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Fairmas Hotel-Report 03/2015 Im Fokus: Von

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Hotel-Report
Ausgabe März 2015
Im Fokus Von technologischen Abläufen und neuen Clustern –
der D-A-CH-Tag auf dem IHIF-Kongress
© INFINITY - fotolia.com
Fairmas
Hotel-Report
in Kooperation mit SolutionsDotWG
Inhaltsverzeichnis
Editorial   3
Februar 2015 im Vergleich zum Vorjahr   4
Das Fairmas Trendbarometer   8
Im Fokus   16
Die Herausgeber des Fairmas Hotel-Report   21
Disclaimer   22
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Solutions Dot WG GmbH | Kranzerstraße 6-7 | 14199 Berlin | www.solutionsdotwg.com
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Fairmas
Hotel-Report
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Die Teilnehmerliste des Internationalen Hotel Investment Forum (IHIF) vom 2. bis zum 4. März in Berlin
las sich wie das who-is-who der Branche: fast alle CEO der großen Hotelketten, Tourismusminister aus
aller Welt und vor allem Investoren und Hoteliers. Zum zweiten Mal gehörte der dritte IHIF-Kongresstag
den Schwerpunktthemen der Hotellerie in Deutschland, Österreich und der Schweiz, kurz D-A-CH-Region. Experten diskutierten Entwicklungen zwischen digitalen Reisewelten, neuen Hotelkonzepten und
ganz praktischen Ansätzen wie der Clusterbildung in Österreichs Ferienhotellerie. Was sich dahinter verbirgt? Lesen sie den Hotel-Report mit seinen inspirierenden Impulsen, Denkanstößen und Visionen.
Aufwärts, abwärts oder doch geradeaus?
Wie gewohnt die aktuellen Branchen-Zahlen im Fairmas Hotel-Report.
Das Team des Fairmas Hotel Report
Gabriele Kiessling & Nadine Kilian
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Februar 2015 im Vergleich zum Vorjahr1
Aktueller Überblick über die Hotel-Performance
für ausgewählte Destinationen in Deutschland
Vorläufige Kennzahlen (täglich erhoben), verstehen sich als Vergleich zum jeweiligen Vorjahreswert, gerundete Werte
Quelle: Fairmas GmbH/STR Global, Stand 28.02.2015
1
Berlin
Occ: 65 %, ADR: 93 €, RevPar: 61 €
Dresden
Occ: 39 %, ADR: 64 €, RevPar: 25 €
Berlin schaut auf einen enttäuschenden Febru-
Im letzten Jahr noch freute sich Dresden über ei-
ar zurück. Viel hatten die Hoteliers ohnehin nicht
nen ungewöhnlich guten Februar. In diesem Jahr
erwartet, denn das Fehlen der Bautec-Messe, die
müssen sich die Hoteliers der Stadt mit starken
nur alle zwei Jahre stattfindet, ließ eine Steige-
Einbußen sowohl im Corporate- als auch im Lei-
rung der Performance eher unwahrscheinlich er-
sure-Geschäft abfinden. Wenige Tagungen und
scheinen. Auch der Krebskongress fehlte in die-
Meetings gab es in der Stadt. Zwei volle Wochen
sem Jahr in den Büchern. Die Fruit Logistica, auch
Winterferien hatten das noch begünstigt. Die Ent-
wenn die Hoteliers mehr von der Messe erwartet
wicklung des Rubelkurses hat zur Folge, dass
hatten, lief in den meisten Häusern ganz gut. Tat-
viele russische Gäste ausbleiben. Zusätzlich hat
sächlich konnte die Belegung um 4 % im Vergleich
die Pegida-Berichterstattung dazu geführt, dass
zum Vorjahresmonat gesteigert werden. Das ist vor
Leisure-Gäste sich lieber für andere Destinationen
allem mit der großen Nachfrage im Leisure- und
entscheiden. Alles in Allem ging die Belegung um
Gruppenbereich zu erklären. Auch die Corporate-
9 % zurück, die Rate um 3 % und die Hoteliers der
Nachfrage war sehr gut, doch ebenso preissensi-
Stadt müssen sich mit einem um 12 % gesunke-
bel. So mussten die Berliner Hoteliers einen Raten-
nen RevPar abfinden.
rückgang um 2 % hinnehmen – der RevPar stieg
um 1 %.
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Düsseldorf
Occ: 64 %, ADR: 96 €, RevPar: 62 €
Hamburg
Occ: 73 %, ADR: 96 €, RevPar: 69 €
Der Februar zeigte sich in Düsseldorf besonders
Der Februar zeigte für die Hamburger Hoteliers ein
negativ in diesem Jahr. So verzeichnete der Mo-
Wachstum, vor allem bedingt durch die positive
nat einen RevPar-Rückgang von insgesamt 32 %,
Entwicklung in der Belegung von + 4 %, was zu ei-
vor allem beeinflusst von einer extrem negativen
ner RevPar-Steigerung von über 6 % führte. Grund
Entwicklung in der Rate (- 25 %). Durch die fehlen-
für die positive Entwicklung war laut Aussagen vie-
de Euroshop Messe (3-Jahresturnus) war der Fe-
ler Hoteliers eine sehr starke Nachfrage im Bereich
bruar 2015 bei weitem nicht so erfolgreich wie im
MICE- und Individualgeschäft. Auch Business-
letzten Jahr. Auch die GDS in der ersten Februar-
Groups waren in diesem Jahr sehr stark vertreten.
woche (04.-05.03.2015), die nun erstmals nach 2
Weiterhin fanden 2015 viele kleinere Events und
Jahren wieder allein auftrat konnte das Ergebnis
Kongresse statt, wie z.B. Reisen Hamburg Mes-
insgesamt nicht nach oben korrigieren. Hinzukam,
se oder der Kongress Christlicher Führungskräfte,
dass Karneval in 2014 in der ersten Märzwoche
welche für den Ratenanstieg ursächlich waren.
lag, was 2015 nicht der Fall war.
