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Marketing-Ideen für kleines Budget

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Auf zu neuen Ufern !
Marketing-Ideen
für kleines Budget
Redaktion und Layout
agentur Freiraum
Im langen Gewend 6b
93057 Regensburg
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Literatur
Grafikakademie Witten
Seminar 1 - 5
Agentur Frischluft
Vom Flyer bis Guerilla Marketing
Was Sie hier erwartet:
Marketing-Ideen für kleines Budget
2
Corporate Identity 3
Zielgruppenanalyse4
Ihre Zielgruppe
5
Namensfindung6
Markenentwicklung8
Ihr Alleinstellungsmerkmal
8
Ihr Slogan
9
Logogestaltung10
Corporate Design - Ihr individuelles Firmenimage
13
Ihre Firmen-Schrift
13
Ihre Firmen-Farben
14
Ihre Geschäftsausstattung, Visitenkarten und Co.
16
Wie bleiben Sie im Gedächnis Ihrer Kunden?
18
Anzeigen19
Ideenfindung20
1
Marketing-Ideen für
kleines Budget
„Um e ffektive Kunde nge winnung komme n Sie
wede r jetzt noch späte r h e rum.“
Zarte Pflänzchen muss man
pflegen
Egal in welchem Bereich Sie sich
selbständig machen oder wieviel Startkapital Sie mitbringen, um effektive
Kundengewinnung kommen Sie weder
am Anfang noch später herum. Sie
werden sicher am Anfang vieles selbst
machen müssen. Bei manchem kommen Sie ohne Fachleute jedoch nicht
aus. Ein bisschen Vorarbeit kann Ihnen
dann viel Geld sparen. In beiden Fällen
wird Ihnen diese Unterlage von Nutzen
sein und ganz nebenbei erhalten Sie
auch einen Überblick über die wichtigsten Grundbegriffe des Marketings.
Damit Sie Ihre Ideen gleich aufschreiben
können, ist dieses Heft als Notizblock
gestaltet. Ich hoffe, ich kann Sie mit diesem Text gut unterstützen und wünsche
Ihnen viel Spass bei der Lektüre.
2
Corporate Identity
Corporate Identity - was ist genau mit diesem Begriff gemeint?
Nicht nur das Aussehen eines Logos, die Firmenfarben und ein bestimmtes Schriftbild, sondern alle Details, die die Darstellung einer Firma in der Öffentlichkeit betreffen,
fasst man unter den Begriff der CI. Dazu gehört auch die Philosophie und die Art,
wie die Kommunikation mit Kunden geführt wird. Wie ist die Ansprache? Wie wird
Werbung für das Produkt gemacht? Eher emotional, oder klar und reduziert?
Ein Unterpunkt des CI ist das Corporate Design (CD). Es bildet das gestalterische
Erscheinungsbild des Unternehmens - also Farben, Bilder, Schriften und andere
Standards wie etwa Positionierungen.
Die Corporate Identity ist die Unternehmenspersönlichkeit, die Art mit der die Firma
oder Marke sich einheitlich in der Öffentlichkeit präsentiert. Sie kann sowohl die
Kundentreue fördern als auch bei der Kundenneubindung helfen.
Es ist also wichtig, sich darüber Gedanken zu machen. Dazu müssen Sie allerdings
Ihre Zielgruppe genau kennen.
3
Zielgruppenanalyse
Suchen Sie die für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung wichtigen Adjektive und machen Sie den Test mit
Freunden und Ihrem Partner. Natürlich werden Vorurteile wiedergegeben, da das tatsächliche Wissen
über Ihre Zielgruppe kaum vorhanden sein wird. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn Sie erkennen
rasch besondere Ausschläge nach links und rechts. Die Faktoren, in Stichpunkten zusammengefasst,
ergeben ein erstes Profil Ihrer Zielgruppe.
eher
sachlich/nüchtern natürlich/verspielt
rational/überlegtromantisch
konventionellbürgerlich
bedeckt/seriösbürgerlich
klassisch/dezentleger
zeitlosmodisch
ruhig/zurückhaltendausgeflippt/laut
traditionell modisch
altjung
unibunt
vertraut/gewohntfremd
robust/eckigweich/rund
4
einfachschwer/komplex
sparsam verschwenderisch
sinnlichstreng
Quelle: Grafikakademie Witten
Seminar 1, Lehrbrief 7
Ihre Zielgruppe
„K e nn e n Sie Ih re Zielgruppe,
könn e n Sie diese gezielt ansprech e n“
Die Zielgruppe sollte die Basis für Ihr
unternehmerisches Handeln sein. Die
Einteilung in Zielgruppen ermöglicht
es, Streuverluste einzudämmen, also
zielgerichtet zu werben.
Obwohl alle Menschen irgendwie
verschieden sind, gibt es Ähnlichkeiten
im Verhalten von Leuten beispielsweise
gleichen Einkommens, gleichen Alters
und Geschlechts und vieles mehr.
Finden Sie die für den Kauf Ihrer
Produkte oder Dienstleistung relevanten
Eigenschaften und stimmen Sie Ihre
Gestaltung auf diese Eigenschaften ab.
So erreicht Ihre Werbung Ihr Ziel.
Stellen Sie sich folgende Fragen:
Wer hat Bedarf an Ihren Leistungen?
Welche Zielgruppe könnte es ausserdem
noch geben?
Wie erreichen Sie diese Zielgruppe?
Womit beschäftigt sich Ihre Zielgruppe?
Welche Gewohnheiten hat sie?
Eventuell ergibt sich mit diesen Überlegungen schon eine Möglichkeit, Ihre
Zielgruppe gezielt anzusprechen. (Gibt
es Beispielweise einen Stammtisch,
dann gehen Sie doch mal hin oder gibt
es eine Fachzeitschrift, dann lohnt sich
hier eventuell eine Anzeige.)
