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Ärzteblatt März 2015 - Ärztekammer Mecklenburg

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ÄRZTEBLATT
3/2015
MECKLENBURG-VORPOMMERN
Konstituierende Kammerversammlung
der siebenten Legislaturperiode
Auswertung des Pilotprojektes „Evaluation der
Weiterbildung 2014“ in Mecklenburg-Vorpommern
Inhalt
Leitartikel
Die 7. Legislaturperiode hat begonnen
Veranstaltungen und Kongresse
76
Aus der Kammer
Konstituierende Kammerversammlung
der siebenten Legislaturperiode 77
Impfkurse in Mecklenburg-Vorpommern
92
Veranstaltungen der Ärztekammer M-V
93
Veranstaltung in unserem Kammerbereich
94
Veranstaltungen in anderen Kammerbereichen
95
Aus der Kassenärztlichen Vereinigung
Öffentliche Ausschreibung
96
Satzungen und Ordnungen
21. Satzung zur Änderung der Alterssicherungsordnung der Ärztekammer MecklenburgVorpommern (ASO)
98
Recht
Aus der Praxis der Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der norddeutschen Ärztekammern
99
Aktuelles
Karsten Thiemann an der Wahlurne
Auswertung des Pilotprojekts „Evaluation der
Weiterbildung 2014“ in Mecklenburg-Vorpommern 85
Habilitationen an den Medizinischen Fakultäten
im Jahr 2015 88
Service
Goldenes Doktordiplom 87
AUSGABE 3/2015 25. JAHRGANG
Gesundheitsstudie „Nationale Kohorte“
e. V. (NAKO)
103
Kongressbericht
23. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Neo­n­­atologie/Perinatologie M-V in Neubrandenburg
105
Buchvorstellungen
107
Kulturecke
89
Theaterinformationen
109
Personalien
Fortbildung
Kontinuität zeigt Wirkung bei den „7. Warnemünder Tagen für Komplementärmedizin“
103
Für Sie gelesen Wissenschaft und Forschung
HIV-Test in der Schwangerschaft – sind die
Empfehlungen der Mutterschaftsrichtlinien
in der Praxis umsetzbar?
Zahl der Organspender stabilisiert sich auf
niedrigem Niveau
89
Wir beglückwünschen
110
Impressum
110
Seite 75
LEITARTIKEL
Die 7. Legislaturperiode hat begonnen
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
eine neue Legislaturperiode in der Arbeit der ärztlichen Selbstverwaltung hat begonnen.
Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich an dieser Stelle auch im
Namen des Vorstandes ganz persönlich bei allen Kolleginnen und
Kollegen für ihre Tätigkeit in der Kammerversammlung, in den
Ausschüssen, in den Fachkommissionen und in den kammerübergreifenden Arbeitsgruppen, im Ministerium und im Rettungsdienst zu bedanken. Ich bin froh, dass wir in den letzten vier Jahren wieder zahlreiche gesamtärztliche Themen – wie die Gestaltung der Weiterbildung einschließlich der Situation der Weiterbildungsassistenten, die Frage der ärztlichen Sterbebegleitung, die
Organspende oder (mir persönlich ganz wichtig) den Erhalt der
ärztlichen Freiberuflichkeit – aufgegriffen haben. Das sind Themen, die alle Kolleginnen und Kollegen betreffen, egal in welchem Bereich sie tätig sind, ob niedergelassen, angestellt in der
Niederlassung oder im MVZ, ob im Krankenhaus, in Reha-Kliniken, beim MDK, Gesundheitsämtern oder anderen Behörden.
Die Verständigung auf gemeinsame Werte und eine gemeinsame
Berufsmoral sind seit ihrer Gründung Kernanliegen unserer Kammer. Es wäre sehr schön und zwingend notwendig, wenn dieses
auch in Zukunft so bliebe.
Da sind wir schon mittendrin in den brisanten Themen. Denken
wir nur an das Gutachten, das die Enquetekommission des Landtages hinsichtlich der Krankenhaussituation und der flächendeckenden Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern in Auftrag
gegeben hat.
Es ist entschieden abzulehnen, dass gerade unter dem Gesichtspunkt der demografischen Entwicklung die Wege der Bürgerinnen und Bürger, die ja potentielle Patienten sind, zu den Stätten
der gesundheitlichen Versorgung verlängert werden. Auch die
von Herrn Gröhe avisierten Terminvergabestellen im niedergelassenen Bereich mit der Alternative der Verweisung der Patienten
an die Kliniken, die schon heute völlig überlastet sind und kein
zusätzliches Personal für ambulante Tätigkeit zur Verfügung stellen können, sind ein weiterer Punkt, der der Gegenwehr bedarf.
Darüber hinaus führt die nach dem Gröheschen Gesetzentwurf
geplante Reduktion der niedergelassenen Praxen eine vernünftige Versorgung ad absurdum. Wenn ein Herr Lauterbach in Berlin
davon spricht, dass die Ärzte nur die Patienten wiederbestellen,
die sie ohnehin kennen, damit sie nicht so viel tun müssen, dann
sollte er einmal aktiv als Arzt in die Versorgung einsteigen und
nicht nur reden.
Wir sind auch in Zukunft der Anwalt der Patienten und müssen
diese auch vor einer Ökonomisierung der Medizin bewahren. Der
Patient ist Subjekt und bittet um Hilfe, und er kann nicht als finanzökonomisches Objekt der Gewinnmaximierung dienen. Medizinische Versorgung ist Daseinsvorsorge im Krankenhausbereich, Daseinsvorsorge des Staates, im niedergelassenen Bereich
vom Gesetzgeber den Kassenärztlichen Vereinigungen übertragen.
Auch müssen wir als Vertretung aller Ärzte und damit legitimierte Stimme der Ärzteschaft dafür sorgen, dass ärztliche Aufgaben
wie Diagnostik, Therapie und Prävention nicht vom Staat ohne
Seite 76
Beachtung der Haftungsfragen und der Kompetenz anderen
übergeben werden. Eine AGnES (Arztentlastende Gemeindenahe
E-Health-gestützte Systemische Intervention), VerAH (Versorgungs-Assistentin in der Hausarztpraxis) oder NäPa (Nichtärztliche Praxisassistentin) kann unterstützen, ist aber kein Arztersatz.
Dabei ist es Aufgabe der Ärzteschaft, verbindliche Qualitätsstandards zu definieren, um das hohe Niveau der Medizinischen Versorgung zu sichern.
Eine weitere Aufgabe der Ärztekammer ist eine am Versorgungsbedarf ausgerichtete Ausgestaltung der Weiterbildung, um wesentliche Voraussetzungen für eine künftige Versorgung auf
Facharztniveau zu schaffen. Hier spielen geriatrische und palliativmedizinische Momente sowie Sterbebegleitung eine zunehmende Rolle. Dies ergibt sich allein aus der demografischen Entwicklung und der Tatsache, dass Mecklenburg-Vorpommern nach
wie vor das Gesundheitsland Nr. 1 sein möchte. Es geht nicht nur
um touristische Betreuung, um Wellness- und Rehabilitationsmaßnahmen, hier geht es um hochqualifizierte Versorgung von Patienten aller Altersgruppen. Transparenz in der Öffentlichkeit herstellen, dass beinhaltet auch die Aufklärung von Behandlungsfehlern durch die Schlichtungsstellen für Arzthaftpflichtfragen.
Die Bürgerinnen und Bürger sollen die Ärztekammern auch als
ihre „Patientenschutzorganisation“ sehen. Die Kammer legt die
Grundlagen und Rahmenbedingungen für ein Vertrauensverhältnis zwischen Patienten und Ärzten.
Last but noch least muss vorhandenes medizinisches Wissen für
die Politikberatung und die Bürgerinformation zur Verfügung
gestellt werden, um Gesetzesinitiativen von Beginn an zu begleiten. Eine der ersten Aufgaben wird die Stellungnahme zum Entwurf des Präventionsgesetzes sein. Dann wird in diesem Jahr der
Bundeskongress für den Öffentlichen Gesundheitsdienst in Rostock stattfinden. Es gilt die dritte Säule, den öffentlichen Gesundheitsdienst, so zu stärken, dass er seine Funktion mit ausreichendem qualitativ hochwertigem Personal wahrnehmen kann.
Wir als Ärzte haben einen hohen Anspruch an uns selbst. Wir tun
Gutes, aber wir reden viel zu wenig in der Öffentlichkeit darüber.
Viel zu selten werden die positiven Aspekte aus Wissenschaft und
Forschung in der Medizin dargestellt.
Die neue von Ihnen gewählte Kammerversammlung einschließlich
dem von der Kammerversammlung gewählten Vorstand werden
alle Anstrengungen daran setzen, in dieser 7. Legislaturperiode
der Ärztekammer die vor uns liegenden Aufgaben in Angriff zu
nehmen, sie erfolgreich zu bewältigen und möglichen Absichten
in Richtung Staatsmedizin eine Absage zu erteilen. Für den eigenen Berufsstand gilt es bundesweit und europaweit die berufsständische Rentenversorgung zu stärken und als erste Säule der
Altersversorgung zu festigen.
Collegialiter
Ihr
Dr. med. A. Crusius
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
AUS DER KAMMER
Konstituierende Kammerversammlung
der siebenten Legislaturperiode
Im Februarheft 2015 konnte wegen des Redaktionsschlusses
nur kurz über die Wahl des Vorstandes der Ärztekammer
Mecklenburg-Vorpommern informiert werden. Nun folgt der
detaillierte Bericht über die konstituierende Kammerversammlung am 24. Januar 2015.
Bei der Vorstellungsrunde, am Mikrophon Prof. Bödeker, Stralsund
Der noch amtierende
Präsident Dr. Andreas
Crusius begrüßte die
Anwesenden und gratulierte den Delegierten zu ihrer Wahl in die
Kammerversammlung.
Er dankte dem Vorstand für die gute Zusammenarbeit in den
letzten vier Jahren.
Zum besseren Kennenlernen bat er die anwesenden 69 Delegierten
sich kurz vorzustellen.
Diese interessante Vorstellungsrunde dauerte
nur 17 Minuten.
Die Wahlbeteiligung von 50,2 Prozent war, gemessen an den
Wahljahren zuvor – wieder geringer, aber sie bedeutet im
Vergleich mit anderen Kammern noch ein gutes Ergebnis.
Die Kammerversammlung besteht aus 77 Mitgliedern. Dies
sind 75 gewählte Delegierte und zwei weitere Mitglieder, die
von den Medizinischen Fakultäten des Landes (lt. Satzung) in
die Kammerversammlung entsandt wurden. Die Medizinische
Fakultät der Universität Rostock benannte Prof. Bernd Krause
und die der Universität Greifswald Prof. Claus-Dieter Heidecke.
Bei der Zusammensetzung des Gremiums nach Tätigkeit stellte Dr. Bitter fest, dass 41,6 % ambulant tätige Ärzte, 42,8 %
Krankenhausärzte, 7,8 % Delegierte ohne ärztliche Tätigkeit
(z. B. Rentner), 6,5 % mit sonstiger ärztlicher Tätigkeit und
1,3 % in Behörden Tätige gewählt wurden.
Die Aufteilung der in der Kammerversammlung vertretenen
Ärzte nach Fachgebieten zeigte einen guten Querschnitt,
wobei die Gebiete Innere Medizin (22), Allgemeinmedizin
(14) und Chirurgie (8) am häufigsten sind. Wie bereits von Dr.
Bitter vermutet, waren bei der Altersstruktur die 50- bis
59-Jährigen die größte Gruppe (38), gefolgt von den 40- bis
49-Jährigen (16) und den 60- bis 64-Jährigen (12), aber immerhin gibt es schon fünf Delegierte unter 39 Jahren.
Anträge zur Tagesordnung
Stefan Zutz stellte drei Anträge zur Änderung der Weiterbildungsordnung, die mit in die Tagesordnung aufgenommen
werden sollten. Dipl.-Med. Torsten Lange empfahl, die Anträge und die Entscheidung darüber auf die nächste Kammerversammlung zu verschieben. Diese Empfehlung wurde
einstimmig bei drei Enthaltungen angenommen. Der Antrag
von Dipl.-Med. Lange, die Entscheidung zur Änderung der
Satzung der Ärztekammer auch zu verschieben, wurde mehrheitlich abgelehnt.
Bericht des Wahlleiters
Der Wahlleiter Dr. Ralf Bitter gratulierte den Gewählten und
wünschte ihnen viel Erfolg für ihre Tätigkeit. Er skizzierte
nochmals kurz den Wahlverlauf von der Ankündigung der
Wahl über die Auslegung der Wählerlisten, den Stichtag für
die Wahlvorschläge, den Versand der Wahlunterlagen bis zur
Auszählung am 01.12.2014 mit der Feststellung des vorläufigen Wahlergebnisses.
AUSGABE 3/2015 25. JAHRGANG
Dr. Bitter (m.) und Dr. Crusius danken dem Wahlausschuss, hier (l.)
Prof. Büttner
Der Wahlleiter bedankte sich beim Wahlausschuss sowie bei
den Mitarbeitern der Geschäftsstelle, besonders bei Frau Dummer und Herrn Karsten, und allen Wahlhelfern für die Unterstützung bei der Vorbereitung und Auszählung der Wahl.
Dr. Crusius dankte Dr. Bitter für seine Tätigkeit als Wahlleiter
und bat ihn, diese Funktion auch für die Wahl des KammerSeite 77
AUS DER KAMMER
vorstandes zu übernehmen. Der amtierende Vorstand wurde
entlassen und die Leitung der Versammlung an Dr. Bitter
übergeben.
Dann berief die Kammerversammlung aus ihrer Mitte
Dr. Henning Wiegels, Prof. Bernd Krause und Dr. Mark
Wiersbitzky als weitere Mitglieder in den Wahlausschuss zur
Wahl des Vorstandes.
An der Wahlurne Frau Dr. Bitter im Beisein ihres Mannes und
Frau Dr. Hauk-Westerhoff (m.)
Wahlausschuss zur Vorstandswahl (v.l.n.r.): Prof. Krause, Dr. Wiegels,
Dr. Bitter und Dr. Wiersbitzky
Antrag zur Vorstandswahl
Entsprechend der Satzung der Ärztekammer M-V besteht die
Möglichkeit einen oder zwei Vizepräsidenten und eine variable Anzahl von Mitgliedern des Vorstandes (maximal sieben) zu wählen. Dr. Bitter beantragte, vor der Wahl über die
Anzahl zu entscheiden. Nach kurzer Diskussion votierte die
überwiegende Mehrheit der Delegierten für die bisherige
Anzahl von zwei Vizepräsidenten und sieben Vorstandsmitgliedern.
Präsident: Dr. med. Andreas Crusius, Rostock
Vizepräsidenten: Dr. med. Andreas Gibb, Greifswald
Dr. med. Wilfried Schimanke, Rostock
Mitglieder:
Dr. med. Harald Terpe, MdB, Rostock
Karsten Thiemann, Bützow
Dr. med. Evelin Pinnow, Hagenow
Dr. med. Annegret Schlicht,
Ribnitz-Damgarten
Dr. med. Thomas Müller, Waren (Müritz)
Dipl.-Med. Fridjof Matuszewski,
Schwerin
Dipl.-Med. Ute Krüger, Schwerin
Die weiteren Kandidaten für den Vorstand Dr. Tilo Schneider, Dipl.-Med. Bernd Helmecke und Dipl.-Med. Angelika von
Wahl des Vorstandes
Dr. Bitter zeigt die leere Wahlurne
Seite 78
Wie bereits im
Heft 2/2015 (S.
44) mitgeteilt,
wurde von den
Delegierten in
geheimer Wahl
der folgende
Vorstand
für
die 7. Legislaturperiode der
Kam m e r ve rsammlung gewählt:
Das Präsidium (v.l.n.r.): Dr. Gibb, Dr. Crusius und Dr. Schimanke
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
AUS DER KAMMER
Versammlungsleitung. Die Ausschüsse der Kammerversammlung, sind die Gremien, die den Vorstand in Sachfragen beraten und dessen Entscheidungen vorbereiten. Nach einer
kurzen Beschreibung der Aufgaben des jeweiligen Ausschusses wurden von Dr. Crusius die bisherigen und erneut
kandidierenden Mitglieder genannt. Den Ausschüssen können auch Ärztinnen und Ärzte angehören, die nicht Mitglieder der Kammerversammlung sind. Delegierte, die neu
in einem Ausschuss oder mehreren Ausschüssen mitarbeiten
möchten, konnten ebenfalls kandidieren. Jeder Ausschuss
bestimmt in seiner ersten Beratung einen Vorsitzenden und
einen Stellvertreter, die Ansprechpartner für den Vorstand
und die Geschäftsstelle sind.
Dr. Crusius gratuliert Frau Dr. Schlicht
Schütz erhielten nicht die notwendige Anzahl der Stimmen.
Nicht mehr zur Wahl stellten sich die langjährigen Vorstandsmitglieder Dr. Winrich Mothes, Priv.-Doz. Dr. Dr. Uwe Peter
und Dr. Christiane Frenz (sie kandidierte auch nicht für die
Kammerversammlung).