Frankfurt
Occ: 73 %, ADR: 122 €, RevPar: 89 €
Köln/Bonn
Occ: 70 %, ADR: 101 €, RevPar: 71 €
Köln/Bonn schaut auf einen starken Februar zu-
Der Februar brachte insgesamt ein positives Ergeb-
rück. Es gab eine Belegungssteigerung um 8 %,
nis für die Frankfurter Hoteliers. Die Überhangtage
die aber noch getoppt wird von einer Steigerung
der Paperworld machten sich positiv bemerkbar.
der Rate um 9 %. Der RevPar konnte somit um
Die Karnevalstage fielen in diesem Jahr vollständig
17 % zulegen. Hauptverantwortlich hierfür ist die
in den Februar (letztes Jahr Ende Februar, Anfang
ISM Süßwarenmesse, die im letzten Jahr noch
März). Durch das Stattfinden der Messe Ambien-
komplett in den Januar gefallen war und die für
te (13.-17.02.2015) an den Karnevalstagen kam
sich schon starke Steigerungen im Vergleich zu
es zu einer Verbesserung in der Rate (ADR: + 3 %)
den Vorjahren verzeichnen konnte. Auch der Kar-
und Belegung (Occ: + 3 %), da normalerweise an
neval brachte eine starke Nachfrage und fiel in die-
den Karnevalstagen sehr wenig Corporate- oder
sem Jahr komplett in den Februar. Im letzten Jahr
Tagungsgeschäft stattfindet.
verschob sich die Karnevalszeit teilweise in den
März. Die Business-Nachfrage war ebenfalls sehr
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gut. Unabhängig vom Karneval besuchten uner-
Jahr noch im Januar lag – in diesem Jahr fiel sie
wartet viele Leisure-Gäste die Stadt, besonders an
komplett im Februar. Aber auch die Nachfrage im
den Wochenenden.
Corporate-Bereich und das allgemeine MeetingGeschäft waren stark. So war die Auslastung be-
München
Occ: 72 %, ADR: 119 €, RevPar: 86 €
sonders in den ersten beiden Februar-Wochen
Über starke Zuwächse freut sich auch die Mün-
end-Geschäft, ganz besonders am Valentinstags-
chener Hotellerie. Hauptverantwortlich hierfür war
wochenende, aber zusätzlich auch zu den Spielen
allem voran die ISPO-Messe, die im letzten Jahr
des FC Bayern. So konnte im Vorjahresvergleich
noch im Januar stattgefunden hatte. Etwa zeit-
die Belegung um 6 % gesteigert werden, die Rate
gleich fand auch die Münchener Sicherheitskon-
sogar um 11 %, was zu einem stolzen RevPar-An-
ferenz statt, deren erster Tag im vergangenen
stieg um 18 % geführt hat.
sehr hoch. Hinzu kam noch ein gutes Wochen-
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Alle Destinationen im Überblick
Hotel Performance Februar 2015/2014*
Berlin
Dresden
Düsseldorf
Frankfurt
Hamburg
Köln / Bonn
München
2014
Occupancy
Var.
2013
Var.%
65,4%
38,5%
64,1%
73,0%
72,5%
69,7%
72,3%
63,0%
42,5%
71,3%
70,9%
70,0%
64,7%
68,1%
3,8%
-9,4%
-10,1%
3,0%
3,6%
7,7%
6,2%
2,4
-4,0
-7,2
2,1
2,5
5,0
4,2
Average Daily Rate in Euro
Var.
Var.%
2014
2013
93,3
64,0
96,0
122,2
95,5
101,3
119,0
95,6
65,9
127,5
118,6
93,8
93,0
107,4
-2,3
-1,9
-31,5
3,6
1,7
8,3
11,6
-2,4%
-2,9%
-24,7%
3,0%
1,8%
8,9%
10,8%
2014
61,0
24,6
61,6
89,2
69,2
70,6
86,0
RevPar in Euro
Var.
2013
60,2
28,0
90,9
84,1
65,7
60,2
73,2
Var.%
0,8
-3,4
-29,3
5,1
3,5
10,4
12,8
1,3%
-12,1%
-32,2%
6,1%
5,3%
17,3%
17,5%
*Quelle: Fairmas GmbH / STR Global, basierend auf Daten von Teilnehmern mit täglicher Dateneingabe Stand 28.02.15
Legende
OCC
Occupancy (Belegung)
ADR
Average Daily Rate (Netto Logisumsatz pro verkauftem Zimmer)
RevPar
Revenue per available Room (Netto Logisumsatz pro verfügbarem Zimmer)
17,5%
17,3%
6,1%
3,8%
3,0% 3,0%
1,3%
-2,4%
3,6%
5,3%
7,7% 8,9%
10,8%
6,2%
1,8%
-2,9%
-9,4%
-12,1%
-10,1%
-24,7%
-32,2%
Berlin
Dresden
Düsseldorf
Frankfurt
Occ
ADR
Hamburg
Köln / Bonn
München
RevPar
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Das Fairmas Trendbarometer
Der Blick in die Zukunft im Einzelnen:
Berlin
Im vergangenen Jahr war der März kein guter Mo-
und die Wasser Berlin-Messe (24.-27.03.2015)
nat für die Berliner Hotellerie. Doch der Markt ist
hat sich in den vergangenen Wochen ebenfalls gut
zuversichtlich, dass das in diesem Jahr besser
entwickelt. Die Berliner Hotellerie rechnet mit ei-
wird. Die letzten Prognosen waren schon positiv,
nem respektablen RevPar-Anstieg um knapp 7 %.
doch es scheint sogar noch besser zu kommen.
