat mich um ein paar Zeilen zum Thema „Aufbrüche“ gebeten. Wo
fängt man an, und wo hört man auf? Jeder Tag des Lebens ist ein Aufbruch auf neue Wege. Jeder Umzug ist ein Aufbruch. Ich denke hier auch daran, wie meine Frau und ich mit
unseren Kindern aufgebrochen sind von Trichtingen nach Zainingen, wo wir zehn gute und
wichtige Jahre mit Ihnen erleben durften.
Ich will für diesen Gemeindebrief nur von einem Aufbruch erzählen. Das ist der …..
… Aufbruch nach Israel
m Jahr 1988 fuhr ich zum ersten
Mal – noch ohne eine Gruppe aus
Zainingen – nach Israel. Es war schon
dunkel, als der Bus unsere Gruppe aus
Pfarrern und Priestern vom Flughafen
Tel Aviv nach Jerusalem brachte. Er
machte einen kurzen Stopp auf dem
Skopusberg. Von dort oben sah ich
zum ersten Mal die „Heilige Stadt“ und
war bewegt – nicht so sehr wegen der
Lichter und der orientalischen Atmosphäre, die einen umfing, sondern weil
I
Herr Dekan Ulrich Poguntke
dieser erste Blick mir schlagartig klar
machte, was ich mit dem Verstand
längst wußte: Jerusalem gibt es wirklich. Die Stadt von König David und von
Jesus Christus ist nicht nur eine Erzählung der Bibel.
Dass Gott in Christus von sich geredet
hat, das ist keine Theorie. Dass Gott in
Christus ein Mensch wurde, das ist geschehen, hier in diesem Land voller
Freud und Leid, voller Blut und Tränen.
Die Botschaft, dass Gott auf diesem
Erdboden, wie Albrecht Goes einmal
sagte, „einer von uns, aber keiner wie
wir“ wurde, dass Gott Mensch wurde
und in Christus zu uns gesprochen hat,
diese Botschaft ist kein Mythos, sie hat
einen konkreten Ort auf der Erde.
Für mich war dieser Aufbruch damals
der Anstoß, zusammen mit Ihnen aus
Zainingen nach Israel zu reisen. Mehrmals sind wir aufgebrochen. Wir besuchten Orte aus der Lebensgeschichte
Jesu. Ich glaube nicht, dass man in
Israel Christus näher ist als zuhause im
stillen Kämmerlein. Aber die Orte in
5
Das Thema im Blick
17.Mai 1994—Massada
Israel lassen einen vieles aus der Bibel
Hirten, ihr Männer und Fraun“ singen.
besser und anders verstehen. Wer am
Und so ist es überall – ob in Jerusalem
See Genezareth einmal den Sturm
oder Jericho, ob auf dem Berg der Sevom Golan erlebt hat, wird das beim
ligpreisungen oder am Toten Meer, bei
Hören der Geschichte vom „Sturm auf
der Wanderung auf den ägyptischen
dem See Genezareth“ nicht mehr verMoseberg oder bei einem Gang durch
gessen. Oder wer die ausgegrabene
Synagoge von
Tiberias besucht
hat, kann sich
den Besuch Jesu
dort plastisch vorstellen. Oder die
Hirtenfelder bei
Bethlehem werden einen begleiten, wenn wir an
Weihnachten
24. Mai 1994—Abendmahl am See Genezareth
„Kommet, ihr
6
Das Thema im Blick
die Negev-Wüste: Man liest vieles aus
der Bibel mi neuen Augen.
Zu diesen Aufbrüchen gehörte auch die
lebendige Gemeinschaft: Etwa beim
Singen unseres Jerusalem-Liedes, oder beim Heiligen Abendmahl in Tabgha am See Genezareth, beim Essen
im Hotel oder einfach unterwegs im
Bus.
Noch eins gehörte zu diesem Aufbruch:
In den Personen von Judith Buetow,
unserer jüdischen Reiseleiterin, und
von Kamal Abu Salim Lil, unserem palästinensischen Busfahrer, erlebten wir
Menschen aus dem heutigen Israel mit
seinen so verschiedenen Einwohnern
und Religionen, - und für uns doch vereint in einem Bus. Auch das war ein
kleiner Aufbruch im Denken an Israel
und seine Menschen.
