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Foto: Anne-Sophie Hußler | Verlagsbeilage | Februar 2015 | ZIT

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Foto: Anne-Sophie Hußler | Verlagsbeilage | Februar 2015 | ZIT
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www.zukunft-in-sachsen.de
Aus der
Traum?
Katrin Unger, Berufsberaterin der
Agentur für Arbeit Dresden,
gibt Tipps, wie man den Abbruch
einer Ausbildung verhindern kann.
Träume sollten in Erfüllung gehen - und nicht platzen.
Foto: www.fotolia.com © K.- P. Adler
Einen Job mit Spaß und Perspektive.
Kann mir eine Krankenkasse den bieten?
Immer wieder hört man, dass ein großer Teil der
Jugendlichen die Ausbildung vorzeitig beendet. Wo
liegen die Ursachen?
Auch in Dresden kommt es immer wieder zu Ausbildungsabbrüchen, wobei das nicht die Regel ist. Vielmehr handelt es sich um
Einzelfälle. Die Gründe sind dabei sehr unterschiedlich:
3 Falsche Berufswahl: Hier stellt sich meist heraus, dass die
jungen Leute falsche Erwartungen an das Berufsbild hatten,
zuvor unzureichend Informationen gesammelt haben und somit enttäuscht sind vom Arbeitsalltag. Diese Abbrüche erfolgen meist im ersten Ausbildungsjahr.
3 Kündigung in der Probezeit: Zum Ende der Probezeit
kommt es immer wieder vor, dass Jugendliche eine Kündigung
erhalten. Manchmal ist der Kündigungsgrund bekannt, aber
nicht immer. Bei Kündigungen während der Probezeit müssen
jedoch auch keine Gründe genannt werden.
3 Kündigung aufgrund von Pflichtverletzungen: Das sind
Kündigungen, die die Betroffenen selbst zu verantworten haben. So führen versäumte Krankmeldungen, verspätete Abgabe von Krankenscheinen, Nichtvorlage des Berichtsheftes, Verstöße gegen die Arbeitszeitregelungen oder schwerwiegendere
Gründe zu fristlosen Kündigungen.
3 Kündigung aufgrund von Problemen in der Firma:
Auch hier handelt es sich um Einzelfälle. Es werden Mobbing,
unzureichende Vermittlung von Ausbildungsinhalten, Verstöße gegen die Arbeitszeitregelungen usw. als Kündigungsgründe benannt. Diese Kündigungen erfolgen fast immer durch die
Jugendlichen.
Reine Lernschwierigkeiten sind als Abbruchgründe nicht relevant. Hier sind bei betrieblichen Ausbildungen Unterstützungsmöglichkeiten in Form von Ausbildungsbegleitenden Hilfen
(AbH) möglich. Viele Firmen wissen darüber Bescheid und tragen dafür Sorge, dass die Azubis diese Hilfe in Anspruch nehmen. Unentschuldigtes Fehlen in der Berufsschule kann allerdings sehr wohl zu einer Kündigung führen.
Was passiert nach einem Ausbildungsabbruch? Kann
der Betreffende sofort eine neue Lehre beginnen, oder
muss er pausieren?
In jedem Fall muss sich der Jugendliche Gedanken machen, wie
er sein Leben weiter gestalten möchte. Soweit er die Ausbildung
im gleichen Beruf fortsetzen möchte, ist es sinnvoll, vor der Kün-
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Mechatroniker/ -in
Mikrotechnologe/ -in
3
www.zukunft-in-sachsen.de
Vielfältige Medien in Print- und Onlineformaten gibt es im Berufsinformationszentrum (BiZ).
digung nach einem neuen Unternehmen zu suchen. Hier können die Kammern oder Innungen
im Einzelfall unterstützend tätig werden. Grundsätzlich ist das Fortsetzen der Ausbildung möglich, jedoch nur innerhalb bestimmter Fristen.
Bei Unterbrechungen muss durch die Kammer
geprüft und entschieden werden, ob eine Fortsetzung noch möglich ist.
Wenn der Jugendliche eine andere Ausbildung
beginnen möchte, ist dies im laufenden Jahr
kaum möglich. Aufgrund des Berufsschulturnus‘
beginnen Ausbildungen zumeist im August oder
September. Im Ausnahmefall kann auch ein späterer Einstieg - meist bis Oktober - erfolgen.
Dann entscheiden Unternehmen und Kammer,
ob dies sinnvoll und realistisch ist, ob etwa der
versäumte Unterrichtsstoff nachgeholt werden
kann.
Bei der Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz kann auch die Hilfe und Unterstützung der
Berufsberatung in Anspruch genommen werden.
Durch die Beratungsfachkräfte werden gemeinsam mit dem Jugendlichen die neuen Perspektiven erarbeitet oder besprochen und eine Vermittlungsunterstützung kann erfolgen. Hier gilt
es zu beachten, dass die Agentur für Arbeit hinsichtlich der dualen, also betrieblichen, oder
gleichgestellten Berufe tätig werden kann. Bei
schulischen Ausbildungen können wir lediglich
beraten.
Wie kann man den richtigen Beruf finden,
damit das sprichwörtliche Kind gar nicht
erst in den Brunnen fällt?
Um einen Ausbildungsabbruch zu vermeiden, ist
es wichtig, sich bereits im Vorfeld umfassend
über die eigenen persönlichen Voraussetzungen
und Erwartungen im Klaren zu sein. Weiterhin
sind Informationen über den angestrebten Beruf
erforderlich. Dafür stehen viele Medien zur Verfügung: z. B.. Beruf Aktuell, BerufeNet, Berufe
TV. Außerdem bietet sich ein Praktikum im gewünschten Beruf an, um Ansprüche und Realität
miteinander abgleichen zu können. An dieser
Stelle liegen durchaus Defizite vor, denn Praktika
werden immer wieder auf „den letzten Drücker“
oder wenig zielgerichtet gesucht. Dann landet
man schnell in einem Bereich, der uninteressant
ist, und vergibt die Möglichkeit einer realistischen Einschätzung für einen möglichen
Wunschberuf.
Zum Austesten der Interessen bieten sich ebenso
Überbrückungsmöglichkeiten wie beispielsweise
Bundesfreiwilligendienst, Freiwilliges Soziales
Jahr, Freiwilliges Ökologisches Jahr oder die Einstiegsqualifizierung an. Hier erfolgen über einen
Zeitraum von bis zu 12 Monaten Einsätze in einem fest umrissenen Arbeitsgebiet, und die Entscheidung für oder gegen den jeweiligen Beruf
wird untermauert. Diese Möglichkeiten sind außerdem gute Plattformen, um ein umfassendes
Zeugnis zu erhalten und eventuell im Unternehmen eine Ausbildung beginnen zu können.
Wenn sich im Praktikum oder ähnlichen Einsätzen herausstellt, dass der Beruf doch nicht der
Richtige ist, ist das auch ein Erfolg. Denn durch
den Abgleich von Erwartungen und Berufsalltag
können Fehlentscheidungen und somit auch
Ausbildungsabbrüche vermieden werden.
Welche Unterstützung kann man in der
Agentur für Arbeit bekommen?
Durch die Berufsberatung der Agentur für Arbeit
kann die Berufswahl mitgestaltet werden. Wir
stehen allen Dresdner Jugendlichen, die eine
Ausbildung anstreben, zur Verfügung - und das
kostenfrei. Wir können bei der Entscheidung für
oder gegen einen Beruf helfen. Dabei nutzen wir
unsere Kenntnisse über den Arbeits- und Ausbildungsmarkt, die Inhalte der Ausbildungen und
Berufe und stellen unsere Medien in Print- und
Onlineformaten zur Verfügung. Auch spezielle
Testverfahren können die Berufswahl unterstützen. Dazu zählen etwa der Berufswahltest und die
Leistungsfeststellung durch den Berufspsychologischen Service.
In jedem Fall bieten wir Hilfe zur Selbsthilfe an.
Wer sie in Anspruch nehmen möchte, kann dies
jederzeit tun. Jedoch sollte jeder das fortschreitende Jahr im Auge behalten. Für einige Berufe
und Laufbahnen gibt es feste Bewerbungsfristen.
Wenn man die verpasst, kann man sich erst ein
Jahr später wieder bewerben und muss sich Gedanken zu einer Überbrückung machen.
Also heißt es: rechtzeitig beginnen! Persönliche
Kontakte zu Firmen auf Messen, im Rahmen der
Woche der offenen Unternehmen, an Tagen der
offenen Tür und bei Betriebserkundungen dienen der Informationsbeschaffung über Berufe
und deren Inhalte sowie über die Anforderungen
seitens der ausbildenden Unternehmen. Und natürlich spielen die schulischen Leistungen bei der
Entscheidung für einen Beruf und die Chancen
auf eine Ausbildungsstelle eine wichtige Rolle.
Wer beispielsweise Probleme in Mathematik hat,
der sollte sich genau überlegen, ob ein Beruf wie
Bankkaufmann/-frau oder Steuerfachangestellte/r das Richtige ist.
Interview: Sylvia Schmidt
Foto: BA
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Wir bieten  Fachkundige Begleitung durch erfahrene Praxisanleiter(innen)
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Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung (bevorzugt per E- Mail):
Diakonisches Werk-Stadtmission Dresden e.V. | Abteilung Personal | Glacisstraße 44 | 01099 Dresden | E-Mail: abteilung.personal@diakonie-dresden.de |
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Franziska Hoffmann (26),
Kauffrau für Verkehrsservice
bei der DB Regio Südost in
Leipzig, 3. Lehrjahr:
Wer Info-Veranstaltungen besucht und
Praktika absolviert,
wird im Ausbildungsalltag dann
selten enttäuscht.
Foto: Fotolia/Goodluz
Gut informiert –
Erwartungen erfüllt
Junge Leute aus verschiedenen Unternehmen berichten, wie ihr Berufswunsch zustande kam, wie sie ihren
Ausbildungsplatz fanden und ob sich
sich der Alltag jetzt so anfühlt, wie sie
es sich bei der Bewerbung vorgestellt
hatten.
Texte und Fotos: Simone Burig
Als größter Druckkonzern Europas mit Standorten in Ahrensburg, Dresden, Liverpool und
Nürnberg ist die internationale Unternehmensgruppe Prinovis auf maßgeschneiderte Kommunikationslösungen rund um die Kernkompetenz Druck spezialisiert.
Neben höchster Qualität im Druck und in der Weiterverarbeitung bietet das
Unternehmen seinen Kunden aktuell Dienstleistungen im Bereich Medienkreation und Mobile Solutions an.
An unserem Standort in Dresden bieten wir für das Jahr 2015 Ausbildungen mit folgenden Berufszielen an:
› Medientechnologen Druck (m/w)
Der Medientechnologe fertigt seine Druckerzeugnisse bei Prinovis auf Rotationstiefdruck- bzw.
Offsetdruckmaschinen. Während des Druckvorganges überwachen sie alle Maschinenfunktionen sowie die Einhaltung des Qualitätsstandards.
› Mechatroniker (m/w)
Auszubildende, die den Beruf des Mechatronikers ergreifen, erlernen das erforderliche Wissen
zur Inbetriebnahme und zum Bedienen von mechatronischen Anlagen. Auch Servicetätigkeiten
an diesen Maschinen gehören zu ihrem Aufgabengebiet.
Hast du Lust bei uns in die Praxis einzusteigen und den Grundstein für deine berufliche Zukunft
zu legen? Dann nutze die Möglichkeit einer Online-Bewerbung unter www.prinovis.com/de/karriere/
oder sende deine Bewerbung an:
Prinovis Ltd. & Co. KG, Betrieb Dresden
Personalabteilung I Meinholdstraße 2 I 01129 Dresden
gabriele.heyde@prinovis.com
Ich wollte einen Beruf mit Perspektive ergreifen, einen Beruf, in dem ich mich ständig
weiterbilden kann und bei
dem ich auch einen guten Verdienst habe.
Außerdem bin ich zu 60 Prozent schwerbehindert, kann
seit einem Autounfall meine
rechte Hand nicht mehr bewegen. Das machte die Suche
nach einer Ausbildung nicht
Franziska Hoffmann
leicht. Aber bei der Bahn habe
ich meine Chance bekommen.
Ich betreue derzeit die Kunden im Nahverkehr, kontrolliere die Fahrkarten und mache
Lautsprecherdurchsagen. Der Kontakt zu den Kunden macht
mir viel Spaß.
Dass ich auch Schichten arbeiten muss, ist manchmal hart.
Aber ich in froh, dass ich mit 26 überhaupt noch mal die Chance auf eine Ausbildung bekommen habe. Ich will danach auf
jeden Fall im Unternehmen bleiben.
Jette Müller (18),
Mikrotechnologin im
Bereich Mikrosystemtechnik
bei der Microelectronic
Packaging Dresden GmbH,
2. Lehrjahr:
Ursprünglich wollte ich eine
Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin machen. Ich ging zur
Messe „KarriereStart“, um
mich darüber zu informieren.
Dann bin ich am Stand von
Microelectronic Packaging gelandet. Dort hat mir ein damaJette Müller mit Christian
liger Azubi von seiner Lehre
Böhme, Ausbilder und Leiter
erzählt, was ich spannend
der Fertigungsausführung
fand.
Ich habe mich beworben und
bin mittlerweile im zweiten
Lehrjahr. Wir stellen hauptsächlich Sensoren her, was großen
Spaß macht. Wir arbeiten dafür im Reinraum, müssen also immer einen Overall, Handschuhe und eine Haube tragen. Daran
gewöhnt man sich aber schnell.
Vielleicht mache ich nach der Ausbildung noch einen Technikerlehrgang oder den Meister. Das würde die Firma sogar fördern.
5
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Olga Weimär (23),
Kauffrau für Spedition und
Logistikdienstleistung bei der
Rieck Logistik-Gruppe,
2. Lehrjahr:
Ich habe zunächst in einem Lager bei einem Versandhandel
gearbeitet. Oft hatten die Kunden ihre Ware schon einen Tag
später. Und ich habe mich immer gefragt, wie das alles funktioniert mit der Lagerung, der
Kundenbestellung und dem
Versand.
Eine Freundin machte bei der
Olga Weimär
Rieck Logistik-Gruppe diese
Ausbildung und hat sie mir
empfohlen. Es macht riesigen
Spaß, und meine Erwartungen an die Ausbildung haben sich erfüllt.
Ob ich übernommen werde, weiß ich jetzt noch nicht. Aber ich
kann mich auf jeden Fall noch weiter spezialisieren und mich beispielsweise zur Verkehrsfachwirtin weiterbilden. Das überlege ich
mir, wenn es so weit ist.
Rudolph Fritsche (20),
Werkzeugmechaniker bei der
VEM Sachsenwerk GmbH,
3. Lehrjahr:
Nach dem Abitur wollte ich zunächst praktische Erfahrungen
sammeln. Und weil ich schon
immer etwas in Richtung Metallbearbeitung machen wollte,
habe ich mich für diese Ausbildung entschieden.
Was jetzt alles zu meinen Aufgaben gehört, hat meine Erwartungen komplett übertroffen.
Ich habe einen Allroundberuf
Rudolph Fritsche
mit Fräsen, Sägen, Schleifen,
Schweißen ergriffen. Es ist die
Königsklasse unter den Metallberufen und macht mir großen Spaß.