Wahl der Ausschüsse
Der alte und neue Präsident Dr. Crusius bedankte sich für das
ihm entgegengebrachte Vertrauen und übernahm wieder die
AUSGABE 3/2015 25. JAHRGANG
Dr. Crusius dankt dem Wahlleiter Dr. Bitter
Seite 79
AUS DER KAMMER
Dr. Christiane Frenz verabschiedete sich
und wünschte dem Gremium viel Erfolg
Stehende Ovationen für die ausscheidenden, langjährigen Vorstandsmitglieder Frau Dr. Frenz, Dr. Mothes
und PD Dr. Peter
In offener Abstimmung wählten die Delegierten die folgenden Ausschüsse:
Schlichtungsausschuss
vermittelt bei Streitigkeiten zwischen Ärzten
Dr. med. Wiegels, Henning; Seehof
Prof. Dr. med. habil. Kramp, Burkhard; Rostock
Priv.-Doz. Dr. med. habil. Liebscher, Karin; Rostock
Priv.-Doz. Dr. med. Scholz, Bernhard; Rostock
Dipl.-Med. Wagner, Susanne; Neubrandenburg
Finanzausschuss
behandelt alle finanziell relevanten Entscheidungen der
Kammer (Beitrag, Haushalt, Investitionen)
Dr. med. Schulze, Karl; Waren (Müritz)
Dr. med. Wiegels, Henning; Seehof
Dipl.-Med. Braun, Kurt; Neubrandenburg
Dr. med. Hauk-Westerhoff, Liane; Rostock
Dipl.-Med. Krüger, Ute; Schwerin
Dr. med. Scherkus, Marco; Schwerin
Dipl.-Med. von Schütz, Angelika; Grimmen
Weiterbildungsausschuss
übernimmt umfangreiche Aufgaben bei der Gestaltung der
Weiterbildung in allen Fachgebieten und bei der Entwicklung der Weiterbildungsordnung (WBO)
Dr. med. Ruhnau, Fred; Neustrelitz
Dr. med. Skusa, Kerstin; Parchim
Dr. med. Avemarg, Thomas; Vellahn
Prof. Dr. med. habil. Brinckmann, Wolfgang;
Ribnitz-Damgarten
Seite 80
Dr. med. Crusius, Andreas; Rostock
Prof. Dr. med. Dommisch, Klaus; Schwerin
Priv.-Doz. Dr. med. habil. Empen, Klaus; Greifswald
Prof. Dr. med. Heidecke, Claus-Dieter; Greifswald
Dr. med. Jäckle, Thomas; Burg Stargard
Dr. med. Müller, Anke; Strasburg
Prof. Dr. med. univ. Reisinger, Emil; Rostock
Dr. med. Winterroth, Alfred; Wismar
Priv.-Doz. Dr. med. habil. Streckenbach, Bernd; Greifswald
Dr. med. Abel, Peter; Greifswald
Prof. Dr. med. Chenot, Jean-Francois; Greifswald
Zutz, Stefan; Neubukow
Dr. med. Bankau, Alexander; Greifswald
Prof. Dr. med. Sollberg, Stephan; Parchim
Dr. med. Kannt, Olaf; Schwerin
Prüfungskommission
stellt den Vorsitzenden für die Prüfung von Bezeichnungen
und Fachkunden gemäß WBO
Prof. Dr. med. habil. Kramp, Burkhard; Rostock
Dr. med. Skusa, Kerstin; Parchim
Dr. med. Avemarg, Thomas; Vellahn
Dr. med. Benad, Hans-Martin; Rostock
Dr. med. Bitter, Sabine; Kühlungsborn
Prof. Dr. med. habil. Brinckmann, Wolfgang;
Ribnitz-Damgarten
Dr. med. Broschewitz, Ulf; Rostock
Prof. Dr. med. habil. Freitag, Bernd; Stralsund
Dr. med. Frenz, Christiane; Rosenow
Dr. med. Gibb, Andreas; Greifswald
Dr. med. Hauk-Westerhoff, Liane; Rostock
Dr. med. Jäckle, Thomas; Burg Stargard
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
AUS DER KAMMER
Dr. med. Knauerhase, Andreas; Rostock
Dr. med. Mothes, Winrich; Schwerin
Dr. med. Ruhnau, Fred; Neustrelitz
Dr. med. Schimanke, Wilfried; Rostock
Dipl.-Med. Schmiedeberg, Kerstin; Boltenhagen
Prof. Dr. med. habil. Stenger, Rolf-Dieter; Greifswald
Dr. med. Thoß, Joachim; Güstrow
Dr. med. Wiegels, Henning; Seehof
Dr. med. Wiersbitzky, Mark; Anklam
Zendeh Zartoshti, Bijan Peter; Hohenfelde
Dr. med. Garling, Ulrike, Schwerin
Umweltmedizinischer Ausschuss
behandelt alle Fragen der Wechselwirkung zwischen Mensch
und Umwelt, soweit sie für die Tätigkeit der Kammer bedeutsam sind
Dr. med. Hauk, Gerhard; Rostock
Dr. med. Matrisch, Werner; Leezen
Dr. med. von Stenglin, Marcus-Heinrich; Rostock
Mahr, Claudia; Ribnitz-Damgarten
Prof. Dr. rer. nat. Hinz, Burkhard; Rostock; Apotheker
Satzungs- und Berufsordnungsausschuss
Ethikkommission
befasst sich mit Fragen, für die die bei den Universitäten
angesiedelten Kommissionen nicht zuständig sind
Prof. Dr. med. habil. Schober, Hans-Christof; Rostock
Dr. med. Keller, Rene; Wismar
Dr. med. Müller, Thomas; Waren (Müritz)
Dr. med. Dr. jur. Gillner, Michael; Stralsund
Dr. med. Kasper, Cathrin; Grevesmühlen
Priv.-Doz. Dr. med. habil. Roesner, Jan; Rostock
zuständig für die Weiterentwicklung und Auslegung von
Satzungen und Ordnungen
Dr. med. Wiegels, Henning; Seehof
Dr. med. Laubinger, Christian; Güstrow
Dr. med. Mothes, Winrich; Schwerin
Dr. med. Pinnow, Evelin; Hagenow
Zutz, Stefan; Neubukow
Dipl.-Med. von Schütz, Angelika; Grimmen
Widerspruchsausschuss
Qualitätssicherungsausschuss
überwacht die Maßnahmen zur Qualitätssicherung ärztlicher
Tätigkeit
Dr. med. Broschewitz, Ulf; Rostock
Dr. med. Crusius, Andreas; Rostock
Dr. med. Külz, Thomas; Rostock
Prof. Dr. med. Nauck, Matthias; Greifswald
Dr. med. von Suchodoletz, Harald; Schwerin
Dr. med. Klenner, Anne Friederike, Greifswald
AUSGABE 3/2015 25. JAHRGANG
prüft die Widersprüche gegen Vorstandsentscheidungen
und bereitet Korrekturen vor
Dr. med. Gerono, Erhard; Malchin
Dr. med. Liebling, Gert; Stralsund
Dipl.-Med. Braun, Kurt; Neubrandenburg
Dipl.-Med. Lohse, Anke; Rostock
Dr. med. Müller, Anke; Strasburg
Dr. med. Thierfelder, Dietrich; Schwerin
Dr. med. Weise, Jens-Uwe; Warin
Seite 81
AUS DER KAMMER
Blick in das Plenum
Fortbildungsausschuss
Krankenhausausschuss
berät den Vorstand und unterstützt das Referat in Fortbildungsfragen
Prof. Dr. med. Dommisch, Klaus; Schwerin
Dr. med. von Bülow, Klaus; Schwerin
Dr. med. Drach, Lutz Michael; Schwerin
Prof. Dr. med. habil. Kramp, Burkhard; Rostock
Thiemann, Karsten; Bützow
Dipl.-Med. Wagner, Susanne; Neubrandenburg
Prof. Dr. med. habil. Buchmann, Johannes; Rostock
Zutz, Stefan; Neubukow
Dr. med. Kohlen, Kathrin; Wismar
Dannenberg, Manja; Neubukow
Dr. med. Garling, Ulrike; Schwerin
wirkt aktiv als Partner bei der Krankenhausplanung des
Landes mit
Dr. med. Buhrmann, Jochen-Friedrich; Schwerin
Dr. med. Drach, Lutz Michael; Schwerin
Prof. Dr. med. habil. Häßler, Frank; Rostock
Prof. Dr. med. habil. Kramp, Burkhard; Rostock
Dr. med. Maskow, Gerhard; Demmin
Dr. med. Richter, Ralph; Demmin
Dr. med. Terpe MdB, Harald; Rostock
Dr. med. Skusa, Kerstin; Parchim
Dr. med. Abel, Peter; Greifswald
Prof. Dr. med. habil. Schober, Hans-Christof; Rostock
Dipl.-Med. Helmecke, Bernd; Crivitz
Notdienstausschuss
Ausschuss Ambulantes Gesundheitswesen
klärt Fragen des ärztlichen Notfall- und Bereitschaftsdienstes
Dr. med. Meyer, Andreas; Wismar
Thiemann, Karsten; Bützow
Dipl.-Med. Helmecke, Bernd; Crivitz
Dipl.-Med. Matuszewski, Fridjof; Schwerin
Dipl.-Med. Schwarz, Henning; Wismar
Dr. med. Schneider, Tilo; Rostock
Dipl.-Med. Mildner, Siegfried; Schwerin
Gommert, Andreas; Rostock
Dr. med. Scherkus, Marco; Schwerin
Hanff, Thomas; Malchin
behandelt Probleme der ambulanten (vertragsärztlichen)
Versorgung
Dr. med. Müller, Anke; Strasburg
Dr. med. Avemarg, Thomas; Vellahn
Dr. med. Bitter, Sabine; Kühlungsborn
Dipl.-Med. Braun, Kurt; Neubrandenburg
Dr. med. Focke, Nils; Neubrandenburg
Dr. med. Großmann, Uwe; Ueckermünde
Dipl.-Med. Matuszewski, Fridjof; Schwerin
Dipl.-Med. Radke, Ina; Demmin
Dipl.-Med. Schwarz, Henning; Wismar
Seite 82
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
AUS DER KAMMER
Dr. med. Viebke, Katrin; Neubrandenburg
Dr. med. Garling, Ulrike; Schwerin
Dr. med. Graunke, Stefan; Bergen auf Rügen
Dr. med. Blücher, Helmut; Seebad Bansin
Dr. med. Kasper, Cathrin; Grevesmühlen
Dipl.-Med. von Schütz, Angelika; Grimmen
Dipl.-Med. Lange, Torsten; Rostock
Berufsbildungsausschuss Medizinische Fachangestellte
(MFA)
Ausschuss Rauschmittel- und Drogenabhängigkeit
berät den Vorstand in allen suchtmedizinischen Fragen
Dr. med. Woratz, Reinhard; Feldberger Seenlandschaft
Dr. med. von Bülow, Klaus; Schwerin
Prof. Dr. med. habil. Drewelow, Bernd; Rostock
Dipl.-Med. Kretschmar, Conrad; Schwerin
Dipl.-Med. Spiewok, Margrit; Schwerin
Dipl.-Med. Fuhrmann, Sybille, Schwerin
AIDS-Ausschuss
betreut die Ausbildung zur MFA
Dr. med. Herling, Nils; Lübz
Dipl.-Med. Groth, Marion; Ahrenshagen
Dr. med. Plath, Franziska; Stralsund
Dr. med. Streckenbach, Holger; Greifswald
Dipl.-Med. von Schütz, Angelika; Grimmen
Dr. med. Lakner, Volker; Rostock
Stellvertreter:
Dr. med. Blücher, Helmut; Seebad Bansin
Dr. med. Klenner, Anne Friederike; Greifswald
Dr. med. Graunke, Stefan; Bergen auf Rügen
Dr. med. Schneider, Tilo; Rostock
Dipl.-Med. Fehlhaber, Eva; Neubrandenburg
Dr. med. Kasper, Cathrin; Grevesmühlen
Notfürsorgeausschuss
entscheidet über Anträge zur materiellen Unterstützung von
Ärzten und deren Angehörigen, die unverschuldet in Not
geraten sind
Dr. med. Wiegels, Henning; Seehof
Ass. jur. Loebbert, Frank Theodor; Rostock
Dr. med. Müller, Thomas; Waren (Müritz)
Priv.-Doz. Dr. med. habil. Dr. med. dent. Peter, Uwe; Rostock
Dr. med. Schulze, Karl; Waren (Müritz)
AUSGABE 3/2015 25. JAHRGANG
unterbreitet Vorschläge zur fachlichen Umsetzung neuer
Erkenntnis bei AIDS-Erkrankungen
Dr. med. Hauk, Gerhard; Rostock
Dr. med. Bolz, Michael; Rostock
Dr. phil. Bernt, Helga; Sanitz
Priv.-Doz. Dr. med. habil. Bruns, Roswitha; Greifswald
Dr. med. Fritzsche, Carlos; Rostock
Dipl.-Med. Lange, Torsten; Rostock
Priv.-Doz. Dr. med. habil. Löbermann, Micha; Rostock
Prof. Dr. med. Schaefer, Stephan; Rostock
Ausschuss Vergangenheitsbewältigung
untersucht die Verstrickung von Ärzten mit der Stasi und
eine mögliche Rehabilitation
Dr. med. Crusius, Andreas; Rostock
Dr. med. Mothes, Winrich; Schwerin
Dr. med. Avemarg, Thomas; Vellahn
Dr. med. Bitter, Sabine; Kühlungsborn
Dr. med. Buhrmann, Jochen-Friedrich; Schwerin
Dipl.-Med. Helmecke, Bernd; Crivitz
Prof. Dr. med. habil. Kramp, Burkhard; Rostock
Dr. med. Martin, Peter-Ulrich; Warnow
Dr. med. Müller, Thomas; Waren (Müritz)
Seite 83
AUS DER KAMMER
Kommission In-vitro-Fertilisation
prüft entsprechende Anträge und entscheidet über ihre
Genehmigung
Prof. Dr. med. habil. Büttner, Heinz Herbert; Wismar
Dr. med. Külz, Thomas; Rostock
Dr. med. Müller, Thomas; Waren (Müritz)
Dr. med. Pinnow, Evelin; Hagenow
Ass. jur. Schirrmacher, Antje; Rostock
Dr. med. Wiedersberg, Eberhard; Schwerin
Dr. med. Gilberg, Eberhard; Greifswald
Präventionsausschuss
erarbeitet Projekte zur Prävention als ärztliche Aufgabe
Dipl.-Med. Matuszewski, Fridjof; Schwerin
Dr. med. Littmann, Martina; Rostock
Prof. Dr. phil. Kohlmann, Thomas; Greifswald
Dr. med. Schlicht, Annegret; Ribnitz-Damgarten
Prof. Dr. med. habil. Stoll, Regina; Rostock
Millahn, Solvejg; Rostock
Heusler, Jörg; Stralsund
Dr. med. Westphal, Susanne; Greifswald
Dr. med. Steveling, Antje; Greifswald
Delegierte zum 118. Deutschen Ärztetag in
Frankfurt am Main vom 12. bis 15.05.2015
Aufgrund des geringen Platzangebotes in Frankfurt bat
Dr. Crusius, die Anzahl der Teilnehmer zu begrenzen. Die Entscheidung, ob eine Teilnahme am Ärztetag als Delegierter
oder als Ersatzdelegierter erfolgt, wird im Vorstand in Abhängigkeit von den behandelten Themen getroffen.
Als Delegierte/Ersatzdelegierte wurden gewählt:
Dr. med. Müller, Anke; Strasburg
Dr. med. Skusa, Kerstin; Parchim
Dr. med. Pinnow, Evelin; Hagenow
Dr. med. Frenz, Christiane; Rosenow
Dr. med. Schulze, Karl; Waren (Müritz)
Dr. med. Schimanke, Wilfried; Rostock
Dr. med. Gibb, Andreas; Greifswald
Dipl.-Med. Krüger, Ute; Schwerin
Dipl.-Med. Helmecke, Bernd; Crivitz
Dr. med. Wiegels, Henning; Seehof
Dr. med. Terpe, MdB, Harald; Rostock
Die nächste reguläre Kammerversammlung findet am
18. April 2015 statt.
Die Gäste (v.l.n.r.) Herr Rambow, Kassenärztliche Vereinigung M-V, Herr Sievers, Sozialministerum M-V und Frau Gutjahr, Ärzteversorgung, halfen auch
bei Rechtsfragen.
Beschlüsse:
Ärzteversorgung
Priv.-Doz. Dr. Dr. Peter, Vorsitzender des Verwaltungsausschusses, stellte die Änderungen der Alterssicherungsordnung vor. Diese betreffen: die Befreiung von der Mitgliedschaft für Altersrentner; die Gewährung eines Zuschusses zu
aufwendigen medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen und
die Abfindung sehr geringer Renten ohne Antrag durch eine
Einmalzahlung. Die genannten Änderungen wurden einstimmig beschlossen. Die 21. Satzung zur Änderung der Alterssicherungsordnung ist in diesem Heft (S. 98) abgedruckt.
Recht
Der Vorsitzende des Satzungs- und Berufsordnungsausschusses Dr. Wiegels erläuterte die vorgesehenen Änderungen der
Satzung der Ärztekammer, die einzeln abgestimmt wurden.
Die erste Änderung beinhaltet die Definition der ärztlichen
Tätigkeit, die entsprechend der Vorgaben der Bundesärztekammer einheitlich sein soll. Nach kurzer Diskussion wurde
sie einstimmig angenommen. Die zweite Änderung betraf
die Ehrenmitgliedschaft im Vorstand für langjährige Vorstandsmitglieder (1. Absatz) und ihre Teilnahme an Vorstandssitzungen als Gast (2. Absatz). Zahlreiche Diskussionen
führten zu der Entscheidung, dass nicht der Vorstand (wie
vorgeschlagen) sondern die Kammerversammlung die Ehrenmitgliedschaft verleiht. Für den Absatz 1 votierten 57 Delegierte (6 dagegen), damit war er angenommen, der Absatz
2 erhielt mit 43 Stimmen nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit und wurde abgelehnt. Die dritte Änderung der
Satzung wird nach der Genehmigung veröffentlicht.
Irmtraud Mumm
Seite 84
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
AUS DER KAMMER
Auswertung des Pilotprojekts
„Evaluation der Weiterbildung 2014“
in Mecklenburg-Vorpommern
Die Situation der Weiterbildungsassistenten in unserem Bundesland sieht die Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern als
eine ihrer zentralen Aufgaben an. Neben den fast täglichen
persönlichen Beratungsgesprächen mit Assistenten und Weiterbildern bieten Befragungen eine weitere Möglichkeit, Momentaufnahmen und bei regelmäßiger Wiederholung Entwicklungen in diesem Bereich zu erhalten und auszuwerten.
In unserem Kammerbereich hat die Mehrheit der Befragten
– 84 Prozent (150) – einen positiven Eindruck von ihrer Weiterbildungsstätte und kann diese insgesamt weiterempfehlen. Lediglich 16 Prozent (28) fällen das Urteil „eher nicht“
bzw. „überwiegend nicht“. Keiner der Befragten in Mecklenburg-Vorpommern kommt zu dem Ergebnis, seine Einrichtung „überhaupt nicht“ weiterempfehlen zu können.
Die Bundesärztekammer und die Landesärztekammern hatten ein in der Schweiz etabliertes Befragungsverfahren für
Deutschland adaptiert und in den Jahren 2009 und 2011 bundesweit eingesetzt.
Die Ärztekammern Nordrhein, Baden-Württemberg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern haben nun gemeinsam,
unter Berücksichtigung dieser bisherigen Erfahrungen, das
Pilotprojekt „Evaluation der Weiterbildung 2014“ konzipiert
und umgesetzt. Ein wichtiger Aspekt aus den Befragungen
2009 und 2011 war die Empfehlung, dass die Weiterbildungs­
assistenten unabhängig von ihren Weiterbildern befragt
werden. Deshalb wurden in Mecklenburg-Vorpommern alle
Ärzte ohne Facharztanerkennung angeschrieben und bei Interesse an der Befragung gebeten, sich bei dem neu eröffneten online-Zugang zur Ärztekammer („ÄK-Portal“ unter https://portal.aek-mv.de/) anzumelden.
