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Gesamtfolder Sommersemester 2015

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Hospiz und
Palliative Care
Sommersemester 2015
Gutes Leben bis zuletzt?
Um ein gutes Leben bis zuletzt und ein Sterben in Würde zu ermöglichen,
braucht es mehr als Institutionen oder gesetzliche Regelungen, es braucht
eine Gesellschaft, die den Wert des Lebens nicht der Ökonomie unterwirft,
und es braucht ein tragfähiges Netz an Unterstützungsangeboten, die von
der Zivilgesellschaft getragen sind. Die aktuelle Diskussion um ‚Tötung auf Verlangen’ (‚Sterbehilfe’) erscheint vor allem von Ängsten getrieben zu sein:
n der Angst, ausgeliefert und nicht mehr autonom zu sein
n der Angst, allein und ohne Hilfe zu sein
n der Angst, wertlos und nur noch Last zu sein.
In einer Gesellschaft, die den Tüchtigen zu gehören scheint, muss entschieden die
Teilhabe der Schwachen und Nicht-Leistungsfähigen verteidigt werden. So beherrscht etwa die Angst vor Demenz nicht nur die Alternden, sie betrifft auch Jüngere als potenzielle Angehörige. Die Gestaltung einer Gesellschaft, in der jeder
Mensch unabhängig von Gesundheit und Leistungsfähigkeit würdevoll leben und
teilhaben kann, ist Aufgabe für uns alle. Nur durch Anstrengungen der Zivilgesellschaft – wie etwa im Bereich sterbender Menschen durch die Hospizbewegung –
kann es uns gelingen, Schritt für Schritt auf dieses Ziel zuzugehen. Wir sehen als
christliche Bildungseinrichtung hier einen wichtigen Auftrag. Doch das Engagement Einzelner braucht entsprechende Rahmenbedingungen, konkret etwa:
n Finanzielle und strukturelle Förderung von qualifiziertem FreiwilligenEngagement (Hospizbegleitung, Demenzbegleitung, Koordination,
Supervision u.a.).
n Unterstützung von Vernetzungsprojekten und Wissenstransfer.
n Politische Maßnahmen zur Inklusion, die (auch) auf Alter und Demenz
abzielen.
Wir laden Sie mit diesem Programm herzlich ein zu kreativer Unterbrechung,
wechselseitiger Bestärkung und Ermutigung sowie zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung.
Für das Team der Kardinal König Akademie für Hospiz & Palliative Care:
2
Dr. Christian Metz
Übersicht
Lehrgänge
Interprofessioneller Palliativlehrgang 2015/2016 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
Einführungskurs Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung . . . . . . . . . . . . . . 6
Einführungskurs Demenzbegleitung 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Validation 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10
Trauerbegleitung 2015/2016 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12
Seminare und Tagesveranstaltungen
„Transitus statt Exitus“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .14
Leiden lindern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .15
Grundlagen der Kommunikation mit Demenzkranken . . . . . . . . . . . . . . .16
(Wie) lernen Kinder trauern? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17
Sinn und Leid – wie geht das zusammen? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .18
Sterben bei Menschen mit Demenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .19
Persönliche Ressourcen in der Hospizarbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .20
Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in Hospiz und Palliative Care .21
„Wachet mit mir!“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .22
Heilendes Grün in Pflege- und Betreuungseinrichtungen . . . . . . . . . . . . . .23
Salutogenese & die Selbstpflege mit der Kraft der Natur . . . . . . . . . . . . . . .24
Lebensraum Bett . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .25
Hilfreiche Nähe & heilsame Distanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .26
Psychoonkologie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .27
Empathie und Konfliktlösung in der Pflege . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .28
Herausforderndes Verhalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .29
Haltung, um zu halten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .30
Symposium – Und wenn wir alle 100 werden? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .32
Train the trainer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .34
Abendveranstaltungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .36
Gesprächsforum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .38
Weitere Angebote . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .39
Vorschau Wintersemester 2015/2016 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .41
Forum Palliative Praxis Geriatrie (FPPG) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .42
Informationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .43
3
Lehrgang
Interprofessioneller Palliativlehrgang 2015/16
Zielsetzung und Kernthemen des Lehrgangs
n Palliativkonzept(e) in Theorie und Praxis kennen lernen und auf den
Arbeitsalltag in den unterschiedlichen Versorgungskontexten beziehen
n Haltungen, Kompetenz und Wissen von Palliative Care fallbezogen
durchbuchstabieren und weiterentwickeln – u.a. im Rahmen gemeinsamer interprofessioneller (Schreib-)Projekte
n Hospiz und Palliative Care: Spannungsfelder berufsübergreifend
erkunden und gestalten – zwischen Ansprüchen und Wirklichkeit(en),
Grenzen und Möglichkeiten, individuellen Bedürfnissen und organisatorischen Bedingungen etc.
n Lernen an Unterschieden – im Dialog mit den jeweiligen Berufszugängen und Alltagserfahrungen der Lehrgangsteilnehmenden in der Regelversorgung (Krankenhaus, Alten(pflege)heim, Mobile Dienste) sowie in
spezialisierten Hospiz- und Palliativdiensten, in der Beratung und Begleitung von chronisch bzw. fortgeschritten kranken, alten und dementen, sterbenden und trauernden Menschen – und ihrer Angehörigen
n Kommunikation, (ethische) Entscheidungsprozesse und organisationsübergreifende Zusammenarbeit als wesentliche Qualitätsmerkmale von
Palliative Care wahrnehmen, üben und entwickeln
n Radikale Partizipation der Betroffenen als Ausgangs- und Zielpunkt von
Palliative Care berücksichtigen lernen
Im Rahmen des Kurses ist ein Praktikum in einer Hospiz- oder Palliativ-Einrichtung (im Umfang von 40 Stunden) verpflichtend. Ein solches Praktikum
ist auch für ein erwünschtes Weiterstudium erforderlich.
Zielgruppe
Ärzte/Ärztinnen, Pflegepersonen, Professionelle aus psychosozialen Berufen, Seelsorge und Therapie mit mehrjähriger Berufserfahrung. Zugunsten
einer nachhaltigen Wirkung und Umsetzung des Lerngangs empfiehlt sich
die gemeinsame Teilnahme von mehreren Personen möglichst unterschiedlicher Professionen aus der gleichen Einrichtung.
4
Lehrgangsleitung
Dr. med. Annette Henry, Ärztin mit langjähriger Erfahrung im CS Hospiz
Rennweg; Vortrags- und Lehrtätigkeit im Bereich von Hospizarbeit, Wien
Dr. theol. Christian Metz, Psychotherapeut, Organisationsentwickler, Wien
Beatrix Wondraczek, MAS (Palliative Care), DGKS, Trainerin, Seminarleiterin, Krems
Weitere Mitwirkende
Karl W. Bitschnau, MAS (Palliative Care), DSA, Dr. phil.; Karin Böck, MAS
(Palliative Care), DGKS; Daniel Büche, Dr. med.; Angelika Feichtner, MSc
(Palliative Care), DGKS; Katharina Heimerl, a.o. Univ.-Prof. Dr. med.; Andreas
Heller, Univ. Prof. Dr. theol.; Doris Pfabigan, DGKS, Dr. phil.; Sabine Pleschberger, Ass. Prof. Dr. phil., MPH, DGKS; Bernhard Reiter, Dr. med.; Harald
Retschitzegger, MSc (Palliative Care), Dr. med.; Martina Schmidl, Dr. med.;
Gerda Schmidt, MAS (Palliative Care), DGKS; Herbert Watzke, Univ. Prof. Dr.
med.; Sr. Karin Weiler CS, Mag.; Helga Willinger, Dr. iur.; Johann Zoidl, Dr.
med.; u.a.
Termine
Einführungstag: Donnerstag, 7. Mai 2015, 9.30 bis 16.00 Uhr
vier Lehrgangswochen, jeweils Montag 9.00 Uhr bis Donnerstag 16.30 Uhr:
Lehrgangswoche I: 12. bis 15. Oktober 2015
fakultative Exkursion am Freitag, 16. Oktober 2015
Lehrgangswoche II: 30. November bis 3. Dezember 2015
Lehrgangswoche III: 7. bis 10. März 2016
Lehrgangswoche IV: 6. bis 9. Juni 2016
Teilnahmebeitrag
€ 130,– Anmeldegebühr, € 1.300,– pro Semester Lehrgangsgebühr (2 x)
€ 275,– Lehrgangspauschale (Mittagessen, Arbeitsunterlagen)
5
Lehrgang
Einführungskurs Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung
Ein Befähigungskurs für Interessent/innen an ehrenamtlicher Mitarbeit im
Bereich der Sterbe- und Trauerbegleitung, für Mitarbeiter/innen in helfenden Berufen und für Angehörige von Schwerkranken.