Wenn ich meine Ausbildung besser als mit 3,0 abschließe, bekomme ich einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Das ist eine gute
Perspektive. Vielleicht studiere ich danach auch noch oder mache den Techniker. Das Unternehmen würde mich dabei sogar
unterstützen.
Florian Wölk (19),
Zerspanungsmechaniker bei
der VEM Sachsenwerk
GmbH, 2. Lehrjahr:
Ich bin nicht so der Theoretiker,
vielmehr der Praktiker. Deshalb
habe ich während meiner
Schulzeit ein Praktikum in einem Stahlwerk absolviert.
Dabei habe ich gemerkt, dass
mir eine solche Arbeit liegt und
großen Spaß macht. Außerdem
hat mein Opa als Zerspanungsmechaniker gearbeitet, war
selbst Meister und Ausbilder.
Im Sachsenwerk habe ich mich
Florian Wölk
beworben, weil mir Bekannte
erzählt hatten, dass das Unternehmen eine solide Ausbildung
mit guten Bedingungen bietet. Außerdem wird an neuen Maschinen gearbeitet.
Meine Erwartungen an die Ausbildung haben sich bisher voll und
ganz erfüllt. Sie ist sehr abwechslungsreich und macht mir viel
Spaß.
Rico Beyer (19),
Zerspanungsmechaniker
bei der Theegarten-Pactec
GmbH & Co KG,
3. Lehrjahr:
Vor meiner Bewerbung hatte
ich im Metallbereich bereits ein
Praktikum gemacht, das mir
sehr gut gefallen hat. Deshalb
wollte ich gern den Beruf des
Zerspanungsmechanikers erlernen.
Mein Bruder hat dieselbe Ausbildung bei der TheegartenPactec GmbH & Co KG absolviert und mich daraufhin erRico Beyer
muntert, mich ebenfalls in diesem Unternehmen zu bewerben. Mein Ausbildungsalltag
dort gefällt mir sehr gut. Er ist genauso, wie ich ihn mir vorgestellt
hatte.
Unter anderem fräsen wir verschiedene Bauteile und schleifen
Schrägen, wir bohren und erlernen sogar die CNC-Programmierung.
Erik Förster
Erik Förster (19),
Fluggerätemechaniker bei
den Elbe Flugzeugwerken,
2. Lehrjahr:
Mich hat die Luftfahrt schon
immer interessiert – und vor
allem die Technik dahinter.
Weil ich aber gerne in meiner Heimat Dresden bleiben
wollte, habe ich mich umgehört, wo ich hier in diesem
Bereich eine Ausbildung machen kann. Verwandte haben mir dann die Elbe Flugzeugwerke empfohlen, weil
es ein wirtschaftlich gut aufgestellter Betrieb ist, der eine anspruchsvolle Ausbildung anbietet. Diese macht
mir großen Spaß, weil ich in
vielen Bereichen des Unternehmens eingesetzt werde.
Ich war schon als Maler unterwegs und habe im Lager
gearbeitet. Und sogar ich als
Auszubildender kann in der
Produktion, also direkt am
Flieger, arbeiten. Damit habe
ich meine Traumausbildung
gefunden, ich kann mich
nicht beschweren. Außerdem bietet das Unternehmen viele Weiterbildungsmöglichkeiten. Vielleicht
werde ich nach der Lehre
auch noch studieren.
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Info
Weitere Informatio
6
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Theresa Schraps (21, links), die eine Ausbildung zur Europäischen Wellnesskosmetikerin macht, lackiert ihrer Mitschülerin Sina Räubig (21) die Nägel. Auch professionelle
Schminktechniken sind Teil der Ausbildung an der Privaten Schule IBB.
Willkommen zum
TAG DER OFFENEN TÜR
am 28.02.2015 von 12:30 – 16:00 Uhr
Wir bilden aus!
Unsere Ausbildungsangebote sind die
Antwort auf die aktuellen und zukünftigen
Anforderungen des Gesundheitswesens
sowie auf die Bedürfnisse einer sich rasch
verändernden Gesellschaft.
Wir garantieren eine theoretische und
praxisnahe hochqualifizierte Ausbildung
unter der Leitung von erfahrenen Lehrkräften und Praxisanleitern in den Kliniken Bavaria in Kreischa und bei kooperierenden Einrichtungen.
Die 3-jährige Ausbildung erfolgt nach
dem bundeseinheitlichen Rahmenlehrplan und der Prüfungsordnung für die
jeweilige Ausbildungsrichtung und endet nach erfolgreicher Prüfung mit einer
staatlich anerkannten Berufserlaubnis.
Mit diesen Abschlüssen erhalten unsere
Absolventinnen und Absolventen eine
fundierte Fach- und Handlungskompetenz in ihrem Beruf.
Berufsfachschulen der Klinik Bavaria Kreischa
GESUNDHEITS- UND KRANKENPFLEGER/-IN
Kontakt:
www.pflegeschule-klinik-bavaria.de
pflegeschule@klinik-bavaria.de
Tel. 035206 5 - 5068
Ausbildungsbeginn: 01.03. und 01.09.2015
PHYSIOTHERAPEUT/-IN
Kontakt:
www.physiotherapie-schule-kreischa.de
info@physiotherapie-schule-kreischa.de
Tel. 035206 6 - 4311 *
ERGOTHERAPEUT/-IN
Kontakt:
Theresa macht eine Ausbildung zur
Europäischen Wellnesskosmetikerin und ist von der Vielseitigkeit des
Berufes begeistert.
S
chon als kleines Mädchen liebte es Theresa
Schraps (21), sich vor dem Spiegel zu
schminken und die Nägel zu lackieren.
Nach dem Abitur schnupperte sie mit einem
Praktikum in den Beruf der Kosmetikerin hinein.
Dabei wurde ihr schnell klar, dass eine Ausbildung zur Europäischen Wellnesskosmetikerin an
der Privaten Schule IBB in Dresden genau das
Richtige für sie wäre.
„Während meines fünfwöchigen Praktikums in
einem Kosmetikstudio in Österreich konnte ich
bereits viele Aufgaben selbstständig übernehmen
und einen Einblick in die verschiedenen Bereiche
der Kosmetik gewinnen“, erzählt die junge Frau
aus Gera. So durfte Theresa kleinere Behandlun-
gen wie Gesichtsreinigung oder Fußpflege ausführen. „Die Abwechslung in diesem Berufsfeld
hat mir sehr gut gefallen, und mir wurde bewusst, dass ich eher ein praktischer Typ bin und
mich ein trockenes Studium auf Dauer nicht
glücklich machen würde“, berichtet Theresa. Auf
den Rat einer Bekannten hin bewarb sich Theresa Schraps an der Privaten Schule IBB in Dresden, da hier nicht nur klassische Gesichtskosmetik, sondern auch Hand- und Fußpflege, Wellnessanwendungen wie verschiedene Massagetechniken, beispielsweise Kräuterstempel-, Hot
Stone-, Aromatherapie- sowie Ayurvedamassagen, Grundlagen der Anatomie, Orthopädie, Dermatologie, Trainings-, Bewegungs- und Ernährungslehre, Psychologie und Mentalwellness sowie Englisch und Spanisch unterrichtet werden.
Als Theresa ihre Ausbildung im November des
letzten Jahres als „Späteinsteigerin“ begann, war
sie positiv überrascht: „Ich dachte, im ersten Jahr
lernen wir zunächst einmal nur die theoretischen
Grundlagen und kommen erst später dazu, sie
www.ergotherapie-schule-kreischa.de
info@ergotherapie-schule-kreischa.de
Tel. 035206 6 - 4311 *
LOGOPÄDE/-IN
Kontakt:
Der Job für
ewige Schönheit
und Jugend
www.logopaedie-schule-kreischa.de
info@logopaedie-schule-kreischa.de
Tel. 035206 5 - 5426 *
* Ausbildungsbeginn: 01.09.2015
In Kooperation bilden wir zusätzlich aus:
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Kontakt: www.klinik-bavaria.de
sylke.knechtel@klinik-bavaria.de
Klinik Bavaria | An der Wolfsschlucht 1 – 2 | 01731 Kreischa | Tel.: 035206 6-4355
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Schauspieler werden!
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Ausbildung an Höherer
Berufsfachschule
für Theaterarbeit/
Schauspiel, bafögberechtigt, Ausbildungsort Zinnowitz
(Usedom). Erste Vorsprechen 21./22. März.
Theaterakademie Vorpommern, Heringsdorfer Weg 1,
17454 Zinnowitz, Tel. 038377/3680
www.theaterakademie.info
www.zukunft-in-sachsen.de
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auch anzuwenden. Aber die Ausbildung bietet wirklich sehr
viele Möglichkeiten, das Gelernte gleich praktisch auszuprobieren“, sagt Theresa. Anders als sie erwartet hatte, trainieren die Auszubildenden die neu erlernten Techniken und
Kniffe ab dem ersten Lehrjahr nicht nur in den zahlreichen
Praxisstunden an ihren Mitschülerinnen, sondern stellen
auch bei den regelmäßig stattfindenden Kundentagen ihr erlerntes Fachwissen unter Beweis. Mehrere Praktika im Inund Ausland vervollständigen die Ausbildung an der IBB.
Zuletzt durften die Azubis aller drei Ausbildungsjahre sogar
die Debütantinnen und Debütanten auf dem SemperOpernball schminken.
Ganzheitliche Behandlung der Kunden für
einen gesunden Lebensstil
„Viele unterschätzen die Ausbildung und denken, wir üben
hier nur, wie man schminkt und Nägel lackiert. Aber wir haben unter anderem auch Anatomieunterricht und lernen dabei viele lateinische Fachbegriffe aus der Medizin. Das ist sicher nicht jedermanns Sache - genauso wenig wie beispielsweise Fußbehandlungen. Aber für mich ist die abwechslungsund umfangreiche Ausbildung zur Europäischen Wellnesskosmetikerin genau die richtige Entscheidung gewesen. Der
Beruf dient nicht ausschließlich der äußeren Schönheit, sondern zugleich der Gesundheitsprophylaxe. Deshalb steht eine
ganzheitliche Behandlung der Kunden im Vordergrund, um
einen gesunden Lebensstil zu fördern“, erläutert Theresa. Daher gehören zur Ausbildung unter anderem auch Ayurveda,
Fitness- und Bewegungs- sowie Ernährungslehre. Zudem bietet die Schule die Möglichkeit, sich in diversen Wochenendkursen weiterbilden und zertifizieren zu lassen, etwa zu den
Themen Nagelmodellage und kosmetisch-manuelle Lymphdrainage sowie zu speziellen Teilmassagen wie zum Beispiel
Fußreflexzonenmassagen.
Durch das breite Fächerangebot und die vielen Praxisbezüge
in der Ausbildung an der Privaten Schule IBB haben die Absolventinnen beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt. „Da die
Beauty- und Wellnessbranche europaweit seit Jahren ein ungebremstes Wachstum verzeichnet, bietet dieser Beruf sehr
gute Jobchancen. Bis zu 99 Prozent unserer Absolventen finden sofort im In- oder Ausland einen Arbeitsplatz“, berichtet
Dagmar Mager, Geschäftsführerin der Privaten Schule IBB
gGmbH. Und auch Theresa hat sich schon so ihre Gedanken
über die Zukunft gemacht: „Erst mal werde ich sicher in einem Kosmetikstudio angestellt sein, aber später könnte ich
mir gut vorstellen, mich auch selbstständig zu machen“, so
die junge Frau.
(sy/fm)
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in Großhennersdorf, Am Sportplatz 6
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21. März 2015, 14.00 Uhr
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Layout:
Rita Schönberger-Gay, Anett Hahn
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von Kaufland-Märkten. Foto: Sylvia Miskowiec
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(0 35 91) 3 63-2269
www.oberlausitz-kliniken.de
A
Antonio Pispa kennt den Weg vom
Azubi zur Führungskraft im Kaufland ziemlich gut.
ntonio Pispa ist ein groß gewachsener lisierte er sich auf die Obst- und Gemüseabteilung.
Mann. Der dunkle Anzug sitzt perfekt, Und bemerkte schon früh, dass ihm Führungsardoch der krawattenlose Hals sorgt dafür, beit Spaß macht. „Kaufland überträgt allen Auszudass es nicht zu businessmäßig wirkt. Schließlich bildenden während ihrer Ausbildung im sogenannmuss Antonio Pispa auch etwas Zugängliches und ten Azubiprojekt vier Wochen lang die VerantworOffenes verströmen, wenn er mit Bauarbeitern, Su- tung über einen gesamten Markt“, erinnert sich
permarktangestellten und Kunden spricht.
Antonio Pispa. Das heißt: Die jungen Menschen
Antonio Pispa ist Hausleiter bei Kaufland, oder ge- müssen einmal selbst die Geschicke in die Hand
nauer: Hausleiter „mit Zusatzaufgaben“. „Ich bin nehmen. Antonio Pispa wurde zusammen mit eipraktisch eine Schnittstelle“, erklärt er. „Eine nem Mit-Azubi zum Hausleiter ernannt.
Schnittstelle zwischen dem Vertrieb, der Zentrale Antonio Pispa machte seine Sache offenbar gut.
und dem Baubereich.“ Das heißt, Antonio Pispa Nach seinem Abschluss blieb er bei Kaufland. „Es
kümmert sich um die Umgestaltung und Moderni- ist bei Kaufland aber generell das Ziel, dass Azubis
sierung von Kaufland-Märkten, die beginnt bei der nach der Ausbildung fest übernommen werden solOrganisation und Planung der einzelnen Umbauab- len“, versucht Antonio Pispa etwas zu beschwichtischnitte, seien es nun neue Theken oder ein Back- gen. Doch was folgt, ist recht beispiellos: Über mehshop, geht weiter über eine veränderte Anordnung rere Stationen und verschiedene Märkte hinweg arder Regale und hört bei der Installation moderner beitet sich das Jungtalent nach oben, hat die richtiKassen noch lange nicht auf. All das hat der 29-Jäh- gen Chefs, die an ihn glauben und ihn unterstützen,
rige im Auge – momentan in zwei Kaufland-Märk- und er hat das richtige Credo: „Ich schiele nicht
ten, in Dresden-Weixdorf und in Bayreuth. Dass nach oben, wohin ich vielleicht noch gelangen
man mit noch nicht einmal
könnte. Ich erledige mei30 Jahren so viel Verantnen aktuellen Job mit Hinwortung hat, ist nicht un„Führungsverantwortung gabe und Spaß.“ Das rät er
üblich bei Kaufland, wo
und Kundenkontakt machen auch allen anderen Auszu„einem viele Türen offen
einfach jeden Tag anders bildenden.
stehen“, wie Antonio Pispa
Antonio Pispa wird schnell
und spannend.“ Warenbereichsleiter, sechs
sagt.
