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Programm und Gemeindebrief
Michaeli 2014 – Epiphanias 2015
Die Christengemeinschaft
Gemeinde Bielefeld · Detmold · Minden
GOTTESDIENST
■ Die Menschenweihehandlung
Sonn-und Feiertags
(auch 29. Sept. und 6. Jan.)
10.00 Uhr
Mittwochs
8.30 Uhr
(nicht 15. Okt u. 24. Dez., am 19. Nov. um 8.00 Uhr)
Donnerstags
(nicht 16. Okt., 6. und 20. Nov.)
8.30 Uhr
Samstags
(nicht 25. Okt.)
9.00 Uhr
Sonntagshandlung für die Kinder
(Michaelifest, 5.10, 11.10 Uhr)
9.30 Uhr
Weihnachten
Die Menschenweihehandlung
In der Mitte der Nacht
25. Dez.
In der Morgenfrühe
25. Dez.
7.30 Uhr
Am hellen Tag
25. Dez.
10.00 Uhr
Die Weihnachtshandlung für die Kinder
25. Dez.
0.00 Uhr
11.15 Uhr
Die Menschenweihehandlung in der Weihnachtszeit werktags vom 27. Dez. bis einschließlich 5. Jan. 9.00 Uhr
Kinderhüten
sonntags während der Menschenweihehandlung
Lieder der Menschenweihehandlung
Michaeli
Wer ist wie Gott?
Michael heiliger Führer
Zwischenzeit
Wohl dem, der nicht wandelt
Du Herr der Herren Jesus Christ
Advent
Neige dein Ohr zu mir
Gelobt sei der Kommende
Weihnachten
Gelobet seist du Jesu Christ
Es ist ein Ros entsprungen
Gott, wir loben Dich
Gott ist die Liebe
Epiphanias
Dein Wort sei meines Fußes Leuchte
O Herr, zeige mir deine Wege
2
Thomas-Kirche
GOTTESDIENST
Lieder zur Sonntagshandlung für die Kinder
Michaeli
Goldumglänzter im Feuergefährt
Zwischenzeit Du durchdringest alles
Advent
Es kommt ein Schiff geladen
O Heiland reiß die Himmel auf
Weihnachten Erfreue dich Himmel
Epiphanias
Wie schön leucht uns der Morgenstern
Sei du ein Leitstern über mir
■ Evangelienlesungen
Michaeli
Montag, 29. Sept.
Sonntag, 5. Okt.
Sonntag, 12. Okt.
Sonntag, 19. Okt.
Sonntag, 26. Okt.
Matthäus
Matthäus
Apokalypse
Apokalypse
Apokalypse
22,
22,
10,
12,
19,
1-14
1-14
1-11
1-18
11-16
Zwischenzeit
Sonntag 2. Nov.
Sonntag, 9. Nov.
Sonntag, 16. Nov.
Sonntag, 23. Nov.
Apokalypse
Apokalypse
Apokalypse
Apokalypse
1,
4,
5,
21,
9-20
1-11
1-10
9-27
Advent
Sonntag, 30. Nov.
Sonntag, 7. Dez.
Sonntag, 14. Dez.
Sonntag, 21. Dez.
Lukas
Matthäus
Matthäus
Lukas
21, 25-36
25, 1-13
25, 31-46
21, 25-36
Matthäus
Lukas
Johannes
1, 1-24
2, 1-20
21, 15-25
Weihnachten
Donnerstag, 25. Dez.
In der Mitte der Nacht
In der Morgenfrühe
Am Tage
(bis 31.12.)
Sonntag, 1. Jan.
Montag, 2. Jan.
(bis 5.1.)
Epihanias
Dienstag, 6. Jan.
Sonntag, 11. Jan.
Sonntag, 18. Jan.
Johannes
1, 1-18
Lukas
2,22-35/39-40
Matthäus
Matthäus
Matthäus
2, 1-12
2, 1-12
2, 41-53
In der Sonntagshandlung für die Kinder werden manchmal
andere Evangelien gelesen.
Michaeli 2014 – Epiphanias 2015
3
TERMINE
SO|28.9.
9.30 Uhr
Die Sonntagshandlung für die Kinder
anschließend Erntedank; bitte Erntegaben
mitbringen
11.30 Uhr Kreistanzen mit Gudrun Weber
■ Michaeli
MO|29.9. Die Menschenweihehandlung zu Michaeli
10.00
DO|2.10. Der Mensch als ein Sonnenwesen und die
20.00
Problematik der Energiesparlampen
Dr. Jens Karow, Friedrichsdorf/Taunus
(s. Gem.-Brief)
SO|5.10.
