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Züchtungskunde, 78, (5) S. 324 – 335, 2006, ISSN 0044-5401
© Eugen Ulmer KG, Stuttgart
Beziehungen zwischen Körpergröße und Leistungen beim Rind
G. Schönmuth1 und M. Löber2
1 Einleitung
Die Körpergröße unterlag beim Rind, wie kaum ein anderes Merkmal, extrem positiven wie
auch negativen Bewertungen. Dies ist bis in die aktuelle Züchtungspraxis hinein der Fall.
Historisch waren für die Entwicklung der Körperkapazität vor allem die jeweiligen Fütterungsbedingungen wirksam. In Gebieten mit relativ langen Wintern hatten die kleinen,
leichteren Typen über Jahrhunderte einen selektiven Vorteil, Hungerperioden zu überstehen. Wenn auch der Begriff „Schwanzvieh“ nicht wörtlich zu nehmen ist, so kennzeichnete er doch die Situation, vor allem nach kargen Sommern und langen Wintern. Noch um
1800 wurde nach Stahl (1956) das Gewicht der Kühe mit etwa 250 kg veranschlagt.
Die danach folgende Entwicklung lief mit der Intensivierung des Landbaus nahezu
parallel, in Deutschland beginnend mit dem 19. Jahrhundert (Thear, Koppe), in England, dem Mutterland der Tierzucht, etwa hundert Jahre früher. Den Impuls gab die Industrialisierung mit den Folgen der Trennung zwischen Stadt- und Landbevölkerung sowie dem daraus resultierenden steigenden Bedarf an hochwertigen Nahrungsmitteln.
Als Quelle zur Bedarfsdeckung bot sich beim Rind die Erhöhung der Körperkapazität an,
die sich bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts fortsetzte, um in den 20er Jahren die ersten negativen Reaktionen auszulösen, die bei den HF-Populationen bis zur Gegenwart
mit unbestimmtem Ausgang anhalten.
2 Zur Selektion auf Größenwuchs
Die Wirkung selektiver Entscheidungen ist bei keinem Merkmal so effektiv wie beim
Größenwuchs. Im Gegensatz zu vielen anderen Leistungsmerkmalen ist dieser bei beiden Geschlechtern ohne Leistungsprüfung deutlich erkennbar – und dies mit hinreichender Genauigkeit bereits vor der ersten Zuchtbenutzung. Hinzu kommt eine hohe
Erblichkeit. Mit h2-Werten um 0.40 werden alle weiteren Selektionsmerkmale z. T. um
ein Vielfaches übertroffen und mit einem zeitlichen Vorlauf für die gleichen Tiere um
mehrere Jahre. Die Vorentscheidung ist also oft bereits gefallen, bevor die echten Leistungsmerkmale wie Milchleistung, Fruchtbarkeit, Vitalität etc. erkennbar bzw. erfassbar
sind. Darüber hinaus ist die Körpergröße für den Züchter ganz offensichtlich besonders
reizvoll, denn sie wird bis in die Gegenwart immer wieder neu belebt und selektiv gefördert, z. T. so stark, dass Maßnahmen festgelegt werden mussten, um negative Auswirkungen vor allem auf reproduktive Merkmale zu begrenzen.
Warum sich die englischen Rinderzüchter, im Gegensatz zu den Pferdezüchtern bei
dieser Tendenz zurückhielten, ist umstritten (Jersey, Guernsey, Ayrshire, Aberdeen Angus, Hereford, Dexter, ja selbst Shorthorn). Ein Grund könnte darin gesehen werden,
dass diese Rassen auch dem Aufbau der Rinderhaltung in dem riesigen Kolonialreich
dienen sollten, wofür eine knappe Körperkapazität nützlich war, wie sie heute für viele
Teile Osteuropas nutzbringend wäre für etwa 3000 kg Jahresleistung.
1 Prof. Dr. habil. Dr. h.c. mult. G. Schönmuth, Karl-Marx-Allee 8, 10178 Berlin
2 Geschäftsführer des Rinderzuchtverbandes Sachsen Anhalt, Bahnhofstr. 32, 39576 Stendal. E-Mail:
info@rsaeg.de
Beziehungen zwischen Körpergröße und Leistungen beim Rind
325
Die Bevorzugung der größeren Kuh wurde und wird gern damit begründet, dass sie
ein größeres Futteraufnahmevermögen hat und mit zunehmender Körpergröße auch
die Leistung steigt. Wie begrenzt beide Aussagen sind und dass sie sich sogar mit zunehmender Größe ins Gegenteil verkehren, wird bewusst oder unbewusst übersehen bzw.
in der Hochzucht ignoriert, da sich für diese Betriebe Vorzüge aus dem Verkaufserlös
von Zuchttieren und größere Schauerfolge ergeben.