Ziel
Die Auseinandersetzung mit Sterben und Tod und mit den Erfordernissen
für die Begleitung schwerkranker Menschen, damit ein lebenswertes Leben
bis zuletzt ermöglicht wird.
Inhaltliche Schwerpunkte
n Idee und Ziel der Hospizbewegung: „Leben können bis zuletzt“
n Persönliche Auseinandersetzung mit Leben, Sterben, Krankheit und Tod
n Begleitung schwerkranker Menschen: Psychische, physische, soziale und
spirituelle Bedürfnisse von Sterbenden und deren Angehörigen
n Schmerz/Schmerzlinderung, Symptomkontrolle
n Kommunikation mit Sterbenden (Sprach- und Ausdrucksformen von
Sterbenden)
n Wahrhaftigkeit am Krankenbett
n Trauer – Trauerwege, Begleitung in der Zeit der Trauer
n Hilfen für die Pflege von Schwerkranken, einfache Pflegemaßnahmen;
Pflegehilfsmittel; Pflegen – ein sozialer Prozess
n Ängste und Gefühle, Möglichkeiten und Grenzen in der Begleitung
Schwerkranker
n Bedürfnisse hochbetagter Menschen, Demenz, Verwirrtheit, Validation
n Ehrenamtliche Mitarbeit in Hospizdiensten, Möglichkeiten, Bedingungen
n Rechtliche und ethische Fragen rund um Sterben und Tod
n Aktive und passive Sterbehilfe, Patientenverfügung
Der Lehrgang entspricht den Standards des Dachverbands Hospiz
Österreich zur Befähigung Ehrenamtlicher.
6
Leitung
Sr. Mag. Karin Weiler CS, Theologin, Supervisorin (ÖSV)
Die Kurs-Referent/innen bringen einschlägige Erfahrung in der Hospiz-/
Palliativarbeit mit. Sie repräsentieren die Berufsgruppen: Krankenpflege,
Medizin, Seelsorge und Sozialarbeit. Im Sinne multiprofessioneller
Perspektive wechseln sie einander ab. Der gesamte Kurs wird durchgehend
von einer Leiterin mit Erfahrung in der Erwachsenenbildung begleitet.
Termine
Einführung: Dienstag, 10. Februar 2015, 17.30 bis 21.00 Uhr
Weitere Termine: 15 Kursabende sowie drei ganze Samstage von Februar
bis Juni 2015. (Einzeltermine siehe Spezialfolder)
Nächster Lehrgang: September 2015 bis Jänner 2016
Teilnahmebeitrag
€ 465,– Kursgebühr + € 30,– Anmeldegebühr, inkl. Mittagessen an Ganztagen
Wichtige Hinweise
n Wer sich ehrenamtlich in der direkten Hospizbegleitung bei sterbenden
Menschen und deren Angehörigen engagieren möchte, muss einen Kurs
absolviert haben, der den Standards von Hospiz Österreich entspricht.
Derzeit sind dies 80 Stunden Einführung und ein Praktikum, das mit den
Verantwortlichen der Hospizeinrichtungen zu vereinbaren ist.
n Im Einführungskurs wird persönliches Einlassen und die Bereitschaft
zur Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen mit Krankheit und
Verlusten erwartet (z.B. in Rollenspielen).
n Durchgehende Anwesenheit ist für den Erhalt des Zertifikates Voraussetzung.
n Die Entscheidung für eine ehrenamtliche Hospiz-Mitarbeit wird nach
dem Kurs in einem persönlichen Gespräch zwischen Interessent/in und
Hospizverantwortlichen (zunächst für eine befristete Zeit) getroffen.
7
Lehrgang
Einführungskurs Demenzbegleitung 2015
Ein Befähigungskurs für Interessent/innen an ehrenamtlicher Begleitung
von Menschen mit Demenz, für Mitarbeiter/innen in Berufen, die mit
Demenzerkrankten in Kontakt sind, für Angehörige Demenzerkrankter und
für alle, die sich für bessere Teilhabe der Betroffenen in der Gesellschaft
einsetzen wollen.
Ziel
Die Auseinandersetzung mit Alter, kognitiven Einschränkungen und
Sterben sowie Wissen um demenzielle Krankheiten soll befähigen,
Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen ein lebenswertes Leben und
Teilhabe zu ermöglichen.
Inhaltliche Schwerpunkte
n Selbstreflexion in Bezug auf Alter, Krankheit, Verlust von körperlichen
und/oder geistigen Fähigkeiten, Sterben, Tod und Trauer
n Auseinandersetzung mit der ehrenamtlichen Rolle in der Begleitung
hochaltriger, demenzkranker Menschen und ihrer Angehörigen
n Verbale und nonverbale Aspekte der Kommunikation mit Demenzkranken (v.a. Validation nach N. Feil)
n Medizinische und pflegerische Grundinformationen: Krankheitsbilder
der Demenz: Formen, Diagnosewege, Symptome, Verläufe, (medizinische und pflegerische) Therapien. Essen, Trinken, Mobilisierungshilfen
n Palliative Care und Demenz
n Spirituelle und religiöse Bedürfnisse, Gestaltung von spirituellen
Räumen und Ritualen
n Begleitung von An- und Zugehörigen
n Ethische und rechtliche Aspekte der Begleitung
n Trauer und Trauerbegleitung
8
Leitung
Lehrgangsleitung: Mag. Corinna Klein, Gesamtkoordination Ehrenamt in
der Caritas Socialis
Konzeption und Abwicklung: Mag. Petra Rösler, Erwachsenenbildnerin
Die Referent/innen bringen Kompetenzen in der medizinischen, pflegerischen und psychosozialen Betreuung von Menschen mit Demenz mit.
Termine
Einführung: Freitag, 20. Februar 2015, 18.00 bis 21.00 Uhr
Weitere Termine: 11 Abende sowie vier ganze Samstage von Februar bis
Juni 2015.
Wichtige Hinweise
n Im Einführungskurs wird persönliches Einlassen und die Bereitschaft
zur Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen mit Krankheit und
Verlusten erwartet (z.B. in Rollenspielen).
n Durchgehende Anwesenheit ist für den Erhalt des Zertifikates Voraussetzung.
Teilnahmebeitrag
€ 480,– inkl. vier Mittagessen und Kursunterlagen
9
Lehrgang
Validation 2015
Für viele alte Menschen werden die letzten Lebensjahre zur Qual. Durch die
zahlreichen körperlichen, geistigen und sozialen Verluste im Alter werden
Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein bedroht, es treten Verwirrtheitszustände auf, alte Menschen steigen aus der „Realität“, unserer Realität aus.
Validieren im Sinne der Validationsmethode nach Feil lässt sich mit „für
gültig erklären“ oder „wertschätzen“ übersetzen. Diese verbalen und nonverbalen Kommunikationsformen helfen bei den Anstrengungen und
Kämpfen im hohen Alter, das Leben aufzuarbeiten, reinen Tisch zu machen,
damit der alte Mensch in Frieden sterben kann. Vor allem Empathie gehört
dazu – die Fähigkeit zu einfühlsamem Umgang, quasi „in den Schuhen des
anderen zu gehen“.
Validation hilft allen Beteiligten (= den betroffenen Menschen, ihren Angehörigen, Pflegepersonal, ehrenamtlichen Betreuer/innen) Stress abzubauen, freundlicher und fruchtbringender miteinander umzugehen.
Inhaltliche Schwerpunkte
n Was ist Validation, Ziele, Zielgruppen
n Empathie
n Grundsätze und Prinzipien
n Die vier Stadien der Aufarbeitung
n Techniken, die auch geübt werden
n Dokumentation der Praxis/Feedback
Diese Inhalte entsprechen im Wesentlichen dem Level 1 der Ausbildungsinstitute in Österreich, ein direkter Anschluss für Level 2 und 3 ist nicht
möglich. Der Lehrgang wird mit einer schriftlichen Prüfung und Rollenspielen abgeschlossen.