Michaeli-Fest
10.00 Uhr Die Menschenweihehandlung
11.10 Uhr Die Sonntagshandlung für die Kinder
11.30 Uhr „… das Dunkel durchdringen“
Musik – Geschichte – Mutproben – Spiele
für Groß und Klein
ca. 13.00 Uhr Erntesuppe
FR|17.10. Selbstseher werden (Lukas 1,2) – 20.00
Die Sinne als Tor zur Wirklichkeit
SA|18.10.
Hildegard Lohner, Frankfurt
Haus- und Gartentag
10.00
SO|19.10. Klavierkonzert 17.00
I-Hsuan Lee, Detmold spielt Werke von
Beethoven, Brahms, Frank und Prokofjeff
FR|24.10. Filmabend: „Alphabet“
19.30
4
Dokumentarfilm von Erwin Wagenhofer
(s. Gem.-Brief)
Thomas-Kirche
TERMINE
SA|25.10. 30 Jahre Michaelkapelle in Detmold
9.00 – ca. 14.30 (s. Extraflyer)
SO|26.10. Franco-italienische Tastenreise
11.15
Wieland Meinhold, Universitätsorganist in
Weimar, spielt Werke von Vivaldi, Frescobaldi,
Poulenc u.a. (s. Gem.-Brief)
Markt der schönen Dinge und Buchantiquariat
vom 1. – 14. November, werktags 9.00 – 13.00 Uhr und
16.00 – 18.00 Uhr
SA|1.11.
Eröffnung mit Märchen und Musik
11.00
anschl. bis 17.00 Uhr Verkauf, Reibekuchen,
Salat- und Kuchenbuffet
SO|2.11.
9.10 Uhr Einführungsfeier zur Sonntags- handlung für die Erstklässler
9.30 Uhr Die Sonntagshandlung für die Kinder
SA|8.11.
Mit den Augen meiner Seele
17.00
Das Credo der Heiligen Odilia von
­Hohenburg, musikalisches Klangwerk von
Martin Boes, gestaltet von Mitarbeitern
des Laibachhofes (s. Gem.-Brief)
SO|9.11.
Gemeindeforum
11.15
Vom Wirken der Trinität an der Schwelle des Todes
Pfarrer Karsten Schloos, Stuttgart
FR|14.11. Vortrag
20.00
SA|15.11. Seminar
10.15 –12.30
SA|15.11. Laternenfest
17.30
Draußen mit Laternen und drinnen am
Feuer für Kinder und Erwachsene
Michaeli 2014 – Epiphanias 2015
5
16.11. bis 20.11. Norddeutsche Synode in Bielefeld
MI|19.11. 8.00 Uhr Die Menschenweihehandlung
mit der Gemeinde
SO|23.11. Feierstunde im Gedenken an unsere 17.00
Verstorbenen
Musik – Biographisches – Rezitation – Predigt
Horst Kreidler, Matthias Petersen, Dorothea
Geipel, Ingwer Momsen
Sa|29.11. Haus- und Gartentag
10.00
■ Advent
FR|5.12.
20.00
Christus erfahren – Christus erleben – Der Weg der Maria Magdalena
Pfarrerin Jeanette Terra, Bochum
SA|6.12.
Adventsschiff
16.00
Spiel nach einer Nikolauslegende für Kinder
und Erwachsene
SO|14.12. Gemeindeforum
11.15
MI|24.12. Lichterstunde für Kinder und Erwachsene
16.00
zugleich in der Rudolf-Steiner-Schule
Das Oberuferer Christgeburtsspiel
■ Weihnachten
FR|26.12. Weihnachten heute? – Gerade heute!
11.15
Dr. Erhard Kröner, Hannover
MI|31.12. „Hätten wir die Sprache, hätten wir das
18.00
Wort, wir bräuchten die Waffen nicht“
Ingeborg Bachmann
Silvesterpredigt, Ingwer Momsen
FR|2.1.
Das Traumlied des Olaf Åsteson
20.00
gesungen von Constanze Saltzwedel
6
Thomas-Kirche
TERMINE
■ Epiphanias
DI|6.1.
Die Menschenweihehandlung zu Epiphanias
10.00
DI|6.1.
Dreikönig-Singspiel
16.00
für Kinder ab 3 Jahre und Erwachsene
SO|11.1.
Das Oberuferer Dreikönigspiel
19.00
aufgeführt von der Bielefelder Spielerschar
für Kinder ab 9 Jahre und Erwachsene
FR|16.1.