Vermittelte Fachkompetenz
Rund 87 Prozent (155) der Befragten bestätigen, dass ihnen,
die für eine eigenständige, selbstverantwortliche Tätigkeit
erforderlichen fachspezifischen Inhalte während der Weiterbildung vermittelt werden.
Nicht überzeugend ist das Ergebnis bei der Frage nach der
Vermittlung von Kompetenzen in der ärztlichen Gesprächsführung. 29 Prozent (52) der Befragten geben an, diese
„eher nicht“ bis „überhaupt nicht“ vermittelt zu bekommen.
Ein Ergebnis, das für den zukünftigen ärztlichen Behandlungsalltag bedenklich stimmt.
Der online-Fragebogen, der von Mai bis Juli 2014 beantwortet werden konnte, umfasst 36 inhaltliche Fragen zur Weiterbildung. Diese Fragen zur Weiterbildung sind in vier Komplexe unterteilt:
WAS - Vermittelte Fachkompetenzen,
WIE - Kompetenzen der Weiterbilder,
WOMIT - Organisation der Weiterbildung
WO - Ausstattung und Qualität der Weiterbildungsstätte.
Ergebnisse
Von den an der Befragung teilnehmenden Weiterbildungsassistenten in Mecklenburg-Vorpommern (n=178) arbeiten
38 Prozent an der Universität, 25 Prozent in Einrichtungen
der Maximalversorgung und 29 Prozent in Häusern der
Grund- und Regelversorgung. Die übrigen Assistenten sind
in Praxen, MVZ und im Öffentlichen Gesundheitsdienst in
Weiterbildung. 60 Prozent der Teilnehmer sind weiblichen
Geschlechts.
AUSGABE 3/2015 25. JAHRGANG
Auch die Begleitung und Betreuung von Sterbenden wird
von 31 Prozent (55) als „eher nicht“ bis „überhaupt nicht“
vermittelt angegeben. Dies lässt die Schlussfolgerung zu,
dass den jungen Ärzten ein wesentliches Element der ärztlichen Patientenbetreuung in Klinik und Niederlassung nicht
ausreichend vermittelt wird.
Seite 85
AUS DER KAMMER
Die Vermittlung ärztlicher Leitlinien ist dagegen ein fester
Bestandteil der Weiterbildung, das bestätigen 84 Prozent
(148); die Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten verneinen dagegen 53 Prozent (94). Der Komplex „WAS - Vermittelte Fachkompetenzen“ wird insgesamt von den Befragten unserer Ärztekammer mit der Note 2,8 beurteilt.
der Weiterbildung nicht immer Beachtung finden (47 Prozent). Gerade wenn zur Beherrschung bestimmter Untersuchungs- und Behandlungsmethoden Erfahrungen gesammelt
werden müssen und Assistenten hierfür aber nicht ausreichend eingeteilt werden, geht dieses letztendlich zu Lasten
der Qualität der Weiterbildung.
Kompetenzen der Weiterbilder
Hier zeigt auch die Beantwortung der Frage „Meine Weiterbilder sorgen für eine sehr gute Weiterbildungsorganisation“
mit „überwiegend“ (28 Prozent), „eher“ (24 Prozent) bis
„eher nicht“ (23 Prozent) eine zurückhaltende Einschätzung
durch die Befragten.
Dieser Bereich ergibt in Mecklenburg-Vorpommern die Note
2,4 und damit ein besseres Ergebnis als das der vier teilnehmenden Landesärztekammern zusammen (Note 2,6). Das
Ergebnis spiegelt sich auch in den Aussagen zu den Einzelfragen wieder. Die Weiterbildungsassistenten fühlen sich überwiegend bei ihren Weiterbildern als vollwertiges Mitglied
eines Teams beachtet und akzeptiert.
Verbessert werden könnte das regelmäßige kritische Feedback über ihre Arbeit – 31 Prozent (55) verneinen hier eine
ausreichende Kompetenz ihres Weiterbilders. Eine Anpassung der Weiterbildung an den aktuellen Weiterbildungsbedarf vermissen ein Drittel (34 Prozent) der Befragten.
Organisation der Weiterbildung
Leider gibt sich die überwiegende Zahl der Weiterbildungsassistenten immer noch damit zufrieden, dass mit ihnen die
Weiterbildung bei Beginn ihrer Tätigkeit lediglich besprochen wird. Trotz des Anspruchs auf einen schriftlichen strukturierten Weiterbildungsplan, der die Umsetzung der Weiterbildung an der Weiterbildungsstätte beschreibt, verzichten mehr als drei Viertel (77 Prozent) auf die Aushändigung
eines solchen Dokumentes.
Positiv zu werten ist, dass dennoch 76 Prozent (135) angeben,
ihre erforderlichen Rotationen an der Weiterbildungsstätte
innerhalb des vorgesehenen Zeitraumes durchlaufen zu können.
Die Assistenten, denen dieses nicht ermöglicht wird, sollten
die Planung ihrer Weiterbildung zunächst mit ihren Weiterbildern besprechen und bei fehlender Umsetzung die Unterstützung durch die Ärztekammer einholen. Für eine gelungene Kommunikation zwischen Weiterbildungsassistenten
und Weiterbildern spricht, dass die meisten Befragten (76
Prozent) angeben, dass es für die Organisation der Weiterbildung an ihrer Einrichtung klare Zuständigkeiten und Ansprechpartner gibt. Probleme in der Weiterbildung können
somit zeitnah besprochen werden.
Dieses ist auch deshalb entscheidend, weil bei der Planung
und Organisation der täglichen Arbeitsabläufe die Belange
Seite 86
Trotz der Pflicht des Weiterbilders nach Abschluss des Weiterbildungsabschnittes, mindestens jedoch einmal jährlich,
mit jedem Assistenten ein Gespräch zum Stand seiner Weiterbildung zu führen, geben nur 71 Prozent (126) an, dass dieses
stattfindet und dokumentiert wird, 28 Prozent (49) verneinen es.
Die Assistenten sollten jedoch diese Möglichkeit, eine Einschätzung zum Stand ihrer Weiterbildung zu erhalten, regelmäßig wahrnehmen und von ihren Weiterbildern einfordern.
Erst am Ende der fünf- bis sechsjährigen – oftmals auch längeren – Weiterbildung feststellen zu müssen, dass noch wesentliche Fertigkeiten und Fähigkeiten zum Erwerb der Facharzt-Anerkennung fehlen, ist weder im Sinne der Weiterbildung noch mit der weiteren Erwerbs- und Lebensplanung
der meisten Assistenten vereinbar.
Die Ausstattung und Qualität der Weiterbildungsstätten in
Mecklenburg-Vorpommern wird überwiegend positiv beurteilt (Note 2,6).
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
AUS DER KAMMER / SERVICE
Durchführung der Weiterbildung
Ausblick
Keine Überraschung ist das Ergebnis, dass die Weiterbildung
im stationären Bereich nur in seltenen Fällen allein vom Chefarzt durchgeführt wird. In der Regel findet eine gemeinsame
Weiterbildung durch Chefarzt, Ober- und Fachärzte statt.
Hier bestätigt sich die Auffassung der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, dass neben dem Chefarzt auch verantwortliche Oberärzte und Fachärzte als „Befugte Ärzte für
die Weiterbildung“ herangezogen werden sollten.
Ebenso wie in den vorherigen Befragungen steht auch bei
diesem Pilotprojekt eine auf die einzelne Einrichtung bezogene Auswertung zur Verfügung. Diese sollte auf kollegialer
Ebene zwischen den Weiterbildern und den Assistenten mit
Unterstützung der Ärztekammer im Einzelfall analysiert und
beraten werden, um die Weiterbildung positiv zu befördern.
Auch der gegenwärtig geringe Anteil an Assistenten in Teilzeitbeschäftigung ist für Mecklenburg-Vorpommern kein
überraschendes Ergebnis.
Durchschnittlich absolvieren die Befragten vier bis sechs
Dienste im Monat. Ein Schichtdienstsystem läuft bei einem
Viertel der Befragten.
Der Vorstand der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern
bedankt sich bei allen Teilnehmern der Befragung für die
konstruktive Beteiligung und für die Unterstützung bei der
Beurteilung der ärztlichen Weiterbildung.
Ass. jur. Ulrike Büttner
Referatsleiter
Aus- und Weiterbildung
SERVICE
Goldenes
Doktordiplom
Die Charité ehrt seit vielen Jahren ihre Alumni, die vor 50
Jahren an der Charité promoviert haben, mit der Vergabe
einer „Goldenen Doktorurkunde“.
Auch im Jahr 2015 soll dies wieder im Rahmen eines großen
Festaktes im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in BerlinMitte erfolgen.
Leider ist der Kontakt zu so mancher Kollegin oder manchem Kollegen verloren gegangen.
Sollten Sie vor etwa 50 Jahren in Berlin promoviert haben
oder jemanden kennen, für den das zutrifft, melden Sie
sich doch bitte im Promotionsbüro der Charité – Universitätsmedizin Berlin – unter Tel.: 030 450576018 / 016.
AUSGABE 3/2015 25. JAHRGANG
Seite 87
AUS DER KAMMER
Habilitationen an den Medizinischen
Fakultäten im Jahr 2014
Universität Rostock
Die Medizinische Fakultät der Universität Rostock verlieh im
Jahr 2014 den akademischen Grad Dr. med. an 92 Promovenden und sieben erhielten den Grad Dr. med. dent.
In der folgenden Übersicht sind die Namen, Fachgebiete und
Themen derjenigen aufgeführt, die in diesem Zeitraum eine
medizinische Habilitation erlangten.
Name
Fachgebiet
Thema
Dr. med. habil. Philipp Bergschmidt
Orthopädie / Unfallchirurgie
Präklinische und klinische Testung einer bikondylären Knieendoprothese mit einer
neuartigen keramischen Femurkomponente
Dr. med. habil. Ilkay Bozdag-Turan
Innere Medizin / Kardiologie
Innovative interventionelle Therapieverfahren bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz: Erfahrungen an der Universität Rostock
Dr. med. habil. Hagen Frickmann
Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie
Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH) zur Diagnostik von Infektionserregern –
eine kritische Auseinandersetzung
Dr. med. habil. Matthias Janda
Anästhesiologie
Entwicklung und Evaluation von Assistenzsystemen in der Anästhesie
Dr. med. habil. Georg Sebastian Klammt
Innere Medizin
Charakterisierung der Albuminfunktion und deren Verbesserung bei eingeschränkter hepatischer und/oder renaler Eliminationsfunktion
Dr. med. habil. Micha Löbermann
Innere Medizin
Untersuchungen zur Wirksamkeit und Nebenwirkungen ausgewählter Impfstoffe
zur Verhinderung impfpräventabler Erkrankungen
Dr. med. habil. Matthias Maruschke
Urologie
Expressionsanalysen bei Nierenzellkarzinom zur Charakterisierung krankheitsassoziierter Genexpressionsmuster zwecks Darstellung von Prognose- und Metastasierungsparametern unter besonderer Berücksichtigung der biostatistischen Analyse
Dr. med. habil. Leif Schiffmann
Chirurgie
Erkenntnisse zur klinischen Versorgung von Patienten mit kolorektalem Karzinom
Dr. med. habil. Nana-Maria Wagner
Experimentelle Anästhesiologie
und Intensivmedizin
Zelluläre und molekulare Mechanismen an der Schnittstelle von Entzündung und
Angiogenese: Bedeutung für die Adipositas assoziierte vaskuläre Dysfunktion
Dr. med. habil. Andrey Zhivov
Augenheilkunde
Morphological Aspects of Corneal Subbasal Nerve Plexus: Clinical Assessment of
Degeneration and Regeneration
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
An der Medizinischen Fakultät der Ernst-Moritz-ArndtUniversität Greifswald erfolgte im die Verleihung von 84
Promotionen zum Dr. med., 20 zum Dr. med. dent. und
21 zum Dr. rer. med. Die medizinischen Habilitationen sind
in der Tabelle aufgeführt.
Name
Fachgebiet
Thema
Dr. rer. med. habil. Severin Haug
Epidemiologie und Sozialmedizin
Optimierung computergestützt-individualisierter Interventionen zur Förderung der
Rauchabstinenz und zur Reduktion des Alkoholkonsums
Dr. med. habil. Andreas Hoene
Chirurgie
Differenzierte morphometrische Untersuchungen der lokalen Entzündungsreaktion
nach Implantation modifizierter, biofunktioneller Titan-Oberflächen im Tiermodell
Ratte
Dr. med. habil. Jörg Baldauf
Neurochirurgie
Wertigkeit der intrakraniellen Neuroendoskopie unter Berücksichtigung ausgewählter Patientenkollektive
Dr. med. habil. Maciej Piotr Patrzyk
Chirurgie
Innovationen in der minimal invasiven Chirurgie
Dr. rer. med. habil. Neeltje Jannetje van
den Berg
Versorgungsepidemiologie und
Community Medicine
Delegation of GP-tasks and GP-home visits to non-physician medical professions –
feasibility, acceptance, systemic effects, impact on patient care and clinical effects
Dr. med. habil. Michael Kirsch
Neuroradiologie
Verschließende und wiedereröffnende endovaskuläre Therapien neurovaskulärer Erkrankungen und begleitende diagnostische Verfahren
Dr. med. habil. Lars Ivo Partecke
Chirurgie
Gastrointestinale Tumoren – präklinische Tumormodelle
Dr. rer. med. habil. Martin Landsberger
Pathophysiologie u. Pathobiochemie
Pathophysiologie und Pharmakogenetik der gestörten Endothelfunktion
Dr. med. habil. Axel Sckell
Orthopädie und Unfallchirurgie
Bedeutung der Angiogenese in gut- und bösartigen Geweben
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ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG
HIV-Test in der Schwangerschaft – sind die
Empfehlungen der Mutterschaftsrichtlinien
in der Praxis umsetzbar?
Michael Bolz*, Lucia Hillerich*, Carlos Fritzsche**, Ulrich Freitag***, Gerhard Hauk****
Einleitung
Die Zahl von Menschen, die mit HIV/AIDS in Deutschland leben, beträgt im Jahr 2013 etwa 80.000, darunter etwa 17.000
Frauen und geschätzt 200 Kinder. Darüber hinaus ist zu beachten, dass geschätzt 14.000 Menschen mit der Infektion
leben, bisher aber keine Diagnosestellung erfolgte.
Trotz umfangreicher Kampagnen zur Aufklärung der Bevölkerung zur Prävention der streng personengebundenen Infektion lag 2013 die geschätzte Zahl an Neuinfektionen bei
ca. 3.200, und damit höher als im Jahre 2012 (siehe Abb. 1).
Die Anzahl der Mutter-Kind-Transmissionen während der
Schwangerschaft bzw. peripartal – lag im Jahr 2013 bei weniger als 10.
Kumulativ sind seit Beginn der HIV-Pandemie in Deutschland
ca. 420 Mutter-Kind-Transmissionen registriert worden.
In Mecklenburg/Vorpommern ist die HIV-Infektion gemessen
an Erkrankungsfällen und verglichen mit Ballungsräumen
wie Berlin, Hamburg oder Frankfurt/Main zahlenmäßig ein
geringeres Problem. Diese Tatsache darf aber nicht zu einer
Verdrängung und Vernachlässigung führen. Die klinische Praxis hierzulande zeigt, dass HIV-infizierte Schwangere eben
nicht grundsätzlich aus den sog. Hochprävalenzregionen
stammen, sondern auch aus Mecklenburg-Vorpommern. Fälle aus der jüngeren Vergangenheit zeigen, dass die betroffenen deutschen Schwangeren selbst nicht primär einer Risikogruppe zuzuordnen waren, sondern die Infektion über heterosexuelle Kontakte erfolgte.
Nach Kenntnis der Autoren wurden seit 2003 in Mecklenburg-Vorpommern keine HIV-infizierten Kinder bei HIV positiven Müttern unter einer hochaktiven antiretroviralen Therapie (engl. highly active antiretroviral therapy; HAART) beobachtet.
Tab. 1.: HIV in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern 2013 (3)
Deutschland
kumuliert
Deutschland
Jahr 2013
M-V
kumuliert
Männer
65.000
470
Frauen
15.000
160
Kinder
200
M-V
Jahr 2013
?
Neu­
infektionen
3.200
Mutter-Kind- 420
transmission
< 10
60
k. A.
k. A.
k. A. – keine Angabe
Abb. 1: Verlauf der HIV-Neuinfektionen in Deutschland zwischen 2001
und 2013 (1)
Universitätsfrauenklinik und Poliklinik am Klinikum Südstadt Rostock
Universitätsmedizin Rostock, Zentrum für Innere Medizin, Abt. für Tropenmedizin und Infektionskrankheiten
***
Vorsitzender des Berufsverbandes der Frauenärzte, Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern
****
Vorsitzender des AIDS-Ausschusses der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern
*
**
AUSGABE 3/2015 25. JAHRGANG
Das ungeborene Kind HIV-positiver Schwangerer ist nicht automatisch infiziert, sondern die Mutter-Kind-Transmission
des HI-Virus erfolgt sub partu. Risikofaktoren für eine intrauterine fetale Infektion sind z. B. vorzeitige Wehen, vorzeitiger Blasensprung oder eine hohe maternale Viruslast.
Die Gefahr einer HI-Virus-Transmission von der infizierten
Schwangeren zum Feten kann durch eine adäquate HAART
von ca. 30 % auf unter 1 % reduziert werden. Die erfolgreiche Etablierung einer entsprechenden Therapie setzt aber
Seite 89
WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG
voraus, den Infektionsstatus der Schwangeren zu untersuchen bzw. zu kennen.
Schätzungen des Robert Koch-Instituts gehen davon aus,
dass bei ca. 50 % der Schwangeren die HIV-Infektion bereits
präkonzeptionell bekannt ist. Bei den anderen 50 % wird die
Erstdiagnose im Rahmen eines HIV-Tests während der
Schwangerschaft gestellt (2).
Die meisten Mutter-Kind-Transmissionen während der
Schwangerschaft sind auf Nichttestung der Schwangeren
und damit unbekannte HIV-Infektion zurückzuführen. Weitere Risikofaktoren sind:
� Späte Erstvorstellung der Schwangeren, damit spätes Erkennen der Infektion und verzögerter Therapiebeginn
� Neuinfektionen im Verlauf der Schwangerschaft nach initial negativem Screeningtest
� Kommunikations- und Adhärenzprobleme.
Bei leitliniengerechter Therapie der mütterlichen HIV-Infektion ist insgesamt nur von einer geringen Zahl von Übertragungsfällen in der Schwangerschaft auszugehen.
