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04.14
Praxis-Informationen für
Landwirtschaft und Lohnunternehmen
TRENDS
Mit Serviceteil
zum Herausnehmen
in der Heftmitte.
Der neue Tucano 570
auf einen Blick.
Weltneuheit: ORBIS mit
voll integriertem ­Transportsystem.
AXION 800:
Stufenlos oder Schalter?
VORWORT
INHALT
2
Vorwort / Inhalt TECHNIK
3Unterschätzt? Der neue TUCANO 570 auf einen Blick.
13Weltneuheit:
ORBIS mit voll integriertem Transportsystem.
16
Neue DISCO Generation: Gutes noch besser gemacht.
management
Lieber Leser,
6Ab in die Folie.
8
Elektronik ist in den letzten Jahren immer stärker zum Treiber für
den technischen Fortschritt in der Landwirtschaft geworden. Fachleute behaupten, zusätzliche Effizienz lasse sich heute kaum noch
durch „Stahl und Eisen“ erzielen. Diese Erkenntnis hat sich bei uns
schon 1998 durchgesetzt und in CLAAS AGROSYSTEMS, früher
­AGROCOM, ihren Ausdruck gefunden. Mit großem Erfolg entstanden
hier speziell abgestimmte Management-Software-Pakete, die inzwischen auch über Smartphones und Tablet-PCs nutzbar sind.
Wildpflanzen für Wildkatzen – a
­ lternatives Futter
für den Jaguar.
TECHNISCHER SERVICE
S01– S08 Das Extraheft zum Herausnehmen.
PRAXIS
10
XERION: Einer kann mehr …
14ARION 650 – 530 CMATIC: Stufenlos noch komfortabler.
Unter dem Markennamen EASY ist inzwischen ein leistungsfähiges
Angebot an effizienzsteigernden Produkten entstanden, das uns zu
einem der führenden Anbieter von Lösungen für Precision Farming,
Management-­Software und intelligente Merkmale in Landmaschinen
macht.
18
Nachgefragt: Die ROLLANT 340 RC in der Praxis.
22AXION 800: „Stufenlos“ oder „Schalter“?
Interview
Jetzt gehen wir noch einen Schritt weiter: CLAAS baut seine
Elektronik-­Kompetenz weiter aus und hat dazu innerhalb der Unternehmensgruppe die neue Tochtergesellschaft CLAAS E-Systems
(CES) an den Start gebracht. Darin werden wesentliche Teile der
CLAAS Agrosystems aufgehen. Hinzu kommen Spezialisten aus anderen CLAAS Tochtergesellschaften.
20CARGOS 8000: Mit der Vorserie ­unterwegs.
Mit zunächst rund 170 Mitarbeitern wird CLAAS E-Systems (CES)
mit zunehmender Intensität Technologien in den Bereichen Automatisierung, Lenksysteme, Terminals, Telemetrie, landwirtschaftliches
Daten­
management und Elektronik-Architektur entwickeln und vermarkten. Das neue Unternehmen arbeitet für die gesamte CLAAS
Gruppe sowie für externe Kunden.
Trotz der teils ja recht problematischen Ernte hatten Sie hoffentlich ein
besinnliches Erntedankfest. Und vielleicht ist im späteren Herbst Zeit,
einmal über eine intensivere Nutzung von Elektronik nachzudenken.
Das könnte sich lohnen.
In diesem Sinne
Ihr
Herausgeber
CLAAS Vertriebsgesellschaft mbH
Postfach 1164, 33426 Harsewinkel
Telefon 05247 12-1144
http://www.claas.de
Jörg Sudhoff
Geschäftsführer CVG
Verantwortlich
CLAAS Vertriebsgesellschaft Marketing,
Rudolf Lehner
TRENDS 04.14
2
Redaktion und Gestaltung
Fuhrhop & Partner GmbH
Marketingkommunikation,
33602 Bielefeld
Druck
Druckhaus Cramer
48268 Greven
Oktober 2014
TECHNIK
Unterschätzt?
Während die Modelle TUCANO 320, 420, 430
und 450 in Deutschland Jahr für Jahr in hohen
Stückzahlen nachgefragt waren, galt dies für den
­TUCANO 470 als Hybridmaschine nur bedingt.
Zwar waren die Nutzer hoch zufrieden und überrascht von der hohen Durchsatzleistung der
­Maschine, aber ...
... viele vermissten mehr „Gene“ des großen Bruders L
­ EXION. Die
­aktuelle Weiterentwicklung dieser Baureihe ist deshalb nur konsequent und logisch. Der TUCANO 570 stößt nun auch in das Profi­
segment vor und zeichnet sich in Sachen Ausstattung und Komfort
durch große Ähnlichkeit mit dem LEXION aus.
Und natürlich stehen diese Neuerungen auch den vier Schüttler­
maschinen 320, 420, 430 und 450 sehr gut. Die Obenentleerung hat
die Maschinen erheblich aufgewertet. Sie schafft eine höhere Abtankleistung und erleichtert das Überladen auf hohe ­Abfuhrfahrzeuge. Dies
steigert gleichzeitig die Flächenleistung, wenn am Feld­rand überge­
laden wird. Das ist in vielen Regionen die Praxis und wird es auch noch
lange bleiben. Darüber hinaus bringt die Korbverstellung inkl. Überlastsicherung des Dreschwerks mehr Ruhe in die Kabine und schafft eine
höhere Bereitschaft, die Maschine an die Leistungsgrenze zu fahren.
Der TUCANO 570 hat, was die Neuerungen betrifft, aber noch einiges
mehr zu bieten. Die Vorteile des Hybridsystems im 570er sind inzwischen mehrere 1.000-fach bewiesen. Die Rotordrehzahl lässt sich nun
optional aus der Kabine verändern. So kann man jederzeit auf wechselnde Erntebedingungen und bei Strohablage auf unterschiedliche
Anforderungen an die Strohqualität reagieren. Außerdem besitzt der
570er jetzt auch die vom LEXION bekannten Rotorabdeckklappen.
TRENDS 04.14
Gutflusskonzept TUCANO HYBRID
Viele gute Eigenschaften.
Der TUCANO 570 hat also viele der guten Eigenschaften, die man
bereits von seinen großen LEXION Brüdern kennt. Am Abend, bei
zunehmender Feuchte, kann mit dem Rotorvariator und den Rotorabdeckklappen genauso schnell reagiert werden wie bei überreifen Beständen, die eine höhere Reinigungsbelastung verursachen.
Eine weitere der guten Eigenschaften ist die hohe und ­stabile Durchsatzleistung des TUCANO HYBRID. 40 Tonnen pro Stunde h
­ atte vor
nicht ganz 20 Jahren ein LEXION 480 erstmals erreicht. 2014 zieht
der T
­ UCANO HYBRID gleich – mit dem Unterschied, dass dieser
Mähdrescher eine Strohqualität liefern kann, die der einer Schüttlermaschine kaum nachsteht. Die Strohqualität ist ein entscheidendes
Kriterium, das bisher vielen Betrieben und Lohnunternehmen in Veredelungsgebieten den Schritt zu einem Zwangsabscheider verwehrt
hat. Das kann sich jetzt ändern.
Der TUCANO 570 ist mit seinen vielen guten Eigenschaften für mittlere und große Ackerbautriebe, aber auch für Lohnunternehmer eine
Maschine, die passt.
bernd.seelmeyer@claas.com
3
TECHNIK
Der neue TUCANO 570 auf einen Blick.
Wir von CLAAS erkennen Wünsche und Anforderungen unserer Kunden – und setzen sie selbstverständlich um. Aktuelles Beispiel dafür ist der neue TUCANO 570. Bereits sein Vorgänger überzeugte in puncto
­Durchsatzleistung und Strohqualität. Mehr Leistung bei der Kornbergung und eine variabel einstellbare
Rotordrehzahl standen u. a. noch auf der Kunden-Wunschliste. Beides und vieles mehr bietet jetzt der neue
TUCANO 570.
GPS PILOT S7 oder S10, GPS PILOT FLEX.
TELEMATICS
CEBIS mit automatischer Fruchteinstellung
LASERPILOT
Komfortkabine
V-Kanal
Multikuppler
VARIO Schneidwerke
NEU: VARIO 930 und 770
mit integrierten Rapsblechen
APS Dreschsystem
AUTO CONTOUR
TRENDS 04.14
4
TECHNIK
Obenentleerung mit bis zu 105 l/s
ROTO PLUS Restkornabscheidung
Mercedes-Benz-Motor OM 936
mit Abgasstufe Tier 4
PROFI CAM
ROTO PLUS Variatorantrieb
SPECIAL CUT Häcksler
ACTIVE SPREADER
HD Spreuverteiler
Allradachse mit neuem Antriebskonzept
Variable Rotorklappen
4- bzw. 6-fach Turbinengebläse
Elektrohydraulische Dreschkorbverstellung
für alle Modelle
Hydraulische Überlastsicherung
des Dreschkorbs
TRENDS 04.14
5
MANAGEMENT
… ab in die Folie.
Für die Grasernte zu Silage gibt es unterschiedlichste Verfahren. Doch ob mit dem Feldhäcksler, dem
­Ladewagen, der Presse oder einer Kombination geerntet wird, allen ist eines gemeinsam: Die Futterqualität
des Grases soll in der Silage erhalten bleiben. Vier größere ostdeutsche Milchviehhalter verfolgen dabei
ganz eigene, erfolgreiche Strategien. Und nur auf den ersten Blick fragt man sich, warum ein Großbetrieb
auf Ballensilage setzt, wo man sie doch eher auf kleineren Betrieben vermutet.
Hoymer Agrargesellschaft mbH, Hoym, Stadt Seeland
„Das mit den Rundballen ist schon eine wirklich
runde Sache.“
Die Hoymer Agrargesellschaft mbH in Hoym, Salzlandkreis, betreibt
neben Ackerbau auf rund 1.000 Hektar eine Milchviehanlage mit
140 ­Kühen, inkl. Nachzucht sind das 320 Tiere. Die durchschnittliche
Jahresleistung der Holstein-Friesian liegt bei 8.600 kg. Mais- und Grassilage sind die Grundfutterbestandteile. Seit zwei Jahren erntet das
Lohnunternehmen Kortum den Aufwuchs von zehn Hektar intensiv genutztem Grünland. Das ergibt rund 360 Ballen pro Jahr. Vorher wurde
das Gras mit dem Feldhäcksler geerntet und im Fahrsilo untergebracht.
Die Silageballen werden während der Ernte
direkt vom Feld zur
Betriebsstätte transportiert. Futterverluste
durch Fehlgärungen
gehören daher der
­Vergangenheit an.
TRENDS 04.14
„Auf den ersten Blick ist die Ernte vielleicht ein wenig teurer; auf die
geerntete Energiemenge umgerechnet kostet uns die Grassilage aber
auf keinen Fall mehr“, erklärt Betriebsleiter Fred Detlof. „Das hat verschiedene Gründe. Das A und O ist natürlich die Grasqualität; die Erntetechnik kann das Futter ja nicht besser machen als es ist“, betont
Detlof. Insgesamt wird bei der Hoymer Agrar nun häufiger gemäht als
zu Zeiten des Fahrsilos. Warum, ist leicht zu erklären: Für die Grasernte
mit dem Feldhäcksler war immer eine Mannschaft von mindestens fünf
Personen notwendig; heute erledigt eine einzige Arbeitskraft die Arbeit.
„Wir achten bei der Mahd darauf, dass nicht flacher als acht Zentimeter gemäht wird. Das reduziert den Schmutzanteil und führt zu einem
rascheren Aufwuchs“, erläutert Detlof sehr zufrieden mit dem positiven
Effekt, den die Ballensilage in seinen Betrieb gebracht hat. Früher silierte der Betrieb das Gras in einem großen Fahrsilo in Feldnähe. Von
dort wurde täglich die benötigte Menge Grassilage zum Betrieb transportiert. Einmal in der Woche mussten zwei Mann das Silo weiter aufdecken und warm gewordenes oder verdorbenes Futter von der Anschnittfläche und aus den Randbereichen entfernen. Heute handhabt
nur eine Person die Silageballen. Anders als häufig angenommen, hat
die Ballensilage die Arbeitssituation in diesem Betrieb insgesamt erheblich entspannt – und das nicht nur während der Ernte, sondern auch
beim täglichen Füttern.
