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Das große Alstervergnügen Zehntausende genießen das Frühlingserwachen in Hamburg Seite 9
MONTAG, 9. MÄRZ 2015 / NR. 57 / 11. WOCHE / 67. JAHRGANG / 1,40 EURO
UNABHÄNGIG, ÜBERPARTEILICH
KRISTA SAGER
Was für ein Theater
„Viele akzeptieren Rot­Grün“
Früher Großmarkthalle, jetzt Bühne für 2400 Zuschauer:
ein neues Kultur­Glanzstück für Hamburg Seite 2 und 13
:: Obwohl es bei den rotgrünen Koalitionsverhandlungen erste
Reibereien gegeben hat, konstatiert die
ehemalige Zweite Bürgermeisterin
Krista Sager (Grüne) eine bessere Atmosphäre als 1997. „Heute gibt es eine
große Akzeptanz für Rot-Grün in der
Bevölkerung. Früher musste man den
Leuten erklären, dass das für Hamburg
kein Weltuntergang ist.“
HAMBUR G
>> >> Seite 7 Der rot­grüne Poker
WA NDSBEKER FIRMA
Heute mal Grünkohl trinken
:: Auch Rihanna und Beyoncé sind schon Grünkohl-Fans: In
den USA ist das norddeutsche Gemüse
derzeit Trend. Dank eines Wandsbeker
Unternehmens kann man Grünkohl
jetzt auch trinken. Die Firma ist spezialisiert auf kalt gepresste Säfte.
HAMBUR G
>> >> Seite 25 Mehr als 30.000 Flaschen verkauft
HSV­P RO F I W EST E R M A N N
dpa
„Die Idioten können mich mal“
Bauarbeiten an der
Lombardsbrücke –
Staus an der Alster
:: Wegen Leitungsbauarbeiten ist in dieser Woche ein Teil der
Kreuzung Ferdinandstor an der Binnenalster gesperrt. Autofahrer, die
stadteinwärts auf die Lombardsbrücke
abbiegen, müssen mit Behinderungen
rechnen. Schon gestern staute sich der
Verkehr zurück bis zur Außenalster.
HAMBUR G
>> >> Seite 7 Ab April wird Kreuzung umgebaut
Olympia-Umfrage: In Hamburg
und Berlin wächst die Begeisterung
Woche der Entscheidung. Heute sollen die beiden Senate informiert werden, in welcher Stadt die Zustimmung größer ist
BJÖRN JENSEN
:: Hamburg oder Berlin:
Welche Stadt geht für Deutschland ins
Rennen um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2024? Am morgigen Dienstag will der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bekannt geben, wie die
möglicherweise
vorentscheidenden Meinungsumfragen in den Bewerberstädten ausgefallen sind. Eine erste Tendenz wurde bereits am Sonntag deutlich: „Im Vergleich zur letzten Umfrage haben sich
beide gesteigert“, sagte Bernhard
Schwank, DOSB-Vorstand für Internationales und Olympiabewerbung. Dies
sei eine gute Entwicklung. DOSB-Präsident Alfons Hörmann sagte: „Ich wer-
Zeichnung: Bätjer
HAMBUR G
MENSCHLICH
GESEHEN
Alles Atze
:: Hamburg ist für ihn ein Heimspiel.
Bereits 1995 hat er im Schmidt gespielt,
als Schlagzeuger der Band The Proll.
Seine Ansagen waren der Hit – und für
Atze Schröder, der zeitweise auch auf
St. Pauli gewohnt hat, war es der Start
zur Komikerkarriere. Am Sonnabend
feierte er mit seinem neuen Programm
Premiere in der O2 World.
Die Dauerwelle pflegte der Künstler damals wie heute. Populär geworden dank der RTL-Serie „Alles Atze“,
füllt der fünfmalige Gewinner des
Deutschen Comedy-Preises solo die
Arenen. Wer hinter der (Talk-)Showerprobten Kunstfigur Atze Schröder
steckt, mag sein Erfinder partout nicht
verraten. Um Veröffentlichungen zu
verhindern, zog er schon vor Gericht.
Laut der fiktiven Biografie wird der
unter dem Vornamen Thomas in Essen-Kray geborene Schröder am 27.
