close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Dem Drama Älterer in der Sozialhilfe ein Ende setzen

EinbettenHerunterladen
 WAS THEMA WER ANSPRECHPARTNER ANHANG Medienmitteilung vom Mittwoch, 4. März 2015 ! Vernehmlassung SKOS ! Bericht des Bundesrates zur Sozialhilfe Verein 50plus outIn work Schweiz Heidi Joos, Geschäftsführerin des Vereins 50plus outIn work Schweiz Tel. 079 821 03 86 Antwort auf die SKOS-­‐Vernehmlassung zum Grundbedarf in der Sozialhilfe Viele ältere Erwerbslose in der Sozialhilfe fühlen sich wie eine Ware, die auf Entsorgung wartet. So darf es nicht weitergehen. Das Bild ist eine Fotomontage des Vereins, die veröffentlicht oder adaptiert werden darf. Als Verein engagieren wir uns für die Interessen von 50plus rund um das Erwerbsleben. Verein 50plus outIn work, PF 3649, CH-­‐6002 Luzern, Mobile 079 821 03 86 info@50plusoutinwork.ch www.50plusoutinwork.ch 1 Dem Drama Älterer in der Sozialhilfe ein Ende setzen Ältere Erwerbslose sehen sich in der Sozialhilfe einmal mehr als Prellbock der Nation. Sie verlangen nebst einer dem Alter angemessenen Leistungsgestaltung ein tragfähiges Finanzierungsmodell für die Sozialhilfe. Das Alter birgt andere Risiken In der Antwort auf die Vernehmlassung der SKOS zur Erhöhung des Grundbedarfs bemängelt der Verein 50plus outIn work Schweiz, der die Interessen älterer Erwerbslosen wahrnimmt, dass sich die heutige altersunabhängige Leistungsgestaltung in der Sozialhilfe an veralteten Bildern von Sozialhilfe-­‐BezügerInnen orientiert. Waren es früher in erster Linie Junge und Familien, die darauf angewiesen waren, so sind es heute aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung immer mehr ältere gut qualifizierte Personen, die der Arbeitsmarkt als «zu teuer» verschmäht. Das «Alter» birgt nicht nur andere Risiken der Lebensführung, es sind auch andere Integrationsbemühungen gefragt, die in der Leistungsgestaltung der Sozialhilfe unberücksichtigt bleiben. So ergibt sich ein Unterschied, ob eine ältere Person nebst dem Job – aufgrund der viel zu tiefen Mietzinsobergrenzen – auch die Wohnung sowie die Versicherung für Alternativmedizin verliert, oder ob man als Jugendlicher vor dieser Herausforderung steht. Das trifft auch auf die Kostenübernahme von Zahnbehandlungen zu, die verschiedene Gemeinden und jüngst auch der Kanton Solothurn, nicht mehr ab Beginn des Leistungsanspruches gewähren. Für ältere Menschen bedeutet eine verweigerte zahnmedizinische Leistung ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Wir sind als ältere Betroffene nicht länger bereit, die Prellböcke einer gesellschaftlichen Entwicklung zu spielen, die einher geht mit einem liberalisierten Arbeitsmarkt, dessen Profitgier durch die «Classe-­‐ Politique» keine wirksamen Grenzen gesetzt werden. Verpasste Chancen des Bundesrates In seinem jüngst veröffentlichten Bericht zur Lage der Sozialhilfe plädiert der Bundesrat richtigerweise für eine Bundeslösung. Nur so können Rechtsgleichheit in Bezug auf Leistungshöhe und Forderungen bezüglich altersspezifischer Leistungsgestaltung sowie Leistungsharmonisierung mit andern Versicherungsträgern garantiert werden. Da er es aber leider unterlässt, in seinem Bericht ein neues Finanzierungsmodell in Aussicht zu stellen, suggeriert er damit Kantonen und Gemeinden, dass die Mehrkosten, die es aufgrund der Reform zu erwarten gilt, weiterhin auf ihrem Buckel ausgetragen werden. Dadurch vereitelt der Bundesrat seine eigene, in die richtige Richtung zielende Reform. Der Leistungsabbau in der Sozialhilfe schreitet derart unaufhaltsam voran, nicht zuletzt auf Kosten der Älteren. Die von der SKOS in Aussicht gestellte Erhöhung des Grundbedarfs um 100 Franken wird durch Leistungsschmälerungen, wie sie jüngst vom Kanton Solothurn angekündet wurden, längst nicht wett gemacht. Zumindest für Ältere verlangen wir Leistungen, die sich an der Höhe derjenigen der Ergänzungsleistungen ausrichten. Zu überlegen gilt sich auch die Schaffung einer Überbrückungsrente nach dem Modell des Kantons Waadt für Betroffene ab 55 Jahren, die auf dem Arbeitsmarkt aufgrund der Altersstaffelung der beruflichen Vorsorge keine Chance mehr haben. Als Verein engagieren wir uns für die Interessen von 50plus rund um das Erwerbsleben. Verein 50plus outIn work, PF 3649, CH-­‐6002 Luzern, Mobile 079 821 03 86 info@50plusoutinwork.ch www.50plusoutinwork.ch 2 Neues Finanzierungsmodell für Sozialhilfe Der Verein 50plus outIn work fordert Bundesrat und die Sozialdirektorenkonferenz (SODK) dringend auf, statt die notwendigen Reformschritte mittels Pingpongspiel zu vereiteln, Lösungsvorschläge für ein tragfähiges Finanzierungsmodell in der Sozialhilfe zu erarbeiten, um damit die gebeutelten Gemeinden zu entlasten. Warum dabei den Fokus nicht auf den Ort richten, der unsere Realwirtschaft auf’s Ärgste bedroht, auf den Casinofinanzmarkt. Gemäss dem Zürcher Bankenprofessor Marc Cesney fliessen heute nur noch gerade ein Zwölftel der Gelder in die Realwirtschaft, die andern Elf-­‐Zwölftel in den Casinofinanzmarkt. Mit nur 0,5 Prozent Besteuerung der Finanztransaktionen liessen sich seinen Äusserungen gemäss für die Schweiz 200 Milliarden Franken Steuergelder einfordern, also 30 Milliarden mehr, als das heute Steueraufkommen des Landes beträgt. Toxische Finanzprodukte wie bestimmte SWAPS, die Wetten auf Unternehmen, Nahrungsmittel und sogar Länder erlauben, sind auf der andern Seite denn auch Ursache des kränkelnden Arbeitsmarktes, der Ältere stehen lässt, als handle es sich um Ware, die es zu entsorgen gilt. Als Verein engagieren wir uns für die Interessen von 50plus rund um das Erwerbsleben. Verein 50plus outIn work, PF 3649, CH-­‐6002 Luzern, Mobile 079 821 03 86 info@50plusoutinwork.ch www.50plusoutinwork.ch 3 
Autor
Document
Kategorie
Uncategorized
Seitenansichten
1
Dateigröße
666 KB
Tags
1/--Seiten
melden