Prävention der Mutter-Kind-Transmission
während der Schwangerschaft
Wie ausgeführt, besteht bei bekannter mütterlicher HIV-Infektion und leitliniengerechter Therapie eine effiziente Möglichkeit, das ungeborene Kind zu schützen und eine peripartale Infektion weitestgehend zu verhindern.
Während die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) über die ärztliche Betreuung während der
Schwangerschaft und nach der Entbindung („Mutterschaftsrichtlinien“) in der Fassung
vom 10. Dezember 1985, zuletzt geändert am 24. April
2014, z. B. für Hepatitis B, Syphilis, Chlamydien und Röteln
ein generelles Infektionsscreening verbindlich vorschreiben,
ist ein solches Vorgehen bei
HIV nicht vorgesehen (4).
Die
Mutterschaftsrichtlinien
führen zum HIV-Test wie folgt
aus:
Der Schwangeren ist zum Ausschluss einer HIV-Infektion,
eine kostenlose serologische
Untersuchung zu empfehlen.
Die Untersuchung erfolgt auf
freiwilliger Basis nach vorheriger ärztlicher Beratung der
Abb. 2: Patienteninformation
HIV-Test
Schwangeren.
Seite 90
Die Beratung soll sich auch auf die Risiken einer HIV-Infektion bzw. AIDS-Erkrankung erstrecken. Das Merkblatt des
G-BA „Ich bin schwanger. Warum wird allen Schwangeren
ein HIV-Test angeboten“ kann zur Information und im Rahmen des Beratungsgesprächs genutzt werden (Abb. 2) (5).
Die Beratung der Schwangeren zum HIV-Test ist im Mutterpass zu dokumentieren, nicht aber die Durchführung bzw.
das Ergebnis der Untersuchung (6).
Fragestellung
Im Rahmen einer aktuellen Untersuchung wurde die Umsetzung dieser Empfehlungen im Raum Rostock überprüft. Dazu
wurden 307 Wöchnerinnen an der Universitätsfrauenklinik
Rostock zwischen November 2013 und Juni 2014 mittels eines
Fragebogens interviewt (6).
Folgende Fragen wurden gestellt:
1. Wie wurden Sie zum Thema HIV informiert?
2. Haben Sie ein Merkblatt zum HIV-Test gelesen?
3. Wurde Ihnen ein HIV-Test empfohlen?
4. Haben Sie einen solchen Test durchführen lassen?
5. Schwangere, die keinen HIV-Test durchführen ließen, wurden nach dem Grund befragt.
Ergebnisse
Die Ergebnisse der Befragung sind aus den Abbildungen 3 bis
8 ersichtlich. (s. S. 91)
Es fällt auf, dass nur in 58,9 % der Fälle der Gynäkologe als
Informationsquelle hinsichtlich des HIV-Tests genannt wurde.
Das empfohlene Merkblatt wurde in 48,5 % der Fälle nicht
zur Information und Aufklärung herangezogen. Trotzdem
gaben 65,3 % der Befragten an, eine Empfehlung zum HIVTest bekommen zu haben. 20,98 % der ehemaligen Schwangeren entschieden sich gegen einen HIV-Test.
Als Gründe für die Ablehnung wurden genannt:
� nicht so wichtig (41,1 %)
� bewusst dagegen entschieden (56,8 %)
� Angst vor dem Ergebnis (1,9 %)
Diskussion
Die vorliegende Untersuchung erlaubt eine aktuelle Standortbestimmung hinsichtlich der Umsetzung der Empfehlungen der Mutterschaftsrichtlinien zum HIV-Test in der Schwangerschaft im Raum Rostock.
Obwohl nach den vorliegenden Ergebnissen nur in 65 % der
Fälle eine Empfehlung zum HIV-Test erfolgte, ließen trotzdem 79 % einen Test vornehmen. Daraus lässt sich ableiten,
dass neben dem behandelnden Frauenarzt auch andere
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG
Abb. 3: Wie wurden Sie zum Thema HIV informiert?
Abb. 4: Haben Sie ein Merkblatt zum HIV-Test
gelesen?
Abb. 5: Wurde Ihnen ein HIV-Test empfohlen?
Abb. 6: Haben Sie einen solchen Test durchführen lassen?
Abb. 7: Warum erfolgte keine Testdurchführung?
Abb. 8: Informationsquellen zum Thema HIV?
Informationsquellen genutzt werden. Somit ging möglicherweise in einigen Fällen die Initiative zum HIV-Test von den
Schwangeren selbst aus.
Um eine größere Anzahl von Schwangeren zum HIV-Test zu
motivieren, sollte das vom G-BA empfohlene Informationsblatt (Abb. 2) konsequent genutzt werden. Dabei scheint es
nicht ausreichend, dieses nur im Wartezimmer zu platzieren.
Der Inhalt sollte vom Arzt unbedingt im persönlichen Gespräch kommuniziert und das Merkblatt persönlich übergeben werden. Dann könnte der Anteil der Schwangeren, die
sich bewusst gegen einen Test entscheiden (hier 41,1 % nicht so wichtig bzw. 56,8 % - bewusst dagegen entschieden)
weiter reduziert werden.
Nur knapp zwei Prozent der Schwangeren gaben an, aus
Angst vor dem Ergebnis keinen HIV-Test vornehmen zu lassen. Inwieweit sich auch weitere Schwangere aus Angst gegen eine HIV-Test entschieden, ist nicht bekannt. Es kann
vermutet werden, dass Angst vor dem Test-Ergebnis ein
wichtiger Grund für die Ablehnung eines HIV-Testes ist. Der
AUSGABE 3/2015 25. JAHRGANG
Abbau dieser Ängste kann im persönlichen ärztlichen Beratungsgespräch angestrebt werden. Gerade der Aspekt, mit
dem Test ggf. auch eine wirksame Therapie zum Schutz des
Ungeborenen einzuleiten, sollte vordergründig betont werden.
Durch rechtzeitige Diagnosestellung und HAART kann die
Mutter-Kind-Transmission effektiv auf < 1% gesenkt werden.
Abgesehen davon stellt die HIV-Infektion heute bei entsprechender Therapie kein unabwendbares Schicksal mehr dar
und die durchschnittliche Lebenserwartung entspricht der
eines Patienten mit gut eingestelltem, behandelten Diabetes
mellitus Typ II.
Literatur bei den Verfassern
Korrespondenzanschrift:
Dr. Michael Bolz
Universitätsfrauenklinik und Poliklinik am Klinikum
Südstadt Rostock
Südring 81
18059 Rostock
E-Mail: michael.bolz@kliniksued-rostock.de
Seite 91
FORTBILDUNG / VERANSTALTUNGEN UND KONGRESSE
Kontinuität zeigt Wirkung bei den
„7. Warnemünder Tagen für Komplementärmedizin“
Zahlreiche aktuelle Befragungen bei chronisch Erkrankten
und Krebspatienten zeigen die erhebliche Nachfrage für
komplementäre Heilverfahren.
Um in der Vielfalt therapeutischer Möglichkeiten die richtigen Empfehlungen zu treffen, ist die Kenntnis naturheilkundlicher Denkmodelle und Therapieverfahren notwendig.
Die Warnemünder Tage für Komplementärmedizin vom
17. bis 19. April 2015 dienen dieser Wissensvermittlung.
Bereits im siebten Jahr in Folge treffen sich in Warnemünde
naturheilkundlich interessierte Ärzte zum Erfahrungsaustausch. Im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Programms am
18. April 2015 stehen Fragen der Ernährungsmedizin und der
sinnvollen Mikronährstofftherapie, der Allergie sowie juristische Empfehlungen für die Durchführung komplementärer
Behandlungen.
Die Zielstellung der durch das Institut für Prävention und Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern GmbH ausgerichteten Fortbildungsveranstaltung besteht darin, interessierten Kolleginnen und Kollegen einen einfachen Zugang
zu dem wichtigen Teilgebiet der komplementären Medizin zu
schaffen.
Kurze Wege, freundliches und kollegiales Ambiente mit der
Möglichkeit von Fallvorstellungen, moderate Teilnehmergebühren und eine interaktive Wissensvermittlung mit Referenten aus dem In- und Ausland machen die Veranstaltung aus,
die jährlich über 100 Ärzte im Technologiezentrum Warnemünde zusammenführt.
Das vollständige Programm und die Anmeldung finden Sie
unter: www.ipg-mv.de.
Bei Nachfragen erreichen Sie das Institut auch telefonisch:
03841 283435, per Fax: 03841 283433 oder per E-Mail: ipgmv@web.de.
Das zweitägige Kurssystem vertieft bereits vorhandenes Wissen und bringt komplementär-medizinische Denkmodelle und
Verordnungen in den schulmedizinischen ärztlichen Alltag.
Dr. med. Sylvia Schnitzer
Dipl.-Med. Ulrich Freitag
Veranstaltungskalender
Impfkurse in
Mecklenburg-Vorpommern
Grundkurs: Erwerb des Impfzertifikates der
Ärztekammer M-V
Refresher-Kurs: Voraussetzung: Impfzertifikat einer Ärztekammer
Gebühr: Grundkurs: 80,00 €, Refresher-Kurs: 40,00 €,
Erweiterter Refresher-Kurs: 50,00 € (Ärzte), 20,00 €
(medizinisches Assistenzpersonal)
Kurse der Ärztekammer M-V
Rostock:
12.09.2015, 10:00 – 15:00 Uhr
Impftag der Ärztekammer M-V
(Erweiterter Refresher-Kurs) 6 P 06.11.2015, 09:00 – 15:00 Uhr
Grundkurs (Im Rahmen der 24. Seminar- und Fortbildungswoche der
Ärztekammer M-V)
6 P Schwerin:
(Festsaal, Haus 13 (Ebene 2), HELIOS Kliniken Schwerin
GmbH, Wismarsche Str. 393 – 397, 19055 Schwerin)
Seite 92
13.06.2015, 10:00 – 15:30 Uhr
Grundkurs
6 P
13.06.2015, 12:30 – 15:30 Uhr
Refresher-Kurs 4P Leitung: Frau Dr. med. M. Littmann,
Herr Priv.-Doz. Dr. med. habil. M. Löbermann
Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,
August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,
Tel.: 0381 49280-42, -43, -44, -46, Fax: 0381 4928040,
E-Mail: fortbildung@aek-mv.de
Kurse anerkannter Kursleiter im
Kammerbereich
Greifswald:
11.04.2015, 09:00 – 12:30 Uhr
Refresher-Kurs 4P
11.04.2015, 09:00 – 14:30 Uhr
Grundkurs
6P
Leitung: Frau Priv.-Doz. Dr. med. habil. R. Bruns
Ort / Anmeldung: Universitätsmedizin Greifswald,
Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin,
Frau Priv.-Doz. Dr. med. habil. R. Bruns,
Ferdinand-Sauerbruch-Str. 1, 17475 Greifswald,
Tel.: 03834 866378, Fax: 03834 866483,
Internet: http://www.medizin.uni-greifswald.de,
E-Mail: rbruns@uni-greifswald.de
Rostock:
10.06.2015, 14:00 – 17:30 Uhr
Fachärztlicher Refresher-Kurs 4 P
Ort: Technologiepark, Friedrich-Barnewitz-Str. 3,
18119 Rostock-Warnemünde
Leitung: Frau Dr. med. M. Littmann
Anmeldung: Berufsverband der Frauenärzte,
Herr Dipl.-Med. U. Freitag,
Turnerweg 11 a, 23970 Wismar,
Tel.: 03841 283432, Fax: 03841 283433,
E-Mail: dm_freitag-bvf-mv@web.de
Neubrandenburg:
10.10.2015, 10:30 – 14:15 Uhr
Refresher-Kurs
4P
10.10.2015, 08:30 – 14:15 Uhr
Grundkurs
6P
Ort: Institut für Hygiene, Dietrich-BonhoefferKlinikum Neubrandenburg,
Salvador-Allende-Str. 30, 17036 Neubrandenburg
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
VERANSTALTUNGEN UND KONGRESSE
Leitung: Frau Dr. med. M. Littmann,
Herr Priv.-Doz. Dr. med. habil. J. Hallauer
Anmeldung: Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum
Neubrandenburg, Institut für Hygiene, Sekretariat,
Salvador-Allende-Str. 30, 17036 Neubrandenburg,
Tel.: 0395 7752061, Fax: 0395 775192061,
E-Mail: hyg@dbknb.de
Ein vollständiges und aktualisiertes Angebot finden
Sie auf der Internetseite: http://www.aek-mv.de
� Fortbildung � Veranstaltungskalender
Veranstaltungen der
Ärztekammer M-V
Rostocker Seminar:
Hirntoddiagnostik
Termin: 13.03.2015, 09:00 – 15:30 Uhr 9 P Ort: Hörsaal, Ärztekammer M-V, August-Bebel-Str. 9 a,
18055 Rostock
Leitung: Herr Prof. Dr. med. habil. U. Walter,
Herr Priv.-Doz. Dr. med. habil. M. Wittstock,
Herr Prof. Dr. med. D. Brandt (Berlin),
Herr Priv.-Doz. Dr. med. S. J. Schreiber (Berlin)
Gebühr: 100,00 €
Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,
August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,
Tel.: 0381 49280-42, -43, -44, -46, Fax: 0381 4928040,
E-Mail: fortbildung@aek-mv.de
Refresher-Kurse „Der Praxisnotfall“
(Herz-Lungen-Wiederbelebung)
je 9 P
(für niedergelassene Ärzte und deren Assistenzpersonal,
jeweils 09:00 – 16:00 Uhr)
Neu! – 14.03.2015 Hörsaal, Ärztekammer M-V,
August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock
05.09.2015 Greifswald
21.11.2015 Neubrandenburg
Gebühr: 100,00 € Ärzte, 80,00 € Assistenzpersonal
Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,
August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,
Tel.: 0381 49280-42, -43, -44, -46, Fax: 0381 4928040,
E-Mail: fortbildung@aek-mv.de
Grundkurs im Strahlenschutz für
Ärzte (und Medizinphysiker)
zum Erreichen der Fachkunde Strahlenschutz 25 P
nach Röntgenverordnung
AUSGABE 3/2015 25. JAHRGANG
Termin: 19.03.2015, 10:00 Uhr –
21.03.2015, 15:15 Uhr
Ort: Hörsaal, Ärztekammer M-V, August-Bebel-Str. 9 a,
18055 Rostock
Leitung: Herr Dr. med. J.-C. Kröger
Gebühr: 140,00 € (bei Komplettbuchung von Grundund Spezialkurs: 250,00 €)
Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,
August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,
Tel.: 0381 49280-42, -43, -44, -46, Fax: 0381 4928040,
E-Mail: fortbildung@aek-mv.de
Einführungsworkshop „Ärztlich
unterstützte Priorisierung“
Termin: 25.03.2015, 16:00 – 19:00 Uhr 4 P
Ort: Hörsaal, Ärztekammer M-V, August-Bebel-Str. 9 a,
18055 Rostock
Leitung: Herr Prof. Dr. med. Dr. phil. H.-H. Raspe,
Herr Dr. med. A. Crusius
Gebühr: neu! keine!
Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,
August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,
Tel.: 0381 49280-42, -43, -44, -46, Fax: 0381 4928040,
E-Mail: fortbildung@aek-mv.de
Adipositas im Kindes- und Jugendalter – Teil II
Termin: 27.03.2015, 09:00 Uhr –
18 P
28.03.2015, 16:45 Uhr
(Voraussetzung: Besuch von Teil I)
Ort: Hörsaal, Ärztekammer M-V, August-Bebel-Str. 9 a,
18055 Rostock
Leitung: Frau Dr. med. V. Wagner
Gebühr: 200,00 €
Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,
August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,
Tel.: 0381 49280-42, -43, -44, -46, Fax: 0381 4928040,
E-Mail: fortbildung@aek-mv.de
Basiskurs „Geriatrische Grundversorgung – Modul 1, 2 und 3“
(jeweils 20 Stunden)
Termine: jeweils 09:00 Uhr (1. Tag) –
je 20 P
18:00 Uhr (2. Tag) 17. – 18.04.2015 Modul 4 – 9
05. – 06.06.2015 Modul 10, 11
Ort: Hörsaal, Ärztekammer M-V, August-Bebel-Str. 9 a,
18055 Rostock
Leitung: Herr Dr. med. L. M. Drach
Gebühr: jeweils 200,00 €
Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,
August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,
Tel.: 0381 49280-42, -43, -44, -46, Fax: 0381 4928040,
E-Mail: fortbildung@aek-mv.de
Kurs „Leitender Notarzt“ (40 Stunden)
Termin: 20.04.2015, 09:00 Uhr –
41 P
24.04.2015, 16:00 Uhr
Ort: Hörsaal, Ärztekammer M-V, August-Bebel-Str. 9 a,
18055 Rostock
Leitung: Herr Dipl.-Med. A. Zeuner
Gebühr: 600,00 €
Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,
August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,
Tel.: 0381 49280-42, -43, -44, -46, Fax: 0381 4928040,
E-Mail: fortbildung@aek-mv.de
Medizinproduktebetreiber­
verordnung (20 Stunden)
22 P
Termin: 06.05.2015, 14:00 Uhr –
09.05.2015, 17:00 Uhr
Ort: Hörsaal, Ärztekammer M-V, August-Bebel-Str. 9 a,
18055 Rostock
Leitung: Herr Priv.-Doz. Dr. med. habil. Dr. med. dent.