Dabei wollte der jetzige
Jahre nach Beginn seiner
Hausleiter ganz am AnAusbildung ist er das erste
fang, mit 16 Jahren, gar nicht in den Handel – son- Mal Hausleiter. Eine steile Karriere, doch rückblidern zur Polizei. Doch für Ordnungshüter war er ckend sagt Antonio Pispa bescheiden: „Manchmal
damals noch zu jung. Etwas zur Überbrückung wäre ich gern noch länger in einer Position gebliemusste her, dachte sich Antonio Pispa und griff zur ben, einfach, um mehr lernen zu können.“ Doch er
Zeitung, durchsuchte Annoncen, telefonierte, lernt auch so viel dazu, oft auch aus Fehlern, etwa,
schrieb Bewerbungen. Und landete mitten im De- als er mitten in der Weihnachtszeit falsch dispozember 2002 im Kaufland im Elbepark Dresden. niert und zu wenig Obst und Gemüse ordert. „Da
Dort wurden noch Azubis gesucht, die Einzelhan- habe ich mich dann selbst in den Markt gestellt und
delskaufmann beziehungsweise -frau werden woll- mich persönlich beim verärgerten Kunden entten. Antonio Pispa unterschrieb – und der die Ent- schuldigt.“ Es sei diese Mischung aus Führungsverwicklungsreise begann.
antwortung und Kundenkontakt, die jeden Tag anWie jeder Auszubildende räumte auch er Regale ders und spannend mache. Antonio Pispa wird seiein, durchlief die verschiedenen Stationen vom Ge- nem Job von daher treubleiben, wie er versichert:
tränkehandel bis zur Kasse. Im dritten Jahr spezia- „Der Handel hat mich verhaftet.“ Sylvia Miskowiec
9
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Die Welt im Sucher
David Pinzer tut als Fotograf
beruflich das, was er auch privat am liebsten macht.
E
s war eine innere Befreiung.“ David Pinzer hat mit Anfang 30 so einiges hinter sich gelassen: das Studium, die Festanstellung. Er hat sich auf
eigene Beine gestellt, das gemacht, was er
seit seiner Jugend ganz gut kann: Bilder.
Heute, drei Jahre später schmücken seine
Fotos Kalender, Schaufenster, Kataloge.
„Die Fotografie hat mich schon lange fasziniert“, sagt David Pinzer. Mit der Praktica seines Vaters hat es angefangen, das
Bilder machen und selbst entwickeln. Als
Motiv musste alles herhalten: Freunde,
Natur, „einfach besondere Momente“..
„Zwei bis drei Filmrollen habe ich pro Monat verbraucht. Für jetzige Verhältnisse ist
das wenig, aber damals war’s teuer.“
Sich mit der Knipserei seinen Lebensunterhalt zu verdienen, daran dachte David
Pinzer als Jugendlicher aber noch lange
nicht. „Das war höchstens ein ferner
Traum.“ Der ihn aber beständig begleitete.
Denn Reisen entpuppte sich als zweite
große Leidenschaft des Dresdners – natürlich immer mit der Kamera im Gepäck.
Nach dem Abitur ging es nach Indien und
Nepal. Die Erinnerungen an diese Reise
sind auf rund 50 Dia-Filmen gebannt.
Finanzplanung für
junge Leute
Mit dem ersten eigenen
Gehalt steigen auch die
Wünsche. Ein neues
Handy, schöne Klamotten ... – Sparen ist also
angesagt. Doch am Anfang kann man nicht allzu viel „auf die hohe
Kante“ legen. Wenn
zum ersten Job gleich
noch eine Wohnung und
ein Auto hinzukommen,
ist es besonders wichtig, den Überblick über
Einnahmen und Ausgaben zu behalten.
Informationen für die Finanzplanung enthält z.
B. die kostenfreie Broschüre „Budgetkompass für junge Haushalte“, die auf www.geldund-haushalt.de erhältlich ist. Von Versicherungen über Mobilität
bis hin zu Steuertipps
sind die Infos gezielt auf
Azubis, Studenten und
Berufsstarter zugeschnitten. Dies hilft, das
erste selbst verdiente
Geld einzuteilen und jeden Monat etwas übrig
zu behalten.
(djd/sy).
Leidenschaft Fotografie: David Pinzer in Aktion.
Foto: David Pinzer
Nichtsdestotrotz glaubt er auch nach kleineren Ausstellungen und Vorträgen noch
nicht an eine Fotografen-Karriere und beginnt zu studieren, fotografiert hin und
wieder kleinere Aufträge, eher für Freunde. David Pinzer schließt sein Studium der
Philosophie, Kunstgeschichte und Neuere
Geschichten ab, hängt sogar noch ein Doktorandenstudium dran. Doch dann war sie
wieder da, die Lust nach mehr. „Die Uni,
das Studium, alles ist voller Bücher – irgendwo fehlte mir die Arbeit mit Menschen, vieles war einfach zu blutleer.“
2010 merkte David Pinzer, dass ihm die
Fotografie wichtiger ist und entscheidet
sich für die Selbstständigkeit. „Ich bin relativ naiv an die Sache rangegangen“, erinnert er sich. Gründer-Seminare, Ratgeber
wälzen? Fehlanzeige. „Aber vielleicht hat
mich genau diese Naivität davor gerettet,
alles wieder zu zerdenken.“ Die erste Zeit
ist schwer, doch nach und nach baut sich
David Pinzer Kontakte auf. Wer aber
glaubt, ein Fotograf verbringe die meiste
Zeit mit hübschen Models, der irrt. „Vieles
ist Computerarbeit“, sagt David Pinzer. So
fotografiert er etwa einen halben Tag für
einen Kunden, nimmt sein mobiles Studio
dafür mit. Und sitzt danach noch einmal
genauso lange vor dem Bildschirm – das
ist der Fluch und Segen der digitalen Fotografie. „Für Portraits etwa kann ich pro
Bild schon mal zwei Stunden für die Retusche brauchen.“
Sylvia Miskowiec
Karrierestart im Gesundheitszentrum des Landkreises Görlitz
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Bartender Marlon Kutschke zeigt Charlotte Müller
(22), Hotelfachfrau-Azubi
im INNSIDE by Meliá
Dresden, wie man professionell Cocktails mixt.
Fotos (2) : MEDIENKONTOR
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Die Zufriedenheit
der Gäste steht für
sie an erster Stelle
Charlotte macht eine Ausbildung
zur Hotelfachfrau und hat sich darauf mit mehreren Praktika perfekt
vorbereitet.
Ausbildung auf mich zukommen wird und war
perfekt vorbereitet“, berichtet die junge Frau.
Durch ihre Tätigkeit in beiden Betrieben war
Charlotte bereits an lange Arbeitszeiten und den
in der Gastronomie üblichen Schichtbetrieb gewöhnt. „Außerdem habe ich schnell gemerkt,
dass mir die abwechslungsreichen Einsatzmögharlotte Müller (22) kommuniziert gerne lichkeiten in einem Hotel besser gefallen als die
mit Menschen, ist zuvorkommend und Arbeit nur in einem Restaurant. Darum habe ich
hilfsbereit. Nach dem Abitur beschloss mich entschieden, eine Ausbildung als Hoteldie junge Frau, eine Ausbildung zu machen. Sie fachfrau zu machen, da man mit einem solchen
sammelte erste Berufserfahrungen in der Gastro- Abschluss nach der Ausbildung in allen Bereinomie und Hotellerie und merkte dabei schnell, chen eines Hotels arbeiten kann, also natürlich
dass ihr die Arbeit am Gast besonders viel Spaß auch im Restaurant. Dadurch kann ich mir für
macht. Darum entschied sie sich für eine Ausbil- den späteren Berufsweg mehr Möglichkeiten ofdung zur Hotelfachfrau
fen halten“, erklärt Charim renommierten Hotel
lotte Müller.
INNSIDE by Meliá DresDas Hotel INNSIDE by
den in bester Lage unmit„Ich wusste schon vorher Meliá Dresden war eines
telbar an der Frauenkirsehr gut, was in der der ersten Hotels, das auf
Bewerbung geantche. Mittlerweile ist sie
Ausbildung auf mich ihre
wortet hat. „Nach einem
dort bereits im zweiten
zukommen wird.“ ersten persönlichen GeLehrjahr.
spräch war ich so überGerade in der Hotellerie
zeugt, dass ich gleich am
und Gastronomie gibt es
jedes Jahr viele Azubis, die ihre Ausbildung ab- nächsten Tag zugesagt habe“, erzählt Charlotte.
brechen, da sie vorher keine konkreten Vorstel- Die dreijährige Ausbildungszeit zur Hotelfachlungen vom Alltag in der Branche hatten. Nicht frau sieht vor, dass die Azubis alle Bereiche des
so jedoch Charlotte Müller: „Um mir sicher zu Hotels durchlaufen, also sowohl die Arbeit an der
werden, dass eine Ausbildung in der Hotellerie Rezeption, im Restaurant als auch im sogenannoder Gastronomie das Richtige für mich ist, habe ten Housekeeping, der Abteilung, die die Reiniich in meiner Heimatstadt bei Bonn zunächst gung und Instandhaltung insbesondere der Gäsacht Monate lang in einem Restaurant in Vollzeit tezimmer absichert. „Ich bin am liebsten im Resgearbeitet und danach noch ein viermonatiges taurant im Spätdienst eingeteilt, denn da ist alles
Praktikum in einem Hotel in der Region ange- weniger hektisch als im Frühdienst. Morgens
hängt. Dadurch wusste ich schon gut, was in der sind die Gäste oft noch müde und wollen mög-
C
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lichst schnell ihr Frühstück. Abends haben sie mehr Zeit und
wollen auch gerne beraten werden. Da kann man besser auf den
einzelnen Gast eingehen, und das macht mir besonders viel
Spaß“, verrät Charlotte. Aber auch in den anderen Bereichen des
Hotels findet sie sich mittlerweile gut zurecht. „Zu Beginn meiner
Ausbildung war ich im Housekeeping. Da habe ich mich in den
ersten zwei, drei Wochen öfter mal im Haus verirrt“, schmunzelt
sie. Seit einer Woche arbeitet Charlotte in der sechsten Etage des
Hotels in der „TWIST-Skybar“ mit traumhaftem Blick auf die
Kuppel der Frauenkirche. Hier lernt die Auszubildende neben
dem perfekten Gästeservice beim Team um Barchef René Förster,
der zu den Top-Bartendern in Deutschland zählt, wie man Cocktails professionell mixt.
Die Entscheidung, für die Ausbildung alleine in eine fremde
Stadt zu ziehen, hat Charlotte noch keinen Tag bereut. Seit anderthalb Jahren ist sie jetzt schon in Dresden und hat sich, trotz
anfänglichen Heimwehs, sehr gut eingelebt. Einer der Hauptgründe dafür ist sicherlich, dass sie im Hotelteam wie in einer Familie aufgenommen wurde. Anders als oft in der Branche üblich,
werden
persönliche
Wünsche auch von den
Azubis fast immer bei
Die dreijährige Ausbilder Dienstplanung bedung zur Hotelfachfrau
rücksichtigt. Zudem erhält jeder Azubi zur
sieht vor, dass die
Eingewöhnung in eine
Azubis alle Bereiche
neue Abteilung einen
durchlaufen:
Paten vom Hotel an die
Rezeption, Restaurant
Seite gestellt. In Charund Housekeeping.
lottes Fall ist das Nadine Koch, die im hauseigenen Restaurant als
Chef de Rang tätig ist und somit nach dem Restaurantleiter und
dessen Stellvertreter die höchste Führungsposition inne hält und
über große Berufserfahrungen verfügt. Nadin Koch ist für Charlotte stets mit Rat und Tat zur Stelle. Aber nicht nur mit dem
„Paten-Programm“ unterstützt das Hotel die Azubis. So finden
beispielsweise regelmäßig interne Schulungen statt, bei denen
verschiedene Fachkräfte Seminare zu Themen halten, die aktuell
in der Berufsschule auf dem Stundenplan stehen oder die den
Lehrlingen gerade besonders wichtig sind. Zudem können die beliebten „Inhouse Experiences“ von den jungen Mitarbeitern in
Anspruch genommen werden. Hierbei dürfen sie das Hotel einen
Tag lang vom Frühstück über Wellness bis hin zum Abendessen
als Gast erleben. „Dadurch bekommt man ganz unterschiedliche
Einblicke. Man merkt, worauf es dem Gast ankommt und wo
man selbst noch an sich feilen muss“, sagt Charlotte.
Für die Zukunft ist sich Charlotte sicher, dass sie in der Hotellerie bleiben möchte. Dabei kann sie sich durchaus vorstellen, vom
operativen in den administrativen Bereich zu wechseln und beispielsweise Aufgaben im Marketing, Verkauf oder F&B, also der
Abteilung Speisen und Getränke, zu übernehmen. „Aber alles
step by step. Erst mache ich meine Ausbildung fertig, und dann
sehen wir weiter“, so die ehrgeizige junge Frau.
(JL/sy)
Welcher Beruf passt zu mir?
3 Wer sich nicht sicher ist, wohin die persönlichen Neigungen tendieren, kann im Internet über den
kostenlosen Test der Bundesagentur für Arbeit seine beruflichen Ziele fast spielerisch finden:
3 http://portal.berufe-universum.de Hier werden unter anderem auch die drei wichtigsten Fragen
zum Berufswunsch gestellt.
3 1. Was kann ich? – Begabungen und Fähigkeiten entdecken
3 2. Was will ich? – Wünsche und Erwartungen an den Beruf überlegen
3 3. Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es?
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Die angehende Hotelfachfrau Charlotte Müller beim Check-in
an der Rezeption
12
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„Medientechnik oder so …“
Der Girls Day bestätigt Vanessa K. in ihrem Berufswunsch.
Doch das anschließende Praktikum bringt eine überraschende Wendung.
D
as zierliche blonde Mädchen mit
den blauen Augen kann man sich
gut vor der Kamera vorstellen.
Doch Vanessa zieht es nicht ins Rampenlicht. „Ich wollte zwar immer irgendetwas
mit Medien machen, habe aber eher an
Medientechnik gedacht“, erklärt die 16Jährige. Bei einer Projektarbeit in der achten Klasse hat sie ihre ersten Erfahrungen
gesammelt und einen eigenen Film gedreht. Nur wenige Jugendliche in Vanessas
Alter wissen genau, was sie später einmal
werden wollen. Die meisten schwanken
zwischen verschiedenen Berufen oder haben noch gar keine Ahnung. Deshalb
macht es Sinn, etwa zwei Jahre vor dem
avisierten Schulabschluss mit der Suche
nach dem passenden Beruf zu starten.
Bereits mit 14 Jahren hat sich Vanessa die
ersten Gedanken über ihre berufliche Zukunft gemacht. Sie hat mit der Familie, mit
Freunden und Bekannten gesprochen und
viel im Internet recherchiert. Der entscheidende Tipp kam von einer Nachbarin. „Sie
hat mir vom Girls Day erzählt und welche
Möglichkeiten er bietet“, erinnert sich die
Gymnasiastin. Auch die Lehrer erzählen
vom Girls Day und versprechen, an diesem
Für Vanessa (im blauen Shirt mit Print) war der Girls Day ein voller Erfolg, weil sie jetzt
weiß, was sie will und was nicht.
Foto: Staatliche Studienakademie Dresden
Tag keinen neuen Lehrstoff einzuführen.