Der allgemeine Anstieg der
Gästezahlen in Berlin sorgt für
Abb.1: Trendbarometer Berlin 2015 – Trend versus Vorjahr
positive Stimmung. Erwartet
wird ein Belegungsanstieg um
Last Year
März
5 %. Auch die Durchschnittsrate soll im Vergleich zum Vor-
4,8%
1,9%
6,7%
April
3,7%
jahresmonat ansteigen. Die
Hoteliers gehen von etwa 2 %
5,6%
9,5%
Mai
-4,0%
aus. Das Corporate-Geschäft
-3,9%
-7,8%
entwickelt sich unerwartet gut
Occ
und auch die ratenstarken Buchungen zur ITB kamen, wenn
ADR
RevPAR
Quelle: Fairmas GmbH / Stand 05.03.2015
auch spät. Viele Häuser freuen über zahlreiche Convention-Anfragen und auch
Auch die Prognosen für den April sind deutlich po-
das Gruppengeschäft läuft gut. Die Osterferien
sitiver als noch im letzten Trendbarometer berichtet.
beginnen erst gegen Ende des Monats, also kann
Die Berliner Hoteliers erwarten gerade am Oster-
fast den ganzen Monat mit Business-Geschäft ge-
wochenende und in der Ferienzeit viele touristi-
rechnet werden. Der Vorbuchungsstand für den
sche Gäste. Die Nachfrage ist bereits jetzt gut und
56. DGP-Kongress (18.-21.03.2015) im City Cube
auch im Gruppenbereich sehr erfreulich. Hochprei-
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siges Business- und Convention-Geschäft rundet
Dresden
das positive Gesamtbild ab. Der DDG-Kongress,
Die Dresdner Hoteliers erwarten keinen sonnigen
der am 29. April beginnt ist zusätzlich schon sehr
Start in den Frühling. Im letzten Jahr war der März
gut gebucht. Die Belegung soll um 4 % deutlich
ein erfreulicher Monat. Scharenweise Touristen be-
ansteigen, die Rate sogar um 6 %. Durch das gute
völkerten die Stadt, weil dank der milden Witterung
Basisgeschäft aus dem Gruppen-Segment wer-
oft kein Winterurlaub möglich war. In diesem Jahr
den höhere Raten angestrebt. Und in der zweiten
wird es auch keine Kongresse im März geben. Ein
Monatshälfte rechnen die Häuser noch mit eini-
derart guter März wie im letzten Jahr ist schwer zu
gem kurzfristigen Corporate-Geschäft. Erwartet
wiederholen. In den vergangenen Wochen gab es
wird ein RevPar-Anstieg um 10 %.
viele Stornierungen und vorhandene Kontingente
wurden nicht ausgeschöpft. Viele Häuser vermu-
Bei Weitem nicht so gut sind
die Aussichten für den Mai. Im
Abb.2: Trendbarometer Dresden 2015 – Trend versus Vorjahr
vergangenen Jahr fand die ILA
in diesem Monat statt. Die ILA
gibt es jedoch turnusmäßig
nur alle zwei Jahre, sodass
Last Year
März
-6,3%
-0,8%
April
-7,1%
0,6%
die guten Belegungszahlen
und Raten in diesem Jahr feh-
3,1%
3,8%
Mai
-0,5%
len werden. Hinzu kommen
4,9%
4,4%
die Feier- und Brückentage
Occ
um den Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt und Pfingsten
ADR
RevPAR
Quelle: Fairmas GmbH / Stand 05.03.2015
(alles in diesem Jahr im Mai),
die den Businessmonat zerstückeln. Doch Berlin
ten die Pegida-Berichterstattungen als Grund für
ist auch bei Touristen beliebt, die Hoteliers hoffen
das schwindende Geschäft. Trotzdem kann den
auf entsprechend viel Leisure-Geschäft und gutes
ganzen Monat über mit Business-Geschäft ge-
Wetter. Vorerst sind die Prognosen jedoch verhal-
rechnet werden, denn die Osterferien beginnen in
ten. Erwartet werden ein Rückgang der Belegung
Sachsen erst im April. Derzeit gehen die Hoteliers
und der Durchschnittsrate um jeweils 4 % und da-
von einer starken Abnahme der Belegung um 6 %
mit ein RevPar-Rückgang um 8 %.
aus, die Rate soll um 1 % zurückgehen. Damit geht
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man auch von einem RevPar-Rückgang um 7 %
Performance-Zahlen. Dazu kommt der G7-Gipfel
aus.
der Finanzminister in der Stadt (27.-30.05.2015),
für den schon jetzt Anfragen kommen. In der Bele-
Etwas zuversichtlicher erwartet die Dresdner Ho-
gung erwarten die Häuser keine großen Verände-
tellerie den April. Ostern liegt in diesem Jahr früher
rungen im Vergleich zum Vorjahr, sie soll um 0,5 %
als im letzten Jahr, das kann dazu führen, dass in
sinken. Die Rate soll dagegen um 5 % zulegen,
Erwartung schlechteren Wetters weniger Touristen
was eine RevPar-Steigerung von 4,4 % mit sich
die Stadt besuchen. Derzeit gibt es auch kaum
bringen würde.
Vorbuchungen. Dennoch sind die Häuser voller
Hoffnung auf ein gutes touristisches Geschäft für
Düsseldorf
die Ferien und Feiertage. Denn je nach Wetterlage
Im März soll die Belegung in Düsseldorf um 8 %
wird ohnehin erst kurzfristig gebucht. Daher gehen
deutlich ansteigen. Der Karneval fiel in diesem
die Hoteliers für den April von einer leicht steigen-
Jahr in den Februar, dadurch lassen sich vier vol-
den Belegung (+ 1 %) aus. Auch die Zahl der Grup-
le Businesswochen verkaufen. Die IDS in Köln
penbuchungen ist bisher wenig vielversprechend.
