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BJV Aktuell - Landesjagdverband Bayern

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BJV Aktuell
Hohe Auszeichnung
für Falknerin Elisabeth Leix
Einsatz fürs Muffelwild in Kösching
Elisabeth Leix, Mitglied im Kreisjagdverband (KJV) Kempten
und Vizepräsidentin des Deutschen Falkenordens (DFO),
erhielt aus den Händen von Landrat Anton Klotz, Landkreis
Oberallgäu, die Bundesverdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Mit dieser hohen Auszeichnung wurde das große ehrenamtliche Engagement von Elisabeth Leix gewürdigt. Sie wirkt
aktiv bei der Auswilderung von Wanderfalken in Deutschland seit 1985 mit. Seit 2011 koordiniert sie das Auswilderungsprojekt des DFO und der Polnischen Gesellschaft für
Wildtiere „Falken“ auf deutscher Seite. Sie ist Mitglied im
Prüfungsausschuss für Jagd und Falknerei sowie stellvertretende Vorsitzende der Frauenarbeitsgruppe der International Association for Falconry and Conservation of Bird of
Prey. Ebenso arbeitet sie aktiv beim KJV Kempten mit.
Erster KJV-Vorsitzender Manfred Werne gratulierte ihr bei der
Ordensverleihung im Namen aller Mitglieder recht herzlich.
M. Werne
Ende 2014 hat die Regierung von Oberbayern für
die 18 Stück Muffelwild, die sich im Gebiet der
Hochwildhegegemeinschaft (HHG) Kösching aufhalten, einen Totalabschuss verfügt. Trotz intensivem Einsatz
der Kreisgruppenvorsitzenden von Eichstätt, Franz Loderer,
und Ingolstadt, Peter Smischek, konnte diese Anordnung nicht
verhindert werden. Nachdem der Abschussbefehl allerdings
öffentlich wurde, prasselte eine Flut der Entrüstung aus der Bevölkerung auf die Behörden ein. Rund um Ninja Winter startete
eine Online-Petition, die rund 3.900 Unterstützer fand. Sie soll
den Totalabschuss verhindern und eine für alle verträgliche
Hege des bestehenden Muffelbestandes erreichen. Ninja Winter und Peter Smischek übergaben nun die Petition an den Ltd.
Regierungsdirektor Karl Traunspurger bei der Regierung von
Oberbayern und besprachen die weitere Vorgehensweise. Innerhalb der nächsten drei Monate sollen alle Hintergründe und
Fakten zusammengetragen werden, die für Verhandlungen mit
den Behörden notwendig sind. Erneut wird dann geprüft, wie es
mit den Muffel in der HHG Kösching weitergehen soll. P. Smischek
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14.05 15.03 16.03 17.02 18.02 19.02 20.03 21.03 22.05 23.06 —
0.07 1.06 2.02 2.55 3.42 4.24 5.03 5.38 6.12 6.45 7.20 7.57 8.37 9.22 10.11 11.03 11.59 13.57 14.56 15.55
4.20 4.57 5.30 5.59 6.25 6.51 7.16 7.41 8.08 8.38 9.12 9.50 10.36 11.29 12.30 13.38 14.52 16.09 17.28 18.47 20.06 21.22 22.34 23.40 —
= Neumond
= Vollmond
14
Achtung: Die Auf- und Untergangszeiten gelten nur für München. Im übrigen Bayern können sie
bis zu 20 Minuten früher oder später liegen. Der Landesjagdverband Bayern e.V. übernimmt
deshalb keine Gewähr für die Richtigkeit der Zeiten im Sinne von § 19, Abs. 1, Ziffer 4, BjagdG.
3 /2015
0.40 1.33 2.18 3.58 4.32 5.02
Informationen:
Bayerische Volkssternwarte München e.V., Rosenheimer Straße 145 h, 81671 München,
Tel.: 089/406239, E-Mail: Volkssternwarte@lrz.tum.de, Internet: www.sternwarte-muenchen.de
BJV Aktuell
Internationaler Gedankenaustausch
im „Haus der bayerischen Jäger“
V
al
BJ
Traditionell hat der BJV am Tag nach dem Jahresempfang zum internationalen jagdlichen Gedann
int
er natio
kenaustausch geladen. Vertreter der Jagdverbände
aus Österreich, Sachsen, Schleswig-Holstein und Bayern
diskutierten mit Vertretern der Jagdpresse und weiteren Ehrengästen aus Kroatien, Montenegro, Tschechien und den
USA aktuelle jagdpolitische Themen. Im Mittelpunkt standen
das Schwarz- und das Niederwild. Deutlich wurde, dass die
Schadensproblematik beim Schwarzwild dem Anschein nach
überbewertet wird. Einhelliger Tenor war, dass mit gutem
jagdlichen und fachlichen Handwerk die Herausforderungen
zu meistern sind. Ebenso spiele aber die Mitverantwortung
der Landwirtschaft eine entscheidende Rolle.
