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Arena Beilage - Frankfurter Neue Presse

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Arena
Das Magazin
zum Spiel
Nr. 13 2014/15
Viel unterwegs
Lucas Piazon macht nicht nur
auf dem Fußballplatz viele Kilometer, er ist in jungen Jahren
überhaupt bereits viel herumgekommen. Als Leihgabe des
FC Chelsea spielte er auch schon
in Spanien und den Niederlanden.
In Frankfurt würde er gerne
länger bleiben. Seite 3
Foto: dpa
Eintracht Frankfurt –
SC Paderborn 07
Samstag, 14. März, 15.30 Uhr
Typisches Muster
Mutige Typen
Im Paderborner Herbst
erlebte die Eintracht in
der Hinrunde die Mutter
aller Niederlagen.
Lukas Rupp glaubt nach
wie vor an den Klassenerhalt der Paderborner
Außenseiter.
Seite 4
Seite 5
LEIDENSCHAFT VERBINDET.
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Arena
Seite 2
Erste Bundesliga
12:46
Der 25. Spieltag
Bayer Leverkusen
–
VfB Stuttgart
Fr, 20:30
1899 Hoffenheim
–
Hamburger SV
Sa, 15:30
Hertha BSC
–
FC Schalke 04
Sa, 15:30
FC Augsburg
–
FSV Mainz 05
Sa, 15:30
Werder Bremen
–
Bayern München
Sa, 15:30
Eintracht Frankfurt
–
SC Paderborn
Sa, 15:30
Borussia Dortmund
–
1. FC Köln
Sa, 18:30
VfL Wolfsburg
–
SC Freiburg
So, 15:30
Hannover 96
So, 17:30
Borussia M’gladbach –
Die Tabelle
NNP_GES
Platz
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
(9)
(8)
(10)
(13)
(11)
(12)
(14)
(15)
(16)
(17)
(18)
Verein
Spiele
Bayern München
VfL Wolfsburg
Bor. M’gladbach
Bayer Leverkusen
FC Schalke 04
FC Augsburg
1899 Hoffenheim
Werder Bremen
Eintracht Frankfurt
Borussia Dortmund
1. FC Köln
Hannover 96
FSV Mainz 05
Hertha BSC
Hamburger SV
SC Paderborn
SC Freiburg
VfB Stuttgart
1. – 3. = Champions League (CL)
5. + 6. = Europa League (EL)
24
24
24
24
24
24
24
24
24
24
24
24
24
24
24
24
24
24
Tore
19
15
11
10
11
12
9
9
8
8
7
7
5
7
6
5
4
4
4
5
8
9
5
2
6
6
7
5
7
6
11
4
7
8
10
8
1
4
5
5
8
10
9
9
9
11
10
11
8
13
11
11
10
12
4. = CL-Qualifikation
16. = Relegation
66:11
53:28
33:20
40:29
35:28
33:30
37:38
40:49
44:49
31:31
25:31
27:37
32:35
28:42
16:33
23:46
24:33
24:41
Punkte
+55
+25
+13
+11
+7
+3
-1
-9
-5
±0
-6
-10
-3
-14
-17
-23
-9
-17
61
50
41
39
38
38
33
33
31
29
28
27
26
25
25
23
22
20
17. + 18. = Abstieg
14−03−2015
Magenta
Schwarz
Yellow
Cyan (+3)
(+3)
(+3)
Inhalt
Charlys Blickwinkel: Das ist alarmierend
Seite 2
Lucas Piazon: „Ich würde gerne bleiben“
Seite 3
Herbst in Paderborn: Die Mutter aller Niederlagen Seite 4
Lukas Rupp: „Wir haben die Qualität“
Seite 5
Historisches Spiel: Eigentümliches Erlebnis
Seite 8
Fanszene: Nachfolger eines Unvergessenen
Seite 9
Fußballschule: Erdmännchen mit Gänsehaut
Seite 10
Leistungszentrum: Drei Sterne für den Riederwald Seite 12
Abpfiff
Seite 12
FNP000NNP0GES0ARE02
10 000 schauen Eintracht-TV
Über 10 000 Eintracht-Fans haben
mittlerweile ein Paket von Eintracht-TV erworben. Eine stolze
Zahl, die in der Fußball-Bundesliga nur von wenigen Vereinen
übertroffen wird. Vorstand Axel
Hellmann ist mit der Entwicklung
seit dem Start im September 2013
zufrieden: „Eintracht-TV hat sich
zu einer tollen Erfolgsgeschichte
entwickelt. Unsere Formate werden von den Fans sehr gut angenommen. Wir werden das Angebot in Zukunft weiter ausbauen.“
Der jährliche Preis für EintrachtTV: 18,99 Euro für alle Mitglieder
und Dauerkarteninhaber, 24,99
Euro für Nicht-Mitglieder.
red
Samstag, 14. März 2015
Arena
Samstag, 14. März 2015
Seite 11
Spannung im
Trainerspiel
Das ist
alarmierend
Charly Körbel (60) ist mit 602 Einsätzen, alle im
Eintracht-Trikot, Bundesliga-Rekordspieler. Auch in
dieser Saison erklärt er vor jedem Heimspiel die
aktuelle Lage aus seiner Sicht.
Wie oft habe ich das jetzt eigentlich schon geschrieben? Wie oft habe ich vorm Fernseher oder im Stadion gesessen und bei mir gedacht: „Das gibt’s doch
gar nicht?“ Wie oft haben wir schon darüber diskutiert oben in der Geschäftsstelle? Und doch passiert
es immer wieder. Es geht natürlich um die unerklärlichen Niederlagen in Auswärtsspielen gegen Gegner, die ganz sicher nicht besser sind als wir und die
in der Tabelle auch schlechter dastehen. Das zieht
sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison.
Paderborn, Freiburg, Mainz und nun Köln. Das war
aus meiner Sicht der Höhepunkt. Oder besser der
Tiefpunkt.
Ich sag’s mal ganz deutlich: Die Kölner waren
doch nicht wirklich gut, sie waren jedenfalls
Einmal selbst ein Meistertrainer sein? Beim
FNP-Internetspiel kann jeder selbst seine
Mannschaft zusammenstellen.
Charlys
Blickwinkel
und Auswärtsspiel zu tun hat. Ich kann mich da an
eine Saison in den Siebzigern erinnern, da ging es
uns ganz ähnlich. Zu Hause haben wir alles weggeräumt und hätten nach dieser Bilanz um die Meisterschaft spielen können. Auswärts aber haben wir
nur wenige Punkte geholt und so hat es eben für
ganz oben nicht gereicht. Damals war von der „Diva
vom Main“ die Rede. Dahin geht im Moment auch
wieder die Tendenz.
Erschütternd ist, dass es immer die gleichen Fehler sind, die unserer Mannschaft das Genick brechen. Zuallererst sind da unglaublich viele Fehlpässe. In Köln waren wir ja in der ersten Halbzeit
kaum zwei-, dreimal hintereinander am Ball. Dies
gibt es zu Hause in diesem Maße nicht. Dann
kommen die Gegner viel
zu leicht durchs Mittelfeld, da fehlt einfach die
Aggressivität. Der eine
oder andere wirkt auch
ein bisschen müde. Fast
in jedem Auswärtsspiel
haben wir drei, vier Spieler, die nicht ihr Leistungspotential abrufen.
In der Bundesliga ist das
nicht zu kompensieren,
das kann keine Mannschaft auf diesem Niveau
wettmachen. Wenn ich an
das nächste Auswärtsspiel
denke, wird es mir schon
ganz anders. Dann müssen wir zum VfB Stuttgart, voraussichtlich liegen die dann immer noch
auf dem letzten Tabellenplatz. Und dann kommt
die Eintracht und baut sie
wieder auf. Das muss am
nächsten Samstag endlich
mal anders werden!
Zunächst aber geht es
gegen den SC Paderborn.
Und da warne ich alle, die
Zuschauer, vor allem aber
die Spieler davor, von einem sicheren Sieg auszugehen. Na klar, unsere
Mannschaft ist besser besetzt und wird mit einer
guten Leistung wie zuOb er schon wieder helfen kann? Nelson Valdez, hier noch an Krücken
letzt gegen Schalke oder
mit Charly Körbel, steht vor der Rückkehr auf dem Rasen. Foto: Klein
den HSV auch gewinnen.
Aber der Aufsteiger ist
schlechter als Mainz. Sie mussten relativ wenig tun, trotz seiner Negativserie nicht zu unterschätzen.
Ich habe mir letzte Woche das Spiel gegen Leverum gegen uns klar zu gewinnen. Das ist alarmierend. Unsere Leistung dagegen war erschreckend kusen angeschaut, und da haben sie mir wirklich
imponiert. 70 Minuten waren sie absolut gleichwerschwach. Ich habe meinen Augen kaum getraut.
War das wirklich die gleiche Mannschaft, die eine tig, das Ergebnis von 0:3 sagt nicht wirklich etwas
Woche davor gegen den HSV so gut gespielt hat? In- über das Leistungsvermögen aus. Paderborn ist
nerhalb einer Woche solche Leistungsschwankun- nicht ungefährlich, spielt sehr schnell nach vorne.
gen sind für mich nicht wirklich erklärbar. Klar Für unsere Mannschaft wird das ein ganz gefährlispielt der eine mal etwas besser oder schlechter, klar ches Spiel. Weil wir wegen der angesprochenen Ausklappt es mal richtig gut und dann mal nicht. Das wärtsschwäche auch gezwungen sind, zu Hause zu
war schon immer so und wird auch immer so sein. gewinnen. Würde das nicht gelingen, käme Unruhe
Aber so eklatant? Die Entwicklung in dieser Saison auf. Das kann niemand gebrauchen, und das will
hat gezeigt, dass es ganz offensichtlich mit Heim- auch niemand.
Bei der vergangenen Sportlerehrung hatte die Mainova ein Gewinnspiel ausgerufen: Eine Förderung in Höhe von 500 Euro ging an Nationalspielerin und Olympiasiegerin Anne Brießmann (Mainhatten Skywheelers). Foto: Mainova
BUNDESLIGATRAINER
400 ausgezeichnete Leistungen
Die besten Trainer
Stand nach 24 Spieltagen:
Die Frankfurter Sportler werden in der Paulskirche geehrt
Die Mainova unterstützt nicht
nur die Eintracht, sondern auch
etliche andere Projekte – wie
die Frankfurter Sportlerehrung.
Der regionale Energiedienstleister Mainova AG ist bereits seit
vielen Jahren Sponsoringpartner der Eintracht Frankfurt. Im
Rhein-Main-Gebiet fördert das
Unternehmen aber nicht allein
den beliebten König Fußball, es
unterstützt zahlreiche sportliche Projekte, etwa die Frankfurter Sportlerehrung. Sie ist ein
herausragendes Projekt der
Stadt zur Auszeichnung von
Spitzenleistungen von Sportlern aus Frankfurt.
Als Partner des regionalen
Sports ist die Unterstützung der
Veranstaltung als Hauptsponsor
für die Mainova eine Herzensangelegenheit.
„Spitzensport
und Spitzensportler sind Aushängeschilder für Frankfurt
und die gesamte Rhein-MainRegion. Die Athletinnen und
Athleten sind Botschafter unserer gemeinsamen Heimat.
Ihre Erfolge auf nationaler
und internationaler Ebene
strahlen auch auf die Mainmetropole ab. Diese Erfolge wirken
tief hinein in die Vereine unserer Stadt und unserer Region
und motivieren den Nachwuchs
zur Nachahmung. Künftige
Höchstleistungen können so
auf den Weg gebracht werden“,
sagte Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender des Vorstands
der Mainova AG.
Die Mainova möchte mit ihrer Unterstützung dazu beitragen, dass sportliche und ehrenamtliche Spitzenleistungen ge-
würdigt werden, dass die Öffentlichkeit davon erfährt und vor
allem Jugendliche Vorbilder für
ein sportliches, gesundes und
von einem sozialen Bewusstsein
geprägtes Leben erhalten.
Frisches Format
Die Sportlerehrung der Stadt
Frankfurt reicht bis in die 60er
Jahre zurück. Die frühere Veranstaltung „Frankfurter Abend
des Sports“ fand als Abendveranstaltung in einem zweijährigen Rhythmus in der Jahrhunderthalle statt. Seit 2011 präsentiert sich die Frankfurter Sportlerehrung in einem frischen Format, unterteilt in einen Ehrungsabend und einen Galaabend. In diesem Jahr findet der
Ehrungsabend am Freitag, 20.
März, in der Paulskirche statt.
Rund 400 Sportler werden
für ihre Leistungen geehrt. Dabei werden Sportler berücksichtigt, die für einen Frankfurter
Turn- und Sportverein starten
oder ihren Wohnsitz in Frankfurt haben.
Geehrt werden Sportler aller
Altersklassen, die den ersten
Platz bei offiziellen deutschen
Meisterschaften und die Plätze
eins bis drei bei Olympischen
Spielen, Paralympics sowie bei
international anerkannten Weltund Europameisterschaften belegt haben. Weiterhin werden
bis zu fünf Personen, die sich in
langjähriger ehrenamtlicher Tätigkeit als Mitarbeiter, Übungsoder Jugendleiter in Vereinen
und Verbänden um den Frankfurter Sport hervorragend verdient gemacht haben, geehrt.
und
Die Meisterfrage ist in der Bundesliga zehn
Spieltage vor dem Saisonende im Grunde
längst entschieden. Im Trainerspiel der Frankfurter Neuen Presse hingegen bleibt es spannend zu, da gibt es keine Alleingänge nach
Münchner Art. An der Spitze liegt Thomas
Bechtel (Frankfurt), indes mit nur zwei Punkten mehr als Norbert Schlauss (Liederbach).
Beide übrigens ohne Bayern in der Startelf,
dafür aber beide mit Frankfurts Torjäger
Meier, Wolfsburgs Super-Belgier de Bruyne
und Leverkusens Senkrechtstarter Bellarabi.
So funktioniert das Spiel: Man geht im Internet auf www.fnp.de und folgt dem Hinweis auf das Trainerspiel. Oder nimmt den
Direktlink: trainer.fnp.de. Für 100 Millionen
Euro kann man sich aus allen BundesligaSpielern ein Team zusammenstellen. Punkte
bekommen Ihre Spieler anhand der KickerNoten sowie für Tore und Vorlagen. Tolle
Preise gibt es obendrein. Mitmachen lohnt
sich übrigens immer noch. Zwar starten alle
Späteinsteiger in der Gesamtwertung seit
dem sechsten Spieltag mit null Punkten. Es
gibt aber auch Preise für die Tages-Besten.
Fragen dazu? Dann schreiben Sie eine E-Mail
an trainer@fnp.de.
