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ST. CHRYSANTHUS
UND DARIA
HAAN
ST. NIKOLAUS
GRUITEN
Pfarrbrief
Thema: Ruhe
November 2014
1
IMPRESSUM
Inhalt
Leitwort
4
Aktuelles
6
Zum Thema
12
Das Porträt
15
Aus der Pfarrgemeinde
16
Kirchenpolitische Aspekte
24
Aus den Verbänden und Vereinen
26
Kinderseiten zum Herausnehmen
29–32
Prisma40
Lesetipps
42
Historische Stätten des Glaubens 46
Ökumene
51
Aus den Registern der Gemeinden
52
Weihnachtsgottesdienste
56
Anschriften und Öffnungszeiten
58
Herausgeber:
Redaktionsteam im Auftrag des
Pfarrgemeinderates der Gemeinde
St. Chrysanthus und Daria
Königstraße 8 · 42781 Haan
Redaktionsteam:
Peter Felgenhauer (pf)
Maria Hammerschmidt (mh)
Reinald Müller (rm)
Günter Oberdörster (go)
Martina Poppel (mp)
Anne-Christel Zolondek (az)
Erreichbarkeit des Redaktionsteams:
zweitakter.redaktion@kath-kirche-haan.de
Maria Hammerschmidt
maria.hammerschmidt@kath-kirche-haan.de
Günter Oberdörster
guenter.oberdoerster@kath-kirche-haan.de
Telefon 0 21 29 / 95 89 03
Druck:
Wölfer · Druck · Verlag
Schallbruch 22 · 42781 Haan
Auflage: 5.800 · ISSN 2193-536X
Der „Zweitakter“ erscheint dreimal
jährlich und wird an katholische Haushalte kostenlos verteilt. Für unverlangt
eingesandte Texte, Grafiken oder Fotos
übernehmen wir keine Gewähr.
Namentlich gekennzeichnete Artikel
geben nicht unbedingt die Meinung
des Redaktionsteams wieder.
Redaktionsschluss
Das Redaktionsteam
wünscht Ihnen und Ihren Familien
eine frohe und gesegnete Weihnachtszeit.
2
Der Redaktionsschluss für die
Ausgabe 1/2015
mit dem Thema „Unruhe“
ist am 15. Februar 2015.
3
Foto: az
„Kann man mich nicht einfach mal in Ruhe lassen?“
Wie oft, liebe Leserin,
lieber Leser, haben
Sie, habe ich diesen
schmerzlichen Ausruf
im Leben schon ausgestoßen? Ich, für mein
Teil, nicht selten. Wenn
neue, zusätzliche Herausforderungen auf
uns zukommen, oft schlimmer noch, wenn
die Banalität des grauen Alltags an unseren
Nerven zerrt und nicht nachlassen will, aber
auch keinen Fortschritt oder wenigstens
Veränderung erkennen lässt: Dann wünschen wir uns, endlich mal einfach nur Ruhe
zu haben oder wenigstens in Ruhe gelassen
zu werden. Dann werden wir nach und nach
„reif für die Insel“.
Sicherlich – oder vielleicht auch nur hoffentlich – findet jede/r von uns Zeiten und Räume, in denen er und sie ganz bei sich selbst
sein darf und Ruhe im Sinne eines tiefen
Seelenfriedens finden kann: bei einem Men-
4
schen, dem wir uns innig verbunden fühlen;
bei einer monotonen Tätigkeit, sei es Haushaltsarbeit, vielleicht in Verbindung mit unserer Lieblingsmusik, Ausdauersport oder
einem längeren Spaziergang, bei dem sich
allmählich das Grübeln einstellt und einfach
nur noch die Freude an der Bewegung und
am Verspüren des eigenen Atems eintritt.
Nicht zuletzt im Erfahren der Schönheit der
Natur in der Vielfalt der Landschaften und
der Abwechslung der Jahreszeiten.
Was aber, wenn unser Wunsch nach Ruhe
auf unerwünschte Weise in Erfüllung geht?
Wenn das Telefon schweigt („Kein Schwein
ruft mich an“, wie es in einem der schönsten
deutschen Schlager heißt); wenn die Telekom
technische Probleme hat und wir über mehrere Stunden „offline“ sind; wenn Freunde
und Familie, mit denen wir gerne beisammen sind, zufällig alle keine Zeit für uns haben und wir im Moment auch kein Buch zur
Hand haben, das uns interessieren könnte?
Dann kann die nunmehr unerwünscht einge-
tretene Ruhe quälend langweilig werden.
Dann müssen wir irgendwie mit uns selbst
klarkommen.
Seit einigen Jahren begleitet mich eine griechische Ikone: Christus segnet den Betrachter mit seiner Rechten, während die linke
Hand ein geöffnetes Evangeliar hält, aus
dem der Satz aus dem Matthäus-Evangelium
zu lesen ist: „Kommt alle zu mir, die ihr euch
plagt und schwere Lasten zu tragen habt, ich
werde euch Ruhe verschaffen“ (Mt 11, 28).
ER, Christus, verheißt uns eine Ruhe, die
über Erschöpftsein und geschöpfliche Ruhe
hinausweist. Es ist, zumindest in Andeutung
und Verheißung, die Wiederherstellung der
Paradiesesruhe am Beginn der Schöpfung,
in der ich mich, bei aller Unruhe der Seele, die mich weiter umtreibt, eins fühlen darf
mit IHM; in der meine Seele Kind sein darf,
denn „Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich“ (Mt 19,14).
Friede Gottes in unsere unfriedliche Welt
eingetreten ist und uns Großen immer neu
seine kleinen Ärmchen entgegenstreckt, um
unsere gequälten Seelen zu streicheln und
auf diese Weise zu heilen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen
frohe und gesegnete Weihnachtstage.
Ihr Pfarrer Reiner Nieswandt
Wenn wir in Kürze wieder Weihnachten
feiern, dann feiern wir genau diese Verheißung: dass mit dem göttlichen Kind der
5
Aktuelles
Sternsingeraktion 2015
20 * C+M+B * 15 (Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus)
Sie möchten von den Sternsingern besucht werden?
Die Sternsinger sind unterwegs
In Haan:
Ab 1. Advent bis zum
29. Dezember 2014 liegen in den
Kirchen Anmeldezettel aus!
Sonntag, 4. Januar 2015,
ab 13.30 Uhr in Gebiet 3
Oder Sie melden sich im
Pastoralbüro, Tel. 02129 – 2433,
pfarrbuero@kath-kirche-haan.de
Dienstag, 6. Januar 2015,
ab 13.30 Uhr in Gebiet 2
Montag, 5. Jauar 2015,
ab 10.30 Uhr in Gebiet 1
D
ie frohe Botschaft des Weihnachtsfestes: Gott ist in Jesus
als Mensch zu uns gekommen!
Diese Nachricht und den Segen
Gottes für das Neue Jahr in die
Häuser unserer Stadt zu tragen –
das ist die Aufgabe der Sternsinger. Seit vielen Jahren ein guter
Brauch in Haan!
Auch zu Beginn des Jahres 2015
werden wieder viele Kinder und
ihre jugendlichen und erwachsenen Begleiter in dieser Mission
unterwegs sein. Dabei haben sie
auch noch eine weitere, wichtige
Aufgabe: Sie sammeln Spenden
für die Arbeit des Kindermissionswerks. Das Motto 2015: „Segen bringen. Segen sein. Gesunde Ernährung für Kinder auf den
Philippinen und weltweit.“
6
Besuchsgebiete in Haan
Aktuelles
Der Bürgermeister empfängt uns
am Montag, dem 5. Januar 2015,
um 10.00 Uhr im Rathaus!
In Gruiten:
Samstag, 3. Januar 2015,
ab 10.00 Uhr in Gebiet 1 und 2
Sonntag, 4. Januar 2015,
ab 14.00 Uhr in Gebiet 3
… oder Sie treffen sie in und nach
der heiligen Messe in St. Nikolaus um 9.45 Uhr am Sonntag.
Am Samstag, dem 3.Januar 2015,
können Sie die Sternsinger auch
von 10.30 bis 12.30 Uhr auf dem
Neuen Markt antreffen!
Sollten die Sternsinger Sie – trotz
aller Bemühungen – nicht antreffen, können Sie ab dem 6.Januar
2015 gerne Ihre Spende im Pastoralbüro abgeben, und Sie erhalten dort auch einen Segensaufkleber für Ihr Zuhause.
Es gibt viele Möglichkeiten,
bei der Aktion „Sternsingen in
Haan und Gruiten“ mitzumachen:
Besuchsgebiete in Gruiten
- als Königin oder König
- als BegleiterIn einer
Kindergruppe
- als „Fahrdienst“
- in der Mittagspause für das leibliche Wohl der Aktiven sorgen,
- die Sternsinger mit einem
Musikinstrument unterstützen,
- tolle Fotos von der Aktion
machen –...
Wozu hast DU Lust??
Was würden SIE gerne machen?
Melden Sie sich einfach im Pastoralbüro oder bei Gemeindeassistentin
Ulrike Peters
(Telefon 0 21 29 / 92 74 48)
oder ulrike.peters@
kath-kirche-haan.de
Sie sind neugierig und möchten
mehr erfahren?
www.sternsinger.org
www.kath-kirche-haan.de
7
Aktuelles
Treibgut aus der Pfalz –
im Gespräch mit dem neuen Kaplan Alfons Holländer
Name: Alfons Holländer
Geboren:
1957 in Kandel in der Pfalz
Ausbildung:
Lehre zum Galvaniseur
Studium Chemie / Maschinenbau
Berufliche Tätigkeit: Ingenieur für Oberflächentechnik in der Abteilung Forschung und Entwicklung bei AHC, einem weltweit tätigen Unternehmen,
Arbeit im Fachverband,
zahlreiche Publikationen, Erfindungen, Patente
Hobby:
Arbeit als Diakon, insbesondere Jugendarbeit, Schreinern, Radfahren
A
lfons Holländer hatte ein ausgefülltes und interessantes
Leben. Aber war das alles? Diese
Frage hat sich der Ingenieur und
Diakon mit 50 Jahren gestellt,
und er hörte „den Ruf seines
Herrn“ und war bereit, ihm zu
folgen. Und so führte ihn sein
Weg nach Worringen.
Auch wenn sein Lebenslauf es
nicht vermuten lässt, war dieser
Weg doch zwangsläufig. Denn,
wie er sagt: „Hätte man mich
nach der Geburt in Kandel im
nahegelegenen Rhein ausgesetzt,
ich wäre irgendwann in Worringen gelandet.“ Aber bis hierhin
war es ein weiter Weg.
einen kleinen Weinberg. Nach
Ausbildung und Studium arbeitete er zunächst in Pforzheim, dann
in Kerpen. Dabei verlor er jedoch
nie den Kontakt zur Kirche, in
der er schon als Jugendlicher aktiv war. Neben seiner anspruchsvollen beruflichen Tätigkeit begann er eine Ausbildung zum
Diakon und wurde 1992 geweiht.
In Kerpen-Buir übernahm er die
Kinder- und Jugendarbeit. Viele
junge Menschen begleitete er
von der Taufe bis ins Erwachsenenalter, durch seine Kontakte
konnte er viele auch beruflich
unterstützen. Besonders beliebt
bei den Jugendlichen waren die
regelmäßigen Zeltlager-Fahrten.
Aufgewachsen ist er in einer katholisch geprägten Familie in der
Südpfalz, seine Großväter hatten
Landwirtschaft, Gartenbau und
Mit Anfang 50 war er dann bereit, sein Leben komplett auf den
Kopf zu stellen. Er begann eine
Ausbildung zum Priester, die ihn
8
nach Wipperfürth brachte. Auch
hier lagen ihm die Jugend und die
Familien besonders am Herzen,
und es scharte sich eine Radfahrergruppe (Väter und ihre Söhne)
um ihn. Eine Wallfahrt mit dem
Fahrrad von Wipperfürth nach
Santiago de Compostela gehörte
neben der Ausbildung im Priesterseminar und in der Pfarrgemeinde in Wipperfürth zu seiner
Vorbereitung auf die Priesterweihe.
2010 wurde Alfons Holländer
im Kölner Dom zum Priester geweiht. Die nächsten Jahre wird
er nun als Kaplan in der Pfarrgemeinde St. Pankratius Am Worringer Bruch verbringen. Am
vergangenen Sonntag wurde er
in der Hl. Messe in die Gemeinde eingeführt. Welche Spuren er
während seiner Tätigkeit als Di-
Aktuelles
akon hinterlassen hat, zeigte die
rege Beteiligung der Ministranten aus Kerpen-Buir und der angereisten Radfahrer aus Wipperfürth. Die Worringer nutzten die
Gelegenheit zu einem Gespräch
mit ihrem neuen Kaplan beim
anschließenden Empfang im St.
Tönnishaus. Angesprochen auf
seine Pläne sagte er, er möchte
erstmal sehen, wo er gebraucht
wird, und ein Haus führen, das
allen offen steht, besonders in
seinem neuen Wohnort Blumenberg. Die kulturelle Vielfalt und
Struktur sieht er als spannende
Herausforderung. „Vom Fußballtor zum Kirchentor“ ist sein
Anliegen. Das Gotteshaus soll
Eintritt in eine Gemeinschaft
sein.
Wichtig ist ihm neben dem engen
Kontakt zu Menschen auch die
Einbindung von Laien. Er sieht
sich als Brückenbauer zwischen
der Kirche und den Menschen.
Veränderungen steht er positiv
gegenüber, denn er glaubt: „Der
Hl. Geist weht auch in die Zukunft“.
Als Pfälzer liebt Alfons Holländer Pfälzer Saumagen, Pfälzer
Wein und Käsespätzle, die er
gerne in großen Mengen für Gäste kocht. Entspannung findet
er beim Arbeiten mit Holz und
beim Radfahren. Dass ihn das
Leben in Worringen an Land gespült hat, empfanden viele Besucher seiner ersten Hl. Messe als
Bereicherung.
WorringenPur.de/19.09.2011 (hm)
Interview:
Monika Zimmermann
Nach drei Jahren in Worringen
freut sich jetzt die Haan-Gruitener Gemeinde, Kaplan Holländer begrüßen zu können.
Fotos:go
Kaplan Alfons Holländer beim Einzug und bei seiner ersten Predigt in St. Chrysanthus und Daria.
9
Aktuelles
Mein Jahr in Bethlehem
Seit über einem Monat bin ich inzwischen wieder
in Deutschland. Ein ganzes Jahr nämlich habe ich
in Bethlehem gewohnt und dort im SOS-Kinderdorf
als Volontärin die Freizeit- und Nachmittagsgestaltung für die Kinder übernommen. Natürlich bin ich
auch in meiner Freizeit kreuz und quer durch Israel
und Palästina gereist und habe so manche biblische
Orte besucht.