Im Zusammenhang mit dem gegenwärtig diskutierten jagdlichen Einsatz von Nachtzielgeräten wird eindringlich vor einer
Öffnung des Waffengesetzes auf Bundesebene gewarnt. Dies
könnte fatale Folgen für uns Jägerinnen und Jäger haben. So
steht etwa die Forderung nach einem Entzug der Jagdwaffen
aus den privaten Haushalten im Raum. Der Gesprächsverlauf
machte einmal mehr deutlich, wie wichtig die internationale
Vernetzung in der modernen Verbandsarbeit ist. M
. P. v. Montgelas
Ergänzung zum Artikel „Aujeszkysche Krankheit“
Zum Artikel „Aujeszkysche Krankheit – Wie groß ist die Gefahr
für unsere Hunde?“ in der Februar-Ausgabe sollte Folgendes
ergänzt werden: Seit 2012 werden im LGL stichprobenartig
Blutproben von Wildschweinen serologisch, das heißt auf
Antikörper gegen AK-Viren, untersucht. Mit dieser indirekten
Nachweismethode versucht man, den Verbreitungsgrad des
Infektionserregers in der bayerischen Wildschweinpopulation
zu verfolgen. Der Erreger der AK gehört zu den Herpesviren,
die gemeinsam haben, dass sie in einem infizierten Wirt lebenslang persistieren. Serologisch positive Tiere sind folglich
als Virusträger und potentielle Virusausscheider einzustufen.
In dem bayernweiten Monitoring sollen jährlich pro Landkreis
beziehungsweise kreisfreier Stadt 30 zufällig ausgewählte Proben zur Untersuchung gelangen. Da die Sollzahlen nur zum Teil
erfüllt werden konnten, sind Interpretationen noch schwierig.
Die ermittelten Zahlen geben noch keinen klaren Trend wieder.
Tatsache ist aber, dass ein gezieltes Monitoring äußerst wichtig
ist, um das Risiko der Infektion von Jagdhunden beziehungsweise eines Eintrages in die Hausschweinepopulation einschätzen zu lernen. Ebenso ist aber Tatsache, dass den beachtlichen
Jagdstrecken von weit über 60.000 Sauen in den letzten beiden
Jahren zwei infizierte Jagdhunde „gegenüberstehen“. Dr. A. Gangl
Deutsches Jagd- und Fischereimuseum
erhält höhere Stifterrente
In der gemeinsamen Sitzung des Vorstandes und des Verwaltungsrates im
März 2013 wurde die Erhöhung der Stifterrente für das Deutsche Jagd- und
Fischereimuseum in München um 20 Prozent beschlossen. Da der Haushaltsansatz für 2013/2014 nicht ausreichte, tritt die Erhöhung 2015/2016 in Kraft.
So teilte das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und
Forsten mit, dass dem Deutschen Jagd- und Fischereimuseum München ab
2015 eine Stifterrente in Höhe von jährlich 54,436 Euro gewährt wird.
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BJV Aktuell
Der BJV sucht
eine neue Jagdkönigin
Die Amtszeit der amtierenden
Jagdkönigin Bettina Frühwald geht
im Oktober diesen Jahres zu Ende.
Anlässlich der Messe „Jagd, Fisch
und Natur“ in Landshut übergibt
sie das handgeschmiedete Diadem
Bettina Frühwald,
der Tegernseer Goldschmiede Beramtierende Jagdkönigin tele ihrer Nachfolgerin, auf die zwei
bis Herbst
spannende und erlebnisreiche Jahre im Amt warten. Deshalb ist der BJV nun wieder „auf der
Pirsch“ nach einer charmanten Vertretung seiner rund 45.000
Mitglieder. Wenn Sie eine passionierte Jägerin sind, Freude
und Zeit haben, an den unterschiedlichsten Veranstaltungen
auch über Landesgrenzen hinweg teilzunehmen und den BJV
an der Seite des Präsidenten Jürgen Vocke in der Öffentlichkeit vertreten möchten, bewerben Sie sich!