Ich wünsche Ihnen Gottes Segen für
alle Aufbrüche jeden Tag aufs Neue.
Ihr Ulrich Poguntke
19. Mai 1994—Die Zaininger Reisegruppe vor der Al-Aqsa-Moschee
Das Thema im Blick
7
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“
Von Cornelia Mutschler Hauff
an. Es kommt darauf an, Vertrauen ins
Leben zu haben. Dem Neuen trauen,
Gott vertrauen, dass ER es gut macht
und mir die richtigen Begegnungen
schenkt. Manchmal ist Geduld gefragt,
manchmal das Erkennen des richtigen
Augenblicks und das beherzte Angehen eines Problems, manchmal auch
die Korrektur eines eingeschlagenen
Weges. Immer ist VERTRAUEN gefragt.
„Vertraut den neuen Wegen“
(EG 395)!
„… der uns beschützt und der uns hilft
zu leben.“ (Hermann Hesse, Stufengedicht).
ie neue Schule, der Auszug aus
dem Elternhaus, das Verlassen
eines vertrauten Wohnortes und damit
das sich Entfernen von liebgewonnenen Menschen, Häusern (Kirche!) und
Dingen (z. B. Halde, Orgel), die neue
Aufgabe in Beruf oder Ehrenamt, die
Geburt des ersten Kindes, das Altern
der Eltern, Unfall, Krankheit und Tod in
Familie und Freundeskreis – Umbrüche, Aufbrüche zuhauf. Mal vollzieht
sich ein Umbruch rasant, ein andermal
reift eine Entscheidung über Jahre her-
D
Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr
uns weist, weil Leben heißt: sich regen, weil
Leben wandern heißt. Seit leuchtend Gottes
Bogen am hohen Himmel stand, sind Menschen ausgezogen in das gelobte Land.
Vertraut den neuen Wegen und wandert in die
Zeit! Gott will, dass ihr ein Segen für seine
Erde seid. Der uns in frühen Zeiten das Leben
eingehaucht, der wird uns dahin leiten, wo er
uns will und braucht.
Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott
gesandt! Er selbst kommt uns entgegen. Die
Zukunft ist sein LND: Wer aufbricht, der kann
hoffen in Zeit und Ewigkeit. Die Tore stehen
offen. Das Land ist hell und weit.
8
Das Thema im Blick
Auf-bruch
Von Simon Usenbenz
ufzubrechen ist grundsätzlich ja
etwas Positives, aber das Wort
Aufbruch bringt eine gewisse Spannung
mit sich. So ist der erste Wortteil „Auf“
etwas sehr Gutes. Zum einen bewegt
sich etwas, es geht voran, eine neue
Aufgabe oder Herausforderung vielleicht.
Mein Aufbruch nach Rosenheim war genau so.
Auf geht´s, in eine neue
Stadt, eine andere Region, neue Menschen kennenlernen, beruflich weiterkommen. Da ist es
schön wenn man wo
neues ankommt und
freundlich aufgenommen
wird, so wie ich im Posaunenchor, in der Gemeinde und in einem
Hauskreis. Vor allem
aber ist es genial zu wissen, Gott ist da! Er hat einen Auf- trag für
mich. Sich weiterhin in der Jugendarbeit
einzusetzen, wo sich Jugendliche begeistern lassen und so beispielsweise
mit aufs Pfingstjugendtreffen nach Aidlingen gehen, absolut genial. In Persönlichkeit und Glauben herausgefordert sein,
Standpunkte zu beziehen und Glauben
vor kritischen Schulkameraden zu bekennen, sind für mich einfach erforderlich, um weiterzukommen!
Mit dem zweiten Wortteil „Bruch“,
A
schwingt aber auch eben diese Spannung mit. Es gibt keinen Aufbruch ohne
dass man vielleicht manchmal auch
schmerzvoll etwas zurücklassen muss.
Vielleicht sind das alte Überzeugungen
wie „das haben wir immer schon so gemacht“ oder auch fehlende Energie und
Motivation etwas zu ändern. Für mich war sicherlich sehr schmerzvoll,
Freunde und Familie zurückzulassen, eine liebevolle Gemeinde, einen
tollen Hauskreis und vor
allem den Jugendkreis.