Eine von den Eltern unterschriebene Freistellung von der Schule genügt, und Vanessa kann zum Girls Day gehen. „Ich habe mir die Staatliche Studienakademie in
der Hans-Grundig-Straße angeschaut, um
mehr über das duale Studiensystem und
die dort angebotenen Medien-Studiengänge zu erfahren“, erzählt sie. „Viele meiner
Freundinnen sind auch zum Girls Day ge-
gangen, haben sich aber alle für etwas anderes interessiert.“ An der Studienakademie gibt es zunächst eine Führung durch
das Haus, ehe die Mädchen an einer richtigen Vorlesung teilnehmen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa werden die modernen Labore besichtigt. „Ich
fand den Tag super. Vor allem, dass wir
die Studentinnen direkt vor Ort fragen
konnten“, bringt Vanessa ihre Erlebnisse
auf den Punkt. Nach dem Girls Day will sie
ein Praktikum machen. Deshalb bewirbt
sie sich an der SAEK – dem Förderwerk für
Rundfunk und neue Medien gGmbH. Ihre
Aufgabe: die Produktion einer 45-minütigen Radiosendung. Vanessa bekommt die
technischen und journalistischen Grundlagen der Hörfunkproduktion erläutert. Für
die Ablaufplanung für Jingles, Moderationen, einzuspielende Beiträge und die Musik ist sie selbst verantwortlich. „Das Praktikum war zwar ganz anders als der Filmdreh, aber ich habe mich die ganze Zeit alleingelassen gefühlt.“ Dazu kommen Langeweile und Unterforderung. „Damit war
das Thema Medientechnik irgendwie vom
Tisch.“
Ein duales Studium an der Berufsakademie möchte die Schülerin trotzdem machen. „Ich will danach in Richtung Management gehen“, beschreibt die Blondine
ihren Pläne. Im Grundstudium gibt es jede
Menge Mathe und Statistik. Weil sie sich
jedoch nicht ganz sicher ist, ob sie in Mathe gut genug ist, besucht sie gemeinsam
mit ihren Eltern eine Berufsberatung. Der
Tipp: Ein betriebswirtschaftliches Studium
im Bereich Handel oder Industrie. „Um
ganz sicher zu gehen, möchte ich noch ein
Praktikum machen“, hofft Vanessa auf
Klarheit.
Trotz der Erkenntnis, dass Medientechnik
nicht das Richtige für sie ist, empfindet
Vanessa den Girls Day als einen vollen Erfolg. Sie weiß jetzt definitiv, was sie will und was sie erwartet.
Anika Böhme
Neue Perspektiven kennenlernen
Beim Girls- und Boys Day werden vor allem Berufe vorgestellt, für die sich Jugendliche üblicherweise nicht entscheiden.
Foto: Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.
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3 Obwohl junge Frauen in
Deutschland über eine
besonders gute Schulbildung verfügen, entscheiden sich die meisten für „typisch weibliche“ Berufsfelder oder
Studienfächer.
3 Hier schafft der Girls
Day Abhilfe: Am 23.
April 2015 öffnen Unternehmen, Betriebe und
Hochschulen ihre Türen
für Schülerinnen ab der
5. Klasse. Dann können
die Mädchen wieder
Ausbildungen aus IT,
Handwerk, Naturwissenschaften sowie
Technik kennenlernen.
3 Parallel findet der Boys
Day statt. Dabei erhalten
die Jungen Informationen zu sozialen und pädagogischen Einrichtungen.
3 www.girls-day.de
3 www.boys-day.de
13
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Mit Möbeln die eigene Zukunft gestalten
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MAJA MÖBEL in Wittichenau bietet vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten zum Karrierestart vor der eigenen Haustür
MAJA MÖBEL in Wittichenau
bietet seit mehr als 50 Jahren
Kompetenz und Qualität „Made
in Germany“. Als größter
Möbelproduzent in Sachsen
liefert MAJA Möbel zum Selbstaufbau in alle Welt.
Seit mehr als 20 Jahren rattern in Wittichenau die Maschinen. Produziert werden
Möbel zum Selbstaufbau, die in alle Welt
verschickt werden. Als kleines Unternehmen gestartet, ist MAJA MÖBEL inzwischen der größte Produzent von Großserien in Sachsen. „Besonders wichtig ist uns
dabei die Sicherung des eigenen Nachwuchs“, berichtet Geschäftsführer Uwe
Gottschlich. „Jeder denkt, dass er seine
Traumausbildung irgendwo in Deutschland findet - doch an einen Blick vor die
eigenen Haustür denken viele nicht sofort.“ Kim Bürger, angehende Industriekauffrau, hat sich in der Region umgeschaut und ihren Ausbildungsplatz bei
MAJA MÖBEL gefunden: „Meiner Familie
und meinen Freunden nicht den Rücken
kehren zu müssen und trotzdem eine sehr
gute Ausbildung in einer modernen Firma
mit Zukunftschancen machen zu können
war für mich der ausschlaggebende Punkt
in meiner Berufswahl.“
mich auf die Zeit nach meiner Ausbildung
- denn ich kann hier im MAJA Möbelwerk
bleiben. Wer in seiner Ausbildung eine gute Leistung und Einsatzbereitschaft zeigt,
für den ist hier immer ein Platz.“
Insgesamt stellt die MAJA MÖBELWERK
GmbH in jedem Jahr 12 Auszubildende in
Wittichenau ein. Betreut werden Sie von
einem erfahrenen Lehrmeister, der sich
ausschließlich um die Betreuung der Auszubildenden in der unternehmenseigenen
Lehrwerkstatt kümmert.
MAJA MÖBEL bietet für den Karrierestart
insgesamt fünf Ausbildungsberufe an.
„Wir verfolgen mit unserer Ausbildung
ein klares Ziel: Wir wollen den Lausitzer
Schülern eine langfristige Perspektive bieten“, so Gottschlich. Wer Interesse und
Lust daran hat, die Zukunft in die eigenen
Händen zu nehmen und etwas zu schaffen,
mit dem Menschen weltweit Ihren ganz
persönlichen Rückzugs- und Wohlfühlort
gestalten, der ist im Wittichenauer Gewerbegebiet genau richtig.
„Wir suchen Auszubildende, die zuverlässig und pünktlich sind – ohne das geht es
nicht, denn unsere Auszubildenden gehören vom ersten Tag an zu uns – und zwar
als Kollegen und nicht als Lehrlinge“, berichtet Uwe Gottschlich. Das bestätigt
auch Eric Mirtschink der seine Ausbildung
zum Holzmechaniker in den nächsten Monaten beenden wird: „Als Azubi habe ich
bei Maja vom ersten Tag an eigene Projekte übernommen und bin stolz auf das, was
ich jeden Tag leiste. Besonders freue ich
Kontakt / Bewerbung
MAJA-MÖBELWERK GmbH
Gewerbepark 1
02997 Wittichenau
Telefon: 035725 746-0
Telefax: 035725 71004
karriere@maja-moebel.de
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startet das nächste Lehrjahr. Bewirb dich jetzt.
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Berufsfachschule befindet sich in der Bildungsstätte für Medizinal- und
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Karriere nach dem
zweiten Anlauf
Kaufleute im Groß- und Außenhandel können es weit bringen – Christian Malinowski hat es geschafft
und ist mit seiner Berufswahl absolut zufrieden.
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Christian Malinowski an seinem Arbeitsplatz bei der Firma HTI – Dinger & Hortmann KG in Klipphausen. Foto: MEDIENKONTOR/Franziska Märtig
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ren kann. Man kann nach der Ausbildung auch
in Richtung Buchhaltung, Verkauf oder Marketing gehen – je nachdem, wie das Profil des dualen Ausbildungspartners und die Spezialisierung
in der Ausbildung aussehen“, erläutert Malinowski. So können Azubis an der AFBB beispielsweise diverse Wahlfächer wie etwa Qualitätsmanagement, Kundenkommunikation und
Beschwerdemanagement oder auch Stenografie
und Maschineschreiben belegen.
hristian Malinowski (32) hat als Einkäufer von Industrietechnik sowie als Ausbildungsverantwortlicher bei der HTI
Dinger & Hortmann KG in Klipphausen nahe Gute Englischkenntnisse sind
Dresden Karriere gemacht. Seinen Erfolg ver- hilfreich für den Joballtag
Einer der Gründe für die
dankt der junge Mann
Bandbreite der Einsatzfäseiner Ausbildung zum
higkeit von Kaufleuten im
Kaufmann im Groß- und
Außenhandel an der Aka„Man muss natürlich Groß- und Außenhandel
demie für berufliche Bilalle Prozesse kennenlernen, ist neben den Schwerin der schulidung gGmbH (AFBB) in
um ein guter Kaufmann punkten
schen Ausbildung natürDresden.
zu werden.“ lich auch, dass die AuszuWie viele junge Menschen
bildenden beim Praxishat auch Christian Malipartner alle Abteilungen
nowski eine Weile gebraucht, bis er für sich den richtigen Berufsweg eines Unternehmens durchlaufen: „Ich wollte
gefunden hat. Nach dem Abitur hatte er zunächst immer einkaufen, aber natürlich muss man alle
ein Jura- und dann ein Politikstudium begonnen, Prozesse kennenlernen, um ein guter Kaufmann
bis ihm klar wurde, dass seine Stärken ganz wo- zu werden. Ich habe dabei jedoch schnell geanders liegen: „Ich wollte eigentlich am liebsten merkt, dass Buchhaltung und Tätigkeiten im Laverhandeln, Konditionen vereinbaren, Verträge gerbereich nicht so mein Ding sind“, so der
aufsetzen. Da habe ich einfach mal Berufe mit Kaufmann.
diesen Schwerpunkten recherchiert und bin da- Womit viele Jugendliche möglicherweise auch
bei auf den Beruf des Kaufmanns im Groß- und nicht rechnen ist, dass ein Großteil der täglichen
Außenhandel gestoßen“, erzählt Christian Mali- Arbeit auf Englisch vonstattengehen kann, je
nach Tätigkeitsfeld und Unternehmen natürlich.
nowski.
„Da hatte ich anfangs schon ein bisschen BamDuale Ausbildung, um die eigenen
mel. Größtenteils läuft der Kontakt jedoch
Stärken verwirklichen zu können
schriftlich, man bespricht nur ab und an einige
Kurz nachdem er die Entscheidung getroffen hat- Kleinigkeiten am Telefon. Aber da wächst man
te, bewarb sich Christian Malinowski bei der auch rein. Die wichtigsten Vokabeln und RedeAkademie für berufliche Bildung gGmbH (AFBB) wendungen bekommt man im Berufsschulunterin Dresden für eine duale Ausbildung in dem Be- richt mit auf den Weg, der Rest ist ein wenig
ruf. Die AFBB übernahm den theoretischen Teil Small Talk und Improvisationskunst“, sagt
und schlug mehrere Praxispartner vor, bei denen Christian Malinowski und lacht. Um sein Engsich die Azubis dann auf dem kurzen Dienstweg lisch zu verbessern, halfen ihm auch der intensifür den praktischen Ausbildungsteil bewerben. ve Business-Englisch-Kurs und das vierwöchige
„Ich habe mich für die Firma HTI Dinger & Hort- Auslandspflichtpraktikum der AFBB.
mann KG in Klipphausen entschieden. Das Unternehmen ist ein technischer Fachgroßhandel, Nach der Ausbildung gleich eine
der Materialien für Trink- und Abwassersysteme, Weiterbildung draufgesattelt
Gasleitungen und zur Fernwärme- und Strom- Nach seiner erfolgreichen Ausbildung wurde
versorgung sowie für den Kanal- und Straßenbau Christian Malinowski bei HTI fest angestellt. Anvertreibt. Daneben hat HTI auch Komponenten schließend ließ er sich an der AFBB zum Ausbilfür die Automobilzulieferer-, chemische und Le- der weiterbilden und sattelte dann noch an der
bensmittelindustrie sowie den industriellen Abendschule den Fachkaufmann für Einkauf und
Rohrleitungsbau im Angebot“, berichtet Christi- Logistik oben drauf. Mittlerweile ist Malinowski
bei HTI als Einkäufer für den Bereich Industrielle
an Malinowski.
Kunststoffe zuständig und darüber hinaus AusWaren ein- und verkaufen sowie
bildungsverantwortlicher im Betrieb sowie Anden Markt beobachten
sprechpartner für die AusbildungsverantwortliIn der Ausbildung war Malinowski ziemlich chen aller fünf weiteren Niederlassungen der HTI
überrascht: „Dieser Beruf ist vielfältiger als zu- Dinger und Hortmann KG in Sachsen und Sachnächst erwartet. Kaufleute im Groß- und Außen- sen-Anhalt. „Ich bin mit meiner Berufswahl auch
handel kaufen Waren bei verschiedenen Herstel- im Nachhinein betrachtet absolut zufrieden.
lern ein und verkaufen sie an Unternehmen in Auch wenn es ein typischer Bürojob ist, bietet er
Handwerk und Industrie weiter. Sie beobachten durch regelmäßige Werksbesuche, sich ständig
den Markt, erschließen neue Zulieferer, beraten verändernde Waren und Märkte und auch das
die Käufer und führen Einkaufsverhandlungen. ein oder andere Mittag- oder Abendessen mit
Ich hatte den Beruf nur von der Einkäuferseite Lieferanten genau das Maß an Abwechslung und
aus betrachtet, aber er bietet eine solide Grundla- Freiraum, was ich brauche“, so Christian Mali(sy/fm)
ge für allerlei Tätigkeiten, die man später ausfüh- nowski.
15
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Berufe mit Druck
Medientechnologen brauchen
ein „gutes Auge“ für Farben
und müssen auch gern an
großen Maschinen arbeiten.
R
ichtig Druck machen, das kann
nicht jeder, heißt es so schön. Gedruckt wird seit Johannes Gutenberg – das ist jetzt über 500 Jahre her.
Doch die Einführung modernster Drucktechnologien hat auch das Berufsbild im
Druckereiwesen stark gewandelt. Hantierte der Schriftsetzer bis Anfang der 80er
Jahre des vorigen Jahrhunderts noch mit
Bleilettern, nutzte der Facharbeiter für
Satztechnik bereits Computer, die inzwischen Einzug gehalten hatten. Die Maschinen waren moderner geworden.
Heute liegt die Verantwortung für den
Druckvorgang in der Hand des Medientechnologen Druck. „Als Medientechnologe Druck solltest du ein gutes Auge für
Farben haben und dich auch nicht davor
scheuen, an großen Maschinen zu arbeiten. Treffen diese Eigenschaften auf dich
zu, sind das gute Voraussetzungen für diesen Beruf“, ermuntert Ijad Nestler, Produktionsleiter im Druckhaus Dresden, einem Traditionsbetrieb mit über 100-jähriger Erfahrung. Drucker richten nicht nur
die Maschinen ein, sie überwachen zudem
den gesamten Druckprozess, um so die
Qualität des gesamten Endproduktes sicherzustellen. Natürlich darf bei aller
Gutenberg würde staunen:
Die Einführung modernster
Drucktechnologien hat auch
die Berufsbilder im Druckereiwesen stark gewandelt.
Foto: www.fotolia.com © industrieblick
Exaktheit die Kreativität nicht verloren gehen. Medientechnologen beraten den Kunden direkt an der Maschine und können
ihm den Unterschied zwischen Farbtiefe,
Kontrast und Schieben sowie Duplieren
erklären.
Doch mit dem gedruckten Papier ist es
noch nicht getan. Hier setzt der Medien-
technologe Druckverarbeitung an. Er gibt
Büchern und Druck-Erzeugnissen den
letzten Schliff. „Während der Ausbildung
erlernst du alles zum Berechnen der Maße
des gewählten Umschlags bis zur Entscheidung über die angemessene Bindungsart“,
erläutert Ijad Nestler. Während der Bindung sind unterschiedlichste Maschinen
zu bedienen und einige Schritte auch von
Hand durchzuführen. Der Umgang mit
Falzmaschinen gehört wie das korrekte
Einrichten des Sammelhefters dazu.