6
MANAGEMENT
Betrieb Schreiber, Reinstedt, Stadt Falkenstein
„Der Wickelballen macht uns flexibel in der
­Futterernte.“
Neben 500 ha Ackerbau betreibt die Familie Schreiber im sachsenanhaltinischen Reinstedt einen Milchviehbetrieb mit 170 Milch­kühen
plus Nachzucht. Die Jahresmilchleistung liegt bei 9.500 kg. Als
Grundfutter-Basis dafür dienen 35 ha Dauergrünland und Acker­
futterbau, sowie 20 ha Luzerne, die jeweils dreischnittig geerntet
werden – früher mit dem Feldhäcksler. Weil rund 25 ha davon
Hanglagen sind, war es seinerzeit keine Seltenheit, dass während
der Grasernte mal ein Abfahrgespann umkippte.
Ein
wesentlicher
Leitgedanke
von
Martin Schreiber ist
dieser: „In unserem
Betrieb wird sehr
viel Wert auf Futter­
qualität gelegt, denn
schließlich wollen wir
aus dem Aufwuchs
Milch erzeugen und
Gunnar Kortum und Martin Schreiber sind
während der Grasernte in ständigem Kontakt,
nicht einfach nur Futum die jeweils optimalen Erntezeitpunkte
ter ernten.“ Mit der
abzustimmen.
­UNIWRAP ist man
nun in der Lage, sowohl die Luzerne, als auch die unterschiedlichen Grasbestände „auf den Punkt zu ernten“ und das Ganze ohne
Kompromisse. Richtete sich früher der Erntezeitpunkt für die Silageernte eher nach der optimalen Erntemenge, ist man nun in der
Lage, die einzelnen Futterbestandteile (Dauergrünland, Ackergras,
Luzerne) zum jeweils optimalen Zeitpunkt zu ernten. „Dies bringt
Qualität unter die Folie, und zwar unmittelbar nach dem Pressen
und ohne das lästige Silozudecken.“ Man achtet im Betrieb Schreiber allerdings nicht nur auf den Erhalt des Futterwertes während,
sondern auch nach der Ernte. Gab es früher im Fahrsilo wegen des
vielleicht doch zu geringen Vorschubs und der Anschnittflächenbehandlung Probleme mit Nacherwärmungen, gehören diese nun
der Vergangenheit an.
Neben der ganzjährigen hervorragenden Futterqualität lobt Geschäftsführer Peter Goertz vor allem die Effizienz der Futterbergung. „Bei den
ersten beiden Schnitten legen wir den Fokus auf eine rasche Ernte.
Daher kommt hier der JAGUAR zum Einsatz. Ab dem dritten Schnitt
setzen wir die UNIWRAP ein, weil unsere Mitarbeiter dann mit der
Feldarbeit bei Getreideernte und Bodenbearbeitung beschäftigt sind.“
Mit der Press-Wickelkombination kann ein Fahrer die komplette
Silage­e rnte bis hin zum Abdecken übernehmen. Das schafft innerbetrieblichen Freiraum für die Arbeiten im Ackerbau. Nicht immer ist also
ein Verfahren genau das richtige für einen Betrieb. Wie in diesem Fall
kann es auch eine Mischung verschiedener Verfahren sein.
Die Agrargenossenschaft Neu Königsaue
vergibt die Grasernte
an den Lohnunternehmer. LU Gunnar
Kortum und GF Peter
Goertz stimmen sich
zur Ernteplanung im
Vorfeld rechtzeitig ab.
Betrieb Baumeier, Borne bei Staßfurt
„Der Wickelballen bringt mir die nötige Flexibilität.“
Besonderes Augenmerk legt Martin Baumeier, der rund 100 ha bewirtschaftet, auf ein Maximum an Tiergesundheit und Nutzungsdauer und damit Lebensleistung seiner 100 Kühe. Gefüttert wird in
seinem Betrieb, anders als in seiner Region typisch, nicht mit dem
Futtermischwagen, sondern wöchentlich mit Hilfe eines WeelinkSystems.
Da die Kühe hier weniger schmackhafte Futtermittel ausselektieren
könnten, ist Martin Baumeier auf die Erzeugung qualitativ hochwertiger, stabiler Futtermittel angewiesen, denn er kann schlechtere Futterqualitäten nicht durch Untermischen in der Futter­ration
kaschieren. Die Kühe würden sie einfach liegen lassen. Gefüttert
werden die Kühe mit Luzerne-, Ackergras- und Maissilage, die
in Blöcken bzw. Ballen einmal pro Woche auf dem Futtertisch
­platziert werden.
Die Schreibers füttern die Kühe per Futtermischwagen mit einer
TMR. Ohne eine entsprechende Anzahl Silos im Anschnitt zu haben, lassen sich so je nach Leistungsgruppe problemlos verschiedene Schnitte miteinander vermischen.
Agrargenossenschaft Neu Königsaue, Aschersleben
„TOP-Silagequalität auch in den Sommermonaten.“
1.100 ha Ackerfläche nennt die Agrargenossenschaft Königsaue ihr
eigen. Sie betreibt Ackerbau, jedoch ist die Fläche auch Futtergrundlage für 800 Zuchtsauen und 300 Milchkühe mit einer durchschnittlichen Jahresmilchleistung von 9.500 – 10.000 kg. Das Grundfutter für
die Milchkühe kommt von 28 ha Luzerne und etwa fünf Hektar Grünland, die drei- bis viermal pro Jahr gemäht werden. Die ersten beiden
Schnitte bringt die Genossenschaft mit dem Feldhäcksler ein, den dritten und vierten erntet der Lohnunternehmer mit einer UNIWRAP 455.
TRENDS 04.14
Martin Baumeier lässt seinen
Kühen freie Wahl bei der Futteraufnahme. Entsprechend stabile
Futterqualitäten erreicht er mit
Wickelballensilage.
7
„Da jeder Ballen ein kleines Silo
ist, kann ich meinen Kühen mit
den Wickelballen unterschiedliche Schnitte zur gleichen
Zeit parallel anbieten, ohne
ein Nachgärrisiko einzugehen.
Dies kann man sich mit meiner
Betriebsgröße ansonsten nicht
erlauben“ fasst Betriebsleiter
Martin Baumeier die Vorteile
der Ballensilage für seinen Betrieb zusammen.
hendrik.henselmeyer@claas.com
MANAGEMENT
Wildpflanzen für Wildkatzen –
­alternatives Futter für den Jaguar.
Mais durch alternative Energiepflanzen zu ergänzen ist ein viel diskutiertes Thema. Doch ein breiter Einsatz
von Alternativen setzt Praxiserfahrungen voraus. Im Kreis Warendorf haben sich deshalb einige engagierte
Bauern, wichtige Partner des ländlichen Raumes und lokale Institutionen unter Beteiligung von CLAAS zusammengetan. Die Federführung liegt beim engagierten Jäger Markus Degener, der hier für TRENDS berichtet.
Abseits von politischen Forderungen und
bürokratischen Zwängen testet die Initiative
„Bioenergie aus Wildpflanzen“ in der Praxis
Wildpflanzenmischungen für die Biomasse­
erzeugung, sammelt Erfahrungen und erfasst
ökonomische und ökologische Auswirkungen
des Anbausystems auf den Praxisflächen.
Denn der verstärkte Maisanbau als Energielieferant steht vielerorts in der Kritik. Doch
Biogasanlagen „verdauen“ nicht nur Mais. Mit
diesen Anlagen lässt sich auch biologische
Vielfalt nutzen und fördern.
Anbau.
Pflanzen mit einem 1.000-Korn-Gewicht von
unter 0,2 Gramm enthält!
Auf gut 24 Hektar wurden deshalb Wildpflanzenmischungen aus über 25 verschiedenen
meist mehrjährigen einheimischen Arten und
alten Heilpflanzen wie Großer Alant oder Eibisch angelegt. Im Kreis Warendorf konnten
die Kulturen dank der fachlichen Beratung
von Werner Kuhn, Landwirt aus Franken, vom
Netzwerk „Lebensraum Feldflur“ erfolgreich
etabliert werden. Ackerbaulich ist die Aussaat der eigentlich anspruchslosen Pflanzen
durchaus eine Aufgabe, da die Mischung
TRENDS 04.14
8
Die besten Erfahrungen hat man mit Direktsaat mittels Schlitzschartechnik ohne vorherige Bodenbearbeitung nach GPS bzw.
früh räumendem Wintergetreide gemacht.
Begleitenden Pflanzenschutz brauchen die
Wildpflanzenkulturen u. U. nur im ersten Jahr,
um Gräser und Auflaufgetreide im Griff zu halten. Nach der Etablierung sind die Kulturen
fünf Jahre und länger nutzbar. Außer Düngung mit Wirtschaftsdünger in zwei Gaben
MANAGEMENT
(150 kg N) fällt nur noch die jährliche Ernte
Anfang August an – ein Plus für den Anbau
auf Grenzstandorten.
Das ist Flower Power im wörtlichen Sinn. Die
ökonomischen Auswirkungen wie Erträge
(FM, TM, Gaserträge), Nährstoffauswaschung
und Kostenerfassung werden gerade ausgewertet. (Anm. d. Red.: TRENDS wird darüber
in einer der nächsten Ausgaben informieren.)
Ernte.
In Oelde stand nun die Ernte an, eine Heraus­
forderung, weil eine Vielzahl verschiedener
Pflanzen gehäckselt werden musste. Die Aufgabe erledigte der JAGUAR von CLAAS mit
DIRECT DISC souverän. Auch wenn das sauber und homogen zerkleinerte Häckselgut
eher nach Kräutertee als nach Silage riecht,
zeigt die Masse gute Siliereigenschaften.
Zwar bringen die Flächen im ersten Jahr mit
bis zu zehn Tonnen Trockenmasse noch keinen nennenswerten Ertrag, aber bereits im
zweiten Jahr werden bis zu 16 t/ha Trockenmasse geerntet.
Ökologisch sind die Flächen schon jetzt ein
Bringer. Insekten-Fangversuche, ins­besondere
der wichtigen bestäubenden Arten, ergaben
im Vergleich zu ­Marktfürchten bis zu fünfmal
mehr „fliegende“ Biomasse. Das Gesumme
Engagierter Jäger: Markus Degener
und Gebrumme in den Beständen ist beeindruckend – und die Forschungsergebnisse
für den Laien erlebbar. Auch Vögel, Wild und
Kleinsäuger fühlen sich in den artenreichen
Beständen wohl. Nebenbei: dem Zauber bunt
blühender Flächen kann sich niemand entziehen, was die Energie-Erzeugung aus Biomasse in einem anderen Licht erscheinen lässt.
TRENDS 04.14
9
Diese Kulturen werden Mais nicht ersetzen
können, aber wenn es uns gemeinsam gelingt, die Förderung von Bio-Diversität und
damit Naturschutz in die landwirtschaftliche
Produktion zu integrieren – ökonomisch tragbar und ökologisch sinnvoll – haben wir etwas
gekonnt für den ländlichen Raum. Und s­ ollten
diese Kulturen durch die Anerkennung im
Greening mit einem hohen Flächenfaktor versehen werden, ist mit einer erheblichen Ausweitung der Anbaufläche von zur Zeit rund
1.000 Hektar in Deutschland zu rechnen.
Weitere Infos unter
­w ww.lebensraum-feldflur.de, der Autor ist
erreichbar unter markus.degener@wjsc.de.
Ein Video zu dem Projekt finden Sie unter:
http://bit.ly/1pv4riT
PRAXIS
Einer kann mehr …
Auch für den neuen X
­ ERION gilt: „Einer kann mehr“ –
und das jetzt mit noch mehr Kraft. Welche Arbeiten
sind es aber, bei denen er seine ­besonderen Stärken
ausspielt? Die Antwort: Es kommt ganz drauf an.
Geschäftsführer Bernd Thiele von der AFB Agrar GmbH Flämingland: „Wir nutzen den XERION 4000 vor allem für die Raps- und Getreidesaat sowie als
leistungsfähige Überladeeinheit.“ Mit dem 20 t fassenden Überlade-Aufbau werden zwei LEXION 770 „bedient“.