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Leitung
Desideria Trappl, zertifizierte Validationslehrerin, seit über 20 Jahren im
Altenbereich tätig
Termine
Freitag, 27. bis Samstag, 28. März 2015
Freitag, 19. bis Samstag, 20. Juni 2015
Freitag, 18. bis Samstag, 19. September 2015
Freitag, 27. bis Samstag, 28. November 2015
jeweils von 9.00 bis 17.00 Uhr
Dazwischen findet jeweils ein Abendtermin für Supervision statt.
Teilnahmeanforderungen
n Das Buch „Validation“ von Naomi Feil zu lesen.
n An den vier Theorieblöcken und drei Zwischentreffen teilzunehmen.
n Die Möglichkeit, das Gelernte in der Praxis umzusetzen.
Teilnahmebeitrag
€ 790,– inkl. Mittagessen
(Ratenzahlung möglich)
11
Lehrgang
Lehrgang Trauerbegleitung 2015/2016
Trauer ist ein natürlicher und heilsamer Prozess als Reaktion auf einen
Verlust. Sie ist notwendig, jedoch meist sehr schmerzhaft. Trauernde
brauchen viel Geduld und Einfühlungsvermögen um Abschied zu nehmen,
ihre Gefühle zuzulassen, neue Lebensperspektiven zu entwickeln und die
Beziehung zum/zur Verstorbenen angemessen in ein neues Leben zu
integrieren. Dazu benötigen sie oftmals Wegbegleiter/innen, die geduldig
da sind, aufmerksam zuhören und die Gefühle des trauernden Menschen
aushalten.
Inhaltliche Schwerpunkte
n Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie und mit Verlusterfahrungen
n Vorstellung unterschiedlicher Trauertheorien und Trauermodelle
n Begleitung von trauernden Kindern und Jugendlichen
n Möglichkeiten der Gesprächsführung
n Abschiedsrituale und Gestaltungsmöglichkeiten
n Auseinandersetzung mit den eigenen Grenzen
Zielgruppe
n Ehrenamtlich tätige Menschen, die bereits den Lebens-, Sterbe- und
Trauerbegleitungskurs absolviert haben
n Menschen in helfenden Berufen: Diplomierte Gesundheits- und
Krankenpflegepersonen, Ärzt/innen, psychosoziale Berufsgruppen,
Seelsorger/innen
Leitung
Mag. Silvia Langthaler, Psychotherapeutin, DGKS, Pädagogin, Leitung Roter
Anker des CS Hospiz Rennweg
Brigitte Mayr, DGKS, Verantwortliche für das Trauercafé des Mobilen Hospizes der Caritas Wien, Trauerbegleiterin und -beraterin, zertifiziert durch den
BVT (Bundesverband Trauerbegleitung Deutschland)
12
Termine
Einführungsabend:
Donnerstag, 17. September 2015, 18.30 bis 20.30 Uhr
weitere Termine
25./26. September 2015
30./31. Oktober 2015
11./12. Dezember 2015
22./23. Jänner 2016
26./27. Februar 2016
Jeweils Freitag, 15.30 bis 21.00 Uhr und Samstag, 9.00 bis 17.00 Uhr
Teilnahmevoraussetzungen
Absolvierter Einführungskurs in die Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung
bzw. Interprofessioneller Basislehrgang Palliative Care bzw. Einführungskurs für Demenzbegleitung
Teilnahmebeitrag
€ 495,– inkl. Mittagessen an Ganztagen
Der Lehrgang entspricht den Standards der Bundesarbeitsgemeinschaft
Trauerbegleitung.
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Seminar
„Transitus statt Exitus“
oder: „Geburtsvorbereitung für die Seele…“ –
Dialog zum Thema: Kultur des Sterbens
Das Treffen will das Erleben, die unterschiedlichen Vorstellungen und Deutungen sowie die Möglichkeiten der (Mit)Gestaltung des Lebens am „Ende“
(exitus) bzw. im „Übergang“ (transitus) reflektieren und zu einem wechselseitigen Dialog anregen für konkrete Schritte einer Kultur-Entwicklung im
Umgang mit Sterben und Tod.
Aus dieser Zusammenkunft könnten erwachsen: Impulse für bereits bestehende Lehrgänge, Kurse, Seminare; Entwicklung von neuen/ergänzenden
Modulen bzw. Kursen; Womöglich ungeahnte neue Schritte (in) der eigenen
Praxis und Kommunikation („Kreativität und gelebte Innovation“)
Themen-Aspekte: Angst; Spiritualität/Sinn; Humor; Menschenbild
Arbeits-Struktur: Freitagnachmittag: Impulsreferate von unterschiedlichen
Kolleginnen und Kollegen zu den einzelnen Aspekten, Samstagvormittag:
Arbeitsgruppen, Samstagnachmittag: Früchte der Arbeitsgruppen teilen
Moderation
Dr. Leopold Spindelberger, Arzt für Allgemeinmedizin, für Arbeits-, Umweltund Ernährungsmedizin und TCM, Ganzheitsmediziner, Ausbildung in
Logotherapie nach Viktor Frankl
Dr. Christian Metz, Psychotherapeut, Theologe
Termin
Freitag, 13. Februar 2015, 16.00 bis 19.30 Uhr und
Samstag, 14. Februar 2015, 9.00 bis17.00 Uhr
Teilnahmebeitrag
Freiwilliger Unkosten-Beitrag
Nach dem Motto: „bring your food and share“ (leib-geistig zu verstehen …)
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Seminar
Leiden lindern
Sie lernen fallbezogen, belastende Symptome und Einschränkungen wie
auch Ressourcen und Möglichkeiten bei Patient/innen wie bei Angehörigen
wahrzunehmen, in der jeweiligen Betreuungssituation zu berücksichtigen
und in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit Ärzten und Ärztinnen
gemeinsam zu lindern.
Mögliche inhaltliche Schwerpunkte: Linderung von belastenden Symptomen wie Schmerz, Atemnot, Exsikkose, Kachexie, Fatique, Körperbildstörungen, Hilflosigkeit, Angst – aus pflegerischer und medizinischer Sicht.
Die aktuellen Interessen der Teilnehmenden bestimmen die Auswahl, vorhandenes Wissen soll gefestigt, ergänzt und erweitert werden.
Methoden
Gruppenarbeit, Diskussion, Theorie, Kurzvorträge
Leitung
Helen Neubacher, Koordinatorin des Mobilen Hospizteams Korneuburg/
Stockerau
Dr. Franz Zdrahal, Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin, war langjährig ärztlicher Leiter der Caritas Wien
Termin
Dienstag, 24. Februar 2015, 9.00 bis 17.00 Uhr
Teilnahmebeitrag
€ 165,– inkl. Mittagessen und Pausengetränke
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Seminar
Grundlagen der Kommunikation mit Demenzkranken
Einführung in die Validation nach Naomi Feil
Validation® nach Naomi Feil ist eine Methode, um mit alten mangelhaft
orientierten und desorientierten Menschen zu kommunizieren und ihr
Verhalten besser zu verstehen. Der Begriff Validation bedeutet übersetzt
soviel wie „für gültig erklären“, „wertschätzen“. Validation basiert darauf,
den verwirrten alten Menschen in seinen Gefühlen, Äußerungen und Handlungen ernst zu nehmen, nicht zu korrigieren, sondern ihn in seiner Realität
zu begleiten. Das Seminar bietet eine Einführung in die Grundhaltung der
Validation, in ihre Theorie (Prinzipien, Phasen der Desorientierung etc.)
und ihre Methoden.
Zielgruppe
Angehörige sowie haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen, die nach
verbesserten Möglichkeiten der Kommunikation mit alten, pflegebedürftigen und an Demenz erkrankten Menschen Ausschau halten.
Leitung
Petra Fercher, Dipl. VTI Validationstrainerin nach Naomi Feil, Systemisches
Coaching, Angehörigenberatung
Termin
Freitag, 27. Februar 2015, 18.00 bis 21.00 Uhr und
Samstag, 28. Februar 2015, 9.00 bis 17.00 Uhr
Teilnahmebeitrag
€ 95,– inkl. Mittagessen
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Seminar
(Wie) lernen Kinder trauern?