--------------------------------------------------3 Fazit: Nur Medientechnologen, die ihr
Handwerk gelernt haben, können richtig Druck machen.
(mnow)
Starten Sie Ihre berufliche Laufbahn
in einem zukunftssicheren Unternehmen!
In mehr als 120 Jahren hat sich die SCHERDELGruppe zu einem der führenden Anbieter im
Bereich der Metallumformung entwickelt. Unsere Premiumprodukte liefern wir unter anderem
für den Automobilbereich, die Medizintechnik und den Elektronikbereich.
Wir vertrauen weltweit auf über 4300 Mitarbeiter, die uns mit Eigenverantwortung, Engagement und Fachkompetenz langfristig begleiten und in unserem kontinuierlich wachsenden
Einsatzgebiet ihre persönlichen Ziele erreichen.
Mit ca. 100 Mitarbeitern fertigen wir im Werk Seifhennersdorf technische Federn, vor allem
Roll-, Trieb- und Spiralfedern sowie Federringe,vorrangig für die Automobilindustrie, dem
Maschinenbau und der Medizintechnik.
Durch das kontinuierliche Wachstum des Standortes Seifhennersdorf sind wir permanent
auf der Suche nach neuem Fachpersonal.
Auch die Lehrlingsausbildung hat deshalb für uns einen sehr hohen Stellenwert. Wir bieten unseren
Mitarbeitern und Auszubildenden eine sehr gute Arbeitsumgebung und moderne Arbeitsplätze.
Bei SCHERDEL erwarten Sie vielfältige Möglichkeiten, Ihre berufliche Laufbahn zu gestalten. Berufserfahrene und Berufsstarter finden hier attraktive
Aufgaben und Entwicklungsperspektiven, wie sie nur eine unabhängige internationale Unternehmensgruppe bieten kann. Schulabgänger können bei
SFS eine qualifizierte Berufsausbildung erwarten.
Freie Ausbildungsplätze als
■ Mechatroniker (m/w)
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Ihre Bewerbungen senden Sie bitte an:
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Weitere Informationen finden Sie
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Gewerbering 2 | 02782 Seifhennersdorf
16
www.zukunft-in-sachsen.de
Orientierung im Berufe-Dschungel
Foto: www.fotolia.com © Gennadiy Poznyakov
Die Veranstaltungsübersicht
gibt Tipps, wo und wann man
sich informieren kann.
Agentur für Arbeit Bautzen:
(alle Veranstaltungen im BiZ)
3 04.03.2015 Jobbörse & Co. – Kurzseminar zum
Umgang mit den Onlineportalen
3 05.03.2015 Büroberufe neu geordnet
3 10.03.2015 Werbung in eigener Sache – Schülerseminar für die Bewerbung in Unternehmen
3 16.03.2015 Karriere bei der Bundeswehr - mit
und ohne Uniform
3 21.03.2015 18. Hochschulmesse im BiZ
3 26.03.2015 Bundespolizei stellt Karrieremöglichkeiten vor
3 27.03.2015 Jobbörse & Co. – Kurzseminar zum
Umgang mit den Onlineportalen
3 07.04.2015 Werbung in eigener Sache – Schülerseminar für die Bewerbung in Unternehmen
3 13.04.2015 Karriere bei der Bundeswehr - mit
und ohne Uniform
3 15.04.2015 Jobbörse & Co. – Kurzseminar zum
Umgang mit den Onlineportalen
3 21.04.2015 Bundespolizei stellt Karrieremöglichkeiten vor
----------------------------------------------------------Alle weiteren Informationen und Veranstaltungen
im Internet unter www.arbeitsagentur.de/bautzen‚
Link zur Veranstaltungsdatenbank
Agentur für Arbeit Dresden:
3 10.03.2015, 16.00 Uhr – 18.00 Uhr, „Die Grünen 14“; Es werden vierzehn Berufe im Agrarbereich ausführlich vorgestellt.
3 14.03.2015, 10.00 – 15.00 Uhr, Messe für Ausbildung und Studium im Stadion Dresden. Messe der Agentur für Arbeit Dresden, die den Jugendlichen in kompakter Form die Möglichkeit
bietet, sich rund um das Thema Ausbildungsund Studienwahl umfassend zu informieren. Ne-
ben einer Vielzahl regionaler Unternehmen, die
ihre aktuellen Ausbildungsstellen präsentieren,
werden sächsische Studieneinrichtungen vor Ort
sein und Wissenswertes zu Studiengängen, Voraussetzungen und den Zulassungsverfahren
bieten. Fachvorträge mit wertvollen Tipps rund
um das alles bestimmende Thema gewährleisten
ein abwechslungsreiches Programm.
3 07.04.2015, 10.00 – 14.00 Uhr, Tag der Uniform, Informationen zu Laufbahnchancen bei
Bundespolizei, Landespolizei, Berufsfeuerwehr,
Zoll und Bundeswehr
3 09.04.2015, 10.30 – 12.00 und 13.00 – 14.30
Uhr, Bewerbungstipps im BiZ, Informationen
rund um das Thema Bewerbung wie z. B.. Be-
Autohaus Scholz – das etwas andere Autohaus
Alle Marken des Fiat-Konzerns stehen für den Charme Italiens, die Verbindung von Tradition und Moderne, Technik auf höchstem Niveau und
Individualität. Unser Anspruch besteht darin, diese Attribute, kombiniert mit erstklassigem Service und italienischem Flair zu übermitteln.
Wir setzen uns in hohem Maße für die Ausbildung lernbereiter und motivierter junger Leute ein, die ihre berufliche Zukunft selbst in die Hand
nehmen möchten.
Wir bilden an den Standorten Bautzen, Görlitz, Löbau und Zittau aus:
– Kraftfahrzeugmechatroniker/-in
– Automobilkauffrau/-mann
– Kauffrau/-mann für Büromanagement
Autohaus Scholz GmbH | z.Hd. Falk Wendler
Malschwitzer Straße 3 | 02625 Bautzen
oder per Mail an falkwendler@ah-scholz.de.
Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen.
werbungs-ABC; Anschreiben, Lebenslauf & Co.;
Online bewerben und Auswahltests; Vorstellungsgespräche
3 23.04.2015, 14.00 – 16.00 Uhr, Girls‘ & Boys‘
Day, Orientierung im Berufe-Dschungel. Das BiZ
der Agentur für Arbeit Dresden öffnet seine Türen
zum Girls`& Boys` Day und gibt geschlechtsuntypische Tipps zur Berufswahl. In der zweistündigen Veranstaltung kann man seine Stärken checken, eine Schnupperführung durch das neue
BiZ erhalten, sich selbst durch das Berufe-Universum manövrieren und bei einem Quiz sein
Wissen testen. Über die Aktionslandkarten
www.girls-day.de und www.boys-day.de kann
man sich noch bis zum 20. April anmelden.
----------------------------------------------------------Alle weiteren Informationen und Veranstaltungen
im Internet unter www.arbeitsagentur.de/dresden‚
Veranstaltungen vor Ort
Agentur für Arbeit Pirna:
3 03.03.2015, 14.00 Uhr: Einstellungsberatung
der Bundespolizei (BiZ)
3 18.03.2015, 18.30 Uhr: Regionale Betriebe zu
Gast im BiZ – Möbelwerk Heidenau – Informationen zu Arbeit, Ausbildung und Karriere im Unternehmen
3 24.03.2015, 17.00 Uhr: Ausbildung zum/zur
Staatlich geprüfte Krankenpflegehelfer/in und
Sozialassistent/in (BiZ)
3 26.03.15 + 23.04.15 Karriereberatung der
Bundeswehr (BiZ)
3 23. April 2015, 09.00 – 13.00 Uhr: Girls‘ &
Boys‘ Day, Agentur für Arbeit Pirna, Seminarstr.
9. Regionale Unternehmen und Ausbildungseinrichtungen präsentieren verschiedene Berufe aus
dem Gast- und Baugewerbe, Handwerk und
dem sozialen Bereich zum Anfassen und Ausprobieren. Beim mechanisch-technischen Verständnistests können die Mädchen ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Im Workshop vom
Jugendring e.V. können die vielen neuen Informationen und Erfahrungen des Girls‘- und Boys´Day ausgetauscht werden. Gleich anmelden
über die Aktionslandkarten! www.girls-day.de
bzw. www.boys-day.de
----------------------------------------------------------Alle weiteren Informationen und Veranstaltungen
im Internet unter www.arbeitsagentur.de/pirna‚ Veranstaltungen vor Ort‚ Link zur zentralen Veranstaltungsdatenbank
Agentur für Arbeit Riesa
3 05.03.2015 Bundespolizei stellt Karrieremöglichkeiten im BiZ vor
3 07.03.2015 Ausbildung LIVE zum Erleben, Ausbildungsbörse im Gewerbegebiet Klipphausen,
Zentraler Anlaufpunkt: Sächsische Haustechnik
Dresden KG, Bremer Straße 2
3 10.03.2015 Ausbildungsmarkt im Kulturzentrum
Großenhain
3 14.03.2015 „Radebeul JOBBT“ – Tag der offenen Tür im BSZ Meißen – Radebeul mit über 50
Firmen aus der Region
3 17.03.2015 JOB-TOUR 2014/2015 der Agentur
für Arbeit Riesa und des Jobcenters Landkreis
Meißen macht Station im Ratssaal des Rathauses der Stadt Riesa – Freie Ausbildungs- und Arbeitsstellen in der Stadt Riesa
3 18.03.2015 Special Studium 2015 – Hochschultag im BiZ
Hochschulen aus Sachsen und Brandenburg
stellen sich und ihre Studienmöglichkeiten vor,
und Experten beantworten Fragen rund ums
Studium. In Vorträgen werden einige Studiengänge im Detail vorgestellt:
15.00 Uhr: Mittleres Management in sächsischen
Behörden und Justiz
15.45 Uhr: Studium an der Berufsakademie sowie der Studiengang Energie- und Umwelttechnik
16.30 Uhr: Lehramt in Sachsen
Des Weiteren haben alle Interessenten die Möglichkeit, um 15.00 Uhr einen studienfeldbezogenen Beratungstest zu absolvieren, um herauszufinden, ob der angestrebte Studiengang den eigenen Fähigkeiten entspricht.
----------------------------------------------------------Alle weiteren Informationen und Veranstaltungen
im Internet unter www.arbeitsagentur.de/riesa ’Veranstaltungen vor Ort‚ BiZ-Kalender
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www.zukunft-in-sachsen.de
Was erwarten die „Personaler“?
Auf der Messe „KarriereStart“
erhielten die Schüler Praxistipps für ihre Bewerbung um
einen Ausbildungsplatz.
W
as gehört in eine Bewerbung
um einen Ausbildungsplatz?
„Ein Foto“, rufen die Schüler
auf der Messe „KarriereStart“ im Chor.
Und wie sollte das aussehen? Zaghaft gehen einige Hände nach oben. „Kein Selfie“,
sagt ein Junge. Und ein anderer fügt hinzu:
„Kein Urlaubsbild.“
Die beiden Referentinnen Janine Neuenburg-Wagner und Katja Sommer von der
Ostsächsischen Sparkasse Dresden geben
den Jugendlichen recht. „Sie sollten unbedingt ein professionelles Bewerbungsfoto
verwenden. Schließlich soll der erste Eindruck möglichst vorteilhaft sein.“ Doch
ganz so wichtig, wie die Schüler glauben,
sei das Bild heute gar nicht mehr. „Es wird
zwar immer noch gern gesehen“, berichten
die Ausbildungsfachfrauen aus ihrer Praxis. „Aber man kann es inzwischen auch
weglassen.“ Dadurch soll die Gleichbehandlung gewahrt und niemand wegen
seines Aussehens benachteiligt werden.
Unverzichtbar – und auch das wissen
selbst jüngere Schüler schon – ist dagegen
der Lebenslauf. Zum Inhalt gibt es aber
noch recht vage Vorstellungen: „Das Geburtsdatum? In welcher Schule ich bin?
Meine Hobbys?“ Im Prinzip alles richtig,
bestätigen die Expertinnen, und sie geben
einen prinzipiellen Tipp: „Früher hat man
alles chronologisch aufgelistet, heute gilt
besonders beim Bildungsweg: nicht mit
der Grundschule anfangen, sondern das
Aktuellste obenan stellen.“ Unbedingt aufführen sollte man danach weitere besondere Fähigkeiten und Erfahrungen, wie
Vor dem Versand sollte die Bewerbung noch einmal gründlich überprüft werden.
zum Beispiel Sprachkenntnisse, Praktika
und Ferienjobs. Bei den Hobbys sei etwas
Zurückhaltung angesagt. „Nicht zu viel
aufzählen und überlegen, was zur gewünschten Ausbildung passt.“ Hinter dem
Lebenslauf werden die Zeugnisse und Zertifikate eingeheftet. „Auch hier gilt“, so die
Referentinnen, „dass die neuesten und relevantesten Dokumente zuoberst liegen.“
Das Schwierigste an der Bewerbung ist für
die meisten das Anschreiben, denn darin
muss man dem „Personaler“ erklären, warum man gerade für diese Ausbildung in
diesem Unternehmen genau der Richtige
ist. „Dabei sollte der Bewerber zeigen, dass
er gut über den Beruf und die Firma informiert ist und weiß, welche Eigenschaften
und Stärken erwartet werden.“ Neben der
korrekten Form mit Absender, Datum, Betreff und möglichst persönlicher Anrede
gibt es auch für den Umfang eine wichtige
Regel. „Nicht mehr als eine A4-Seite“, raten die Expertinnen. „Denken Sie daran,
dass Sie ganz sicher nicht der einzige Bewerber sind.“ Nach weiteren Tabus befragt, antworten die Schüler eifrig: „Kaffeeflecken! Eselsohren! Rechtschreibfehler!“ Janine Neuenburg-Wagner und Katja
Fotos: dpa, M.-U. Dreyling
Sommer mahnen, vor dem Versand der
Bewerbung auch noch einmal genau zu
prüfen, ob das Anschreiben wirklich an
die richtige Firma gerichtet ist und ob die
Unterlagen in Papierform oder online gewünscht werden. „Wenn sich jemand bei
mehreren Unternehmen parallel bewirbt,
kommt es schnell mal zu Verwechslungen.“
Bei aller Ungeduld sollten die jungen Leute die Antwort nicht vor dem Bewerbungsschluss erwarten: „Aber wenn der eine
Weile verstrichen ist, sollte man ruhig mal
nachfragen.“
Birgit Hilbig
Weitere Hinweise
3 Eine vollständige Bewerbungsmappe enthält ein Anschreiben, einen Lebenslauf und Zeugnisse. Dabei ist es
ratsam, hochwertiges Papier zu verwenden. Die Mappe
sollte keinesfalls Benutzungsspuren aufweisen und möglichst seriös aussehen.
3 Während Lebenslauf und Zeugnisse eingeheftet werden,
liegt das Anschreiben lose obenauf.
3 Um sich (und auch der Personalabteilung) unnötigen Aufwand zu ersparen, sollte man immer zuerst prüfen, ob
das anvisierte Unternehmen den gewünschten Beruf im
entsprechenden Jahr überhaupt ausbildet.