1. Thomas Bechtel (Frankfurt) 1729 Punkte
2. Norbert Schlauss (Liederbach)
1727
3. Marcel Höchsmann (Neu-Anspach) 1722
4. Maximilian Stähler (Bad Camberg) 1712
5. Matthias Stange (Bad Homburg)
1693
6. Norbert Wagner (Wehrheim)
1677
7. Torsten Lauer (Oberursel)
1673
8. Ulrike Fritz (Schloßborn)
1671
9. Gerhard Runkel (Erlensee)
1651
10. Samuel Stähler (Bad Camberg)
1649
Die besten Spieler
Stand nach 24 Spieltagen:
1. Arjen Robben (München)
234
2. Kevin De Bruyne (Wolfsburg)
222
3. Thomas Müller (München)
198
4. Karim Bellarabi (Leverkusen)
196
5. Alexander Meier (Frankfurt)
193
6. Eric-Maxim Choupo-Moting (Schalke)173
6. Robert Lewandowski (München)
173
8. Zlatko Junuzovic (Bremen)
168
8. Pierre-Emerick Aubameyang (BVB) 168
10. Roberto Firmino (Hoffenheim)
165
PRÄSENTIEREN:
GEHEN SIE UNS INS NETZ!
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Impressum Arena
Anzeigen-Sonderveröffentlichung RheinMainMedia (RMM) vom 14. März 2015
Eschborner Landstraße 166
Telefon: 069 - 76 80 780
Telefax: 069 - 78 50 75
Veröffentlicht in:
Frankfurter Neue Presse, Höchster Kreisblatt, Nassauische
Neue Presse, Taunus Zeitung, F.A.Z. Rhein-Main-Zeitung
RheinMainMedia GmbH (RMM)
Frankenallee 71–81, 60327 Frankfurt
Produktion:
Design und Produktion
Telefon: (069) 75 01 48 96
fnp.dup@fnp.de
Redaktion: Markus Katzenbach, Klaus Veit, Roland Stipp
Druck: Frankfurter Societäts Druckerei,
Kurhessenstraße 4–6, 64546 Mörfelden-Walldorf
Verantwortlich:
Ingo Müller, Jörg Mattutat (RMM)
Projektleitung:
Michael Nungässer (RMM)
Telefon: (0 69) 75 01 41 79
m.nungässer@rheinmainmedia.de
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Arena
Samstag, 14. März 2015
Seite 3
„Ich würde gerne bleiben“
Lucas Piazon
hat in jungen Jahren schon viel erlebt
auf den Erstplatzierten vielleicht, eigentlich
wirklich jeder jeden schlagen kann.
Als Chelsea-Leihgabe ist Lucas Piazon in Europa schon ganz
schön rumgekommen. Nicht
nur in England, auch in Spanien und den Niederlanden
hat der 21-jährige Brasilianer
schon gespielt. Auch bei der
Eintracht soll er für den FC
Chelsea reifen – wenn es nach
ihm geht, gerne noch etwas
länger. Auch wenn er sich an
die Bundesliga erst gewöhnen
musste.
Von Roland Stipp
Hallo Lucas, geht es Ihnen
gut? Haben Sie das Spiel in
Köln schon verarbeitet?
Danke, mir geht’s gut. Natürlich haben wir uns über die
Niederlage gegen Köln sehr
geärgert. Aber es bringt nicht
viel, darüber zu reden. Wir
müssen uns auf Paderborn
konzentrieren und es dann
besser machen.
In den letzten Wochen ist
es ein ständiges Auf und
Ab mit Ihrer Mannschaft.
Haben Sie dafür eine Erklärung?
Sie haben einiges hinter sich, seit Sie 2011
aus Brasilien nach Europa kamen, haben Sie
in England, Spanien, den Niederlanden und
Deutschland gespielt. Wie fühlt es sich an,
wenn man so durch die Weltgeschichte verliehen wird, wenn der Verein sagt: Es reicht
hier noch nicht?
Ich sehe das nicht als etwas Negatives. Es
gibt so viele berühmte Spieler in Brasilien,
das sind sie aber erst geworden, nachdem
sie im Ausland, in Europa gespielt haben.
Ich nehme die Erfahrungen mit und kann
für mein Alter sagen, dass ich schon sehr
viel gesehen und erlebt habe.
Ihr Zuhause São Paulo ist sehr weit weg ist,
aber Ihre Familie ist mit Ihnen hier?
Meine Eltern und meine Schwester sind
hier bei mir. Aber meine Freunde in Brasilien vermisse ich natürlich schon.
Wenn in São Paulo Winter ist, kann es
schon mal empfindliche zehn Grad haben.
Plus wohlgemerkt. Wie kommen Sie denn
mit dem Wetter in Europa zurecht?
Natürlich fehlt einem hier die Sonne, der
Strand und das Meer. Aber ich hatte ja
schon in England und Holland genug Zeit,
mich an das Klima hier zu gewöhnen
(lacht).
Und mit dem Fußball? Wird nicht überall ein
bisschen anders gespielt, sogar in den verschiedenen europäischen Ligen?
Ja klar, da muss man sich immer wieder anpassen. Als ich jetzt zum Beispiel von Arnheim nach Frankfurt kam, musste ich mich
sehr umstellen und mich an die Spielweise
in der Bundesliga gewöhnen. Aber ich entwickle mich weiter.
Welcher Fußball liegt Ihnen am ehesten?
Das ist eine gute Frage. Sagen wir mal so,
ich bin Brasilianer, deshalb würde ich sagen, bin ich eher der Techniker.
Machen Sie sich Gedanken über Ihre Zukunft? Also zumindest darüber, wo Sie
nächste Saison spielen?
Im Moment liegt mein Fokus ganz klar bei
der Eintracht. Ich würde gerne bleiben, das
habe ich ja schon gesagt, ich fühle mich
sehr wohl hier.
Wie sieht es mit Taktik aus? Wie finden Sie
die Idee von Fußball, die bei der Eintracht
verfolgt wird? Und was ist aus Ihrer Sicht
die Idee?
Natürlich wollen wir einen erfolgreichen
Fußball spielen, der die Fans begeistert. Das
gelingt uns noch nicht immer, dafür müssen wir jeden Tag weiter dranarbeiten.
Wenn Sie alles noch einmal machen könnten, was den Fußball angeht, würden Sie etwas anders machen?
Nein, ich bereue keinen Schritt. Ich habe als
junger Spieler schon sehr viele Erfahrungen
sammeln können, das nehme ich mit.
Wir hätten aus den letzten Spielen sicher mehr
Punkte mitnehmen können, weil wir natürlich jedes Spiel gewinnen wollen.
Wir müssen versuchen, mehr
Konstanz in unser Spiel zu bekommen.
Andere Mannschaften fühlen sich
sogar ganz wohl, wenn sie auswärts
abwartend spielen können. Die Eintracht läuft eher selbst in Konter ...
Göttlicher Beistand:
Wenn er ein Tor
schießt, geht Lucas
Piazons Dank nach
ganz oben. Foto: dpa
… weil wir zu einfache Fehler machen. So
machen wir uns das Leben unnötig selbst
schwer.
Okay, nach oben ist ja auch nach wie vor
etwas drin. Man muss ja nicht gleich vom
Europapokal träumen ... Als wie stark erleben Sie denn die Bundesliga in Ihrem ersten Jahr?
Die Bundesliga ist sehr stark und anspruchsvoll. Es ist schon Wahnsinn,
wenn man sieht, dass in dieser Saison, bis
Letzte Station vor Frankfurt: Lucas Piazon am Ball für Vitesse Arnheim. Foto: dpa
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Samstag, 14. März 2015
Arena
Samstag, 14. März 2015
Seite 9
Die Mutter aller Niederlagen
Nachfolger eines Unvergessenen
Im Paderborner Herbst erlebte die Eintracht eine Pleite nach inzwischen bekanntem Muster
Ob im Museum oder auf der Waldtribüne – Axel Hoffmann bringt den Fans die Eintracht nahe
Beim Hinrunden-Treffen in Paderborn war die Eintracht genau
neun Minuten Tabellendritter,
dann nahm das Unheil seinen
Lauf. Die Erklärungen danach
klangen ganz ähnlich wie später
in Freiburg, Mainz oder Köln.
Einst teilte „Beve“ per Mikro den
Besuchern des Brentanobad-Kinos
mit, dass sie doch bitte ihren Abfall mitnehmen sollten. Heute moderiert Axel Hoffmann Veranstaltungen rund um die SGE.
Von Peppi Schmitt
Wie Spleen-beladen die Welt des
modernen Profifußballers ist, bekommt der allseits Interessierte an
jedem Spieltag in unterschiedlichen Dosen injiziert. Neulich, als
Pierre-Emerick Aubameyang mit
dem 1:0 den Weg ebnete zum
Dortmunder Sieg im KohlenpottKlassiker gegen Schalke 04, da zog
sich der Gabuner eine BatmanMaske über. Und sein Bruder im
Geiste, Marco Reus, wählte die Robin-Maskerade. Zirkus Bundesliga
eben.
Was war doch einst der sensible
Magyar in Reihen der Eintracht so
harmlos. Obwohl seinerzeit, in
den für die SGE turbulenten
80ern, ihm nicht wenige einen
Hau unterstellten. Nicht in
schwarzen Schuhen mit weißen
Streifen, wie es sich für einen guten deutschen Kicker gehörte, lief
Lajos Détári aufs Feld, sondern in
welchen in den Landesfarben seines Heimatlandes. Was für ein
Sonderling. Und in Uli Stein stieß
er auf einen furchteinflößenden
Antipode – das dürfte auch ein
Grund dafür gewesen sein, dass
Lajos nur eine Saison in Frankfurt
blieb … Schade für die Riederwälder, sorgte Détári doch mit seinem
kleinen rechten Fuß und einem
genialen Freistoßtreffer für den
letzten großen Triumph der
116-jährigen Historie: Berlin, 1:0
über den Bochumer VfL – DFBPokalsieg 1988.
Die grün-weiß-roten Schuhe
sind inzwischen im Stadionmuseum zu begutachten, deren Weg
dorthin verlief kurios. „Ein Bekannter von Lajos hatte im Park
mit den Schuhen gespielt. Gegen
zwei Eintrittskarten sind die in den
Archivbestand gewandert“, erzählt
Axel Hoffmann.
senden. Dafür wäre der Aufwand
zu groß gewesen. Davor hatten wir
immer mindestens eine halbe
Stunde“, beschreibt der heute
50-Jährige, der sich vor 41 Jahren
gegen den FSV und für die Eintracht entschied, das Ende.
Doch Hoffmann war an anderer Stelle als Moderator gefragt.
Nur wenige Wochen nach der Museumseröffnung im Herbst 2007
fiel der Startschuss für „Tradition
zum Anfassen“. Bei der Premiere
standen die „Weise-Bubis“ im
Blickpunkt. Neben Dompteur
Dietrich waren Ralf Falkenmayer
und Armin Kraaz zu Gast bei Axel
Hoffmann. Inzwischen gab es
schon 33 Folgen von ,TzA’.
Und vor gut drei Jahren konnte
die Idee der Waldtribüne, die seine
Freundin Pia Geiger hatte, umgesetzt werden. Die Waldtribüne vor
der Haupttribüne werde mit unterschiedlichen Gästen gemacht.
„Das ist eine Form von Unterhaltung und Kompetenz“, sagt
„Beve“. Keine Frage, Heribert
Bruchhagen, der AG-Boss, war
schon zugegen. Aber auch Jo Bolling. Den kennt man eher als Andy
Zenker aus der „Lindenstraße“.
Wie jeder andere Gast erhielt
auch der TV-Taxifahrer einen Bembel mit dem Adler auf der Mitte
des Bauchs. Mit der dezenten
Bitte, diesen doch mal entsprechend zu platzieren beim Dreh.
Axel Hoffmann: „Irgendwann
habe ich den Bembel auch in einer
Folge entdeckt.“
Von Stefan Fritschi
Es war am 19.Oktober des vergangenen Jahres. Zum ersten Mal in
der langen Geschichte traf die
Frankfurter Eintracht in einen
Bundesliga-Spiel auf den SC Paderborn, zuvor hatte man nur in
der Zweiten Liga gegeneinander
gespielt. Beide Mannschaften waren gut in die Saison gestartet. Mit
einem Sieg in der Benteler-Arena
hätten die Frankfurter auf den
dritten Platz vorstoßen können. Es
war das letzte Spiel des achten
Spieltages am Sonntagabend, die
Konkurrenz hatte gespielt, die
Ausgangsposition war klar. Und
dann kam es, wie es vor ein paar
Tagen in Köln gekommen ist.
Die Eintracht spielte in der ersten Halbzeit schwach, ganz
schwach, blieb aber lange im
Spiel. Und tatsächlich, in der
57. Minute gingen die Hessen
durch Alexander Meier in Führung. Oczipka-Inui-Meier hieß die
Stafette von links in die Mitte, in
Köln waren es Oczipka-Piazon
und Meier. Die Führung hielt
neun Minuten.
Genau neun Minuten war die
Eintracht also Dritter der Tabelle,
lag auf einem Champions-LeaguePlatz. Doch dann nahm das Unheil seinen Lauf. Marvin Ducksch
erzielte in der 66. Minute den Ausgleich, Uwe Hünemeier in der
79. Minute das 2:1 für den Aufsteiger, Stefan Kutschke in der 89. Minute das 3:1. Innerhalb weniger
Minuten war die Eintracht untergegangen, anstatt auf Platz drei
fand sie sich auf Platz acht wieder.
Dieses Spiel in Paderborn war die
Mutter aller Niederlagen, die die
Eintracht in dieser Saison in der
Folge erleiden musste. Ob Paderborn oder Freiburg, Mainz oder
Köln, die Strickmuster waren immer ähnlich.
Zu wenig entschlossen
„Wir haben nicht diese Entschlossenheit gezeigt wie Paderborn, die
waren in den Aktionen energischer“, hatte Trainer Thomas
Schaaf nachher gesagt. „Nach dem
1:1 hatten wir noch ein, zwei
Paderborn hat die Wende geschafft: SC-Kapitän Hünemeier (von rechts) feiert sein 2:1, Frankfurts Chandler dreht enttäuscht ab. Foto: dpa
Oczipka bemerkt. Zwei Aussagen,
die auch nach den späteren Niederlagen immer wieder so oder so
ähnlich folgten. In
den fünf Monaten
seit dieser ernüchternden Niederlage
hat sich also nicht
viel, im Grunde gar
nichts, geändert.
„Immer wenn wir
eine gute Chance
haben, nach vorne
zu kommen, haben
wir versagt“, fasste
Kapitän
Kevin
Trapp jüngst zusammen.