Wurzeln und Entwicklung des Trauerverhaltens
In diesem Seminar geht es anhand von Beispielen aus der alltäglichen Trauerpraxis darum,
n wie Eltern und Bezugspersonen Kindern in diesen Situationen passende
Antworten geben können,
n (inwieweit) trauern Buben und Mädchen anders?,
n wie sich das entwicklungspsychologische Todesverständnis und Trauerreaktionen bei Kindern und Jugendlichen auswirken können,
n wie Gesprächsmöglichkeiten zum Thema mit Jugendlichen gefunden
werden können,
n wie Familien in Trauersituationen hilfreich unterstützt werden können
oder sich gegenseitig Stütze sind,
n aber auch Grenzen der Belastbarkeit bei sich selbst und den Kindern
erkennen können.
Leitung
Mechthild Schroeter-Rupieper, Familientrauerbegleiterin mit eigener Praxis
in Gelsenkirchen (D), arbeitet seit 1993 als Trauerbegleiterin in Seminaren;
Ausbildung bei Dr. Ruthmarijke Smeding und Chris Paul; Inhaberin von
Lavia Insitut für Trauerbegleitung; Autorin
Termin
Dienstag, 3. März 2015, 10.00 bis 18.00 Uhr und
Mittwoch, 4. März 2015, 9.00 bis 17.00 Uhr
Teilnahmebeitrag
€ 275,– inkl. Mittagessen und Pausengetränke
17
Seminar
Sinn und Leid – wie geht das zusammen?
Leid ist Verlust, ist schwer zu tragen. Was das Leid besonders schwer
macht, ist die Sinnlosigkeit, die nur allzu oft mit ihm einhergeht.
Menschen, die Leidende und Verzweifelte begleiten sollen, sind durch diese
Herausforderung oft sehr belastet. Leicht kann man sich hilflos fühlen.
In dem Seminar soll ein Sinnverständnis geschaffen werden und ein
psychologisch adäquater Umgang mit dieser existentiellen Grundfrage
aufgezeigt werden. Persönliche Reflexionsfragen werden eingebunden und
Raum für Aussprache und Diskussion gegeben.
Leitung
DDr. Alfried Längle, Psychotherapeut, Arzt, klinischer Psychologe und
Coach, wissenschaftliche Entwicklungen in Psychotherapie und Existenzanalyse, Präsident der Internationalen Gesellschaft für Logotherapie und
Existenzanalyse (GLE-I)
Termin
Donnerstag, 5. März 2015, 9.00 bis 17.00 Uhr
Teilnahmebeitrag
€ 180,– inkl. Mittagessen und Pausengetränke
18
Seminar
Sterben bei Menschen mit Demenz
erkennen und palliativ begleiten
„Es ist schwierig zu beurteilen, wann jemand aufhört, mit Demenz zu leben und
anfängt, an Demenz zu sterben.“
Das Leben von Menschen mit Demenz wird vor allem beeinträchtigt durch
zunehmende kognitive Einschränkungen, die zu einer steigenden Abhängigkeit führen. Welche Auswirkungen hat die Demenz aber auf den Lebenswillen und die Lebensfähigkeit? Wann beginnt das Sterben und wie
begegnen wir ihm? Das Seminar setzt sich mit diesen Fragen auseinander
und mit dem Kernthema, wie mit palliativen Massnahmen das Leben von
Demenzbetroffenen in der letzten Lebensphase erleichtert und individuell
gestaltet und begleitet werden kann.
Im Seminar beschäftigen wir uns u.a. mit den folgenden Themen: Wann beginnt das Lebensende bei einer Demenzerkrankung? Wie beurteilen wir den
Lebenswillen der Betroffenen? Was bedeutet Lebensqualität bei fortgeschrittener Demenz? Wie können wir mit palliativen Maßnahmen den letzten Lebensabschnitt und das Sterben begleiten (Symptomlinderung)? Welche
Entscheidungen fordern uns und die Angehörigen heraus?
Zielgruppe
Ärztinnen/Ärzte, Pflegende und andere Berufsgruppen aus der geriatrischen Langzeit- und Akutversorgung.
Leitung
Dr. Roland Kunz, Chefarzt Geriatrie des Spitals Affoltern und ärztlicher
Leiter der Langzeitpflege Sonnenberg (CH)
Termin
Dienstag, 10. März 2015, 9.00 bis 17.00 Uhr
Teilnahmebeitrag
€ 145,– inkl. Mittagessen und Pausengetränke
19
Seminar
Persönliche Ressourcen in der Hospizarbeit
Motivation und Lebensstil von Mitarbeiter/innen in Hospiz
und Palliative Care
Seminarinhalte:
Anforderungen und Fähigkeiten im palliativen Berufsalltag:
n Ursprüngliche Motive und Arbeitsrealität
n Eigene Bedürfnisse und Schwerpunkte
n Benennen veränderbarer und unveränderbarer Bedingungen
n Welche Ziele sollen mein (Arbeits)Leben weiterhin prägen?
n Welche Ziele will ich/sollte ich loslassen?
Standortbestimmung – Ergebnisse empirischer Forschung
Quellen der Motivation:
n Beziehung, Leistung, Macht und Freiheit
n Resilienz, Autonomie und Selbstbestimmung
n Lebenslinien anhand der gefundenen Schwerpunkte
Leitung
Mag. Dr. Martin Böker, Diplompädagoge, Mag. Dr. phil, MAS (palliative
care), Dozent am Diakonischen Bildungsinstitut Johannes Falk, Eisenach
und Weimar sowie an der FH Nordhessen, Bad Sooden-Allendorf, Berater
und Coach, Supervisor i.A. (Univ-Klinik Tübingen)
Termin
Mittwoch, 11. März 2015, 9.00 bis 17.00 Uhr
Teilnahmebeitrag
€ 145,– inkl. Mittagessen und Pausengetränke
20
Seminar
Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in Hospiz und
Palliative Care
Qualifizierte Versorgung in Hospiz und Palliative Care orientiert sich an der
Individualität der Betreuten. Die Ergebnisse der modernen Geschlechterforschung können dabei unterstützen, die individuellen Bedürfnisse der Betreuten besser aufzunehmen. Es zeigte sich beispielsweise, dass Frauen
und Männer als Gruppen Gesundheit, Krankheit und Sterben unterschiedlich erleben.
Gender ist nicht allein individuelles Empfinden, sondern ein komplexes
Zusammenwirken von Identität, Interaktionen, Strukturen und Symbolen.
Exemplarisch werden Geschlechterverhältnisse in diesen Aspekten in der
Kommunikation, in der Betreuung aber auch im Durchleben einzelner
Lebens- und Leidensphasen kranker Menschen reflektiert. Im Bearbeiten
von Fallgeschichten soll die Sensibilität für geschlechtsspezifische Bedürfnisstrukturen von Betreuten und Betreuenden vertieft und erweitert werden.
Schließlich sollen Perspektiven für eine an den Betroffenen orientierte
Betreuung, die das Geschlecht integriert, erarbeitet werden.
Leitung
Mag. Dr. Erich Lehner, Psychoanalytiker in freier Praxis; Männer- und
Geschlechterforschung, Palliative Care an der Alpen-Adria-Universität
Klagenfurt-Wien-Graz, IFF-Wien, Institut für Palliative Care und
OrganisationsEthik
Termin
Donnerstag, 9. April 2015, 9.00 bis 17.00 Uhr
Teilnahmebeitrag
€ 145,– inkl. Mittagessen und Pausengetränke
21
Seminar
„Wachet mit mir!“
Haltung und Sprache in der Begleitung von Menschen in
existentiellen Krisen
In belastenden, krisenhaften Situationen zeigt sich die geistlich/sprituelle
Dimension unweigerlich als Fragen nach dem Sinn und der Bedeutung des
Erlebten und Erlittenen. In Krankheit und Krise bedarf der Mensch der Bestätigung, dass er geachtet und in seiner unverlierbaren Würde wertgeschätzt
wird, sowie einer Unterstützung darin, Verbundenheit und Bezogenheit konkret zu erleben.