Rapsdrillen ist angesagt, als wir XERION ­Fahrer
Uwe Fröbe von der AFB Agrar GmbH Flämingland besuchen. Auf einem leicht hängigen,
knapp einen Kilometer langen Schlag ist er mit
einem XERION 4000 und einer 9 m Pronto DC
auf frisch gepflügtem Land unterwegs. Bei 13
bis 14 km/h und rund 1.350 Motorumdrehungen liegt der ­aktuelle Kraftstoffbrauch bei 55 l
pro Stunde; das entspricht bei 12 ha theoretischer Flächenleistung einem Verbrauch von
rund 4,6 l pro ha. „Auf einem 100-ha-Schlag
schaffe ich – inklusive aller Nebenzeiten – rund
9 ha pro Stunde“, berichtet Uwe Fröbe.
Mit insgesamt 70 festen Mitarbeitern, 4.300 ha
bewirtschafteter Fläche, einer Milchviehanlage
und einer Sauenhaltung ist die Agrar GmbH
Flämingland in Blönsdorf, nahe dem brandenburgischen ­
Jüterborg im niederen Fläming,
ein vielseitig aufgestelltes U­nternehmen. Die
Flächennutzung im Ackerbau verteilt sich auf
760 ha Kartoffeln sowie rund 3.000 ha Druschfläche mit Wintergerste, Roggen, Winter­
weizen und Raps sowie einem kleinen Anteil
Leguminosen.
Die Ursprünge der XERION Geschichte bei
der AFB Agrar GmbH liegen bereits im Jahr
2008, als ein XERION 3800 angeschafft
wurde. AFB-Geschäftsführer Bernd Thiele
­
erinnert sich: „Um bei der Getreide­e rnte eine
leistungsfähige Feldlogistik sicherzustellen,
suchten wir damals nach einem leistungs­
starken Traktor für einen großen Überlade­
wagen. Außerdem sollte er stark genug sein,
um unsere Drillmaschine auf teilweise hügeligem Land ohne Leistungsabfall zu ziehen. Wir
haben dann verschiedene Traktoren getestet
und uns schließlich für den XERION 3800
entschieden, weil er die anstehenden Aufgaben am besten bewältigt hat“.
Leistungsfähiger Umlader bei der
Getreideernte.
Die Anforderungen hat der XERION seither bestens erfüllt, so dass der Betrieb den
3800er im Juni 2014 durch einen neuen
XERION 4000 ersetzt hat. Erste Aufgabe des
alten wie auch des neuen XERION ist der
TRENDS 04.14
10
Einsatz vor einem dreiachsigen Anhänger­
fahrgestell mit 20 t fassendem ÜberladeAufbau. Mit Umstellung der Feldlogistik auf
diese sehr leistungsfähige Einheit konnte der
Betrieb den eigenen Mähdrescherbestand
deutlich reduzieren: Auf zwei LEXION 770 mit
jeweils 12 m Schnittbreite, die je nach Witterungslage auf eine Druschleistung von 1.200
bis 1.300 ha pro Jahr kommen. Die restlichen
Flächen lässt der Betrieb durch einen Lohnunternehmer ernten. „Dank der Technik und
unserer engagierten Mitarbeiter läuft die Getreideernte mit dieser Kette jetzt sehr effektiv
ab“, so Geschäftsführer Thiele.
Zweite Kernaufgabe des XERION ist die Rapsund Getreideaussaat mit der neun Meter breiten Pronto DC. Lediglich in Spitzenzeiten setzt
der Betrieb eine zweite 6-m-Sämaschine ein,
um die pflanzenbaulich optimalen Aussaattermine genau einzuhalten. Stalldung- und
Kalkstreuen mit einem Universalstreueraufbau auf dem gleichen Basisfahrgestell, das
auch den Überlade-Aufbau trägt, ist die dritte
­Aufgabe des XERION. Damit hat er dann auch
PRAXIS
Mit der 9 m breiten Pronto DC schafft der XERION auf den großen Schlägen der AFB Agrar GmbH rund 9 ha pro Stunde – inklusive Nebenzeiten.
Dazu Fahrer Uwe Fröbe: „Mit dem Tier 4f Mercedes-Motor verbraucht der neue XERION bei der Säarbeit rund 0,5 l weniger Kraftstoff pro Hektar.“
Hans-Heinrich und Hendrik Meine von der Meine & Claus Service GbR setzen den XERION 4000 sowohl für die schwere Bodenbearbeitung wie auch als
Walzschlepper auf dem Silo ein. Bei der Stoppelbearbeitung zieht er eine 7,50 m Kurzscheibenegge, bei der tiefen Bearbeitung einen 5 m breiten Tiger AS.
in Regenpausen während der Erntezeit bzw.
im Zeitraum zwischen Ernte und Bestellung
zu tun und erreicht so eine Auslastung von
insgesamt ca. 1.200 Stunden pro Jahr.
0,5 l Kraftstoff pro Hektar gespart.
Zurück zu XERION Fahrer Uwe Fröbe. Beim
Vergleich zwischen dem altem XERION 3800
und dem neuem 4000 fällt ihm vor allem
auf, dass der Tier 4f-Mercedes-Motor des
XERION 4000 z. B. bei der Säarbeit rund 0,5 l
weniger Kraftstoff pro Hektar verbraucht. „Der
Motor ist aber nicht nur sparsamer, sondern
hält auch die Touren besser und ist deutlich
leiser“, so Uwe Fröbe.
Als weitere, wichtige Verbesserung für den
Fahrer nennt er das stehende Fahrpedal
und die Bedienung mit der „Maus“ – dem
­CMOTION Multifunktionshebel. „Insgesamt ist
die Arbeit mit dem neuen XERION noch einmal komfortabler geworden“, so das Gesamturteil von Uwe Fröbe.
Bodenhaftung entscheidet.
„Er hat nicht nur einen stärkeren Motor,
sondern bringt diese Kraft auch sehr gut
auf den Boden“, berichtet auch Hendrik M
­ eine von der Meine & Claus Service
GbR in ­Osterweddingen bei Magdeburg.
Das Unternehmen setzte seit 2009 einen
XERION 3800 ein, der nach Auslaufen der
Mietzeit gegen einen neuen ­
X ERION 4000
getauscht w
­ urde. Die Meine & Claus ­Service
GbR agiert als Technikdienstleister für die
Meine & Claus GbR, die ausgehend vom
Hauptbetrieb in Osterweddingen drei verschiedene Standorte mit insgesamt rund
2.100 Hektar Ackerbauflächen bewirtschaftet. Hans-Heinrich Meine und Jörg Claus,
die Gesellschafter der Meine & Claus GbR,
betreiben außerdem zusammen mit drei weiteren Partnern eine 2,5 Megawatt-Biogasanlage am Standort Bahrdorf im Landkreis
Helmstedt.
Die Jahresauslastung des XERION bei der
Meine & Claus Service GbR liegt bei rund
TRENDS 04.14
11
1.000 Stunden, von denen 500 bis 600 auf
die Bodenbearbeitung entfallen. Sowohl bei
der Stoppelbearbeitung mit einer 7,50 m
Catros Kurzscheibenegge als auch bei der
tiefen Bearbeitung vor einem 5,00 m breiten
Tiger AS macht der mit einer 900er Bereifung
ausgerüstete XERION eine gute Figur. „Die
Zugkraft des XERION vor dem Tiger hat uns
schon überzeugt, mit den vier gleich großen
Rädern bringt er seine Kraft besser auf den
Boden als jeder Standardschlepper“, meint
Hendrik Meine dazu.
Ideal auf dem Silo.
300 bis 400 weitere Stunden entfallen aufs
Siloschieben und -walzen während der Silomaisernte. „900 bis 950 Hektar Mais werden
wir dieses Jahr häckseln – und die wird der
XERION hochschieben. Mit seiner Schubkraft, der gedrehten Kabine und der Möglichkeit, im Hundegang zu walzen, ist er auch für
diese Arbeit der ideale Traktor“, so Hendrik
Meine.
PRAXIS
Es gibt also mehrere gute Gründe, dass die
Meine & Claus GBR nach dem ersten 3800
nun auch den XERION 4000 einsetzt. „Was
uns ebenfalls bewogen hat weiter beim
X ERION zu bleiben, ist die Zuverlässigkeit
­
der Maschine“, ergänzt dazu Hans-Heinrich
Meine. „Denn wir haben bisher keine Ausfälle
oder größere Reparaturen gehabt.“
Bei der Frage nach den Unterschieden zwischen dem 3800 und dem neuen 4000
kommt Hendrik Meine auf das höhere Zugvermögen zurück: „Der 3800er war auf
Die BEAG Agrar GmbH ist ebenfalls sehr
vielseitig aufgestellt. Sie bewirtschaftet rund
4.200 ha landwirtschaftliche Nutzfläche, davon ca. 3.600 ha als Ackerland und den Rest
als Grünland. Zu den Hauptfruchtarten im
Ackerbau zählen Weizen, Raps, Wintergerste,
Sommergerste, Zuckerrüben, Silomais sowie
Pflanz- und Speisekartoffeln. Weitere Standbeine, die über Tochtergesellschaften betrieben werden, sind eine Schafhaltung, eine
750-kW-Biogasanlage, eine Milchviehanlage
und eine Sauenhaltung. Insgesamt beschäftigt die BEAG Behringen 72 feste Mitarbeiter.
Kein Unterschied zur Raupe
„Von der Zugkraft her können wir eigentlich
keinen Unterschied zur Raupe erkennen“,
urteilt Thomas Debes, der bei der BEAG für
die Bodenbearbeitung und Futterbergung als
Produktionsleiter verantwortlich ist, über den
praktischen Einsatz. „Mit 900er Reifen ausgerüstet bringt auch der XERION 5000 seine
Kraft voll auf den Boden.“
Zusätzliche Pluspunkte verbucht der XERION
aber, weil die Behringer ihn auch beim Mähen
Thomas Debes und Jürgen Häfner von der BEAG Agrar GmbH: „Wir haben in einen XERION 5000 investiert, um die Bodenbearbeitung und die Futter­
strecke effektiver zu gestalten.“ Pluspunkte gibt es hier auch für das Mähen, denn aus der gedrehten Kabine hat man die Mähwerke viel besser im Blick.“
­ nseren teilweise sehr schweren Tonböden
u
manchmal doch an seiner Leistungsgrenze.
Das ist mit dem neuen 4000er und den zusätzlichen 50 PS nicht mehr der Fall.“ Gut
gefällt außerdem, dass die Übersicht aus der
Kabine und die Kabine selbst mitsamt ihrem
Bedienkonzept noch komfortabler geworden
sind. Hier führt auch Hendrik Meine vor allem
den CMOTION Multi­funktionshebel und das
hängende Fahrpedal ins Feld.
Bodenbearbeitung und Futter­
strecke effektiver ­gestalten
Die hohe Zugkraft und die Einsatzflexibilität sind auch bei der BEAG Agrar GmbH
Behringen die wichtigsten Gründe, dass der
Betrieb dieses Jahr in einen XERION investiert hat, und zwar in einen 5000 Trac VC mit
530 PS. Die Ortschaft Behringen gehört zur
thüringischen Gemeinde Hörselberg-Hainich
und grenzt an den Nationalpark Hainich, das
größte zusammenhängende Laubwaldgebiet
Deutschlands.
„Wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir
unsere Bodenbearbeitung und die Futter­
strecke effektiver gestalten können“, beschreibt Jürgen Häfner, Prokurist und stellvertretender Geschäftsführer der BEAG,
die Vorgeschichte, die zur Investition in den
XERION 5000 führte. „Als dann unsere zwölf
Jahre alte E-95-Raupe durch eine neue Maschine ersetzt werden sollte, standen am
Ende unserer Diskussionen und verschiedener Angebote noch zwei Alternativen
zur Diskussion: eine neue Raupe oder der
XERION 5000.“
Die Entscheidung fiel schließlich für beide Maschinen. Zusätzlich zur neuen 520-PS-Raupe
kommt nun der XERION zum Einsatz – bei
der Stoppelbearbeitung mit einer 8 m breiten
Rebell Kurzscheibenegge und bei der tiefen
Bodenbearbeitung mit einem Terrano 6 FM.
Tatsächlich ist damit die Bodenbearbeitung
effektiver geworden, denn der XERION hat
nun die Arbeit übernommen, die bisher von
zwei 300 PS Standardschleppern erledigt
wurde.