U. Peter
Gebühr: 200,00 €
Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,
August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,
Tel.: 0381 49280-42, -43, -44, -46, Fax: 0381 4928040,
E-Mail: fortbildung@aek-mv.de
Spezialkurs im Strahlenschutz
zum Erreichen der Fachkunde Strahlenschutz nach
Röntgenverordnung (Voraussetzung: Besuch des
Grundkurses)
Termin: 04.06.2014, 13:00 Uhr –
21 P
06.06.2014, 13:00 Uhr
Ort: Hörsaal, Ärztekammer M-V, August-Bebel-Str. 9 a,
18055 Rostock
Leitung: Herr Dr. med. J.-C. Kröger
Gebühr: 140,00 € (bei Komplettbuchung von Grundund Spezialkurs: 250,00 €)
Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,
August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,
Tel.: 0381 49280-42, -43, -44, -46, Fax: 0381 4928040,
E-Mail: fortbildung@aek-mv.de
Seite 93
VERANSTALTUNGEN UND KONGRESSE
80-Stunden-Kurs zum Erwerb der
Zusatzbezeichnung Notfallmedizin
ZERCUR GERIATRIE® – Basislehrgang
(Modul 1 – 6)
Meditation – Einführung und Anleitung zum Einsatz in der Praxis
(80 Stunden; nach den Empfehlungen der
Bundesärztekammer)
Termin: 07.07.2015, 08:00 Uhr –
81 P
14.07.2015, 17:15 Uhr Ort: Ärztekammer M-V, Universitätsmedizin Rostock
und Berufsfeuerwehr Rostock
Leitung: Herr Dr. med. M. Gloger,
Herr Dr. med. B. Werner
Gebühr: 700,00 €
Anmeldung: Ärztekammer M-V,
Referat Fortbildung, August-Bebel-Str. 9 a,
18055 Rostock, Tel.: 0381 49280-42, -43, -44, -46,
Fax: 0381 4928040,
E-Mail: fortbildung@aek-mv.de
Termine: 09. – 12.03.2015 und 16. – 19.03.2015 /
05. – 08.10.2015 und 12. – 15.10.2015
Leitung: Frau M. Salchow-Gille
Gebühr: je Basislehrgang: 680,00 € (Mitarbeiter aus
Mitgliedseinrichtungen des Bundesverbandes Geriatrie
e. V.), 725,00 € (Nichtmitglieder)
Ort / Anmeldung: MEDIGREIF Parkklinik GmbH,
Klinik für Geriatrische und Orthopädische Rehabilitation,
Zentrum für Ambulante Rehabilitation, Kurzzeitpflegeklinik „Ludwig Geißel“ Sekretariat der Geschäftsleitung,
Pappelallee 1, 17489 Greifswald, Tel.: 03834 802121,
Fax: 03834 802122, E-Mail: parkklinik@medigreif.de
Vortrag: 17.04.2015, 13:30 – 15:00 Uhr 11 P
Workshop: 17.04.2015, 15:30 Uhr –
18.04.2015, 13:00 Uhr
Ort: Aula, AHG Klinik Waren, Am Kurpark 1,
17192 Waren (Müritz)
Leitung: Herr Dr. med. O. Kristof,
Herr Dr. U. Ott (Freiburg)
Gebühr: 15,00 € (Vortrag), 150,00 €
(Vortrag und Workshop)
Anmeldung: AHG Klinik Waren, Frau K. Völz,
Am Kurpark 1, 17192 Waren (Müritz),
Tel.: 03991 635420, Fax: 03991 535426,
E-Mail: kvoelz@ahg.de
Aktualisierung der Fachkunde im
Strahlenschutz nach Röntgenver­
ordnung
Termin: 19.09.2015, 09:00 – 16:00 Uhr 9 P Ort: Hörsaal, Ärztekammer M-V, August-Bebel-Str. 9 a,
18055 Rostock
Leitung: Herr Dr. med. J.-C. Kröger
Gebühr: 100,00 €
Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,
August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,
Tel.: 0381 49280-42, -43, -44, -46,
Fax: 0381 4928040,
E-Mail: fortbildung@aek-mv.de
Veranstaltungen in unserem
Kammerbereich
Freie Plätze in Schweriner
Balintgruppe!
(2 Sitzungen; Anerkennung für die Facharztweiterbildung und die Psychosomatische Grundversorgung)
Termine: einmal im Monat, mittwochs,
jeweils 18:30 – 21:45 Uhr
Anmeldung: Herr Dr. med. P. Herzog,
Balintgruppenleiter (DBG), Mecklenburgstr. 59,
19053 Schwerin, Tel.: 0385 5777373,
Fax: 0385 5777374,
E-Mail: drpherzog@web.de
Folgende Veranstalter bieten in M-V
Balintgruppenarbeit an:
Gadebusch – Frau Dipl.-Med. A. Hachtmann,
Tel.: 03886 212440
Greifswald – Frau Dr. med. B. Noack,
Tel.: 03834 594664
Rostock – Frau Dr. med. K. Birke,
Tel.: 038203 44606
Stralsund – Herr Dr. med. Dr. jur. M. Gillner,
Tel.: 03831 452200
Seite 94
26. Greifswalder Zirkel
„Qualitätssicherung Orthopädie –
Update Osteoporose“
Termin: 18.03.2015, 19:00 Uhr
Ort: Hörsaal Nord, Universitätsmedizin Greifswald,
Ferdinand-Sauerbruch-Str. 1, 17475 Greifswald
Leitung: Herr Prof. Dr. med. H. Merk
Anmeldung: Universitätsmedizin Greifswald, Klinik
und Poliklinik für Orthopädie und Orthopädische
Chirurgie, Frau M.A. S. Kühl, Ferdinand-SauerbruchStr. 1, 17475 Greifswald, Tel.: 03834 867213,
Internet: http://www.medizin.uni-greifswald.de,
E-Mail: susanne.kuehl@uni-greifswald.de
24. und 25. Sonographiekurse der
Säuglingshüfte
(nach den Richtlinien der DEGUM und der KBV)
21. – 22.03.2015 Abschlusskurs
20. – 21.06.2015 Grundkurs
19. – 20.09.2015 Aufbaukurs
19. – 20.03.2016 Abschlusskurs
Ort: Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Universitätsmedizin Greifswald,
Ferdinand-Sauerbruch-Str. 1, 17475 Greifswald
Leitung: Herr Prof. Dr. med. H. Merk
Anmeldung: Universitätsmedizin Greifswald, Klinik
und Poliklinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Frau M.A. S. Kühl, Ferdinand-Sauerbruch-Str. 1,
17475 Greifswald, Tel.: 03834 867213,
Internet: http://www.medizin.uni-greifswald.de,
E-Mail: susanne.kuehl@uni-greifswald.de
Stralsunder Kolposkopiekurs –
Interventionelle Kolposkopie
Termin: 17.04.2015, 08:30 Uhr –
18.04.2015, 18:00 Uhr
Ort: Fachhochschule Stralsund, Schwedenschanze 15,
18435 Stralsund
Leitung: Herr Prof. Dr. med. habil. J. Heinrich
Anmeldung: Nord-Süd-Kongress, Frau S. Moebs,
Felderstr. 89 – 91, 51371 Leverkusen,
Tel.: 0214 73467770, Fax: 0214 73467772,
Internet: http://www.nordsuedkongress.de,
E-Mail: kontakt@nordsuedkongress.de
Fortbildungen der Landesgruppe
Mecklenburg-Vorpommern
im Deutschen Berufsverband der
HNO-Ärzte
25.04.2015 Frühjahrstagung
19.09.2015 Herbsttagung
Ort: pentahotel, Schwaansche Str. 6, 18055 Rostock
Leitung: Frau Dipl.-Med. A. von Schütz
Gebühr: 25,00 € (Mitglieder),
50,00 € (Nichtmitglieder)
Anmeldung: CongressCompany Jaenisch GmbH,
Frau S. Lidemann, Tannenweg 22 / Speicher II,
18059 Rostock, Tel.: 0381 8003980, Fax: 0381
8003988, E-Mail: CCJ.Rostock@t-online.de
Güstrower Workshop
sonografie­geführte Regionalanästhesie und
sonografiegeführte Gefäßpunktionen mit
praktischen Demonstrationen am Patienten
im OP-Saal und auf der ITS
(AFS Module 1 – 3: Grundlagen, Gefäße, Nerven) nach
den Vorgaben der DGAI
Termin: 26.04.2015, 10:00 Uhr –
28.04.2015, 18:00 Uhr
Ort: Kurhaus am Inselsee, Heidelberg 1,
18273 Güstrow /KMG Klinikum Güstrow GmbH,
Friedrich-Trendelenburg-Allee 1, 18273 Güstrow
Leitung: Herr Dr. med. T. Noky
Anmeldung: KMG Klinikum Güstrow GmbH,
Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie,
Herr T. Teichmann / Frau Hinz, Friedrich-TrendelenburgAllee 1, 18273 Güstrow,
Tel.: 03843 343479, Fax: 03843 343360,
E-Mail: t.teichmann@kmg-kliniken.de
Internationales Orthopädisches
Symposium anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Orthopädischen
Klinik an der Universitätsmedizin
Greifswald
Termin: 09.05.2015, 09:00 – 15:15 Uhr
Ort: Alfried-Krupp-Wissenschaftskolleg,
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
VERANSTALTUNGEN UND KONGRESSE
Martin-Luther-Str. 14, 17489 Greifswald
Leitung: Herr Prof. Dr. med. H. Merk
Anmeldung: Universitätsmedizin Greifswald, Klinik
und Poliklinik für Orthopädie und Orthopädische
Chirurgie, Frau M.A. S. Kühl, Ferdinand-SauerbruchStr. 1, 17475 Greifswald, Tel.: 03834 867213,
Internet: http://www.medizin.uni-greifswald.de,
E-Mail: susanne.kuehl@uni-greifswald.de
Anmeldung: INTERCOM Dresden GmbH,
Frau S. Wolf, Frau A. Binning,
Zellescher Weg 3, 01069 Dresden,
Tel.: 0351 320173-50 / -30, Fax: 0351 32017333,
E-Mail: swolf@intercom.de, abinning@intercom.de
Komplette Akupunkturausbildung
der DGfAN e. V. zum Erwerb der
Zusatzbezeichnung Akupunktur
DEGUM zertifizierter Workshop „Karotischirurgie in ultraschallgestützter Blockade des
Plexus cervicalis“
(KV Qualifikation)
laufendes Kurssystem:
16. – 17.05.2015 Praktikumskurs 01
17.05.2015 Fallseminar
XV. Warnemünder Akupunktur-Neuraltherapie-Woche
16. – 23.05.2015
Ort: Akupunkturfortbildungszentrum Kur- und Ferienhotel „Sanddorn“, Strandweg 12, 18119 RostockWarnemünde / Hotel Neptun, Seestr. 19,
18119 Rostock-Warnemünde
Leitung: Frau Dr. med. R. Schwanitz
Anmeldung: Deutsche Gesellschaft für Akupunktur
und Neuraltherapie (DGfAN) e. V., Geschäftsstelle,
Mühlgasse 18 b, 07356 Bad Lobenstein,
Tel.: 036651 55075, Fax: 036651 55074,
Internet: http://www.dgfan.de,
E-Mail: dgfan@t-online.de
oder
Akupunkturfortbildungszentrum, Frau Dr. med.
R. Schwanitz, Strandweg 12, 18119 RostockWarnemünde, Tel.: 0381 5439935, Fax: 0381 5439988,
E-Mail: ReginaSchwanitz@aol.com
Fortgeschrittene Techniken
der Thoraxchirurgie –
2. und 3. Operationskurs
je 17 P
Termine: 20. – 21.05.2015 / 29. – 30.10.2015,
jeweils 08:00 – 17:00 Uhr
Ort: Institut für Experimentelle Chirurgie mit zentraler
Versuchstierhaltung,
Schillingallee 69 a, 18057 Rostock
Gebühr: je 490,00 €
Leitung / Anmeldung: Universitätsmedizin Rostock,
Herr Dr. med. R. Oerter, Chirurgische Klinik und Poliklinik, Abteilung für Allgemein-, Thorax-, Gefäß- und
Transplantationschirurgie, Arbeitsbereich Thoraxchirurgie, Schillingallee 35, 18057 Rostock,
Tel.: 0381 4946287, Fax: 0381 4946002,
E-Mail: rolf.oerter@med.uni-rostock.de
25. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Pneumologie und Allergologie (APPA) e. V.
Termin: 29.05.2015, 13:30 Uhr –
31.05.2015, 13:05 Uhr
Ort: Stadthalle Rostock, Südring 90, 18059 Rostock
Leitung: Frau Dr. med. K. Breuel
AUSGABE 3/2015 25. JAHRGANG
Veranstaltungen der HELIOS
Kliniken Schwerin GmbH
Termin: 11. – 12.06.2015
Leitung: Herr Dr. med. G. Rehmert,
Herr Dr. med. R. Litz, Frau Dr. med. K. Zukowski,
Herr Dr. med. R. Seidel
Gebühr: 350,00 €
DEGUM-zertifizierter Grundkurs und
Workshop „Gefäßzugänge und Nerven­
blockaden“
DGAI zertifiziert (AFS-Modul 1 – 3: Grundlagen der
Sonographie, Gefäßsonographie, Neurosonographie)
Termin: 13.06.2015, 08:30 Uhr –
14.06.2015, 17:00 Uhr
Leitung: Herr Dr. med. R. Litz, Herr Dr. med. R. Seidel,
Herr Dr. med. G. Rehmert, Herr Dr. med. T. Mäcken
Gebühr: 420,00 €
Ort: Raum „Schwerin / Leezen“, Haus 0 (Ebene 3),
HELIOS Kliniken Schwerin GmbH,
Wismarsche Str. 393 – 397, 19055 Schwerin
Anmeldung: HELIOS Kliniken Schwerin GmbH,
Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie,
Herr Dr. med. R. Seidel, Wismarsche Str. 393 – 397,
19055 Schwerin,
Tel.: 0385 5204251, Internet: http://usra.de/kurse,
E-Mail: ronald.seidel@helios-kliniken.de
Güstrower anästhesiologischer
Schulterkurs – sonografiegestützte
Regionalanästhesieverfahren für die
Schulterchirurgie als Stand-alone-Technik
und für die intra- und postoperative
Schmerztherapie
Termin: 09.09.2015, 10:00 Uhr –
10.09.2015, 18:00 Uhr
Leitung: Herr Dr. med. T. Noky
Ort / Anmeldung: KMG Klinikum Güstrow GmbH,
Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie,
Herr T. Teichmann / Frau Hinz, Friedrich-TrendelenburgAllee 1, 18273 Güstrow,
Tel.: 03843 343479, Fax: 03843 343360,
E-Mail: t.teichmann@kmg-kliniken.de
Gutachtenintervision
und Psychotherapie, Herr Dr. med. Dr. jur. M. Gillner,
Rostocker Chaussee 70 f, 18437 Stralsund,
Tel.: 03831 452200, Fax: 03831 452205
Veranstaltungen in anderen
Kammerbereichen
Dopplerkurse nach DEGUM- und
KBV-Richtlinien
Ort / Anmeldung: Martin-Luther-Universität HalleWittenberg, Institut für Anatomie und Zellbiologie,
Herr Dr. A. Klemenz, 06097 Halle,
Tel.: 0345 557-1316 / -1703, Fax: 0345 5574649,
E-Mail: albrecht.klemenz@medizin.uni-halle.de
Fortbildungen der Klinik zur
Behandlung von Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigen
der AHG Klinik Lübeck
Termine: jeweils 13:30 – 15:00 Uhr
25.03.2015 Der Traum vom guten Schlaf –
Substanzkonsum und Schlaf
22.04.2015 „Neue Dorgen – neue Trends“
20.05.2015 Geschichte der Rauschdrogen
17.06.2015 DSM V – Was ist wirklich neu?
15.07.2015 EtG – ein Marker für Alkoholkonsum – Nachweis und Bedeutung
23.09.2015 Zeichen und Symbole von Subkulturen
21.10.2015 Die Bedeutung der Ernährungsberatung und -therapie bei Alkoholabhängigen
28.10.2015 Fachtagung
18.11.2015 Sucht und Alter – Zusammenhang und Behandlung
Ort: Vortragsraum, Haus 2, AHG Klinik Lübeck,
Weidenweg 9 – 15, 23562 Lübeck
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Informationen: AHG Klinik Lübeck, Klinik zur
Behandlung von Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigen, Weidenweg 9 – 15, 23562 Lübeck,
Tel.: 0451 58940, Fax: 0451 5894331,
Internet: http://www.ahg.de/luebeck,
E-Mail: luebeck@ahg.de
Detailliertere Angaben und weitere Fortbildungs­­
veranstaltungen finden Sie auf der Internetseite:
http://www.baek.de � Fortbildungs­portal
3P
Termin: 23.09.2015, 15:00 – 17:00 Uhr
Ort: Universitätsmedizin Rostock, Klinik für Forensische
Psychiatrie, Gehlsheimer Str. 20, 18147 Rostock
Leitung / Anmeldung: HELIOS Hanseklinik
Stralsund GmbH, Klinik für Forensische Psychiatrie
Seite 95
AUS DER KASSENÄRZTLICHEN VEREINIGUNG
Öffentliche Ausschreibung
von Vertragsarztsitzen gemäß §103 Abs. 3 a und 4 SGB V
Die Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern schreibt auf Antrag folgende Vertragsarztsitze zur Übernahme
durch einen Nachfolger aus, da es sich um für weitere Zulassungen gesperrte Gebiete handelt.
Planungsbereich Übergabetermin
Bewerbungsfrist
Ausschreibungsnr.
Mittelbereich Schwerin Stadtgebiet
Hausarzt
Hausarzt
Hausarzt
Hausarzt (Praxisanteil)
nächstmöglich
nächstmöglich
nächstmöglich
1. Juli 2015
15. März 2015
15. März 2015
15. März 2015
15. März 2015
15/05/13
21/03/13
08/07/13
18/02/14
Mittelbereich Neubrandenburg Stadtgebiet
Hausarzt (halber Vertragsarztsitz)
nächstmöglich
15. März 2015
17/01/14/1
nächstmöglich
nächstmöglich
15. März 2015
15. März 2015
20/01/14
19/12/14
15. März 2015
07/01/15
Hausärztliche Versorgung
Gesonderte fachärztliche Versorgung
KV-Bezirk (Land Mecklenburg-Vorpommern)
Facharzt für Nuklearmedizin (Praxisanteil)
Facharzt für Pathologie (Praxisanteil)
Allgemeine fachärztliche Versorgung
Planungsbereich Schwerin/Wismar/Nordwestmecklenburg
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin 1. Oktober 2015
Plangungsbereich Rostock
Facharzt für Kinder und Jugendmedizin
(halber Praxisanteil)
Facharzt für Kinder und Jugendmedizin
(halber Praxisanteil)
1. Oktober 2015
15. März 2015
18/12/14
1. Oktober 2015
15. März 2015
20/12/14
1. Oktober 2015
15. März 2015
23/01/14
nächstmöglich
15. März 2015
21/01/14/1
Planungsbereich Neubrandenburg/Mecklenburg-Strelitz
Facharzt für Augenheilkunde
31. März 2015
15. März 2015
22/08/14
Planungsbereich Bad Doberan
Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten
nächstmöglich
15. März 2015
06/01/14
Planungsbereich Ludwigslust
Facharzt für Nervenheilkunde
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
31. Dezember 2015
nächstmöglich
15. März 2015
15. März 2015
17/06/14
26/11/14
Planungsbereich Parchim
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
nächstmöglich
15. März 2015
02/12/13
Planungsbereich Rügen
Facharzt für Chirurgie
Facharzt für Nervenheilkunde
nächstmöglich
1. April 2015
15. März 2015
15. März 2015
07/11/13
08/01/15
Planungsbereich Uecker-Randow
Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten
nächstmöglich
15. März 2015
20/10/14
Planungsbereich Stralsund/Nordvorpommern
Facharzt für Augenheilkunde
Planungsbereich Greifswald/Ostvorpommern
Psychotherapeut für Kinder und Jugendliche
(halber Psychotherapeutensitz)
Die Ausschreibungen erfolgen zunächst anonym. Bewerbungen sind unter Angabe der Ausschreibungsnummer an die
Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern, Postfach 16 01 45, 19091 Schwerin, zu richten.