Zwischen den Rassen haben sich die Körperproportionen historisch sehr unterschiedlich entwickelt, so besonders bei den beiden großen Rassenverbänden in Deutschland.
Während die Größe beim Deutschen Schwarzbunten Rind (DSR) bis zur Holsteinisierung Mitte der 60er Jahre, also über acht Jahrzehnte, etwa konstant blieb, erhöhte sie
sich beim Deutschen Fleckvieh schon in den 20er Jahren derart, dass dagegen reglementiert wurde.
2.1 Entwicklungen beim Deutschen Fleckvieh
Um der weiteren Forcierung des Größenwuchses entgegenzuwirken, fordert Vogel
(1925), nach dem Beispiel von Württemberg, mit den so genannten „Bestmaßen“ „für
Kühe über vier Jahre 135 – 145 Zentimeter. Tiere, welche die angegebenen Maße überoder unterschreiten, müssen bei Schauen als geringwertiger eingeschätzt werden“. Dies
war nötig, so der Autor weiter, weil auf den Tierschauen „immer wieder die größten
Tiere mit den besten Preisen bedacht wurden“. Auch beim Fleckvieh galt das sehr viel
größere Simmentaler Rind als nachahmenswert, wobei zu berücksichtigen ist, dass für
die Arbeitsleistung dieser Populationen der größere Rahmen vorteilhaft war. In einer
Langzeitstudie kommt Obee (1958) für Kühe des Deutschen Fleckviehs in der Widerristhöhe zu den Daten der Tabelle 1.
Mit 132 cm WH waren die Werte Mitte der 50er Jahre etwa deckungsgleich mit denen des Schwarzbunten Rindes zwischen den 20er und 60er Jahren. Sie hielten sich
beim Fleckvieh bis Mitte der 80er Jahre nahezu konstant, um dann wieder kontinuierlich zu steigen (s. Tab. 2). In einer Zuchtzieldiskussion der „Arbeitsgemeinschaft Süddeutscher Rinderzuchtverbände“ (ASR 2002) heißt es dazu: „Die nicht mehr vorhandeTab. 1. Die Entwicklung der Widerristhöhe beim Deutschen Fleckvieh zwischen 1887 und 1956
Wither height of German Simmental between 1887 and 1956
Zeitabschnitt
Widerristhöhe (cm)
1887 – 1898
1899 – 1903
136,7
142,6
1904 – 1914
1924 – 1936
1950 – 1955
1956
146,3
144,2
134,7
132,2
nach Obee (1958)
Tab. 2. Die Entwicklung der Kreuzbeinhöhe beim Deutschen Fleckvieh von 1988 bis 2004*
Sacrum height of German Simmental between 1988 and 2004
Jahr
Anzahl
KBH
1988
1994
2000
2004
11 597
16 424
19 282
30 078
136,5
137,9
140,1
141,6
* Daten der ASR
326
G. Schönmuth und M. Löber
ne positive Beziehung zwischen Rahmen und Milchleistung und die negative Beziehung
zwischen Rahmen und Konformationsmerkmalen geben Veranlassung, eine weitere
Rahmenvergrößerung zu bremsen“. Dennoch wird in den nächsten Jahren „infolge des
züchterischen Nachlaufes.mit einem weiteren Anstieg um 2 cm“ gerechnet.
Vergleichsweise zu Schwarzbunt ist hervorzuheben, dass beim Fleckvieh von den
Zuchtorganisationen und ihren Vertretern (ASR) als auch seitens der Wissenschaft die
negativen Wirkungen dieser Entwicklungen deutlich angesprochen und nachdrücklich
Korrekturen dieser ökonomischen wie auch biologischen Widersinnigkeit eingefordert
werden (so Averdunk et. al., 2001).
2.2 Entwicklungen beim Deutschen Schwarzbunten Rind (DSR)
Der Rahmen blieb beim DSR seit den 80er Jahren des vorvergangenen Jahrhunderts bis
zum Beginn der Holsteinisierung Anfang der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts relativ konstant. Die Widerristhöhe bewegte sich bei den Kühen der großen DLG-Schauen
zwischen 136 cm (1890) und 131 cm (1950/60). Anders dagegen verhielt sich die Entwicklung der Lebendmasse. Sie nahm Ende der 20er, anfangs der 30er Jahre deutlich
zu und erreichte knapp 700 kg. Darüber hinaus wurden jene Exterieurmerkmale besonders betont, die eher den Stoffansatz als den –umsatz fördern wie Bemuskelung, Derbheit in Haut und Haar, Knochenstärke. Für den Verkauf von Deckbullen waren dies ansprechende Merkmale. Der Milchcharakter musste aber unter dieser Orientierung leiden. Die Bedenken der namhaftesten Genetiker und Züchter dieser Epoche in Wort und
Schrift wie Baur (1926), von Lochow (1928), Oltmanns (1939), Osterkamp (1942)
blieben ohne Wirkung. Dies, obwohl experimentelle Untersuchungen ergeben hatten,
dass auch beim DSR die mittelschweren Kühe den schweren in der Milchleistung deutlich überlegen waren, so u.a. die Rasseleistungsprüfung von Hansen et. al. (1929) an
Elitekühen Ostfrieslands (s. Tab. 3), aber ebenso Ostpreußens. Bei einem Plus von 77 kg
Gewicht waren die schweren Tiere den leichteren um fast 1500 kg Milch unterlegen.