September 50. Mit Mutter, Großmutter
und Schwester aufgewachsen, pflegt
der BVB-Fan wahlweise das Image des
Frauenverstehers oder das des PS-fixierten Porsche-Proleten. Wobei: Seit
Schröder 2013 seinen Episodenroman
„Und dann kam Ute“ – benannt nach
seiner Dauerflamme, einer Waldorf-Pädagogin – veröffentlicht hat, gilt er als
richtig belesen. T.C. Boyle und Martin
Suter haben es ihm angetan. (str)
>> >> Seite 14 „Bin da! Kann losgehen“
DÄNEMARK 15,00DKR / C3390A
10011
4 190339 001406
Redaktion 040­347 22261
de nicht über Zahlen spekulieren, aber
alles jenseits 50 Prozent Zustimmung
ist ein gutes Ergebnis. Je mehr, desto
besser.“ Bei der ersten Erhebung im
September 2014 hatten in Hamburg 53
und in Berlin 48 Prozent der Befragten
für eine Bewerbung ihrer Stadt votiert.
Dem DOSB liegen die Auswertungen der repräsentativen Forsa-Studie
seit Ende vergangener Woche vor. In
beiden Städten waren jeweils 1500
Menschen nach ihrer Einstellung
gegenüber den Olympia-Plänen befragt
worden. An diesem Montag werden
die Zahlen bereits den zuständigen Senatoren Frank Henkel (Berlin) und Michael Neumann (Hamburg) mitgeteilt.
Unklar ist immer noch, wie wichtig
die Umfrageergebnisse tatsächlich bei
der Wahl der Olympiastadt sind. „Die
Umfrage ist, neben anderen Faktoren,
sehr wichtig. Wir wollen Olympia nicht
gegen den Willen der Bürger machen“,
bekräftigte Hörmann im „Spiegel“. Bisher galt: Sollte eine Stadt mindestens
15 Prozent mehr Zustimmung erreicht
haben als der Kontrahent, könnte dies
bereits eine Vorentscheidung sein. Wie
die in der vergangenen Woche veröffentlichten Kriterien gewichtet werden, sollten Berlin und Hamburg in der
Zustimmung ihrer Bevölkerung nicht
stark divergieren, will der DOSB ebenfalls am Dienstag bekannt geben.
Schwank unterstrich die wichtige
Rolle der 34 olympischen Fachverbände, deren Spitzen am 15. März mit der
DOSB-Spitze konferieren. Diese stehen
mehrheitlich hinter Berlin. Henkel
und Neumann haben am Sonntag die
Möglichkeit, in einer auf 15 Minuten
begrenzten Präsentation noch einmal
für ihr Konzept zu werben.
Gleiches gilt auch für die Sitzung
am 16. März, auf der die DOSB-Führung mit Experten aus verschiedenen
gesellschaftlichen Bereichen (Kirchen,
Gewerkschaften, Parteien, Nicht-Regierungs-Organisationen) zusammenkommt. Am selben Abend wird der
DOSB seine Empfehlung für die Mitgliederversammlung aussprechen. Sie
findet am 21. März in der Frankfurter
Paulskirche statt und wird den deutschen Bewerber offiziell küren.
::
Für die Griechen
wird es eng. Die Europäische Zentralbank (EZB) will dem pleitebedrohten
Land kein frisches Geld zur Verfügung
stellen. „Die EZB kann nicht die griechische Regierung finanzieren“, sagte
das
Direktoriumsmitglied
Benoît
Cœuré der „Frankfurter Allgemeinen
Sonntagszeitung“. Athen wollte seine
Finanzierungslücke mit kurzfristigen
Anleihen überbrücken. Noch im März
droht dem Land die Insolvenz. Premier
Tsipras sagte dem „Spiegel“: „Wenn die
EZB auf dieser Entscheidung beharrt,
... kehrt der Thriller zurück.“ Finanzminister Varoufakis brachte eine Volksabstimmung über den Verbleib des
Landes in der Euro-Zone ins Spiel.
>> >> Seite 5 Die nächste Drohung
BERLIN
:: Die Große Koalition strei-
tet erneut um die geplante Pkw-Maut.
Eine Gruppe von 14 SPD-Bundestagsabgeordneten hat den Gesetzentwurf
von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) massiv kritisiert. In
einem Papier, aus dem die „WamS“ zitierte, stellen sie die Einnahmeerwartungen von 500 Millionen Euro jährlich infrage und äußern „erhebliche
>> >> Seite 19/20 Das Spiel, die Wutrede dpa
TSCHETSCHENE GIBT M ORD ZU
Geständnis im Fall Nemzow
:: Im Fall des ermordeten
Kreml-Kritikers Boris Nemzow hat
einer von vier festgenommenen
Tschetschenen ein Geständnis abgelegt. Dies teilte ein Gericht in Moskau
mit. Der Mann war laut Medienberichten früher stellvertretender Chef einer
tschetschenischen Polizeieinheit.