Am Dienstag, 23.September, gab ich in einem Bildervortrag im Forum Interessierten einen Einblick
in meine Zeit im Gelobten Land. Vielen Dank für
Ihr zahlreiches Erscheinen!
An der Demutspforte der Geburtskirche in Bethlehem
Im SOS-Kinderdorf während einer Theateraufführung
Auch wenn ich fast zwei Stunden lang redete und
Bilder präsentierte, so war das doch nur ein winziger Ausschnitt von all dem, was ich dort erleben
durfte. Ein paar Bilder möchte ich Ihnen als Leser
nicht vorenthalten. Viel Spaß beim Anschauen.
Text und Fotos: Sonja Steiger
10
Aktuelles
Am Berg der Seligpreisungen vor einem Brunnen.
Die Tafel links besagt:„Wer Durst hat, komme zu mir,
und es trinke, wer an mich glaubt.
Wie die Schrift sagt: Aus seinem Inneren werden Ströme von
lebendigem Wasser fließen“ (Joh 7,37f.).
Die rechte Tafel sagt: „Kein Trinkwasser“!
En Gedi oder Ein Gedi ist eine wasserreiche Oase im
nördlichen Teil der israelischen Wüste Negev. Sie liegt am
Westufer des Toten Meeres, nur wenige Kilometer südlich der
Grenze zum Westjordanland.
Eine grüne, noch nicht reife Mandel,
die so aber auch roh essbar und lecker ist.
Tel Aviv-Jaffa am Abend
11
Zum Thema
Die Kirche als Ort der Ruhe
E
ine kleine Erzählung, die ich während der Vorbereitungszeit auf meine Erstkommunion im sog.
„Kommunionglöcklein“ gelesen habe, hat mich damals sehr beeindruckt:
Bei strömendem Regen zieht eine Zigeunergroßfamilie mit ihrem Wagen über Land. Zur Mittagszeit
erreicht sie ein Dorf, in dem sie für die Zeit des Essens einen Unterschlupf sucht. Doch kein Bauer ist
bereit, ihr einen geschützten Platz in einem Stall
oder in einer Scheune zur Verfügung zu stellen.
Enttäuscht über das Verhalten der Dorfbewohner
suchen die Familienmitglieder Schutz in der Dorfkirche.
Die Aufregung darüber im Ort ist groß, und es dauert nicht lange, bis auch der Pfarrer davon Kenntnis
erhält. Sofort geht er eilenden Schrittes zur Kirche
und legt sich auf dem kurzen Weg vom Pfarrhaus
bis dorthin die Strafpredigt zurecht, die er diesen
Menschen halten will.
Mit vor Ärger hochrotem Kopf reißt er die Kirchentür auf und gerade, als er anfangen will, seine „Predigt“ zu halten, bleibt er mit offenem Mund und voll
Erstaunen stehen.
In der Kirche ist es mucksmäuschenstill, nur ein leises Rascheln von Butterbrotpapier ist zu hören. Die
Erwachsenen und selbst die Kinder sitzen ruhig im
Kreis auf dem Boden und nehmen stillschweigend
ihre Mahlzeit ein.
Der Familienälteste steht auf und begrüßt den
Pfarrer. Er erklärt ihm, dass sie, weil ihnen niemand im Dorf einen Unterschlupf gewährt hat, den
12
Entschluss gefasst hätten, in die Kirche zu gehen.
„Gott, unser Vater, hat uns diese Gaben geschenkt.
Warum sollen wir sie nicht hier in Seiner Gegenwart essen und Ihm dafür danken?“ Dem Pfarrer
verschlägt es die Sprache, damit hatte er nicht gerechnet.
Bald ist die Mahlzeit beendet, die Menschen räumen in aller Stille ihre Sachen ordentlich zusammen
und knien zu einem Dankgebet nieder. Inzwischen
hat der Pfarrer seine Fassung wiedergefunden. Er
spendet der Gruppe den Segen und verabschiedet
sie mit freundlichen Worten und guten Wünschen.
H
eute, nach ca. 60 Jahren, erinnere ich mich
oft, wenn ich zum Gottesdienst in eine Kirche
komme, an diese Geschichte. Obwohl das „ewige
Licht“ auf die Gegenwart Christi hinweist, gibt es
längst nicht mehr von allen Gottesdienstbesuchern
ein Zeichen der Ehrfurcht in Form einer Kniebeuge
oder – von denen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr dazu in der Lage sind, – in Form
einer Kopfverneigung. Man setzt sich sofort hin,
dann aber werden Nachbarn, Freunde, Bekannte
mit Händedruck und nicht unbedingt leisen Worten begrüßt. Die „neuesten Nachrichten“ weiß man
sich oft auch noch zu erzählen. Zuweilen geht die
Unterhaltung weiter, wenn Priester und Messdiener bereits einziehen und die Orgel spielt. Dabei
wird nicht bedacht, dass andere Kirchenbesucher,
die sich in Stille auf die Begegnung mit Christus
einstimmen wollen, gestört werden. Selbst während
der heiligen Messe gibt es Unterhaltungen, wodurch
anderen innere Sammlung nicht mehr möglich ist
und Texte und Predigt nicht vollständig verstanden
werden.
Zum Thema
Vor den meisten Kirchen gibt es einen Vorplatz,
auf dem man sich vor oder nach dem Gottesdienst
begrüßen, unterhalten, sich miteinander freuen und
lachen kann.
Durch die Konsekration mit Chrisam durch den Bischof sind katholische Kirchen heilige Orte, in denen Gott „zu Hause“ ist. Deshalb ist zu wünschen,
dass sich die Menschen der Würde dieses Ortes entsprechend verhalten. Aus der Geschichte von der
Zigeunerfamilie können sie lernen.
az
Foto: go
Nach dem Gottesdienst fangen Gespräche bereits
im Kirchenraum an, wodurch andere Gläubige keine Ruhe mehr zu einer persönlichen Danksagung
finden.
13
Zum Thema
… nun kann ich ruhig sein…
I
m vergangenen Sommer saß ich
an einem Nachmittag im Eiscafé, um mir einen leckeren Eisbecher schmecken zu lassen. Dieses Bedürfnis teilte ich mit einer
Reihe anderer Eiscafé-Besucher,
die um mich herum saßen.
An einem Nachbartisch hatten es
sich zwei junge Frauen und zwei
etwas ältere Frauen – vielleicht
ihre Mütter – gemütlich gemacht.
Die beiden jungen Frauen wirkten – laienhaft ausgedrückt – ein
wenig „geistig behindert“. Plötzlich begann eine der jungen Frau
laut und aus vollem Herzen zu
singen, und die zweite junge Frau
stimmte kurz darauf ein: „Meine
Zeit steht in deinen Händen, nun
kann ich ruhig sein, ruhig sein in
dir. Du gibst Geborgenheit, du
kannst alles wenden. Gib mir ein
festes Herz, mach es fest in dir.“
Mein erster Gedanke und vermutlich auch der anderer Besucher:
Das tut man doch nicht. Aber die
erste Zeile war noch nicht verklungen, als sich allmählich in
mir eine große Ruhe breit machte,
und ich den jungen Frauen nur
bewundernd zuhören konnte. Sie
sangen so aus vollem Herzen und
zeigten dadurch, wie sehr sie mit
dem Inhalt des Liedes verbunden
waren. Ihr Vertrauen auf Gott
und die dadurch gewonnene Ge-
borgenheit und Ruhe übertrugen
sie förmlich auf ihre Zuhörer.
Es folgten noch ein paar andere
Lieder, bis die vier Frauen nach
einiger Zeit wieder gingen. Eine
Besucherin lobte die beiden jungen Frauen für ihren Gesang, was
diese sichtlich erfreute.
Für mich war das ein ganz besonderer Eiscafé-Besuch, der noch
lange in mir nachklang. Ich wünsche mir so viel Mut, wie diese
beiden Frauen ihn gezeigt haben,
öffentlich zu dem zu stehen, was
mich durchs Leben trägt und
meinem Leben Grund gibt.
…sagte der Fuchs zum kleinen Prinzen:
„Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach:
Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
„Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“,
wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken…
(aus „Der Kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry)
14
mp
Das Portrait
30 Jahre RKP (Rosenkranzpitter)
Zons wohnte, bekamen wir einen
neuen Pfarrer. Es war Pfarrer Reuther, der vorher in Haan die Gemeinde leitete. Ihn fragte ich, was
er von der Idee hielte, eine Rosenkranzandacht am Samstagnachmittag abzuhalten. „Das brauchen
wir nicht,“ war seine Antwort.
U
nser Gemeindemitglied Peter
Steffens leitet seit 30 Jahren
am Samstagnachmittag die Rosenkranzandacht. Günter Oberdörster hat Peter Steffens zu einem
Gespräch eingeladen, um etwas
aus dieser Zeit zu erfahren.
Als Kind lernte ich den Rosenkranz
durch meine Großmutter kennen.
Sie sagte zu mir: „Kind, wenn ich
schon nichts mehr machen kann,
dann will ich wenigstens für euch
beten.“ So lernte ich schon früh,
den Rosenkranz zu beten, und
es wurde für mich eine tägliche
Selbstverständlichkeit. Als ich
in die Lehre ging, musste ich die
Straßenbahn benutzen, die Fahrstrecke reichte genau, um zwei
Gesätze zu beten. Als ich in den
80er Jahren mit meiner Familie in
Kurze Zeit später zogen wir nach
Haan, und ich lernte Pfarrer July
kennen. Er unterstützte meine
Idee, regelmäßig eine Rosenkranzandacht abzuhalten. Am Anfang
beteten wir den Rosenkranz im
Kirchenraum vor der Marienstatue. Wir waren jedoch nur ein verlorenes Häufchen in der großen
Kirche. So kam ich auf die Idee, in
die Marienkapelle mit dem schönen Marienbild von Carl Barth
umzuziehen. In dieser Umgebung
fühlten wir uns sehr viel wohler.
Zunächst begann ich zu jedem Rosenkranzgesätz mit ein paar Gedanken, die ich auf Zettel schrieb.
Später wurden die Gedanken präziser über Dinge aus dem täglichen
Leben, die ich dann als eine Art
kleine „ Predigt“ nach dem 3. Gesätz formulierte. Das mache ich
bis auf die Marienmonate Mai und
Oktober regelmäßig jeden Samstag. Im Mai und Oktober vertreten
mich dann einige Male Herr Diakon Kühnapfel oder Frau Alice
Langer, wofür ich sehr dankbar
bin. Seit einigen Jahren nehme ich
mir im Oktober auf Borkum eine
geistliche Auszeit. Dort kann ich
in Ruhe nachdenken und mich auf
Allerseelen im Monat November
und den Besuch in der ev. Kirche
zum Reformationstag vorbereiten.
Eine Geschichte bleibt mir besonders in Erinnerung. Da man die
kleine Betergemeinschaft kennt,
fiel mir eines Tages ein neues Gesicht auf. Es war ein Herr, der bis
zuletzt blieb und der mich, nachdem alle anderen gegangen waren, als vermeintlicher Pfarrer
ansprach und mich fragte, ob ich
für ihn keine Übernachtungsmöglichkeit in meinem Haus wüsste,
denn er habe keine Wohnung. Er
wäre auch mit einer Garage zufrieden. Mir schossen 1.000 Gedanken durch den Kopf. „Ich war
heimatlos, und ihr habt mich aufgenommen.“ Letztendlich zückte
ich meine Geldbörse und gab ihm
einen Betrag, der für eine Übernachtung im Hotel reichte. Er bedankte sich und ging.
Seitdem die Vorabendmesse in der
Krankenhauskapelle gefeiert wird,
wird dort auch die Rosenkranzandacht als Meditation mit 3 Gesätzen angeboten .
Gerne lade ich alle ein, die sich
einmal eine halbe Stunde eine
geistliche Auszeit nehmen wollen
und....... können.
Text und Foto: go
15
Aus der Pfarrgemeinde
DIE KIRCHENRECHNER
Besuch bei der Rendantur Kreis Mettmann
Frau Regina Faupel (FF): Ich
habe ab 1998 in Wülfrath die
dortige Rendantur geleitet. Dann
wurden diese Aufgaben für die
Dekanate Ratingen, Langenfeld,
Hilden und Mettmann in 2008
zusammengeführt. 2009 sind wir
dann mit den Mitarbeitern hier
in die Lutterbecker Straße nach
Mettmann umgezogen.
ZT: Wie groß ist der Mitarbeiterstab?
Regina Faupel, Leiterin der Rendantur
man nach dem UrForscht
sprung des Wortes Rendan-
tur, ergeben sich französische
Wurzeln, denn „rende compte“
heisst Rechnung ablegen, was
im Kirchenbezug mancherorts
mit Kirchenrechner bezeichnet
wird. Die Herren Berrenberg und
Poppel waren die Letzten dieser
Zunft in Haan beziehungsweise
Gruiten, denn im Rahmen von
Kostendämmung und Fusionen
ist ihre Aufgabe jetzt in Mett-
16
mann konzentriert. Die Redaktion des „Zweitakter“ hatte Gelegenheit, mit der Leiterin der
Rendantur des Kreises Mettmann
in der Lutterbecker Straße 30 in
Mettmann ein aufschlussreiches
Gespräch zu führen.
Zweitakter (ZT): Frau Faupel,
schön zu sehen, dass bei „Kirchens“ an wichtiger Stelle eine
Frau etwas zu sagen hat. Seit wann
sind Sie Leiterin der Rendantur ?
FF: Man kann auf einen Stamm
von 27 Fachkräften rechnen, der
sich den verschiedenen Aufgaben
wie z.B. Finanzen, Liegenschaften, Personal sowie Buchhaltung
annimmt; hinzu kommen unsere
Verwaltungsreferenten, welche
bestimmte Seelsorgebereiche als
direkte Ansprechpartner betreuen und auch regelmäßig vor Ort
sind. Da das Erzbistum Köln die
Buchhaltungsbearbeitung
von
der Kameralistik auf eine kaufmännische Buchhaltung umgestellt hat, wurde die Zahl
der MitarbeiterInnen befristet
auf bis zu 45 Personen erhöht
(auch Zeitarbeitsfirmen sind hier
eingebunden).
Aus der Pfarrgemeinde
ZT: Die Betreuung und Verwaltung der Gemeinden im Kreis
Mettmann umfasst dann wie
viel Seelsorgebereiche?
FF: Erfreulicherweise sind ja aus
meiner Sicht alle Gemeinden im
Kreis Mettmann fusioniert, so
dass wir derzeit 15 Seelsorgebereiche betreuen, wobei hierzu
aktuell 43 Kindergärten gehören.