Ganz ähnlich waren die Ergebnisse der Elitekühe Ostpreußens. Diese Resultate trugen
dazu bei, zwischen 1930 und 1960 die Körpermasse um 650 kg konstant zu halten.
Tab. 3. Beziehungen zwischen Körpergewicht und Milchleistung bei Elitekühen Ostfrieslands –
Rasseleistungsprüfung
Relations between body weight and milk yield of outstanding dairy cows from Ostfriesland
1.
2.
3.
Diff.:
n = 10
n = 2*
n = 8**
2:3
Gewicht, kg
Milch-kg
Fett-%
Fett-kg
653
715
638
9.135
7.955
9.430
3,68
3,60
3,71
337
286
350
+77
–1.475
–0,11
–64
* schwerste; ** leichtere
nach Hansen (1929)
2.3 Entwicklungen in der Deutschen Holstein-Zucht (DH)
Die Holstein-Friesian haben sich – aus Nordwesteuropa im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts kommend, dann von den USA und Kanada ausgehend – weltweit zur bedeutendsten Rinderrasse entwickelt. Ursächlich bewirkte diese Verbreitung die Leistungsfähigkeit der Rasse sowie ihrer Zuchtorganisationen. Hinzu kam der Trend zu spezialisierten Milchproduktionsbetrieben, wodurch die Einnutzungsrichtung gefragt war. Der
Einsatz von TG-Sperma erleichterte die globale Expansion sehr. Sie vollzog sich zunächst in Ländern mit hohem Produktionsniveau, aber auch mit z.T. sehr unterschiedli-
Beziehungen zwischen Körpergröße und Leistungen beim Rind
327
chen ökonomischen und natürlichen Bedingungen wie z.B. zwischen den Niederlanden
und Israel – ein Beleg für die Begrenztheit des Begriffs Bodenständigkeit, der lange zu
Unrecht als ein Qualitätskriterium galt, worauf Wilke (1994) nachdrücklich hinwies.
Inzwischen ist die Verbreitung der Rasse den züchterischen Aktivitäten und Erfolgen
vieler Länder zuzuschreiben, wobei sich die BRD mit dem derzeitigen Export von Zuchttieren und Sperma eine führende Position im internationalen Vergleich erarbeitet hat.
Zu den Pionieren dieser Zuchtstrategie in Deutschland, Anfang der 60er Jahre, gehörten Bakels (Schleißheim), Klindworth (RPN), Martin (Schaumann), Rabe (VOST),
Rath (RPN) und vor allem Wilke (OHG), deren Verdienste bis heute nachwirken. Die
Startphase wurde von warnenden Stimmen begleitet, z. T. auch belächelt und die Bedenken mit Fotos extrem schmaler Bullen und Töchter der F1-Generation „belegt“; aber
bereits die Leistungen der ersten Laktationen dämpften die negativen Prognosen. Hinzu kamen die Verbesserungen in der Euterqualität, verbunden mit größerem Bodenabstand. Beide Merkmale dienten der Umstellung auf eine maschinelle Milchgewinnung
sehr.
Auf den großen Schauen bestimmten nun die rahmigeren F1-Kühe zunehmend stärker das Geschehen, bis hin zu so exzellenten Siegerkühen der DLG-Schauen wie Primel
(v. Pabst-Ideal) aus der Zucht von R. Hadrosseck, Neuwedel. Damit begann Anfang der
70er Jahre die Endphase der traditionsreichen Zucht des DSR und der Auftakt zur Verdrängungskreuzung mit der HF-Population hin zum Deutschen Holstein Rind. Diese
wurde nicht zuletzt durch die (zu erwartende) schwache Vererbung der F1-Bullen bewirkt. Hier bestätigten sich die Resultate aus der umfangreichen Gebrauchskreuzung
mit Jerseybullen und DSR-Kühen in der DDR Ende der 50er Jahre, die der Züchtung des
Schwarzbunten Milchrindes vorausging.
Seitens der Zuchtorganisationen stand neben der Leistung gleichrangig die Förderung des Größenwuchses im Mittelpunkt der Zuchtstrategie. Die Begründung ergab sich
aus mehreren Aspekten, so vor allem aus dem Ziel der schnellen Umzüchtung des DSR
zur großrahmigen DH-Kuh. Damit waren entsprechende Schauerfolge verbunden, die
zum Ansehen der Zuchtstätten beitrugen. Tabelle 4 vermittelt einen Eindruck über die
zügige Entwicklung in der Hochzucht. Später nahm der Anteil der abgekalbten Jungkühe zu, wodurch die Zahlen mit den aufgeführten Jahrgängen nicht mehr vergleichbar
wären.