Aber auch hier durfte ich
Vertrauen lernen, dass es
weiter geht, Gott treu ist
und Leute nachrücken, die
weitermachen. Deshalb
jetzt bitte nicht alle aus
Zainingen aufbrechen ;)
„Wer auf dem Wasser gehen will, muss
aus dem Boot steigen“! Mit diesem Satz
möchte ich euch und mich weiterhin herausfordern. Nicht etwa blind und voller
Selbstüberschätzung in die Fluten zu
springen, sondern uns neu und mehr von
Gottes Geist leiten und rufen lassen, um
offen zu sein Aufbrüche im Glauben zu
wagen!
Gott segne euch liebe Brüder und
Schwestern.
Das Thema im Blick
9
Aufbruch in die Elternzeit
Von Christoph Mutschler
ei uns steht
die alte
Welt Kopf, seit
unser kleiner
Maximilian angekommen ist.
Wir sind Gott sehr
dankbar für dieses
Geschenk.
Mit nun 43 Jahren darf
ich doch noch das Vaterglück erleben. Wer hätte
das gedacht! Meine Frau
Nicole und ich fühlen uns
manchmal wie Abraham & Sarah. Im hohen Alter reich beschenkt!
Die sogenannte
"Problemschwangerschaft" ist ganz
normal verlaufen.
Der kleine Maximilian krempelt unseren ganzen Alltag um. Nix ist mehr wie
B
es mal war. Für uns alle ein schöner
und spannender Aufbruch…!
Vielen Dank an alle
die für uns
gebetet
haben.
Ich habe jetzt
2 Monate Elternzeit. Nicole, die
bisher als Studienassistentin für Religionspädagogik im Bengelhaus
gearbeitet hat, wird jetzt erst mal für
unseren Sohn da sein.
Einen herzlichen Gruß senden wir
an Euch aus Tübingen,
Eure
Christoph, Nicole und
Maximilian Mutschler
Geh, seit deiner Geburt bist du auf dem Weg. Geh, eine
Begegnung wartet auf dich. Mit wem? Vielleicht mit dir
selbst. Geh, deine Schritte werden deine Worte sein, der Weg
dein Gesang. Deine Ermüdung dein Gebet, dein Schweigen
wird schließlich sprechen. Geh, mit anderen, aber tritt heraus
aus dir, du, der du dich von Feinden umgeben siehst, wirst
Freunde finden. Geh, auch wenn dein Geist nicht weiß, wohin
deine Füße dein Herz führen. Geh, ein anderer kommt dir
entgegen und sucht dich, damit du ihn finden kannst. Im
Heiligtum am Ende des Weges, dem Heiligtum im Innersten
Aufbruch zum deines Herzens, ist ER dein Friede, ist ER deine Freude. Geh,
Lago Maggiore 1.10.2011 es ist ja der Herr, der mit dir geht.
Albverein Zainingen
(Münsinger Straße→TruppÜbPlatz)
Gelesen auf einer Orientierungstafel für Jakobspilger. Quelle des
Textes: PILGERGEBETE. Gebete und Segenstexte zum Pilgern ISBN
978-3-532-624517, Claudius Verlag
10
Das Thema im Blick
Wo Menschen Schritte wagen …
...öffnet sich ihnen eine neue Welt!
Von Brigite Wallisch
ei der Überschrift denke ich als
Pflegemutter zunächst an die
kleinen Menschlein, die das Gehen
erst einmal erlernen müssen, oft ungeduldig und frustriert sind, wenn es nicht
so klappt und sie immer wieder auf
ihren Windelpopo fallen. Aber welche
Freude und welcher Stolz erfüllt sie,
wenn sie es geschafft haben! Wenn die
Bedingungen gut, Kinder gesund und
sicher umsorgt sind, sie geliebt, gelobt
und gefördert werden, erobern sie ihre
Welt in ihrem ureigenen, aber rasanten
Tempo, erwerben in kürzester Zeit
B
viele Fähigkeiten.
Mit der Bewegung geht auch die Sprachentwicklung einher. Diese befähigt
dazu, sich zu verständigen und in Kontakt mit anderen zu treten, sich zu interessieren und auszutauschen. Lernen
braucht gute Bedingungen, dann gibt
es immer wieder neue Aufbrüche.
1968 – auf zu neuen Ufern. Mit meinen
Eltern und Geschwistern verlasse ich
mein Geburtsland Brasilien und wir
reisen mit dem Schiff in eine aufregende, ungewisse und unsichere Zukunft –
nach Deutschland.