Im Gesundheitswesen wird die Bedeutung von Spiritualität und Spiritual
Care zunehmend verstanden. In der geistlichen/spirituellen Begleitung von
Menschen geht es darum, die unterschiedlichen Lebenseinstellungen und
Weltanschauungen aller Betroffenen zu beachten und geistliche/spirituelle
Bedürfnisse und Wünsche angemessen in Pflege und Begleitung einzubeziehen. Hierbei sind förderliche Ressourcen ebenso wie erschwerende Vorstellungen wahrzunehmen und in ihrer Bedeutung zu würdigen.
Dieses Seminar bietet Raum für: Reflexion der eigenen Spiritualität; Erlernen und Einüben der Grundhaltungen eines „spirituellen Caring“; Fallbeispiele aus der Praxis und Verstehen der Dynamik; Übertragen des Gelernten
in den eigenen Arbeitskontext; Stille, Atem holen und Austausch.
Leitung
Mag. Edith Haidacher, MSc (Integrative Psychotherapie), MAS (Spirituelle
Theologie), Meditations-/Kontemplationslehrerin, Spiritual Care (Internationale Gesellschaft für Gesundheit und Spiritualität), Referentin, Coaching
und Supervision (ÖVS)
Termin
Freitag, 10. April 2015, 15.30 bis 19.30 Uhr und
Samstag, 11. April 2015, 9.00 bis 17.00 Uhr
Teilnahmebeitrag
€ 210,– inkl. Mittagessen und Pausengetränke
22
Seminar
Heilendes Grün
Gestaltung und Nutzung von Grünräumen in Pflege- und
Betreuungseinrichtungen
Das grüne Draußen, ein einladender Garten von lebendiger Vielfalt, wirkt
positiv auf Stimmung und Gesundheit. Ein Garten, Atrium oder Balkon
kann einfach nur begrünt sein oder … ein behutsam durchdachter, maßgeschneiderter Ort des Wohlbefindens, mit Raum für Alltagstätigkeiten, Kontemplation und Erlebnis.
Seminarinhalte
n Gesundheitsförderung und Sinngebung
n Garten-Nutzen für Träger, Hausleitung, Bewohner/innen, Betreuende
und Besucher/innen
n Möglichkeiten für Pflege, Therapie und Alltagsbetreuung im Garten
reflektieren und argumentieren
n beispielhaft Optimierung eines Nutzungskonzeptes und der
Anforderungen an den Garten erarbeiten
n Übungen mit Pflanzen ausprobieren
Zielgruppe
Mitarbeiter/innen und Führungskräfte, die Freiräume in Einrichtungen der
Langzeitpflege, der Tagesbetreuung oder der Palliativ-/Hospizbetreuung
vermehrt in ihre Arbeit einbeziehen bzw. diese hierfür optimieren möchten.
Leitung
DI Brigitta Hemmelmeier-Händel, Freiraumplanerin, Landschaftsarchitektin
Termin
Montag, 13. April 2015, 9.00 bis 17.00 Uhr
Teilnahmebeitrag
€ 145,– inkl. Mittagessen und Pausengetränke
23
Seminar
Salutogenese & die Selbstpflege mit der Kraft der Natur
Warum bleiben wir eigentlich gesund?
Salutogenese bedeutet die Ausrichtung auf attraktive Gesundheitsziele
sowie die Ressourcen, um diese Ziele zu erreichen. Salutogenese kann zur
Steigerung des Wohlbefindens, der Lebensfreude und der Kreativität im
Menschen anregen – in allen Lebenslagen, besonders aber auch bei Krisen.
Aaron Antonovsky fragt nicht nach dem, was uns krank macht, sondern
welche Faktoren eigentlich dafür sorgen, dass wir gesund bleiben.
Nach Antonovsky existiert nicht ein Zustand von „entweder Gesundheit
oder Krankheit“. Jeder gesunde Mensch hat zumindest einen winzigen Teil
an Krankheit in sich. Und jeder Kranke ist auch in einigen Bereichen gesund. Nach Antonovsky befinden wir uns auf einem Kontinuum zwischen
diesen beiden Polen. Und die Frage ist, wie weit wir von den Polen entfernt
sind. Er erkannte Faktoren, die auf eine starke Fähigkeit schlossen, trotz
widriger Umstände gesund zu bleiben. Er nannte diese Fähigkeit Kohärenz.
Kohärenz meint dabei so viel wie Zusammenhalten und Halt haben. Die
Kohärenz stützt sich dabei auf drei Säulen – die Verstehbarkeit, die Sinnhaftigkeit und die Handhabbarkeit!
Dieses Seminar lädt ein, die gesunderhaltenden Aspekte des Lebens wiederzuentdecken, zu fördern und einen nachhaltigen Perspektivenwechsel
im Alltag zu gewinnen.
Leitung
Beatrix Wondraczek MAS (Palliative Care), Trainerin, Seminarleiterin und
Systemischer Coach
Termin
Mittwoch, 15. April 2015, 9.00 bis 17.00 Uhr
Teilnahmebeitrag
€ 145,– inkl. Mittagessen und Pausengetränke
24
Seminar
Lebensraum Bett
Zwischen Vermeidung und heilsamer Begleitung von Bettlägerigkeit
Wie gelingt uns der Spagat zwischen Vermeidung von Bettlägerigkeit,
Aktivierung hochaltriger multimorbider Menschen und Loslassen in die
beschützenden Kissen eines Bettes?
Das Seminar regt an, Anwaltschaft zu übernehmen für schwache und
hilflose Menschen, damit sie Eigenständigkeit im Minimalen leben können.
Ihnen Motivation zu vermitteln zum Leben durch Bewegung und kognitive
Angebote – Spüren ihrer selbst und Eintauchen in Lebendigkeit.
Wir lernen in diesem Seminar: Wodurch wird der Weg in die Bettlägerigkeit
beschleunigt? Welche Auswirkungen hat sie auf Körper, Geist und Seele?
Und wenn aus der vorrübergehenden Bettlägerigkeit ein Leben im Bett
wird? Wie können wir helfen? Was können wir tun, damit Menschen nicht
nur im Bett liegen, sondern dort LEBEN können?
Leitung
Sabine Baumbach, Ergotherapeutin, diverse Ausbildungen und Erfahrung in
Palliativer Betreuung in der Langzeitpflege, freiberufliche Dozentin (Berlin, D)
Termin
Montag, 27. April 2015, 9.00 bis 17.00 Uhr
Teilnahmebeitrag
€ 145,– inkl. Mittagessen und Pausengetränke
25
Seminar
„Hilfreiche Nähe & heilsame Distanz“
Balance finden zwischen Bindung und Abgrenzung
Nähe und Empathie:
n Ausgeglichen präsent: bei sich und beim Anderen sein können
n Empathie und emotionale Resonanz
n Lebenslang in Beziehung
n Nähe/Distanz gewähren – insbesondere bei Lebensübergängen
Distanz und Nein-Sagen:
n „Professionelle Distanz“? – „Professionelle Nähe“? Wie viel Betroffenheit tut Not: wann/wie/inwieweit sich abgrenzen und betreffen lassen?
n Rechtzeitiges Erkennen von Signalen der eigenen Überforderung
n „Schatzsuche statt Fehlerfahndung“: Selbstwert-Stärkung anstelle des
Verdachts, nicht/nie/keinem zu genügen
n Eigene innere Antreiber identifizieren und entsprechende Gegen-Mittel
entwickeln
n (Eigene) Ressourcen wahrnehmen und die Widerstandskraft stärken
n Was erhält uns gesund angesichts von Schmerzen, Leid und Tod?
Zielgruppe
Professionelle in Pflege- und Sozialberufen, Ärzte/Ärztinnen und Therapeut/innen, Seelsorger/innen, ehrenamtlich Tätige
Leitung
Dr. Barbara Laimböck, Ärztin, Psychotherapeutin;
Dr. Christian Metz, Psychotherapeut, Theologe
Termin
Dienstag, 28. April 2015, 9.00 bis 17.00 Uhr
Teilnahmebeitrag
€ 145,– inkl. Mittagessen und Pausengetränke
26
Seminar
Psychoonkologie
Psychotherapeutische Behandlung von Krebspatient/innen
Das Seminar richtet sich an alle, die einen Einblick in die spezifische
Situation von an Krebs erkrankten Personen, deren Angehöriger und
Behandler erhalten wollen. Wir werden uns mit den Grenzen und Möglichkeiten psychotherapeutischer Interventionen auseinandersetzen und die
Teilnehmer/innen sollen einen Überblick über den aktuellen psychoonkologischen Forschungsstand zur Entstehung, Auslösung und Verlauf von
Krebserkrankungen bekommen. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Situation der Psychotherapie im Krankenhaus sein. Im Rahmen des Seminares
gibt es auch Gelegenheit zur Besprechung bzw. Supervision der eigenen
Arbeit mit Schwerkranken.