M O S K AU
>> >> Seite 5 Fünfter Mann sprengt sich in die Luft
KEINE SC HEU VO R ME N SC H E N
Erste Wölfe in Wohngebieten
>> >> Seite 10 Olympia­Berichte
Nothilfe für Griechen abgelehnt – SPD-Abgeordnete begehren
Athen droht mit Volksabstimmung gegen die Maut-Pläne auf
F R A N K F U RT
:: Erst sorgte er dafür,
dass es im Kellerduell gegen Dortmund
beim 0:0 blieb – dann rechnete HSVVerteidiger Heiko Westermann leidenschaftlich mit seinen Kritikern ab.
HAMBUR G
Zweifel“, dass das Gesetz mit EU-Recht
vereinbar ist. Nötig sei eine „Entzerrung des Zeitplans und breitere Beteiligungsmöglichkeiten“ auch für Interessenverbände. Der CSU-Verkehrsexperte Ulrich Lange warnte die SPD, die
Maut-Pläne für eine „parteipolitische
Profilierung“ zu nutzen.
>> >> Seite 3 Die SPD­Rebellion
:: Auch Experten sind
überrascht: In Niedersachsen und
Schleswig-Holstein sind Wölfe erstmals
in Wohngebiete eingedrungen.
HAMBUR G
>> >> Seite 12 Frau von sieben Wölfen verfolgt dpa
JUBILÄUM EINES V ERTRAGS
Deutsche und Dänen feiern
:: In Schleswig-Holstein ist die
Dänen-Partei SSW sogar an der Regierung beteiligt: Vor 60 Jahren wurden in
den Bonn-Kopenhagener Erklärungen
die politischen und gesellschaftlichen
Rechte der Minderheiten geregelt.
KIEL
>> >> Seite 2 Kommentar Seite 12 Bericht
WETTER
Forscher jubeln: So ein Mist!
Hier leider keine Begeisterung
:: Nach dem traumhaften
Frühlingswetter vom Sonntag
gibt es heute wieder Alltag:
Wolken, etwas Sonne, 11 Grad.
Comeback nach 165 Jahren: Der Bespuckte Dungkäfer krabbelt wieder in rheinhessischen Kuhfladen
CHRISTOPH RIND
:: Wer wahnsinnig viel Glück hat, findet eine wertvolle Perle vielleicht in
einer Muschel oder Auster; Naturschützer haben diese Grundregel jetzt
durchbrochen und sind auf einer Wiese
im rheinhessischen Budenheim fündig
geworden. Genauer gesagt: in dort
achtlos hinterlassenen Pferdeäpfeln
und Kuhfladen. Ihre sensationelle Entdeckung ist gerade mal zwei Millimeter
groß: Mini-Krabbeltiere, die nur geübte
Augen auseinanderhalten können –
den Schweine-Dungkäfer und den Bespuckten Dungkäfer.
Ungeachtet der unappetitlichen
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Namen handle es sich auf jeden Fall um
„Perlen im Mist“, lautet der Befund der
Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie in Rheinland-Pfalz (GNOR).
Denn die beiden Arten wurde zuletzt
vor dem Jahr 1850 in der Region gesehen. Die lange verschwundenen und
Der einzige Mist,
auf dem nichts wächst,
ist der Pessimist.
Theodor Heuss
gerade neu entdeckten Käfer haben offensichtlich die Nähe der auf der Bachhauswiese lebenden Ponys genutzt, die
dort im Rahmen eines sogenannten Beweidungsprojekts vor einem Jahr angesiedelt wurden.
Mitten im Biotop stieß Student
Mathias Görtz, interessiert an „Lebewesen aller Art“, auf die Dungkäfer, die
sich zuvor überwiegend in der Roten
Liste der bedrohten Tierarten getummelt hatten. Görtz hatte fachmännisch
einen Dunghaufen mit dem Stöckchen
„aufgedröselt“ und dann die Hand zu
Hilfe genommen. Anschließend geriet
er ins Schwärmen: „Mistkäfer, die der
Laie so kennt, sind nichts dagegen.“
Denn seine Dungkäfer schimmern
bronzefarbig bis golden, was erstaunlich genug ist angesichts der näheren
Umgebung, in der die sich wohlfühlen.
Wer aber über den Aufenthaltsort
und die Fressgewohnheiten der Dungkäfer mit vermeintlich menschlicher
Überlegenheit die Name rümpft, sei daran erinnert, dass die geschmacklosen
Tierchen ein wichtiges Bindeglied im
Nährstoffkreislauf von Mutter Natur
sind. Je zahlreicher sie in Zukunft wieder auftreten, desto geringer wird die
Wahrscheinlichkeit, dass alle Zweibeiner, die nach dieser Käferart suchen, irgendwo reintreten und fluchen: „So’n
Schiet.“
Das ausführliche Wetter auf
>> >> Seite 27
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