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FACTSHEET - Solactive Rare Earth Total Return Index 25.3.2015

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Kanton Zürich
Massnahmenzentrum Uitikon
Universität Zürich RWI
Lehrstuhl Professor Jositsch
Jugendstrafrecht/Sanktionenrecht
16. Oktober 2014
Michael Rubertus
Alt-Direktor
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 2
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 3
Das Massnahmenzentrum hat zu viel von einer Haftanstalt
(Tages Anzeiger vom 4. September 2013)
Eine Delegation der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter (NKVF) hat
anfangs Jahrs das Massnahmenzentrum Uitikon (MZU) besucht und veröffentlichte nun
ihren Bericht.
Lob:
• Fundiertes und
durchdachtes Konzept
• Aufwändige und
professionelle
Betreuung
• Gute Qualität des
Essens
Kritik:
• Zu ausgeprägter
Gefängnis-Charakter
• Fehlender Sichtschutz
bei den WohnzellenToiletten
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 4
Organisation Amt für Justizvollzug
JUSTIZVOLLZUG
KANTON ZÜRICH
Thomas Manhart
Amtsleiter JuV
Geschäftsleitung JuV
(T. Manhart, H.-J. Patzen, V. Gähwiler, A. Naegeli,
G. Tönnissen, F. Urbaniok, F. Funk, R. De Silva,
J. Reinhard, M. Villiger)
Bewährungs- und
Vollzugsdienste
(BVD)
Gefängnisse
Kanton Zürich
(GKZ)
Justizvollzugsanstalt Pöschwies
(JVA)
Massnahmenzentrum Uitikon
(MZU)
PsychiatrischPsychologischer
Dienst (PPD)
Hans-Jürg Patzen
Victor Gähwiler
Andreas Naegeli
Gregor Tönnissen
Frank Urbaniok
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 5
61
StGB
Art.
Art.
15/16.3
JStG
Massnahmen
an Jugendlichen
in Einrichtungen für
junge Erwachsene
Massnahmen für
junge Erwachsene
Rechtsgrundlagen
15.2
JStG
Art.
Geschlossene Massnahmen
Jugendlicher
25
JStG
Art.
Freiheitsentzug
Jugendlicher
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 6
Vorgaben / Umsetzung
Gesetzliche
AUSSEN
Vorgaben
MZU
Komplexe
INNEN
Umsetzung
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 7
Vorgaben zum Wie
Deliktprävention
und Opferschutz
Handlungsleitende Denkmodelle
Gesetzlicher
Auftrag
Leistungsauftrag
k(l)eine
Vorgaben
zum «Wie»
Art. 61 StGB
Art. 15 JStG
Durch die maximal vierjährige
bzw. sechsjährige (JStG)
Massnahme sollen dem Täter
Fähigkeiten vermittelt werden,
zukünftig selbstverantwortlich
und straffrei zu leben
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 8
Organigramm
MASSNAHMENZENTRUM
UITIKON
Gregor Tönnissen
Direktor MZU
Direktionsassistenz
Weiterbildungskoordination
Ausbildung
Sozialpädagogik
Sozialpädagogik
Philipp Scholl
Vakant
Dorothea Bieler
Deliktorientierte
Therapie (PPD)
Michael Braunschweig
Ausbildungsbetriebe
Geschlossene Abteilung
Geschlossene Abteilung
Ausbildungsbetriebe
Offene Abteilung
(Berufs-)Schule
Das MZU verfügt über insgesamt 64 Vollzugsplätze und 85 Stellen
(Forensische Abteilung Stellenplan PPD)
Offene Abteilung
Wohngruppe Austritt
Forensische Abteilung
Logistik
Peter Müller
Personal, Finanzen &
Klientenadministration
Hauswirtschaft
Sicherheit & Technik
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 9
Luftaufnahme MZU
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 10
Haupteingang MZU
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 11
Sicherheitsloge
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 12
Sporthof
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 13
Wohnzelle
Sozialpädagogik
Deliktorientierte
Therapie
Schul- und
Berufsbildung
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 14
Drei-Säulen-Modell
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 15
Mitarbeitende
Aus- und Weiterbildung
Grundschulung
Weiterbildung/
Zusatzausbildung
Trainingsmodule
Risikoorientierte
Täterarbeit
Kurs 1+2
div. Aufbaukurse
z.B. Umgang mit Macht,
Zielformulierungen
etc.
Konfrontative
Beziehungsgestaltung
Übungs- und
Trainingseinheiten
Justizvollzugsfachmann/-frau oder
BerufsbildnerIn
GewaltberaterIn
Forensische Spezialqualifikationen (IOT,
FOTRES usw.)