(10.-14.03.2015) sorgt für etwas Overflow-Ge-
Da Gruppenraten jedoch recht niedrig sind, gehen
schäft in Düsseldorf und die ProWein Messe (15.-
viele Häuser von einer allgemein
steigenden Rate (+ 3 %) aus.
Abb.3: Trendbarometer Düsseldorf 2015 – Trend versus Vorjahr
Damit würde auch der RevPar
um 4 % im Vergleich zum Vor-
Last Year
März
jahr ansteigen.
8,4%
0,5%
8,9%
April
1,5%
Für den Mai erhofft sich die
Dresdner Hotellerie etwas Bes-
-27,4%
-26,2%
Mai
-15,9%
serung. Die Annahmet, dass
es wärmer wird und die Sonne
-41,2%
-50,5%
Occ
ADR
RevPAR
scheint steigt und damit auch
die Zahl der Touristen in der
Quelle: Fairmas GmbH / Stand 05.03.2015
Stadt. Die Feiertagswochenenden um den 1. Mai, Christi Himmelfahrt (in diesem
17.03.2015) wird zunehmend stärker. Dazu kommt
Jahr alle im Mai) machen Hoffnung auf bessere
die Beauty-Messe (27.-29.03.2015), die eine gute
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Belegung in die Stadt bringt. Ähnlich verhält es
Frankfurt
sich mit der Top Hair (28.-29.03.2015). Weiterhin
Der März wird in Frankfurt vor allem aufgrund der
rechnen die Hoteliers mit viel MICE- und Corpo-
Verlagerung der preissensiblen Karnevalszeit in
rate Geschäft – es verspricht ein sehr guter Früh-
den Februar sehr positiv erwartet. In diesem Jahr
lingsanfang in Düsseldorf zu werden.
findet auch wieder die ISH Messe (alle 2 Jahre und
eine Leitmesse) statt. Daher geht man von einem
Der April zeigt dagegen eine extrem negative Er-
deutlich höheren Ratenniveau im Vergleich zum
wartung mit einem prognostizierten RevPar-Rück-
Vorjahr aus (+ 9 %). Die Osterferien und Feiertage
gang von 26 %, vor allem bedingt durch die ho-
sind in diesem Jahr 2 Wochen früher und starten
hen Einbußen in der Rate von über 27 %. Dies ist
schon Ende März, was ein bisschen die Belegung
vor allem dem Wegfall der A-Messe Wire & Tube
im Vergleich zum letzten Jahr beeinflusst, da an
(2-Jahresrythmus) in diesem Jahr geschuldet. Auf
den letzten Märztagen in 2014 die Light & Building
eine Verbesserung durch zunehmendes Leisure-
Messe angefangen hat. Der RevPar zeigt sich ins-
Geschäft zu Ostern hoffen die Hoteliers dennoch,
gesamt mit 11 % sehr positiv.
was die positive Einschätzung hinsichtlich der Belegung erklärt (Occ: + 2 %).
Das Fehlen der Light & Building in diesem Jahr
(letztes Jahr: 30.03.-04.04.2014) verursacht star-
Der Mai wiederum verläuft laut Trendbarometer
ke Einbußen in der Rate (ADR: - 5 %) im April. Die
sehr negativ in allen drei Kennzahlen (Occ: - 16 %,
diesjährige Musikmesse in 2015 ist zwar stark,
ADR: - 41 %, RevPar: - 51 %). In
den Mai fallen in diesem Jahr
Abb.4: Trendbarometer Frankfurt 2015 – Trend versus Vorjahr
viele Feiertage, inklusive Pfingsten, welche letztes Jahr in den
Last Year
März
1,7%
Juni fielen. Dadurch gibt es in
diesem Jahr deutlich weniger
Corporate-und MICE-Geschäft,
als es 2014 der Fall war. Zusätzlich fand 2014 die Interpack
Messe im Mai statt, die erst wieder im Jahr 2017 stattfinden
wird (3-Jahresturnus).
9,4%
11,2%
April
3,8%
-4,5%
-0,9%
Mai
-6,1%
2,7%
-3,6%
Occ
ADR
RevPAR
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kann aber das Ratenniveau einer Light & Building
man von einer Ratensteigerung um 1,3 % aus. In
Messe nicht aufrechterhalten. Erfahrungsgemäß
diesem Jahr findet die Cebit in der gleichen Woche
ist in den Osterferien (erste beide April-Wochen)
wie die INTERNORGA statt, was die Hoteliers auf
mit wenig Corporate Geschäft zu rechnen. In der
eine positive Gesamtentwicklung hoffen lässt (Re-
3. Aprilwoche findet dann wieder die Musikmes-
vPar: + 4%).
se statt, von der sich Hoteliers zum Monatsende
eine Steigerung hinsichtlich der Rate erhoffen. Der
Auch der April zeigt eine positive Prognose in al-
Pick-up dafür wird sich allerdings erst zu einem
len 3 Kennzahlen (Occ: + 3 %, ADR: + 3 %, RevPar:
deutlich späteren Zeitpunkt abzeichnen.
+ 6 %). Aufgrund der sehr starken internationalen
Messe (International Aircraft Interior) sowie dem
Im Mai gibt es einen Feiertag mehr als im Vorjah-
alljährlichen Haspa Marathon (letztes Jahr im Mai)
resmonat, was das Corporate-Geschäft in der Be-
wird ein Ratenzuwachs erwartet. Auch die Nach-
legung beeinflusst (Occ: - 6 %). Allerdings wird ein
frage im Leisure-Segment zu Ostern ist bereits
Ratenanstieg von 3 % erwartet. In diesem Jahr fin-
sehr zufriedenstellend, vor allem am Wochenende.
det die Techtextil/Techprocess statt, die zuletzt in
Generell ist der April in Hamburg ein hoch frequen-
2013 veranstaltet wurde. Auch wenn es sich hier
tierter Geschäftsmonat und zeigt somit eine sta-
um keine Leitmesse handelt, kann das Ratenni-
bile Tendenz hinsichtlich der Segmente Business-
veau dennoch angehoben werden. Man geht da-
Groups und MICE.
von aus, dass sich der Pickup
insgesamt noch entwickeln wird.