Obwohl bereits gegen Ende der 80er Jahre erste Bedenken über die Weiterentwicklung dieses Trends laut wurden, so Warder (1988), beschloss der Verband Deutscher
Schwarzbuntzüchter in einer Zuchtzieldiskussion 1989, die obere Begrenzung der KBH
von 150 auf 156 cm zu erhöhen. Als Hauptreferent forderte Blunck für die Züchtungspraxis „größere, längere, stärkere und breitere Kühe“. „Bei guter Entwicklung“, so der
Hauptreferent weiter, „wiegt die Schwarzbuntkuh 800 kg und mehr. 160 cm große Kühe mit einem Gewicht von 1000 kg sind vielen von uns aus den USA bekannt“.
Mit sehr extremen Modellen wurde für die Förderung des Größenwuchses weiter geworben, so besonders auf der Deutschen HF-Schau in Oldenburg 1998. Das Championat
ging an die aus Kanada importierte „Vittality“ mit einer KBH von 168 cm. Damit überTab. 4. Entwicklung der Kreuzbeinhöhe von tragenden Schwarzbunten – bzw. Deutschen
Holstein-Friesian Färsen auf den Elite Auktionen in Hamm
Development of sacrum height of pregnant Black Pied cows and heifers during "EliteAuktionen in Hamm"
Jahr
Anzahl
Kreuzbeinhöhe (cm)
1980
1985
1991
1996
95
86
60
81
137 (129 – 144)
141 (136 – 150)
145 (139 – 154)
149 (144 – 154)
328
G. Schönmuth und M. Löber
traf sie nicht nur die im Zuchtziel festgelegte Obergrenze um zwölf cm, sondern sogar
die Größe der Deutschen Warmblutstuten. Wenngleich eine so extreme Bewertung wie
bei „Vittality“ auch keine nachhaltige züchterische Wirkung hinterlässt, so regt sie doch
die Diskussion an und zeigt, wie kontrastreich die Auffassungen führender Züchter und
Preisrichter sind. Die Siegerkühe zentraler Schauen variieren aktuell zwischen 147
(„Hanseatin“) und 168 cm KBH („Vittality“). Diese Differenz mit über 20 cm ist immerhin größer als die zwischen den extremen Kulturrassen wie z.B. zwischen Jerseys
(124 cm KBH) und Fleckvieh (142 cm KBH). Nicht weniger gegensätzlich sind die Auffassungen über die Vorzüge oder Mängel zunehmender Körpergröße, denn sie spiegeln
sich schließlich in dem Urteil der Preisrichter wider.
3 Nebenwirkungen extremer Körpergrößen
Der Züchtungsprozess wurde wiederholt als gelenkte und gestraffte Evolution definiert.
Für beide Interpretationen geben die Zuchtziele die Orientierungen. Die natürliche Evolution umfasst unvergleichlich längere Zeiträume als die der „gestrafften“ in der Nutztierzüchtung, erstere inklusive selektiver Härten infolge von Dürre, Hitze, Kälte, Hunger
und vieler anderer Belastungen mehr, die dem Nutztier im Rahmen der „gelenkten Evolution“ seit vielen Jahrzehnten erspart blieben. Aus unserer zeitlich eng begrenzten
Sicht erscheint der Evolutionsprozess daher als abgeschlossen, mit dem Ergebnis der relativen Konstanz der Arten. Der Größenwuchs hat jedenfalls in der Natur über die Arten
hinweg ein konstantes Optimum. Dies gilt von der Maus bis zu den großen Säugetieren
ebenso wie bei den Vögeln vom Kolibri bis zum Adler. Extreme im Wuchs, groß wie
klein, haben eine reduzierte Vitalität, woraus die Konstanz der Arten resultiert. (so
Mayer 2003).
In der Nutztierzüchtung wäre oder ist es offensichtlich ebenso, sofern nicht gezielt
auf Größenwuchs selektiert wird, sondern der Selektionsentscheid allein auf der Leistung beruht. Dies belegen die am längsten und intensivsten in Reinzucht gezüchteten
Rassen, z.B. das Englische Vollblutpferd, das Dänische Jerseyrind oder die Merinoschafe ebenso wie beim Geflügel die Legehühner oder die Brieftauben. Bei keiner der genannten Rassen der verschiedenen Arten gibt es Probleme mit den sekundären Merkmalen, obwohl, treffender gesagt, weil allein die Leistung den Selektionsentscheid diktierte. Die Größe ordnete sich diesem, wie in der Natur, unter. Das Ergebnis ist bekannt. Die
Rassen sind leistungsstark und gesund, frühreif und langlebig, fruchtbar und akklimatisationsfähig bei gleich bleibender Größe bzw. gleichem Kaliber oder sogar deren Reduzierung wie bei den Legehühnern, und dies über viele Generationen. Gleiches gilt für
die sehr viel längere Zuchtgeschichte des Arabischen Vollblutpferdes, des Mitbegründers des Englischen Vollblüters und Veredlers vieler Warmblutrassen, vom Trakehner
bis zum Ostfriesen.