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 16
Persönlicher
Werkzeugkoffer
Kadersitzung
Führungscoaching
Standortbestimmungen
Mitarbeiterbeurteilung
Feedbacks
Festigung & Kulturbildung
der Lernenden Organisation
Arbeitsgruppen
Risikoorientierte Täterarbeit
Dialog- und Denkgruppe
Regelmässige Auswertung
der Trainingsmodule
Projektgruppen zu Spezialthemen
Rituale
Personalausflug
ritualisierte Feste
Extern
Konferenz
SupervisorInnen
Jahresbesprechung BVD,
Polizei, Ausbildungsstätten
Austausch Pfarrer
und Imam
Lunch Anstaltsarzt
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
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Sozialpädagogik
Deliktorientierte
Therapie
Schul- und
Berufsbildung
Schul- und Berufsausbildung
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 18
Abklärung
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 19
Schulische Ausbildung
HalboffeneAbteilung
Abteilung
Geschlossene
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 20
GA
Einzelunterricht
OA
Gruppenunterricht
Abbau negativer Schulerfahrungen
Abklären Leistungsstand
Erstellen individ. Lern-/Förderplan
Delegieren von Lernaufträgen
Ressourcenorientierter Unterricht
Allgemeinbildung (Lehrer)
Fachunterricht (Fachlehrer)
Schulen
Fördermassnahmen
Stützunterricht
Aufgabenhilfe
Freizeitkurse
Berufsschulen
Regelklassen
Fachunterricht
Überbetriebliche Kurse
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 21
Berufliche Ausbildung
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 22
Geschlossene
Abteilung
Offene
Abteilung
Atelier
Malerei
Metallbau
Schreinerei
Lehrbetriebe
9 Berufsrichtungen
19 Ausbildungsgänge
externe
Ausbildungsbetriebe
Berufspraktika
Berufsschule
.
Fachmann Betriebsunterhalt
Hauswirtschaftspraktiker
Gärtner
Koch
Maler
Metallbauer
Schreiner
Partnerbetriebe
Automobilmechatroniker
Landwirt
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 23
Sozialpädagogik
Deliktorientierte
Therapie
Schul- und
Berufsbildung
Deliktorientierte Therapie / Abklärung
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 24
Deliktorientierte Therapie
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 25
Extern
Stationär
Krisenintervention
Hospitalisierung
Forensische Abteilung MZU
Forensische Psychiatrie /
deliktorientierte Therapie
Psychiater /
PsychologInnen
Triage
Diagnostische Beurteilung
Deliktorientierte Therapien
Kriseninterventionen
Risikobeurteilungen
Therapeutische Empfehlung
Sozialpädagogik
Deliktorientierte
Therapie
Schul- und
Berufsbildung
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 26
Sozialpädagogik
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 27
Sozialpädagogik / Persönlichkeitsentwicklung
„geschlossen im MZU Progression im offenen
Jugendheim“
OA als
Progressionsstufe
WGA als
Progressionsstufe
GA
Beginn Ausbildung
GA
OA oder
Platzierung
in offenen
Jugendheimen
„von ganz geschlossen
zu ganz offen im MZU von halboffen zu ganz offen“
GA
Ausbildung
„von ganz geschlossen
zu ganz offen“
Massnahme
junger Erwachsene
Art. 61 StGB /
Art. 15/16.3 JStG
Risikoorientierte Täterarbeit
Schutzmassnahme
Art. 15 JStG
Risikoorientierte Täterarbeit
Freiheitsentzug
Art. 25 JStG
schulische Förderung / Arbeitstraining
Risikoorientierte Täterarbeit
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 28
OA
WGA,
Wohn- /
Arbeitsexternat
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 29
Grenzen
Grenzen
setzen
Grenzen
durchsetzen!!!
Wohngruppen
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 30
Massnahmenzentrum Uitikon 2014
Geschlossene Abteilung
Offene Abteilung
Art. 25 JStG
Art. 15 JStG
Art. 61 StGB &
15/16.3 JStG
Art. 25 JStG
Art. 61 StGB &
15/16.3 JStG
Art. 61 StGB &
15/16.3 JStG
10 Plätze
10 Plätze
10 Plätze
4 Plätze
10 Plätze
10 Plätze
Wohngruppe Austritt
Risikoorientierte Täterarbeit >>
Art. 25 JStG
Art. 61 StGB &
15/16.3 JStG
1 Platz
9 Plätze
Vorder- und Hinterbühne >>
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 31
Junger Straftäter
Risikominderung
Grundschulung
Trainingsmodule
Auseinandersetzung
mit den Einweisungsgründen (AEG)
Vollversammlung
Ausbildung
Qualitätssicherung
9 Berufsbereiche
19 Ausbildungsgänge
Individueller
Vollzugsplan
Berufsschule
extern / intern
Vollzugsplanungssitzungen
Raserprävention
Trainingsprogramm
zur Deliktbearbeitung
(TPD)
Deliktorientierte
Therapie
Drogen, Aids
Strukturierte
Freizeitaktivitäten
Überbetriebliche
Kurse
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 32
Können die Ziele
erreicht werden?
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 33
Unbedingte Freiheitsstrafen für Jugendliche bringen nichts
(Neue Zürcher Zeitung, 29.03.10)
Nachweis einer weltweiten wissenschaftlichen Studie:
Je schwerer die Sanktion - je höher die Rückfallrate!