Nach einer Vorauswahl haben die Kandidatinnen die Gelegenheit, sich einer unabhängigen Jury vorzustellen. Im Anschluss
werden mit drei verbleibenden Damen persönliche Gespräche
geführt – dann fällt die Entscheidung. Präsentiert und gekrönt
wird die neue Jagdkönigin schließlich auf der Messe „Jagd,
Fisch und Natur“ in Landshut. Sch
Ihre Bewerbung schicken Sie bis zum 31. Mai an die
BJV-Geschäftsstelle, Thomas Schreder, Hohenlindner
Str. 12, 85622 Feldkirchen, E-Mail: t.schreder@jagdbayern.de
Vervollständigen Sie darin bitte folgenden Satz: „Jagd
bedeutet für mich…“. Außerdem bitte Ihren Lebenslauf
sowie ein aktuelles Foto beilegen. Für Fragen stehen wir
Ihnen unter Tel.: 089/990234-0 gerne zur Verfügung.
Ausschuss Internationale Jagd und Jagdpolitik
Der BJV-Fachausschuss Auslandsjagd unter der Leitung von
Norbert Ullmann traf sich kürzlich im „Haus der bayerischen
Jäger“, um sich neu zu positionieren. Zunächst wurde beschlossen, ihn in „Ausschuss Internationale Jagd und Jagdpolitik“ umzubenennen, da der Aufgabenschwerpunkt – nämlich die aktive Arbeit in der internationalen Jagdpolitik – nach
außen hin besser dokumentiert werden soll.
Ziel ist es, so Vorsitzender Norbert Ullmann, eine aktivere
Rolle des BJV in internationalen Gremien zu ermöglichen, zum
Beispiel in der „Europaparlament Intergruppe Jagd“. Dabei
soll sich der BJV so positionieren, dass er als „aktiver internationaler Partner“ für die Themen der Jagd wahrgenommen
wird. Neben den verstärkten Aktivitäten auf EU-Ebene will der
Ausschuss die europäischen Jagdverbände, die um Hilfe bitten, noch mehr unterstützen.
Im Vergleich zum bisherigen Ausschuss hat Ullmann eine
stärkere Anbindung und Koordinierung mit der BJV-Geschäftsstelle im Sinn. „Mir liegt am Herzen, dass wir gemeinsam den
Begriff ‚revierübergreifend‘ ausdehnen auf ‚grenzübergreifend‘“, so Ullmann, „und dass wir gemeinsam dafür sorgen,
dass unsere Kinder und Enkel die gleichen Jagdmöglichkeiten
und -freuden genießen dürfen wie wir es mit unseren Vätern
und Großvätern getan haben.“ Sch
Fehlerteufel im RECHTSTIPP „Mit Null Promille auf die Jagd!“
In unserem letzten Rechtstipp hat sich ein Fehler eingeschlichen. Der angegebene Messwert von 0,39 mg/l betraf die Atemalkoholkonzentration, nicht den Blutalkoholkonzentrationswert. Unter Berücksichtigung der Abbau- beziehungsweise Reduktionsphase zwischen
Alkoholmessung und Schussabgabe war zum Zeitpunkt der Jagdausübung im beschriebenen Fall die Alkoholkonzentration sicherlich höher als bei der anschließenden Atemkontrolle. Das Bundesverwaltungsgericht hat nicht konkret festgelegt, welche Alkoholwerte bei
der Jagdausübung zulässig sind und welche nicht. Das Gericht hat darauf abgestellt, dass
kein Alkoholwert vorliegen darf, der zu einer Einschränkung der Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit führen darf. Deshalb mein Tipp: Nüchtern bleiben! B. Frank
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3 /2015
Sie erreichen die
BJV-Rechtsberatung,
Barbara Frank,
Donnerstags von
14 bis 17 Uhr und freitags
von 9 bis 12 Uhr unter
Tel.: 089/990234-25,
und Dr. Michael Jobst
jeweils Dienstags von
15 bis 17 Uhr unter der
gleichen Telefonnummer.