Heinrich Rittelmeyer – Begründer der Bielefelder Gemeinde
20.00
Marion Kulessa
■ Abwesenheit
Kulessa
13. – 16. Oktober
6./7. November (Kassel)
Momsen
6. – 20. Oktober (Israel)
6./7. November (Kassel)
2. – 5. Januar
Michaeli 2014 – Epiphanias 2015
7
■ Arbeitskreise und Kurse
Montag
„Die Geheimwissenschaft im Umriss“ (R. Steiner)
Lesekreis, 19.30 Uhr
Auskunft: W. Wilmanns Tel. (0521) 8 43 27
Dienstag
Gartenkreis
Auskunft: W. Aufdemkampe (0521) 144 19 10
A. Heckmann (0521) 982 53 48
Der Vorbereitungskreis für die Jahresfeste
Auskunft: A. Heckmann, Tel. (0521) 982 53 48
Mittwoch
Arbeitskreis, 9.50 bis 10.50 Uhr
Die Wortgestalt der Weihehandlung
I. Momsen
Donnerstag
Das Johannesevangelium
Arbeitskreis am Kapellenbrink, 17.00 Uhr
Gemeinschaftsraum im Haus Novalis
M. Kulessa
Freitag
Sozialkreis, 14-tägig
Auskunft: Karin Hoffmann, Tel. (0521) 144 19 10,
Gudrun Wolf, Tel. (0521) 43 26 00 64
■ Haus- und Gartentage
Samstags, 18. Oktober, 29. November, jeweils 10.00 Uhr
■ Wandertag
Termin siehe Aushang in der Gemeinde
■ Gemeinderat
Der Gemeinderat trifft sich in der Regel alle drei Wochen.
8
Thomas-Kirche
TERMINE
DIE GEMEINDE IN MINDEN
Ort: Marienstr. 32, 32427 Minden
9.30 Uhr Die Sonntagshandlung für die Kinder
10.00 Uhr Die Menschenweihehandlung
11.20 Uhr Arbeitskreis Die Zeitengebete (Episteln)
Sonntags 28. Sept., 26. Okt., 23. Nov., 26. Dez.
20.00 Uhr Gemeindeabend zum Thema Vaterunser – und Forum
Donnerstags 9. Okt., 13. Nov., 11. Dez.
DIE GEMEINDE IN DETMOLD
Ort: Exterstr. 8a, 32756 Detmold
siehe Extra-Programm
C ASUALIEN
Konfirmation
In Detmold
17.5.2014 Anna Christiansen, Sophie Gau, Lara Sievert
In Bielefeld
18.5.2014 Marlene Elsässer, Christopher Kennemund
Bestattungen
15.1.2014 Ingeborg Brethold, Hannover
*18.9.1931 † 11.1.2014
31.8.2014 Peter Dethleffsen
*29.8.1936 † 28.8.2014
2.9.2014
Christhild-Johanna Smits
*5.5.1927 † 28.8.2014
(Schloss Hamborn)
Michaeli 2014 – Epiphanias 2015
9
■ Liebe Mitglieder und Freunde
MICHAEL
ist der große Ja-Sager des Lebens im Auftrag des Christus.
Michaels Feier ist die Feier des rechten Lebensmutes und darum
der starken Zukunftszuversicht.
MICHAEL
ist der Helfer im unablässigen Ringen mit den Mühsalen des
Erdendaseins. Wer sich mit ihm und seinem Kämpferwillen verbündet, den kann die Welt nicht fällen. Wachsen an den Widerständen, das Leben nicht gering achten, auch wenn es drückt,
es nicht vergraben, sondern hochhalten und lieben – auch in der
Misere – das ist Michaelkraft.
MICHAEL
ist, dass man aus allem, was einem begegnet, auch aus dem
schlimmsten Zusammenbruch, aus langwieriger Krankheit, aus
dem bittersten Leid etwas herausholen kann, dass man auch
daran immer stärker, tapferer, gütiger, liebender würde.
Mit diesen Worten von Friedrich Rittelmeyer leuchtet das Wesen des Erzengels vor uns auf und das, was er für uns sein will.
Der Michaelname ist eine Frage: „Wer ist wie Gott?“.
Indem wir uns bemühen, den Christus in uns aufzunehmen, uns
bemühen zu sagen: „Nicht ich, sondern Christus in uns“ sind wir
auf dem Weg zu unserer Gott-Ebenbildlichkeit.
Der Michaelname richtet den christlich Strebenden auf. Er
spricht uns Mut zu.