ZT: Ihre Aufgaben sind ja vielfältig, von der Liquiditätsplanung bis zur Erbpacht reicht
das. Werden diese Arbeitsfelder
nach Aufgaben zugeteilt oder
hat jede Gemeinde ihren Sachbearbeiter oder ihre Sachbearbeiterin ?
FF: Es ist zum einen so, dass
unsere
Verwaltungsreferenten
einem Seelsorgebereich zugeordnet sind, Aufgaben und Fragen vor Ort entgegennehmen und
vielfach auch klären, zum anderen werden die rein fachlichen
Aufgaben und Fragen dann an
die entsprechenden Fachabteilungen zur weiteren Bearbeitung
geleitet. Der komplette Zahlungsverkehr sowie die dazugehörigen buchhalterischen Aufgaben werden der Finanzabteilung
zugeleitet und von dort erledigt.
ZT: Wie könnte man denn dieses
Arbeitsvolumen in einen konkreten Zahlenrahmen fassen,
gibt es so etwas wie eine Bilanzsumme ?
FF: Lassen Sie mich das etwas
anders darstellen. Im Kreis tragen wir z.B. für ca. 1.600 Erbbaurechtsverträge Sorge, bearbeiten ca. 400 Mietverträge und
kümmern uns um etwa 1.100
Personalfälle. Hinzu kommt der
sonstige Finanzfluss der Kirchengemeinden und auch der Kindergärten, so dass wir uns auf jeden
Fall in einem schon recht hohen
Finanzrahmen bewegen.
ZT: Stichwort Personal, da müssen Sie sich doch sowohl um die
Putzfrau als auch um den Kreisdechanten kümmern ?
FF: Ganz so ist es nicht. Die
Seelsorger (Kreisdechant, Pastor, Gemeindereferent..) werden
vom Generalvikariat umsorgt,
während wir die pfarrlichen Folgedienste betreuen wie Pfarrsekretärin, Organist und Küster,
ebenso sind wir für die Verwaltung von Laienpersonal wie
Hausmeister, Reinigungskräfte
etc. zuständig. Darüber hinaus
verfügen ja vor allem die 43
Kindergärten insgesamt über ein
hohes Personalvolumen, welches
es ebenfalls zu betreuen gilt.
ZT: Zum Komplex Bauabrechnung oder Jahreswirtschaftsplan die Frage, wie sieht es da
konkret mit der Kooperation mit
dem Kirchenvorstand vor Ort
z.B. in Haan aus?
FF: Zunächst gilt einmal für
alle Seelsorgebereiche, dass bestimmte Leistungen und Dienste
zu 100% vom Erzbistum, also
dem Generalvikariat refinanziert
werden. Das bezieht sich vor
allem auf die erwähnten kirchlichen Folgedienste wie Pfarrsekretärin, Küster und Organist. Für
andere Leistungen oder Personal
wie z.B. die Raumpflegerin wird
dann zusätzlich noch auf Eigenmittel der Seelsorgebereiche zurückgegriffen. Bei der Proporzberechnung von Bistums- und
Eigenmitteln wird nach einem
bestimmten Schlüssel auf Parameter wie Pfarrmitglieder, pfarrlich genutzte Flächen nach Quadratmetern oder bei Reparaturen
Volumen/ m³ zurückgegriffen,
um eine möglichst gerechte finanzielle Aufteilung der Kirchensteuermittel zu erreichen. Ferner verfügen die Pfarreien vielfach noch
über sogenanntes Substanzkapital (z.B. Fabrikfonds, Pfarrfonds
etc.), dessen Zinsen zum Einsatz
kommen können sowie Einnahmen aus dem Erbbauzins oder
sonstigem Vermögen.
17
Aus der Pfarrgemeinde
ZT: Wie sind denn die Entscheidungsebenen miteinander harmonisiert, was kann denn der
KV noch selbst entscheiden?
FF: Der Wirtschaftsplan wird im
Detail mit dem KV abgesprochen
und vor Ort beschlossen; bei
vorhandenem Kapital können
Ausgaben bis 15 000.- € je Maßnahme vor Ort selbst entschieden
werden, darüber hinaus liegende
Investitionen werden ebenfalls
vor Ort beschlossen, jedoch vom
Erzbistum als Aufsichtsbehörde
zusätzlich geprüft und genehmigt. Je nach Investitionsart
kann auch hier ein Zuschuss aus
Kirchensteuermitteln beantragt
werden.
ZT: Sind denn die Gruitener
und Haaner nette Leute, und
wie oft sieht man sich?
FF: Grundsätzlich sind alle Menschen, mit denen wir arbeiten,
nette Leute. Auch mit Pastor
Nieswandt und z.B. Herrn Menhart haben wir eine gute Zusammenarbeit. Unsere Verwaltungsreferentin Frau Plück ist in der
Regel einmal pro Woche in der
Gemeinde, hinzu kommen abgestimmte Sitzungstermine. Ergänzend erleichtert uns die Fusion
der beiden Gemeinden auch die
Arbeit.
18
Regina Faupel mit ihrer Mitarbeiterin Gabriele Maschelek
ZT: Was wünschen Sie sich für
die Zukunft ?
FF: Die erwähnte Umstellung
der Buchhaltung auf die kaufmännische Variante hat sich doch
recht schwierig und umfangreich
dargestellt – hier wünsche ich
mir einen baldigen erfolgreichen
Abschluss der Umstellungsarbeiten.
ZT: Waren Sie schon mal beim
Dorffest in Gruiten und auf der
Haaner Kirmes ?
FF: Gruiten Dorf kenne ich (der
Ort gefällt mir sehr gut), aber das
Fest selbst kenne ich nicht. Die
Haaner Kirmes habe ich vor Jahren einmal besucht – meine Erinnerung daran ist recht positiv.
ZT: Ich bedanke mich für das
Gespräch.
Text und Fotos: rm
Aus der Pfarrgemeinde
Beiern am Nikolaustag in Gruiten
Foto: privat
1953 wurden drei der vier Glocken
im Turm der St.-Nikolaus-Kirche geweiht. Am 6. Dezember werden sie in
besonders melodiöser Form vor und
nach der heiligen Messe um 17 Uhr erklingen. Es wird also auch in diesem
Jahr zum Patrozinium wieder gebeiert.
19
Aus der Pfarrgemeinde
Gott mit allen Sinnen suchen –
Pfarrwallfahrt 2014
Gott ist also bei uns und in dieser Welt erfahrbar – wir
müssen uns nur auf ihn einlassen und ihn suchen. Die
Pfarrwallfahrt nach Neviges stand deshalb in diesem
Jahr unter dem Leitgedanken ‚Gott mit allen Sinnen
suchen‘ (nach Lk 14, 25-33), dem 45 Fuß- und Fahrradpilger auf ihrem Weg zum Hardenberger Gnadenbild
nachsannen. Antony Flews „Parabel vom Gärtner“, biblische Lesungen (1 Sam 3, 1-21; Lk 2, 21-32; Lk 7,
36-47a) und zahlreiche Lieder gaben den Teilnehmern
an vier Stationen Impulse für das Nachdenken über die
eigene Suche nach Gott und die Begegnung mit ihm.
Auf dem Domvorplatz in Neviges trafen die Fuß- und
Radwallfahrer auf viele weitere Gemeindemitglieder,
die mit dem Auto aus Gruiten und Haan nach Neviges
gekommen waren.
G
emeinsam zog die Pilgerschar singend zur Mariensäule, um Dank und Bitte vor die Muttergottes
zu tragen: „Mutter du, bitte für uns deinen Sohn!“ Zu-
G
ott in der Welt zu hören, zu sehen und zu tasten, ihn
im Diesseits zu ‚entdecken‘ ist eine Ursehnsucht
des Christenmenschen. In seinem irdischen Leben wallt
er, weilt und reist fern seiner Heimat bei Gott über das
Meer des Lebens. Diese aus der Sprache der Bibel
stammende Bedeutung des Verbs wallen verzeichneten
die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm im von ihnen vor
über 150 Jahren begründeten Deutschen Wörterbuch.
Mögen wir auch fern sein vom himmlischen Reich
Gottes, Gott ist uns doch nahe, denn er hat uns versprochen: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18, 20)
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Aus der Pfarrgemeinde
Zusammen mit unserer Gemeindeassistentin Ulrike
Peters beteten wir für unsere Pfarrei, für den Frieden,
der in diesen Tagen nicht nur im Gazastreifen, in Israel, Syrien und im Irak, sondern auch in Europa so
gefährdet ist, und brachten unsere persönlichen Anliegen im Stillen vor. Dann feierten wir gemeinsam die
heilige Messe im Mariendom. Zur großen Freude aller
Kirchenbesucher und der Wallfahrtsleitung in Neviges
ministrierte hierbei eine stattliche Zahl von Messdienern aus unserer Pfarrei, die trotz des regnerischen
Wetters allesamt mit dem Fahrrad nach Neviges gekommen waren. Im Anschluss an die Messe kehrten
Fuß-, Rad- und Autowallfahrer gemeinsam im Gasthaus Seidl ein, um sich für den Rückweg zu stärken.
Der gestaltete sich besonders für die Radfahrer, die
immer wieder Regenschauer erduldeten, feucht – aber
umso fröhlicher: Schließlich hatten wir uns auf den
Weg begeben, um Gott mit allen Sinnen zu suchen.
Was die Hardenberger Wallfahrt 2014 auch gezeigt
hat: Wallen bzw. wallfahrten muss nicht in Wörterbüchern nachgeschlagen werden, denn in unserer Gemeinde ist es eine gelebte Tradition.
E
in besonderer Dank gilt euch, liebe Ministrantinnen und Ministranten: Ihr habt euch toll eingebracht! Dass Alte und Junge, Familien und Alleinstehende aus Haan und Gruiten so zahlreich
gemeinsam zur Muttergottes pilgern, ist ein starkes
Bekenntnis unseres Glaubens und macht Mut für
die Zukunft.
Wer es vormerken möchte: Der Pfarrgemeinderat hat den 23. August 2015 für die nächste Wallfahrt nach Neviges festgesetzt.
Text: Stefan Castelli
Fotos: Harald Treis, Michael Wollschläger
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Aus der Pfarrgemeinde
80 Jahre – und ziemlich weise
Geburtstag von Pater Chris Aarts
Seinen 80. Geburtstag feierte Pater Chris Aarts
am Samstag, dem 28. Juni. Vormittags bot ein
Empfang in seiner Wohnung Gelegenheit zur
Gratulation, für den Abend hatte er einen kleinen Kreis enger Freunde und Weggefährten
aus seinen Wirkungsstätten Wuppertal, Lintorf
und Haan eingeladen. Im Mittelpunkt stand
um 17.00 Uhr die Festmesse in der Kirche
Sankt Nikolaus in Haan - Gruiten.
Die Dankmesse
Mit seinen Worten zur Begrüßung stellte Pater
Aarts die Messe ganz unter das Leitmotiv der
Dankbarkeit. Er habe sein ganzes Leben und
Wirken als „Geschenk aus der Hand des Schöpfers“ erfahren. Von Anfang an habe er ihm seine
Fürsorge zugewandt – mit den Worten der Bibel:
„Er nannte meinen Namen vom Mutterschoße
an“ (Jes 49,1). Besonders gedachte Pater Aarts
seiner Eltern, die ihm nicht nur das Leben geschenkt, sondern auch den „Glauben an Gottes
Güte“ in sein Herz gelegt hätten.
In seiner Predigt sprach er über seinen Glauben
im Alter, unter dem Horizont des Lebensendes.
Anders als der Psalmist, der für den letzten Lebensabschnitt nur Mühsal sieht (Psalm 90),
habe er auch diese Zeit als Gnade erfahren. Der
Ruhestand eröffne neue Räume des Nachsinnens,
die Erfahrung dieser Lebensphase, darunter auch
die Genesung nach einer schweren Erkrankung, bringe neue Anregungen. „Neu Fragen und
neues Suchen“ vertieften seine Beziehung zu
22
Gott. Die Gottesdienst-Gemeinschaft dankte mit spontanem Applaus für dieses sehr persönliche und bewegende Bekenntnis.
Aus der Pfarrgemeinde
Stationen auf dem Lebensweg von
Pater Aarts
Pater Chris Aarts wurde 1934 in der Nähe von
Eindhoven geboren. Er trat mit 21 Jahren in den
Kreuzherren-Orden ein. 1961 wurde er zum
Priester geweiht. Danach wirkte er als Kaplan
und dann als Pfarrer in Wuppertal. 1985 zog
er mit einer kleinen Klostergemeinschaft nach
Lintorf und leitete die damalige Pfarre Sankt
Johannes. Die Klostergemeinschaft löste sich
bald durch verschiedene Umstände auf. Pater
Aarts blieb, übernahm im Zuge der Strukturveränderungen auch die (frühere) Gemeinde Sankt
Anna und leitete ab 2003 den Pfarrverband „Angerland“.
Seit 2006 ist er Subsidiar in Haan.
Seine seelsorgerische Tätigkeit kann man vielleicht unter dem Leitbild des Emmaus-Gangs
umreißen: Menschen auf ihrem Weg zu einem
reifen Glauben und begründeten Vertrauen auf
Gott zu begleiten. Mit seinem aufgeschlossenen
Wesen war er überall gerne gesehen, und viele
Gemeindemitglieder aus Wuppertal und Lintorf
fühlen sich ihm auch heute noch verbunden.
Text: Peter W. Meyer
Fotos: Privat
Aus Psalm 90
Die Zeit unseres Lebens währt insgesamt siebzig
Jahre, wenn es hochkommt, achtzig Jahre, und ihr
Gehetze ist Mühsal und Unheil. Ja, eilends ist es
dahin.
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Kirchenpolitische Aspekte
Sinneswandel in Grenzbereichen?
Z
um Fest der Geburt des Herrn
vom Sterben zu sprechen mag
auf den ersten Blick verwundern. Aber in Deutschland entwickelt in diesen Wochen eine
Diskussion eine Dynamik, die
irgendwann einmal jeden Menschen berührt. Es geht um den
persönlichen Standpunkt beim
Thema Sterbehilfe. In Zeitung,
Radio, TV oder Internetforen
werden die vielfältigen Spektren dieses Themas aufgegriffen
und erörtert. Die Bandbreite der
Bezugsfelder geht von der Welt
der Medizin, über die Juristerei,
die Politik bis hinein in die Philosophie und vor allem Theologie.
Die Kirchen hatten zwar schon
lange Position gegen jede Form
von aktiver wie passiver Sterbehilfe bezogen. Jedoch haben die
unterschiedlichsten Initiativen
diese klare Bewertungsstruktur
in Kirche und Gesellschaft vielleicht ins Wanken, zumindest
aber in Bewegung gebracht.