Bei den genannten Rassen ist das Leistungskriterium letztlich der Stoffumsatz in
Form von Renn-. Milch-, Woll-, Eier- oder Flugleistung. Der Stoffumsatz fördert nachweislich, im Gegensatz zum Stoffansatz, die Vitalität der Populationen, sofern nicht entgegenwirkende Selektionsmerkmale des Exterieurs, mit zunehmender Vielzahl, einbezogen werden. So empfiehlt Wilke (1994) sehr begründet, „die praktische Zuchtarbeit
auf wenige Merkmale zu konzentrieren“. Das Gegenteil ist eingetreten. In den zwölf
Jahren seit dieser Anregung ist die Zahl der Merkmale weiter gestiegen und dies trotz
zunehmender Belastung des Betriebszweiges Milchproduktion. Hierüber wird zu Recht
seit langem geklagt, aber das entbindet uns nicht davon, auf Selektionskriterien zu verzichten, die biologisch und ökonomisch nur belastend sind.
Da Modelltierversuche oft überzeugender sind als Experimente mit Nutztieren, sei
das Laufbandexperiment mit Labormäusen des Forschungsinstituts Dummerstorf erwähnt. Nach nunmehr über 90 Generationen hat sich die Laufleistung als einziges Se-
Beziehungen zwischen Körpergröße und Leistungen beim Rind
329
lektionsmerkmal mehr als verdoppelt (241 %), bei bester Vitalität und Reproduktionsleistung der Probanden.
Die historisch älteste, objektivste und konsequenteste Leistungsprüfung ist bekanntlich die des Englischen Vollblüters. Alleiniges Selektionskriterium in dieser weltweit
verbreiteten Zucht ist die Rennleistung, mit unveränderter Prüfmethodik seit 225 Jahren. An Objektivität und Einfachheit ist diese Prüfung ohne Vergleich: Distanz und Geschwindigkeit gleichaltriger Probanden ergeben vor sachverständiger Öffentlichkeit das
Resultat der Prüfung. Eine Plateaubildung der Leistung ist nicht erkennbar. Die Rennleistung steigt noch immer, aber mit dieser nehmen auch die sekundären Merkmale zu!
In einer aktuellen Studie über sechs Generationen der Deutschen Vollblutzucht kommen Biedermann et. al. (2005) zu dem Ergebnis, dass die Nutzungsdauer nunmehr auf
10,6 Jahre angestiegen ist und „eine Verminderung.den Zuchtfortschritt je Zeiteinheit“
steigern könnte. Hier bestätigt sich wieder die alte Erkenntnis: Leistung schadet nur
dem, der keine hat.
3.1 Wissenschaftliche Ergebnisse zum Komplex Körpergröße und Leistung
Bereits 1966 begann HANSEN von der Universität Minnesota beim HF-Rind mit einem
Selektionsexperiment auf große und kleine Kühe. Es muss also bereits Gründe gegeben
haben, diesen Unterschied in seiner Wirkung experimentell zu prüfen. Die Versuchsherde des Forschungszentrums CROOKSTON wurde in zwei Linien, nach großen und kleinen Kühen, geteilt und seit dieser Zeit mit den aktuellen Vererbern nach „groß“ und
„klein“ angepaart. Damit war der Zuchtfortschritt der Rasse in das Experiment integriert. Innerhalb der Linien erfolgte die Anpaarung nach dem Zufallsprinzip mit jeweils
drei Bullen, wobei der Inzuchtkoeffizient mit 6,25 % begrenzt blieb.
Obwohl die Geburtsjahrgänge nicht den heutigen Stand der Rahmigkeit widerspiegeln, war die Linie „groß“ bereits in allen Merkmalen unterlegen. Nach Hansen (2002)
wird die letzte „Basisänderung“ (Zuchtziel) des HF-Verbandes im Jahre 2000 „bei den
Merkmalen Rahmen, Stärke, und Tiefe bewirken, dass die US-amerikanische HF-Kuh
auch in Zukunft weiter an Körpergröße zunimmt“. Er stellt die rhetorische Frage nach
den Folgen. Hier seine Aussage:
– das Erstkalbealter sinkt (positiv)
– die Zwischenkalbezeit steigt (negativ)
– die Laktationszahl sinkt (negativ)
– die Anzahl Verendungen steigt (negativ)
– die Anzahl Zwangsabgänge steigt (negativ)
– die Nachfrage an Zuchtfärsen steigt
negativ für den Käufer
positiv für den Verkäufer.