BJV Aktuell
TERMINE
Junge Jäger
Landestreffen 2015
8. bis 10. Mai, Landesjagdschule Wunsiedel, Katharinenberg 1, 95632 Wunsiedel
Programm:
8. Mai: freie Anreise
9. Mai: ab 8.30 Uhr Seminare an der Landesjagdschule in Wunsiedel: Es werden zwei
theoretische und zwei praktische Seminare
angeboten. Jeder Teilnehmer kann am
Vormittag und am Nachmittag ein Seminar
seiner Wahl besuchen.
Theorie-Seminare:
9 bis 12 Uhr: „Wildbret wursten und räuchern“
14 bis 17 Uhr: Vorstellung des Programms
„Revierwelten“ der Wild und Hund
Praxis-Seminare:
9 bis 12 Uhr: Anschussseminar für
Schalenwild
14 bis 17 Uhr: Zeitgemäße Niederwildhege
Führungsseminar
für Kreisgruppenvorsitzende
Ab 20 Uhr: Kurzvortrag zu aktuellen jagdpolitischen Themen mit anschließender Diskussionsrunde (Susanne Schmid, Beauftragte für
Junge Jäger im BJV-Präsidium)
Anschließend:
Geselliger Ausklang in Wunsiedel
10. Mai: Gemeinsames Frühstück und Abreise
Für die Übernachtung(en) ist ein Zimmerkontingent im Meister Bär Hotel Wunsiedler
Hof, Jean-Paul-Straße 1, 95632 Wunsiedel,
reserviert. Bitte selbstständig buchen unter
Tel.: 09232/99880, Stichwort „Landestreffen
Junge Jäger“
Anmeldungen bis spätestens
26.März bei Susanne Schmid,
E-Mail: susanne.schmid@jagd-bayern.de
Bitte vollständigen Namen aller teilnehmenden Personen, Kreisgruppe, Anzahl der Übernachtungen und die Seminare angeben.
Nähere Infos auch auf der Homepage des BJV www.jagd-bayern.de, Menüpunkt
„Junge Jäger Bayern“ und im Facebook unter „Junge Jäger Bayern“
12. und 13. Mai, Freyung
Fachreferenten werden die aktuelle Situation der Raufußhühner erläutern und Möglichkeiten zu
ihrem Schutz aufzeigen. Termin bitte vormerken! Weitere Informationen folgen.
■ Bayerns Jäger haben keine Nachwuchssorgen
■ Expertenanhörung zum Bergwald ohne Vertreter des BJV
■ Rodung für Windkraftanlage ohne Rücksicht
auf Schwarzstorch – BJV klagt auf sofortigen Stopp
www.jagd-bayern.de
Seminar für neu gewählte Vorsitzende der
BJV-Kreisgruppen und Jägervereine und für
„alte Hasen“
Programm:
9 Uhr: „Achtung Falle“ – Steuerliche Aspekte der Gemeinnützigkeit;
Referent: Dipl. Finanzwirt FH Peter Smischek
10.30 Uhr: „Interessen aktiv durchsetzen“
– Erfolgreiche Kommunikation mit den
Entscheidungsträgern vor Ort
Referent: Dr. Georg Fuchs 1. Vorsitzender
Jägervereinigung Spessart-Aschaffenburg
12 Uhr: Mittagspause
13.30 Uhr: „Ihr perfekter Auftritt“ –
Grundlagen der Rhetorik;
Referent: Dietmar Gaiser
15 Uhr: Kaffeepause
15.30 Uhr: „Wir lassen Sie nicht im Regen
stehen“ –Serviceleistungen und Arbeitshilfen der Geschäftstelle, vorgestellt von Dr.
Gertrud Helm und Monika Schwarzenbeck
Die Seminarinhalte werden zusammen mit
Check-Listen und nützlichen Formularen in
einer Mappe zusammengefasst.
Symposium Raufußhühner
Klicken Sie rein:
Die Pressemitteilungen des BJV
liefern Ihnen viele Informationen
und gute Argumente
27. März, 9 Uhr, „Haus der bayerischen
Jäger“, Hohenlindner Str. 12,
85622 Feldkirchen
Anmeldung bei Gertrud Helm, Redaktion
„Jagd in Bayern“, E-Mail: jib@jagd-bayern.
de, Tel.: 089/990234-42
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Bestelladresse s. S. 4 Weitere Produkte unter www.bjv-service.de
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BJV Aktuell
Der Niederwildausschuss empfiehlt
In vielen Regionen Bayerns befinden sich die Niederwildstrecken im Sinkflug. Erfahrene
Niederwildjäger kennen die Ursachen – der Zuwachs bei Feldhasen, Rebhühnern und Fasanen ist primär von drei Faktoren abhängig: Lebensraum, Beutegreifer und Wetter. Mit
unserer Beitragsserie wollen wir im Jahr 2015, das der BJV zum Jahr des Niederwildes ausgerufen hat, monatliche Hinweise zur praktischen Niederwildhege geben.