Gesetzesnovellen im Ausland
(Belgien, Holland ) wie auch Privatgruppen in der Schweiz haben
den Blick auf den Schwerstkranken und seinen Weg aus dem Leben grundlegend verändert. Es
gilt einer neuen Sensibilität im
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Kontext von Sterbebegleitung
wie dem Freitod den gebührenden
Raum in der Meinungsbildung
zu schaffen. Der Gesetzgeber
ist in einer intensiven Diskussion. Ethikkommission aber auch
kirchliche Gremien setzen sich
mit den existentiellen Fragen
um den Suizid auseinander. Der
Film hat das Thema in ergreifende Bilder und Dialoge („ und
morgen mittag bin ich tot“) umgesetzt. Die Argumentationsmuster der vergangenen Jahre greifen derzeit zu kurz. Wenn 70 %
der Deutschen heute Sterbehilfe
befürworten
(Forsa-Umfrage)
heißt das, dass die Gestaltungsautonomie auch in den letzten
Sequenzen des Lebens selbstverständlicher wird und damit
würdevolles Hinscheiden um gewichtige Komponenten der Wertung ergänzt werden muss.
Z
uvorderst gilt es allerdings
erstmal die Begrifflichkeiten
fein zu gliedern, aktive von
passiver, direkte von indirekter
Sterbehilfe zu unterscheiden.
Sterbebeistand bezeichnet etwas
anderes als Sterbebegleitung.
Hilfe zum Sterben ist keine Tötung auf Verlangen. In dieser
Begriffspluralität müssen dann
auch Palliativmedizin wie Hospizorganisationen ihre Ausrichtung festlegen. Die Helfergruppen wie Ärzteschaft ringen um
verbindliche Normen. Es bedarf
klarer Benennung, ob es um Hilfe beim, im oder zum Sterben
gehen soll. Dass man in diesem
Bewertungslabyrinth an Orientierung verliert, ist ein ernst zu
nehmendes ethisches Dilemma.
Größtmögliches leidfreies und
schmerzloses Loslassen vom
Leben ist ein heeres Ziel. Fatal wird es, wenn denn persönliches Umfeld oder Gesellschaft
einen Erwartungsanspruch an
Schwerstkranke entwickeln, angesichts der Unausweichlichkeit
des Todes doch bald von der
Möglichkeit des vermeintlich
freiwilligen Ablebens Gebrauch
zu machen. Selbstbestimmtheit
auch im Todeskampf ist unter
spezifischen
Voraussetzungen
vertretbar, muss aber als gefährlich gebrandmarkt werden, wenn
Weiterleben unter ein Nützlichkeit- oder Kostenpostulat gestellt
würde.
H
ier könnten aber wir Christen eine schlüssige Antwort
liefern. Gerade auch die Kirchen wären prädestiniert, Ent-
Kirchenpolitische Aspekte
Das theologische Bild vom Tod
als Brücke zum ewigen Leben
mag der Wertefindung eine entscheidende Richtung geben. Die
Antwort, wie man dann im letzten Augenblick das Talent dieses Lebens an seinen Schöpfer
zurückgeben kann, haben wir
Christen damit zwar noch nicht
schlüssig gegeben. Aber damit
ist eine theologische Kontur in
der Meinungsbildungslandschaft
wahrnehmbar, die vielen helfen
kann. Wir sollten den Diskurs als
Kirche und Christen aktiv mit-
gestalten. Man sollte sich einmischen und christliches Profil zeigen, damit in diesen Wochen nicht
die Demagogen oder Ideologen
und schon gar nicht die Geschäftemacher den Gang der Diskussion bestimmen. Menschliches
Leben darf nie ökonomischen
Interessen oder bestimmten Beliebigkeiten ausgesetzt werden,
denn es ist wundervoll einmalig
und Gottes Geschenk.
rm
Foto: az
scheidungshilfen zu liefern. Im
Thesengewirr aus Politik und
Gesellschaft sollten die Kirchen
die entscheidenden Akzente
setzen. Man wünscht sich eine
Meinungsführerschaft
seitens
der Religionen. Jedoch war die
Deutsche Bischofskonferenz im
Oktober lediglich bereit zu einer
Verurteilung kommerzieller Sterbehilfe. Dabei kann das christliche Wort von der Gottesebenbildlichkeit des Menschen einen
wichtigen Impuls beim Orientierungsprozess geben.
25
Aus den Verbänden und Vereinen
Alten- und Krankentag
Bei schönstem Oktoberwetter feierten circa 120
ältere Gläubige gemeinsam die heilige Messe und
trafen sich anschließend zum gemeinsamen Kaffeetrinken im Forum. Das war eine große Herausforderung für das Team um Frau Kröger und Frau Reglitzki, die im Forum eine große Kaffeetafel vorbereitet
hatten. Da es nur 80 Voranmeldungen gab, wurden
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schnell noch fehlende Tische und Stühle aufgestellt,
damit jeder einen Platz fand. Viele Spender hatten Torten und Kuchen gebacken, und freundliche
Helfer bedienten die Gäste. Zur Unterhaltung trug
Klinik Clowinchen bei. Zur Erinnerung an diesen
schönen Nachmittag bekam jeder eine süße Überraschung mit auf den Weg.
Text und Fotos: go
Aus den Verbänden und Vereinen
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Aus den Verbänden und Vereinen
120 Jahre
Kirchenchor „Cäcilia“ Gruiten
W
elch ein Jubel umfing am
14. September 2014 das
Gotteshaus St. Nikolaus in Gruiten: Der Kirchenchor feierte in
einer Festmesse sein 120-jähriges
Bestehen. Unter der Leitung von
Hans-Joachim Beyer und der
Mitwirkung von vier Solisten sowie einem Kammerorchester erklang die Orgelsolomesse (Missa
brevis) von Wolfgang Amadeus
Mozart. Pater Christian Aarts ze-
lebrierte die heilige Messe und
beschenkte den Chor und die
Gemeinde mit einer nachdenkenswerten Predigt. Das anschließende gemütliche Beisammensein rundete diesen
unvergesslichen Tag ab.
Die Berührung zwischen Gott
und der Seele ist die Chormusik.
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Text: Ursula Neumann
Fotos: Alfons Neumann
Kinderseite
Ruhe und Entspannung
Unsere Zeit ist immer mehr geprägt von Stress und Hektik. Dabei ist es
ganz wichtig, sich Auszeiten zu nehmen. Wer keine Pausen macht,
um neue Energie zu tanken, der hat bald keine Kraft mehr.
Nimm dir Zeit für dich selbst! Hier sind einige Tipps, um zu entspannen:
Ein unkompliziertes Mittel, das zudem ungeheuer
Spaß macht, sind Atemspiele mit Luftballons, die
du gemeinsam mit deinen Eltern, Geschwistern und
Freunden, aber auch für dich alleine machen kannst.
Beginne damit, ein oder zwei Ballons mit Hilfe deines Atems in der Luft tanzen zu lassen. Atme so lange ein und aus, wie es dir Spaß macht und es dir gut
dabei geht. Atme nicht zu tief ein und achte darauf,
dass dir nicht schwindelig wird.
Etwas schwieriger wird es, wenn du dies mit Hilfe
eines Strohhalms versuchst.
Markiere mit Hilfe eines Klebebandes einen Kreis
oder ein Ziel und versuche nun, die Ballons durch
Pusten, mit oder ohne Strohhalm, aus dem Kreis
oder Richtung Ziel zu befördern.
Etwas aufwändiger, aber auch spannender wird es
noch, wenn du mit Hilfe von Stuhlbeinen, Kartons,
Papierkörben, Wäscheleinen und Ähnlichem eine
kleine Hindernisbahn baust und die Ballons mit Hilfe
deines Atems durch all die Hindernisse zu einem
bestimmten Ziel bringst.
Bei all diesen Spielen wirst du ganz von selbst bewusst atmen und danach merken, dass das deinem
Körper gut tut.
Du setzt dich bequem hin, klatscht langsam in deine
Hände, legst sie dann auf deine Knie, schließt die
Augen und atmest ruhig.
Nun klatscht du von Neuem in die Hände, erst langsam, dann schneller, schließlich so kräftig, wie du
kannst..
Dann hältst du deine Hände im Abstand von etwa
fünf Zentimetern einander gegenüber.
Nun beginnst du, die Handflächen zueinander und
voneinander weg zu bewegen, so als wenn du Akkordeon spielen würdest. Die Hände berühren sich nicht
und gehen auch nicht zu weit auseinander.
Nun spürst du, wie sich die Fünkchen zwischen deinen Händen bewegen.
Du hältst weiter die Augen geschlossen, reibst nun
die Hände kräftig aneinander und legst die Hände
mit den Handflächen nach oben wieder auf die Knie.
Spürst du, wie die Fünkchen nicht nur deine Hände
wärmen, sondern auch deine Arme, deine Schultern?
Es wird immer wärmer in dir, bis die Fünkchen durch
deinen Körper bis zu deinem Herzen geströmt sind.
Genieße dieses Gefühl und öffne langsam wieder
deine Augen.
Gefunden auf der Internetseite:
http://www.loewenkind.de/zwischenstation/ruhe-und-kraft
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Kinderseite
Septembermorgen
Eduard Mörike
(1804-1875)
Lina aus der Schulzeitungs-AG
Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.
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Kinderseite
Eine Geschichte zum Nachdenken:
Der Mann auf einer Insel
Von Franz Hohler
Es war einmal ein Mann, der lebte auf einer Insel.
Eines Tages merkte er, dass die Insel zu zittern begann.
„Sollte ich vielleicht etwas tun?“, dachte er.
Aber dann beschloss er abzuwarten.
Wenig später fiel ein Stück seiner Insel ins Meer.
Der Mann war beunruhigt.
„Soll ich vielleicht etwas tun?“, dachte er.
Aber als die Insel zu zittern aufhörte, beschloss er abzuwarten.
Er konnte auch ohne das versunkene Stück weiterleben.
Kurz danach fiel ein zweites Stück seiner Insel ins Meer.
Der Mann erschrak. „Sollte ich vielleicht etwas tun?“,
dachte er. Aber als nichts weiter passierte,
beschloss er abzuwarten.
„Bis jetzt“, sagte er sich, „ist ja auch alles gut
gegangen.“
Es dauerte nicht lange, da versank die ganze Insel im
Meer und mit ihr der Mann, der sie bewohnt hatte.
„Vielleicht hätte ich doch etwas tun sollen“, war sein
letzter Gedanke, bevor er ertrank.
Jan aus der Schulzeitungs-AG
der Don-Bosco-Schule
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Kinderseite
Schokopizza
Das brauchst du:
(Für 4 Personen)
Ein Paket Pizzateig
200g Nuss-Nougat-Creme
Verschiedene Früchte nach
Geschmack
Mehl zum Ausrollen
Fett für das Blech
Das stellst du bereit:
Schüssel
Handrührgerät
Nudelholz
Backblech
Ofenhandschuhe
Schoko und Pizza - die perfekte Kombination.
Und dazu noch fruchtig-frisches Obst.
Sooo lecker!
So geht‘s:
1. Rolle den Teig nach Packungsanweisung aus. Heize den Backofen auf 200 Grad
(Umluft 180 Grad) vor. Fette das Blech ein.
2. Teile den Pizzateig in acht gleich große Portionen. Rolle die Teigportionen zu kleinen,
runden Pizzen aus, lege sie auf das Backblech und backe sie etwa 20 Minuten im
vorgeheizten Ofen.
3. Bereite in der Zwischenzeit das Obst vor: Wasche und schäle es, entkerne es, wo nötig,
und schneide es in kleine Stücke.
4. Lass die Pizzen abkühlen und bestreiche sie dann dick mit Nuss-Nougat-Creme.
Verteile die Obststücke dekorativ auf der Creme.
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Von Clara und Frida aus der Schulzeitungs-AG
Komm zur Ruhe
Komm zur Ruhe in der Stille,
such den Frieden deines Herzens,
geh zur Quelle deines Lebens!
Halte inne in der Stille,
hör das Schweigen deines Herzens,
schließe Frieden mit dir selbst!
Komm zur Quelle deiner Kräfte,
such die Ruhe in der Stille,
bleib im Frieden deines Herzens!
Halte inne in der Ruhe,
hör die Stimme deines Gottes,
schöpfe Kraft aus seinem Schweigen!
Komm zur Quelle deines Lebens,
geh in die Stille deiner Seele,
finde den Frieden deines Gottes!
Paul Weismantel
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Aus den Verbänden und Vereinen
Foto: Privat
Pfarrorchester
K
urz nach seinem Dienstantritt rief Herr Scheidtweiler das Pfarrorchester ins Leben. Aus kleineren Anfängen entwickelte sich sehr schnell ein recht
umfangreicher Klangkörper mit Streichern, Holzund Blechbläsern, der es ermöglichte, anspruchsvollere Werke der klassischen Literatur zu erarbeiten. Leider führten verschiedene Gründe im Laufe
der letzten Zeit zu einer merklichen Reduzierung
der Orchestermitglieder. Frau Rygus-Hartmann, die
die Leitung beim Wechsel der Kantorenstelle übernahm, beendete mit Ende des Jahres 2013 diese Arbeit.
W
Auf Bitte der noch aktiven Musikanten und nach
Rücksprache mit Herrn Pfarrer Dr. Nieswandt erklärte ich mich bereit, die Leitung des bestehenden
Ensembles vorübergehend zu übernehmen. Dies
kann aber – schon wegen meines fortgeschrittenen
Alters – keine Dauerlösung sein! Es wäre daher
wünschenswert, die Leitung des Pfarrensembles so
bald wie möglich in andere Hände zu übergeben.
Die Proben finden freitags in der Zeit von 18:00 bis
19:30 Uhr statt.
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er wäre bereit, diese interessante und lohnende
Aufgabe zu übernehmen?
Falls Sie oder jemand Ihres Bekanntenkreises Interesse hat, sollten Sie diesbezüglich Kontakt mit
Herrn Pfarrer Dr. Nieswandt aufnehmen.
Zudem wäre eine erneute Erweiterung des bestehenden Ensembles sehr zu begrüßen. Dazu sind
neue Mitglieder herzlich willkommen. Vielleicht ist
es auch einigen unserer „Ehemaligen“ inzwischen
wieder möglich, das Klangvolumen zu verstärken.
Das würde uns alle sehr freuen!
Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung!
(Telefon 02 11 / 24 22 75;
e-mail: ories1@web.de)
Text: O.-G. Ries
Aus den Verbänden und Vereinen
Seniorenkreis
Billig ist der Weg zur inneren Ruhe niemals zu haben,
weder für den, der ihn geht, noch für den,
der andere darauf führen will.