3 Das Anschreiben sollte sich dann auch ganz konkret auf
diesen Ausbildungsplatz beziehen. Vorteilhaft ist es zudem, den zuständigen Leiter/Mitarbeiter der Personalabteilung in der Anrede namentlich zu nennen. „Sehr geehrte Damen und Herren“ sollte nur eine Notvariante sein,
wenn sich kein Name ausfindig machen lässt.
3 Schon beim Verfassen von Anschreiben und Lebenslauf
unbedingt die Rechtschreibprüfung einschalten, anschließend selbst mehrfach Korrektur lesen und das Ganze möglichst von einer zweiten Person checken lassen –
Fehler können den Gesamteindruck gründlich verderben.
3 Damit die sorgsam erstellte Bewerbungsmappe auch
beim Versand nicht beschädigt wird, gehört sie in einen
ausreichend festen Umschlag.
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18
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Dezent kommt immer gut
Zum Vorstellungsgespräch
sollte man zwar nicht aufgetakelt, aber auch nicht
oberlässig erscheinen.
sätze, fettige Haare oder ungepflegte Fingernägel.
3 Lange Haare stehen vielen Frauen gut.
Sie sollten beim ersten Vorstellungstermin
aber gebunden getragen werden. Lange
Haare bei Männern gehen gar nicht.
3 Piercings besser herausnehmen, Tattoos
möglichst mit der Kleidung überdecken.
Körperschmuck ist bei Personalchefs wenig beliebt. Ebenso sollten Sie ausgefallene
D
ie Einladung zum Bewerbungsinterview ist durchaus ein erster
Erfolg. Doch wer glaubt, er hätte
den Ausbildungsplatz jetzt schon sicher in
der Tasche, der irrt. Das Gespräch soll
dem Arbeitgeber einen ersten Eindruck
von Ihnen vermitteln – es dient ihm als
Entscheidungshilfe. Natürlich ist es kein
„Verhör“, das Sie bestehen müssen. Aber
es ist auch kein nettes Plauderstündchen.
Für Sie heißt es jetzt: Fettnäpfchen vermeiden:
3 Vorbereitet sein: Am besten lesen Sie
nochmals Ihre schriftliche Bewerbung
durch, damit es bei dem Gespräch nicht zu
Ungereimtheiten kommt. Üben Sie doch
vorher mit Freunden oder Eltern und achten Sie dabei auf Haltung, Sprache und
Auftreten.
3 Pünktliches Erscheinen: lieber etwas
früher als zu spät; allerdings nicht schon
eine halbe Stunde vor dem Termin ungeduldig an der Bürotür klopfen. Doch planen Sie eine Pufferzeit ein; sie dient Ihrer
eigenen Beruhigung und beugt Unwägbarkeiten (z.B. Stau, Bus ausgefallen) vor. Sich
fünf bis zehn Minuten vor dem Termin als
anwesend zu melden, gilt als ideal.
3 Kleider machen Leute: Sie gehen nicht
zu einer Party oder in die Disko! Und der
erste Eindruck entscheidet zwar nicht alles, doch schon sehr viel. Am besten zu der
Garderobe greifen, die Sie auch auf Ihrem
Bewerbungsfoto getragen haben. Das steigert den Wiedererkennungswert.
3 Greifen Sie zu gedeckten Farben wie
Dunkelgrün, Dunkelblau, kombiniert mit
frischen Tönen, etwa mit einem weißen
Hemd oder einer hellen Bluse.
3 Tabu sind knallrote, pinke, gelbe Kleidung, Neonfarben und wilder Mustermix.
Auch zu viel Schmuck, Parfüm oder Aftershave wirken störend.
3 Unbedingt vermeiden, was nachlässig
wirkt: ungeputzte Schuhe, abgelaufene Ab-
Der allererste
Eindruck entscheidet
zwar nicht alles,
doch schon sehr viel.
Für das Gespräch muss man sich nicht so verkleiden, dass man sich unwohl fühlt.
Foto: www.fotolia.com © Mike
Aber Tattoos und Piercings deckt man besser ab.
Berufsausbildung in Görlitz
rben!
Jetzt bewe
Beginn:
01.09.2015
www.tuv.com/schule-goerlitz
Accessoires (z.B. eine extravagante Brille)
weglassen.
3 Kleiner Begrüßungsknigge: Mit guten
Manieren kann man kaum verlieren –
nach diesem Motto sollten Sie…
… mit einem festen Händedruck Ihr Gegenüber begrüßen und ihm dabei in die
Augen schauen.
… sich für die Einladung bedanken.
… sich erst nach Aufforderung setzen und
vor allem erst, nachdem Ihr Gegenüber
Platz genommen hat.
… die ersten Unsicherheitsmomente ruhig
weglächeln. Ein Lächeln kann jede Situation entspannen.
… unbedingt gerade, aufrecht und ruhig
auf dem Stuhl sitzen.
3 Im Gespräch: möglichst gelassen bleiben. Niemand will Ihnen an den Kragen.
Auch Personalchefs sind Menschen und
viele durchaus sympathisch und verständnisvoll.
Machen Sie es ihm leichter, indem Sie
3 seine Fragen abwarten und darauf präzise und ohne wortreiche Formulierungen
verbindlich und ehrlich antworten,
3 freundlich und aufmerksam bleiben,
immer den Blickkontakt halten und
3 deutlich sowie nicht zu schnell sprechen
und dabei umgangssprachliche Ausdrücke
wie „geil“, „mega“, „cool“, „abgefahren“
vermeiden.
(BA/sy)
19
www.zukunft-in-sachsen.de
Und es hat Klick gemacht!
Es gibt ein Portal für alle Fragen rund um die Ausbildung:
www.zukunft-in-sachsen.de.
A
uch wenn das Jahr noch jung ist:
Der Sommer kommt. Und mit
ihm das Abschlusszeugnis. Und
dann die bangen Fragen: Gibt es ein Leben
nach der Schule? Wie soll es weitergehen?
Eine Ausbildung? Aber was und wo? Und
wie sieht dann die beste Bewerbung aus?
Wen diese Fragen umtreiben, der findet
Antworten auf zukunft-in-sachsen.de. Das
gemeinsame Ausbildungsportal der Sächsischen Zeitung, Dresdner Handwerkskammer, der Agentur für Arbeit und Unternehmen in Sachsen begleitet Schüler
auf dem Weg in die Berufsausbildung.
Ganz leicht kann man sich durch den
Fahrplan der nächsten Jahre navigieren.
Selbst (noch) Ratlose finden Hilfe: Ein interaktiver Test des Partners Allianz zeigt,
welche Ausbildungsberufe überhaupt infrage kommen. Der Test offenbart, wo persönliche Stärken und Schwächen liegen
und welcher Job gut passen würde.
Auf der Suche nach Übersichten wird man auf zukunft-insachsen.de ebenfalls fündig.
Ob Augenoptiker, Mechatroniker, Bäcker oder Schornsteinfeger – alle Jobs werden
von A bis Z kurz vorgestellt.
Die Message dahinter ist: Eine
Ausbildung in Sachsen ist für
jeden möglich. Für die Suche
nach einem passenden Ausbildungsplatz lohnt sich zudem auf jeden Fall ein Blick
ins Online-Branchenbuch.
Dort finden sich erste Infos
zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen im Freistaat
Sachsen. Und wer gleich
noch wissen will, wie viel er
am Monatsende aufs Konto
bekommen könnte, für den
hält das Portal eine Übersicht über aktuelle Vergütungen in einigen
Berufsgruppen parat.
Ist letztlich klar, in welche Branche und
welchen Beruf es gehen soll, führt kein
Weg an der Suche nach einem Ausbildungsplatz vorbei. User haben es einfach
Grips:
Mission
Tipps helfen, um letztlich die
begehrte Ausbildung zu bekommen.
Zukunft-in-Sachsen ist ein Portal von szonline.de und sz-jobs.de und Teil der
DD-V-Mediengruppe.
(SZ)
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Nicht als Tourist, sondern
als Lernender: Eine Ausbildung im Ausland stärkt
das Selbstbewusstsein
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Lebenserfahrung.
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Eine Win-Win-Win-Situation
Auszubildende sollten ins Ausland
gehen, rät Horst Rindfleisch von
„bildungsdoc“.
Die ODIG – Ostdeutsche Instandhaltungsgesellschaft mbH ist eine 100%ige
Tochter der ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn GmbH und hält die Schienenfahrzeuge der ODEG, aber auch Fahrzeuge anderer Kunden instand. Die ODIG
sorgt in drei Werkstätten - in Eberswalde, Parchim und Görlitz - für die
Wartung und Instandhaltung von rund 70 Triebfahrzeugen vom Drehgestell
bis zum Dach, und zwar rund um die Uhr.
Einsteigen in die Berufsausbildung
zum Mechatroniker
für Schienenfahrzeuge (m/w)
Starten Sie Ihre Karriere bei der ODIG – Ostdeutsche Instandhaltungsgesellschaft mbH in unseren Betriebswerkstätten in Görlitz und
Eberswalde. Beginn der Ausbildung ist der 1. August 2015.
Ihre Aufgaben
Unter Anleitung unserer Fachleute lernen Sie für unterschiedliche Schienenfahrzeugtypen mechanische, elektrische und elektronische Systeme
zu analysieren, fristgemäß zu überprüfen, instand zu halten, Störungen
zu erkennen und deren Ursachen zu beheben.
Ihr Profil
Sie werden in diesem Schuljahr mindestens die mittlere Reife mit gutem
Erfolg absolvieren. In den Fächern Mathematik, Physik und Deutsch
können Sie gute Leistungen nachweisen. Sie sind handwerklich geschickt
und besitzen ein hohes technisches Verständnis. Sie sind interessiert an
Schienenfahrzeugen, kontaktfreudig sowie teamfähig, haben Ausdauer
und sind auch bei schwierigen Aufgaben konzentriert und mit Verstand
bei der Sache. Sie haben ein gutes räumliches und Farbsehvermögen.
Wir bieten
Wir bieten Ihnen eine abwechslungsreiche, interessante Ausbildungszeit
von 3 ½ Jahren und eine attraktive Ausbildungsvergütung.
Bitte bewerben Sie sich bis zum 31. März 2015 online unter odeg.de
ODIG - Ostdeutsche Instandhaltungsgesellschaft mbH
Frau Juliane Nedel
Möllendorffstraße 49
10367 Berlin
Mann, der die Plattform einst gegründet hat und
sich so stark fürs „Auslandlernen“ macht. Er findet, man müsse dies bereits in den Schulen thematisieren. „Einige Firmen bieten ja mittlerweile
einen Auslandsaufenthalt während der Ausbildung an, um gute Lehrlinge zu werben“, weiß er.
arolin war vier Wochen in Spanien, Mar- Aber die Initiative müsse auch von den Azubis
kus flog nach Finnland. Die beiden ken- selbst kommen. „Sie könnten bereits beim Benen sich nicht, hatten aber das gleiche werbungsgespräch in die Offensive gehen und
Ziel: Sie wollten als Azubi erstens ihre Sprach- nach einem solchen Angebot fragen“, so Horst
kenntnisse verbessern und zweitens ganz prakti- Rindfleisch. Er rate jedoch, sich vorab zu inforsche Erfahrungen in ihrem Lehrberuf sammeln. mieren, beispielsweise bei „Berufsbildung ohne
Carolin und Markus bekamen noch etwas Weite- Grenzen“, einem deutschlandweiten Netzwerk
res dazu: einen Schub in ihrer persönlichen Ent- von Mobilitätsberater/innen der Industrie- und
wicklung. „Das ist bei fast allen Azubis so, die ins Handelskammern und Handwerkskammern. „Da
Ausland gehen“, weiß Horst Rindfleisch von der gibt es staatlich geförderte Programme, bei welInternetplattform „bildungsdoc“. „Sie gehen chem beispielsweise Fahrt- oder Organisationsweg, um in der Sprache und im künftigen Beruf kosten übernommen werden.“
dazu zugewinnen. Und
Ein Auslandspraktikum,
kommen mit einer großen
so sagt Tamara Moll, LeiPortion Selbstvertrauen
terin der Mobilitätsberazurück.“ Denn unterm
„Sie gehen weg, um in der tung beim Deutschen InStrich sei solch ein AusSprache dazu zugewinnen. dustrie- und Handelslandsaufenthalt nichts ankammertag e.V., sei eine
Und kommen mit einer gro- gute Möglichkeit für eideres als pure Persönlichßen Portion Selbstvertrauen nen Perspektivwechsel,
keitsentwicklung.
zurück.“ wie Bildung in anderen
Doch wie stellt man es an,
nach Spanien, Finnland
Ländern funktioniere. „Je
oder anderswohin zu
nach erwünschtem Lernkommen? „Was wenige wissen: Maximal 25 Pro- ergebnis und Möglichkeit werden die Auszubilzent der Ausbildungszeit kann man im Ausland denden in entsprechende Partnerorganisationen
absolvieren“, sagt Horst Rindfleisch. „Und viele vermittelt.“
Programme unterstützen dies.“ Auf der bil- Es gebe allerdings noch zu viele Firmen, welche
dungsdoc-Homepage sind allein neun solcher die Möglichkeiten eines Auslandspraktikums
Programme aufgelistet, darunter „ERASMUS+ nicht kennen, weiß Horst Rindfleisch. „Dabei
Praktika“, „Erasmus+ für Berufsbildung“, „Aus- profitieren die Betriebe durch gesteigerte MotilandsBAföG“ fürs Praktikum oder das EU-Portal vation, Fremdsprachenkenntnisse, erste Kontakfür Stipendien, welches Stipendien vom Aus- te ins Ausland, Selbstvertrauen und Persönlichlandssemester bis zum Auslandspraktikum ver- keitsentwicklung ihrer Mitarbeiter, die so fit wermittelt. Es gibt die DAAD-Praktikavermittlung den für die globalisierten Märkte.“ Es sei für alle
und die Haniel-Stiftung. Beide fördern Auslands- drei Parteien – für Lehrling, Ausbildungsbetrieb
praktika.
und ausländischen Praktikumsbetrieb – eine
Jugendliche sollten anrufen und einen Termin Win-Win-Situation. Also genaugenommen sogar
Thessa Wolf
mit einem Bildungsberater vereinbaren, sagt der eine Win-Win-Win-Situation.
C
21
www.zukunft-in-sachsen.de
Auf Mission Grips
Medienkompetenz gehört in immer
mehr Unternehmen wie den Oberlausitz-Kliniken zur Ausbildung dazu. Das hilft auch im Job weiter,
sagen die Azubis.
D
en Sportteil liest Charlotte Altmann
gern, ebenso die Seiten mit dem politischen oder lokalen Teil. Warum gehen
immer weniger Menschen wählen, schließen sich
stattdessen Protestbewegungen an? Das ist so eine Frage, die die 19-Jährige beschäftigt. „Junge
Leute sollten wissen, was um sie herum passiert“,
sagt die angehende Hebamme im ersten Lehrjahr. Das erfahre man im Internet. Jedoch fehle
ihr im Schichtdienst die Zeit, nach Informationen zu googeln. Auch sei deren Verlässlichkeit
dort nicht unbedingt gegeben. Dafür umso mehr
in der Sächsischen Zeitung.