Michael ruft uns zu: „Wer wagt es Christ zu werden!?“
In dieser Zu-Mutung grüßen Sie
Marion Kulessa und Ingwer Momsen
10
Thomas-Kirche
AUS DER GEMEINDE
■ Peter Dethleffsen
Peter Dethleffsen wurde
am 29.8.1936 in Schanghai geboren, er starb in
Bethel, an Goethes Geburtstag, am 28.8.2014.
Peter war immer sehr stolz
darauf, dass er einen Tag
nach Goethes Geburtstag
zur Welt kam. Nun ist der
„Himmelsgeburtstag“ am
ganz richtigen Tag!
Peter Dethleffsen fiel wenige Tage nach der Geburt in einem Privatkrankenhaus vom Wickeltisch – und zwar direkt
auf den Kopf. Viele Untersuchungen und Operationen werden notwendig.
1945 wurden die Deutschen aus China ausgewiesen. Die
Eltern (der Vater war Kaufmann Im- und Export) kehrten
nach Hamburg, in ihre Heimat zurück.
Peter Dethleffsen wurde in die Waldorfschule eingeschult,
die 1946 gerade neu eröffnet wurde. Er kam in die fünfte Klasse, die damals 56 Schüler hatte; davon waren zwei
„behindert“, wie Peter auch. Die Waldorfschulzeit war ein
Segen für Peter, die Lehrer liebte er und konnte, zuhörend
mit seinem großen Herzen, die Inhalte gut aufnehmen,
aber kaum wiedergeben. Im Rechnen und im Umgang mit
Zahlen war er vielen anfangs überlegen. Vor allem aber
im Flöten und Cellospiel! Peter hatte das absolute Gehör.
­Beide Eltern spielten ein Instrument.
Peter Dethleffsen wurde in Hamburg durch Dr. Hemleben
konfirmiert und blieb der Christengemeinschaft zeitlebens
Michaeli 2014 – Epiphanias 2015
11
treu. Er liebte den Kultus und konnte viele Passagen auswendig.
Die Behinderung nahm während einer Lehre bei einem biologisch-dynamischen Landwirt in Schleswig Holstein zu, besonders in der Motorik. So gaben ihn seine Eltern, er muss
etwa 24 Jahre alt gewesen sein, nach Bethel. Dort lebte er
sich schnell ein, stand er doch immer positiv zum Leben,
war ein echter Idealist und liebte auch hier seine Betreuer
und seine tägliche B
­ üroarbeit.
Peter Dethleffsen kam bis vor 20 Jahren noch regelmäßig
allein in die Bielefelder Gemeinde (Mittelstraße) zur Menschenweihehandlung. Ebenso spielte er Cello in den evangelischen Gottesdiensten in Bethel.
Peter Dethleffsen behielt zu zwei Lehrern und zu vielen
Mitschülern weiterhin Kontakt, fuhr auch zu Klassentreffen
nach Hamburg. Manchmal bekam er Besuch von einem seiner Mitschüler; er schrieb ihnen auch zu den Geburtstagen.
Peter Dethleffsen hat bei aller Freude an den Mitmenschen
doch sicherlich sehr gelitten, klagte aber niemals! Sein jüngerer Bruder meint, er konnte nicht lügen. So kann man
sagen, sein Lebensmotiv war: die Liebe zum Göttlichen und
die Liebe zu Menschen, die ihn auch meist in ihr Herz geschlossen hatten. Er sprach wohl nie negativ über seine Mitmenschen, sondern dankte ihnen immer wieder aus vollem
Herzen.
In Peter Dethleffsen hat sich bewahrheitet – und es wird
sich in seinem zukünftigen Leben immer mehr bewahrheiten – das Wort von Adalbert Stifter:
„Der Schmerz ist ein heiliger Engel, und durch ihn sind Menschen größer geworden als durch alle Freuden der Welt.“
Dagmar von Hugo
12
Thomas-Kirche
AUS DER GEMEINDE
■ Konfirmation 2014
In Detmold: Anna Christiansen, Sophie Gau, Lara Sievert
In Bielefeld: Marlene Elsässer, Christopher Kennemund
Michaeli 2014 – Epiphanias 2015
13
■ Johannifest 2014
14
Thomas-Kirche
AUS DER GEMEINDE
Michaeli 2014 – Epiphanias 2015
15
■ „Die Gnade tanzt …“
war das diesjährige Motto der Mitarbeitertagung, die vom
1. bis 4. Mai in Haus Rothfos am Mözener See, ca. acht
Kilometer von Bad Segeberg entfernt, stattfand.