Zielgruppen können je nach Produkt
oder Dienstleistung verschieden sein.
Bieten Sie mehrere Leistungen an,
müssen Sie diese Fragen je Leistung
beantworten.
Um Ihre anvisierte Zielgruppe noch
besser eingrenzen zu können, gibt es
verschiedene Methoden. Eine recht
zuverlässige ist die Polaritätsanalyse,
bei der Wortgegensatzpaare ein Profil
der Zielgruppe ergeben. Da Sie keine
groß angelegten Umfragen durchführen
können finden Sie auf der vorherigen
Seite ein Beispiel für eine abgewandelte
Zielgrupenanalyse. Sie ist natürlich nicht
so genau, aber sie bringt Sie schon
ein wenig näher an Ihren Kundenkreis
heran.
Welche Zielgruppenmerkmale sind wichtig?
1. Kriterien des Kaufverhaltens:
(Preisklassen, Mediennutzung, Einkaufsstättenwahl, Kaufvolumen und
Markentreue)
2. Psychografische Kriterien:
(Aktivitäten, Meinungsbild, Interessen, soziale Orientierung, Lebensstil)
3. Sozio-ökonomische Kriterien:
(Einkommen, Bildung, Beruf, Geschlecht, Alter, Familienstand, Anzahl
der Kinder, Wohnort)
Quelle: Grafikakademie Witten
Seminar 1, Lehrbrief 7
5
Namensfindung
„Name n sind e ntsch eide nt für Ih re n Erfolg“
Die Wahl des richtigen Namens für Ihre Firma ist gar nicht so einfach. Dazu müssen Sie sich klarmachen:
Was genau biete ich an? Was nicht?
An wen wendet sich mein Produkt/meine Dienstleistung?
Was verbindet diese Zielgruppe mit meinem Angebot? Welche Wünsche stehen dahinter?
Die Formulierung Ihres Businessplanes kann helfen, für sich Klarheit zu finden. Sie können sich diesen von der Website des
Bundesministerium für Wirtschaft herunterladen (www.existenzgruender.de/selbstaendigkeit/vorbereitung/businessplan).
Fehler bei der Namenswahl
Zahlen und Abkürzungen:
Abkürzungen und Zahlen sind uncharmant, oft missverständlich und garantieren keine Alleinstellung.
Technische Begriffe und Trendnamen:
Technische Begriffe und Trendnamen sind schnell überholt. (z. B. Kabel Deutschland mit W-Lan Angeboten)
6
Eigennamen:
In der Gründerzeit waren sie üblich (Bosch, Siemens, Krupp, Opel...), heute wirken sie antiquiert und sind oft zu
sperrig (z. B. Doppelnamen). Ratsam sind sie eigentlich nur für Kosmetik und Mode. Aber Achtung: Wenn Sie mit
Ihrem Unternehmen nicht im Handelsregister eingetragen sind, müssen Sie als Person erkennbar sein und Ihren
Namen zusätzlich zum Firmennamen verwenden.
unpassend, nicht aussprechbar, negativ besetzt:
Achten Sie darauf, das Ihr Name keine negativen Assoziationen weckt und eingängig genug ist. Die Sprachmelodie
ist wichtiger als ein kurzer Name. Merkwürdige Namen werden eher behalten als glatte Namen.
Nach: Vom Flyer bis Guerilla Marketing
Frischluft Werbung
Wie finde ich einen prägnanten Namen?
Im Folgenden finden Sie Überlegungen,
die Sie zur Namensfindung nutzen
können.
Die rechtliche Seite müssen Sie
allerdings separat klären. Denn nur
weil ein Name noch nicht als InternetDomain-Name benutzt wird, heißt das
noch lange nicht, dass er unbedenklich
verwendet werden darf. Das Deutsche
Patentamt in München (www.dpma.de)
ist der richtige Ansprechpartner, wenn
es um den Schutz von Namensrechten
geht.
Man findet neue Namen am besten,
indem man Fremdwörterbücher,
Wörterbücher oder Namenslisten
durchstöbert. Ein gutes Beispiel ist
der Name SATINA von Bayer. Er ist
aus dem Wort „Satin“ - für Textilien
entstanden. Es handelt sich dabei
um eine Hautkrem, die laut Hersteller
medizinisch gesunde Haut sichern soll.
Eine beliebte Art der Namensgebung
ist es, zu versuchen, die Funktion
der Firma oder des Produkts in den
Namen einzubeziehen. Dabei entstehen
manchmal ganz gute Namen wie z. B.
„Dentagard“, das zum einen an den
englischen Begriff „dentist“ (Zahnarzt),
zum anderen an den Schützer
(engl. „guard“) erinnert und auch
im Deutschen angenehm und leicht
„wissenschaftlich“ klingt. Vermeiden
Sie Namen, die veralbernd klingen
(z. B. „Hustiweg“) oder eine negative
Assoziationen wecken. ( Beispiel:
„Antisense“, die Regensburger Firma für
Pharmazieprodukte, deren Name man
mit „ohne Sinn“ übersetzen kann.) Überprüfen Sie Ihren Namen im Internet. Wird
er bereits verwendet, sollten Sie einen
anderen finden, oder in Ausnahmefällen
genau überprüfen in welchem Bereich Ihr
Konkurrent tätig ist.
Je kürzer Ihr Name ist, desto größer die
Wahrscheinlichkeit, dass er bereits vergeben ist, je länger er ist, desto weniger
Merkpotenzial trägt er in sich.
Existiert bereits ein Firmenname, kann
man darüber nachdenken, ob es sich
lohnt, neue Produktnamen aus diesem zu
generieren: Namen wie Nesquick, Nescafe
oder Nestle geben die Verwandtschaft
untereinander deutlich zu erkennen.
Namen Transportieren Botschaften an Ihre Kunden
Namen sind mitentscheidend für den Erfolg einer Person oder Sache.