Zum ersten Mal
wurde nach dem
Spiel in Paderborn
Frankfurts Ignjovski lässt Kachunga straucheln.
auch über die LaufAm Ende aber stolpert die Eintracht. Foto: dpa
leistung der MannChancen, aber insgesamt standen
wir in der Defensive viel zu weit
auseinander“,
hatte
Bastian
The Art of
urban space
schaft diskutiert. Insgesamt sieben
Kilometer waren die Frankfurter
in diesen 90 Minuten weniger gerannt als die Paderborner. Auch
dieser Makel zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Nicht
immer, aber vor allem auswärts immer öfter, laufen die Frankfurter
weniger als die Gegner. In Köln
beim 2:4 letzten Sonntag waren es
fast vier Kilometer weniger
(111 km:107,2 km).
Die schwärzeste Serie
Da die Eintracht eine Woche zuvor
beim 2:1 gegen den Hamburger SV
als Mannschaft 113,9 Kilometer
gelaufen waren, kann dies keine Sache der Kondition oder der Kraft
sein, sondern muss etwas mit der
Einstellung oder der Psyche zu tun
haben. Auswärts jedenfalls läuft
die Eintracht weniger und deshalb
auch häufiger hinterher. Paderborn war nicht nur der Beginn einer Serie von Auswärtsniederlagen
gegen Mannschaften, denen die
Eintracht entweder auf Augenhöhe begegnet war oder die sogar
in der Tabelle deutlich schlechter
dastanden. Es war auch der Beginn
der schwärzesten Serie in dieser
Saison. Denn es folgten gegen den
VfB Stuttgart (4:5), Hannover 96
(0:1) und Bayern München (0:4)
drei weitere Niederlagen.
Alleine diese Zwischenbilanz
aus der Mitte der Vorrunde mit
null von möglichen zwölf Punkten
zeigt, wie wichtig ein Erfolg heute
gegen den SC Paderborn wäre.
Denn niemand kann sich darauf
verlassen, dass wie im ersten Halbjahr der Knoten dann wieder gegen Topteams wie Mönchengladbach und Dortmund platzt.
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Kurze Freude: Russ (links) und
Meier nach dem 1:0. Foto: dpa
Improvisiert mit Détári
Im vergangenen Herbst hatte Lajos
Détári sie wieder einmal begutachten können. Zwar endete der
Abend mit einem 1:2 gegen Borussia Mönchengladbach, und der
fünfte Pokalsieg musste wieder einmal um ein Jahr verschoben werden. Doch der Ungar stellte sich
den Fragen Hoffmanns im Bauch
der Haupttribüne. „Wir hatten erfahren, dass Détári da ist. Da wurde
improvisiert, Manni Binz noch
dazu geholt – und es gab eine Miniausgabe von ,TzA’.“
Keine Sorge, das ist kein
Schreibmissgeschick, wie jetzt
vielleicht manch Freund des Blattes aus der Berliner RudiDutschke-Straße denken könnte.
Mit ,TzA’ ist „Tradition zum Anfassen“ gemeint – eine Veranstaltungsreihe der Fan- und Förderabteilung in Zusammenarbeit mit
dem Eintracht-Museum. Von Lajos hatten die Macher von ,TzA’
schon mal eine fixe Absage erhalten; so fix etwa, wie der ehemalige
Mittelfeldstratege vom Armeeclub
Honvéd den Ball in den Kasten
von „Katze“ Zumdick zirkelte.
Zwei Stunden vor Beginn traf
die Hiobsbotschaft ein. „Eine
Fan
Block
Axel Hoffmann mit zwei Eintracht-Legenden: Kurt E. Schmidt (oben) und Bernd Hölzenbein. Fotos: Privat
Menge Leute waren gekommen,
um Détári zu sehen. Die hatten natürlich dann lange Gesichter“, sagt
Hoffmann. Doch glücklicherweise
war der Budapester nicht der einzige geladene Gast: Sein Landsmann István Sztani und Du-Ri Cha
hätten das Publikum gut unterhalten und in den (Eintracht-)Bann
gezogen, erinnert sich Hoffmann.
Nicht nur als Moderator im Museum waren die Improvisationskünste Hoffmanns gefragt. Auch
als Stadionsprecher bei den Heimspielen der U23- und U19-Mannschaft. Gegen die Zweitvertretung
der Münchner Löwen blies der
Wind so heftig, dass auf der neuen
Gegentribüne des FSV-Stadions
sich Teile an der Bedachung lösten.
Anpfiff war erst mal ausgeschlossen. „Ich hab’ mich da gefühlt wie
einst Reif und Jauch, als das Tor
umfiel.“ Und das ausgerechnet vor
dem Block der berüchtigten Ultras
Sur; die Dortmunder Borussia
spielte damals bei Real Madrid.
Während Marcel Reif und Günther
Jauch für ihre Moderation dazu
den Bayerischen Fernsehpreis erhielten, ging Hoffmann für seine
Bornheimer Ausführungen bedauerlicherweise leer aus …
Bembel in Lindenstraße
2002 Axel hatte Hoffmann begonnen, vor einem Publikum Worte zu
wählen. Nicht vor Fußball-, vor
sondern Kinofans. Das Open-AirKino im Brentanobad war seine
Wirkungsstätte. „Im Dunkeln, da
konnten mich die vielen Leute
nicht sehen.“ Doch es dauerte
nicht lange, bis die Angst gewichen war, vor einer Menschenmenge zu sprechen. Als ihn
Freunde wenig später darauf aufmerksam machten, dass Eintracht
Frankfurt einen Nachfolger für
die unvergessene Legende „Kurti“
Schmidt als Stadionsprecher bei
den Spielen der Amateurmannschaft und A-Jugend brauchte,
schlug seine Stunde. Nicht nur
am Riederwald, sondern auch bei
den Ausweichspielstätten am
Hang und Hanau; am Aschaffenburger Schönbusch gab es zuvor
einen Crashkurs.
Gestaltungsfreiheit zum Standardrepertoire war gegeben. „Ich
hab’ auch relativ früh CDs mitgenommen.“ Independent-Musik
legte er stets auf, und natürlich
„Schwarz, weiß wie Schnee“ und
„Im Herzen von Europa“. Und
nebenbei kurvte „Beve“ (Beve wie
Klaus Beverungen, 1974 und ein
Jahr später Pokalsieger mit der
Eintracht) als Taxifahrer durchs
Rhein-Main-Gebiet.
Ab 2004 durfte sich Axel Hoffmann im Moderieren probieren.
An der Seite von Dirk Chung
und Patrick Widera im Eintrachtfans-TV auf rheinmain-TV.
Nach vier Jahren war allerdings
bereits Schluss. „Wir sollten nur
noch für ein Viertelstündchen
44 000 Karten verkauft
Ein paar Plätze werden auf
jeden Fall noch frei sein. 44 000
Karten waren bis Donnerstagmittag für das Eintracht-Heimspiel gegen den SC Paderborn
an diesem Samstag ausverkauft.
Es gibt also noch genug Tickets
für Kurzentschlossene. Die
Tages- und Gästekassen öffnen
heute ab 13.30 Uhr, die Frühkassen am Haupteingang und
Gleisdreieck ab 12.30 Uhr.
Waldtribüne mit Djakpa
Vor dem heutigen Spiel gegen
Paderborn kommt ein besonderer Gast auf die Waldtribüne
vor dem Eintracht-Museum:
Linksverteidiger Constant Djakpa
berichtet davon, wie er sich nach
seinem Kreuzbandriss wieder an
die Mannschaft herankämpft.
Außerdem wird von 14.15 Uhr an
um die „Macht des Sports“ diskutiert.
Vorher ins Museum
Das Eintracht-Museum in der
Stadion-Haupttribüne öffnet vor
der Paderborn-Partie heute von
13.30 Uhr bis 15.30 Uhr. Um
14 Uhr gibt es eine Führung zum
Thema „Die Eintracht und Paderborn“, zu der Gästefans herzlich willkommen sind. Der Eintritt
in das Museum beträgt 5 Euro,
ermäßigt 3,50 Euro.
Arena
Samstag, 14. März 2015
Seite 5
„Wir haben die Qualität“
Lukas Rupp ist sich
sicher, dass es für
den SC Paderborn
reichen kann.
Nur scheinbar auf dem Vormarsch: In Mainz mussten Lukas
Rupp (rechts) und der SC
Paderborn eine herbe Pleite
hinnehmen. In Frankfurt soll es
anders kommen. Foto: dpa
Der heute 24 Jahre alte Mittelfeldspieler kam als C-Jugendlicher
zum Karlsruher SC – zur Eintracht
wäre es von seinem Heimatort
Weinheim aus übrigens ganz genauso weit gewesen. Über Mönchengladbach landete Lukas Rupp
schließlich in Paderborn, wo er
sich richtig wohl fühlt und zum
Führungsspieler reifte. Und wo er
natürlich gerne weiter erstklassig
spielen möchte.
Von Roland Stipp
Hallo Lukas! Geht es Ihnen gut?
Haben Sie Lust, über Fußball zu
sprechen?
Aber natürlich, ich habe immer
Lust, über Fußball zu sprechen.
Kann es sein, dass der eine oder
andere in Paderborn zuletzt doch
ein bisschen dünnhäutig geworden ist? Was ja verständlich wäre,
angesichts der Ergebnisse. Wie ist
die Stimmung im Team?
Die Stimmung ist trotz der jüngsten Ergebnisse weiterhin gut, wir
lassen uns nicht herunterziehen.
Wir glauben an unsere Stärke
und ich bin sicher, dass wir die
nötigen Punkte zum Klassenerhalt holen werden.
Es heißt ja, die Mannschaft und
der Verein hätten von Anfang an
gewusst, dass es bis zum letzten
Spieltag schwer werden würde.
Hilft das bei der Bewältigung von
so derben Niederlagen wie in
Mainz und gegen München?
Gegen Bayern kann eine hohe
Niederlage jeder BundesligaMannschaft passieren. Das Ergebnis in Mainz war in der Tat bitter
für uns. Aber wir haben dieses
Spiel abgehakt und schauen nach
vorn.
nicht für Erfolge gereicht, aber wir
hatten auch zahlreiche hochkarätige Gegner.
Wo hängt es denn im Spiel Ihrer
Mannschaft? Es liegt ja wohl nicht
alles nur am zuletzt auch vom Trainer als „zu harmlos“ bezeichneten
Angriff?
Der Trainer hat auch gesagt, die
Mannschaft hätte Charakter. Und
auch wir gehen nicht unbedingt
davon aus, dass sich der SC Paderborn aufgeben wird ...
Es ist richtig, dass wir teilweise zu
frühe und leichte Gegentore bekommen haben. Wir sehen uns als
Einheit und sind alle für den Erfolg und Misserfolg gemeinsam
verantwortlich.
Ganz sicher nicht. Es zeichnet unsere Mannschaft aus, dass wir auch
nach einem Rückstand Vollgas geben. Das haben wir schon mehrfach bewiesen, unter anderem gegen die Eintracht im Hinspiel.
Hat sich im Drumherum etwas Wesentliches geändert im Vergleich
zum deutlich erfolgreicheren ersten Saisondrittel? Fehlt die Lockerheit?
Nein, die Lockerheit ist uns nicht
abhanden gekommen. Wir arbeiten weiter konzentriert und geben
in jedem Spiel alles. Zuletzt hat es
Wie können Sie persönlich Niederlagen vertragen? Schließen Sie
sich nach einem 0:6 im Keller ein?
Natürlich fühlt man sich bei Niederlagen nicht so gut. Aber mein
persönlicher Ablauf nach einem
Spiel ist immer gleich, ich telefoniere gern mit meiner Familie.
Jetzt geht es nach Frankfurt. Ans
Hinspiel dürften Sie noch gute Erinnerungen haben?
Tatsächlich, wir haben die Begegnung dominiert und trotz eines
Rückstands verdient gewonnen.
Da hat die Mannschaft einmal
mehr Moral gezeigt. Ohnehin
spiele ich gern gegen Frankfurt.
Und jetzt sagen Sie uns doch
noch, was das Besondere am SC
Paderborn ist und warum dieser
Verein unbedingt in der Bundesliga bleiben sollte!
Weil in Paderborn aus den finanziellen Möglichkeiten sehr viel
gemacht wird. Hier gibt es ein familiäres und ruhiges Umfeld, das
auch für uns Spieler wichtig ist.
Und nicht zuletzt: Wir haben die
Qualität, um den Klassenerhalt zu
schaffen und die Bundesliga zu
bereichern.
Breitenreiter erwartet keine Aufbauhilfe
Auf den Ruf der Frankfurter als freundliche Aufbauhelfer gibt André Breitenreiter nicht viel.
Natürlich hat auch der Trainer des SC Paderborn
schon gehört, dass die Eintracht bekannt dafür
ist, am Boden liegenden Gegnern wieder auf die
Beine zu helfen – wie gerade mit dem 2:4 beim
1. FC Köln. Seine Aufsteiger könnten Unterstützung auch gut gebrauchen, große Hoffnungen
indes hegt Breitenreiter nicht. Schließlich, so
fürchtet er, werde die Eintracht beim Besuch der
fußballerischen Nobodys aus Ostwestfalen auf
Wiedergutmachung für die Kölner Pleite aus sein.
Geschenke erwarten die Paderborner keine. Dass
sie freilich durchaus in der Lage sind, sich ihre
Punkte selbst zu verdienen, bewiesen sie beim
Hinrundentreffen in Paderborn im Herbst. Damals
rangen sie die Eintracht mit 3:1 nieder, weil sie
mehr Biss und Entschlossenheit an den Tag legten
als die Gäste. Zuletzt klappte das allerdings nicht
so gut. 0:6, 0:2, 0:3 lauteten da die Ergebnisse –
allerdings auch gegen die Spitzenmannschaften
aus München, Mönchengladbach und Leverkusen.