Den Bewerbungsunterlagen sind beizufügen:
• Auszug aus dem Arztregister;
• Nachweise über die seit der Eintragung in das Arztregister ausgeübten ärztlichen Tätigkeiten;
• Lebenslauf;
• Behördenführungszeugnis im Original.
Seite 96
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
SATZUNGEN UND ORDNUNGEN
Ausfertigung der Beschlüsse der Kammerversammlung der
Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern vom 24.01.2015
21. Satzung zur Änderung der Alterssicherungsordnung
der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern (ASO)
vom 04.02.2015
Artikel 1
3. § 29 wird wie folgt geändert:
Die Alterssicherungsordnung der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern in der Fassung vom 11. November 1995,
zuletzt geändert durch Beschluss der Kammerversammlung
vom 5. April 2014, wird wie folgt geändert:
4. § 32 wird wie folgt geändert:
1. § 12 wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 1 d) wird der Punkt durch ein Komma ersetzt
und ein neuer Buchstabe e) folgenden Wortlauts eingefügt:
In Absatz 1 Satz 2 wird das Wort „oder“ durch ein Komma
ersetzt und nach der Angabe „b)“ die Angabe „oder e)“
hinzugefügt.
Artikel 2
„Angehörige der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, die eine Vollrente wegen Alters aus der gesetzlichen Rentenversicherung, eine Versorgung nach beamtenrechtlichen Vorschriften oder Grundsätzen oder nach
den Regelungen einer berufsständischen Versorgung
beziehen.“
Die Satzungsänderungen treten am 1. Januar 2015 in Kraft.
b) In Absatz 2 Satz 1 wird die Angabe „d)“ ersetzt durch
die Angabe „e)“.
Die Satzungsänderungen werden hiermit ausgefertigt und
im Ärzteblatt Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht.
2. § 20 wird wie folgt geändert:
Absatz 1 wird wie folgt neu gefasst:
(1) Einem Mitglied der Ärzteversorgung MecklenburgVorpommern, das nicht nach § 12 Absatz 1 a), b) oder e)
befreit ist, dessen Mitgliedschaft nicht gemäß § 14 entfallen ist oder gemäß § 15 Absatz 1 Satz 4 oder Absatz 2
gekündigt wurde und das Anwartschaft auf Berufsunfähigkeitsrente hat oder Berufsunfähigkeitsrente bezieht,
kann auf Antrag ein einmaliger oder wiederholter Zuschuss zu den Kosten notwendigerweise besonders aufwendiger medizinischer Rehabilitationsmaßnahmen gewährt werden, wenn seine Berufsfähigkeit infolge eines
körperlichen Gebrechens oder wegen Schwäche seiner
körperlichen oder geistigen Kräfte gefährdet, gemindert
oder ausgeschlossen ist und sie durch diese Rehabilitationsmaßnahme voraussichtlich erhalten, wesentlich gebessert oder wiederhergestellt werden kann.
Seite 98
In Absatz 3 werden die Worte „auf Antrag des Berechtigten“ gestrichen.
Das Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales
Mecklenburg-Vorpommern hat mit Schreiben vom 28.01.2015,
Aktenzeichen 340, die aufsichtsbehördliche Genehmigung
erteilt.
Rostock, den 04.02.2015
Dr. med. Andreas Crusius
Präsident
der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern
als satzungsmäßiger Vertreter der Ärzteversorgung
Mecklenburg-Vorpommern gemäß § 1 Absatz 2 Alterssicherungsordnung und § 30 Absatz 2 Heilberufsgesetz
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
RECHT
Aus der Praxis der Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der norddeutschen Ärztekammern
Knick-/Sturzverletzungen – „kein MRT vor OP“ trotz unklarer Sonographien
Kasuistik
Gutachten
Eine 57-Jährige knickte auf einer Stufe weg und zog sich eine
Verdrehung des rechten Kniegelenkes mit Zerrung der das
Kniegelenk begleitenden Weichgewebe zu. Zwei Tage später
führten zunehmende Schmerzen und Streckschwäche im
rechten Kniegelenk zur ambulanten Vorstellung im Krankenhaus. Hier fanden sich eine Ergussbildung im Kniegelenk,
Bluterguss, Verfärbung vor der Kniescheibe sowie eine gestörte Streckfähigkeit. Eine leichte Dellenbildung im Verlauf
des Kniescheibensehnenbandes (Ligamentum patellae) wurde als verdächtig auf eine Sehneneinrissverletzung angesehen. Eine sonographische Untersuchung ließ Unregelmäßigkeiten im Sehnengewebe erkennen.
Der Patientin wurde eine operative Revision empfohlen, welche noch am gleichen Tag in Spinalanästhesie erfolgte. Über
einen sechs Zentimeter langen zentralen Operationsschnitt
wurde das Ligamentum patellae revidiert, es fanden sich
zwar Bluteinlagerungen im Subkutangewebe, eine Sehnenrissverletzung konnte jedoch nicht zur Darstellung gebracht
werden. Die abschließende Kniegelenkspunktion ließ kleinere Mengen älteren Blutes entleeren. Am selben Tag erfolgte
postoperativ eine MRT-Untersuchung, die ebenfalls einen
Riss des Ligamentums patellae ausschloss. Es wurde der Verdacht auf eine Außenmeniskusvorderhornverletzung sowie
eine Knorpelschädigung im Schienbein-Oberschenkelrollengelenk beschrieben. Die Patientin wurde nach drei Tagen in
ambulante Behandlung entlassen. Die Hausärztin verordnete
eine krankengymnastische Nachbehandlung.
Der Gutachter gelangte zu der Auffassung, dass, auch wenn
bei der Aufnahmeuntersuchung eine Strecksehnenverletzung nicht ausschließbar war, eine Ausweitung bildgebender
Abklärung mit MRT der Patientin den Eingriff am Aufnahmetag hätte ersparen können. Die Unwägbarkeiten des sonographischen Befundes hätten zur Entscheidung führen müssen, präoperativ ein MRT anfertigen zu lassen. Diese Unterlassung müsse als fehlerhaft angesehen werden. Die Unannehmlichkeiten eines operativen Eingriffes hätten der Patientin somit erspart bleiben können.
Es wurden unzureichende diagnostische Maßnahmen bei
Vorabklärung des Verdachtes auf eine Strecksehnenverletzung bemängelt, die zu einer unnötigen Operation mit
nachfolgenden Beeinträchtigungen geführt hätten.
Das Krankenhaus trug vor, dass anfänglich mit Streckhemmung, Blutergussverfärbung vor dem Kniescheibensehnenband und des Verdachts auf eine Eindellung im Verlauf der
Sehne sowie sonographischer Untersuchung der dringende
Verdacht auf eine Strecksehnenverletzung vorgelegen hätte.
Diese hätte sich intraoperativ und bei späterer MRT-Untersuchung nicht bestätigen lassen. Aus Sicht ex post müsse eingeräumt werden, dass eine präoperative MRT-Untersuchung
zur Unterlassung der Operation geführt hätte.
Fazit
AUSGABE 3/2015 25. JAHRGANG
Entscheidung der Schlichtungsstelle
Es war davon auszugehen, dass die Patientin eine Verwindung, aber auch eine Prellung an der Vorderseite des linken
Kniegelenkes erlitt. Hierfür sprachen der vor der Kniescheibe
liegende Bluterguss und die deutlich eingeschränkte Streckfähigkeit im Kniegelenk. Die Sonographieaufnahmen zeigen
diskrete Unregelmäßigkeiten im Verlauf des Ligamentum
patellae, erlauben aber keine Aussage über eine operationspflichtige Rissverletzung. Aufgrund dieser Unsicherheit hätte
vor einer Operation zwingend eine weitere Abklärung in
Form der MRT-Untersuchung als deutlich minimalinvasiverer Eingriff erfolgen müssen. Eine solche MRT-Untersuchung
erfolgte aber erst postoperativ und ließ keine operationspflichtige Verletzung des Ligamentum patellae erkennen.
Der operative Eingriff war daher vermeidbar.
Vorsicht bei OP-Indikation aufgrund von unklaren Sonographien von Sehnen!
Verfasser:
Dr. med. Wulf-D. Schellmann
Unfallchirurgie
Ass. jur. Kerstin Kols
Geschäftsführerin
Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen
der norddeutschen Ärztekammern
Hans-Böckler-Allee 3, 30173 Hannover
Seite 99
RECHT
Unterlassene Konsiliaruntersuchung – Wenn die Anamnese in die Irre leitet
Kasuistik
Infolge von kolikartigen Schmerzen mit Ausstrahlung in den
linken Unterbauch stellte sich die Patientin in der Nacht im
Krankenhaus vor und wurde unter dem Verdacht auf eine Nierenkolik in der Urologischen Abteilung stationär aufgenommen. Sonographische Hinweise auf eine Harnstauung der Nieren ergaben sich nicht. Die Laborparameter zeigten keine
Entzündungshinweise. Es erfolgte eine Nativ-Computertomographie des Abdomens und Beckens. Im Vergleich zu Voraufnahmen ein halbes Jahr zuvor ließ sich ein zwei Millimeter
großes mittleres Kelchkonkrement aus der linken Niere nicht
mehr nachweisen, welches sich möglicherweise im Harnleiterostium verfangen hatte. Trotz der Schmerztherapie war keine
Schmerzfreiheit zu erreichen, so dass die Patientin zwei Tage
später neurologisch untersucht wurde. Am gleichen Tag erfolgte eine Kernspintomographie der Lendenwirbel, bei der
keine Kompression austretender Nervenwurzeln festgestellt
wurde. Zeitgleich entwickelte sich ein Harnverhalt, der mittels
Katheterismus versorgt werden musste. Am darauf folgenden
Tag verließ die Patientin auf eigenen Wunsch und gegen ärztlichen Rat das Krankenhaus. Sie stellte sich am Folgetag bei
ihrem Gynäkologen ambulant vor. Unter der Verdachtsdiagnose eines Adnextumors links erfolgte am nächsten Tag in
einem anderen Krankenhaus wegen eines stielgedrehten
Ovars ein operativer Eingriff. Drei Tage später wurde sie aus
der stationären Behandlung entlassen.
Die Patientin trägt vor, dass man sie trotz allerstärkster
Schmerzen in der Urologischen Abteilung habe über
Tage liegen lassen und dass sich keiner für sie verantwortlich
gefühlt habe. Die nachfolgende stationäre Behandlung im
Zweitkrankenhaus sei Folge einer Fehldiagnose im zuerst
aufgesuchten Krankenhaus gewesen.
Gutachten
Der beauftragte Gutachter ist zu der Auffassung gelangt, dass
die vorgenommenen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen im Rahmen der stationären Behandlung inhaltlich und
in zeitlicher Abfolge angemessen gewesen seien. Auf die
Schmerzsymptomatik sei adäquat reagiert worden. Weitergehende diagnostische Maßnahmen seien veranlasst worden. In
zeitlicher Abfolge wären als nächste Untersuchung eine gastroenterologische und dann ggf. eine gynäkologische Vorstellung
sinnvoll gewesen.
Es wäre mit einem reaktionspflichtigen Ergebnis zu rechnen gewesen, wenn man die Untersuchungen zugelassen hätte. Die
später diagnostizierte Stieldrehung des Ovars spreche jedoch
Seite 100
nicht für eine ärztliche Fehlbehandlung im Rahmen des ersten
stationären Aufenthaltes.
Die Patientin weist auf Schmerzen und Ängste hin. Sie sei
nach fünf Tagen von der Urologischen in die Medizinische
Abteilung verlegt worden und hätte, wäre sie dort geblieben, noch zwei weitere Tage infolge der Darmvorbereitung
auf eine Magen- und Darmspiegelung warten müssen. In dieser Zeit sei bei ihr aber bereits in dem anderen Krankenhaus
die Notoperation durchgeführt worden, die ihr Leben gerettet hätte.
Entscheidung der Schlichtungsstelle
In Würdigung der medizinischen Dokumentation, der Stellungnahmen der Beteiligten und der gutachterlichen Erwägungen hat sich die Schlichtungsstelle hinsichtlich der Fehlerfrage im Ergebnis nicht dem Gutachten angeschlossen, weil
der Gutachter für ihn fachfremde Teilaspekte beurteilt hat.
Die diagnostischen Schritte in der Urologie des zuerst behandelnden Krankenhauses wurden sachgerecht vorgenommen.
Nach Ausschluss eines Nierensteins und einer Bandscheibenerkrankung bestanden weiterhin starke Schmerzen, deren Ursache sich urologischerseits nicht klären ließ.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt, wäre zur differenzialdiagnostischen Abklärung der fortbestehenden Beschwerden
eine gynäkologische Untersuchung notwendig gewesen. Da
eine derartige Abklärung zu diesem Zeitpunkt nicht veranlasst worden war, liegt ein Befunderhebungsmangel vor.
Es ist mit hinreichender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung
der Verdacht auf einen Adnextumor gestellt worden wäre.
Im Zusammenhang mit den dann zu veranlassenden weiteren diagnostischen Maßnahmen (Sonographie, diagnostische
Laparoskopie) wäre der Adnextumor festgestellt und operativ entfernt worden. In diesem Zusammenhang ist nach Lage
der Akten davon auszugehen, dass die bei der Aufnahme in
das ernstbehandelnde Krankenhaus bestehenden kolikartigen Beschwerden im Unterbauch ursächlich auf die Stieldrehung des Ovars zurückzuführen waren. Durch eine Stieldrehung wird allgemein die Blutversorgung des Ovars unterbrochen, erfahrungsgemäß ist bereits nach circa sechs Stunden
mit irreversiblen Schädigungen zu rechnen. Da angesichts
des Verlaufs zum Zeitpunkt der fehlerhaft unterbliebenen
konsiliarischen Hinzuziehung eines Gynäkologen die
Stieldrehung des Ovars bereits seit vier Tagen bestand, ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen,
dass das Organ nicht mehr hätte erhalten werden und hätte
entfernt werden müssen. Fehlerbedingt ist es somit zu eiÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
RECHT
ner Behandlungsverzögerung mit entsprechend vermehrter Schmerzsymptomatik über drei Tage gekommen.
kam es zu tagelang fortbestehenden Schmerzen, die erst durch
die gynäkologische Operation, die Entfernung einer stielgedrehten Ovarialzyste, behoben wurden.
Fazit
Verfasser:
Prof. Dr. med. Jochen Gille
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Ass. jur. Kerstin Kols
Geschäftsführerin
Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen
der norddeutschen Ärztekammern
Hans-Böckler-Allee 3, 30173 Hannover
Grundsatz der Differentialdiagnose: „Wer Läuse hat,
kann auch Flöhe haben …“
Eine anscheinend fachtypische Anamnese muss nach Abklärung
fachspezifischer Ursachen bei Fortbestehen der Symptome zu
einer konsiliarischen Untersuchung in verwandten Fachgebieten führen. Nachdem im vorliegenden Fall bei einer Nierenstein­
anamese keine gynäkologische Konsiliaruntersuchung erfolgte,
Risiko – keine Überprüfung der Arbeitsdiagnose
Kasuistik
Der Patient erkrankte am 7. November mit Engegefühl im
Brustbereich, suchte deshalb am 11. November die Hausarztpraxis auf und berichtete über ein „drückendes Gefühl in der
Brust“. Bekannt war eine Linksherzinsuffizienz. Nach Angaben der Hausärzte hatte er aufgrund einer erhöhten TempeBeschlüsse:
ratur
die Befürchtung, an der Schweinegrippe erkrankt zu
sein. Die klinische Untersuchung erbrachte bei Herz, Lunge
und hinsichtlich des Blutdrucks normale Werte.
Es bestand eine Druckschmerzhaftigkeit im Bauchraum. An
diagnostischen Veranlassungen wurde die Laboruntersuchung
eines kleinen Blutbildes und des CRP-Wertes veranlasst, sowie
ein EKG erstellt. Der maschinell ausgewertete EKG-Befund
zeigte gegenüber einem im Januar 2012 abgeleiteten EKG
deutliche Unterschiede, die auf ein Durchblutungsstörungsgeschehen im Herzkranzgefäßbereich hindeuteten. Als weiterer
Vorstellungstermin war der 16. November geplant.
Wegen Verschlechterung des Gesundheitszustandes stellte
sich der Patient jedoch bereits am 13. November erneut in der
Praxis vor. Anlässlich dieser Konsultation standen Beschwerden des Bauchraums im Vordergrund, so dass eine hierauf gerichtete klinische Untersuchung erfolgte, die bis auf eine erhöhte Luftfüllung des Darms keine krankhaften Befunde ergab. Da sich der Zustand des Patienten am 13. November zunehmend verschlechterte, erfolgte die stationäre Einweisung
über den Rettungsdienst. Der Patient erreichte die Klinik im
kardiogenen Schock, einem Lungenödem und einem akuten
Ereignis mit Krampfen und Kreislaufstillstand. In der Folge
konnte die Herztätigkeit und eine ausreichende Kreislauffunktion zwar wiederhergestellt werden, es blieb aber ein hypoxischer Hirnschaden. Nur durch erhebliche intensivmedizinische
Maßnahmen überlebte der Patient.
AUSGABE 3/2015 25. JAHRGANG
Die Angehörigen des Patienten tragen vor, die Differenzialdiagnose eines akuten Koronarsyndroms hätte bereits bei der ersten Vorstellung am 11. November durch
sofortige Klinikeinweisung geklärt werden müssen.
Auch bei der zweiten Konsultation am 13. November sei keine
ausreichende Diagnostik erfolgt.
Die Hausärztin trägt vor, sie habe die Befunde im Sinne eines
grippalen Infektes gewertet. Diese seien nicht als typisches
Zeichen des Herzinfarktes zu werten.
Gutachten
Der Gutachter kam zu der Auffassung, dass die Behandlung in
der Gemeinschaftspraxis nicht den anerkannten Regeln der
ärztlichen Heilkunde entsprach und als fehlerhaft gewertet
werden müsse. Insbesondere das Nichterkennen des pathologisch veränderten EKG habe zur konsekutiven Fehleinschätzung der Situation im Wesentlichen beigetragen. Es hätte unabhängig vom EKG bereits am 11. November in Anbetracht der
Vorgeschichte differenzialdiagnostisch der dringende Verdacht auf das Vorliegen einer vom Herzen ausgehenden Beschwerdeursache gestellt und eine unverzügliche Klinikeinweisung erfolgen müssen.