Inhalte: Was versteht man unter Psychoonkologie? Ziele und Methoden
der psychotherapeutischen und klinisch psychologischen Interventionen,
psychosoziale Belastungen bei Krebs, Krankheitsverarbeitung, Krankheit
und Krise, Angehörigenarbeit, Umgang mit Sterben und Tod
Methoden: Vortrag, Videos, Gruppenarbeiten, Rollenspiele, Fallbesprechung, Supervision
Leitung
Univ. Ass. Mag. Dr. Birgit Hladschik-Kermer, MME, Klinische und Gesundheitspsychologin, Supervisorin, Psychotherapeutin (Existenzanalyse),
Medizinpsychologin, Master of medical education
Termin
Mittwoch, 13. Mai 2015, 9.00 bis 17.00 Uhr
Teilnahmebeitrag
€ 145,– inkl. Mittagessen und Pausengetränke
27
Seminar
Empathie und Konfliktlösung in der Pflege
Gewaltfreie Kommunikation nach Dr. Marshall Rosenberg
Indem wir eine bedürfnisorientierte Kommunikation üben, verändern wir
unser Arbeitsumfeld. Wir tragen zu gegenseitiger Wertschätzung, Verbindung
und Entwicklung bei. Das Seminar will konkrete Hilfestellungen vermitteln für
herausfordernde (Konflikt-)Situationen Ihres (Berufs-)Alltags.
Seminarinhalte: Modell und Grundlagen der Gewaltfreien Kommunikation
(GFK) kennen lernen; Einfühlung in sich selbst und andere durch konkrete
vier Schritte; Verbinden von gedanklichen mit emotionalen Aspekten; Konflikte in ihrer Art und Wirkung verstehen lernen – anhand von konkreten Alltagsbeispielen – insbesondere herausfordernde Momente der Pflege und
Betreuung; Die Freude und Entspannung erleben, die durch GFK-Lernen
entsteht.
Das Seminar findet in zwei Etappen statt. Auf diese Weise lässt sich Gelerntes von Teil 1 (28.5.2015) im eigenen Alltag konkret erproben und wirksam
üben; im 2. Teil (16.9.2015) können dann die jeweiligen KommunikationsErfahrungen der Zwischenzeit noch vertiefend reflektiert und mögliche
Spielräume in der Kommunikation erweitert werden.
Zielgruppe
Alle interessierten hauptamtlichen und freiwilligen Mitarbeiter/innen
Leitung
Dr. Sylvia Häusler, Psychologin, Coach und Trainerin für GFK im Netzwerk
„Gewaltfreie Kommunikation Austria“;
Mag. Peter Pressnitz, Systemischer Sozial- und Bildungsmanager und Trainer für GFK im Netzwerk „Gewaltfreie Kommunikation Austria“
Termine
Donnerstag, 28. Mai 2015, und Mittwoch, 16. September 2015,
jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr
Teilnahmebeitrag
€ 295,– inkl. Mittagessen und Pausengetränke
28
Seminar
Herausforderndes Verhalten bei Menschen mit Demenz
Vielfach können Menschen mit Demenz unserer Leistungs- und Wissensgesellschaft nicht mehr folgen. So prallen zwei Welten aufeinander: die Ordnung und der Zerfall der Ordnung. Das zeitgleiche Vorhandensein birgt
Konfliktpotenzial und baut im Pflegealltag oft scheinbar unüberwindbare
Hürden auf. Ziel dieser Fortbildung ist, eine verstehende Herangehensweise zu entwickeln, die es uns ermöglicht, herausfordernde Verhaltensweisen zu analysieren und Strategien abzuleiten, die zu einem entspannten
Miteinander führen. Wir nähern uns diesem Ziel im Seminar mit unterschiedlichen Methoden.
Inhalte:
n Person-Sein und psychische Bedürfnisse von Menschen mit Demenz
n Herausfordernde Verhaltensweisen und die Folgen
n Bedürfnisorientiertes Verhaltensmodell (NDB-Modell)
n Strukturiertes Vorgehen zum Umgang
n Kommunikation als positive Interaktion
Zielgruppe
Ärzt/innen, Psycholog/innen, Pflege- und Betreuungspersonal aller Ausbildungsgrade, Therapeutische Berufsgruppen, Seelsorger/innen, Ehrenamtliche
Leitung
Michael Rogner, DGKP, Studium Pflegewissenschaft mit den Schwerpunkten Palliative Care, Demenz und Pflegeorganisation. Universitätslehrgang in
Organisationsethik.
Termin
Dienstag, 9. Juni 2015, 9.00 bis 17.00 Uhr
Teilnahmebeitrag
€ 145,– inkl. Mittagessen und Pausengetränke
29
Seminar
Haltung, um zu halten
In unseren beruflichen Tätigkeiten erwarten viele der uns Anvertrauten,
dass wir Halt geben.
Wir sind als Persönlichkeiten gefragt, die aus der je eigen gewonnenen
Haltung Halt geben – auf dass unsere Patienten und Klienten sich angesehen wissen.
Das Seminar bringt Geist-Haltungen ins Spiel, die geeignet sind, Halt zu
geben. Wir werden Erfahrungen zu bestimmten Geisthaltungen aktualisieren (oder aktivieren) und werden Übungen für den beruflichen Alltag durchführen.
Leitung
Monika Müller, M.A., Therapeutin, Supervisorin, war langjährig Leiterin von
ALPHA Rheinland;
Matthias Schnegg, Diözesancaritaspfarrer, Psychotherapeut
Termin
Mittwoch, 17. Juni 2015, 9.30 bis 18.00 Uhr und
Donnerstag, 18. Juni 2015, 9.00 bis 17.00 Uhr
Teilnahmebeitrag
€ 275,– inkl. Mittagessen und Pausengetränke
30
Symposium
Und wenn wir alle 100 werden?
Versprechen und Herausforderungen der Palliativen Geriatrie heute
Die Tagung nimmt unterschiedlichste Ausformungen des Lebens im hohen
Alter in den Blick und will im professionellen oder begleitenden Alltag Mut
machen, hinter die „Etiketten“ zu sehen und die vielen starken Ressourcen
der Menschen zu sehen ebenso wie ihre Angewiesenheit darauf, dass wir
ihre Individualität schützen gegen Vereinheitlichung und Vereinnahmung.
Theorie und palliative Praxis begegnen sich im Dialog und wollen zu neuen
Einsichten und reflektierten Haltungen beitragen.
Aus dem Programm
n Das hohe Alter zwischen Sinnfindung und Sinnverlust. Aspekte von Spiritual
Care im Kontext palliativer Geriatrie.
Dr. Heinz Rüegger (CH)
n Pflege für vulnerable Bewohner/innen zwischen Anspruch und Realität.
Dr. Hildegard Menner
n Patient. Bewohner. Mensch.
Dr. Martina Schmidl
n Ausdruck und Umsetzung von Begehren und Lust bei hochaltrigen Menschen
mit Demenz.
Gunvor Sramek
n Sinn und Unsinn in der medizinischen Behandlung alter Menschen
Dr. Roland Kunz (CH)
n Beziehungen und Teilhabe: Macht Alter einsam?
Dr. Elisabeth Reitinger, Elisabeth Wappelshammer
Termin
Dienstag, 21. April 2015, 9.00 bis 17.00 Uhr
Teilnahmebeitrag
€ 165,– inkl. Verpflegung und Tagungsunterlagen, € 95,– für Ehrenamtliche
31
Train the Trainer
„Wenn wir sprachlos sind...“
Grenzen und erweiternde Möglichkeiten (in) der Kommunikation
Gespräche am Lebensende lassen sich nicht selten mit dem Bild des Wortwinters symbolisieren. Was soll ich sagen? Wie soll ich es sagen? Darf ich
es sagen? Kann ich es sagen? Oftmals frieren den beteiligten Menschen die
Worte ein und es kommt kein verbindendes Gespräch zustande. Dabei wäre
es gerade jetzt – wo die „große Trennung“ bevorsteht – so heilsam miteinander in gutem Kontakt zu sein. Häufig sind es Scheu und Hilflosigkeit,
die Angehörige, Freunde, Ärzte und Pflegepersonal – und auch den Sterbenden selbst – davor zurückschrecken lassen, den Gefühlen „Worte und Ausdruck zu schenken“.