Inzwischen ist man so auf den drittletzten
Tabellenplatz abgerutscht, was angesichts der
Ausgangslage mit dem kleinsten Etat der Bundesliga immer noch eine achtbare Zwischenbilanz
ist. Ein Problem war die schlechte Chancenverwertung. Dabei helfen könnte Srdjan Lakic. Der
im Winter verpflichtete Stürmer dürfte indes wie
Marvin Bakalorz, ein weiterer ehemaliger Eintrachtler, beim Auftritt an alter Wirkungsstätte
erst einmal auf der Bank sitzen. mka
Der Kader
Tor
1 Lukas Kruse 09.07.1983
33 Daniel Lück 18.05.1991
12 Alexander Nübel 30.09.1996
19 Nico Burchert 24.06.1987
Abwehr
2 Uwe Hünemeier 09.01.1986
3 Rafa López 09.04.1985
13 Christian Strohdiek 22.01.1988
28 Tim Welker 08.09.1993
14 Thomas Bertels 05.11.1986
26 Florian Hartherz 29.05.1993
21 Daniel Brückner 14.02.1981
7 Jens Wemmer 31.10.1985
22 Michael Heinloth 09.02.1992
Mittelfeld
5 Patrick Ziegler 09.02.1990
4 Lukas Rupp 08.01.1991
8 Mario Vrancic 23.05.1989
6 Marvin Bakalorz 13.09.1989
23 Mirnes Pepic 19.12.1995
11 Moritz Stoppelkamp 11.12.1986
17 Alban Meha 26.04.1986
27 Idir Ouali 21.05.1988
30 Süleyman Koc 09.06.1989
20 Marc Vucinovic 19.09.1988
Angriff
15 Elias Kachunga 22.04.1992
34 Marvin Ducksch 07.03.1994
9 Stefan Kutschke 03.11.1988
29 Srdjan Lakic 02.10.1983
10 Mahir Saglik 18.01.1983
Trainer
André Breitenreiter 02.10.1973
Arena
Seite 6
1 Kevin Trapp
Position Tor
Größe
189 cm
Gewicht 83 kg
geboren 8.7.1990
im Verein seit 2012
Nat.
deutsch
104 Bundesligaspiele, 0 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
12 Sp. / 0 Tore / 1 Ausw. / 0 Einw.
1
0
So geht’s gegen Paderborn
Eintracht Frankfurt
0
6
19
27
22
Piazon
Koc
Heinloth
Madlung
5 Carlos Zambrano
Position Abwehr
Größe
185 cm
Gewicht 78 kg
geboren 10.7.1989
im Verein seit 2012
Nat.
peruanisch
106 Bundesligaspiele, 1 Tor,
28 Länderspiele
Saison 2014/2015:
10 Sp. / 0 Tore / 1 Ausw. / 1 Einw.
1
1
0
1
0
9
20
Trapp
5
Seferovic Kachunga
5
21
14
9
Zambrano
Stendera
Meier
Kutschke
22
Chandler
4
Strohdiek
Ziegler
1
Kruse
4
2
Rupp
Hünemeier
16
25
Aigner
Meha
26
Harthherz
Samstag, 14. März 2015, 15.30 Uhr
9 Haris Seferovic
Position Angriff
Größe
187 cm
Gewicht 88 kg
geboren 22.2.1992
im Verein seit 2014
Nat.
schweizer.
22 Bundesligaspiele, 7 Tore,
20 Länderspiele
Saison 2014/2015:
22 Sp. / 7 Tore / 5 Ausw. / 0 Einw.
6
0
1
11 Nelson Valdez
Position Angriff
Größe
178 cm
Gewicht 71 kg
geboren 28.11.1983
im Verein seit 2014
Nat.
paraguay.
197 Bundesligaspiele, 36 Tore,
67 Länderspiele
Saison 2014/2015:
2 Sp. / 0 Tore / 2 Ausw. / 0 Einw.
0
0
14 Alexander Meier
Position Mittelfeld
Größe
196 cm
Gewicht 84 kg
geboren 17.1.1983
im Verein seit 2004
Nat.
deutsch
232 Bundesligaspiele, 74 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
23 Sp. / 18 Tore / 2 Ausw. / 2 Einw.
0
0
0
2
0
0
22 Timothy Chandler
Position Abwehr
Größe
186 cm
Gewicht 83 kg
geboren 29.3.1990
im Verein seit 2014
Nat.
dtsch./USA
115 Bundesligaspiele, 4 Tore,
17 Länderspiele für USA
Saison 2014/2015:
20 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 3 Einw.
6
0
0
28 Sonny Kittel
Position Mittelfeld
Größe
178 cm
Gewicht 65 kg
geboren 6.1.1993
im Verein seit 1999
Nat.
deutsch
27 Bundesligaspiele, 0 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
13 Sp. / 0 Tore / 2 Ausw. / 11 Einw.
1
0
0
18 Johannes Flum
Position Mittelfeld
Größe
190 cm
Gewicht 80 kg
geboren 14.12.1987
im Verein seit 2013
Nat.
deutsch
122 Bundesligaspiele, 10 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
3 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 2 Einw.
0
0
0
23 Bamba Anderson
Position Abwehr
Größe
188 cm
Gewicht 80 kg
geboren 10.1.1988
im Verein seit 2011
brasilianisch
Nat.
74 Bundesligaspiele, 1 Tor,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
18 Sp. / 0 Tore / 2 Ausw. / 2 Einw.
4
0
0
29 Emil Balayev
Position Tor
Größe
190 cm
Gewicht 80 kg
geboren 17.4.1994
im Verein seit 12/2014
Nat.
aserbaidsch.
0 Bundesligaspiele, 0 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
0 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 0 Einw.
0
0
0
19 Lucas Piazon
Position Mittelfeld
Größe
182 cm
Gewicht 72 kg
geboren 20.1.1994
im Verein seit 2014
Nat.
brasilianisch
18 Bundesligaspiele, 2 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
18 Sp. / 2 Tore / 5 Ausw. / 8 Einw.
3
0
0
24 Luca Waldschmidt
Position Angriff
Größe
177 cm
Gewicht 68 kg
geboren 19.5.1996
im Verein seit 2010
Nat.
deutsch
0 Bundesligaspiele, 0 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
0 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 0 Einw.
0
0
0
30 Felix Wiedwald
Position Tor
Größe
190 cm
Gewicht 80 kg
geboren 15.3.1990
im Verein seit 2013
Nat.
deutsch
11 Bundesligaspiele, 0 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
10 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 1 Einw.
0
0
0
0
0
6 Bastian Oczipka
Position Abwehr
Größe
184 cm
Gewicht 87 kg
geboren 12.1.1989
im Verein seit 2012
Nat.
deutsch
103 Bundesligaspiele, 0 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
21 Sp. / 0 Tore / 1 Ausw. / 2 Einw.
3
0
0
15 Constant Djakpa
Position Abwehr
Größe
177 cm
Gewicht 71 kg
geboren 17.10.1986
im Verein seit 2011
Nat.
ivorisch
78 Bundesligaspiele, 0 Tore,
6 Länderspiele
Saison 2014/2015:
4 Sp. / 0 Tore / 1 Ausw. / 0 Einw.
17 A. Madlung
Position Abwehr
Größe
193 cm
Gewicht 92 kg
geboren 11.7.1982
im Verein seit 2014
Nat.
deutsch
277 Bundesligaspiele, 27 Tore,
2 Länderspiele
Saison 2014/2015:
14 Sp. / 2 Tore / 0 Ausw. / 8 Einw.
4 Marco Russ
Position Abwehr
Größe
190 cm
Gewicht 75 kg
geboren 4.8.1985
im Verein seit 2013
Nat.
deutsch
245 Bundesligaspiele, 20 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
23 Sp. / 2 Tore / 3 Ausw. / 0 Einw.
13
15
Hasebe
0
8 Takashi Inui
Position Mittelfeld
Größe
169 cm
Gewicht 59 kg
geboren 2.6.1988
im Verein seit 2012
Nat.
japanisch
67 Bundesligaspiele, 7 Tore,
14 Länderspiele
Saison 2014/2015:
20 Sp. / 1 Tor / 9 Ausw. / 2 Einw.
SC Paderborn 07
Oczipka
17
5
Samstag, 14. März 2015
0
0
20 Makoto Hasebe
Position Mittelfeld
Größe
177 cm
Gewicht 72 kg
geboren 18.1.1984
im Verein seit 2014
Nat.
japanisch
172 Bundesligaspiele, 5 Tore,
87 Länderspiele
Saison 2014/2015:
23 Sp. / 0 Tore / 7 Ausw. / 0 Einw.
5
0
0
25 S. Medojevic
Position Mittelfeld
Größe
183 cm
Gewicht 78 kg
geboren 20.11.1990
im Verein seit 2014
Nat.
serbisch
38 Bundesligaspiele, 0 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
10 Sp. / 0 Tore / 2 Ausw. / 4 Einw.
1
1
0
31 David Kinsombi
Position Abwehr
Größe
185 cm
Gewicht 77 kg
geboren 12.12.1995
im Verein seit 2014
Nat.
deutsch
2 Bundesligaspiele, 0 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
2 Sp. / 0 Tore / 1 Ausw. / 0 Einw.
1
0
0
0
0
Die Bilanz
Eintracht Frankfurt –
SC Paderborn
Erste Liga
1 Spiel
0 Siege
0 Unentschieden
1 Niederlage
Zweite Liga 2 Spiele
0 Siege
1 Unentschieden
1 Niederlage
16 Stefan Aigner
Position Mittelfeld
Größe
185 cm
Gewicht 72 kg
geboren 20.8.1987
im Verein seit 2012
Nat.
deutsch
85 Bundesligaspiele, 20 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
20 Sp. / 7 Tore / 7 Ausw. / 5 Einw.
6
0
0
21 Marc Stendera
Position Mittelfeld
Größe
171 cm
Gewicht 64 kg
geboren 10.12.1995
im Verein seit 2007
Nat.
deutsch
27 Bundesligaspiele, 2 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
17 Sp. / 2 Tore / 8 Ausw. / 3 Einw.
3
0
0
27 A. Ignjovski
Position Abwehr
Größe
175 cm
Gewicht 66 kg
geboren 27.1.1991
im Verein seit 2014
Nat.
serbisch
73 Bundesligaspiele, 1 Tor,
11 Länderspiele
Saison 2014/2015:
13 Sp. / 0 Tore / 4 Ausw. / 4 Einw.
3
0
0
32 Joel Gerezgiher
Position Mittelfeld
Größe
176 cm
Gewicht 71 kg
geboren 9.10.1995
im Verein seit 2012
Nat.
deutsch
0 Bundesligaspiele, 0 Tore,
0 Länderspiele
Saison 2014/2015:
0 Sp. / 0 Tore / 0 Ausw. / 0 Einw.
0
0
0
Arena
Samstag, 14. März 2015
Seite 7
Die Bundesliga-Rückrunde 2014/2015
18. Spieltag
Freitag, 30.1.2015
VfL Wolfsburg - Bayern München
Samstag, 31.1.2015
FC Schalke - 04Hannover 96
1. FSV Mainz - 05SC Paderborn 07
SC Freiburg - Eintracht Frankfurt
VfB Stuttgart - Bor. M´gladbach
Hamburger SV - 1. FC Köln
Bayer Leverkusen - Bor. Dortmund
Sonntag, 1.2.2015
Werder Bremen - Hertha BSC Berlin
FC Augsburg - 1899 Hoffenheim
27. Spieltag
4:1
1:0
5:0
4:1
0:1
0:2
0:0
2:0
3:1
19. Spieltag
Dienstag, 3.2.2015
Bayern München - FC Schalke 04
Bor. M´gladbach - SC Freiburg
Hannover 96 - 1. FSV Mainz 05
Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg
Mittwoch, 4.2.2015
Bor. Dortmund - FC Augsburg
1899 Hoffenheim - Werder Bremen
Hertha BSC Berlin - Bayer Leverkusen
1. FC Köln - VfB Stuttgart
SC Paderborn 07 - Hamburger SV
(15:30 Uhr)
(17:30 Uhr)
0:1
1:2
0:1
0:0
0:3
Freitag, 10.04.2015
Hannover 96 - Hertha BSC Berlin
Samstag, 11.04.2015
Bayern München - Eintracht Frankfurt
FC Schalke 04 - SC Fr5eiburg
Bor. M´gladbach - Borussia Dortmund
1. FSV Mainz 05 - Bayer Leverkusen
SC Paderborn 07 - FC Augsburg
Hamburger SV - VfL Wolfsburg
Sonntag, 12.04.2015
1. FC Köln - 1899 Hoffenheim
VfB Stuttgart - Werder Bremen
31. Spieltag
33. Spieltag
1. – 3.5.2015
17. – 19.4.2015
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(18:30 Uhr)
28. Spieltag
1:1
1.0
1:1
1:1
20. Spieltag
Freitag, 6.2.2015
FC Schalke 04 - Bor. M´gladbach
Samstag, 7.2.2015
VfL Wolfsburg - 1899 Hoffenheim
1. FSV Mainz 05 - Hertha BSC Berlin
SC Freiburg - Bor. Dortmund
VfB Stuttgart - Bayern München
1. FC Köln - SC Paderborn 07
Hamburger SV - Hannover 96
Sonntag, 8.2.2015
Werder Bremen - Bayer Leverkusen
FC Augsburg - Eintracht Frankfurt
Samstag, 04.04.2015
Bayer Leverkusen - Hamburger SV
VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart
1899 Hoffenheim - Bor. M´gladbach
Werder Bremen - 1. FSV Mainz 05
Eintracht Frankfurt - Hannover 96
SC Freiburg - 1. FC Köln
Bor. Dortmund - Bayern München
Sonntag, 05.04.2015
FC Augsburg - FC Schalke 04
Hertha BSC Berlin - SC Paderborn 07
29. Spieltag
1899 Hoffenheim - Bayern München
VfL Wolfsburg - FC Schalke 04
Eintracht Frankfurt - Bor. M´gladbach
SC Freiburg - FSV Mainz 05
Bayer Leverkusen - Hannover 96
FC Augsburg - VfB Stuttgart
Werder Bremen - Hamburger SV
Hertha BSC Berlin - 1. FC Köln
Borussia Dortmund - SC Paderborn 07
30. Spieltag
Bayer Leverkusen - FC Bayern München
1899 Hoffenheim - Borussia Dortmund
Hertha BSC Berlin - Bor. M´gladbach
VfL Wolfsburg - Hannover 96
Werder Bremen - Eintracht Frankfurt
Schalke 04 - VfB Stuttgart
Mainz 05 - Hamburger SV
FC Augsburg - 1. FC Köln
SC Freiburg - SC Paderborn 07
Samstag, 16.5.2015
SC Freiburg - Bayern München
VfL Wolfsburg - Bor. Dortmund
Werder Bremen - Bor. M´gladbach
Bayer Leverkusen - 1899 Hoffenheim
FC Augsburg - Hannover 96
Hertha BSC Berlin - Eintracht Frankfurt
VfB Stuttgart - Hamburger SV
1. FSV Mainz 05 - 1. FC Köln
FC Schalke - SC Paderborn 07
32. Spieltag
34. Spieltag
(20:30 Uhr)
24. – 26.4.2015
8. –10.5.2015
Samstag, 23.5.2015
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(18:30 Uhr)