Es waren viele Gemeinden aus der Norddeutschen Region
dabei, so auch unsere Gemeinde mit sechs Personen: Wolfgang Aufdemkampe und Karin Hoffmann reisten mit der
Bahn an. Gertrud Plaß, Christine Schöll, Käthe Mertens und
ich (Agnes Schütz) bildeten eine Fahrgemeinschaft.
Da uns das Wetter für einige Kilometer wie in einer Waschstraße behandelte und wohl viele Menschen nach Norden
reisten, war es gut, dass wir vier um 10.00 Uhr mit bester
Laune gestartet waren, und meine Seifenblasen im Stau
nicht nur uns erfreuten, sondern auch die Autoinsassen
um uns herum. Das war schon passend zum Thema – ein
Tanz in Bewegung durch die leichten Seifenblasen. Doch
wir kamen rechtzeitig und guter Dinge auf einem großen,
wunderschönen, von lichtem Wald umgebenen Gelände an,
direkt am Mözener See gelegen. Alles hatte einen einladenden Charakter, auch das alte Gebäude. Der Parkplatz füllte
sich dann mit Autos aus ganz Norddeutschland.
Nach der Zimmerverteilung trafen sich über 100 Menschen
jeden Alters, davon ca. 20 Kinder, zum gemeinsamen Singen. Und zu einer Geschichte: „Die versunkene Krone“, die
uns alle erfreute und morgens und abends weitererzählt
wurde. In der Tiefe beinhaltete sie die Gnade.
Trotz der vielen Menschen war eine schöne Harmonie spürbar. Fünf Pfarrer waren vor Ort, die im Wechsel den Kultischen Abschluß, die Predigten und die Menschenweihehandlung gestalteten. Das angekündigte Programm wurde
durch die bunt gemischte Menschengruppe, die Mitmensch16
Thomas-Kirche
AUS DER GEMEINDE
lichkeit, die Vielfalt an Angeboten, den phantastischen Ort
und das immer besser werdende Wetter, weit übertroffen.
Alles fühlte sich sehr entspannt an.
Die Predigten und Arbeitsgruppen bauten aufeinander auf,
es war für alle etwas dabei. Von körperlicher Bewegung bis
zu geistiger Bewegung – alles ein Tanz der Gnade!
Nachmittags durften wir noch Kanu fahren, die Kunstausstellung von Otto Flath oder die Fledermaushöhlen in Bad
Segeberg besichtigen. Abends gab es freie Gesprächsgruppen zum Thema: „Augenblicke der Gnade in der Zusammenarbeit im Gemeindeleben“, die inhaltlich für mich sehr
tiefgründig waren.
Zusammenfassend habe ich eine erfüllte Zeit erleben dürfen, die den Blick auf die Gnade der Zusammenarbeit angeregt hat, weil dann etwas Größeres entstehen kann, als
wir für möglich halten. Dafür möchte ich aufmerksamer
werden.
Es war eine wunderbare Tagung, wo aus vielen Individuen
mit den unterschiedlichsten Gewohnheiten und Altersstufen eine neue Gemeinschaft lebendig geworden ist, indem
wir miteinander sangen, sprachen, spielten, den Kultus erlebten und in den Mai tanzten.
Wir können jeden nur anregen, im nächsten Jahr dabei zu
sein. Ich freue mich schon darauf.
Agnes Schütz
■ Neues vom Wohnprojekt auf dem Kirchengelände
Wer sonntags noch zum Kirchenkaffee bleibt, der kann
ziemlich regelmäßig eine Gruppe von Menschen beobachMichaeli 2014 – Epiphanias 2015
17
ten, die sich im Turmzimmer über dem Büro zu weiterer
Bauplanung trifft.
Diese Gruppe besteht zur Zeit aus 6 Ehepaaren, 2 Frauen
und 2 Männern. Das Bauvorhaben umfasst 11 Wohnungen
(Erdgeschoss 4, 1. Obergeschoss 4, Dachgeschoss 3), dazu
kommt der Gemeinschaftsraum auf dem Dach mit einer
gemeinschaftlichen Dachterrasse. Bis auf eine kleine Wohnung sind alle vergeben.
Für sie gibt es einen Interessenten, mit dem wir noch in der
Phase des gegenseitigen Kennenlernens sind.
Gemeindemitglieder, die am Johannifest teilgenommen haben, konnten mit den Bauwilligen ins Gespräch kommen.