Der Gutachter führt unter anderem aus, dass bei der vorliegenden Symptomatik bei diesem Patienten die Arbeitsdiagnose „Verdacht auf einen Myokardinfarkt“ gestellt werden
musste. Aufgrund der bei einem Myokardinfarkt vorliegenden
lebensbedrohlichen Gefährdung des Patienten ergab sich damit auch die Verpflichtung zur unverzüglichen Einleitung einer kontinuierlichen Überwachung der Vitalfunktionen und
der Bereitstellung einer sachgerechten sofortigen Therapie
bei Eintritt von Komplikationen. Nach Erläuterung des GutachSeite 101
RECHT
ters sollten bei ärztlich beobachteten Herz-Kreislauf-Stillständen mit unverzüglicher Reanimation keine wesentlichen neurologischen Spätschäden auftreten. Hinsichtlich der Kausalität
stellt der Gutachter fest, dass der hier vorliegende hypoxische
Hirnschaden mit größter Wahrscheinlichkeit vor der Aufnahme im Krankenhaus entstanden ist. Eine für das Entstehen
eines solchen hypoxischen Hirnschadens erforderliche Minderdurchblutung des Gehirns kann durchaus während des aufgetretenen Herz-Kreislauf-Stillstandes zustande gekommen sein.
vier Tage später ist als fehlerhaft zu bewerten. Dem
Hausarzt stehen aus der Krankengeschichte in der Regel auch
Aussagen über allgemeine Risikofaktoren zur Verfügung. Hier
lagen ein erhöhter Blutdruck, erhöhte Blutfette und einmal
gemessenes Abweichen von der Norm des Blutzuckerspiegels
vor. Auch dies hätte den Verdacht auf ein koronares Geschehen unterstützen müssen. Im vorliegenden Fall sind unabhängig von der fehlerhaften Bewertung des EKG Mängel in der
Befunderhebung festzustellen.
Auch bei richtigem ärztlichem Handeln wären nach der Reanimation eine PTCA und eine nachfolgende stationäre Behandlung erforderlich gewesen. In Abhängigkeit vom Umfang des
durch den Infarkt zugrunde gegangenen Herzmuskelgewebes
musste mit einer reduzierten Leistungsfähigkeit des Herzmuskels gerechnet werden, davon abhängig mit einer beeinträchtigten körperlichen Leistungsfähigkeit des Patienten. Erfahrungsgemäß hätten aber alle Tätigkeiten des täglichen Lebens
uneingeschränkt ausgeführt werden können.
Der schwere hypoxische Hirnschaden muss als allein fehlerbedingt aufgetreten angesehen werden. Hieraus resultieren alle
Beeinträchtigungen der geistigen Leistungsfähigkeit, der Arbeitsfähigkeit, die vorliegende Pflegebedürftigkeit sowie die
Bedürftigkeit einer Betreuung des Patienten. Der Gutachter
geht davon aus, dass die Pflegebedürftigkeit lebenslang bestehen bleibt. Die Behandlungspflichtigkeit der vorliegenden
koronaren Herzerkrankung ist durch Behandlungsfehler nicht
beeinflusst worden.
Eine fehlerhafte Unterlassung der medizinisch gebotenen Befunderhebung führt dann zu einer Umkehr der Beweislast hinsichtlich der Kausalität des Behandlungsfehlers für
den eingetretenen Schaden, wenn sich bei der gebotenen
Befunderhebung mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ein reaktionspflichtiges positives Ergebnis gezeigt hätte und wenn
sich die Verkennung dieses Befundes als fundamental oder die
Nichtreaktion hierauf als grob fehlerhaft darstellen würde
(vergleiche BGH NJW 2004, 1871 ff).
Entscheidung der Schlichtungsstelle
Am Patienten erfolgte wegen seiner erlittenen mehrfachen
Herzinfarkte eine erhebliche intensivmedizinische Behandlung. Vorausgegangen war die Behandlung durch die hausärztliche Gemeinschaftspraxis, bei der er sich am 11. November mit Beschwerden im Brust- und Halsbereich sowie erhöhter Temperatur vorstellte.
Zu den Aufgaben des Hausarztes gehört es, bei neu aufgetretenen Beschwerden ein breites differenzialdiagnostisches
Spektrum vorzuhalten, um dann eine diagnostische Eingrenzung unter Ausschluss der gefährlichen Möglichkeiten vorzunehmen. Dies ist insofern in der Praxis geschehen, als die Möglichkeit eines Herzinfarktes beziehungsweise eines koronaren
Syndroms in Betracht gezogen wurde, worauf die EKG-Ableitung hinweist. Der Ausschluss eines koronaren Geschehens
war jedoch unvollständig. Das EKG wurde in der Praxis fehlerhafter Weise als unauffällig gewertet. In Anbetracht der klinischen Beschwerden und der Vorgeschichte des Patienten hätten aber in jedem Falle weitere Ausschlussmöglichkeiten, zum
Beispiel ein Troponin-Schnelltest oder bei fehlendem entsprechenden Zugang eine stationäre Einweisung, erfolgen müssen. Die Wiederbestellung des Patienten erst drei bis
Seite 102
Man hätte bei Durchführung eines Troponin-Tests beziehungsweise der Einweisung ins Krankenhaus am 11. November einen
Myokardinfarkt festgestellt. Dann nicht umgehend zu behandeln, würde einen schweren Behandlungsfehler darstellen.
Ein schwerer Behandlungsfehler, der generell geeignet
ist, einen Schaden der tatsächlich eingetretenen Art
herbeizuführen, führt grundsätzlich zu einer Umkehr
der objektiven Beweislast für den ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Behandlungsfehler und dem primären
Gesundheitsschaden. Vorliegend war der dargelegte Mangel in der Befunderhebung generell geeignet, den
schweren hypoxischen Hirnschaden herbeizuführen und
als allein fehlerbedingt anzusehen.
Fazit
Bei der Bildung einer Arbeitsdiagnose muss der Grundsatz gelten, zunächst abwendbar gefährliche Verläufe zu bedenken
und auszuschließen, beziehungsweise zu verifizieren. Stellt bei
einem Befunderhebungsmangel das Nichtreagieren auf einen
solchen theoretisch reaktionspflichtigen Befund einen schweren Behandlungsfehler dar, so kommt es zur Beweislastumkehr zugunsten des Patienten. Der Behandlungsfehler muss
dann nur noch generell geeignet sein, den bestehenden Schaden herbeizuführen.
Verfasserin:
Ass. jur. Kerstin Kols,
Geschäftsführerin der Schlichtungsstelle für
Arzthaftpflichtfragen der norddeutschen Ärztekammern
Hans-Böckler-Allee 3
30173 Hannover
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
AKTUELLES
Zahl der Organspender stabilisiert sich auf
niedrigem Niveau
Im Jahr 2014 gab es bundesweit 864 Organspender, damit ist
die Spenderzahl nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr (876). In den Jahren 2013 und 2012 war die Spenderzahl
noch um 16,3 Prozent bzw. 12,8 Prozent eingebrochen. Somit
kamen im letzten Jahr in Deutschland 10,7 Spender auf eine
Million Einwohner (2013: 10,9). Die Summe der in Deutschland gespendeten Organe blieb ebenfalls weitgehend kon­
stant, sie verringerte sich im Vorjahresvergleich um 46 auf
2.989. Insgesamt wurden im Jahr 2014 in Deutschland 3.169
Organe aus dem Eurotransplant-Verbund transplantiert, im
Vorjahr waren es 3.248.
Nach Angaben der Stiftung Eurotransplant im niederländischen Leiden warten in Deutschland derzeit 10.585 Patienten
(Stichtag: 01.01.2015) auf ein Spenderorgan.
Als bundesweite Koordinierungsstelle für die Organspende
nimmt die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO)
eine zentrale Rolle im Organspendeprozess ein, der in vielen
Krankenhäusern ein seltenes Ereignis ist. Die DSO bietet allen
Krankenhäusern rund um die Uhr umfassende organisatorische Unterstützung bei allen Abläufen von der Spendercharakterisierung über die Organentnahme bis zum Transport in
die Transplantationszentren.
Im Jahr 2014 hatten 528 von 1.326 Kliniken mindestens einmal aufgrund einer möglichen Organspende mit der DSO
Kontakt aufgenommen (2013 waren es 514).
(Nach einer Presseinformation der DSO )
Organspende 2013 / 2014
Transplantation 2013 / 2014
Anzahl der Organspender1 im BundesländerVergleich
Anzahl der durchgeführten Organübertragungen1
im Bundesländer-Vergleich
Bundesland
2013
2014
Bundesland
2013
2014
Baden-Württemberg
98
96
Baden-Württemberg
444
405
Bayern
118
120
Bayern
462
458
Berlin
45
44
Berlin
275
213
Brandenburg
28
23
Brandenburg
0
0
Bremen
11
16
Bremen
10
21
Hamburg
39
45
Hamburg
138
156
Hessen
68
53
Hessen
138
163
Mecklenburg-Vorpommern
29
41
Mecklenburg-Vorpommern
38
26
Niedersachsen
63
72
Niedersachsen
413
437
Nordrhein-Westfalen
194
170
Nordrhein-Westfalen
773
750
Rheinland-Pfalz
47
44
Rheinland-Pfalz
91
100
Saarland
8
9
Saarland
50
46
Sachsen
49
55
Sachsen
151
164
Sachsen-Anhalt
30
29
Sachsen-Anhalt
41
42
Schleswig-Holstein
22
20
Schleswig-Holstein
127
106
Thüringen
27
27
Thüringen
97
82
Bundesweit
876
864
Bundesweit
3.248
3.169
Ohne Lebendspende, ohne Dominospende (vorläufige Zahlen)
Quelle: DSO 15.01.2015
1
AUSGABE 3/2015 25. JAHRGANG
Ohne Transplantationen nach Lebendspende / Dominospende (vorläufige Zahlen)
Quelle: DSO 15.01.2015
1
Seite 103
AKTUELLES
Gesundheitsstudie
„Nationale Kohorte“ e. V. (NAKO)
Studienzentrum Neubrandenburg eröffnet
Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, den Bundesländern und der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren sollen in den kommenden 20 Jahren in Deutschland 200 000 Frauen und Männer im
Alter zwischen 20 und 69 Jahren umfassend medizinisch untersucht werden. Das Ziel besteht darin, bei wichtigen Volkskrankheiten Erkenntnisse über deren Ursachen und Risikofaktoren zu erhalten. Dazu gehören auch Umwelteinflüsse,
Lebensstil, Arbeitswelt und soziale Faktoren.
Die Basiserhebung in den über die Republik verteilten 18 Studienzentren soll bis 2018 abgeschlossen sein. Dann werden
nach zunächst fünf Jahren Folgeuntersuchungen durchgeführt. Für das Organisationszentrum Nordost (MecklenburgVorpommern) ist das Institut für Community Medicine der
Universitätsmedizin Greifswald zuständig, welches schon die
seit 1997 laufende epidemiologische SHIP Studie (Study of
Health in Pomerania) verantwortet.
In Neubrandenburg, in extra dafür eingerichteten Räumen
des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums, wurde am 27.01.2015 das
Studienzentrum Nordost im Beisein der Sozialministerin von
Mecklenburg-Vorpommern Birgit Hesse mit einer öffentlichen Veranstaltung eröffnet.
Die Ministerin begrüßte diese epidemiologische Bevölkerungsforschung in unserem Bundesland und appellierte an
die nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Bürgerinnen und
Bürger, an der Studie teilzunehmen. Die Arbeitgeber bat sie
um Unterstützung durch Freistellung der Probanden für die
Untersuchungszeit. Der Studienleiter für M-V Prof. Dr. H.
Völzke und der Direktor des Institutes für Community Medicine Greifswald, Prof. Dr. W. Hoffmann, zugleich Vorstandsmitglied des Vorhabens NAKO, betonten die Wertigkeit der
Untersuchungen besonders für den ländlichen Raum. Die
Ergebnisse der Studie werden auch Auskünfte für die Sozialpolitik geben, sie werden Präventionsmaßnahmen ermöglichen sowie die Entwicklung von Biomarkern unterstützen.
Mit geplanten 20 000 Studienteilnehmern gehört Neubrandenburg neben Augsburg zu den beiden großen Clustern der
Studie. Die anderen Zentren werden nur jeweils 10 000 Einwohner erfassen.
Als Vertreter des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums dankte der
Ärztliche Direktor PD. Dr. J. F. Hallauer besonders den Mitarbeitern der Technik und der Verwaltung des Klinikums, welche die Einrichtung des vom Klinikbetrieb unabhängigen
Studienzentrums wesentlich unterstützt haben und unterstützen werden.
Die 18 Studienzentren der Nationalen Kohorte in Deutschland
Seite 104
Im Basiszentrum Neubrandenburg sind ein Flurbereich im
Hauptgebäude sowie eine Raumeinheit mit einem MRT eingerichtet, die keine medizinischen Versorgungsaufgaben haÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
AKTUELLES / KONGRESSBERICHT
ben oder übernehmen. Die Untersuchungen werden von
nichtärztlichem, jedoch speziell geschultem Personal durchgeführt, welches extra für die Studie durch die NAKO eingestellt wurde.
Zur Verbesserung und Erleichterung der Teilnahme an der
Studie besteht schon in Neustrelitz ein temporäres Zentrum,
welches später durch Waren (Müritz) und Demmin erweitert
wird.
In fünf Zentren in Deutschland sollen auch insgesamt 30 000,
wiederum zufällig aus den Studienteilnehmern ausgesuchte
Probanden in den von der NAKO dafür angeschafften
SIEMENS-MRT, MAGNETOM® Skyra, 3-Tesla-System mit einer
70 cm Öffnung eine Ganzkörperuntersuchung erhalten. Die
Auswertung aller erhobenen Befunde erfolgt in Greifswald
und in anderen zuständigen Einrichtungen der NAKO.
Für die sicher von Probanden befragten Hausärzte ist wichtig
zu wissen, dass die Untersuchungen bis zu fünf Stunden – einschließlich eines PC-gestützten Interviews – umfassen werden.
Nur auf Wunsch erhalten die Teilnehmer Untersuchungsbefunde, außer denen des MRT, in einer Kurzmitteilung.
Dr. C. Brock, Neubrandenburg
23. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft
Neonatologie/Perinatologie M-V
in Neubrandenburg
Vom 16. bis zum 17.01.2015 fand am Perinatalzentrum im
Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Neonatologie Mecklenburg-Vorpommern e. V. und der Arbeitsgemeinschaft Perinatologie statt. Die Chefärzte der veranstaltenden Kliniken
Dr. med. Sven Armbrust und Dr. med. Katy Roterberg hatten
ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Neben der alljährlichen Präsentation der neonatologischen und perinatologischen Qualitätsdaten, ergänzt um die Ergebnisse des
Neugeborenenscreenings, war die Veranstaltung in fünf Themenblöcke aufgeteilt.
Einige Referenten waren krankheitsbedingt verhindert, so
auch PD Dr. Übing aus London mit dem Eröffnungs- und
Übersichtsvortrag über die Betreuung Schwangerer mit angeborenen Herzfehlern. Deshalb übernahm Dr. Armbrust
zum Thema „Ernährung des herzkranken Neugeborenen“
den ersten Vortrag. Er zeigte Ursachen und Zusammenhänge
von Wachstumsretardierungen bei herzkranken Kindern auf
und gab praktische Hinweise, wie mit diesen Problemen umzugehen ist. „Wichtig ist es in aller erster Linie an gesundes
AUSGABE 3/2015 25. JAHRGANG
Wachstum, auch bei dieser Patientengruppe, zu denken“, so
Dr. Armbrust, „dieses lässt sich zumeist mit einer Mindestkalorienmenge von 140 kcal/kg erreichen. Auch sollte man bei
Mangelgedeihen nicht zögern die Kinder ggf. über eine
nasogastrische Sonde zu ernähren, da dies zu einer deutlich
besseren Gewichtsentwicklung führt.“
Weitere Vorträge betrafen die Pränataldiagnostik bei hypoplastischem Linksherzsyndrom sowie prä- und postnatale
Tachykardien. Im Themenblock „Das neonatale Milieu“
hielt PD Dr. Frank Jochum aus Berlin den Einführungsvortrag
zum „Management der postnatalen Wasser- und Elektrolytbalance des Frühgeborenen“. Er erläuterte die physiologischen Zusammenhänge der Wasser- und Elektrolytbilanz,
insbesondere in den ersten Tagen nach der Geburt eines
Frühgeborenen, und gab praktische Tipps, z. B. hinsichtlich
der Zufuhr von Natrium, Kalium und Wasser in der postnatalen Anpassungsphase.
Der Samstag wurde mit den Qualitätssicherungsdaten aus
unserem Land sowie den Ergebnissen des NeugeborenenSeite 105
KONGRESSBERICHT
Im letzten Vortrag referierte Dr. Friton aus Neubrandenburg
über „Bariatrische Operationen und Schwangerschaft“. Er
erklärte die unterschiedlichen Techniken der bariatrischen
Operationen und wies auf die Notwendigkeit von Nahrungsmittelsupplementation bei einigen OP-Formen hin. Es gibt
einen klaren Zusammenhang zwischen Minderwuchs des Feten nach stattgehabter bariatrischer Operation in Abhängigkeit des gewählten OP-Verfahrens. Hierüber müssen die
Frauen sehr gut aufgeklärt werden. Auf Grund der erhöhten
Fertilität nach einem solchen Eingriff sollten für mindestens
12 Monate antikonzeptionelle Maßnahmen ergriffen werden. Die Ausführungen wurden durch eine Kasuistik eines
SGA-Kindes (Small for Gestational Age) nach bariatrischer
Operation deutlich gemacht.
Foto: Katja Beetz
screenings eröffnet. Frau Dr. Müller stellte fest, dass trotz
einer sehr hohen Teilnahme aller Kliniken die Postlaufzeit
der Proben zu lang sei, um manche Stoffwechselerkrankungen im notwendigen Zeitfenster erkennen und behandeln zu
können.
Das bisher durch Drittmittel geförderte Mukoviszidosescreening wird zunächst im Frühsommer dieses Jahres auslaufen.
Herr Walter, als Vorsitzender des Mukoviszidose e. V. in
Mecklenburg-Vorpommern, erklärte dazu, dass entsprechende Verhandlungen mit den Kassen laufen würden.