1. FSV Mainz 05 - FC Schalke 04
1. FC Köln - Bayer Leverkusen
Bor. M´gladbach - VfL Wolfsburg
Hamburger SV - FC Augsburg
Hannover 96 - 1899 Hoffenheim
Bayern München - Hertha BSC Berlin
SC Paderborn 07 - Werder Bremen
Bor. Dortmund - Eintracht Frankfurt
VfB Stuttgart - SC Freiburg
1. FC Köln - FC Schalke 04
Bor. M´gladbach – Bayer Leverkusen
SC Paderborn 07 – VfL Wolfsburg
1. FSV Mainz 05 - VfB Stuttgart
FC Augsburg - Bayern München
Eintracht Frankfurt – 1899 Hoffenheim
Bor. Dortmund – Hertha Berlin
Hannover 96 - Werder Bremen
Hamburger SV - SC Freiburg
Hamburger SV - FC Schalke 04
Eintracht Frankfurt - Bayer Leverkusen
1. FC Köln - VfL Wolfsburg
Bayern München - 1. FSV Mainz 05
Bor. M´gladbach - FC Augsburg
1899 Hoffenheim - Hertha BSC Berlin
Bor. Dortmund - Werder Bremen
Hannover 96 - SC Freiburg
SC Paderborn 07 - VfB Stuttgart
(15:30 Uhr)
(17:30 Uhr)
1:0
3:0
0:2
0:3
0:2
0:0
2:1
2:1
2:2
21. Spieltag
Freitag,, 13.2.2015
Bor. Dortmund - 1. FSV Mainz 05
Samstag, 14.2.2015
Bayern München - Hamburger SV
Bayer Leverkusen - VfL Wolfsburg
Bor. M´gladbach - 1. FC Köln
1899 Hoffenheim - VfB Stuttgart
Werder Bremen - FC Augsburg
Eintracht Frankfurt - FC Schalke 04
Sonntag, 15.2.2015
Hertha BSC Berlin - SC Freiburg
Hannover 96 - SC Paderborn 07
4:1
8:0
4:5
1:0
2:1
3:2
1:0
0:2
1:2
22. Spieltag
Freitag, 20.2.2015
VfB Stuttgart - Borussia Dortmund
Samstag, 21.2.2015
FC Schalke 04 - Werder Bremen
1. FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt
FC Augsburg - Bayer Leverkusen
SC Freiburg - 1899 Hoffenheim
SC Paderborn 07 - Bayern München
1. FC Köln - Hannover 96
Sonntag, 22.2.2015
Hamburger SV - Bor. M´gladbach
VfL Wolfsburg - Hertha BSC Berlin
2:3
1:1
3:1
2:2
1:1
0:6
1:1
1:1
2:1
23. Spieltag
Freitag, 27.2.2015
Bayern München - 1. FC Köln
Samstag, 28.2.2015
Bor. Dortmund - FC Schalke 04
Bayer Leverkusen - SC Freiburg
1899 Hoffenheim - 1. FSV Mainz 05
Hannover 96 - VfB Stuttgart
Hertha BSC Berlin - FC Augsburg
Eintracht Frankfurt - Hamburger SV
Sonntag, 29.2.2015
Bor. M´gladbach - SC Paderborn 07
Werder Bremen - VfL Wolfsburg
4:1
3:0
1:0
2:0
1:1
1:0
2:1
2:0
3:5
24. Spieltag
Freitag, 06.03.2015
VfB Stuttgart - Hertha BSC Berlin
Samstag, 07.03.2015
FC Schalke 04 - 1899 Hoffenheim
FC Augsburg - VfL Wolfsburg
Hannover 96 - Bayern München
SC Freiburg - Werder Bremen
Hamburger SV - Bor. Dortmund
1. FSV .Mainz 05 - Bor. M´gladbach
Sonntag, 08.03.2015
1. FC Köln - Eintracht Frankfurt
SC Paderborn 07 - Bayer Leverkusen
0:0
3:1
1:0
1:3
0:1
0:0
2:2
4:2
0:3
25. Spieltag
Freitag, 13.03.2015
Bayer Leverkusen - VfB Stuttgart
Samstag, 14.03.2015
FC Augsburg - 1. FSV Mainz 05
1899 Hoffenheim - Hamburger SV
Hertha BSC Berlin - FC Schalke 04
Werder Bremen - Bayern München
Eintracht Frankfurt - SC Paderborn 07
Bor. Dortmund - 1. FC Köln
Sonntag, 15.03.2015
VfL Wolfsburg - SC Freiburg
Bor. M´gladbach - Hannover 96
(20:30 Uhr)
Samstag,
14. März 2015
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(18:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(17:30 Uhr)
26. Spieltag
Freitag, 20.03.2015
Hamburger SV - Hertha BSC Berlin
Samstag, 21.03.2015
Hannover 96 - Bor. Dortmund
SC Freiburg - FC Augsburg
VfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt
1. FC Köln - Werder Bremen
SC Paderborn 07 - 1899 Hoffenheim
Schalke 04 - Bayer Leverkusen
Sonntag, 22.03.2015
1. FSV Mainz 05 - VfL Wolfsburg1.
Bayern München - Bor. M´gladbach
Paderborn spielt
heut in Hessen,
das können sie doch
glatt vergessen.
Der Helaba-Konzern: Gemeinsam für die Eintracht.
(20:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(18:30 Uhr)
(15:30 Uhr)
(17:30 Uhr)
Banking auf dem Boden der Tatsachen.
Arena
Samstag, 28. Februar 2015
Seite 8
Eigentümliches Ostwestfalen-Erlebnis
Als die Eintracht gegen Bielefeld schon
vor dem Anpfiff gewonnen hatte
Die Historie von Spielen der Eintracht gegen den SC Paderborn ist
äußerst überschaubar. Abgesehen
von drei Ligapartien – bei denen
den Frankfurter übrigens noch
kein Sieg gelang – und einem Weiterkommen gegen den mit Paderborn „verbandelten“ TuS Schloß
Neuhaus im Pokal 1977/78 stehen
lediglich einige belanglose Freundschaftsspiele in den Annalen.
Schauen wir uns also in regionalen
Umfeld der Ostwestfalen um und
widmen uns einer eigentümlichen
Partie gegen die Arminia aus dem
rund 50 Kilometer von Paderborn
entfernten Bielefeld.
Von Frank Gotta
Eine seltsame Begegnung hat dieser 29. Spieltag der Saison 71/72
am 22. April zu bieten: Die Eintracht kämpft auf dem grünen Rasen um die Teilnahme am UefaCup, während die Arminen ihren
Kampf um den Ligaverbleib am
grünen Tisch längst verloren haben. Seit dem letzten Wochenende
ist das Urteil gegen die Bielefelder
rechtskräftig; die Ostwestfalen
müssen wegen ihrer massiven Verstrickung in den Manipulationsskandal der vorherigen Saison absteigen.
Das Paradoxe an der aktuellen
Situation ist, dass die Bielefelder
unabhängig vom jeweiligen Spielausgang am Ende der Saison mit
niert. Am kommenden Samstag
sind genau fünf Wochen rum, und
damit soll nach Ansicht der Ärzte
der Bruch verheilt sein.“
Pause für Bernd Nickel
Im Mittelfeld spielen der wie
Heese leicht angeschlagene Bernd
Hölzenbein und Thomas Rohrbach. Der in den letzten Partien
müde wirkende Bernd Nickel bekommt seine verdiente Pause.
Heese rückt jedoch nicht wie erwartet für Nickel ins Mittelfeld,
sondern bleibt mit Parits in der
Sturmmitte, während Grabowski
und Weidle die Außenpositionen
besetzen.
Die Eintracht legt vor 7000 Zuschauern los, als gäbe es kein Morgen mehr. Bereits nach drei Minuten gehen die Frankfurter in Führung. Thomas Parits hat auf Vorlage von Heese getroffen. Dabei
witzelte der von seinem Kieferbruch genesene Parits noch in dieser Woche: „Mit dem Essen geht es
schon wieder ganz gut, nur mit
Steaks bin ich noch vorsichtig. Ich
hoffe aber, auch ohne Steaks am
Samstag spielen zu können.“
Allerdings ist der Torhunger des
österreichischen Nationalspielers
noch nicht gestillt: In der 19. Minute lässt er mit seinem ersten Treffer das 2:0 folgen, dieses Mal hat
Roland Weidle die Vorarbeit erledigt. Drei Minuten später darf
Der zweifache
Torschütze
Thomas Parits;
Jürgen Grabowski und Lothar
Schämer, für die
„Elf des Tages“
im „Kicker“
nominiert.
null Toren und Punkten das Ende
der Tabelle zieren werden, während bei ihren Gegnern die gegen
die Arminia tatsächlich erspielten
Tore und Punkte zu Buche schlagen.
25:3 gegen 2:26 Punkte treten
gegeneinander an, Heimstärke gegen Auswärtsschwäche. Trainer
Ribbeck wählt deshalb auch eine
offensive Taktik und lässt seine Elf
im 4-2-4-System antreten. Er kann
dabei nach der Wiederkehr von
Jürgen Grabowski schließlich auch
wieder auf die Dienste von Thomas Parits zurückgreifen. Parits
hatte sich am 18. März im Heimspiel gegen Braunschweig den Kiefer gebrochen, zunächst nur flüssige Nahrung zu sich nehmen und
14 Tage gar nichts kauen können:
„Ich habe trotzdem bald wieder
leicht und nun 14 Tage voll trai-
Thomas Parits und Friedel Lutz.
Fotos: Eintracht-Archiv
Horst Heese seine Kopfballstärke
unter Beweis stellen, als er eine
schöne Flanke von Weidle zum 3:0
verwertet. Das Spiel ist entschieden, keine Frage, und nicht wenige
Fans träumen nun von einem Sieg
in zweistelliger Höhe. Doch da erleidet das Spiel der Hessen einen
unerwarteten Bruch. Es ist nicht zu
verstehen, warum die Eintracht
nach dem 3:0 wieder in die überhebliche Spielweise verfällt, die sie
bereits beim Heimspiel gegen
Braunschweig einen Punkt gekostet hat.
Statt ihre Angriffe weiter konsequent vorzutragen, verzetteln sich
die Riederwälder, übertreiben das
Klein-Klein-Spiel und laden den
Gegner aus Ostwestfalen geradezu
zum Widerstand ein. Der beste Bielefelder Stürmer Gerd Roggensack
lässt sich nicht zweimal bitten, als
Rohrbach den Ball im Mittelfeld
leichtfertig gegen Knoth vertändelt. Roggensack schnappt sich das
Leder, zieht ungehindert davon
und lässt sich vom herausstürzenden Frankfurter Keeper nicht
mehr aufhalten: An Dr. Kunter vorbei schiebt er die Kugel von der
Strafraumgrenze ins Tor, und nach
26 Minuten steht es nur noch 3:1
für die Eintracht.
Was sich nun abspielt, ist einfach
nur zum Haareraufen: Die bislang
hoffnungslos unterlegenen Bielefelder übernehmen das Kommando, und die Frankfurter Ab-
wehr gerät so sehr ins Schwimmen, dass man einen Bademeister
rufen möchte, um wieder Ordnung in diesen disziplinlosen Haufen zu bringen. Zwar fällt bis zur
Pause kein Tor mehr, doch das ist
vor allem ein Verdienst von Dr.
Kunter, der hält, was zu halten ist.
Doch in der 57. Minute ist der
Frankfurter Schlussmann machtlos. Der aufgerückte Libero der Arminia, Georg Damjanoff, verkürzt
mit einem Weitschuss aus etwa
25 Metern auf 2:3. In dieser Drangperiode zwischen der 50. und 60.
Minute, als die Ostwestfalen mit
Mann und Maus zum Sturm antreten, vergisst das Eintracht-Mittelfeld, dass zum erfolgreichen Spiel
auch ein gerüttelt Maß an solider
und verlässlicher Deckungsarbeit
gehört. Wenig später scheint die
Hessen die gerechte Strafe für ihre
Überheblichkeit zu ereilen, doch
Leopoldseders Schuss findet nur
den Weg aufs, doch nicht ins
Frankfurter Tor: Der Ball knallt an
den rechten Innenpfosten. Ribbeck treibt es zum Spielfeldrand,
um seinen Männern lautstarke Anweisungen zu geben.
Doch auch die Zuschauer sparen nicht mit Kritik an der eigenen
Elf, während bei den Gästen für
ihre couragierte Vorstellung an
Beifall nicht gespart wird. Der Ausgleich könnte die Partie nun gänzlich kippen lassen ... Der Mann, der
die Zerfallserscheinungen vielleicht bereits im Keim ersticken
könnte, Regisseur Bernd Nickel,
sitzt derweil auf der Auswechselbank: Er darf zehn Tage nicht trainieren, um sich zu erholen und
wieder zu Kräften zu kommen. Die
Bielefelder wollen die Schwäche
der Eintracht ausnutzen, verstärken ihre Angriffsbemühungen daraufhin und laufen damit den
Gastgebern ins offene Messer.
„Nicht clever genug“
Die technisch haushoch überlegenen Frankfurter decken nun wieder die Abwehrschwächen der
Gäste gnadenlos auf. Es bedarf allerdings einer Einzelaktion, um
das Spiel zugunsten der Hessen zu
entscheiden. Der unermüdliche
Roland Weidle nimmt nach 71 Minuten den Ball von Parits auf, zieht
aus der zweiten Reihe ab, und der
reaktionsschnelle, aber noch recht
unbedarfte Burdenski ist chancenlos. Die Eintracht führt 4:2. Jürgen
Grabowski ist es vorbehalten, vier
Minuten danach auf 5:2 zu erhöhen. Der Kapitän verwandelt den
Foulelfmeter, den Georg Stürz
durch sein Foulspiel an ihm verursacht hat.
Oben:
Das
Mannschaftsfoto zur Saison
(1971-72), noch ohne
Ender Konca. Oben
von links: Trainer Ribbeck, Ritter, Stahl,
Lutz, Trinklein, Reichel, Schämer, Grabowski, Heese. Mitte:
Weidle, Ungewitter,
Hofmann, Wirth, Nickel. Unten: Parits,
Feghelm, Diehl, Kalb,
Hölzenbein, Dr. Kunter, Rohrbach.
Links: Auch ein Thema für die Stadionzeitung: Der Rausschmiss der Bielefelder aus der Bundesliga.