Gemeinsam umschritten wir das Areal des zukünftigen
Baus, um es wahrzunehmen und zu erspüren. Mit Hilfe von
Körperkosmogrammen (einer universellen Körpersprache)
versuchten die Anwesenden in Kontakt zu treten mit der
Gruppe, mit der Erde, mit den dortigen Wesenheiten und
mit der geistigen Welt, um sich selber und alles, was uns
umgibt, einzustimmen auf künftige Geschehnisse im Zusammenhang mit dem Bau.
Nachdem schon vor einigen Monaten der Antrag auf Änderung des Bebauungsplans gestellt und dieser auch veröffentlicht worden ist (alle möglichen Ämter und Institutionen müssen gefragt werden und alle Bürger die Möglichkeit
der Information und des Einspruchs haben), warten wir nun
auf die Erteilung der Baugenehmigung.
Bei der Stadt gibt es nur eine Sachbearbeiterin, die solche
Anträge bearbeitet. Sie ist dem Projekt sehr gewogen und
setzt sich für die Verwirklichung ein, ist aber so überlastet,
dass die Genehmigung noch auf sich warten lässt. Das ganze Verfahren ist überaus komplex und kompliziert und ist
18
Thomas-Kirche
AUS DER GEMEINDE
immer wieder für Überraschungen gut. So musste z.B. ein
neues Lärmschutzgutachten erstellt werden.
Der großen Baustelle gegenüber der Kirche (Ecke Westerfeldstraße/Erdsiek) sei Dank; sie schluckt einen Teil des
Straßenlärms, so dass wir nun innerhalb der geforderten
Werte bleiben. Welch ein Widersinn für den normalen Bürger, dass für den Komplex selber, der ja direkt an der Westerfeldstraße liegt, viel niedrigere Werte gelten. Letztendlich
sind wir nicht böse über die erzwungene Zeit, es gibt noch
so Vieles zu planen und zu bedenken. Wenn die Baugenehmigung erteilt ist, steht der Erwerb des Grundstücks an. Für
den Vertrag muss die genaue Größe der Wohnungen, des
Gebäudekomplexes und des Grundstücks feststehen. Zu
dem Vertrag gehört zwingend auch eine Gemeinschaftsordnung mit Muss- und auch vielen Kannvorschriften. Hier zu
tragfähigen Ergebnissen zu kommen, bedarf es vieler Überlegungen und auch fachkundiger Beratungen durch einen
Notar. Schließlich wird alles im Grundbuch vermerkt.
Solche Planungen eröffnen ein weites Feld gegenseitigen
Kennenlernens und Übens im Umgang miteinander. Da
wird durchaus kontrovers diskutiert. Bislang gilt noch der
Grundsatz der Einmütigkeit, d.h. jemand kann sich eines
Votums enthalten. Ist aber nur ein Mitglied gegen einen Beschluss, so muss nach einem Kompromiss gesucht werden.
Haben wir unser Arbeitspensum erledigt, so belohnen wir
uns mit einem gemeinsamen Essen, zu dem jeder etwas beiträgt. Das ist stets eine vergnügte Runde, denn trotz aller
vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Schwierigkeiten sind sich alle Mitglieder einig in ihrer Zuversicht und
ihrem Willen, das Projekt in die Verwirklichung zu tragen.
Elisabeth Sprissler Thiemann
Michaeli 2014 – Epiphanias 2015
19
■ Der Mensch als ein Sonnenwesen und die
Problematik der Energiesparlampen
Zur Veranstaltung am 2. Oktober
Der Mensch ist ein „Sonnenwesen“, seine Entwicklungs- und
Wachstumsprozesse sind in vielerlei Weise mit den Kräften des
Lichtes innig verwoben. Deshalb spielt auch die Lichtqualität
der Leuchtmittel eine wesentliche Rolle.
Wie wirken die gesetzlich verordneten Energiesparlampen auf
die menschliche Physiologie, auf ätherische Organismen und
den geistigen Raum?
Jens Karow
■ Alphabet
Zum Filmabend am 24.10.
Nach „We feed the world“
und „Lets make money“ ist
„Alphabet“ der abschließende Teil einer Trilogie,
der die Themen der beiden
vorherigen Filme nochmals
aufgreift und wie in einem
Brennglas bündelt. Der Film
ist eine Dokumentation über
unser Bildungssystem, das
mit den gesellschaftlichen
Anforderungen nicht mithalten kann.
Eine Pressestimme: „Alphabet“ ist ein beeindruckender
Film, mit Bildern, Gesichtern und Ideen, die hängenbleiben.