 K affhaufen unter schutzspendenden
Büschen ausbringen; ausgeschüttete
Spreu oder Getreidereinigungsabfälle
niemals unter einzelnen Bäumen oder
an Grabenränder anlegen
Niederwildhege im März:
D
ächer von Fasanenschütten ausbessern und Regenwasser in Wildtränken
aus Beton leiten
 Erfassung der Feldhasenbesätze
mittels Scheinwerfertaxation; die
Zählfläche muss einen repräsentativen
Querschnitt durch die Biotop- und
Bodennutzungsverhältnisse des Reviers
wiedergeben; die Bestandsermittlungen
sind im Herbst zu wiederholen. Protokollbögen zur Hasenzählung können im
Internet heruntergeladen werden unter
www.wildtiermanagement.com
H
egevorhaben, das heißt Bodenbearbeitung, Aussaattermin beziehungsweise Bestellung mit Landwirten rechtzeitig abstimmen; erosionsgefährdete
Flurstücke wie Hanggrundstücke eignen
sich gut; bei der Auswahl der Flächen
darauf achten, dass diese nicht in der
Nähe häufig befahrener Straßen liegen;
die Flächen sollten ein Verbundsystem
in der Feldflur mit Hecken und Remisen
bilden
 Ein- oder mehrjährige Äsungs- und
Deckungsflächen anlegen; dabei auf
eine wildfreundliche Gestaltung und
Standortwahl achten; die Ränder der
Feldgehölze und Hecken bieten einen
idealen Lebensraum; verschiedene
Lebensraummischungen verwenden;
insektenreiche Blühflächen sind für
Rebhuhn und Fasan lebenswichtig;
nur bei extremer Verunkrautung Pflegeschnitt durchführen
 Futtereimer für Rebhühner und Fasanen
befüllen; auf sorgfältige Auswahl der
Futterstandorte achten; Futtereimer
für Rebhühner während der Vegetationsperiode nicht in Hecken stellen; die
Abstände der Eimer sollen mindestens
150 Meter betragen
S
träucher entlang von Gräbenrändern,
Uferzonen, Bächen, Böschungen und alten Bahndämmen pflanzen; Sträucher,
die als Samen- oder Beerenspender für
Wildtiere beliebt sind, verwenden; Dornengewächse bieten für das Niederwild
eine hohe Schutzfunktion, hochwachsende Bäume dagegen sind ungeeignet
 Rabenvögel, besonders Standvögel,
jetzt scharf bejagen
 Bruthütten für Enten anlegen
 Auf die Besiedelung von Wanderratten
in der Nähe von Gelegen achten
 Bitte beachten: Altgrasstreifen abbrennen verboten! Sie bieten dem Niederwild Unterschlupf.
Feldhase ist Tier des Jahres 2015
Foto: R. Kaminski/piclease
Seit 1992 wählt die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild jedes Jahr das Tier
des Jahres. Wildtiere, um die wir uns besonders kümmern müssen, erhalten
durch den Titel „Tier des Jahres“ ein besonderes Maß an Aufmerksamkeit.
In diesem Jahr wurde, wie schon 2001, der Feldhase Tier des Jahres. Er wird auf
der bundesweit geführten Roten Liste als gefährdet eingestuft. Auch der BJV
nimmt sich 2015, im „Jahr des Niederwildes“ neben Fasan und Rebhuhn auch
besonders dem Feldhasen an.
PM/Sch
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BJV Aktuell
JF
&NATUR
Jagd•Fischerei•Schützensport
Internationale Messe für
Jäger, Fischer & Schützen in Kombination
mit der Niederbayern-Schau
Ansturm auf die Messe „Jagen und Fischen“ in Augsburg
Rund 28.000 Besucher stürmten die Messe
„Jagen und Fischen“, die vom 15. bis 18. Januar zum vierten Mal in Augsburg stattfand.