TRENDS 04.14
12
von 200 ha Wiesen und 70 ha Luzerne auslasten können. „Dabei nutzen wir die Vorteile
der drehbaren Kabine. Damit hat der Fahrer
eine viel bessere Übersicht auf die Mähwerke als früher aus dem Standardschlepper mit
Rückfahreinrichtung.“
„Unsere Entscheidung, in den XERION zu investieren, war richtig. Er passt sehr gut zur
Struktur unseres Betriebs“, sind sich Jürgen
Häfner und Thomas Debes einig. „Der Fokus
liegt für uns bislang noch bei der Bodenbearbeitung und beim Mähen. Ob wir ihn während
der Silomaisernte auch beim Siloschieben
einsetzen, hängt davon ab, wie weit dann
die Bodenbearbeitung erledigt ist. Wenn es
zeitlich passt, werden wir das auf jeden Fall
ausprobieren“, so Thomas Debes.
maik.lemke@claas.com
TECHNISCHER SERVICE
Herausnehmen und abheften.
Der Mittelteil von CLAAS Trends ist dem technischen Service vorbehalten.
Hier ­finden Sie in jeder Ausgabe u. a. Tipps dafür, wie Sie Ihre CLAAS Maschinen
mit ­intelligenten Maßnahmen noch leistungsfähiger machen können. Weitere Fragen
zu diesen ­Themen kann Ihnen Ihr CLAAS Vertriebs­partner vor Ort beantworten.
Inhalt
S01
Mehr Sicherheit vor Steinen. ................................................................................... VARIO Schneidwerke
S02
Sicher unterwegs mit der QUADRANT. .................................................................................. QUADRANT
Schnellstoppventil Reparatursatz......................................................................................... JAGUAR 494
S03
Hitze im Motorraum beim JAGUAR 970 V8-MAN abschirmen. ............................................ JAGUAR 970
Siliermitteldüsen am Beschleuniger aller JAGUAR Typen nachrüsten. ........................................ JAGUAR
S04
Trommelboden nach Bedarf – Gras- und Maisernte ohne Kompromisse. ................................... JAGUAR
S05CLAAS erweitert B
­ atterieprogramm. ........................................................................................... Zubehör
S08CLAAS Kurzanleitungen: Das Wichtigste auf den Punkt gebracht. ........................ Traktoren, GPS PILOT
Mehr Sicherheit
vor Steinen.
Speziell für Regionen mit erhöhtem Steinbesatz auf den
Ernteflächen sind zusätzliche Steinschutzbleche für alle
VARIO Schneidwerke erhältlich. Sie werden mit geringem Aufwand einfach aufgeschraubt. Dieser Schutzwall
schafft neben der bei allen CLAAS Mähdreschern vorhandenen Steinfangmulde eine zusätzliche Absicherung
gegen Maschinenausfälle durch Steinschäden – vor allem
bei den Fördereinheiten vor dem Dreschwerk, wie Querförderschnecke und Schrägförderer.
Die zusätzliche Barriere hinter dem Messerbalken hindert
Fremdkörper daran, ohne weiteres in die Schneidwerksmulde zu gelangen. Das betrifft speziell größere Steine,
die der Einzugsschnecke erheblichen Schaden zufügen
können. Der Fahrer erhält so mehr Zeit zu reagieren und
kann unnötige Ausfallzeiten vermeiden.
Die zusätzlichen Steinschutzbleche sind für sämtliche
­Arbeitsbreiten der VARIO Schneidwerke erhältlich.
TRENDS 04.14
S01
Sach-Nr.
00 0173 555 0
00 0174 517 0
00 0174 470 0
00 0174 469 0
00 0174 468 0
00 0174 428 0
Bezeichnung
Steinfangblech V 1050
Steinfangblech V 900
Steinfangblech V 750
Steinfangblech V 660
Steinfangblech V 600
Steinfangblech V 540
(Typ 716)
(Typ 716)
(Typ 716)
(Typ 716)
(Typ 716)
(Typ 716)
00 0526 745 0
00 0521 826 0
00 0521 825 0
00 0525 991 0
00 0525 992 0
Steinfangblech V 1230
Steinfangblech V 1200
Steinfangblech V 1050
Steinfangblech V 930
Steinfangblech V 770
(Typ 529)
(Typ 529)
(Typ 529)
(Typ 528)
(Typ 528)
TECHNISCHER SERVICE
Sicher unterwegs mit der QUADRANT.
Pendel-Tasträder mit einem sehr großen Pendelweg gehören bei allen CLAAS QUADRANT bereits seit Jahren
zum Serienumfang. Diese Ausstattung sorgt für o
­ ptimale
Bodenanpassung und Grasnarbenschonung auch bei
hohen Fahrgeschwindigkeiten sowie in Kurven.
Zur Saison 2015 gibt es bei Neumaschinen auch klappbare Tasträder. Sie müssen für die Straßenfahrt nicht
mehr umständlich abgebaut werden. Die Tasträder werden mit zwei kleinen Handgriffen eingeklappt und schon
kann es losgehen in den Straßenverkehr.
Je nach gewählter Bereifungsvariante auf der Presse
bilden die Tasträder nach dem Einklappen auch nicht
­
mehr die breiteste Stelle. Das minimiert Anfahrschäden
im Pick-Up-Bereich.
Selbstverständlich lassen sich die klappbaren Tasträder
auch an bestehenden Maschinen nachrüsten.
Sach-Nr.
00 1335 184 0
00 1335 185 0
Bezeichnung
Rad klappbar links
Rad klappbar rechts
Schnellstoppventil
Reparatursatz für JAGUAR
Typ 494.
In der Grasernte ist der Einzug beim JAGUAR 980-930
(Typ 494) gefordert. Werden Fremdköper erkannt, muss
der Einzug innerhalb von Sekundenbruchteilen gestoppt
werden. Sollte das Schnellstoppventil ausgefallen sein,
lässt sich mit einem Reparatursatz ein neues mit Druckspeicher installieren.
Der Nachrüstsatz kann über das Ersatzteilwesen bestellt
werden.
Sach-Nr.
00 0141 219 0
TRENDS 04.14
S02
Bezeichnung
Nachrüstsatz Schnellstoppventil
TECHNISCHER SERVICE
Hitze im Motorraum beim
JAGUAR 970 V8-MAN ­abschirmen.
Hohe Außentemperaturen und maximale Motorleistung
können im Einsatz zu hohen Temperaturen im Motorraum des JAGUAR führen. Umliegende Bauteile sollten
daher gegen die Strahlungshitze in der Nähe des Abgaskrümmers geschützt werden. Speziell beim JAGUAR 970
(MAN-V8-Motor) kann ein Hitzeschild im Bereich der Abgasanlage eingebaut werden.
Über den Ersatzteilweg kann ein Nachrüstsatz bestellt
werden.
Sach-Nr.
00 0126 688 0
Bezeichnung
Nachrüstsatz Hitzeschutzblech
Siliermitteldüsen am Beschleuniger aller
JAGUAR Typen nachrüsten.
Der Einsatz von Siliermittel hat in den letzten Jahren
deutlich zugenommen. Nicht zuletzt müssen diese teuren Mittel zur Absicherung der Silagequalität auch gezielt
eingesetzt werden. Milchsäurenbakterien mit höheren
Aufwandmengen werden am rechts Beschleuniger eingesprüht, Konzentrate am Auswurfkrümmer an der ersten Reinigungsöffnung.
Bei zuckerhaltigem, klebrigem Gras kann es zu Materialablagerungen im Bereich des Beschleunigers kommen.
Wird Siliermittel zugesetzt, bleibt häufig der rechte Gutflussbereich am Beschleuniger sauber, während sich im
linken Erntegut ablagert. Mit Hilfe eines Nachrüstsatzes
können jetzt auch Siliermittel (oder auch nur Wasser
aus dem Wassertank) beidseitig am Beschleuniger eingesprüht werden. Dies sorgt dafür, dass die SiliermittelVerteilung im Gutfluss auf jeden Fall erhalten bleibt und
vermeidet gleichzeitig Materialaufbau.
Über den Ersatzteilweg kann ein Nachrüstsatz für eine
zweite Düse am Beschleuniger (links) bestellt werden.
Sach-Nr.
00 0141 219 0
TRENDS 04.14
S03
Bezeichnung
Nachrüstsatz Siliermitteldüse
TECHNISCHER SERVICE
Trommelboden nach Bedarf –
Gras- und Maisernte ohne Kompromisse.
Wenn es darum geht, die Effizienz eines Betriebes durch Leistungssteigerung der
­technischen Ausrüstung zu verbessern, sind es nicht immer gleich komplette Maschinen
oder große Komponenten, die den Ausschlag geben. Auch im Ersatz- und Verschleißteilbereich gibt es Unterschiede in Qualität und Wirkung, die sich auf das Ernteverhalten
auswirken.
In diesem Zusammenhang muss nicht nur das ­T hema
CLAAS ORIGINAL Ersatzteile versus Nachbauteile
(­Plagiate) genannt werden. Auch bei den CLAAS Original­
teilen gibt es solche für unterschiedliche Ansprüche und
Einsatzzwecke. Und eben auch Teile, mit denen sich
­unter ganz bestimmten Erntebedingungen mehr Effizienz
­e rzielen lässt.
Nach dem eigentlichen Häckselvorgang sorgt der
Trommel­
boden für eine Umleitung des Häckselgutes.
Im Trommelboden findet Reibung durch das Häckselgut
statt, nicht zuletzt aber auch durch Fremdkörper oder
Sandpartikel, die für starken Abrieb sorgen. Mit der Zeit
verliert er dadurch an Beschichtung und Stärke. Er verschleißt und muss ausgetauscht werden.
Nehmen wir das Beispiel Trommelboden beim ­JAGUAR.
Während der Maisernte muss der Häcksler Schlag nach
Schlag, ohne lange Rüstzeiten, ohne zeitaufwendige Kontrollen auf den verschiedensten Böden und unter den
schwierigsten Wetterbedingungen ernten. Er ist für höchste Leistung und größtmögliche Einsatzsicherheit konzipiert.
Aber wie kann man die Maschine noch optimieren, wenn
die Bedingungen besonders anspruchsvoll sind?
Bei der Komponente Trommelboden, einer der wichtigsten
im Gutfluss des JAGUAR, gibt es ­Q ualitätsunterschiede,
aus denen sich schnell Einsatzmöglichkeiten ableiten Im
Rahmen des CLAAS ORIGINAL Produktprogramms sind
drei Typen verfügbar. Jeder von ihnen hat seine Berechtigung.
Trommelboden Hardox 400 / 500 Standard
Hardox 400 / 500 ist ein verschleißfestes Material mit
einer Härte von 400 bzw. 500 HBW.
Vorteile:
• Hohe Verschleißfestigkeit
Geeignet für:
Standardausrüstung des JAGUAR 980 – 930, Typ 497 und
Typ 494 (Hardox 500),
Standardausrüstung des JAGUAR 900-830, Typ 492 und
JAGUAR 870 – 840, Typ 496 (Hardox 400).
Trommelboden PREMIUM LINE Vaudit
Vaudit-Beschichtung des Materials durch Auftragsschweißung.
Vorteile:
• Hohe Verschleißfestigkeit
• Sehr lange Einsatzdauer
Geeignet für:
JAGUAR 980 – 930, Typ 497 und Typ 494,
JAGUAR 900 – 830, Typ 492 und
JAGUAR 870 – 840, Typ 496.
TRENDS 04.14
S04
TECHNISCHER SERVICE
Trommelboden PREMIUM LINE Busadur
Extrem glatte Busadur-Beschichtung des Materials.
Vorteile:
• Hoher Verschleißwiderstand
• Extrem hohe L
­ ebensdauer
• Geringer Reibwiderstand,
• Einsatz bei klebrigem Ernte­gut
• Einsatz bei hohem Fremdkörperanteil wie Sandpartikeln
Alle drei sorgen als CLAAS ORIGINAL Ersatz- oder Verschleißteil für einen schnellen, optimalen Gutfluss, und
dank ihrer hohen Verschleißfestigkeit haben sie längere
Wechselintervalle als Nachbauteile. Es gibt also über die
Grundausrüstung des JAGUAR hinaus TrommelbodenAlternativen, die unter speziellen Erntebedingungen zu
mehr Effizienz beitragen.
Geeignet für:
JAGUAR 980 – 930, Typ 497 und Typ 494,
JAGUAR 900 – 830, Typ 492 und
JAGUAR 870 – 840, Typ 496.
CLAAS erweitert
­Batterieprogramm.