Die darf Charlotte Altmann jetzt ein Jahr lang kostenlos lesen. Ihr Ausbildungsbetrieb, die Oberlausitz-Kliniken gGmbH (OLK), macht’s möglich. Das
Unternehmen schickt seine Azubis auf die „Mission
Grips“ der Sächsischen Zeitung. OLK-Geschäftsführer Reiner E. Rogowski schaut berufsbedingt häufig
in die Online-Ausgabe, auf die gedruckte Zeitung
möchte er dennoch nicht verzichten.
Statistisch gesehen sei 2013 jeder dritte Einwohner des Landkreises Bautzen in den Einrichtungen des Klinikverbunds gewesen. Über die Anschaffung neuer Technik wie des Herzkatheters
zum Beispiel informiert das Unternehmen in der
SZ. In der Zeitung spiegelt sich ebenso die Resonanz der Menschen auf Entscheidungen wie den
Bau der neuen Kliniken für Kinder- und Jugendmedizin sowie für Frauenheilkunde und Geburtshilfe oder zur Übernahme von Arztpraxen
wider, sagt Reiner E. Rogowski. Dass sich die
Azubis regelmäßig darüber wie auch über die
großen gesundheits- und sozialpolitischen Themen informieren, das sei sehr wichtig. Die OLK
bieten 89 Ausbildungsplätze in fünf Berufen an,
davon allein 75 für Gesundheits- und Krankenpfleger. Dazu drei Plätze für BA-Studenten. Zehn
angehende Ärzte werden in ihrem praktischen
Jahr in den Krankenhäusern in Bautzen und Bischofswerda ausgebildet. Seit 2001 lege man großen Wert auf die Ausbildung in den eigenen
Häusern, so Reiner E. Rogowski. Nach seiner Ansicht könne ein rundum informierter Berufsnachwuchs nur gut sein fürs Unternehmen. Es
beteiligt sich daher erneut an der „Mission
Grips“. Begleitet wird das SZ-Projekt vom Institut für Kommunikationswissenschaften der TU
Dresden. Wissenstests mit den Teilnehmern belegen einen Wissenszuwachs bei denen, die ein
Jahr lang regelmäßig in die Zeitung schauen.
Politik, Sport, Kultur oder Medizin – Azubis sind
durch das Zeitunglesen informierter. Das kommt
ihrem Job zugute. Lisbeth Übermuth hat das
schon selbst festgestellt. Die 20-Jährige im ersten
Lehrjahr möchte Gesundheits- und Krankenpflegerin werden. Aus der Zeitung erfahre sie, was
aktuell ist. So könne sie viel besser mitreden,
wenn ältere Patienten sich über Ereignisse unterhalten oder das Klinikpersonal darauf ansprechen. Lisbeth Übermuth und Charlotte Altmann
finden die „Mission Grips“ super. Je nach Schicht
schauen die beiden jungen Frauen täglich morgens oder am Nachmittag in die Zeitung. Davon
haben sie selbst etwas – und ihr Ausbildungsbetrieb ebenfalls.
Constanze Knappe
----------------------------------------------------------3 Kontakt:
Sächsische Zeitung
Elisabeth Olshausen
Olshausen.elisabeth@dd-v.de
Telefon: 0351 4864-2684
Checkliste zum Ausbildungsbeginn
Den Traumjob gefunden, den Ausbildungsvertrag unterschrieben? Nun wird es aber auch Zeit für einige Formalitäten. Hier eine
kleine Checkliste, woran man alles denken sollte, bevor man ins
Azubi-Leben startet:
3 Ein Gehaltskonto einrichten. Der Arbeitgeber braucht zudem
die IBAN, um termingerecht die Ausbildungsvergütung überweisen zu können. Viele Geldinstitute haben insbesondere für
junge Menschen spezielle Konditionen. Manche locken etwa
mit einem gebührenfreien Konto, andere wiederum spendieren
ein Startguthaben. Ganz wichtig: Wer noch nicht volljährig ist,
benötigt für die Kontoeröffnung das Einverständnis der Eltern.
3 Eine Lohnsteuerkarte beim Finanzamt beantragen.
3 Den Sozialversicherungsausweis für den Arbeitgeber kopieren.
Jeder Arbeitgeber zahlt in der Regel neben der Lohnsteuer
auch Sozialbeiträge für Kranken-, Pflege-, Renten-, Unfall- und
Arbeitslosenversicherung.
3 Nachweis der Krankenversicherung anfordern.
3 Bei Bedarf eine ärztliche Bescheinigung einreichen.
3 Wenn nötig, frühzeitig nach einem polizeilichen Führungszeugnis fragen – für manche Jobs ist das Bedingung.
3 Vermögenswirksame Leistungen beim Arbeitgeber erfragen. Eine Chefs unterstützen ihre Azubis beim Sparen mit vermögenswirksamen Leistungen (VL), das heißt: Man spart einen Teil des
Verdienstes und bekommt zur Belohnung noch etwas oben
drauf. Grundsätzlich kann man beim geförderten VL-Sparen
zwischen Anlagen in Vermögensbeteiligungen wie Investmentfonds oder in wohnwirtschaftlichen Anlagen wie einen Bausparvertrag wählen. Diese Geldleistung seitens des Arbeitgebers ist
im Tarifvertrag, in einer Betriebsvereinbarung oder im Arbeitsvertrag vereinbart.
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Lisbeth Übermuth (li.) und Charlotte Altmann schauen täglich in die SZ. Gut informiert zu sein, hilft
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Facebook, Twitter, Mails & Co.
Darf man in der Arbeitszeit
oder Pause privat im Internet
surfen oder besser nicht?
E
ine Pizza bestellen, den Kontostand abrufen, schnell mal dem
Kumpel ein Foto von der Vorabend-Fete schicken: In Zeiten des Internets ist per PC, Smartphone oder Tablet
alles möglich. Man kann sich seine geschäftlichen E-Mails auf sein Handy schicken lassen. Alles soweit ok! Aber darf
man während der Arbeitszeit oder in der
Pause am Firmen-PC schnell mal bei Facebook „reinschauen“ – oder kann das eine
Abmahnung geben? Was ist erlaubt, was
nicht? Dazu gibt es aktuelle Urteile, die
man kennen sollte.
Blick in die
Betriebsvereinbarung
Manche Chefs sehen die Sache locker, andere dagegen überhaupt nicht. Zwischen
den Geschäftsmails mal kurz einen Blick
auf die eigenen, privaten Nachrichten werfen, schnell mal online nach einem Urlaubsschnäppchen suchen: Manche Firmen dulden das, wenn es in Maßen gemacht wird. Allerdings nicht offiziell, sie
drücken halt ein Auge zu. Denn tatsächlich
gilt der Firmen-PC als Arbeitsmaterial, das
vom Unternehmen nur für Arbeitszwecke
zur Verfügung gestellt wird. Und die private Nutzung ist daher nicht erlaubt. Einige Firmen lassen sich diese Betriebsvereinbarung auch bei der Einstellung des Mitarbeiters schriftlich bestätigen. Es kann also
ins „Auge“ gehen, wenn man vom Firmenschreibtisch ins private Netz geht. In leichteren Fällen kann es zur Abmahnung, im
schlimmsten Fall sogar zur Kündigung
führen.
Nur der Arbeitgeber darf entscheiden, ob und in welchem Umfang er die private
Foto: Fotolia – Petr Ciz
Internetnutzung im Betrieb erlaubt.
Urteile von Arbeitsgerichten
3 Wird der private Internetgebrauch eindeutig untersagt, drohen dem Angestellten
bei Zuwiderhandlung umgehend Konsequenzen. Allerdings darf nicht bereits
nach dem ersten Verstoß eine Kündigung
ausgesprochen werden. Selbst dann nicht,
wenn er eine Art Verzichtserklärung im
Vorfeld unterschrieben hatte. Die Nutzung
muss jedoch nur kurzfristig und auch nur
für unverfängliche Zwecke erfolgt sein. So
urteilte das Landesarbeitsgericht Rhein-
land-Pfalz, Az. 6 Sa 682/09 und berief sich
dabei auf ein Grundsatz-Urteil vom Bundesarbeitsgericht, Az. 2 AZR, 386/05. Kurzum: Wer privat surft, kann zunächst erst
einmal abgemahnt werden. Lässt er es
trotz Abmahnung nicht, kann er gekündigt werden.
3 Auch wenn der Chef das private Surfen
grundsätzlich erlaubt, kann dies heikel
werden. Ist man während der Arbeitszeit
mehr privat als geschäftlich im WWW unterwegs, ist das ein Kündigungsgrund
(Bundesarbeitsgericht, Az. 2 AZR 581/04)
Die Arbeitsrichter sehen in einer intensiven Nutzung des Internets für private
Zwecke während der Arbeitszeit eine Verletzung der arbeitsvertraglichen Pflichten.
3 Es gibt aber auch juristisch mildere Auslegungen in Sachen Privatnutzung des Firmenrechners: Wenn der Vorgesetzte weiß,
dass seine Mitarbeiter auch privat im Netz
sind, er aber nichts dagegen unternimmt,
kann der Arbeitgeber nicht aus heiterem
Himmel eine Kündigung aussprechen. Erst
ist eine Abmahnung fällig.
3 Gleiches gilt für Privat-Mails vom Firmen-PC. Auch, wenn die Mitarbeiter per
Rundmail darüber informiert wurden,
dass der private E-Mail-Verkehr strikt untersagt ist, darf bei einem Verstoß nicht
sofort die Kündigung erfolgen. Im Regelfall muss zuerst eine Abmahnung ausgesprochen werden. So entschied das Landesarbeitsgericht Hessen, Az. 5 Sa 987/01.
3 Unerbittlich sind die Gerichte, wenn
man in sozialen Netzwerken wie Facebook
oder Twitter seinen Chef als „Ausbeuter“
und „Menschenschinder“ tituliert und damit beleidigt. Dem Verfasser dieser Beleidigung droht eine schnelle Kündigung. Besonders dann, wenn der Mitarbeiter eine
Vertrauensposition innehatte – so das
Landesarbeitsgericht Hamm, Az. 3 Sa
644/12.
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aneignet. Natürlich sind Kundenberatung und aktives Verkaufen
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in dreizehn Berufen hat REWE.
Einer von ihnen ist Sascha K., 22,
aus Hannover.
Warum eine Ausbildung
bei REWE?
REWE wirbt damit, Azubis zu
übernehmen und ihnen KarriereChancen zu bieten. Das hat mich
erst auf den Einzelhandel gebracht. Und REWE bildet ja in
vielen Berufen aus. So bin ich auf
deren Internetseite auf den Kaufmann im Einzelhandel mit der
Fachrichtung Feinkost gestoßen.
Mit frischen Lebensmitteln arbeiten und direkten Kundenkontakt
haben - genau das ist, was ich gesucht habe.
Probieren geht über Studieren: Feinkost-Experte Sascha K. erfährt im Dialog mit den Kunden schnell,
was ankommt und was nicht.
Wie sieht ein typischer
Arbeitstag aus?
Es kommt ganz darauf an, wo ich
eingesetzt werde - im Servicebereich für Fleisch, Wurst oder Käse oder im Backshop. Egal, in
welcher Abteilung man ist, ich
habe dafür zu sorgen, dass alle
angebotenen Lebensmittel frisch
und verfügbar sind und optisch
schön präsentiert werden. Ich
kann meiner Kreativität freien
Lauf lassen, was die Bestückung
der jeweiligen Abteilungen an-
geht. Zum Job gehören auch die
täglichen Bestellungen: Welche
Ware wird gebraucht? Welche
läuft aktuell gut und wonach haben Kunden gefragt, was ich neu
ins Sortiment aufnehmen könnte? Da ist Fingerspitzengefühl nö-
Was war die größte
Herausforderung?
Ich wollte von Anfang an Gas geben und alles lernen. Ich hatte
Glück, dass ich einen sehr guten
Chef hatte, der mir vom ersten
Ausbildungstag an vollstes Vertrauen schenkte. Er hat mir alles
Stück für Stück beigebracht. Ich
war dadurch bereits im zweiten
Ausbildungsjahr so gut vorbereitet, dass ich zeitweise die Feinkost-Abteilung geleitet habe. Das
heißt: Drei Wochen der Chef zu
sein. Alles zu managen und für
alles die Verantwortung zu tragen. Ware zu bestellen und genau
zu kalkulieren. Natürlich machte
ich Fehler. Aber daraus lernte
ich, es beim nächsten Mal besser
zu machen.
Gleisbauer
ist ein Beruf der Bauindustrie und dauert 3 Ausbildungsjahre. Diese
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Hightech mit Zukunft vom Handwerker von heute: Auch Solaranlagen sind ein Fall für
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den Dachdecker.
„Dächer gibt’s
auch ohne Rezept“
Eine zukunftssichere Ausbildung
ist im Dachdeckerhandwerk Sachsen möglich – auch ohne Abitur
sprung eines ausgelernten Dachdeckers gegenüber einem Studierenden am Ende seiner Ausbildung kann sich durchaus im sechsstelligen Bereich bewegen. Und dabei ist der Arbeitsalltag
des Dachdeckers alles andere als eintönig. Seine
enn in Deutschland vom Fachkräfte- Aufgabenbereiche erstrecken sich von der Funmangel die Rede ist, sind damit damentabdichtung bis zur Dachgestaltung –
meist die akademischen Berufe ge- auch mit Solartechnik und Begrünung „on top“ –
meint. „Ohne Abitur sinken die Chancen für Er- und von der energetischen Optimierung der Gefolge im Arbeitsleben“, betonen viele Bildungs- bäudehülle bis zur Gestaltung und Ausführung
experten und Politiker. Entsprechend groß ist von Fassaden. Die Materialvielfalt reicht von
der Zulauf auf die GymHolz
über
Keramik,
nasien. Seit dem Jahr 2000
Kunststoff, Bitumen bis
ist laut Statistischem Bunzu Beton und einer VielGrundsolide undbeständige zahl von Metallen. Bei der
desamt der Anteil von
Handarbeit ist der Schlüssel Entwicklung neuer BauSchulabschlüssen
mit
zum Erfolg im Beruf. stoffe sind Dachdecker als
Fachhochschuloder
Hochschulreife um rund 7
Praktiker ebenso involProzent gestiegen. Das
viert wie bei der DefinitiAbitur muss sein, heißt die Devise – selbst wenn on neuer Normen.
es nur mittels acht- oder neunjähriger Nachhilfe Die Art des Schulabschlusses ist für die Ausbilgerade so gelingt.
dung im Dachdeckerhandwerk eher zweitrangig.
„Dabei sind gute Fachkräfte gerade im Handwerk Gefragt sind Menschen mit Spaß an Sport, Teamgesucht - und das gerne auch ohne Abitur“, be- geist und praktischem Verständnis sowie dem
tont ein Sprecher des Dachdeckerhandwerks in Willen, mit eigenen Händen Ideen zu verwirkliSachsen. „Denn auch Universitäten, Arztpraxen chen. Übrigens: Auch wer seine Karriere im
und Anwaltskanzleien brauchen – wie jeder Dachdeckerhandwerk mit einem Haupt- oder
Mensch - ein dichtes Dach über dem Kopf und Mittelschulabschluss begonnen hat, ist nicht
energetisch optimierte Gebäude“.
nach bestandener Gesellenprüfung am HöheEine zukunftssichere Ausbildung ist also auch – punkt seiner Laufbahn angelangt. Zusatzqualifioder vielleicht sogar gerade – im Handwerk mög- kationen wie etwa zum Energieberater machen
lich. Weitgehend unabhängig von oft nur kurzle- seine sichere Zukunft noch sicherer. Und die
bigen Technik-Trends und angesagten Hypes, ist Meisterprüfung eröffnet Dachdeckern nicht nur
hier grundsolide und beständige Handarbeit der die Chance zur Betriebsleitung oder BetriebsSchlüssel zum Erfolg und der Garant für einen gründung, sondern auch die Türen zu vielen
Fachhochschulen und Studiengängen.