Hamburg
Abb.5: Trendbarometer Hamburg 2015 – Trend versus Vorjahr
Last Year
März
2,7%
Der März wird in Hamburg mit
Zuwächsen prognostiziert. Auf-
1,3%
4,1%
April
2,9%
grund von sehr starken nationalen
(INTERNORGA)
und
3,3%
6,3%
Mai
0,4%
internationaler Messen (ein medizinischer Kongress) und insgesamt auch mehr Veranstaltungstagen als im Vorjahr geht
1,9%
2,4%
Occ
ADR
RevPAR
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Der Mai zeigt weiterhin ein Wachstum mit einem
zum 36. Mal und in der Zeit vom 10. bis zum 14.
Belegungszuwachs von 0,4 % und einem Raten-
März. Für diese Zeit ist Köln schon nahezu aus-
anstieg von 2 %. Der diesjährige Hafengeburtstag
gebucht. Dazu kommt die ebenfalls ratenstarke
generiert auch in diesem Jahr wieder eine hohe
Anuga Foodtec, die auch nur im 3-Jahresrhyth-
Nachfrage. Weiterhin ist der 1. Mai in diesem Jahr
mus stattfindet, in diesem Jahr vom 24. bis zum
ein Feiertag am Freitag und bedeutet, dass für
27. März. Hier gibt es noch freie Kontingente, aber
viele Reisende kein zusätzlicher Urlaubstag für ein
auch diese Messe ist sehr stark nachgefragt. Zwei
langes Wochenende in Anspruch genommen wer-
volle Businesswochen und eine allgemein uner-
den muss. Viele Hoteliers verzeichnen bereits jetzt
wartet große Nachfrage über den ganzen Monat
schon eine sehr gute Vorbuchungslage im Leisure-
machen den März komplett.
Segment, auch bedingt durch die Pfingstferien, die
in diesem Jahr vollständig in den Mai fallen. Der
Nicht ganz so enthusiastisch wird der April prog-
diesjährige Röntgenkongress vom 13.-16.05 (letzt-
nostiziert. Den ursprünglichen Erwartungen konn-
malig in Hamburg) sorgt für die Steigerung in der
te die FIBO-Messe (09.-12.04.2015) bisher nicht
Rate von 2 %. Insgesamt ist ein RevPar-Zuwachs
gerecht werden. Die Messe wird zwar immer at-
von 2,4 % für den Monat Mai zu erwarten.
traktiver und etabliert sich langsam in Köln, doch
die Besucher sind gerade zum Wochenende hin
Köln/Bonn
Extrem positiv soll der Frühling
Abb.6: Trendbarometer Köln/Bonn 2015 – Trend versus Vorjahr
in Köln / Bonn beginnen. Der
März kommt mit extremen Ratensteigerungen
(+ 30 %)
Last Year
März
1,8%
da-
her. Auch die Belegung soll um
knapp 2 % ansteigen. Beides
führt zu einem traumhaften
RevPar-Anstieg von 33 %. Alle
drei Jahre findet die sehr hochpreisige IDS (Internationale Den-
30,2%
32,6%
April
3,4%
-7,2%
Mai
-4,0%
-6,7%
-0,7%
-7,3%
Occ
ADR
RevPAR
Quelle: Fairmas GmbH / Stand 05.03.2015
tal-Schau) statt, in diesem Jahr
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deutlich preissensibler, als man sich erhofft hatte.
nen mit einem Rückgang in der Belegung um
Dennoch ist die Nachfrage groß und eine Anpas-
knapp 7 %. Auch die Raten sollen um 0,7 % leicht
sung der Raten nach oben in den nächsten Wo-
zurückgehen. Das würde einen RevPar-Rückgang
chen ist nicht ausgeschlossen. Im Vergleich zum
von mehr als 7 % bedeuten.
Vorjahr fallen auch weniger Osterferientage in den
April, was das Business-Geschäft deutlich positiv
München
beeinflusst. Die Belegung soll um 3 % steigen, die
Deutliche Zuwächse erwarten die Münchner Hote-
Rate im Vorjahresvergleich um 7 % nachlassen,
liers für den März. Die Belegung soll um 4 % steigen,
somit wird ein RevPar-Rückgang um 4 % erwartet.
die Rate um 2 % (RevPar: + 6 %). Die Verschiebung
Schönes Wetter an den Osterfeiertagen und in den
der Faschingsferien in den Februar bringt mehr
Ferien kann kurzfristig noch etwas mehr Leisure-
Business-Geschäft als im Vorjahr. Generell ist die
Geschäft in die Stadt bringen.
Nachfrage in allen Segmenten sehr gut. 2014 fand
zwar der EPA-Kongress statt, dieser war aber
Unschlüssig sind sich die Hoteliers in Köln/Bonn
nicht so stark wie ursprünglich erwartet und soll-
was die Prognosen für den Mai angeht. In der Zeit
te durch Meeting Geschäft ersetzt werden können.
vom 5. bis zum 8. Mai findet turnusmäßig nach
Die Osterferien fallen zum großen Teil in den April
zwei Jahren wieder die interzum-Messe statt. Hier-
und für den März erwarten die Münchner Hoteliers
für rechnen die Hoteliers in den nächsten Wochen
eine gute Nachfrage in den Corporate-, Individu-
mit Anfragen. Kurzfristige Buchungen erwarten
al- und Corporate-Groups-Segmenten. Sehr stark
die Häuser auch zum letzten
Mai-Wochenende, wenn in der
Abb.7: Trendbarometer München 2015 – Trend versus Vorjahr
LANXESS arena das Handball-Champions-League Final4
Last Year
März
4,2%
stattfindet. Die Feier- und Brückentage mit den dazugehörigen Wochenenden könnten,
natürlich
witterungsabhängig
noch viel kurzentschlossenes
Leisure-Geschäft in die Stadt
bringen. Dennoch sind die Ho-
1,9%
6,3%
April
-1,1%
2,4%
1,3%
Mai
-3,0%
-5,5%
-8,3%
Occ
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tels derzeit vorsichtig und rech-
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nachgefragt sind auch die Spiele des FC Bayern
lich, dass es einen Ratenanstieg geben wird (+ 2 %)
München in der Champions League, im DFB-Po-
und somit einen RevPar-Anstieg um 1 %.
kal und in der Bundesliga.