Sie tranportieren eine Botschaft an den Kunden. Schauen Sie sich
dazu einmal folgenden Produkttest mit Namen für Tafelwasser an.
Wie wird der Geschmack des Wassers wahrgenommen?
MISOKI
Eine leichte Note von japanischen Kirschblüten?
Qlara
In sämtlichen Geschmacksnuancen neutral?
GUTEN-FELS
Ein hoher Anteil an gesunden Mineralien?
Namen beeinflussen unsere Empfindungen erheblich!
Quelle: Vom Flyer bis Guerilla Marketing
Frischluft Werbung
7
Markenentwicklung
„Marke n sind die Stars de r We rbung.“
Marken sind mehr als der eigentliche
Firmenname. Es sind vor allem die
Eigenschaften, die die Kunden mit
dem Produkt oder der Dienstleistung
verknüpfen.
Marken erzeugen Kundentreue. Das
ist wichtig, da Kunden das Produkt
oder die Dienstleistung vorab niemals
komplett kennenlernen können.
Produkte werden eher über die
„Eigschaften“ der Marke verkauft, die
zum Teil nichts mit dem Produkt zu tun
haben. Wer Marlboro raucht erwirbt
nicht wirklich Freiheit und Abenteuer,
wer Wrigleys kaut, löst nicht wirklich
jedes Problem im Handumdrehen.
Markenmanagement erfordert deshalb,
Kundenwünsche zu verstehen und auf
diese gezielt einzugehen.
Die Eigenschaften der Marke müssen
gut erkennbar und vereinbar sein. Sie
sollten ein rundes Gesamtbild ergeben.
Ihr Alleinstellungsmerkmal
8
Neben dem Wissen über Ihre
Zielgruppe ist es auch wichtig zu
wissen, was Ihr Alleinstellungsmerkmal
ist. Nehmen Sie sich Zeit um sich
darüber klar zu werden. Das Alleinstellungsmerkmal unterscheidet Sie von
Ihren Mitbewerbern. Es ist ein effektives
Werkzeug zur Kundengewinnung.
Welchen Eindruck möchten Sie mit
Ihrem Unternehmen machen? Was ist
Ihre Motiation? Was ist das Einzigartige
an Ihrem Angebot? Welchen Nutzen
haben Ihre Kunden von Ihrem Angebot?
Wie tritt Ihre Konkurenz am Markt auf?
Was können Sie besser? Oder auch:
Was können Sie nicht so gut? Mit
welchen Schwierigkeiten kämpft Ihre
Konkurenz? Können Sie etwas besser
machen?
Oder auch: Was sehen Sie als Aufgabe
Ihres Lebens? Was bewegt Sie?
Aus diesen Überlegungen lässt sich
eventuell schon ein Alleinstellungsmerkmal herauskristalisieren. Wenn Sie Ihren
„Unique Selling Point“ gefunden haben,
sollten Sie ihn so oft wie möglich
wiederholen.
Eine weitere Hilfestellung, um Ihren
USP zu finden, bieten nebenstehende
Fragen (und natürlich die Gedanken, die
Sie sich in Ihrem Businessplan gemacht
haben). Kennen Sie Ihre Ziele, können
Sie gezielter am Markt auftreten. Das
verschafft Ihnen einen Vorsprung
gegenüber Ihrer Konkurenz.
Unique Selling Point (USP)
In welchem Bereich ist Ihr Unternehmen tätig?
Welche Produkte und Dienstleistungen bieten Sie an?
Wodurch unterscheiden sich Ihre Produkte von denen Ihrer Mitbewerber?
Wodurch unterscheidet sich Ihr Verhalten von der Konkurenz?
Warum kommen die Kunden zu Ihnen?
Service
Freundlichkeit
persönliche Beziehung
Erreichbarkeit
umfassendes Sortiment
Parkplätze
Preis-/Leistungsverhältnis
Öffnungszeiten
Verkehrsanbindung
...
In welchen Bereichen sind Sie unschlagbar?
Wofür wollen Sie bei Ihren Kunden bekannt sein?
Welches Image möchten Sie haben?
Aus: Vom Flyer bis Guerilla Marketing
Frischluft Werbung
Ihr Slogan
Entwickeln Sie aus Ihrem Alleinstellungsmerkmal Ihren Slogan. Was ist Ihr Kundennutzen? Was soll mit Ihrem Unternehmen verbunden werden? Diese Überlegungen
können Ihnen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen - denn: einige Firmen kennen
Ihr Alleinstellungsmerkmal nicht. Sie haben deshalb auch keinen Slogan, der auf
Ihre Einzigartigkeit zielt.
Wenn man sich an Ihren Slogan in Verbindung mit Ihrem Unternehmen erinnern
soll, dann darf er nicht länger als fünf Wörter sein. Das ist gar nicht so einfach.
Lange Texte erhöhen aber nicht die Glaubwürdigkeit. Sie werden weniger schnell
aufgenommen und behalten.­
9
Logogestaltung
„Ein gutes Logo ist so einfach, das man
es mit de r große n Z eh e in de n Sand
sch reibe n kann.“
Anforderungen an ein Logo
Ein gutes Logo muss prägnant sein, das erreicht man vor allem mit einer reduzierten Darstellung. Ausserdem
sollte es mit Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung assoziiert werden können.
Ihr Logo muss einprägsam sein, das bedeutet, dass es eigentlich vollkommen einmalig sein muss.
Ausserdem sollte es in verschiedenen Größen, z. B. auf einem Kugelschreiber oder auch an einer Hauswand
funktionieren.
Nicht immer kann man Farbe nutzen ( z. B. im Zeitungsdruck). Deshalb sollte Ihr Logo auch in schwarz-weiss
funktionieren. Kommt Ihr Logo ohne Farbe nicht aus, ist es wahrscheinlich nicht genügend abstrahiert. Auf
jeden Fall sollte es keine komplexen Farbverläufe oder fotografische Abbildungen enthalten, denn diese
werden bei einer sehr geringen Größe undifferenzierbar.