Am höchsten ist die Rückfallquote nach unbedingten Jugendstrafen und nach
Jugendarrest.
Rückfallquoten in Deutschland:
Nach unbedingten Freiheitsstrafen
80 %
60 %
Nach bedingten Strafen
Nach anderen Massnahmen
40 %
Die Bundesländer haben den Auftrag, stärker mit Vollzugslockerungen zu arbeiten, also
Jugendliche nicht einfach einzusperren - das ist ein Schritt hin in Richtung des
Schweizer Systems.
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 34
Rückfallstudie Schweiz
MZ Arxhof und MZ Uitikon, Mai 2009
Grundlage
• 443 männliche Jugendliche und junge Erwachsene (Stichprobe)
• Austritt aus der Massnahme zwischen 1994 und 2003
• Gesamtstichprobe
Rückfallquote
62,5%
• Bei regulären Austritten und
erfolgreichen Lehrabschlüssen
ca. 52%
Klienten, die mindestens 2 Jahre in der Massnahme verblieben,
wurden signifikant weniger häufig rückfällig als Kurzaufenthalter.
Bei 60,5 % der rückfällig gewordenen Personen kann von einer
Deliktschwereabnahme ausgegangen werden!
Zurzeit erarbeitet die Forschungsabteilung des Psychiatrisch
Psychologischen Dienstes Zürich (PPD) eine neue Rückfallstudie
für das MZU und das MZ Arxhof.
Besko: Schoggiläbe im Gfängnis >>
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 35
Danke für Ihre Aufmerksamkeit
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 36
Vorder- und Hinterbühne
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 37
Vorder- und Hinterbühne
Zentrale
Denk- und Handlungsmodelle
Vorderbühne
Hinterbühne
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 38
Vorder- und Hinterbühne
Vorderbühne
Institution
Institution
Mehrheitskultur
• Normalität
• Regeln
• Hierarchie
• usw.
Sozialisation
Persönlichkeitsentwicklung
Vorderbühne
Junger
Jugendlicher
Straftäter
Subkultur
• Verhalten/Sprache
• Kleidung/Style
• Gruppenhierarchie
• usw.
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 39
Vorder- und Hinterbühne
Institution
Vorderbühne
Identität bedroht
Junger
Straftäter
Identität bedroht
Hinterbühne
Wiederherstellen
Sanktionen
Wiederherstellen
• Austricksen
• Heimlichkeiten
• Regelverstösse
Widerstand
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 40
Vorder- und Hinterbühne
Widerstand als Anknüpfungspunkt
für Veränderungsprozess:
nachvollziehbare, begründbare
Handlungen und Reaktionen
Identitätsbildung auf der Vorderbühne
In Teilbereichen zulassen
Rahmen präzis festlegen
Vorderbühne
Hinterbühne
• hinsehen
• feststellen
• thematisieren
• bearbeiten
• sanktionieren
Konfrontation
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 41
Die Risikoorientierte Täterarbeit mit jungen Straftätern des MZU
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 42
Risikoorientierte Täterarbeit
Empathie
Hineinversetzen / Einfühlen in die
Gefühls- und Gedankenwelt um
Verhaltensweisen zu verstehen.
Konfrontation
Gegenüberstellung von sich
widersprechenden
Meinungen/Sachverhalten.
vertrauensvolle Beziehung
umfassender echter
Beziehungsaufbau
kritische Auseinandersetzung
der Denk- und Verhaltensmuster
Streiten lernen
konstruktive psychische
Veränderungen
Irritation des Selbstbildes,
präventive Konfliktlösungsstrategien
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 43
Risikoorientierte Täterarbeit
Leitsatz
Ziel der Arbeit
Es gilt die institutionelle
Haltung der Null-Toleranz im
Sinne des Hinschauens und
Reagierens auf dissoziales
Verhalten.
Ziel ist, dass der Täter prosoziale
Haltungen erarbeitet und legale
Handlungsalternativen erlernt
sowie für sein Verhalten die
Verantwortung übernimmt.
Deliktprävention/Opferschutz
Risikoorientierte
Täterarbeit
Arbeitshaltung
Akzeptanz des jungen
Straftäters als Person und
ausdrückliche Distanzierung
von seinen Delikten.
Arbeitsmittel:
Tatkreislauf und
Risikomanagement
Massnahmenzentrum Uitikon
Das MZU
Seite 44
Risikoorientierte Täterarbeit
Tatkreislauf
Lebensumstände
Neutralisationstechniken
Risikomanagement
Nachtatempfinden,
-verhalten
Tat
Tatauslöser
z.B. Weggehen
tatbegünstigende
Einstellung & Haltung
sowie
Tatphantasien
Vorhaben
aussprechen
tatbegünstigende
Faktoren
Freundeskreis überprüfen,
keine Drogen konsumieren etc.
Gedanken
& Gefühle
Nachfragen und
die eigene
Bewertung überprüfen
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