Elly Heuss - Knapp
Im Juli mussten wir zum ersten Mal mangels Interesse einen Einkehrtag in Meschede absagen.
Dies haben wir sehr bedauert, da unsere Vergnügungsfahrten immer ausgebucht sind.
Hoffentlich wird der November-Basar erfolgreich. Die Frauen machen sich immer so viel Arbeit.
Unsere Adventsfeier für unsere Mitglieder findet am 1. Dezember um 15.00 Uhr statt.
Die Termine für 2015
6.Januar
8.Januar
9.30 Uhr
13.Januar
5.Februar
9.15 Uhr
23.Februar
5.März
6.März
19.März
9.30 Uhr
28.März
29.März
Seniorenkreis
Heilige Messe, anschließend Frühstück
Bastelgruppe
Heilige Messe, anschließend Frühstück
Ewiges Gebet
Heilige Messe, anschließend Frühstück
Weltgebetstag der Frauen
Heilige Messe, anschließend Kreuzwegandacht
Basar mit Cafeteria
Basar mit Cafeteria
Das kfd-Team wünscht Ihnen eine besinnliche Adventszeit,
ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest
und ein gesundes neues Jahr.
Birgitt Kröger
Eine kurze Anmerkung: Zum Thema KAB-Banner!
Leider hat bis heute keiner dazu Stellung genommen.
35
Aus den Verbänden und Vereinen
Die KAB St. Nikolaus informiert
A
m 5. September 2014 feierte
die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung KAB St. Nikolaus Gruiten und die KAB St.
Maximin Wülfrath-Düssel eine
heilige Messe, verbunden mit
dem Wandernden Friedensgebet
36
der KAB im Erzbistum Köln, in
der Turmkapelle St. Marien auf
Gut Schöller.
Unser Gruitener KAB-Mitglied
Kaplan Wolfgang Biedaßek aus
Hochdahl feierte mit uns in der
überfüllten Kapelle die heilige
Eucharistie.
Anschließend waren alle bei
herrlichem Wetter zu einem gemütlichen Beisammensein in den
Garten des Hofes eingeladen.
Aus den Verbänden und Vereinen
Ein besonderer Dank gilt
der Familie Horn – auch im
Namen der KAB Düssel –
für ihre Gastfreundlichkeit.
A
Fotos: Alfons Neumann
m 25. August 2014 referierte Herr Michael Nolte, Oberst i.R. aus
Bergisch Gladbach, im
Rahmen einer KAB-Bildungsveranstaltung vor 30
Teilnehmern zum Thema
„Wie gefährlich sind die
Salafisten in Deutschland“
im Pfarrheim. Es war ein
guter Vortrag, an den sich
eine lebhafte Diskussion
anschloss.
Der Vorstand
der KAB St. Nikolaus
Gruiten
wünscht allen Mitgliedern
und ihren
Familienangehörigen
eine besinnliche
Adventszeit,
ein gnadenreiches und
gesegnetes Weihnachtsfest
sowie ein gutes gesundes
Jahr 2015.
Heinz-Dieter Goergen
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Aus den Verbänden und Vereinen
Ökumenischer Frauenkreis Gruiten
Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,
da bin ich mitten unter ihnen.
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Aus den Verbänden und Vereinen
Freude
Das erste Jahr seit unserer Gründung neigt sich
dem Ende zu. Mit Freude kann ich berichten – ich
glaube, ich spreche für alle Frauen dieses Kreises –,
dass der Zusammenschluss der evangelischen und
katholischen Frauen ein voller Erfolg ist. Der Kreis
wächst noch, und nach wie vor sind interessierte
Frauen herzlich willkommen. Zurzeit gehören dem
Kreis ca. 45 Frauen an.
Inhalt der Treffen
Wir treffen uns jeden ersten und dritten Montag im
Monat jeweils um 15 Uhr im Elisabeth-Strub-Haus,
wobei der Schwerpunkt auf dem ersten Montag
liegt, da nicht alle Teilnehmerinnen 14-tägig Zeit
haben.
essen ging es nach Bad Münstereifel, wo wir über
die Zeit frei verfügen konnten. Einige besuchten
dort die Stiftskirche St. Chrysanthus und Daria, deren Gebeine dort ruhen.
Im Erzbistum Köln gibt es nur zwei Kirchen unter den Pfarrpatronen St. Chrysanthus und Daria, in
Bad Münstereifel und in Haan.
Es war ein schöner, harmonischer Tag, wir haben
viel gesehen, sind aber auch viel gelaufen.
Der erste Montag steht immer unter einem Thema,
und es wird mit den Frauen besprochen, wenn etwas Aktuelles anliegt.
Ansprechpartnerinnen sind:
Gerda Heinze
Wiebke Nauber
Gertrud Goergen
Telefon 0 21 04 / 6 01 74
Telefon 0 21 04 / 95 25 20
Telefon 0 21 04 / 6 11 22
Wenn Engel reisen, lacht der Himmel
So war es auch am 16.9.2014 auf unserem ersten
gemeinsamen Ausflug, der in Zukunft jährlich stattfinden soll.
Wir starteten bei schönem Wetter im Dorf und
freuten uns über das Erscheinen von Pastor Nell,
der uns für den Tag alles Gute wünschte.
Fazit
Gruiten hat einen ökumenischen Frauenkreis. Wir
sind füreinander, aber auch für Andere da. Wir werden oft auf diesen Kreis angesprochen und zu unserem gemeinsamen Schritt beglückwünscht.
Text: Gertrud Goergen, Fotos: az
Unser erstes Ziel war die Bruder-Klaus-Feldkapelle
des Schweizer Star-Architekten Peter Zumthor in
Mechernich-Wachendorf. Nach dem guten Mittag39
Prisma
Die Bruder-Klaus-Feldkapelle
A
us Dankbarkeit für ein gutes
und erfülltes Leben haben
der Landwirt Hermann-Josef
Scheidtweiler und seine Ehefrau Trudel auf eigenem Feld in
Mechernich-Wachendorf
eine
Kapelle errichtet, die sie dem
heiligen Nikolaus von Flüe, bekannt als „Bruder Klaus“, dem
Schutzpatron der Katholischen
Landjugendbewegung, gewidmet haben. Dieses eigenwillige
und sehenswerte Bauwerk wurde
von dem Schweizer Star-Architekten Peter Zumthor entworfen,
der beim Bau der Kapelle selbst
mit Hand angelegt hat.
40
In dem Prospekt lesen wir zum
Bau der Kapelle: „112 Fichtenstämme formten den Innenraum
der Kapelle. Diese wurden über
einer Beton-Fundamentplatte zu
einer zeltartigen Konstruktion
aufgerichtet. Um dieses Holzzelt
herum entstand der Kapellenkörper aus gestampftem Beton
in Lagen von 50 Zentimetern.
Der Beton, vor Ort gemischt,
besteht aus Flusskies, rötlichgelbem Sand aus der Umgebung und weißem Zement. Die
24 Tagwerke wurden in der Zeit
von Oktober 2005 bis September
2006 von einer Stampfmannschaft geleistet. Im Herbst 2006
wurde im Innern des von Beton
umgebenen Holzzeltes für drei
Wochen ein Mottfeuer in der Art
eines Kohlenfeuers unterhalten,
das die Baumstämme antrocknen
ließ und vom Beton ablöste, so
dass sie leicht ausgebaut werden
konnten. Der Fußboden besteht
aus Zinn-Blei, das an Ort und
Stelle in einem Tiegel erhitzt und
mit dem Schöpflöffel von Hand
auf dem Boden verteilt wurde.
An der Wand befindet sich ein
Radzeichen, geformt nach dem
Meditationszeichen, das Bruder
Klaus als Betrachtungsbild in
seiner Einsiedelei hatte. Auf dem
Boden steht eine Halbfigur aus
Bronze des Schweizer Bildhauers Hans Josephson (1920-2012).
Die Figur, in die eine Reliquie
des Heiligen eingelassen ist, hat
Ähnlichkeit mit bekannten historischen
Bruder-Klaus-Dar-
Blick aus der Kapelle in den Himmel
stellungen. 350 mundgeblasene
Glaspfropfen verschließen die
Bundöffnungen, die zur Verbindung der äußeren mit der inneren
Holzschalung beim Einbringen
und Stampfen des Betons notwendig waren.“ Durch sie dringt
Licht in das Innere der Kapelle
und zaubert eine einzigartige Atmosphäre.
Ein Besuch dieser Kapelle ist
lohnenswert.
Text und Fotos: az
Prisma
Lesen im Alter hält fit und jung
Angebot der katholischen öffentlichen Bücherei St. Nikolaus in Gruiten
G
ehören Sie zu der Generation, die dem demografischen
Wandel unterliegt und gehen
bald in Rente oder sind bereits
im Ruhestand? Nach den letzten
Statistiken weist die Stadt Haan
innerhalb des Kreises Mettmann
den größten Anteil an Senioren
auf, und dieser Wert wird noch
steigen. Der Lebensherbst ist
aber nicht automatisch mit einem
Stillstand verbunden. Wenn sich
früher (gesundheitliche) Einschränkungen zeigten, besteht
heute die Möglichkeit, lange
noch mobil zu sein, um aktiv am
gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Eine gute Gelegenheit, sich geistig fit zu halten,
ist das Lesen. Nach neuesten Studien werden durch das Lesen u. a.
das Gedächtnis, der Wortschatz,
der Sprachgebrauch und die Konzentrationsfähigkeit gefördert.
Ein Buch hat gegenüber dem
Fernsehen auch den Vorteil, dass
man selbst das Lesetempo bestimmen und Pausen zum Nachdenken einlegen kann. Ein Buch
ist „zeitlos“ und kann jederzeit
wieder hervorgeholt und betrachtet werden. Lesen ist nicht nur ein
unterhaltsamer und spannender
Zeitvertreib, sondern ist Gehirnjogging auf angenehmste Weise.
In ihrem Buch “Mit Anmut älter
werden“ schreibt die bekannte
Schauspielerin Ruth Maria Kubitschek zum Thema „Fit im Alter“: „Ich versuche, immer da zu
sein, wo das Leben stattfindet.
Es ist nicht vorher, es ist nicht
nachher, sondern nur jetzt. Und
im Jetzt ist auch alles nicht so
schlimm. Wir haben die Chance,
den Ereignissen und den Entscheidungen gelassener gegenüberzutreten. Jeder kann sich in
jedem Alter Würde und Anmut
erarbeiten und bewahren. Anmutig älter zu werden verlangt aber
auch ein gewisses Maß Arbeit an
sich selbst.“
I
mmer wieder wird diskutiert,
ob Lesen im Zeitalter der neuen Medien noch aktuell ist. Wenn
man die großen Ausleihzahlen
unserer Bücherei mit über 10.000
Medien pro Jahr betrachtet und
sieht, wie viele Bücher jährlich
auf den Markt kommen, weiß
man, dass Lesen weiterhin Bestand hat. Unsere Bücherei hat
sich nicht nur zu einer idealen
Anlaufstelle für Bücherfreunde
in Gruiten entwickelt, sondern
versteht sich auch als einen generationenübergreifenden Treffpunkt für Jung und Alt.
315 neue Titel wurden bisher in
2014 angeschafft. Von der Familiengeschichte bis hin zu historischen Romanen, Krimis, Hörbüchern und Sachbüchern gibt
es reichlich Lesestoff. Neben
Romanen im Großdruck bietet
die Bücherei zahlreiche aktuelle
Titel im Taschenbuchformat,
Zeitschriften mit Kurzartikeln
für alle, denen die gebundenen
Ausgaben von Gewicht und Größe her zu schwer sind. Gerade
in der Winterzeit, wo man mehr
Zeit zuhause verbringt, ist es
schön, wenn man sich einem interessanten Buch widmen kann.
In unserer Bücherei finden Sie sicherlich den richtigen Lesestoff.
Gerne beraten wir Sie und helfen
Ihnen auf Wunsch bei der Auswahl.
Angelika Rüppel,
Bücherei St. Nikolaus
41
Lesetipps
Vielen gehen durch den Weihnachtsstress das Gefühl und der
Sinn für die Adventszeit und die
Festtage verloren. In der Kinderzeit war jeder Tag voller Freude
und Erwartungen, bis es endlich
soweit war. Besinnen Sie sich
daher wieder auf die alten Werte und versuchen Sie, spätestens
nach den Feiertagen wieder zur
Ruhe zu kommen. Lesen bietet
eine gute Gelegenheit, sich zu
entspannen.
Gina Mayer:
Leonore und ihre Töchter
Im Jahr 1900 erfährt die unglücklich verliebte Nanette von einem
uralten Fluch, wonach alle weiblichen Nachkommen ihrer Urgroßmutter Leonore in der Liebe
kein Glück finden. Ihre Spurensuche führt sie nach Düsseldorf,
Ratingen und Paris.
Verlag Rütten & Loening
480 Seiten 14,99 Euro
Christian Hartung :
Orgelnachspiel
Haan. Bei der Recherche für ein
Referat erzählt Elisabeth Breuning den beiden Gymnasiasten
Stephan und Felix von ihrer Jugendliebe zu dem Kommunisten
Leo, der im Konzentrationslager Wuppertal-Kemna ermordet
wurde. Dabei ergeben sich Hinweise auf eine Verstrickung von
Stephans Großvater, einem ange42
sehenen Anwalt. Dann wird der
Großvater in der evangelischen
Kirche erstochen. Spannender
Kirchenkrimi verbunden mit der
Heimatgeschichte. Der Autor,
heute Pfarrer, war selbst Schüler
des Haaner Gymnasiums.
Neukirchener Aussaat
189 Seiten 9,99 Euro
Marie-Sabine Roger:
Das Leben ist ein listiger Kater
Jean-Pierre liegt, nachdem er
aus der Seine gerettet wurde,
im Krankenhaus. Ständig taucht
störender Besuch auf, so dass
er nicht zu Ruhe kommt. „Über
die Einsamkeit des alten Mannes
und seine vorsichtige langsame
Öffnung zum Leben – wunderbar mal humorig, mal philosophisch.“ (Aachener Zeitung)
Altlanik, 224 Seiten 19,99 Euro
Charlotte Lyne:
Kains Erben
Zwischen Machtkämpfen, Unterwerfungen und Intrigen wächst
im 13. Jhd. die junge Amicia
bei Zisterziensermönchen auf
der Isle of Wright auf. Der verwundete Ritter Matthew, den sie
pflegen muss, kommt ihr sehr unheimlich vor. Doch nicht genug,
denn er soll sie später in ein Nonnenkloster bringen. Ein fesselnder historischer Roman für kalte
Winterabende.