Mein Vater muss sich beruflich neu
orientieren, aber drei kleine Kinder sind
schon da und die Familie ist zu versorgen. Eine große Herausforderung für
die Eltern. Immer wieder folgen Umzüge und Neuanfänge, Beziehungsabbrüche in Freundschaften und das Bemühen, neu anzudocken. Dabei immer
wieder das Gefühl, anders, falsch zu
sein. Alles macht mir Angst. Wo gehöre ich hin, was ist Heimat? Immerhin
spreche ich als Kind deutscher Eltern
die Landessprache. Wie muss es erst
Menschen gehen, die aus schrecklichen Kriegszuständen flüchten mussten, aus einer ganz anderen Kultur
kommen und der Sprache nicht
Das Thema im Blick
mächtig sind?
Keine guten Bedingungen für Aufbruch, hier ist erst einmal Ankommen
das Thema.
In der Rückschau bin ich Gott dankbar,
dass Er mir immer „Beste Freundinnen“ gab; Menschen von denen ich
mich geliebt und angenommen fühlte.
Das gab mir Kraft, Mut und Vertrauen,
so dass ich heute Menschen in ihrer
Unterschiedlichkeit total spannend finde und neugierig auf sie bin.
Vor drei Jahren sind wir vom Däle auf
die Alb gezogen, in das Dorf an der
Hüle. Wie dankbar sind wir über Menschen, die uns offen begegnen, mit
Wertschätzung und einem Lächeln,
einem freundlichen Wort und Blick und
Interesse. Gerade von den Ortsansäs-
11
sigen mit ihrer gesicherten und gefestigten Position braucht es das wohlwollende Zugehen auf die Fremden, um
zu einem guten Miteinander zu kommen, eine Akzeptanz der
Andersartigkeit,
den Versuch,
sich in den anderen hineinzuversetzen und
vielleicht dann
Neues zu entdecken: „Ach,
so kann man
auch sein? Aha,
so denken die
darüber? Ist ja
cool, so hab‘ ich
das noch nie
gesehen. Was mögen die wohl mitgemacht haben?“
Und dann haben wir gute Bedingungen
zum Lernen: Freude an der Begegnung, Lust am Abenteuer, Neugierde,
Spannung, Vertrauen... . So können
wir aufbrechen, etwas kommt in Bewegung, Neues lässt sich erlernen, der
Horizont weitet sich…
Nehmt einander an, wie
Christus euch angenommen
hat, zu Gottes Lob.
12
Das Thema im Blick
Als ich mich entSCHLOSS, umzuziehen
Von Gabriele Lindemann
Schlag nahm. Ich
schaute nicht zurück und war voller
Aufregung und
freudiger Erwartung auf das neue
Leben und …
ich bekam den
Schlossherrn auf
dem Bild mit seinem Pferd
(Segelboot) und
das SCHLOSS
(Am Berg 3), die
Hüle davor und
sogar die Berge im
Hintergrund!
iese Bildunterschrift las ich anlässlich einer Ausstellung im Rathaus
von Oberboihingen. Da staunte ich nicht
schlecht: wie kommt denn der Künstler
genau an meine eigene Geschichte. Ich
kaufte das Bild heimlich und schenkte es
meinem Mann zur Hochzeit.
Ja, so ist es tatsächlich gewesen! Innerhalb eines Monats brach ich auf in ein neues Leben, alles zurücklassend, was mir
einmal wichtig war. Geleitet von der Gewissheit, alles wird gut! Ich wusste einen
Menschen an meiner Seite, der mich mit
offenen Armen und warmen Worten aufnahm und mir alle (wenn denn überhaupt
vorhanden) Zukunftsängste mit einem
D
Es war ganz einfach und es wurde noch
schöner, als ich es mir auch nur annähernd vorgestellt hatte.
Die Menschen sind mir offen entgegengetreten und ich war bald eingenommen von
diesem hübschen Flecken und dem neuen
aufregenden Leben. Ich hatte nie Ängste,
was denn wohl werden würde. Ich hatte
nie Heimweh nach dem alten Leben, der
Landschaft, den alten Freunden und dem
Norden allgemein, es gab ja an der Ostsee
auch ein neues Zuhause für mich. Meine
Kinder sind im Herzen mitgezogen und ich
habe eine neue Familie dazugewonnen.