Wenig zuversichtlich prognostizieren die MüncheAuch in München muss man die Wetterlage zu Os-
ner Hoteliers den Mai. In diesem Jahr fehlt die IFAT.
tern abwarten. Die Belegung soll um 1 % zurück-
Die transport logistic in der Zeit vom 5. bis zum
gehen. Im April gibt es in München keine Messen.
8. Mai kann das fehlende ratenstarke Geschäft
Doch die Osterferien sind gut gelegen, sodass drei
nicht ausgleichen. Die große Zahl der Feier- und
volle Businesswochen im April übrig bleiben in de-
Ferientage drückt zusätzlich auf die Raten. Es wird
nen auch noch mit gutem Business-Geschäft ge-
schwierig sein, Angebot und Nachfrage unter ei-
rechnet wird. Dazu kommt der Maifeiertag, der in
nen Hut zu bekommen, denn die Anfragen werden
diesem Jahr auf einen Freitag (in 2014 ein Don-
sich auf einige wenige kurze Zeiträume konzentrie-
nerstag) fällt und die Business-Woche somit um
ren. Es wird viel kurzfristiges Füll-Geschäft erwar-
einen Tag im Vergleich zum letzten Jahr verlängert.
tet, insbesondere aus dem Individual- und Grup-
Und die Leisure-Nachfrage ist groß, besonders in
pensegment, aber auch Wholesale-Geschäft, was
den Ferien und an den Wochenenden. Am letzten
sehr auf die Rate drücken wird. Die Belegung wird
Ferienwochenende kommt auch wieder ein Fuß-
um 3 % rückläufig erwartet, die Rate soll um 6 %
ballspiel dazu. Daher sind die Hoteliers zuversicht-
zurückgehen, der RevPar damit um 8 %.
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Im Fokus
Von technologischen Abläufen und neuen Clustern –
der D-A-CH-Tag auf dem IHIF-Kongress
Die richtigen Leute treffen – das ist das schlichte Geheimnis von erfolgreichem Networking. Für die Entscheider der Branche bot das Internationale Hotel Investment Forum (IHIF) vom 2. bis zum 4. März in Berlin
dafür die besten Rahmenbedingungen. 2.000 Investoren, Hoteleigentümer, Führungskräfte, Finanzberater,
Immobilienmakler, Rechtsanwälte, Designer, Architekten und Berater trafen sich, um Projekte zu diskutieren, zu planen oder an den Start zu bringen. “Branchenfremde“ gehören noch nicht lange zu den Teilnehmern des IHIF-Forums, aber sie zeigen sehr deutlich, wie die Branche von anderen lernen kann – und das
ist schon einer der Trends, die wir erlebten. Der dritte Kongresstag gehörte den Tendenzen und Entwicklungsrichtungen der Hotellerie in Deutschland, Österreich und der Schweiz, kurz D-A-CH-Region. Wir fassen die Schwerpunkte von Experten aus verschiedenen Fachrichtungen und Arbeitsgebieten zusammen
- Denkanstöße, Erkenntnisse und manch spannender Blick über den Tellerrand der Branche.
Dabei erheben wir nicht den ehrgeizigen Anspruch, einen Tag Key-Notes und Diskussionen zusammen zu fassen, möchten wohl aber Impulse und Denkanstöße weitertragen.
The Customer Journey
Wohin geht sie, die Kundenreise? In alle Himmels-
des Reisenden beginnen. Onlineportale statt Kata-
richtungen – mehr denn je, schneller denn je, bun-
loge, Buchungen per Mausklick statt im Reisebüro,
ter denn je. Nichts Neues? Die Diskussionsrun-
virtuelle Marktplätze und Reiseräume. “All about
de unter Teilnahme von Willy Weiland, erfahrener
technology” ist Schlüsselsatz, Grundaussage und
Gastgeber und Geschäftsführer der strategischen
Trendbarometer zugleich. Die Konsequenzen rei-
Unternehmensberatung Solutions Dot WG, disku-
chen weit über die Gastgeber-Branche hinaus.
tierte lebhaft die Veränderungen im Reiseverhalten,
Sie stellen neue Anforderungen an die IT-Zulieferer
die bereits bei der Inspiration und der Recherche
und erfordern unkonventionelle Schnittstellen-Lö-
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sungen. Der Nachholebedarf der Hotellerie ist quer
berlin GmbH (hcb), die soziologischen, technolo-
durch alle Segmente nach wie vor hoch.
gischen und wirtschaftlichen Quellen und Katalysatoren für diese Prozesse in der Hotelwirtschaft.