Lübbe 560 Seiten 9,99 Euro
John Williams:
Stoner
Die Geschichte des amerikanischen Literaturprofessors William Stoner rührt den Leser zutiefst, und man wünscht sich, er
möge sich endlich einmal gegen
die Widrig- und Ungerechtigkeiten des Lebens erwehren,
doch das liegt nicht in seiner Natur. Ein außergewöhnlicher und
nachwirkender Roman.
Dtv 352 Seiten 19,99 Euro
Kinder- und Jugendbücher
Michal Snunit:
Der Seelenvogel
Anschauliche Erklärung mit Hilfe des Seelenvogels, wie unsere
Seele funktioniert. Auch wenn
wir sie nicht sehen, wissen wir,
dass die Seele da ist. Einige Menschen hören den inneren Seelenvogel immer wieder, manche
hören ihn nie. Daher sollte man
versuchen, dem Seelenvogel zuzuhören, wenn er uns ruft. Auszeichnung des Autors mit der
Buber-Rosenzweig-Medaille.
Carlsen 32 Seiten 6,99 Euro
Für alle Altersgruppen, auch für
Erwachsene geeignet
Fupz Aakeson/Eriksson:
Erik und das Opa-Gespenst
Als Eriks Opa stirbt, versuchen
die Eltern, ihm den Tod zu erklären. Aber dann taucht der Opa
Lesetipps
bei Erik als Gespenst auf, weil er
noch etwas erledigen muss, nämlich sich von Erik zu verabschieden. Ein tröstliches und warmherziges Buch über das sensible
Thema „Tod“.
Gerstenberg 48 Seiten
13,95 Euro (ab 4 Jahre)
Robert Muchamore:
Top Secret - Die neue Generation
Die Spezialeinheit des britischen
Geheimdienstes CHERUB bildet Jugendliche als unauffällige
Undercoveragenten aus. Nach
der erfolgreichen Staffel gibt es
jetzt weitere Bücher mit neuen
Agenten. Der dritte neue Teil ist
gerade erschienen. Viel Action
für Teenager.
ctb Taschenbücher 8,99 Euro
(ab 13 Jahre)
Elizabeth George:
Whisper Island 02 - Wetterleuchten
Nachdem ihr Stiefvater zum
Mörder wurde, ist die 14-jährige
Becca, die über telepathische Fähigkeiten verfügt, auf eine Insel
geflüchtet, wo sie eine neue Identität annimmt.
Als eine Meeresbiologin den Unmut der Inselbewohner erweckt,
macht Becca eine ungeheuerliche Entdeckung.
Egmont INK 448 Seiten
14,99 Euro
(ab 14 Jahre und
Crossover)
Hörbuch
Sabine Bohlmann:
Die wundersamen Kinder des
Herrn Tatu
Als die Wahrsagerin Federica Fiorenza im Zirkus Tatu auftaucht,
befürchten die Kinder des Zirkusdirektors Schlimmes, denn
die Wahrsagerin verdreht ihrem
Vater nicht nur den Kopf, sondern sorgt dafür, dass sie ins Internat kommen. Die Kinder machen sich auf den Weg, um den
Grund für Federicas Verhalten zu
erfahren.
Die Autorin ist auch die Sprecherin.
Empfehlung einer Leserin.
audio media verlag GmbH
3 CDs 12,83 Euro (7- 9 Jahre)
Sachbücher
Harald Lesch / Thomas Schwartz:
Reden über Gott und die Welt
Dialog zwischen dem Naturwissenschaftler
und
Protestanten Harald Lesch und seinem Freund, dem katholischen
Pfarrer und Theologieprofessor,
zu 22 Themen, wie Schöpfung,
Gott, Wahrheit und Zufall. Dabei
wird jeweils zum Ausdruck gebracht, was ein rein naturwissenschaftliches Weltbild über diese
Begriffe zu sagen hat und wie
eine christliche Sicht der Welt
diese säkulare Weltbedeutung
übersteigt und sie zu ergänzen
vermag.
Komplett-Media
389 Seiten.
29,95 Euro
Handschuhe und Mützen von
Welt / Schals von Welt
Die beiden Bücher gehören zusammen, wie Mütze, Schal und
Handschuhe zusammengehören.
Neben schönen Fotos und übersichtlichen Anleitungen enthalten sie viele tolle Modelle aus
aller Welt. Stricken ist wieder
„in“, und der nächste kalte Winter kommt bestimmt. Aus dem
Landwirtschaftsverlag wie die
bei uns ausleihbare beliebte Zeitschrift „Landlust“
160 Seiten
17,95 Euro
Ein Adventskranz mit seinen Kerzen
lässt Frieden strömen
in unsere Herzen.
Des Jahres Hektik
langsam schwindet
und Ruhe endlich Einkehr findet.
Ein Tag, er kann kaum
schöner sein,
als im Advent bei Kerzenschein.
(Elise Henneck)
Wir wünschen Ihnen ein frohes
Weihnachtsfest und alles Gute
für 2015.
Angelika Rüppel und das Büchereiteam
43
Aus der Pfarrgemeinde
Brüder
Josef und seine 32 Herren
I
nzwischen begab sich Josef Stausberg zum 15.
Mal auf „Herrentour“, und zwar am 18. September
2014. Die Busreise führte dieses Mal nach Krefeld
44
ins Bundesbahnwerk für Fahrzeuginstandhaltung
und nach Duisburg-Marxloh in eine der größten
Moscheen Deutschlands.
Aus der Pfarrgemeinde
D
as Bundesbahnwerk in Krefeld war schon immer eine
gute Adresse. Hier werden Unfallreparaturen von Schienenfahrzeugen durchgeführt sowie
technische Überprüfungen und
Hauptuntersuchungen an Nahverkehrs- und Hochgeschwindigkeitszügen.
Beschäftigt sind in den verschiedenen Werkstätten (Unfallinstandsetzung, Drehgestell,
Radsatz, Getriebe, Neigetechnik,
Glasfaserkomponenten) sowie in
der Lackier- und Strahlabteilung
circa 1.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter. Gearbeitet wird teil-
weise in drei Schichten. Zurzeit
sind 100 Lehrlinge in der Ausbildung, die alle vom Bundesbahnwerk übernommen werden.
Das Werk umfasst eine Gesamtfläche von ungefähr 211.000 Quadratmetern und eine überbaute
Fläche von etwa 66.000 Quadratmetern. Die teilweise aus der
Gründerzeit stammenden Gebäude stehen unter Denkmalschutz.
interreligiöse und interkulturelle
Begegnungsstätte mit dem weltweit einzigartigen Konzept „Bildungs- und Begegnungsstätte
D
ie
Ditib-Merkez-Moschee
wurde im traditionellen osmanischen Stil erbaut und bietet Platz für 1.150 Betende.
Die Moschee versteht sich als
Vor Staunen zog es Josef Stausberg
förmlich die Schuhe aus.
Moschee“: vom Nebeneinander
zum Miteinander der Religionen
und Kulturen.
Die Moschee ist eine der größten
in Deutschland mit einer Grundfläche von 40 mal 28 Metern. Die
Minaretthöhe beträgt 34 Meter,
und das silberfarbene Kupferdach
ist 23 Meter hoch. Außerhalb des
Gebäudes wird auf einen Gebetsruf des Muezzin verzichtet.
Text und Fotos: Alfons Neumann
45
Historische Stätten des Glaubens
A
Die mittelalterliche Kirche
der Heiligen Chrysanthus, Daria und Kilian zu Haan
kannten Gräfrather Augenarztes. Dieser nahm die
Kirche in der beliebten Art des romantischen Zustands mit allen Spuren vergangener Jahrhunderte
auf. Darüber hinaus fanden sich im Archiv der
Technischen Universität Berlin maßgenaue
Bauaufzeichnungen der
Haaner Kirche von 1857
aus der Hand des Architekten und Kunsthistorikers Ferdinand von
Quast (1807-1877). Dieser war als Konservator
der Denkmäler des preußischen Königs Friedrich
Wilhelm IV. nach Haan
gekommen, da die reformierte Gemeinde Abriss
und Neubau ihrer Kirche
beantragt hatte. Im Jahre
1827 hatte sie noch eine
kostspielige Sanierung
durchführen lassen, denn
angefallene Schäden hatDie Ausgrabungen
ten in den napoleonischen
Die alte Pfarrkirche zu Haan mit Spuren und Narben
bestätigten
vorhanKriegszeiten nicht beseider vergangenen Jahrhunderte.
dene Abbildungen des Zeichnung von Friedrich August de Leuw 1849. Privatbesitz tigt werden können. Der
19. Jahrhunderts, die das
Kirchenraum von etwa
alte Gotteshaus allgemein von der Südseite zeigen, 6½ × 9 m war aber für die wachsende Zahl der
wonach auch ein Modell für das Museum Schloss Gläubigen beängstigend klein geworden. Es begann
Burg erstellt wurde. Eine dieser Zeichnungen, also eine lebhafte Diskussion mit den vorgesetzten
1849 datiert, stammt vom Landschaftsmaler Fried- Stellen um den Bau einer neuen großen Kirche.
rich August de Leuw, dem Sohn des damals be-
uf dem alten Kirchplatz in Haan zeichnet eine
in das Pflaster eingelassene Markierung in Originalgröße den Grundriss der einstigen mittelalterlichen Pfarrkirche nach.
Die Reste ihrer Grundmauern lagen unberührt
unter der Erdoberfläche, bis im Jahr 1971
zum Bau des Stadtbades
der Platz mit Großgeräten aufgerissen werden
sollte. Mit Sicherheit wären dabei auch die letzten
Spuren beseitigt worden,
doch Dank der Initiative des Heimatforschers
Harro Vollmer nahm
man archäologische Grabungen vor, wodurch die
Kirchenfundamente und
bedeutungsvolle Gräber
dieser geschichtsträchtigen Stelle gefunden und
dokumentiert wurden.
46
Dem Ansinnen der Gemeinde begegnete die
preußische Regierung mit der Order, dass es den
Abbruch der alten evangelischen Kirche nicht gestatten könne, da dieselbe zu den Denkmälern gehöre, deren Erhaltung gesichert werden müsse.
Dagegen war sich das Presbyterium einig, dass
die Gemeinde die alte Kirche abreißen dürfe, da der
Abbruch im Interesse der Gemeinde ist.
Mit Blick auf die sich
bereits zu dieser Zeit in
Haan bildende neue katholische Gemeinschaft – vornehmlich einfache Leute –
wurde aber eingeschränkt:
Jedenfalls müsse darauf
gesehen werden, dass die
alte Kirche, wenn sie stehen bleibt, ausschließlich
Eigentum der Gemeinde
bleibt und ausschließlich
nur zur evangelischen
Kultur gebraucht wird.
Nach langen Verhandlungen mit der Obrigkeit,
die auch eine Vergrößerung der alten Kirche beinhalteten, wurden die
amtlichen
Gutachten
kaum noch beachtet. Verbindliche Bestimmungen
zum Denkmalschutz gab
es damals nicht, so dass
am 24. August 1863 der
Abbruch der alten Kirche
begann. Am Turm erwiesen sich die Mauern mit
Pfeilern und Verstärkungen als so fest, dass sie eine
angeforderte preußische Pioniergruppe sprengen
musste. Die größeren Steine wurden zum Bau der
neuen Kirche an der Kaiserstraße wiederverwendet,
die 1864 vollendet war und 2014 das 150-jährige
Weihejubiläum feiert.
Von der alten Kirche wurde das Geläut übertragen, das aber im Weltkrieg abgegeben werden musste. Erhalten blieb die kleine Glocke, die 300 Jahre
vom Turmhelm der alten
Kirche die Stunden geschlagen hatte und nun
seit 150 Jahren von der
neuen Kirche zu vernehmen ist. Ihre lateinische
Inschrift: „Anno 1542 –
Erlöser der Welt, hilf uns
– heilige Maria, bitte für
uns“. Auch die alte Orgel
wurde noch lange in der
neuen Kirche genutzt, wovon eine hölzerne Schrifttafel erhalten blieb.
Die alte Haaner Kirche in einer Rekonstruktion auf das
12. Jahrhundert. Das Innere der Kirche hatte zu dieser
Zeit kein Gestühl, sondern nur die sakrale Ausstattung
von Altar und Taufstein.
Zeichnung A. Sassen
Aus dem Bogenfeld des
Südportals der alten Kirche barg man eine steinerne Inschriftentafel, die im
Scheitelpunkt des neuen
Chorraums wieder eingesetzt wurde. Im Bewusstsein, dass sich auch die reformierte Kirche in Haan
aus früher christlicher
Tradition herleitet, erhielt
man damit eines der ältesten steinernen Schriftdo47
kumente des Frühmittelalters, gleichzusetzen mit
Demzufolge geschah die Kirchenweihe in der
der karolingischen Tafel von 884 an der Klosterkir- Amtszeit des Kölner Erzbischofs Wichfried (924 bis
che Corvey an
953) unter den
der Weser. Sie
Schutzheiligen
enthält in AnChrysanthus
tiquamajuskeln
und Daria. Ihr
einen
lateiReliquiar kam
nischen Text,
von Münstereidessen zweiter
fel und wurde
Teil aufgrund
damals in den
zahlreicher
Choraltar einKürzungen und
gesetzt.
Die
Zeichen
rätGebeine
des
selhaft blieb.
römischen HeiUnter den Ausligenpaars hatte
legungen, die
der Papst 100
vom 19. JahrJahre
zuvor
hundert
bis
Kaiser Lothar I.
heute zur Lögeschenkt,
sung erschiedurch den sie
nen, bot die
über die Abtei
Der Haaner Weihestein (41 x 73 cm), ein Dolomit der Voreifel, in der Römerzeit
Deutung Harro gebrochen und in der Zweitverwendung in Köln um 950 für die Haaner Kirche be- Prüm/Eifel in
Vollmars eine schriftet. Einer der ältesten Inschriftensteine in Deutschland. Über die Entzifferung die Stiftskirche
beachtenswerte
Münstereifel
der beiden unteren Zeilen streiten sich die Gelehrten seit fast 200 Jahren.
Variante:
überführt wurFoto: A. Sassen
den.
Von dem ehrwürdigen
Erzbischof Wichfried
ist am 4. August diese Kirche
eingeweiht worden zu Ehren der
heiligen Märtyrer Chrysanthus und
Daria.
Adalburg, Lantswind und Ewerwin
von Gerresheim,
Würdenträger des frommen Klosters,
im Jahr 935 habt Ihr diese Kirche
erbaut.