Wenn man etwas von ganzem Herzen will
und macht, dann geht alles!
13
Die Natur bricht auf…
Von Ute Wörz
… Zweige setzen die ersten
Knospen an
… Die Sonne wärmt uns mit
ihren Strahlen
… Vögel beginnen zu
zwitschern
… Die Menschen öffnen gerne
Fenster und Türen und lassen den nahenden Frühling
in ihre Häuser
D
er Winter verabschiedet sich,
wir begrüßen den FRÜHLING.
Ungeduldig blicken wir auf Schneereste, die von der kalten Jahreszeit übrig
geblieben sind.
FRÜHLINGSERWACHEN
… in der Natur
….in uns Menschen
Mensch und Tier recken sich und strecken sich nach Wärme, frischen Farben und Gerüchen, die uns gut tun.
Alle Jahreszeiten sind für unser Leben
und für die Natur wichtig.
14
Das Thema im Blick
Zeit zum Wachsen, Blühen, Ernten und
Ausruhen, zum Auftanken neuer Kräfte.
Es strecken Schneeglöckchen und
Winterlinge ihre zarten Köpfe aus der
noch kalten Erde, hinauf in die wärmende Sonne. Weiden setzen Knospen an
und bald freuen wir uns an den
„flauschigen Kätzchen“.
Dort wo die Sonne den Schnee weggeschmolzen hat, blühen auf den Wiesen
Krokusse. Sie überdauern den Winter
unterirdisch in Knollen.
Freuen wir uns doch am Aufbrechen
der Natur und erleben ganz bewusst,
wie Neues entsteht.
noch ist verborgen
was erwachen wird
aus den tiefen deiner träume darum behüte dich gott
an jedem abend
noch ist verborgen
was erblühen wird
aus den knospen deiner kräfte
darum bestärke dich gott
an jedem morgen
noch ist verborgen
was erstehen wird aus der fülle
deiner fragen darum begleite dich gott
an jedem tag neu
Vera-Sabine Winkler
Viele Frühblüher leben im Laubwald.
Das wärmespeichernde Laub des Vorjahres bietet zusätzlich Starthilfe. Für
die ersten Insekten des Jahres sind
Frühblüher wichtige Nektarquellen.
Die Konfirmation im Blick
15
Konfirmation am 19. April 2015
Festgottesdienst um 9.30 Uhr
Konfirmandenabendmahl am 18. April – 19 Uhr
Aus unserer Gemeinde werden konfirmiert:
Von links nach rechts:
Joshua Blochinger, Jan-Luca Schönleber, Rafael Bolai, Max Fuchs, Jonas Güntner,
Maximilian Probst, Christoph Class, (Johannes Class fehlt krankheitshalber), Tim Rudolf,
Franziska Koch, Angelina Hofmann, Annika Waimer, Caroline Lamparter, Katharina Scheel,
Anna-Lena Wörz, Tabea Ender
Jesus Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir
nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis sondern
wird das Licht des Lebens haben.
Johannes 8,12
16
Kinder– und Jugendliche im Blick
Hallo Kids!
Habt Ihr Lust auf rätseln und gewinnen? Dann macht mit beim
Osterquiz
Unter allen richtigen Einsendungen werden 3 Hauptpreise verlost.
Alle Teilnehmer erhalten einen kleinen Trostpreis.
Beantwortet die folgenden Fragen und tragt den dazugehörigen Buchstaben in die
unten stehenden Kästchen ein. Daraus ergibt sich ein Lösungswort.
1. Was feiern wir an Ostern?
f) ein Frühlingsfest
A) Die Auferstehung Jesus vom Tod
O) Das Ende der Fastenzeit nach Fasching
2. Wie wird die 40 tägige Fastenzeit im christlichen Glauben genannt?
s) Ramadan
b) Pessach
u) Passionszeit
3. Welche Bedeutung hat der Gründonnerstag im christlichen Glauben?
f) Jesus nahm an diesem Tag das letzte gemeinsame Mahl mit seinen Jüngern
vor seiner Verhaftung ein.
t) An diesem Tag darf man nur grünes Obst und Gemüse essen
r) An diesem Tag beginnt der Frühling
4. Kara ist ein altes Wort für Klage oder Trauer. Wie heißt der Tag, an dem Jesus ans Kreuz
geschlagen wurde?