Briefing an den Grafiker Welche Überlegungen werden in die Logogestaltung einbezogen?
10
Lassen Sie Ihr Logo durch einen Grafiker entwickeln, müssen Sie Ihn „briefen“. Gut, dass Sie sich bereits
Gedanken gemacht haben über Ihre Zielgruppe, Ihren Firmennamen, Ihre Motivation und was genau Sie zu
welchem Preis anbieten möchten. Welche Angaben braucht Ihr Grafiker ausserdem?
Ihr Alleinstellungsmerkmal
Ihre Unternehmensziele
Informationen über Ihre Konkurenz (Wie wirbt sie und wie sehen ihre Logos aus?)
Mit welchen Mitteln wollen Sie jetzt werben (Anzeige in Fachzeitschrift, Flyer, Netzwerk...) - was kommt später
dazu (Radiospot, Messestand...)? Wie möchten Sie wirken (sachlich, modern, innovativ, traditionell...)? Wie
sprechen Sie Ihre Kunden an?
Mit diesen Angaben kann ein Gestalter ein Leitbild für Sie umsetzen.
Mit etwas Vorbereitung können Sie Geld sparen
Vielleicht haben Sie sich schon Gedanken gemacht über Ihre Firmenfarben
oder erste Ideen für ein Logo gesammelt. Bringen Sie diese zu einem ersten
Gespräch mit. Die Rechereche und
Ideensuche ist das zeitlich aufwendigste
an einer Logogestaltung und diese kann
in der Regel zum großen Teil auch von
Ihnen erledigt werden.
Ideenfindung für Ihr Logo
Manchmal bietet sich der Name oder
das Produkt als Ausgangspunkt an.
Manche Logos sind wie ein Wappen
gestaltet. Sie stellen stilisiert die
Eigenschaften des Produkts oder der
Dienstleistung dar. Bei einer Buchstabenmarke lassen sich die Buchstaben
auf ihre grafischen Bezüge zueinander
„abklopfen“.
Schneiden Sie aus allen möglichen
Zeitschriften und Tageszeitung Logos
heraus, die Sie inspirieren. Gewinnen Sie
Anregungen daraus.
Schauen Sie sich Schriftmusterbücher
an. Bestimmte Buchstabenkombination
offenbaren ihr Potenzial oft erst in einer
bestimmten Schrift.
Die besten Entwürfe suchen Sie dann
mit Ihrem Grafik-Designer aus. Natürlich
können Sie auch die gesamte Ideensuche
Ihrem Grafik-Designer überlassen. Auf
jeden Fall sollte Layout und Reinzeichung
von einem Fachmann gemacht werden
um unötige Kosten zu vermeiden.
Ein gutes Logo ist:
... prägnant (blickfangend)
... einmalig (unverwechselbar)
... passend (zu Produkt oder Branche)
und funktionie rt:
... in jeder Größe.
... in Schwarz-Weiß.
11
Zu Ihrer Inspiration hier die Grundformen von Logos
Das Bildzeichen
ist abstrakt oder naturalistische umgesetzte Symbolik ohne Text. Vorteil ist
die gute Merkfähigkeit, (Bilder werden leichter behalten), Nachteil ist eine sehr
lange Einführungszeit für die Zuordnung des Symbols zum Unternehmen.
Deshalb braucht man bei seiner Einführung einem textlichen Zusatz. Mit einem
Bildzeichen lässt sich Aufmerksamkeit steigern und Assoziationen in eine
bestimmte Richtungen lenken.
Das Wortzeichen
ist eine kurze, prägnante Bezeichnung in Form einzelner oder mehrerer Worte.
Vorteil ist die Klarheit der Bezeichnung. Nachteil ist, dass es schlechter zu
merken ist als ein Bildzeichen. Bitte beachten Sie die Wirkung der verwendeten Schrift. Zarte Schriften bieten sich nicht für eine Maschinenbaufirma an;
eine fette Fraktur eignet sich nicht für den Blumenladen.
Buchstabenzeichen
sind einzelne Buchstaben ohne eigenen Sinngehalt. Manche dieser Buchstabenzeichen sind so genannte Akronyme, die man wie ein Wort aussprechen
kann (NATO, UNO usw.). Vorteilhaft ist, die Kürze. Nachteil ist, dass diese
Buchstabenzeichen nicht besonders assoziativ, manchmal leicht verwechselbar und zudem schlechter zu merken sind. (Siehe auch „Namensfindung“)
Zahlenzeichen
sind einzelne Zahlen. Reine Zahlenzeichen kommen selten vor, können aber
ein Vorteil gegenüber Mitbewerbern sein, die ausschließlich mit alphabetischen
Zeichen auftreten. (z. B. 4711). Die Nachteile überwiegen: sehr schlechte
Merkbarkeit, wenig identitätsstiftend und leicht verwechselbar.
12
Kombiniertes Zeichen
sind meist eine Kombination aus Wort-, Buchstaben- und Bildzeichen. Die
Vorteile sind beste Merkfähigkeit durch die Kombination von Bild und Text, die
einander verstärken und die evtl. auch einzeln ihre Aufgabe erfüllen.
Quelle: Grafikakademie Witten
Seminar 8, Lehrbrief 1
Corporate Design Ihr individuelles Firmenimage
Jetzt haben Sie Klarheit über Ihre Zielgruppe und wissen, wie Sie sich darstellen wollen. Sie können sich nun Gedanken
machen, wie Sie Ihre Unternehmensziele und Ihre Motivation grafisch in Worte fassen. Meistens ist es nicht so wirkungsvoll
im Strom mit zu schwimmen, sich also genauso wie alle anderen zu präsentieren, aber wer zu sehr vom Branchenüblichen
abweicht bleibt leicht auf der Strecke. Er wird nicht als kompetenter Ansprechpartner wahrgenommen.