48
Die beiden letzten Zeilen der Inschrift stellte
Vollmar in den historischen Kontext zum Stift Gerresheim, das um 922 in Personalunion mit St. Ursula in Köln stand und in den Besitz des Erzbistums
gekommen war. Er verwies auf die Äbtissin Lantswind mit Geschwistern Adalburg und Everwin als
Stifter und setzte die Weihe nach gebräuchlicher
Indiktion ins Jahr 935. Dabei konnte Vollmar seine Hypothese mit einem aufsehenerregenden Fund
untermauern. Bei den Grabungen 1972 fanden sich
Reihengräber von 18 Frauen verschiedenen Alters,
die mit einem Bronze-Kopfreif bestattet worden
waren. Radiokarbon-Untersuchungen ergaben, dass
sie zur Zeit der Kirchenweihe gelebt hatten und
möglicherweise Angehörige eines Frauenkonvents
waren. Dieser stand wohl im Zusammenhang mit
dem Stift Gerresheim, das der Hunnensturm 919
vollständig verwüstet hatte. Nach der Geschichtsschreibung entkamen die Nonnen nach Köln und
erhielten dort die Häuser des späteren Stifts St.
Ursula. Die Äbtissin Lantswind ging mit einigen
Stiftsdamen zwar zur Regelung des Wiederaufbaus
zurück, doch in der Baustelle war ihnen nach Ordensgebot der ständige Aufenthalt untersagt. Bis
zur Weihe durch Erzbischof Gero im Jahre 970 –
Lantswind war inzwischen gestorben – ließen sie
sich auf dem nahen Besitz in Haan nieder. Dort existierte zwar schon eine hölzerne Kapelle, doch für
die hochadeligen Damen musste ein angemessener
Gottesdienstraum geschaffen werden – jene steinerne Kirche, auf die die Tafelinschrift Bezug nimmt.
Obwohl bis heute allgemein angenommen
wird, die bis 1863 überlieferte Kirche sei größtenteils aus dem 10. Jahrhundert erhalten gewesen,
stammte nach Erkenntnissen der Verfasser aber nur
noch der Chorraum aus der in der Schrifttafel genannten Weihezeit. Sowohl das Kirchenschiff mit
nördlichem Seitenschiff als auch der Turm sind
im 12. Jahrhundert neu erbaut worden. Nach heutigem Stand der Bauforschung weisen der Einbau
von Gewölben im Kircheninneren, die Errichtung
eines Glockenturmes und die einheitliche kölnische
Ornamentik an Schiff und Turm auf einen Bau um
1140 hin. Die archäologischen Grabungen lieferten
dazu nicht nur die entsprechenden Nachweise, sondern deckten auch die Fundamente der Rundapsis
für einen Nebenaltar im Seitenschiff auf. Anlässlich
der erneuten Weihe erhielt das Gotteshaus der Heiligen Chrysanthus und Daria für den neuen Seiten-
altar ein Reliquiar St. Kilians. Dieses Patronat, das
noch in frühen Aufzeichnungen nach der Reformation erwähnt wird, verdrängte die bisherigen Heiligen nicht, sondern war eine Bereicherung für die
Kirche.
Der Kirchenbau des 12. Jahrhunderts ist ein verlässlicher Fixpunkt, der zur Datierung und Erklärung eines Vorgängerbaus, also des Gotteshauses
führt, das Erzbischof Wichfried um 935 geweiht
hatte. Der davon bis zur Neuzeit erhaltene Chorbau gehörte zu einer einfachen Kirche ohne Turm.
In der Größe von 6 x 9 Metern nach Osten ausgerichtet wurde sie als Nachfolgerin einer frühen hölzernen Kapelle in Stein erbaut und mit dem Weihestein versehen. Als man diesen dann um 1140 in
den Portalbogen der neuen Kirche einsetzte, war
die Übertragung ein Akt früher Denkmalpflege und
kein Einzelfall. Auch an anderen mittelalterlichen
Bauten sind zuweilen Spolien oder Denksteine zu
finden, mit denen aus präzisen Gründen eine historische Orientierung erfolgte. Sie waren dauerhafte
Zeugen, die in der Geschichte nicht nur als wertvoll und wichtig galten, sondern auch Hintergrund
existentieller Besitzrechte waren. Entsprechend ist
die Bedeutung des Weihesteins weiter zu verfolgen: Die Äbtissinnen von Gerresheim hatten um
1140 die in ihrer Unterhaltspflicht stehende Haaner
Kirche erneuert. Was lag näher, als mit dem damals
bereits 200-jährigen Weihestein weiterhin auf ihr
Besitzrecht zu verweisen?
Dessen ungeachtet sieht die Geschichtsschreibung im 14. Jahrhundert die Kirche zu Haan im
Besitz des Erzbischofs. Diese Tatsache geht möglicherweise auf den Vertrag des Erzbischofs Hermann mit der Äbtissin Lantswind von 922 zurück.
Damals musste die Äbtissin in ihrer Notsituation
49
Die alte Haaner Pfarrkirche im Zustand des 19. Jahrhunderts. Modellnachbau von Werner Selzer und
Edgar Falkenstein im Museum Schloss Burg.
Foto: E. Falkenstein
nach dem Ungarnüberfall die bislang eigene Kommunität Gerresheim in die Obhut des Erzbistums
übergeben. Das Stift unterstand also seit dieser Zeit
mit allem Besitz dem Erzbischof, der den Damen
aber weitgehende Selbständigkeit ließ. Er konnte
deshalb auf die Haaner Kirche nach Gutdünken zugreifen, als es ihm um die Sicherung der wichtigen
Wegeverbindung von Köln über Richrath oder Bürgel nach Hilden, Haan und durch die Vohwinkler
Senke in sein westfälisches Herzogtum ging. Der
Vorgang des Besitzwechsels ist vermutlich gleitend
50
geschehen und deswegen urkundlich nicht fassbar.
Mit der Reformation, die um 1600 in Haan endgültig Fuß fasste, waren katholische Aktivitäten nicht
mehr gegeben. Sie begannen nach Aufzeichnungen
des Dechanten Floßbach aber wieder um 1800. Die
wenigen Katholiken, zunächst meist zugezogene
Dienstboten und Arbeiter, besuchten die hl. Messe
in Wald. Auch hatte der Besitzer des Breidenhofs
gelegentlich privat eine Messe zelebrieren lassen.
Als mit neuen Industrieansiedlungen in Haan auch
die Zahl der katholischen Gläubigen wuchs, kauften diese 1854 von Abraham Huhn das Haus zum
Dorn und richteten im Hintergebäude eine Gottesdienststätte ein. Im Jahre 1866 erwarb die Gemeinde das dem Dorn schräg gegenüberliegende Breidenhofer Wäldchen und legte dort am 8. Oktober
1867 den Grundstein zu einer Kirche. Am 25. Juni
1869 konsekrierte Erzbischof Paul Melchers die
nach über 250 Jahren erste katholische Kirche wieder den Patronen Chrysanthus und Daria, deren Reliquien man wie einst aus Münstereifel erhielt. Etwa
90 Jahre lang diente dieser neugotische Bau der Gemeinde zur hl. Messe, dann entstand 1956/58 die
heutige Kirche, ein Zentralbau mit freistehendem
Glockenturm. Wie um 935 der Kölner Erzbischof
Wichfried weihte nach 1000 Jahren sein Amtsnachfolger Josef Kardinal Frings auch diese Kirche wieder dem traditionell zu Haan gehörenden Heiligenpaar Chrysanthus und Daria.
Andreas Sassen / Claudia Sassen
Hiermit endet vorerst die Serie „Historische Stätten des Glaubens“. Wir bedanken uns bei Andreas Sassen und seiner Tochter Claudia Sassen für
die zahlreichen Beiträge. Sie haben uns die Glaubenswelten früherer Zeiten wieder lebendig vor
unseren Augen erstehen lassen.
Ökumene
Ökumenischer Gottesdienst
Am Buß- und Bettag, dem 19. November, findet ein
ökumenischer Gottesdienst in der evangelischen
Kirche Haan statt. Der Gottesdienst mit Taizé-Liedern wird vom Chor „Kirche im Dorf“ mitgestaltet.
Heiligabend im Haus am Park
Menschen, die den Heiligabend nicht alleine zu
Hause verbringen möchten, sind ab 18.00 Uhr im
Café im Haus am Park willkommen.
Weihnachtsandacht, gemeinsames Abendessen,
weihnachtliche Lieder, Gedichte, Geschichten, Erinnerungen…
Ausklang ist gegen 21 Uhr.
Um Anmeldung wird gebeten bis zum 19. Dezember 2014.
Haus am Park, Bismarckstr. 12a, Frau Elke Groß,
Tel. 9305-10.
Diejenigen, die nicht kommen, das Angebot aber
mit einer Spende unterstützen möchten, wenden
sich bitte ebenfalls an Frau Groß.
Pfarrgemeindefest 2015
Das Pfarrgemeindefest 2015 wird im kommenden
Jahr vom 20. bis 21. Juni gefeiert und nicht wie im
letzten Zweitakter falsch berichtet vom 13. bis 14.
Juni 2015.
Willkommen in unserer Pfarrgemeinde
Ganz gleich
 wie Ihr gegenwärtiger Stand
zur katholischen Kirche,
 wie Ihre derzeitige Familien- oder
Ehesituation,
 Ihre persönliche Lebensgeschichte,
Ihr Alter, Ihre Herkunft ist,
Sie sind eingeladen, willkommen, angenommen
und respektiert in den Gemeinden
von St. Chrysanthus und Daria in Haan
sowie St. Nikolaus in Gruiten!
51
Aus den Registern der Gemeinden
Runde Geburtstage in Haan
75 Jahre
1.12.
11.12.
17.12.
25.12.
28.12.
3. 1.
5. 1.
6. 1.
6. 1.
9. 1.
10. 1.
10. 1.
12. 1.
15. 1.
15. 1.
21. 1.
28. 1.
29. 1.
31. 1.
3. 2.
16. 2.
16. 2.
20. 2.
21. 2.
22. 2.
23. 2.
23. 2.
26. 2.
28. 2.
28. 2.
29. 2.
2. 3.
5. 3.
7. 3.
52
Wilhelm Planinschek
Erika Macha
Joachim Kuboth
Jerzy Larwinski
Günter Hillebrand
Hans Joachim Pöche
Christel Kallenbach
Anna-Maria Exner
Eveline Reich
Ute Radix
Rosemarie Weishaupt
Theodor Huvermann
Karl Altmann
Roswitha Dunker
Doris Andrews
Helmut Hausmann
Hans-JürgenKoschoreck
Inge Decken
Christel Ruffer
Franz Kussmann
Christine Cibis
Ruzena Honsnejman
Ingrid Thesing
Dieter Boogen
Magdalene Adams
Katharina Gerken
Theresia Jordan
Werner Spürkel
Karin Gevelhoff
Doris Wirth
Horst Höner
Eberhard Ruffer
Bernd Ulbrich
Ursula Kuß
9. 3. Heinz-WernerSchaffeld
13. 3. Renate Neumann
14. 3. Wolfgang Pescher
16. 3. Carmela Girardi
16. 3. Herbert Raddatz
17. 3. Gerhard Thoben
20. 3. Manfred Menzel
26. 3. Marlis Altmann
26. 3. Maria-Luise Weyersberg
30. 3. Wolfgang Schindler
80 Jahre
26.11. Abraham Bruno
13.12. Paul Kolb
14.12. Ingeborg Hülpert
21.12. Engelbert Cibis
23.12. Hedwig Grothe
24.12. Christel Contzen
29.12. Elena Morcone
5. 1. Adelheid Vierhaus
7. 1. Anna Böttger
8. 1. Christa Kehl
15. 1. Lothar Bierwald
16. 1. Gisela Kniejski
18. 1. Domenica Rotondo
18. 1. Helmut Seidel
19. 1. Elisabeth Sdunek
20. 1. Bernward Schröteler
21. 1. Gertrud Wimmershoff
26. 1. Egon Rickelhoff
31. 1. Rodolfo Plaza Farias
1. 2. Ernst Neugebauer
2. 2. Filippo Viola
7. 2. Rolf Hafeneger
8. 2. Elisabeth Kraik
10. 2. Ingrid Näckel
20. 2.
23. 2.
24. 2.
25. 2.
27. 2.
1. 3.
1. 3.
14. 3.
20. 3.
21. 3.
21. 3.
27. 3.
30. 3.
14.12.
17.12.
17.12.
21.12.
28.12.
17. 1.
23. 1.
25. 1.
30. 1.
5. 2.
10. 2.
12. 2.
12. 2.
14. 2.
21. 2.
21. 2.
26. 2.
1. 3.
10. 3.
12. 3.
18. 3.
Carmine Girardi
Nikolaus Sieland
Heinrich Kaczmarczyk
Ellen Steindor
Karl Hebekeuser
Elisabeth Wollmann
Ingeburg Bertocco
Maria-Elisabeth Ballmann
Krystyna Görlich
Benedikt Zdrzalek
Giacomo Marino
Ursula Schneider
Elisabeth Rudolph
85 Jahre
Hildegard Pytlik
Hildegard Miodek
Karlheinz Kusnik
Irene Maag
Anneliese Witthoff
Maria Klefisch
Auguste Hartisch
Rosalie Galeczka
Helene Kienzler
Helga Niepenberg
Hans Claahsen
Rolf Koch
Christa Dyckhoff
Karl Thüte
Margret Buschkotte
Johannes Weuste
Inge Düren
Ursula Kutz
Julius Plasberg
Felix Rudolph
Karl Köther
Aus den Registern der Gemeinden
90 Jahre und älter
5.12.
9.12.
12.12.
18.12.
22.12.
23.12.
24.12.
25.12.
1. 1.
1. 1.
7. 1.
19. 1.
Gerhard Schwarz
94
Johann Adrian
91
Otto Till
91
Adelheid Weber
91
Hans Großestreuer 93
Gertrud Bonk
96
Maria Kirchner
101
Josef Bald
92
Lieselotte Matyasek 96
Elisabeth Honnef 95
Lüftildis Gasper
91
Margarete Baltes
90
24. 1.
27. 1.
31. 1.
4. 2.
4. 2.
13. 2.
13. 2.
21. 2.
22. 2.
27. 2.
1. 3.
2. 3.
5. 3.
7. 3.
Elisabeth Küpper
93
Herta May
94
Wilhelmina Wagner 95
Christine Rixen
90
Maria Bodemann 91
Hedwig Boosen
91
Anneliese Sbrzesny 93
Günther Knipping 90
Cäcilie Volkmer
91
Magdalena Calenberg91
Lieselotte Hoß
91
Gertrude Hübner
91
Felicitas Schüller 91
Jutta Wingelewski 90
12. 3.
14. 3.
23. 3.
23. 3.
25. 3.
26. 3.
27. 3.
28. 3.
30. 3.