k) Himmelfahrt
r) Karfreitag
i) Aschermittwoch
5. Wann findet das Osterfest statt?
y) an Palmsonntag
r) am ersten Sonntag im April
s) am Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang
Kinder– und Jugendliche im Blick
17
6. Was war passiert, als die Frauen, die Jesus Leichnam einsalben wollten, am frühen
Sonntagmorgen zu Jesus Grab kamen?
h) der Stein vor dem Grab war weggerollt und das Grab war leer
q) Wachen vor dem Grab versperrten ihnen den Zugang
b) es waren ganz schnell riesengroße Dornenhecken vor dem Grab gewachsen
7. Um die Zeit von Ostern blüht die Osterglocke in unseren Gärten. Wie wird die Osterglocke
noch genannt?
l) Hyazinthe
n) Narzisse
e) Krokus
8. Kennst du das Lied von Stups dem kleinen Osterhasen? Wohin legte Stups die Eier…?
p) in den Hut von Opa Geier
g) in den Schuh von Fräulein Meier
a) vor das Haus von Eule Schleier
Lösungswort: ______________________________
1
2
3
e
Vor- und Zuname:
Anschrift:
4
5
-
-
t
e
______________________
6
-
7
8
u
Alter: ____
------------------------------------------------------------------------------------------------Bitte das Lösungswort mit Deinem Namen bis spätestens 11. April
abgeben oder einwerfen bei: Anja Mutschler, Am Heimensteig 12
Die Gewinner werden benachrichtigt.
Das Lösungswort sowie die Gewinner werden in der nächsten Gemeindebriefausgabe bekannt gegeben.
18
CVJM im Blick
Einladung an alle
Mitglieder, Mitarbeiter, Freunde und Interessierte
zur
am Freitag 13. März 2015 um 20.00 Uhr
im Gemeindehaus mit Theo Eissler.
Gemeinsam wollen wir nach vorne und zurück blicken.
Was war, was kommt, wo stehen wir.
Wie können wir weiter keimen, wachsen, Frucht bringen.
Herzliche Einladung auch an alle, die sich unseren Verein
gerne einmal anschauen und uns und unsere Arbeit besser
kennenlernen möchten.
Tagesordnung:
1. Begrüßung
2. Impuls von Theo Eissler
3. Einblicke, Ausblicke, News
4. Mitgliederzahlen, Kassenbericht
5. Entlastungen
6. Beratung über schriftl. eingegangene Anträge
7. Abkündigungen
8. Abschluss
9. Begegnung, Gespräche, Gemeinschaft mit Open End.
MITGLIEDERVERSAMMLUNG
13. Mitgliederversammlung
Die Gemeinde im Blick
19
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Im vergangenen Jahr 2014 haben Sie durch viele Spenden und Opfer mitgeholfen, dass in
unserer Gemeinde ein vielfältiges Gemeindeleben stattfinden kann!
Vor allem Ihre Spendenbereitschaft für unser Bauprojekt
„Erweiterung und Renovierung unseres Gemeindehauses“ ist überwältigend!!!
Vielen herzlichen Dank für die finanzielle Unterstützung - z. Bsp. bei den verschiedenen
Aktionen und Veranstaltungen.
Vielen Dank auch für die vielen geleisteten ehrenamtlichen Stunden
auf der Baustelle!
Hier zeigt sich doch wieder einmal: Gemeinsam sind wir stark!
Übersicht über die eingegangenen Opfer und Spenden 2014
Eigene Opfer und Spenden für die verschiedenen
Aufgaben der Gemeinde
7013,62 €
•
Opfer auf Anordnung des Oberkirchenrats
3989,46 €
•
Opfer auf Beschluss des Kirchengemeinderats
Z.B. Missionswerke, Krankenhausseelsorge…
9406,99 €
•
•
Opfer der Kinderkirche für das Patenkind
•
Opfer und Spenden
für die Gemeindehauserweiterung 31466,41 €
⇒
•
⇒
Freiwilliger Gemeindebeitrag
für Gemeindehaus
Gesamtspende für Gemeindehaus 13527,00 €
44993,41 €
Gesamtbetrag aller Opfer und Spenden 2014 Claudia Götz, Kirchenpflege
605,25 €
66008,73 €
20
Termine im Blick
lle zwei Jahre zieht der evangelische Kirchentag eine deutsche Stadt in seinen Bann.