·
·
Eine wahrhaft ernüchternde Bilanz von einer Autorität der US-amerikanischen Tierzuchtwissenschaft mit Praxisbezug. Die Milchleistung der kleinrahmigen Linie lag im
Durchschnitt bei 11 023 kg und damit 734 kg über der der großrahmigen.
Fast zeitgleich konnte Löber (1992), mit begleitender Unterstützung der Osnabrücker Herdbuchgesellschaft (OHG), eine Studie potentieller HF-Bullenmütter der Donoren-Teststation Melle vorlegen. Neben der absoluten Leistung wurden die Probanden
auch nach Größen- und Gewichtsklassen geordnet sowie die Futteraufnahme und -verwertung durch Einzelfütterung ermittelt. Die Leistungen waren nahezu deckungsgleich
mit jenen im Selektionsexperiment von HANSEN im Mittel beider Linien, ebenso im
Körpergewicht, bei acht cm größerer Kreuzbeinhöhe gegenüber der großrahmigen Linie, bei der allerdings die Widerristhöhe gemessen wurde (s. Tabellen 5 und 6). Auch
hier bestätigte sich, dass die größeren Probanden den kleineren in Leistung, Futterverwertung und demzufolge im DT-Index deutlich unterlegen waren, dies unter Fütte-
330
G. Schönmuth und M. Löber
Tab. 5. Kreuzbeinhöhe, Milchmenge, Gesamtfutterverwertung (GFV) und DT-Index der mittelgroßen und größeren Probanden in der Donoren – Teststation der OHG
Sacrum height, milk yield, feed conversion and DT-index in probands of donor test station
of OHG
KBH cm
MM kg
MJ NEL/kg FECM
GFV
DT-Index
X aller Probanden n = 84
größere Probanden n = 15
147
152
10 775
10 557
4,45
4,84
110,1
101,5
Differenz
+5
–218
–0,39
–8,6
nach Löber (1992)
Tab. 6. Futteraufnahme (FAN) in unterschiedlichen Gewichtsklassen Donoren der OHG
Feed intake of donors of different classes of body weight
Lebendmasse kg
< 621
620 – 661
660 – 701
> 700
Futtertage (n) FECM (kg/Tag)FAN absolut (kg/TM)FAN relativ (%)*
965
1.578
2.388
2.392
36,2
37,5
39,6
38,2
22,7
22,9
23,4
24,5
3,9
3,7 – 5,1
3,5 – 10,7
3,3 – 15,4
* zur Körpermasse
nach Löber (1992)
rungs-, Haltungs- und Pflegebedingungen wie sie der Zuchtbetrieb auch in absehbarer
Zukunft nicht ermöglichen kann. Von den 15 größeren und schwereren Probanden (152
cm KBH, 780 kg Gewicht) haben 14 = 93,3 % den Test als Donoren nicht bestanden. Sie
waren
– in der Leistung schlechter
– in der Futterverwertung und
– im DT-Index signifikant schlechter
als der Durchschnitt aller Probanden mit 147 KBH.
Zum engsten Kreis der wissenschaftlichen Autoritäten, die sich der Förderung der HFZucht widmeten, gehört vor allem Burnside (2003), Kanada. Er äußert sich besorgt um
die Zukunft der HF-Kuh, die wir durch die negative Wirkung der Schauen laufend „größer, schärfer und schwerer gemacht haben“, und regt objektive Selektionskriterien für
Krankheitsanfälligkeit und weibliche Fruchtbarkeit von je 20 % an. „So gelingt es uns
vielleicht, die Holsteinkuh zu retten!“
Wir müssen es bei diesen Ergebnissen und Aussagen einiger Autoritäten der Wissenschaft belassen, da es unseres Wissens keinen exakten wissenschaftlichen Versuch gibt,
bei dem in den hier diskutierten Bereichen von 145 – 160 cm KBH die großen Kühe den
mittelgroßen in der Leistung oder gar in den funktionalen Merkmalen überlegen gewesen wären.
3.2 Praktische Erfahrungen und Konsequenzen
Die HF-Population ist die Hochleistungsrasse, in der noch immer der Größenwuchs weiter gefördert wird, wie jedem KB-Bullenkatalog entnommen werden kann. Gleiches gilt
für die Rangierung der Siegertiere auf zentralen Schauen (siehe Adler 2005). Zu dieser Problematik äußert sich bereits Lindskoog (1996), der sicher zu den erfolgreichsten
HF-Züchtern weltweit zählt, wie folgt: „Meine optimale Kuh ist im Schaft 58 Inches
(Ø 147 cm) groß. Werden die Kühe größer, nehmen die Probleme zu, und die Tiere pro-
332
G. Schönmuth und M. Löber
ßiger beim DSR (s. 2.2) zu lösen. Exterieurmerkmale, die der Milchleistung und Konstitution eher entgegenwirken, kamen in Mode und wurden auf Schauen zunehmend stärker bevorzugt. Die Ergebnisse wissenschaftlicher Befunde und praktischer Erfahrungen
führender Züchter konnten diesen Trend ebenso wenig verhindern wie die Vorbildwirkung der Industrie auf den gleichen Schauen. Es ist nicht vorstellbar, dass auf den Messen, wie auch auf der DLG-Schau, seitens der Industrie andere Entwicklungen gezeigt
und gepriesen werden, als solche mit maximalem Nutzen für die Praxis.