Anna Kuna
96
Luzie Blex
98
Hildegard Hager
95
Maria Usorasch
94
Elisabeth Hirlehei 92
Brigitte Wilhelm
91
Hildegard Heß
90
Johanna Seidewitz 92
Gertrud Jördell
100
Runde Geburtstage in Gruiten
75 Jahre
6.12.
18.12.
19. 1.
27. 1.
7. 2.
10. 2.
20. 2.
21. 2.
20. 3.
23. 3.
29. 3.
Erika Verwold
Marianne Irschfel
Gerhard Nieswandt
Ulrich Terwort
Erika Boxberg
Friedhelm Demmer
Margret Ruschke
Siegmund Growiec
Hans Herring
Peter Küpper
Margareta Breuer
13.12.
20.12.
19. 1.
4. 2.
6. 3.
9. 3.
18. 3.
28. 3.
80 Jahre
90 Jahre und älter
Sieglinde Esser
Maria Menzel
Maria Kuhlmann
Gerhard Dreps
Knut Schattka
Luzia Schmitz
Brigitte Marks
Johanna Rudnick
1.12.
30.12.
31. 1.
22. 2.
12. 3.
15. 3.
Anna Meier
Franz Fenke
Bruno Kobiella
Helga Halberkann
Elisabeth Schoffer
Wilhelm Küpper
91
91
91
94
95
91
85 Jahre
8. 1. Erich Feldbrügge
19. 3. Konrad Loquingen
53
Aus den Registern der Gemeinden
St. Chrysanthus und Daria
sind verstorben:
Juni 2014
Stefanie August geb. Drobny Nelli Nussbaum geb. Schauf Josefine Bögerhausen geb. Hölzer Josef Theodor Paus Dragotin Mezgec
Jürgen Ackermann
Hans-Peter Ludwig
Hans Michael Heinen
Karl Delsing
Maria Selma Weishaupt
Dieter Hugo Peekhaus
Jörg Klaus Thiele
Maria Anna Frinken geb. Janßen
Franz-Josef Rose
Kordula Schölzer
94 Jahre
95 Jahre
84 Jahre
77 Jahre
79 Jahre
75 Jahre
72 Jahre
78 Jahre
87 Jahre
74 Jahre
76 Jahre
59 Jahre
79 Jahre
82 Jahre
57 Jahre
Juli 2014
Maria Katharina Heidtfeld geb. Thomé 86 Jahre
Hildegard Hohnhorst geb. Termer 84 Jahre
Hedwig Schmidt geb. Plachetta 92 Jahre
Heinrich Kleinelanghorst 80 Jahre
Beate Budke geb. Pawelczyk 53 Jahre
Fanni Röttger geb. Tschernutter
91 Jahre
Christel Marta Seeger geb. Barth 79 Jahre
Dr. Adolf Lozowski 98 Jahre
Katharina Christina Forst geb. Haake 103 Jahre
Ursula Theodora Plaschzek geb. Sauerbach 69 Jahre
August 2014
Ludwig Frindt-Poldauf Franz Kugel
Christa Maria Landwehr geb. Wacker Reihart Schwab Helga Wenk geb. Palz 54
79 Jahre
88 Jahre
70 Jahre
90 Jahre
88 Jahre
September 2014
Josef Langenohl Monika Beltermann geb. Kallabris
Roman Koschek Theodor Jütten Inge Neitzel geb. Saffert
Marlis Brandes geb. Görlich Gerhard Walter
Reinhard Schwarz wurden getauft:
Juni 2014
Keine Taufen
Juli 2014
Emma Loosen
Nele Loosen
Melina Emely Bettin
August 2014
Ben Lennox Hallek
Emely Mara Hallek
Mila Richte
Erik Harald de Valck
Jan de Valck
September 2014
Gwendolin Magdalena Gaede
Sophie Lara Wilmsen
Thomas Wagner
David Matthias Labud
63 Jahre
65 Jahre
92 Jahre
82 Jahre
69 Jahre
84 Jahre
93 Jahre
93 Jahre
Aus den Registern der Gemeinden
wurden getraut:
St. Chrysanthus und Daria
Juni 2014
Damian Josef Brockschmieder – Eva Maria Kentrup
August 2014
Patrick Haman – Angelika Lange
Juli 2014
Kamil Anton Szewczyk – Julia Stefanie Sprezyna
Giovani Buchholz – Vanessa Behr
September 2014
Alexander Kintzen – Michaela Wirth
Benjamin Abazaj – Saskia Sabrina Grah
St. Nikolaus
Lilli-Melinda Königs
sind verstorben:
Juli 2014
Hans Alexander Haura
August 2014
Konrad Gerhard Twellmeyer
wurden getauft:
Juni 2014
Olivia Isabella Pozimski
Ben Franz
Juli 2014
Noah Benedikt Lewicki
Frida Lotte Wassen
Mathilda Anett Schild
Maja Körber
Charlotte Hennig
August 2014
Finn Karkau
Lenja Marie Lenzen
Ben Linus Blazejwski
Emilia Lara Titz
Marlena Nesch
80 Jahre
79 Jahre
September 2014
Henry Staus
Mats Christian Volkner
Barne Höltgen
wurden getraut:
Juni 2014
Kamillus Pozimski – Natalie Madejska
Michael Richard – Egle Marija Rudziankaite
Clemens Paul Piegeler – Janine Franz
Juli 2014
Maurice Sylvester – Claudia Finkelmeier
August 2014
September 2014
Daniel Zarembowicz – Annette Ruth Leonhardt
Lukas Markus Hyzak – Viktoria Elsner
Thomas Stanislaus Kowalczyk – Anne-Kathrin Rathmann
Christian Gutschmidt – Dr. Christina Bruns
Sascha Wendel – Sarah Heppelmann
Jens Höltgen – Nicole Magnussen
55
Gottesdienste
Weihnachten in St. Chrysanthus und Daria
24. Dezember, Mittwoch
10.30 Uhr
Heiligabend
14.30 Uhr 15.00 Uhr
16.00 Uhr
18.30 Uhr
22.30 Uhr
Beichtgelegenheit
in Malayalam, deutscher, polnischer und
niederländischer Sprache
Kleinkindergottesdienst
mit Krippenspiel des Kinderchores
Ökumenischer Gottesdienst im Friedensheim
Familienchristmette
mit Krippenspiel des Kinderchores
Christmette
Christmette
25. Dezember, Donnerstag
erster Weihnachtstag
11.15 Uhr
Heilige Messe mit der Singgemeinschaft
26. Dezember, Freitag
zweiter Weihnachtstag
11.15 Uhr
Heilige Messe
28. Dezember, Sonntag
Fest der Heiligen Familie
11.15 Uhr
Heilige Messe mit Segnung der Familien
31. Dezember, Mittwoch
17.00 Uhr
Silvester
1. Januar, Donnerstag
18.30 Uhr
Neujahr
2. Januar, Freitag
19.00 Uhr
Freitag
56
Jahresabschlussmesse,
mitgestaltet von der Singgemeinschaft
Heilige Messe
Herz-Jesu-Messe mit eucharistischem Segen,
anschließend Beichtgelegenheit
Gottesdienste
Weihnachten in St. Nikolaus
24. Dezember, Mittwoch
16.00 Uhr
Heiligabend
16.00 Uhr
20.30 Uhr
Kleinkindergottesdienst
mit Krippenspiel im Pfarrheim Gruiten
Familienmesse zum Heiligen Abend
Christmette mit dem Kirchenchor „Cäcilia“
25. Dezember, Donnerstag
erster Weihnachtstag
9.45 Uhr
Heilige Messe
26. Dezember, Freitag
zweiter Weihnachtstag
9.45 Uhr
Heilige Messe
27. Dezember, Samstag
Johannes der Evangelist
16.30 Uhr
17.00 Uhr
28. Dezember, Sonntag
Fest der Heiligen Familie
9.45 Uhr
Beichtgelegenheit
Vorabendmesse mit Kindersegnung
Heilige Messe mit Segnung der Familie
31. Dezember, Mittwoch
Silvester
17.00 Uhr
Jahresabschlussmesse
1. Januar, Donnerstag
Neujahr
17.00 Uhr
Heilige Messe
Weihnachten im Krankenhaus
27. Dezember, Samstag
17.45 Uhr
18.00 Uhr
18.30 Uhr
Meditative Rosenkranzandacht
Beichtgelegenheit
Vorabendmesse mit Segnung der Familien
57
Pastoralteam
Jugendreferentin
Pfarrer Dr. Reiner Nieswandt
Haan, Königstraße 8
 0 21 29 / 34 46 55
E-Mail: reiner.nieswandt@erzbistum-koeln.de
Laura Heinze
Haan, Königstraße 8
 0 15 75-5 12 63 70
E-Mail: laura.heinze@kath-kirche-haan.de
Kaplan Alfons Holländer
Haan, Am Sandbach 31
 0 21 29 / 5 66 83 96
E-Mail: alfons.hollaender@erzbistum-koeln.de
Seelsorgebereichs-Kirchenmusikerin
Kantorin Annika Rygus-Hartmann
Haan, Königstraße 8
 0176 - 61 18 20 12
Pater Shojin Thomas CMI
Kaplan zur Ausbildung
Haan, Robert-Koch-Straße 16a  0 21 29 / 9 29 30 29
E-Mail: shojinkcmi@gmail.com
Kirchenvorstand
Gemeindeassistentin Ulrike Peters
Haan, Breidenhofer Straße 5
 0 21 29 / 92 74 48
E-Mail: ulrike.peters@erzbistum-koeln.de
Haan / Gruiten:
Georg Menhart, stellvertretender Vorsitzender
Haan, Körnerstraße 12  0 21 29 / 3 61 99 95
Subsidiar Pater Christian Aarts O. S.C.
Haan, Breidenhofer Straße 5  0 21 29 / 56 58 35
E-Mail: chris.aarts@t-online.de
Pfarrgemeinderat
Pfarrbüro
Haan: Königstraße 8
 0 21 29 / 24 33
Michael Garske, Silvia Wachter Fax 0 21 29 / 5 92 79
E-Mail:
pfarrbuero@kath-kirche-haan.de
Internet:
www.kath-kirche-haan.de
ÖffnungsMontag, Dienstag,
zeiten:
Donnerstag, Freitag 9.00–12.00 Uhr
Montag
14.00–17.00 Uhr
14.00–18.00 Uhr
Donnerstag
Mittwoch
ganztägig geschlossen
 0 21 04 / 6 05 88
Gruiten: Am Kirchberg 2
Silvia Wachter
Fax 0 21 29 / 5 92 79
E-Mail:
pfarrbuero@kath-kirche-haan.de
Internet:
www.kath-kirche-haan.de
Öffnungszeit: Mittwoch
16.00–18.00 Uhr
58
Haan / Gruiten:
Elfriede Eich, Vorsitzende
Kurze Straße 14
 0 21 29 / 73 25
Kindergärten
Haan: Breidenhofer Straße 5
Andrea Lukaschewski
 0 21 29 / 79 10
Hochdahler Straße 14
Dorothea Poblocki
 0 21 29 / 74 56
Gruiten: Caritas-Kindergarten
Düsselberger Straße 7
Gabi Richartz
 0 21 04 / 6 22 33
Kath. Öffentliche Bücherei St. Nikolaus
Gruiten: Am Kirchberg 3
Sonntag Öffnungszeiten:
Montag
Donnerstag
 0 21 04 / 6 05 88
9.30 –12.00 Uhr
16.30 –18.00 Uhr
10.00 –12.00 Uhr
Friedhofsverwaltung
Haan:
Gruiten:
Hildegard Holz  0 21 29 / 95 86 85
Jörg Vavpotic  0173-6 64 52 75
über Pfarrbüro  0 21 04 / 6 05 88
Forum Haan
Beata Pala
Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag jeweils 9–12 Uhr
mittwochs und freitags keine Sprechzeiten
Individuelle Terminabsprachen sind weiterhin möglich.
 0 21 29 / 95 78 11
Tafelausweise können nur noch
am Dienstagvormittag verlängert werden.
 0 21 04 / 5 08 90 56
Verwaltung/Zentrale: E-Mail: info@skfm-haan.de
Website: www.skfm-haan.de
Pfarrzentrum Gruiten
Tomasz Pala
Sozialdienst katholischer Frauen und Männer
(SKFM Haan e.V.) · Breidenhofer Straße 1
Krankenhausseelsorge
Diakon Gerhard Kloock
Haan, Robert-Koch-Straße 16  0 21 29 / 9 29 30 13
Caritas
Wohnungslosenhilfe / Flüchtlingsberatung:
Margit Grötsch, Andreas Goldbrunner, Nicole Hafner
Fachberatung Wohnungslosenhilfe:
Klaus Gärtner
Dienstag 9.00–11.00 Uhr
 0 21 29 / 3 75 52 63
Hochdahler Straße 14
Pflegestation Erkrath / Haan / Hilden:
Birgit Johann-Huppertz
Kirchstraße 5 · 40699 Erkrath  02 11 / 24 00 20
Krankenhaus-Sozialdienst:
Werner Köhmstedt
 0 21 29 / 9 29 21 11
Robert-Koch-Straße 16
Schuldenprävention:
Nicole Hafner · Dienstag, Freitag
Schuldnerberatung:
Heinrich Beyll · Montag, Donnerstag
 0 21 29 / 3 40 90
Breidenhofer Straße 1
Migrationsberatung für Erwachsene (MBE):
Alina Kossowski · Montag, Mittwoch
 0 21 29 / 9 50 95 14
Breidenhofer Straße 1
 0 21 29 / 26 28
Vorsitzender des SKFM Haan e.V.:
Siegbert Vogt
 0 21 29 / 89 34
Geschäftsführung:
Hubert Gering
 0 21 29 / 37 78 45
Offene Ganztagsschule (OGATA) /
Schule 8–1 an der Kath. Don-Bosco-Grundschule:
Christiane Gruse, Anja Digwa  0 21 29 / 3 48 99 04
SKFM Haaner Tafel:
Bernd Fürstenberg
 0 21 29 / 37 78 43
Bretreuungen nach Betreuungsgesetz (BtG):
Katja Breker
 0 21 29 / 37 78 44
Christiane Kaufung
 0 21 29 / 37 78 42
Annabell Födl
 0 21 29 / 37 78 41
Jugend- und Familienhilfe/
Jugendgerichtshilfe (KJHG) /
Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD):
Christiane Kaufung
 0 21 29 / 37 78 42
Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) und
Systemische Psychotherapie/Familientherapie:
Katja Breker
 0 21 29 / 37 78 44
SKFM Kleiderkammer/Dienstags-Café:
Zur Zeit geschlossen
Fußpflege für Bedürftige:
AWO Haan
 0 21 29 / 25 50
59
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Seele and Geist
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