Der diesjährige Kirchentag findet beinahe vor unserer Haustüre statt, nämlich in
Stuttgart vom 3. -7. Juni 2015.
Der Kirchentag steht unter der Losung „damit wir klug werden“ aus Psalm 90, Vers 12.
Alle Veranstaltungen orientieren sich inhaltlich an dieser Losung. Beim Lesen dieser Losung drängten sich mir gleich Fragen auf wie „Was bedeutet eigentlich klug?“ „Ist klug vernünftig, gebildet?“ „Wer ist klug?“ „Was ist kluges Handeln, auch im Blick auf meinen Glauben?“ Dies sind Fragen, auf die ich vielleicht beim Kirchentag eine Antwort oder Anregungen finde.
Das vielfältige Programm beim Kirchentag findet man im Internet ab Ende März unter
www.kirchentag.de
Der Kirchentag ist für mich ein spannendes Ereignis, um den Glauben zu feiern, Ökumene
zu erfahren, sich zu verschiedenen Themen auszutauschen und das mit musikalischem
Rahmenprogramm.
Inge Class
A
Gemeinde -Wochenende vom 13.-15. November 2015
Vormerken: Aufbruch in die Weite praktisch
I
n traumhafter Lage, 934m hoch an der Sonnenseite des Rottachsees erwartet
unser das Gästehaus „Allgäu-Weite“, zentral und doch ruhig gelegen in der
Nähe von Kempten. Gemeinsam wollen wir Ruhe und Natur genießen, die Seele
baumeln lassen,
Kontakte knüpfen und
Gott begegnen.
Begleiten wird dieses
Wochenende
Annedore Beck.
Sie ist Gemeindeberaterin, Coach und Spiritualin.
Bernhard Elser, Pfarrer
Termine im Blick
21
06.04.-9.30 Uhr – Ostermontag
Gottesdienst Kanzeltausch
12.04.-9.30 Uhr – Gottesdienst Prädikant
Gregor Eisenlohr
15.03.–9.30 Uhr - Gottesdienst Pfarrer
Elser
(JOHANNES 12, 20-26 „DAS WEIZENKORNPRINZIP“) Prädikantin Karin Bauer
(MIT BENJAMIN RUOPP AM PIANO)
29.03.-9.30 Uhr – Gottesdienst Pfarrer
Elser
(JOHANNES 12, 12-19 „VON HOHEN ERWARTUNGEN UND TIEFEN ENTTÄUSCHUNGEN“)
02.04.-19 Uhr – Gründonnerstag – Gottesdienst mit Abendmahl Pfarrer Elser
(JOHANNES 13, 1-15 „IM UNTERRICHT DES
BESTEN LEHRES ALLER ZEITEN“)
03.04.-9.30 Uhr – Karfreitag – Gottesdienst mit anschl. Abendmahlsfeier
Pfarrer Elser – es singt der Kirchenchor
(JOHANNES 19,16-30 „DIE TAFEL ÜBER DEM
KREUZ“)
05.04.-5.00 Uhr – Osternacht - Mit Team
(„EIN GANG VOM DUNKEL INS LICHT – VOM
TOD ZUM LEBEN“)
05.04.-9.30 Uhr – Gottesdienst zum
Osterfest mit dem Kirchenchor –
Pfarrer Elser
(MARKUS 16, 1-8 „WER RÄUMT DIE HINDERNISSE WEG?“)
18.04.-19 Uhr – Konfirmandenabendmahl mit Einzelkelchen und Traubensaft Pfarrer Elser
(JESAJA 43, 4 „MARKTCHECK – WAS BIN
ICH WERT?“)
19.04.-9.30 Uhr - Festgottesdienst zur
Konfirmation – Pfarrer Elser – mit Chor
Hohes C und Musik-Team (THEMA: „VOM
SPIEL DES LEBENS“)
26.04.-9.30 Uhr - Gottesdienst Prädikantin
Sanja Buck
03.05.-9.30 Uhr – Gottesdienst Pfarrer
Elser
(MATTHÄUS 11,25-30 „WO FINDE ICH ZUR
RUHE?“ MIT BENJAMIN RUOPP AM PIANO)
09.05.-14 Uhr—Kirchliche Trauung von
Manuel Mader und Marina geb. Schnitzer
10.05.-9.30 Uhr - Investiturgottesdienst