Beim Stichwort Winter denken manche Kunden sofort an
die Batterien ihrer Maschinen: Winter = schlechtes Kaltstartverhalten – keine gute Wechselwirkung. Zwar kann
sie eintreten, muss aber nicht. Deshalb sind Zuverlässigkeit, Leistung und Langlebigkeit bei ­Batterien entscheidende Faktoren. Doch bei Batterien gibt es neben den
Standardeigenschaften jede Menge charakteristische
Unterschiede, die nicht nur mit den Maschinen zusammenhängen, die sie versorgen sollen.
Um die Anforderungen unserer Kunden und ihrer
Maschinen hundertprozentig zu erfüllen, haben wir
unser Batterieprogramm jetzt erweitert. Das bisherige
­
CLAAS ORIGINAL Batterieangebot ist damit um 32 T
­ ypen
der Marken Varta und Optima ergänzt, die zusätzliche
Merkmale besitzen. Insgesamt bieten wir mit nunmehr
82 verschiedenen Modellen für jeden Fahrzeugtyp genau
die richtige Batterie an, ganz gleich, ob CLAAS Maschine
oder nicht. Unsere Kunden haben so den großen Vorteil,
dass sie sämtliche Artikel von ihrem CLAAS Händler beziehen können.
Sämtliche Batterien werden selbstverständlich geprüft
und geladen ausgeliefert. Wenn bis 13 Uhr bestellt, sind
sie bereits am Folgetag abholbereit bei Ihrem Händler.
Für die neuen Typen gelten die gleichen Bedingungen wie
für die CLAAS ORIGINAL Batterien.
Leichter Austausch der Batterien am CLAAS Schlepper.
TRENDS 04.14
S05
TECHNISCHER SERVICE
Neu im Batterie-Sortiment
Name
Sach-Nr.
Spannung KapazitätKälteprüfstrom Länge Breite Höhe Anschlusspole Bodenleiste
(V)(Ah)(A/EN)
Varta Promotive Black 00 0147 982 012
45
300
207 175 175
1
B13
Varta Promotive Black 00 0147 980 012
55
420
246 175 190
1
B03
Varta Promotive Black 00 0147 979 012
66
510
278 175 190
1
B13
Varta Promotive Black 00 0147 978 012
88
680
353 175 190
1
B03
Varta Promotive Black 00 0147 977 012
90
540
345 173 233
1
B00
Varta Promotive Black 00 0147 976 012
90
540
345 173 233
1
B00
Varta Promotive Black 00 0147 975 0
12110 760514
175
2101
B03
Varta Promotive Black 00 0147 974 012
110
680
347 173 234
1
B00
Varta Promotive Black 00 0147 973 012
110
680
347 173 234
1
B00
Varta Promotive Black 00 0147 972 012
110
850
413 175 220
1
B03
Varta Promotive Black 00 0147 971 012
110
680
347 173 234
1
B03
Varta Promotive Black 00 0147 943 012
120
680
513 189 223
1
B00
Varta Promotive Black 00 0147 944 012
135
1000
514 175 210
1
B03
Varta Promotive Black 00 0147 945 012
143
950
514 218 210
1
B03
Varta Promotive Black 00 0147 985 012
154
1150
513 189 223
1
B00
Varta Promotive Black 00 0147 946 012
155
900
513 223 223
1
B00
Varta Promotive Black 00 0147 984 012
180
1400
513 223 223
1
B00
Varta Promotive Black 00 0147 947 012
180
1100
513 223 223
1
B03
Varta Promotive Black 00 0147 983 0
12190 1200513
223
223 1
B03
Varta Promotive Black 00 0147 981 0
12190 1200513
223
223 1
B03
Varta Promotive Black 00 0147 942 012
200
1050
518 276 242
1
B00
Varta Promotive Black 00 0147 941 012
220
1150
518 291 242
1
B00
Varta Silver Dynamic
00 0147 991 012
63
610
242 175 190
1
B13
Varta Silver Dynamic
00 0147 990 012
77
780
278 175 190
1
B13
Varta Silver Dynamic
00 0147 989 012
100
830
353 175 190
1
B13
Varta Promotive Silver 00 0147 988 012
145
800
513 189 223
1
B00
Varta Promotive Silver 00 0147 987 012
180
1000
513 189 223
1
B00
Varta Promotive Silver 00 0147 986 012
225
1150
518 276 242
1
B00
Optima Redtop 00 0147 992 012
50
815
254 175 200
1
ohne
Optima Redtop
00 0147 993 012
50
815
254 175 200
1
ohne
Optima Yellowtop
00 0147 994 012
55
765
254 175 200
1
ohne
Optima Yellowtop
00 0147 995 012
75
975
325 165 238
1
ohne
Das Original: CLAAS STARTER BLOCK
Neu: Varta Batterien
TRENDS 04.14
S06
Neu: Optima Batterien
TECHNISCHER SERVICE
Weiterhin im CLAAS ORIGINAL Batterieprogramm
Name
Sach-Nr. Spannung KapazitätKälteprüfstrom Länge Breite Höhe Anschlusspole Bodenleiste
(V)(Ah)(A/EN)
GEL BLOCK
00 0177 083 012
56
278 175 190
1
B13
GEL BLOCK
00 0177 084 012
85
353 175 190
1
B13
MINI BLOCK
MINI BLOCK
MINI BLOCK
MINI BLOCK
MINI BLOCK
MINI BLOCK
00 0177 784 012
00 0177 081 012
00 0177 785 012
00 0177 786 012
00 0177 787 112
00 0177 082 012
14
140
18
19
190
30
300
30
300
34
135 90 167
181 76 166
186 82 171
186 130 167
186 130 167
197 131 156
Y8
T3
Y12
Y12
Y12
T5
ohne
ohne
ohne
ohne
ohne
ohne
POWER BLOCK
POWER BLOCK
POWER BLOCK
00 0177 968 112
00 0177 969 112
00 0177 970 112
150
190
240
513 189 223
513 223 223
518 276 242
1
1
1
B00
B00
B00
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
STARTER BLOCK
00 0177 775 012
36
300
210 175 175
1
B13/B04
00 0177 758 012
44
360
210 175 190
1
B13
00 0177 760 012
55
420
249 175 190
1
B13
00 0177 779 012
62
480
246 175 190
1
B13
00 0177 762 012
64
640
278 175 175
1
B13/B04
00 0177 763 012
66
510
278 175 190
1
B13
00 0177 800 012
72
680
278 175 190
1
B13
00 0177 764 012
74
680
278 175 190
1
B13
00 0177 755 112
88
680
353 175 190
1
B13
00 0177 783 012
88
680
353 175 190
1
B13
00 0177 765 012
100
760
353 175 190
1
B13
00 0177 782 012
100
900
329 171 238
1
B00
00 0177 801 012
100
600
413 175 220
1
B00
00 0177 905 012
100
760
302 175 215
1
B01
00 0177 780 012
105
680
349 175 235
1
B00
00 0177 756 0
12110 760514
175
2101
B03
00 0177 085 012
110
850
310 175 205
1
B01
00 0177 788 112
110
680
347 173 234
1
B03
00 0177 766 012
120
680
514 189 223
1
B00
00 0177 938 012
125
620
349 175 290
1
B00
00 0177 767 012
135
680
514 189 223
1
B00
00 0177 768 012
135
1000
514 175 210
1
B03
00 0177 769 012
140
760
514 189 223
1
B00
00 0177 939 012
140
760
514 178 223
1
B03
00 0177 757 012
143
950
514 218 210
1
B03
00 0177 770 012
143
900
513 223 225
1
B00
00 0177 771 012
170
1000
513 223 223
1
B00
00 0177 772 012
180
1000
513 223 223
1
B00
00 0177 161 012
180
1000
513 223 223
1
B03
00 0177 773 012
200
1050
518 274 242
1
B00
00 0177 162 112
225
1150
518 274 242
1
B00
ULTRA BLOCK
ULTRA BLOCK
ULTRA BLOCK
ULTRA BLOCK
ULTRA BLOCK
ULTRA BLOCK
ULTRA BLOCK
ULTRA BLOCK
00 0177 790 112
45
00 0177 791 112
55
00 0177 792 012
65
00 0177 793 0
1275
00 0177 794 112
85
00 0177 795 112
95
00 0147 939 012
65
00 0147 940 012
75
TRENDS 04.14
S07
800
1000
1200
400
211 175 190
1
480
246 175 190
1
570
246 175 175
1
680278
175
1751
800
317 175 190
1
850
353 175 190
1
570
246 175 190
1
680
278 175 190
1
B13/B04
B13/B04
B13/B04
B13/B04
B13/B04
B13/B04
B13/B04
B13/B04
TECHNISCHER SERVICE
CLAAS Kurzanleitungen:
Das Wichtigste auf den Punkt gebracht.
Geht es Ihnen auch manchmal so, dass sie eine Betriebsanleitung lange „studieren“
müssen, bis Sie bei den richtigen Antworten auf Ihre Fragen angekommen sind?
Betriebsanleitungen sind nicht ohne Grund so umfangreich: Ihr Aufbau muss exakten
gesetzlichen Vorschriften entsprechen.
Für den schnellen Überblick in Sachen Bedienung und als
Ergänzung der Betriebsanleitungen bietet CLAAS deshalb für verschiedene Traktoren sowie den GPS P
­ ILOT
mit dem Terminal S10 die sogenannten Kurzanleitungen
an. Im handlichen DIN A5 Format und auf schmutzabweisendem Papier gedruckt, eignen sie sich ideal, um sie
allzeit auf der jeweiligen Maschine mitzuführen.
Anhand von Bildern und knappen Texten finden Sie hier
die wichtigsten Informationen sowie zahlreiche PraxisTipps zur Bedienung, die Sie direkt am Objekt nachvollziehen können. Manchmal muss man ja auch nur noch
einmal nachzuschlagen, wie eine selten genutzte Funktion am besten zu handhaben ist. Auch da schafft die
Kurzanleitung schnelle Abhilfe.
Verfügbar sind die Kurzanleitungen für CLAAS ­Traktoren
in drei verschiedenen Varianten: CIS, CEBIS und ­CMATIC.
Dank der einheitlichen CLAAS Bedienphilosophie gelten
diese drei Varianten für mehrere Baureihen gleichermaßen
– angefangen mit dem ARION 500/600 Stage 3b über den
AXION 800 Tier 4f bis zum AXION 900. Wenn Sie einen
dieser Traktoren einsetzen, aber die entsprechende Kurzanleitung nicht haben sollten, fragen Sie bitte Ihren CLAAS
Vertriebspartner danach. Das Gleiche gilt für das automatische Lenksystem GPS PILOT mit dem Terminal S10.
Noch einmal der Hinweis, dass eine Kurzanleitung die
jeweilige Betriebsanleitung keinesfalls ersetzt. Aber das
Wichtigste rund um den Punkt „Bedienung“ ist in aller
Kürze und auf den Punkt gebracht.
TRENDS 04.14
S08
TECHNIK
PRAXIS
Weltneuheit:
ORBIS mit voll integriertem Transportsystem.
Für die Maisgebisse ORBIS 900
und 750 bietet CLAAS jetzt ein
vollintegriertes Transportsystem
an. Es ist TÜV-abgenommen und
bietet als 40-km/h-Version hervorragende Fahreigenschaften.
Per Knopfduck in der Kabine zieht der Fahrer
das Fahrwerk für den Häckseleinsatz vollautomatisch ein und fährt es auf der Straße
mit angepasster Schwingungstilgung. Kein
An- und Abbau, keine nächtliche Fahrwerkssuche, keine unnötigen Fahrten sind mehr
nötig. Die Heck-Ballastierung wird damit teilweise überflüssig.
Das integrierte ORBIS Transportsystem bedeutet eine enorme Fahrerentlastung. Sehr
komfortabel und sicher lassen sich bei
40 km/h alle Straßen oder auch unebene
Wege befahren.
georg.doering@claas.com
TRENDS 04.14
13
PRAXIS
ARION 650 – 530 CMATIC:
Stufenlos noch komfortabler.
Bisher gab es die Traktoren-Baureihe ARION
650 – 530 im Leistungsbereich von 145 bis 184 PS
ausschließlich mit dem HEXASHIFT ­Getriebe.
Auf der Agritechnica 2014 stellte CLAAS die
Mittelklasse-­Traktoren erstmals auch mit dem stufenlosen CMATIC Getriebe vor, einer CLAAS eigenen
Konstruktion, die bei der CLAAS Industrietechnik
GmbH (CIT) in Paderborn gebaut wird. Seit wenigen
Monaten sind die ersten verkauften Maschinen bei
Lohnunternehmern und Landwirten im Einsatz.