Ein Film mit dem Anspruch etwas zu bewegen, mit einem
­Appell, den Sir Ken Robson so formuliert: „Es gibt unbewegliche Menschen, bewegliche und solche, die sich bewegen –
ich ermuntere Euch: bewegt Euch!“
20
Thomas-Kirche
AUS DER GEMEINDE
■ Franco-italienische Tastenreise am Flügel
Klangvolle Komponistennamen werden am Sonntag, dem
26. ­Oktober 2014, um 11.15 Uhr in unserer Thomas-Kirche
auf dem Programm stehen: Antonio Vivaldi, Girolamo Frescobaldi, Giorgio Gentili, Jean Francois ­Dandrieu, Gabriel
Dupont, Dom Paul Benoit und Francis Poulenc. Einige ihrer
Werke wird der Weimarer Universitätsorganis Dr. Wiland
Meinhold am Flügel zu Gehör bringen.
Er schreibt uns in dem Zusammenhang: „Die Italienbegeisterung des 17. und 18. Jahrhunderts hat auch bei Joh. Sebastian Bach Spuren hinterlassen. In den Bauten Dresdens,
in den italienischen Gemälden, überall wohnt italienische
Musizierlust. Bis nach Rußland reichte die Ausstrahlung der
Sprache Frankreichs, der französische Tanz hatte seinen Siegeszug um die Welt angetreten. Den Klangsinn in der französischen Musik, eng an die Sprache angelehnt, verbindet
man mit Debussy und Ravel. Weniger bekannt ist der blinde
Pariser Organist G. Dupont, der feinsinnige Tonmalereien
entwickelte. Daquin und Couperin hingegen begeisterten
durch ihre festlichen Ouvertüren, die Bestandteil der katholischen Messe waren.“
All das wird auch vom Interpreten verbal ­moderiert.
Willkommen!
Ingwer Momsen
■ Mit den Augen meiner Seele Das Credo der heiligen Odilia von Hohenburg
Zum Konzept der Aufführung:
Die Geschichte zum „Credo“ der heiligen Odilia von
­Hohenburg wird in Person einer Sprecherin erzählt, die
Michaeli 2014 – Epiphanias 2015
21
nicht persönlich in Erscheinung tritt, sondern nur als Stimme aus dem Hintergrund zu hören ist. Das ganze Stück versteht sich ganz und gar als Hör-Aufführung. Was die Handlung betrifft gibt es nämlich gar nichts zu sehen. Damit
greift das Stück den Zustand des Nichtsehens, der Blindheit
­Odilias in ihren ersten zwölf Lebensjahren auf. Die Zuhörer/innen (in diesem Sinne also nicht die Zuschauer/innen)
sind dabei zur Vertiefung ihrer eigenen Wahr-Nehmung
aufgerufen, die Augen zu schließen, nämlich bis zu dem
Moment in der Handlung, da Odilia durch das Sakrament
ihrer Taufe sehend wird. Die Zu-Hörenden sind umgeben
von Musikern, die aus verschiedenen Raumesrichtungen
Klangbilder entstehen lassen, die die Handlung aufgreifen
und klanglich wiedergeben.
Parallel in die Handlung der Lebensgeschichte Odilias ist das „Märchen vom Sterntaler“ verwoben, das nach
und nach im Gesamtablauf (ebenfalls aus verschiedenen
­Raumesrichtungen) zu hören sein wird.
Damit wird ein Bezug zwischen den biografischen Stationen
in Odilas Leben und den wundervollen mystischen Bildern
von der Selbstlosigkeit des Sterntalerkindes im Märchen
geschaffen. Das letzte Bild des Märchens schildert uns die
völlige physische Selbstaufgabe des Menschen-Kindes. Damit erreicht es nicht nur die Überwindung seiner seelischen
und physischen Nöte, sondern findet in der erfüllenden Liebetat den Zugang zum Ursprung des Lebens, wie es im Bild
der fallenden Sterne (als göttlichem Segen) und dem neuen, himmlischen Gewand beschrieben wird. Diese großen
Wahrbilder bilden einen deutlichen Bezug, den wir auch im
Lebensweg der Odilia wiederfinden können.
Martin Boes
22
Thomas-Kirche
AUS DER GEMEINDE
■ Vom Wirken der Trinität an der Schwelle
des Todes
Zur Veranstaltung am 14. und 15. November
Wer die Worte des Bestattungsrituals in der Christengemeinschaft hört, kann überrascht sein, wie hier über
Sterben und Tod gesprochen wird: Ist das Lebensende ein
Neuanfang? Wandelt sich der Schwellenübertritt der Seele
in eine Neugeburt? – Der Text, der jedes Mal am Sarg gesprochen wird, bejaht diese Fragen und behandelt sie als
Wirklichkeiten.