Folgend finden Sie Informationen, wie Sie einen einheitlichen Auftritt gestalten können.
Ihre Firmen-Schrift
Schrift ist ein wesentlicher Bestandteil
der Firmenidentität. So wie Ihre
Handschrift hat auch Druckschrift einen
bestimmten Charakter und vermittelt
den Stil Ihres Unternehmens.
Ihre Schrift für Fliesstexte sollte
angenehm zu lesen sein, also schnell
erfassbar sein. Gut ist, wenn Ihre Schrift
verschiede Schnitte aufweist (Varianten
wie Fett, kursiv, Kapitälchen...), was
Ihren Spielraum in der Akzentuierung
Ihrer Texte erweitert.
Schriften mit Serifen scheinen optimaler
für längere Texte - aber hier gehen die
Meinungen stark auseinander - Schriften
ohne Serifen wirken moderner.
Am besten, Sie schauen sich verschiedene Schriften an und lassen diese
auf sich wirken. Warum gefallen Ihnen
manche Schriften - warum andere nicht?
Auch die Namen der Schriften tragen
häufig Hinweise über deren Wirkung.
Wichtig ist, dass Sie bei der Wahl
der Schrift Ihre Zielgruppe nicht aus
den Augen verlieren. Stellen Sie sich
folgende Fragen: Passt die Schrift zu
meinem Unternehmen /zu meinem
Angebot?
Im Internet finden Sie eine Reihe von
Schriften (Fonts), die Sie zum Teil
kostenfrei herunterladen können, falls
Ihnen das Angebot auf Ihrem Rechner
nicht ausreichen sollte. Wichtig ist nur,
das es keine reinen Bildschirmschriften
sind (.ttf). Diese sind für den Druck
nicht geeignet.
Wie soll Ihre Schrift wirken?
Fest, solide oder dynamisch?
Kühl und sachlich oder verspielt?
Nüchtern oder emotional?
Neutral oder Individuell?
13
Ihre Firmen-Farben
Menschen reagieren sowohl emotional
wie auch körperlich auf Farben. Wie
Farben empfunden werden hängt von
verschiedenen Faktoren ab, z. B. von
unserem Kulturkreis oder unseren
Erfahrungen. Legen Sie lhre Farben
nie am Computer fest, da Farben auf
jedem Computer anders wirken. Wählen
Sie lhre Farben bei Tageslicht aus.
Welche Emotionen wollen Sie ansprechen? Was wollen Sie aussagen?
Welche Farbe entspricht dem? Welche
Farbe bevorzugt lhre Zielgruppe?
Die Wahl Ihrer Farben
14
Bei der Wahl Ihrer Firmenfarben sollten
Sie sich auf nicht mehr als 2 oder 3
Farben festlegen. Mit zuvielen Farben
verliert Ihre Aussage die Eindeutigkeit
und Ihr Firmenimage muss auch in
Schwarz-Weis funktionieren - z. B. für
den Zeitungsdruck.
Gut sind zwei sich ergänzende
Farben und eine Kontrastfarbe. Dabei
sollten Sie sich nicht nur nach Ihrem
Geschmack richten sonden auch die
Wirkung der Farben im Blick haben.
Farben treffen eine Aussage im
Rahmen Ihrer Corporate Identity und
sollten im Hinblick auf die Erwartungen
Ihrer Zielgrppe an Ihr Produkt oder Ihre
Dienstleitung angepasst werden.
Etwas Farbenpsychologie
Farben werden emotional bewertet.
Dabei ist die Bewertung auch von der
Situation und der Umgebung abhängig
und nur, wenn eine Farbe Gewicht in
Ihrer Gestaltung hat, kann sie auch Ihre
volle Wirkung entfalten.
Farben beeinflussen das Wärmeempfinden und auch das Gewichtsempfinden.
Gegenstände in dunklen Farbtönen
erscheinen uns schwerer als solche in
hellen Farben und in einem Raum mit
kalten Farben friert man leichter als in
einem mit warmen Farben. Darüber
hinaus verbinden wir manche Farbtöne
eher mit einem süßen Geschmack (Rot,
Rosa), andere mit einem sauren (Gelb,
Gelbgrün).
Farben beeinflussen ebenfalls unser
Empfinden hinsichtlich der Preiswertigkeit eines Produkts. Leuchtende
und bunte Farben lassen ein Produkt
preiswerter erscheinen, gedämpfte
Farbkombinationen mit viel Weiß
vermitteln den Eindruck einer höheren
Preiskategorie.
Symbolische Bedeutung
Farbwirkungen
Die symbolische Bedeutung der
Farben ist besonders von der Situation,
Umgebung und auch der Zeit abhängig.
Violett beispielsweise war lange Zeit
in unserem Kulturkreis die Farbe der
Kirche und für den weltlichen Gebrauch
tabuisiert. Heute steht sie symbolisch
eher für die Weiblichkeit und ist eine
beliebte Farbe der Mode. Grün wird oft
als Symbolfarbe für Naturverbundenheit
gewählt und Rot kann sowohl für die
Liebe, für Kommunismus oder auf
einem Verkehrsschild für ein Verbot
stehen.
Auch die Farbsättigung hat Bedeutung:
Stark getrübte Farben oder Pastellfarben verringern die Farbwirkung,
vergleichbar der unterschiedlichen
Appellwirkung einer schwachen bzw.
kräftigen Stimme.
Die Helligkeit der Farben bewirkt
allgemein eine unterschiedliche
Wärmeempfindung. Das Aufhellen von
Farbtönen hat, insbesondere bei Blauund Grün-tönen, kühlere Wirkungen.
Dieses Mittel wird beinahe klischeehaft
in der Werbung für kühle Getränke,
Kühlschränke oder Küchenartikel
eingesetzt.