Sehr gut gefällt Martin Eggenhaus das Zusammenspiel von CMATIC
­G etriebe und Motor des ARION.
„Die ersten Eindrücke sind sehr gut“, urteilt Landwirt Martin
Eggenhaus aus dem westfälischen Ostbevern über seinen neuen
­
­ARION 650 CMATIC. 80 Hektar Ackerbau, eine Mastschweinehaltung
mit rund 1.000 Plätzen und eine Direktvermarktung gehören zu ­seinem
Betrieb. Weitere 20 Hektar Ackerland werden für einen Nachbarn mit
bewirtschaftet. Zu den Hauptaufgaben des ARION 650 CMATIC gehören Pflügen, Grubbern, Transportarbeiten, Frontladerarbeiten und
Pflegearbeiten. Die Gesamtauslastung des ARION 650 wird bei rund
1.000 Betriebsstunden pro Jahr liegen.
Macht bei Frontladerarbeiten eine gute Figur.
Insbesondere auch bei Frontladerarbeiten gefällt Landwirt Eggenhaus die Arbeit mit dem Schlepper sehr gut. „Ständig vorwärts / rückwärts zu fahren ist mit dem stufenlosen Getriebe deutlich angenehmer. Außerdem ist der ARION sehr wendig, so dass er gerade auch
bei Frontladerarbeiten eine gute Figur macht.“
Schon die Vorgängermaschine war ein Traktor mit stufenlosem Getriebe, allerdings von einem anderen Fabrikat. „Weil es den ARION
jetzt auch mit dem CMATIC Getriebe gibt, haben wir uns bei dieser
­Neuanschaffung für CLAAS entschieden“, so Landwirt ­Eggenhaus.
„Für einen Schlepper, der so vielseitig eingesetzt wird wie der
ARION 650 bei uns, empfinde ich die Arbeit mit dem stufenlosen Getriebe einfach als angenehmer.“ Auf die Dauer, so meint er außerdem,
würden Schlepper mit stufenlosem Getriebe den Markt noch stärker erobern, „und es wird zukünftig einfacher sein, einen Stufenlosen
wieder zu verkaufen.“
Sehr gut gefällt Martin Eggenhaus das Zusammenspiel des CMATIC
Getriebes mit dem 184 PS starken 6-Zylinder-Motor. Es funktioniert
seiner Ansicht nach noch besser als beim Vorgänger-Traktor. „Man
fährt sehr ruhig mit 1.500 Umdrehungen auf der Straße, und auch
bei der schweren Zugarbeit auf dem Acker regelt das Getriebe den
Motor genauso weit runter, dass man das maximale Drehmoment voll
nutzen kann.“ Dabei liegt der Kraftstoffverbrauch nach den ersten
Eindrücken ein bis eineinhalb Liter günstiger als beim alten Traktor.
Wendiger ARION macht gerade auch bei Frontladerarbeiten eine gute
Figur.
TRENDS 04.14
14
PRAXIS
Andree Grein: „Das stufenlose Getriebe passt zu diesem Schlepper und
gefällt uns sehr gut ...“
... Gerade bei Transportarbeiten ist es noch komfortabler, mit dem ARION
CMATIC stufenlos zu fahren.“
Ein großes Lob spendet Martin Eggenhaus außerdem der Kabine des
ARION: „Groß, übersichtlich und komfortabel“, so sein Urteil. „Obwohl
ich 1,96 m groß bin, fühle ich mich in dieser Kabine sehr wohl. Auch
die Bedienung des neuen ARION ist logisch aufgebaut und leicht zu
verstehen.“
„Deshalb ist CLAAS auch bei dieser Neuanschaffung wieder in die engere Wahl gekommen und hat schließlich den Zuschlag bekommen.
Dabei haben wir uns bewusst für einen ARION mit 4-Zylinder-Motor
entschieden, weil dieser Schlepper überwiegend die leichteren Arbeiten übernimmt. Andererseits können wir ihn als PS-starken 4-Zylinder
auch für die Bodenbearbeitung einsetzen.“ Die Entscheidung für das
CMATIC Getriebe erklärt Andree Grein so: „Mit dem stufenlosen Getriebe ist man vor allem bei den Transport- und den Pflegearbeiten
deutlich komfortabler unterwegs.“
Transport- und Pflegearbeiten mit dem
ARION 550 CMATIC.
Auf dem Betrieb von Lutz Grein, Landwirt in SchrecksbachHolzburg im hessischen Schwalm-Eder-Kreis, kommt mit einem
ARION 550 CMATIC das größte Modell aus der 4-Zylinder-Baureihe
zum Einsatz. Der Betrieb Grein bewirtschaftet 30 Hektar Grünland
und 100 Hektar Ackerland. Weitere Standbeine sind eine 50 Stück
Fleckvieh mitsamt Nachzucht umfassende Milchviehhaltung sowie
zwei Ställe mit insgesamt 70.000 Masthähnchen.
Nach den ersten Einsatzwochen ist das Urteil über den ARION ­CMATIC
auf dem Betrieb Grein ebenfalls positiv. „Das stufenlose Getriebe
passt zu diesem Schlepper und gefällt uns sehr gut. Gerade bei
Transportarbeiten mit schweren Anhängern ist es auf unseren zum
Teil sehr steilen Straßen noch komfortabler, stufenlos zu fahren. Der
Traktor fährt die Berge zügiger hoch, ohne dass man schalten muss
und ohne dass man an Fahrt verliert.“
„Transportarbeiten, Grünland schwaden, Spritzen und Düngerstreuen sind die wichtigsten Arbeiten, die der neue ARION 550 CMATIC
bei uns zu erledigen hat“, berichtet Andree Grein jun., der neben
seinem Landwirtschaftsstudium tatkräftig auf dem elterlichen Betrieb mitarbeitet und sich vor allem um die Außentechnik kümmert.
Die 163 PS starke 4-Zylinder-Maschine ist allerdings nicht der erste
CLAAS ­Traktor auf dem Betrieb Grein. Schon im Jahr 2009 hatten
die Greins einen ARION 640 CEBIS mit HEXASHIFT Getriebe angeschafft. „Mit diesem Schlepper, den wir vor allem für die schweren
Zug- und Zapfwellenarbeiten einsetzen, und auch mit dem Service
unseres CLAAS Händlers sind wir sehr zufrieden.“
Sehr gut gefällt auf dem Betrieb Grein, dass CLAAS das grundsätzliche
Baukonzept des langen Radstands und der gleichmäßigen Gewichtsverteilung bei den neuen ARION Baureihe beibehalten hat. „Dadurch
brauchen wir tatsächlich weniger Frontballast. Und trotzdem ist die Maschine sehr wendig“, so Andree Grein. Und: „Bei diesem Schlepper hat
CLAAS auch viele Details weiter verbessert.“ Hier vergibt Andree Grein
die Pluspunkte vor allem für die weiter verbesserte ­Kabinenfederung,
den damit einhergehenden Fahrkomfort, das CLAAS Vorgewende­
management und den CMOTION Multifunktionsgriff.
TRENDS 04.14
friedrich.ruether@claas.com
15
TECHNIK
Neue DISCO Generation:
Gutes noch besser gemacht.
Der Ehrgeiz, Gutes laufend besser zu machen, das ist es, was die CLAAS Konstrukteure antreibt, immer
wieder Innovationen zu entwickeln. Mit dem MAX CUT Mähbalken der DISCO Modelle bringt CLAAS einen
komplett neu entwickelten Mähbalken auf den Markt, der auf einer neuen, hochmodernen Montage­linie im
CLAAS Werk in Bad Saulgau produziert wird.
Die Fertigung beginnt mit der einzigartigen Balkenwanne, die mit
einer 3.000-Tonnen-Presse aus einem Rohling geprägt wird. Diese Fertigung in einem Stück sorgt für extrem hohe Festigkeit und
für die besondere Formgebung; denn das Geheimnis des neuen
MAX CUT Mähbalkens liegt in der „perfekten Welle“. Dank der speziellen Wellenform an der Vorderseite der Balkenwanne sitzen die Satelliten-Zahnräder der Messer sehr weit vorne. So entsteht eine große
Schnittfläche mit höchst möglicher Schnittqualität.
Dieser neue Satellitenantrieb kombiniert die Vorteile verschiedener
anderer Antriebskonzepte. Das weit vorne angebrachte Satellitenrad
ist jetzt beidseitig im Zahneingriff, ist deutlich vergrößert und besitzt
die bewährte Überlastsicherung Safety-Link an der Mähscheibe. Die
geschliffenen Zahnräder arbeiten mit extremer Laufruhe und minimalem Abrieb. Der neue MAX CUT Mähbalken ist Lebensdauer-geschmiert und macht alle neuen DISCO Modelle dadurch noch wartungsfreundlicher.
1. Aus einem Stück geprägte Wanne
⓫
2. Nach vorn versetzte Mähscheiben
3. Frei drehende Messer
4. Neues Antriebskonzept
5. Verbesserter Tunneleffekt
⓬
6. Das Schraubkonzept für extreme Windungsfähigkeit:
„Schrauben statt Schweißen“
7. Dauergeschmierter Mähbalken
8. SAFETY LINK Sicherheitsmodule
9. Extra gehärtete und verschraubte Zwischenstücke
Mehr Leistung dank der speziellen geformten
Zwischenstücke: Die Schnittfläche vergrößert
sich und somit steigt automatisch die Schnittqualität.
10. Gleitkufen
11. Groß dimensionierte Mähscheiben
12. Komfortabler Messerschnellwechsel
13. Verschleißkufen (optional Hochschnittkufen, Doppelhochschnittkufen oder Balkenschutz)
❿
⓭
Nur die Wellenform bietet Platz für zwei besondere Zwischenstücke.
Sicherheitsmodul SAFETY LINK.
TRENDS 04.14
16
❺
TECHNIK
Hughes Dubreuil: „Die Arbeitsqualität und die Stabilität der Mähkombination und des neuen MAX CUT Mähbalkens haben uns überzeugt.“
Entwickelt – getestet – begeistert.
Unterschiedlich geformte Zwischenstücke optimieren den Gutfluss
zwischen den Mähscheiben. Wo die Messerpaare auseinanderlaufen,
entsteht eine sehr starke Überlappung der Messer-Drehkreise. Wo sie
ineinander laufen, bildet das Zwischenstück eine Art Gegenschneide,
die den Schnitt perfektioniert.
thilo.bruns@claas.com
❸
Auch in Deutschland war der neue Mähbalken während der vergangenen vier Jahre im Testeinsatz. So auch bei Hayo Verbeek,
Landwirt an der ostfriesischen Nordseeküste. Er setzt im zweiten
Jahr ein D
­ ISCO 3900 in Kombination mit einem DISCO 3100 F Profil
ein. Sein Fazit: „Auch bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten und unterschiedlichen ­Aufwuchshöhen erreichen wir immer eine sehr gute
Schnittqualität.“
❼
Viele zufriedene Vorserienkunden haben in den letzten Jahren
den Erfolg der CLAAS Konstrukteure beim „Gutes-noch-bessermachen“ bestätigt. Seit der Vorstellung der neuen DISCO in diesem Jahr stehen nun 16 verschiedene Mähwerke mit dem neuen
MAX CUT Mähbalken zur Verfügung.
❶
❽
Natürlich werden alle Neuheiten vor ihrer Markt-Einführung intensiv
getestet. Vier Jahre lang waren Vorserien-Maschinen mit dem neuen
Mähbalken in der ganzen Welt unter vielen unterschiedlichen Bedingungen im Einsatz. Ein gutes Beispiel für die Haltbarkeit des neuen
MAX CUT Mähbalkens ist der Vorserieneinsatz bei der Trocknungsgesellschaft Luzéal in Frankreich. In zwei Jahren mähte man dort
mit einem DISCO 9100 RC Großmähwerk in Kombination mit einem
­DISCO 3500 FRC Frontmäher an sechs Standorten rund 20.000 ha.
Das ­DISCO erhielt dabei auf ganzer Linie Bestnoten. Während der
gesamten Zeit war lediglich einmal, nach einer Kollision, ein SafetyLink Modul zu wechseln. Hughes Dubreuil, Standortleiter am Standort Saint-Remy-sur-Bussy: „Die Arbeitsqualität und die Stabilität der
Mähkombination und des neuen MAX CUT Mähbalkens haben uns
überzeugt.“
Landwirt Hayo Verbeek: „Auch bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten und
unterschiedlichen Aufwuchshöhen erreichen wir immer eine sehr gute
Schnittqualität.“
❻
❹
❷
❾
TRENDS 04.14
17
PRAXIS
Nachgefragt:
Die ROLLANT 340 RC
in der Praxis.