Nach Grabowskis
erfolgreichem Elfmeterschuss spaziert die Eintracht wieder munter
durch die offenen Reihen der Arminen. Grabowski, Heese und Parits bieten sich treffliche Erfolgsmöglichkeiten. Mit Glück und Geschick bleibt Burdenski ein noch
größeres Debakel erspart. Bernd
Hölzenbein, dem schneidige Flügelläufe gelungen sind, der aber
auch zwei todsichere Tormöglichkeiten versiebt hat, steht sowohl
für die Überlegenheit der Eintracht als auch für ihre Unfähigkeit, diese Dominanz auch in Toren auszudrücken. Jürgen Grabowski, weit weniger Stürmer als gewohnt, erkennt in der vergangenen
Bielefelder Offensivphase grundsätzliche Mängel im Spiel seiner
Mannschaft: „Wir sind einfach
noch nicht clever genug, um kaltblütig zu kontern.“
Thomas Rohrbach wankt in der
81. Minute benommen vom Platz,
bei einem Zweikampf ist ihm das
Jochbein gebrochen. Dieter Ungewitter kommt für Rohrbach aufs
Feld, die Eintracht ist wieder vollzählig, doch am Ergebnis ändert
sich nichts mehr.
Für Bielefeld gibt es aufgrund
des DFB-Urteils keine Punkte und
keine Tore, doch nach dem Spielende dafür freundlichen Applaus
vom Frankfurter Publikum für die
beherzte Darbietung. Auf ihrer Abschiedstournee durch die Bundesliga haben die Arminen unterstrichen, dass sie sportlich immer
noch dazugehören und die Spiele
nicht völlig kampf- und wehrlos
herzuschenken bereit sind. Die
Eintracht verteidigt mit diesem
Sieg ihren fünften Tabellenplatz.
Dabei hat sie nun zwar schon zum
sechsten Mal im Waldstadion zwei
Gegentore kassiert, dabei aber –
mit Ausnahme des 2:2 gegen Köln
– jedes Mal gewonnen.
Erich Ribbeck lässt sich vom hohen Sieg seiner Elf nicht blenden:
„Das 5:2 zeigt nicht, wie schwer
uns dieser Sieg fiel. Es ist nicht einfach, gegen eine Mannschaft zu
spielen, für die es um nichts mehr
geht.“ Angesichts der 20 konfusen
Eintracht-Minuten nach dem
Wechsel resümiert Ribbeck: „Zu
diesem Zeitpunkt fehlte die ordnende Hand im Mittelfeld.“ „Niemand ist mehr gelaufen“, wundert
sich auch Hölzenbein. Arminia
war nach den beiden Gegentoren
plötzlich die dominierende Mannschaft, so dass Trainer Ribbeck feststellt: „Danach ist meine Mannschaft völlig nervös geworden.
Plötzlich waren wir in Schwierigkeiten. Es hätte nicht viel gefehlt,
und die Bielefelder hätten sogar
noch den Ausgleich erzielt.“
Eintracht Frankfurt –
Arminia Bielefeld 5:2
Eintracht: Kunter, Reichel, Lutz,
Trinklein, Schämer, Rohrbach
(81. Ungewitter), Hölzenbein,
Grabowski, Parits, Heese, Weidle.
Bielefeld: Burdenski, Stürz,
Kasperski, Damjanoff, Leopoldseder, Brei, Knoth, Braun,
Roggensack, Brücken, Stegmayer.
Schiedsrichter:
Walter Engel (Reimsbach).
Tore: 1:0 Parits (3.), 2:0 Parits
(19.), 3:0 Heese (22.), 3:1
Roggensack (26.), 3:2 Damjanoff
(57.), 4:2 Weidle (71.), 5:2 Grabowski (75., Foulelfmeter).
Zuschauer: 7000.
Arena
Samstag, 14. März 2015
Seite 9
Nachfolger eines Unvergessenen
Ob im Museum oder auf der Waldtribüne – Axel Hoffmann bringt den Fans die Eintracht nahe
senden. Dafür wäre der Aufwand
zu groß gewesen. Davor hatten wir
immer mindestens eine halbe
Stunde“, beschreibt der heute
50-Jährige, der sich vor 41 Jahren
gegen den FSV und für die Eintracht entschied, das Ende.
Doch Hoffmann war an anderer Stelle als Moderator gefragt.
Nur wenige Wochen nach der Museumseröffnung im Herbst 2007
fiel der Startschuss für „Tradition
zum Anfassen“. Bei der Premiere
standen die „Weise-Bubis“ im
Blickpunkt. Neben Dompteur
Dietrich waren Ralf Falkenmayer
und Armin Kraaz zu Gast bei Axel
Hoffmann. Inzwischen gab es
schon 33 Folgen von ,TzA’.
Und vor gut drei Jahren konnte
die Idee der Waldtribüne, die seine
Freundin Pia Geiger hatte, umgesetzt werden. Die Waldtribüne vor
der Haupttribüne werde mit unterschiedlichen Gästen gemacht.
„Das ist eine Form von Unterhaltung und Kompetenz“, sagt
„Beve“. Keine Frage, Heribert
Bruchhagen, der AG-Boss, war
schon zugegen. Aber auch Jo Bolling. Den kennt man eher als Andy
Zenker aus der „Lindenstraße“.
Wie jeder andere Gast erhielt
auch der TV-Taxifahrer einen Bembel mit dem Adler auf der Mitte
des Bauchs. Mit der dezenten
Bitte, diesen doch mal entsprechend zu platzieren beim Dreh.
Axel Hoffmann: „Irgendwann
habe ich den Bembel auch in einer
Folge entdeckt.“
Einst teilte „Beve“ per Mikro den
Besuchern des Brentanobad-Kinos
mit, dass sie doch bitte ihren Abfall mitnehmen sollten. Heute moderiert Axel Hoffmann Veranstaltungen rund um die SGE.
Von Stefan Fritschi
Wie Spleen-beladen die Welt des
modernen Profifußballers ist, bekommt der allseits Interessierte an
jedem Spieltag in unterschiedlichen Dosen injiziert. Neulich, als
Pierre-Emerick Aubameyang mit
dem 1:0 den Weg ebnete zum
Dortmunder Sieg im KohlenpottKlassiker gegen Schalke 04, da zog
sich der Gabuner eine BatmanMaske über. Und sein Bruder im
Geiste, Marco Reus, wählte die Robin-Maskerade. Zirkus Bundesliga
eben.
Was war doch einst der sensible
Magyar in Reihen der Eintracht so
harmlos. Obwohl seinerzeit, in
den für die SGE turbulenten
80ern, ihm nicht wenige einen
Hau unterstellten. Nicht in
schwarzen Schuhen mit weißen
Streifen, wie es sich für einen guten deutschen Kicker gehörte, lief
Lajos Détári aufs Feld, sondern in
welchen in den Landesfarben seines Heimatlandes. Was für ein
Sonderling. Und in Uli Stein stieß
er auf einen furchteinflößenden
Antipode – das dürfte auch ein
Grund dafür gewesen sein, dass
Lajos nur eine Saison in Frankfurt
blieb … Schade für die Riederwälder, sorgte Détári doch mit seinem
kleinen rechten Fuß und einem
genialen Freistoßtreffer für den
letzten großen Triumph der
116-jährigen Historie: Berlin, 1:0
über den Bochumer VfL – DFBPokalsieg 1988.
Die grün-weiß-roten Schuhe
sind inzwischen im Stadionmuseum zu begutachten, deren Weg
dorthin verlief kurios. „Ein Bekannter von Lajos hatte im Park
mit den Schuhen gespielt. Gegen
zwei Eintrittskarten sind die in den
Archivbestand gewandert“, erzählt
Axel Hoffmann.
Improvisiert mit Détári
Im vergangenen Herbst hatte Lajos
Détári sie wieder einmal begutachten können. Zwar endete der
Abend mit einem 1:2 gegen Borussia Mönchengladbach, und der
fünfte Pokalsieg musste wieder einmal um ein Jahr verschoben werden. Doch der Ungar stellte sich
den Fragen Hoffmanns im Bauch
der Haupttribüne. „Wir hatten erfahren, dass Détári da ist. Da wurde
improvisiert, Manni Binz noch
dazu geholt – und es gab eine Miniausgabe von ,TzA’.“
Keine Sorge, das ist kein
Schreibmissgeschick, wie jetzt
vielleicht manch Freund des Blattes aus der Berliner RudiDutschke-Straße denken könnte.
Mit ,TzA’ ist „Tradition zum Anfassen“ gemeint – eine Veranstaltungsreihe der Fan- und Förderabteilung in Zusammenarbeit mit
dem Eintracht-Museum. Von Lajos hatten die Macher von ,TzA’
schon mal eine fixe Absage erhalten; so fix etwa, wie der ehemalige
Mittelfeldstratege vom Armeeclub
Honvéd den Ball in den Kasten
von „Katze“ Zumdick zirkelte.
Zwei Stunden vor Beginn traf
die Hiobsbotschaft ein. „Eine
Fan
Block
Axel Hoffmann mit zwei Eintracht-Legenden: Kurt E. Schmidt (oben) und Bernd Hölzenbein. Fotos: Privat
Menge Leute waren gekommen,
um Détári zu sehen. Die hatten natürlich dann lange Gesichter“, sagt
Hoffmann. Doch glücklicherweise
war der Budapester nicht der einzige geladene Gast: Sein Landsmann István Sztani und Du-Ri Cha
hätten das Publikum gut unterhalten und in den (Eintracht-)Bann
gezogen, erinnert sich Hoffmann.
Nicht nur als Moderator im Museum waren die Improvisationskünste Hoffmanns gefragt. Auch
als Stadionsprecher bei den Heimspielen der U23- und U19-Mannschaft. Gegen die Zweitvertretung
der Münchner Löwen blies der
Wind so heftig, dass auf der neuen
Gegentribüne des FSV-Stadions
sich Teile an der Bedachung lösten.
Anpfiff war erst mal ausgeschlossen. „Ich hab’ mich da gefühlt wie
einst Reif und Jauch, als das Tor
umfiel.“ Und das ausgerechnet vor
dem Block der berüchtigten Ultras
Sur; die Dortmunder Borussia
spielte damals bei Real Madrid.
Während Marcel Reif und Günther
Jauch für ihre Moderation dazu
den Bayerischen Fernsehpreis erhielten, ging Hoffmann für seine
Bornheimer Ausführungen bedauerlicherweise leer aus …
Bembel in Lindenstraße
2002 Axel hatte Hoffmann begonnen, vor einem Publikum Worte zu
wählen. Nicht vor Fußball-, vor
sondern Kinofans. Das Open-AirKino im Brentanobad war seine
Wirkungsstätte. „Im Dunkeln, da
konnten mich die vielen Leute
nicht sehen.“ Doch es dauerte
nicht lange, bis die Angst gewichen war, vor einer Menschenmenge zu sprechen. Als ihn
Freunde wenig später darauf aufmerksam machten, dass Eintracht
Frankfurt einen Nachfolger für
die unvergessene Legende „Kurti“
Schmidt als Stadionsprecher bei
den Spielen der Amateurmannschaft und A-Jugend brauchte,
schlug seine Stunde. Nicht nur
am Riederwald, sondern auch bei
den Ausweichspielstätten am
Hang und Hanau; am Aschaffenburger Schönbusch gab es zuvor
einen Crashkurs.
Gestaltungsfreiheit zum Standardrepertoire war gegeben. „Ich
hab’ auch relativ früh CDs mitgenommen.“ Independent-Musik
legte er stets auf, und natürlich
„Schwarz, weiß wie Schnee“ und
„Im Herzen von Europa“. Und
nebenbei kurvte „Beve“ (Beve wie
Klaus Beverungen, 1974 und ein
Jahr später Pokalsieger mit der
Eintracht) als Taxifahrer durchs
Rhein-Main-Gebiet.
Ab 2004 durfte sich Axel Hoffmann im Moderieren probieren.
An der Seite von Dirk Chung
und Patrick Widera im Eintrachtfans-TV auf rheinmain-TV.
Nach vier Jahren war allerdings
bereits Schluss. „Wir sollten nur
noch für ein Viertelstündchen
44 000 Karten verkauft
Ein paar Plätze werden auf
jeden Fall noch frei sein. 44 000
Karten waren bis Donnerstagmittag für das Eintracht-Heimspiel gegen den SC Paderborn
an diesem Samstag ausverkauft.
Es gibt also noch genug Tickets
für Kurzentschlossene. Die
Tages- und Gästekassen öffnen
heute ab 13.30 Uhr, die Frühkassen am Haupteingang und
Gleisdreieck ab 12.30 Uhr.
Waldtribüne mit Djakpa
Vor dem heutigen Spiel gegen
Paderborn kommt ein besonderer Gast auf die Waldtribüne
vor dem Eintracht-Museum:
Linksverteidiger Constant Djakpa
berichtet davon, wie er sich nach
seinem Kreuzbandriss wieder an
die Mannschaft herankämpft.
Außerdem wird von 14.15 Uhr an
um die „Macht des Sports“ diskutiert.
Vorher ins Museum
Das Eintracht-Museum in der
Stadion-Haupttribüne öffnet vor
der Paderborn-Partie heute von
13.30 Uhr bis 15.30 Uhr. Um
14 Uhr gibt es eine Führung zum
Thema „Die Eintracht und Paderborn“, zu der Gästefans herzlich willkommen sind. Der Eintritt
in das Museum beträgt 5 Euro,
ermäßigt 3,50 Euro.
Arena
Seite 10
Samstag, 14. März 2015
Er zeigt jungen Fußballern und vor allem Torhütern seit vielen Jahren, wo es langgeht: Reinhard „Knobi“ Knobloch. Foto: Eintracht Frankfurt Fußballschule
„Erdmännchen“ mit Gänsehaut
Fair Play, Teamgeist und Toleranz werden in der Eintracht-Fußballschule belohnt
An der Hand der Bundesliga-Stars in das vor
Spannung bebende Stadion einzulaufen ist
der Wunsch unzähliger junger Fußballfans.
Die Eintracht Frankfurt Fußballschule und
ihr Partner Mainova ließen ihn auch in dieser Saison wieder in Erfüllung gehen.
Zwei Minuten noch bis zum Anpfiff. Es ist
alles getan und alles gesagt. Es wurde trainiert, analysiert, eingeschworen. Jetzt
kommt es darauf an. In wenigen Augenblicken rollt der Ball, und dann heißt es volle
90 Minuten plus X Vollgas geben, maximale
Konzentration und höchste Disziplin. Die
Spieler stehen im Tunnel vor dem Stadionaufgang. Sie spüren die brodelnde Atmosphäre, hören den Polizeichor, das Ausrufen
der Aufstellung und die Heavy-MetalHymne „Schwarz-weiß wie Schnee“. Äußerlich merkt man ihnen die Anspannung
kaum an. Ganz anders als bei den Kindern,
die neben ihnen stehen: Schüchtern und
ehrfürchtig schauen sie zu ihren Idolen auf,
tippeln dabei von einem Bein auf das andere. Nur noch wenige Sekunden, dann werden sie an der Hand der Bundesliga-Stars
den Rasen betreten und noch mehr als sonst
nachempfinden, was die Profis vor jedem
Spiel erleben.