(SZ)
Beruf mit Perspektiven.
„Gerade die Dachdecker sind es, die keine Billig- ------------------------------------------------------------Massenware wie so manche Ingenieure entwi- 3 Mehr Infos zu den Berufsperspektiven
ohne Abitur gibt es im Internet unter
ckeln und auf den Markt werfen, sondern Unikawww.DachdeckerDeinBeruf.de
te planen und erstellen“, so der Sprecher des
www.dachdecker-in-sachsen.de
Dachdeckerhandwerks. Handarbeit, die sich
und bei den regionalen Dachdecker-Innungen.
durchaus lohnt. Denn der Einkommensvor-
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Philosoph mit grünem Daumen
Es war einmal ein junger Ostfriese, den es von Emden nach
Sachsen zog. Seine Wahl fiel
auf Dresden sowie auf das
Studium der Philosophie.
Doch dann kam alles anders.
Containern durch den Verkaufstrakt, füllt
die Bestände auf und steht später den
Kunden beratend zur Seite. „Neben der inhaltlichen Abwechslung genieße ich auch
die körperliche Bewegung sehr. Früher saß
ich den ganzen Tag und musste mir extra
noch eine sportliche Betätigung suchen.
Das ist jetzt nicht mehr nötig.“
Aller zwei Wochen holt sich der 24-Jährige
an der Berufsschule in Dresden-Naußlitz
das theoretische Rüstzeug und freut sich
dort schon wieder auf die Praxis, in der er
angeregt wird, auftauchende Probleme sel-
V
ier Semester später fand Keno
Kratzel die Ortswahl immer noch
ok, fragte sich aber immer häufiger: „Was mache ich hier eigentlich? Wofür ist das gut? Und warum gibt es eigentlich nie einen richtigen Feierabend?“ Die
Inhalte gefielen ihm zwar nach wie vor,
aber gleichzeitig fehlte ihm immer stärker
eine verlässliche Tagesstruktur mit einer
Abgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit,
Arbeitstagen und Wochenende.
Allmählich wurde der Wunsch nach einer
beruflichen Alternative stärker und damit
auch die Frage: Lieber ungelernt jobben
oder eine richtige Ausbildung? Zu Pflanzen hatte er schon immer ein besonderes
Verhältnis – und nach zwei Tagen Probearbeit im Sommer 2013 bei der Gartenbaufirma Rülcker waren die Würfel für eine
Lehre im Gartenbau gefallen.
Im Februar 2015 topft Keno Kratzel im
Gewächshaus eine Jungpflanze nach der
anderen ein, Topf für Topf, Reihe für Reihe: 1 500 Pelargonien und 3 000 Begonien
sind es am Ende. Das bewährte Tandem
mit seiner Ausbilderin Jutta Ulbrich und
die maschinelle Unterstützung erleichtern die Arbeit zwar, aber irre spannend
sieht das trotzdem nicht aus. Keno Kratzel lacht: „Ehrlich, Langeweile habe ich
hier noch nie erlebt! Im Gegenteil, ich
kann mir nichts Abwechslungsreicheres
vorstellen.“ Zu den Aufgaben des künftigen Gärtners gehört nicht nur der Einsatz
in der Pflanzenproduktion, sondern auch
das wachsende Verständnis für die Anforderungen an Nährstoffe, Düngemittel
und Pflanzenschutzmittel sowie die Be-
„Allmählich fange ich
an, den Zyklus des
Jahres bewusst wahrzunehmen.“
Keno Kratzel hat mit dem Beruf des Gärtners gleichzeitig auch seine Berufung gefunden.
Foto: Susanne Voigt
dienung der modernen technischen Anlagen. Zu diesen zählen die energiesparenden Gewächshausschirme, die rechnergestützte Klimasteuerung und die EbbeFlut-Bewässerung. Auch die Zusammenstellung und Verteilung der Lieferungen
für den Großmarkt und die beiden weiteren firmeneigenen Endverkaufsstellen
stehen auf seinem Plan. Zusätzliche Einsatzbereiche sind der Pflanzenverleih auf
Festen und Messen, die Innenraumbegrünung und der Pflanzenüberwinterungs-Service.
Wenn im März die Hauptsaison beginnt,
ändern sich auch die Tagesinhalte. Dann
rollt Keno Kratzel früh zuerst mit den
ber zu lösen und nicht gleich nach Hilfe zu
rufen, wenn ein Schlauch kaputt ist oder
die Schattierung klemmt. „Unsere Chefs
orientieren uns stark darauf, uns selber einen Kopf zu machen.“, sagt Keno Kratzel
und ist darüber sichtbar froh.
Was ihm außerdem gefällt? „Ich lerne viel
über die Pflanzen als Lebewesen und über
die Bedingungen, die sie brauchen. Allmählich fange ich an, den Zyklus des Jahres bewusst wahrzunehmen. Ganz wichtig
ist mir auch die freundliche Atmosphäre
in unserer Firma und zwischen den Kollegen. Und ich bin sehr dankbar, dass wir
ganz individuell gefördert werden – je
nachdem, wo unsere jeweiligen Interessen
liegen.“
Bereut hat er seine Entscheidung, das Studium gegen eine Lehre zu tauschen, keinen
Augenblick. „Wer sich hier unterfordert
fühlt, macht was verkehrt.“, so sein überzeugtes Resümee. Selbst für die Philosophie
hat er jetzt noch Zeit – abends beim Bier mit
früheren Kommilitonen.
Susanne Voigt
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es eines der größten Arbeitgeber der Region. Dadurch haben unsere Auszubildenden ein breites Ausbildungsspektrum und lernen vor allem verwaltungsorganisatorische Arbeitsabläufe selbstständig zu planen,
zu organisieren und durchzuführen. Eine Ausbildung im SKH Großschweidnitz ist also immer abwechslungsreich und interessant. Ab sofort können Sie sich für eine Ausbildung zum/zur
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bringt Ihnen den Vorteil, dass Sie nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung universell einsetzbar sind.
Sie sollten:
• den Realschule oder eine gleich- oder höherwertige Schulbildung haben und gute Noten in Deutsch
und Mathematik haben
• persönliche Eignung für diesen Beruf mitbringen
• grundlegendes Interesse an PC-Arbeit und Verwaltungsabläufen haben
• gut mit Menschen umgehen können
• kommunikativ und freundlich zugewandt sein
• flexibel und teamfähig sein
Schwerbehinderte sind ausdrücklich zur Bewerbung aufgefordert.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Diese schicken Sie an
Sächsisches Krankenhaus Großschweidnitz
Personalabteilung
Dr.-Max-Krell-Park 41 | 02708 Großschweidnitz
oder online: bewerbung@skhgr.sms.sachsen.de
Bäume und Sträucher, Wege- und Terrassenbau, Maschinen- und Teamarbeit. Natur
soweit das Auge reicht: All das gehört zum
Beruf „Grün“. Grüne Berufe sind allerdings
nichts für Stubenhocker, sondern für fitte
Leute, die zupacken können. Die Branche
heißt: Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, kurz: GaLaBau. Leute, die in diesem Bereich arbeiten, nennt man Landschaftsgärtner. Außer dem GaLaBau gibt es
noch sechs andere Fachrichtungen im grünen Bereich:
3 Baumschulen: Hier werden Bäume, Hecken und Sträucher produziert
3 Friedhofsgärtnerei: ... weil Friedhöfe ohne Bäume, gepflegtem Rasen und bunte
Blumen leider einfach nur trist und grau
wären.
3 Gemüsebau: Anbau von knackigem Gemüse im Freiland und unter Glas
3 Obstbau: Äpfel, Birnen, Erdbeeren – Süßes für den Früchteverkauf
3 Staudengärtnerei: Vermehrung und Anzucht von mehrjährigen Staudenpflanzen
3 Zierpflanzenbau: Von hier stammen die
vielen Blumensträuße und Blumentöpfe,
die es im Handel zu kaufen gibt.
In Deutschland gibt es mehr als 16 500
Landschaftsgärtner-Fachbetriebe mit mehr
als 103 000 Mitarbeitern, dazu kommen
noch mehr als 6 700 Auszubildende. Wer
sich für einen grünen Job interessiert, sollte
frühzeitig einmal hineinschnuppern – zum
Beispiel während eines Praktikums. Denn
wer sich um eine Ausbildungsstelle bewirbt
und vorher schon erste praktische Erfahrungen gesammelt hat, zeigt seinem Chef damit, dass man engagiert in seine Zukunft
geht.
Mehr Infos gibt es unter: www.galabau.de.
27
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Zwischen
Nelken
und
Narzissen
Egal, ob Frühling, Sommer, Herbst
oder Winter: Blumen und Pflanzen
spielen immer eine wichtige Rolle
für Linda Kinzel – die Dresdnerin ist
im dritten Lehrjahr ihrer Ausbildung
zur Floristin.
B
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Die angehende Floristin Linda Kinzel wusste schon als kleines
Kind, welchen Beruf
sie einmal erlernen
will.
Foto: Susanne Voigt
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lumen und Pflanzen mochte Linda Kinzel
bereits als kleines Schulkind. „In der
Grundschule habe ich das schon auf diese
Steckbriefe geschrieben, auf denen man seinen
Berufswunsch notieren sollte“, erinnert sie sich.
„Wir hatten einen großen Garten zu Hause, und
meine Tante führt einen Blumenladen. Da gab es
automatisch eine starke Verbindung.“
In der zehnten Klasse verschickte sie zwar insge- Inzwischen ist Linda Kinzel im 3. Lehrjahr und
samt drei Bewerbungen zur Ausbildung als Flo- wechselt wie ihre Kolleginnen zwischen Frühristin und Industriekauffrau. Doch die beiden und Spätschichten. Auch ihre Aufgaben sind
anderen spielten keine Rolle mehr, nachdem sie umfangreicher geworden. „Am Morgen nehme
probeweise bei der Dresdner Firma Rülcker ge- ich zuerst die frischgebundenen, bestellten
arbeitet und die ungewöhnliche Vielfalt an Ar- Sträuße mit in den Laden, schaue nach den vorbeitsbereichen und Aufgaben kennengelernt handenen und fange an, im Kundenauftrag neue
hatte. Auch der Arbeitgeber entschied sich für zu binden. Den größten Spaß macht mir der persie; von da an wurde Linda Kinzel, wie schon sönliche Kontakt zu Kunden und die Beratung.“
viele Lehrlinge vor ihr, sorgsam und bedacht an Ihr Ausbildungsbetrieb, der im vergangenen
Jahr sein 150-jähriges Judie neuen Anforderungen in ihbiläum feierte, sorgt zurem Job herangeführt.
sätzlich für gutes Klima:
„Ich war im ersten Lehrjahr in
unserem Hauptgeschäft sowie in
„Auch heute noch er- Jeden Morgen gegen halb
den beiden Läden auf der Karfreue ich mich daran, sechs begrüßen der Seder Geschäftscherallee und auf der Räcknitzhödass ich den ganzen niorchef,
führer und die Ausbildehe fast ausschließlich mit der LaWeg vom Samen über rin ihre Schützlinge per
denpflege betraut. Dadurch hatdie
Jungpflanze bis zur Handschlag, verteilen daten die Facharbeiterinnen den
Rücken für das Binden der Sträuerwachsenen Pflanze nach die Arbeit und
ße und die Kundenbedienung
miterlebe.“ schauen offensichtlich
sehr genau, dass es jedem
frei“, weiß die 18-Jährige noch.
gut geht – das reicht bis
Das hieß: Sie überprüfte das Bluhin zur Förderung der
menwasser und die vorhandenen
Sträuße, bereitete die Blumen für die neuen einzelnen Stärken und Interessen.
Sträuße vor und wischte Regale und Laden aus. Das theoretische Fundament vermittelte die BeUnd: Ganz nebenbei bekam sie beim Zuschauen rufsschule, die Floristinnen und Gärtner geund -hören jede Menge nützlicher Informatio- meinsam unterrichtet. Dort standen Fächer wie
nen für den Umgang mit Menschen und Pflan- Pflanzenkunde, Farblehre, Informatik und Lazen mit. Erste Anleitungen für die ansprechende dengestaltung auf dem Plan, ebenso wie BindeGestaltung eines Geschäftes folgten und die Er- techniken und die Ansprüche an einen Strauß.
mutigung, einen eigenen kleinen Strauß aus Al- Beim Wettbewerb „Juniorflorist“ konnte Linda
penveilchen zu binden – „weil die so gut zu Kinzel dieses Wissen gut gebrauchen. Mit ihrem
Brautstrauß, einem normalen Strauß und einer
handhaben sind“, erinnert sich Linda Kinzel.
Auch die Umstellung auf den neuen Lebens- bepflanzten Schale hat sie die Generalprobe für
rhythmus ist ihr noch gut im Gedächtnis: „Im die Abschlussprüfung im April bereits bravouersten Jahr hatte ich nur Frühschicht und muss- rös bestanden.
te jeden Tag zwischen 4.00 und 4.30 Uhr aufste- Ihre praktische Ausbildung bei der Firma Rülhen, um pünktlich 6.30 Uhr da zu sein. Nach der cker wird sie mit einem über die vergangenen
Arbeit war ich derartig k.o., dass ich nur noch drei Jahre liebgewonnenen Ritual beenden: An
gegessen habe und ins Bett gegangen bin. Das ihrem letzten Tag als Auszubildende wird sie zuwar zwar hart, aber mir macht die Arbeit großen sammen mit den anderen Lehrlingen kurz vor
Spaß. Zum Beispiel freue ich mich daran, dass Feierabend die Schubkarre voller Blätter und
ich den Weg vom Samen über die Jungpflanze Blüten zum Komposthaufen schieben.
bis zur erwachsenen Pflanze miterlebe.“
Susanne Voigt
Äußere Bautzner Str. 49a • 02708 Löbau/Sachsen • Tel. 03585 80400
Wir vergeben für das Ausbildungsjahr 2015/2016 einen Ausbildungsplatz zum
Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel
Sie sollten...
• eine abgeschlossene Schulausbildung haben (Realschulabschluss / Gymnasium)
• gute Leistungen in Mathematik und Deutsch vorweisen können
• eine positive Ausstrahlung besitzen
• Freude am Umgang mit Menschen haben
• kommunikativ und teamfähig sein
• zuverlässig, selbständig und gewissenhaft arbeiten können
• ein freundliches, sicheres Auftreten und Kontaktfreudigkeit besitzen
• Fremdsprachkenntnisse (tschechisch / englisch ) sind von Vorteil
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und beginnt im Sommer 2015.
Wir freuen uns über Ihre Bewerbung !
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Telefon: (03586) 3306-23 • Telefax: (03586) 3306-40 • E-Mail: c.baehr@evg-holz.de
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