Die ROLLANT 340 RC stellt die E
­ instiegsklasse
im Bereich der Festkammerpressen aus dem
Hause CLAAS. TRENDS sprach mit drei sehr
­unterschiedlichen Praktikern, die diese Rundballen­
presse nicht nur in ihren eigenen Betrieben sondern
teilweise auch im Lohn unter unterschiedlichsten
­Bedingungen einsetzen.
Ulrich Probst, Weil: Mit der ROLLANT 340 im Lohn
in Heu, Stroh und SIlage.
„Die Ballen der ROLLANT 340 RC sind bis zu 70 Kilo schwerer als
die unserer ROLLANT 46, die wir vorher eingesetzt haben“, berichtet
­Ulrich Probst, der in Weil (Oberbayern) einen Ackerbau- und Pferde­
pensionsbetrieb mit 130 ha, davon 25 ha Grünland, b
­ ewirtschaftet.
„Heuer haben wir Heuballen mit 325 kg gepresst, mit unserer ­ROLLANT
46 RC waren es nur 250 kg.“ Diese höhere Verdichtung bringt für Landwirt Probst entscheidende Vorteile mit sich: weniger Netzverbrauch,
weniger Transportfahrten und weniger Lagerplatzbedarf.
Ulrich Probst: „Das CLAAS Standardterminal erleichtert die Bedienung.“
Hier kommt die Rundballenpresse auf einen Einsatzumfang von 600
bis 700 Ballen pro Jahr, wobei sich das Volumen auf rund zwei ­D rittel
Siloballen und ein Drittel Heu sowie 50 Ballen Stroh aufteilt. Im Vergleich zu seiner alten Presse gefällt Landwirt Mühlbauer vor allem
auch die automatische Bindeauslösung sehr gut, mit der die alte
ROLLANT 46 RC noch nicht ausgerüstet war: „Das macht die Bedienung deutlich einfacher. Besonders angetan bin ich von der Zuverlässigkeit der Netzbindung; die ist mit der ROLLANT 46 RC keineswegs
mehr vergleichbar.“
Ulrich Probst presst jedes Jahr rund 900 Ballen Heu, davon ca. 130,
die als Heulage gewickelt werden und 900 Ballen Stroh für den eigenen Betrieb. Außerdem setzt er die Maschine für andere Betriebe im
Lohn ein und kommt so auf rund 2.000 Ballen pro Jahr.
Die Flächen auf dem Betrieb Probst sind relativ groß und bis zu 1 km
lang, so dass die Maschine hier ihr volles Leistungspotential ausspielen kann: „Wenn es gut läuft, schaffe ich – als geübter Fahrer – jetzt
75 bis 80 Ballen Stroh pro Stunde“, so Ulrich Probst. Dass man bei
der ROLLANT 340 RC auch die Pressdichte verstellen kann, gefällt
ihm ebenfalls sehr gut. „Falls das Heu nicht zu 100 Prozent trocken
ist, presse ich es einfach etwas lockerer. Ansonsten gehe ich auf volle
Pressdichte.“
Martin Mühlbauer, Hunderdorf: ROLLANT 340 –
das Allroundtalent.
Auch Martin Mühlbauer aus Hunderdorf im vorderen Bayerischen Wald hat dieses Jahr seine alte ROLLANT 46 RC durch eine
­ROLLANT 340 RC ersetzt und lobt die Ballenqualität, die er mit der
neuen Presse schafft: „Die Ballen sind jetzt auch an den Außenkanten
noch besser gefüllt als bei der Vorgängermaschine.“ Martin ­Mühlbauer
bewirtschaftet einen Nebenerwerbsbetrieb mit 39 Hektar Gesamt­
fläche und Mutterkuhhaltung.
TRENDS 04.14
18
PRAXIS
Martin Mühlbauer: „Jetzt können wir auch eine Rolle Netz auf Vorrat
mitnehmen.“
Johann Höferer: „Eine kompakte Maschine, mit der auch das Arbeiten in
Hanglagen kein Problem ist.“
Johann Höferer, Nemrering: ROLLANT 340 –
Leistung verdoppelt.
„Mit der CLAAS bin ich jetzt wieder auf dem neuesten technischen
Stand“, freut sich Johann Höferer. Er presst zwischen 150 und 200
Ballen Heu, 80 bis 100 Ballen Silage und rund 30 Ballen Stroh pro
Jahr fast ausschließlich für den Eigenbedarf. Grundsätzlich schätzt
Johann Höferer die Flexibilität sehr hoch ein, dass er dank eigener
Presse – neben dem Hauptberuf in der Industrie – immer dann pressen kann, wenn es für ihn und seinen Betrieb am besten passt.
Regelrecht begeistert von seiner neuen ROLLANT 340 RC ist J­ ohann
Höferer, der in Nemering am Rande des Bayrischen Waldes einen
Nebenerwerbsbetrieb mit 15 ha Grünland und Mutterkuhhaltung betreibt. Denn er schafft die Pressarbeit mit seiner neuen ROLLANT fast
doppelt so schnell wie mit seiner alten Presse von einem anderen
Hersteller. Diese Maschine war allerdings auch schon 30 Jahre alt
und lediglich mit einer Garnbindung ausgerüstet.
„Die ROLLANT 340 RC baut nicht so hoch, sondern ist eine k­ ompakte
Maschine mit niedrigem Schwerpunkt. Damit ist auch das Arbeiten in
unseren Hanglagen kein Problem“, so Landwirt Höferer. Überrascht
zeigt er sich u. a., wie schön gleichmäßig und fest nicht nur die Ballen, sondern auch die Ballenkanten gepresst sind. „Wenn wir die Ballen
hochkant übereinander in der Scheune stapeln, stehen sie dort wie ein
Baum!“ Sehr gut gefällt ihm außerdem die saubere Arbeit der 2,1 m breiten Pick-up samt Zuführschnecken, die das Futter seitlich zufördern.
Alle drei Praktiker setzen vor ihrer ROLLANT 340 RC Schlepper mit
Motorleistungen zwischen 95 und 100 PS ein. „Das reicht auf jedem
Fall, auch in den Hanglagen und mit eingeschaltetem Schneidwerk.
Ich habe nie Probleme gehabt, dass die Motorleistung nicht gereicht
hätte“, meint dazu Landwirt Mühlbauer.
Das Gesamturteil der drei Landwirte über die ROLLANT 340 RC ist
ebenfalls positiv. Für Ulrich Probst spielen dabei die Leistungssteigerung und die einfachere Bedienung die wichtigste Rolle. Landwirt Mühlbauer sieht die ROLLANT 340 RC „als eine rundum gelungene Presse,
die für kleinere und mittlere Betriebe optimal geeignet ist.“ Und auch
Johann Höferer meint: „Was meinen Bedarf an eine Rundballenpresse
angeht, kann ich die ROLLANT 340 RC nur weiter empfehlen. Sie ist
rundum benutzerfreundlich gebaut und leicht zu bedienen.“
hendrik.henselmeyer@claas.com
TRENDS 04.14
19
INTERVIEW
CARGOS 8000:
Mit der Vorserie
­unterwegs.
Nach einer mehrjährigen Testphase ist der
neue CARGOS 8000 zur Saison 2014 in der
Vorserie angekommen. Thilo Bruns, Produktmanager Futterernte und Ladewagen der
CLAAS Vertriebsgesellschaft mbH begleitete die
Vorserienwagen über die ganze Ernte.
Als komplette Neuentwicklung liegt der neue CARGOS 8000 zwischen
QUANTUM und CARGOS 9000.
TRENDS 04.14
20
INTERVIEW
Einfacher Messerwechsel durch Abklappen des Kratzbodens.
TRENDS: Der neue CARGOS 8000 ist eine komplette Neuentwicklung und positioniert sich im CLAAS Ladewagenprogramm zwischen
dem QUANTUM und dem CARGOS 9000. Gab es dort in der Vergangenheit eine Lücke?
Thilo Bruns: Der Kombiwagenmarkt in der Wagenklasse zwischen
16 – 24 Tonnen ist ein stark wachsendes Segment. In der Tat konnten
wir in der Vergangenheit nichts Passendes speziell in dieser Wagenklasse anbieten. Wir haben allerdings den Trend erkannt und mit der
Neuentwicklung des kleineren CARGOS reagiert. Der CARGOS 8000
hat die Gene des großen. Er ist also ein vollwertiger Kombiwagen
mit leicht ausbaubarem Ladeaggregat und ebensolchen Dosierwalzen. Natürlich ist das Gesamtfahrzeug in Design und Gewicht dieser
Wagen­k lasse angepasst.
TRENDS: Wie hat sich die Maschine im Praxiseinsatz bewährt, mit
wem haben Sie sie verglichen und war es die einzige Maschine die
bundesweit unterwegs war?
Thilo Bruns: Diese Maschine, in diesem Fall ein CARGOS 8400, hat
sich sehr gut bewährt. Wir haben vorrangig Wettbewerbskunden besucht, da wir in diesem Kombiwagensegment, wie bereits erwähnt,
in den letzten Jahre nicht vertreten waren. Vor allem kamen die gute
Ausladung und das Schneidwerk bzw. der einfache M
­ esserwechsel
durch Abklappen des Kratzbodens sehr gut an. Besonderes Lob
gab es durchgängig für das neue CLAAS Doppelmesser. Es überzeugte durch die hohe Standzeit der Schneide und die innovative
Form. N
­ atürlich war der CARGOS 8400 bundesweit nicht der einzige
Vorserienwagen. Wir konnten dieses Jahr schon mit der gesamten
Modellpalette, also CARGOS 8300 mit 30 m³, CARGOS 8400 mit
35,5 m³ und CARGOS 8500 mit 41 m³ in den wichtigsten Milch­
regionen Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen,
Baden-Württemberg und Bayern Einsatzerfahrung sammeln. Einige
liefen dauerhaft bei ausgewählten Kunden, andere als überregionale
Vorführwagen.
TRENDS: Was ist Ihr Fazit aus der diesjährigen Vorserie und geht der
CARGOS 8000 jetzt planmäßig in die Serienfertigung?
Thilo Bruns: Die diesjährige Ernte ist aufgrund der schwierigen
­Bedingungen vor allem während des ersten Schnittes als gelungene
Generalprobe zu sehen, die wir wie erwartet gemeistert haben. Die
Serienproduktion kann also wie geplant starten. Wer über einen n
­ euen
Ladewagen nachdenkt, sollte sich im Winter einen CARGOS 8000
beim CLAAS Vertriebspartner a
­ nschauen und den Messerwechsel
selbst ausprobieren.
thilo.bruns@claas.com
TRENDS: Welchen Entwicklungsstand hat eine Vorserie, wozu dient
sie?
Thilo Bruns: Bevor eine Vorserie aufgelegt wird, durchläuft das Produkt eine mehrjährige Testphase, in der seine Funktion und Festigkeit
auf Versuchsständen und im Feldeinsatz geprüft werden. Erst wenn
alle Komponenten richtig funktionieren, geht der Ladewagen mit fast
finalem Design in die Vorserie. Sie wird nicht mehr wie die Prototypen
im Musterbau gefertigt, sondern in der Montagelinie. Das passiert übrigens in unserem hochmodernen Futtererntewerk im oberschwäbischen Bad Saulgau. Die Montage der Vorserie in der Montagelinie ist
wichtig, um sicherzustellen, dass alle Abläufe zueinander passen und
die Montage der verschieden Bauteile reibungslos funktioniert. Die
Vorserien-Wagen werden dann weltweit eingesetzt. Im letzten Jahr
vor der Serienfertigung sollen sie unter möglichst vielen unterschiedliche Einsatzbedingungen laufen, damit die letzten Detailänderungen
in die Serie einfließen können.
Eine Vorserienmaschine war z. B. im ersten Schnitt in der den Grünlandregionen Weser-Ems und Weser-Elbe im Einsatz, da dort in
­diesem Jahr große Erntemengen zusammen mit feuchten Böden als
Herausforderung warteten.
Gebaut wird der Cargos 8000 im hochmodernen Werk in Bad Saulgau.