256 Aussteller aus 13 Nationen – das ist
ein Plus von 16 Prozent zum Vorjahr – zeigten auf einer Fläche von insgesamt 20.000
Quadratmeter ihre Produkte. Alle namhaften Waffen- und Optik-Hersteller stellten
ihre Neuheiten und Altbewährtes vor. Ergänzt wurde dieses Spektrum durch die Gebrauchtwaffenshow der Firma Waffen Beer
aus Kempten.
Im Rahmen der feierlichen Eröffnung sprach
BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke über
die aktuellen Themen, die uns Jäger im
Moment beschäftigen. Hans Fürst, der Erste Vorsitzende der Jägervereinigung Augsburg, betonte in seiner Eröffnungsrede den
Stellenwert der Jagd, der in der Sonderschau der Jägervereinigung „Jagd – Kulturerbe aus Liebe zur Natur“ dargestellt wurde.
Die Jägervereinigung Augsburg hatte auf
einer Fläche von über 500 Quadratmetern
vieles zu bieten. Besonders hervorzuheben
ist der Lehrpfad, der von Kindergärten und
Schulen sehr gut angenommen wurde. Für
die Kleinen gab es ein Ratespiel, für die
größeren die Möglichkeit, einen Nistkasten
zusammenzubauen und mit nach Hause zu
nehmen. Die Jagdschule Augsburg, in Zusammenarbeit mit der Jagdschule Dillingen,
beantwortete Fragen zur Jungjägerausbildung. Im Laserschießkino, betreut von den
Jungen Jägern, konnten auch Nichtjäger ihr
Können unter Beweis stellen. Verschiedene
Handwerker, wie Messermacher, Schnitzer
und Kürschner zeigten ihre Kunst und der
Verband der Berufsimker war umringt von
interessierten Besuchern.
Wie jedes Jahr waren auch diesmal die
Pfostenschauen mit rund 30 verschiedenen
Jagdhunderassen des Augsburger Jagdgebrauchshundevereins ein Anziehungspunkt. Spannende Themen wurden im Jägerforum behandelt, die Besucher waren
hier auch zum Mitdiskutieren eingeladen.
Die Falkner präsentierten verschiedene
Greifvogelarten auf der Schaubühne, später
konnte man im Freigelände ihre eindrucksvollen Flugkünste bewundern.
Als wahrer Publikumsmagnet erwiesen sich
auch die Sonderschauen Bogensport – man
konnte hier die verschiedensten Bögen vor
Ort testen – und der Off-Road-Parcours im
Freigelände, den die Besucher selbst befahren konnten. Jagdhornbläsergruppen aus
ganz Schwaben unter der Leitung der Bläsergruppe „Horrido“ aus Augsburg ließen
die ganzen Tage ihre Hörner erklingen und
beeindruckten beim gemeinsamen Schlusskonzert am Sonntag.
Fazit des Ersten Vorsitzenden der Jägervereinigung Augsburg, Hans Fürst: „Wir waren
immer zuversichtlich, dass Augsburg der
richtige Standort für diese Messe ist. Das
Ergebnis bestätigt den richtigen Weg: Die
‚Jagen und Fischen‘ entwickelt sich prächtig zur größten und besten fachorientierten
Veranstaltung für Jäger und Fischer in Süddeutschland.“ Also, bis zur nächsten „Jagen und Fischen“ vom 21. bis 24. Januar
2016.
J. Ring
• Jagd-, Schützen- & Angelbedarf:
Basics und Produktneuheiten
• Waffen und Zubehör
• Großes Jagdoptik-Angebot
• Rassenschau mit 30 Jagdhundrassen
• LIVE: Beizjagdvorführungen,
Shows der
Bogen- und
Armbrustschützen
• Offroadfahrzeuge
• Wettbewerbe an den Schießständen des Bayerischen Sportschützenbundes
• Jagdkino und Interessante
Fachvorträge:
-Vorträge und Veranstaltungen
für Jäger/
-Vorträge und Workshops für
Bogensport und Bogenjagd
• ERSTMALS mit Bayerischer
Meisterschaft der Hirschrufer
• NEU: Integrierte Messe „BayernBow“ für Bogenschützen, Messerliebhaber & Kenner
• Schaukocken, Modeschaun
• Große Fischaquarien, Bioptop
mit Großfischen
• Fachvorträge für Angler von Profis
• Anglerbiergarten “Am See”
www.jagd-fisch-natur.de
Mehr Informationen unter
Tel. 0871/925680
E-Mail: kinold@kinold.de
3 /2015
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