Rot
spricht die Urinstinkte des Menschen an. Ein helles Rot wirkt heiter
und lebensfroh, während ein dunkles Rot Leidenschaft oder Hass
ausdrücken kann. Rot wird oft als dominant, aktiv, aggressiv,
temperamentvoll, triebhaft und aufregend empfunden.
Orange
ist eine ausgesprochen warme Farbe. Es verbreitet eine freundliche, angenehme Atmosphäre, wirkt stark appetitanregend und
wird daher gern bei Darstellungen von lnterieurs und Nahrungsmitteln verwendet. Es hat die höchste Signalwirkung, das bedeutet:
Es wird aus den Augenwinkeln starker wahrgenommen als andere
Farben. Man sagt es sei besonders aktiv und energiegeladen, aber
auch billig.
Gelb
ist eine fröhliche, freundliche Farbe, die Sonnenlicht und Lebenslust suggeriert. Gelb ist die kontrastreichste Farbkombination, die
Schwarz mit einer Buntfarbe eingehen kann. Der Kontrast ist selbst
aus größerer Entfernung noch sehr gut wahrnehmbar.
Grün
ist die Farbe der Natur und erinnert an Pflanzen und Landschaften.
Gelbgrün schafft in Kombination mit Gelb eine heitere, freundliche
Atmosphäre. Blaugrün dagegen wirkt kühl.
Blau
ist die Farbe der Luft und des Wassers; sie deutet Entfernung an
und schafft eine besinnliche, friedliche Atmosphäre. Als dunkles
Blaugrau trägt es eine ausgesprochen düstere Note.
Quelle: Grafikakademie Witten
Seminar 2, Lehrbrief 3
15
Ihre Geschäftsausstattung,
Visitenkarten und Co.
Absolut notwendig für jeden Freiberufler
und jedes Unternehmen sind Visitenkarten, übersichtlich gestaltetes Briefpapier
mit allen rechtlichen Angaben und mindestens eine Visitenkarte im Netz, eine
einfache Webseite, die Ihre Adresse
und eventuell ein Foto von Ihnen trägt.
16
Briefpapier
Visitenkarten
Für Briefpapier gibt es rechtliche
Vorgaben und eine DIN-Norm für die
Positionierung der einzelnen Elemente.
Unbedingt angeben müssen Sie Ihren
Namen, Geschäftsadresse und Ihre
Steuernummer. Wenn Sie nicht im Handelsregister eingetragen sind müssen
Sie zusätzlich zu Ihrem Firmennamen
auch Ihren vollständigen Namen
angeben. Der Hinweis, das Sie Kleinunternehmerin sind, darf ebemfalls nicht
fehlen, wenn Sie keine Mehrwertsteuer
ausweisen.
Die DIN-Norm können Sie aktuell im
Interenet finden. (z. B. http://www.
druckeselbst.de/briefbogen/din676.php
Auf dieser Seite finden Sie ebenfalls
kostenlose Layoutvorlagen. )
In diesem Rahmen sollten Sie Ihr
Firmenimage transportieren. Verwenden
Sie Ihre Firmenfarben, natürlich Ihr
professionelles Logo und Ihre gewählte
Schrift. Professionell wirkt es, wenn
Sie Ihr Briefpapier von einer Druckerei
drucken lassen. Da sich aber gerade
am Anfang Ihrer Geschäftstätigkeit noch
viel ändern kann, gestalte ich für meine
Kunden meist einen Briefbogen, der nur
die Gestaltungselemente enthält und
birnge die textlichen Angaben in einem
Wordformular unter. Dies ist dann auf
die Gestaltung der Briefbögen angepasst. Der Rechnungs- oder Brieftext
kann ohne zusätzlichen Aufwand in das
Formular geschrieben. So lassen sich
Ihre Daten leicht anpassen, wenn sich
z. B. Ihre Steuernummer ändert.
Verwenden Sie keine Visitenkarten von
Vistaprint für Ihr Unternehmen. (Privat
können Sie das natürlich schon.) Sie
werden das Design eventuell bei Ihrer
Konkurenz finden und bei einer Nachbestellung kann nicht garantiert werden,
dass Sie das gleiche Motiv noch einmal
bekommen.
Nutzen Sie Vorder und Rückseite Ihrer
Visitenkarte und bringen Sie die Informationen übersichtlich unter. Bitte zentrieren Sie Ihren Text nicht - Sie haben
dann einen Flattersatz am Anfang und
am Ende des Textes und Ihre Angaben
sind weniger schnell erfassbar. (Das gilt
generell auch für viele andere Texte.
Auf der Rückseite Ihrer Visitenkarte
lassen sich eventuell weitere Informationen zu Ihrer Tätigkeit unterbringen. Sie
können diese Fläche auch für ein Bild,
das eine Emotion mit Ihrem Angebot
verbindet oder Ihrem Logo nutzen.
Internetdruckereien liefern inzwischen
gute Ergebnisse, wenn man nicht auf
die Genauigkeit der Farbwiedergabe
wert legt. Sie haben meist auch eine
große Auswahl an verschiedenen
Papieren. Wer es hochwertiger mag
oder etwas besonderes möchte, ist
aber weiterhin auf die Druckereien vor
Ort angewiesen. Ein großer Vorteil ist
die Beratung, die Sie bei den Internetdruckereien nicht bekommen können.
Und auch wenn es mal schneller gehen
muss, kommen Sie um eine örtliche
Druckerei nicht herum.
Gestaltungs-Ideen für Briefpapier und Visitenkarte
Schön ist es, wenn Briefpapier und Visitenkarte schon gestalterische Hinweise
auf Ihre Tätigkeit aufweisen. Bei einer
Visitenkarte muss es nicht immer Papier
sein. Ein Filmemacher könnte alte Filmstreifen verwenden. Mit einem Adressaufkleber versehen ergeben diese sehr
persönliche Visitenkarten. Ein Schreiner
könnte Reste von Holzfunier verwenden
oder eine Töpferin Ihr Logo in den Ton
ritzen. Seien Sie Kreativ und heben Sie
sich von Ihren Mitbewerbern ab.