TRENDS 04.14
21
PRAXIS
„Stufenlos“ oder „Schalter“?
Diese Frage stellt sich immer wieder, wenn es um die Neuanschaffung eines Traktors geht. CLAAS bietet für die Traktoren-Baureihe AXION 800 beide Varianten an: auf der einen Seite das voll lastschaltbare
­HEXASHIFT Getriebe, auf der anderen Seite das stufenlose CMATIC Getriebe. Unter welchen Bedingungen
die beiden Getriebe ihre jeweiligen Vorzüge ausspielen – dazu haben wir drei Praktiker befragt, die einen
neuen AXION 800 angeschafft haben.
Im norddeutschen Wingst (Landkreis Cuxhaven) bewirtschaftet Landwirt
Karsten Föge einen 270-ha-Futterbaubetrieb, einen Milchviehstall mit
120 Kühen und eine 630-KW-Biogasanlage. Die Betriebsflächen teilen
sich auf in derzeit 50 ha Grünland sowie 220 ha Ackerland, auf denen
Mais und Ganzpflanzensilage angebaut werden. Die meisten Flächen
liegen auf Marschland mit schweren Minutenböden. Auf diesen Böden
stehen für Bodenbearbeitung und Saat in der Regel nur extrem kurze
Zeitfenster zur Verfügung, so dass höchste Schlagkraft gefragt ist.
Karsten Föge hat in einen neuen AXION 850 CEBIS mit HEXASHIFT
Getriebe investiert und ihn gegen einen von zwei AXION 850 aus der
ersten Baureihe (Baujahr 2007) ausgetauscht. Zu den Hauptaufgaben
seiner beiden „großen“ Traktoren, die eine Auslastung von jeweils rund
700 Stunden/Jahr erreichen, zählen die schwere Bodenbearbeitung
mit Pflug bzw. Grubber und die Aussaat. Für Transportarbeiten werden die Maschinen jedoch nur in geringem Umfang genutzt, weil Karsten Föge Gärrestausbringung und Silagetransporte zum großen Teil
durch seinen Lohnunternehmer erledigen lässt.
„Für unser Einsatzspektrum passt das HEXASHIFT Getriebe sehr
gut“, so Karsten Föge. „Gerade bei der schweren Bodenbearbeitung
kommt der etwas höhere Wirkungsgrad des HEXASHIFT Getriebes
voll zum Tragen. Man kann fast immer durchgehend in der gleichen
Gangstufe arbeiten und dabei die volle Leistung nutzen. Da bin ich
der Meinung, dass man auf ein stufenloses Getriebe verzichten kann,
zumal es von der Anschaffung her höhere Kosten verursacht“, begründet Karsten Föge, warum er das HEXASHIFT Getriebe bevorzugt. Gut
gefällt ihm, dass das im neuen AXION verbaute HEXASHIFT Getriebe
überarbeitet worden ist und jetzt in allen Gangbereichen mit der vollen Motorleistung gefahren werden kann. „Auch die Schaltautomatik
funktioniert wesentlich schneller und feinfühliger als beim alten AXION.
Damit fährt sich der Schlepper bei Straßenfahrt fast wie ein AutomatikPkw“, so Karsten Föge.
Noch mehr Fahrkomfort mit CMATIC.
Unser zweites Praxisbeispiel ist der landwirtschaftliche Betrieb der
Kornbrennerei Schierhölter in Glandorf im Landkreis Osnabrück. Hier
werden 207 ha mit rund 2/3 Getreide- und 1/3 Maisanbau auf überwiegend leichten Sandböden bewirtschaftet. Seit Mitte 2014 ist hier ein
AXION 810 ­CMATIC im Einsatz. Dafür wurde der bis dahin genutzte 195
PS starke Schlepper mit Stufenlos-Getriebe eines anderen Fabrikats
verkauft.
Abgesehen von den Pflegearbeiten erledigt der AXION 810 auf dem
Betrieb Schierhölter sämtliche auf dem Feld anfallenden Arbeitsgänge
von der Stoppelbearbeitung über die tiefe Bodenbearbeitung bis zu
Bestellung und Saat. Das ist aber nur rund die Hälfte des Einsatzspektrums, die andere Hälfte entfällt auf Transportarbeiten beim Getreide-,
Gülle- und Klärschlammfahren.
„Für Transportarbeiten ist ein stufenloses Getriebe ideal. Meiner Ansicht nach bietet es da einfach noch mehr Fahrkomfort“, berichtet Holger Peglow, der Verwalter des Betriebs Schierhölter. „Weil der Schlepper bei uns zu 50 Prozent auf der Straße liegt, wollen wir nicht auf das
stufenlose Getriebe verzichten.“ Vor der Investitionsentscheidung für
den AXION 810 hatte Holger Peglow auch zwei andere etwa gleich
starke Schlepper anderer Fabrikate ausprobiert. Die Entscheidung fiel
dann aus mehreren Gründen für CLAAS. Im Hinblick auf das stufenlose
Karsten Föge: „Bei der schweren Bodenbear- Das HEXASHIFT Getriebe ist ideal für die schwere
beitung kommt der etwas höhere Wirkungs­B odenbearbeitung.
grad des HEXASHIFT Getriebes zum Tragen.“
TRENDS 04.14
22
Holger Peglow: „Bei Transportarbeiten bietet das
­s tufenloses CMATIC Getriebe für uns einfach noch
mehr Fahrkomfort.“
PRAXIS
Getriebe hatte der CLAAS Traktor dabei vor allem durch die gute Abstimmung zwischen Getriebe und Motor Pluspunkte gesammelt.
„Top-Maschine mit sehr guten
Leistungen und viel Komfort.“
Pluspunkte für CMATIC beim Ladewageneinsatz.
Unabhängig vom Getriebe beurteilen Karsten Föge, Holger
Peglow und Fritz Müller den neuen AXION 800 sehr gut. „Ein
mittelschwerer, vielseitiger Traktor mit viel Leistung, adäquatem Kraftstoffverbrauch und gutem Komfort zum vernünftigen
Preis“, fasst z. B. Karsten Föge seine Eindrücke zusammen.
„Bei uns passt der AXION 800 vom Preis-Leistungsverhältnis
am besten, zum anderen gefällt er uns vom Fahrkomfort und
vom Handling her am besten“, so Holger Peglow vom Betrieb
Schierhölter. Auch Lohnunternehmer Müller meint: „Eine TopMaschine mit sehr guter Leistung und viel Komfort.“
Der dritte Praktiker ist Lohnunternehmer Fritz Müller im niederbayrischen Winzer. Er hat dieses Jahr zwei neue AXION 830 mit
­CMATIC-Getriebe angeschafft. Bis dahin waren auf diesem Betrieb
zwei AXION 820 CMATIC im Umfang von jeweils 1.100 bis 1.300 Betriebsstunden pro Jahr im Einsatz gewesen.
Die Kundschaft des Lohnunternehmens besteht zu einem großen Teil
aus Milchviehbetrieben im hügeligen Vorland des Bayrischen Waldes.
Lohnunternehmer Müllers Angebotsspektrum umfasst den Mähdrusch, die Bodenbearbeitung und Saat, Pflanzenschutzarbeiten und
die Silagebergung mit dem Ladewagen. Dabei stellt aber der Ladewageneinsatz mit bis zu 800 Einsatzstunden pro Jahr und Maschine den
Schwerpunkt dar.
Übereinstimmend loben die drei Praktiker den günstigen Kraftstoffverbrauch. Sowohl Lohnunternehmer Fritz Müller als auch
Landwirt Karsten Föge konkretisieren, dass der Tier 4 F-Motor
im neuen AXION zwei bis drei Liter weniger Diesel pro Stunde
verbraucht als der Motor des Vorgängers. Der neue Motor überzeugt aber auch durch ein noch besseres Drehmomentverhalten: „Den kann man runterziehen bis auf 1.400 – 1.500 Motor­
umdrehungen“, so Fritz Müller. Für Fritz Müller ist der ­AXION
außerdem von der Traktion her besser als andere „Wenn es
am Silo steil berghoch geht, zieht der AXION durch, wo andere
hochgeschleppt werden müssen.“ Als Gründe dafür sieht er
den hohen mechanischen Anteil bei der Leistungsübertragung
im CMATIC Getriebe, die gleichmäßige Gewichtsverteilung und
den langen Radstand.
Für Fritz Müller ist das stufenlose Getriebe nicht nur bei Straßenfahrten
von Vorteil. „Bei der Silagebergung sind wir hauptsächlich in steilem
Gelände unterwegs. Da geht es ständig bergauf und bergab. Zum anderen sind die Grasschwaden mal dicker und mal dünner. Mit dem
stufenlosen Getriebe drückt man dann einfach mehr oder weniger
stark aufs Pedal, und der Schlepper reagiert sofort. Ohne stufenloses
Getriebe müsste man da ständig die Gänge wechseln, und das heißt –
weniger Komfort und Zeitverluste.“
Fazit.
„Trotz des langen Radstand und seiner Größe ist er aber
nicht nur wendig, sondern auch übersichtlich“, meint Holger
Peglow. Lob gibt es auch für die neue Vierpfosten-Kabine. „Sie
ist sehr geräumig und auch deutlich leiser als beim Vorgänger“, so Karsten Föge. Und: „Mit dem CMOTION Fahrhebel ist
die ganze Bedienung noch einfacher geworden. Die Bedieneinheit auf der Armlehne ist sehr übersichtlich und leicht zu
verstehen – auch für Neulinge. Da braucht man keine stundenlange ­Einweisung“, so Fritz Müller.
Vor allem bei Straßenfahrten und bei Arbeiten, für die eine konstante Zapfwellendrehzahl bei unterschiedlichen Arbeitsgeschwindigkeiten
erforderlich ist, bietet das intelligente Getriebe-Motor-Management
des CMATIC Getriebes für viele Praktiker deutliche Vorteile. Liegen die
Einsatzschwerpunkte des Schleppers aber vor allem bei der schweren Bodenbearbeitung mit hoher Motorbeanspruchung, erfüllt das
­HEXASHIFT Getriebe mit seinen sechs Lastschaltstufen und vier automatisierten Gruppen die Praxisanforderungen ebenso gut bzw. besser.
friedrich.ruether@claas.com
Die Hälfte der Einsätze entfällt bei der Kornbrennerei
Schierhölter auf Transportarbeiten beim Getreide-,
Gülle- und Klärschlammfahren.
Lohnunternehmer Müller im niederbayrischen
­W inzer bevorzugt ebenfalls den AXION 800 mit
­s tufenlosem CMATIC Getriebe.
TRENDS 04.14
23
Bei LU Müller stellt der Ladewageneinsatz mit bis
zu 800 Einsatzstunden pro Jahr und Maschine den
Einsatzschwerpunkt dar.
04.14
Praxis-Informationen für
Landwirtschaft und Lohnunternehmen
TRENDS
Mit Serviceteil
zum Herausnehmen
in der Heftmitte.
Der neue TucaNo 570
auf einen Blick.
Weltneuheit: oRBIS mit
voll integriertem Transportsystem.
aXIoN 800:
Stufenlos oder Schalter?
Für Sie vor Ort.
Nähe zum Kunden ist für CLAAS ein wichtiges Anliegen. Deshalb ist CLAAS nicht nur auf den großen,
zentralen Ausstellungen vertreten, sondern zwischen Frühjahr und Herbst auch auf zahlreichen regionalen
Veranstaltungen.
Zu diesen regionalen Ausstellungen zählen unter anderem die Norla
in Rendsburg, die Tarmstedter Ausstellung, das landwirtschaftliche
Hauptfest in Stuttgart oder die Karpfham. Dort allerdings stellen meist
die Vertriebspartner vor Ort aus – mit Unterstützung aus Harsewinkel.
Die Besucherzahlen von 70.000 bis zu 200.000 Menschen ­beweisen,
dass auch diese Regionalmessen attraktive Publikumsmagneten sind.
claas.de
Insbesondere das weite Angebot von Landmaschinen und ­Stalltechnik
über regenerative Energien bis hin zu den Publikumsmagneten Kuh,
Pferd oder Schaf zieht ganze Familien an. So bieten die regionalen
Ausstellungen eine ideale Plattform, um mit Landwirten und auch
Verbrauchern ins Gespräch zu kommen und den Wert der Landwirtschaft und der Lebensmittelproduktion deutlich zu machen.
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Seele and Geist
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