So dürfen wir weiterfragen: Ist das Geborenwerden (im Tod)
auch mit einer Taufe verbunden, so wie es nach der leiblichen Geburt eines Kindes geschehen kann?
Dass Taufe und Trinität (Vater, Sohn und Heiliger Geist) im
Christlich werden des Menschen einen Lebenszusammenhang bilden, ist schon im Evangelium bezeugt (Matthäus
28,19). Hat dieser Zusammenhang des Menschen mit der
Trinität auch Bedeutung über den Tod hinaus?
Von diesen Fragen soll im Vortrag gesprochen werden. Am
Samstagvormittag ist dann Gelegenheit zum Gespräch.
Karsten Schlooss
■ Informationen in Kürze
Für unser Buchantiquariat, das am 1. November mit dem
Markt der schönen Dinge eröffnet werden wird, nehmen
wir noch Bücher, gut erhalten, entgegen. Bitte schauen Sie
auch auf den Helfer-Aushang an der Pinnwand im Foyer!
An vier Tagen im November wird unsere Gemeinde Gastgeberin sein für ca. 35 Pfarrer, die vom 16. bis 20. NovemMichaeli 2014 – Epiphanias 2015
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ber zur Norddeutschen Synode in Bielefeld zusammenkommen werden. Sie benötigen u.a. Verpflegung und eine
Unterkunft. Genügend Privatquartiere wurden erfreulicherweise schnell gefunden. Nun fehlen noch Helfer für das
Anrichten von Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Wer
könnte einen Kuchen für das Kaffeetrinken bringen? Bitte
geben Sie im Büro Bescheid, wenn Sie uns an dem einen
oder anderen Tag unterstützen können.
Anfang Juli haben wir uns
in einer kleinen Feier dankbar von Carlos Maranhão
als Gemeindepraktikant verabschiedet. Im Oktober wird
er am Seminar in Stuttgart
seinen Weg, Priester zu werden, fortsetzen. Gute Wünsche aus Bielefeld werden
ihn begleiten.
Anne Heckmann
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Thomas-Kirche
AUS DER GEMEINDE
Michaeli 2014 – Epiphanias 2015
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Thomas-Kirche
INHALT / IMPRESSUM
INHALT
Liebe Mitglieder und Freunde
10
Peter Dethleffsen
11
Konfirmation 2014
13
Johanni
14
„Die Gnade tanzt …“
16
Neues vom Wohnprojekt auf dem
Kirchengelände
17
Der Mensch als ein Sonnenwesen und die
Problematik der Energiesparlampen
20
Alphabet
20
Franco-italienische Tastenreise am Flügel
21
Mit den Augen meiner Seele – Das Credo
der heiligen Odilia von Hohenburg
21
Vom Wirken der Trinität
an der Schwelle des Todes
23
Informationen in Kürze
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IMPRSSUM
Redaktion
Gertraud Watermann
Wilfried Wilmanns
Gestaltung und Herstellung Michael Schäper
Abbildung Titelseite:
Felicia Holland, Copyright by Andreas Greiner-Napp
Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Sicht der jeweiligen
Verfasser wieder. Zuschriften und Texte an das Gemeindebüro oder
per Email an: bielefeld@christengemeinschaft.org
Michaeli 2014 – Epiphanias 2015
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KONTAK TE
KONTAK TE
■ Gemeindebüro
Westerfeldstr. 46, 33611 Bielefeld, Tel. (0521) 9 82 53 48
Email: bielefeld@christengemeinschaft.org
Bürozeiten: Di. – Fr., 9.00 – 12.30 Uhr
■ Pfarrer der Gemeinde
Ingwer Momsen
An der Kreuzflur 11, 33611 Bielefeld, Tel. (0521) 78 46 09 51
Email: imomsen@web.de
Marion Kulessa
Apfelstraße 180a, 33611 Bielefeld, Tel. (0521) 98 81 59 15
Email: marion.kulessa@christengemeinschaft.org
■ Gemeindehelferin
Annemarie Heckmann
Tel. (05221) 5 66 69
Email: annemarieheckmann@gmail.com
■ Buchhaltung und Finanzen
Ulrich Feldkötter
Diemelstr. 21, 32425 Minden, Tel. (0571) 4 08 00
Email: ulrich.feldkoetter@gmx.de
■ Konto
Die Christengemeinschaft
GLS Bank
IBAN DE49 4306 0967 4046 317300
Die Christengemeinschaft wird finanziell ausschließlich
durch frei bestimmte Beiträge und Spenden ihrer Mitglieder
und Freunde getragen.
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Seele and Geist
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