Von dieser Orientierung entfernten sich die Schaumaßstäbe beim Holstein-Rind in
den letzten Jahren deutlich. Das Exterieur mit vielen Details, nach Zelfel (2002) mit
„über 30 Selektionsmerkmalen“, entwickelte sich zum alleinigen Kriterium der Bewertung. Es werden besonders auf Schauen Merkmale gefördert, die den angespannten Produktionszweig noch zusätzlich belasten, dies direkt, aber stärker noch indirekt, infolge
negativer Wirkungen auf den Komplex der so genannten sekundären Merkmale. So werden Championate auf zentralen Schauen an Kühe vergeben, deren Größe z.T. völlig außerhalb des Zuchtziels liegt oder auch an solche mit einem Milchfettgehalt von weit unter 3 %. Mit den genannten Beispielen wird die ökonomische Orientierung von Schauen
ins Gegenteil verkehrt; ein größerer Stallplatzbedarf, aber auch die Erzeugung fettarmer Milch sind zudem erheblich belastende Kostenfaktoren. Die Festlegungen des
Zuchtziels sollten doch letztlich auch für die Auswahl der Schautiere gelten.
Hinzu kommen Auswüchse, die mit Nutz-Tierzüchtung nichts mehr zu tun haben. Zu
dieser Problematik äußert sich Derboven (2005), einer unserer namhaftesten und erfolgreichsten DH-Züchter. Zitat: „Heute werden Toplines mit Fremdmaterial aufgeklebt,
Euter aufgeblasen und Kühe gedrenscht. Ein komplett verzerrtes Bild ist die Folge. Das
schadet der Gesamtzucht unermesslich und reißt eine große Kluft zwischen Schaugeschehen und Milchproduktion“.
Mit dem Ziel, dass sich dies ändern möge, interviewte Bierma (2005) zwei prominente Schaurichter, so auch Gribbon (GB). Hier seine Aussage: „Das Schaugeschehen kann
nicht 95 % der Viehhalter in allen Ländern der Welt ignorieren. Also muss es näher an
die Ziele der kommerziellen Betriebe heranrücken. In Großbritannien arbeiten wir intensiv darauf hin“. Es wäre sehr zu begrüßen, wenn sich die zögernden Anfänge dieses
Wandels auch bei uns intensivieren ließen.
Die positivste Wirkung des Schaugeschehens ist gegenwärtig vor allem in der Integration des züchterischen Nachwuchses zu sehen. Die Vorführwettbewerbe der Jungzüchter bis hinunter ins Kindesalter können nicht hoch genug bewertet werden. Die Wirkung
zeigt sich bereits in der Altersstruktur der Vorführer im Einzelwettbewerb und bei den
Nachzuchtgruppen. Es ist immer wieder beeindruckend, mit welcher inneren Anteilnahme die Jugendlichen die Aufgabe wahrnehmen. Wer sich in diesem Alter für die Zucht
begeistert hat, kommt meist nicht wieder davon los. Das lässt uns durchaus positiv, ja
optimistisch in die Zukunft blicken. Die Förderung dieses Aspekts durch die Zuchtverbände verdient eine besondere Anerkennung und Wertschätzung.
5 Ausblick
Die Körpergröße hat sowohl in der Natur als auch bei den domestizierten Arten und deren Rassen ein biologisches Optimum. Negative wie positive Abweichungen zeigen sich
individuell in einer nachlassenden Vitalität und Fertilität. Diese sind aber die Basis jeder
speziellen Leistung. So erklärt sich in der Natur die Uniformität der Arten. Ohne unser
Hinzutun sind sie von faszinierender Schönheit bei arterhaltender Vitalität, Fertilität
und Konstanz. Zu welchem Chaos würde die Evolution wohl geführt haben, wenn die
Körpergröße ein leistungsfördernder Faktor wäre? Die Züchtung ist aber angewandte
und gestraffte Evolution. In der Zuchtstrategie der bedeutendsten aller Nutztierrassen,
des HF-Rindes, gibt es Entwicklungen, die uns nachdenklich stimmen sollten. Das bio-
Beziehungen zwischen Körpergröße und Leistungen beim Rind
333
logische Optimum des Größenwuchses wird in dieser Weltkulturrasse seit langem negiert und stattdessen ein Maximum nachhaltig gefördert.