Im Block „neonatale Neurologie“ sprach Dr. Kühn aus Berlin in seinem Vortrag „Einführung in die NIDCAP – was bringt
es uns und dem Kind“ über die Erfolge in der Neonatologie
in den letzten 30 Jahren. Eine solche Erfolgsgeschichte ließe
sich nicht einfach wiederholen ohne weitere Erfolge im neonatalen Outcome, in der entwicklungsfördernden Pflege und
mit einer verbesserten Zentrierung auf die Familie.
Parallel zur Tagung waren auch Seminare organisiert, die von
Ärzten und Schwestern gleichsam sehr gut frequentiert wurden. Dr. Kühn vertiefte hierbei das Thema NIDCAP (Newborn
individualized Development Care and Assessment Program)
an praktischen Beispielen und Herr Hanff referierte zum Thema „Neue Reanimationsleitlinien“, welche von allen Teilnehmern auch praktisch an der Puppe geübt werden konnten.
Am Freitag gab es für alle Teilnehmer die Möglichkeit, in historischem Ambiente im „Marstall“ in Neubrandenburg einen
gemütlichen Abend zu verbringen.
Die Tagung endete mit der Vergabe der Vortragspreise der
Arbeitsgemeinschaft. Hierbei belegten Frau Dr. Lange aus
Greifswald, Frau Marschallek aus Neubrandenburg und Frau
Dr. Cantrè aus Schwerin die ersten Plätze. Die 24. Jahrestagung im Januar 2016 findet in Schwerin statt.
Dr. med. S. Armbrust
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg
Im Block „Geburtshilfe und problematische Schwangerschaft“ gab es beim Thema HELLP/Eklampsie rasch eine Diskussion zur optimalen Tokolyse. So gingen die Meinungen in
der Frage der Länge einer Tokolyse, des Einsatzes von Nifedipin und des Stellenwertes von homöopathischen Mitteln zum
Teil deutlich auseinander. Einigkeit herrschte in der Überzeugung, dass jeder Tag der Prolongation einer Schwangerschaft, das in jeder Hinsicht anzustrebende Ziel sei. Es folgten
weitere Vorträge zu unterschiedlichen Themen, so stellte
Frau Dr. Lange aus Greifswald eine Studie zur Inzidenz des
Alkoholkonsums in der Schwangerschaft vor. Interessant
hierbei war die Feststellung: je höher der Bildungsstand der
Mütter umso höher der Alkoholkonsum in der Schwangerschaft.
Seite 106
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
BUCHVORSTELLUNGEN
Für Sie gelesen
Kommunikation als Lebenskunst
Philosophie und Praxis des Miteinander-Redens
B. Pörksen, F. Schulz von Thun
1. Auflage, Carl-Auer Verlag Heidelberg 2014
217 Seiten, 25 Abb., gebunden, Schutzumschlag, € 24,95
ISBN 978-3-8497-0049-2
Warum sind Missverständnisse im Alltag normal?
Warum stolpert man ständig?
Ist das Miteinander-Reden
eine Lebenskunst?
Im vorliegenden Buch wird
der Versuch unternommen,
die Tücken der Kommunikation in einem Dialog auszuloten. So ist es kein Lehrbuch, sondern ein langes
Interview und gerade diese
Publikationsform ist spannend zu lesen.
Die Gesprächspartner sind:
Bernhard Pörksen – Professor für Medienwirtschaft an der
Universität Tübingen, veröffentlichte u. a. „Wahrheit ist die
Erfindung eines Lügners“ zusammen mit Heinz von Foerster,
10. Auflage 2013 – und Friedemann Schulz von Thun, Professor
für Psychologie an der Universität Hamburg (1975-2009),
Autor der Trilogie „Miteinander reden“ (Bestsellerauflagen!).
Die beiden Koryphäen der Kommunikation führen einen intensiven, aber auch lockeren Dialog (Pörksen fragt, Schulz von
Thun antwortet) über die Kunst des Sprechens und Zuhörens,
über die Normalität des Missverständnisses und die Macht der
Situation.
Ausgangspunkt für diese Gespräche ist ihre Überzeugung,
dass die Art und Weise der Kommunikation die Qualität des
beruflichen und privaten Lebens mitbestimmen kann.
Vorgelegt werden allerdings keine Fertigrezepte, sondern
nachvollziehbare Denkfiguren, die auf der Suche nach einer
stimmigen Lebensführung helfen können.
Im ersten Kapitel geht es um die großen Fragen, die das Lebenswerk von Schulz von Thun greifbar werden lassen: das
Kommunikationsquadrat, die Verständlichkeitsforschung, das
Bild des Teufelskreises und die Beziehungsdynamik, das Ideal
AUSGABE 3/2015 25. JAHRGANG
der wesensgemäßen und situationsgerechten Stimmigkeit, die
Metapher vom inneren Team sowie das Wertequadrat und
Menschenbild.
Am bekanntesten ist wohl das Kommunikationsmodell mit
den vier Aspekten Sachinhalt, Appell, Beziehung und Selbstkundgabe.
Im zweiten Kapitel werden die konkreten Fragen angesprochen. An Beispielen des Führungskräftecoachings, der Pädagogik und der interkulturellen Kommunikation wird gezeigt,
wie sich die einzelnen Modelle für die Selbst- und Teamentwicklung, die Konfliktanalyse und die lösungsorientierte Reflexion nutzen lassen.
Ein großes Problem bei der Kommunikation ist ja die Illusion,
sie hätte stattgefunden.
Den Schluss des Buches bildet ein nachdenkliches Gespräch
über das Glück und den Tod, gekoppelt an die Frage, was
Kommunikation im Angesicht der eigenen Endlichkeit zu leisten vermag. Dabei treten heikle Gesprächsmomente auf, weil
die Gefahr besteht, den Leser ungefragt mit Ratschlägen zu
versorgen.
Die schwierige Fragestellung erklärt auch, warum das Kapitel
nur 15 Seiten hat.
Das sollte jeder selbst lesen!
Das Gespräch endet mit einem Zitat von Rainer Maria Rilke:
„Es handelt sich darum, alles zu leben. Wenn man die Fragen
lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken, eines
fernen Tages in die Antwort hinein.“
Das Buch selbst ist ein Beispiel für eine gelungene Kommunikation.
Der Leser erhält wertvolle Hinweise aus der Theorie und Praxis
der Kommunikation, erfährt aber auch einiges über den Menschen Friedemann Schulz von Thun (2014 war sein 70. Geburtstag). Es stehen nicht kommunikative Techniken im Vordergrund, sondern Haltungen, Erfahrungen und Erlebnisse.
Der Nutzen des Buches liegt für mich in der Anregung zur
eigenen Reflexion. Man ertappt sich, dass man zustimmt,
Einspruch erhebt oder selbst Fragen stellt.
Inspiration ist eben oftmals der erste Schritt zur Veränderung.
Natürlich: Arbeit an der Sprache ist Arbeit am Gedanken.
Das Buch ist uneingeschränkt zu empfehlen, besonders Ärzten, denn im beruflichen Alltag ist die Sprache das Psychopharmakon Nummer eins. Wer sich selbst versteht, kommuniziert besser.
Sympathische Kommunikation führt zu einem entspannten
Miteinander und zu guten Beziehungen.
Prof. H. H. Büttner, Wismar
Seite 107
BUCHVORSTELLUNGEN
Geschichte des Westens
Vom Kalten Krieg zum Mauerfall
Heinrich August Winkler
C. H. Beck Verlag München 2014
1258 Seiten, € 39,95
ISBN 978-3-406-66984-2
Mir ekelt vor diesem tintenklecksenden Säkulum,
wenn ich in meinem
Plutarch lese von großen
Menschen, wettert Karl
Moor zu seinem Kumpanen Spiegelberg. Der Dialog in den „Räubern“ ist
eine Abrechnung des jungen Schillers mit den Historikern seiner Zeit –
feuchtohrige Buben fischen Phrases aus der
Schlacht bei Kannä und
greinen über die Siege
des Scipio ...! Der Sturmund-Drang-Autor lässt nur
den griechischen Geschichtsschreiber Plutarch (45–125
n. Chr.) gelten, dessen ausgefeilte Biographien Höhepunkte
antiker Charakterdarstellungen sind. Einen „Plutarch des
Westens“ ist man versucht, Heinrich August Winkler (H. A.
W.) zu nennen, sind doch seine Werke Glanzstücke der zeitgenössischen („westlichen“) Geschichtsschreibung, die freilich immer auch die Weltgeschichte im Auge hat.
Der Begriff „Westen“ ist nicht geographisch gemeint, sondern er fasst die geschichtlich vielfältig verflochtenen Staaten der Erde zusammen, die sich den normativen Ideen der
Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung 1776 und der
Französischen Revolution 1789 verpflichtet fühlen (Menschenrechte, Demokratie, Rechtsstaat, Gewaltenteilung).
Der Autor wurde 1938 in Königsberg geboren, studierte Geschichte, Politik, Philosophie und Recht und war bis zu seiner Emeritierung Lehrstuhlinhaber für Neueste Geschichte
an der Humboldt-Universität Berlin. Sein zweibändiges
Deutschland-Geschichtsbuch Der lange Weg nach Westen
(2000) ist nunmehr in sechs Sprachen übersetzt. Die Sicht
über Deutschland hinaus veranlasste zu der vierbändigen
Geschichte des Westens, dessen erste Bände bereits in diesem Ärzteblatt besprochen wurden (Hefte 12/2011 und
6/2014). Dem nun vorliegenden dritten Band folgt noch ein
(bereits fertig gestellter) vierter Band über die Zeit der Gegenwart.
Seite 108
Der dritte Band Vom Kalten Krieg zum Mauerfall behandelt die Jahre von 1945 bis 1991 vom Ende des Zweiten
Weltkrieges bis zum Untergang der Sowjetunion. Die
Nachkriegsjahrzehnte werden in fünf großen Abschnitten
dargestellt:
1.Anfänge des Kalten Krieges: 1945-1949,
2.Vom Koreakrieg zur Kubakrise: 1949-1963,
3.Von der Konfrontation zur Entspannung: 1963-1975,
4.Von der Entspannung zur Konfrontation: 1975-1985,
5.Abschied vom Kalten Krieg: 1985-1991.
Jeder Abschnitt umfasst wie in den früheren Bänden zahlreiche, prägnant mit Ereignissen, Namen und Jahreszahlen
überschriebene Kapitel. Die Lektüre des neuerlich grandiosen, über 1200 Seiten umfassenden Geschichtsbuches wird
durch minutiöse Personen- und Ortsregister erleichtert, die
rasch zu den zahllosen interessierenden Einzelheiten führen, die in von H. A. W. gewohnter Weise („Plutarch ähnlich“) kenntnisreich und sachlich-präzise dargelegt werden.
Neben unvergessenen Ereignissen in Europa und der Welt
(17. Juni 1953, Ungarn 1956, Mauerbau 1961, Kubakrise
1962, Kennedy–Ermordung 1963, Zerschlagung des „Prager
Frühlings“ 1968, „GSG 9“ in Mogadischu und Selbstmorde
in Stuttgart-Stammheim 1977, Kriegsrecht in Polen 1981, Fall
der Mauer 1989) sind es die zahlreichen weltpolitischen
Wandlungen, die das Auf und Ab des so genannten Kalten
Krieges zwischen beiden Lagern in West und Ost bestimmten.
Die internationalen Verknüpfungen und gegenseitigen Abhängigkeiten im Nachkriegszeitalter beschreibt H. A. W.
eingehend und lässt dabei berechtigte Kritik an den Akteuren nicht aus. Zu dem oft brutalen Vorgehen gegen die Befreiungsbewegungen in der „Dritten Welt“ merkt H. A. W.
an: „Ein kolonialer Notstand galt in Großbritannien nicht
anders als in Frankreich als rechtsfreier Raum.“ Diese und
andere fragwürdige Handlungen des Westens sollten in
dem aufschlussreichen Werk (auch) nachgelesen werden,
bevor (beispielsweise) die unblutig abgelaufene zeitgenössische „Krim-Annexion“ rigoros verurteilt wird.
Zweifellos hätte der spätere „Wallenstein“-Dichter Friedrich
Schiller im Epochen-Biographen Heinrich August Winkler
einen (zeitversetzt) seelenverwandten philosophischen
Kopf erkannt, wie er ihn 1789 (!) in seiner akademischen
Antrittsrede den herkömmlichen Professoren, den phrasenfischenden feuchtohrigen Buben (Karl Mohr), gegenübergestellt hatte: „Wo der Brotgelehrte trennt, vereinigt der
philosophische Geist.“
Prof. H. Nizze, Rostock
ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN
KULTURECKE
Theaterinformation
Volkstheater Rostock
Theater Vorpommern
Premieren im März 2015
08.03.2015, 18:00 Uhr, Großes Haus
6. Philharmonisches Konzert
Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester
Nr. 1 C-Dur Op. 15
Dimitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 6 H-Moll, Op. 54
Bohuslav Martinu: „Mahnmal für Lidice“ (1943)
Leitung: Florian Krumpöck
(Weitere Vorstellungen: 09.03. und 10.03.2015, 19:30 Uhr,
Großes Haus)
Premiere im März 2015
06.03.2015, 19:30 Uhr, Stralsund, Großes Haus
Hedda Gabler
Drama von Henrik Ibsen
21.03.2015, 19:30 Uhr, Maschinenraum (hinter dem eisernen
Vorhang)
Szenen einer Ehe
Schauspiel nach Ingmar Bergmann
21.03.2015, 19:30 Uhr, Greifswald, Großes Haus
04.04.2015, 19:30 Uhr, Stralsund, Großes Haus
Nathan der Weise
Dramatisches Gedicht von Gotthold Ephraim Lessing
Stefan Schreier als Dorfrichter Adam
Foto: Thomas Häntzschel
27.03.2015,
19:30 Uhr,
Vorderdeck
(Vorbühne
Großer Saal)
Der zerbrochene Krug
Lustspiel von
Heinrich von
Kleist
Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin
Premieren im März 2015
06.03.2015, 19:30 Uhr, Großes Haus
Der Turm
Schauspiel nach dem Roman von Uwe Tellkamp in einer Bühnenfassung von John von Düffel
17.03.2015, 19:30 Uhr, Großes Haus
Tauierst kümmt de Familie
Komödie von Joe DiPietro
Niederdeutsch von Ulrike Stern
Niederdeutsche Erstaufführung, Fritz-Reuter-Bühne
AUSGABE 3/2015 25. JAHRGANG
07.03.2015, 19:30 Uhr, Greifswald, Großes Haus
21.03.2015, 19:30 Uhr, Stralsund, Großes Haus
Il Barbiere di Siviglia (Der Barbier von Sevilla)
Komische Oper von Gioacchino Rossini
In italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln
Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/
Neustrelitz
Premieren im März 2015
14.03.2015, 19:30 Uhr,
Schauspielhaus
Neubrandenburg
Heute Abend: Lola Blau
Musical von Georg Kreisler
Lena Kutzner als Lola
Foto: Jörg Metzner
21.03.2015, 19:30 Uhr, Landestheater Neustrelitz,
Großes Haus
La Traviata
Oper von Giuseppe Verdi
Vorpommersche Landesbühne Anklam
Premiere im März 2015
28.03.2015, 19:30 Uhr, „Die Blechbüchse“, Zinnowitz
Die Räuber
von Friedrich Schiller
Seite 109
PERSONALIEN
Wir beglückwünschen
Veröffentlicht werden nur die Namen der Jubilare,
die mit der Publikation einverstanden sind.
80. Geburtstag im März 2015
MR Gerhard Amtsberg
16.03.1935 Schwerin
50. Geburtstag im April 2015
Martin Meierhenrich-Fath
Dr. med. Ralph Borchert
Kathrin Müller
Dr. med. Andreas Oling
Dr. med. Christine Fath
Dirk Woidich
Taja Diel
04.04.1965
06.04.1965
08.04.1965
09.04.1965
13.04.1965
13.04.1965
26.04.1965
Greifswald
Greifswald
Schwerin / Pinnow
Schwerin
Demmin / Greifswald
Malchin
Greifswald
60. Geburtstag im April 2015
Dr. med. Beate Meder-Trost
01.04.1955
Dipl.-Med. Ingrid Haase
06.04.1955
Dr. med. Regina Kunert
14.04.1955
Ulrich Schwarz
25.04.1955
Dipl.-Med. Karin Schwarz
27.04.1955
Dr. med. Ramona Dieckmann
28.04.1955
Güstrow
Waren (Müritz)
Malchin
Ostseebad Ahrenshoop /
Ostseebad Wustrow
Rostock
Torgelow
65. Geburtstag im April 2015
Dr. med. Lennart Nissen
Dr. med. Agnes-Dorothee Krüger
Dr. med. Dipl.-Psych.
Hans-Jürgen Bendrig
Andreas Bohmann
Dr. med. Gudrun Schaarschmidt
16.04.1950 Kühlungsborn
17.04.1950 Raben Steinfeld
25.04.1950 Waren (Müritz)
28.04.1950 Ludwigslust
29.04.1950 Rostock
70. Geburtstag im April 2015
Dr. med. Erdmute Drückler
Anneliese Jänichen
Dr. med. Annerose Hünemörder
Dipl.-Med. Renate Greupner
Dr. med. Cloudin Wesolek
Dr. med. Ulrich Stärk
09.04.1945
11.04.1945
16.04.1945
18.04.1945
25.04.1945
27.04.1945
Rostock
Schwerin
Neustrelitz
Rostock
Sanitz
Plau
75. Geburtstag im April 2015
MR Dr. med. Renate Oschatz
01.04.1940
Dr. med. Karl-Ulrich Brietze
06.04.1940
Dr. med. Ingo Kny
06.04.1940
MR Dr. med. Ralf-Udo Benecke
17.04.1940
Dr. med. Siegfried Krenz
17.04.1940
SR Ernst Dörffel
20.04.1940
Isolde Tröster
20.04.1940
Dr. med. Hartwig Dunker
22.04.1940
MR Dr. med. Andrea-Stefanie Peuckert 27.04.1940
Dr. med. Fridrun Kaufmann
30.04.1940
Rostock
Altentreptow
Bützow
Wiek
Rostock
Insel Poel
Lübz
Waren (Müritz)
Zinnowitz
Rostock
80. Geburtstag im April 2015
Prof. Dr. med. habil. Willi Kröger
OMR Dr. med. Wolfram Schindler
07.04.1935 Broderstorf
11.04.1935 Ueckermünde
85. Geburtstag im April 2015
Dr. med. Harald Sichert
MR Dr. med. Edith Richter
Seite 110
08.04.1930 Greifswald
30.04.1930 Kühlungsborn
Impressum
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18055 Rostock
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Telefax: 0381 49280-80
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ein­­gesandte Manuskripte.
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