Ihr Briefpapier kann dann diese Elemente wieder aufnehmen. So erreichen
Sie einen einheitlichen und prägnanten
Endruck.
Verwenden Sie „Haptik“ als zusätzlichen
Erinnerungswert. Wenn Ihre Visitenkarte
nicht nur optisch interessant ist, sondern zusätzlich etwas für den Tastsinn
bietet, wird sich Ihr Gegenüber eher
an Sie erinnern. Eine einfache und
kostengünstige Möglichkeit dazu bieten
Prägestempel. Sie können damit z.
B. Ihr Logo in Briefpapier, Umschläge
oder sogar Ihre Visitenkarte prägen und
verleihen diesen damit eine edle und
persönliche Note.
Ihre eigene Webseite
Eine Visitenkarte im Netz ist ein absolutes
Minimum für jeden Selbständigen. Sie ist
relativ einfach zu erstellen, wenn Sie ein
wenig HTML-Kenntnisse haben und kann
neben Ihrer Adresse auch noch ein Bild
von Ihnen enthalten.
Möchten Sie sich nicht mit der Programmierung beschäftigen, können Sie auf
Blogg-Software wie Wordpress oder
Jimdo zurückgreifen. Diese sind schon
Suchmaschinenoptimiert und bieten für
den Anfang eine passable Lösung. Sie
werden kostenlos angeboten, solange Sie
eine Endung wie „.wordpress.com“ akzeptieren. Das ist für Vereine in Ordnung.
Als selbständige Unternehmer wirken Sie
ohne eigene Adesse unprofessionell. Sie
sollten daher auf die kostenpflichtigen
Versionen zurückgreifen oder sich gleich
eine eigene Webseite zulegen.
Ihre Domain (Ihren Webseitennamen)
können Sie bei der Denic registireren
lassen. (Domainabfrage: http://www.denic.
de/de/whois/index.jsp) Sie brauchen dann
noch einen Hoster - jemanden, der Ihre
Webseite „lagert“. Falls Sie noch keinen
Anbieter haben, schauen Sie doch mal
auf die Webseite von Strato (http://www.
strato.de). Bis zur Drucklegung war das
erste halbe Jahr kostenfrei. Ein Transfer
zu einem anderen Anbieter ist später
problemlos möglich.
Nutzen Sie als zusätzliches Werkzeug die
Möglichkeiten, die Ihnen Plattformen wie
Xing oder Facebook bieten um sich mit
Ihrem Unternehmen zu präsentieren. Hier
lassen sich nicht nur Netzwerkkontakte
aufbauen, sondern sie können sich durch
Beiträge immerwieder in das Bewusstsein
Ihrer Kunden zurückrufen.
17
Wie bleiben Sie im
Gedächnis Ihrer Kunden?
Um Ihren Bekanntheitsgrad zu steigern,
sollten Sie über weitere Marketinginstrumente nachdenken. Mit guten Ideen
und dem Wissen über die Gewohnheiten
Ihrer Zielgruppe lässt sich preiswerte
und effektive Werbung für Ihr Unternehmen machen.
Ist Ihr Kundenpotenzial sportlich? Prima,
dann organisieren Sie doch einen Lauf
und schreiben Preise aus (natürlich Ihre
eigenen Produkte). Nehmen Sie als
Firma an Veranstaltungen teil, die auch
Ihre Zielgruppe besucht und machen
Sie durch T-Shirts und Flyer auf sich
aufmerksam. Treten Sie als Sponsor
für einen guten Zweck ein - und vor
allem reden Sie darüber! Organisieren
Sie eine Inhouse-Messe und laden
Sie Ihre Kunden dazu ein. Es gibt viele
Möglichkeiten Sie bei Ihren Kunden im
Bewusstsein zu halten.
Auch Kinowerbung kann eine Option
sein. Behalten Sie aber bei allen Ihren
Überlegungen Ihre Zielgruppe im Auge.
Wenn diese nicht in Ihr ausgewähltes
Kino geht, werden Sie sie auch nicht
mit dem gelungensten Werbespott
beeindrucken können.
Eine effektive und preiswerte Möglichkeit ist das Netzwerken. Reden Sie über
Ihr Unternehmen in Foren wie Xing oder
Facebook, besuchen Sie regelmässig
Netzwerkveranstaltungen. Der persönliche Kontakt wird Sie in Erinnerung
halten.
Kundenpflege ist etwas, das Sie
regelmässig betreiben müssen. Bleiben
Sie am Ball!
Ihre Geschäftseröffnung eine Möglichkeit zur Neukundengewinnung
18
Zur Eröffnung bieten manche Zeitungen sogenannte Eröffnungsanzeigen, das sind großformatige redaktionelle Texte und mehrere Anzeigen Ihrer Kooperationspartner, die damit Ihren Text finanzieren. Laden Sie
also die Zeitungen zu Ihrer Eröffnung ein oder schreiben Sie Ihre Eröffnungsanzeige selbst und reichen
diese inklusive Bilder an die Redaktionen weiter. So haben Sie Einfluss auf den Stil und Inhalt dieses
Textes. Die Redaktionen kürzen für gewöhnlich - seien Sie also nicht enttäuscht, wenn Ihr Text nicht
genau so erscheint.
Nutzen Sie Ihre Geschäftseröffnung. Veranstalten Sie eine Eröffnungsfeier machen und intensiv mit Flyer,
Zeitungsanzeigen und eventuell Radiospots auf diese aufmerksam. Radiospots sind oft gar nicht so teuer
und eine effektive Möglichkeit, auf Ihre Veranstaltungen aufmerksam zu machen - probieren Sie es aus.