Ein Beispiel illustriert den technologischen Stand:
Kein Gast versteht heute mehr, warum er beim
Soziologen erkennen zwei große Trends: die In-
Check-in bzw. Check-out im Hotel anstehen muss,
dividualisierung und die Regionalität. Als präg-
hingegen bei den Airlines alle Schritte längst di-
nante Beispiele stehen dafür The Germanness by
gitalisiert sind. Anstehen ist out, online ist in! Das
expedia, Six Degrees application by Marriott, Vi-
heißt im Umkehrschluss nicht, dass der Gast kei-
ator by Tripadvisor. Zukunftstaugliche Hotels be-
ne persönliche Ansprache mehr möchte. Ganz im
rücksichtigen den demografischen Wandel – ob-
Gegenteil. Die ist in der hochtechnisierten Welt
wohl zielgruppenscharf konzipiert, fühlen sich drei
wichtiger denn je, aber zur richtigen Zeit, am rich-
Generationen im Hotel willkommen. Die digitalen
tigen Ort.
Technologien sind der Katalysator für die neue
Dimension der Personalisierung, die von maßgeschneiderten Angeboten über die individuelle Aus-
Wie die Share Economy das Gesicht
wahl eines bestimmten Zimmers bei der Ankunft
der Hotel-Landschaft verändert
bis hin zu geo-basierten Anwendungen reicht. Die
Wertungen in den sozialen Medien („Gefällt mir“,
Wissen, Erfahrungen und Dienstleistungen teilen
– die Share Economy verändert die Hotel-Land-
„Teilen“, „Daumen hoch“) sind zur neuen Währung
dieses Jahrhunderts geworden.
schaft. Doch was vollzieht sich genau und wie
stellt es sich in der Hotelindustrie gegenwärtig dar?
Wirtschaftlich punkten Open-Lobby-Konzepte wie
Gleich zwei Arbeitsgruppen diskutierten am dritten
sie in der Resort-Hotellerie schon vielfach zu finden
Tag des IHIF im Rahmen des D-A-CH-Tages die-
sind: eine Lobby mit fließenden Übergängen zwi-
sen komplexen Themenkreis.
schen Empfang, Lobby und Gastronomie; ein lifestyliger Erlebnis-Bereich für die mobile multimediale
Gemeinsam erläuterten Wolfgang Gattringer, Part-
Gesellschaft. Hier sind die verschiedenen digitalen
ner von Fairmas und Geschäfstführer der Be-
Medien selbstverständlich und allgegenwärtig.
ratungsgesellschaft Solutions dot WG und Olaf
Steinhage, Geschäftsführender Gesellschafter des
Business-Reisende arbeiten viel. Das ist keine
Beratungsunternehmens hospitality competence
neue Erkenntnis. Neu sind offene Bereiche im Ho-
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tel, in denen sie zusammen mit anderen Geschäfts-
weckt und felsenfest für Sicherheit und Zuverläs-
reisenden arbeiten können. Für diese Co-Working-
sigkeit steht. Für viele internationale Investoren ein
Spaces eignen sich Open Lobbys ganz besonders,
„save Heaven“ mit Perlen, die aber ihren Preis ha-
denn der Business-Reisende ist in das Geschehen
ben. Und doch: „Die Teilnehmer diskutierten die
eingebunden und kann ganz selbstverständlich di-
vielfältigen Auswirkungen auf den Tourismus durch
gital und analog kommunizieren sowie Serviceleis-
den Kurssprung des Franken“, fasst Patrik Scher-
tungen des Hauses nutzen. „Die junge Generation
rer, Mitglied der Verbandsleitung des Unterneh-
ist markenungebunden“, konstatierte Wolfgang
mensverbandes der Schweizer Hotellerie Hotelle-
Gattringer‎ und verwies darauf, dass die Erfahrun-
rie Suisse, diesen Round Table zusammen. Hinzu
gen mit den verschiedenen Plattformen (wo mit
kommen weitere politische Entwicklungen, die das
welchen Konditionen gebucht) allgegenwärtig für
Marktumfeld im Alpenland für Hotellerie und In-
Gesprächsstoff in dieser Altersgruppe sorgen. Die
vestoren erschweren. So beeinflussen sowohl die
Globalisierung und die Demokratisierung des Rei-
Masseneinwanderungs-Initiative und die aktuell
sens eröffnen aber zugleich den Hotels vom Luxus-
noch im Parlament diskutierte Gesetzgebung der
bis zum Budgetsegment die Chance, eine höhere
Zweitwohnungsinitiative als auch die Importbedin-
Nachfrage zu generieren, wenn die digitalen Zei-
gungen im Hoch-Kosten-Land die Bereitschaft der
chen der Zeit erkannt werden.
Investoren. „In der Schweiz liegen die Kosten bei
Neu- und Umbauten zwischen 10 und 30 % hö-
Die Share Economy beeinflusst alle Bereiche der
her als in den Nachbarländern“, so Patrik Scherrer.
Branche von der Planung bis zur Vermarktung:
Das betrifft alle Finanzierungssegmente: Bau- und
Nachhaltigkeit und Community, Mobilitätsgewohn-
Lohnkosten sowie Arbeits- und Beschaffungskos-
heiten sowie das Marketing & Branding. Die Regio-
ten für Dienstleistungen. Investoren finden zwi-
nalität, der gemeinschaftliche Geist und die Perso-
schen Basel und Locarno generell schon weniger
nalisierung kreieren einen neuen Marktwert.
Investitionsobjekte - sowohl Immobilien als auch
Grundstücke – vor, was auch Steffen Szeidl, Geschäftsführer des international tätigen Beratungs-
Ist die Schweiz ein in sich geschlossener
unternehmens für den Bau- und Immobiliensektor
Markt? Die Hotellerie der Schweiz
Drees & Sommer, bestätigte.