Ziel des Seminars ist es, jene, die mit sterbenden Menschen oder deren Anund Zugehörigen in Berührung kommen, für die verschiedenartigen Sterbeverläufe zu sensibilisieren, eigene Kommunikationsmuster und Herzwörter
kennen zu lernen, sowie soziale und kommunikative Kompetenzen zu vermitteln.
Durch kreative und erlebnisorientierte Übungen sowie durch Elemente des
bildnerischen Gestaltens und kreativen Schreibens wird die eigene Erfahrungs- und Handlungskompetenz sensibilisiert. Eine methodisch und didaktisch aufbereitete theoretische Wissensvermittlung gewährleistet hierbei
den Aufbau von fachlicher Hintergrundkompetenz.
Eingeladen sind alle, die sich tiefer und bewusster auf die „Sprache“
schwerstkranker, sterbender und trauernder Menschen einlassen wollen,
um die „Sprachlosigkeit“ im Umgang mit ihnen zu überwinden.
Schwerpunkte:
n Bewusstwerdung eigener Ängste und Unsicherheiten im Umgang mit
sterbenden und trauernden Menschen
n Eigene Kommunikationsstrukturen und Herzwörter erkennen
n Fokussierung der Frage, wie – trotz „bevorstehendem Lebensende“ aus
dem Wortwinter ein Wortfrühling werden kann
32
Zielgruppe
Mitarbeiter/innen aus dem Hospiz- und Palliativbereich, Pflegepersonal,
Psycholog/innen, Sozialarbeiter/innen, Ärzte und Ärztinnen, Seelsorger/
innen, Bestatter/innen, Leiter/innen von Krebs-Selbsthilfegruppen, Interessierte aller Berufsgruppen mit Erfahrungen in der Trauerbegleitung.
Leitung
Thorsten Adelt, Dipl. Psychologe, Psychotherapeut, psychoonkologischer Berater für Krebskranke und ihre Angehörigen, Trauerbegleiter, Trainer (Bonn);
Dr. Sylvia Brathuhn, Studium der Pädagogik, Philosophie, Psychologie und
Soziologie, psychoonkologische Beratungs- und Betreuungstätigkeit für
Krebskranke und ihre Angehörigen, Trauerbegleiterin, Trainerin (Bonn)
Termin
Montag, 29. Juni bis Mittwoch, 1. Juli 2015, jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr
Teilnahmebeitrag
€ 450,– inkl. Mittagessen und Pausengetränke
33
Abendveranstaltungen
5Ws zur Demenz: die wichtigsten Fakten im Überblick
Dr. Klaus Kraushofer, Facharzt für Psychiatrie, Gedächtnisambulanz am
SMZ Süd Kaiser-Franz-Josef-Spital
Termin
Montag, 2. März 2015, 19.00 Uhr
Persönliche Ressourcen in der Hospizarbeit
Motivation und Lebensstil von Mitarbeiter/innen in Hospiz
und Palliative Care
Mag. Dr. Martin Böker, Diplompädagoge, Mag. Dr. phil, MAS (palliative
care), Dozent am Diakonischen Bildungsinstitut Johannes Falk, Eisenach
und Weimar sowie an der FH Nordhessen, Bad Sooden-Allendorf,
Berater und Coach, Supervisor i.A. (Univ-Klinik Tübingen)
Termin
Dienstag, 10. März 2015, 19.00 Uhr
„Du bist gewachsen in diesen Jahren“ – Liederabend
Mag. Claudia Mitscha-Eibl, kommt aus NÖ, sie studierte in Wien Theologie
und Musik, danach folgten Jahre des Engagements als feministische Theologin und Religionspädagogin.
Termin
Mittwoch, 11. März 2015, 19.00 Uhr
Die Kunst der Sorge
Mag. Patrick Schuchter, MPH, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts
Palliative Care und Organisationsethik (IFF Wien)
Termin
Montag, 23. März 2015, 19.00 Uhr
34
Abendveranstaltungen
Als meine Mutter ihre Küche nicht mehr fand
Vom Wert des Lebens mit Demenz – Lesung
Jörn Klare, (Berlin, D) studierte Psychologie und Theaterwissenschaft. Freier
Autor für verschiedene Print-Medien wie „Zeit“ oder „Süddeutsche Zeitung“.
Termin
Montag, 27. April 2015, 19.00 Uhr
Patientenverfügung & Co.
Rechtliche und ethische Aspekte der Willensbestimmung
Univ.-Lektor OA Dr. Michael Peintinger, Facharzt für Anästhesie und Oberarzt an der „Krankenanstalt des Göttlichen Heilandes“, Vorsitzender der
Ethikkommission der Krankenanstalt, Lehrbeauftragter für Medizinethik an
der Medizinischen Universität Wien
Termin
Montag, 11. Mai 2015, 19.00 Uhr
„Der Gott der zweiten Chance“
Zur Spiritualität von Dame Cicely Saunders
P. Klaus Schweiggl SJ, Hospizseelsorger Mobiles Caritas Hospiz der
Erzdiözese Wien
Termin
Montag, 8. Juni 2015, 19.00 Uhr
Teilnahmebeitrag
je € 10,–
35
Gesprächsforum
„Philosophische Praxis“: Moment mal Philosophie...
Philosophie will über Spezialsprachen hinaus etwas Bedeutsames und
Verbindendes schaffen, Unterbrechung ermöglichen, Reflexionsräume
öffnen, Orientierung anbieten – in den vielfältigen Spannungsfeldern
unserer Lebens- und Arbeitswelten. Und so anregen zu neuen Ein-Sichten
und Einstellungen zugunsten eines lebensfreundlichen Umgangs, z.B. mit
n Beschleunigung – Entschleunigung
n Vertiefung – Oberflächlichkeit
n Absichtslosigkeit – Zielorientierung
n Wirksamkeit (Effizienz) – Belastbarkeit (Resilienz), etc.
Was bewegt uns – existentiell – in den verschiedenen Lebenskontexten und
Arbeitswelten?
Wir möchten im gemeinsamen Lesen und im vertiefenden Diskurs von
(philosophischen) Grundtexten das gemeinsam Interessante herausfinden,
einander anregen im Anteil-Geben und Anteil-Nehmen von unterschiedlichen Berufskulturen und Welt-Anschauungen.
Leitung
Mag. Patrick Schuchter, MPH, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts
Palliative Care und Organisationsethik (IFF Wien)
Dr. Christian Metz, Theologe, Psychotherapeut, Organisationsentwickler
Termine
Mittwoch, 18. März 2015, Dienstag, 5. Mai 2015 und Mittwoch, 24. Juni
2015, jeweils 17.00 bis 20.00 Uhr
Auch einzeln buchbar.
Teilnahmebeitrag
€ 15,– inkl. Imbiss pro Abend
36
Weitere Angebote
Achtsamkeit pflegen, um achtsam zu pflegen
Übungsabende für Pflegende und Betreuende in Palliative Care
und Langzeitpflege
Wir halten Präsenz – Da Sein als ganze Person in Bereitschaft zur Begegnung – für eine der wichtigsten „Handlungen“ in palliativen Situationen.
Präsenz lässt sich nicht herstellen, aber durch kontinuierliche Übung der
Achtsamkeit auf den Weg bringen. In achtsamer Haltung bin ich mir selbst
ebenso gewahr wie dem Gegenüber. Der (innere) Blick weitet sich für das,
was da ist. Für das, was Raum braucht. Für das, was gesagt, getan oder gelassen werden will. Übungen der Achtsamkeit können zu mehr Leichtigkeit,
mehr Begegnung, mehr Tiefe verhelfen. Wer übt, begibt sich auf einen Weg
zu sich selbst und zum Anderen.