Anzeigen
Im Allgemeinen rate ich meinen Kunden
nicht zu Anzeigen in einer Tageszeitung.
Anzeigen wirken durch ihre Wiederholung. Als Starter haben Sie in der Regel
weder das erforderliche Kapital, noch
erreichen Sie Ihre Zielgruppe direkt. Eine
Zielgruppe „alle Bürger von Regensburg“
ist einfach zu ungenau.
Aber denken Sie doch mal über eine
Anzeige in einer Fachzeitschrift nach. Die
sind oft günstier als in Tageszeitungen
und die Streuverluste sind deutlich geringer. Auch Schülerzeitungen, Vereinszeitschriften oder Stadteilmagazine können
für Sie interessant sein. Schalten Sie
lieber eine kleinere Anzeige mit häufigen
Wiederholungen, als eine ganzseitige
4-Farb-Anzeige.
Ganz wichtig: gestalten Sie Ihre Anzeigen
nicht zu textlastig! Lange Texte werden
nicht gelesen und Ihre Anzeige verliert an
Attraktivität. Gehen Sie nicht das Risiko
ein, dass Ihre Anzeige gar nicht bemerkt
wird. Ein wirkungsvolles Bild und ein
prägnanter Satz (eine Überschirft oder
ein kurzer Slogan) zu Ihrem Angebot
und Ihre Adressdaten sind vollkommen
ausreichend.
Auswahl der Bilder
Verwenden Sie Ihre Bilder passend zur Anzeigen-Idee. Verschenken
Sie keine Möglichkeit zu einer eindeutigen und einheitlichen Aussage.
Und verwenden Sie keine negativen Bilder (in dem Sinn „das
passiert Ihnen nicht, wenn Sie unser Produkt kaufen...“) Sie laufen
damit Gefahr, das die negative Assoziation mit Ihrem Unternehmen
verknüpft wird, denn Bilder treffen eine stärkere Aussage als Ihr Text.
Blickfangend wirken Kinder und Tiere oder bei Personen der direkte
Blickkontakt mit dem Betrachter. Machen Sie sich klar, wie Sie Ihre
Zielgruppe am besten ansprechen. Wollen Sie Emotionen wecken,
verborgene Wünsche ansprechen oder die Logik mit einer Alliteration
erreichen? Sollten Sie sich für letzeres entscheiden, dann achten Sie
darauf, das Ihr „Rätsel“ einfach zu lösen ist. Das positive Gefühl des
Lösungserfolges wird mit Ihnen verknüft, aber viel Zeit dafür haben
Sie nicht. (Nicht mehr als 5 Sekunden - meistens deutlich weniger.)
Ein Beispiel
für ein solches „Rätsel“ ist die Werbung für Schwingkopfzahnbürsten. Bei der
Markteinführung verwendete Dr. Best den Slogan: „Die klügere gibt nach“ überings genau fünf Wörter und damit ein auch gutes Beispiel für einen gelungenen
Slogan.
19
Ideenfindung
„Jede r Me nsch ist kreativ“
Joseph Beuys
Am Anfang habe ich behauptet, dass
Sie mit guten Ideen auch ohne ein großes Budget viel erreichen können. Aber
wie kommen Sie nun an diese Ideen?
Brainstorming ist sicher eine Möglichkeit. Das geht auch alleine, in dem Sie
über mehrere Tage Ihre Ideen zu Papier
bringen. Wichtig dabei ist eine spielerischer Umgang. Wenn Sie keine Ideen
haben, lassen Sie Ihren Zettel liegen,
bis Sie wieder welche haben. Erzwingen
Sie nichts, (und vor allem bewerten Sie
nicht) sondern gehen Sie einfach ein
paar Tage mit Ihrer Aufgabenstellung
„schwanger“.
Haben Sie die Möglichkeit sich mit
anderen auszutauschen, z. B. in einem
Netzwerk, nutzen sie diese Gelegenheit.
Gute Ideen haben oft auch vollkommen
fachfremde Personen, da Ihr Blick nicht
in eine bestimmte Richtung geht
Viele Ideen kann man auch aus dem
Internet beziehen, wenn man weiss
wonach man sucht. Verwenden Sie die
Suchfunktion von Bildagenturen um
zu sehen, welche Assoziationen ein
bestimmter Aspekt hervorruft. Es gibt
Zitat-Sammlungen und Sammlungen
mit Alliterationen oder Synonymen.
Nutzen Sie Ihr Unbewusstes. Das ist
schlauer, als Sie denken. Gehen Sie
spazieren, stellen sie sich unter die
Dusche oder treiben Sie Sport. Auch
Gartenarbeit macht den Kopf frei.
Wichtig ist, das Sie sich nicht auf Ihr
Projekt fixieren und damit Ihren Blick zu
sehr einengen. Machen Sie eine Pause,
die besten Ideen kommen in Zeiten der
Entspannung.
Im Austausch mit anderen können Sie
überprüfen ob Ihre Idee gut ist. Aber
lassen Sie sich nicht alles kaputtreden.
Eine gute Portion Selbstbewusstsein
ist sehr hilfreich füre ihren kreativen
Prozess.
Das Ideenspiel:
20
6 Personen schreiben jeweils 3 Ideen
innerhalb von 5 Minuten auf einen Zettel. Anschließend gibt jede Person ihr
Notizblatt an ihren Nachbarn weiter, der wiederum 3 weitere Ideen auf der Basis seines Vorgängers aufschriebt. Innerhalb kürzerster Zeit (30 min.) kommen
so bis zu 108 Ideen zusammen.
21
Freiraum für Ihre Ide e n
Notizen
Notizen
Habe n Sie weite re Frage n? Rufe n Sie uns an:
0941 56 99 12 40
Helga van Veen | agentur Freiraum | Im langen Gwend 6b | 93057 Regensburg 0941 56 99 12 40 | freiraum@regensburg-mail.de | agentur-freiraum.de
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