Kein geschlossener Markt – sondern ein Touris-
Investoren müssen sich auch in der eidgenössi-
mus-Juwel, eine starke Marke, die Emotionen
schen Vertragssituation auf andere Rahmenbe-
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dingungen als im europäischen Umfeld einstellen.
interessant. Altes weg? Neues hin? Der Round
Managementverträge mit dem Investor wie sie die
Table diskutierte einen nachhaltigeren Lösungs-
internationale Kettenhotellerie favorisiert, sind in
ansatz: Cluster bilden! In der Zusammenlegung
der Schweiz noch eher die Ausnahme.
mehrerer, kleinteiliger, alt eingesessener Familienbetriebe könnte Österreich zukünftig eine
Die Schweiz - ein geschlossener Markt? Ein be-
Vorbildrolle übernehmen. Wenn das räumlich
sonderes Umfeld in jeden Fall – politisch und für
sinnvoll und betrieblich darstellbar ist, sind der-
die Branche, die viel Ideenreichtum, Geschlossen-
artige Cluster auch für internationale Betreiber
heit und Tempo braucht, um in Sachen europäi-
eine spannende Möglichkeit.
sche Wettbewerbsfähigkeit nicht zu verlieren.
2. Neue Konzepte in der Stadthotellerie – lassen
sich diese Konzepte auf die Ferienhotellerie
Tradition und Innovation –
übertragen? Obwohl schon mancher mit einer
die Hotellerie Österreichs
1:1-Übertragung grandios scheiterte, stellt sich
die Frage heute anders. Kann ein Budget-Hotel,
In fünf Punkten fasst Christian Walter, Geschäfts-
wie wir es in der Stadt kennen, auch in der Feri-
führer des Hotel-Consulting-Spezialisten PKF ho-
enregion funktionieren? Erste Antworten geben
telexperts, die Themen der Gesprächsrunde zu-
A-ja und Explorer. Ihre erfolgreiche Platzierung
sammen.
am Markt ließ die Frage aufkommen, ob auch
Designhotels, Clubs oder Hostels dies wagen
1. Die Unterschiede im österreichischen Hotelin-
könnten. Die Experten bejahten das prinzipi-
vestitionsmarkt zwischen der dominierenden
ell, vorausgesetzt die bestehenden Konzepte
Metropole Wien und der Ferienhotellerie des
(Zimmergrößen, Serviceangebote…) werden
Landes, die in der Mehrzahl von traditionelle
entsprechend adaptiert.
Strukturen (Familienbetrieb, klein, wenige Zimmer) bestimmt wird. Diese leiden zunehmend
3. Dritter Schwerpunkt dieser Runde war die Zu-
unter Nachfolgekonflikten, d. h. die kommen-
kunft der Stadthotellerie. Viele Jahre waren
den Generationen sind nicht mehr willens und
Budget-Hotels für Investoren nicht salonfähig.
bereit, den ökonomisch nicht lockenden Fami-
Das hat sich grundlegend gewandelt und lässt
lienbetrieb weiterzuführen. Für Investoren und
die zukunftsorientierte Frage entstehen: Sind
die Markenhotellerie sind diese Strukturen nicht
coole Hostel-Konzepte – für die Sicherheit und
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Sauberkeit feste Prämissen sind – sowie mo-
5. Die Destination Wien überzeugt mit immer neu-
derne Formen des studentischen Wohnens für
en Rekordzahlen. Auch 2014 war ein erfolgrei-
Investoren interessant? Das wird in den nächs-
ches Tourismusjahr. Das ist ein gerechter Lohn
ten Jahren für viel Gesprächsstoff und span-
für ein erfolgreiches Städtemarketing, das früh-
nende Entwicklungen in der Branche sorgen.
zeitig auf eine breite Streuung der Quellmärkte
und die Erschließung neuer Regionen wie dem
4. Der vierte Block war die Hotelsituation der ös-
Nahen Oste und Nordamerika setzte. So konn-
terreichischen Hauptstadt. Hier haben sich in
te 2014 das Wegbleiben der Reisenden aus
den vergangenen Jahren gleich mehrere Häu-
Russland kompensiert werden.
ser im Luxus-Segment (Ritz-Carlton, Kempinski,
Park Hyatt) etabliert; weitere Projekte sind in
Vorbereitung, so dass sich gegenwärtig eine
Sättigung abzeichnet. Im Budget-Segment hat
Motel One die Marktführerschaft übernommen.
Was fehlt, sind das höhere Lifestyle-Segment
und moderne Club-Konzepte wie beispielsweise das Soho House in Berlin, die elitäre Gästekreise anziehen.
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Die Herausgeber des Fairmas Hotel-Report
Fairmas Gesellschaft für Marktanalysen mbH, Sachsendamm 6, 10829 Berlin, Deutschland
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Die Fairmas Gesellschaft für Marktanalysen mbH ist spezialisiert auf
die Entwicklung von Planungs- und Controlling Software für die Hotellerie. Das Unternehmen bietet seinem internationalen Kundenkreis
eine Hotel Benchmarking Plattform sowie diverse Software Anwendungen für die Bereiche Budgetierung, Forecasting, Controlling, Management Reporting und Optimierung von Arbeitsprozessen.
Als strategische Unternehmensberatung erarbeitet Solutions Dot WG
individuelle und maßgeschneiderte Strategien und Lösungen für Unternehmen der Hotellerie, Gastronomie und Tourismusbranche und
unterstützt bei der Umsetzung von Konzepten. Solutions übernimmt
auch die eigenverantwortliche Projektrealisierung, ist im Bereich Support Management und Interimsmanagement tätig und daneben auch
im Sektor Total Quality Management (TQM) aktiv.
Redaktion des Fairmas Hotel-Report:
Nadine Kilian, Marketing & Communications Manager,
Fairmas Gesellschaft für Marktanalysen mbH, E-Mail: hotel-report@fairmas.com
Gabriele Kiessling, Consultant und Project Management,
Solutions Dot WG GmbH, E-Mail: hotel-report@fairmas.com
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Für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der in dieser Veröffentlichung enthaltenen Informati-onen wird eine
Gewährleistung oder Garantie nicht begründet. Soweit gesetzlich zulässig übernehmen weder Fairmas
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