Die Übungsabende bieten einen offenen Rahmen zum Ausprobieren,
Schnuppern, Üben, Weitergehen. Sie nehmen Bezug auf die Begleitung und
Pflege von schwer Erkrankten und wollen Hilfestellungen für achtsame
Praxis mitten im hektischen, belasteten (Berufs-)Alltag geben.
Leitung
Bernhard Hubacek, Psychotherapeut und Coach, Mitbegründer des Therapiezentrums OK und des Instituts für Achtsamkeit, SATI. Langjährige Lehr-,
Ausbildungs- und Supervisionstätigkeit, Entwicklung von Fortbildungsund therapeutischen Selbsterfahrungskonzepten (basierend auf Prinzipien
der Achtsamkeit und des Mitgefühls).
Termine
11., 25. Februar, 11., 25. März, 8. April 2015,
jeweils Mittwoch, 17.30 bis 20.00 Uhr
Die Abende können einzeln gebucht werden – die durchgehende Teilnahme
wird aber empfohlen.
Teilnahmebeitrag
€ 25,– pro Abend
37
Weitere Angebote
„Der lange Abschied“
Gesprächsgruppe für Menschen, die an Demenz erkrankte
Angehörige betreuen
Frühzeitige Begleitung und Gespräche mit anderen Betroffenen können
Mut machen und hilfreich sein, um nicht von Trauer, Verzweiflung und Erschöpfung überwältigt zu werden. Die Gesprächsgruppe bietet dafür einen
geschützten Rahmen.
Leitung
Sigrid Boschert, Mag. (FH); Christine Maieron-Coloni, Mag.; Caritas Wien.
Vorgespräch erforderlich: Ch. Maieron-Coloni, Tel: 0664-842 96 09.
Zu Hause bis zuletzt? – Interdisziplinäre Besprechung zur
Betreuung hochbetagter Menschen zu Hause
Die Versorgung von hochbetagten, multimorbiden, dementiell beeinträchtigten Menschen zu Hause stellt die betreuenden Ärzte/Ärztinnen, Pflegenden und anderen Berufsgruppen vor viele Fragen und Herausforderungen.
Betreuende im häuslichen Bereich sind vor Ort meist alleine, ohne Möglichkeit, sich mit anderen Professionellen zu beraten. Die interdisziplinären
Besprechungen bieten einen moderierten Rahmen von ethischen, medizinischen, pflegerischen und kommunikativen Herausforderungen anhand von
Praxisbeispielen.
Zielgruppen
Hausärzte/-ärztinnen, Notärzte/-ärztinnen, ambulante Pflegefachkräfte, Therapeut/innen und alle Beteiligten an der Betreuung Hochbetagter zu Hause.
Termin
Donnerstag, 16. April 2015, 16.00 bis 19.00 Uhr
Teilnahmebeitrag
€ 15,– inkl. Imbiss
38
Vorschau
Wintersemester 2015/2016
… zu glauben an das Licht, das steigt und untergeht…
Trauer-Schreibwerkstatt
Mag. Sonntraut Diwald
Donnerstag, 24. September, 21. Oktober, 26. November 2015
„Was wirklich zählt, ist das gelebte Leben“ – Lebens-Rückblick
Prof. Dr. Verena Kast
Freitag, 25. September bis Sonntag, 27. September 2015
Symptom Fatigue
Karin Böck, MAS
Dienstag, 29. September 2015
„Männertrauer-Stammtisch“
und andere neue Möglichkeiten der Trauerbegleitung
Mechthild Schroeter-Rupieper
Freitag, 2. Oktober bis Sonntag, 4. Oktober 2015
Trauer am Arbeitsplatz
Thorsten Adelt, Dr. Sylvia Brathuhn
Mittwoch, 14. Oktober bis Freitag, 16. Oktober 2015
„Diskrete Empathie“ zwischen Anspruch und Wirklichkeit im
Beziehungsprozess bzw. in Kurzbegegnungen
Monika Müller, M.A., Dr. Christian Metz
Donnerstag, 19. November bis Freitag, 20. November 2015
39
Forum Palliative Praxis Geriatrie (FPPG)
Die Arbeitsgruppe zur Förderung der palliativen Versorgung hochbetagter,
multimorbider und/oder dementer Menschen ist seit 2006 am Kardinal
König Haus angesiedelt.
Unsere Ziele
n Einsatz für das Recht Hochbetagter auf palliative Behandlung, Pflege
und Betreuung
n Förderung des interprofessionellen Dialogs zu Palliative Care in der
Geriatrie
n Impulse für ein lebenswertes Leben in einer zunehmend hochaltrigen
Gesellschaft
n Wahrnehmung und Unterstützung von Angehörigen als Adressaten von
Palliative Care
Wir veranstalten regelmäßig Fortbildungen zu medizinischen, pflegerischen
und ethischen Themen – von Fallbesprechungen über Seminare bis hin zu
Symposien. Das Miteinander der in die Betreuung eingebundenen (Berufs-)
Gruppen ist uns dabei ein wichtiges Lernprinzip. Fachwissen und achtsame
Haltung sollen sich nach unserem Verständnis ergänzen, um für Betreute
wie Betreuende hilfreich wirksam zu werden.
Mitglieder des FPPG sind derzeit:
Mag. (FH) Sigrid Boschert, Univ. Prof. DDr. Marina Kojer, Dr. Roland Kunz,
Dr. Christian Metz, Dr. Martina Schmidl und DDr. Monique WeissenbergerLeduc
Die Arbeit des FPPG wird von der Alfried Krupp von Bohlen- und HalbachStiftung (D) großzügig unterstützt.
40
Informationen
Die Kardinal König Akademie gehört zum Kardinal König Haus, Bildungszentrum der Jesuiten und der Caritas gemeinnützige Ges.m.b.H..
Adresse
Kardinal König Haus
Bildungszentrum der Jesuiten und der Caritas gemeinnützige Ges.m.b.H.
1130 Wien, Kardinal-König-Platz 3 (Lainzerstraße, Jagdschlossgasse)
www.kardinal-koenig-haus.at
Information
Mag. Martina Schürz
Telefon: +43-1-804 75 93-629, Fax: +43-1-804 75 93-660
office@kardinal-koenig-akademie.at
www.kardinal-koenig-akademie.at
Anmeldung
Telefon: +43-1-804 75 93-649 Fax: +43-1-803 85 78-27
anmeldung@kardinal-koenig-haus.at
Teilnahmebestätigung als Fortbildung
Gemäß GuKG und Sozialbetreuungsberufegesetz erhalten die Teilnehmenden nach Abschluss der Veranstaltung eine Teilnahmebestätigung mit Angabe der Anzahl der besuchten Unterrichtsstunden.
41
Informationen
Bankverbindung
Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien.
IBAN: AT 46 3200 0000 0870 0155. BIC: RLNWATWW
Storno
Soweit im Programm nicht anders angegeben, können Anmeldungen
bis 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn kostenlos storniert werden. Bei einem
späteren Rücktritt bis drei Tage vor Veranstaltungsbeginn wird eine Stornogebühr von 50 % der Kosten einbehalten. Stornobedingungen Lehrgänge:
Eine kostenlose Stornierung Ihrer Anmeldung ist bis 6 Wochen vor Lehrgangsbeginn möglich. Bei einem Rücktritt bis 4 Wochen vor Lehrgangsbeginn wird eine Stornogebühr von 50% der Lehrgangskosten einbehalten.
Bei späterer Abmeldung besteht kein Anspruch auf Refundierung, es sei
denn, Sie vermitteln eine/n Ersatzteilnehmer/in.
Preise vorbehaltlich Druckfehler und Änderungen.
Impressum
Medieninhaber, Herausgeber und Verleger
Bildungszentrum der Jesuiten und der Caritas gemeinnützige Ges.m.b.H.,
1130 Wien, Kardinal-König-Platz 3
Stand: November 2014
Wir danken unseren Förderern
sowie allen privaten Spender/innen.
42
Anmeldekarte
Ich melde mich verbindlich zu folgender Veranstaltung an:
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Ich bitte um Buchung eines Zimmers von ____________ bis____________.
Rechnungsanschrift
Institution/Firma
Straße
PLZ
Ort
Datum, Unterschrift
Bitte beachten Sie unsere „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ und die
Stornobedingungen.(www.kardinal-koenig-haus.at)
43
www.kardinal-koenig-akademie.at
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