Werte sind etwas wert
Zwei Mal pro Saison ermöglicht die Eintracht Frankfurt Fußballschule einer Auswahl ihrer Schützlinge dieses wunderbare
Erlebnis und belohnt damit jene Kinder, die
im Rahmen der Ferien-Camps und der Mainova-Aktion „Fußball-Camps für Kids“
durch besonders vorbildliches Sozialverhalten aufgefallen sind. „Erdmännchen“ werden sie bei der Eintracht genannt, genau wie
die niedlichen Fellknäule aus dem Süden
Afrikas, deren familiärer Zusammenhalt legendär ist. „Werte wie Fair Play, Teamgeist
und Toleranz sind uns bei der Mainova sehr
wichtig“, so Dr. Constantin H. Alsheimer,
Vorsitzender des Vorstands der Mainova
AG: „Kinder, die solche Werte im besonderen Maße verkörpern, mit diesem Erlebnis
zu belohnen, ist uns eine große Freude.“
In Zusammenarbeit mit der Fußballschule fand die Mainova-Aktion „FußballCamps für Kids“ im vergangenen Herbst
bereits zum vierten Mal und erneut bei fünf
Vereinen aus der Region statt.
Diese Saison standen für die EinlaufKids zwei Flutlichtspiele auf dem Programm: Beim irren 4:4 der Eintracht
gegen Hertha BSC Berlin am 17. Dezember waren die „Erdmännchen“ der
Ferien-Camps an der Reihe, und beim
2:1-Heimsieg am vergangenen 28. Februar gegen den Hamburger SV war
der große Moment für die „MainovaErdmännchen“ gekommen. Jeweils
eine Dreiviertelstunde vor Anpfiff
traf man sich vor dem Presseeingang der Commerzbank-Arena, wo
die Kinder vom Team der Fußballschule in Empfang genommen wurden. Die Eltern waren mindestens
genauso aufgeregt wie ihre Kids und
verrieten, dass der eine oder andere
Sprössling vor Nervosität die Nacht
zuvor kaum ein Auge zu bekommen hatte. Dann hieß es kurzzeitig
Abschied nehmen und ab in die
Katakomben zum Umziehen. Die
„Erdmännchen“
der
FerienCamps zogen ihre Fußballschulen-Ausrüstung an und die der
Mainova-Camps ihre blauen Trikots.
Dann kam schon einer der
spannendsten Momente vor
dem Spiel: Die Auslosung, wer
mit welcher Mannschaft einlaufen würde. Denn wie immer gab es auch diesmal neben den „Erdmännchen“
noch je eine andere Jugendmannschaft, um sowohl die
Eintracht als auch die Gäste
aufs Feld zu begleiten. Gegen
das Team von Hessen DreiFoto: Fotolia
eich hatten die
„Erdmännchen“ der Ferien-Camps das
Losglück auf ihrer
Seite: Glücksfee Arwen
(9) gewann den Münzwurf und entschied sich
logischerweise für die
SGE. Und auch die
Mainova-Kids hatten
sich mit Fortuna gut
gestellt, aber auf
ganz unverhoffte
Weise: Sie verloren
nämlich den Losentscheid
und
durften trotzdem
mit Kevin Trapp
und Co. einlaufen. Was war passiert? Der Kapitän vom TSV
Höchst hatte es
in seiner Hand
und
entschied
sich – sehr zum
Entsetzen
seines
Trainers – tatsächlich für den HSV.
Riesenjubel bei den
Mainova-Kids,
Fassungslosigkeit bei den
Eintracht-Fans
unter
den Höchstern.
Jetzt war die Spannung greifbar: „Ich
möchte unbedingt mit
Seferovic
einlaufen“,
sagte der achtjährige
Roko, „das ist mein absoluter Lieblingsspieler.“ Andere waren da weit weniger
entschlossen, die Hauptsache
sei, dass man mit der Eintracht einlaufe. Für den Ort des
Geschehens konnten die
„Erdmännchen“
vorab
ein Gespür entwi-
ckeln: Über die Mixed Zone ging es in den
Spielertunnel, von dort die Treppe hinauf in
den Innenraum der Commerzbank-Arena.
Während beide Mannschaften sich für das
Match warmmachten, durften die Kinder
auf der Ersatzbank Probe sitzen und die Stadionatmosphäre auf sich wirken lassen.
Gänsehaut pur
Und dann war der Moment gekommen: Ein
paar letzte Anweisungen von Koordinator
Torsten Otto, ein Gruß von FußballschulenLeiter Charly Körbel, schon nahmen die
Kinder im Spielertunnel Aufstellung und
warteten auf ihre Idole, die auch alsbald erschienen und sich formierten.
Jetzt galt es die Ruhe zu bewahren, die
Stars ja nicht allzu sehr ablenken. Dann kamen die jeweiligen Schiedsrichter und der
Tross begab sich unter dem aufbrausenden
Jubel der Fans aufs Feld. Gänsehaut pur,
kurze Aufstellung am Mittelkreis, den Fans
winken, und ab ging es im Schweinsgalopp
runter vom Feld, damit das Spiel beginnen
konnte.
Der Rest war Glückseligkeit. Aufgeregt erzählten die Kinder sich, mit wem sie eingelaufen waren und was sich in der kurzen
Zeit ereignet hatte. „Inui hat sich ganz höflich bei mir bedankt, das fand ich richtig
klasse“, wusste etwa der achtjährige Leon zu
berichten. Und Roko, der unbedingt mit Seferovic einlaufen wollte, hatte es tatsächlich
geschafft und berichtete stolz: „Ich wusste
nicht, ob ich mich trauen würde, aber dann
habe ich meinen ganzen Mut zusammengenommen und ihn gefragt, ob ich mit ihm
einlaufen darf. Und er hat Ja gesagt – unglaublich.“ Nun, da der aufregendste Teil des
Abends hinter den Kindern lag, wurden sie
zu ihren Eltern auf die Tribüne geführt, wo
sie ebenfalls alles ganz detailliert erzählten,
bevor sie sich den spannenden Spielen zuwendeten.
Mainova und die Eintracht Frankfurt Fußballschule bedankten sich noch einmal bei
ihren „Erdmännchen“ für den respektvollen
Umgang, den sie ihren Mitspielerinnen und
Mitspielern gegenüber an den Tag gelegt haben. „Wir hoffen, ihnen ein unvergessliches
Erlebnis beschert zu haben. Und wir freuen
uns schon jetzt aufs nächste Mal“, sagte
„Schulleiter“ Karl-Heinz Körbel.
Arena
Seite 2
Erste Bundesliga
12:46
Der 25. Spieltag
Bayer Leverkusen
–
VfB Stuttgart
Fr, 20:30
1899 Hoffenheim
–
Hamburger SV
Sa, 15:30
Hertha BSC
–
FC Schalke 04
Sa, 15:30
FC Augsburg
–
FSV Mainz 05
Sa, 15:30
Werder Bremen
–
Bayern München
Sa, 15:30
Eintracht Frankfurt
–
SC Paderborn
Sa, 15:30
Borussia Dortmund
–
1. FC Köln
Sa, 18:30
VfL Wolfsburg
–
SC Freiburg
So, 15:30
Hannover 96
So, 17:30
Borussia M’gladbach –
Die Tabelle
NNP_GES
Platz
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
(1)
(2)
(3)
(4)
(5)
(6)
(7)
(9)
(8)
(10)
(13)
(11)
(12)
(14)
(15)
(16)
(17)
(18)
Verein
Spiele
Bayern München
VfL Wolfsburg
Bor. M’gladbach
Bayer Leverkusen
FC Schalke 04
FC Augsburg
1899 Hoffenheim
Werder Bremen
Eintracht Frankfurt
Borussia Dortmund
1. FC Köln
Hannover 96
FSV Mainz 05
Hertha BSC
Hamburger SV
SC Paderborn
SC Freiburg
VfB Stuttgart
1. – 3. = Champions League (CL)
5. + 6. = Europa League (EL)
24
24
24
24
24
24
24
24
24
24
24
24
24
24
24
24
24
24
Tore
19
15
11
10
11
12
9
9
8
8
7
7
5
7
6
5
4
4
4
5
8
9
5
2
6
6
7
5
7
6
11
4
7
8
10
8
1
4
5
5
8
10
9
9
9
11
10
11
8
13
11
11
10
12
4. = CL-Qualifikation
16. = Relegation
66:11
53:28
33:20
40:29
35:28
33:30
37:38
40:49
44:49
31:31
25:31
27:37
32:35
28:42
16:33
23:46
24:33
24:41
Punkte
+55
+25
+13
+11
+7
+3
-1
-9
-5
±0
-6
-10
-3
-14
-17
-23
-9
-17
61
50
41
39
38
38
33
33
31
29
28
27
26
25
25
23
22
20
17. + 18. = Abstieg
14−03−2015
Magenta
Schwarz
Yellow
Cyan (+3)
(+3)
(+3)
Inhalt
Charlys Blickwinkel: Das ist alarmierend
Seite 2
Lucas Piazon: „Ich würde gerne bleiben“
Seite 3
Herbst in Paderborn: Die Mutter aller Niederlagen Seite 4
Lukas Rupp: „Wir haben die Qualität“
Seite 5
Historisches Spiel: Eigentümliches Erlebnis
Seite 8
Fanszene: Nachfolger eines Unvergessenen
Seite 9
Fußballschule: Erdmännchen mit Gänsehaut
Seite 10
Leistungszentrum: Drei Sterne für den Riederwald Seite 12
Abpfiff
Seite 12
FNP000NNP0GES0ARE02
10 000 schauen Eintracht-TV
Über 10 000 Eintracht-Fans haben
mittlerweile ein Paket von Eintracht-TV erworben. Eine stolze
Zahl, die in der Fußball-Bundesliga nur von wenigen Vereinen
übertroffen wird. Vorstand Axel
Hellmann ist mit der Entwicklung
seit dem Start im September 2013
zufrieden: „Eintracht-TV hat sich
zu einer tollen Erfolgsgeschichte
entwickelt. Unsere Formate werden von den Fans sehr gut angenommen. Wir werden das Angebot in Zukunft weiter ausbauen.“
Der jährliche Preis für EintrachtTV: 18,99 Euro für alle Mitglieder
und Dauerkarteninhaber, 24,99
Euro für Nicht-Mitglieder.
red
Samstag, 14. März 2015
Arena
Samstag, 14. März 2015
Seite 11
Spannung im
Trainerspiel
Das ist
alarmierend
Charly Körbel (60) ist mit 602 Einsätzen, alle im
Eintracht-Trikot, Bundesliga-Rekordspieler. Auch in
dieser Saison erklärt er vor jedem Heimspiel die
aktuelle Lage aus seiner Sicht.
Wie oft habe ich das jetzt eigentlich schon geschrieben? Wie oft habe ich vorm Fernseher oder im Stadion gesessen und bei mir gedacht: „Das gibt’s doch
gar nicht?“ Wie oft haben wir schon darüber diskutiert oben in der Geschäftsstelle? Und doch passiert
es immer wieder. Es geht natürlich um die unerklärlichen Niederlagen in Auswärtsspielen gegen Gegner, die ganz sicher nicht besser sind als wir und die
in der Tabelle auch schlechter dastehen. Das zieht
sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison.
Paderborn, Freiburg, Mainz und nun Köln. Das war
aus meiner Sicht der Höhepunkt. Oder besser der
Tiefpunkt.
Ich sag’s mal ganz deutlich: Die Kölner waren
doch nicht wirklich gut, sie waren jedenfalls
Einmal selbst ein Meistertrainer sein? Beim
FNP-Internetspiel kann jeder selbst seine
Mannschaft zusammenstellen.
Charlys
Blickwinkel
und Auswärtsspiel zu tun hat. Ich kann mich da an
eine Saison in den Siebzigern erinnern, da ging es
uns ganz ähnlich. Zu Hause haben wir alles weggeräumt und hätten nach dieser Bilanz um die Meisterschaft spielen können. Auswärts aber haben wir
nur wenige Punkte geholt und so hat es eben für
ganz oben nicht gereicht. Damals war von der „Diva
vom Main“ die Rede. Dahin geht im Moment auch
wieder die Tendenz.
Erschütternd ist, dass es immer die gleichen Fehler sind, die unserer Mannschaft das Genick brechen. Zuallererst sind da unglaublich viele Fehlpässe. In Köln waren wir ja in der ersten Halbzeit
kaum zwei-, dreimal hintereinander am Ball. Dies
gibt es zu Hause in diesem Maße nicht. Dann
kommen die Gegner viel
zu leicht durchs Mittelfeld, da fehlt einfach die
Aggressivität. Der eine
oder andere wirkt auch
ein bisschen müde. Fast
in jedem Auswärtsspiel
haben wir drei, vier Spieler, die nicht ihr Leistungspotential abrufen.
In der Bundesliga ist das
nicht zu kompensieren,
das kann keine Mannschaft auf diesem Niveau
wettmachen. Wenn ich an
das nächste Auswärtsspiel
denke, wird es mir schon
ganz anders. Dann müssen wir zum VfB Stuttgart, voraussichtlich liegen die dann immer noch
auf dem letzten Tabellenplatz. Und dann kommt
die Eintracht und baut sie
wieder auf. Das muss am
nächsten Samstag endlich
mal anders werden!
Zunächst aber geht es
gegen den SC Paderborn.
Und da warne ich alle, die
Zuschauer, vor allem aber
die Spieler davor, von einem sicheren Sieg auszugehen. Na klar, unsere
Mannschaft ist besser besetzt und wird mit einer
guten Leistung wie zuOb er schon wieder helfen kann? Nelson Valdez, hier noch an Krücken
letzt gegen Schalke oder
mit Charly Körbel, steht vor der Rückkehr auf dem Rasen. Foto: Klein
den HSV auch gewinnen.
Aber der Aufsteiger ist
schlechter als Mainz. Sie mussten relativ wenig tun, trotz seiner Negativserie nicht zu unterschätzen.
Ich habe mir letzte Woche das Spiel gegen Leverum gegen uns klar zu gewinnen. Das ist alarmierend. Unsere Leistung dagegen war erschreckend kusen angeschaut, und da haben sie mir wirklich
imponiert. 70 Minuten waren sie absolut gleichwerschwach. Ich habe meinen Augen kaum getraut.