von Pfarrer Elser mit
Dekan Karwounopoulos – es singt der
Kirchenchor
14.05.-10 Uhr – Himmelfahrt - Gottesdienst im Grünen beim Haldehock des
Musikvereins Pfarrer Elser
17.05.-9.30 Uhr - Taufgottesdienst von
Max Knauer und Maibritt Kühne aus Berlin
Pfarrer Elser
22
Termine im Blick
31.05.-9.30 Uhr - Gottesdienst Prädikantin
Karin Bauer
24.05.-9.30 Uhr - Pfingstsonntag – Gottesdienst Pfarrer Elser
(JOHANNES 14,23 „DER GROßE SOUFFLEUR“
MIT BENJAMIN RUOPP AM PIANO)
25.05.-10 Uhr - Gottesdienst im Grünen
auf dem Römerstein
07.06.-9.30 Uhr – Gottesdienst Pfarrer
Elser
(LUKAS 16, 19-31 „TABU? - WAS NIEMALS
VERSCHWIEGEN WERDEN DARF“
MIT BENJAMIN RUOPP AM PIANO)
20.06.- Kirchliche Trauung von Benjamin
Wald und Sandra geb. Wenz
Änderungen sind möglich – Bitte beachten Sie die
örtl. Nachrichten oder den Gottesdienstplan auf
www.kirche-zainingen.de
G o t t es d ie n st z u m SP EN DE N LAU F
14.06.-9.30 Uhr Pfarrer Elser
HEBRÄER 12, 1 „MENSCH LÄUFT“
MIT BENJAMIN RUOPP AM PIANO
Die Gemeinde im Blick
23
Osternacht – Gottesdienst um 5 Uhr
Herzliche Einladung zu einem etwas anderen Gottesdienst …
…an einem kleinen Osterfeuer vor der Kirche wird die Osterkerze
entzündet…
vom Dunkel zum Licht –
vom Tod zur Auferstehung –
das möchten wir gemeinsam
nachspüren und feiern.
E
iner ist da,
der wälzt dir den Stein
vom Herzen,
einer fragt: Warum weinst du
denn?
E
E
iner ist da,
der spricht von Hoffnung
und
verjagt die Todesschatten
mit seinem Licht.
iner ist da,
der wendet den Weg
aus der Trauer ins Leben
und führt dich zurück
Tina Willms
nach Haus .
Aus der Gemeinde
Getauft wurde:
Entschlafen sind:
28.12.2014: Emilia Ruopp, Tochter von
Christoph Ruopp und Christiane geb.
Wilhelm, Krautgartenweg 8
15.12.2014: Fritz Hummel im Alter von
94 Jahren, Uracher Straße 22
20.12.2014: Maria Bächle geb. Blochinger im Alter von 99 Jahren, Alte Straße 28
04.02.2015: Georg Blochinger im Alter
von 84 Jahren, Kirchbergstr. 6
Ist Gott für uns, wer
kann wider uns sein?
06.02.2015: Marianne Baumann im Alter
von 77 Jahren, zuletzt wohnhaft in
Laichingen
Römer 8,31
19.02.2015 Gotthilf Füllemann im Alter
von 89 Jahren, Kirchbergstraße 1
Impressum:
„Blick in die Gemeinde“ erscheint viermal jährlich in einer Auflage von 550 Exemplaren
Herausgeber: Ev. Kirchengemeinde Zainingen
verantwortlich für den Inhalt (v.i.S.d.P.): Pfarrer Bernhard Elser
In der Redaktion: Helga Bächle, Inge Class, Claudia Götz, Anja Mutschler, Ute Wörz, Bernhard Elser,
Layout: Gisela Wörz , Kirchturm-Grafik Titelseite: H.-C Lindemann
Telefon: 07382/347 Fax: 07382/941657
mail: Pfarramt.Zainingen@elkw.de
Bankverbindung: IBAN: DE72 6409 1300 0085 3270 00 / BIC: GENODES1MUN
Druck: Röhm CopyDruck, Lenningen
Bildnachweis: Gemeindebrief Magazin online; http://www.country-online.de/schneegloeckchen
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