Über 80 % der aktuellen ZW-Bullen beschleunigen den Größenwuchs mit einem
Zuchtwert von über einer Standardeinheit. Die weitere Entwicklung der Größe prägen
die derzeitig eingesetzten Bullenväter. Sie dürften den Wert der aktuellen Vererber
noch übertreffen. Die Töchter dieser Bullen aus dem Wiedereinsatz werden ab 2017 die
Milchviehherden mit kontinuierlich geförderter Größe ergänzen. Die schon heute in vielen Betrieben bedrückende Situation der Haltungsbedingungen (zu eng, zu kurz) wird
zunehmend größer. Bedenken namhafter Züchter und Wissenschaftler – vor allem aus
den USA und Kanada – über die belastenden Folgen dieses Trends fanden kaum eine Resonanz, ebenso wenig die fundierten wissenschaftlichen Ergebnisse zu den negativen
Auswirkungen der zunehmenden Größe auf funktionale Merkmale, Fertilität und Vitalität, aber auch auf Leistung und Energieverwertung.
Ein Korrekturfaktor in Bezug auf Körpergröße ist in den über 30 für wichtig befundenen Selektionsmerkmalen nicht enthalten. Die Gründe hierfür finden sich in den Interessen der höchsten Zuchtebene. Für sie stehen – verständlicherweise – die ökonomischen Aspekte des eigenen Betriebes zunächst im Vordergrund, so die Zuchttierverkäufe und die Schauerfolge. Beide Ansätze decken sich nicht mit jenen der Produktionsebene, die über 90 % der Rasse stellt. Eine Annäherung sollte zwischen beiden Partnern gesucht und im Interesse der Sache, nämlich dem Erhalt der Rasse, gefunden werden.
Noch immer aber wird die Divergenz zwischen Hochzucht und Produktion größer. Sie
reicht inzwischen von „weiter so“ über „gezielte Anpaarungen“ bis zu „Gebrauchskreuzungen“. Letztere sind für Milchrinder allenfalls eine Notlösung.
Das Zuchtziel beschreibt die anzustrebende Merkmalsstruktur einer Population. Diese wird im weiblichen Geschlecht durch die Bullenmütter geprägt und mit den Schaukühen demonstriert. Konsequenterweise sollten beide Kategorien den Festlegungen des
Zuchtzieles entsprechen, auch hinsichtlich Größe und Leistung. Für wen soll das Ziel
der Zucht gelten, wenn nicht für die Hochzucht?
Zusammenfassung
Im Gegensatz zum Fleckvieh blieb die Körpergröße beim Schwarzbunten Rind bis in die
60er Jahre relativ konstant. Mit der Holsteinisierung nahm der Größenwuchs erwartungsgemäß zu. In einer Zuchtzieldiskussion wurde vom Zuchtverband 1989 beschlossen, die obere Begrenzung der KBH von 150 auf 156 cm zu erhöhen. Auf Schauen und
bei Bullenmüttern wird die Obergrenze dennoch z. T. erheblich überschritten.
Die Folgen dieser widernatürlichen Merkmalsförderung zeigen sich in zurückgehender Vitalität und Fertilität – bei Zunahme der Schwer- und Totgeburtenrate. Letztere
stieg bei Färsen ganzer Zuchtgebiete auf 14 – 16 %. In den USA haben die Nebenwirkungen des Größenwuchses bereits zu umfangreichen Gebrauchskreuzungen mit kleineren
Milchrassen geführt.
Die experimentellen Prüfungen seitens der Wissenschaft ergaben ausnahmslos die
Überlegenheit der mittelrahmigen Probanden in den speziellen und allgemeinen Leistungen, einschließlich der Energieverwertung.
Schlüsselwörter: Holstein-Friesian, Fleckvieh, Körpergröße, Nebenwirkungen, Schauen,
Zuchtziel
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G. Schönmuth und M. Löber
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Relationships between body size and performance traits in cattle
by G. Schönmuth und M. Löber
In comparison to the Simmental, the Black Pied cattle had a relatively constant body
height until the 1960ies. By the Holsteinization the average height increased as
expected. Consequently the Breeding Association decided to broaden the upper size
(sacrum hight) limit from 150 cm to 156 cm. However, in the cattle exhibitions and
especially among the dams can often breach this limit remarkably. This unnatural
treatment has led to a decline in fertility and vitality and often a rise in stillbirths. In
some cases the rate of still-birth by heifers increased by 14 – 16 % in several regions.
As a consequence of this development in the USA in a large scale crossbreds of
Holstein and dairy cattle of small size carried out. Scientific tests have proven the
advantage of the medium size cattle in basic and special performances as well as energy and recovery.
Keywords: Holstein-Friesian, Simmental, body height, side effects, exhibitions, breeding aim
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