War das wirklich die gleiche Mannschaft, die eine tig, das Ergebnis von 0:3 sagt nicht wirklich etwas
Woche davor gegen den HSV so gut gespielt hat? In- über das Leistungsvermögen aus. Paderborn ist
nerhalb einer Woche solche Leistungsschwankun- nicht ungefährlich, spielt sehr schnell nach vorne.
gen sind für mich nicht wirklich erklärbar. Klar Für unsere Mannschaft wird das ein ganz gefährlispielt der eine mal etwas besser oder schlechter, klar ches Spiel. Weil wir wegen der angesprochenen Ausklappt es mal richtig gut und dann mal nicht. Das wärtsschwäche auch gezwungen sind, zu Hause zu
war schon immer so und wird auch immer so sein. gewinnen. Würde das nicht gelingen, käme Unruhe
Aber so eklatant? Die Entwicklung in dieser Saison auf. Das kann niemand gebrauchen, und das will
hat gezeigt, dass es ganz offensichtlich mit Heim- auch niemand.
Bei der vergangenen Sportlerehrung hatte die Mainova ein Gewinnspiel ausgerufen: Eine Förderung in Höhe von 500 Euro ging an Nationalspielerin und Olympiasiegerin Anne Brießmann (Mainhatten Skywheelers). Foto: Mainova
BUNDESLIGATRAINER
400 ausgezeichnete Leistungen
Die besten Trainer
Stand nach 24 Spieltagen:
Die Frankfurter Sportler werden in der Paulskirche geehrt
Die Mainova unterstützt nicht
nur die Eintracht, sondern auch
etliche andere Projekte – wie
die Frankfurter Sportlerehrung.
Der regionale Energiedienstleister Mainova AG ist bereits seit
vielen Jahren Sponsoringpartner der Eintracht Frankfurt. Im
Rhein-Main-Gebiet fördert das
Unternehmen aber nicht allein
den beliebten König Fußball, es
unterstützt zahlreiche sportliche Projekte, etwa die Frankfurter Sportlerehrung. Sie ist ein
herausragendes Projekt der
Stadt zur Auszeichnung von
Spitzenleistungen von Sportlern aus Frankfurt.
Als Partner des regionalen
Sports ist die Unterstützung der
Veranstaltung als Hauptsponsor
für die Mainova eine Herzensangelegenheit.
„Spitzensport
und Spitzensportler sind Aushängeschilder für Frankfurt
und die gesamte Rhein-MainRegion. Die Athletinnen und
Athleten sind Botschafter unserer gemeinsamen Heimat.
Ihre Erfolge auf nationaler
und internationaler Ebene
strahlen auch auf die Mainmetropole ab. Diese Erfolge wirken
tief hinein in die Vereine unserer Stadt und unserer Region
und motivieren den Nachwuchs
zur Nachahmung. Künftige
Höchstleistungen können so
auf den Weg gebracht werden“,
sagte Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender des Vorstands
der Mainova AG.
Die Mainova möchte mit ihrer Unterstützung dazu beitragen, dass sportliche und ehrenamtliche Spitzenleistungen ge-
würdigt werden, dass die Öffentlichkeit davon erfährt und vor
allem Jugendliche Vorbilder für
ein sportliches, gesundes und
von einem sozialen Bewusstsein
geprägtes Leben erhalten.
Frisches Format
Die Sportlerehrung der Stadt
Frankfurt reicht bis in die 60er
Jahre zurück. Die frühere Veranstaltung „Frankfurter Abend
des Sports“ fand als Abendveranstaltung in einem zweijährigen Rhythmus in der Jahrhunderthalle statt. Seit 2011 präsentiert sich die Frankfurter Sportlerehrung in einem frischen Format, unterteilt in einen Ehrungsabend und einen Galaabend. In diesem Jahr findet der
Ehrungsabend am Freitag, 20.
März, in der Paulskirche statt.
Rund 400 Sportler werden
für ihre Leistungen geehrt. Dabei werden Sportler berücksichtigt, die für einen Frankfurter
Turn- und Sportverein starten
oder ihren Wohnsitz in Frankfurt haben.
Geehrt werden Sportler aller
Altersklassen, die den ersten
Platz bei offiziellen deutschen
Meisterschaften und die Plätze
eins bis drei bei Olympischen
Spielen, Paralympics sowie bei
international anerkannten Weltund Europameisterschaften belegt haben. Weiterhin werden
bis zu fünf Personen, die sich in
langjähriger ehrenamtlicher Tätigkeit als Mitarbeiter, Übungsoder Jugendleiter in Vereinen
und Verbänden um den Frankfurter Sport hervorragend verdient gemacht haben, geehrt.
und
Die Meisterfrage ist in der Bundesliga zehn
Spieltage vor dem Saisonende im Grunde
längst entschieden. Im Trainerspiel der Frankfurter Neuen Presse hingegen bleibt es spannend zu, da gibt es keine Alleingänge nach
Münchner Art. An der Spitze liegt Thomas
Bechtel (Frankfurt), indes mit nur zwei Punkten mehr als Norbert Schlauss (Liederbach).
Beide übrigens ohne Bayern in der Startelf,
dafür aber beide mit Frankfurts Torjäger
Meier, Wolfsburgs Super-Belgier de Bruyne
und Leverkusens Senkrechtstarter Bellarabi.
So funktioniert das Spiel: Man geht im Internet auf www.fnp.de und folgt dem Hinweis auf das Trainerspiel. Oder nimmt den
Direktlink: trainer.fnp.de. Für 100 Millionen
Euro kann man sich aus allen BundesligaSpielern ein Team zusammenstellen. Punkte
bekommen Ihre Spieler anhand der KickerNoten sowie für Tore und Vorlagen. Tolle
Preise gibt es obendrein. Mitmachen lohnt
sich übrigens immer noch. Zwar starten alle
Späteinsteiger in der Gesamtwertung seit
dem sechsten Spieltag mit null Punkten. Es
gibt aber auch Preise für die Tages-Besten.
Fragen dazu? Dann schreiben Sie eine E-Mail
an trainer@fnp.de.
1. Thomas Bechtel (Frankfurt) 1729 Punkte
2. Norbert Schlauss (Liederbach)
1727
3. Marcel Höchsmann (Neu-Anspach) 1722
4. Maximilian Stähler (Bad Camberg) 1712
5. Matthias Stange (Bad Homburg)
1693
6. Norbert Wagner (Wehrheim)
1677
7. Torsten Lauer (Oberursel)
1673
8. Ulrike Fritz (Schloßborn)
1671
9. Gerhard Runkel (Erlensee)
1651
10. Samuel Stähler (Bad Camberg)
1649
Die besten Spieler
Stand nach 24 Spieltagen:
1. Arjen Robben (München)
234
2. Kevin De Bruyne (Wolfsburg)
222
3. Thomas Müller (München)
198
4. Karim Bellarabi (Leverkusen)
196
5. Alexander Meier (Frankfurt)
193
6. Eric-Maxim Choupo-Moting (Schalke)173
6. Robert Lewandowski (München)
173
8. Zlatko Junuzovic (Bremen)
168
8. Pierre-Emerick Aubameyang (BVB) 168
10. Roberto Firmino (Hoffenheim)
165
PRÄSENTIEREN:
GEHEN SIE UNS INS NETZ!
IHR TIPP IST GEFRAGT
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Sicher ist nschutz
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Dok
Impressum Arena
Anzeigen-Sonderveröffentlichung RheinMainMedia (RMM) vom 14. März 2015
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Telefax: 069 - 78 50 75
Veröffentlicht in:
Frankfurter Neue Presse, Höchster Kreisblatt, Nassauische
Neue Presse, Taunus Zeitung, F.A.Z. Rhein-Main-Zeitung
RheinMainMedia GmbH (RMM)
Frankenallee 71–81, 60327 Frankfurt
Produktion:
Design und Produktion
Telefon: (069) 75 01 48 96
fnp.dup@fnp.de
Redaktion: Markus Katzenbach, Klaus Veit, Roland Stipp
Druck: Frankfurter Societäts Druckerei,
Kurhessenstraße 4–6, 64546 Mörfelden-Walldorf
Verantwortlich:
Ingo Müller, Jörg Mattutat (RMM)
Projektleitung:
Michael Nungässer (RMM)
Telefon: (0 69) 75 01 41 79
m.nungässer@rheinmainmedia.de
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Samstag, 14. März 2015
Drei Sterne für den Riederwald
Das Leistungszentrum der Eintracht erhält erneut die höchstmögliche Auszeichnung
Von der Idee (oben) zur Wohlfühloase (unten): Armin Kraaz ist stolz auf den Riederwald. Fotos: Klein (2), Storch, Eintracht Frankfurt
Bei der im Auftrag des Deutschen
Fußball-Bundes (DFB) und der
Deutschen Fußball-Liga (DFL) von
der Firma „Foot-Pass Deutschland“
durchgeführten dritten Zertifizierungs-Untersuchung der Nachwuchsleistungszentren der Vereine Ersten und Zweiten Bundesliga
hat die Talentschmiede von Eintracht Frankfurt erneut die höchstmögliche Auszeichnung von drei
Sternen erhalten. In fünf von acht
bewerteten Kategorien erreichte
der Riederwald die Bewertung
„exzellentes Level“.
„Die gegenwärtige Qualität des
Leistungszentrums zeigt sich im
Vergleich zur letzten Zertifizierung insgesamt wieder deutlich
verbessert“, steht im Ergebnisbericht von „Foot-Pass“.
Fünf Mal die Bestnote
Bereits bei den ersten beiden Zertifizierungen in den Spielzeiten
2008/09 und 2011/12 wurden die
Riederwälder mit „sehr gut“ und
drei Sternen bewertet, konnten
sich allerdings im aktuellen Verfahren noch um einige Prozentpunkte verbessern. Während bei
der letzten Zertifizierung mit der
„Infrastruktur und Ausstattung“
sowie der „Effektivität und Durchlässigkeit“ noch zwei Kategorien
mit der Bestnote bewertet wurden,
sind es in diesem Jahr fünf: Die Bereiche „Strategie und Finanzen“,
„Organisation und Verfahren“,
„Unterstützung und Bildung“,
„Kommunikation und Kooperation“ sowie „Infrastruktur und
Ausstattung“ wurden als „exzellent“ bewertet.
„Wir freuen uns natürlich sehr,
dass wir von unabhängiger Stelle
erneut die höchste Auszeichnung
erhalten haben. Eintracht Frankfurt gehört mit dem Prädikat von
drei Sternen wieder zu den besten
Leistungszentren Deutschlands“,
betonte Armin Kraaz, der Leiter
des Leistungszentrums. Er kündigte gleichzeitig an, man werde
sich auf dem aktuellen Stand nicht
ausruhen: „Wir werden die Ergebnisse analysieren und prüfen, was
wir aus der Vielzahl von Empfehlungen und Ideen umsetzen können, die uns die Kommission mit
auf den Weg gegeben hat. Schließlich möchten wir uns weiter verbessern und auch bei der nächsten
Zertifizierung in drei Jahren wieder drei Sterne bekommen.“
„Großartige Leistung“
Auch Präsident Peter Fischer ist
stolz auf das hervorragende Abschneiden der Nachwuchsarbeit
des Vereins: „Das Topergebnis bestätigt einmal mehr die großartige
Leistung unserer Mitarbeiter. Im
Bereich der Nachwuchsförderung
spielt Eintracht Frankfurt weiterhin in der Spitzengruppe des deut-
schen Fußballs. Mit unserem Leistungszentrum verfügen wir über
beste Voraussetzungen, um in Zukunft noch mehr Eigengewächse
im Profifußball einzusetzen. Gerade dieses Resultat bestätigt einmal mehr unsere Philosophie, dass
mehr Geld für Jugendspieler nicht
automatisch eine bessere Ausbildung bedeuten und wir unsere finanziellen Mittel optimal einsetzen.“ Bereits im Jahr 2006 hatten
sich der DFB und die DFL entschlossen, alle Leistungszentren
der Bundesliga und der Zweiten
Liga zu untersuchen, um ihnen anschließend Empfehlungen zur Verbesserung ihrer Arbeitsweise zu geben.
Abpfiff
Mythen und tierisch gute Maskottchen
Tierschutz kennt keine Grenzen
und macht nicht einmal vor König
Fußball halt. So hat die Tierrechtsorganisation Peta sich jüngst darüber beklagt, dass Geißbock Hennes VIII., das Maskottchen des FC
Köln, von FC-Stürmer Anthony
Ujah misshandelt worden sei. Der
Grund: Nach Ujahs Treffer beim
4:2 gegen Eintracht Frankfurt
packte der Stürmer den armen
Geißbock im Überschwang der
Gefühle bei den Hörnern und
hievte ihn in die Luft.
Dabei geht es dem aktuellen
Hennes weitaus besser als einem
seiner Vorgänger: Nachdem Hennes II. eines Morgens leblos in seinem Stall aufgefunden wurde,
machten schnell Gerüchte die
Runde, dass Anhänger der rivalisierenden Borussia aus Mönchengladbach das arme Tier vergiftet
hätten.
Neben dem FC vertraut die Eintracht als einziger Bundesligist bei
Heimspielen auf einen leibhaftig
tierischen Glücksbringer: Steinadler Attila strahlt selbst bei vollem
Haus stoische Ruhe aus. Beim
Blick auf ihre mythologische Bedeutung und die aktuelle Liga-Position ihrer Vereine scheint 2015
ein gutes Jahr für Hennes und Attila zu sein. Denn laut griechischer
Mythologie spielte der bocksbeinige Gott Pan eine entscheidende
Rolle bei der Wiederherstellung
des Göttervaters Zeus. Ein gutes
Omen für die krisengeschüttelten
Kölner Kicker. Und der Adler symbolisiert seit jeher Weisheit und
Kraft. Wachsam beschützte er den
Göttervater vor arglistigen Feinden. Leider ist Attila bei Auswärtsspielen wie in Köln nicht dabei.
Schlechter sieht es beim Blick
auf die Plüschmaskottchen im Ta-
bellenkeller aus: Dort rangieren
derzeit Paderborn (Maus), Freiburg (Fuchs) und Stuttgart (Krokodil). In der christlichen Mythologie verkörpern Mäuse oft teuflische Zerstörungswut. Und der
Fuchs wird in Fabeln als Sinnbild
für Habgier und Falschheit genutzt. Die Ägypter wiederum verehrten den krokodilköpfigen Gott
Sobek als Gott des ewigen Fortbestands. Um Katastrophen abzuwenden, galt es, Sobek bei Laune
zu halten. Doch es ist allgemein
bekannt, dass das Ägyptische
Großreich letztlich an seiner eigenen Dekadenz zugrunde ging.
Dem VfB scheint in diesem Jahr
ein ähnliches Schicksal zu drohen,
falls sein launisches Maskottchen
Fritzle nicht alsbald Milde walten
lässt. Vielleicht sollte sich VfB-Manager Robin Dutt einmal bei Peta
erkundigen?
Mirco Overländer
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